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Die Bedeutung der Beziehung in der Erziehung Beziehung zwischen Erzieher und zu Erziehendem spielt eine bedeutende Rolle

im Erziehungsprozess. Diese Beziehung nennt man pädagogisches Verhältnis oder auch pädagogischer Bezug. Die Herstellung positiver emotionaler Beziehungen Tausch & Tausch stellten fest, dass die Beziehung sehr bedeutsam ist und das man diese als Beschreibung positiver emotionaler Beziehung bezeichnen kann, welche sich aus Wertschätzung, Verstehen und Echtheit ergibt. Wertschätzung: – Fasst die Haltungseigenschaften „Achtung-Wärme-Rücksichtnahme“ zusammen. – Stellt positive gefühlsmäßige Grundhaltung zwischen Erzieher und zu Erziehendem dar Verstehen: – Hängt eng mit Wertschätzung zusammen – Bedeutet Einfühlen in die innere Welt des anderen, ein Sich-hinein-versetzen in diese Welt – Außerdem die Wahrnehmung und vorstellungsmäßige Vergegenwärtigung der inneren subjektiven Welt eines anderen Individuums Echtheit: – Bedeutet, dass die Grundhaltung des Erziehers der Übereinstimmung und Aufrichtigkeit gegenüber des zu Erziehendem – Der Erzieher, der sich echt verhält, gibt sich so, wie er wirklich ist, ohne künstliches Gehabe und Vortäuschung von anderen Tatsachen Die Bedeutung der positiven emotionalen Beziehung – – – – – – – – – – Kamin und Klaus Großmann stellten fest, dass Kleinkinder auf eine feste Bindung mit einer Bezugsperson zugreifen können müssen, damit sie ihr Neugierverhalten ausleben können Fehlt diese Bindung oder es besteht nur eine unsichere Bindung, wirkt sich dies längerfristig negativ auf die Entwicklung des Kindes aus Auch wurde nachgewiesen, dass die Art und Weise der frühkindlichen Bindung sich auf deren Verhalten im Erwachsenenalter auswirkt Bei positiven Erfahrungen ist das Kind im späteren Leben bereit, verlässliche, vertrauensvolle Beziehungen einzugehen Zudem entwickelt das Kind genügend Selbstvertrauen Außerdem erhält es so ein Gefühl für den eigenen Wert Das Bewusstsein eigener Kompetenzen wird gestärkt Bei negativen Erfahrungen hat dies fatale Folgen für die spätere Beziehungsfähigkeit Dazu können im Verlauf d. Lebens Entwicklungsstörungen, vor allem im emotionalen und sozialen Bereich auftreten Es kann ein sozial abweichendes Verhalten entwickelt werden

Der Aufbau positiver emotionaler Beziehungen bleibt jedoch nicht nur in den ersten Lebensjahren, sondern in allen Erziehungssituationen und in jedem Alter wesentlicher Bestandteil der Erziehung. Die antiautoritäre Erziehung Ende der 60er gab es einen Aufschrei verschiedener Universitäten, welche ihre Ablehnung gegen die autoritäre Erziehung kund tun wollten. Die forderten antiautoritäre Erziehung mit emotionaler Wärme, Verständnis und Freiheit für den zu Erziehenden. Mit „antiautoritär“ soll die Ablehnung der Unterdrückung, des blinden Gehorsams, der Willkür und persönlicher Machtausübung ausgedrückt werden. Jedoch wurde unter diesem Wort/Begriff die Befürwortung grenzenloser Freiheit des Kindes verstanden, was damit folglich aber nicht ausgedrückt werden sollte.

von Henry Roth

Der Begriff „Erziehungsmaßnahme“ Eine Erziehungsmaßnahme ist eine Handlung eines Erziehers, mit der er versucht, beim zu Erziehenden eine relativ dauerhafte Verhaltensänderung zu erreichen. – – – „Erziehungsmaßnahme“ wird oft auch als Synonym für den Begriff „Erziehungsmethode“ gesehen Unter Methode versteht man eine komplexe Vorgehensweise mit der jemand versucht, ein Ziel zu erreichen Damit beinhaltet eine Erziehungsmethode - Planung einer Vorgehensweise - Zurechtlegung einer Systematik - Bereitstellung benötigter Bedingungen - Einsatz entsprechender Erziehungsmaßnahmen

Die Erziehungsmaßnahme wird oft unterschieden in – – Direkten Erziehungsmaßnahmen Indirekten Erziehungsmaßnahmen

Mit direkten Erziehungsmaßnahmen sind alle Erziehungsmaßnahmen gemeint, welche der Erzieher versucht, direktgleichsam von „Angesicht zu Angesicht“ Einfluss auf das Kind zu nehmen, um dessen Verhalten zu verändern. Indirekte Erziehungsmaßnahmen sind die Maßnahmen, bei denen der Erzieher selbst im Hintergrund steht und der beabsichtigte Einfluss über geschaffene Situationen oder ein Objekt geschieht. In Anlehnung an Friedrich. D. E. Schleiermacher können die Erziehungsmaßnahmen in – unterstützende Erziehungsmaßnahmen (Verhaltensweise wird aufgebaut und erlernt) und in – gegenwirkende Erziehungsmaßnahmen (Verhaltensweise wird abgebaut und verlernt) eingeteilt werden. Unterstützende Erziehungsmaßnahmen Hier sind alle Handlungen des Erziehers gemeint, welche dafür sorgen, dass für das Kind ein angenehmer Zustand eintritt oder ein unangenehmer Zustand abgebaut wird und dieser eine vom Erzieher gewünschte Verhaltensweise aufbaut bzw. erlernt. Lob und Belohnung Lob und Belohnung sind vom Erzieher eingesetzte Verhaltenskonsequenzen, die eine angenehme Wirkung haben und damit erreichen sollen, dass das erwünschte Verhalten vom Kind häufiger gezeigt und erlernt wird. Es gibt zwei Arten des Lobes bzw. der Belohnung – Lob und Belohnung erster Art – Lob und Belohnung zweiter Art Bei der Belohnung erster Art erfolgt auf ein Verhalten eine angenehme Konsequenz, die dazu führen soll, dass das Verhalten in Zukunft häufiger auftritt. Belohnung erster Art meint also die Darbietung einer angenehmen Verhaltenskonsequenz, damit das erwünschte Verhalten häufiger gezeigt wird. Die Belohnung zweiter Art besteht in einer Konsequenz, die für das Kind einen unangenehmen Zustand beendet oder einen solchen verhindert, um so das gewünschte Verhalten häufiger zu sehen. Das Lob dient als sozialer Verstärker. Soziale Verstärker beruhen auf einem angenehmen, zwischenmenschlichen Kontakt, wie z. B. durch Anerkennung, ein Lächeln, eine freundliche Geste, usw. Belohnungen sind meist materielle Verstärker, wie z. B. die Tafel Schokolade oder ein Spielzeug. Es können aber auch immaterielle Verstärker, wie z. B. eine Erlaubnis oder der Erlass einer unangenehmen Aufgabe sein.

von Henry Roth

Mögliche Wirkung von Lob und Belohnung – – – – – – Die Auftretenswahrscheinlichkeit des gewünschten Verhaltens erhöhen sich Gewünschtes Verhalten wird erlernt Der Belohnte bekommt ein angenehmes Gefühl Der Belohnte ist motivierter, das gewünschte Verhalten wieder zu zeigen Der Belohnte erfährt, dass sein Verhalten positiv bewertet wird und erwünscht ist Durch die Bestätigung entwickelt der Belohnte Sicherheit und Selbstvertrauen

Mögliche Probleme von Lob und Belohnung – – – – – – – – – Häufig erachtet der Erzieher erwünschtes Verhalten als selbstverständlich und verstärkt es deshalb nicht Erzieher unterliegen manchmal der selektiven Wahrnehmung. Heißt: Sie sehen nur das negative und das positive bleibt außen vor Nicht erwünschtes Verhalten wird manchmal unbeabsichtigt verstärkt. Wenn er z. B. ein falsches Verhalten großzügig übersieht, kann es verstärkend wirken Erwünschtes Verhalten wird oft nicht verstärkt, weil die Gelegenheit dazu verpasst wird Verhaltenskonsequenzen wirken nur dann verstärkend, wenn die der Bedürfnislage des Kindes entsprechen Ob Verhaltenskonsequenzen verstärkend wirken, hängt von Person, die verstärkt und von der jeweiligen Umgebung ab Bei ständigen gleichen Belohnungen kann dies dazu führen, dass sich die Wirkung der Belohnung vermindert. Man nennt dies auch Sättigung Lob und Belohnung können den Zweck der Bemühungen ändern, indem das Kind nur noch aus Antrieb der Belohnung handelt Ein weiterer Erziehungsfehler ist, das Kind aus einer Laune heraus zu belohnen oder zu bestrafen

Um ein erwünschtes Verhalten hervorzurufen und zu festigen, sollten folgende Bedingungen der Verstärkung beachtet werden: – – Kontingenz Eine Verstärkung muss dann einsetzen, wenn das zu lernende Verhalten auftritt Folgerichtigkeit Verstärkung muss sofort wieder aufhören, wenn das erwünschte Verhalten aufhört und unerwünschtes Verhalten auftritt. Reihenfolge Eine Verstärkung darf erst nach dem gewünschten Verhalten gegeben werden Kontinuität Je unmittelbarer und stetiger die Verstärkung auf das Verhalten folgt, umso schneller wird das Endverhalten erreicht. Wiederholung Eine Wiederholung der Verstärkung führt zu einer Festigung des Endverhaltens. In der Anfangsphase → kontinuierliche Verstärkung am wirkungsvollsten Später → Festigung der Verstärkung

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Kritik an Lob und Belohnung – – – Wird in keinster Weise mehr als positiv bewertet Ist ein Akt der Machtausübung Lob und Belohnung können abhängig machen → großer Wunsch immer wieder belohn zu werden

von Henry Roth

Der Erfolg Es ist nach Alfred Adler gut, neben Lob und Belohnung auch Erfolgserlebnisse zu arrangieren. Unter Erfolg wird eine angenehme Konsequenz verstanden, die unmittelbar aus einer bestimmten Verhaltensweise, Handlung oder einem Sachverhalt hervorgeht. Positive Wirkungen von Lob und Belohnung treffen auch für den Erfolg zu. Außerdem bietet Erfolg noch folgende Vorteile: – – – – Kind handelt wegen der Sache, nicht wegen Lob und Belohnung Kind kann sachbezogene Motivation entwickeln und macht bzw. lernt etwas „aus Freude an der Sache“ zu tun Kind ist nicht vom Wohlgefallen des Erziehers abhängig Eine Fremdbestimmung wird verhindert

Diese Arrangements heben das Selbstwertgefühl des Kindes an und dient als Ermutigung. Dies sollte vor allem bei unartig, leistungsschwachen Kindern angewandt werden, weil sie diese ermutigenden Erfolgserlebnisse am aller wenigsten bekommen. Strafe und Bestrafung Diese wird eingesetzt, um beim Kind zu erreichen, dass es das gezeigte Verhalten nicht mehr zeigt und verlernt. Ähnlich wie bei der Belohnung, gibt es zwei Arten von Strafe: – Bestrafung erster Art – Bestrafung zweiter Art Bei Bestrafung erster Art erfolgt auf ein Verhalten eine unangenehme Konsequenz, die dazu führen soll, dass das Verhalten in Zukunft weniger häufig auftritt. Die Bestrafung zweiter Art besteht in einer Konsequenz, die für das Kind einen angenehmen Zustand beendet oder gar nicht erst zulässt, um eine Verhaltensweise zu unterbinden. Leider führen Strafen nur zur Unterdrückung des unerwünschten Verhaltens, nicht zum verlernen. Zudem spricht gegen ihre häufige und massive Anwendung eine Reihe von „Nebenwirkungen“: – – – – – Bewirkt nur selten einen Rückgang der Verhaltenshäufigkeit. Person reagiert stattdessen mit Flucht und Vermeidungslernen. Strafe kann Beziehung zwischen Erzieher und zu Erziehendem belasten und den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses verhindern Häufiges Strafen kann zu feindseligem und aggressivem Verhalten führen Strafe bietet meist keine Einsicht in das Fehlverhalten und zeigt selten alternative Verhaltensweisen auf Eine als Strafe gedachte Verhaltenskonsequenz kann auch als Verstärker wirken, insbesondere, wenn sie die einzige Form von Zuwendung für ein Kind darstellt Die verschiedenen Bedeutungen von „Autorität“ 1. Auf Erfahrung gegründete Autorität Diese Art leitet sich von der Erfahrung einer Person ab, egal ob Wissen, Ausbildung, Fähigkeit, Weisheit, Bildung, usw. Bsp.: „Verlassen wir uns auf die Autorität des Wörterbuches“ 2. Auf Stellung und Titeln beruhende Autorität Diese Autorität basiert auf der Position, Stellung oder dem Titel einer Person. Bsp.: Ein Flugkapitän hat diese Autorität über seine Mannschaft und die Passagiere. Damit diese Autorität funktioniert, müssen die Beteiligten das Recht der „Autoritäts-Person“ akzeptieren. 3. Autorität aufgrund von informellen Verträgen Hier basiert die Autorität auf Abmachungen, Vereinbarungen oder Verträgen. Bsp.: Wenn wir später nach Hause kommen, rufen wir an um Sorge zu vermeiden. 4. Auf Macht beruhende Autorität Diese leitet sich von einer Person hat, die Macht ausüben kann. Andere zu kontrollieren, beherrschen, zwingen, usw. Bsp.: Machtführer des dritten Reiches
von Henry Roth