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4Flamingos pHakten1. Quartal 2010

pHakten
Newsletter des 4Flamingos Verlages, Rheine - ohne Nebenwirkungen, Arzt oder Apotheker

1. Quartal 2011

Themen dieser Ausgabe:
Januar 2011
Statine gegen Pneumonie? Das war 2011 Contergan – jetzt ein Jungbrunnen? Die Mythen des Gesundheitswesens: Lug und Trug: Konventionelle Krebstherapie: gefährliche Experimente Fehlgeburten durch Grippeschutzimpfung Danones Joghurt - Lügen Moderne Welt – ungesunde Zeiten Das Rezept des Monats: Knackigfruchtiger Wintersalat 2 3 4 5 6 7 7 9 10

Februar 2011
Kriminelle Trends in der Pharmaindustrie Dicke Kinder durch Mandelentfernung Soja-Isoflavone: Supernahrung oder Supergift? Das Rezept des Monats: Kokos-Gemüse-Curry Bier, Körpergewicht und Diabetes Auch 2009 keine Toten durch Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren oder Heikräuter 10 12 13 17 18 18

März 2011
Magenbypassoperationen für alle Jod, Tocotrienole, Beeren, Liponsäure und Mikroalgen: Im Falle eines Falles Impfungen: HPV und natürliche Alternativen zur HPV-Impfung Ärzte und Waffenbesitzer: Wer ist gefährlicher ADHS: Wenn Ernährung besser wirkt als Medikamente Handys und Gehirnaktivität Wohin mit alten Impfstoffen? Das Rezept des Monats: Ananas-Spirulina-Smoothie 19 19 22 24 24 25 26 26

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Nach einem Bericht des Forbes – Magazins aus dem Jahre 2008, haben die Statine seit ihrer Einführung von 2 Jahrzehnten bereits eine viertel Billion Dollars eingebracht. So sollen zurzeit etwa 30 Millionen US-Bürger und 6 Millionen Briten Statine einnehmen, die ursprüngiebe Leser, lich zur Senkung (erhöhter) Cholesterinwerte entwikStatine – allein wenn ich das Wort höre, bekomme ich kelt worden waren. Aber seitdem sie auf den Markt gekommen sind und man ihre höchst profitablen Eigeneine Gänsehaut. schaften erkannt hat, sind ihnen alle möglichen und Erst kürzlich erschien in der renommierten „Lancet” eine verrückten „gesundheitlichen Vorteile” zugesprochen Studie, laut der die Einnahme größerer Mengen von worden. So sollen sie ... (cholesterinsenkenden) Statinen nicht nur die Spiegel des „bösen” LDL-Cholesterins schwinden lässt, sondern  Der Alzheimerschen Krankheit vorbeugen, daneben auch die Zahl von Herzinfarkten und Schlag-  Drastisch die Anzahl von Herzinfarkten und Schlaganfällen reduziert. anfällen reduzieren,

Januar 2011

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Und jetzt werden die lächerlich verzweifelten Versuche, Statine zum Wundermittel des Jahrtausends zu machen, durch eine Studie der Universität von Kalifornien fortgesetzt, in der tatsächlich behauptet wird, Statine könnten helfen, schwere Infektionserkran-kungen wie Lungenentzündungen zu besiegen. Im Widerspruch zu früheren Ergebnissen ...

 Bei älteren Personen deutlich das Knochenbruchsrisiko senken,  Diabetes und das metabolische Syndrom (auch Syndrom X genannt) heilen,  Den Blutdruck senken,

Das Forschungsteam aus San Diego wurde von Victor  Die Zahl der Todesfälle durch alle Ursachen um 12 % senken, Nizet, Professor für Kinderheilkunde und Pharmakologie und Christopher Glass, Professor für Zellular- und  Und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen Molekularmedizin geleitet. Die Untersuchung ergab, dass Statine dem Körper dabei helfen, sich von infek- verringern. tiösen Mikroben zu befreien, indem sie die bakterientöUnd dabei muss man nur einen einzigen Blick auf die tenden Immunzellen aktivieren und stärken und dadurch Liste der zahllosen bekannten Nebenwirkungen von die Wahrscheinlichkeit einer Lungenentzündung oder Statinen werfen, um zu erkennen, dass alle potentielBlutvergiftung verringern. len gesundheitlichen Vorteile (die zum größten Teil vollHört sich gut an, hat aber einen Haken. Denn wie frü- kommen irreführend sind) immer mit erheblichen Nachhere Studien gezeigt haben, führt die Gabe von Statinen teilen für Ihre Gesundheit einhergehen. bei älteren Personen nicht etwa zu einer Senkung, sonSo ist z. B. die Behandlung einer Zuckerkrankheit mit dern einer Erhöhung des Peumonierisikos um happiStatinen vollkommener Blödsinn, da die Medikamente ge 61 Prozent! den Blutzucker erhöhen können. So zeigte eine Untersuchung aus dem Jahre 2009, die Weitere häufig beobachtete Nebenwirkungen sind koim British Medical Journal (BMJ) erschienen war, nicht gnitive Störungen und eine periphere Neuropathie (Stönur bei älteren Personen eine Zunahme des Peumorungen der Nerven des peripheren Nervensystems), die nierisikos um 61 %, auch bei jüngeren Anwendern diees ziemlich unwahrscheinlich machen, dass Statine ser Medikamente stieg das Erkrankungsrisiko noch um wirklich helfen könnten, den Ausbruch einer Alzheimer26 %! schen Krankheit zu verhindern. Die Forschungsleiterin Frau Dr. Sascha Dublin sagte, Tatsächlich haben Wissenschaftler bereits Zusammenobwohl sie eigentlich eine Befürworterin von Statinen hänge zwischen der Einnahme von Statinen und dem sei, habe sie erkennen müssen, dass diesen MedikaBeginn von neurodegenerativen Erkrankungen wie menten eine Reihe von gesundheitlichen Wirkungen Alzheimer, Multipler Sklerose, amyotropher Lateralzugesprochen würde, die sie nicht verdient hätten, dazu sklerose (ALS) und der Parkinsonschen Erkrankung gehöre unter anderem die vorbeugende Wirkung von beobachtet. Lungenentzündungen. Und last, but not least wissen vermutlich alle Leser der Zugleich sprach sich die Wissenschaftlerin gegen VorpHakten, dass das Cholesterin, dessen Senkung sich schläge aus der Mainstream-Medizin aus, umfangreidie Statine verschrieben haben, nicht der wirkliche che Versuche durchzuführen, mit denen bewiesen werGrund für Herz- oder Gefäßleiden ist. Die eigentliche den sollte, dass man Statine zur Vorbeugung oder BeUrsache für Arterienverkalkung, Herzinfarkt & Schlaghandlung von infektiösen Erkrankungen einsetzen könnanfall ist eine chronisch persistierende (bestehende) te. Sie stellte fest: „Unsere Studie hat gezeigt, dass Entzündung. solche Maßnahmen zurzeit als unsinnige Verschwendung der ohnehin begrenzten Forschungsmittel sind.“ Ist es nicht fast wie ein Wunder? Kaum hat der Winter Eine lächerliche Liste angeblicher Vorteile Man muss sich wirklich fragen, welche Absicht tatsächlich hinter der Statin-Manie vieler Mediziner stecken mag?

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uns wieder einmal fest im Griff, macht man Statine zu dem einzigen Mittel, das uns vor Infektionserkrankungen wie Lungenentzündungen und Co. schützen kann. Meines Erachtens läuft der Hase so: Da kaum ein Verbraucher Interesse an der gefährlichen H1N1-Impfung hat, muss sich die Pharmaindustrie anderswo die Taschen füllen – also konstruiert man eine weitere Einsatzmöglichkeit für die Statine. Kein schlechter Dreh – aber wir werden uns nicht täuschen lassen. Und selbstverständlich wollen auch die Medien ihren Anteil vom Kuchen haben. Wie immer bereit, als Erste über die „neuen” Vorteile eines Medikaments zu berichten, nehmen ihre Bereitschaft und Geschwindigkeit immer dann rapide ab, wenn es einmal darum geht, über die zahllosen und potenziell gefährlichen Nebenwirkungen zu berichten, die dieses Medikament mit sich bringen.
Quellen ‘Now Heart Drug Can Also Help Ward Off Pneumonia’ published online 18.11.10, express.co.uk ‘Statins Given to Prevent Pneumonia in Elderly Actually Increase Pneumonia Risk by 61 Percent’ by S. L. Baker, published online 14.06.09, naturalnews.com ‘Statin drug benefits people with healthy cholesterol levels, study finds’ by John Fauber, published online 09.11.2008, jsonline.com ‘Breaking Research on the Health Benefits of Statins’ by Jim English, published online, nutritionreview.org One Way NOT to Protect Yourself From Pneumonia This Winter..., HSI e-Alert, Edition; 19. 11. 2010 Das war UK 2011.

4Flamingos pHakten1. Quartal 2010 Ehrlich-Instituts, (Robert-Koch-Instituts, Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte) Gelder von der Pharmaindustrie erhalten.  In zahlreichen Nahrungsmitteln wurde die Substanz X nachgewiesen, die vermutlich aus China stammt.  Pharmafirma K wird der betrügerischen Werbung beschuldingt.  Wikileaks verbreitet Informationen, nach denen die Regierungsbehörde Y in Wirklichkeit die Interessen des Z-Konzerns vertritt.  Der Wissenschaftler M. N. wurde des Forschungsbetrugs/der Manipulation von Studienergebnissen überführt.  Nährstoff L kann vor der W-Krankheit schützen.  Wie die Medien berichten, ist der Nährstoff L gefährlich, aber in Wahrheit wurde die grundlegende Forschung vom Pharmakonzern S bezahlt.  Neue Forschunsgergebnisse haben gezeigt, dass die M-Krankheit N auslösen kann.  Der renommierte Wissenschaftler Professor Doktor P attackiert die Homöopathie.  Einmal mehr wurde in einem wirklich seriösen Artikel des renommierten KL-Journals “bewiesen”, dass Impfungen NICHT für den Autismus von Kleinkindern verantwortlich gemacht werden können.  Es droht eine neue Grippe-Epidemie (die natürlich zehnmal so gefährlich ist, wie alles, was wir nach 1918 erlebt haben)! Lassen Sie sich unbedingt impfen!  Die Pharmafirma Q wird eines Kapitalverbrechens überführt, aber gegen die Zahlung von X € von allen Vorwürfen freigesprochen.  S, ein Inhaltsstoff von Nahrungsmittel T, gefährdet die Gesundheit.  Die WHO warnt vor den Gefahren des chinesischen Heilkrauts V und versucht, es zu verbieten.  Der Hersteller der Substanz G gibt bekannt , dass G ohne Gefahren vom Menschen verzehrt werden kann, (obwohl jeder weiß, dass diese Einschätzung falsch ist ).  Der Hollywoodschauspieler H. M. stirbt an Krebs (das heißt an den den Folgen seiner Chemotherapie.  Der Fast-Food-Riese McJ führt ein neues Produkt mit einem natürlich klingenden Namen ein.  Wegen F kommt es zu einem Anstieg der Lebens-

Während ich „zwischen den Jahren” die allfällige Sammlung von Jahresrückblicken in Radio, Presse und TV konsumierte, kam mir eine, wie ich finde brillante Idee: Wie wäre es, wenn ich statt der mühsamen monatlichen Auflistung von Nachrichten für die jweilige Ausgabe der pHakten einfach alle Schlagzeilen für das Jahr 2011 im Voraus zu verfassen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Zum einen erspare ich mir die aufreibende monatliche Arbeit bei der Fertigstellung der pHakten und Ihnen die anspruchsvolle Aufgabe, diese Texte Monat für Monat lesen zu müssen. Deshalb folgt hier eine Liste aller (oder zumindest doch fast aller) Gesundheitsnachrichten, die uns 2011 erregen werden in einem Format, in dem Sie nur noch die Platzhalter A, B, C, … bis X, Y, und Z mit den Namen der „üblichen Verdächtigen” - Pharmakonzerne, Regierungsstellen, Medikamenten, Nähr- oder Vitalstoffen und Personen ersetzen müssen. Und dadurch erhalten Sie schon heute 90 % der Neuigkeiten für das kommende Jahr. Denn alles was man benötigt, sind alle die Standardformulierungen, die von der Presse Jahr für Jahr verwendet werde. Das war 2011 – die wichtigsten Neuigkeiten im Voraus.  Medikament A wird mit Herzinfarkten und Todesfällen in Verbindung gebracht.  Wie sich herausstellte, haben Mitglieder des Paul-

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 mittelpreise.  Dahingegen ist der Anstieg der Energiepreise.durch K verursacht worden.  Impfbefürworter beklagen, dass sich nicht genügend Menschen impfen lassen, daraufhin versucht die Regierung, mehr Personen zur Impfung zu drängen, um den neuen und gefährlichen Grippevirus vom Typ S zu verhindern.  In der Bevölkerungsgruppe X nimmt die Inzidenz von Übergewicht und Diabetes um n Prozent zu.  Wissenschaftler finden das Gen K als Verursacher der F-Krankheit (und haben damit unrecht).  Die U-Klinik gibt zu, bei einer Operation versehentlich das Organ C entfernt zu haben.  Der Hamburger aus McDonalds Happy Meal ist immer noch nicht kompostierbar.  Wissenschaftler berichten, dass N-Geräte zur bildgebenden Diagnostik Patienten zu hoch mit Strahlen belasten und so Krebs auslösen können.  Die FDA (BFArM, EMEA = European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) nimmt das Medikament Z vom Markt, hat diese Entscheidung allerdings lange genug hinausgezögert, um der Pharmaindustrie die Gelegenheit zu geben, das Mittel noch weiter zu vertreiben.  Die Tierspezies M erleidet durch die Chemikalie O einen drastischen Populationskollaps und droht auszusterben.  Der Gesundheitsexperte D. D. gibt bekannt, dass die Naturheilkunde keinen Krebs heilen kann (obwohl sie das tut) und dass sie deshalb verboten werden muss.  Die Grippeschutzimpfung bewirkt, dass X Kinder mit Krämpfen in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssen, die Behörden bezeichnen diese Entwicklung als Zufall und drängen auf weitere Impfungen.  Der Pharmakonzern Johnson & Johnson ruft sein Produkt H zurück, da es durch Metallsplitter/ giftige Dämpfe verunreinigt wurde.  Auch der Pharmariese Pfizer wird weiterer Kapital-

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delikte überführt und gründet weitere Scheinfirmen, die alle Verantwortung übernehmen, während der Mutterkonzern wie gehabt weiter macht.  Im verzweifelten Versuch, mehr Männer impfen zu lassen, bietet Walgreens freien Sex mit jeder Grippeimpfung. Die Geschenkgutscheine für den örtlichen Swinger-, Sex-, oder Saunaklub gehen weg wie warme Semmeln. (Angesichts der Tatsache, dass man schon 2010 versucht hat, Grippeimpfungen mit kostenlosen Stripclubbesuchen zu vermarkten, ist das nur noch ein winziger Schritt ...). Die Gesundheitsbehörden fordern eine routinemäßige Bestrahlung von Gemüse H, um das Pathogen E zu vernichten.  Öl-Konzerne vernichten die Umwelt. Und das wäre es. Das sind sie wichtigsten Schlagzeilen des Jahres 2011. Wie gesagt: Sie müssen nur die Buchstaben mit den Namen von Pharmakonzernen, Regierungsstellen, Medikamenten, Nähr- oder Vitalstoffen und Personen ersetzen. Und so haben Sie schon heute 90 % der aktuellen Neuigkeiten für das kommende Jahr in kompakter Form. Natürlich wird es auch 2011 die eine oder andere Ausnahme geben – echte Überraschungen, über die wir da natürlich wieder berichten werden. Aber das Gros der Gesundheitsnachrichten, die Sie Jahr für Jahr lesen, drehen sich um nichts anderes, als um aufgewärmte und ad nauseam wiedergekäute Variationen der immer gleichen Themen!
Quelle: All the health news for 2011, pre-written for your convenience, Natural News January 3rd, 2011, http://feedproxy.google.com/~r/wordpress/Bcwy/~3/q54ggiP1wAE/ ?utm_source=feedburner&utm_medium=email

Contergan – jetzt ein Jungbrunnen?
Glaubt man Immobilienexperten, sind Eigentumswohnungen noch schlechter loszuwerden als ein Fußpilz (Hautärzte würden aus aus ihrer Perspektive vermutlich etwas anderes behaupten). Aber jetzt gibt es ein Ding, das Fußpilz und Eigentumswohnung an Hartnäckigkeit spielend in den Schatten stellt: Das Thalidomid, dem Deutschen besser als Contergan bekannt. 50 Jahre nach seinem unrühmlichen Abgang als “vollkommen ungefährliches” Beruhigungsmittel mit Tausenden missgebildeter Kinder ist der Verkaufsschlager der Grünenthal Pharma wieder zurück – und wird heute als “Jungbrunnen” angepriesen. Revlimia (Lenalidomid), ein Krebsmedikament und Thalidomid- (Contergan-) Abkömmling soll die “zentralen Elemente des Immunsystems wieder herstellen

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können, die für die verminderte gesundheitliche Situation im Alter verantwortlich sind”. Das haben Forscher von der Universität Kalifornien in San Franzisko unter Leitung des Allergologen Ernst Goetzl herausgefunden (Clinical Immunology, 2010; doi: 10.1016/j.clim. 2010.11.002). “Wenn Sie eine niedrig dosierte Pille ohne Nebenwirkungen einnehmen könnten, würden Sie das nicht tun?” fragt Goetzl. Nun, das kommt ganz darauf an: Wofür soll diese Pille gut sein, brauche ich sie überhaupt und wenn ja warum? Denn da liegt der Hase im Pfeffer: Revlimia ist nämlich alles andere als frei von Nebenwirkungen. In Großbritannien zur Behandlung eines multiplen Myeloms (einer Art von Blutkrebs) zugelassen gehört es in den USA zu jenen 20 Medikamenten, die von der (sonst nicht so skeptischen) Food and Drug Administration wegen möglicher Sicherheitsprobleme untersucht werden soll. Da Revlimia wie sein großer Bruder Thalidomid das Wachstum von ungeborenen Kindern stört – wir erinnern uns: Das war schon früher das eigentliche Problem – sollten Schwangere es meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

4Flamingos pHakten1. Quartal 2010 vernichten“? (33 %: „ja“, 44 %: „weiß nicht“.);  andere öffentliche Ausgaben (Verkehr, Bildung usw.) massiv beeinträchtigen“? (26 % meinen „ja“, 45 %: „weiß nicht“.)  „Wir haben in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern schon in naher Zukunft zu wenige Ärzte.” - das befürchten 37 % der Befragten.  Der Arztberuf ist für viele wegen schlechter Verdienste und hoher Arbeitsbelastungen unattraktiv geworden .“ (58 % stimmen dem zu.)  Dass Menschen heute sehr viel länger leben als vor 100 oder 200 Jahren, verdanken wir in erster Linie dem medizinischen Fortschritt.“ (89 % sehen das so.)  Je älter die Menschen werden, umso höher sind ihre Erkrankungsrisiken und damit zwangsläufig die Kosten für ihre medizinische Versorgung.“ (Das

Weitere Nebenwirkungen: Thrombosen und Lungenembolien – die beide dazu führen können, dass man meinen 80 %.) kaum noch Zeit hat, von seinem durch Revlimia verjüngten Immunsystem zu profitieren) -, Leberschäden Ein Drittel (32 %) aller Befragten hielt fünf oder mehr dieser sieben Mythen für zutreffend. Überproportional und eine Schädigung des Knochenmarks mythengläubig äußerten sich:
Quelle: Clinical Immunology, 2010; doi: 10.1016/j.clim.2010.11.002

 Berufstätige im Gesundheitswesen (40 %),  Menschen, die sich gelegentlich zu Gesundheitsfragen in Wochenzeitschriften informieren (40 %),  sowie Anhänger und Sympathisanten der FDP (47 %). Letzteres erklären sich die Studienautoren damit, dass die aus diesen Mythen „ableitbaren politischen Maximen ihre ideologische Heimat noch am ehesten in der parteipolitischen Programmatik und Rhetorik der FDP haben“. Auch höhere Schulbildung (Abitur, FH-Reife) schützt jedenfalls nicht vor Dummheit – oder wie die Autoren es euphemisierend ausdrücken: “vor der Akzeptanz einseitiger wie griffiger Vereinfachungen komplexer Sachverhalte”. „Gesundheit ist das höchste Gut“. Die interessengeleitete Wiederholung der oft bedrohlich klingenden Mythen bleibt nicht ohne Einfluss auf die gesundheitspolitischen Erwartungen und Forderungen der Bevölkerung, stellten die Dres. Braun und Marstedt fest. Sie überprüften den statistischen Zusammenhang zwischen der persönlichen Orientierung an 15 vorgegebenen Mythen und der Zustimmung zu 22 radikalen Ideen bzw. Reformvorschlägen. Das Ergebnis: „Die größte Rolle spielen Mythen beim Vorschlag, die Verdienstmöglichkeiten für alle Ärzte zu erhöhen. Diejenigen GKV-Versicherten, die alle Ärzte mehr verdienen lassen wollen, orientieren sich gleichzeitig an acht der 15 Mythen. Am anderen Ende glau-

Lug und Trug: Die Mythen des Gesundheitswesens
BERLIN – Die Mythen von der Kostenexplosion im Gesundheitswesen, den wettbewerbsgefährdenden Lohnnebenkosten oder dem Ärztemangel – sie sind in den Medien und in den Köpfen vieler Menschen gut verankert. Was Lobbyisten freut. Denn dementsprechend wird auch Politik gemacht. Welche Bürger glauben besonders fest an all die Mythen, die seit Jahren in der Gesundheitspolitik herumschwirren? Die Wissenschaftler Dr. Bernhard Braun und Dr. Gerd Marstedt von der Universität Bremen gingen dieser Frage für den „Gesundheitsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung nach. Ausgewertet wurden die Antworten von über 1500 Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in diesem Frühjahr – u.a. zu den folgenden Aussagen, „die Tatsachen behaupten, die in dieser generalisierten Form nicht zutreffen“. „Stimmt es, dass die Ausgaben im Gesundheitswesen...  erheblich stärker ansteigen als in anderen Wirtschaftsbereichen?“ (rund 58 % sagen „ja“, 13 % „nein“.)  letztlich auch Arbeitsplätze bei uns gefährden oder

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 ben die Versicherten, die dem Vorschlag zustimmen, man solle die Gewinne der Pharmaindustrie kürzen, an keinen einzigen der Mythen.“ Dass Personen, die von elf der 15 untersuchten Mythen überzeugt sind, die Einstellung haben, Kostensteigerungen müsse man akzeptieren, da es bei der Gesundheit um das höchste Gut gehe, wird sicherlich die unterschiedlichsten Lobbyisten im Land ermuntern, ihre Fäden weiterzuspinnen. Bei Menschen, die sieben der 15 Mythen glauben, sind die Furcht vor einem künftigen Behandlungsfehler sowie die Furcht vor einem Versorgungsmangel im eigenen Alter verbreitet.

6 Konventionelle Krebstherapie: gefährliche Experimente

Nach den Ergebnissen einer Befragung setzen mehr als 8 von 10 onkologisch tätigen Ärzten bei ihren Patienten unerprobte und experimentelle Medikamente ein – vermutlich deswegen, weil die konventionellen Verfahren der Onkologie bei den meisten Krebserkrankungen eine eher schlechte Erfolgsquote bieten. Nun hat eine neue Untersuchung gezeigt, dass durch diese Mittel mehr Patienten geschadet als geholfen wird: bei 2/3 von ihnen traten schwere und sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen auf, während bei nur 27 % eine VerDie Krankenkassen als selbstkritische Aufklärer besserung der Überlebenszeit vermerkt werden kann, Was könnte getan werden, um die Bevölkerung besser und nur bei der Hälfte finden sich irgendwelche kliniüber Fakten zu informieren? schen Vorteile. Die Studienautoren, die selbst auf der Homepage Diese Untersuchung, die im Journal of Clinical Oncology www.forum-gesundheitspolitik.de tätig sind, sehen die zu lesen ist, analysierte 127 klinische Studien über Aufklärerrolle beim Spitzenverband und den wissen- Medikamente, die verordnet wurden, obwohl sie noch schaftlichen Instituten der Krankenkassen. Diese soll- im Erprobungsstadium waren. Zum Teil handelte es ich ten im Internet eine Plattform betreiben, deren Inhalte dabei um neue Medikamente, der Rest waren Mittel, dann über -Mitgliederzeitschriften der Krankenkassen die bereits auf dem amerikanischen Markt erhältlich und Publikumsmedien verbreitet werden (sofern diese waren. Diese Medikamente waren allerdings bisher nur ggf. bereit wären, zukünftig auf die Werbegelder der in anderen Dosierungen und Kombinationen zugelasPharmaindustrie zu verzichten). sen worden, in den meisten Fällen war diese Zulassung auch zur Behandlung anderer Erkrankungen erDer Mythos von den Lohnnebenkosten folgt. Es blieb unklar, wie viele Ärzte die Medikamente Die Fakten: In den exportorientierten Wirtschaftszwei- zur Behandlung anderer Leiden einsetzten, obwohl diegen betragen die Arbeitgeberbeiträge zur GKV knapp ses Verfahren, die sogenannte Off-Label-Verordnung 5 % der gesamten Arbeitskosten bzw. weniger als 1 % eine gängige Praxis darstellt: Ein Fünftel der in den USA der Gesamtkosten eines Produkts. erhältlichen Medikamente werden auf diese Art und Weise verordnet. Das Märchen von der Kostenexplosion Die Fakten: Der Anteil der GKV-Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag in den Jahren 2000 bis 2008 aufgrund der Kostendämpfungspolitik zwischen 6,3 und 6,8 %. Der Anteil aller Gesundheitsausgaben, also GKVplus private Aufwendungen, rangierte bei 10,3 bis 10,5 %. GKV-Beitragssatzerhöhungen resultieren auch aus Lohnstagnation, Arbeitslosigkeit, mehr Tätigkeiten mit relativ niedrigem beitragsfähigem Einkommen oder zuletzt dem relativen Schwund der Mittelschicht bei stagnierendem Einkommen. Wie Dr. Jeffrey Peppercorn, ein Onkologe des Duke University Medical Center in Durham, North Carolina und Leiter der Untersuchung anmerkte, suchen Patienten und Ärzte ständig nach neuen Medikamenten und Therapien, die mehr Hoffnung bieten, als die konventionellen Behandlungsverfahren.

“Wir wissen, dass in der Onkologie ein hoher Bedarf an neuen Behandlungsverfahren besteht,” sagt Pepperkorn, der in einer früheren Befragung erkannt hatte, dass 8 von 10 Ärzten Medikamente verschreiben, die noch in der Erprobung sind. Auch wenn sich Pepperkorn nicht gegen die Verordnung solcher experimenteller MediDer Mythos vom Ärztemangel kamente aussprach, merkte er an, “das geschieht viel Die Fakten: Weltweit gibt es nur fünf Länder mit einer öfter, als uns lieb ist.” geringeren Einwohner-Arzt-Relation als in Deutschland. Dr. Steven Joffe, Medizinethiker am Dana-Faber Krebs1991 entfielen auf einen Arzt 346 Einwohner, 2007 wa- institut in Boston, der zusammen mit Pepperkorn früren es nur noch 224. Seit 1991 ist die Zahl der berufs- here Untersuchungen durchgeführt hat, unterstützte die tätigen Ärzte bei einer etwa gleich groß gebliebenen Notwendigkeit, bei der Verordnung experimenteller MitBevölkerung um rund 30 % gestiegen. 2008 gingen tel Vorsicht walten zu lassen und sagte, dass die Medi3065 Ärzte ins Ausland – ein Drittel davon als Rück- ziner “überzeugt von der Wirksamkeit dieser Mittel sind. kehrer in die Heimat. Jährlich ziehen 1300 bis 2000 Fakt ist hingegen, dass jemand anderer erst mit der ausländische Ärzte nach Deutschland. Der Anteil der Untersuchung beschäftigt ist, ob das wirklich der Fall Mediziner, die nicht in Praxen oder Kliniken arbeiteten, ist. Und daher ist für keines dieser Mittel belegt, dass war 2008 mit 8,6 % genauso hoch wie 1994. es sicher und wirksam ist.”
Quelle: Michael Reischmann, Medical Tribune Deutschland (MTD), Ausgabe 31732 / 2010 S.17,

Nach Pepperkorns Ansicht sollten sich alle Ärzte der Risiken bewusst sein, die ihr Verhalten schafft. Eine

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Möglichkeit dafür, so meint er, ist die Vorbedingung, dass mand sei geschädigt worden. sich alle Onkologen eine Einverständniserklärung ihrer Nach Angaben der Behörde sind während der GrippePatienten einholen, bevor sie eine Behandlung mit exsaison 2009/2010 50 % aller Schwangeren mit dem perimentellen Verfahren beginnen. H1N1-Serum geimpft worden. Und diese Zahlen weiDabei könnten die realen Ergebnisse über Nutzen und sen ganz eindeutig darauf hin, dass sich die Zahl der Schaden der experimentellen Medikamente noch deut- Fehlgeburten parallel zu der gestiegenen Zahl an Fraulich schlechter ausfallen, als in der neuen Studie ge- en erhöhte, die sich wegen der Schweinegrippe-Panik zeigt. Denn die negativen Ergebnisse werden oft ge- impfen ließen. nug unter den Teppich gekehrt und die Verlängerung Trotz dieser Zusammenhänge gibt sich die CDC ahder Überlebenszeit werde oftmals nur in Monaten oder nungslos und hat, wie mehrere Quellen übereinstimWochen beziffert. Darüber hinaus werden bei den von mend berichteten, es noch nicht einmal für nötig erachder Pharmaindustrie finanzierten Studien oftmals noch tet, die Impfstoffhersteller über diese Vorfälle zu infordie Daten manipuliert, um positive Resultate zu erbrinmieren. Im Gegenteil: Als man sie zum dritten Mal mit gen – womit es durchaus möglich ist, dass einige der den Daten konfrontierte äußerte die Vorsitzende der 172 Studien mit positiven Ergebnissen mithilfe falscher Abteilung für Impfstoffsicherheit des amerikanischen Daten manipuliert wurden. Gesundheitsministeriums, Frau Dr. Marie McCormick, Das Hauptproblem der konventionellen Krebsbehand- es gebe bei schwangeren Frauen keine Nebenwirkunlung liegt in der Tatsache begründet, dass sie in erster gen; die auf den Impfstoff bzw. die Impfung zurückzuLinie versuchen, die Symptome der Krebserkrankung führen wären. zu eliminieren, ohne dabei die eigentlichen Ursachen Diese vollkommen unbegründete und fehlerhafte Einanzugehen oder den Patienten dabei zu unterstützen, schätzung durch das CDC hat dem [behördeneigenen] ein Rezidiv der Krebserkrankung zu vermeiden. Die drei Beratergremium für Impfangelegenheiten grünes Licht Säulen der Tumortherapie – Operation, Bestrahlung und für die Empfehlung gegeben, in der Grippesaison 2010/ Chemotherapie – haben sich im 40-jährigen “Krieg ge2011 alle Bürger impfen zu lassen – darunter natürlich gen den Krebs” als unzureichende Waffen erwiesen. auch Schwangere”, erklärte Eileen Dannemann, VorAlle drei Verfahren schwächen den Körper und das sitzende der National Coalition of Organized Women. Abwehrsystem, wodurch eine Ausbreitung der bestehenden Erkrankung begünstigt und zukünftigen Krebs- Der Grippeimpfstoff 2010/2011 enthält die gleichen Eleleiden der Weg gebahnt wird. Chemotherapeutika und mente, die an der Tötung dieser Föten beteiligt waren: Strahlen sind sogar dafür bekannt, dass sie die Entste- die H1N1-Viruskomponente und das Nervengift Quecksilber (Thimerosal); Darüber hinaus enthält der Impfhung von Krebs begünstigen. stoff noch zwei weitere Virusarten – also einen DreifachDabei gibt es eine reiche Auswahl an natürlichen Verschlag für Jedermann.” fahren, die den Tumor eliminieren, die Ursachen korrigieren und die Wiederkehr der Krebserkrankung ver- Insgesamt war die Zahl der impfstoffbedingten Fälle von hindern können. Allerdings können diese Therapien “fötalen Abgängen im Jahre 2009 gegenüber den Vornicht patentiert werden, sind schwer zu kontrollieren und jahren sogar um 2440 % angestiegen, was noch schokauch nicht ansatzweise so profitabel wie ihre konven- kierender ist, als die Fehlgeburtsstatistiken. Trotzdem tionellen Pendants. Somit sind sie nur sehr wenigen belügt die CDC die Öffentlichkeit weiter über die ImpÄrzten bekannt und von denen ist nur ein verschwin- fung und fordert jeden Bürger auf, sich impfen zu lasdend kleiner Teil mutig genug, diese Therapien einzu- sen. setzen. Anders in Deutschland: Hier wird die Situation von den
Quelle: Doctors prescribe experimental cancer drugs that do more harm than good, HealthierTalk.com, 15. 12. 2010 http://www.healthiertalk.com/doctors-prescribe-experimental-cancerdrugs-do-more-harm-good-2992

Fehlgeburten durch Grippeschutzimpfung

beteiligten Behörden, dem Paul Ehrlich und dem Robert Koch Institut, a priori auf ganz kleiner Flamme gekocht – schließlich ist bei den Senioren, die als Erste von der Grippeschutzimpfung profitieren sollen, die Gefahr einer Schwangerschaft doch eher klein.
Quellen: Ethan A. Huff, H1N1 vaccine linked to 700 percent increase in miscarriages, NaturalNews.com 8. Dezember 8 2010 http://www.naturalnews.com/z030657_vaccines_miscarriages.html Flu Shot Coverage, Vaccine-Related Miscarriage Rates Rise Exponentially, Guerilla Health Report, http://www.guerillahealthreport.com/post.php?id=417 H1N1 vaccines contributed to 3587 miscarriages and stillbirths in 2009, The Populist; http://thepopulist.net/?p=6630

Aktuelle Daten. die erst vor Kurzem der amerikanischen Seuchenbehörde CDC vorgelegt wurden, haben erschreckende Details über die Auswirkungen des H1N1Impfstoffs gegen die Schweinegrippe auf Schwangere zutage gefördert: Nach den Informationen war die Rate der Fehlgeburten während der H1N1/Schweinegrippe”Pandemie” 2009/2010 um mehr als 700 % höher, als in den Vorjahren. Damit weisen alle Zeichen darauf hin, Danones Joghurt - Lügen dass der H1N1-Impfstoff als Verursacher infrage kommen könnte – dennoch bestreitet das CDC alle Zusam- Schon mehr als 15 Jahre ist bekannt, dass das menhänge und hält weiter an der Behauptung fest, nie- Acidophilus-Bakterium, dass der “Welt-Joghurt-Kon-

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 zern” Danone unter seine Produkte rührt, nichts bewirkt. Oder um es mit den Worten von Danone zu sagen, der sogenannte probiotische Keim “wächst im Darm nicht an.”

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dauer in einem kleinen Gebiet in Pakistan 100 Jahre betragen, während sie im Rest des Landes bei 64 Jahren liegt? Anders als man behauptet hat, sind die Hunzas kein kleiner Stamm, der mit 12 Ziegen und ein Paar Schafen in einem entlegenen Bergdorf lebt. Die gebirDas sind die schlechten Neuigkeiten. Die guten finden gige Hunzaregion im Norden Pakistans ist in etwa 7.900 sich in einer Reportage der Asociated Press (AP) vom Quadratkilometer groß, die Hauptstadt Karimabad ge15. Dezember 2010: hört zu den vier wichtigsten touristischen Zentren PakiDie “Dannon Co. Inc.”(so nennt sich Danone in den stans. USA) hat sich as Folge des Druckes von amerikaniWodurch unterscheiden sich die die Hunza-Pakistani schen Staats- und Bundesbehörden bereit erklärt, 21 von ihren Mitbürgern die in Murree, Quetta, Ziarat, Swat, Millionen Dollar zu zahlen und einige der [medizinischen] Kaghan, Chitral, oder Gilgit leben? Die Antwort ist: durch Behauptungen über ihren Activia-Joghurt und das nichts. Alle Bewohner Pakistans ernähren sich ähnlich DanActive Milchgetränk (vermutlich der amerikanische und trinken das gleiche Wasser. Das ganze Mysterium Vetter “unseres” Actimel) zu widerrufen. Der Lebensum die Hunzas wurde erfunden und von der Firma mittelkonzern hatte bei seinen Marketingaktionen beDanone verbreitet, weil es sich so toll vermarkten ließ. hauptet, der Joghurt helfe, den Stuhlgang zu regulieren und das Getränk schütze den Konsumenten davor, sich Die Dannon Yogurt Research Foundation publiziert eieine Erkältung oder Grippe “einzufangen”. Wie die nen Newsletter, in dem die Vorteile der Danone-Proamerikanische Federal Trade Commision am 14. De- dukte gerühmt werden. In diesem Newsletter findet man zember bekannt gegeben hatte, gibt es für diese Be- unter anderem eine Kolumne, die von Cathy J. Saloffhauptungen keine Beweise. Teil der Einigung zwischen Coste geschrieben wird. Hier folgen ein Paar Auszüge: der Kommission und Dan(n)one war auch die VerpflichLactobacillus Acidophilus tung, solche Behauptungen nur dann zu verbreiten, wenn sie von der amerikanischen Pharmakontroll- Mitte der 80iger Jahre wurde erstmals vermutet, dass sich das Acidophilusbakterium vorteilhaft auf die behörde, der FDA genehmigt wurden. menschliche Gesundheit auswirken könnte (1, 2) Das Schon vor 5 Jahren hatte Notmilk.com zum Thema JoAcidophilusbakterium kommt natürlich im menschlichen ghurt einen Bericht veröffentlicht Magen-Darm-Trakt vor, aber wächst nur langsam, wenn Joghurt-Lügen 2005 man ihn der Milch (Joghurt) hinzufügt, wodurch das Risiko [eines Befalls durch] unerwünschte Keime steigt. Immer wieder werden wir gefragt: “Wie sieht es mit der Es gibt keine Beweise und keinen Konsens unter den gesundheitlichen Wirkung von Joghurt aus? Nutzen uns Forschern, ob sich Acidophiluskeime in Joghurt im die Acidophilusbakterien im Joghurt? Leben Hunzamenschlichen Darm ansiedeln oder nicht (3). Zu diekuten, die reichlich Joghurt verzehren, nicht deutlich sem Thema sind kaum Untersuchungen am Menschen länger als andere Volksgruppen? durchgeführt worden, eine neue Studie hat gezeigt, dass Wahr ist: Das Acidophilusbakterium, dass man dem Joghurt nicht die Ausscheidung von Immunglobulinen Joghurt beigibt, kann vom menschlichen Körper nicht erhöht. Die Ergebnisse lassen keinen Schluss auf eiverwertet werden. Das funktioniert einfach nicht und ist nen gesundheitlichen Vorteil durch den Verzehr von nichts anderes, als eine unehrliche Vermarktung von Joghurt zu (4). Milchprodukten. Die Wissenschaftler im Dienst von 1. Jones, et al,(1985) Effect of acidophilus yogurt on serum Danone geben diese Tatsache auch unverhohlen zu, cholesterol, triglyceride and lipoprotein levels of healthy males. J. nur die PR-Agenten belügen weiter die Öffentlichkeit. Dairy Sci. 68 (Suppl. 1 83-84 In den 50iger Jahren des 19. Jahrhunderts hatten Forscher “...die Entdeckug gemacht, dass die Hunzas regelmäßig Joghurt verzehren und dabei überdurchschnittlich gesund sind.” Die Hunzas (bzw. korrekt Hunzakuten) sind eine muslimische Volksgruppe in Pakistan, die in einer der abgelegensten Regionen der Welt leben, was vermutlich erklärt, dass ein Jahr nach der “sensationellen Entdeckung” eine Gruppe sechzigjähriger Hunzas plötzlich und auf unerklärlich Art und Weise 75 Jahre alt waren, ein Jahr später ein Alter von 90 Jahren und einige Jahre später sogar das biblische Altre von 100 Jahren erreicht hatten . Der Hunza-Mythos – respektive Danones Joghurtlüge – wurde in dem Buch “The Okinawa Plan” von Wilkox,Wilcox & Suzuki entzaubert.
2. Nelson, et al, (1984) Cholesterol uptake by lactobacillus acidophilus, J. Dairy Sci. 67 (Suppl. 1), 50 3. Saavedra, et al, (1995) Microbes to fight microbes, J. Pediatric Gastroenterol. 21, 125-129 4. Marteau, et al, (1996) Effects of Lactobacillus acidophilus strain LA1 on serum concentration and jejunal secretions of immunoglobulins and serum proteins in healthy humans. In SOMED 21st Intl. Congress on microbial ecology and disease, Paris, October 28-30, 1996.

Vielen Dank, Danone!

Also kommen wir zum Schluss. Was genau ist Joghurt? Ein wohlschmeckender Snack, der aus Gelee, Stärke und Aromastoffen besteht und in dem man Reste von Eiter, Hormonen und Leim findet. Mit einer Reihe cleverer Lügen haben die Marketingexperten die VerbrauWarum in aller Welt soll die durchschnittliche Lebens- cher davon überzeugt, dass dieses kalorienreiche Nahrungsmittel eine gesunde Alternative darstellt. Joghurt

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schmeckt gut, wie z. B. auch Eiscreme gut schmeckt. Handy benutzten, ein schlechteres Gedächtnis, als Kinder ohne Handy. Gesund? Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen Vergessen Sie es. von Handystrahlen auf die männliche Fruchtbarkeit. In Quellen: sieben Ländern haben Wissenschaftler Hinweise darRobert Cohen, Dannon Yogurt Lies, Notmilk.com, 17. 12. 2010, http:/ auf gefunden, dass ein übermäßiger Handygebrauch /www.notmilk.com bei jungen Männern deutlich die Spermienzahl verringern kann. Moderne Welt– ungesunde Zeiten Vielleicht gehören ja auch Sie zu den Menschen, die glauben, nicht mehr ohne Handy oder Laptop leben zu können, aber es häufen sich die Beweise, dass Ihnen diese Instrumente der modernen Zeit gesundheitlich schaden und Ihr Risiko für Kopfschmerzen, Unfruchtbarkeit oder sogar Gehirntumore erhöhen könnten. 1. Laptops Wer seinen Laptop längere Zeit in Nähe seiner Haut bringt, kann Opfer des “Toasted Skin Syndroms” werden, einer permanenten Verfärbung de Haut als Folge einer andauernden Wärmebelastung. In seltenen Fällen, so haben Schweizer Wissenschaftler entdeckt, kann ein Laptop zu der Art von Hautschädigung führen, aus der sich später ein Hautkrebs entwickeln kann. Sie raten, den Computer immer in einer Hülle oder Tasche aufzubewahren oder eine wärmeisolierende Matte zu verwenden, wenn man den Computer auf dem Schoß hält. “Die ganzen Forschungsergebnisse zeigen ein und dasselbe,” berichtete die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin Devra Davis der Daily Mail. “Wenn man junge Männer mit Kinderwunsch nimmt, haben jene, die täglich mehr als 4 Stunden ihr Handy nutzen, nur etwa halb so viele Spermien, wie ihre Altersgenossen. Spermien, die man im Labor Handystrahlung aussetzt, sind kränklicher, dünner und weniger zur Fortbewegung fähig.” Die Experten raten, den Gebrauch von Handys zu begrenzen. 4. Video Sportspiele Sie sorgen dafür, dass man sich von der Couch erhebt und sich bewegt, aber Sportspiele wie z. B. auf der Nintendo Wii können die Gefahr von Verletzungen an Schulter und Ellenbogen erhöhen.

“Man führt Aktionen durch, wie sie im wirklichen Leben normalerweise niemals vorkommen würden,” berichtete Dr. Mark Klion von der Mount Sinai Universität blisstree.com. „Dabei handelt es sich um immer wieder die gleichen Bewegungen, die durch fast nichts limitiert Nach einem anderer Bericht war die Temperatur des werden.“ Hodens bei Männer erhöht, die ihren Laptop während der Arbeit auf den Oberschenkeln absetzen. Eine sol- „Wenn Sie Tennis spielen, können Sie eine nahezu che länger anhaltende Erhitzung der Hoden kann die unbegrenzte Anzahl von Bällen schlagen”, sagt er. „Auf Spermienproduktion hemmen und so zur Unfruchtbar- einem Tennisplatz verbringen Sie die Hälfte der Zeit damit, dem Ball hinterher zu laufen. So können Sie [auf keit führen. der Konsole] in einem kürzere Zeitraum viel mehr tun. 2. I-Pods, andere MP3-Player und Kopfhörer Und das führt letzten Endes zu einem Schaden durch Wie eine aktuelle Untersuchung ergab, leidet einer von Überbeanspruchung. Und wir haben schon eine ganze fünf amerikanischen Teenagern bereits unter Störun- Menge typischer Wii – Verletzungen gesehen. Die meigen des Gehörs. Experten machen dafür den Einsatz sten betreffen die oberen Extremitäten – Schulter, Elvon In-Ohr-Kopfhörern an I-Pods und anderen MP3- lenbogen und Handgelenk”. Klio empfiehlt Wii-Afängern, Playern verantwortlich. Schon nach einer Stunde und langsam zu beginnen und die Zeit auf 30 Minuten zu 15 Minuten kann ein solcher Hörverlust auftreten. Wie begrenzen. Und wie bei jeder anderen Sportart auch eine Untersuchung der Northwestern University gezeigt rät er, sich vorher aufzuwärmen. hat, ähnelt der Hörverlust junger Menschen sehr stark 5. Computermonitore der altersbedingten Taubheit bei Senioren. Experten empfehlen die Verwendung größerer Kopfhörer, die nicht Auch wenn stundenlanges Starren auf einen Computerim Gehörgang stecken, sondern das ganze Ohr umge- monitor zu keinen anhaltenden Schäden führen dürfte, kann es die Augen belasten und bereits bestehende ben. Augenprobleme verschlimmern. Und PC-Arbeit kann 3. Handys eine wichtige Ursache von Kopfschmerzen sein. Wie Kann ein Handy Krebs auslösen? Diese Frage ist im- das britische College of Optometrists herausfand, klagmer noch nicht endgültig geklärt, aber Forscher der ten 2 von 5 Büroangestellten über Kopfschmerzen. Ein Universität Washington haben entdeckt, dass eine zwei- Viertel dieser Berufsgruppe klagte über Konzentrationsstündige Belastung mit jenem Strahlentyp, die ein Handy störungen und die Hälfte darüber, dass ihre Augen aussendet, die DNA der Gehirnzellen von Ratten teilen “müde” wären. Deswegen sollte man als PC-Arbeiter kann wodurch diese Zellen jenen ähneln, die man in regelmäßige Pausen einlegen und seine Auge dadurch bösartigen Tumoren findet. Wie eine Untersuchung aus entspannen, dass man auf weiter entfernte Objekte Russland zeigte, hatten Kinder, die regelmäßig ein

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 blickt. 6. Fernsehen Das „Herumhängen” auf einer Couch oder in einem Sessel bei gleichzeitigem Fernsehen kann zahlreiche Probleme der Hals- und Lendenwirbelsäule provozieren. „Ich sehe immer mehr Kinder mit Rückenproblemen, die Folge ihres vorwiegend sitzenden Lebenswandels sind und bei Erwachsenen sieht das nicht viel anders aus,” berichtete der britische Chiropraktiker der Daily Mail. „Mit der Zeit versteifen die Gelenke in der Wirbelsäule, was zu einem frühen Abbau der Wirbelsäule sowie einer Belastung und Schädigung von Bauch- und Rückenmuskulatur führt.” Und nebenbei kann stundenlanges Fernsehen auch die Gefahr einer Adipositas erhöhen, die als Risikofaktor für Erkrankungen von Herz und Gefäßsystem gilt. Schließlich und endlich: Nicht nur WIE, sondern auch WAS man sieht, ist nicht ohne Bedeutung. Wie bereits in einer früheren Ausgabe der pHakten dargelegt, bedingt das ständige Sehen von Soap-Opern oder DokuSoaps einen langsamen und ständigen Verfall der Intelligenz. So nähern sich Jugendliche von heute immer schneller psychisch und physisch dem Idealbild eines Achtzigjährigen – und das schon lange vor ihrem 18. Geburtstag!
Quellen: Sylvia Booth Hubbard, 6 Modern Gadgets That Affect Your HealthM Newsmax.com Health Alert, Friday, October 22, 2010 8:06 AM1; http://www.newsmaxhealth.com/headline_health/ 6_modern_gadgets_health/2010/10/22/ 357751.html?s=al&promo_code=B02C-1

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Februar 2011

Liebe Leser,
Im Grunde eine recht gute Idee: Niemand würde es wagen, gefährliche Medikamente an europäischen oder amerikanischen Kindern zu erproben (es sei denn, diese Medikamente wären Impfstoffe). Aber würde es irgendjemand bemerken oder sich darum Sorge machen, wenn man die Kinder eines Dritte-Welt-Landes wie z, B. Nigeria als Versuchskarnickel für Medikamente macht, die sich noch in der Erprobung befinden? Vermutlich nicht! Zumindest müssen das die Mitarbeiter des Pharmakonzerns Pfizer gedacht haben. Eine Liste der Schande Nicht nur amerikanische Diplomaten und Politiker haben im Zusammenhang mit den letzten Wikileaks-Enthüllungen keine gute Figur gemacht, auch Vertreter des Pharmariesen sind durch eines der veröffentlichten Telegramme des US-Außenministeriums nach Strich und Faden blamiert worden. Wobei man sich fragen muss, ob jemandem mit dem ethischen Verhalten einer Firma wie Pfizer überhaupt noch irgendetwas peinlich sein kann. Vermutlich ebenfalls nicht. Aber die Affäre, die durch die Veröffentlichung dieses Telegramms aufgedeckt wurde, ist so dreckig, dass wir - ich, Sie und jeder andere Mensch - uns vermutlich in Grund und Boden schämen würden, wenn sie ans Tageslicht käme. Anders die Herren von Pfizer: Sie setzen einen Sprecher in Bewegung, der im Grunde nur sagt: „Blah Blah Blah Blah – Dementi, Dementi Dementi“ - und das war´s. Ende der „Krise“. Wie ich finde, sollte das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Und deshalb folgt hier erst einmal eine chronologische Abfolge der schändlichen Nigeria-Affäre: 1996: Elf Kinder starben und zahllose andere wurden gesundheitlich geschädigt, als Pfizer ein neues Antibiotikum namens Trovan an Kindern erprobte, die an einer Meningitis erkrankt waren. W ie die nigerianischen Behörden erklärten, hatten sie diesem Experiment nicht zugestimmt, und zudem waren die Eltern auch nicht darüber aufgeklärt worden, dass man ihre Kinder mit einem noch in der Erprobung befindlichen Medikament behandeln wollte. 1998: Die amerikanische Pharmakontrollbehörde FDA erlaubt den Einsatz von Trovan ausschließlich für Erwachsene. Nachdem es unter Trovan mehrfach zu

Das Rezept des Monats:

KNACKIG-FRUCHTIGER WINTERSALAT
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten für 4 Portionen Zutaten: 50 g Feldsalat 1 Chicoréestaude 100 g Spitzkohl 2 Frühlingszwiebeln 2 Orangen 3 El Olivenöl, nativ Salz, Pfeffer Zubereitung: 1. Feldsalat putzen, waschen und abtropfen lassen. 2. Chicorée und Spitzkohl waschen und in feine Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. 3.

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4Flamingos pHakten1. Quartal 2010

Leberschäden gekommen war, wurde das Medikament Wenn wir aus dieser Angelegenheit eine Lehre gezonur noch in Ausnahmefällen in der Intensivmedizin zu- gen haben, dann lautet die: Der einzige Ort, an dem wir gelassen. die Pharmaindustrie wirklich so treffen können, dass es wehtut, sind die Brieftaschen ihrer Manager und 1999 Die EU verbietet den Einsatz von Trovan. Aktionäre. Und an dieser Stelle sollten wir dann auch 2000: Nach Berichten der Washington Post verfügt kräftig zutreten! Pfizer über einen Brief eines nigerianischen EthikVermutlich nehmen auch Sie Medikamente nur wirklich komitees, in dem das Experiment genehmigt worden dann ein, wenn es gar nicht mehr anders geht. Aber ist: Später stellt sich heraus, das der Brief von einem dennoch sollten Sie in diesem Falle Ihren Arzt bitten, Pfizer-Mitarbeiter gefälscht und nachträglich auf das ihnen ein Medikament zu verschreiben, das NICHT von Jahr 1996 vordatiert worden war. Pfizer hergestellt wird. 2006 Ein nigerianisches Komitee kommt zu dem Hier sind einige von Pfizers „populärsten“ Produkten: Schluss, das Pfizer-Experiment sei ein „Illegaler Test“ eines „nicht registrierten Medikaments” gewesen. Zu-  dem verurteilt das Komitee die Untersuchung als „kla- Liptor: (ein Cholesterinsenker aus der Gruppe ren Fall von Ausbeutung Unwissender“. der Statine) 2007 Nigeria erhebt Klage gegen Pfizer wegen Totschlages und anderer Kapitalverbrechen. Die Kläger  fordern als Schadensersatz die Summe von 9 Milliar- Aricept: (ein Mittel gegen Alzheimer) den US-Dollar.  2010: Pfizer schließt einen Vergleich, zahlt 75 Millionen Viagra („Big Blue“, Potenzmittel) Dollar Schadensersatz, dafür werde alle Klagepunkte  gegen den Pharmakonzern fallen gelassen. Celebrex: ein COX-2-Hemmer, „herzgefährlich“ Was ist da zwischen 2007 und 2010 vorgefallen. Auch  wenn man mit Fug und Recht annehmen kann, dass Xanax: (ein Beruhigungsmittel) Pfizer erfahrene und mit allen Wassern gewaschene Vermittler in den Gerichtssaal geschickt hat – aber eine  Schadensersatzsumme von 75 Millionen statt 9 Milliar- Zoloft: ein Antidepressivum den und Verzicht auf alle Anklagepunkte? Da müssen  die Pfizer-Anwälte wohl mit Engelszungen gesegnet Chantix: Anti-Raucher-Tablette gewesen sein!  Vielleicht findet sich die Erklärung für diesen Erfolg ja, Enbrel (TNF1-Hemmer) indem man einmal näher die chronologische Lücke betrachtet, die sich zwischen den Jahren 2007 und 2010 Außerdem gehören die folgenden rezeptfreien Mediaufgetan hat. Und dabei ist das bereits erwähnte und kamente zum Repertoire dieses Konzerns: durch Wikileaks öffentlich gemachte Telegramm eine  riesige Hilfe. Baldriparan® Stark für die Nacht, In diesem Telegramm aus dem Jahre 2009 schildert ein US-Diplomat, dass ihm ein Pfizer-Vertreter in Nigeria berichtet hatte, der Pharmakonzern hätte spezielle Ermittler angeheuert. Ihr Auftrag: Finden Sie Beweise für die Bestechlichkeit des nigerianischen Generalstaatsanwaltes, mit dem man ihn zwingen kann, das Verfahren niederzuschlagen. Zu Beginn des Jahres 2010 wurde der nigerianische Generalstaatsanwalt von seinem Posten entbunden, weil die lokale Presse über Hinweise auf die angebliche Bestechlichkeit des Beamten veröffentlicht hatte. Fünf Monate später erklärte sich Pfizer mit der Zahlung von 75 Millionen Dollar einverstanden. So geht das also: Wenn Sie ein Mitarbeiter eines Pharmakonzerns wie Pfizer und Co. sind und wegen illegaler Medikamententests angeklagt wurden, fragen Sie sich nicht: „Was mache ich jetzt nur?“ sondern „Wen kann man unter Druck setzen, um meine Haut zu retten?“

Baldriparan® Zur Beruhigung  Caltrate®

 Centrum®, Centrum® Generation 50+, Centrum® Materna / Centrum® Materna plus DHA, Centrum® Junior  Doppel Spalt® compact  Leucovorin® Tabletten  Sab Simplex®  Spalt® Forte, Spalt® Kopfschmerz,

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010

12 Dicke Kinder durch Mandelentfernung

Spalt® Migräne, Spalt® Mobil, Spalt® Mobil Schmerzgel, Spalt® plus Coffein N, Spalt® Schmerztabletten  ThermaCare®  Vitasprint® B12 Für jedes dieser rezeptpflichtigen und -freien Medikamente gibt es vermutlich eine natürliche Alternative oder zumindest ein Produkt eines konkurrierenden Pharmaunternehmens.

Selbst wenn wir alle uns für einen Boykott der Pfizer – Präparate entscheiden würden, wird das sicher nicht dazu führen, dass der erfolgreichste Pharmakonzern der Welt an „finanzieller Schwindsucht“ eingeht – aber wir haben zumindest die Befriedigung, dass unser Geld nicht unmittelbar in den Taschen der Personen landet, Warum die Mandeln entfernen, anstatt weniger drastidie eigentlich in einem Gefängnis in Nigeria sitzen müs- sche Verfahren zur Bekämpfung einer Infektionssten! erkrankung anzuwenden? Nun, zum einen beugt ein solcher Eingriff dem Risiko zukünftiger MandelentzünApropos Medikamententests in der 3. Welt dungen vor. Man muss kein Atomphysiker sein, um zu Wie ein aktueller investigativer Bericht zeigt, hat die erkennen, dass sich herausgeschnittene Mandeln nicht amerikanische Pharmaindustrie 2008 im Ausland rund mehr infizieren können. Was hingegen seltener aufs 6.500 klinische Studien für Medikamente durchgeführt, Tapet gebracht wird: Die Mandeln sind ein (vermutlich die später auf dem US-Markt zugelassen wurden bzw. nicht ganz unwichtiger) Teil unseres Immunsystems, werden sollten. Nach Angaben der amerikanischen Be- indem sie Keime „einfangen“, die durch Mund und Nase hörden lagen für 80 % der Substanzen, für die eine Zu- in den Körper wollen und so Infektionen der oberen lassung bei der FDA beantragt wurde, Daten aus die- Atemwege bekämpfen. sen Drittländern vor. Und nun gibt es noch einen weiteren Grund, zweimal Somit besteht keine Möglichkeit zu kontrollieren, ob die- über die operative Entfernung der Mandeln nachzudense Studien ethisch und sachlich korrekt durchgeführt ken: Eine Tonsillektomie (Entfernung der Gaumenwurden. Zudem werden die meisten dieser Studien nicht mandeln) mit und ohne gleichzeitige Adenotomie (Entetwa durch unabhängige Wissenschaftler von Univer- fernung der Rachenmandeln) kann bei den operierten sitäten oder Lehrkrankenhäusern, sondern von spezi- Kindern das Risiko erhöhen, nach dem Eingriff übergeellen (Sub-) Unternehmen durchgeführt, die ihre Test- wichtig zu werden. personen auf der ganzen Welt weltweit rekrutieren. Diese Firmen stellen – gewissermaßen in „Personalunion“ Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler nach - selbst die Richtlinien ihrer Studien auf, führen diese Beobachtung von 795 Kindern im Zeitraum zwischen Studien dann selbst durch, bereiten Berichte über die der Geburt und dem 18. Lebensjahr, die als normalStudienergebnisse auf, heuern Ghostwriter an, um Ar- und übergewichtig bezeichnet werden können und die tikel in der Fachpresse zu lancieren und führen zudem sich einer Tonsillektomie, einer Adenotomie oder beinoch Werbekampagnen für das fragliche Medikament der Eingriffe unterziehen mussten. Bei 50 % der Kinder wurde als primärer Operationsgrund „erschwerte Atdurch. mung“ angegeben, die auf vergrößerte Mandeln zurückIn der Mehrzahl der Fälle werden durch dieses Vorge- geführt wurde. hen so ziemlich alle ethischen Grundlagen für medizinische Studien verletzt. So starben z. B. vor 2 Jahren in In einer Gruppe von 127 Kindern stieg der BMI (Body Argentinien mindestens ein Dutzend Kinder, an denen Mass Index) nach der Mandelentfernung von 5,5 auf in einer klinischen Studie ein Pneumonie-Impstoff er- 8,2 %, in einer weiteren Gruppe mit 419 Kindern stieg probt worden war. Die Studie wurde im Auftrag der Fir- bei der Mehrzahl das Gewicht ebenfalls drastisch an. ma GlaxoSmithKline (GSK) durchgeführt und hatte sei- Bei 50 bis 75 % der Kinder einer dritten Gruppe – 249 ne Teilnehmer aus armen Familien rekrutiert. Nach Patienten aus drei Studien – kam es ebenfalls nach eiAngaben des argentinischen Verbandes der Gesund- ner Adenotomie zu einer merklichen Gewichtszunahheitsberufe waren diese Familien „unter Druck gesetzt me. und gezwungen worden, Einverständniserklärungen zu unterschreiben. Und erst vor kurzem stoppte die indische Regierung eine Studie mit Mercks Impfstoff gegen den Gebär-

Wenn ein Kind heute über Halsschmerzen klagt und seine Mandeln entzündet aussehen, rät der konsultierte Arzt häufig dazu, operativ die beiden Klumpen aus lymphatischem Gewebe zu entfernen, die beiderseits des Rachens angesiedelt sind. Auch wenn Babys oder Kleinkinder unter „vergrößerten Mandeln“ leiden, die besonders nachts zu Atemproblemen führen können, ist der Griff zum Skalpell schon vorprogrammiert. Und so wundert es kaum, dass die Tonsillektomie (Entfernung der Mandeln) zu den bei Kindern am häufigsten durchgeführten Eingriff gehört, der zudem auch den durchführenden Ärzten ein regelmäßiges und sicheres Einkommen garantiert. (Aus meiner Zeit in einem Krankenhaus mit großer HNO-Belegabteilung erinnere ich mich immer noch mit Schaudern an den „Mandeltag“ im Viertelstundentakt stieß der Operationssaal dutzendweise schreiende und blutende Kinder aus, die soeben ihrer Mandeln beraubt worden waren – ein Szenario, dass gut in Dantes „Inferno“ gepasst hätte).

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Wie die Studienleiterin und HNO-Ärztin Anita Jeyakumar, MD annahm, könnte die Gewichtszunahme von den Eltern der kleinen Patienten ausgehen, die ihre Lieblinge nach der Operation ganz einfach überfütterten. Alternativ vermutete sie, dass Kinder mit einer chronischen Mandelentzündung als Folge der Halsschmerzen und andere Beschwerden weniger äßen – und deshalb mehr „zulangten“, wenn diese Beschwerden nach dem Eingriff verschwinden. Das alles aber ist noch keine Erklärung, warum die Kinder nach der Operation übergewichtig und manchmal richtiggehend adipös (fettleibig) werden. Obwohl sich die Studie nicht mit der Möglichkeit beschäftigt, dass die Entfernung der Mandeln eine Rolle bei der Gewichtszunahme spielen könnte, liefert sie mehr Fragen als Antworten. Könnten die Mandeln z. B. eine noch nicht entdeckte Rolle im Stoffwechselgeschehen spielen? Oder kann die Entfernung von Teilen des menschlichen Immunsystems möglicherweise eine Gewichtszunahme auslösen?
Quellen: S. L. Baker, Tonsillectomies cause kids to gain excess weight, NaturalNews.com February 1 2011, http://www.naturalnews.com/tonsils.html

4Flamingos pHakten1. Quartal 2010 So sind ein Teil der Pro-Soja.Studien von (dem global operierenden Landmaschinenkonzern) John Deere und anderen Firmen finanziert, die von Anbau und Verarbeitung der Sojapflanze profitieren. Andererseits sind die Anti-Soja-Studien häufig mit Geldern der Milch verarbeitenden Industrie finanziert worden, die natürlich stark daran interessiert sind, dass weniger Soja- und mehr Kuhmilch verzehrt werden. Und so bleibt uns nur übrig, uns mit den Fakten zu beschäftigen und die Studien beider Kontrahenten in Augenschein zu nehmen Die Soja-Befürworter weisen auf zwei Bereiche hin, in denen die kontroverse Bohne gewisse gesundheitliche Vorteile bieten soll: Die Senkung von Cholesterin und die Linderung von Wechseljahresbeschwerden. Kann die Sojabohne die Cholesterinwerte optimieren? Die Soja-Befürworter weisen darauf hin, dass seit 1968 mehr als 30 Studien durchgeführt wurden, die alle gezeigt haben, dass Soja äußerst effektiv die Cholesterinwerte senken kann. Eine Meta-Analyse des New England Journal of Medicine (1)bestätigte diese Ergebnisse.

Soja-Isoflavone: Supernahrung oder Supergift?

Nach Analyse von 38 placebokontrollierten klinischen Studien kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass es bei Personen, die durchschnittlich täglich 47 g Während Sie diese Zeilen lesen, tobt gerade weltweit Sojaproteine verzehren, zu einer Senkung der LDLeine epische Schlacht um ein ganz normales LebensCholesterinwerte um 13 %, der Triglyceridspiegel um mittel, das Sie und Ihre Kinder möglicherweise tagtäg10,5 % und der Gesamtcholesterinspiegel um 9 % kam. lich zu sich nehmen. Obwohl das eindeutig ein Beleg für die cholesterinIn der einen Ecke des Schlachtfeldes steht die Gruppe, senkende Wirkung von Soja ist, lässt man uns vollkomdie mit Stolz die nahezu wunderbaren Eigenschaften men über die Art des verwendeten Sojaproteins im Undieses Nahrungsmittels propagieren und prahlen, es klaren. War es ein Pulver, war es die Sojabohne selbst, könne fast alles heilen – vom Krebs über Herzinfarkte Tofu (Sojaquark) oder Tempeh (fermentiertes Soja)? bis hin zu Wechseljahresbeschwerden. Oder war es sogar TVP, ein verarbeitetes „SojaIn der andere Ecke finden wir einen pingeligen Haufen Fleisch?“ von Menschen, die entgegnen, es handele sich hier um Denn so seltsam das auch klingen mag: Die Art des alles andere, als ein „Wunder“: Sie behaupten, dieses Sojaprodukts spielt wirklich eine erhebliche Rolle … Nahrungsmittel könne Schilddrüsenleiden begünstigen, wie Sie sehen werden. Krebs HERVORRUFEN, das Immunsystem unterdrükken, das Gehirn zerstören, uns unfruchtbar machen und In einer anderen Untersuchung (2) erhielten 42 Teilnehmern mit hohen LDL-Cholesterinspiegeln 4 unterschiedsogar Männlein in Weiblein verwandeln. liche Diäten, die über einen Zeitraum von 24 Wochen Was aber ist nun dieses Nahrungsmittel, für das die jeweils 6 Wochen nach dem Zufallsprinzip verabreicht zwei Gruppen so leidenschaftlich kämpfen? wurden. Diese 4 Diäten enthielten: Es ist Soja … und jede Seite wird fast alles versuchen,  um uns, die Verbraucher zu überzeugen, das Soja entMindestens 25 g tierisches Eiweiß am Tag weder der Messias der Gesundheit oder der Teufel sel ber ist. Mindestens 25 g isoliertes Sojaprotein am Tag Wer also hat bei diesem Streit recht? Welche Folgen  hat das für uns und die Gesundheit unserer Kinder? entweder Spuren oder 50 mg Soja-Isoflavone Die Soja-Kontroverse Die Forscher fanden heraus, dass Soja tatsächlich die Was die Soja-Kontroverse weiter verschleiert, ist die LDL- und Gesamtcholesterinspiegel sowie die TriglyceTatsache, dass an ihr zwei mächtige Industriegruppen ride bei den Teilnehmern mit sehr hohen Cholesterinbeteiligt sind, die am Ausgang deieser Debatte äußerst spiegensenken konnte . Bei den Teilnehmern mit erinteressiert sind.

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höhten, aber nicht wirklich hohen Cholesterinwerten dem sollten täglich 25 Gramm Sojaprotein (also exakt hatte das Soja nur hingegen nur einen mäßige Wirkung. das Vierfache) aufgenommen werden, um eine signifikante Cholesterinsenkung erreichen zu können. Das Fazit: „Obwohl sie potentiell hilfreich waren, wenn es darum ging, Nahrungsmittel aus der Kost zu eliminieren, die tierische Fette enthalten, hatte die regelmäßige Zufuhr größerer Mengen an Sojaproteinen nur einen mäßigen Effekt auf die Serum-Cholesterispiegel und das auch nur bei Personen mit erhöhten Cholesterinwerten. Isoflavone aus der Sojabone hatten keinerlei Wirkung“. Anders gesagt: Der Verzehr von Soja (und NICHT etwa die Einahme eines sojahaltigen Nahrungsergänzungsmittels) hilft Personen mit erhöhten, aber auf keinen Fall Menschen mit leicht erhöhten Cholesterinwerten. Was die Wissenschaftler nicht erwähnen: Schon eine Reduktion des Verzehrs von tierischem Eiweiß (ohne Rücksicht auf die Qualität dieses Eiweißes) hätte vermutlich – ohne den Ersatz durch Sojaprodukte - den gleichen Effekt. Es wäre interessant, die Ergebnisse einer Untersuchung in dieser Richtung zu sehen. Obwohl die Studien über Cholesterin und Soja auf den ersten Blick überzeugend wirken, lassen sie eine Reihe von Fragen unbeantwortet. Vielleicht können ja die Untersuchungen über Soja und W echseljahresbeschwerden helfen diese Fragen zu beantworten. Kann Soja helfen, die Beschwerden der Menopause zu lindern? Wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben, hilft Soja, die Beschwerden der Menopause zu lindern: Tatsächlich ähneln diese Wirkungen sogar denen eines Medikaments – eine etwas beunruhigende Beobachtung, über die wir hier noch reden müssen.

In einer doppelblinden, randomisierten und placebokontrollierten Studie (4) teilten die Wissenschaftler 180 Frauen in der Menopause in 2 Gruppen ein. Die erste Gruppe erhielt [täglich] 80 mg Soja-Isoflavone, die andere Gruppe ein Placebo. Am Ende [der Beobachtungsperiode] von 12 Wochen berichteten die Teilnehmerinnen, die das Soja-Isoflavon erhalten hatten, über eine Eine ähnliche Studie, die in der Ausgabe der Archives Reduzierung der Hitzewallungen um 41,2 %: In der of Internal Medicine vom November 2001 (3) erschiePlacebogruppe betrug der Rückgang der Beschwerden nen ist, überwachte mehr als 9.600 Männer und Fraunur 29,3 %. en 19 Jahre lang. Man fand heraus, dass Teilnehmer, die mindestens viermal wöchentlich Hülsenfrüchte (alle Fazit: Soja-Isoflavone scheinen bei der Reduzierung von Arten von Hülsenfrüchten und nicht nur Soja) verzehr- Hitzewallungen effektiver zu sein, als ein Placebo. ten gegenüber Personen, bei denen Hülsenfrüchte nur Stellt sich die Frage: Wie würden die Soja-Isoflavone einmal pro Woche auf dem Speiseplan standen ein um im Vergleich mit einem Mittel aussehen, von dem be22 % geringeres Risiko für eine koronare Herzkannt ist , dass es (ebenfalls) Hitzewallungen lindert? erkrankung und ein um 11 % niedrigeres Risiko für Diese Frage haben sich auch Forscher von der staatlikardiovaskuläre Erkrankungen aufwiesen. chen Universität Campinas in Brasilien gestellt. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass ein vermehrSie führten mit 60 gesunden postmenopausalen Frauter Konsum von Hülsenfrüchten einen wichtigen Teil en eine doppelblinde, randomisierte und placeboeiner Ernährungsstrategie zur Prävention einer kontrollierte Studie durch (5). Das Ziel dieser Studie war kardiovaskulären Erkrankung darstellen könnte. es, festzustellen, ob Soja ähnlich gut die Symptome der Was an dieser Studie interessant ist: Es geht um den Menopause lindert, wie eine konventionelle HormonerVerzehr aller Hülsenfrüchte und nicht nur um Soja. satztherapie. Und da alle Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen usw.) sehr Die Frauen wurden auf drei Gruppen verteilt, von deballaststoffreich sind, könnten es die Hülsenfrüchte und nen die erste [täglich] 90 mg Soja-Isoflavone, die zweinicht die Sojaprodukte per se sein, die für den Rückte 1 mg Östradiol und 0,5 mg Noresthisteronazetat und gang an Herz- und Gefäßerkrankungen verantwortlich die dritte ein Placebo erhielt. sind. Am Ende der Studienperiode von 16 Wochen fanden Dennoch war es eben diese Art von Studien, die 1999 die Forscher sowohl in der Soja- als auch in der die Food and Drug Administration veranlasste, für SojaÖstrogengruppe eine statistisch deutliche Besserung produkte die Verwendung von gesundheitsbezogenen von Hitzewallungen, Muskelschmerzen und TrockenBehauptungen (den sogenannten Health Claims) zuheit der Scheide. Zwischen diesen beiden Gruppen gab zulassen. es keine statistisch signifikanten Unterschiede. Die Entscheidung der FDA beruhte dabei auf ForUnd so kamen die Forscher zu dem Ergebnis: „Eine schungsergebnissen, nach denen diese NahrungsmitNahrungsergänzung mit Soja könnte eine effektive altel das Risiko einer Herz- und/oder Gefäßerkrankung ternative Therapiemethode gegen die Wechseljahresreduzieren können, indem sie die Serumcholesterinbeschwerden sein.“ spiegel senken. Also gut – hier haben wir eine „Gold Standard Studie“ Nach den Vorgaben der FDA muss ein Nahrungsmittel die darauf hinweist, dass eine ziemlich hohe Dosis Sojapro Portion 6,25 mg Sojaprotein enthalten, um mit eiIsoflavone einige Beschwerden der Menopause, vor nem „Health Claim“ beworben werden zu dürfen. Zu-

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allem Hitzewallungen und Scheidentrockenheit, eben- Soja und Krebserkrankungen so gut reduzieren können, wie eine konventionelle An der Krebsfront weisen die Soja-Befürworter auf die Hormontherapie. Tatasache hin, dass Japaner, die deutlich mehr Soja Da aber müssen wir uns die Frage stellen: Ist eine der- verzehren, als die Amerikaner, deutlich seltener an artig hohe Dosis Soja-Isoflavone denn auch sicher? Brust-, Gebärmutter- oder Prostatakrebs erkranken (7). Denn das ist eines der Hauptargumente der Soja-OpWas sie allerdings nicht erwähnen: Die japanische Beponenten. völkerung erkrankt deutlich öfter an anderen Krebsarten Mal sehen, was sie dazu zu sagen haben. wie Speiseröhren-, Magen-, Pankreas-, Schilddrüsenoder Leberkrebs (8,9). Diese Information wird uns fast Die Argumente gegen Soja immer unterschlagen. Am 19, Februar 1999 unterzeichneten zwei WissenZudem haben Forscher in einer Studie, die im Mai 2002 schaftler der Food and Drug Administration einen Proin der Zeitschrift Cancer Research abgedruckt wurde testbrief gegen die Zulassung von Soja durch ihre Be(10), die Wechselwirkungen zwischen Genistein (dem hörde (6):Sie wiesen auf eine Reihe von Tierversuchen wichtigsten der Soja-Isoflavone) aus der Ernährung und hin, die Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von Tamoxifen (einem Östrogen-Antagonist, der bei der Soja und verschiedenen gesundheitlichen Problemen Therapie des östrogenabhängigen Brustkrebs eingegezeigt hätten, darunter unter anderem auch Krebs. setzt wird) untersucht. In ihrem Brief sprechen sie die östrogenähnlichen EiDazu pflanzten sie Mäusen, denen man zuvor Eierstökgenschaften der Soja-Isoflavone an. Sie weisen darauf ke und Thymusdrüse entfernt hatte, östrogenabhängige hin, dass die Soja-Isoflavone „in östrogensensitiven GeBrustkrebszellen ein. Diese Maßnahme ist deswegen weben eine Toxizität demonstrieren. Gleiches gilt für wichtig, weil die Ovarien und die Thymusdrüse Östrodie 31 Graphen für die Dosisreaktion hormongen ausscheiden . Durch die Entfernung dieser Orgaimitierender Chemikalien, bei denen kein Schwellenne sollte sicher gestellt werden, dass jeder östrogenwert zu finden ist.“ ähnliche Effekt ausschließlich durch das Soja ausgeUnd weiter schreiben sie: „Unser Fazit ist, dass keine löst worden sein konnte. Dosis ohne Risiken ist und dass der Umfang desRisikos Die Forscher fanden heraus, dass das Genistein die nur eine Funktion der Dosis darstellt.“ östrogenhemmende Wirkung desTamoxifens entweder Was wollen uns die Wissenschaftler mit ihren Fach- zunichte machte oder sie zumindest „überwältigte“: chinesich sagen? Einfach das Folgende: Alle Gewebe, Aufgrund dieser Ergebnisse rieten sie postmenopaudie auf Östrogen reagieren (will sagen Brust, Uterus, salen Frauen zur Vorsicht, wenn sie während einer Gebärmutterhals, Ovarien usw.) interpretieren Soja als Tamoxifenthreapie mit ihrer Ernährung Genistein zu einen Östrogenimitator, der toxisch und ggf. sogar sich nehmen. krebserregend wirken kann. Anders ausgedrückt glauben die Wissenschaftler, dass Darüber hinaus gibt es für diese Toxizität keine Mindest- Frauen, die Tamoxifen einnehmen (müssen), um grenze. Egal, wie viel oder wenig Soja Sie essen oder Wachstum oder Ausbreitung ihrer Krebserkrankung zu als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen: Soja ist hemmen, vermutlich die Wirkung dieses Medikaments immer riskant! vollständig blockieren könnten, wenn sie Soja essen. Um Ihnen das Ganze noch etwas näher zu bringen: Das ist wie Schwimmen in haiverseuchten Gewässern. Ob sie nun nur 5 Minuten darin rumplanschen oder eine Stunde schwimmen – die Gefahr, gebissen zu werden, ist immer da. Bei der Auflistung ihrer Gründe, die FDA zur Rücknahme ihrer generellen Empfehlung für Soja ohne Berücksichtigung der „Dunklen Seiten“ aufzufordern, wiesen die Wissenschaftler besonders auf drei Konfliktpunkte hin: 1.die möglichen Verbindungen zwischen Soja und östrogenabhängigen Krebserkrankungen 2.potentielle Zusammehänge zwischen Soja und dem Schilddrüsengewebe, und 3.die Verwendung von Soja in der Säuglingsnahrung Da sind ziemlich schwere Vorwürfe. Wir wollen daher jeden einzelnen kurz beleuchten. Soja und die Schilddrüsen Wenn es um die Schilddrüse geht, zitieren die SojaGegener gerne Studien, nach denen der Konsum von Isoflavonen die Entwicklung von Schilddrüsenproblemen begünstigen können – zumindest bei Tieren. Um das etwas näher zu betrachten wollen wir uns mit einer Untesuchung beschäftigen, bei der die Wirkung von Genistein auf die Schilddrüsenfunktion von Ratten getestet wurde (11) Die Wissenschaftler verabreichten den Tieren mit Genistein angereichertes Futter und testeten danach deren Schilddrüsenfunktion. Sie fanden heraus, dass „Genistein in der Schilddrüse in Konzentrationen gefunden wurde, die eine dosisabhängige und signifikante Inaktivierung der Ratten-Thyroidperoxidase (RTP). … Weiterhin wurde die TPO-Aktivität dosisanhägig um bis zu 80 % reduziert.“ Einfacher ausgedrückt schaltete das Soja-Isolat die Schilddrüsenfuntion der Ratten praktisch komplett ab.

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 Allerdings handelte es bei dieser Untersuchung um einen Tierversuch an Ratten. Es wäre interessant, einmal eine Studie durchzuführen, bei der man diesen Effekt auch beim Menschen nachweisen würde. Dieses Mankos sind sich auch die Forscher durchaus bewusst. Denoch kamen sie zu dem Ergebnis, bereits die Möglichkeit, dass die regelmäßig konsumierten Sojaprodukte derartige Schäden provozieren können, biete ausreichend Grund zur Besorgnis.

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Und dann wundern wir uns, warum sich kleine Mädchen so viel früher entwickeln, als vor 20 Jahren und warum die Jungens hinterher hinken. Könnte das nicht alles durch das viele Östrogen kommen?

Schließlich und endlich weisen die Soja-Gegener auch noch auf eine Reihe von Allergien gegen Soja und Verdauungsprobleme hin, die durch Soja ausgelöst werden können: Magenkrämpfe, Blähungen oder Missempfindungen im Darmtrakt – alles Signale unseres Körpers, die uns zeigen sollen, dass der Verzehr von Soja in der Säuglingsnahrung Sojaprodukten viellicht doch nicht so gut ist, wie angeSind die Studien über Soja und Krebs bzw. Soja und nommen. die Schilddrüse schon besorgniserregend, entläd sich Was also ist das Fazit unserer Darstellung? der Zorn der Soja-Gegner besonders beim Thema Soja und Säuglinge. Die Realität: beide Seiten des Konflikts können sich auf „gute“ Studien berufen. Und auf diesem Kampfschauplatz ist es besonders eine Studie, die zu schockierenden Resultaten geführt hat. Soja scheint kardioprotektive (herzzschützende) Vorteile zu garantieren und kann definitiv helfen, WechForscher des Children’s Hospital Medical Center in seljahresprobleme zu lindern. Allerdings, der Grund Cincinnati, Ohio, führten eine radomisierte Doppelblinddafür, dass Soja so gut Cholesterinspiegel senkt und studie (12) durch, um zu sehen, wie viel Phytoöstrogen Hitzewallungen lindert, besteht nun mal in der Tatsa(das heißt pflanzliches Östrogen) 21 Säuglinge von vier che, dass es eben ein effektiver Östrogenimitator ist. Monaten über eine Säuglingskost auf Sojabasis aufnehmen. Unter dieser Voraussetzung ist klar, dass diese Tatsache für Personen mit einem östrogenabhängigen Krebs Sie teilten die Säuglinge in drei Gruppen auf. Eine der oder einem Schilddrüsenproblem Anlass zur Sorge sein Gruppe erhielt eine sojahaltige Säuglingkost, die zweimuss. Besonders gilt das natürlich für die Verabreichung te Gruppe ein Produkt auif Kuhmilchbasis und die dritte dieser Östrogene an Kleinkinder, deren kleine Körper Gruppe erhielt menschliche Brustmilch. Bei der nicht auf diesen Ansturm von (Phyto-) Östrogenen vorsojahaltigen Säuglingskost testeten die Wissenschaftbereitet sind. ler 5 unterschiedliche Marken, die ähnliche Konzentrationen an Soja-Isoflavonen und Soja-Isolaten enthiel- Oder, um nochmals die FDA-Wissenschaftler zu beten. mühen: „Auch wenn die Isoflavone in bestimmten Altersgruppen oder unter gewissen Umständen vorteilWie sich herausstellte, hatten die Kinder, denen man haft sein können, kann das nicht für alle Altersstufen die Sojanahrung verabreicht hatte, 214 (!) mal mehr gelten. Isoflavone sind wie „richtige“ Östrogene ein zweiGenistein (das wichtigste der Soja-Isoflavone) im Blut, schneidiges Schwert mit Nutzen und Risiken“. als die Kinder, die mit Kuhmilch gefüttert worden waren. Im Vergleich mit den gestillten Kindern war die Objektiv und ohne Vorbelastungen betrachtet sieht es Genisteinkonzentration sogar um das 240-fache höher. so aus, dass die Mehrzahl von uns Soja meiden sollte. Das gilt besonders für Personen, die selber an einem Auch das Daidzen (ein weiteres bedeutendes Sojaöstrogenbedingten Krebs bzw. Erkrankung oder an eiIsoflavon) war im Blut der Kinder 140 mal stärker konner Störung der Schilddrüse leiden bzw. gelitten haben zentriert, als bei den mit Kuhmilch ernährten Kindern ; oder Personen, in deren Familie es zu einer Häufung bei den gestillten Kindern war diese Konzentration sodieser Erkrankungen gekommen ist. Und unter gar keigar um das und 210-fache erhöht! nen Umständen sollte man Säuglingsnahrung verDie Forscher kamen zu dem Ergebnis, die „tägliche wenden die auf Soja basiert. Belastung der Säuglinge durch Isoflavone sei - auf das Eine andere Perspektive zu Sojaprodukten lautet: WelKörpergewicht umgerechnet - sechs- bis elfmal höher, che möglichen gesundheitlichen Vorteile Soja auf den als die hormonell aktive Konzentration bei Erwachseerste Blick bieten mag, es gibt IMMER eine Alternative nen, die sich mit Soja ernährten. wie z. B. der Verzehr anderer Pflanzen, die anderer, Und was noch schlimmer ist: Die Forscher sagten, dass weniger riskante herz- oder krebsschützende Phyto„in den 7 Säuglingen, die mit sojahaltiger Nahrung ge- chemikalien liefern. füttert worden waren, die Konzentration der zirkulierenWenn man aber eben diese Vorteile auch aus anderen den Isoflavonen 13.000 bis 22.000 mal höher waren, natürlichen Quellen erhalten kann, gibt es kaum noch als die normalen Plasmaöstradiolkonzentrationen in einen Grund, etwas zu verzehren, dass so eindeutig diesem Lebensalter und damit ausreichten, um eine und gut dokumentierte Gefahren bergen könnte. biologische Wirkung zu erreichen. Die einzige Ausnahme von der Regel gilt für Frauen in Das ist schon eine ziemliche Menge an unnatürlichem den Wechseljahren, die KEINE der nachfolgenden BeÖstrogen, das da durch die kleinen Körper kreist dingungen erfüllen:

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 persönliches oder familiär gehäuftes Auftreten einer östrogenabhängigen Krebserkrankung wie BrustUterus-, Gebärmutterhals-, oder Eierstockkrebs.  Schilddrüsenerkrankung bzw. familiäre Häufung solcher Krankheiten  Allergien gegen Soja  Probleme bei der Verdauung von Soja und/oder anderen Hülsenfrüchten Dieser recht kleinen Bevölkerungsgruppe kann Soja einen gewissen Nutzen bringen. Wenn Sie in diese Gruppe gehören: Meiden Sie jede Form von Sojasupplementen oder denaturierten Lebensmitteln aus Soja (wie z. B. Sojawürstchen oder TVP) und beschränken Sie Ihre Auswahl auf Sojabohnen (Edamame) aus kontrolliert biologischem Anbau) sowie fermentierte Sojaprodukte wie: Tempeh - traditionelles Fermentationsprodukt aus Indonesien, das durch die Beimpfung von gekochten Sojabohnen mit verschiedenen Schimmelpilzen entsteht

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compared to estrogen and placebo on menopausal symptoms: A randomized controlled study.” Maturitas. 2010 Sept 10 [Epub ahead of print]. 6 Sheehan, DM and Doerge, DR. 1999 Feb 18. Letter to FDA in reference to Docket #98P-0683. 7 Natural Medicine News (L&H Vitamins, 32-33 47th Avenue, Long Island City, NY 11101), 2000 Jan/Feb p. 8. 8 Harras, A (ed). Cancer Rates and Risks. National Institutes of Health, National Cancer Ins titute, 1996. 4th edition. 9 Searle, CE (ed.). Chemical Carcinogens. ACS Monograph 173, American Chemical Society, Washington, DC, 1976. 10 Ju, YH et al. “Dietary genistein negates the inhibitory effect of tamoxifen on growth of estrogen-dependent human breast cancer (MCF-7) cells implanted in athymic mice.” Cancer Res. 2002 May 1;62(9):2474-7. 11 Doerge, DR. “Goitrogenic and estrogenic activity of soy isoflavones.” Environ Health Perspect. 2002 June; 110 Suppl 3:349Das Rezept des Monats 53 . 12 Setchell, KD et al. “Exposure of infants to phyto-oestrogens from Kokos-Gemaüse-Curry soy-based infant formula.” Lancet. 1997 Jul 5. 350(9070):23-7.

Ein Gericht, dass sowohl Veganern als auch „Allesfressern“ munden könnte. Es hat einen herzhaften Geschmack, der durchaus vergessen lassen kann, dass dieses Gericht ohne irgendeine Form von tierischem Eiweiß auskommt. Durch das Einreduzieren der Kokosmilch wird das Gericht noch leckerer und die Cashewnüsse machen es zudem sättigender Zutaten

Miso - japanische Würzpasten für Suppen und Gemü- 1 El Olivenöl segerichte, die es in vielen Geschmacksvarianten gibt. 1 große Zwiebel fein gehackt Tamari - eine Sojasoße, die im Gegensatz zu der traditionellen Shoyu-(Soja-)Sauce ohne Weizen aus Gerste 2 El Currypulver und bakteriell fermemtierten Sojabohnen hergestellt wird 1/2 Blumenkohl, in Röschen zerteilt Natto - ein japanisches Spezialprodukt bei dem ganze ungeschälte Sojabohnen weich gekocht und anschließend mit einer Bakterienkultur versetzt werden. So werden Aminosäuren aufgeschlossen, Enzyme gebildet und es entsteht ein hoch verdauliches, gesundes und vitaminreiches Nahrungsmittel, das allerdings für westliche Zungen eher gewöhnungsbedürftig ist. Für alle anderen gilt: Sagen Sie nein zu Soja! 1 Möhre, geschält und in Scheiben zerteilt, 1 gelbe Paprikaschote, gehackt 1 Dose Kokosmilch 125 g. gehackte Cashewnüsse Meersalz und Pfeffer nach Geschmack Zubereitung

Denn wenn sie nicht einfach während des Mittagessens 1, Die Zwiebel im Olivenöl glasig dünsten ein oder zwei „Pillen“ oder zum Abendessen eine Hormon-kapsel runterschlucken würden, sollten Sie auch 2. Das Currypulver hinzufügen und 1 Minute mitdünsten auf Soja verzichten. Behandeln sie Soja wie das Östrogen, das es schließ- 3. Die Gemüse dazugeben und für 5 Minuten köcheln lich ist!
Quellen: Natural Health Sherpa, Soy Isoflavones: Superfood or Toxic Killer? 02/02/2011 1 Anderson, JW et al. “Meta-analysis of the effects of soy protein intake on serum lipids .” N Engl J Med. 1995. 333:276-82. 2 Lichtenstein, AH et al. “Lipoprotein response to diets high in soy or animal protein with and without isoflavones in moderately hypercholesterolemic subjects.” Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology. 2002. 22:1852-8. 3 Bazzano, LA et al. “Legume consumption and risk of coronary heart disease in US men and women.” Arch Intern Med. 2001. 161:2573-8. 4 Ferrari, A. “Soy extract phytoestrogens with high dose of isoflavones for menopausal symptoms.” J Obstet Gynaecol Res. 2009, Dec. 35(6):1083-90. 5 Carmignani, LO et al. “The effect of dietary soy supplementation

4. Die Kokosmilch in das Gemüse rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles 10 – 14 Minuten köcheln lasen bis das Gemüse gar und die Kokosmilch einreduziert ist. Mit Reis servieren

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Daraus könnte man sogar einen Trinkspruch machen: Auf das was wir lieben – unsere Herzen, unsere Seele Bier, Gewichtsreduktion und Diabetes – das sind drei und ein längeres leben! Begriffe, die auf den ersten Blick nur negativ verknüpft Quelle: sein dürften: Bierkonsum bewirkt eine Erhöhung des Edward Martin; Drink beer to lose weight and fight diabetes?, Körpergewichts und das wiederum führt zu Diabetes – HealthierTalk.com, 10. 02, 201, http://www.healthiertalk.com/drink-beer-lose-weight-and-fightrichtig?

Bier, Körpergewicht und Diabetes

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Auch 2009 keine Toten durch Vitamine. Wie ich (und mit mir sicherlich zahlreiche Freunde des Mineralstoffe, Aminosäuren oder Heikräuter
Nein, falsch! Gerstensafts) mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen können, müssen ein Paar Glas Bier am Tag (bzw. am Abend) im Rahmen einer gesunden Ernährung nicht zwangsläufig zu einer Gewichtszunahme führen. Im Gegenteil – man kann dadurch sogar das eine oder andere Kilo verlieren. Spanische Wissenschaftler untersuchten 1.249 Männer und Frauen im Alter von mehr als 57 Jahren und fanden heraus, dass die gewohnheitsmäßigen Biertrinker unter ihnen einen geringeren Körperfettanteil aufwiesen, seltener übergewichtig waren und zudem weniger wahrscheinlich unter Diabetes und/oder Bluthochdruck litten. Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln einmal mehr bestätigt Nach Informationen der aktuellen Daten des „US National Poison Data System“ ist es in den USA auch 2009 zu keinem einzigen Todesfall durch ein Nahrungsergänzungsmittel gekommen. Der neue, 200 Seiten starke Bericht der American Association of Poison Control Centers (AAPCC), der in der Zeitschrift Clinical Toxicology, veröffentlich wurde, führt null Todesfälle durch Multivitaminpräparate, null Todesfälle durch eines der B-VItamine, null Todesfälle durch die Vitamine A. C, D, E und null Todesfälle durch irgenein anderes Vitamin auf.

Dabei endete für Männer die optimale Tagesdosis mit dem dritten Bier, Frauen sollten schon nach dem zwei- Außerdem gab es keine einzige Meldung über einen Todesfall durch eine Aminosäure, ein Heilkraut oder ein ten Humpen dankend abwinken. Mineralstoffpräparat. Nach Ansicht der Wissenschaftler wird das Resultat nicht durch das Bier alleine garantiert, es ist viel mehr Zwei Personen starben an einer Vergiftung durch einen die Kombination aus einem kühlen Getränk und der Mineralstoff, der nicht mit der nahrung oder als mediterranen Kost; die für diesen Teil Europas typisch Nahrungsergänzungsmittel aufgenomme worden war, ist. Denn, so die Forscher, der typische Bierbauch ist ein einem Fall handelte es sich dabei um ein Natriumweniger eine Folge des Bierkonsums, sondern der Spei- salz, im anderen Fall um ein Eisensalz bzw. Eisen. Auf der Seite 1139 weist der AAPCC-Bericht explizit darauf sen und Snacks, die zum Bier vertilgt werden. hin, das es ich bei dem Tod durch das Eisenprärat nicht Wem diese Nachricht noch nicht Ansporn genug ist, um ein Nahrungsergänzungsmittel gehandelt hat. Eine hin und wieder mal ein Bier zu genießen, sollte sich weitere Person solle angeblich durch ein „unbekanntes dessen bewusst sein, dass eine andere Untersuchung Nahrungsergänzungsmittel oder homöopathisches Mitergeben hat, dass Personen, die moderat Alkohol – tel“ gestorben sein. Diese Behauptung ist reine Spekuegal ob Bier, Wein oder Spirituosen – konsumieren, all- lation, da sie nicht verifiziert werden kann. gemein gesünder und in einem besseren Zustand sind, als Personen, die keine alkoholischen Getränke zu sich Ungefähr 50 % der US-Bürger nehmen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel ein. Selbst wenn jede dienehmen. ser Personen am Tag nur eine einzige Tablette einnehErst im letzten Jahr fanden Forscher bei der Analyse men würde, entspräche das dennoch mehr als 155 Milder Gesundheitsdaten von fast 20.000 Frauen heraus, lionen individueller Tagesdosen oder 57 Milliarden Dodass moderate „Trinker“ nach 13 Jahren Studiendauer sen pro Jahr. Da viele Verbraucher aber mehr als nur um 30 % seltener zu Übergewicht oder Adipositas (Fett- eine Vitamin- oder Mineralstofftablette einnehmen dürfsucht) neigten. ten, liegt der aktuelle Verbrauch deutlich höher, was die Hingegen wiesen die Frauen, die überhaupt keinen Al- Sicherheit von Nahrungsergänzungsmittel noch kohol tranken, die höchste allgemeine Gewichtszunah- eindrucksvollre belegt. me auf – und das auch noch, nachdem die Wissen- Wenn Nahrungsergänzungsmittel wirklich so „gefährschaftler ihre Daten Faktoren wie Ernährung, Lebens- lich“ sind, wie immer behauptet wird – wo sind dann die führung und Fitness angepast hatten. Leichen? Wie sich zudem gezeigt hat, können alkoholische Getränke Herz und Seele schützen – und ein moderater Konsum kann Ihnen sogar dabei helfen, länger zu leben – besser geht es doch nicht, oder?
Quellen: Poison Control Statistics Prove Supplements’ Safety Yet Again, Orthomolecular Medicine News Service, January 5, 2011 Bronstein AC, Spyker DA, Cantilena LR Jr, Green JL, Rumack BH, Giffin SL. 2009 Annual Report of the American Association of Poison Control Centers’ National Poison Data System (NPDS): 27th Annual Report. Clinical Toxicology (2010). 48, 979-1178.

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4Flamingos pHakten1. Quartal 2010 „bewährte” oder „evidenzbasierte” therapeutische Schnellschüsse wie z. B. die erwähnte MagenbypassOperation zu verlassen. Eine meiner Bekannten erzählte mir die folgende Geschichte: Jahrelang hatte sie unter einer Gelenkerkrankung gelitten, die sie selbst als rheumatoide Arthritis bezeichnete. Sie nahm bis zu 5 rezeptpflichtige Medikamente gleichzeitig ein und litt demzufolge auch unter einer Vielzahl von - teilweise recht beängstigenden Nebenwirkungen. Schließlich – und weil die bisherigen therapeutischen Versuche eher ernüchternd ausgefallen waren, entschied sie sich dazu, alle glutenhaltigen Nahrungsmittel vom Speiseplan zu streichen. Schon am ersten Tag ihrer glutenfreien Diät ging es ihr so gut, dass sie ihre Medikamente absetzen konnte und bis heute nach wie vor schmerz- und beschwerdefrei ist. Bisher war das alles schon recht aufregend. Abstrus aber wird die gesamte Geschichte erst jetzt. Denn auch die Mutter meiner Freundin hatte schon fas ihr gesamtes Leben unter einer rheumatoiden Arthritis gelitten und war wegen der Nebenwirkungen “ihrer” Rheumamittel schon mehrfach mit schweren Infektionen in ein Krankenhaus aufgenommen worden. Als diese Mutter ihrem langjährigen Arzt über die Erfolge ihrer Tochter mit der glutenfreien Kost berichtete, zuckte der noch nicht einmal mit der Wimper. “Ach, ja,“ sinnierte er, „davon habe ich auch schon gehört, dass das bei manchen Rheumatikern helfen soll.“ Wäre das alles nicht so traurig, könnte man fast darüber lachen. Aber stellen wir uns doch einmal vor, wie anders das Leben dieser Frau verlaufen wäre, hätte ihr Arzt unmittelbar, nachdem er „davon gehört“ hatte, seiner Patientin vor dem nächsten Griff zum Rezeptblock gesagt hätte: „Ich habe da etwas Neues gelesen. Vielleicht sollten wir das einfach mal ausprobieren“.
Quellen: ”Clinical Trial Will Test Whether Surgery Is the Best Option for Type 2 Diabetes, Even for Patients W ho Aren’t Obese,” Newswise (www.newswise.com) Should all diabetics go under the knife?, Health e-Tips 21.02. 2011

März 2011

Liebe Leser,
Wie können wir es schaffen, auch unsere derzeit darbenden Freunde in Weiß am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung partizipieren zu lassen – denn ist es nicht ein Unding, dass ein Akademiker, der sechs und mehr Jahre (auf unser aller Kosten) Medizin studiert hat, dann mit einem Hungerlohn von 100.000 Euro pro Jahr abgefunden wird? Nun, zumindest für einen Teil der Weißkittelbrigade hätte ich da eine famose Idee: Magenbypassoperationen für alle!!!!! Also gut, nicht wirklich für alle, aber zumindest für alle Mitbürger mit einem Diabetes vom Typ II. Das ist immer noch ein ziemlich großer Anteil unserer Zeitgenossen. Und so hat eine Gruppe von Forschern vom New YorkPresbyterian Hospital und dem Weill Cornell Medical Center eine Versuchsreihe gestartet, um zu testen, ob ein operativer Eingriff tatsächlich die beste medizinische Option zur Kontrolle eines Typ 2-Diabetes sein könnte. Jawohl Sie haben richtig gelesen – ein sogenannter Magenbypass, bisher nur schwerst fettleibigen Personen vorbehalten, könnte schon bald zur Standardtherapie für übergewichtige (was auch immer das heißen mag) und leicht adipöse (fettleibige) Personen werden. Für die Versuchsreihe teilt man 50 Personen in zwei Gruppen ein; die eine davon wird „operativ“, die andere „traditionell“, also mit einer Veränderung der Lebensumstände behandelt. Und wenn diese Studie das gewünschte Ergebnis zeitigt, könnten sich schon bald Millionen Menschen für eine „Diabetes-Operation“ unter das Messer legen. Meines Erachtens ist es schon ziemlich erstaunlich, dass die Schulmedizin so viel Zeit und Energie investiert – von der Bereitschaft Patienten gezielt eine Reihe schwerer Risiken auszusetzen ganz zu schweigen – um derart drastische „Lösungen“ für eine chronische Erkrankung zu finden, die man ebenso gut mit einfachen, sicheren und WIRKSAMEN Maßnahmen beherrschen könnte. Denn schon eine relativ oberflächliche Suche im Internet zeigt einen bunten Strauß möglicher Verfahren, die besonders bei einem Typ 2-Diabetes erfolgreich sein können, ohne dass dazu Löcher oder Schnitte in die Bauchdecke erforderlich wären. Und daher müssen wir mehr jene Ärzte unterstützen, die zuerst einmal natürliche Verfahren bevorzugen, die Ernährung, Nahrungsergänzung und ganzheitliche Medizin vor Skalpelle oder Pillen stellen. Dazu muss der Arzt oder Therapeut natürlich auch bereits sein, MIT seinen Patienten zu arbeiten, um für jeden von ihnen die beste Option individuell festzulegen, statt sich auf

Jod, Tocotrienole, Beeren, Alpha-Liponsäure und Mikroalgen: Im Falle eines Falles ...
Aufgrund der aktuellen Geschehnisse rund um die japanischen Atomkraftwerke nehmen auch in Deutschland die Befürchtungen zu, wir könnten das Opfer ähnlicher Probleme werden. Nun gut: Die Wahrscheinlichkeit eines ähnlich großen Erdbebens ist bei uns eher gering, die Gefahr eines nachfolgenden Tsunamis noch geringer und anders als im Fall Tschernobyl muss der radioaktive Fallout aus Japan erst einmal um den halben Erdball geweht werden, um uns zu gefährden. Dafür aber haben wir eine ähnlich große Gefahrenquelle: unsere Bundesregierung, die erst vor Kurzem im berühmt berüchtigten „Herbst der Entscheidung“ dafür gesorgt hat, dass uralte und fahrlässig unsichere Atomkraftwerke, bei denen schon eine einzige Kollision mit einem handelsüblichen Verkehrsflugzeug für ein deut-

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 sches Fukushima ausreichen dürfte, noch bis zum Sankt Nimmerleinstag weiter betrieben werden dürfen – und das nur, damit sich unsere darbende Energiewirtschaft nicht nur dumm, sondern auch noch dämlich verdienen kann.

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ein Großteil in das wichtige antioxidative Netzwerk eingebunden sind, durch das die DNA vor Schäden geschützt wird. In unserer Ernährung finden sich diese Nährstoffe vor allem in Obst, Gemüsen, Molkeproteinen und ganzen Körnern. Außerdem wird fast jeder Nährstoff mit antioxidativen Eigenschaften, wie z. B. die Ascorbinsäure (Vitamin C) ebenfalls helfen, das Antioxidanzien-Team zu unterstützen. Daher empfiehlt sich für jeden vorbeugend (und nicht nur im Falle einer aktuellen radioaktiven Belastung) ein Cocktail aus den folgenden Antioxidanzien: Selen, Vitamin C, N-AcetylCystein (ACC), Alpha-Liponsäure (ALA), Alpha-Tocopherol (Vitamin E) und CoQ10. Wie sich gezeigt hat, kann die Einnahme dieses Cocktails auch noch 24 Stunden nach einer Strahlenbelastung schützend wirken.

Wie vor Kurzem zu erfahren war, würden im Fall eines deutschen Reaktorunglücks mittleren Ausmaßes noch nicht einmal genügend Jod-Tabletten vorhanden sein, um die Bevölkerung ausreichend vor radioaktiver Strahlung zu schützen. Auch wenn wir hier und heute kein nukleares Horrorszenario heraufbeschwören wollen, möchten wir dennoch die Gelegenheit nutzen, um die pHakten-Leser für den Fall aller Fälle vorzubereiten. Und das ein AKW seine Umgebung auch belasten kann, ohne dass es „explodiert“, zeigen ja wohl hinlänglich die Berichte über ein erhöhtes Krebsrisiko bei Perso- Besonders interessant sind dabei die im Folgenden ernen, die längere Zeit im Dunstkreis einer solche Anlage wähnten drei Nährstoffe, deren Schutzwirkung gegen gelebt haben. radioaktive Strahlung sogar wissenschaftlich belegt ist: Tocotrienole, Beerenfrüchte und Liponsäure. Im Fernsehen können wir sehen, wie die japanischen Behörden an alle Bürger, die im Schatten der Reakto- Tocotrienole sind eine der zwei Stoffgruppen, aus deren leben, Jodtabletten verteilen, weil bekannt ist, dass nen sich das „echte“ natürliche Vitamin E zusammendie Schilddrüse auf eine radioaktive Belastung beson- setzt (die zweite Stoffgruppe sind die Tocopherole) und ders sensibel reagiert. Wenn man den Körper mit Jod die eine Art von Schutz bieten, die das eigentliche Vitüberflutet, kann das dann von der Schilddrüse aufge- amin E (alpha-Tocopherol) nicht leisten kann. In einem nommen werden und blockiert so die Ablagerung ra- aktuellen Tierversuch des Forschungsinstituts für Strahdioaktiver Stoffe in dieser Drüse. Dadurch beugt man lenbiologie der US-Armee hat sich gezeigt, dass Gamin erster Linie der späteren Entstehung einer Schild- ma-Tocotrienolm, eines der (vier) Mitglieder der drüsenkrebserkrankung vor (die in westlichen Ländern Tocotrienolfamilie den ganzen Körper vor einer Belawie den USA übrigens bereits heute epidemieähnlich stung durch radioaktive Strahlung schützen kann. auftritt – teilweise als Resultat zu vieler und überflüssiDurch eine massive Strahlenbelastung wird die DNA ger Computertomografien). geschädigt, was besonders auf die DNA der Zellen im Im Idealfall sollte eine derartige Jod-Sättigung 24 Stun- Knochenmark zutrifft, die für die Produktion der lebensden VOR einer Strahlenbelastung beginnen und für die wichtigen roten und weißen Blutzellen sind. Daher hat gesamte Dauer dieser Belastung aufrecht erhalten wer- jede Strahlenbelastung negative Auswirkungen auf den den. Leider ist diese Lösung nicht ganz ohne Risiken, Zustand des Herz-Kreislaufsystems und das Immunvor allem, wenn man dafür Natriumjodid einsetzt. Denn system, was die Energiebalance stört und das Krebsdiese Form von Jod kann die Schilddrüsenfunktion be- risiko erhöht. Von besonderer Bedeutung sind hier die einträchtigen und zu einer Hyper- oder Hypothyreose sogenannten hämatopoetischen (blutbildenden) Stamm(Über- bzw. Unterfunktion der Schilddrüse) führen. Da zellen (HSCs), die ständig unser Blut regenerieren und diese Gefahr im Vergleich mit einer akuten Strahlen- aus denen sich sowohl weiße als auch rote Blutzellen belastung eher vernachlässigt werden kann, macht die bilden sowie die hämatopoetischen StammzellenvorJodgabe auf jeden Fall Sinn. Die bessere Alternative läufer (HPCs), die in andere spezifische Blutzellen umwäre bei hohen Joddosen allerdings ein wasserlösli- gewandelt werden können. Beide Zelltypen, HSCs und ches Jodpräparat. HPCs, machen die Lebenskraft der Blutregeneration aus und sind unverzichtbar für unsere Gesundheit. Allerdings sind die meisten Gesundheitsbehörden mit der Empfehlung, die Schilddrüse mit Jod zu schützen, In dem erwähnten Tierversuch wurden Mäuse in zwei oft schon mit ihrem Latein am Ende. Dabei gibt es eine Gruppen aufgeteilt – eine der Gruppen erhielt das GamReihe weitere Maßnahmen, die jedem Einzelne über- ma-Tocotrienol und die andere nichts. Dann setzte man legen sollte. Denn radioaktive Strahlen führen dazu, alle Tiere einer nicht tödlichen Strahlendosis aus. In der dass in unserem Körper Unmengen an freien Radika- Gamma-Tocotrienolgruppe waren nach der Bestrahlung len entstehen, die Veränderungen der DNA bewirken noch 86 – 80 % der HSC vorhanden, in der Kontrollund langfristig – noch 10 bis 20 Jahre später - die Krebs- gruppe waren die Zellen um 50 %zurückgegangen. gefahr deutlich erhöhen können. Daher scheint es eine Zudem erholten sich die HPCs in der Gammagute Idee zu sein, generell den antioxidativen Schutz Tocotrienolgruppe innerhalb von 7 Tagen wieder volldes Körpers im Ganzen zu stärken. Denn leider ist bei kommen, in der Kontrollgruppe blieben sie mehrere der Mehrzahl der Bürger dieses Verteidigungssystem Wochen lang bei 30 % des Ausgangswertes. Wie eine in einem eher jämmerlichen Zustand. detaillierte Analyse des Knochenmarks zeigte, dass das Gamma-Tocotrienol die regenerative Unversehrtheit der Zahlreiche Nährstoffe liefern Antioxidanzien, von denen

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Knochenmarkszellen garantiert hatte. Wie die Autoren zusammenfassten, „... schützt Gamma-Tocotrienol das hämatopoetische Gewebe, indem es die HSCs und die HPCs erhält und indem es einer anhaltenden Schädigung der DNA vorbeugt.“

4Flamingos pHakten1. Quartal 2010

der übelsten Sorte. Vermutlich dürfte Ihr Antioxidanzienkonto schon durch die „einfachen“ gesundheitlichen Belastungen des heutigen Lebens regelmäßig überzogen werden, die Stärkung dieses Postens – um in dieser Terminologie zu bleiben – ist unerlässlich, um sich kommenden Bedrohungen rechtzeitig anpassen zu Auch ein weiterer Tierversuch aus der jüngeren Verkönnen. gangenheit hat gezeigt, dass das Gamma-Tocotrienol die Nebenwirkungen einer Strahlenbelastung neutrali- Eine Randbemerkung zum Schluss. sieren und dabei besonders die Bildung des PeroxyAngesichts der aktuellen Situation erscheint es geranitrits, des aggressivsten freien Radikals, reduzieren dezu wie eine Ironie des Schicksal, dass eben die zwei kann. Das ist besonders wichtig, weil die Gesamtheit Typen von Mikroalgen, die noch vor wenigen Wochen aller oxidativen Reaktionen im Körper in einer Art Ketvon der „Stiftung Warentest“ in Bausch und Bogen als tenreaktionen zur Produktion großer Mengen Peroxywirkungslos abgewatscht worden sind, möglicherweinitrit führen kann. Die Abschaltung der Peroxyse für zahlreiche mit Radioaktivität verseuchte Japaner nitritproduktion als Folge einer Strahlenbelastung ist zur letzten Rettung werden könnten. besonders wichtig, wenn es darum geht, die DNA zu Bereits als die japanische Bevölkerung im Jahre 1945 schützen. zum ersten Mal mit Radioaktivität in Kontakt gekomDie Liponsäure ist ein sehr kleines, vielseitiges, weil men war, setzte Dr. Tatsuichiro Akizuki, der internistische fett- und wasserlösliches Antioxidanz. Wie UntersuChefarzt des St. Franziskus Hospitals in Nagasaki zur chungen an Tieren gezeigt haben, kann sie nach einer Behandlung der Strahlenopfer neben anderen Stoffen Strahlenbelastung die antioxidativen Verteidigungsauch die Spirulinaalge ein. . Seine Behandlungsmethomechanismen in zahlreichen Geweben des Körpers de: Patienten und Mitarbeiter mussten eine strenge Diät aufrecht erhalten und so besonders Gehirn, Leber, Milz, aus braunem Reis, Miso, Wakame, Kombu, MeeresalNieren und Hoden schützen. gen und Spirulina verzehren, Zucker und andere SüDer gesundheitliche Zustand der 6.000 lettischen Ar- ßigkeiten waren wegen ihrer immunsubprimierenden beiter, die zu Aufräumarbeiten im Atomreaktor von Wirkung verboten, Wegen des hohen Gehalts an AlTschernobyl eingesetzt worden waren, ist über mehre- gen rettete Akizuki jeden in einem Krankenhaus vor re Jahrzehnte überwacht worden. Diese Arbeiter litten der Strahlenkrankheit (Tatsuichiro Akuziki, M.D., Nagaunter abnorm starken Problemen Ihres Nerven-, saki 1945. London Quarter Books, 1981.) Verdauungs-, Atmungssystems, des endokrinen und kardiovaskulären Systems und des Immunsystems. Auch nach der Tschernobylkatastrophe wurde die SpiruWie eine Studie gezeigt hat, an der einige dieser Arbeilinaalge mit Erfolg eingesetzt. Um den mehr als 160.000 ter 10 Jahre nach Tschernobyl teilgenommen hatten, radioaktiv verseuchten Kindern zu helfen, versorgte die konnten durch die Gabe von 600 mg Liponsäure pro Firma Earthrise UK, eine Tochter des amerikanischen Tag über einen Zeitraum von zwei Monaten einige, aber Earthrise – Konzerns (weltweit einem der größten Spirunicht alle anomalen Laborwerte der Betroffenen norlina-Anbieter) weißrussische Kliniken mit Spirulina-Tamalisiert werden. Leider hatte man den Männern vor, bletten und -Pulver. Nach Angaben des Instituts für und während der Strahlenexposition keine derartige Hilfe Strahlenmedizin Minsk bewirkte die Einnahme von 5 zukommen lassen - es hat sich gezeigt, das eine VorGramm Spirulina für 45 Tage bei den verstrahlten Kinbehandlung mit Liponsäure deutlich die Strahlendern eine Stärkung des Immunsystems und eine Erhöschäden am Gehirn reduzieren kann. hung der T-Zell-Zahlen. Auch ein Extrakt aus Blaubeeren oder Erdbeeren kann Dabei senkte die Blaugrünalge schon nach 20 Tagen nach Untersuchungen des amerikanischen Landwirtdeutlich die Radioaktivitätswerte im Urin um 50 %: Selbst schaftsministeriums dabei helfen, das Gehirn vor den bei Kindern mit schwerer Strahlenkrankheit konnten die Nebenwirkungen einer Strahlenbelastung zu schützen. Algen bestimmte gesundheitliche Bereiche wieder herDabei schützten interessanterweise die Polyphenole der stellen. Auf Grundlage der Erkenntnisse des Minsker Früchte unterschiedliche Bereiche des Gehirns – was Instituts kam das weißrussische Gesundheitsministerideutlich dafür spricht, seine Ernährung mit einer groum zu dem Schluss, die Spirulinaalge beschleunige die ßen Auswahl von Beerenfrüchten aufzuwerten und/oder Eliminierung radioaktiver Stoffe aus dem menschlichen ein Nahrungsergänzungsmittel zu wählen, das aus Körper. mehreren Beerenfrüchten hergestellt wurde. Auch wenn Ihnen Stiftung Warentest etwas anderes Macht ein ausreichendes antioxidatives Verteidigungsweismachen will: Die Chlorella-Alge gehört zu den am system schon für die optimale Gesundheit unter norhäufigsten wissenschaftlich untersuchten Algen und es malen Bedingungen Sinn, so gilt sie vermehrt für den gibt zahllose Studien, die gezeigt haben, dass Chlorella Sonderfall einer erhöhten Belastung mit radioaktiven vor Chromosomenschäden durch Gamma-Strahlen Strahlen. Eine radioaktive Belastung ist schließlich auch schützen kann. Neben zahlreichen anderen Nährstofnur eine weitere Art von Stress - wenn auch Stress von fen weist die Chlorella-Alge den höchsten Gehalt an

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 Chlorophyll auf. Nach Angaben aus dem Buch „How to Support the Body’s Healing after Intense Radioactive or Radiation Exposure“(Wie man die körperliche Heilung nach einer intensiven Strahlenbelastung fördert“) hat chlorophyllreiches Futter im Tierversuch die Überlebensrate der Versuchstiere nach Gabe einer tödlichen Strahlendosis erhöht.
Quellen: Byron J. Richards, CCN; Iodine, Tocotrienols, Berries , and Lipoic Acid to protect against Radiation Exposure, NewsWithViews.com, 15. März, 2011 Bill Brody; How to Support the Body’s Healing after Intense Radioactive or Radiation Exposure. Top Shape Publishing LLC, 2004. Chlorella and Spirulina Protects Your Health from Radiation Exposure, http://factoidz.com/chlorella-and-spirulina-protects-your-healthfrom-radiation-exposure/ Dr. Linda Page, Seaweed for protection against radiation, HealthierTalk.com; 16: März 2011; http://www.healthiertalk.com/seaweed-protection-against-radiation3581

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Im Jahre 2006 wurde in den USA ein Impfstoff gegen das Humane Papillomavirus – Gardasil – entwickelt. Die Impfung mit Gardasil wirkt gegen 4 der über 100 unterschiedlichen HPV-Typen. Jede Impfstoffdosis enthält Polysorbat 80 sowie 225 µg Aluminium. Der in Europa ebenfalls zugelassene HPV-Impfstoff Cervarix wird durch die gentechnische Manipulation der Zellen eines wurmähnlichen Insekts namens Trichoplusian produziert. Cervarix enthält sogar 500 µg Aluminium. Bis zum Februar 2011 sind der amerikanischen Regierung 20.500 Fälle von Gadasil-Nebenwirkungen gemeldet worden, das entspricht durchschnittlich 12 Fällen pro Tag. Etwa die Hälfte dieser Fälle erforderten die Konsultation eines Arztes bzw. den Besuch einer Notfallambulanz, Hunderte Mädchen und junge Frauen mussten längere Zeit stationär behandelt werden. In einer Reihe von Berichten, die der amerikanischen Pharmakontrollbehörde FDA vorgelegt wurden, wird auf 89 Todesfälle als Folge von Thrombosen, Herzinfarkten und anderen Ursachen hingewiesen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Empfänger(innen) des Impfstoffs- im Wesentlichen junge Frauen – Opfer von ernsten und teilweise lebensbedrohlichen Zwischenfällen wie z. B. einem Guillain-Barre Syndrom, Krampfanfällen, Schwellungen der Gliedmaßen, Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen, Sehstörungen, Arthritis, Atembeschwerden, schwere Hautausschläge, anhaltendes Erbrechen, Fehlgeburten, unregelmäßige Monatsblutungen, Schwangerschaftskomplikationen, Genitalwarzen (!), Läsionen der Scheide sowie – oh Wunder über Wunder – einer Infektion mit dem HP-Virus, (vor dem diese Impfung ja eigentlich schützen sollte). Nach Meinung von Frau Dr. Diane Harper, Leiterin der Abteilung für gynäkologische Krebspräventionsforschung an der Universität von Missouri, ist die „Menge an schweren Nebenwirkungen (von Gardasil) höher, als die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs.” (ABC News 19. August 2009)

Impfungen II: HPV und natürliche Alternativen zur HPV-Impfung - ein Update
Die Tatsache, dass wir das Thema HPV-Impfung in den letzten 6 Monaten in dieser Publikation etwas stiefmütterlich behandelt haben, soll weiß Gott nicht bedeuten, es wäre alles eitel Sonnenschein und alle (unsere) Befürchtungen hätten sich als voreilig erwiesen. Ganz im Gegenteil: Im gleichen Maße, wie die Zahl der gemeldeten Nebenwirkungen zunimmt, sinken die Belege dafür, das diese Impfung sinnvoll oder gar wirksam wäre. Daher hier noch einmal eine Übersicht über das Problem und der eine oder andere Vorschlag zu seiner Lösung: Das Humane Papillomavirus (HPV) ist ein relativ häufig vorkommendes Virus, dass in erster Linie beim Geschlechtsverkehr übertragen wird und dann zum Teil zur Entstehung von Papillomen (Warzen im Genitalbereich) beitragen kann. Andere Formen des HPV können auf der Schleimhaut der Gebärmutter ein abnormes Zellwachstum provozieren, aus dem sich ggf. Jahre später ein Krebs entwickeln kann. Allerdings verlaufen die meisten HPV-Infektionen harmlos und verschwinden auch ohne Behandlung wieder. Wenn das Immunsystem in der Lage ist, das Virus zu vernichten, bemerken die infizierten Frauen häufig noch nicht einmal, dass sie infiziert wurden.

Das Gardasil wird als 100 % effektiv bezeichnet. Das allerdings ist eine trügerische Bewertung der wahren Fähigkeit der Impfung, wirklich vor einer Gebärmutterkrebserkrankung zu schützen. Denn das Gardasil wirkt nur gegen zwei der krebsauslösenden HPV-Typen – denen, die auch im Impfstoff enthalten sind – tatsächlich aber gibt es insgesamt mindestens 15 (!) HPV-ArDas Durchschnittsalter der Frauen, bei denen ein ten, die eine solche Erkrankung begünstigen können. Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wird, beträgt 48 Und daher wird und kann die Impfung auch nicht vor Jahre. Im Alter unter 35 Jahren sind Krebserkrankun- einer Infektion mit den HPV-Stämmen schützen. Die gen und Todesfälle sehr selten und im Alter von unter nicht in dem Impfstoff enthalten sind. Während einer 20 Jahren praktisch nicht existent. Erprobungsstudie des Impfstoffs infizierten sich HunDer Gebärmutterhalskrebs tritt nicht so häufig auf, wie andere Formen von Krebs, die Raten von Haut-, Dickdarm- Bronchial- und Brustkrebs sind deutlich höher. So ist für eine Frau die Gefahr. an Brustkrebs zu erkranken, etwa 15 Mal so hoch, wie das Gebärmutterhalskrebsrisiko. derte von Frauen, die das Gardasil erhalten hatten, mit dem HP-Virus. Zudem, warnt der Impfstoffhersteller die Frauen im Beipackzettel, dass „die Impfung keinen Ersatz für eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs ist.“ Gardasil ist zum Einsatz bei Mädchen und Frauen im

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Alter zwischen 9 und 26 Jahren zugelassen. Allerdings ist der Impfstoff bei Frauen unwirksam, die bereits mit einem der relevanten HP-Viren infiziert ist. In den USA werden 24 % der Frauen im Alter von 15 Jahren, 40 % im Alter von 16 Jahren und 70 % im Alter von 18 Jahren sexuell aktiv (Vital Health Statistics 23, 2004:1-48). Somit dürften viele junge Teenager bereits mit einem der HP-Viren Bekanntschaft gemacht haben, die im Gardasil enthalten sind. Aus diesem Grunde lehnt die American Cancer Society auch die Empfehlungen des Center for Disease Control (CDC) ab, auch ältere Teenager und junge Frauen zu impfen (Wall Street Journal (16. April 2007: A1+). Nach Meinung des HPV-Experten Dr. George Sawaya, der die laufenden HPV-Studien analysiert hat , sind die Vorteile der Impfung gering und die Wirkung recht klein. Daher „... sollte die Empfehlung, Frauen nach Beginn ihrer sexuellen Aktivität [noch] umfassend zu impfen überdacht werden.“Baltimore Sun 10. Mai 2007) Denn bei Frauen, die bereits mit den impfrelevanten (d. h. im Impfstoff enthaltenen) HPV-Arten infiziert sind, ist der Impfstoff nicht nur unwirksam, sondern er könnte sogar die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. In einer Untersuchung von Frauen, die vor der Impfung auf das „impfstoffrelevante HPV“ positiv reagiert hatten, wies der Impfstoff eine negative Wirksamkeit von – 45 % auf. Diese Frauen tendierten deutlich mehr zu Anzeichen einer Gebärmutterhalskrebserkrankung zu zeige, als die Frauen einer Placebogruppe. Stark untertrieben äußerte sich die FDA, „...es gibt überzeugende Beweise dafür, dass es dem Impfstoff in der Gruppe der Frauen an Wirksamkeit fehlt, die bereits mit dem HPV in Kontakt gekommen waren und diese Infektion nicht vollständig überwunden haben.“ (FDA. May 18, 2006 VRBPAC Meeting: Table 17).

4Flamingos pHakten1. Quartal 2010 Mitglied der Familie der B-Vitamine die eindrucksvollsten Fähigkeiten auf. Mehrere Studien haben gezeigt, dass niedrige Folatspiegel die Wirkung anderer Risikofaktoren des Gebärmutterhalskrebses steigern können, zu denen auch die HPV-Infektion gehört. Zum anderen scheinen hohe Folatspiegel wirksam vor HPV-Läsionen und anderen Risikofaktoren zu schützen. So haben Wissenschaftler in einer Untersuchung, die vor Kurzem in einem der führenden Fachmagazine über Krebs veröffentlicht wurde, Beweise für eine „protektive Rolle der Folsäure gegen prämaligne Läsionen des Gebärmutterhalses“ gefunden (Cancer Causes and Control Nov. 2003; 14(9):859-870). Andere Studien haben ergeben, dass eine Nahrungsergänzung mit Folsäure Läsionen des Gebärmutterhalses bei Patienten rückgängig machen kann, die orale Verhütungsmittel einnehmen – ein bekannter Risikofaktor für diese “präkanzerösen” Hautveränderungen. Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Hautveränderungen kam es durch eine folsäurereiche Ernährung zur vollständigen Rückbildung der Hautschäden innerhalb von nur drei Monaten (Am J Obstet Gynecol. (Mar 1992);166(3):803-809; JAMA 1992;267:528-533; Am J Clin Nutr. (Jan 1982); 35(1):7382.) Andere Studien konnten diese Ergebnisse bestätigen. Wie eine Studie zeigte, die im International Journal of Cancer abgedruckt wurde, weisen Frauen, die selten Tomaten verzehren, ein um 500 % erhöhtes Risiko für präkanzeröse Hautveränderungen auf (1991;48:34-38.). Im Rahmen einer anderen Untersuchung bestimmte und verglich man die Konzentrationen von Mikronährstoffen im Blut von Frauen mit und ohne Gebärmutterhalserkrankung. Die Personen mit den höheren Lycopinund Vitamin A-Spiegeln im Blut hatten mehr Lebensmittel mit diesen Nährstoffen verzehrt und hatten ein um ein Drittel vermindertes Risiko, an einem Gebärmutterhalskrebs zu erkranken (Nutr. Cancer 1998; 31:31-40.) Und eine weitere Studie des American Journal of Epidemiology kam zu dem Schluss, dass eine geringe Zufuhr von Vitamin C ein unabhängiger Faktor für stärkere HPV-Läsionen ist (Nov 1981;114(5):71424).

Die Forschung hat gezeigt: Wenn Impfstoffe die nur eine kleine Gruppe von krankheitserregenden Virusstämmen attackieren, können weniger aktive diese Stämme ersetzen. Dadurch entwickeln sich diese weniger bedeutenden Virenarten von weniger bedeutenden zu wichtigeren Krankheitsfaktoren und können sogar gefährlich werden. Die Wissenschaftler befürchten nun, das Gardasil – das wie erwähnt nur bei 2 der 15 potentiell Fassen wir zusammen krebserregenden HPV-Stämmen wirkt – könnte dafür 1. Ein Gebärmutterhalskrebs tritt bei jüngeren Frausorgen, dass aus den früher unbedeutenden HPV-Stämen selten auf, am meisten gefährdet sind somit men jetzt wichtigere Krankheitsfaktoren werden könnältere Frauen und nicht etwa Teenager oder Subten. teenager. Alternativen zur HPV-Impfung 2. Der Gebärmutterhalskrebs tritt deutlich seltener Wie zahlreiche Studien überzeugend dargelegt haben, auf, als andere Krebsarten können die Ernährung und andere nutritive Faktoren 3. Der HPV-Impfstoff enthält Aluminium einen Großteil der Krebserkrankungen, darunter auch den Gebärmutterhalskrebs – verhindern und sogar 4. Die amerikanische Pharmakontrollbehörde hat schon die Vorstufen dieser Erkrankung eliminieren. bereits zahllose Berichte über lebensbedrohliche Besonders Obst und Gemüse haben sich gegen bösNebenwirkungen bei den Empfängerinnen des artige Erkrankungen als besonders vorteilhaft erwiesen HPV-Impfstoffs erhalten (Nutrition and Cancer 1992;18:1-29). Von allen nutriti5. Bei einigen Mädchen und jungen Frauen traten ven Faktoren weist das Folat bzw. die Folsäure (ein

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010 nach der HPV-Impfung Genitalwarzen, Hautveränderungen der Vagina und HPV-Infektionen auf. 6.

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Zahl der Ärzte in den USA: 700.000 zufällige, durch Ärzte verursachte Todesfälle pro Jahr: 120.000 Der Impfstoff wird mit Unregelmäßigkeiten bei der Das heißt: zufällige Todesfälle pro Arzt: 0,171. Fortpflanzung wie Fehlgeburten und Störungen Waffenbesitzer in den USA: 80.000.000 (ja, das sind der Regelblutung in Zusammenhang gebracht 80 Millionen) Die oft propagierte 98- bis 100%ige Wirksamkeit Zufällige Todesfälle durch Schusswaffen pro Jahr: des Impfstoffs bezieht sich nicht auf seine Fähig1.500 keit, eine Gebärmutterhalskrebserkrankung zu Zufällige Todesfälle pro Waffenbesitzer: 0,00188. verhindern. Die Impfung kann bestenfalls eine Statistisch sind also Ärzte etwa 9.000 mal gefährlicher begrenzte Anzahl von „prämalignen Läsionen” als Schusswaffenbesitzer. In Deutschland (ca. 40.000 verhindern, die aber häufig auch von selbst durch Ärzte versehentlich verursachte Todesfälle pro verschwinden. Jahr) und in Europa muss - wegen des geringeren ProEs ist nie beweisen worden, dass die Impfung vor zentsatzes an Waffenbesitzern und schärferen BestimGebärmutterhalskrebs schützt. mungen zum Waffenbesitz - eine statistisch noch höDer Impfstoff schützt lediglich vor 4 der mehr als here Gefährlichkeit von Ärzten im Vergleich zu Waffenbesitzern angenommen werden. 100 unterschiedlichen HPV-Stämmen

10. Darüber hinaus wirkt er auch nur bei 2 der minde- Quelle: Dr. Johann Georg Schnitzer ,http://www.dr-schnitzer.de stens 15 HPV-Stämme, die eine Gebärmutterhalskrebserkrankung auslösen können. ADHS: Wenn Ernährung besser wirkt als 11. Damit verbleiben 13 potenziell krebserregende HPV-Stämmem die nicht unmittelbar durch den Impfstoff beeinflusst werden was bedeutet: Auch eine geimpfte Frau kann an Gebärmutterhalskrebs erkranken. 12. Bei Frauen, die bereits mit einem impfstoffrelevanten (d. H. im Impfstoff vorhandenen) HPVStamm in Kontakt gekommen sind, wirkt der HPV-Impfstoff nicht, er kann sogar bei diesen Frauen das Risiko einer Gebärmutterhalserkrankung erhöhen! 13. Der Impfstoff kann bewirken, dass sich eigentlich unbedeutende HPV-Stämme zu wichtigen Krankheitsfaktoren entwickeln. 14. Zahllose Studien haben gezeigt, dass Frauen nur durch ein Paar minimale Veränderungen ihrer Ernährung in die Lage gesetzt werden, die Vorstufen einer Gebärmutterhalserkrankung zu eliminieren und dadurch dieser Erkrankung vorbeugen zu können.
Quellen: Neil Z. Miller, HPV and Natural Alternatives to the HPV Vaccine, NaturalNews.com 15. Februar 2011; http://www.naturalnews.com/ z031432_HPV_vaccines_alternatives.html

Medikamente
Kinder, bei denen eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (AHDS) festgestellt wurde, erhalten oft genug schlimme Medikamente – wobei alles was ihnen fehlt, eine gute Ernährung ist. Langsam, aber wirklich auch nur gaaaaaanz langsam befreundet sich die Schulmedizin mit der Vorstellung, das eine Ernährung aus denaturierten Nahrungsmitteln das Gehirn eines Kindes buchstäblich verrotten lassen kann, während der Bauchumfang zunimmt. Aber vielleicht merken die Betroffenen jetzt endlich auf, wo noch eine Studie zu dem Ergebnis gekommen ist, dass sich das Verhalten von Kindern deutlich bessert, wenn diese Nahrungsmittel vom Speiseplan gestrichen wurden. Für diese Untersuchung rekrutierten man 100 Kinder mit einer AHDS, überwiegend Jungen im Alter zwischen 4 und 8 Jahren - aus den Niederlanden und Belgien und teilte sie in zwei Gruppen auf. Während die Gruppe 1 eine strenge Diät einhalten musste, beließ man es bei der Gruppe 2 mit allgemeinen Informationen zu einer gesunden Ernährung. Gruppe 1 erhielt im Wesentlichen nur Reis, Fleisch, Gemüse und Birnen, als Getränk gab es Wasser. Nach 5 Wochen zeigte sich bei den Kindern der Gruppe 2 (allgemeine Ernährungsempfehlungen) keine Veränderung, während sich die Situation bei 78 % der Kinder, die sich an die Diät gehalten hatten, dramatisch verbesserte. In der Lancet berichteten die Studienbetreiber, bei diesen Kindern verringerten sich auf einer Skala von 72 Punkten zur Bewertung von AHDSSymptomen die Werte um 24 Punkte.

Ärzte und Waffenbesitzer: Wer ist gefährlicher

Da nach jedem Amoklauf erneut schärfere Waffenkontrollen gefordert werden und verschwiegen wird, dass ein entscheidender Auslöser die von Ärzten verordneten Psychopharmaka sind, ist seine Recherche zum Vergleich der Gefährlichkeit von Ärzten mit der von Waffenbesitzern von erheblichem praktischem Interesse. Die verwendeten offiziellen Zahlen stammen vom Das ist deutlich effektiver, als die meisten MedikamenU.S. Department of Health and Human Services und te, die bei einer AHDS eingesetzt werden – aber die Vorteile reichten noch weiter. vom FBI:

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Bei etwa der Hälfte der Kinder lag außerdem eine Verhaltensstörung namens ODD ( oppositional defiant disorder = oppositionelle Trotzstörung) vor, die im Wesentlichen durch einen Mangel an Respekt gegenüber Eltern und anderen Autoritätspersonen gekennzeichnet ist. Dieses Verhalten kommt praktisch irgendwann bei jedem Kind vor, aber wie de Wissenschaftler bemerkten, waren die Kinder mit der Diät deutlich weniger stur, hatten weniger Wutausbrüche und wiesen ein weniger provokatives Verhalten auf.

4Flamingos pHakten1. Quartal 2010 nicht Alles was wir sagen können: das menschliche Gehirn reagiert empfindlich auf diese Art elektromagnetischer Strahlung,” sagt Frau Dr. Nora Volkow vom NIH und Forschungsleiterin. „Ob diese elektromagnetische Strahlung irgendwelche negative Konsequenzen besitzt, ist eine Frage, die sorgfältigst bewertet werden sollte.”

Die möglichen Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von Handys und möglichen nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen sind bereits Thema einer manchmal sehr erregt geführten Debatte. Auf der einen Seite Sie waren als weniger trotzig und oppositionsfreudig. stehen Personen mit der Einschätzung, auch eine schwache elektromagnetische Strahlung könne MenObwohl die Forscher keinerlei Nebenwirkungen erwähschen krank machen, auf der anderen Seite die Skepnen, kann man sich sicher sein, dass Kinder, die auf tiker, nach deren Meinung ein solcher Einfluss auf den denaturierte Nahrungsmittel verzichten, sich vermutlich Körper minimal bzw. gar nicht vorhanden wäre. eher eine gesünder Ernährungsweise angewöhnen, die sie auch später gesund erhält. Dutzende kleinerer Studien haben Korelationen zwischen einem langfristigen Einsatz von Handys und Andererseits können sich aus Kindern, deren AHDS Gehirntumoren erkennen lassen, andere Untersuchunmedikamentös behandelt wird, später lebenslang Abgen hingegen haben keinerlei Verbindungen zu Krebshängige entwickeln – aus Kindern, die mit AHDS-Medioder anderen Erkrankungen gefunden. kamenten aufgezogen wurden, entwickeln sich Erwachsene, die von diesen Mitteln regelrecht abhängig sind. Als Reaktion auf die neuen Studienergebnisse hat der Un dabei haben wir noch gar nicht die erhöhten Risiken Dachverband der drahtlosen Telekommunikationskörperlicher Probleme wie Kopfschmerzen und Übel- industrie, die International Association for the Wireless keit bzw. mentaler Probleme wie Psychosen und bizar- Telecommunications Industry in einer Stellungnahme rem und sogar suizidalem Verhalten berücksichtigt. darauf hingewiesen, die Forschung habe bis heute „überzeugend dargelegt”, dass Handys und andere Denn alle bei einer AHDS turnusmäßig eingesetzten drahtlose Geräte sicher wären. Medikamente stehen fast zehnmal so oft mit gewalttäige Verhalten in Zusamenhang, als andere Medikamente. Einige Forscher und Laien, die über wie weite Verbreitung von Handys besorgt sind, vertreten dem gegenQuellen: über die Meinung, die Mehrzahl der Studien wäre nicht Edward Martin, Diet beats meds for ADHD; Healthier Talk; 03/10/ 2011 gründlich genug durchgeführt worden, und die Industriehttp://www.healthiertalk.com/diet-beats-meds-adhd-3510 nationen würden die dramatischen gesundheitlichen Konsequenzen erst in einem oder zwei Jahrzehnten Handys und Gehirnaktivität spüren. Ein fünfzigminütiges Handygespräch bewirkt in der Gehirnregion, die der Handyantenne am nächsten ist, eine deutliche Veränderung der Gehirnaktivität – das ist das Ergebnis einer Gruppe von Wissenschaftlern der amerikanischen Regierung, das einmal mehr die Diskussion über die Langzeitwirkung von Handys anheizen dürfte. Joel Moskowitz, Leiter des Zentrums für Familien- und Kommunalmedizin an der Universität von Kalifornien in Berkeley ist nach eigenen Angaben nicht davon überzeugt, dass Handys gefährlich sind, stört sich aber an der generellen Ablehnung mancher Wissenschaftler, diese Möglichkeit ernsthaft in Betracht zu ziehen. Er hofft, dass diese Studie – und deren Verbindung zu den National Institutes of Health sowie die Veröffentlichung Die Untersuchung des amerikanischen National Instiin einem der führenden wissenschaftlichen Magazine tutes of Health (NIH) ist eine der ersten und vermutlich des Landes – der Notwendigkeit einer eingehenderen profiliertesten Arbeiten mit wissenschaftlichen BeweiBeschäftigung mehr Glaubwürdigkeit verleiht. sen, dass Handys den Gehirnstoffwechsel beeinflussen können. „Diese Studie zeigt, dass Handys tatsächlich im Gehirn eine biologische Reaktion provozieren. Die (drahtlose) Zwar, so die beteiligten Wissenschaftler, sei es noch zu Industrie und die Wissenschaft scheinen das nicht gerfrüh, Schlüsse zu ziehen, ob die elektromagnetische ne hören zu wollen,“ sagt Moskowitz. „Ich hoffe, dass Strahlung, die von einem Handy ausgestrahlt wird, Hirndiese Studie die politischen Entscheider dazu zwingt, tumoren auslösen – eine der wichtigsten Befürchtundieses Thema viel wichtiger zu nehmen und die Forgen einiger Ärzte und Wissenschaftler – oder andere schung auf diesem Gebiet zu ermutigen.” gesundheitliche Folgen haben kann. Aber sie weisen darauf hin, dass diese Ergebnisse die Notwendigkeit In der NIH Studie mit 47 Teilnehmern wurden Handys einer weiteren Beschäftigung mit diesem Thema be- an beide Ohren der Teilnehmer gehalten, während das stärken. Gehirn zugleich mittels eines Positronemissionstomogramms (PET) untersucht wurde. Die Teilnehmer „Leider werfen unsere Ergebnisse keinerlei Licht auf erhielten eine Injektion mit Glukose (Zucker), um die die Kontroverse, ob Handys krebserregend sind, oder

4Flamingos pHakten 1: Quartal 2010

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Gehirnaktivität zu messen, da das Gehirn Glukose als Man beweist, dass sie genau so wirksam vor jeder neuEnergiequelle nutzt. en Grippe-Epidemie schützen, die als nächstes den Erdball umkreist. Die Teilnehmer wurden zweimal mittels PET gescannt, wobei das eine Mal beide Handys ausgeschaltet und Angesichts einer Pandemiedrohung fühlt sich fast jede das andere Mal das rechte Handy eingeschaltet und Regierung dazu berufen, mit den Steuergeldern ihrer mit einem anderen Teilnehmer verbunden war. Weder Bürger in Milliardenhöhe umfangreiche ImpfstoffTeilnehmer noch Forscher wussten, ob das Handy ein- reserven anzulegen. Leider erreichen auch diese Impfoder ausgeschaltet war. stoffe irgendwann ihr MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) und angesichts der angespannten Finanzlage der meiBei eingeschaltetem Handy war der Glukosestoffsten Staaten kommt eine Vernichtung kaum infrage. wechsel im Gehirnbereich, der der Antenne am nächsten war, um etwa 7 % höher, als bei ausgeschaltetem So ist es z. B. auch mit den Impfstoff-Vorräten gegen Handy. die Vogelgrippe (erinnern Sie sich noch), der Pandemie des Jahres 2004. Allein die US-Regierung hatte „Weil ein aktiviertes Gehirn Glukose verbraucht, haben damals 29 Millionen Impfstoffdosen gelagert, die spewir diese Beobachtung als Hinweis darauf interpretiert, ziell gegen die „Vietnam“ - Variante des Vogelgrippevirus dass die elektromagnetischen Wellen die Hirnzellen wirken sollte. Wie wir alle wissen, verändern sich Viren aktiviert haben” sagt Frau. Dr. Volkow. “Wir glauben ständig und so haben wir heute die „indonesische“ Vanicht, dass allein diese Aktvierung eine schädliche Wirriante kung hat. Es bleibt allerdings die Frage, ob möglicherweise langfristig Folgen einer Langzeitstimulierung auf- Zum Glück sind die findigen Wissenschaftler auf eine treten könnten.” Lösung gekommen, die unsere Gesundheitsbehörden vor größeren Blamagen retten könnte. Wie sie entdeckt Dr. Mitch Berger, Dekan der neurochirurgischen Fakulhaben, kann man die alten mit neuen Impfstoffen vertät an der Universität von Kalifornien in San Franzisko mischen und dieses Gemisch schützt immer noch vor bestätigt, dass diese Studie die Notwendigkeit weiterer der Vogelgrippe. Forschung demonstriert. Allerdings gibt auch er zu, dass die beobachtete Wirkung auf das Gehirn nicht wirklich Das einzige Problem, dass die Wissenschaftler nicht besorgniserregend ist. lösen konnten - eine Vorgelgrippe – Pandemie, bei der man diesen „recycelten” Impfstoff dann auch einsetzen Der Gehirnstoffwechsel weist lediglich darauf hin, dass könnte, ist nach wie vor nicht in Sicht! Neuronen stimuliert worden sind – das PET würde ähnliche Bilder zeigen, wenn man eine einfache Denkauf- Quellen: gabe wie z B. das Konjugieren eines Verbs durchfüh- Journal of Inf ectious Dis eases, 2011; 203: 666) New uses for a dead vaccine, part 967, What Doctors don´t tell you; ren würde – und es gibt bisher keinen Hinweis darauf, 16/02/2011 dass eine erhöhte Gehirnaktivität auch über einen län- http://www.wddty.com/new-uses-for-a-dead-vaccine-part-967.html geren Zeitraum schädlich ist, sagt er. Das Rezept des Monats: „Wir haben hier sicher eine provokante Studie, da gezeigt worden ist, dass es zu einer Veränderung des Gehirnstoffwechsels kommt. Aber dennoch bin ich nicht im Mindesten davon überzeugt, dass das irgendetwas zu bedeuten hat”, sagt Dr. Berger. „Und daher kann man diese Ergebnis meiner Meinung auch nicht hochrechnen und daraus ein gesundheitliches Problem erschaffen.”

Ananas-Spirulina-Smoothie
Zutaten für 4 Gläser 1 - 2 EL Kokosmehl Saft von 5 Orangen Saft von 2 rosa Grapefruit 2 kleine bzw. eine große Ananas 2 Datteln 8 Spirulina Tabletten (oerr 4 Gramm Spirulinapulve)

Dennoch ist er sich durchaus der Tatsache bewusst, dass heute fast jeder ein Handy besitzt und nutzt, und Zubereitung dass die Menschen wegen der Auswirkungen dieser 1. Orangen- und Grapefruitsaft in einen großen Krug Technik auf ihre Gesundheit neugierig oder sogar beoder Mixer füllen. Datteln entkernen und fein haksorgt sind. Daher rät er wie andere Wissenschaftler auch ken zu einer einfachen Lösung: dem Gebrauch von Kopf- 2. Die Ananas schälen, vierteln und den harten hörern. Strunk entfernen. Zusammen mit den gewürfelQuelle: ten Datteln und den Spirulina-Tabletten zu den Cellphone Calls Alter Brain Activity, Aetna InteliHealth Mental Säften geben. Health Issue, February 23, 2011 3. Alles mit dem Pürierstab oder Mixer fein zerkleinern. Mit 1 El Kokosmehl enthält der Drink Impfungen II: Wohin mit alten Impfstoffen? 6 - 8 g Ballaststoffe, bei 2 EL Kokosmehl steigt der Ballaststoffgehalt auf 8 - 10 g pro Glas Was macht eigentlich die Regierung mit den Unmengen von Impfstoffen, die man in Erwartung einer der Nährwert pro Glas: 208 kcal, 2,5 g Eiweiß, 3,6 g Fett drohenden „Pandemien” eingekauft hatte, die dann ein- und 37 g Kohlenhydrate mal mehr doch nicht stattfinden wollten? Ganz einfach: