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Fachhochschule Wierier N e u s t a d t f u r ~ u i d ~ 2 ~ ~

Bakkalaureatsstudiengang Produktmarketiiig und Projektmanagement

WISSENSCHAFTLICtiES ARBEITEN
MMag. Julia #at:jchnig

Zeiselgraben 4 A-3250 \Yieselbiirg


Tel: 07416-53000 Fax: 07416-53000-2222 office@wieselbii~g.fhwn.ac.at www.wieselburg. fhwn .ac.at
Fachhochschule W i e n e r N e u s l a d t füi und
Bakkalaureatsstudi mar rojektmanagement

1. Wissenschaftliches Arbeiten - V\~issenschaftssprache


1.1. Grundformen wissenschaftlich~!nSchreibens
1.2. Alltagswissen - wissenschaftliches Wissen
1.3. 7 Schritte wissenschaftlichen Forschens
1.4. Themenfindung / Themeneingrenzung
2. Elemente einer wissenschaftlich^ n Arbeit
2.1. Formalien
2.2. Elemente einer wissenschaftlicien Arbeit
3. Wissenschaftliche Quellen
3.1. Wissenschafl:liche Quellen nach ihrem Ursprung
3.2. Wissenschaftliche Quellen nach der Art der Veröffentlichung
4. Wissenschaftliches Lesen / Quellenkritik
4.1. Quellenkritisches Lesen
5. Wissenschaftlicher Schreibstii
6. Zitation
6.1. Bibliographie
6.1. I. Allgemeines zur Bibliographie
6.2. Quellenangabe i m Text
6.2.1. Zitieren m i t Fußnoten
6.2.2. Zitieren i m Lauftext
6.3. Das wörtliche Zitat
6.4. Das Sekundärzitat
7. Die neun Todsünden wissenschaftlichen Schreibens
8. Weitei-führende Literatur: Wisser schaftliclies Arbeiten

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Bakkalaureatsstudiengang Produktmarke ting und Projektmanagement

I. Wissenschaftliches Arbeiten - Wissenscha Rssprache

Bei der Formulierung des Textteiles ist auf eirlen wissenschaftlichen Stil zu achten.
Umgangsspracl7liche und journalistische Forn~ulierungensind zu vermeiden.
Folgende Eigenschaften gelten für eine wissenschs~ftlicheArbeit:
Unpersönlich: Worte wie ,,ich" und ,,wir" sind unzulässig
Sachlich und wertfrei: unbelegte Autorenuiteile sind zu vermeiden, wenn sie nicht
aus der Literatur zitiert werden.
Präzise und nicht interpretationsbedürftig
Falsch: „Der Umsatz stieg gewaltig an."
Richtig: „Der Umsatz stieg von 1999 bis 2002 u m 20 Prozent an."
Frei von Redundanzen: i m Text selber gibt es keine Wiederholungen

Wissenschaftliche Darstellungen und Texte unterxheiden sich durch einige Regeln von
anderen Texten. Unterschiedliche Textmuster haben auch unterschiedliche
Anforderungen, daher sind die folgenden Regelri nicht zur dogmatischen Verwendung
gedacht. Beim Lesen wissenschaftlicher Texte karin man erkennen, wie stringent andere
sich an diese Regeln halten.
Belegen: Behauptungen müssen durch V ~ r w e i s eauf empirische Daten oder die
Behauptung anderer Autoren belegt werden. Besonders wichtig ist es, Meinungen
andere Personen zu belegen. Zitate sind hierfür unerlässlich.
Paraphrasieren: Ideen und Meini-ingen, die in anderen wissenschaftlichen Texten
enthalten sind müssen paraphrasiert, das k!eißt in anderer Sprache wiedergegeben
werden als im Originaltext, da man sich sonst des Plagiats schuldig macht. Die
Quelle ist anzugeben.
Zitieren: Wörtlich wiedergegebene Textstellen müssen zitiert werden und i m Text
durch Anführungszeichen gekennzeichnet sein.
Begründen: Begründungspflichtig sind die verwendeten Methoden, der Umfang
der verwendeten Literatur und der Quellen, die Fragestellung und die
Schlussfolgerungen. Stellt man eine Behaiiptung auf so muss begründet werden
warum man diese Meinung vertritt.
Bezüge herstellen: Wissenschaftliche Aussagen müssen auf die vorhandene
wissenschaftlicher Literatur bezogen werde I. I n welchem Grad auf die vorhandene
Literatur eingegangen werden muss hängt vom Anspruch der Arbeit ab. Bei
Diplomarbeiten, Dissertationen und tlabilitationen ist eine umfassende
Einarbeitung der vorhandenen Literatur (Fcrschungsstand) vorausgesetzt.
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l ei e n e r N c u s L a d t f u r / W G ; z h - a g u i i d
~ c h s c h ~W

Bakkalaureatsstudienganlg Produktmar rojektmanagement

Begriffe definieren: Definieren heißt nichts anderes als zu erklären wie man
Wörter verwenden will, bzw. wie sie von anderen verwendete werden. Da Begriffe
oft unterscliiedlich verwendet werden, sind dadurch Missverständnisse
ausgesct-ilossen und dariiber tiinaus wird damit auch oft eine Zuordnung zu einer
Theorie, Schule oder einem Di~iikursverbunden.
Präzisieren: Begriffe sollten ni1::ht nur definiert sondern auch präzisiert werden, da
sie die wichtigsten 1nstrumenl.e einer analytischen Untersuchung sind. Von ihnen
hängt die Genauigkeit und die Qualität des Ergebnisses ab.
Systematisch vorgehen : Eine nachvollziehbare Systematik ist unabdingbar. Die
Systematik kann durch die Struktur des Gegenstandes, durch den Ablauf der
Argumentation oder durch die Methode begründet sein. Die Systematik des
Vorgehens muss begründet sein.
Differenzieren: Wissenschaftlic:iles Arbeiten forderte die differenzierte Darstellung.
Das heißt es wird erwartet, dass nicht riur eine Meinung dargestellt, sondern auch
die wichtigsten Gegenmeinunl~lenzumindest benannt werden, bzw. Alternativen
dargestellt werden. Die EritccheiSüng für eine Argürnentationslinie rnuss
begründet werden.
Widersprüche eliminieren: In den getroffenen Aussagen sollen keine
Kontradiktionen enthalten sein.
Logisch schließen : Schlussfolgc:rungen müssen logisch und folgerichtig sein.
Werte explizieren: Werte solleri nicht als gegeben vorausgesetzt werden, sondern
expliziert werden. Das heißt SI(? sollen begründet und beschrieben werden. Bevor
bewertet wird, muss ausgesi~chtwerden, welcher Wert von Bedeutung ist und
woran dieser Wert gemessen werden soll. Es reicht nicht Genauigkeit als Wert zu
formulieren, ohne klarzustell~en, woran man Genauigkeit bemessen will und
welchen Grad an Genauigkeit rnan als wünschenswert ansieht. (Kruse: 1998: 82-

85)

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Beispiele fiir Werte:
Ästhetische 1Ve7-ze:

i~litzlich/unnü[z
effizient/irieffizien t
spai-sam/verschwenderisch
fuiiltrionsfähiglf~~rilctiorisge-
stört
optirnal/suboptimäl
griindlicliloberfläcl~licli

giic/sclilecht riclitig1l:alsch
~~uinan/inliiirnari relevriiit/irrelevan t
' tapferlfeige genaulungenau
fiilfreictilegoistisch vollsrändigl~invollstäi~clig I

I
ehrlichllieuchlerisch differrri~jprtliindifferenziert
aufrichtig/rinaufrichtig nsu/heltanrit
~ c ~ a ~ t w o r t ~ n ~ s v o l l / ~j;sl?s
~ ~ ~ ~ riachpriifbar/nichr
a ~ ~ t w n ~ : r ~ ~ naclipriifbar
~ ,
,

(Kruse: 1998: 179)

1.1. Grundformen wissenschaftlichen Sct ireibens


Die folgende Übersicht stellt die grundlegenden Formen wissenschaftlichen Schreibens
und die dazugehörigen Textmuster vor. Innerhalb einer Arbeit können einige dieser
Formen gemischt werden bzw. eigenen sie sich unterschiedlich gut für die Darstell~ing
einzelner Kapitel. P-- --P-

Beschre~ben.D ~ ~ s t e l l eeines
ii be )I~achceteri,wdhrgenoniiilenen Sachver-
halts, Ereignisses, Frlebnisses
Textmuster. Protoltoll, S~hilclerulg, Exzerpt, Bericht
--
Konlpiheren >arninelnund Lusaniii~enstellcnvor1 Dd-
Zclsa~nnzen~ragenn,
teri, Iniotrnationen, Aussagen, L ~eratiirdarstellungenetc.
T e x t m u ~ t e ~Sarriniel~eferat,
: T,iier~tu~hericht,1Jbersichrsai-beit, Doku-
menta tioil
--
Vergle~cherruni-f Kontr,rstlerelr. Cegeriu berstellutigeri von Ereignissen,
0bjekten, Sachverhalteri; Resch reibilrig von AIi~ilicl~l<eitenrind Untel-
schieden
Textmuster Textverglei~h,ICult~~velgleich
-P---

Systerviatrsrere~zHe~stellerivon ~ J ~ d n u i i g eund
n 5ystenidtilctn
Textrnuster. Sysremarilc, I<lassifi Catioii, Lehr.biic11
Analysieren. %ergliedern eiiir s Gegenstandes i i i seine d bsrr,akrcri Bc-
). ((

ztige urid T5igenscliäften


l'extmiister. Abhandlung, Analy;e, lizflexiori, Betrachtiirig
--
ModelllTheorie kci?istriitere~~.
1'~sculieren allgerrieinei Zusarninerihange
und Funktioiisweiser~
7extnirister. Axioindtisc hes M»(lell, Tlieorie, -1hesenpapiei
---- --P

I?zterpret,ere~z.Ergrrincleii der B deutiirig eines Textes oder Weikts


Textmustei . 111 ter pretariori, Tixe ;ese, Aiislegung

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Ja- --
Bakkalaureatsstudiengang Produktmar rojektrnanagernent L-- ---

G( geliei~~a~idei-lia
/\1*gt.~il~e7~tier~'71 : jteli ~incl Abwageri uritel~scliieclliciier
l'ositioncn ulid wis enscliaftlicher Idee11
Textrnusier: Erörte: urig, Ess;iy, Plädoyer, Streitsclirift, Flugblatt, Polemilc
D e ~ u e t t e n :Bewertuiig eines Sacliverhaltes riacli definierteil tVe~-ierioder
I<riterien
7'extmuster: (3citacl i teli, Bericht, Eva lua~iori,R.eclltfercigungsschrirt
V u r 5 ~ h r e z b e 7 z :Auff ,rderuiigeii u1i4 Regelri z u nacllvollziehbareri Hand-

lungsanleituiigen oller rne~liodischexiVorsclirilten z~~samrrienfügen


Textmiister: Bedientiilgsarileitiing,Gesetzestext, Metliode, I--1aridlungs~ria-
nual
-- - ---

(Kruse: 1998: 130)

1.2. Alltagswissen - wissenschal tliches Wisseii


Alltagswissen und wissenschaftliches Wissen unterscheiden sich durch die Art ihrer
Grundlagen, ihrer Zugangsmöglichkeit 2n, il-ires Erwerbs und ihrer Verwendung. Das für
die alltägliche Praxis charakteristiscl-ie ,ungenaue Reden" ist wenig geeignet, dem
wissenschaftlichen Denken und der frormulierung der Resultate Genüge zu tun. Jede
Umgangssprache enthält Ausdrücke, die mehrdeutig sind und deren Bedei~tungenin
vielen Fällen logisch unvereiribar sii-id. Um diesc für Sie tA/isscnschaft nachteiligen
Eigenschaften der Umgangssprachc~ wenigstens teilweise auszuschalten, bilden
verschiedene Wissenschaften ihre Fachlsprachen aus.

I
Alltagswissei~ wissenschaftliches Wissen I
> I
I
I

Grundlagen Weisheitswisr;en an Naturwissenschaft und


Geisteswissenschaft orrientiert 1
J

Zugang Verknüpfung .von Wissen und entscheidende Trennung von


Person; Wissen und Person;
Voraussetzung dafür: prinzipiell jedem zugänglich I

Vertrauen, persönliche Reife, mo- (keine an die Person gebun- I


ralische Qualitäten, Bildung der dene Voraussetzungen) i
Person

Erwerb Erfahrungswi~sen:Wissen durch Erfahrung ist mitteilbar, sinnliche


Handeln (leari~ingby doing). "Er- Erfahrung nicht zwingend voraus- ,

fahren" = weit t-ierumgekommen, gesetzt; unter standardisierten I

Selbsterfahrung Bedingungen gewonnen

I
Verwendung Tradition~wis:;~?n: Innovativ:
Bewahren vor1 Bräuchen auf Fortschritt ausgerichtet
--

(Böhme: 1980: 44)


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Produktrnarketing und Projektmanagement
Bakkalaureatsst~idiengan~

1.3. 7 Schritte wissenschaftlichen Forscheris

Die folgende Aufstell~ingstellt den Ablaufplan einer wissenschaftlichen Arbeit von der
Idee bis z u m Endprodukt dar. Setzt man sich ein Zeitlimit für die Fertigstellung der Arbeit
so können die einzelnen Schritte m i t einer j e nach Aufgabenstellung realisierbaren
Zeitplanwng versehen werden.

INPUT: Wissenschaftliches Problem

Erster Schritt: GEWICHTEN


Sel bstprüfung
Wissenschaftliche Relevanz
Problemkontext
Prognose von Aufwand und wissenschaftlichen Ert8-ag

Zweiter Schritt: VORERHEBLIMG


Klärung
Alltagswissen, Expertenwissen
Ähnliche Arbeiten
Literaturbeschaffung, Ka rteiarbeit

Dritter Schritt. HYPOTHESENBILDUNG


Forschungsfragen
Kai~saieThesen
Relationale Thesen
Geltungsbereich (Randbedingungen)
Theoriebildung

Vierter Schritt: PLANUNG


L i t e r a t ~rbeschaffu
i ng
Methodenwahl
Messinstrumente und Modelle
Forschungsdesign und Protokolle

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Bakkalaureatsstudiengang Produklrnarkeling und Projektmanagement - G1
F i ~ n f t e Schritt:
r MATERIALSAMMLUN G
Quellenstudium, Sekundäranalyse
Beobachtung, Befragung, Experiment
Inhaltsanalyse, Laboruntersuchung
Statistik

Sechster Schritt: HYPOTHESENPR~FIJNG


Interpretation der Ergebnisse
Zusamn~enfassungvon Teilergebnisseri
Konstruktion von Indizes
Bewerten
Verhinderung von Fehleinschätzungen

Siebter Schritt: SCHREIBEN


Ordnen der Ergebnisse
Gliederung (iogischei- Aufbau)
Argumentationsweise
Formale Gestaltung
Zitierweise, Literaturhinweise
Wissenschaftliche Diskussion
Verwertbarkeit der Ergebnisse
Anregung zu neuen Forschungen

Output: Seminararbeit, Diplomarbeit, Dissertation

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-1
1.4. Themenfindung / Themeneingrenzung

Themenfindung:
Vom Betreuer vorgeschlagenes Thema
Von Institutionen / Firmen vorgegeben
Sel bstgewä hltes Thema

Das Thema soll konkret ausformuliert unci speziell sein


Das Thema soll nicht zu weit gefasst sein
Es muss genügen, aber auch nicht zu viel Literatur zum Thema vorhanden sein

Annäherung an ein Thema:


Brainstorming <C,
(ddL9& y? &)
Free Writing 4
Fragen steilen
,/Ein kaufsliste"
Meinungen sammeln
Persönliche Erfahrungen

Eingrenzung eines Themas:


Einen Aspekt auswählen *
-W Li L~&T
L
,//u ~ d d d y

. Zeitliche Eingrenzungen
Eingrenzen der Quellen /gd~til,yu
/PA h k d / T r --
;L
/'
$ ' ' 197

Betrachtungsebenen spezifizieren ~ & . - < 4 ~ / ~


/ f l d / '4
"1
,,unter Berücksichtigung von" (innerer odcr äußerer ~ e z u ~ ) @ CS¿ch-.*aAw
Beziehungen herstellen $4
%d& yfl d~~~~~~ -
4
c5f-<,&j&~;g,~ 3
Beispiel oder Einzelfall hervorheben
H Ae
Überblick geben (man verzichtet aufs DetAl) rJb4 , L'
Neues hervorheben
Personen auswählen 4
Variablen spezifizieren /C;/&$ m&/' / Y&- LW/ 4-
Systeme eingrenzen &Jflyz-u~; &'¿id. JLQ&L+J &J-
¿', / L
'
Anwendungsbereiche konkretisieren 0 &5 ~z*, ~ 1

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2. Elemente einer wissenschaftliclien Arbeit

2.1. Formalien
Der Umfang der Arbeit richtet sich n x h der Vielzahl und der Art der Fragestellungen
bzw. Hypothesen die aufgestellt werden. Eine sinnvolle und ausreichende Beantwortung
des selbst gewählten Forschungsinterecses ergibt den Umfang.

Die Arbeit ist irn Blocksatz mit der Scliriftgröße 12pt. in einer einheitlichen Schriftart zu
verfassen (z. B.: Arial, Verdana, Tirnes New Roman...).
Für Überschriften von Hauptkapitel, oder Unterkapitelüberschriften ist e i n e jeweils
durchgängige Gestaltung zu wählen. Fi:ir Fußnoten gilt die Schriftgröße 1Opt.
Der Zeilenabstand irn Text muss 1,5-;!eilig sein. Längere Zitate und Fußnoten hingegen
werden m i t einfachem Abstand geschrieben.
Die Seiten sind zu nurnrnei-iereii.
Seitenränder: Oben: 2 crn
Unten; 2 crn
Links: 2,5 crn
Rechts: 2 cm

Elemente einer wissenschafl;lichen Arbeit


Titelblatt
Inhaltsverzeichnis
Evtl. Abkurzungsverzeichr~is
Danksagung
Vorwort
Einleitung
Hauptteil
Zusammenfassung / Schlusswort / Ausblick
Literaturverzeichnis / Bibliographie
Abbildungsverzeichnis / Tabelleriverzeichnis
Anhang : Abbildungen, Tabelleii, Fragebogenvorlage, transkribierte Interviews,
Videobänder, Kassetten usw.
Eidesstattliche Erklärung

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Bakkalaureatsstudiengans Produktmarketins und Projektmanagement

TITELBLAlT
Das Titelblatt sollte folgende Informationen enthalten:
Art der Arbeit: Seminararbeit, Diplomarbeit...
Titel der Lehrveranstaltung
Titel der Arbeit
Leiterlin, Betreuerlin der Arbeit
Ort
Institution
Sen-iester
Name des Vei-fassers / der Verfasserin

INHALTSVERZEICHNIS
Das Inhaltsverzeichriis umfasst alle Bestandteile der Arbeit m i t Ausnahme des
Deckblattes und des Inhaltsverzeichnisses selber und wird der Arbeit vorangestellt. Die
Gliederclng muss in numerischer Ordnung (C)ezimalsystem) erfolgen. Für jeden
G!iederungspunk t Ist die Ceitenza hl der Arbeit anzugeben, bei der die Behandli~ngdes
betreffenden Abschnittes beginnt. Die einzelnen Ziffern einer Kapitel-
/Abschnittsnummerierung werden durch einen Puqkt getrennt. Es ist darauf zu achten,
dass jede i m Inhaltsverzeichnis aufgeführte Überschrift auch i m Text als solche erscheint.
Entsprechend ist umgekehrt jede Überslzhrift im Text auch in das
Irihaltsverzeichnisverzeichnis aufzl~nehmen.

ABKÜRZUNGEN UND ABKÜRZUNGSVERZEICHP~IS


I m Text sollten Abkürzungen möglichst vermieden werden. Gestattet ist der Gebrauch
von geläufigen Abkürzungen (etc., usw.,). Werden in einer Arbeit allerdings zahlreiche
Abkürzungen verwendet, die dem Leser wenig vertraut sind, so empfiehlt sich die
Erstellung eines Abkürzungsverzeichnisses, das voi- dem Textteil einzufügen ist.
Aber: Das Abkürzungsverzeichnis enthält nur fachspezifische Abkürzungen, keine
allgemeinen Abkürzungen, oder Abkürzungen die nur in Quellenangaben erscheinen. Es
ist auch darauf zu achten, dass themenspezifische Abkürzungen bei ihrem ersten
Auftreten i m Text ai~sgeschriebenwerden, z.B. Key Account Management (KAM).

Beispiele für Abkürzungen, die nicht i m Abbildungsverzeichnis aufgefcihrt werden


müssen:
Aufl. = Auflage
Bd. = Band
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--
F a c h h o c h s c h u l e W i e n e r N e u s t a d t fur/,'$~'rfsc
Bakkalaureatsstudiengang F'roduktmarketing und Projektmanagement

Diss. = Dissertation
Hrsg. = Herausgeber
Jg. = Jahrgang
o.V. = Ohne Verfasserangabe
vgl. = vergleiche
z.B. = zum Beispiel

Beispiele für Abkürzungen, die in ein Abbildungsverzeichnis gehören:


F&E = Forschung und Entwicklurdg
KAM = Key Account Management
ROI = Return On Investment
UWG = Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb

DANKSAGUNG
Hier ist der Raum bei größeren Arbeiten all jene11 zu danken, die bei der Erstell~ingder
Arbeit unterstützend beteiligt waren. Dies können sein: Institutionen, Personen
(Betreuer/in), Familie, Freunde usw..

VORWORT (Vorbemerkung: weniger als eine Seite)


Das Vorwort ist noch kein Teil des eigentlichen Textes. Meist findet man es nur bei
Arbeiten größeren Umfangs. Es kann ceschrieben werden u m persönlich für unbedingt
notwendig erachtete Äußerungen zum Umfeld der Arbeit zu machen. Die persönliche
Motivation zur Wahl des Themas der Arbeit kann an dieser Stelle beispielsweise erläutert
werden.

EINLEITUNG
I n der Einleitung soll die Zielsetzung der Arbeit beschrieben, ihre Einordnung in einen
übergeordneten Kontext hergestellt und die Bedeutung des Themas erörtert werden.
Etwaige thematische Einschränkungen t~zw.die AIJSW~
hl der Bearbeitungsziele sind hier
zu begründen. Der für die Arbeit gewählte Lösungsansatz, z. B. theoretische
Untersuchung, Literaturauswertung uncl - vergleich oder eine empirische, auf eigenen
Erhebungen basierende Untersuchung, ist in der Einleitung darzulegen. Die Betrachtung
verschiedener methodischer Alternativen zur Aufgabenlösung wird ebenfalls hier
vorgenommen und die Entscheidung für eine bestimmte Methode erklärt.

Vorschau auf die Arbeit


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, . .
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-1 r
u n d Tc

Bakkalaureatsstudiengang Produktmarket rojektmanagement

I n den Aufbau, den methodischen Ansatz, Terminologie ... einführen


Formulierung des Themas, Zielsetzung
~ i n b e t t u n gin den Zusammenhang eines Problems bzw. einer Thematik
Begründung
Begrenz~ingder Darstellung mit Begründunlg
Quellenlage, Primärquellen
Zugänglichkeit
Sekundärliteratur
Quellenkritik
Eigene Vorkenntnisse
Gründe, die zur Wahl des Themas geführt haben
Allgemeinere Anmerkungen zur Relevanz des Themas

HAUPTTEIL
Der Hauptteil rriuss der in der Gliederung festgelegten Vorgehensweise inhaltlich und
umfangmäßig entsprechen. Die behandelten Sachverhalte müssen wesentlich sein, alle in
der Einleitung genannten Bearbeitungsziele vollständig umfassen (keine subjektive
Auswahl! ) und korrekt beschrieben sein. Gleiches gilt für die Darlegung der
Argumentation und abweichenden Meinungen ,3nderer Autoren. Die in der Arbeit
gezogenen Schlussfolgerungen müssen logisch seiri U iid bewiesen werden.
Der Hauptteil stellt die Abhandlung der Themenstellung, der Untersuchung, Analyse usw.
dar. Dies ist der Kern der wissenschaftlichen Arbeit, der Text i m engeren Sinn, der alle
unmittelbaren Ausführungen zum Thema umfasst. Der Aufbau des Hauptteils richtet sich
nach der spezifischen Themenstellung, Gen verwendeten Methoden und
Analyseinstrumenten.
Assoziative und weiterführende Überlegungen sollten als Anmerkungen in Form von
Fußnoten formuliert und nicht zur Dehnung des Textes benutzt werden. Will man
Textergänzungen größeren Umfangs machen, sollt2 ein Exkurs gemacht werden. Exkurse
sind Erörterungen oder Ausführungen, die aus dem Rahmen der themenspezifischen
Argumentation i m engeren Sinne hinausführen; sie ergänzen häufig als erklärende,
zusätzliche - aber nicht notwendige - Informationen den jeweiligen Text. Derartige
Textergänzungen werden m i t der Überschrift ,,E>:kursn eingeleitet. Mit Exkursen sollte
jedoch sparsam umgegangen werden, da sonst der Eindruck entsteht, der Autor habe
mehr neben bzw. außerhalb als zu seinem Thema ;ru sagen.

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Der Hauptteil darf keine bloße Aneinancierreihung von Zitaten sein. Die Eigenleistung des
Autors besteht in der sinnvollen VerknLipfung und der Analyse der verwendeten Quellen
und Forsch~ingserge
bnisse. Die einzelnen Kapitel sollen durch zusammenfassende
Schlussfolgerungen verknüpft oder auch eingeleitet werden.

ZUSAMMENFASSUNG / SCHLUSSWORT / AUSBLICK


Der Schlussteil der Arbeit kann unterschiedlich gestaltet werden. Betitelt man ihn als
Zusammenfassung so werden die Ergebnisse noch einmal in kurzer Form präsentiert
bzw. auf die in der Einleitung beschriebene Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
geantwortet.
Der Ausblick verweist darüber hinaus auf ungeklärte Probleme und gibt Anregungen für
zukünftige wissenschaftliche Auseinar-idersetzung mit dem Thema und mögliche
Entwicklungen i m Forschungsfeld.
Eine thesen hafte Einordnung des Probleriis in einen größeren Kontext ist ebenso mög licli
Auf jeden Fall ist der Scl~lussteilweder ein Ersatz für Schwächen in1 Hauptteil, noch der
Ort für ungehemmte Spekulationen.

Zusarnnienfassungen am Ende von Sinnabsctinitten oder am Ende der Arbeit


So knapp wie möglich, aufs Wesentliche korriprimierte Gedankengänge
Keine neuen Gedanken
Ungleichgewichte und Inkonsequenzen in der Arbeit werden I'iJir den Autor sichtbar
Schluss dient der Abrundung der Arbeit
Bedeut~ing der gewonnenen Erkenntnisse wird noch einmal auf den Punkt
gebracht
Ausblick auf sich anschließende Fragestellungen oder Forschungsperspektiven
Aus der Überschrift soll hervorgehen, u m welche Art von Schluss es sich handelt
(Zusammenfassung, Ausblick, Resumee,)

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3. Wissenschaftliche Quellen

Zitierfä hige Quellen


Die Quelle ist für jedermann zugänglich; die intersubjektive Nachvollzieh barkeit als
Kriterium f i r die Wissenschafl:lich keit der Arbeit, islt gegeben.
Graue Literatur und Literat~ir,die nur teilweise fJr clie Allgemeinheit greifbar ist, muss
dem Betreuer der Arbeit zur Ansicht vorgelegt werden.
Zitierte Internetseiten sind in den Anhang aufzunehmen.

Zitierwürdige Quellen
Es ist zu überprüfen, ob die Quelle wissenschaf3li~:hen Qualitätskriterien entspricht. Dies
ist i m Einzelfall zu prüfen.
Indizien für eine wissenschaftliche Arbeit sind:
Korrekte Zitierweise
Ausführliche Quellenangaben
Wissenschiftli~hkeitin der Aroumentation
Wissenschaftlich durchgefcihrte Empirie
Anerkannter Verlag, Angabe anerkannter Qi~ellen
Geleitworte anerkannter Wissenschafter

Kriterien für Wissenschaftlichkeit


Neuigkeitsgehalt
Nutzen
Adäquate Methode
Allgemeingültigkeit
Theoriebezug
Nachvollziehbarkeit
Klar erkennbares Thema

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Bakkalaureatsstudiengang Produktmar rojektmanasement

Wissenschaftliche Quellen

Als Grundlage der eigenen Argumentation zählt die Verwendung wissenschafl~licher


Quellen. Untenstehende Abbildung ver~inschaulichtdie Vielfalt an Quellen, welche einen
wissenschaftlichen Inhalt haben können.

Aufsätze in
Dokumente irn htemet Sammelbänden Offentliche
Verlautbarungen
Broscliüren
Alltagsgespräche 1!
Diplomarbeiten,
Quelle Zeitungen
Dissertationen, /
Habilitationen 7 Geschäftsberichte ,

(Karmasin: 1999: 45)

Zeiselgraben 4 A-3250 Wieselburg


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Bakkalaureatsstudiengang Prmduktmarket ing und Projektmanagernent

3.1. Wissenschaftliche Quellen nach ihrem Ursprung


Grundsätzlich sind Primärquellen vorzuziehen, vor allem wenn die verwendete Quelle
einen Kernpunkt der Arbeit, oder eine Gegeripos ition darstellt. Durch die Verwendung
von Sekundär und Tertiärquellen IäuR man Gefahr eventuelle Missdeutungen des Autors
zu übernehmen. Auf die Verwendung von Tertiärqiiellen ist zu verzichten.

'WissenschaftlicheQuellen
nach ihrem Ursprung

I Eieene OueUen
I \
Interviews mit Experten
- Beobachtungen
I -
Fremde Quellen
Experim-te
Behgungen

Primärquellen Sekundärquellen Tertiärquellen

1 1 1
-

I
„aus erster Hand"

AUe bellen, die nicht


I1 „aus zweiter Hand"

Wörtliche und simgemde


I I
,,aus dritter Hand"

Zitate aus Biidiem die


zitiert und im Onginal Zitate des Originals ihrerseits auf Zitate des
vorhanden sind Zusammentassungen Originals bauen ,
~bersekun~en .

(Karmasin: 1999: 62) 1 1 L


- h

3.2. Wissenschaftliche Quellen nach Art der Veröffentlichung


Zur Erstellung einer wisserzschaftlichen Arbeit ist auf Primär- und Sekundärliteratur
zurückzugreifen. Die Verwendung sogenannter Griiuer Literatur kann nur zur beiläufigen
Ergänzung dienen, niemals jedoch zur Untermauerung eigener wissenschaftlicher
Argumentation.

Primärliteratur Sekundärliteratur Graue Literatur 1


Monographien, Lexika und a Skripten, Haus und (Pro-)
Lehrbücher Enzyklopädier, ~erninararbeiten~~

1 Aufsatze in
Fachjournalen
A'fYein
Sarnmelbänden
1
Kommentare i:"
Originalen
Dissertationen und Habilitationen
Zeitschriftenartikel
ohne Aufsatzcharakter
a unveröffentlichte Manuskripte
und Working Papers
Broschüren, Flugblätter,
Plakate
Internetadressen, Funk und
Fernsehen

(Karmasin: 1999: 63)

16
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iT7-q
F a c h h o c h s c h u l e W i e n e r N e u s t a d t f u r WdLtsch'aft,)
[?-j
und Technik)
BakkalaureatsstudiengangProduktmarketing und Projektmanagement

4. Wissenschaftliches Lesen / Quellf3nkritik

D I E PQR4 Methode
Die Erkenntnisse der Leseforschung zeigen, dass akademische Texte nicht so wie
literarische Texte in einem Zug von der Einleitung bis zum Schluss durchzcilesen sind.
Liest man den Text in mehreren Schritten, so erhöht sich das Textverständnis.
Die einzelnen Schritte der Lesestrategie werden von Thomas und Robinson (1972) mit
den Akronym PQR4 dargestellt. PQR4 steht für: Preview, Question, Read, Reflect, Recite
und Review.

Preview (Vorschau):
Überfliegen Sie den Text und achten Sie besonders auf das Inhaltsverzeichnis (bei
Büchern), Kapitel, bzw. Überschriften, eventuelle Forschu,ngsfragen und die
Zusarrimenfassung. Vermeiden Sie in diesem Schritt genaues, zeitaufwendiges Lesen.
Vielmehr geht es darum, einen ersten Eindruck über Aufbau und Inhalt des Textes zu
erhalten.
Question (Fragen):
I m zweiten Schritt sollten Sie nun Fragen an den Text stellen. Beispielsweise können die
Überschriften der einzelnen Abschnitte als Ausgangspunkt für Fragen dienen.
Read (Lesen):
Durch Lesen des Textes versuchen Sie i u n die von Ihnen an den Text gestellten Fragen
zu beantworten.
Reflect (Reflektieren):
Lesen Sie aktiv, d. h. versuchen Sie, das Gelesene m i t Ihnen bereits bekannten
Sachverhalten (eigene Erfahrung, I nhalte aus Lehrveranstaltungen, Informationen aus
anderen Literaturquellen etc.) in Verbindung zu bringen und überlegen Sie sich Beispiele
Recite (Wiedergeben):
Nach jedem Textabschnitt versuchen Sie, die von Ihnen formulierten Fragen zu
beantworten.
Review (Wiederholen:
Lassen Sie den ganzen Text nochmals Revue passieren und versuchen Sie, ihn
gedanklich in einigen Sätzen zusammen.~ufassen.

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Zeiselgraber~4 A-3250 Wieselburg
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,! eiseblurg 1

4.1. Quellenkritisches Lesen

Fragen aii Texte


Exzerpieren
Marginaltitel - Gliederung - Exzerpt

I:Fragen an Texte

Geqenstand / Fraqestellunq
Wie formuliert der Autor Problem, Gegenstand und Fragestellung? Abgrenzung,
Einschränkungen, Verweise? I s t der Text meta-theoretischer Art?

Methodischer Ansatz und Vorsehen


Wie geht der Autor bei der Beantwortung der Ai~c~gangsfrage
vor? Wie bearbeitet er das
Problem (Gliederung, Hauptpur!kte, Definition zentraler Begriffe, methodisches
Vorgehen)? Was ist die Aussageebene ( besctireibend, erklärend, kritisierend bzw.
normativ orientiert, praxisbezogene Vorschläge)? Welche Ist die Art der Datenerhebung
und -verwertung? Worauf stützt sich die Argumentation?

Theoretische und politische Position


I s t die theoretische, politische und wissensch~iftstheoretische Position explizit oder
implizit erkennbar? Wie ist sie zu charakterisieren?

Erqebnisse
Wie lassen sich die Hauptergebnisse zusarrim~:nfassen (besonders wichtig fiir evtl.
Exzerpt)? Was ist - in einem Satz formuliert - das Hauptanliegen des Textes?

Bewertunq / Kritik
Sind Inhalt i ~ n d Vorgehen des A i ~ t o r s verständlich und schlüssig (Definition,
Str~ikt~irierung,
Begrijndung von Beha~iptungen,Art der Arg~imente,Sprache)? J

Stimmen Inhalt und Vorgehen inhaltlich, theoretisch, methodisch, in der politischen


Position, in den praktischen Schlussfolgerungen überein?

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? r i tder
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D~~I,
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ailc.t~ntat~tmeri, es ratsam erschcineri f$s~;t, ~;d$:hr j ~ l j g l ~ ~ ~bald über
t i ~ tGeCj~3~tf";en
. e tne
Übersicl?tlichkeit u n d Verv:i.rtbai.keii: errrioglicfiei~de Verarbeit:~rig uiid O ~ d r i i i n g des

5. Ncstict-en Si@an? Ex~erpCdie C;eifc4~zahfen,deflev w n r t f i c f x Zitale et~tnornlnensind, Nur


so ist nachher ein Ztrsa~nmenfiarlg, der vom E : z ~ r p t tief- nicht ~ a x h r -klar ist, rax;cß~
c.iur"f7itsdbar u n d f-racfizarlcst-ln; n u r so kanr? man aus Exzsrf:ry;lten aiPEerei-1 o h n e irn 'f't-hxt
nacblescx-t ~ f t ~f U S S ~ $Enthcllt
I . die Textvriirtage u ichtiye tjberati~rhinweic4il (eiiischl. Ort
und Jahr), k~nr-senSie diese rn I h r Exzerpt a u f r ~ h r - - n e n -
5. Et-~~/-tt?if7~i7il
f;+?<(a2~td(,k211 au.; dt.:fll ; ~ ~ ~ ~ ; I c ? I P c : ~ ; ~ c D ~, c;oiftt:t? Sie diese irr? Exzerpt
" ~ ' c x111~91t
{ X , B, rt??telncrn F:nl~.?.'";i!i:h~2i:'jA
t~iejrb:1~:-2;~

erstellt !mbt, k-rnni.i! Cie Jlr emreinen Abschnitte durch


FIachdem Sie die r~largi~iaitiiei
eine Te;ttgiic?c!irg s:r*uktiiriiiieri. Aufgabe der. Giiedcrt:iig ist es, die Gedanken des
Textes in eine tirwarchisctre Ordnung ru bringen, Dabci 1st c.5 ~ntscheidet7d, eirisclnc
Abschnttl'e unter. OBe:.u !;err;chrrftert ~zlctlrnrveilmufast;cn,e3icr.e Bberüberxj~ttftfieilmtl.;:;en
sie e y t l denn 3i;rih hier ist. e:. rnögiich, dass etwas
ef-gifr3zcJ~?, entsprcchend~snicht durch
d e n T w t ~ < i r c j c a ~ b r1st
: i tjicr desc;eti er;e GI;-dct-uiig ih;rr iiuft-liung wtdersprlclit.
bVit. SI? gtiederei ist I ~ t ~ E ~ : - ~ c j l r c auch
:!? von d e A P e m p k t i v ~ahhängtcj, tint.e.r d e r 512
den k > i t betrachten, d . h . auch: Ii] der) w l t e l s t c n Fdlirfi gibt P-, DIE R f f i i T I G E
GL$EE)ERLjFJG; nleistens iirid n?et?:-er?rt16gljch. C a d:e G I i e d t i ~ ~ ider.
~ g -Yextchrsnologie
fafgt, jst es moglich, dass in fk:ri,"r 5ti-i-1k:t~(11I- SCh~r;iCht-7n421; Textes wiilersptegeln
5ir!1

(.;.,B, kor~nenBogisth ~usamritef~gchorigry Pt-il~ ara vir-~f:11erlr_?ni3rt t ~ Text rtcken).


S t r i l l ~ irn

bcru ht, dsc &~.lber


1 - e h t,chronslr=.g~~ nley ~nr;r?eve:i.tb e r i i ~ k k ~ itrgt,
ch s f s clit.l-:x fug~schti berzeugt

Ir; hzltlicia k g n r i c ~5
~ic-1trr; E:qzt?ry:f cflt? Qf-",ttl. t ? ? 4 ~ l , r 1 ~ j i j r ~ t F+lary
eii [nahitei urn weo\d;entlickie
~ ~ n r f x ~ s2:jtatt-i
~ ~ ~p,~s?i"~f-rt'.:r"t1.
~ ~ 2 c c'.?tc!> ~ ; I C F~ i l t :'/2r
: 147:: L P ~ $JE?
~ V!*! E?sierpl;sr2n1'Et&r:g: vqra
lttaer Per-i;pckEivt? ktlr-18 Sf7res~ifnfcres:;e ar?a 41'-t.?xta b ,
T a k e c;t:t\si'zt? zu dct* 6.ateijoi
t~jrissenr;chafiIi~hi? Q d e r Sachtexts:, dir:. sia~i'lnlii rt?aif-n
Gegebenl-~citenhestclidftrgen,

Gruradregsfn d e s wissenschaftlichen Schreibens

6 fji"a~lrorat8~:Ahs1:?-11e43eftri w@r;Jecfl die wirFitig~:l,sn B Q L ~ * E F Z I S nochmals


~~~~I-~~C

Die Eter-r.iente dct- Argtrmcsrtatrr'ln k6nn-n der- ~ g . q s ? t . r ~ a l , t i jarf q : &@g!i ~tfgtx~r:jraftt


werdera :
Exot-diurn, Nar'ratio, Partttia > Eiril~ituncj
Csarfirmatio, Rcft-1ta"elo r ats Kt-;lt'nele!nt~nte
der Arg~l~-r~@r?tation
I M I.!atlpttf?i1

Peroraaiio > Schluc3steil


Die Scf?ikr:;:;ri?gel I rn abigtir i 6ei.äfiicl: K ~ i i l d t l l l ~cden
t ~ f ~ heil. ia%t i~icl-;durch die iLfes';tin,;]

acht ur;^^ vor Fef~lczhiGssen::

Arbt.it kann nrcix b ? i ! a ~ ~ > t t lwk:rdi'u,


wisst-:n~ch~f:l~c:k.'tc~7 t \.tier\n rj0bclpreisfrä~7i:r X dic
b i i h s t r ~ k t ' clanr~
, ici SI<?121'311r,

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B e ~ u g n me ,,fJk?~;~!blif ? * I ~ Y ~C=T ;~L
&:E!?-~I"S
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BUCHER
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M i t einsna V e s f a % s w

Mi%bis zu dmn?Verfassern:

NACIHNFIME, Vornamii / NA!:tiNHP.IE, V<,rn,lriic / NACt11'iAß~lP.Vorridnie: Titel. Utltei-tltei.


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sowit? Bßtend- oder- Heftat..rgaba9: .
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d2fi.l "f"tf-lblattder Ptihlikation ~ . - t . r ; r : : f i f ? i r a m ,


kkcedernischi; Trt.et :J:;;i.„Prcf„ M;tgi:;tci, aber a a r ~ f -[f:icf.~ejrni'at,
~ e i ~ t f a i ! ?k.1~1
~
t t:eraf-r-lrangaben imrrier-. e b ~ f l t ^ arl(atof*i?
a Q und Dik-il*lt;tgfade,
@~~~1f:;artf~a!3~5t"r

den viaii.;$;andifjen Vcrfa~3:;ernarnen LU e r g k r ~ z e n . Das gtft acrch fur das


vsf tkom n-ime Fehle ra d2s Vef-fa.;cernamcns,
ßcf trhl~c:h s n i i e t r ~ ,

6 2. Quelfergdaa;sgabe i3.a T e x t
6.2.1, Zitieren mit FuBnoten
Das Zittr2ren n?rt F u 6 r t ~ t t . ferl'tlrrfer!
~ irnrnx riie .:,oit+? t:it.ttsqraptir+:;_he i?n~~;lbtrn:ir d e r
geiaatien 5c:tenzahl d e s lit3tt::;. Durch h o i ~ h g t l c l ~ i l Igiffcr;?
ie ar;: Erttie tiLst-i j b e r n ~ r ~ ~ r ~ - ~ n c n
a j r ~ ; lPunkte
~ yekcnrileirhrtet wtsrden. !-lici;r:
M a i i ktll!~;~ in er¿BC!gii X!d:~imr;rr?
auch t.~~;at.::!icta
setzer?. Oics ist jedoch n u r ~iuttqt2ndig wenn rriat-r die drei i"~nlr,teunteril~17tlidbar von
Qi*iyr rlal rnrs~iienri3Gst;,
cnEspr~r:hent'frinfik:k;Iar;,$i~! r;g*;zeielaci: im ,zitiertb_ir~
Plk~r;:; ini?erf~alb eines Zitat.; etwas et~gefogt f;,rw2 ver-Sn&@ werden, ur-n e-,
g r-r~mrna4
itC;?li:;ct~ aildTlip25ijenoder C I rt f- 2 hlc:~d~?+>
"Ific2f-i LU PTgIil-f7t28fJ tfaufi r-c^t;t n die
Zitat im L a u f t ~ x P sBeispief
Bei& Pil&~-ionte:wvo?rfc~lgi?r':~9a5Lir~.!,dir,- F.layk~?-
r tirctx dir: fr.isccn~isa*trr;fgvor 6 s c erlebbar
,eu rn.racf-.lcr*i~ t n d vmofi0iiaj ai~Fzt~lwde17'%$-3tla4tf.u n d Botschaften srlIicr-f ,,f~paf~rifai7d,
ur1adtfdranfjfir:l.3, faszinierend, i1ac%7k3a.'ftii,! ~ :,f3"Jickel
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Piicke1 1938: 2 8 3 )
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