Michael Newton

Die Abenteuer der Seelen
Neue Fallstudien zum Leben zwischen den Leben

Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt
von Manfred Janscn

Edition Astroterra

Titel der .uncri..lu.ni~~hcn Ori\l:inJ.Ialßgabe: D c J r 1 n )' o/ .\ o u ls. :\· r ;.:· Cd >r S I u J i e > 11 f
/. tf t' Hc r ;.:· t t n L 1 t· t I C.opyri~ht © 100:l h~· Dr. Mich.acl Newton I hcr.IU~gcgchcn Hln
llcwcll~·n l,uhlicatinns, W" oOObur}, MN 551.25, USA. www .lle\·dl~ n.l:tlm

Copyright ID2001
Edition Astrodata, CH-8907 Wcttswil
Alle Rechte vorbehalten

J., neu durchgesehene Auflage 2013
Druck: fgb · freiburger graphische betriebe· www.fg:b.de

Ti t c I b i I d: Ligcnz/Mondex (Vorl.a~r: J. Pcrry, Srich

no~ch Willi.am Blakr:

·0. wie träumte ich nm unmoglichcn Dingen•, huntispi7. 7.U Gottfried
August Bürger) •Lcunora•,l.ondon 17%, Hriti~h Museum. (;ß.J.ondon)

ISBN 978-3-907029-71-8

Dieses Buch widme ich meinem V:uer J o h n H. N c w t o n, der mich
###BOT_TEXT###quot;On klein auf mit seiner Liebe zum journalistischen Schrc-ihen beeinflusste, und meinem Sohn Pa u I, der mir dann in späteren JahrL·n mit
seinem Humor und seiner UntersrÜt7.ung eine grosse Hilfe war.
Dank gebührt meiner Frau P c g g )", die mir bei der Vnrhercitung dieses Buches zur Seite stand und llundcne von Fallstudien mit mir
durchge~a.ngcn

ist. Ein besonderer Dank auch an No r a h N c w t o n

Mayper, John Fahey, Jacqucline Nash sowie Gaq· und
S u s an A an es fi.ir die Durchsicht des Manuskripts, und natürlich
an meine Lektorin Relacca Zins.
Ausserdem müchte ich all jenen Leserinnen und Lesern meine WL·rtschät7.ung hekunden, die seit der Veröffentlichung von ·Die Reisen
der Seele• im Jahre 199-t Kontakt mit mir aufgenommen hahcn. Ihre
Versicherungen, wie viel ihnen die Entdeckung und Kenntnis des Jenseits bedeutet, hat mich schlicsslich bewogen, sie noch einmal auf die
andere Seite der Zeit zu entführen.

Inhalt

Einführung

II

KAPI-(El I

Die geistige Weh

Jl

K.\PITJL2

Tod, Trauer und Trost
Vcrleu~ncn

]4
]4

und Annc..·hrncn

Therapt.•utische Techniken dC'.- Scdc

!l

Wie Geist'\VCSC'n Ve.-bindung mit Lebenden aufnchmc..·n . .

18

Körperliche 8....rührunj;

·-························

...................

28

PC'rsonlfi7it'run); mi1 Gt~tn)lindcn

))

\'ieJcrcrkennun~

im Tnum
ÜhcrUaj:!ung durch Kinder .....
K.un1.1k1e in

crlrJuter Um~ebung
1~.-cnu.lc

"n

....... .

""

als Boten ................ - ............ _

Engel oder andere

himmlis~o:hc

Gastgeber ............. .

J:::motionale 1-:rholunF; von Scc.:lcn uuJ I Iintcrbllebencn

j

c

j j

mit gelit:btcn Menschen .. _....... _
KAI'llt.l)

Erdgebundene Geister

·--·······················-·······-··

Astraleheneo

--·····--···-···-··· ..

Naruq~ei!iter

Gespenster

...................................
__

,,_

'criJSHn( Seele
Sririrucllc- Du.alirH

Kü.--perlose Wesen

7.U

Besuch auf der Erde

K,\I'I'II:.L 4

Spirituelle Wiederherstellung der Energie
Scclcncncq;ie .. _
nn.-.nal~rwcisc

6C
6I
6)
67
7)

77

Dämonen oder l)cvas

:am 'l'or

·---·-

l8

••

St"dcn in Absun.Uc.--ung

un~

,_

................................ ------·······-·············

l)i~

Was

···-•·"''"'''''''"

lN

crw:artct ·····-

..

86

86

NotfallhehandlunK oun Tor

87

F.rholungsbc-rcichc- für we-nig in Mitleidcnsch.:aft
ge7.ogenc Seelen
__ ..... ___ ....... _... _... _........... _.

90

Erholun~~berciche

für s..::hwcr in Mitleidcnsch.:aft
gezogene Seelen ___ ... _.
_... _..
_...... .

·-

Seelen der Einsamkeit ......... .
Ene-rgieheilung
H~il~r

:~.uf

I "'

106

der ErJc- . _

des me-nschlichen Kiüpen

IC6

Heiler de-r Umwe-lt ·······················-----·····

Seelenteilung und

Wicduvereini~ung

II~

112

..

116

Dir Jrei Sutionrn
KAPITr.L

9]

5

Seelengruppensysteme

/]I

Die Geburt einer Seele ....... .

121

Spirituelle Rahmenhc-dingungc-n ······-··-·······-·

128
IJ0

frinnc-rung ·············-···············--··-···
Ge mr in 51: h.a ft 51 entre n

IJ1
I J7
JJ]

KlHHnr~umc

Oie- 8ibliothck Jn l.cbcnshüc-hc-r
s~lbstmord

Sicht der ~c-isti~;en Welt
WB ein Blick in unser Lebensbuch bewirke-n bnn
JUS

JJ5
14R

I 58
Gcistwc~en

l;uben Jer Besuche-r in der Gruppe
~1c-nschlichc- Aur.1 \·er~u~ Stelc-n.aun
Spirituelle f.arbmeditationen

161
161
168
169
170

Beispiel e-iner hrhmeJiu.tion ·····-······
f-ormen Jer l::ncq;icfarbcn ·-···-

171
/7J

Farben der

................................ _....... .

Die MiHhung Jcr Fubrn in der Seele-ngruppe

Klinge und spirituelle Namen

/76

Arbeiugruppen der Seele

178

K.-\PITI:L 6

Der Ältestenrat

187

Die Angst des Menschen ###BOT_TEXT###quot;Or
Der Rahmen für die

Bcurteilun~

Beurreilun~

unJ Strafe

dc:or Seele ........... _

187

189

197
Zeiche-n und Svmbole ...... _. _..
_.......... _
107
Oie .. Gegrnwänigkcit..... - .......................... . ]]J
Die Kette .,;önlichcn Einflusse~
227
Wie ein Treffen mit dt.·m Rat ,-erarbeitet wird
1JC
Erscheinungsform und Zusammcnsc:otzung des Rau

KAI'ITI L 7

Die Dynamik der Gerneinschaft
Seelengefährten ................. , .... __ ... ,.
Prim~re

Seelcngefihrtrn

lhgleitcrsc-clcn

......................... .

ABoziierlc Seelen

236
. .. 136
. .. 2 oiC
141
241

..........

Verbindungen ;twi~chen spirituellen und
men!iichlichen F3milien _..... ..
.. ....................... ..
Wiedervereinigung mir Scclrn. die uns w-ehgcun habt•n ............ 1 j 4
lntenktion 7-w-ischen Seelengruppen ................................. 260

26J

Freizeitakti\-·iräten in der geistigen Weh
Zeit Jcr ~lusse

163
164

............................. .

26J

Ruhr unJ Erhvlung Jur'h FinHmkrit
Ruhe unJ F.rhvlung duHh Aufcnthllt J.uf der Frdr

-........ 166

Die Seh.affung irdiHhcr Sicdlun~cn
Tiencelcn ........................................ ..

167
169

Der Ort Jcr TrJ.nsfurmuion

llJ

T.an1, Mu\ik und Spiel

1n

KAPITI:.I. H

Die Seele und ihre Weiterentwicklung .......................... .

2SJ

.Ex a mc n !ii7-ei r

... lS j

In der Mittelstufe

... 281

Spezi01.lisierung ..................................... , ..... .

2/J'J

lehro für dir 1\lrinsu·n

189

Ethiker ....................... .

291

D i c lbrmoni)icrer Jrr Srclc ........... ..
J) i t Meister Je, F:nt""·urh ......... ..

196
299

3C7
KAPITI:.L ~

Ocr Kreis des Schicksals
Wir -werfen einen Blick auF unser 7.ukünfligcs Leben

JI6

JI6

Zeitlinien und die W3hl des Körpers ............... .
Die Meister der Zeit .....
Ocr- freie Wille

32j

.. _

Jl9
))9
Die Seelen der Kleinen .................................................. .
Der ###BOT_TEXT###quot;erluit eines Kindes .................................................. 339
Eine ntur P.arrncrs,h.lft -'""'iHhcn Körrcr unJ Seele ................. )41

KAPIT!:.L

I0

Unser spiritueller Weg

. . . .. . . . . . . . . J j 0

Einführung

wt' r

d ;:. 'i r?

Wozu sind wir hier? Wohin J:;Chen wir? Mit meinem 1994 erschienenen ersten Buch Jot;R:'1-.Y OF SOULS fdic deutschsprachige Ausgabe ist
1996 in der Edition Astroterra unter dem Titel 011'. RH SI-:\: UI:R SEELE. KAR~11SCHl:. FALLSTL:IHE:' erschienen] wollte ich auf diese uralten Fra~en der Menschheit Anrworten geben. Immer wieder wurde mir bescheinigt, dass die Lektüre des
Buches zu einem spirituellen Erwachen des inneren Selbst führe, da der Leserschah
niemals ZU###BOT_TEXT###quot;or derart einleuchtend dargelegt worden sei, was es mit dem Leben in
der geistigen Welt auf sich hat. Des W(.·itcren bestätigten mir meine Leser, dass ihnen das Buch im tiefsten Inneren die Gewissheit vermittelt habe, dass die eigene
Seele den körperlichen Tod überlebe, und es zeige, zu welchrm Zweck wir :luf die
Erde zurückkehren.
Nachdem das Buch in Druck gegangen und in

Centres d'intérêt liés

icle Sprachen überset7J worden
war, erhielt ich immer wieder Leseranfragen aus der ~anzen Weh, in denen ich um
ein zweites Buch v;ehcten wurde. Geraume Zeit konnte ich diesem Ansinnen nichts
abgewinnen. Während meiner ersten r=orschungsjahrr war es schwierig gewesen,
das Material für eine derart umfassende Srudic zum Thema Unsterblichkeit der
Seele zusammenzustellen, zu ordnen und schliesslich in Buchform zu bringen. f-ür
mich war- meine Auf~abe damit erlcJi~t.
In der Einführung

Centres d'intérêt liés

On DIE REISEN DI'.R SEE I F. gebe ich einen Überblick über
meinen Hintergrund als traditioneller Hypnothcrapeut unt.l schildere meine Skcr·
sis, die ich bei der Verwendung von Hypnose im Rahmen metaphysischer Rückführungen empfand. Im Jahre 19 ... 7 hypnotisierte ich als f-ünf?Chnjähriger meinen
ersten Kliemen. Damit gehöre ich definitiv zur alten Garde, nicht zur New-AgeBewegung. Daher war ich sprachlos, als ich bei der Arbeit mit einem Klienten unabsichtlich das Tor zur geistigen Weh aufsriess. Nach meinem Eindruck glaubten
die meisten Reinkarnationstherapcuten, unser Lehen zwischen den Leben sei nur
so eine Art nebulöses Zwischenstadium, das bestenfalls als Bindeglied von einem
Leben 7.um nächsten zu betrachten wäre. Bald wurde jedoch klar, dass ich mich
selbst auf den Weg machen musste, wenn ich herausfinden wollte, wie man Zugang
zur Erinnerungsfähigkeit eines Klienten erhält, um erwas über das Sein an diesem
geheimnisumwitterten Ort zwischen Jen Lehen in Erfahrung bringen zu könnt.•n.
Nach weiterer jahrelanger forschungstätigkcit sah ich mich schliesslich in die Lage
versetzt, ein plausibles Modell der geistigen Weh herauszuarbeiten, und ich erkannte, welchen therapeutischen Wert dieser Prozt.·ss fiir c:incn Klienten haben
kann. Meinen Erkenntnissen gemä.ss spielte es keine Rolle, ob es sich bei dem Betreffenden um einen Atheisten, einen tief religiösen Menschen oder einen AnhänSI t/

/1

ger eines philosophischen Systems handehe - alle Berichte wiesen erstaunliche
Übereinstimmungen Juf, sobJid sich meine Klil·nrcn im überbewussten Zust.md
der Hypnose bdanden. Aus diesem Grund wurde aus mir Jas, was ich mit dem Be~riff •spiritueller Reinkarnationstherapeut• bezeichne, also ein Hypnothcrapeut,
der sich auf das Leben nach dem Tod spezialisien hat.
Dll· Rt·.ISH'' tn.R St·.l-11· ~ollten Jer Üffcmlichkcit ~runt.llegenJc lnform.uionen liefern, was es bedeutet zu sterben und ins Jenseits hinüber zu w(.·chscln, und
zwar anhand klar geordneter Ereignisketten. Wer uns abhoh, wohin wir ~ehen und
was wir als Sede in Jer geistigen Welt tun, bevor wir unseren nächsten Körper für
eine neue Inkarnation auswählen- allJaswar auch Gegenstand Jes Buches. Es war
als Reisebericht konzipien, als Reisebericht durch die Zeit, wobei ich mich meiner
f-allstuJien bediente, die aus der Arbeit mit Klienten hervorgegangen waren, die
mir über ihre Erfahrungen zwischen früheren Leben herichtea·n. Mit DIE REISE:"
DER SH.I.E habe ich nicht einfach nur ein weiteres Buch über Reink.un.uion

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Orgclegt, sondern Neuland betreten, was die metaphysische forschung anbelangt ein Gebiet, das bis dahin praktisch noch nie durch Hypnose erforscht worden war.
Zwischen 1980 und 1990, als ich nach einem plausiblen MoJdl für Jas Lehen
zwischen den Leben suchte, war kein Platz mehr in meiner Pr.1xis für die J.ndl·ren
Spielarten der 11 ypnotherapie. Je mehr f31lc ich in meiner Praxis studieren konnte,
desto stärker wurde ich

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On Jen Geheimnissen der geistigen Weh in Bann geschlagen. Als Ergebnis sah ich die Stichhaltigkeit und Seriosität meiner früheren Forschungen bestätigt. Während die Jahre vergingen und ich mich eingehend der Erf<Jrschung der geistigen Weh widmete, arbeitete ich praktisch im Verborgenen, und
nur meine Klienten wussu.·n etwas von dieser Tätigkeit, alll·rdings nur, wenn es sie
selbst oder ihre Freunde betraf. Ich machte sogar einen weiten Bogen um esoterische Buchhandlungen, da ich eine potenzielle Beeinflussun~ durch andere Autoren
ausschliessen wollte. Ich bin übcr:r.eugt, JJ.ss es ri~.:htig war, freiwillig in die Isolation zu gehen und mein S<:hweigen nicht 7.u brechen.
Als ich Los Angdes

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erliess, um mich in den Bergen der Sierra Nev.tda niederzulassen, wo ich mit Jcr NieJcrschrift meines ersten Buches begann, hoffte ich, ein
ruhiges Leben in Anonymität fühn:n zu können. Das sollte sich jedoch als Illusion
herausstellen. Nach Veröffentlichung meines Buches erhielt ich über meinen amerikanischen Verlag eine Flut von Zuschriften. Ich bin Llewellyn Public.uions 7.U
grussem Dank vcrpnichtet, Ja Jcr Verlag es mir durch seine Aufp;eschlossenhc:it
und seinen Mut ermöglicht hat, mc.·ine f-orschungsergcbnissc der Öffentlichkeit
vorzustellen. Sehr bald nach dem Erscheinen des Buches ging ich auf Vortragsreise
und gah für Rundfunk- und Fernsehsender Interviews zum Thema.
Die Leser verlangten nach weiteren Ein:r.clhcitcn J.us Jer geistigen \'eh und bedrängten mich, falls vorhanden, weiteres Forschungsmaterial vooulegen. lh
konnte ich nicht mehr Nein sagen. denn es gab in der Tat umfangreiches unverüffendichtcs Material, Jas ich Jer Lcsc.•rschaft bislang Jcshalh nicht h:mc zumuten
wollen, weil ich eigentlich ein unbekannter Autor war. Trotz der Tats.1che, dass d.Js
Publikum Dtt-. RFISF.:'\; DER SEELF. als :mre~ende Lektüre empfunden haue, wcill

Linführun!:

~me

ich mich aber zunächst, einen Portscn:ungsband zu schreiben. Ich überarheitere da.s Buch aber für die fünfte Auflage, um dem Wunsch nach mehr Klarheit bei
bestimmten Themen Rechnung zu tra~en, und es kamen J.uch cini~~..· er~.ännnde
P~ssagcn hinzu. Doch es schien immer noch nicht <tU reichen. Woche für Woche erreichten mich unzählige Briefe meiner Leserinnen und Leser, und imm1..•r standen
ha~en ;rum leben nach dem Tod im Vordergrund.
Die Leute fanden schlicsslich herau~, wo ich wohnte, und so erklärte i~..·h mich
Jann bereit, meine Praxis in begrenztem Umfang wieder zu öffnen. Mir fiel auf,
dJ.Ss jetzt mehr Seelen zu mir kamen, die schon weitl'r fortg,eschritten waren. Da
ich mich bereits halb im Ruhestand befinde und nicht mehr so viele Klienten wie
früher annehme, ist meine Waneliste ziemlich lang geworden. Das hatte zur Folge,
d.tss ich nun weniger mit jungen Seelen arbeite, welche Krisenzeiten zu meistern
ho~ben, sondern mehr mit jenen, die in der Lage sind, sich in Geduld <tu üben. Dabei handelt es sich um Menschen, die den Sinn bestimmter Themen zu cntschlüss.eln versuchen, indem sie sich ihren Erinnerungen an die ~eistige Welt öffnen, um
sich besser auf bestimmte Ziele im Lehen einstellen zu können. Viele meiner Klienten sind selbst Heiler oder Lehrer, die kein Problem damit haben, mir zusätzliche
Informationen über ihr seelisches Leben zwischen ihren einzelnen Inkarnationen
anluven rauen. Ich hoffe, ihnen im Gegenzug auf ihrem Lchen§weg behilnich gc.
wescn zu sem.
Trotzdem blieb in der Öffentli~..·hkeit der Eindruck hc.:stehen, dass ich bislang
nicht meine gesamten Geh<.·imnisse preisgeg4.:hen häue. Schliesslich machte sich h1..·i
mir ein Gesinnungs"•andcl bemerkbar, und ich üherh:gte, wit· ein .,_,...-eites Buch in
An~riff zu nehmt•n wäre. So entstand schlicsslich das vorliegende Buch I>Jr.
ABE~TEUI-_K DFR SII-.l.EN. für miL·h war mein Erstling eine Pilgerfahrt durch die
11:eisrige Weh auf einem breiten r=luss der Ewi~k.cit. Di(.• Reise nahm an der Mündung dc.·s Flusses im Moment des physischen Todes ihren Anfan~ und endete dort.
v.·o wir in einem neucn Körper wiederkchnn. kh war zur Quelle stromaufw;irts
gefahren, zumindest so '\'cit, wie mir Jas möglich war. Daran hat sich his heut(.'
nichts geänden. Kein Mensch, der nach wie vor inkarni1..•n, scheint die Eihigkeit zu
besitzen, mich weiter als bis zu diesem Punkt zu führ1..·n, auch wenn die Erinnerung
Jaran, dieS(.' Reise schon unz:ihligc t\.'fale unternommen zu haben, in jedem vun uns
abgespeichert ist.
DIE ABE~TEL:LR DER Snt F:N nun soll Jen Reisenden auf seiner zweiten
Flussfahrt begleiten, wobei wir auch Abstcchc.•r zu den wi~..-htigsten Zunüsscn unternehmen werden, um uns intensiver mit bestimmten Einzelheiten 7U bes~.:häfti­
gcn. Während unst•rcr gemeinsamen Reisen möchte ich in diesem ßand mehr ühcr
die vcrhorg1..·ncn Aspekte des Weges l'llthüllen, damit die Leser d:ts Thema aus dem
Gcsamtzus.1mmcnhang heraus angehen können. Oieses Ruch pr:iscmien sich als
themenbezogenes Werk, ni~.:ht so sehr als chronologische Schilderung von Abfolgen und Örtlichkeiten. Ich lasse deshalb die Zeitrahmen der normalen Seelenbewegung zwischen den verschiedenen Orten in der geistigen Weh einander ühcrl:tppen,
um diese Erfahrungen vollständig analysieren zu könnm. Darüber hinaus wollte
/J

ich die Leserinnen und Leser in die Lage

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ersetzen, idenlische Elemente des Seelenlebens im Rahmen der Fallstudien von verschiedenen Warten aus zu l>etrachten.
Du: AIU.~•.nn.:ER DER SEELE:-..= möchte dazu beitragen, dass die interessierten Leser einen umfassenderen Eindruck davon erhaben, wie unglaublich geordnet und
durchstrukturiert es in der geistigen Welt zum Wohle der Menschheit zugeht.
Ausserdem war es meine Intention gewesen, diesen zweiten Ausflug in die
Wunderweh der Spiritualität frei von der Leber weg :r.u erzählen, sodass auch der
unerfahrene Zeitgenosse diese Reise gcnicsscn kann. Wer sich zum ersten Mal mit
meiner Arbeit beschäftigt, findet im ersten Kapitel eine zusammenfassende Schilderung dessen, was ich über unser Leben zwischen den Leben entdeckt habe. Möge dieser Kurzüberblick zum besseren Versrändnis der nachfolgenden Kapitel beitragen und \·ielleicht die Leser, die dies noch nicht getan haben, sogar animieren,
auch mein erstes Buch 1.ur Hand zu nehmen.
Wenn wir uns im Folgenden also gemeinsam erneut auf den Weg m.1chen,
möchte ich all jenen für die harte Arbeit danken, die mir ihre U merstÜt7.ung zuteil
werden Ii essen. Ohne sie wäre es mir nicht möglich gewesen, die Pfonen zur geistigen Welt im menschlichen Geist zu öffnen. Erst durch diese Kontakte ist es mir in
Verbindung mit der Einwilligung vieler Geistführer - cinschlicsslich meines eigenen- gelungen, die Kraft aufzubringen, Jas vorliegende Buch zu Ende zu schreiben. Ich empfinde es als persönliche Gnade, als einer der Baren zur Übermittlung
dieser bedeutsamen Arbeit ausgewählt worden :tu sein.

/4

KAPITEl

I

Die geistige Welt

fm

:1 a g i' 11 b /1 c k H 11 s c rc s Todes verlässt die Seele den Körper. Wt·nn es sich
um eine ältere Seele handelt, die bereits in früheren Leben .Erfahrun~;en sammeln
koruuc, spürt sie so(ort, dass sie nun frei ist und nach Hause 7.urückkchn. Gereifte
Seelen wie diese brauchen niemanden, der sie bcgrüsst. Die meisten Seelen, mit Jenen ich arbeite, werJ.en jedoch von einem Führer unmittelbar ausseehalb der irdischen Astralebene abgeholt. Eine junge Seele oder ein verstorbenes Kind kommt
sich unter Umständen ein wenig verloren vor, bis jemand sich den irdischen Sphären nähert. Es gibt Scck·n, die noch eine Zcillang am Schauplatz ihres Todes verharren. Die meisten 9.-·ollcn jedoch sofort weg. Zeit ist in der ~cisti~cn Welt bedeutungslos. Vcr~torbene, die sich dafür entscheiden, trauernde Hinterbliebene zu
trösten oder aus anderen Gründen eine Zeitlang Jon ausharren, wo sie gestorben
sind, erleben keinen Zcitverlus[. Im Gegensatz zur linearen Zeit wird sie für die
Seele zur Jetztzeit.
Je weiter sich die Seele nm der Erde entfernt, desw deutlicher spürt sie ein zunehmend heller werdendes Licht um sich herum. Die eine oder andere nimmt
kurzfristig eine gräuliche Dunkelheit wahr und hat den Eindruck, durch einen
Tunnel oder ein Portal hindurchzutretcn. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen hängen davon ab, wie schnell die Seele sich entfernt, was wiederum mit ihrer
Erfahrung in Zusammenhang steht. Je nach Reifegrad der Seele und ihrer Fähigkeit
zu raschem Wandel, erlebt sie die Anziehungskraft des führcrsals sanft oder kraftvolL Beim Austritt aus dem Körper spüren alle Seelen anfänglich so erwas wie eine
•leichte Bewölkung• um sich herum, die sich jedoch rasch auflöst, sodass sie nun in
der Lage sind, den Blick in die ferne zu richten. Das ist der Augenblick, in dem die
normale Seele eine geistartige Energieform wahrnimmt, die auf sie zukommt. Dabei könnte es sich um einen oder 7.wei uns in Liehe 7.ugetane Seclengefährten handeln, doch häufig handelt es sich um unseren Gcistführer. In Situationen, in denen
wir von einem

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erstorbenen Ehegauen oder freund begrüsst werden, ist auch unser Geistführer ganz nah bei uns, und alle können uns im Übergangsprozess helfen.
Während meiner gesamten Forschungstätigkeit ist mir kein einzi~er Klient untergekommen, der von einem Religionsstifter wie Jesus oder Buddha in Empfang genommen worden wäre. Das licbe

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olle Wesen dieser grossen Lehrer steckt jedoch
auch in den uns zugeteilten persönlichen Führern.
Sobald sich die Seele wieder auf den Ort eingestellt hat, den sie als ihre Heimat
empfindet, hat sich ihre Erdhafrigkcit gewandelt. Wir haben es nun nicht mehr mit
crwas zu tun, das- wie wir uns ein menschliches Wesen vorstellen- mit bestimmten emotionalen, L"harakterlichen und körperlichen Merkmalen ausgestattet ist. So
/)

betrauert diese Seele beispielsweise nicht in dem Sinne ihren ei~enen Tod, wie das
Hinterbliebene tun. Unsere Seele ist es, die uns auf Erden zum Menschen macht.
doch ohne unseren Körper gehören wir nicht mehr Jer Gattung 1/omo 5apr,·ns an.
Oie Seele ist von solcher Erhabenheit, die sich jeder Beschreibung ent7.ieht. Mir gefällt Jie Vorstellung, Jass es si.:h bei der Seele um eine intelli~ente Lichtform ,·on
Energie handel[. Unminelb3r nach dem Tod fühlt sich die Seele anders, da sie nicht
mehr in einem Körper steckt, der über Gehirn unJ Zemralnen:ensystem verfügt.
Manche Seelen brauchen länger als andere, um sich darauf einzustellen.
Die Energie der Seele kann sich wie ein Hologramm in gleiche Teile aufspalten.
Sie ist in der Lage, sich gleichzeitig in verschiedenen Kürpern aufzuhalten, auch
wenn dies wesentlich weniger häufig vorkommt, als beschrieben wird. Doch da jede Seele über duale Fähigkeiten nrfügt, bleibt immer ein Teil unserer Lichtenergie
in der geistigen

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