Helmut E.

Lück Geschichte der Psychologie
1. Kapitel: Möglichkeiten und Methoden der Psychologiegeschichtsschreibung

1.1 Warum Geschichte der Psychologie ? • Psychologiegeschichte war und ist teilweise distanziert • Gegenwärtig findet eine Rückbesinnung auf geistewissenschaftliche Tradition und Geschichte statt. • Gründe: 1. Unzulänglichkeit empirischen Denkens (Holzkamp) und Verweis auf historische Bedingtheit 2. Hinweis auf Gesetzmäßigkeiten in der Entwicklung von Wissenschaften (Kuhn): Normalforschung wird von Krisenphasen abgelöst, in denen das Forschungsparadigma in Frage gestellt wird und durch ein neues abgelöst wird. 3. Ausrichtung der Geschichtswissenschaften haben sich geändert: erst wurde aus Psychologiegeschichte teilweise gelernt nun wird Psychologiegeschichte bewußt betrieben, um aus ihr zu lernen.

1.2 Drei Beispiele für Geschichtsirrtümer: • Psychologie im Nationalsozialismus: Psychologie habe gelitten ist falsch. Es gab einen quantitativen Aufschwung: neue Professuren, Ausbauungen von Instituten und Wehrmachtspsychologie, Professionalisierung der Psychologie • Psychologie in Deutschland sei immer experimentell gewesen ist falsch. Die Entwicklung der Psychologie als Wissenschaftsdisziplin ist nicht kontinuierlich. Bsp.: Fechner, Wundt, Watson haben spekulative, nichtexperimentelle Arbeiten geschrieben. Experimentelle Psychologie wurde nach dem 2. Weltkrieg als überholt angesehen. Erst Ende der 50iger wurde experimentelle Psychologie wiederbelebt. • In der UDSSR gab es keine Psychoanalyse ist falsch. Von der Oktoberrevolution bis zum Stalinismus erlebte die Psychoanalyse eine Blütezeit und wurde gefördert. 1.3 Geschichtswissenschaftliche Aspekte

. Bezugsquellen. Dabei wurden Mitarbeiter. 1. da sie von bestimmten Perspektiven und Fragestellungen beeinflußt wird. Daraus erkennt man Trends.. Die Analyse von Trends ermöglicht Prognosen 1.6 Psychologische Theorien im Dienste der Psychologiegeschichte . • Quellenstudium: Primärquellen (direkte Situationsbeschreibungen) und Sekundärquellen (Erinnerungen) werden hermeneutisch ausgewertet. • Problemgeschichte: Ein Problem wird fokussiert und unabhängig von anderen und ohne chronologischen Zusammenhang durch die Anfänge erklärt. • Nutzung von Archiven • Nichtreaktive Meßverfahren: der zu messende SV wurde nicht oder nur kaum von Personen oder Messungen beeinflußt. Zeigt Diskontinuitäten auf und wirkt als Korrektiv. => Es gibt keine historische Wahrheit oder exakte Wissenschaft • Nach Droysen gibt es nur individuelle Geschichtsschreibung durch Einfühlen und Verstehen. Gefahr: Zeitgeist = flexible Erklärung für alles.5 Psychologiegeschichtliche Forschungsmethoden Grundsätzlich keine anderen Forschungsmethoden als der Geschichtswissenschaft. • Sozialgeschichte: Gesellschaftsgeschichte einer Wissenschaft.• Geschichte ist eine Konstruktion der Vergangenheit. 1. • Ideengeschichte: Chronologische Darstellung durch Kulturgeschichte und Zeitgeist.4 Modelle der Geschichtsschreibung • Psychologiegeschichte wurde als Geschichte großer Männer beschrieben (= great-menAnsatz).. vergessen. => direkt Beziehung zu historischen Forschungsmethoden • Oral history: gezielte Befragung nach der Vergangenheit • Zeitreihenanalyse (mathematisch-statistisch): Daten werden in chronologische Reihe gebracht und graphisch dargestellt.

2. Sie unterscheiden zwischen Geschichte als Naturprozeß und menschlicher Geschichte. wobei der Mensch Subjekt und Resultat geschichtlicher Entwicklung ist. in die jede Art von Forschung eingebettet ist. 2. • Form der philosophischen Richtung bekommt der Positivismus erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert Es gibt nicht die Psychologie. Theologisches Stadium 2. Strömungen und Entwicklungen im 19. Er geht von dem Gegebenem (=Positiven) aus und teilt die Entwicklung des Menschen und der Wissenschaft in das Dreistadiengesetz: 1. • Sozialpsychologie erklärt die sozialen Beziehungen. . Metaphysisches Stadium 3. Jhd. sondern viele psychologische Richtungen und Strömungen. Durch diese Auseinandersetzung ist die Psychologie gewachsen und gereift. in dem der Mensch den religiösen und metaphysischen Aberglauben überwunden hat.1 Positivismus und naiver Emprismus • Wissenschaftestheoretische Position geht zurück auf Hume (1711-1776). Jedoch wegen der vielen psychoanal. • Vertreter der marxistischen gesellschaftstheorie und der kritischen Psychologie (Holzkamp) betonen die Bedeutung der Geschichte.• Entwicklungspsychologie teilt Lebensläufe in typische Phasen ein (Bühlers Modell des menschlichen Lebenslaufs) • Persönlichkeitspsychologie erfaßt die Persönlichkeitsdimensionen des Autors. • Psychohistorie: geschichtswissenschaftliche Interpretationsmethode aus psychoanalytischer Basis. Diese entstanden durch Auseinandersetzung mit früheren. Positivistisches Stadium. nunmehr als unvollkommen erkannte Positionen. • In Frankreich durch Comte (1798-1857). Interpretationsmöglichkeiten umstritten.

• W. • Lazarus und Steinthal waren eigentliche Begründer der Völkerpsychologie. Dadurch gab es zahlreiche Fortschritte in den naturwissenschaften. • Hauptvertreter: T. So kommt es zu verschiedenen Weltansichten. aus denen sich die heutigen Begriffe „psychologische Anthropologie“ und „ethnologische Anthropologie „ herleiten. . in der eine Analogie von Individuum und Gesellschaft behauptet wird. Humboldt (1767-1835) prägt den Begriff der „Völkerpsychologie“ und behauptet.1905) behaupteten: Seelische Eigenschaften sind modifizierbar. daß das Denken von der Sprache bestimmt wird. • R.3 Völkerkunde und Völkerpsychologie • Die Kolonialisierung führte zur Auseinandersetzung mit anderen Rassen. Die soziale Umwelt bestimmt den MenschwerdungsProzeß. nicht kulturelle Selbstverständlichkeiten. Waitz (1821-1864) und A. 2.• In England wurden die Thesen von Comte durch J. die sich mit komplexen sozialen Prozessen beschäftigt. deren Theorie zurückgeht auf Herders Vorstellung von einer „Volksseele“ und Herbarts „Psychologie als Wissenschaft“. • W. S. welche nicht experimentell erforscht werden können. Bastian (1826. Tylor.: Freud) 2. Wundt (1832-1921) unterteilt die wissenschaftliche Psychologie in experimentelle Psychologie und Völkerpsychologie. v. daß menschliches Verhalten erlernt ist und der Kuturvergleich die Variabilität von Werten und Verhaltensweisen aufzeigt. Mill (1806-1873) und H. Benedict (1887-1924) und M. Mead (1901-1978) gründeten Schulen. Ihre Grundannahme ist.2 Evolutionstheorie • von Charles Darwin (1809-1882) postulierte das Prinzip der natürlichen Auslese • Beträchtlicher Einfluß auf die Humanwissenschaften. Spencer (1820-1903) ausgebaut zum naiven Empirismus: der Forscher kann wahre Erkenntnisse und Naturgesetze über die Natur durch Beobachtung und Experiment gewinnen. Frazer und Galton erklärten Unterschiede geistiger Fähigkeiten zwischen verschiedenen Rassen • Es lassen sich Beeinflussungen durch Darwin bei psychologischen Theorien finden (Bsp.

Die Masse sind immer die anderen. Helmholtz. Es erfolgt keine Klärung der Ursachen für dynamische Prozesse (Bsp.• Die Psychoanalyse nahm großen Einfluß auf die Ethnologie: Freud schrieb1912 in seinem Werk „Totem und Tabu“ von Ähnlichkeiten zwischen neurotischen Störungen und Vorstellungen primitiver Völker. • Hauptvertreter: E. daß eine verminderte Zurechnungsfähigkeit des Einzelnenin der Masse in der Rechtssprechung anerkannt wurde. Nämlich möglichst Gesetze anstelle von Glauben. v. welche viele darauffolgende Wissenschaftler schulten (Bsp: Freud. Wundt) . Brücke. daß die Masse dümmer ist als das durchschnittliche Individuum. Du Bois-Reymond. 2. • LeBons „Massenpsychologie“ (1895) behauptet.5 Psychologie zwischen Philosophie und Physiologie • Wegen des enormen Fortschritts in der Medizin setzte ab 1875 der Materialismus ein: Alle Wissenschaften nahmen die gleichen Grundlagen an wie die Physik und die Chemie. welche ein kriminologisches Interesse zeigte und es dazu brachte. • Diese „alte“ Massenpsychologie ist heute in der Massenkommunikationsforschung und der Soziologie integriert und wird ansonsten kaum noch berücksichtigt. • Die Neopsychoanalytiker (Kardin) sahen Zusammenhänge zwischen Sozialisationspraktiken und Persönlichkeitsstrukturen.4 Masenpsychologie • Zwischen 1890 und 1895 in Italien begründet • Massenbewegungen in der Gesellschaft seit der französischen Revolution forderten wissenschaftliche Klärung über die Macht der Masse. • Hauptsächlich Hofstätter (1957) kritisierte LeBon: Untypische und unspezifische Situationen werden aufgrund von Anekdoten beschrieben. welche nach dem Grund für die Veränderung des Individuum in der Masse fragen. • In Frankreich sind es die Mediziner. • Die „römische bzw. lateinische Schule“ wurde gegründet. 2. Führerschaft).

die man als Schulen bezeichnen kann. . und institutionalisierten diese durch Publikationen. Psychologische Schulen im 19. Jahrhunderts gingen psychologische Richtungen hervor. Dieses Gesetz gilt heute nur noch in den mittleren Bereichen 2. • Weber = Vater der Psychophysik • Weber-Fechner’sche Konstanten geben Hinweise auf die Leistungsfähigkeit menschlicher Sinnesorgane • Weber-Fechner’sches Gesetz = Naturgesetz für menschliche Wahrnehmungsleistung: Geometrisch ansteigende Reizintensität entspricht arithmetisch ansteigender Sinnesintensität. Tagungen etc. • Diese Schulen erprobten eine gemeinsame Idee (Paradigma ) in der Forschung durch Anwendungen auf neue Fragestellungen etc.6 Sinnesphysiologische Forschung und Psychophysik • Psychophysik: Verbindung von Philosophie und Physik. Jahrhundert • Aus den natur.und geisteswissenschaftlichen Strömungen des 18. • Schulenbildungen fanden zwischen 1880 und 1950 statt. und 20.7 Experimentelle Psychologie des Lernens • Begründer: Ebbinghaus (1850-1909) • versuchte das menschliche Gedächtnis experimentell zu untersuchen durch Gedächtnisprüfung beim Reproduzieren sinnloser Silben • Fand spezifische nichtlineare Form einer Vergessenskurve • Heutige Forschungen gründen auf der basis von Ebbinghaus 3. und 19.2. psychologische Vorgänge nach dem Vorbild der Physik als Naturwissenschaft studieren.

3. Külpe 1862. so daß andere wichtige Schüler unbeachtet bleiben. Statistik und Geschichte in der Psychologie vereint. Experiment.) alle Element untergeordnet werden. da er der Meinung ist. • Selbstbeobachtung ist die Grundmethode. indem von der Reaktionszeit der physikalische Anteilsubstrahiert wurde. einem vorgegebenem . Erfasst wurden die psychische Prozesse. • Eigene Erfahrung ist die Grundquelle. der Denkpsychologie zu. • Ergebnis: Der Denkprozeß Der besteht bei aus vielen unanschaulichen Problem Gedanken stattfindende (Bewußtseinseinheiten). hat durch zahlreiche Schüler den Aufstieg der empirischanalytischen Forschung in der Psychologie herbeigeführt.. daß psychische Erlebnisse nicht Ereignisse sind. bei dem dem derzeitigen Mittelpunkt (Aufgabe. • Külpe akzeptiert das Unbewußte und betont die Einheit des Seelenlebens.• Für jede Schule wird immer eine zentrale Hauptfigur genannt..1 Die Leipziger Schule • In erster Linie W. die neue Bewußtseinsinhalte durch Assoziationen aufgrund von eingeschränkten Methoden (Introspektion wurde nicht anerkannt) nicht anerkannte. Später veränert Wundt seine Lehre zum Voluntarismus.2 Die Würzburger Schule • Defizite der Leipziger Schule . wandten sich die Schüler Wundt’s (O. Ziel .1915) einem neuen gebiet. bei der ein Bewußtseinsinhalt in das Aufmerksamkeitsfeld eintritt) • Wirkungen der Leipziger Schule: Methodenlehre begünstigt. sondern Ergebnisse von Willenshandlungen durch Apperzeption (=innere Willenshandlung. Die Ermittlung der Elemente des Bewußtseins in nicht weiter aufteilbare Bestandteile (Elementpsychologie) und 2. Erforschung der Gesetze nach denen diese Element in Verbindung treten. Wundts physiologische und experimentelle Psychologie • Wundt’s Lehre: 1. Dadurch sollten seelische Vorgänge auf der Grundlage physiologischer Veränderungen erklärt werden. 3.

Köhler experimentiert mit Schimpansen und erkennt: Ziel und Hilfsmittel sind eine Gestalt. höhere intellektuelle Funktionen sind experimentell nicht erfaßbar. Wundt läßt sich nicht überzeugen. daß Denken nicht zu komplex sei und deshalb erfaßbar. da der Vl keinen direkten Einfluß auf den SV hat. Wolfgang Köhler und Kurt Koffka ab 1912 in Frankfurt.3 Gestalt. wenden sich die Wissenschaften der ganzheitlichen Betrachtung zu (Gründung der Psychosomatik) • Begründet wurde die Gestaltpsychologie insbesondere von Alexius Meinong. . • 1910-1912 beginnt die experimentelle Gestaltpsychologie durch Wertheimer (Frankfurter Schule): Gestalten selbst sind die Grundeinheiten des Seelenlebens. • Bühler-Wundt-Kontroverse = Kritik von Wundt an Bühlers denkpsychologischen Experimenten und dessen Entgegnungen: Wundt behauptet. später in Berlin • Höhepunkt ist Ende der zwanziger Jahre • Hauptthese: das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Übersummativität) • Als Gegenbewegung zum elementaristischen Denken. hin zur unmittelbaren Beobachtung • In allerletzter Zeit hat eine Wiederentdeckung eingesetzt (durch die Attributionsforschung). • Die meisten Psychologen stehen auf der Seite Bühlers • Die Würzburger Schule hat die Gestaltpsychologie beeinflußt und die kognitive Psychologie überhaupt ermöglicht. • Wegen des Behaviorismus hat man sich von den Forschungsmethoden der Würzburger Schule abgewandt. Manchmal stellt sich kurz vor oder bei der Problemlösung ein Erlebnis des unmittelbaren Verstehens ein (Aha-Erlebnis). 3. Bühler behauptet. die durch die Aktivitäten (Produktionen) des Betrachters entstehen. der der Grazer Schule angehörte. welche die Produktionstheorie vertrat: Aus der Summe der Bestandteile entstehen unterschiedliche Gesamtheiten (Komplexionen). Koffka: Wahrnehmungen sind nicht von Empfindungen ableitbar. Er bezeichnet die Untersuchungen als Scheinexperimente.und Ganzheitspsychologie • Schon seit der Antike zu finden • Max Wertheimer. Wertheimer entdeckt das Phi-Phänomen.deren Erkennung Einsicht ist. Handeln wird durch gestaltprinzipien bestimmt.gedankenverlauf wird durch unbewußte Kräfte (determinierende Tendenzen) in Richtung Problemlösung gesteuert (zielgerichtet).

Weltkrieg emigrieren. Analyse der Gesamtsituation: Teile werden nach und nach analysiert. Gottschaldt und Rausch zurück. . die die Dynamik und Interdependenz von Wahrnehmung . welche die dem Verhalten zugrunde liegenden Kräfte behandelt. 5. durch Eltern gesetzt. • Lewins Feldtheorie des Lernens: 1. • Die zweite Leipziger Schule unter Führung von F. 4. Das psychische Geschehen verläuft als Erlebnisstrom. • Nach Lewin ist der Lebensraum einer Person (nicht rein-physikalisch) in ständiger Veränderung durch den Aufforderungscharakter oder Valenz der Umwelttatsachen. Krueger betont den Einfluß der Gefühle. Der Realitätssinn des Kindes ist noch nicht ganz ausgeprägt.4 Die Feldtheorie • Holistische und ganzheitliche Betrachtungsweise. 3.• 1922 übernimmt Köhler das Berliner Psychologen Institut. Bsp. Es gibt wenig Vergangenheit. Erleben und Verhalten betont. der dynamische Ansatz: Entwicklung von Methoden. Dieser Wirkungskomplex ist zu einer Einheit zusammengeschlossen. • Die wichtigsten Gestaltpsychologen müssen im 2. Die Valenz wird durch die Bedürfnisse der Person bestimmt. So kam er zu der universellen Verhaltensgleichung: Verhalten ist eine Funktion von Person und Umwelt bzw. • Die Gegenwart ist nach Lewin der dominierende Faktor für gegenwärtige Ereignisse. 2. Zukunft gar nicht. vom Lebensraum. Psychisches Geschehen ist bedingt durch komplexe Angelegtheiten (frühere Erlebnisse). Mathematische Darstellung psychologischer Situationen durch Sprache der Präzision. der psychologische Ansatz: das umgebende Feld im Moment zu beschreiben. • Der Lebensraum des Kindes ist kleiner: Grenzen werden z. Es bleiben Metzger. 6.Verhalten als eine Funktion des je gegenwärtigen Feldes: das vergangene psychologiesche Feld ist Ursprung des Gegenwärtigen. Vergangenheit zieht er nur kaum in Betracht. die konstruktive Methode: Von der klassifizierenden zur kostruierenden Methode. Das Durchschreiten des Lebensraumes wird Lokomotion genannt • Lewin versuchte die Psychologie mathematisch-topologisch zu erforschen. die das Kind beeinflussen könnten. 3. Die Blütezeit der Gestaltpsychologie beginnt (Berliner Schule).

andere kommen überhaupt erst in Frage. • Phasen der psychoanalytischen Theorie werden nach Freuds Biographie eingeteilt: 1.• Im Jugendalter geschieht ein Umbruch bei den Valenzen. Methode zur Behandlung psychischer Störungen 4. Methode zur Erforschung psychischer Prozesse 3. Methoden. • Nach seiner Emigration werden Lewins Texte politisch. Dadurch verringert und erweitert sich der Lebensraum. Freud gilt als Hauptbegründer. da er die Psychoanalyse mit seinen Schriften zum Durchbruch bringt. Mache Dinge verlieren an Interesse.6 Individualpsychologie • Eine der Hauptströmungen der Tiefenpsychologie • Hauptvertreter: Alfred Adler • Individualpsychologie betont die Unteilbarkeit des Individuums und steht damit im Gegensatz zu Freuds analytischer Psychologie. Theorie vom menschlichen Erleben und Verhalten historisch-gesellschaftliche Bewegung • S.Selbstanalyse) 2. 3. Er setzt sich für die Juden ein. die auf Forschung. daß man mit den von Freud begründeten Triebtheorie alles und nichts beweisen kann. . Es kommt zu Konflikten. 3. Zeit der Traumatheorien (1895-1899) 3. • Lewin versucht soziale Probleme zu lösen durch die Aktions-oder Handlungsforschung. ohne einen korrekten Verweis. Voranalytische Zeit (Freuds Promotion . Intervention und Training basiert. Daher ist Minderwertigkeit die zentrale Quelle menschlichen Strebens. Freud übernahm jedoch viele Begriffe. • Lehre: Minderwertigkeiten werden überkompensiert (durch Fiktionen = Neurose). Ideen. Zeit der Topographischen Theorien (beginnt mit der Traumdeutung) Zeit der struktrellen Theorien (beginnt mit der Schrift „Das Ich und das Es“) • Kritiker behaupten.5 Psychoanalyse • Eine der Hauptströmungen der Tiefenpsychologie • Definitionen: 1. 2.

Durch die Archtypen gelangt man zum Allgemein-Menschlichen. • Ab dem Mittelalter werden die Temperamentenlehren der Antike wieder aufgegriffen. Huarte. • Wurde weitergeführt von Skinner und anderen Lerntheoretikern • Bandura stellt ca..7 Analytische Psychologie • Hauptströmung der Tiefenpsychologie • Hauptvertreter: Carl Gustav Jung (1875-1961) • Lehre: Das individuelle Unbewußte ist in ein kollektives Unbewußtes eingebettet. die dem Unbewußten eingeform wurden. Teildisziplinen der Psychologie im 20. finden.3. Watson explizit begründet. Phylogenetischen. (H.1 Psychodiagnostik und Persönlichkeitspsychologie • Entstehung steht im Zusammenhang mit der Entwicklung der Handlungsfreiheit des Menschen und Institutionen.: Pavlov . B. Zentraler Begriff: Archetypus = vererbte Möglichkeiten von Vorstellungen. Sie sind gleichzeitig vererbte Instinkte und Kulturwerte. indem er die Kognition in den Prozeß miteinbezieht. J.. Jahrhundert 4. (J. Alle Menschen haben einen gemeinsamen seelischen Grund.. Jhdt.. die ihren Ausdruck in Träumen .bedingter und unbedingter Reflex • Ca. Bsp. Eysenck) . 3. 4. Knigge .8 Der Behaviorismus • Anfangs durch experimentelle Tierpsychologie begründet. Urbildern. 1970 antibehavioristische Lerntheorien auf. 1920 wurde der Behaviorismus von J.) • Erster Persönlichkeitstest Anfang des 20.

Montessori. anal und phallisch. • Piaget untersucht die Frage.). 4. Stern begründet die Differentielle Psychologie (Anfang 20. Meumann • Begründung zur eigenständigen Disziplin 1917 durch A. P. Preyer) • Anfang des 20. Jhdt. wie der Mensch zu Wissen und Erkenntnis gelangt und beschreibt dabei vier Entwicklungsstufen der Intelligenz: sensumotorische Intelligenz. McKeen Cattell veröffentlicht 1890 die ersten Intelligenztests. . • W. Psych. Freud stellt eine dreistufige Phasenlehre der kindlichen Entwicklung dar: oral. Ptereson zwischen den Weltkriegen auf geisteswissenschaftliche Grundlage gebracht • erst nach dem 2. Jhdt. Weltkrieg wird die Päd. Jhdt. • ca.3 Pädagogische Psychologie • Eng mit der Geschichte der Pädagogik verknüpft • erster Lehrstuhl 1906 in Leipzig auf naturwissenschaftlicher Grundlage • Treibende Kraft war Wundt-Schüler E. gibt es Tagebuchstudien (Ehepaar Stern) • C.• J. das sie in fünf Lebensphasen unterteilte (1933). prägt den Begriff des Inteligenzquotienten.2 Entwicklungspsychologie • Seit dem 17. gibt es pädagogische Vorstellungen über die kindliche Entwicklung • In der zwiten Hälfte des 19. Jhdt. 1920 entwickelt Kretschmer die Darstellung von Körperbau und Charakter • Gleichzeitig entwickelt C. Fischer • Durch Reformpädagogen wie M. konkret-operatorisches und formal-operatorisches Denken. Bühler stellt altersgemäße Normen der Entwicklung dar und weitete die Entwicklungspsychologie auf das ganze Leben aus. Jung seine Typenlehre 4. G. mit der eigentlichen Psychologie in Verbindung gebracht. werden Aufzeichnungen über Kindesentwicklung populär (Darwin. voroperatorisches. • S.

Moreno. Sodhi und Peter R. • 1910 die ertsen Berufseignungstests von Münsterberg • In den dreißiger Jahren entsteht der Beruf des Betriebspsychologen • Erste webepsychologische Untersuchungen 1908 von Walter Dill Scott 4. Allport gelang 1924 die theoretische Durchdringung der Gruppenwirkung • W. F. Moede führte als erster 1920 sozialpsychologische Experimente durch • F. Stern. Taylor schließt die Psychologen bei der Arbeitsgestaltung ein => Taylorismus = Trennung von Planung und Ausführung • Gleichzeitig die industrielle Psychotechnik von W. M. M. • W. H. Hellpach gründete 1920 das erste sozialpsychologische Institut Deutschlands in Karlsruhe • In den dreißiger Jahren forschten L. Deutsch.und Marktpsychologie • Ökonomische Interessen begründeten die Wirtschaftspsychologie und prägen sie nach wie vor => Forschung im Interesse der Wirtschaft • W. White. Lindner • Moderne Sozialpsychologie geht auf amerikanische und französische Soziologen zurück.4.6 Klinische Psychologie . W. Festinger. Betriebs-. Sherif und Kurt Lewin im Gebiet der Kleingruppen • L. Schachter unter Laboratoriumsbedingungen durchgeführt. S. L. Münsterberg und W. Moede. • Nachkriegssozialpsychologen: Kripal S.4 Sozialpsychologie • Erste Verwendung des Begriffs der Sozialpsychologie im heutigen Sinne war 1871 von A. Gleichgewichtstheorien 4.5 Wirtschaftspsychologie • Bereiche: Arbeits-. Hofstätter • Dominierende Theorien: Attributionstheorie. Bales. Organisations. Austauschtheorie. Thurstone entwickelte entwickelt standartisierte Einstellungsskalen • In den fünfziger Jahren wurde die Kleingruppenforschung von F.

durch Griesinger wird die Klinische Psychologie in der 2. Bsp. Witmer und E.3 Humanistische und Transpersonale Psychologie . • S. • Gleicher Auffassung ist die Berner Schule. Hälfte des 19.• Angewandte Psychologie mit eigenenMethoden. Jhdt. Gegenwärtige Entwicklungen Es ist schwierig Psychologen und Institute einer klassischen Richtung zuzuordnen. welche an die Naturwissenschaft angelehnt ist. Rubinstein begründet die Handlungspsychologie. Galanter und Pibram eine Ähnlichkeit zwischen dem kybernetischen Modell des Regelkreises und dem Menschen an: menschliches Handeln ist ein kompliziertes Netzwerk von Regelkreisen. • Begründung um 1896 durch L. • Der Mensch ist nun ein aktiv handelndes und wahrnehmendes Individuum = Kognitivismus wir Anfang der Siebziger begründet. Techniken und Theorien • Hauptbereiche: Diagnose und Behandlung von Störungen des Erlebens und Verhaltens • Z. zur Wissenschaft. 5. Kraeplin • Begründung der neuen klinischen Psychologie von Carl R.2 Kritische Psychologie • vergleichbar mit dem Positivismusstreit der Frankfurter Schule und dem Neopositivismus • K. Rogers 5.1 Kognitive Psychologie und psychologische Handlungstheorien • 1960 nehmen Miller. bei der Tätigkeit hierarchisch organisiert ist und durch (Teil)Ergebnisse reguliert wird. So werden interne und externe Bedingungen in einem Modell integriert. Es gibt nur eine Gruppierung der neuen Tendenzen: 5. Holzkamp ist einer der Hauptvertreter • Psychologie unterzuordnen als Einzelwissenschaft ist der marxistischen Gesellschaftstheorie 5.

Annahme dynamischer Kräfte im Individuum • Methode der Selbstbeobachtung Transpersonale Psychologie: • Vertreter: A.Humanistische Psychologie: • Vertreter: A. Maslow und S.. Lück Geschichte der Psychologie Strömungen und Entwicklungen im 19. F. Spencer in England zum naiven Empirismus ausgebaut Evolutionstheorie • durch Ch. Humboldt (1767-1835) prägt den Begriff Völkerpsychologie . Darwin (1809-1882) begründet Völkerkunde und Völkerpsychologie • Hauptvertreter: T. Mill (1806-1873) und H. Jahrhundert Positivismus und naiver Empirismus • geht zurück auf Hume (1711-1776) bzw Comte (1798-1857) • durch J. Bastian (1826-1905) • W. v. Bühler. Maslow.. Waitz (1821-1864) und A. Perls . Ch. neben Behaviorismus und Psychoanalyse • Ähnlich mit der Reformpädagogik und der geisteswissenschaftlichen Psychologie • starke Betonung der Eigengesetzlichkeit menschlichen denkens und Handelns. S. • Dritte Strömung der Psychologie. Grof (gegen 1969) • Erforschung des Bewußtseins und bewußtseinserweiternder und verändernder Prozesse durch Meditation und Drogen • Grundlage sind die Ziele der humanistischen Psychologie und fernöstliche Religionen => interkulturelle Züge Helmut E.

Du Bois-Reymond. Brücke. E. Wundts (1832-1929) (Elementpsychologie) Die Würzburger Schule • O. Helmholtz Sinnesphysiologische Forschung und Psychophysik • Weber (1795-1878) = Vater der Psychophysik • Weber-Fechner`sches Gesetz Experimentelle Psychologie des Lernens • Begründer: Ebbinghaus (1850-1909) Psychologische Schulen im 19. später in Berlin • Höhepunkt: Ende der 20er Jahre physiologische und experimentelle Psychologie . Koffka (1886-1941) in Frankfurt. v. Jahrhundert • Schulenbildungen fanden zwischen 1880 und 1950 statt Die Leipziger Schule • W. W.und Ganzheitspsychologie • Max Wertheimer (1880-1943). Külpes (1862-1915) Denkpsychologie • Bühler-Wundt-Kontroverse (1907-1908) Gestalt.• Lazarus und Steinthal sind die eigentlichen Begründer der Völkerpsychologie Massenpsychologie • Zwischen 1890 und 1895 in Italien begründet (Gründung der römischen bzw. Köhler (1887-1967). lateinischen Schule) • LeBons Massenpsychologie (1895) • 1957 kritisiert Hofstätter LeBon Psychologie zwischen Philosophie und Physiologie • ab 1875 setzt der Materialismus ein • Hauptvertreter. K. und 20.

Psych. 1902). Adler (1870-1931) • Unteilbarkeit des Individuums Analytische Psychologie • C. Intelligenztests um 1890 von Cattell • 1. G. Jahrhundert Psychodiagnostik und Persönlichkeitspsychologie • Temperamentenlehre der Antike wird ab dem Mittelalter wieder aufgegriffen (Huarte. Jhdt. Freud (1856-1939) • Traumdeutung Individualpsychologie • Hauptvertreter: A. Watson (1878-1958) begründet • weitergeführt von Skinner Teildisziplinen der Psychologie im 20. • Typenlehre von Jung (1920) Entwicklungspsychologie • seit dem 17. 1906) Die Feldtheorie • K. Jung (1875-1961) • Kollektives Unbewußtes • Archetypus Behaviorismus • Anfangs mit Tierpsychologie (Pavlov um 1905) • Ca. Anfang des 20. Lewins (1890-1947) Feldtheorie des Lernens Psychoanalyse • Begründer S. Persönlichkeitstest von Eysenck Anfang des 20. Jhdt. Gottschaldt (geb. Knigge) • 1. 1920 wurde der B. gibt es pädagogische Vorstellungen . B. Stern begründet die Diff. Rausch (geb. Jhdt. von J. WK bleiben Metzger (1899-1979). • W.• Übersummativität • Phi-Phänomen • Nach 2.

Ehepaar Stern. werbepsychologische Untersuchungen 1908 von Scott Klinische Psychologie • Begründung um 1896 von Witmer und Kraeplin • Begründung der neuen klinischen Psych. Institut in Karlsruhe • 30er Jahre: Moreno. Austauschtheorie. Bühler. Betriebs-. Experimente durch • Allport • 1920: 1. Rubinstein begründet die Handlungspsychologie • Berner Schule Kritische Psychologie • marxistische Theorie • Hauptvertreter: K. Marktpsychologie • Forschung im Interesse der Wirtschaft • Taylorismus • Psychotechnik (Stern. Gleichgewichtstheorien Wirtschaftspsychologie • Arbeits-. Fischer Sozialpsychologie • W. Hofstätter • Dominierende Theorien: Attributionstheorie. Deutsch. Festinger. Freud Pädagogische Psychologie • 1. Lewin • 50er Jahre: Bales. Jhdt. Organisations-. Holzkamp . Handlungstheorien • Anfang der Siebziger Begründung des Kognitivismus • S. werden Entwicklungen aufgezeichnet • Ch. sozialpsych. Moede führte als erster sozialpsych. Münsterberg. Lehrstuhl 1906 in Leipzig • 1917 zur eigenständigen Disziplin durch A. Schachter. von Rogers Gegenwärtige Entwicklungen Kognitive Psychologie und psychol. Piaget. Sherif.• ab der zweiten Hälfte des 19. White. Moede) • 1.

Bühler.Humanistische Psychologie • Maslow. Perls • Betonen die Eigenständigkeit des Menschen • um 1961 Transpersonale Psychologie • um 1969 • Maslow und Grof • interkulturelle Züge .