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Handbuch des Schilhischen von Tazerwalt : Grammatik, Lesestücke, Gespräche, Glossar / von Dr. Hans Stumme,
Handbuch des Schilhischen von Tazerwalt : Grammatik, Lesestücke, Gespräche, Glossar / von Dr. Hans Stumme,

Handbuch des Schilhischen von Tazerwalt : Grammatik, Lesestücke, Gespräche, Glossar / von Dr. Hans Stumme,

Source gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Stumme, Hans (1864-1936). Handbuch des Schilhischen von Tazerwalt : Grammatik, Lesestücke, Gespräche, Glossar / von
Stumme, Hans (1864-1936). Handbuch des Schilhischen von Tazerwalt : Grammatik, Lesestücke, Gespräche, Glossar / von

Stumme, Hans (1864-1936). Handbuch des Schilhischen von Tazerwalt : Grammatik, Lesestücke, Gespräche, Glossar / von Dr. Hans Stumme,

1899.

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's~

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DES

0 T~~R~RT

GRÂM\tÂTlK

'f:

LESESTÙCKB

GLOSSAR

– GESPRACHE

y6n.

DR, -~HÀNS~STtJmtE

t

rRIYAiDOZE':TE~.A~t'ERp9tvE~an'Att.En'M9

J/C.

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HINRIC~S'SCHE

.1899"

BUCHHA~DUn'ifO

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HANDBUOH

DE$

SMILHISCHEN

(~A~IA~IK

1

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LESESTÛCKE

GLOSSAR

TAZER~ALT

GESPRÂCHE

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DR

HA~S

PRIVATDOZEXTEXAX DER S~IMME UXlyERStTXT LEIPZIQ

4~1

y\

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~~t~3~

C, RINRICHS'SCHE

BUCHHANDLUNO

1899

VORWORT.

 

Dem

vorliegenden

~Handbuche

des

Sch!)h!s':hea

Ton Ta~Cfw&It"

habe

ich

nicht

viele

Worte

v orauszuschicken.

 

Im gmmmatischen

~Crammatik

 

Te!le

habe

ich,

wie

friiher

in

den

betrenenden

Teiler.

nieiner

des Tnnisischen

Arabisch"

und

meiner

n~~ichen

und

Gedichte

Bus Tripolis

in Xordafrika",

 

die

Praxis

befolgt,

mog~ichst

viel

Yokabeim~teria!

dea

einzelnen

grammatischen

 

Rege~

beîzugeseltp~,

was

billig

den~ecde

Kritik~r

]:aum

tadeln

dasa

ich

einem

wissenschaft-

lichen

Buche

~Oesprache"

belfuge,

tnSge

werden man gI~chtaUs

unbeanstanclet

lassen.

Was

in meiner

die HeMtpII~ngswe!se

Mutterspraehe

von

dem

Wo

gedacht

in

dieser

Jahre

fruheren

aCesprache"

1893

betrifft,

so sind

nnd

e!~ von

daselbst

erwahnten

ans

der

ubertragen

mir

so-

ihm

und

im

zu Berlin

yerfasst

meinen

Ha4

nach

ist

Schriften

schon

mehrfach

gleich

A!:robatemd:r~tor

vollkommen

worden.

genug

dementsprechend

)AbduHa

deutschen

Ben Mbamm~d

Sprache

des

Hâz

aua Tazërwa]t

in seine Mutterspraehe nicht

gelaungen

ich,

Ansicht

der

}Abdu!!a,

n~arokkanisch"

worden

batte, ins ScnHhische

deutsche

Urtext'stets

worden.

abgeândert

übersetzt

Des Etymotogtsierens Buche

aUz'~weit

d~ese

ze!gen

entschlage

ein

Blick

habe

ich

mich

durchaus

g&nztich und teTokatischen

namentlich

nur

manche

gehatten,

Etyma,

S.

selten

nicht

Im

156

ety-

in den grammatischen nicht

es jedoch

es sich

aber

gemacht

worden

arabischen

(s. ebenda),

marobkanisches

Yorliegendsn

Teil desselben

hierin

so

Z. 9n'.).

sind

(wie

dürfte),

fur notwendig

um arabieche

(vgl.

auszugreifen.

durchweg

Frage

YcrMgt

Handeit

cambaft

kommenden

worden

uber

Jene

in

weiter

neuesten

Etyma

wenn

sind

auch

~renliche

oder

molog!sch

Publikation

uber die ethnographischen

Datums

VulgSrarabkehi

uns zu etym~ogîsehen

Verhaltnisse

dieses Landes

< Wir

,,Marokkanisehe

der Mitteilun~en

Stuttgart

K98)

sowie ,,Zum

des

H. Ludetitz* sehen bekommen.

meyer's:

t.S. 143–2S1

II

jE.hr~.

Hie)'

Moutiéras.

Deuxième

meinen

YQr Allem

die tehrreiccen (S. 188–230 für Orient~Hsche und StichwatTen

(S.

im

aus Marokko") ist namentlich

Schriften

August

des

Ftsche~'9:

I. Jahrgac~es

Berlin

SpnchwSrter"

des Seminan

und

der

2. AMeitun~

Sprachen

zu Berlin,

und Messer

im heuti~en

1-15

bezw.

275–286

letzten

Artikel

erwahntea

auch

wir

der Aufsatz

leider

Georg

Beduinendialekte

Beduinendialekte

haben

inconnu" lu»

und

,,Hieb- im Marokkanischen" Den

Zeitschrift).

31arokk<)",

der

2. Abt.

Aufsatz

zu

1895,

Wortton

ders.

(,,Sprûchw3rter

W~hti~

nbch nichç

K~mpff-

In~eraû'ikas"

par

Auguste

André,

1899-

,,Materia]ieu

der

ist

Première

partie:

zum Stodium

des

II.

zu

partie:

der arabischen

2. Abt.

namentlich

Jahrg.

nenneo

ders. Zeitschr.).

,,Le

du

Ma.roo

Rif.

Paris,

Exploration

des Djebaia.

Paris,

Auguste

Joseph

Challamel.

Exploration

Exkursen

doch

graphischen

gleichsam

fur angebracht,

Inhaites',

uns

mit

noch

mancher

IV

unwidcKtehHch

uns

das

hierin

uns

verlocken

zu beschranken.

vor

einigen

wcHte;

wir

hie)ten

es

Buch biblio-

machte

eben

Ein mStzhches

zu Ge~icht

Monaten

kam,

Publikation

auf

maghrebinischem

Gebiete

bekannt,

t'on

deren

Existenz

 

wir

noch

keine

Ahnung

gehabt

hatten;

wir maehten

inMgedessen

 

noch

manche

Entdeckung,

die

wir

hier

gleichfalls

 

beim

Ety.

mo!ogiBieren

des

arabischen

Materiah

des ~chHhïschen

 

LStten

verwerten

]<onnen,

– doch

wir

haben

es

eben

fiir angebracht

gehatten,

 

uns

auf

diesem

Gebiete

zu beschranken.

Das

Glossar

dürfte

Attes

enthaKen,

was

an

Wort-

dieses

aber

material

in unsern

früheren

ist

Publikationen

(wir

hoffen

und

Xichts

Xotizen

in

den

 

ubrigen

Teilen

Handbcches

 

~orhaoden

 

zu

haben);

auch Vicies

aus

unsern

bandschriftlichen

besonders

Yergesseu

haben

Worter

oder

wir

iu

4as

Glossar

aufgenommen,

(wahreud

wir

auf

die voHstandige

Eintragung

die gebraucMicheren Ton Gr8sernamen!isten

KSfMr.amenIisteti

u. dgl.

ins

Glossar

verzichten

glaubten).

 

Dass

im grammatischen

im GJossar

dièses

Buches

nicht

immer

lauUichen

einer

Form

haben

 

werden

allé mo~iehen versteht

k9ncen,

sich

wohi

zu

Tei!e

Varianten

yen

Ich

kSnnen

und

selbst.

Man

beha~9

das

angegeben

auf

S. 155

u.

156

Gesagt~

jederzeit

im Auge

bin

!!e!n

Freund

auzustarken

XiveBierena

 

der

lautlich

verschieden

 

notierten

Formen

und des Reduzierens

 

dersetben

 

auf

eine

Komprmmssform

 

(die

dann

oft gar

nicht

existiert),

bin

abër

('avon

ubeM~agt,

daes

man

in

einem

Buche,

das

eine

lebende

Berbentspraehe

 

beh~ndeit,

 

b~!

der Abfassung

Unmasse

wah!t

einer

handiung

sequenzen

dass

sich vielleicht

dann

der grammatischen

Regeln

dieser

und

e!ekt!sch

am haungsten

aus.

Eine

Beziehung

uns

des GIossars

Plage

wird

aber

sehr

haung

hat;

der

man

Be-

der Paraltelformen

eben

gegenûber die durchschnittlich

ah

die Xonnatform

In

entdecken;

aïs gehSrte

fragen,

zu verfahren

auftretende

war

Fassung

die

Sprachform der TonverhSKnisse.

wir

(bes.

im Glossar)

nie andere

bisw eilen

auch

M~ncher

damit

Inkon-

wir MnDen

verteidigen,

Betonungsweisen

yorfuhren.

weshalb

im GJossar

manchem

Man

wird

Singular

(z. B.

kMsu

2C'3a) keine

mehr

wie

Die

Pluralform

und manchem

sei.

Der

wir gesammelt

nicht

Plural

(z. B. idolan einfach

187 b) keme

dass

wir

An-

Angaben

zu

Teiles

Singutarform

micht

gabe

sonst

beigefiigt

worden

konnten

ah

(bezw.

Crund

ist

hatten;

durften

etc.

in diesem

der,

geben

~Singu!ar

eine jedesmalige oder

anatoga

Plural)

notiert"

hielten

wir

für entbehrjich.

 

fünf

kurzen

Lesestucke

 

auf

S. 126-128

sein.

Wem

sic

nach

dem

Studium

schwer

erscheinen,

veron'entHchten

der

moge

Marchen,

sich

uber

das TazërwaIt-ScMhische PuHikationen

sonstigen

verweise

nicht allzuschwer

analysier~n

zu

Ùbersetzang

noch

des grammatischen

der

mit

meiner

stets

mittels

dièse

beigefiigter

Fabeln

in

ich

sonstigen

PtibH-

eintesen.

auf folgende

kationen

Auf

Veise;

Berbernsprach?

Buche

diese

E

=- E!f Stucke

M

*= Marchen

im Schi)ha-DIa]ekt

von TazërwaK

der

Schlûh

von Tazerwalt

(Naheres

(Naheres

ebenda).

S. 7, Anm.

1).

9 BnHetin

bibliographique

t.

de

de

nshm

maghreMn

par Edmond

extrait

à Miq-s

dw Bulletin

169~.

la Société

de pêograpMe

t898.

d'Oran,

fase. LXXIX.

t899t

t897–ier

gemestre

Oran,

L. Foucae,

Doutte.

Janvier

y

D -= Dichtkunst

und Gedichte

der

Schlu~

\-erwiesen

(Xahcres

S.

6, Anrn.

sich

1).

dies natur-

 

Wo

ohne

weitere

Angabe

lich anfdM

YOrHegende

Handbuch.

von Biichertite~n

 

durften

keine

keit

Meten.

 

Man venSume

6br:gens

nnzusehen,

 

die

fur

das

ganze

Buch

 

Auf

S 247249

gebe

ich neben

aolehe

zn meinen

fruheren

auf Seiten

wird, bezieht

sonstiger

die Anmerkung

zu diesem

diese

Die Pedeutungeo h!nsichtHeh

sieh

Ab~QMangen

Schwierigkeit

nicht,

wichtig

der YerstandHch-

Handb

unter

jche

S. Ïl

auch

ist.

Verbesserungen

Uber

PuMikationen

BerberMprache.

GedanM

sei an dieser

Stelle

der

J. 0. Hinrieh~'schen

Buchhandtung,

die bct

einem,

der Unh'ersitat

von derYerwaMuDgder~AIbrechtstiftuDg"

Leipzig

gutigst

bewiMigten

derpMosopMs~heaFakultat

Bamhaften

Zuschusse

dièses

Buch

in Verlag

nahm,

ein Buch,

dessen

Leserkreîs

natargemass

wird.

Die

PHicht

des Dankens

sei

auch

Herrn

Dr.

phi!.

Dresden

und

dem

hiesigen

Studenten

der orientalischea

J. Haferbier,

Korre~tur

gegenuber

des

erfiiHt, Bach~<) las, wahrend

von

denen

der

tetztere

der erstere

faltigc

 

ganzen

kein grosser

Kurt

Berghold

sein

in

Sprachen,

Herrn

eine

ausserst

sorg-

die Druckbogen

des ~Gran~matik" HofTen

schen

Deutschland

hierzn

ich

Berbernsprachen"

betitelten

dass

Beziebungen

Teiles

das Studium

durchmnsterte.

der

so interessanten

und

wir,

~ahe

zu

nun

den

semiti-

auch

in

Buch

so

aufweisenden

Berbernsprachen

und

dass

ieh

dieser

schon

Kolleg

eifriger

aufgenommen

Xeigung

werde,

zum Studium

das9

habe

das vorliegende

beitragen

moge!

m~ Freuden

Sprachen zwei Semester

lesen

k~nnen.

ist vorhanden:

kann

honstatieren,

über

vor eifrigen

Horern

Leipzig,

Ftinkenburgstrasse

d. 28;

August

4.

1899.

HA~S

STPMME.

INHALTSVERZEICHNIS.

YORWOM.

ÎNHALTSVEMEtCHXtS

ORAMMAT-K

I.Ein!e!tendcs,ïj&utHchcs.

II.Xomen,

m.Yerbum

t

ly.Pronomen.

V.Z~Mwort

~f.Partikeln

.109~.

Le?estucT:c(~sAnhaDgzurGrammatik).

GESPRACHEUSDGLOSSAR

NACËTRA3E

Gei-pr&che.

Gloser

.129–246

.155-246

.<

~246-249

.1018'.

.t2612$

"ï-~

·

1~38

8S.

18ff.

&0&

85~.

131-154

~GRAMMATIK.

Stumm~,HandbuchdesSchi!hiachen

}

I. Einleitendes,

Lautliches.

1. Im Kaiserreiche

Marokko

werden drei der berberischen

oder libyschen die nfuche

engern Sinne!)

Gruppe

angehorige die berberische

und

Sprachen

geredet,

namiich

im Norden,

(aiso die berberische

im Süden.

im

Die

in der Mitte

die schilhische

Araber

nennen

diese

drei Sprachen

errïfîja

A~

elberber~a.

~Jt

und

esSilha, ~JL~J);

mit

heissen

]ich ta.~ilhît,

und tasiUjait

die drei

Sprachen:

doch

tarifît,

î wird

nach

sind die substantivisch

ihrem

taberb~rît

einheimischen

Namen

und taSUhait (eigent-

h

zu S).

Tanfît,

gebrauchten

taberbërît

Feminina

zn

den Adjektiyen

sc~~M~e/t; und diese MaskuHnfbrmen

arîn

)!~sc~,

abêrberi

~er~ensc/t

und

die berberi-

asilhal

wiederum

zu rif t-a-)

sind

(vom lateinischen

sierten

ripa)

~J~.

arabischen

Ufer, -E~ste,

(d. i. griecbisch Letzteres

Beziehungsworter

speziell:

~ap~apo;)

ist eigentlich

?!o~M:a~'o7~a~!sc~e

und

-Ef<sfc,

zu bérber

silh

zum arabischen

Worte

ein Schimpfwort

und bedeutet

jSaMMas~ und dann übertragen

gleich

sich

Arabische

nennung

er weiss,

der

Schilh

dass

es sich

ruhig.

ssilh;

a,ls Muttersprachc izîker <S'e~, ~ncA'.

oder

~afH&er.t 1 Ob- nennt

handelt,

er

dem

das

die

Be-

bildet

den

~f~e!

sogar

um ein Schimpfwort zur Revanche

redenden

Das arabische

giebt

Marokkaner

silh

~J~.

hiermit

1 Über

im

die

Grundbedeutung

Zusammenhange

von

stehende

si]h,

Fragen

sowie

über

inbetreff

eine

der

ganze

Reihe

ethnologischen

und spracMichen Verhaitnis~e Marokkos s. die interessantenArtikel Queden-

i'eldt's

und Wetzstein's

in der BerlinerZeitschrift fur Ethnologie, Jahr-

1887 bis 1889. Quedenfetdt's

jedoch

sieben Artikel über ,,EinteiIung und Ver-

gang

breitung der Berberbevolkerung

in Marokko" sind daselbst leicht a.afnndbar.

Es sei

der Akrobaten und der Schiesskunstler

auf einen ferneren Artikel aus seiner Feder (die Korporationen

Marokkos betreflénd) in Jahrgang

1889, Seite (572)C)8(i) und auf die Zuschriften Wetzstem's in Jahrgang 1887

S. (34)-(37) ganz ausdriicklich aufmerksam gemacht.

1*

4

[§!,3u.S

3

Plural

davon)

== ~-3~

Plural

~lûh

ist namiich

slûh (slûëh,

s!ûab,

slûh,

MAh, sloh

sind ]aut]iche

,J))

~~arianten

s~ilh gehort furs Sc.hilhische

und zur schilhischen

sslùh,

(=

Fassung

Sslûh, sst5h); und

~~Jt

der

(sstû~h, sslûab,

und

s~lûh etc.

mit ss zu

schreiben,

weil

der

arabische

Artikel

im Schilhischen

steritisiert

wird

wâhlen

(gera~de

fur

desselben

der

des

wie

es z. B.

des

im

Buches

schilhisch,

Spanischen

und

den

Titel

den

Schilh

s vermeiden

die Schreibart

wir das Transkriptionszeichen

s (sch) nicht zum Ausdrucke bringen.

§ 2.

Die genaunten

drei berberischen

der

Fall

deutschen

ist).

Wir

Kontext

und Schiuh,

bei

und die Doppetung

Volkerschaften

Ma-

rokkos kënnen sich, wenn auchihreSprachennichtYerscIdedener

von einander

nur

sind,

~Is z. B. die

einzelnen

romanischen

machen.

Unterdialekte

anders

Sprachen,

dieser

auf;

so

sehr schwer

in Tarudant

gegenseitig

YerstandMch

mehrere

Schilhisch

In

Jede

drei Sprachen

spricht

aïs

weist

wiederum

in Agadir.

man das marokkanische

oder

in Tazerwalt

der Dtchtungen

der Sprache

haben

Der

aber die marokkanischen

in dieser Grammatik

gelehrte

Schlûh

eine Art

xotv~ BtatXexTo:.

schilbische

Dialekt

ist speziell

der

des Gaues

selten

a'jcb

mit

sich

das

Grah

den ganzen

ziehenden

das marokkanische

(i!aues Tazerwalt,

Ta.zërwalt,

bei dessen Ha.uptplatze

Gaues

De~

(der

nicht

wird)

der

durch-

denn

des

dem Namen

des

des ganzen

u.Mûsa,

auch Europa

bezeichnet

Sïdi Hamd

ja

sogar

des Schutzheiligen und Amerika

So

wird

der Dialekt

Orient,

marokkanischen

Akrobaten

befindet.

Scbilhisch, auch ausserhalb

und besonders

Marokkos

gesprochen.

Ubrigens

verstehen

Dialekte

sich aUe sûdmarokkaniscben

ihrer Sprache

sind

nicht

Nicht

aber verstehen

untereinander,

Schlûh, sehr verschieden

allé die

denn die einzelnen

von einander.

libyschen

Voiker-

wohnend,

,,schilhisch"

Schlûh.

§

3.

sich

schaften

sich

nennen,

die ausserhalb

und

Marokkos

a,Is ,,ScMûh" untereinandel

bezeichnen

oder

Sprache mit den marokkanischen

ihre

Der Na.me

sslûh und tasilhaît

tritt

auf, namiich

auch

in Sudtunisien

also auch ausserhalb

uud in Tripoutanien.~

Marokkos

t

Die

in

vgi. z. B. René Basset,

Manuel de langue kabyle, Paris, Maisonneuve

etLecterc, 1887, S. 2; s. auch meine demnachst erscheinenden ,,T\drchender

Berbern von Tamazratt in Siidtumsien"

(26 Stiickë).

Das ,Cbelha

du

Sud-Oranais"

marokkanischen

identisch.

(des

Südens

der

Provinz

Schi!htsch naturhch

Oran

ganz

in

Algerien)

steht

nahe oder ist geradezu

dem

süd-

mit ihm

p

1

$3u.4]

5

letzteren

beiden

Ijandern

wohnfnden

Sch!f)h

stehen

den

marok-

jedoch nicht Marokkos.

\'ielleiciit

nur

Libyern

naher

aïs die J\abylen

silh,

Iiidhiduum

Fall

k~nischem sprachlich

oder

Araber

wurde

anderswo

die Rifloten

anfânglich

ehen

nicht

den

von

Algeriens

Die Benennung

mit der

die

jedes libysche im südlichen

angenommen.

weitci-

verbreitet

auch

Sing.

nicht

beehrten,

Murokko,

der

sondern

aucii

scheint

sie

iu

zu

sein

gewcsen

mit

aïs

mit

d~-

bczcichncn,

aucli

recht

Die

sagt

dass

Auch

gpwescn

truhercn

t r u h e r c n

jetzt.

dcr

Bas

Bpn.?nnung

aber

nalier.

haung

Jahrhundprtcli

Letzte

ist pntscMcdeu dcr

Schlûh

ist Amaxig

ganz

selten

Imazig~n

sich die marokkanischen

J<-n sich

'ruarpg-Stâmmp

Benennung

uicht

nicht

Itâung

Bedeutung

in der

auch

die Libyer

und vprschicdpne

oder ahniichc "inander

sich

Tripolitanienst

der Sâhra~

beilegen;

die giciche Stiimme

bringt

die betre~nden

sprachlich

ScMûh

'Nennen

Imazîg~n,

wird

die marokkanischen

so nennen

zu

h

vor

ist ubrigens

sie

ihre

haiten

nicht

Jahrgang

Spraclie

doch

Konsonanten).

Konsonanten).

Wctzstpin

S. (37),

tamaziht

Idar.

von amazig

Zeitschrift

für Ethnologie,

1887,

Maur-us

r,

im

und

Be-

Wad

eine

Eine

sich

gar

Ge-

teil-

in

die Variante

doch

das lateinische

Schlûh

nennung Sus wohnenden.

§ 4.

dièses

sei.

dem lateinischen

ist

die

nicht

g

Die

Feder

ein

bloss

mahig

amaxig

das

recht

ahnlich

r

Aber

ein linguales.

velares

ist

sudmarokitanischen

<S':<s~c/;e aïs

die

auch

Sprache,

wohl

und

tasusît

zwar

gebrauchen

für

ihre

Das

südmarokkanische

Literatur

dem Kalam

Schilhisch

der

bcsitzt

europaischer

nicht

unbedeutende

Ichrten

oder

aus

weise gewiss oder

religiosen

aus

der Einge~ornen

verfasste

selber.

Yon Illiteraten

weltlichen

Literatur

yererbt

Liedern

bei den sudmarokkanischen

Die,

mehrere

sind

Schlûh

Jahihunierte

ilmen

~eron'entlichte

mündlich

von Generation

alten Spruchdichtungen

zu Génération.

des

Sïdi Hâmmu

bei

noch heute wohlbekannt.

in

seiner

Der Verfasser

dieser Grammatik

"Dicht-

Leipziger

Habilitationsschrift

1 s. Le

1898,

d'Alger).

2 ais

und

(gt

wird

Nefoasa

par A. de Calassanti-Motylinski,

u. d.

Titel:

Fassung

Parj.

Ernest

des

Ima-

tama-

de

Djebel

Fascicule

de rÉcoIe

Imuhag,

tamahekk,

Essai

Leroux,

Lettres

 

I,

S. 1 (auch

oder

in a.hnlicher

nennen

zu

kk).

Publications

a!a Imu~,

tamasekk,

bei

Imazîgën

ihre

zS'en;

~e~k

GrammMe

Sprache

bei

sie tamazikk, S. S. 'VIII

Paris,

Imprimerie

ihnen

A. Hanoteau,

impériale,

de langue

tamachek,

1860.

6

[§4 4

1

kunst

und

Gedichte

Sîdi

der

Hammu,

ScMûh"'

ferner

39

cm

kurzcre

oder

langere

Gedichte

des

Epos,

das

in

96

Verseu

die

Eirnahme

der

Stadt

AIgier

(1830)

durch

die

Franzosen

besingt,

und

eines,

das

in

42

Verscn

schildert,

wie

einp

Gazelle

einem

Juger

durch

ihr

ruhrendes

Ftehen

um

Schorung

da.s

J~gerhandwerk

verleidct.

man

Einleitung

eingehcnd

Gedicht

Uber

noch

andi'c

poetische

Komposi-

tionen

vcrgtcic)te

besondprs

noch

S.

4 u. S. 31

der

erw&hnten

Schrift,

Schlûh

dei-cn

sehr

sich

über

die

Dichtkunst

bei

jenen

verbreitet.

Das

zucrst

Ton

Dela,porte

herausgegebGiie

uber

den Besuch

eines

frommpn

Kna,ben,

der

der

ins

HoHe,~

Paradies

eingegangen

ist,

bei

seinen

gottlosen

Eltern

in

das

Basset

im

Jahre

1879

neu

und

mit

Variauten

edierte,~