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Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

präklinische Notfallversorgung
Rettungsdienst
VD Grundlagen und Praxis der medizinischen Versorgung

Oliver Michel

Faculty of Computer Science


Universität Wien

19. Juni 2009

Oliver Michel Universität Wien


präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Inhalt

1 Aufgaben der Rettung

2 Gesetzliche Grundlagen

3 Einsatzmittel

4 Ablauf der Rettungskette

5 Finanzierung

Oliver Michel Universität Wien


präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Aufgaben der Rettung

Notfallrettung
Krankentransport
Intensivtransport

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präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Notfallrettung

Notfallrettung

Versorgung von akuten medizinischen Notfällen


Versorgung von verunfallten Patienten
Abklärung, ob ärztliche Behandlung notwendig ist (z.B. bei
leichten Verkehrsunfällen)

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präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Krankentransport

Krankentransport

Transport von Patienten, die von medizinischem Personal


betreut werden müssen
Verlegungen zwischen Krankenhäusern
Krankenhauseinweisungen durch Hausarzt
Fahren von und zu Geriatriezentren
Fahrten vom Wohnort des Patienten zu Untersuchungen oder
medizinischen Maßnahmen (z.B. Hämodialyse,
Blasenkatheterwechsel)

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präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Intensivtransport

Intensivtransport

Verlegung von akut schwerst kranken Patienten zur weiteren


Versorgung in spezialisiertere Spitäler
Verlegung von Patienten nach Erstversorgung in kleinerer
Klinik zur Weiterbehandlung, chirurgischen Versorgung od.
spezieller Intensivtherapie in einem Zentrum der
Maximalversorgung (häufig bei schweren Verkehrsunfällen od.
akutem Myokardinfarkt)
Rückverlegung von intensiv-pflichtigen Patienten nach
Versorgung in spezialisiertem Zentrum zum
Heimatkrankenhaus

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präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen

Die Bundesländer sind für die Organisation des


Rettungsdienstes zuständig
Unterschiedliche Regelungen in Bezug auf Besetzung,
Ausstattung der Fahrzeuge in den einzelnen Bundesländern
in Wien: Wiener Rettungs- und Krankentransportgesetz -
WRKG vom 17. September 2004
keine Regelung der Hilfsfrist1
Hilfsfrist in Deutschland für jeden Landkreis einzeln geregelt -
normalerweise 12 Minuten auf dem Land und 8 Minuten in
der Stadt

1
Zeit, die vergeht zwischen Alarmierung bis zum Eintreffen der
Rettungskräfte am Einsatzort
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Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen

Rettungsdienstbedarfspläne regeln jeweils für ein Jahr die


Verteilung der Einsatzmittel im jeweiligen Landkreis so, dass
die Hilfsfrist von jedem Ort aus eingehalten werden kann
Ausbildung des Rettungspersonals im Sanitätsgesetz festgelegt
Ausbildungsstufen in Österreich
Rettungssanitäter (260 Stunden) - Transportführer auf RTW
Notfallsanitäter (480 Stunden) - Transportführer auf
RTW/NEF
Ausbildungsstufen in Deutschland
Rettungshelfer (160 Stunden) - Fahrer auf KTW
Rettungssanitäter (520 Stunden) - Transportführer auf
KTW/Fahrer auf RTW
Rettungsassistent (2-jährige Berufsausbildung - ca. 1800
Stunden) - Transportführer auf RTW
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präklinische Notfallversorgung
Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Einsatzmittel

Rettungswagen (RTW)
Krankentransportwagen (KTW)
Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
Rettungshubschrauber (RTH)
Intensivtransportwagen (ITW)
Intensivtransporthubschrauber (ITH)

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Rettungswagen

Rettungswagen (RTW)

Abbildung: RTW Florian Düren 02-83-02


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Rettungswagen

Rettungswagen (RTW)

Abbildung: RTW Wiener Rettung


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Rettungswagen

Rettungswagen (RTW)

Alarmierung bei akuten medizinischen Notfällen durch Anruf


der Notrufnummer 144 bzw. 112 (europaweit)
Ausstattung zur Behandlung von Notfallpatienten
grundlegendes Monitoring (EKG, Pulsoxymetrie, NIBP,
Kapnometrie), Defibrilator
grundlegende Beatmung (IPPV2 / CPPV3 ) sowie O2 -Therapie
Materialien zum Legen eines intravenösen Zugangs und zur
Infusionstherapie
Absaugpumpe, Materialien zur Atemwegssicherung
(Intubation, Larynxmaske)
Auswahl an Notfallmedikamenten (z.B. Katecholamine,
Sedativa, Antiarrhytmika, Narkotika, Analgetika)
2
intermittent positive pressure ventilation
3
continous positive pressure ventilation
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Krankentransportwagen

Krankentransportwagen (KTW)

Abbildung: KTW Rotes Kreuz


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Krankentransportwagen

Krankentransportwagen (KTW)

Alarmierung zum Krankentransport (vgl. Krankentransport)


grundlegende medizinische Ausstattung (O2 -Therapie,
Notfallrucksack, Material zur Venenpunktion)
in der Regel ausgestattet mit AED4

4
Automatic External Defibrilator
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Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

Abbildung: NEF Florian Düren 02-82-02

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Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

Alarmierung bei schwerwiegenderen Einsätzen in der


Notfallrettung
Entscheidung, ob ein NEF hinzugezogen wird, wird durch
Leitstellen-Mitarbeiter getroffen (Notarztindikationskatalog)
Transportiert den Notarzt im Rendevous-System5 zur
Einsatzstelle
ausgestattet wie Rettungswagen
häufig werden erweiterte medizinische
Materialien/Medikamente mitgeführt (z.B. Antidote,
Materialien zur Anlage eines ZVK6 oder Thoraxdrainage)
5
System aus dem Bereich der Einsatztaktik, bei der Notarzt und
Rettungswagen getrennt voneinander zum Einsatzort kommen, um die
Flexibilität des Notarztes zu erhöhen
6
Zentral-venöser Katheter
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Rettungshubschrauber, Intensivtransportwagen, Intensivtransporthubschrauber

Rettungshubschrauber (RTH)
Notarzt an Bord
Transport von schwerst-erkrankten Notfallpatienten (häufig im
Rahmen von Verkehrsunfällen)
Möglichkeit des schonenden, schnellen Transports
Transport in weiter entfernte Kliniken (i.d.R. Häuser der
Maximalversorgung) möglich
Meistens keine Reanimationsmöglichkeiten

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Rettungshubschrauber, Intensivtransportwagen, Intensivtransporthubschrauber

Intensivtransportwagen (ITW)
Notarzt an Bord
erweiterte medizinische Maßnahmen zum Monitoring und zur
Therapie von intensiv-pflichtigen Patienten
erweitertes Monitoring (invasive Druckmessung (ABP7 , ICP8 ,
CVP9 ))
erweiterte Beatmung (BIPAP10 )
häufig Blutgasanalyse-Gerät an Bord
Möglichkeit zum Transport von IABP11 , ECMO12
Intensivtransporthubschrauber (ITH)

7
arterial blood pressure - Im Gefäß gemessener Blutdruck
8
intra-cranial pressure - Hirndruck
9
central vein pressure - Druck in der Hohlvene
10
Biphasic Positive Airway Pressure - druckkontrollierte Beatmungsform
11
Intraaortale Ballonpumpe
12
Extrakorporale Membranoxygenierung
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Rettungshubschrauber, Intensivtransportwagen, Intensivtransporthubschrauber

Rettungshubschrauber (RTH)

Abbildung: Christophorus Rettungshubschrauber des ÖAMTC


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Rettungshubschrauber, Intensivtransportwagen, Intensivtransporthubschrauber

Patientenmonitor

Abbildung: Philips IntelliVue MP40 Monitor


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Rettungskette

Rettungskette

Ersthelfer professionelle Helfer

Absicherung Notruf Erste Hilfe Rettungsdienst Krankenhaus


Eigenschutz Sofortmaßnahmen

Abbildung: Rettungskette

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Rettungskette

Rettungskette

Rettungskette bei den verschiedenen Rettungsorganisationen


unterschiedlich definiert
verdeutlicht Rolle des Laienhelfer
Qualität und Effizienz des gesamten Rettungssystems hängt
von Qualität jedes einzelnen Schritts ab
Versorgungslücken (Risse in der Kette) können Leben kosten

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Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Finanzierung

Finanzierung der Rettung

Aufteilung
2
3 aus Mitteln der Sozialversicherung
1
3 über Länder und Gemeinden (Rettungsschilling13 )
im Großteil der Fälle trägt die Krankenkasse des Patienten die
Kosten des Rettungseinsatzes (Ausnahmen z.B. Luftrettung
bei Wintersportunfällen)
Krankenkasse rechnet direkt mit Rettungsorganisation ab

13
individuell verhandelter Abgabebetrag an die Rettungsorganisationen pro
Gemeinde - nicht proportional zur Anzahl der Einwohner
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Aufgaben der Rettung Gesetzliche Grundlagen Einsatzmittel Ablauf der Rettungskette Finanzierung

Finanzierung

Finanzierung der Luftrettung

Abrechnungsmodus grunsätzlich gleich wie bei


boden-gebundener Rettung
Kosten für Luftrettungseinsatz überproportional teuer
viele Einsätze werden von Sozialversicherung nicht
übernommen wegen nicht erforderlicher RTH-Alarmierung
(ca. 13 )
Flugrettungsorganisationen (insbesondere ÖAMTC) in
finanziellen Problemen
Überlegungen, ob Hubschrauber wegfallen sollen
Österreich: 36 Hubschrauber auf ca. 8,3 Mio. Einwohner
Deutschland: 77 Hubschrauber auf ca. 82 Mio. Einwohner

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