Die 2 Lieblingswörter sämtlicher depressiver Menschen Filed Under (Depression) by Rene Kriest on 14-03-2007

Am Anfang stand das Wort. Das tut es auch heute noch. Depressive Menschen haben den argen Hang, destruktive innere Monologe zu führen. Hinter dem inneren Monolog steht die eigene Stimme, die einem fortwährend in kräftigst aufgetragenen Farben die Zukunft dunkel und bedrohlich ausmalt. Hinzu gesellen sich das zu einem wesentlichen Anteil durch die inneren Monologe fehlende Selbstvertrauen und damit das bis zur völligen Auflösung minimierte Selbstwertgefühl. Kritisch ist dabei, daß vor allem das von innen kommende Selbstwertgefühl gänzlich abgeht, und unter Umständen sogar in selbstverletzende oder gar selbstzerstörerische Züge übergehen kann. Nur allzu häufig versuchen Depressive ihr inneres Leid, ihr abgehendes Selbstwertgefühl durch äußere Einflüsse zu kompensieren. Der Ausbruch in Affären ist ein solches Fluchtmotiv, wenigstens für einen Augenblick wertvoll, da begehrenswert zu erscheinen. Was ehedem Spaß hätte sein können, sofern man nicht depressive ist, wird zu einer im Wortsinne Ersatzbefriedigung und Zwangshandlung. Vom inneren Monolog Bei jeder menschlichen Handlung, ob bewußt oder unbewußt durchgeführt, geht, abgesehen von Reflexen, dieser ein Gedanke voraus. Typische Angewohnheit depressiver Menschen etwa ist sich zu suggerieren „Das klappt eh nicht.“ oder „Das hat keinen Sinn.“ als auch: „Ich habe jetzt keine Lust!“ Auf Vorschläge oder Anregungen wird ablehnend reagiert, sei es, einer Aktivität nachzugehen oder gleich welcher Beschäftigung ein „Ich will nicht.“ beizufügen. Diese Antworten sind Antworten auf Fragen, die man sich selbst stellt, während die ablehnende Haltung auf einer internalisierten, das heißt auf einer zutiefst verankerten Vorstellung beruht. Gemein ist ihnen, daß sie reflexartig geäußert werden. Nachträgliche Beispiele mögen die kompliziert anmutenden Absätze in ihrer kruden Theorie in dessen einfache Aussagen zu übersetzen: Soll ich jetzt spülen? Ach, wozu? (innere Fragen) Ich habe jetzt keine Lust. (innerer Monolog mit ablehnender Haltung) Ich könnte mal wieder Sport machen. Aber wozu eigentlich? (innere Fragen) Rausgehen, schwitzen. Das mit dem Abnehmen klappt eh nicht bei mir. (innerer Monolog mit ablehnender Haltung) Vor eine Kaufentscheidung gestellt, in einem Supermarkt stehend etwa Butter zu kaufen, ins extreme gesteigert: Butter, Butter, wo ist die Butter? Da steht sie ja. 3 Sorten. Welche nehme ich? Nr. 1. Ne, Nr. 2, oder doch Nr. 3? Ich kann mich nicht entscheiden! (innerer Monolog) Ich lasse es und kaufe keine Butter! (innerer Dialog mit ablehnender Haltung) Die Struktur selbstzerstörerischer Sätze Den Fragen geht ein „Wozu?“ voraus, während die Antwort in der Regel „Nein!“ lautet. Wozu und Nein schließen einen Teufelskreislauf, den zu durchbrechen wohl der Kernpunkt

was ja einmal zu viel wäre. So aber grübelte ich ungefähr 10 Minuten darüber nach. also die innere Stimme betreffend. Zwei Varianten auf eine triviale. nein. Ansetzen sollte man hierzu abhängig vom Schweregrad mit Medikamenten als auch Psychotherapie. sollte man sich lieber Fragen. Innere Dialoge. gelebt zu werden und nicht. Und wer die Sinnfrage stellt. den Sack rauszubringen. sich mit solchen Fragen aufzuhalten. Natürlich ist es völlig widersinnig. als auch äußere Dialoge verstanden als ein Dialog mit anderen Menschen. Nein. weil kann ich noch später machen.der Behandlung der Depression bildet. weil ich keine Lust habe. weil weiß auch nicht. Was würde ich wie alle anderen Depressiven wohl auf letzte Aussage antworten? „Nein!“ Nein. um verstanden zu werden. Die Parabel vom Müllsack Selbst unter der Prämisse. Statt den Sinn des Lebens zu suchen. nein. Auf Wozu-Fragen. bis ich mich wirklich in Überlegungen wiederfand. daher lasse ich das auch. Das Leben ist dazu da. Natürlich sprach alles dafür. Weshalb? Im Grunde genommen gibt es hierfür nur eine Antwort. der voll war. da das keinen Leben keinen Sinn hat. auf die man keine Antwort findet. meine Schuhe anzuziehen. nein. daß das Leben Sinn hätte: weshalb nach der Antwort suchen und daran verzweifeln? Weshalb sollte man überhaupt sämtliche Dinge hinterfragen? Meine beste Wozu?-Frage kreiste um die Frage. welche Tätigkeit man widerspruchslos als nächste verrichten könnte. verzweifelt. nein. nun rausbringen sollte oder nicht. weil ich sicherlich mal rausgehen werde und dabei den Müll mitnehmen kann. ob ich den Haushalts-Müll. wo der Vorgang im Ergebnis großzügig geschätzte wichtige 3 Minuten meines Lebens gekostet hätte. nein. da alles Sinn hat. banale und doch komplexe Ausgangsfragestellung. weil nein. da das Leben zu komplex ist. Was würde ich wie alle anderen sich in einer depressiven Episode sich befindlichen Menschen wohl auf diesen Artikel antworten? „Nein!“ . daß man die Fragestellung ändert. sollte man tunlichst verzichten. da das Leben Sinn haben muß. werden zumeist von Depressiven in der folgenden Machtart vorgenommen: Wozu soll das dienen? Das hat keinen Sinn. Wozu minutenlang eine Situation zu hinterfragen und letztlich nichts zu tun und in Lethargie zu verharren wie bisher. nein – weil weiß auch nicht. nein. Erreicht wird dies dadurch. schließlich würde ich dann ja zweimal laufen. nur das eigene Leben nicht. Das wäre wesentlich streßfreier und weniger belastend. Welchen Sinn soll das haben? Der Sinn des Lebens? Daß das Leben hat keinen Sinn hat! „Wozu“ leitet stets die Sinnfrage ein. ob wie ich künftig das MüllProblem anzugehen hätte usf.