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DIE MODI IM RUMÄNISCHEN NEBENSATZ

PROF. IULIAN I. UNTARU

Die rumänische Sprache hat vier Modi: Indikativ, Konjunktiv, Konditional und Imperativ. Es gibt Linguisten, die
auch den Präsumtiv als Modus betrachten; da er aber formal aus dem Indikativ, Konjunktiv oder Konditional und der
Form auf -ind / - ând (voi fi venind, să fi venind, aş fi venind) besteht, haben wir auf diesen Modus verzichtet. Seine
Wesens-funktion ergibt sich aus der des betreffenden Modus, der seiner Struktur angehört (+ eine Vermutungsnuance).
Wir erwähnen hier auch das Perfekt des Präsumtivs (Futurformen von "a fi"+Partizip II), die in der gesprochenen
Sprache im Gegensatz zu den seltenen Formen auf "-ind/- ând" oft vorkommen:
Nu ştiu dacă o fi venit sau dacă nu o fi pierdut trenul.
Der Präsumtiv jedes Modus steht folglich in allen Satzarten, wo die drei Modi stehen: der indikativische Präsumtiv, der
konjunktivische und der konditionale Präsumtiv sind als Varianten möglich und verleihen dem Aussageinhalt eine be-
simmte Skepsis. Der Indikativ des Rumänischen dient zum Ausdruck des Realen, Wahren.
Der Imperativ kann auch nebensatzfähig sein; seine Wesensfunktion ist "heischen"-largo sensu. Der Konditional (rum.
Condiţional-optativ) bringt das Denkmögliche zum Ausdruck (= Modus der Potentialität: denkmöglich für jetzt bzw.
der Irrealität: denkmöglich für damals).
Der Konjunktiv drückt das Mögliche, das Gewünschte, das Gedachte aus. Da das Merkmal des Konjunktivs mit dem
Subjunktor să identisch ist, gilt als Faustregel: Konjunktiv immer nach dem Subjunktor să oder einem Subjunktor, der
auf să endet (subjunktorbedingter Modusgebrauch).
Die unpersönlichen Modi (Infinitiv, Supinum, Partizip und Gerundium) können im Rumänischen als infinite Formen
kein Prädikat bilden und folglich keinen Satz; deshalb ziehen wir sie nicht in Betracht.
Vorliegender Artikel nimmt sich vor, die Art und Weise, wie die indikativischen /konjunktivischen/imperativischen
und konditionalen Formen den rumänischen Nebensatzbereich bestreiten, ins Auge zu fassen.
Wir haben als Identifizierungsweise der Nebensätze (Untersätze) die Kriterien und die Begriffe der deutschen Depen-
denz - Verbgrammatik benutzt, obwohl die Grammatik der rumänischen Sprache noch traditionell ist.

1. DIE MODI IN DEN GLIEDSÄTZEN


1. IN DEN ERGÄNZUNGSÄTZEN
Es handelt sich um zwei Ergänzungsklassen: die indefinit generalisierenden Verbergänzungssätze und die eigentlichen
Ergänzungssätze (die Ausbausätze).
1. 1. 1. der Nominativergänzungssatz/Subjektergänzungssatz (Esub)
Die Wahl der Modi hängt von der Sprecherintention ab (real = Indikativ, virtuell =Konjunktiv, potenziell/irreal =Kon-
ditional), aber auch von den Subjunktoren; nach einem Pronomen/Adverb, nach dacă treten alle 3 Modi auf, jeder er-
füllt seine Grundfunktion. Nach să, ca...să steht immer der Konjunktiv. Nach că, cum că, de tritt nie der Konjunktiv
auf. Die große Schwierigkeit besteht in der Selegierung der Konjunktion:
Se spune că va veni/E posibil să vină mîine/Fireşte că l-ar putea acuza/Cine are carte, are parte.
Hier auch der Konjunktiv in Sätzen mit konditionaler Nuance:
Ar fi frumos, să vii cu noi.-Potentialität
Ar fi fost frumos, să fi venit cu noi.- Irrealität
Oder der Konditional (dacă-Sätze), mit gleicher Geltung:
Ar fi frumos, dacă ai veni cu noi.
Ar fi fost frumos, dacă ai fi venit cu noi.
Der Indikativ ist auch möglich: E frumos dacă vii cu noi.
1. 2. der Akkusativergänzungssatz (Eakk)
Diese Nebensatzart erscheint als Subjunktorphrase (eingeleitet durch: că, să, dacă, Pronomen oder Adverb, andere
Subjunktoren auf că oder să).
Die Wahl der Modi hängt von der Sprecherintention ab (real = Indikativ, virtuell =Konjunktiv, potenziell/irreal =
Konditional), aber auch von den Subjunktoren (subjunktorbedingter Gebrauch); nach einem Pronomen/Adverb, nach
dacă treten alle 3 Modi auf, jeder erfüllt seine Wesensfunktion.
Nach să, ca...să steht immer der Konjunktiv. Nach că, cum că, de tritt nie der Konjunktiv auf.
Am aflat că va demisiona/Ea cumpără ce vrea.
Nu ştiu să fi spus asta..
Nu cred că te-ar putea ajuta.
Eine interessante Erscheinung ist die Eakk mit dem Infinitif, die viele rumänische Linguisten als Untersatz betrachten:
Noi nu avem ce aduce la petrecere.
Die Moduswahl in der rumänischen indirekten Rede ist nicht problematisch. Der häufigste Modus ist der Indikativ:
Mi-a spus că soseşte cu trenul.
Der Konjunktiv hat imperativischen Wert:
Mi-a spus să scriu toate exerciţiile.<Scrie toate exerciţiile!
Ein Konjunktiv der direkten Rede wird beibehalten:

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-Unde să parcăm?
Ne-am întrebat unde să parcăm.
-Să plec sau să nu plec?
Mă întreb dacă să plec sau să nu plec.
Der Konjunktiv in der indirekten Rede kann auch eine gewisse Unsicherheit, Bedenken ausdrücken, die auch der
direkten Rede anhaften:
-Să plec sau să nu plec?/Mă întreb dacă să plec sau să nu plec.
Der Konjunktiv ist unmöglich nach că, obwohl in der Sprache der ungebildeten Leute Konstrukte mit că + să oft
vorkommen: A spus că să traducem tot textul.
Der Konditional/der konditionale Präsumtiv drücken einen gewissen Zweifel, eine Distanzierung aus (Dt.=R.):
Mi-a spus că ar sosi/ar fi sosind cu trenul de 7.
Die Distanzierung kann auch durch Indikativ + ein Adverb/einen Ausdruck der Skepsis ausgedrückt werden -
chipurile, pasămite, cică, vorba vine, vezi Doamne: Mi-a spus că îi plac chipurile poeziile mele.
Manchmal kann cum că + Indikativ anstelle von că eine Distanzierung zum Ausdruck bringen: A răspuns cum că nu
are timp.
Das verbum dicendi impliziert ab und zu eine Distanzierung, obwohl man einen indikativischen Untersatz hat:
Pretinde că mă iubeşte.
N.B.-eine harte Nuss für die Übersetzer aus dem Deutschen: im Rumänischen geht die Differenzierung “Neutralität-
Identifizierung “ verloren: “Der Wirt erzählte mir, dieser Herr sei verrückt.” (H. Böll) = Hangiul mi-a povestit că
acest domn e nebun. (deutsch = neutral, rumänisch = Identifizierung? Neutralisierung?).
Wir stellen fest: im Rumänischen werden in der indirekten Rede die Modi der direkten Rede beibehalten, mit Aus-
nahme des Imperativs – durch den Konjunktiv ersetzt.
1. 1. 3. der zweite Akkusativergänzungssatz (Eakk2)
Sie lehrt uns, was sie in Paris studiert hat/Ne învaţă ce a studiat ea la Paris.
Der Indikativ steht in dieser Satzart, selten der Konjunktiv II bzw. der rumänische Konditional.
1. 1. 4. der Genitivergänzungssatz (Egen)
Die Egen gibt es nicht im Rumänischen.
1. 1. 5. der Dativergänzungssatz (Edat)
Rumänisch:
Nach einem Pronomen/Adverb, nach dacă treten alle 3 Modi auf, jeder erfüllt seine Grundfunktion.
Nach să, ca...să steht immer der Konjunktiv. Nach că, cum că, de tritt nie der Konjunktiv auf.
Fiţi atenţi la ce spune el/Ma gândesc că nu e serios/ Ma gândesc să plec imediat/Ma gândesc că ar putea încălca
legea.
1. 1. 7. der Situativergänzungssatz (Esit)
Prietena mea locuieşte unde studiază copiii ei.
Über den Modigebrauch – siehe Lokalangabesatz.
1. 1. 8. der Direktivergänzungssatz (Edir)
Iulian vrea să plece, încotro îl trimiteţi voi.
Über den Modigebrauch – siehe Lokalangabesatz.
1. 1. 9. der Kategorialergänzungssatz (Ekat)
- der Nominalergänzungssatz (Enom)
El este cine a fost dintotdeauna.
- der Adjektivalergnzungssatz (Eadj)
El este cum îl ştiţi voi/Părerea mea e că minte/Părerea mea e să pleci imediat/Părerea mea e că ar putea să ne mintă.
Die Wahl der Modi hängt von der Sprecherintention ab (real = Indikativ, virtuell =Konjunktiv, potenziell/irreal =
Konditional); nach einem Pronomen/Adverb, nach dacă treten alle 3 Modi auf, jeder erfüllt seine Grundfunktion.
Nach să, ca...să steht immer der Konjunktiv. Nach că, cum că, de tritt nie der Konjunktiv auf.
In der Kategorialergänzung, die eine potenzielle oder eine irreale Komparation ausdrückt, finden wir sehr oft den
Konditional: Voi sunteţi ca şi cum n-aţi fi/voi aţi fost ca şi cum n-aţi fi fost.
1. 1. 10. der Verbativergänzungssatz (Everb)
Der Indikativ ist der normale Modus in dieser Evrb:
Ea binevoieşte să te ajute.
1. 1. 11. der Modalergänzungssatz (Emod)
Es gibt auch - je nach dem Valenzkriterium - Modal - oder Komparativergänzungssätz. Der Modusgebrauch ist mit
dem in den betreffenden Angabesätzen identisch:
Arată de parcă e/ar fi/ ar fi fost bolnav.
1. 1. 12. der Kausalergänzungssatz (Ekaus)
Selten kann man auch einen Kausalergänzungssatz (mit dem Indikativ) antreffen:
Accidentul s-a produs deoarece şoferul nu a fost atent.
1. 1. 13. der Temporalergänzungssatz (Etemp)
Eine Temporalergänzung als Subjunktorphrase (mit dem Indikativ) kann ab und zu angetroffen werden:
Accidentul s-a produs când a părăsit oraşul.
1. 1. 14. der Erstreckungsergänzungssatz (Eerstr)

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Cântăreşte cât nu crezi tu/n-ai fi crezut tu.
Das Beispiel beweist,dass beide Modi (Indikativ und Konditional) möglich sind, je nach der Sprecherintention
(real/potenziell/irreal)
1. 2. In den Angabesätzen
1. 2. 1. In den Temporalangabesätzen
Der Indikativ tritt sehr oft auf:
Te aştept până când vei reveni.
Der Konditional kommt seltener vor und drückt die Potentialität (K. Präsens) bzw. die Irrealität (K. Perfekt) aus:
Aş citi ziarele în timp ce tu ai scrie scrisoarea/Aş fi citit ziarele în timp ce tu ai fi scris scrisoarea.
Der Konjunktiv wird nur nach den Subjunktoren (mai) înainte să, înainte (ca...) să, până să, până când să verwendet,
weil sie das Merkmal des Konjunktivs - să - in ihrer Struktur aufweisen:
Până să vină trenul, îl vizităm pe Mihnea.
1. 2. 2. In den Lokalangabesätzen
Im rumänischen Lokalangabesatz treten nur der Indikativ und der Konditional auf:
Merg unde m-ai trimis/Aş merge unde aş vedea cu ochii/Aş fi mers unde aş fi văzut cu ochii.
Der Indikativ dient zum Ausdruck des Realen, der Konditional - zum Ausdruck der Potentialität, der Eventualität (K.
Präsens), zum Ausdruck der Irrealität (K. Perfekt).
1. 2. 3 In den Modifikativangabesätzen
Der Indikativ ist der häufigste Modus:
Scrie cum scriu toţi marii scriitori.
Nach cum steht auch der Konditional, wenn ein Konditionalsatz folgt:
M-a privit cum te-aş privi eu, dacă ai fi un elefant.
Der Konjunktiv kommt nur nach să, decât să, fără (ca) să, vor und ist strukturbedingt:
Mai bine plec decât să fiu părtaş la un act de imoralitate.
Der Konditional wird in den potenziellen (K. Präsens) und irrealen Komparativsätzen (K. Perfekt) bevorzugt:
Joacă de parcă/ca şi cum ar avea 20 de ani.
Juca de parcă/ca şi cum ar fi avut încă o dată 20 de ani.
Auch der Indikativ kann auftreten:
Ţipă de parcă e nebun.
Nach ca şi cum bevorzugt man den Konditional, nach de parcă kommen sehr oft der Indikativ und der Konditional.
Im Komparativsatz der Ungleichheit stehen sowohl der Indikativ als auch der Konditional:
Este mai proastă decît crezi/ai crede/ai fi crezut.
In den Proportionalangabesätzen finden wir sehr oft den Indikativ zum Ausdruck des Realen:
Pe măsură ce învăţ mai mult, reţin mai bine aceste structuri.
Der Konditional kann potenziell bzw. irreal wirken:
Pe măsură ce te-ai apropia/ce te-ai fi apropiat de casă, ai vedea/ai fi văzut mai bine toate acareturile.
1. 2. 4. In den Kausalangabesätzen
Der Indikativ steht sehr oft in einem solchen Satz:
Nu poate să te ajute pentru că este bolnav.
Der Konditional steht zum Ausdruck der Potentialität (K. Präsens) bzw. der Irrealität (K. Perfekt)
Aş participa şi eu, fiindcă aş putea câştiga.
Sunt supărat pe tine, fiindcă ai fi avut timp să mă previi.
1. 2. 5. In den Konditionalangabesätzen
-Indikativ = sicher möglich oder nicht mehr möglich (Indikativ Imperfekt = Konditional Perfekt im Rumänischen)
Dacă are noroc, câştigă ceva.- sicher möglich
Dacă venea cu noi, putea să te vadă.- nicht mehr möglich
-Konditional Präsens = möglich
Dacă ar avea noroc, ar câştiga ceva.
-Konditional Perfekt = nicht mehr möglich, irreal
Dacă ar fi avut noroc, ar fi câştigat ceva.
Der Konjunktiv ist nur nach să möglich; diese Struktur ist selten:
Să nu fie ploile astea, oamenii ar fi fericiţi.
Să nu fi fost ploile astea, oamenii ar fi fost mai fericiţi.
Der Konjunktiv drückt in solchen Sätzen die Potentialität/Irrealität ( = Konditional) aus.
Der Konditionalangabesatz erscheint auch als uneingeleitet:
Ai carte, ai parte.
Ai traduce, ai avea bani.
Ai fi mers cu noi, ai fi aflat totul.
1. 2. 6. In den Finalangabesätzen
Der Konjunktiv tritt hier als spezifischer Modus zum Ausdruck des Gewünschten auf; der Subjuktor să lässt sich mit
anderen Elementen kombinieren: să, ca... să, pentru ca...să, (să) nu cumva să, pentru ca nu cumva să, nu care cumva
să (Volkssprache): Îţi voi spune totul ca să te conving.

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Der Indikativ kommt in Sätzen, die die Volkssprache kennzeichnen, vor - nach: că doar (doar) (de), că doar (de) +
Indikativ Futur: Se ţine după tine, că doar vor căpăta ceva.
Auch der Konditional Präsens ist zum Ausdruck der Eventualität, der Potentialität möglich:
Se ţin dupa mine, că doar (doar) ar căpăta ceva.
Eine interessante Erscheinung bildet der Subjunktor de; nach de steht der gleiche Modus wie im Obersatz, folglich auch
der Imperativ: Du-te de cumpăra carne.
Auch der Indikativ und der Konditional kommen vor:
A plecat de-a cumpărat carne/Aş merge de m-aş culca/Aş fi mers de m-aş fi culcat.
Jeder Modus erfüllt hier seine spezifisch modale Funktion: Imperativ = Heischen, Indikativ = real, Konditional =
potenziell/irreal.
1. 2. 7. In den Konsekutivangabesätzen
Der Konjunktiv tritt nach Subjunktoren mit să in ihrer Struktur auf - să, încât să, fără (ca) să, decât să:
Vorbea destul de tare, încât să-l poţi auzi.
Nach den anderen Subjunktoren steht der Indikativ:
A mîncat atât de mult, încât m-am speriat.
Die Eventualität wird mit dem Konditional Präsens zum Ausdruck gebracht:
Aş alerga atît de repede, încât nu m-ar prinde.
Der Konditional Perfekt dient zum Ausdruck des Irrealen:
Aş fi alergat atât de repede, încât nu m-ar fi prins nimeni.
Auch der Imperativ kann sehr selten nach încât stehen:
Mă plictiseşti, încât pleacă de aici!
1. 2. 8. In den Konzessivangabesätzen
Der Konjunktiv steht nach să oder Subjunktoren mit să zum Ausdruck der Potentialität (K. Präsens) oder der Irrealität
(K. Perfekt): Nu te pot ajuta, chiar să vreau/Nu te puteam ajuta chiar să fi vrut/Să vreau, tot nu te pot ajuta.
Nach că steht immer der Indikativ (Volkssprache): Ea, că-i fata şi tot vine.
Nach den anderen Subjunktoren stehen der Indikativ im realen Konzessivsatz:
Deşi e tânăr, are multă experienţă.
oder der Konditional im hypothetischen Konzessivsatz: (+potenziell=Konditional Präsens/irreal=Konditional Perfekt):
Oricât aş vrea, nu mai pot rămâne.
Chiar dacă ar fi vrut, nu ar fi ajuns.
Im abhängigen Hauptsatz steht auch der Imperativ:
Pedepseşte-mă si tot nu pot înţelege.
Manchmal finden wir den Indikativ: N-ai chef, eu tot plec.
Oder den Konjunktiv ohne să: Plece toţi, eu tot nu plec.
1. 2. 9. In den Instrumentalangabesätzen
Der Indikativ steht gewöhnlich in diesem Untersatz:
Am trăit cu ce mi-a trimis mama în fiecare săptămână.
Der Konjunktiv tritt sehr selten nach fără (ca) să auf:
A salutat fără să-şi scoată pălăria.
Der Konditional steht auch (+potenziell/+ irreal)
Aş trăi/aş fi trăit cu ce mi-ai trimite/cu ce mi-ai fi trimis tu.
1. 2. 10. In den Komitativangabesätzen
Als Komitativangabesätze betrachten wir folgende rumänische Nebensatzarten:
(a) propoziţia circumstanţială opoziţională
(b) propoziţia circumstanţială cumulativă
(c) propoziţia circumstanţială de excepţie
(d) propoziţia circumstanţială sociativă

(a) propoziţia circumstanţială opoziţională


Der Indikativ drückt Reales aus, der Konditional Präsens - Potenzielles, der Konditional Perfekt - Irreales:
Pe cînd fratele ei învaţă, ea preferă să cultive flori.
În timp ce tu ai citi/ai fi citit, eu n-aş face/n-aş fi făcut acelaşi lucru.
Der Konjunktiv kommt nach dem spezifischen Subjunktor în loc să, aber auch nach anderen Subjunktoren mit să (fără
să, fără ca să) vor (zum Ausdruck der Irrealität): În loc să meargă la şcoală, s-a dus la stadion.
oder nach decât: Am învăţat pentru altceva decât ca să fac numai menaj.
Auch der Indikativ tritt auf nach decât + Bindeelement:
A veni altcineva decât cine credeai tu.
(b) propoziţia circumstanţială cumulativă
Nach după ce, după ce că, pe lângă că, plus că, în afară că, lasă că stehen der Indikativ (oft) und der Konditional,
weil der Subjunktor că den Konjunktiv ausschließt.
După ce că e tâmpit, mai are şi pretenţii.
În afară că ar pierde tot, şi viaţa lui ar fi în pericol.
Jeder Modus erfüllt seine Wesensfunktion.

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Nach necum să (Volkssprache) steht der Konjunktiv wegen să: Nici n-a început liceul, necum să-l termine.
(c) propoziţia circumstanţială de excepţie
Nach decât steht der Konjunktiv:
Nu vreau altceva decât să dorm.
Nach Subjunktoren mit că oder de + Pronomen/Adverb stehen der Indikativ oder der Konditional:
Nu faceţi altceva decât vă lamentaţi.
Nu face altceva în afară că se plînge.
N-am dat nimănui în afară cui mi-ai zis.
Nu s-ar întîmpla nimic decît că ar fi unele pierderi materiale.
Diese Satzart ist dem Restriktivangabesatz sehr nahe.
(d) propoziţia circumstanţială sociativă
Der Indikativ (sehr oft) und der Konditional kommen vor:
A plecat cu cine venise.
Aş pleca cu cine ar dori să vină.
1. 2. 11. In den Restriktivangabesätzen
Der Indikativ tritt auf:
Pe cât îmi amintesc, Mihnea a studiat la Piteşti.
S-a evidenţiat în ce ţine de teorie.
Auch der Konjunktiv II bzw. der Konditional (Nuance der Zurückhaltung) kommen vor:
Aş avea unele reţineri în ceea ce ar privi conţinutul.
Nach să, ca să steht auch der Konjunktiv: Să supere pe cineva, n-a supărat.
1. 2. 12. In den existimatorischen (äusserungsbezogenen) Angabesätzen
Diese Sätze geben die persönliche Ansicht oder Stellungnahme des Sprechers wieder; der Indikativ ist der gewöhnliche
Modus dieser Satzart:
Eşti fratele Danei, cum presupunem noi.
2. DIE MODI IN DEN ATTRIBUTSÄTZEN
Der Imperativ kann nie vorkommen; alle anderen Modi treten auf. Die Moduswahl hängt von dem Subjunktor und der
Sprecherintention ab. Der Indikativ drückt Reales aus und ist der häufigste Modus, der Konjunktiv - Virtuelles, der
Konditional - Potenzielles/Irreales: Mă gândesc la ziua/ la o zi când poţi/să poţi/ai putea veni fără probleme.
Gehört das indefinite Bezugselement einem Negativ- oder Interrogativsatz an, so stehen der Konjunktiv oder der
Konditional: Nu cunosc nici un om care să te ajute acum/care să te fi putut ajuta atunci.
Der Indikativ ist sehr selten: Nu cunosc nici un om care ajută fără interes un semen.
Eine imperativische Nuance wird mit dem Konjunktiv ausgedrückt: Dorinţa lui ca tu să urmezi o facultate este lege.
Im că – Satz stehen der Indikativ (real) oder der Konditional (denkmöglich):
Părerea că el poate/ar putea să vă ajute este o himeră.
Im komparativen Attributsatz (Subjunktor: ca şi cum) finden wir den Indikativ oder den Konditional:
Am impresia ca şi cum pamântul se învârte/s-ar învârti cu mine.
3. DIE SATZANGABESÄTZE
Es handelt sich um den traditionellen weiterführenden Nebensatz. Während die Attributsätze sich auf ein Wort des
Obersatzes beziehen, weist dieser Satz auf den ganzen Obersatz hin; er nimmt immer eine Schlussstellung ein. Das
Verb dieses weiterführenden Nebensatzes steht in der Regel im Indikativ:
Ea întârzie mereu, ceea ce mă supăra foarte mult.

SCHLUSSFOLGERUNGEN
Im Rumänischen ist der Indikativ der häufigste Modus. Es folgen der Konditional und der Konjunktiv, der letztere - vor
allem - nach să. Auch der Imperativ ist im Rumänischen nebensatzfähig, aber nur in 3 Fällen: nach finalem de, nach
konsekutivem încât und im abhängigen Konzessivhauptsatz. Die rumänischen Modi sind systembedingt in fast allen
Fällen.
Die rumänischen Modi können auch konstruktionsbedingt/subjunktorbedingt sein; nach să steht nur der Konjunktiv,
nach că - nur der Indikativ oder der Konditional. Nach anderen Subjunktoren (ohne să) steht der Konjunktiv nur ab
und zu (z. B. nach dacă oder de steht der Konjunktiv nur im indirekten Interrogativsatz). Das führt dazu, dass der rumä-
nische Konjunktiv manchmal die Aufgaben des Konditionals übernimmt: so steht der Konjunktiv im Konzessivsatz
nach să oder Subjunktoren mit să zum Ausdruck der Potentialität (K. Präsens) oder der Irrealität (K. Perfekt): Nu te pot
ajuta, chiar să vreau=chiar dacă aş vrea/Nu te puteam ajuta chiar să fi vrut=chiar dacă aş fi vrut.
Der Konjunktiv Perfekt kommt nach dem spezifischen Subjunktor în loc să, aber auch nach anderen Subjunktoren mit
să (fără să, fără ca să) zum Ausdruck der Irrealität im propoziţia opoziţională vor:
Apele s-au revărsat fără ca noi să fi putut face ceva.
Der Konjunktiv drückt in Konditionalsätzen Potentialität/Irrealität aus: Să fi venit la timp, am fi plecat cu el.
Der Konjunktiv konkurriert oft mit dem Infinitv als Nennform: Decizia să începem lucrul/de a începe lucrul
Der Konjunktiv ist deshalb ab und zu funktionsleer, weil das Obersatzverb dem Konjunktiv eine andere ihm un-
spezifische Funktion verleihen kann:
-Konjunktiv zum Ausdruck des Realen (=Indikativ): a început să recite = el/ea recită cu începere din acest moment
-Konjunktiv zum Ausdruck des Irrealen (=Konditional): ar fi trebuit să recite poezia (irreal)

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Ein Konjunktiv in der indirekten Rede kann eine gewisse Unsicherheit, eine schwere Entscheidung ausdrücken:
-Unde să parcăm?
Ne-am întrebat unde să parcăm.
-Să plec sau să nu plec?
Mă întreb dacă să plec sau să nu plec.
Der Konjunktiv kann auch eine Vermutung zum Ausdruck bringen (=Präsumtiv):
Nu ştim să fi spus noi aşa ceva despre acest politician.
Der Indikativ kann auch Potentialität oder Irrealität nach ca şi cum signalisieren, das Imperfekt des Indikativs drückt im
Konditionalsatz Irrealität aus: Dacă veneai, plecam împreună.

BIBLIOGRAPHIE
1. Avram, Mioara (1986): Gramatica pentru toţi. Bucureşti
2. Ulrich, Engel; Mihai Isbaşescu; Speranţa Stănescu u. a. (1993): Kontrastive Grammatik (deutsch-rumänisch).
Heidelberg.
3. Untaru, Iulian (1999): Die Nebensatzfähigkeit der deutschen und der rumänischen Modi. In: Zeitschrift der
Germanisten Rumäniens, Heft 1 - 2 (15-16), 295 - 309, Bukarest.
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