Kraftmetaphysik und Mysterienkult
im Neuplatonismus
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Beiträge zur Altertumskunde
Herausgegeben von
Michael Erler, Dorothee Gall, Ernst Heitsch,
Ludwig Koenen, Reinhold Merkelbach
Clemens Zintzen
Band 234
Κ · G · Saur München · Leipzig
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Kraftmetaphysik und Mysterienkult
im Neuplatonismus
Ein Aspekt neuplatonischer Philosophie
Von
Lutz Bergemann
Κ · G · Saur München · Leipzig 2006
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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
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im Internet über h t t p : / / d n b . d - n b . d e abrufbar.
Zugl.: Kiel, Univ., Diss. 2004.
© Κ. G. Säur Verlag München und Leipzig 2006
Ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG
Printed in Germany
Alle Rechte vorbehalten. All Rights Strictly Reserved.
Jede Art der Vervielfältigung ohne Erlaubnis des Verlags ist unzulässig.
Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier.
Gesamtherstellung: Druckhaus „Thomas Müntzer" GmbH, 99947 Bad Langensalza
ISBN 13:978-3-598-77846-9
ISBN 10:3-598-77846-5
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Für Sο Iveig
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
11
Einleitung
13
I
21
1.1
D i e Grundlagen: Piaton und Aristoteles
Das Licht als Dynamis und seine Analoga
in den Zentralgleichnissen der Politeia
1.2
21
D i e lichthafte W i r k u n g des N o u s poietikos
bei Aristoteles, Alexander von Aphrodisias
und in De anima libri mantissa
II
II. 1
30
Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
39
Plotin. Licht, der Geist und das Eine
39
II. 1.1
Plotins Schrift VI, 7: Der Geist als lichthafte Kraft
in ihren Entwicklungsphasen
II. 1.2
40
Die Schrift V, y. Licht als Objekt des geistigen Sehens;
die Identität von Nous und Noeton
$5
II. 1.3
Plotins Schrift V, 4: Das Energeiai-Schema
69
II. 1.4
Die Schrift V, 3: Die Identität von Nous und Noesis
86
II. 1.5
Die Schrift V, 8: Die Struktur des Nous als
inwendige Einheit
97
II. 1.6
Zwischenergebnis der bisherigen Untersuchungen zur
Licht- und Kraftmetaphysik Plotins in ihrer Tradition
und ihrer Anwendung
auf die Entstehung des Nous
aus dem Einen und die innere Struktur des Nous
122
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Inhaltsverzeichnis
8
11.2
Der Zusammenhang des plotinischen Systems als umfassender,
aber gleichzeitig binnendifferenzierter Kraftstrom
124
II. 2.1 Licht und Weltzusammenhang
II. 2.1.1
Kontinuität und Differenz: Der Zusammenhang
von Lichtentstehung und Aufnahmekapazität
126
11.2.2
Die Position der Seele im ontologischen System
II.2.2.1
Die Seele und der Nous
II. 2.2.2 Das Wirken der Seele auf das ihr Nachgeordnete
142
147
159
Die Materie als Abwesenheit von Licht und
ihre weiteren „Eigenschaften"
II.2.3.1
Die Logoskontinuität als ελλαμψις
132
11.2.3
179
200
III Die Fortsetzung der Licht- und Kraftmetaphysik bei Iamblich
217
III. 1 Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation
vonTheurgie
220
III. 1.1
Die genauere Bestimmung von Funktion und
Position der δύναμις
225
III. 1.2 Das έπιτηδειότης-Modell
226
III. 1.3 Das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema
228
111.2 Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous
bei Iamblich
233
111.2.1
111.2.2
Proklos' Theologia
Geistmetaphysik
Platonica und die lichthafte
244
Die Binnenstruktur des Demiurgen und des Noerischen
252
111.3 Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische
Interpretationen religiöser Texte
271
111.3.1
Aion als metaphysische Größe
272
111.3.2
Die drei κοσμαγοί des Psellos als Binnenaspekte
der Weltseele in ihrer Wirkung auf die Materie
282
111.3.3
Die Hekate — Weltseele als κλειδούχος
293
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111.2 Photagogie: Lichtmetaphysik 372 des όχημα 373 und die Beschreibung veränderter Bewußtseinszustände 383 Schluß 411 Stellenregister 417 Literaturverzeichnis 421 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.3 Licht in seiner kultischen Form als anagogische Kraftbegriff.99. Inkubation und Lichtmetaphysik 307 111.4.4.1 Die Wirkung des Göttlichen auf die Welt in der Lichtmetaphysik III.128.1 Rituelles Sterben.1 297 Die Theorie der Licht-Anagoge III.2.2 Die Praxis der Anagoge 299 111. L i c h t u n d W i e d e r a u f s t i e g der Seele: D e r kultische H i n t e r g r u n d chaldäischer u n d neuplatonischer B e g r i f f l i c h k e i t 296 III. 5 Das G ö t t l i c h e in der W e l t u n d Iamblichs K o n z e p t der P h o t a g o g i e III. 5. 5.1 Die Funktion 111. 4.2.41 Download Date | 12/1/13 6:55 PM .2.5.2.Inhaltsverzeichnis 9 III.2 345 Iamblichs 347 Seelengefährt und Photagogie 111.4.4 Mysterienterminologie Chaldäischen und Lichtmetaphysik 330 in den Orakeln und ihr Einßuß auf spätere Philosophen 332 III.4.5.4.2 Strophalos und Epiphanie der Hekate 321 111.4 H e k a t e .
41 Download Date | 12/1/13 6:55 PM .Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.99.128.
in sehr kurzer Zeit das erforderliche Drittgutachten zu erstellen und sich dabei mit dieser Arbeit auseinanderzusetzen. Dr. und überaus wertvolle Hinweise zu dessen Verständnis gegeben. wofür ich ihm an dieser Stelle herzlich danken möchte. hiermit mein herzlichster Dank. Für die erwiesene Diskussionsbereitschaft und die überaus konstruktive Kritik. mit der dies geschehen ist. Dr.Vorwort Das vorliegende Buch ist die etwas überarbeitete Fassung meiner Dissertation. Dr. Den Kollegiatinnen und Kollegiaten des DFG-Graduiertenkollegs „Leitbilder der Spätantike" durfte ich einige meiner Thesen vorstellen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Ganz besonders bin ich Herrn StD i. Ihm verdanke ich zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Maria Leisten hat umfangreiche Teile der Arbeit Korrektur gelesen. denn er hat mir nicht nur beigebracht. Aufgrund seines Vertrauens. Herr Prof. daß er es übernommen hat. Z u besonderem Dank weiß ich mich meinem Doktorvater Prof. Lutz Käppel gebührt mein Dank dafür. Herrn Prof. R . Er hat die Arbeit in ihrer Entstehung in einer Weise betreut. Plotin zu übersetzen. seines persönlichen Engagements und nicht zuletzt seines Humors ist bei mir niemals das Gefühl entstanden. daß er das Zweitgutachten übernommen und sich in dieser Funktion intensiv und nachhaltig für diese Arbeit engagiert hat. Herrn Prof. in einer akademischen Prüfungssituation zu stecken. Adolf Johann Heß verbunden und dankbar. so daß ich allein für alle noch verbleibenden Fehler verantwortlich bin. Michael Erler hat die Aufnahme dieses Buches in die R e i h e „Beiträge zur Altertumskunde" befürwortet. Die seitdem erschienene Literatur konnte leider nur noch teilweise und nicht mehr vollständig berücksichtigt werden. die im Wintersemester 2003/2004 an der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eingereicht wurde. möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.41 Download Date | 12/2/13 2:33 AM . sondern auch alle meine Ubersetzungen aus dem Griechischen ebenso minutiös wie kompetent korrigiert. Hans-Joachim Waschkies verpflichtet.128.99. die zu einigen wesentlichen inhaltlichen Verbesserungen geführt hat. die über eine rein fachliche Hilfestellung und Unterstützung weit hinausgegangen ist. Hartmut Rosenau möchte ich dafür danken. Dr. Für diese Mühe und die Sorgfalt.
was sie dafür halten — zurückzuholen. Meinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen (allen zwar. daß sich die Welt nicht um neuplatonische Metaphysik dreht. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. läßt sich nur schwer in Worte fassen. was ich meinen Eltern und meiner Schwester verdanke. Neben dem Schreiben einer Dissertation gibt es. Ihm gilt mein tief empfundener Dank für alles. den wir hatten. ganz besonders aber denen der W G V) aus dem Professor von Esmarch-Haus in Kiel bin ich aus demselben Grund zu Dank verpflichtet. das eben nicht nur aus U n i versität und Schreiben besteht. mich auf den Boden der Tatsachen — oder das. wofür ich ihm hiermit ebenfalls danken möchte.12 Vorwort Claas Lattmann hat die Arbeit auf sich genommen. Sommer 2006 L. besonders aber Herrn Armin Schimanski verdanke ich die so oft notwendig gewesenen Korrekturen der eigenen Sichtweise. Was ich Herrn Peter Mach an Grundsätzlichem und Wesentlichem verdanke. läßt sich nur sehr schwer oder gar kein angemessener Dank finden oder formulieren. B. Sie ist das Licht in meinem Leben. Berlin.128.41 Download Date | 12/2/13 2:33 AM . und Menschen. gerade dies zu vergessen. von ihnen daran erinnert zu werden. Ihnen ebenso wie den B e wohnerinnen und Bewohnern dieses Hauses. ihre uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität in jeder Hinsicht hätte diese Arbeit niemals entstehen oder beendet werden können. ein Leben. aus einer mehr als unprofessionellen Datei eine druckfähige Version herzustellen. Für das. Lars. Ohne ihr aufrichtiges Verständnis. wenn man geneigt ist. und es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank dafür.99. die ganz wesentlich dazu beitragen. verbunden mit dem Spaß. Gewidmet ist diese Arbeit in Verbundenheit und Dankbarkeit meiner besten Freundin Solveig. Jens und Klaus haben immer wieder dafür gesorgt. besonders dann. daß eine solche Arbeit zu ihrem Ende findet. Elmar. was ich von ihm lernen durfte.
wie und mit welchen sprachlichen Mitteln der Kraft-Lichtkomplex auf die jeweils behandelten ontologischen. wie ζ.bzw. um diese dann ihrerseits in den Kategorien des Denkens und des Selbstbewußtseins auszulegen.99. Eine solche Betrachtung der mit dem Kraftbegriff verknüpften Lichtbegrifflichkeit in ihrer philosophie-historischen Kontinuität muß bei jedem der angeführten Autoren untersuchen. die nach den Ergebnissen. durch welche sprachlichen Anklänge an die jeweiligen Vorgänger und deren Verwendung bzw. Dabei werde ich die inhaltlich-thematische Kontinuität herausarbeiten. Bisher war das Augenmerk der Interpretationen hauptsächlich darauf gerichtet. Von früheren Arbeiten zu dieser Thematik und zur Metaphysik des Neuplatonismus unterscheidet sich dieser Ansatz dadurch.eng am Text' orientiert bleibt. epistemologischen und religiösen Themen angewendet und wie er mit anderen Metaphern. Anwendung und Funktion der Kraftmetaphysik in ihrem Zusammenhang mit der Lichtbegrifflichkeit in der antiken und spätantiken Philosophie anhand ausgewählter Beispieltexte zu erörtern. in den Mittelpunkt gerückt wird. daß in ihm konsequent der Aspekt. die Entstehung der späteren und niedrigeren Stufen der neuplatonischen Seinshierarchie nach dem Einen zunächst in den Kategorien von Hervorgang und R ü c k . Das erfordert ein Vorgehen. andererseits aber auch elliptische Anspielungen aus den alten Texten in ihrem zeitgebundenen Kontext zu verstehen weiß. Aber neben diesen Aspekten sind die Systeme der Neuplatoniker auch als Systeme zu sehen.Einleitung Im Zentrum dieses Buchs steht der Versuch. In diesem Zusammenhang ist zu beachten. zu denen meine Untersuchung gefuhrt hat. Entwicklungsstufe von Licht und Kraft angeknüpft wird.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . in denen die Entstehung der zunehmenden Vielheit aus dem Einen als zunehmende Binnendifferenzierung eines sich zur Materie hin abschwächenden Kraftkontinuums erklärt wird. und selbstverständlich kann keine Auslegung neuplatonischer Schriften ohne diese Kategorien auskommen.128. Plotin oder Iamblich Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Vergleichen oder Motiven verknüpft wird. Plotins System (und die der späteren Neuplatoniker) als eine Art Kraftkontinuum zu verstehen. Im Unterschied zu früheren Arbeiten ist in diesem Fall danach zu fragen. Umwendung zu verstehen. das einerseits . das platonische Sonnengleichnis über Aristoteles und Alexander von Aphrodisias mit der Philosophie Plotins und darüber hinaus mit Iamblich hinsichtlich der Lichtthematik verknüpft. B.
um die anfallenden Probleme zu lösen. denen gegenüber etwa die Unterschiede in der Auffassung der Hypostase der Seele weniger signifikant sind. Szlezak hat auf die wesentliche Bedeutung der Texte Plotins für ein Verständnis von dessen gesamter Philosophie hingewiesen. Die Auswahl der in diesem Zusammenhang bearbeiteten Texte im ersten Teil der Arbeit ergibt sich aufgrund ihrer Bedeutung fur den thematischen Schwerpunkt dieses Abschnitts: Plotins Darstellung der Genese des Nous aus dem Einen. die Nous und Ideen bei Plotin bilden. welche Eigenschaften „Kraft" bei Plotin oder Iamblich besitzt. das tatsächliche Vorgehen Plotins zu überprüfen. Die Bedeutung der Beschreibung des Nus für das Drei-Hypostasen-System ergibt sich daraus. Die bisherigen Untersuchungen zu diesem Komplex sollen ebenfalls durch eine Erörterung ergänzt werden. in der verschiedene andere Kräfte ganzheitlich umfaßt und zu einer Einheit integriert werden.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . warum und wie auch dieser Ansatz in der neuplatonischen Metaphysik Beachtung fand. welche Modelle und Vorbilder sie nutzen und kombinieren. der fur das Denken Plotins wesentlich und für die Entstehung seines Gesamtentwurfes potentiell aufschlußreich ist.Η Einleitung im Kontext dieser Kraftmetaphysik argumentieren.99. 1 1 Szlezäk. Hierfür bietet sich die Hypostase des Nus unter den Aspekten ihrer Entstehung und ihrer Strukturierung an.128. wie sie systematisch funktionalisiert werden und welche philosophiehistorischen Entwicklungslinien sich erkennen lassen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.daß die geistigen Gegenstände nicht außerhalb des Geistes sind'. wenn es darum geht. zu erörtern. So läßt sich ζ. Besondere Bedeutung gewinnt die Kraftmetaphysik im Neuplatonismus dann. Seelengefährt) zu erklären. kann nicht mit der punktuellen Analyse verstreuter Beispiele von unplatonisch anmutender Piatonexegese ansetzen. daß hier der Ort ist für die Entwicklung der Merkmale der Geisteswelt überhaupt. als All-Kraft. um nachvollziehen zu können. die Wirkung des Intelligiblen (der Seele oder des Göttlichen) auf das Stoffliche (den Körper oder das sog. Analogien vor dem Hintergrund einer kraftmetaphysischen Systematik und der mit ihr verflochtenen Lichtmodelle möglicherweise erklärt werden können. sondern auch nach denen von Kraft und Licht als Ganzheit beschreiben. wie bestimmte. Nuslehre 53. B. die Einheit. nicht nur in den Kategorien von Denken und Selbstbezug. hat man mit Recht stets die zentralen Unterscheidungsmerkmale des plotinischen Neuansatzes gegenüber der Metaphysik des Mitderen Piatonismus gesehen. die Entstehung und Strukturierung der Hypostase des Nous zum Inhalt haben: Ein solcher Versuch. immer wieder zu beobachtende Beschreibungsmuster oder Modelle bzw. Der hier vorgeschlagene und durchgeführte Zugang besteht darin. . sondern muß sich einen Gegenstandsbereich suchen. Denn in der Ableitung des Nus aus dem Hen sowie in der Lehre.
. woraus sich.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . diese g r u n d l e g e n d e V e r k n ü p f u n g w i r d v o n P l o t i n ü b e r n o m m e n und.99. Lucas. A n diesen T e x t e n soll i m ersten A b s c h n i t t die V e r w e n d u n g u n d die V e r b i n d u n g v o n K r a f t . o b „ L i c h t " in seiner p h i l o s o p h i s c h e n F u n k t i o n a l i s i e r u n g in diesen T e x t e n als reine M e t a p h e r g e braucht w i r d o d e r o b es als S y m b o l . die spätantiken K o m m e n t a r e des A l e x a n d e r v o n A p h r o disias u n d in der De anima libri mantissa z u m K a p i t e l III. 4 In der Poetik 1 4 5 7 b i 6 . das f ü n f t e Kapitel aus d e m dritten B u c h e s der De anima des Aristoteles. H ä u f i g stellt sich aber gerade b e i Plotin b e z ü g l i c h der L i c h t b e g r i f f lichkeit eine A r t U n s c h ä r f e ein.128. N i c h t i m m e r k a n n e i n d e u t i g entschieden w e r d e n . peripatetisch m o d i f i z i e r t . die M e t a p h e r κατά τό ά ν ά λ ο γ ο ν 3 . A n a l o g i e o d e r V e r g l e i c h V e r w e n d u n g f i n det. A n k e i n e r Stelle finden w i r sie d e u t l i c h v o n e i n a n d e r u n t e r schieden. Β .2 5 . S y m b o l 104. u m u. d e m Verfahren z u r M e t a p h e r n b i l d u n g κατά τό ά ν ά λ ο γ ο ν f o l g e n d . das f ü r seine P h i l o s o p h i e c h a rakteristische P r o b l e m der E n t s t e h u n g u n d S t r u k t u r des N o u s z u b e s c h r e i b e n . D i e A n a l y s e der ausgesuchten Po/ifeid-Stellen w i r d e r g e b e n . daß bereits Piaton eine in der bisherigen F o r s c h u n g übersehene. 5 C r o m e . das dann w i e d e r u m d e m a n a l o g i s c h e n Verstehen der W i r k u r s ä c h l i c h k e i t der Idee des G u t e n dient. 3 Arist.. ist dahinter d e m n a c h f o l g e n d e T r a n s p o s i tion zu v e r m u t e n : L i c h t verhält sich in seiner A b h ä n g i g k e i t z u r S o n n e w i e der N o u s sich z u m E i n e n verhält.3 3 (ed. 5 2 Arist. genutzt. u m das W i r k e n der S o n n e z u beschreiben. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1968). V o n d e n b e i Aristoteles in der Poetik2 a u f g e z ä h l t e n v i e r A r t e n d e r M e t a p h e r entspricht a m ehesten die vierte. o h n e m e t h o d i s c h e A n o r d n u n g treten sie n e b e n e i n a n d e r auf. als L i c h t des G u t e n beschreibt. W e n n Plotin d e n N o u s ζ. Poetik 1457 b9. o d e r eines in das andere ü b e r g e h e n d . d e r V e r w e n d u n g der L i c h t b e g r i f f l i c h k e i t in diesen T e x t e n . i n e i n a n d e r v e r b u n d e n . D i e s e r G r u n d g e danke b z w . die v o n C r o m e b e o b a c h t e t w o r d e n ist: D e r a b w e c h s e l n d e G e b r a u c h v o n M e t a p h e r n u n d S y m b o l e n z i e h t sich d u r c h die g e s a m te A r g u m e n t a t i o n Plotins. a.u n d L i c h t b e g r i f f l i c h k e i t in K o n t i n u i t ä t u n d Abhängigkeit untersucht werden. Poetik 1457 b 6 . i n d e m er L i c h t als K r a f t funktionalisiert.Einleitung 15 A u s g e h e n d v o n dieser Feststellung Szlezaks b e s t i m m e i c h die v o r P l o t i n l i e g e n d e n P h i l o s o p h e n u n d ihre j e w e i l s fiir m e i n e U n t e r s u c h u n g relevanten Texte: das platonische S o n n e n g l e i c h n i s in seiner V e r b i n d u n g m i t d e m L i n i e n u n d d e m H ö h l e n g l e i c h n i s . nach Aristoteles' Beispielen 4 das E i ne als S o n n e des N o u s o d e r e b e n der N o u s als L i c h t des E i n e n b e z e i c h n e n ließen. w e s e n t l i c h e V e r b i n d u n g v o n Licht u n d K r a f t v o r n i m m t . 5 aus der aristotelischen De anima.
Schroeder und Ferwerda. Paradigmen 17. Beierwaltes. Blumenberg.99. Paradigmen 10. im einzelnen nachzuspüren. Gute Beispiele dafür bieten der Aufsatz von Crystal über die Selbsterkenntnis des Nous bei Plotin oder die Untersuchungen Nasemanns zum Verhältnis von Gottheit und Mensch bei Iamblich. Diesem wechselseitigen Verhältnis. A n die schon geleistete Forschung schließt sich der erste Teil der Untersuchung mit dem Ziel an.und W i r k f o r m e n intelligiblen Lichtes begriffen" 6 werden. Blumenberg. das auch der Lichtmetaphysik zugrundeliegt. 7 Blumenberg. Licht wird so bei Plotin zu einer noetischen Größe.128. Grundlegend sind die Arbeiten von Wagner. Davon abgesehen wird die Lichtmetaphorik in beinahe jeder der hier herangezogenen Veröffentlichungen mehr oder weniger ausfuhrlich im R a h m e n des jeweils behandelten Problems oder der kommentierten Schrift besprochen. daß zwar die Kraftmetaphysik das allgemeinere metaphysische K o n z e p t darstellt. es selbst aber in seinen Ausdifferenzierungen und besonders seinen Anwendungen auf den Bereich des R e l i giösen auf den explikativen Wert des Lichtmodells angewiesen bleibt.ιό Einleitung Dies w i e d e r u m fuhrt dazu. Die A n w e n d u n g des Blumenbergschen Metaphernbegriffs auf Plotin und eine Untersuchung dieser Metaphorik hat Tradition. wenn man die Metapher als „absolute Metapher" 8 . an dem der Philosoph seine Aussagen über metaphysische Sachverhalte entwickelt und dessen Terminologie er sich zur Beschreibung eben dieser Sachverhalte bedient. die einen ganzen Vorstellungskomplex begründet und das Modell abgibt. das bisher wenig Beachtung fand. Selbsterkenntnis 123. versteht. in denen auch Plotins Lichtmetaphysik eingehend erörtert wird. B e i Plotin wurde die B e deutung der Lichtmetaphorik in einzelnen Monographien und Aufsätzen schon ausfuhrlich behandelt. In diesem Sinne ist in der vorliegenden Arbeit von Lichtmetaphorik oder Lichtbegrifflichkeit die R e d e . 8 9 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . wobei diese Übertragung im Falle Plotins. D e r B e g r i f f „ M e t a p h o r i k " behält im Hinblick auf die Verwendung der Lichtbegrifflichkeit in den hier untersuchten Texten seine Berechtigung. Paradigmen 10. „sondern selbst als unterschiedliche Seins. mit Blumenberg weiter gefaßt als „ Ü b e r t r a g u n g der R e f l e x i o n über einen Gegenstand der Anschauung auf einen ganz anderen Begriff. daß Entwicklungsprozesse im Intelligiblen bei Plotin — im Unterschied zu seinen Vorgängern Piaton und Aristoteles — mit dem Licht nicht lediglich verglichen. w i e Beierwaltes gezeigt hat. eine starke Eigendynamik entwickeln kann. ist ein Z i e l dieser Arbeit. zum einen die platonisch geprägte Kontinuität der 6 Beierwaltes. Damit j e d o c h ist der R a h m e n der Metapher nach aristotelischem Verständnis überschritten. dem vielleicht nie eine Anschauung direkt korrespondieren kann" 9 . Es wird sich im R a h m e n dieser Arbeit ebenfalls zunehmend zeigen. A u f diese Weise entwickelt sich Licht zu einer „metaphorischen Leitvorstellung" 7 .
In der Analyse dieser einbindenden Funktionalisierung in ihrer historischen Abhängigkeit liegt das Ziel dieser Kapitel.. Hier werden grundlegende und bisher unbeachtete Eigenschaften und Funktionen des Lichtes als Kraft (δύναμις) herausgearbeitet und deren Anwendung bzw. Anschließend werden in den Unterabschnitten 2 und 3 von Kapitel II. " Besonders eine terminologische Schwierigkeit verdient in diesem Problemkomplex B e achtung: Das Denken des Geistes ist bei Plotin als eine geistige Wahrnehmung aufzufassen. Kapitel II. Anhand der Erörterung der „Identitätsbeziehung [. zum anderen festzustellen.99. Ich habe daher den Begriff „sehen" (όρδν). leitend war dabei die Uber- Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.Einleitung Anwendung des Motivkomplexes Licht-Kraft auf das Thema Geist und D e n ken im oben skizzierten R a h m e n von Piaton bis Plotin herauszuarbeiten.128.] von Denkendem und Denkvollzug" 1 0 in Schrift V. In Unterabschnitt 2 untersuche ich Funktion und ontologische Stellung des Lichtes in Plotins Schrift V. A u f dieser Grundlage baut das folgende Plotin-Kapitel auf. I behandelt die Rolle. die Plotin der Licht-Kraft bei der Entwicklung des Nous aus dem Einen zuweist. wobei die Funktionen analysiert werden.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . mit welchen begrifflichen und sprachlichen M i t teln und mit welcher Intention besonders Plotin seine Vorstellung von Kraft und Licht in seine philosophischen Darstellungen von Entwicklung und Struktur des Nous eingebunden hat. j e nach interpretatorischem Zusammenhang mit „sehen" oder allgemeiner mit „wahrnehmen" übersetzt. Nuslehre 126. 3 erfolgt in Unterabschnitt 4 der Versuch. und bei Aristoteles und dessen Kommentator Alexander von Aphrodisias. Deshalb kann Plotin Begriffe wie „denken".. Übertragung auf bestimmte noetische Themen in ihrer historischen Kontinuität analysiert und diskutiert. „erkennen" oder „sehen" als Aktivitäten des Nous synonym gebrauchen. um der jeweiligen Intention Plotins Ausdruck zu verleihen. 11 Im letzten Unterpunkt von 10 Szlezäk. die Anwendung des Licht-Kraftkonzeptes sowohl auf diese Einheitsvorstellung des Nous als auch auf Plotins Vorstellung vom Nous als sich aus dem Einen entwickelnde Kraft zu interpretieren. Die beiden Unterabschnitte des ersten Kapitels erörtern die Verwendung der Lichtthematik bei Piaton. die Plotin in seiner zentralen Schrift VI. 1 diese Funktionen ausfuhrlicher betrachtet und ergänzt. 7 dem Licht überträgt. Abschnitt I . in der Plotin das Licht zum inneren Objekt der Erkenntnis des Nous werden läßt. das der ontologischen Entwicklung des Nous aus dem Einen zugrunde liegt. 5. Unterabschnitt 3 behandelt dann das Kräfte-Schema. der im Zusammenhang mit Licht eine eminente Rolle spielt. in seiner Beziehung zur Lichtvorstellung und in seiner Abhängigkeit von der platonischen Dynamiskonzeption. wie sie vor allem in den Zentralgleichnissen der Politeia thematisiert wird. die in der Kategorie des Sehens verstanden wird.
ι8 Einleitung Kapitel II. greift Plotin darauf zurück. des Lichtes. das Problem der Seele-Körperinteraktion zu „lösen". ihre Funktionalisierung im R a h m e n des Verhältnisses zwischen Nous und Seele und zwischen Seele und Körper bzw. das eng mit Plotins Nous-Konzept verbunden zu sein scheint: das des Gottes Helios als pantheistischer All-Kraft.3.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .2—II. 1.und Kraftmetaphysik gut zu erkennen. So wird vielleicht deutlich. Die hier festgestellten Modifikationen am Licht-Kraftkomplex. die für den späteren Neuplatonismus bestimmend bleibt bzw. so daß auch der DynamisBegriff eine wesentliche systematische Erweiterung erfährt. Z u gleich öffnet sich hier ein kontextueller Horizont. Insbesondere gilt es. Gerade in diesem Kontext ist das bereits erwähnte wechselseitige Bedingungsverhältnis zwischen Licht. Materie zu betrachten. Im anschließenden Abschnitt II. ι wird schließlich die Bedeutung des Lichtes als Kraft flir das Verständnis der bereits in II. daß neben der philosophischen Tradition auch ein bestimmter religiöser Kontext Plotin zur Anwendung der Lichtmetaphorik in seinen Texten veranlaßt haben könnte. daß das peripatetische Lichtmodell vor allem bei der Darstellung der Einwirkung der Seele auf den Körper an Bedeutung gewinnt.und Kraftmetaphysik erörtern werde: der der religiösen Praktiken und der Synergieeffekte zwischen Philosophie und Religion. seine platonische Licht-Dynamis nach dem peripatetischen Lichtmodell zu modifizieren. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.2. werden sich als wichtig erweisen. Vielmehr benutzt Plotin sie als eine Art Basismodul. wenn es darum geht. B. weiteren AusdifFerenzierungen unterworfen wird. wie eng Plotin an der jeweiligen Stelle am Vorgang und der Struktur des tatsächlichen Sehens orientiert ist.1 werde ich die Bedeutung der Kraftmetaphysik und des sie explizierenden Modells. für den Gesamtzusammenhang des ontologischen Systems Plotins untersuchen. die Licht-Kraftmetaphysik als Erklärungsmodell in den Bereich der Deutung und Legitimierung von Phänomenen religiöser Praxis zu übertra- legung. U m nämlich ζ. das er peripatetisch erweitert und an die jeweiligen. auch sie haben in der bisherigen Forschung in ihrem wechselseitigen Ineinander wenig Beachtung gefunden.99. den ich erst im Zusammenhang mit Iamblichs Licht.128. speziellen Problemlagen und Fragestellungen anpaßt.3 unter einem anderen Gesichtspunkt erörterten inwendigen Einheitsstruktur des Nous betrachtet. ohne daß jedoch die grundsätzlich platonische Struktur ihre Geltung verlöre. Dabei wird sich zeigen. In diesem Kontext greife ich ergänzend ein Phänomen der spätantiken Religiosität auf.
wie bedeutend die von Plotin vorgenommenen peripatetischen Transformationen am platonischen Konzept der Licht-Dynamis gewesen sind. Nach der Interpretation ausgewählter Texte. denn diese Autoren haben ihre Systeme u. Schon hier ist zu erkennen. Es wird sich zeigen. es dabei allerdings als Mittleres in sein Ousia-Dynamis-Energeia-Schema einbettet. daß Iamblich das Licht in konsequenter Weiterentwicklung des Energeiai-Schemas Plotins weiterhin als Dynamis im platonischen Sinn versteht. zu erklären. mit der Intention gestaltet. welche ontologischen Mechanismen dieser Funktionalisierung zugrunde liegen und wie sie sich aus der bisherigen Tradition erklären oder ableiten lassen. da dieses Ritual meiner Ansicht nach Iamblich und die ihm folgenden Neuplatoniker beim Verfassen ihrer metaphysischen Ansichten beeinflußt hat.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . nach welchen Modellen Iamblich die lichthafte Wirkung der Götter auf das aitherische Seelengefährt der menschlichen Seele gestaltet und wie dies an die Erfahrung der theurgischen Initiation rückgebunden werden kann. denen die nächsten Kapitel gelten. deren Bedeutung für die griechische Philosophie von Peter Kingsley hervorgehoben wird. das grundlegend Struktur und Entwicklung des Intelligiblen bestimmt.Einleitung 19 gen. n e h m e ich den Vorstellungskomplex aus Dynamis — Licht — Hekate unter Heranziehung der Fragmente der sogenannten Chaldäischen Orakel zum Ausgangspunkt einer Rekonstruktion des Rituals der theurgischen Initiation. daß ich darzustellen versuche. Die Ergebnisse meiner Analysen konkretisiere und überprüfe ich im letzten Abschnitt meiner Untersuchung dadurch. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Auch bei Iamblich ist zu Beginn die systematische Funktion der Lichtmetaphysik innerhalb der Darstellung der Entstehung des Nous aus dem Einen zu untersuchen und zu erörtern. wie es bei den späteren Neuplatonikern geschieht.128. In diesem Kontext wird „Licht" zu einer religiösen Größe mit erlösender Kraft.99. Zunächst wende ich mich dem Neuplatoniker Iamblich zu. Da die theurgische Initiation in Form von kathartisch wirkenden Licht-Epiphanien eine spezielle Form des Einwirkens der Götter auf das Irdisch-Körperliche darstellt. die dieses Licht-Kraftmodell und die mit ihm zusammenhängenden Strukturen beschreiben. erfüllen könnte. die alles Metaphorische verliert. nämlich die Vermittlung und Verbindung zwischen Mensch und Gottheit zu aktivieren. erörtere ich Iamblichs lichtmetaphysische Explikationen dieses Sachverhaltes im zweiten Teil dieses Kapitels. Dabei deute ich die theurgische Initiation als spätantike Variante der wesentlich älteren Praxis der Inkubation. a. was bei diesem Ritual geschah und wie es seinen Zweck. in dem ich die Ergebnisse des ersten Abschnitts anwende. den die k o n sequente Integration einer religiösen Perspektive in seine Philosophie w e sentlich von Plotin unterscheidet.
die Schleiermachers. bleiben sie unerwähnt.und Lichtmetaphysik und ihrer Anwendung auf die religiöse Praxis. warum der Myste als Gefäß der Gottheit verstanden wird. wie Iamblich seine metaphysischen Konzepte auf die Erklärung praktischer Sachverhalte angewendet haben könnte. u m fundiert darzustellen. Werktitel antiker Autoren sind nach dem LSJ abgekürzt.T. überarbeitet von Willy Theiler und R u d o l f Beutler. Bezüglich der Chaldäischen Orakel habe ich nach denselben Prinzipien die englische Übersetzung Majerciks zugrunde gelegt. zumindest teilweise. sie aber nicht in allen Fällen übernehmen konnte. sofern nicht anders angegeben.20 Einleitung In Ergänzung und Fortsetzung zu der zu Iamblich vorliegenden Forschung verfolge ich in den letzten Kapiteln konsequent den Ansatz einer Z u sammenschau theoretischer Überlegungen zur Kraft. zu konkretisieren und zu überprüfen sind. Bei einigen Passagen weicht mein Textverständnis von dem Härders umfassender ab. er während seiner Initiation Wahrnehmungen von Kreisbewegung und einem schwirrenden Geräusch erfährt und ihm schließlich in einem Zustand umfassender Stille eine Epiphanie der Gottheit in Form eines speziellen Lichtes zuteil wird. Alexander von Aphrodisias und Plotin bis zu den späteren Neuplatonikern rekonstruieren ließen. daß in diesem konkreten Fall fast alle Aspekte des LichtKraftkomplexes. die sowohl in den Versen der Chaldäischen Orakel als auch in Texten Iamblichs und anderer Neuplatoniker nach Plotin ihren Niederschlag gefunden hat. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. z. daß ich mich immer an Hopfners Übertragung ins Deutsche orientiert habe.99. Ebenso gilt fur Iamblichs De Mysteriis. zu erkennen.128. entnommen. die sich von Piaton über Aristoteles.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . eine Anwendung erfahren. Wo nur leichte Änderungen an dieser Übersetzung vorgenommen wurden. D e m griechischen Text Plotins liegt in meiner Arbeit die editio maior von Paul Henry und Hans-Rudolf Schwyzer zugrunde. auf den die referierten Texte bezogen sind bzw. Erst das Verständnis der verschiedenen Aspekte des Ineinanders von Licht. Die theurgische Inkubation bildet dabei gleichsam den Hintergrund ab. projiziert werden und an dem sie daher. Die Übertragungen von Piatons Texten ins Deutsche sind. In diesen Fällen habe ich auf der Grundlage Härders eine eigene Übersetzung versucht und dies vermerkt. Es wird sich zeigen. Die meisten Übersetzungen plotinischer Texte habe ich der Übersetzung Richard Härders.und Kraftmodell ermöglicht es in diesem Bereich. habe ich sie leicht verändert.
per analogiam darzustellen. daher bei Piaton zu beginnen ist. Zudem erweist sich diese platonische B e stimmung als ausbaufähige Grundlage der Lichtmetaphysik Plotins und Iamblichs. Erst die Bestimmung sowohl des Lichtes als auch des το öv als Dynamis ermöglicht nämlich deren Analogisierbarkeit hinsichtlich der von ihnen ausgeübten Funktion. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.i Das Licht als Dynamis und seine Analoga in den Zentralgleichnissen der Politeia Ziel dieses Abschnittes ist es.99. mit Piaton zu beginnen. liegt in den Zentralgleichnissen und besonders im sogenannten Sonnengleichnis der Politeia vor.2 Der fur den Neuplatonismus immer wieder zentrale Text.128. die sich sowohl auf den Bereich des Intelligiblen wie auch auf die sinnlich wahrnehmbare Welt erstreckt. da sich Plotin als Interpret Piatons ansieht.I Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles I. Architecture 6—28. die insgesamt der Erhärtung dieser Voraussetzung. die ursächliche Kraft der Idee des Guten. Darüber hinaus gilt zudem. daß. dient. wie die Wirkung der Idee des Guten in einer spezifischen Verschränkung von Ontologie und Epistemologie verstanden werden könnte. und versucht auf diese Weise. 2 Dies stellt bereits Beierwaltes in seiner Dissertation „ L u x intelligibilis" fest. 3 als das Eine-Gute Plotins Eingang in den späteren Neuplatonismus findet. 1 eine Analyse der Funktionalisierung. deren Idee des Guten. in vielfacher Form ergänzt und modifiziert. darzustellen. eine Antwort auf die Frage zu finden. Piaton unternimmt es in dieser Gleichnisreihe.G u t e n siehe Armstrong. welche grundlegende metaphysische Annahme die Analogisierung des Wirkens der Sonne durch das Licht mit dem Wirken der Idee des Guten durch Wahrheit und das Seiende begründet und trägt. Die Folge der Zentralgleich1 Siehe Gatti. den es in diesem Fall aus dem oben genannten Grund zu betrachten gilt. die der Lichtbegriff innerhalb der neuplatonischen Philosophie in verschiedenster Form erfährt. 3 Z u r E n t w i c k l u n g der Vorstellung des E i n e n . Piatonic Tradition 17.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM .
D e r Erkenntnisprozeß des Sehens stellt sich dar als ein Geflecht aus D y nameis (Kräften). das i h m sehr w i c h t i g ist. z u m einen durch die E i n f ü h r u n g des i m Griechischen bis dahin nicht v e r w e n d e t e n A d j e k t i v s ήλιοειδής (508 e6). R e p u b l i c III 305. die R o l l e des Lichtes im Erkenntnisprozeß des Sehens zu erläutern.C a m p e l l .6 u n d J o w e t t . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Gesehen-Werden. zu der es aber andererseits in einem Verhältnis der Ähnlichkeit steht. siehe Ferber.oder D y n a m i s v e r f l e c h - tung ansieht. aus einer Stelle w i e 507 C9-10 deutlich: την τοΰ όραν τε και ό ρ α σ θ α ι δΰναμιν (507 C9~10). Piatos Idee 60—62. auch mit 517 C2) durch eine Herrschaftsmetapher. daß es nicht mit der Sonne identifiziert werden darf. z u m anderen in 508 a 5 (vgl. 6 A u f diese Weise treten zwei Aspekte an Piatons LichtbegrifF deutlich hervor: Das Licht wird von ihm erstens als das vermittelnde und aktivierende Dritte innerhalb eines dreipoligen Dynameisgefuges aufgefaßt. Zweitens sieht Piaton das Licht als abhängig von einer Ursache an. Piaton ergänzt seinen Vergleich zudem durch eine Analogie zwischen Biologie und Leben einerseits und Ontologie andererseits. daß Piaton den Vorgang des Sehens als Kräfte. B. Es enthält einen u m fangreichen Vergleich. N u r durch das Licht als verbindendes Element kann das Beziehungsgeflecht der beiden Dynameis des Sehens und des Gesehen-Werden-Könnens demnach im gegenseitigen B e z u g verwirklicht werden. 508 a i : των αΧΧων ξυζεύξεων τιμιωτέρω ζυγω) zwischen den Dynameis des Sehens und des Gesehen-Werden-Könnens dar.128. D i e Funktion dieses Vergleichs liegt darin. Es bekommt also die Position des Mittleren und die Funktion der aktiven Vermittlung zugeschrieben. wird z. um auf diese Weise auch die Struktur des Intelligiblen besser verstehen zu können.1 9 2 und A d a m . 5 Siehe 508 a j . D e m entspricht. veranschaulicht wird. 5 Darüber hinaus wird „Licht" in seiner Abhängigkeit v o n der Sonne als seiner Ursache bestimmt.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . Krämer.99. woraus für Piaton folgt. Idee des G u t e n 1 9 1 . in der das Verhältnis v o n Licht zur Sonne als Verhältnis zwischen Vasall und Herr. daß in 508 b6 die S o n n e w i e ein Schatzmeister dem A u g e die Sehkraft zuteilt. R e p u b l i c II 58-59.22 Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles nisse beginnt mit dem sogenannten Sonnengleichnis. Es stellt als drittes M o m e n t und mediale Kraft die „edelste Verbindung" (vgl. O b j e k t e des Sehens und O b j e k t e des Denkens und die Ursachen all dieser Vollzüge und O b j e k t e sowie das Wirken dieser Ursachen in einer Analogie miteinander vergleicht. 6 Piaton verdeutlicht dieses Abhängigkeitsverhältnis. 7 Im Z u g e des Sonnengleichnisses stellt sich nun die Frage. was dem τρίτον γένος dem Bereich der sinnlichen Wahrnehmung im Bereich des Denkbaren 4 D e r Sachverhalt. also in der F o r m einer gesellschaftliche A b h ä n g i g k e i t . D e n k e n und Gedacht-Werden. 4 in den das Licht als τρίτον γένος (507 e i ) eingeführt wird. in dem Piaton Sehen. von der es zwar einerseits verschieden ist. 7 D i e s e Ä h n l i c h k e i t bei gleichzeitiger A b h ä n g i g k e i t gibt Piaton durch seine W o r t s c h ö p f u n g ήλιοειδής wieder.
Übs. W e n n sie sich auf das heftet. ένόησέν τε καϊ ε γ ν ω αύτό και νοΰν εχειν φαίνεται. Piaton beginnt seine A n t w o r t auf diese Frage in dem Abschnitt 508 64—6 der Politeia. R e p u b l i c II 59—60: " H e r e . geändert) Bereits der Parallelismus ών . die er für den Bereich des Sichtbaren (έν τω όρατψ) getroffen hat. auf den Bereich des Denkbaren (έν τφ νοητώ τόπφ) überträgt: Ο ΰ τ ω τοίνυν καϊ το της ψυχής ώδε νόει.. des νοΰν εχειν und fur das Denkbare mit seiner Dynamis des γ ι γ ν ώ σ κ ε σθαι eben die Funktion. folgt. 1 0 Allerdings ist nun zu fragen. die einander tabellarisch gegenübergestellt w e r den können: Sichtbares Gesehen-Werden(-Können) Innerhalb Denkbares Gedacht-Werden(-Können) Sehen Denken Licht Wahrheit und das Seiende Sonne Idee des G u t e n der Dynamis-Verflechtung 8 des Intelligiblen übernehmen also Wahrheit (αλήθεια) und das το öv für die Seele und ihre Dynamis des νοεΐν bzw. was darunter zu verstehen ist. εις τούτο άπερείσηται. 508 d 4 . daß Piaton eine Funktionsanalogie zwischen d e m Bereich des Sichtbaren einerseits und dem des Intelligiblen andererseits anstrebt.6 . Ebenso nun betrachte dasselbe auch an der Seele. ( R . Schleiermacher. άγαθοειδής (50934). as there. the aorists denote instantaneous action.. w o Sokrates seine Feststellungen. 9 Deren o n t o l o gische Stellung wird ebenfalls analogisiert und von Piaton durch eine weitere Wortneuschöpfung. T h e faculty o f νους is suddenly actualized into νόησις by b e i n g turned upon its proper object. daß das Seiende (τό δν) auf das 8 D e r Infinitiv in 509 b 6 . besonders betont. die im Sichtbaren das Licht innehat.99.128. so bemerkt und erkennt sie es. als Dynamis. daß sie Vernunft hat. Ebenso ist auch die νόησις als Dynamis anzusehen. analog zu 509 b2—3: την τοϋ ό ρ δ σ θ α ι δύναμιν παρέχειν. D i e aktivierende Funktion von Wahrheit und d e m Seienden wird möglicherweise auch durch die beiden Aoriste ένόησέν τε καϊ έ'γνω (508 d6) z u m Ausdruck gebracht. das Ver- fahren der A n a l o g i e umzusetzen.7 : τό γ ι γ ν ώ σ κ ε σ θ α ι läßt sich. R e p u b l i c II 60-61... Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.δταν μεν ου καταλάμπει άλήθειά τε και το ον. und es zeigt sich. was W a h r heit und das Seiende bescheinen.Das Licht als Dynamis und seine Analoga in den Zentralgleichnissen der Politeia 23 entspricht. so daß es zu folgenden analogen Entsprechungen zwischen dem Sichtbaren und d e m Sehen auf der einen und dem Denkbaren und dem D e n k e n auf der anderen Seite kommt. καταλάμπει (508 d4) macht deutlich. καταλάμπει (508 d i ) — ού ." 10 Ebenso w i e ήλιοειδής soll dieses A d j e k t i v A b h ä n g i g k e i t v o n ebenso w i e Ä h n l i c h k e i t und Verschiedenheit g e g e n ü b e r einer höherstehenden Ursache vermitteln. D a z u A d a m . 9 Siehe dazu A d a m . w e n n man Piatons Vorgabe. nämlich als την τοϋ γ ι γ ν ώ σ κ ε σ θ α ι δΰναμις verstehen.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM .
Folglich muß auch das Seiende bei Plato eine seinsbegründende und ebenso erschließende wie strukturierende Funktion bzw. ού γένεσιν αύτόν οντα.99. B . deren Interpretation fur das neuplatonische Verständnis dieses Prozesses grundlegend ist.128. scheint es mir notwendig. Ich versuche. 509 b 2 . die damit kongruierende und bisher in der Forschung vernachlässigte Funktion des τό δν zu bestimmen. so ist das Seiende als Wirkungsweise der Idee des Guten anzusehen. Diese Wirkungsweise der Idee des Guten stellt Piaton in Analogie zur Wirkung der Sonne in 509 b 2 . W i e sollte sie das sein! Ebenso nun sage auch. Καϊ τοις γ ι γνωσκομένοις τοίνυν μη μόνον τό γ ι γ ν ώ σ κ ε σ θ α ι φάναι ύπό του α γ α θ ο ύ παρεΐναι. ( R . daß es diese Funktion tatsächlich besitzt.und vorgeordneten Ursache zu betrachten.Πώς γάρ.11 Wenn Licht auf Dinge hinscheint.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . Die Sonne. die diesen beiden Aspekten gerecht wird. verleihe dem Sichtbaren nicht nur das Vermögen gesehen zu werden.i o ) Die Idee des Guten teilt dem Denkbaren also Sein und Seinsheit (τό εΐναί τε και την ούσίαν) 1 2 mit. daß auch die Aletheia „entbirgt bzw. Aus dem späteren Abschnitt 5 1 7 b8—C5 geht weiterhin hervor. die im Bereich des Lebendigen sowohl Dasein und E x i stenz wie auch Erkenntnis begründet. 13 Szlezäk. Wirkung besitzen. άλλά καϊ την γένεσιν και αϋξην καϊ τροφήν. sowohl das Licht als auch das Seiende in seiner ontologischen Position als Wirkungsweise einer über. siehe dazu z . άλλ' ετι έπέκεινα της ουσίας πρεσβείφ καϊ δυνάμει υπερέχοντος. U m zu zeigen. daß dem Erkennbaren nicht nur das Erkanntwerden von dem Guten zukomme. 12 Z u r Differenzierung zwischen τό είναι und ή ούσία siehe Krämer.i o wie folgt dar: Τ ό ν ηλιον τοις όρωμένοις ού μόνον οίμαι την τοΟ όράσθαι δύναμιν παρεχειν φήσεις. denke ich. . U m diese Wirkungsweise der Idee des Guten und damit die Funktion des τό δν in seiner Deutung durch die nachfolgenden Philosophen weitergehend zu verdeutlichen. ουκ ουσίας δντος του ά γ α θοϋ. während doch das Gute selbst nicht Seinsheit ist. Das Höhlengleichnis 2 2 1 .Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles 24 Denkbare „hinscheint" (καταλάμττει). unerachtet sie selbst nicht das Werden ist. Die Idee des Guten 186 A n m . indem es sie erhellt und so in ihren Strukturen erkennbar werden läßt. die auch auf den Zusammenhang mit dem Licht eingeht und feststellt. und zwar als Wirkungsweise. sondern auch das Werden und Wachstum und Nahrung. wirst du sagen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Wie das Licht Wirkungsweise der Sonne ist. Unsagbare Erfahrung 180—181 und 2 2 0 . sondern daß es auch das Sein und die Seinsheit von ihm habe. begründet es deren Existenz und erschließt sie für das Sehen. sondern noch über die Seinsheit an Würde und Kraft hinausragt. 9. Schefer. daß sie ebenfalls als „Ursache alles Richtigen und Schönen" 1 3 verstanden wird.2 2 2 . άλλά και τό είναι τε και την ούσίαν ύττ' εκείνου αύτοϊς προσεΐναι. greife ich auf die indirekte Pla" A u f die traditionelle Deutung der Aletheia in diesem Zusammenhang als „Unverborgenheit" gehe ich hier nicht weiter ein. ins Sein bringt" (222).
daß die Idee des Guten als Einheit an sich verstanden wird. Eud.und Integrationspunkt von Ontologie und Epistemologie.. wie die indirekte Piatonüberlieferung zeigt. 17 A u f diese Weise wird das τό öv zum Verknüpfungs.und Konstituierungsfunktion des Seienden impliziert. 1 2 1 8 324—26 und Metaphysik 1091 b i 3—14) und daß dessen W i r k u n g in Ordnen und Strukturieren besteht (Metaphysik 988 aio—11). so wie Licht zugleich Leben und Erhelltheit bzw. Diese umfassende fundamentale Erschließungs. Vgl. eben dieselbe Funktion und Position. D i e Kombination dieser Stellen zeigt. die das Licht besitzt. 1 6 das als eine Dynamis verstanden wird. Das Höhlengleichnis 2 1 7 und A d a m .. 14 Krämer.4 formuliert. wirkt die Idee des Guten das bestimmte Sein durch das Seiende.. Die Konstituierung des Bereichs des Denkbaren vollzieht sich aufgrund eines Wirkens. auch das ontologische. 17 Z u diesen W i r k u n g e n des Lichtes vgl. die aber bis Empedokles ( D K Β 109) zurückverfolgt werden kann. Genau diesen Prozeß des Wirkens der Idee des Guten beschreibt Piaton in 508 d4—5 mit καταλάμπει το δν: die Idee des Guten bewirkt das bestimmte. wobei die Ähnlichkeit der an diesem Prozeß beteiligten Kräfte.2 6 und Metaphysik 988 a i o . die sich in deren Abhängigkeit von derselben Ursache begründet. Eth. Die Idee des G u t e n 189. daß nur Ahnliches auf Ahnliches einwirken kann. Die Idee des Guten 190. daß das Gute als ev und damit als E i n heit verstanden wurde (Eud. 1 2 1 8 3 2 4 .] bewirkt" 1 4 . Erst durch und in diesem Prozeß wird der Bereich des Denkbaren wirklich denkbar. L u x intelligibilis 1 1 — 1 2 und B u l t mann. Beierwaltes. das gegenseitige aufeinander BezogenSein und aufeinander Einwirken ermöglicht. 15 Hinter dieser Voraussetzung steht wahrscheinlich die traditionelle Vorstellung.n und 1091 b 1 3 . das in Analogie zum Wirken des Lichtes gedacht wird. Als Belegstellen fiir die Inhalte der indirekten Platonüberlieferung in diesem Zusammenhang fuhrt A d a m Arist. daß die Bedingungen des Seins zugleich die Bedingungen der wahren Erkenntnis des Denkbaren sind. strukturierte und dauerhafte Sein der Ideen durch das Seiende. 15 Wie die Sonne durch ihr Licht wirkt. denn erst jetzt ist das Gefuge zwischen Denkbar-Sein und Denken vollständig realisiert. auch Szlezäk. R e p u b l i c II 62.i 1 und Krämer.. Lichtsymbolik 1 3 . SichtbarSein (und nicht nur Sichtbar-Sein-Können) bedeutet.128. Arist.Das Licht als Dynamis und seine Analoga in den Zentralgleichnissen der Politeia 25 tonüberlieferung und deren Rekonstruktion durch Krämer zurück. Nach Maßgabe dieses Piaton-Verständnisses sind die oben genannten Abschnitte der Zentralgleichnisse so zu verstehen. so daß auch ihm die Funktion des vermittelnd-aktivierenden Bandes oder Jochs zugeschrieben werden kann.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . Metaphysik 988 a i o .1 4 an. Zusätzlich zum erkenntnistheoretischen Moment wird. w i e sie Piaton in 490 b 2 . Eth. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. welches grundsätzlich den Bereich des Sichtbaren konstituiert und auf seine Beziehung zum Sehen hin etabliert.99. 16 Vgl. seinsverleihende Moment vom τό öv erfüllt. die „überall Ordnung und Beständigkeit [.
Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. System IV 1 8 . sowohl das Licht. das Piaton rezipiert hat. 21 Siehe Sellmer. 19 Siehe Sellmer. in denen die Erkenntnis des Dialektikers beschrieben wird. läßt sich. da. zum anderen eine systematische Überlegung.128. da der Dialektiker auch erkannt hat.99. daß Piaton mit dem τό δν aus dem Sonnengleichnis Parmenides rezipiert. Mitte und Ende. System IV 19. die sich aus der indirekten Piatonüberlieferung hinsichtlich der Wirkweise des Guten gewinnen ließen. daß es als „durchgängig zusammenschließender Z u g " wie schon bei Parmenides Durchformung und Sinnhaftigkeit ermög- 18 Vgl.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . als auch das τό 6v von Piaton als Dynameis verstanden werden. 20 zu einer Einheit zusammenfugt und so den einzelnen Elementen der Vielheit Sinnhaftigkeit verleiht. wie die Idee des Guten wirkt. der nach den uns überlieferten Quellen der erste war.26 Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles Im folgenden werde ich erörtern. welche Vorstellungen Piaton geleitet haben könnten. in dem die Zentralgleichnisse aus der Politeia stehen. Argumentationsstrukturen 148 und bes. weil vor αλήθεια der A r tikel fehlt. eine der parmenideischen τό-έόνVorstellung entsprechende τό-δν-Interpretation fur Piaton ableiten: In 533 C5 beschreibt Piaton nämlich mit συμπέπλεκται die Wirkung der Idee des Guten im Intelligiblen als ein Zusammenflechten von Anfang.1 9 . kann es als wahrscheinlich gelten. 19 Die Funktion des τό έόν bei Parmenides sieht Sellmer im Rekurs auf gestaltpsychologische Schemata darin. daß es eine Vielheit (von Sachverhalten) einbettend und strukturierend. Beachtung: zum einen das τό έόν des Parmenides als mögliches philosophisches Vorbild. der das Partizip Präsens des Neutrum Singular des Verbums είναι mit dem Artikel in der philosophischen Begrifflichkeit benutzte. Einen sprachlichen Hinweis auf das historische Vorbild Parmenides bietet die Verwendung des Artikelgebrauchs in der Verbindung αλήθεια τε και τό öv (508 df): der Artikel τό fällt besonders deshalb auf. 154. Dementsprechend sieht er die Funktion des τό öv darin. Argumentationsstrukturen 174 und Schmitz. 20 Vgl. das Setzen des Artikels vor αλήθεια in 508 e i . der die Analogie des Sonnengleichnisses allererst ermöglicht. In diesem Zusammenhang verdienen zwei weitere Aspekte des Kontextes. Schmitz. wie ich zeigen werde. 21 Aus den Passagen 533 c$—di und 534 b3—4 der Politeia. einem sinnverleihenden roten Faden ähnelnd. das το öv neben der αλήθεια derartig in Analogie zum Licht zu funktionalisieren. die in Form der platonischen Dynamis-Vorstellung vorliegt. 18 Diese stilistische Auffälligkeit weist zurück auf Parmenides. Setzt man dies nun mit den bereits erörterten Punkten in Verbindung. B . Sellmer wendet Schmitz'phänomenologische Überlegungen auf Parmenides an. ζ. denn es ist der D y namis-Gedanke.
Piaton setzt sich in B u c h $ der Politeia auf einer allgemeinen E b e n e 2 3 in zwei Anläufen mit d e m Begriff der Dynamis auseinander: Φήσομεν δυνάμεις είναι γένος τι τ ω ν δντων. ( R .Das Licht als Dynamis und seine Analoga in den Zentralgleichnissen der Politeia 27 licht.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . g e n a u so wie Licht mit z u n e h m e n d e r E n t f e r n u n g von seinem U r s p r u n g schwächer wird u n d Gegenstände weniger deutlich erhellt. w o d u r c h sowohl w i r v e r m ö g e n .S t r u k tur. 23 Z w a r ist die E r ö r t e r u n g des Dynamis-Begriffs eingebettet in die Diskussion des U n t e r schieds zwischen E p i s t e m e u n d Doxa.128. daß sich Wahrheit u n d das Seiende mit z u n e h m e n d e m Abstand von ihrem U r s p r u n g abschwächen. D y n a m i s sei eine gewisse Art des S e i e n d e n . 477 ci—4) D e r Verlauf dieses ersten Versuchs der Definition ist j e d o c h w e n i g ergiebig. d e n n Piaton versteht i m Sonnengleichnis sowohl Licht als auch das τό öv als von einer Ursache abhängige Dynameis. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. als auch jegliches andere. d a ß die Idee des G u t e n vermittels des τό δν Sein u n d Wesen (τό είναι τε και την ο ϋ σ ί α ν ) vermittle. οίον λ έ γ ω δψιν και άκοήν τ ω ν δ υ ν ά μ ε ω ν είναι. sein τό δν mit d e m Licht a u f g r u n d erkenntnistheoretischer Parallelen zu analogisieren. εί α ρ α μ α ν θάνεις δ β ο ύ λ ο μ α ι λέγειν τό είδος. daß Piaton sich u m eine allgemeine D e f i n i t i o n des Begriffs b e m ü h t . αϊς δή και ήμεΐς δυνάμεθα α δ υ ν ά μ ε θ α καϊ ά λ λ ο π α ν δ τί π ε ρ α ν δύνηται.99. was ich m i t diesem Begriff sagen will. w i e ich z u m Beispiel m e i n e . was w i r v e r m ö g e n . u n d es ist diese gemeinsame D y n a m i s . das Piaton dazu veranlaßt h a b e n könnte. läßt sich zeigen. die die Analogie trägt u n d den K o m p l e x der Licht-Kraft m e i n e r Ansicht nach fur die N e u p l a t o n i k e r derartig relevant u n d vielseitig v e r w e n d b a r w e r den läßt. spricht für diese Interpretation. daß Dynameis eine Art der Seienden seien. 22 w o b e i j e d o c h i m Liniengleichnis z u m Ausdruck k o m m t . ist das A r g u m e n t zirkelhaft. was etwas v e r m a g . denn außer der Feststellung. D a h e r behilft sich Piaton mit zwei gleichnisartigen Erläuterungen aus d e m Bereich der sinnlichen W a h r n e h m u n g . D e r zweite Versuch einer Begriffsbestimmung bringt dann N e u e s : 22 H i e r w e n d e ich Schmitz. W i r wollen d o c h sagen. daß Gesicht u n d G e h ö r zu d e n D y n a m e i s g e h ö r e n . Einer A b n a h m e der Zuverlässigkeit der E r k e n n t n i s f o r m e n e n t spricht also eine A b n a h m e der Kraft von Wahrheit u n d d e m Seienden. aber das Fehlen spezifizierender Artikel in 477 c i u n d die v e r a l l g e m e i n e r n d e n W e n d u n g e n γένος τι in c i sowie α λ λ ο π α ν δ τι π ε ρ α ν δύνηται in C2 weisen d a r a u f h i n . A u c h Piatons Aussage. System IV 18 auf Piaton an. Trotz dieser zirkulären A u s f ü h r u n g e n sichert die Z u o r d n u n g der Dynameis z u m Seienden j e d o c h deren Anwendbarkeit auf den Bereich des N o e t i s c h e n . w e n n d u verstehst. daß beide gleichen Wesens sind. Zusätzlich zu diesem historischen Vorbild.
w o das Licht des Feuers und die Dynamis der Sonne miteinander gleichgesetzt werden. die ebenfalls im Rahmen des Höhlengleichnisses die Sonne und damit die Idee des Guten beschreibt: τό πασι φως παρέχον.und την μεν έπϊ τω αύτω τεταγμένην (477 Φ ) weisen auf das Zielgebiet der Dynamis hin. legen dies nahe: τί) τοΰ ηλίου δυνάμει (517 b4)· Es gibt also zumindest auf der Ebene des Gleichnisses eine Dynamis der Idee des Guten. wie es die Dynamis-Bestimmung fordert. Hinzu kommt die Festlegung aus dem ersten Definitionsversuch. dem allgemeinen Charakter der Definition entsprechend. 24 Vom Licht heißt es in 508 a5. 24 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Die Formulierungen aus dem Höhlengleichnis. την δ' έπϊ έτέρω και 'έτερον άπεργαζομένην αλλην. Daraus folgt mit einiger Sicherheit. και την μεν έπϊ τ φ αύτω τεταγμένην και το αύτό άπεργαζομένην την αύτήν καλώ. nämlich die Realisation des Dynamisgeflechts der Sehwahrnehmung im Bereich des Sichtbaren. w i e machst du es? Ebenso. daß Piaton Licht als Dynamis. als wirkende Kraft. daß sie eine „gewisse Art" (γένος τι) der Seienden (των όντων) sei. denn diese Wendung ist in Zusammenhang mit 502 b2—10 zu sehen.Ούτως. ö απεργάζεται (477 d i . und danach pflege ich eine jede Dynamis als eine einzelne zu benennen..2 ) und τό αύτό ά π ε ρ γ α ζ ο μ έ ν η ν (477 d3~4) stehen fur Wirkungsart und Funktion der jeweiligen D y namis. Weiterhin ist auch dem Licht.128.99. eine besondere Funktion und ein präzise bestimmter Zielbereich zugeordnet. das. auf der allgemeineren Ebene ist das.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . und die. Diese Folgerung läßt sich zusätzlich durch eine Wendung in 540 a8 stützen. D. die der Idee des Guten im Sonnengleichnis entspricht. die aber für etwas anderes und etwas anderes bewirkt. verstanden hat und auch verstanden wissen wollte. nenne ich auch dieselbe. die fur dasselbe bestimmt ist und dasselbe bewirkt. 477 C9—d6) Jede Dynamis wird demnach nach ihrem Zielgebiet bestimmt und damit nach dem..] δύναμιν παρέχειν. Bei einer Dynamis aber sehe ich lediglich danach. mit denen Piaton Sokrates die Sonne beschreiben läßt.έπί mit dem Dativ bezeichnet hier den Z w e c k . . N o c h deutlicher weist Piaton in $ 1 7 b3—4 auf diesen Bezug hin. Der Analogie zufolge müssen dann auch Wahrheit und das Seiende als D y nameis verstanden werden. daß es die Sehkraft sehen und das Sichtbare gesehen werden macht: das ττοιεΐ in 508 a5 nimmt dabei das απεργάζεται aus 477 di—2 auf und ermöglicht so den Rückbezug auf die Dynamis-Definition. (R.h. was mitέφ' ω (477 d l ) . worauf sie sich richtet. D u aber. sagte er. π ώ ς ποιείς. έ'φη. ihrer Funktion (Piaton spricht in diesem Zusammenhang davon. besonders mit την [. τί δε σύ. worauf sie sich bezieht und was sie bewirkt. και ταύτη έκάστην αύτών δύναμιν έκάλεσα. nicht näher bestimmt wird.Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles 28 δυνάμεως δ1 εις εκείνο μόνον β λ έ π ω έφ' ω τε εστι και δ απεργάζεται. nenne ich eine andere. weiterhin nach der Art und Weise ihrer Wirkung bzw. daß sie etwas „macht").
die der Vermittlung von „Werden. B . Wachstum und Nahrung" durch das Licht im Bereich des Sichtbaren entspricht. Daher verstehe ich auch das τό δν (ebenso wie die Wahrheit) als D y namis der Idee des Guten. sich die Vorgänge im Intelligiblen zu veranschaulichen. u. V o m Licht übernimmt die D y n a m i s ihre funktionale Position als mittlere. die die Dynameis in ihrer Abhängigkeit und Ähnlichkeit zur Ursache charakterisieren. 26 A u c h aus dieser Ü b e r l e g u n g heraus lassen sich die parallelen Wortneuschöpfungen ήλιοΕίδής .99. Abschnitt 1. Diese Positionierung wird besonders i m späteren N e u p l a tonismus B e d e u t u n g erlangen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. weist άμβλυώττει darauf hin.2.26 A u f diese Weise stellt sich die platonische Welt einschließlich des Bereichs des Intelligiblen als ein hierarchisch gegliedertes Geflecht von Dynameis dar.128. Hinzu tritt die Vermittlung von Sein und Seinsheit mit dem genau festgelegten Bereich des Denkbaren. ist die lichthaft verstandene Kraft.άγαθοΕίδής. indem die Wahrheit und das Seiende ihre Funktion als erschließender und einbettender Zusammenhang auf die Vielheit der Ideen ausüben.Das Licht als Dynamis und seine Analoga in den Zentralgleichnissen der Politeia 29 geteilt wird. die Dynamis der Idee des Guten. s.41 Download Date | 11/29/13 9:56 PM . um deren Funktion zu beschreiben. 27 In 508 d8 z. die dem Licht seinen Spielraum im Intelligiblen eröffnet und die von Aristoteles an als Leitvorstellung dient. wird im Z u s a m m e n h a n g mit dem aristotelischen N o u s poietikos und seiner W i r k u n g auf den N o u s pathetikos w i e d e r auftauchen. verstehen. die. 27 Ermöglicht wird diese Analogisierung von Licht 25 Die Vorstellung. daß im Intelligiblen eine Kraft aktivierend auf eine andere einwirkt. Wesentlich ist die von Piaton vorgenommene Analogisierung von Sehen und Denken. die die Idee des Guten dem Nachfolgenden mitteilt oder gewährt. daß es eine Dynamis gibt. wie der Sehvorgang. die deren Ursache ist. Ihre Wirkung besteht nämlich in der Aktuierung der speziellen Beziehung zwischen Denken und Denkobjekt. der im Gleichnis das Licht der Sonne entspricht. Zudem besitzen Wahrheit und das Seiende eine genau festgelegte Wirkung und ein exakt bestimmtes Wirkungsfeld. sondern es impliziert auch. das Licht als Dynamis zu verstehen. daß Piaton sich den Erkenntnisvorgang des νοεϊν als dem des Sehens und Gesehen-Werdens sehr ähnlich vorstellt. die alle ihre Letztbegründung in der Idee des Guten erfahren. So können abschließend fünf Punkte zusammengestellt werden. als das Seiende und die Wahrheit zu erkennen. eines Bandes oder Jochs bedarf. von denen die Funktionalisierung des neuplatonischen Lichtbegriffs fundiert durch die Dynamiskonzeption — bei gleichzeitiger peripatetischer Modifikation — grundlegend beeinflußt wird: 1. die von der Idee des Guten mitgeteilt wird. 25 Dieses verbindende Realisieren vollzieht sich. Das zeigt nicht nur. die folglich Dynameis sein müssen. Da Piaton weiterhin sowohl hinsichtlich des Lichtes als auch hinsichtlich von Wahrheit und τό δν dasselbe Verb (καταλάμπει) benutzt.
aber auch von ihr verschiedenen Ursache. 1.99.Auch die Vorstellung des Lichtes und des τό öv als eines ontologischepistemologischen Scharniers. daß die Dynamis. $ unter Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Die analoge Übertragung dieser Vorstellung auf den Bereich des Intelligiblen mit seinen Komponenten des Denkbaren und des Denkens. Für die iVeuplatoniker wird es nämlich von Bedeutung sein. die mittlere und vermittelnde Position in einem Dreiergeflige einnehmen kann. wenn auch modifiziert. wie das Licht von der Sonne. die der des sinnlichen Lichtes korrespondiert. Daß Piaton einem Abstraktum wie dem το δν im Intelligiblen die Funktion der band. die als drittes Element und aktivierendes Band innerhalb einer auf diese Weise dreigliedrigen DynamisStruktur aktualisierend auf die beiden durch sie verbundenen Pole wirkt und die zugleich abhängig ist von einer ihr zwar ähnlichen. abgeleitet von der Joch-Funktion des Lichtes. 5.2 Die lichthafte Wirkung des Nous poietikos bei Aristoteles. die sich so bei Piaton nicht findet. wie der Aristoteles-Kommentator Alexander von Aphrodisias dessen Nousspaltung aus De anima III. wird in der neuplatonischen Philosophie. bestimmend bleiben. also die spezifisch platonische Verklammerung von Ontologie und Epistemologie. er vergleicht in seinen Analogien immer nur Funktionen und Wirkungen von Dynameis. besitzt gleichfalls eine hohe vorstellungsbildende Kraft in der Rezeption dieser Sachverhalte bei den Neuplatonikern. als Kräfte versteht.30 Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles und Wahrheit und το δν dadurch. 4. und er das το δν vom höchsten ursächlichen Prinzip abhängig sein läßt. wird von Piatons Nachfolgern auf unterschiedlichste Weise rezipiert werden. Diese Vorstellung vom Licht als einer Kraft. erleichtert den Neuplatonikern die Entwicklung einer Lichtmetaphysik des Intelligiblen. Bei Piaton selbst ist diese Struktur zwar angelegt. Alexander von Aphrodisias und in De anima libri mantissa Im folgenden werde ich versuchen zu zeigen. 3. daß Piaton sowohl Licht als auch Wahrheit und das Seiende als Dynameis.128.oder jochartigen und aktivierenden Dynamis zuspricht. die das Intelligible ebenfalls zu einer Kräfte-Struktur in Abhängigkeit von einer transzendenten Ursache werden läßt. dessen erste Position dann ein ursächliches Prinzip innehat. sie aber argumentativ nicht genutzt.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . Es gibt bei Piaton nämlich noch kein intelligibles Licht. aus dem die Dynamis hervorgeht. 2. während die dritte der Wirkung zugeordnet werden kann. die eine spezifische Wirkungsart und einen spezifischen Wirkungsbereich besitzen.
κ α ϊ ε σ τ ί ν ό μεν τοιούτος νοϋς τ ώ π ά ν τ α γ ί ν ε σ θ α ι . g l e i c h w i e in der g a n z e n Natur. verstanden hat. u n d zu w e l c h e n M o d i f i k a t i o n e n es dabei k o m m t . D i e v o n S c h m i t z v o r g e s c h l a g e n e Ubersetzung m i t „ H a l t u n g " k a n n in die Irre f u h r e n . andererseits aber als d e r G r u n d und das M a c h e n s f ä h i g e . H i e r verdient besonders die T h e o r i e der E n t stehung v o n Licht im Durchsichtigen B e a c h t u n g . daß er alles w i r d . ο ί ο ν ή τ έ χ ν η π ρ ο ς την ύ λ η ν π έ π ο ν θ ε ν . E r w e i t e r u n g e n . 29 D e r B e g r i f f εξις bleibt vorerst unübersetzt. etwas v o r k o m m t einerseits als S t o f f für j e d e G a t t u n g — das ist. u n d es ist d e r besagte eine Geist d a d u r c h [Geist].128. ετερον δ£ τό α ϊ τ ι ο ν και π ο ι η τ ι κ ό ν . w i e die platonische Vorstellung v o n Licht u n d seinen Analoga i m Intelligiblen in die Geistphilosophie des Peripatos integriert wird.99. τ ω π ο ι ε ΐ ν π ά ν τ α . daß er alles m a c h t . als eine A r t H e x i s 2 ' w i e das L i c h t — in gewisser Weise m a c h t n ä m l i c h a u c h das L i c h t die der Fähigkeit nach s e i e n d e n Farben zu Farben d e m V o l l z u g nach. 2 8 In diesem K o n t e x t ist zu erörtern. s. alles zu m a c h e n . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. ό δέ τ ω π ά ν τ α π ο ι ε ΐ ν .41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . was der Fähigkeit nach alle j e n e ist —. da seine spezielle B e d e u t u n g an dieser Stelle erst i m folgenden rekonstruiert w e r d e n w i r d . Ü b s . in der Weise. Szlezäk.Die lichthafte Wirkung des Nous poietikos 31 R ü c k g r i f f auf das D y n a m i s . so w i e sich die K u n s t z u m S t o f f verhält.L i c h t . G e g e n ü b e r d e m platonischen M o d e l l erfolgen im Peripatos j e d o c h einige signifikante A u s d i f f e r e n zierungen bzw. v o n w o aus sie v o n Plotin ü b e r n o m m e n w e r d e n konnte. das im Z u s a m m e n h a n g mit d e m platonischen Sonnengleichnis erörtert w u r d e . τη ούσίςι ω ν ενέργεια. Ideenlehre I / 2 218 l e i c h t geändert) 28 D i e B e s c h r ä n k u n g a u f A l e x a n d e r v o n Aphrodisias ergibt sich aus dessen B e d e u t u n g fur Plotin. da sie i m N e u p l a t o n i s m u s dahingehend funktionalisiert wird.τ ρ ό π ο ν γ ά ρ τ ι ν α κ α ι τό φ ω ς π ο ι ε ί τά δυνάμει δντα χ ρ ώ μ α τ α ένεργείςχ χ ρ ώ μ α τ α . κ α ι ο ύ τ ο ς ό νοϋς χ ω ρ ι σ τ ό ς και α π α θ ή ς και α μ ι γ ή ς . 5 m e i n e r A n s i c h t nach die B e d e u t u n g einer e b e n s o aktivierend w i e vermittelnd w i r k e n d e n Kraft hat. N u s l e h r e 136. ώ ς εξις τις. ο ί ο ν τό φως. müssen a u c h in der Seele diese U n t e r s c h i e d e sein.άεϊ γ α ρ τ ι μ ι ώ τ ε ρ ο ν τό π ο ι ο ύ ν τοϋ π ά σ χ ο ν τ ο ς κ α ϊ ή ά ρ χ ή της ύλης. α ν ά γ κ η κ α ι έν τη ψυχή ύ π ά ρ χ ε ι ν τ α ύ τ α ς τάς διαφοράς. Als Ausgangspunkt der Analyse sind aufgrund ihrer zentralen B e d e u t u n g u n d ihrer V e r k n ü p f u n g mit der Lichtthematik die Z e i l e n 430 aio—19 aus De anima zu wählen. i m m e r n ä m l i c h ist h ö h e r e r E h r e w e r t das M a c h e n d e als das L e i d e n d e u n d das Prinzip als d e r Stoff. d e m Sein nach V o l l z u g seiend. das (Ein-) W i r k e n des Intelligiblen (und damit des Göttlichen) auf das Körperliche zu erfassen und zu beschreiben. D a aber. der andere dadurch. in denen Aristoteles die W i r k u n g des N o u s poietikos a u f den N o u s pathetikos mit der W i r k u n g v o n Licht auf Farbe vergleicht: Έ π ε ί δ' [ ώ σ π ε ρ ] έν α π ά σ η τη φύσει έστϊ [τι] τό μεν υ λ η έ κ ά σ τ ω γένει (τοΟτο δε δ π ά ν τ α δυνάμει εκείνα). A u c h hier ist die V e r b i n d u n g z u m g r u n d l e g e n d e n K o n z e p t v o n Licht als Kraft v o n B e d e u t u n g . U n d dieser Geist ist a b g e s o n dert u n d erleidensfrei u n d u n g e m i s c h t . L i g h t and the A c t i v e Intellect 240—242. ( D e anima 430 a i o — 1 9 . da H e x i s in De anima III. S c h m i t z .S c h e m a . D a z u auch Schroeder.
näher betrachtet werden. daß Farbe gesehen wird und die Opsis sieht. Metaphysik 1022 b4—8 macht deutlich.. εστι π ο ί η σ ι ς μεταξύ· ούτω και τοϋ έχοντος έσθητα και της έχομένης έσθήτος έ'στι μεταξύ έξις). daß Aristoteles hier Piatons τρίτον-γένος. Metaphysik 1022 b4—831 kann Hexis als „Machung" im Sinne einer aktivierenden und vermittelnden Kraftwirkung. Aus der Lichtdefinition in D e an. 4 1 8 b<p—10 und besonders 4 1 9 a n erhellt. 33 D i e zweimalige Benutzung des μεταξύ in der Hexis-Definition weist möglicherweise darauf hin. Ideenlehre I / 2 2 2 3 .128. in den Blick geraten. nämlich als μεταξύ 33 ) zwischen zwei Polen vermittelt. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 31 Arist. daß das Licht fiir Aristoteles „Vollzug" des Durchsichtigen ist.99. Metaph. 30 Unter R e kurs auf Arist. greife ich Hermann Schmitz' Interpretation des Hexis-Begriffs in De anima III. die den aristotelischen Hexis-Begriff an der zitierten Passage aus De anima bedingt.und ζυγόν-Vorstellung im A u g e gehabt hat. das im Sonnengleichnis zur Anwendung gelangt. daß eine Hexis als drittes Element.2 2 4 . 32 Schmitz. als „tätige Funktion". Die Zusammenschau beider Aspekte fuhrt zu einer Klärung der Funktion und metaphysischen Charakteristik von Licht. 5 auf. so steht das platonische Licht aktivierend zwischen Sehen und Gese30 Siehe Schmitz. wird besonders durch die Betrachtung des εξις-Begriffs in diesem K o n text und durch eine Interpretation der Aussage. soll nun die Art der Wirkung. Besonders das Beispiel der Poiesis in dieser Definition bestätigt. in dem dieser Text zum Sonnengleichnis steht. Wie die Poiesis vermittelnd zwischen Machen und Gemacht-Werden steht. die eine Hexis ausübt. deutlich. Ideenlehre I / 2 224. Dieses τό κατ' ένέργειαν διαφανές bezeichnet er weiterhin in 4 1 9 a 13—21 als τι μεταξύ. da vorerst nur die Funktion des Lichtes in dieser Passage zu betrachten ist. zu verdeutlichen. Die Erörterung der Entstehung von Licht in diesem Z u sammenhang hole ich am Ende dieses Abschnitts nach.Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles 32 Der motivisch-systematische Bezug. so daß auf diese Weise zwei der Säulen.8 : "Εξις δε λέγεται ένα μεν τρόπον οίον ενέργεια τις τοΟ έχοντος καϊ έχομένου. die den platonischen Hintergrund deutlich hervortreten läßt und die zusätzlich durch interpretierende Auszüge aus den Kommentaren Alexanders gestützt werden soll. daß das Licht „in gewisser Weise die der Fähigkeit nach seienden Farben zu Farben dem Vollzug nach mache". beides zusammen auf das Vorbild Sonnengleichnis. ώ σ π ε ρ π ρ α ξ ί ς τις η κίνησις (δταν γ α ρ το μεν ποιί) τό δέ ποιηται. auf denen Plotin sein Konzept der Nous-Entwicklung und der Seinskontinuität aufbaut. In dieser Struktur weist τι μεταξύ auf die Funktion des Lichtes als Hexis hin. 3 2 verstanden werden. Ergänzend wird — hinsichtlich der späteren neuplatonischen Rezeption — noch die Theorie der Entstehung von Licht dargestellt werden. Da das tertium comparationis zwischen Nous poietikos und Licht darin liegt. das zwischen Farbe und Opsis so vermittelt.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . U m die platonische Struktur. 1 0 2 2 b 4 .. daß beide etwas wirken. daß hinter der Vorstellung des Aristoteles das platonische DynamisKonzept vermutet werden dürfte.
wenn man untersucht. die im Feuer und in den anderen [Dingen].41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM .. daß Aristoteles eben dem Licht diese Funktion der doppelten Aktivierung zuweist. Weltbild 1 8 9 . was jedoch erst fur die Zeit nach Aristoteles nachzuweisen ist. die Licht wirken. warum Aristoteles genau an dieser Stelle Licht als Hexis bezeichnet: er verweist damit auf das in diesem Zusammenhang wesentliche Vorbild des platonischen Sonnengleichnisses und greift auf diese Weise die Vorstellung eines Dynameisgeflechts auf. macht sowohl diese in höchstem Grade sichtbar. als auch macht sie [die Lichtquellen] zu Ursachen für die anderen Farben. 419 nj und Parva naturalia 477 a n kann nun in Ergänzung zu D e an. ist.1 9 0 und 2 1 1 f. και τοις άλλοις χρώμασιν αίτια τοϋ όράσθαι. 36 So ist er an dieser Stelle auch von seinem Kommentator Alexander von Aphrodisias verstanden worden: ητις δε ev τω π υ ρ ! και εν τοις άλλοις τοις φωτός ποιητικοις ένοϋσα δύναμις αύτά τΕ μάλιστα ορατά ποιεί. Eigenschaft des zusammenhaltenden Bandes innehat. 447 a u scheint darüber hinaus auch sprachlich am Sonnengleichnis orientiert zu sein: τό γ α ρ φως ποιεί τό όραν scheint R . A u f diese Weise läßt sich nachvollziehen..128. Noch deutlicher tritt die Abhängigkeit vom Sonnengleichnis hervor. Aus De an. so daß man das platonische Sonnengleichnis quasi als Subtext zum aristotelischen Text verstehen kann. 1 . weil sie die sind. Kosman zeigt in seinem Aufsatz über den Nous poietikos.4 ) 34 Z u r Hexis siehe Sambursky. Nat. wenn man bereits bei der aristotelischen Hexis den platonischen μεταξύ-Aspekt mitdenkt. Maker Mind 3 4 9 . Danach muß das Licht sowohl das Sehen aktualisieren als auch in Verbindung damit das Gesehen-Werden-Können in das Gesehen-Werden überführen. daß sie gesehen werden. 36 Parv.99. daß dieser Abschnitt aus De anima vor dem Hintergrund des Beziehungssystems des Sonnengleichnisses zu verstehen ist. wie das Licht seine Funktion als Hexis bei Aristoteles nach dem Verständnis der Kommentatoren erfüllt. 35 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. δι' ου όράται τά όρώμενα. Kosman.Die lichthafte Wirkung des Nous poietikos 33 hen-Werden. 430 ai6—17 abgeleitet werden. in dem das Licht die Funktion des aktivierenden Bandes als Drittes zwischen den beiden Polen des Gefüges der Sehwahrnehmung innehat. (Alex. Eine Kraft aber. die das Licht w i r ken. durch das das Sichtbare gesehen wird.3 5 1 .. In De anima 430 ai6—17 läßt Aristoteles „in gewisser Weise [. Hinzu kommt. 4 6 . τω φωτός αύτά είναι π ο ι ητικά.] auch das Licht die der Fähigkeit nach seienden Farben zu Farben dem Vollzug nach" machen. D e an. 508 a j aufzunehmen: τό φως όψιν τε ποιεί όράν. daß zumindest in der stoisch geprägten Naturphilosophie „ H e x i s " die Funktion bzw.35 Darauf deutet auch die hier vorgeschlagene Hexis-Interpretation hin.34 Die Ableitung dieser Verwendung aus dem aristotelisch-peripatetischen Begriff läßt sich allerdings gut nachvollziehen.
27-36) Wie bei Piaton finden sich hier alle drei Momente des Lichtes. 2 7 — 3 6 flihrt der Kommentator alle Aspekte dieser Analogie konsequent zusammen: συνεργός 5' αν γίνοιτο τφ έν ήμϊν ό φύσει τε νοΰς και θύραθεν. Alexander scheint sprachlich auf Piaton zu verweisen: δι' ou όραται τά όρώμενα schließt sich eng an R . 38 So ist es geeignet. Es ist das. 430 ai3 ist daher mit Schmitz. wobei er auch selbst gedacht wird und nicht ihn zum Geist macht. ού ποιών αυτόν νοΰν. Ideenlehre I / 2 220 so zu verstehen. και αϋτό όράται καΐ τά συν αΰτω. so wird auch der von außen hereintretende Nous fur uns Grund des Denkens. ποιητικόν δν της κατ' ένέργειαν όψεως. weil es die anderen. 508 a5 an. das die dem Vollzug nach seiende Sehkraft bewirkt.99. In der De anima libri mantissa 1 1 1 . von ihm aber unterschieden ist.und in es eintreten muß. das aufgrund seines eigenen Wesens intelligibel ist. und ebenfalls wie bei Piaton ist es das Licht. das 37 όρώμενα (46. so daß er die der Fähigkeit nach seienden Noeta denkt. fuhrt. daß das Sichtbare (τά δρώμενα) nur sichtbar ist. ώς γάρ τό φως. der Fähigkeit nach seienden Noeta nicht gäbe. άλλά τόν δντα νοϋν ifj αύτοΰ φύσει τελειών καϊ ά γ ω ν έπϊ τά οικεία.Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles 34 Aus diesem Text kann man zweierlei ablesen: I. τοΰτο δη τή αύτοΰ φύσει νοητόν δν έν τω νοοϋντι γενόμενον διά του νοηθήναι νοΰς τέ έστι γεγενημένος έν τω νοοϋντι καϊ θύραθεν νοείται και αθάνατος και έντίθησιν την εξιν τω ύλικώ ώστε νοεϊν τά δυνάμει νοητά. sondern auch wirklich gesehen wird. 6) entspricht ebenfalls R . des Sehens und des Gesehen-Werdens. νοούμενος καϊ αύτός. Der wesentlich seiende und von außen hinzutretende Nous ist wohl einer. Dieses Noeton also.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . der mit dem Geist in uns bei dessen Tätigkeit zusammenwirkt. daß sie beschreibt. was nicht nur bewirkt. δτι οΰδ' αν τά άλλα νοητά ην δντα δυνάμει μη δντος τινός τβ ίδίςι φύσει νοητοϋ. damit dies wirklich gesehen wird. 3 7 Bereits die διά-Konstruktion deutet an. και δι' αύτοΰ τό χρώμα. daß nur der „tätige Vollzug" des Nous poietikos im Nous pathetikos oder des Lichtes im potentiell Sichtbaren ist. da es im Denkenden durch das Gedacht-Werden ist. ούτως δε και ό θύραθεν νοϋς αϊτιος γίνεται τοΰ νοεΐν ήμϊν. daß das Licht zusätzlich und unabhängig vom potentiell Sichtbaren an dieses heran. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. so. (De anima libri mantissa 1 1 1 . sondern den [bereits] vorhandenen Geist durch sein eigenes Wesen vollendet und zu dem.. und durch es auch die Farbe [gesehen wird]. 38 Die Verwendung der Präposition έν in Arist. der im Denkenden seiende Geist und wird sowohl als von außen hereinkommender als auch als unsterblicher gedacht und gibt dem stofflichen [Geist] die Krafteinwirkung (Hexis) ein. denn es geht aus einer Kraft hervor. wenn es nicht ein Noeton gäbe. De an. nicht aber der Geist oder das Licht selber. die Wirkung des Nous poietikos per analogiam zu veranschaulichen. das durch sein eigenes Wesen intelligibel ist. wie „Licht" bei Piaton auf das Sichtbare zwar hinscheint. Denn wie das Licht. was [dem menschlichen Geist] eigentümlich ist.Alexander versteht das Licht als kraftartig. ist. 2. 508 φώς ποιεί τά όρώμενα όρδσθαι. sowohl selbst gesehen wird als auch die [anderen] mit ihm zusammen [gesehen werden].128.
89. ] έ ν τ ί θ η σ ι ν τ η ν ε ξ ι ν [ .. d e r Verfasser d e r Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. D e r N o u s p o i e t i k o s w i r k t so als v e r m i t t e l n d e K r a f t z w i s c h e n D e n k e n u n d D e n k b a r e m . D e an. In D e an. ] .128. D e s h a l b k a n n der N o u s p o i e tikos v o n Aristoteles als eine H e x i s b e z e i c h n e t w e r d e n . . 90. 34 40 erhellt. εΐ γ ε έν τ φ ν ο ε ϊ σ θ α ι τ ο ε ί ν α ι α ύ τ ο ΐ ς . libri mantissa 1 1 1 . daß der N o u s p o i e t i k o s die spezifische B e z i e h u n g z w i s c h e n D e n k e n u n d D e n k o b j e k t aktualisiert.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM .99.W e r d e n i m gegenseitigen B e z u g aufeinander z u m V o l l z u g bringt. 7—12 n ä m l i c h w i r d gesagt. 4 2 die platonisch als realisierendes B a n d verstanden w e r d e n m u ß . 40 " * αίτιος του νοειν. B e i A r i s t o t e l e s selbst folgt das v e r a n s c h a u - l i c h e n d e B e i s p i e l des L i c h t e s a u f d i e D a r s t e l l u n g d e r W i r k u n g s w e i s e des N o u s p o i e t i k o s . 4 5 S o w i r d die Position.3 2 : [ . 4 6 D i e s e W a n d l u n g ist j e d o c h durch die platonische S t r u k t u r der 39 ώ ς γ α ρ τ ο φ ω ς . a u c h die D e n k b a r k e i t der N o o u m e n a i m G e d a c h t . D e an. 43 Arist. 45 D i e s e W i r k u n g b e g r ü n d e t s i c h f u r d i e A r i s t o t e l e s .8 b e s t i m m t A l e x a n d e r dann zumindest implizit das S e i n der N o o u m e n a dadurch. . 7 _ 8 ) 42 A r i s t . In D e an. 7 . daß der K o m mentator d e m N o u s p o i e t i k o s die F u n k t i o n zuteilt. . 3 9 D e s s e n W e s e n u n d F u n k t i o n entspricht f o l g l i c h P u n k t fiir P u n k t d e m des Lichtes i m B e r e i c h des Sichtbaren: A u s h i .S e i n a u f erfaßbare D e n k o b j e k t e realisiert. 430 a i 5 . D e r K o m m e n t a t o r der Mantissa deutet also o f f e n s i c h t l i c h das aristotelische π ά ν τ α ποιεΐν 4 3 . 46 A u f die z u g r u n d e l i e g e n d e p l a t o n i s c h e S t r u k t u r w e i s t A l e x a n d e r b z w . 89. 3 1 . . A u f diese Weise w i r d der aristotelische T e x t platonisch ausgelegt u n d der N o u s poietikos w a n d e l t sich zur platonischen D y n a m i s . .K o m m e n t a t o r e n in e i n e m M e h r an I n - telligibilität. . das die W i r k u n g des N o u s poietikos beschreibt. daß der N o u s p o i e t i k o s als ursächlicher G r u n d für das D e n k e n vorgestellt w i r d . das sich i m G e r i c h t e t . u m an dessen W i r k e n das des N o u s p o i e t i k o s zu verdeutlichen. 41 ώ σ τ ε χ ω ρ ι σ θ έ ν τ α [ g e m e i n t sind d i e ν ο ο ύ μ ε ν α ] τ ο ΰ ν ο ο ϋ ν τ ο ς α υ τ ά ν ο ϋ φ θ ε ί ρ ε τ α ι . 27—37 i n V e r b i n d u n g m i t A l e x a n d e r . d a h i n g e h e n d .Die lichthafte Wirkung des Nous poietikos 35 die B e z i e h u n g z w i s c h e n S e h e n u n d Sichtbarem v e r w i r k l i c h t . i n d e m er das D e n k e n d u r c h eine K r a f t e i n w i r k u n g realisiert 44 u n d z u g l e i c h die D e n k o b j e k t e w i r k l i c h d e n k b a r m a c h t u n d damit g e d a c h t sein läßt. g e d a c h t zu w e r d e n . 430 a i j : ώ ς εξις τις. 4 1 so daß der U r s p r u n g z u sein als U r sprung gedacht z u w e r d e n zu verstehen ist. w i e das L i c h t S e h e n u n d Sichtbares aktualisierend in die R e a l i s i e r u n g der gegenseitigen B e z i e h u n g aufeinander hebt. D e an. . i n d e m er das D e n k e n u n d das G e d a c h t . 90. j e t z t d e m N o u s poietikos z u g e s c h r i e b e n . 7—12 zeigt. ( A l e x . A u c h i m A u f bau des Vergleichs folgt der K o m m e n t a t o r der p l a t o n i s c h e n Vorlage: W i e P i a t o n fuhrt er zuerst das L i c h t an. D i e Passage i n . . der N o u s p o i e t i k o s sei U r s p r u n g zu sein f ü r das D e n k b a r e .W e r d e n z u aktualisieren. 44 D e an. die b e i P i a t o n das S e i e n d e u n d die W a h r h e i t i n n e h a b e n . ο ΰ τ ω ς δέ κ α ι ό θ ΰ ρ α θ Ε ν ν ο υ ς . D e an.
vorbereitet und zugleich als göttlicher N o u s gedacht. daß es Aristoteles in D e an. In De sensu w i r d das D u r c h s i c h - Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. R . 49 V g l . daß Aristoteles in De anima die Entstehung von Licht d e taillierter. I d e e n l e h - re I / 2 223 A n m . Plotin wird dieses Modell aufgreifen und die in der Geistspaltung vorgefundene Trennung in N o u s poietikos und N o u s pathetikos in eine einheitliche Nous-Hypostase. die verschiedene Entwicklungsphasen durchläuft. denn gerade diese Erweiterung ermöglichte es den N e u p l a tonikern. daß d e r K o m m e n t a t o r an dieser Stelle Piaton. III.128.99. als Piaton es im Sonnengleichnis tut.49 die Mantissa a u c h d a d u r c h hin.Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles 36 Hexis in D e an. Es scheint m i r w a h r s c h e i n l i c h . da es Piaton im R a h m e n seiner Analogie primär u m die Funktion des Lichtes.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . 5 u m das „ M a c h e n der I d e e n " g e h t (Ideenlehre I / 2 225). 508 c i z u r ü c k und n i c h t a u f Aristoteles. So wird die Vorstellung einer lichthaften Kraft. 48 S c h m i t z . D e an. G e g e n über Piaton fällt an diesen Erklärungsmodellen auf. 2 9 als „ d r i t t e n " e i n f u h r t : τρίτος δε Ιστι νους π α ρ ά τοϋζ προειρημένους δύο ό π ο ι η τ ι κ ό ς . A n a l o g y 220 (Schroeders Hauptinteresse gilt allerdings n i c h t der Entste- hungslehre v o n L i c h t s o n d e r n d e m Verfahren der A n a l o g i e ) .2 i . die durch die Anwesenheit (παρουσία 418 a i 6 und 20) von Feuer oder Ä h n l i c h e m im Durchsichtigen verursacht wird. nicht u m dessen Entstehung zu tun ist. die in gegenseitigem B e z u g z u einander stehen. 491. das Licht als Kraft als erklärendes Modell zu nutzen. 30 weist a u f R . 107. Z u g l e i c h ist aber hinsichtlich der späteren Verwendung der Lichtmetaphorik v o n Bedeutung. 491 u n d I / 2 224. Aristoteles bestimmt Licht als „Vollzug" oder „operatio" 4 8 des Durchsichtigen.. 47 In 418 b9. III. an dem die grundsätzlichen Strukturen der Einwirkung des Intelligiblen auf das Stofflich-Körperliche abgelesen werden können. S c h r o e d e r . was die Texte der Peripatetiker flir Plotin und die späteren Neuplatoniker zusätzlich interessant werden ließ. 418 a8). beschreibt 47 und diese Theorie von Alexander und in der Mantissa aufgegriffen und modifiziert wird. Gerade dieses M o m e n t der Entwicklung aber ist es. 507 d l u n d 507 d i 2 . daß in ihnen die Vorstellung einer E n t w i c k l u n g oder eines Prozesses stärker hervorgehoben wird. die den Bereich des Intelligiblen zusammen mit der ihn auszeichnenden Struktur v o n D e n k e n und Denkbarem. während bei Piaton Licht . D i e s e R i i c k b e z ü g e a u f das S o n n e n g l e i c h n i s bestätigen S c h m i t z ' A n s i c h t . a.e i rezipiert u n d a u f diese W e i s e das Z w e i e r s c h e m a aus Arist. mant.einfach' von der Sonne als seiner Ursache hervorgebracht wird. u m die wesentliche Struktur des Intelligiblen u n d a u f g e n a u diesen T e x t v e r w e i s e n die sprachlichen B e z ü g e in d e r Mantissa. I d e e n l e h r e I / 2 223 A n m . 5 platonisch erweitert. Dabei versteht er das D u r c h sichtige sehr vage als eine Natur oder Bestimmung (τις φύσις. überfuhren. 5 vorbereitet. daß er d e n N o u s p o i e t i k o s in der Mantissa 1 0 7 . 20 u n d 439 a i 9 . Das verwundert nicht weiter. A u c h das ά ν ά λ ο γ ο ν in D e an. 4 1 9 a i o s o w i e 418 b i 6 . D a z u siehe S c h m i t z . in den Vollzug hebt. III. D e n n a u c h Piaton g e h t es i m S o n n e n g l e i c h n i s u.i 7 .
bzw. auf die das erste Licht wirkt und die es zum zweiten. Es ist das.4). so daß der eigentliche Erkenntnisfortschritt gering bleibt. Schmitz. 52 Wenn im Kommentar das in den Göttern seiende Durchsichtige als immer im Vollzug seiend bezeichnet wird ( 1 4 3 . 50 S. allerdings ebenfalls auffällig zirkulär argumentiert. Analogy 2 1 7 . w o der Kommentator Aristoteles' Auffassung vom Sehvorgang erörtert und in diesem R a h m e n auch das Wesen des Lichtes diskutiert. was auf den Stoff wirkt (144.6—7 und 144. Das Durchsichtige wird in De an. 4—5)52.. In De an. mant. mant. 144. 2 5 .99. Ideenlehre I / 2 223 Anm. Siehe Schroeder. 53 Eine Schilderung des gesamten Vorgangs findet man auch in Alex. die eine Rezeption des peripatetischen Lichttige als τίς κοινή φύσις και δύναμις bezeichnet. Licht ist. 1—4 variiert Alexander dieses Schema der Entstehung des zweiten Lichtes auf eine Art. was w e sensmäßig Licht spendet. Durch seine Anwesenheit (παρουσία. 3 6 ) . ζ. 142. dem Aristoteles bloß scheinbar dadurch entgeht.Die lichthafte Wirkung des Nous poietikos 37 dem innewohnt. 3 — ό). könnte man daraus ableiten. Wasser oder Äther. 1 3 8 . mant. 53 Der Kommentator faßt dieses Verhältnis zwischen primärem Licht und dem Durchsichtigen auch auf als Verhältnis zwischen Stoff und dem. D e an. nicht körperlich sein. 142. das der K o m mentator weiterhin als εντελέχεια τοΰ διαφανούς (De an. die den Körpern innewohne (439 323—24). Da keine zwei Körper ineinander sein können. daß der Kommentar zu diesem Abschnitt in der De anima libri mantissa. zum irdischen Licht macht (auf diese Weise wird vom Kommentator ein regressus ad infinitum vermieden. Dabei ist das dem Vermögen nach Durchsichtige die Hyle. mant.2 7 . daß hier das erste Licht zu suchen ist. z. kann folglich auch das Durchsichtige selbst und damit auch sein Vollzug. 46. Das erste Licht ist dann das „göttliche Durchsichtige". also das Licht. 51 Daher verwundert es nicht. die Aristoteles als Definition von „Licht" anfuhrt. ist allerdings merkwürdig unbestimmt und abschnittsweise zirkulär. schon bei Alexander. Das ursprüngliche Licht hingegen charakterisiert er als τό φωτίζειν πεφυκός (De an. mant. 4-11. B. 142. Das läßt an Piatons Vorstellung des Lichtes als Dynamis denken. was empirisch als durchsichtig bezeichnet wird. 1 1 ) und damit zum Licht: τοΰτό [= τό φως] έστι τό κατ' ένέργειαν διαφανές (142. 50 Die gesamte Beschreibung. 51 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Luft. 144. und was als körperlich aufgefaßt werden muß. 1 4 2 . etwas ausfuhrlicher ausfällt.128. Das legt die Annahme eines ursprünglichen Lichtes vor dem sekundären Licht nahe. daß er in De anima das Problem einfach nicht weiter thematisiert).46—47) im aristotelischen Sinne versteht. 5) macht es das dem Vermögen nach Durchsichtige (τό κατά δύναμιν διαφανές) zum Durchsichtigen dem Vollzug nach (τό κατ' Ινέργειαν διαφανές. 13—14 als eine φύσις bezeichnet. 491. 7—8 in Verbindung mit 144. B.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . D e an. die Licht aufzunehmen vermag (δεκτική φωτός).
δι' οΰ όραται τά όρώμενα.] (Alex. vermittelnden und strukturverleihenden Kraft eine Verbindung eingehen. das Konzept des aufnehmenden Prinzips und des ersten Lichtes als einer Dynamis fruchtbar geworden. τφ φωτός αύτά είναι ποιητικά. die bei Aristoteles an dieser Stelle vorausgesetzt und nicht weiter begründet wird (wohl um einen regressus ad infinitum zu vermeiden). ένοϋσα) bei Alexander könnte nach dem Vorbild Arist. entsteht.i 7 gestaltet sein: dort ist Licht πυρός fj τοιούτου τινός παρουσία έν τω διαφανεί..3« Die Grundlagen: Piaton und Aristoteles modells in den Vorstellungskomplex der neuplatonischen Geistmetaphysik zusätzlich erleichtert. ed. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. De an.99.128. 5 5 daß diese in höchstem Maße sichtbaren Stoffe Licht hervorbringen. Bruns. 54 Hier bewirkt eine Kraft (δύναμις). De an. 418 b i 6 . indem sie mit der Theorie des Lichtes als einer mittleren. die in dieser Form in der bisherigen Forschung keine ihrer Bedeutung entsprechende Beachtung gefunden hat. Für den Neuplatonismus sind dann im folgenden die Vorstellung des wirkenden Anwesendseins. καϊ τοις άλλοις χρώμασιν αίτια τοΟ όρδσθαι. 54 ητις δέ έν τω ττυρϊ καϊ έν τοις άλλοις τοις φωτός ποιητικοΐς ένοϋσα δύναμις αύτά τε μάλιστα ορατά ποιεί. 46.. 1887) 55 Die Vorstellung des Innewohnens (ητις δέ έν τφ πυρϊ .. verbindet diese Entstehungsdarstellung mit den bereits erörterten Theorien. die Feuer oder Ahnlichem innewohnt. Die Vorstellung. daß Licht als Resultat einer Einwirkung auf etwas. in diesem Fall Feuer. 1-4. in denen eine Art erstes Licht ebenfalls durch sein Einwirken auf das Durchsichtige sekundäres Licht hervorbringt.41 Download Date | 11/29/13 9:57 PM . Der Kommentator ist in seiner Erklärung allerdings in der Kausalreihe noch einen Schritt weiter zurückgegangen und erklärt bereits die Lichthaftigkeit des Feuers.. [...
41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .128. Die genaueren Untersuchungen. Diese Vorstellung könnte Plotin aus De sensu 439 Ά27* in Verbindung mit den besprochenen Abschnitten aus der Mantissa entwickelt haben. Licht. um die Wirkung der Seele auf den Körper zu beschreiben. als Hyle gedacht. Plotin versteht dabei den Nous als Licht aus Licht.99. entgegengekommen sein.5. die sich mit diesem Komplex beschäftigen. das. um die Entstehung des Nous aus dem Einen zu veranschaulichen. ' Hier unterscheidet Aristoteles ein unbegrenztes und ein begrenztes Durchsichtiges. In 439 b2~5 werden besonders die Luft und das Wasser als αόριστον διαφανές bezeichnet. folgen in den nächsten Kapitelabschnitten II.1—II.1. lichthaft gedachten Nous wird. das sich erst unter dem Einwirken des Einen in Form einer Dynamis zum wahren intelligiblen Licht entwickelt. sondern auch die besonders in der Mantissa vorgetragene Theorie von der Entstehung (irdischen) Lichtes zur Veranschaulichung seiner Theorie der Entwicklung des Nous über den Proto-Nous aus dem Einen in ihren Entwicklungsstadien anwendet und sie auch heranzieht. Zumindest weisen einige Überschneidungen zwischen Plotin und dem oben erörterten Entwicklungsschema auf eine derartige Rezeption hin: so die Vorstellung der Anwesenheit des Einen im Nous.II Weltzusammenhang als Kraftkontinuum II. daß Plotin nicht nur die Analogie von Nous poietikos und Licht vom Peripatos übernimmt. oder die Durchsichtigkeit als Eigenschaft des Nous und des Noetischen bei Plotin.1. der Geist und das Eine Eine derartige Kombination der im vorangehenden dargestellten Wirkungsmodelle wird von Plotin aufgegriffen. das auf diese Weise wirkt. Hervorgehoben sei an dieser Stelle nochmals nur. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.ι Plotin. In diesem Zusammenhang mag Plotin die Vorstellung eines unbegrenzten Durchsichtigen. erst durch das Wirken des Einen zum strukturierten.
zum anderen als den ontologischen Prozeß des Hervorgehens einer Kraft aus einer Ursache. 35.1. Ich möchte damit beginnen. Die erste Phase ist deutlich am Sonnengleichnis orientiert. In dieser Phase strukturiert der Nous die vom Einen vermittelte Dynamis und daraus resultieren Vielheit und Gutheit des Nous. Abschnitt I. Structure of self-intellection 269 A n m . 509 b2~3 und 509 b6—7. Hiernach stellt sich die Konstituierung des Nous als Ineinander zweier Bewegungen dar. wenn er den Ubergang vom unbestimmten Proto-Nous zum vollentwickelten Nous in überwiegend epistemologischen Kategorien erörtert. 7. 19—23 Abschnitt II. 8 mit R . In Kapitel 15. Mit ihr verschränkt ist die zweite Phase. zu untersuchen. Selbsterkenntnis 199 und Crystal. in der sich der Proto-Nous diese Dynamis im Blicken / Sehen auf das Eine assimiliert und überhaupt erst verfügbar macht (s. w o die Bedingungen wahrer Erkenntnis mit denen wahren Seins identisch und zugleich von derselben Ursache abhängig waren. Nuslehre 1 1 3 f f . 4 Vgl.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 40 II.o. läßt sich diese spezifische Verschränkung von Ontologie und Epistemologie bis auf Piatons Sonnengleichnis zurückverfolgen. 9—16 und 18—24 beschreibt Plotin zum ersten Mal innerhalb von VI. Es bleibt au- 2 V g l . a.128. in welcher Funktion Plotin den Begriff „Licht" gebraucht. s. Z u m Problem der Sprachlichkeit bei der Darstellung dieser Entwicklung siehe Beierwaltes. 7 diesen Vorgang. 7 im Kontext der Nousentwicklung aus dem Einen heraus rezipiert und transformiert angewendet. Piatonic Tradition 32: " T h e spiritual activity o f seeing and o f contemplat- ing is transformed in the Enneads into a creative metaphysics. u.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Gatti. Plotins Δύναμιν [ . der einen Uberblick über die gängigen Interpretationen dieses Problems bietet und dabei sowohl platonische w i e auch peripatetische und andere E i n flüsse berücksichtigt. Dabei bedient sich Plotin zweier Darstellungsmethoden: zum einen stellt er diese Entwicklung als Entwicklung differenzierter Wahrnehmung dar. der von einer unbestimmten Wahrnehmung zu einer vollständig ausgebildeten fuhrt. ] είχε π α ρ ' εκείνου in 1 5 . also als epistemologischen Prozeß.3 Die erste Phase besteht in der Vermittlung einer Dynamis vom Einen her an den Proto-Nous. u. 4 die zweite bringt eher peripatetische Vorstellungen zum Ausdruck. Im folgenden sollen beide Aspekte der Übersichtlichkeit halber getrennt voneinander behandelt werden.2). zu VI.99. 2 1 .I. 2 Wie meine bisherigen Ausführungen gezeigt haben. Beide Aspekte bleiben für Plotin miteinander verschränkt. . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.l. Der ontologische Prozeß ist immer zugleich ein epistemologischer." 3 D a z u Szlezäk. 7: Der Geist als lichthafte Kraft in ihren Entwicklungsphasen Der in der peripatetischen Lichtlehre aufgekommene Gedanke der Entstehung von Licht wird von Plotin mit der Geistmetaphysik kombiniert und in der Schrift V I .i Plotins Schrift VI. .
Plotin als Interpret 115—125 und Schroeder.[ .128. der Geist und das Eine 41 ßerdem festzuhalten. damit in gewissem Sinne a u c h U r s a c h e des S e h v e r m ö - 5 Z u r Funktion des „Füllens" als Metapher. Z u m B e g r i f f der σ υ ν α ί σ θ η σ ι ς siehe auch V o l k m a n n . 9 Diese U b e r s e t z u n g schlägt B e c k e r . daß sie g e sehen wird. die der B e s c h r e i b u n g der Aktualisierung des P r o t o . Licht. π λ η ρ ω θ ε ΐ σ α in 16. ] .99. siehe Bussanich. unten Abschnitt II. . w e l c h e für die Sinnendinge U r s a c h e ist. ά λ λ ά αίτιος τούτων καϊ νοεϊσθαι φωτΐ τ ω έαυτοΰ εις τά δντα καϊ εις τόν νοΰν παρέχων. damit er habe. was er schauen werde. D a r a u f folgend w u r d e er zu allen und erkannte dieses 8 im Verlauf der . R e l a t i o n 1 4 3 . 7 V g l . kann präziser gefragt werden. δ δψεται.1 4 4 . 8. In Kapitel 16 greift Plotin zunächst das M o t i v der Füllung aus Kapitel 15 wieder auf.Plotin. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. damit verbunden. Deshalb heißt es v o n Jenem.1. Διά τοΰτο ού μόνον λέγεται της ούσίας. was das für eine Dynamis sei und in welcher Form sie über das metaphorische γενναν hinaus als Verbindendes zwischen dem Einen und d e m N o u s anzusehen sei. 19. 7 bestimmen. i n d e m er andererseits aber diese schaute unter d e m Licht v o n d e m her. " Ω σ π ε ρ δέ ό ήλιος τοΰ όρασθαι τοις αίσθητοϊς κ α ϊ τοϋ γ ί ν ε σ θ α ι αίτιος ώ ν αίτιος π ω ς και της δψεώς έστιν . S a m t w a h r n e h m u n g ' 9 seiner selbst u n d [er] war erst jetzt N o u s . 8 In d e m N u m e r u s w e c h s e l v o n π ά ν τ α zu τοΰτο m a g man eine A n s p i e l u n g a u f die Vorstel- lung Plotins erkennen.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . D a des weiteren die erste Phase der N o u s e n t w i c k l u n g darin besteht.S c h l u c k . Plotin bezeichnet in 1 5 . u n d i n d e m [der N o u s das Licht] erlangte. daß Er nicht nur U r h e b e r der Substanz ist. und da die argumentative Funktion des Begriffs άγαθοειδές nach Szlezak darin b e steht. fuhrt das zu der Frage. U n d w i e die S o n n e . F o r m 52. deutliche Verweise auf das platonische Sonnengleichnis: έξης δέ π ά ν τ α l y e v e r o καϊ ε γ ν ω τοΰτο έν συναισθήσει αύτοΰ και νοΟς ηδη ήν. Nuslehre 152. Diese Fragestellung soll im folgenden die Interpretation der sich anschließenden Kapitel aus Plotins Schrift VI. . ά λ λ ά κ α ϊ τοϋ ό ρ α σ θ α ι αύτήν αίτιος εκείνος είναι. sondern auch dessen.N o u s z u m N o u s dient. was denn das Verbindende zwischen dem Einen und dem N o u s sei. Plotin u n d das Problem der geistigen A n e i g n u n g 30. als „Leitfaden fur die Suche nach dem Verbindenden zwischen U r sprung und Derivaten" 6 zu dienen. daß in der G a n z h e i t der W a h r n e h m u n g des N o u s eine V i e l h e i t v o n Sachverhalten a u f g e h o b e n ist. daß das Eine eine δύναμις mitteilt. der j e n e gab. π λ η ρ ω θ ε ί ς μεν. 16 mit π λ η ρ ο ΰ σ θ α ι in 15. indem er einerseits erfüllt war. β λ έ π ω ν δέ αύτά μετά φωτός π α ρ ά τοϋ δόντος εκείνα καϊ τοΰτο κ ο μιζόμενος.5 zu Plotins Schrift V. vor. ein „Füllen" 5 oder ein „ Z e u g e n " begreift.οΰτως και ή τοϋ ά γ α θ ο ΰ φ ύ σ ι ς αιτία ο ύ σ ί α ς και νοΟ ο υ σ α καϊ φ ω ς κατά τό ά ν ά λ ο γ ο ν τοις έκεΐ όρατοϊς καϊ τ ω ό ρ ώ ν τ ι οΰτε τ ά δντα οΰτε νοΰς έστιν. 9 seinen N o u s als gutgestaltiges Urbild. vgl. daß Plotin hier die Entstehung des N o u s als ein „ E r kennen". ϊν 1 εχΓ). 6 Szlezäk. 7 stellt so einen motivischen B e z u g zu Kapitel 15 und dessen Beschreibungen her und ergänzt es durch die Einfuhrung des Lichtbegriffs und. daß sie gesehen w e r d e n und d a ß sie entstehen.
D i e ausgeprägte sprachliche Orientierung am Sonnen- gleichnis 1 1 legt es nahe. Das E i n e w i r k t also als L i c h t a u f den N o u s u n d e r m ö g l i c h t so s o w o h l D e n k e n als auch G e d a c h t . 22—31 g e h ä u f t auftretenden. zusätzlich weist die V e r w e n d u n g des B e g r i f f s αίτιος in 1 6 . 1 6 w e i ter erörtert. 1 9 . u m dann einen W a h r n e h m u n g s . 508 e3 z u r ü c k .L i c h t ist fur die dort s e i e n d e n S c h a u o b j e k t e u n d für d e n S c h a u e n d e n . ebenfalls passivisch zu übersetzen. a u c h das Passiv 2 1 .N o u s 10 als v e r m i t t e l n d aktivierendes B a n d wirkt. w i e o b e n i m A b s c h n i t t 1. z w i s c h e n 1 6 . R e l a t i o n 159—160. so ist a u c h die N a t u r des G u t e n . an deren E n d e der vollständig aktualisierte N o u s steht. A u s dessen platonisierender Interpretation der aristotelischen Geistspaltung. also i m V o l l z u g der W a h r n e h m u n g seiner selbst (denn die O b j e k t e . deutlich herausgestellt b e i A l e x a n d e r v o n Aphrodisias u n d in der Mantissa.3 1 . v o n d e m dieses Licht als v o n s e i n e m U r s p r u n g ausgeht. nach H B T ) N e b e n d e n i m A b s c h n i t t 16.W e r d e n 1 0 durch L i c h t . v o l l e n d e t . 508 e i auf.20—22 besonders die Struktur der W a h r n e h m u n g a u f Piaton hin: A u c h Plotin differenziert z w i s c h e n O b j e k ten des Sehens. 31 n i m m t das π α ρ έ χ ο ν aus R . daß das E i n e die E n t w i c k l u n g z u m N o u s auslöst. 20—22 mit d e m L i c h t b e g r i f f v e r k n ü p f t w u r d e u n d dessen F u n k t i o n z u b e . die U r s p r u n g der Substanz u n d des Geistes u n d a u c h . die Plotin hier d e m L i c h t zuschreibt. findet sich. gewährt. 2 3 un d v o n αιτία in 1 6 . auf die er sich richtet. u m s c h r e i b e n scheint. siehe Bussanich.128.Weltzusammenhang 42 als Krafikontinuum gens ist — [ . Es w i r d n u n das „ F ü l l e n " aus 1 6 . π α ρ έ χ ω ν in 16. 2 4 . . 2 2 .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . . Z . ist er selbst). U b s . 2 7 a u f R . das j a bereits in 16. D i e V o r stellung. b e i n a h e w ö r t l i c h e n A n k l ä n g e n an das S o n n e n g l e i c h n i s weist in 16. n a c h p l a t o n i s c h e m Vorbild zu verstehen. Dieses „ F ü l l e n " w i r d v o n Plotin so beschrieben. 1 6 . ] —. 23 a u f u n d ist deshalb.o d e r E r k e n n t n i s p r o z e ß zu initialisieren. s o n d e r n U r s p r u n g dieser. 509 b 2 . (16. u n d z w a r d u r c h sein L i c h t a u f die S e i e n d e n hin u n d a u f d e n G e i s t hin. das a u f d e n P r o t o .8 .bzw.der A n a l o g i e g e m ä ß . die F u n k t i o n .2 gezeigt. W i e bei Piaton l e u c h t e t das Licht a u f das N o e t i s c h e hin (είςτόν νουν. d e m Licht.2 3 u n d R .W e r d e n . u n d d e m . 509 b 6 . ν ο ε ΐ σ θ α ι n i m m t t o ü ό ρ α σ θ α ι aus Z . d e r a u c h das G e d a c h t .2 6 u n d R . V g l . vermittels dessen g e sehen w i r d . die das L i c h t als H e x i s u n d damit als aktivierendes B a n d verstand. 22—31 in sehr e n g e r A n l e h n u n g an das platonische S o n n e n g l e i c h n i s i m R a h m e n der B e t o n u n g der T r a n s z e n d e n z des E i n e n ausfuhrlicher dargestellt. 31). B . a b w e i c h e n d v o n Harder.99. D i e s e r A b s c h n i t t h e b t hervor. D i e F u n k t i o n dieses Lichtes w i r d dann in d e n Z e i l e n 16.4 . daß das o n t o l o g i s c h h ö h e r Gestellte auf das N i e d r i g e r e lichtartig e i n w i r k t . daß das E i n e aus sich das L i c h t als B e d i n g u n g dafür entläßt. w e d e r die S e i e n d e n n o c h Geist. daß sich der Geist i m V o l l z u g geistigen Sehens. i n d e m es alle an diesem P r o z e ß beteiligten K o m p o n e n t e n aktiviert. ü b e r n i m m t Plotin. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. daß das E i n e als Licht. d e m S e h e n d e n o d e r S e h e n . 1 7 : ί ν α κ ά κ ε ΐ ν α κ α ϊ Ütt' α ύ τ ώ ν κ α ι ύπ' άλλου 11 όφθρ. 16.
u n d g e n a u diese strukturierende W i r k u n g bringt Plotin in 15. Ideenlehre I / 2 228-234. 16 Schmitz.W e r d e n h e r v o r r u f t . daß dieses L i c h t e i n b e t t e n d u n d strukturierend w i r k t . i 6 . die diesem P r o z e ß als A n a l o g i e z u g r u n d e liegt. der Geist und das Eine 43 D e n k e n u n d G e d a c h t . 21. D i e s e F u n k t i o n der F o r m u n g u n d S t r u k t u r i e r u n g erfüllt die D y n a m i s nur. D a m i t läßt sich die Frage b e a n t w o r t e n . sondern daß sie w i e bei Piaton durch ihr Licht wirkt. daß nicht die Sonne unmittelbar.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 508 a j an: το φως δψιν τε ποιεί όραν. Licht.1 7 . 18 als das L i c h t des E i n e n zu v e r s t e h e n . w i e i m Z u s a m - 12 Diese Vorbilder können auch hinter V I . daß v o m E i n e n die D y n a m i s . Daraus schließe ich.N o u s in K a p i t e l 15 mitteilt u n d w i e das m e t a p h o r i s c h e γ ε ν ν α ν aufzuschlüsseln ist. 1 5 D e s s e n F u n k t i o n i m G e f u g e der W a h r n e h m u n g be- deutet. die D y n a m i s in 15. 507 d i 2 . die f o r m e n d u n d strukturierend w i r k t . d e n n die S o n n e ist j a vermittels ihres Lichtes a u c h das. 22: τούτο (= φως aus 1 6 .e 4 zurückgewiesen wird. das v o r diesem H i n t e r g r u n d u n d in K o m b i n a t i o n m i t i h m seine volle. w i e das Verb γενναν hier z u verstehen ist: „ Z e u g e n " in d i e s e m Z u s a m m e n h a n g b e deutet die tätig w i r k e n d e u n d f o r m e n d e E i n w i r k u n g a u f das bis dahin S t r u k turlose. w i e i m S o n n e n g l e i c h n i s W a h r h e i t u n d das S e i e n d e die W i r k u n g s w e i s e der Idee des G u t e n a u f die I d e e n hin sind u n d w i e bei Aristoteles der N o u s poietikos i m N o u s pathetikos w i r k e n d D e n k e n u n d G e d a c h t . ι ό . was i r g e n d w i e ( π ω ς . was fur eine D y n a m i s das E i n e d e m P r o t o . 1 4 Dieses „ h ö h e r e L i c h t " ist somit als W i r k u n g s w e i s e des E i n e n auf d e n N o u s hin das V e r b i n d e n d e z w i s c h e n d e m E i n e n u n d d e m N o u s . 13—17 vermutet werden. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. D i e s b e d e u t e t a u f P l o t i n übertragen. w e n n sie als L i c h t i m platonischen S i n n e verstanden w i r d . n ä m l i c h die D y n a m i s zu z e u g e n .99. 2 1 ) κομιζόμενος legt es nahe. Als Vorbild fur Plotins αίτιος π ω ς και της Οψεως εστίν nehme ich Piatons Formulierung in R . bei Aristoteles a u f die H y l e . 26) verursacht. 7. an d e n P r o t o . daß das Licht im Sonnengleichnis als D y n a mis charakterisiert und diese Eigentümlichkeit von Aristoteles und Alexander von Aphrodisias übernommen wird. 1 3 . 1 6 E r greift dabei a u f A r i stoteles' Schrift De generatione animalium z u r ü c k . 18 d u r c h γ ε ν ν α ν z u m A u s d r u c k . 20—21: ην (= δύναμιν) γ α ρ έκομίζετο z u 16. w o deutlich auf R . 1 2 i n d e m es s o w o h l die Objekte der intelligiblen W a h r n e h m u n g erhellt.N o u s mitgeteilt w i r d . D e r A b s c h n i t t 730 b8—32 dieser Schrift zeigt n ä m l i c h in V e r b i n d u n g mit Metaphysik 987 b34. Bereits die sprachliche V e r k n ü p f u n g z w i s c h e n 15. 21. 13 Siehe V I . 1 3 als a u c h das D e n k e n selbst aktiviert.Plotin.128. d e n n nur dann w i r k t sie. Allerdings geht Plotin hier durch die Einfuhrung eines φως κρεΐττον weit über die analogische Sprechweise Piatons hinaus. 25) das S e h v e r m ö g e n (δψις. 7. m e t a phorische B e d e u t u n g erlangt: S c h m i t z weist bei seiner A n a l y s e des W i r k e n s des N o u s p o i e t i k o s a u f d e n N o u s pathetikos a u f die b i o l o g i s c h e V o r s t e l l u n g hin. 14 15 Erleichtert wird diese Vorstellung dadurch.W e r d e n aktualisiert.
In dieser Skizze kombiniert Plotin das bisher verwendete Lichtkonzept mit den Vorstellungen von Begrenzung und Formung. sondern die Grenze erstreckte sich durch dies gesamte Leben hin in seiner ganzen Vielheit und Unendlichkeit. zu Aristoteles. wobei der „unartikulierte" Hin-Blick dem Sehen vorausgeht (Philosophie des Guten 79 f. Ü b s . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.99. 2 0 .2 1 . (VI. De sensu 439 a27. das Formende aber war ungeformt. 17. Solange dieses Leben [mit dem hier der Nous gemeint ist] nun nach Jenem [lediglich] hinblickte. blieb es unbegrenzt. Als zweites mögliches Vorbild kommt außerdem das Durchsichtige als Materie des primären Lichtes in Betracht.). während Jenes keine Grenze hat.128. wobei Aristoteles auch hier fur dieses formende Einwirken das Verb γενναν gebraucht. 3 6 . 17. aber indem es seinen Blick nach dort richtete. 7. die als Licht wie eine strukturierende Grenze oder Form in ihm wirkt.17 erhielt es eine Grenze. Εύθϋς γαρ προς εν τι ιδοΰσα ορίζεται τούτω και ΐσχει έν αύτη δρον καΐ πέρας και είδος. Ende und Gestalt. H B T ) Im Blick auf das Eine nimmt der unbegrenzte 18 Proto-Nous die Dynamis des Einen auf. und die Grenze war nicht gleichsam von außen einer Größe umgelegt. das ebenfalls unbegrenzt sein kann. das die Entwicklung des Nous initialisiert und trägt und das in unmittelbarer Verknüpfung mit eben dieser Entwicklung zu verstehen ist. οίον μεγέθει περιτεθείς. o. 1 4 . 7.3 1 . το δέ μόρφωσαν αμορφον ην. U n d zwar lag diese Gestalt in dem Geformten. wie Plotin es in 16. der unter der lichtartigen Einwirkung des Einen auf den Proto-Nous in Gang gesetzt wird und an dessen Ende das im Objektbezug vollendete Wahrnehmen . ebenso strukturierend wie einbettend. zwischen Wahrnehmung ohne Licht und unter der erhellenden Wirkung von Licht. Siegmann unterscheidet diesbezüglich beim sinnlichen Sehen den „einfachen Hin-Blick" und das „vollgültige Sehen". s. weitere Konturen: Προς εκείνο μεν ouv βλέπουσα αόριστος ην. 7. άλλ' ην πάσης εκείνης της ζωής δρος πολλής καϊ απείρου ούσης. 19 Denselben Vorgang schildert Plotin auch in VI. 20—31 schildert. insofern es von einer Wesenheit entsprechender Art ausstrahlt.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .sei es nun Denken oder Sehen — steht.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 44 menhang mit dem Sonnengleichnis gezeigt. Ό δε δρος ούκ εξωθεν. ώς αν παρά τοιαύτης φύσεως έκλαμψάσης.14—21. die als unbegrenzte Materie wie ein Prägestoff von der Eins geformt wird. βλέψασα δ' έκεΐ ώρίζετο εκείνου δρον ούκ έχοντος. die vom Strukturlosen zum Strukturierten verläuft. 1 9 Warum Plotin ausgerechnet das Licht als formend wirkende Grenze 17 Der Unterschied zwischen den beiden Partizipien βλέπουσα und βλεψασα ist als der Unterschied zwischen δψις und δρασις zu verstehen. muß daher. wenn die Zeugungsmetaphorik nicht ins Leere laufen soll. Der Prozeß. 18 αόριστος in 17.και το είδος έν τω μορφωθέντι. Auf diese Weise bekommt das Wirken des Einen. 14 ist dasselbe Adjektiv. das bei Aristoteles in der Metaphysik 987 b34 die Dyas bezeichnet. Denn schon durch das bloße Hinblicken auf ein Ding wird [der Nous] durch dieses Ding begrenzt und erhält in sich Grenze. Diese Entwicklung skizziert Plotin in VI. als eine Entwicklung verstanden werden.
worauf Bussanich hinweist (Relation 1 1 ) . daß Plotin in VI. 4. warum ausgerechnet Licht benötigt wird. HBT)21 In dieser Passage kombiniert Plotin die Vorstellung vom Aktualisieren des Sehvermögens zum objektbezogenen Sehen mit der vom Ubergang des G e staltlosen zum Strukturierten. όριζομένη δέ ύπό τοϋ νοητοϋ. 6-7: αόριστος μεν αυτη ώσπερ δψις. 4. daß sich die Entwicklung vom Unbestimmten zum Bestimmten vollzieht (Nuslehre 107). um den Proto-Nous zu formen und zu gestalten. das Eine in seiner Beziehung zum Nous und damit in seinem nach außen gerichteten Wirken vor dem Hintergrund des Sonnengleichnisses und des Wirkens des Nous poietikos auf den Nous pathetikos als Licht zu verstehen und zu beschreiben. 20 Möglicherweise setzt Plotin hier auch die Vorstellung aus Enneade V. und weiter dadurch. (Übs. 2. 2 zurückgreift.99. Dahinter steht letztendlich De anima 426 ai3—14. 2 5 . daß er die Entwicklung vom formlosen und unbegrenzten Proto-Nous zum strukturierten Nous aristotelisch als Aktualisierung von δψις zu δρασις versteht. 2. 20 Ich folge mit dieser Interpretation Bussanich. 30—32 beschreibt Plotin diese Art des Wirkens des Einen auf den Nous direkt als Licht: τω δέ νω τό αγαθόν. 7. wird wohl nicht nur durch das platonische Vorbild. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. das Denken aber sieht das Gedachte (Geistige).1 7 auf V. der Geist und das Eine 45 wählt. 25. καϊ ότι καϊ νΰν δίδωσι φως λεγόμενον. daß er hier Transparentes als materielles Prinzip einfügen konnte. 18—27 erneut aufgreift. wie Plotin es meiner Ansicht nach in VI. die beide die zur Interpretation von VI. insofern es an sich unbestimmt ist wie das Blicken (ώσπερ δψις) und erst durch das Gedachte seine Bestimmtheit erhält. 1 5 . Nuslehre 58. In 7 . sondern auch dadurch begründet. όριζομένη δέ ύπό τοϋ νοητοϋ. Νόησις δε τό νοητόν όρώσα και προς τοϋτο έττιστραφεΐσα καϊ «W εκείνου οίον αποτελούμενη και τελειουμένη αόριστος μεν αυτη ώ σ περ δψις. 22 Erst diese Kombination berechtigt zu der Interpretation. ου ενέργεια έστι νόησις. Aber warum ist nicht der Geist das Zeugende? Weil die Verwirklichung des Geistes das Denken ist. 21 Besonders αόριστος und όριζομένη V.Plotin. 4.1 1 und Szlezäk. Konvergenzpunkt für diese Kombination ist die Vorstellung der Formung des Formlosen. Bussanich übersieht jedoch den Zusammenhang dieser Stelle mit der Vorstellung der als männlich-formend wirkenden Kraft des Lichtes auf den als weiblich gedachten Proto-Nous. Relation 1 0 . 30—32 tut und in 36. 2. καϊ δτι ενέργεια έξ αύτοϋ. denn erst jetzt wird einsichtig. 7. δ φαμεν καϊ εις τοϋτο ηκειν. 7 nötigen Parallelstellen bei Aristoteles anfuhren.128. die sich ohne Licht nicht vollziehen kann. 6 legen es nahe. 22 Siehe auchV.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . siehe Szlezäk.7 voraus: Δια τί δε ού νους. der darauf hinweist. 3 . 4. wendet sich zu diesem hin und wird erst von ihm zur Erfüllung gebracht. Licht.
die in diesem Kontext dazu gebraucht wird.99. III 260. E r führt dort unter Verwendung der Lichtmetaphorik. Relation 60. Auf dieser Stufe gleicht Plotin Seele und Geist einander so sehr an. Illb 502. So übernimmt hier die αλήθεια die R o l l e des Lichtes w i e im Sonnengleichnis und mit καταλαμπόμενον findet sogar derselbe Begriff Verwendung. die beiden δτιSätze auf „das Gut" zu beziehen. Bereits zu Beginn des Abschnitts (36.5 und 505 32-3. die durch die Zeugungsmetaphorik ergänzt wird. die selbstverständlich nur in diesem besonderen Zusammenhang gilt und die keineswegs beliebig umkehrbar ist. das ab 36. daß eine Unterscheidung zwischen ihnen kaum noch möglich erscheint und der geschilderte Vorgang ebenso den Nous charakterisiert wie das Erleben der Seele. 26 Vgl..128. den Wirkungsmodus des Einen auf den Geist bei dessen Entwicklung darzustellen. 504 e 4 . v o n d e m wir sagen. sowohl weil es Wirkungskraft aus [dem Guten / Einen] heraus ist als auch weil [das Eine das Gut] auch jetzt n o c h erteilt. daß das Eine als „beständig wirkend und ursächlich Handelndes" („continually active causal agent") 24 in diesem Prozeß wirkt. 1—3 aufgreift 25 .27 23 Mit der Übersetzung von τό α γ α θ ό ν durch „das Gut" folge ich HBT. als Licht bezeichnet. 22 ohnehin in den Hintergrund tritt. 4—5) verweisen die Worte μέγιστον [. sondern vielmehr die Identifikation von Seele und N o u s . 24 25 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Illb 502 und damit auch der Ubersetzung Ficinos: munus. In Kapitel 36 thematisiert Plotin die Lichtproblematik in der Schrift VI. daß es in ihn komme. nach H B T ) Die Lichtmetaphorik. eine Stelle. Harder und auch Bussanich. Relation 2 1 3 beziehen sie direkt auf den N o u s . auf deren ontologische Bedeutung ich unten im Z u g e der Erörterung des Lichtes als Ενέργεια έκ της ουσίας eingehen möchte. die Plotin hier vollzieht — eine Identifikation. in der sich Plotin extrem eng an Piatons Vorgaben aus dem Sonnengleichnis anlehnt. 7 dann zum letzten Mal. auch IV.3 8 . Ich folge Ficino ebenfalls darin. Bussanich. R .26 Erläutert wird als letzte Stufe des seelischen Aufstiegs das Erfassen des Einen vom Geist her. 7 . Wichtig in unserem Zusammenhang ist j e d o c h nicht nur dieser Bezug. steht somit für Plotins Ansicht. Illb 5 1 1 und HS.46 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Für den Geist [im Unterschied zu Materie.] μάθημα auf die Zentralgleichnisse der Politeia. aus 24. Vgl.. 27 Vgl. 1 0 . HBT. Obwohl Plotin hier die Frage nach dem Wesen des Lichtes. das auf den Geist scheint. 3 3 . verschiebt er deren ausführliche Beantwortung abgesehen von den Begründungen der beiden δτι-Sätze. Körper und Seele] aber wird das Gut 23 . (Übs. den erkenntnistheoretischen und den noch zu erörternden ontologischen Aspekt seiner Nousvorstellung zusammen.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . der auch bei Piaton diese Funktion der Wahrheit veranschaulicht. Bussanich spricht in diesem Zusammenhang von einer „ontological transformation" der Seele in den N o u s (Relation 180). siehe HBT.
29 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. [. 30 zum anderen nimmt Plotin erneut eine Differenzierung zwischen Geist und Einem vor. Ού γαρ ην έν έκείνω τό μεν όρώμενον. Diese objektlose Form von Gewahrsein als Vorstufe zum voll ausdifferenzierten Wahrnehmen als Zustand des Proto-Nous stellt Plotin auch in 35.] Da schaute er [das Eine] im Plötzlich. die als Kombination von Sehen und Denken zu verstehen ist.] είσεΐδεν εξαίφνης ούκ ίδών δττως. indem er sowohl epistemologisch als auch ontologisch argumentiert. nach H B T ) Zwei Punkte sind für die Erschließung des Sinns dieses Abschnitts von Wichtigkeit: zum einen die Darstellung einer spezifischen Art des Nous.. während [der Nous] hingegen wurde. h. wäre das Noetische nicht differenzierte Vielheit]. deutlich auch auf die Schrift V. Dieses aber war [für den Nous] 29 einzig als Glanz. sondern indem [das Gute als Gutes] verharrte. der diese28 [in den Nous als] ins Spätere zeugte. sondern das Sehen. ούκ αν υπέστη εκείνο. Denn wäre dieses nicht derartiges [d. w o er seine Lehre von der Defizienz des Nous gegenüber dem Einen.Plotin. 30-32. Daher läßt dieser Text den „Blick in die Helle" besser verstehen und ontologisch klassifizieren: 28 ταϋτα verstehe ich an dieser Stelle als die Vielheit intentionalen Denkens. (36.. die im nächsten Kapitelabschnitt besprochen wird. indem er [Vielheit] ist. machte ihn nicht durch es anderes sehen. άλλα μείνασα μεν αύτη. bei [dem Guten] zu sein. obwohl er nicht sieht. ούδέ νους και νοούμενον. Es kann nicht zur Erfüllung und Vollendung der Intention der Wahrnehmung. ουτι σβέσασα αύτής έν τω γεννήσαι. 1 9 . Εί γαρ μη τούτο τοιούτον ην. der den Nous gebar. Licht ist. sondern eben dieses Licht war das Gesehene. Diese Abgrenzung vollzieht Plotin.99. die sich in der differenzierten und damit vielheitlichen Struktur des Nous begründet. wäre [der Nous] nicht ins Sein getreten.. άλλ' αύγή γεννώσα ταΟτα εις ύστερον και άφεΐσα είναι παρ' αύται· αΰτός δέ αύγή μόνον γεννώσα νουν. nachdem er auch aufgehört hatte. daß das Eine über dem Geist steht. 30 Diese Darstellung ist mit den Abschnitten 3 5 . άλλ' αύτό τό φως τό δραμα ην.. Übs. da ihr die strukturierten und damit erkennbaren Objekte fehlen. Denn in jenem war nicht einerseits das G e sehene. der Geist und das Eine 47 [. άλλ' ή θέα πλήσασα φωτός τα όμματα ού δι' αύτοΰ πεποίηκεν αλλο όρδν. daß das. andererseits dessen Licht und auch nicht Geist und Gedachtes. Licht. 5 hin. Der direkte Blick in den Glanz des Guten sieht nichts als die Helle. was der Nous sieht. 19—23 dar. darstellt. Diese Übersetzung rechtfertigt sich durch den Rekurs auf 25. und verweist zugleich auf Kapitel 8 31 zurück. das Eine wahrzunehmen. ohne etwas von sich zu erschöpfen beim Gebären. 17 ff. 18-27.2 3 und 28-33 inhaltlich verknüpft und weist mit dem Motiv. γενομένου δ' εκείνου τω τοΰτο είναι. weil es die Augen mit Licht erfüllt. Zunächst ist die erkenntnistheoretisch geprägte Argumentation von Interesse.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . τό δέ φως αύτοΰ. das den Aufweis enthält. kommen.128. sondern [in ihm war] ein Glanz. wie. Damit bereitet er Kapitel 37 vor. 31 8.
das als Verbindendes 32 Gegen diese Interpretation. A u f diese Weise erhält das „Licht" die R o l l e des Leitmotivs in einer Komposition. Dieser Stufe der Entwicklung entsprechen αύγή γεννώσα (36. Bussanichs Interpretation läßt allerdings die hier angeführten sprachlichen Bezüge. durch die er das jenseits von ihm Liegende mit einem intuitiven Akt der Aufnahme sich zu eigen macht. Relation 1 7 6 . w o er seine Interpretation von 3 5 . 2 2 καθ' ην καϊ πρότερον έώρα begründet. 33 Das vom puren Licht erfüllte Blicken. zum anderen — implizit — durch die im Begriff der Dynamis auch hier mitschwingende Lichtfunktion hergestellt. (Ubs. Für eine derartige Gleichsetzung spricht sich auch H a dot. mit ού γ ά ρ αν αυτός έγέννα. dieselbe Phase seiner Entwicklung zu sich selbst. beschreiben denselben Zustand der Unbestimmtheit des Nous. την δε. die von Plotin sicherlich mit Bedacht gesetzt wurden und die eine Identifikation des „hyper-noetic desire" mit dem „prenoetic desire" nahelegen.99.128. ζ τα έπέκεινα αύτοΰ επιβολί] τινι καϊ παραδοχή. die eine zum Denken. in der die übernoetische Schau des Einen durch den Geist mit dessen erster. indem er schaute. 32 έώρα μόνον nimmt die Ausführungen aus den Zeilen 16. H B T ) Die bereits vorgestellten. ζ τά έν αύτώ βλέπει. Der Bezug zum oben besprochenen Abschnitt aus Kapitel 15 wird zum einen durch die Geburtsmetaphorik. 33 34 Vgl. unbestimmter Entwicklungsphase identifiziert wird.19—21 und 35. Denn es ist das Licht als Dynamis. Relation 100 f. und die andere. vermöge derer er früher [πρότερον] nur geschaut hatte und.1 7 9 . was in ihm ist. die in diese Unbestimmtheit hinein zeugt und sie erst dann.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . das πρότερον έώρα μόνον und die Unfähigkeit des Proto-Nous zu gebären. und ergänzend Bussanich. Simplicity o f V i s i o n 7 aus. das aus eben diesem Grund kein Sehen ist34.19-21. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. strukturiert. Die Verwendung der Geburtsmetaphorik läßt damit an die Darstellung aus Kapitel 15 denken und stellt so eine Beziehung zwischen beiden Abschnitten her. Dem unbestimmten Aufnehmen korrespondiert also die blendende Helle. voneinander unterschiedenen Zuständlichkeiten des Nous kommen meiner Ansicht nach durch die Differenzierung von πρότερον und ύστερον klar zum Ausdruck. So kommt denn auch dem Geiste eine doppelte Kraft zu.und Wahrnehmungsthematik miteinander verbunden.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 48 Κ α ι τόν voüv τοίνυν την μεν εχειν δύναμιν εις το νοεϊν. im oben erörterten Sinn der Zeugung als tätig formender Einwirkung. Ι7 — 18). deren Inhalt die Entstehung des Nous ausmacht. wendet sich allerdings Bussanich: Siehe Bussanich. und mit ihr schaut er das. hernach [ύστερον] Verstand bekam und Eines ist. καθ' ην καϊ πρότερον έώρα μόνον και όρων ύστερον καϊ νοΰν εσχε και εν έστι.22—23 unmittelbar durch die Klammer der Licht. unbeachtet. Dabei werden zumindest die Aussagen der Abschnitte 36. 10 und 14 wieder auf und ist deshalb zum Zustand vor der Füllung des Nous in Beziehung zu setzen. 22) und αύγή μόνον γεννώσα (36. 24). Δύναμιν ουν εις το γενναν είχε π α ρ ' εκείνου (ι5. 36.
dem N o u s . e i n z i g in e i n e m abschattenden S p i e g e l betrachten k ö n n e n . der Geist und das Eine 49 zwischen d e m Einen und d e m N o u s fungiert und zwar auch in dem Sinne.Plotin. zwei Zustände oder zwei Kräfte des N o u s voneinander zu unterscheiden: D u r c h die Differenzierung erreicht Plotin die Darstellung eines Nous. 36 V g l . die konkreter als E n t w i c k l u n g von der Opsis zur Horasis vorgestellt wird.99. Im R a h m e n menschlich-seelischer Erfahrung liegt es nahe. 3 7 D i e sich an diesen Zustand anschließende zweite Phase.. der die W u c h t und die Helle des Einen verstanden als Glanz mildert.u n d d e m H ö h l e n g l e i c h n i s vor.2 3 0 .b schreitet d e r M e n s c h erst ü b e r die B e t r a c h t u n g v o n o n t o l o g i s c h n i e d e r r a n g i g e n Schatten u n d S p i e g e l b i l d e r n z u r d i r e k t e n S c h a u auf die S t e r n e u n d schließlich a u f die S o n n e fort. M y s t i k Plotins m . ist folglich identisch mit dem Gebären des Glanzes in den 35 D. Die Dynamis. Bussanich. 9 — 1 1 . bereits hinter sich hat. Das aber heißt.23 mit ύστερον markiert. w o die A u g e n d e r Phronesis das strahlende L i c h t G o t t e s . sondern nur Glanz. also des Einen an sich. nicht möglich ist. Szlezak. charakterisiert diese mystische E r f a h r u n g als m o n i s t i s c h e M y s t i k . R e l a t i o n 1 8 0 . Plotinus o n the G o o d 302—318. daß eine auf einer intentionalen B e z i e h u n g basierende Erkenntnis des Einen unmöglich ist. D i e Helle des Glanzes (αύγή) wird für ihn zum Licht (φως). N u s l e h r e 108 verweist in diesem Z u s a m m e n h a n g a u f die relevanten Passagen i m platonischen S y m p o s i o n . C o g n i t i o n 2 2 9 . diese Art. den Ursprung zu erfassen. Licht. in der die Trennung von Subjekt und O b j e k t vollständig aufgehoben wird. dem die direkte Erkenntnis der Inwendigkeit oder des Wesens des Einen. oder. dazu die p o e t i s c h e A u s g e s t a l t u n g derselben P r o b l e m a t i k b e i A l a n v o n Lille. A u c h hier ist das o n t o l o g i s c h H ö h e r e leichter in e i n e m S p i e g e l zu e r k e n nen. das sie z u b l e n d e n droht.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . w i e der Z u s t a n d der mystischen E i n h e i t v o n S e e l e u n d E i n e m als Identität zu verstehen ist. 35 Vielmehr schaut er in sich. 37 S o m m e r . D i e s e S p i e g e l m e t a p h e r v e r w e n d e t Plotin a u c h in V. h. als mystische W a h r n e h m u n g oder Erfahrung aufzufassen. 1 1 .Vgl. D i e Wahrnehmung des Einen ist nicht anders möglich denn als ein unbestimmtes Aufnehmen. 8 . daß es als W i r k u n g s f o r m des Einen im allgemeinsten die E n t w i c k l u n g v o m Strukturlosen z u m Strukturierten ermöglicht. Erst durch die Ausführungen Plotins in Kapitel 36 wird z u d e m eine w e i tere zentrale Absicht deutlich.1 9 3 arbeitet a n h a n d m e h r e r e r Textpassag e n Plotins heraus. w i e in einem Spiegel. Anticlau- dianus V I 108 ff. in 35. nicht aber seine ενέργεια της ο ύ σ ι α ς . wird v o n ihm zerschmettert. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.128. u m den H e r v o r g a n g der H y p o s t a s e „ S e e l e " aus d e m N o u s darzustellen. angemessene Weise. 36 das Eine auf eine ihm. die er in ihrer Gesamtheit nicht fassen kann. B e s o n d e r s i m H ö h l e n g l e i c h n i s 516 a . M ö g l i c h e r w e i s e liegt hier eine K o m b i n a t i o n v o n V o r s t e l l u n g e n aus d e m L i n i e n . das die Beschränkung und B e g r e n z u n g normal strukturierter Erkenntnis noch vor. die Plotin dazu motivierte. a u c h die A u s f ü h r u n g e n v o n M e i j e r . siehe E m i l s s o n . w e n n es sich u m den Aufstieg z u m Einen handelt. In diesem Zustand gibt es weder „Geist noch G e d a c h tes". e r k e n n b a r ist für ihn lediglich die ενέργεια έκ της ο ύ σ ί α ς des E i n e n . und damit ein Erfahren v o n Identität und Einheit.
5. wo Plotin darstellt. dann wird deutlich. άλλ' έπιβάλλειν θέλων ώς άπλω εξεισιν αλλο άεϊ λαμβάνων εν αύτω ττληθυνόμενον· ώστε ώρμησε μεν έπ' αύτό ούχ ώς νοϋς. 22 direkt auf. 30—33 geschildert. daß der Vorgang des Gebärens in den Nous hinein 40 mit der Erfüllung aus den Kapiteln 15 und 16 gleichzusetzen ist und als lichthafter Einstrahlungsprozeß verstanden werden soll. K a i γάρ au εχει τύπον τού οράματος· 38 Siehe die obigen Erörterungen zu 1 6 . 5. 2 2 . αύγή γεννώσο ταύτα εις ύστερον ist auf rein sprachlicher Ebene verbunden mit 35. 22—23 και όρων ύστερον και νούν εσχε και εν έστι. die ich ergänzend anführe: Διό Kai ό νούς ούτος ό πολύς. 23—24. daß erst der erfüllte Geist etwas hat. εν μεν ουν αύτό εκείνο. 1 2 . Aufgrund der bisherigen Interpretation bedeutet dies die Differenzierung zwischen Licht. um das Eine vom Nous zu trennen. 23 nimmt νούς και νοούμενον aus 36. Durch γεννήσαι ist der B e zug zu VI.99. μένειν bedeutet eine Anknüpfung an das mit dem Energeiai-Schema verbundene Motiv desVerharrens.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Illb 513 und die Unterscheidung. Erst jetzt ermöglicht das Licht dem Geist die Selbstkonstitution durch das Erkennen oder Denken der erhellten Inhalte seiner selbst.1 8 . Sehendem / Denkendem und Objekt des Sehens / Denkens. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. vgl. δ φαμεν καϊ εις τούτον ηκειν in 25.128. woran sich seine δψις zur δρασις aktualisieren kann 43 und aufgrund dessen der Geist strukturiert zu denken beginnt. der sowohl epistemologische wie ontologische Konnotationen aufweist. indem es auf diese Weise zu einer Differenzierung zwischen Erkenntnisobjekt und Erkennendem. H B T .3 1 und zu 2 1 . Denkobjekte oder Ideen und Geist. So vollendet sich der Nous in der in ihrem objektbezogenen Vollzug vollständig realisierten Wahrnehmung. 43 Dies wird auch in 35. 40 Vgl. das Plotin in Kapitel 36 beschreibt. 38 Weitere begriffliche und inhaltliche Beziehungen bestehen zu den Kapiteln 15. also in intelligibles Licht. zwischen Nooumenon und Nous kommt. 39 42 ταύτα in 36. ebenfalls mit 16. 42 D e m entspricht die Feststellung. daß das Eine durch reines Verharren in sich die Seienden (τά όντα) erzeuge. 3. die diesen Bezug erst ermöglicht. 16—20 vornimmt. die erst im Licht zu Objekten des Erkennens werden konnten. 16 und 35· 39 Nimmt man alle interpretierten Stellen aufgrund dieser M o tiwerknüpfungen zusammen. Diesen Entwicklungsprozeß beschreibt Plotin auch in der Spätschrift V. 7 gesichert. was er sehen. εξήλθε δέ αλλο λαβοΰσα έν αυτί) αύτό πολύ ποιήσασα. 30-31. die Plotin in 39. 41 Erst jetzt tritt das bisher amorphe Leben-hin-zum-Einen in seinem gestaltlosen Aufnehmen in die interne Differenz von Geist und Gedachtem auseinander. 41 Diese Schlußfolgerung wird auch durch V. 1 3 . εξήλθε δε έχουσα δττερ αύτη έπλήθυνεν· ώστε άλλου μεν έπεθύμησεν αορίστως έχουσα έπ' αύτη φάντασμα τι. δταν το έττεκεινα έθελτη νοεΐν. άλλ' ώς οψις ουπω ίδοΰσα. 23 mit τφ δέ νω τό αγαθόν. 1—16. εις ύστερον in 36. In engem Zusammenhang damit steht ebenfalls der Abschnitt 40.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 50 Nous hinein. 6 gestützt. 19—22 und 15. 1 1 .1 7 mit Anm.
Licht. 36. B. Sie besitzt auch einen Eindruck des Gesehenen.1 6 s. ότε ένόησε· πρό γάρ τούτου ού νόησις ην το νοητόν ουκ έ'χων ούδέ νοΰς ουπω νοήσας.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . und nicht Geist. fuhrt Plotin ζ. Ούτος δέ πολύς έξ ενός έγένετο. άεί δέ "f ένδιάμενος καϊ γενόμενος καϊ νοϋς καϊ ουσία καϊ νόησις. 45 wäre er nicht Geist. das sie selbst zu vielem machte. der Geist und das Eine 51 η ού παρεδέξατο έν αύτη γενέσθαι. Ergänzungen in [. da es ja dem schlechthin Einen nachgeordnet ist. es ist einleuchtend. immer freilich [des Einen] bedürfend — er wurde Geist und Sein und Denken. Dieser Geist also warf sich auf Jenes. ansonsten hätte sie es nicht zugelassen. gerichtete Intention der Erkenntnis den Grund der Vielheit des Geistes liefert. vgl. es erfassend aber wurde er Geist. 5—17 und 20-23. so begehrte sie zwar ein Anderes. 1 1 . Auch diese Stelle stützt die hier vorgeschlagene Übersetzung und Interpretation. 4-9 und 1 4 . 46 Z u m selben Sachverhalt und zur von Plotin verwandten Begrifflichkeit vgl. sondern immer noch das G u te. 45 Daß die auf ein Objekt. και ώς νους έχει. indem sie in ihr selbst nur auf unbestimmte Weise eine Vorstellung davon hatte. was Plotin in 8.99. Wenn nämlich der Geist nicht eine Differenzierung in sich aufwiese. sondern wie eine Sehkraft.. Übs. 1 .Plotin. sobald er dachte. Besonderen Nachdruck bekommt die Aussage durch den direkten Verweis auf die Autorität Piaton." Dieser Darstellung Plotins entspricht meine von Harder abweichende U b e r setzung von VI. Nun. ging aber hinaus. Wenn daher der vielfältige Geist das Jenseitige denken möchte. das vom Erkennenden irgendwie verschieden ist. (Ubs. sie hat es als Geist in sich. V. die auf der ihm wesentlichen Intentionalität seiner Erkenntnis beruht.] von Beierwaltes. in 39. denn sonst wäre es Jenem nicht nachgeordnet. von dem wir sprechen. Illb 515. Relation 221—236. δήλον· η ούκ αν ην μετ' εκείνο. die noch nicht sieht. ist sie schon Geist. καϊ τότε έγένετο ίδοϋσα δψις.128. sie ging jedoch hinaus mit etwas in ihr. Ούτος οϋν ό νοϋς επέβαλε μεν έκείνω. daß dies Eine. zuvor war sie nur Streben und ungeformte Sehkraft. 3. da er noch nicht dachte. dessen Dialog Sophistes Plotin hier rezipiert. 18-27: τω τοϋτο είναι meint nicht das Eine. von Beierwaltes. So brach er zu diesem hin nicht wie ein [vollendeter] Geist auf. ΤοΟτο δέ ηδη νοϋς. aber indem er sich auf Es als Einfaches zu werfen sucht. und derart erkennend sah der Geist [das Gesehene] und wurde damit zu einer sehenden Sehkraft. da er das Gedachte nicht in sich hatte.1 6 aus. Sobald sie dies in sich hat. auch den Kommentar von Bussanich. 5. existierte er mithin nicht. geht er aus sich heraus und erfaßt Es dabei immer als ein Anderes. HBT.πρό δέ τούτου έ'φεσις μόνον καϊ ατύπωτος δψις. 17—19 ausspricht:46 Ό τ ι μέν ouv πολλά δει τοϋτο το εν είναι ον μετά τό πάντη εν. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. sondern selber jenes. αλλ 1 εκείνο. και ούτως γνοϋς ειδεν αύτό. dann möchte er zwar J e nes selbst als Eines denken. ZuV. H B T ) 44 Text nach Beierwaltes. Dieser aber wurde aus Einem vielfältig.. das in ihm selbst sich vervielfältigt. zuvor aber war er nicht Denken. sondern den Geist in seiner Differenzierung in Denkendes und Gedachtes. 6. 7. λαβών δέ έγένετο νοϋς. δτε εχει. τοϋτο τοιούτον bezieht sich auf denselben Sachverhalt. indem sie ein Anderes erfaßte und es in sich selbst zu Vielem machte. Vielheit sein muß. daß er in ihr entstünde. Selbsterkenntnis 47.
Plotini opera III 395). 1. δε zu δή ändernd. 508 d8-9. 52 Dabei sieht Plotin das im Objektbezug vollständig realisierte Sehen als Endpunkt einer Entwicklung an. die in 36. 596 b. das er mit peripatetischen Elementen kombiniert. die er aristotelisch interpretiert als Aktualisierug von οψις zur δρασις. 1 1 . ohne daß man. 23 durch άφεΐσα Ausdruck erhält. p. was gut zu V I . Dazu Szlezäk. 3 1 2 : Es handelt sich um V. 7. insgesamt R . 508 e p. Nuslehre 6 1 . ν.VI. Da also die innere Struktur des Nous im Rahmen dieses Erklärungsmodells ein erkennbares Objekt fordert und dieses erst durch das Licht konstituiert wird.128. τόδε φως. daß Plotin folgende Elemente kombiniert: grundlegend ist die von Piaton im Sonnengleichnis eingeführte Analogisierung von Denken und Sehen.d. de R e p . α ύ γ ή γεννώσα und α ύ γ ή μόνον γεννώσα. Auch V. 1 1 .2 7 die zentrale Rolle. Die Wichtigkeit seiner Funktion. 7.99. daß sich die Noesis vom Einen „abspaltet" (Harder) oder daß sie „die Inhalte ihrer Anschauung aus der Dynamis des Einen herausbricht" (Szlezäk). 16. 7 . Illb 5 1 3 . das Erkenntnisobjekt erst erkennbar zu machen. 53 Die dann eintretende Veränderung. eine Stelle.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 1. die sich auch an dieser Stelle auf das Sonnengleichnis zurückfuhren läßt.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 52 Daher übersetze ich άφεΐσα in VI." (Creuzer. 51 Zusammenfassend läßt sich also bisher feststellen. Vgl. i . schreibt: „Conjuncta haec sunt cum doctrina Piatonis. die eine Strukturierung des Nous durch Differenzierung in Denkendes und Gedachtes hervorbringt. 53 Auch hier liegt möglicherweise ein platonisches Motiv zugrunde: dem unbestimmten Wahrnehmen des Proto-Nous könnte im Sonnengleichnis das άμβλυώττει entsprechen. in den an dieser Stelle eindeutig überlieferten Text eingreifen müßte. 7. Relation 47 zu V. 14 weist auf R . um den Zustand des Proto-Nous in seiner Unbestimmtheit als unfokussiertes Blicken zu beschreiben. Z u m einen wird es nach seiner Funktion in einem epistemologischen Prozeß als vermittelndes Band funktionalisiert. das Plotin nach dem platonischen Vorbild versteht. άφίημι A V 2. 48 49 H B T . 50 51 τό φως. Vgl. X p. 30—32 läßt sich auch die „schwierige Dublette" 49 funktional-argumentatorisch befriedigend erklären. 23 mit dem Guten. 7. Eine inhaltliche Parallele zur von mir vorgeschlagenen Bedeutung finde ich bei Szlezäk. 509 a. 508 d9: voOv ουκ εχοντι zurück. 1 9 . das Wahrnehmung vollständig in 47 Siehe LSJ 290 s. die man entweder so verstehen kann.2 4 (συνέθραυε) paßt. Vid. A u f diese Verbindung weist Creuzer hin. 52 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. cf. auch die Ausfuhrungen von Bussanich. spielt das Licht auch in 36. Nuslehre 100 Anm.c. 48 Durch den Bezug zurück auf 25. Illb 5 1 2 f. 1 8 . quae deum ponit et mentem et ideas generantem. Besonders Plotins άνοήτως in V I . 27—29 stützt die hier vorgeschlagene Ubersetzung.6 2 und 70. 7 .50 findet bereits im gehäuften Auftreten von Lichtbegriffen ihren Niederschlag.23 f. der zu 36. 8. Beide Ansichten beschreiben jedoch die Trennung des N o u s vom Einen. 23 mit „aufhören" 4 7 und identifiziere αύτω in 36. wird einzig durch das Licht ermöglicht. 36. Z u r Alternative siehe H B T .
Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. platonisch verstanden. als Energeia zu verstehen. die von der Kraft zu unterscheiden ist. da in beiden Fällen eine wirkende Kraft gemeint ist. Bisher ist jedoch in der Plotin-Forschung die platonische D y n a m i s . 30—32 zeigt. was der Nous sieht (36.D e f i nition in R .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . das im Sonnengleichnis als Abhängigkeit des Lichtes von der Sonne dargestellt wurde. Der Glanz des Einen wird für den Nous zum Licht. Plotins Metaphysik des Lichtes 103 A n m . 7. wobei in diesem Fall die Begriffe ενέργεια und δΰναμις synonyme Bedeutung besitzen. 93. es selbst verharrt 57 in unveränderlicher. Form 3 0 . Das Licht wirkt also ebenso gestaltend auf die bis dahin unbestimmte δψις und bringt so die δρασις hervor.dazu s.1. wird von Plotin.99. die von einer Ursache abhängt. In dem bereits erörterten Textabschnitt VI. Die Vielschichtigkeit des Dynamis-Begriffs erläutern sowohl Buchner. kann das als Glanz aufgefaßte Eine nur als Licht.20—21). als ενέργεια έκ τάγαθου. indem es sowohl Wahrnehmen aktualisiert. 25. Damit ist der zweite w e sentliche Aspekt der Lichtmetaphorik angesprochen: ihre ontologische Seite. Plotins Möglichkeitslehre 1 3 9 . das er per analogiam als Einwirken des Männlichen auf das Weibliche veranschaulicht. und erst das Licht. 56 Vgl. wie das Männliche bei der Zeugung formend auf das Weibliche einwirkt. 55 Z u r Erklärung und Bedeutung dieses Schemas s. 57 Dieses für seine Philosophie ebenfalls zentrale Motiv des Verharrens . der Geist und das Eine 53 ihrem Objektbezug realisiert. 54 Daher ist es kein Widerspruch. 22 und 24 auftretende γ ε ν ν ώ σ α .1 4 5 als auch Beierwaltes. Als ενέργεια έκ της ούσίας geht das Licht aus einer ενέργεια της ούσίας hervor.Plotin. Z u m anderen ist Licht für Plotin aber auch eine Kraft. Licht. Gebären 56 und damit formend einwirken. als auch die Objekte wahrnehmbar macht. als das Verhältnis zwischen ενεργεία έκ της ουσίας und ενέργεια της ουσίας. der mit ihr das Verhältnis zwischen Nous poietikos und Nous pathetikos umschreibt. nicht der Glanz ist das. Gleiches gilt für die wesentliche Verknüpfung von Licht und Kraft. das auch hier im aristotelischen Sinne zu verstehen ist. 22 und 24 als Glanz (αυγή) beschreibt. den Abschnitt II. 54 Siehe Schroeder. 477 c . wie bereits gezeigt. um den Foetus zu erzeugen. wie hier. Als Glanz bringt das Eine das Licht (τό φως) hervor. Plotin versteht das Licht hier als Wirkkraft aus dem Einen heraus. unter dem sich die ihn prägende Formung vollzieht. das Licht platonisch als Dynamis oder. u. 30—32 thematisiert Plotin das von Piaton vorgegebene Verhältnis zwischen Kraft und ihrem Ursprung. 4: Das Energeiai-Schema. Wie das Licht auf die δψις wirkt.3 1 . das zweimal in 36. wie 25. absoluter Transzendenz. Das Eine wirkt also als ένέργεια έκ της ούσίας auf den Proto-Nous ein.128.3: Plotins Schrift V. 55 die Plotin in 36. Schroeder. Die Zeugungsanalogie übernimmt er von Aristoteles. Zugleich beschreibt Plotin diese Lichtfunktion als ein Formen und Strukturieren.d in ihrer Bedeutung für den neuplatonischen Dynamis-Begriff unbeachtet geblieben.
2 5 durch den Begriff μείνασα (verharren) zum Ausdruck. wobei sie eine Strukturierung erfährt: άγαθοειδή δε λ έ γ ω τω την μεν τάγαθοϋ είναι ένέργειαν. (VI. daß im Licht. Noesis und Noeton) nicht verabsolutiert werden dürfen. 20—21 der Schrift VI. Den Konvergenzpunkt dieses ontologischen Aspekts der Lichtmetaphorik mit dem epistemologischen sehe ich damit im Einwirken einer Kraft auf eine unbestimmte Materie oder ein zu gestaltendes Prinzip. denn sonst verlöre der Nous seine Einheit. ontologische und epistemologische Aspekte zur Vorstellung von einer sich differenzierenden Kraft konvergieren. Übs.6 läßt sich weiter ableiten.und Lichtvorstellung ablesen. Letztendlich dienen die vorgenommenen Differenzierungen vor allem zwei Absichten: zum einen der Wahrung der absoluten Transzendenz des Einen.99. wurde oben in den Interpretationen zu VI. Είναι δ' αύτά μεστά μεν άγλα'ίας. 2 i .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . weil das Leben die Wirkungskraft des Guten ist oder vielmehr die aus dem Guten herausgehende Wirkungskraft. Bereits K a pitel 36. und ebenso ist das Durchsichtige nach Alexander von Aphrodisias die Hyle des primären Lichtes (s.bringt Plotin in 36. 2 3 .Weltzusammenhang als Krafikontinuum 54 Aus VI. 7 . die es zu gestalten gilt. 7. die im Zusammenhang mit der Analyse der Funktion des Lichtes als aktivierendes Band innerhalb der Entwicklung des Wahrnehmungsgeflechtes. und der Geist die bereits bestimmte Wirkungskraft. daß die Unterscheidungen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.19—31 u. zum anderen der Veranschaulichung der noetischen Entwicklung in der Terminologie und den Vorstellungsrastern der platonisch-peripatetischen Tradition. 7 weist auf diese Einschränkung hin: im UnterForm 2 8 . 4 die οψις έν δυνάμει als intelligible Materie 58 . Abschnitt I. τόν δε ήδη όρισθεΐσαν ένέργειαν.128. o. 14 erläutert. Relation 226.2). und andererseits der Kraft vom Licht die strukturierenden. 58 Siehe Bussanich. 8. Sie sind aber beide erfüllt von seinem Glänze. Gutgestaltig aber nenne ich sie darum. 17. 4 . Wahrnehmung und Objekt der Wahrnehmung (oder von Licht. daß diese aus dem Einen hervorgehende Wirkkraft eine Entwicklung vom Unbegrenzten zum Begrenzten durchläuft. erkenntnisermöglichenden Funktionen zuwachsen. μάλλον δέ έκ τ ά γ α θ ο ΰ ένέργειαν. 2 1 . zugewiesen wird.6 . die noetische Vorgänge vorzugsweise in Analogie zur Sehwahrnehmung erklärt. also die Scheidung von Licht. Das bedeutet jedoch auch. An diesem Konvergenzpunkt läßt sich folglich das Ineinander von Kraft.3 0 . verstanden als ενέργεια έκ της ουσίας des Einen. Es ist zu erkennen. 1 1 . 4 . in dem einerseits dem Licht quasi aus dem Bereich der Kraftmetaphysik eine unbestimmte Materie. 7. H B T ) Wie diese Strukturierung zu verstehen ist. So versteht Plotin in III.
den P l o t i n in V I . A u f diese Weise läßt sich m e i n e r A n s i c h t n a c h d u r c h e i n e Interpretation der e n t s p r e c h e n d e n Textabschnitte aus der Schrift V. wie der N o u s das L i c h t selbst erkennt u n d was sich daraus für d e n o n t o l o g i s c h e Status des Lichtes u n d des N o u s ergibt. 5: Licht als Objekt des geistigen Sehens. z u g l e i c h A u f s c h l u ß ü b e r die o n t o l o g i s c h e B e s c h a f fenheit dieses Lichtes in s e i n e m Verhältnis z u m N o u s u n d damit ü b e r den N o u s selbst. daß in der Manifestation des Lichtes selbst der Seele ihr Sein zu sich selbst in der vollendeten Möglichkeit seiner Vollkommenheit anwesend ist" (90). 5 a u ß e r d e m ein besseres Verständnis des Vorgangs erreichen. D i e s e A r t zu sehen e r läutert P l o t i n in K a p i t e l V. die. s. A u s g e h e n d v o n der explikativen Stellung des W a h r n e h m u n g s m o d e l l s zur Erfassung des o n t o l o g i s c h e n Status des N o u s ist daher als A u s g a n g s p u n k t der E r ö r t e r u n g Plotins D a r s t e l l u n g des P r o b l e m s der E r k e n n b a r k e i t des Lichtes zu w ä h l e n . S o erarbeitet P l o t i n d e n Status des N o u s als L i c h t . die Identität von Nous und Noeton W i e in V I .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Die Kapitel 7 und 8 der Schrift V. Dabei bleibt der ontologische Aspekt des Lichtes als En60 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. der Geist und das Eine 55 schied z u m S o n n e n g l e i c h n i s w i r d hier das Licht selbst z u d e m . A u f diese W e i s e gibt die B e a n t w o r t u n g der Frage. L i c h t u n d W a h r n e h m u n g s o b j e k t ineinssetzend.K r a f t b e v o r z u g t am M o d e l l der S e h w a h r n e h m u n g u n d der R o l l e . die w i e d e r u m der B e a n t w o r t u n g der Frage n a c h der E r k e n n b a r keit des E i n e n trotz dessen absoluter Verschiedenheit dient. II. W e n n ü b e r h a u p t eine Erkenntnis des E i n e n m ö g l i c h ist. der seinerseits direkt a b h ä n g i g davon ist. der Plotins Schrift V.Plotin.99.128. Plotin als Interpret 85 ff.1 als A s s i m i l i e r u n g u m s c h r i e b e n habe. 5 stellt sich somit das P r o b l e m . ο. dann durch eine spezielle A r t des S e hens. 15 als M i t teilung einer D y n a m i s an d e n N o u s beschreibt u n d d e n i c h o b e n A b s c h n i t t II. Letztendlich aber versteht er diesen Zustand rein als einen seelischen: „Für Plotin kann das bei der Position einer potenzierten R e f l e x i o n unter dem zentralen Gesichtspunkt des Insichgehens der Seele nur bedeuten. die a u f das engste m i t d e m L i c h t v e r b u n d e n ist. N o u s u n d N o e t o n b e g r ü n d e n .2 Die Schrift V. die das L i c h t in d i e s e m G e fuge spielt. schließlich die Identität v o n Licht. 1 8 . 5. j 5 9 w i r d a u c h in der Schrift V. D e r f o l g e n d e A b s c h n i t t m e i n e r A r b e i t . In B e z u g a u f V.. w i e der N o u s das Licht des E i n e n erfaßt.2 7 . 5 erklärt auch Volkmann-Schluck. 7: 60 59 Kapitel 3 6 . Licht. 1. daß P l o t i n L i c h t als K r a f t versteht. 5 v o n P l o t i n ein e r k e n n t n i s t h e o r e tisches P r o b l e m m i t e i n e m speziellen o n t o l o g i s c h e n Status des L i c h t e s v e r k n ü p f t . 1. der den geschilderten Vorgang zwar als „ R e f l e x i o n in die Einheit" (92) auffaßt. 7. die dem Nous die „ S c h a u " des Einen ermöglicht.1. 5 untersucht. w o r a u f sich das S e h e n richtet. beschäftigt sich daher mit den Ü b e r l e g u n g e n Plotins.1. II.
B. das auch seinerseits dem A u g e sichtbar ist. w i e auch bei der Sonne das Licht an ihr vielleicht der Wahrnehmung sich entziehen würde. worauf sich die Wahrnehmung richtet. Dann wäre sie nämlich ein Licht. weil [das Licht] auf einem anderen aufliegt. Indessen. die zur Wahrnehmung des Lichtes selbst fuhren. Er versteht den dargestellten Vorgang primär als Ausdruck eines mystischen Erlebens und nimmt damit Ergebnisse von Hadot auf (Simplicity o f V i s i o n 61-63). wenn nicht eine festere Masse unter ihm läge. 'έτερον δν του είδους. μόνον δε αΰτό γενόμενον. was wir meinen. welches zu keiner Form der anderen Dinge gehören würde und vielleicht nur einfach sichtbar wäre . Bussanich. so vermag die Wahrnehmung es nicht zu erfassen. modifiziert aufgegriffen. Relation 133 f. 61 Schroeder. Form 48-52 interpretiert die Zeilen 2-8 und 16—21 von Kapitel V. αίτιον δε τω εΐδει του όρασθαι. Es sieht das [Licht] freilich auch dann nur. ( 7 . 1 . Εί δέ τις φως π α ν είναι αύτόν λ ί γοι. ου δύναται ή αϊσθησις λαβείν.denn die übrigen Dinge sind ja nicht einfach Licht. zum anderen das Mittel. [Dieses Mittel] ist verschieden von der Gestalt. καϊ ί σ ω ς όρατόν μόνον· τά γάρ α λ λ α ορατά ού φως μόνον. die Gestalt des Sinnendinges. άθρόςι είδε π ρ ο σ βολή. Dabei betont er das wesentliche M o m e n t der SelbstManifestation des Lichtes. H B T ) Plotin unterscheidet bezüglich des Sehens im Bereich sinnlicher Wahrnehm u n g zwischen zwei Objekten. Seine Beobachtungen habe ich für meine Überlegungen z. τοΰτο αν τις λάβοι πρός δήλωσιν τοϋ λεγομένου. δ και αυτό αϊσθητόν έστιν αύτω. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. und diese Wahrnehmung selbst. so könnte das zur Verdeutlichung dessen dienen. Deshalb gestattet es dann auch keine deutliche Wahrnehmung von sich. Übs. besonders Schroeders folgende Bemerkung: "This 'seeing with' (sunoran) is the epistemological expression o f ontological 'being with' (sunousia)". andererseits. so sieht es dieses in einer plötzlichen Intuition. Das v o m Licht beschienene ergeia des Einen und des N o u s jedoch im Hintergrund. da zwiefach auch das verwirklichte Sehen ist. aus der das fur die Interpretation dieser Textstelle wesentliche Ineinander von Epistemologie und Ontologie klar hervorgeht (52). 61 Z u beachten ist. εί μή όγκος έπέκειτο αύτω στερεώτερος.το μεν γάρ έστιν δραμα αύτω τό είδος τό τοΟ αισθητού. διτε του όμματος τετραμμένου πρός τό πεφωτισμένον· δταν δε μηδέν α λ λ ο g παρ' αΰτό.T. Sieht aber das Auge nichts anderes außer dem Licht. έν μεν τω εΐδει καϊ έπί του είδους συνορώμενον· διό ούκ εναργή τότε δίδωσι τήν αΐσθησιν αύτοΰ. weil das A u g e ja auf den erleuchteten G e g e n stand gerichtet ist. τό δε δι1 ου όρφ τό είδος αύτοΰ. καίτοι και τότε είδεν έπερειδόμενον α λ λ φ . ζ. 7.99.56 Weltzusammenhang als Krafikontinuum "Η επειδή διττόν και τό ενεργείς βλέπειν. Ist das Licht aber allein. daß Plotin zur Bezeichnung dessen.εσται γάρ φως έν οΰδενί εΐδει των ά λ λ ω ν όρωμενων. Wenn aber jemand die Sonne als lauter Licht ansehen will. Er beschreibt detailliert die epistemologischen Prozesse. Έπε! καϊ του ήλιου τό φως τό έν αύτω τάχ' αν τήν αΐσθησιν έξέφυγεν. 5.128. beim A u g e — denn einmal hat es ein O b j e k t des Sehens.1 6 . ist aber für die Gestalt die Ursache ihres Gesehen-Werdens und wird an der Gestalt und auf der Gestalt mitgesehen. w o d u r c h diese Gestalt / Form gesehen wird. mit d e m es dessen Gestalt sieht. bietet einen tabellarischen Uberblick über die hier von Plotin verwendete analogische Struktur und erleichtert so das Verständnis des Abschnittes. μή πρός έτέρφ. nicht an einem anderen. auf die sich das Sehen richten kann: z w i schen der Gestalt oder Form des wahrgenommenen Objekts einerseits und dem. zwei verschiedene Begriffe verwendet. οίον έπί όφθαλμοΰ .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .
3~4)· 63 άθρόςι π ρ ο σ β ο λ ή {η. die nur im Zusammenhang mit ihrer W i r k u n g . D e r G r u n d fiir die Schwierigkeit. Als αρχή j e d o c h ist es v o n diesem Sichtbaren verschieden 66 und damit gestaltlose Selbstmanifestation 67 . b e t o n t . nennt er αίσθητόν. Daß Plotin das Sichtbare an sich zugleich als das Sichtbar-Machende und damit als Ursache betrachtet. und erhält zugleich einen ursächlichen Charakter. So läßt Plotin i m Unterschied zu Piaton auch das Licht selbst z u m O b j e k t des Sehens werden. w o B u c h n e r die A s p e k t e des W i r k e n s .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . ohne einen stofflichen Zusatz. zwar wahrnehmbar. Licht. allerdings dahingehend ein. aber gestaltlos. 14—15)· 67 καϊ 'ίσως ό ρ α τ ό ν μ ό ν ο ν (7. 66 εσται γ α ρ φ ω ς sv ούδενΐ ε'ιδει τ ω ν ά λ λ ω ν ό ρ ω μ έ ν ω ν (7. daß die δψις. liegt zum einen in dessen Gestalt. Sichtbar-Machendes an sich.7—12 versteht Plotin Licht als in „wahrem Sinne und in der ersten Weise" sichtbar. mit dem Gegenstand.a u f u n d des d u r c h d r i n g e n d e n U m s c h l i e ß e n s . a u c h B u c h n e r . w e n n 62 τό δέ [έστιν δ ρ α μ α α ύ τ ώ (und z w a r τ φ ενεργείς β λ έ π ε ι ν ] δι' ου öpcy τό είδος α ύ τ ο ΰ . In Anlehnung an D e an. o. 65 Z u d e n Charakteristika der plotinischen D y n a m i s vgl. so daß es aufgrund dieses Status alles andere sichtbar macht. bzw. So kann das Licht an sich als D y n a mis im platonischen Sinne (s. Das reine Licht selbst. 8).i) verstanden werden. nimmt aber wesentliche Änderungen vor: D u r c h die Identifikation mit der Sonne wird das Licht bei Plotin zum alleinigen und direkten Ursprung alles Sichtbaren. der Geist und das Eine 57 und in seiner Gestalt erkennbare O b j e k t des Sehens bezeichnet er als δραμα. 6 2 Plotin schränkt die Erkennbarkeit des Lichtes. In dieser H i n s i c h t liegt ein platonisch gefärbtes Verständnis v o n D y n a m i s als w i r k e n d e r K r a f t nahe. 14—15) begründet. läßt sich aus den Vorstellungen Alexanders von Aphrodisias ableiten. bzw. w a h r g e n o m m e n wird. δ κ α ϊ αυτό α ί σ θ η τ ό ν έστιν α ΰ τ φ ( j .65 Das Gedankenexperiment 7. 12—16 rezipiert folglich das Vorbild „ S o n n e n gleichnis". 6 4 zum anderen in seiner Funktion als Grundlegend-Erschließendes für die O b jekte der sinnlichen Wahrnehmung. 89. die der δρασις keine geeignete Struktur bieten kann.128. Es ist nur und ausschließlich Sichtbares. daß er es nur in einer intuitiven Wahrnehmung 6 3 erkennbar sein läßt und ihm damit den Charakter eines Objekts des reinen Sehens (δρασις) abspricht. das Licht angemessen zu erfassen. das für sich g e n o m m e n ohne stofflichen Träger betrachtet wird. daß sich das Sehen im intentionalen Vollzug erfüllen könnte. an dem sie wirkt. M i t V I .und Stofflosigkeit (7. die der B e g r i f f der D y n a m i s bei P l o t i n besitzt. 15)· Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. die es erschließt und von denen es in dieser Hinsicht w i e die Ursache von ihrer W i r k u n g verschieden ist. 7 gesprochen könnte man sagen. an dem es sich manifestieren und gesehen werden könnte. M ö g l i c h k e i t s l e h r e 139—145. 64 A u f diese E i g e n s c h a f t weist S c h r o e d e r n a c h d r ü c k l i c h hin ( F o r m 50).Plotin. Abschnitt I.99.
die Piaton vermieden hatte und die bei Plotin in der Schrift VI. w o durch es sieht.όρςί μεν καϊ αΰτη δι 1 άλλου φωτός τά πεφωτισμένα εκείνη τβ πρώτη φύσει.128. Zwar ist das Licht eine Art Objekt der Wahrnehmung. 16 und 19 knüpft Plotin an τό μεν [.. 7 . Z u r Darstellung dieser Abläufe dient ihm seine an das Sonnengleichnis anknüpfende Ausgestaltung der Analogie: ουτω τοίνυν in 7. Bevor Plotin die Frage beantwortet. 7: Ουτω τοίνυν καΐ ή τοΰ νοϋ δψις. ergibt sich für ihn allerdings im K o n text der Frage nach der Erkennbarkeit des Einen wie bereits festgestellt das Problem. das er vorerst nur stellt.99. daß er in seinem Gedankenexperiment Licht und Sonne verschmilzt und damit eine Gleichsetzung vollzieht. schließlich ist es ursprünglich und aus sich selbst sichtbar. an dem das Sehvermögen sich vollständig erfüllen kann. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Mit diesen Worten leitet Piaton den Teil der Analogie des Sonnengleichnisses ein. wie sich dieses Lichtes wahrnehmen läßt. καϊ εν έκείνοις δντος όρφ· νεύουσα μέντοι προς την των καταλαμπομένων φύσιν ήττον αύτό όρφ· εί δ' αφήσει τά όρώμενα καϊ δι' ου είδεν εις αυτό βλέποι. wendet er sich den Abläufen im Nous zu. Plotin übernimmt also von Piaton die Unterscheidung von Ursache und Verursachtem. läßt es dagegen ab von den gesehenen Dingen und blickt auf das. aber es ist eben in seiner Gestaltlosigkeit kein strukturiertes Objekt.3 an. Schon bei Piaton mußte die Sonne als Grund des Sichtbaren von diesem unterschieden werden. φως αν καϊ φωτός άρχήν αν βλεποι. Die von Plotin so begonnene Darstellung besitzt als chronologischer Vorläufer eine ausgeprägte Affinität zu VI. 5 . dann sieht es wohl das Licht und des Lichtes Urgrund. 1 6 . Ein Problem. Indem Plotin die Vorstellungen von Licht und Ursprung miteinander verknüpft. (V.] τό δε aus 7. der das Intelligible zum Inhalt hat.2 1 .. um dem 68 Mit öpqt μεν — el δ' in 7. Dasselbe gilt nun auch vom Sehvermögen des Geistes: auch dies sieht vermöge eines anderen Lichtes die von j e n e m Ersten Wesen erleuchteten Dinge und sieht. wie dieses Licht erfaßt wird. so sieht es das Licht schwächer. 2 . N e u ist bei ihm dagegen. sich nicht zur δρασις realisieren kann. solange in ihnen Licht ist. wenn es sich jedoch zu dem Erleuchteten hinabwendet. daß Plotin im R a h m e n einer Analogie denkt.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . HBT) Plotin nimmt in diesem Abschnitt 68 die bis auf Piaton zurückgehende Differenzierung des Objektbereichs der sinnlichen Wahrnehmung in erhellte O b jekte und erhellendes Licht aus dem vorausgehenden Abschnitt auf.Weltzusammenhang als Krafikontinuum 58 sie direkt auf derartiges Licht blickt. aber nicht löst. 7 nicht festzustellen war. Seine Formulierung weist zurück auf Politeia 508 d4 ουτω τοίνυν και της ψυχής ωδε νοεί. 16 zeigt dabei an.
19. b e i m d i r e k t e n B l i c k in das L i c h t etwas w a h r z u n e h m e n . denn er deutet Vorgänge. u m in Erfahrungsweisen. 7 0 T r o t z des sprachlichen A n k l a n g s aber w e i c h t Plotins I n t e n t i o n v o n der platonischen ab. 515 c4~di und 515 e9~5i6 32. Schroeder. 70 In VI. D e r G e n i t i v u s absolutus ev έκείνοις δντος [φωτός] 6 9 in 7. w o Piaton darlegt. w e n n m a n b e d e n k t . die Plotin als U r s a c h e der z w e i t e n W i r k k r a f t ansetzt. A u c h der Geist b e d a r f des v o m E i n e n herstammenden Lichtes. 7. u m seine D e n k o b j e k t e — die er selbst ist — z u erfassen.1. 18. D a r a u f verweist auch das κ α τ α λ α μ π ο μ έ ν ω ν in Z . u n d so das Licht selbst z u m O b j e k t der W a h r n e h m u n g macht. W ä h r e n d P i a t o n in d e n Z e i l e n 508 di—9 der Politeia die W e r t i g k e i t v e r s c h i e d e n e r A r t e n v o n E r k e n n t nis u n d der m i t i h n e n z u s a m m e n h ä n g e n d e n O b j e k t e darstellt.1 7 greift Plotin diese Vorstellung ebenfalls wieder auf. 74 Vgl. R . die sich als eine Wahrnehmung darstellt. 20—21).Plotin. k a n n er sich selber e r k e n n e n .1 zu V I .S c h e m a s w i e d e r (s. 7 4 A u f f ä l l i g ist die v o r s i c h t i g e F o r m u l i e r u n g des Sachverhalts i m O p t a t i v . indem er eine Übertragung aus dem Bereich des Menschlich-Seelischen in das Noetische vornimmt. k o m m t es P l o tin darauf an. die φωτός ά ρ χ ή als erste wesenhafte W i r k k r a f t . 7 1 W i e b e i Piaton 7 2 steht b e i Plotin am E n d e der B e w e g u n g die W a h r n e h m u n g einer E r s c h e i n u n g s f o r m des G u t e n . die dem Geist widerfahren.3): φως ist in diesem Z u s a m m e n h a n g als zweite.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . [IIb 409 und HS. eigentümliche Interpretationsweise Plotins vor. Vielleicht liegt auch hier ein Beispiel für die z. II 349. 21. D i e s w i r d einsichtig. der dieses H e r u n t e r l e u c h t e n z u m A u s d r u c k bringt. Licht. 73 φως αν και φωτός άρχήν αν βλέποι (j. daß das L i c h t u n d seine A n a l o g a i m Intelligiblen fur eine d e u t l i c h e E r k e n n t n i s unabdingbar sind. i n d e m es g e n a u diesen p l a t o n i s c h e n K o n t e x t evoziert. nach a u ß e n tretende W i r k k r a f t zu v e r stehen. sind d e m N o u s die N o e t a erkennbar. w i e in 7. 1. 7.99. 30—32 u n d u n t e n A b s c h n i t t II. der Geist und das Eine 59 V o r g a n g d e r W a h r n e h m u n g i m N o e t i s c h e n die e n t s p r e c h e n d e g r u n d l e g e n d e Struktur z u g e b e n . die d u r c h d e n B l i c k auf das L i c h t v e r m i t t e l t ist. 1 3 .T. das L i c h t selbst z u m O b j e k t der Erkenntnis des N o u s w e r d e n zu lassen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Form 35. 25.c 6 . N u r i m L i c h t des E i n e n u n d nur solange es auf sie h e r u n t e r l e u c h t e t . 1—16 durch die A n a l o g i e m i t d e m S i n n l i c h e n v o r b e reitet. der die S c h w i e r i g k e i t des T h e m a s u n d d a m i t die a u f 69 Z u r Annahme des φωτός siehe H B T . die sich beim Aufstieg aus der Höhle vollziehen. daß P i a t o n die U n f ä h i g k e i t u n d S c h w i e r i g k e i t darstellt. 71 72 516 b4~7 und 517 b 7 .128. D a b e i g i b t die U n t e r s c h e i d u n g z w i s c h e n Licht u n d U r s p r u n g des Lichtes 7 3 m e i n e r A n s i c h t nach die bereits b e k a n n t e n U n t e r s c h e i d u n g e n des E n e r g e i a i . ist an Politeia 508 di—9 orientiert. A b s c h n i t t II. Vgl.o. Allerdings bietet a u c h f ü r die plotinischen A u s f ü h r u n g e n ü b e r die B e w e g u n g hin z u m L i c h t u n d w e g v o m G e s e h e n e n die Politeia m i t ihren Z e n t r a l gleichnissen ein Vorbild.
die uns auch s c h o n in V I .1. besonders in V. 20-22 n o c h metaphorisch ausdrückt. daß das derartige L i c h t ein d e m Geist inneres L i c h t ist. die D y n a m i s des E i n e n z u erfassen. die z u g l e i c h als B e d i n g u n g der Unbegrenztheit anzusehen ist. w o b e i sich z e i g e n w i r d . G e h t m a n davon aus. verdeutlicht Plotin weiterhin in Kapitel V. Als Ä q u i v a l e n t dieser derartig h e r v o r g e h o b e n e n U n b e g r e n z t h e i t der Dynamis des E i n e n ist die U n b e g r e n z t h e i t des w e l t l i c h e n Lichtes anzusehen. daß er in diesem Fall d e n A s p e k t v o n L i c h t als D y n a m i s m i t d e m der U r s a c h e durch R ü c k g r i f f a u f die peripatetische L i c h t theorie v e r s c h m o l z . D a r a u f h a t t e P l o t i n bereits in 7. s o n d e r n e p i s t e m o l o g i s c h . 1 2 .3 9 d u r c h e n g e P i a t o n b e z ü g e : 12. Lichtmetaphysik 88. W i e aber ist das so als D y n a m i s des E i n e n verstandene L i c h t f ü r d e n Geist z u erkennen? 7 6 I m Z u g e der L ö s u n g dieses Problems m u ß P l o t i n zusätzlich erörtern. 1 1 . von i h m „ p h i l o s o p h i s c h e r " erörtert.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. umfassende K r a f t des E i n e n i n t e r pretiert. 3. u r s p r ü n g l i c h e Kraft. als δύναμις π ά ν τ ω ν .1 6 . 15 u n d 17 thematisiert wird. dazu 10. die für das S e h e n aus e b e n diesem G r u n d n i c h t einfach zu erfassen ist. wird später. Siehe auch Beierwaltes. das er so der platonischen Idee des G u t e n gleichsetzt.u n d Gestaltlosigkeit des Lichtes als o f f e n b a r m a c h e n d e r D y n a m i s . 3 7 . b e t o n t er die U r s p r ü n g l i c h k e i t des E i n e n seines Systems.99. ά λ λ ά τ ω άληθεΐ.1. D a d u r c h . i—16 d a d u r c h h i n g e w i e s e n . Was Plotin in V I . das auch in V I . 7. Z u d e m spezifiziert er die v o n Piaton v e r w e n d e t e n A u s d r ü c k e : πρεσβύτερον w i r d v o n i h m n i c h t zeitlich. δ και την δύναμιν προτέραν εχει· π α σ α ν γ ά ρ εχει stellen sich als K o m m e n t a r u n d A n e i g n u n g v o n R . Plotin b e g r ü n d e t sie in der S t o f f . D i e s e U r s p r ü n g l i c h k e i t . 21. 1 . 76 D a m i t ist ein P r o b l e m angesprochen. als a u f alles g e richtete. d e m U r s p r u n g aller D i n g e . daß Plotin eine derart e n g e b e g r i f f l i c h e B e z i e h u n g zu Piatons B e s c h r e i b u n g der Idee des G u t e n . daß b e i d e einen inhaltlich-ergänzenden B e z u g aufeinander b e - 75 V g l . der B e g r i f f δυνάμει w i r d v o n P l o t i n als ursprüngliche. so versucht der N o u s . 509 b 9 ~ 10 ά λ λ ' έτι έττέκεινα της ουσίας πρεσβείςι και δυνάμει υπερέχοντος dar. Z w a r behält das L i c h t die aus d e m S o n n e n g l e i c h n i s b e k a n n t e F u n k t i o n der manifestatio innerhalb eines ebenfalls aus d e m S o n n e n g l e i c h n i s b e k a n n t e n B e z i e h u n g s s y s t e m s . 7 b e g e g n e t war. 15. 5 . vgl. daß das L i c h t w e i t e r h i n als D y n a m i s i m o b e n g e s c h i l d e r t e n S i n n verstanden w i r d .o n t o l o g i s c h erklärt. d e n n es ist hier z u m direkten O b j e k t des S e hens g e w o r d e n .3 9 τό 6έ πρεσβύτερον oü χρόνω. II. eine F u n k t i o n . 7.128. in ihrer U n b e g r e n z t h e i t 7 5 fur das S c h a u e n des Geistes n i c h t strukturiert oder gestaltet erfaßbar. n ä m lich d e m v o n S e h e n — Licht — U r s p r u n g des Lichtes. D i e s e aber ist. A b e r die Stellung des Lichtes in diesem G e f i i g e w i r d n u n m o d i f i z i e r t . 3 7 . herstellt.6o Weltzusammenhang als Krafikontinuum A u s s a g e n d a r ü b e r a n z u w e n d e n d e Vorsicht w i e d e r g i b t . die a u f g r u n d e b e n dieser Eigenschaft allem anderen vorausliegt.
nicht als ein äußeres. gehe ich von einem Rekurs auf K a pitel ι der Schrift V. daß auch in 7. Damit verstehe ich die Wendung des Nous nach innen ebenso wie Emilsson (Cognition 220 ff. s. In 7. wie kann er mit ihnen zu einer Einheit gelangen [συντύχοι]? (V. 2 1 ff. 79 Bussanich. in den zugrundeliegenden Wahrnehmungsobjekten sich findet. D e r Abschnitt V. Z u r Deutung dieser Stelle. die ein spezielles ontologisches Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt der Wahrnehmung zum Ausdruck bringt. 1 9 gewährleistet die Verknüpfung mit 7. deren Aufnahme die Wahrnehmung sich erwirken kann. daß es eine philosophische Notwendigkeit sei77. εί μεν ετερα δντα γινώσκει. 15—21. daß der Geist das Licht. Licht. daß lediglich A b bilder der Dinge. die fiir das Verständnis des ontologischen Status des Nous wesentlich ist. 5 angeklungenen Motive der Äußerlichkeit und ihrer Folgen. nach H B T ) Zwischen den Kapiteln 1 .) nicht ausschließlich als plotinische Darstellung einer Art mystischer Versenkung. 12—19 wird unter erkenntnistheoretischem Gesichtspunkt bei Emilsson.Plotin. u. denn [das Objekt] bleibt [der Wahrnehmung] äußerlich. Relation 136. der wiederum einen ontologisch-epistemologischen Konvergenzpunkt markiert. τό τε γινωσκόμενον δι' αίσθήσεως τοΟ πράγματος εϊδωλόν έστι και ούκ αύτό τό π ρ δ γ μ α ή αίσθησις λαμβάνει· μένει γ ά ρ εκείνο εξω. 2 1 ) .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . angeschnitten wird. Die bereits zu Beginn von Kapitel i 8 0 der jetzt untersuchten Schrift V.2 I .2 1 und 7 . Bussanich vorschlägt. εξω in 1 . 2 1 . werden gegen Ende desselben Kapitels nochmals deutlich vorgestellt. daß das.99. besprochen. Ό δή νους γ ι ν ώ σ κ ω ν καϊ τα νοητά γ ι ν ώ σ κ ω ν . Er weist den Zusammenhang dieses Abschnittes mit dem Energeiai-Schema auf und wendet es auf die Erkenntnisart des N o u s an. wie es ζ. 5. dann ist dies [trotzdem nur] als ein Abbild des Dinges und die Wahrnehmung erfaßt dann keinesfalls das D i n g selbst. Wenn der N o u s nun. besteht ein begrifflicher B e zug. 78 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. π ώ ς μεν αν συντύχοι αύτοις.128. denn nur diese ist dem Nous angemessen. was durch Wahrnehmung erkannt wird. B. 78 so daß man schließen kann. 1 5 . I 5 . Die enge 77 δει ( 7 . Übs. 79 sondern gleichfalls als erkenntnistheoretische Chiffre. als ein von außen an ihn herantretendes aufnimmt.21-22 behauptet Plotin. als das sich die Dynamis des Einen in diesem Kontext erweist. 5. der Geist und das Eine 61 sitzen. Denn auch wenn man zugibt. bzw. 5 aus: έττεί και συγκεχωρημένου έν τοις ύττοκειμένοις είναι αίσθητοϊς. ω ν άντίληψιν ή αΐσθησις ποιήσεται. der erkennt und Geistiges erkennt. nicht aber die Dinge in ihrem Wesen erkannt würden. ι . 21—22 das Problem wahrer Erkenntnis. 80 1. die Seienden als von ihm verschiedene erkennt. 1. Cognition 220 ff.
Indem er also das Wahre nicht hat. 1 5 . das der Nous zum Objekt seiner Wahrnehmung macht. wird er wohl das Falsche haben und nichts Wahres. daß der Geist einerseits nicht das Wahre von [den Noeta] hat und andererseits betrogen ist in allem.oder Innerlichkeitsmotiv auf. 81 Μέγιστον δέ π ά ν τ ω ν εκείνο· εί γ α ρ καϊ δτι μάλιστα δοίη τις ταΰτα έξω είναι και τον νουν αύτά οϋτως έχοντα θεωρεΐν. hinter dem letztendlich die Gleichsetzung zweier ένέργειαι της ουσίας. 1 4 . erneut zeigt sich. Z w a r dürften wohl das Wahre [die Noeta] sein. H B T . 34: Allem zugrunde liegt die Forderung nach der Einheit des N o u s . wird diese wohl schauen. είδωλα δέ τοΰ άληθοϋς π α ρ ' αΰτφ λαβών τά ψευδή έ'ξει καϊ ουδέν αληθές. D. 5 . u. 83 Damit ist das Licht eingebunden in das Problem der Spezifizierung der Erkenntnisart des Nous. daß [die Noeta] außerhalb seien und daß der Geist sie als derartig sich verhaltende betrachte. entsprechend [dem oben Ausgeführten]. είδωλα δέ αύτών έν τη γνώσει τη τοιαύτη λαβών. ein ihm innerliches Licht sein. 83 Weitere Gründe fur eine Innerlichkeit der Erkenntnisobjekte des N o u s bietet Crystal. bes. er muß sie vielmehr zugleich sein. 1 5 — 1 7 : καϊ τό γ ι ν ώ σ κ ο ν δ σ ω γινώσκει — ήδη γ ά ρ σπουδαστέον — εις εν τω γνωσθέντι έρχεται. steht (s. Abbilder des Wahren aber bei sich selbst ergreift. 7. Structure of self-intellection 2 7 2 .). eine Einheit bilden müssen. metaphysisch und kosmologisch angewendet werden.2 7 3 Anm.1 5 wieder aufgegriffen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 35. 6 .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Τ ά μεν γ α ρ αληθινά αν ε'ιη έκεϊνα· θεωρήσει τοίνυν αύτά ούκ έχων αύτά. Der Nous darf seine Erkenntnisobjekte nach Plotin also nicht lediglich haben.128. ohne sie zu haben. 50-58. 5. Folglich muß das Licht. Das Wichtigste von allem aber ist dies: Denn auch wenn jemand äußerst leicht zugeben könnte. Das in der Schrift V. Der Geist aber. 82 In diesem Zusammenhang verweise ich ergänzend auf III. so daß das Vor- 81 εξω ( ι . Er wird mit diesem Licht verschmelzen.2 1 wieder auf. h. 5 5 und 56) nehmen die zentralen Ausdrücke aus 1 . ά ν α γ κ α ϊ ο ν αύτω μήτε τό αληθές αύτών έχειν διεψεϋσθαί τε έν α π α σ ι ν οίς θεωρεί. 1. 8 . (V. der des Erkennenden und der des Erkannten. die auch seinen „Inhalten" gegenüber gewahrt bleiben muß. In Verbindung mit der Einheitsvorstellung kann die Innerlichkeits-These dann epistemologisch. und vielmehr deren Abbilder in dieser so gearteten Erkenntnis ergriffen haben. 5 folgende Kapitel 84 nimmt dieses Identitäts. 51) und είδωλα ( 1 . geändert) Diese Annahme fuhrt nach Plotin zur Aufhebung von Geist und Wahrheit und kann daher von ihm nicht akzeptiert werden.2 0 . Ebenso wird dieses M o tiv in VI. Τ ό τοίνυν άληθινόν ούκ εχων.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 62 thematische Beziehung zwischen den beiden Textabschnitten ergibt sich gut erkennbar auch aus der gleichen Begrifflichkeit. dann ist es für ihn notwendig [zuzugeben]. was er anschaut. 2 . 1 8 . daß Plotin in platonischer Tradition epistemologische an ontologische Sachverhalte koppelt. 82 um es wesensmäßig erkennen zu können.99. 84 V.
οίον τό έν άλλφ. 5. HBT) 8 6 Diese Wahrheit beruht auf der Identität von Denken und Sein.. ού θεώρημα. Nuslehre 99 f. 6-8 und 1 0 . zeigt Wurm. vgl. Buchner. III 401 in ihren addenda gebilligte Verbesserung (άλλ' ö λέγει) auf. Substanz und Qualität 1 3 3 .128. Nuslehre 99.8. das sowohl Wesen des Seelischen als auch des Ontologischen ist. die nicht mit Anderem. και ούδέν παρ' αύτήν αλλο λέγει. Übs. wobei Plotin diese Identität durch das direkt reflexive Personalpronomen εαυτή deutlich ausdrückt. καϊ εστι. Sleemann—Pollet. der Geist und das Eine gehen. και δ έστι. sondern mit sich selbst übereinstimmt. der eine derartige Differenzierung.1 3 5 . wo Plotin die organisch geschlossene Ganzheit seines Systems betont (bes.] Δει ουν τοϋτο είναι εν δντως αμφω· τοϋτο δέ έστι θεωρία ζώσα. 8. Illb 375 weisen auf die Verbindung zu Parmenides hin. 8. wie Szlezak aufzeigt. 26—27). ν. (III. H B T ) [. V.99. Vielmehr: Was sie ausdrückt.1 2 . wobei er. wenn man Plotins System als Ausdruck einer ganzheitlichen Perspektive versteht. 18-20. ώσπερ έπΐ της ψυχής της αρίστης. sondern im Wesen. daß es sich bei Plotins System im Ganzen um ein Kräftesystem handelt. Eine Interpretation Plotins. Die gleiche Vorstellung findet sich auch in VI. 2. die Plotin von Parmenides übernimmt. Licht. Vielmehr handelt es sich um verschiedene Ansatzpunkte. Folglich bringt auch die tatsächliche Wahrheit. [. άλλ' δ λέγει. und zwar der besten. nicht durch eine Anpassung an 8 ' [einander]. die fur ihn die „Klammer" (139) dieses Systems bildet. 8. das bringt sie auch zum Ausdruck. HBT. Die von Wurm referierte kategorische Trennung zwischen „gegenständlichem" und „aktualem" Aspekt scheint allerdings wenig sinnvoll. aus der Analyse epistemologischer Vorgänge gewonnene Einsichten auf die Ontologie des Nous zu übertragen. 15. so daß er in V. ist auch aufgrund der Annahme berechtigt. nichts anderes zum Ausdruck außer sich selbst. (V. τοϋτο και λέγει. ist sie auch und was sie ist. 2 ohne weitere Umschweife darauf zurückkommen kann: έπί τούτου δηλονότι ηδη εν αμφω ούκ οίκειώσει. in seinem Uberblick über die beiden Hauptströmungen. E r thematisiert sie schon in III. daß das Sein und das Denken dasselbe sind.. 5. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 2. 87 ergänzend Piatons Forderung aus dem Phaidros aufgreift. fremd ist. Bei [dem Nous] sind offensichtlich auf dieser Stufe beide Eines.6—8. 888. berechtigt bleibt: 85 "Ωστε καϊ ή δντως αλήθεια ού συμφωνούσα αλλω άλλ' eauxrj. 87 Szlezak. 2. die nicht derartig trennend vorgeht. 6.] 85 Wie eng Ontologie und Epistemologie bei Plotin miteinander verschränkt sind... daß Wissen nicht als anderes in anderem sein solle (Phaidros 247 dj—8). Plotins System zu verstehen. 88 III. 89 Vgl. die zum Verständnis der Einzelpassage hilfreich sein kann. 25-30. unter denen ein Problem betrachtet und seine Lösung angestrebt wird. also dadurch.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 86 Der Text in dieser Form nimmt die von Theiler vorgeschlagene und von HS. M ö g lichkeitslehre 139—145 hebt gleichfalls die Geschlossenheit des plotinischen Systems hervor und läßt sie unmittelbar von der Dynamis des Einen abhängen. Lexicon Plotinianum 725 s.Plotin. wie bei der Seele. άλλ' ούσίφ καϊ τφ (ταύτόν τό είναι καϊ τό νοεϊν) είναι. οΐκείωσις. siehe Szlezak.
8. das Auge besäße ein inneres Licht. 92 kommt eine Stelle in Piatons Timaios in Frage. umschrieben durch das Postulat der Inwendigkeit des Lichts für den Nous.22-31. U m zunächst zu verdeutlichen. Licht als nach außen gerichteter Wirkkraft des Einen. Relation 134 weist auf diese Tim. w o die Augen im Kontext der Erklärung des Sehvorgangs in 45 bß als φωσφόρα [. schwingen doch gleichfalls weitreichende ontologische Implikationen mit. daß für den Nous das zu betrachtende Licht ein innerliches ist. οίον τό έν άλλω weist auf die εξω-Problematik hin.] όμματα bezeichnet werden. das bedeutet aber: es ist eine lebendige Betrachtung.. 91 Dabei ist zu bedenken. zu einer Wahrnehmung des dem Auge eigenen 90 ούσίφ vgl. deren Feuer von derselben Art sei wie das Sonnenlicht. sondern die Abwendung von der Betrachtung äußerer Gegenstände. daß Plotin dieses Licht zugleich als nach außen gerichtete W i r kung des Einen auf den Nous hin begreift. deren Funktion es ist. III. (III. welches in einem anderen ist. 91 dem er sich zuwenden kann. A u f grund der oben ausgeführten Überlegungen ist es für Plotin somit unabdinglich. 92 7. ein erkenntnistheoretisches Verhältnis zu verdeutlichen. 7 das Auge als erklärendes Beispiel herangezogen: Als Vorbild für Plotins Feststellung. 5. Relation 136.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . daß Plotin εξω in 7.Übs. 93 Allerdings ist nicht die Existenz von Licht im Inneren das tertium comparationis zwischen Auge und Nous. Dieses Verhältnis stellt sich als Gleichsetzung von Nous und Licht hinsichtlich ihrer Wesenhaftigkeit90 heraus. nämlich das zwischen Nous und Licht bzw..-Stelle hin. der jedoch den Prozeß als seelischen deutet und die „Wendung nach Innen" als Vorbedingung der „mystischen Einigung" der Seele mit dem Einen auffaßt (Plotin als Interpret 87 ff. das zugleich ein ontologisches ist. 21 als räumliche Metapher verwendet.128. Auch wenn es Plotin an dieser Stelle primär um ein erkenntnistheoretisches Problem geht. so daß ich es für legitim halte. H B T ) οΰ θεώρημα. Ebenso Bussanich. 93 Vgl. Bussanich. 8. A commentary on Plato's Timaeus 2 7 6 . Taylor. da das Identitätsverhältnis ein ontologisches ist und auch hier das Energeiai-Schema eine entscheidende Bedeutung besitzt. 8.2 8 2 . wird wie im ersten Teil der Analogie auch im zweiten Teil von Kapitel V.). Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 8. Neben diesen Aspekt kann der oben dargelegte erkenntnistheoretische (und zugleich ontologische) treten. alle diese Stellen miteinander in Beziehung zu setzen. nicht ein Betrachtetes wie das. daß der Geist ein inneres Licht besitzt.64 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum So muß im Geist beides wesenhaft Eines sein. 94 B e i m Auge kommt es entweder des Nachts oder. 94 Die Bedeutung des „Rückzuges in das Innere" hebt auch Volkmann-Schluck hervor.99. ι ο ί i. Damit wird deutlich. wenn die Augenlider geschlossen sind. 8. ohne daß die eine Deutung die andere ausschlösse. der das „Innen" als Metapher versteht.
d. u m sichtbar zu sein. o h n e etwas zu sehen. schauen. Plotin nennt sie daher auch lichtartig. d e m A u g e wesensgleich. 1 5 . u m g e sehen werden zu können.1 6 : τά γ α ρ α λ λ α όρατά ού φ ω ς μόνον. der Geist und das Eine inneren Lichtes. die er im vorhergehenden Text dieses Kapitels thematisiert und dadurch dargestellt hat. Damit m u ß der G r u n d für die V o l l k o m menheit dieses Sehens.3 0 ) . gedeutet als Selbstmanifestation. 28-29). daß er — darin über Piaton hinausgehend — dem Licht einen ursächlichen Aspekt. die zum Erfassen des Einen in seinem M o d u s als Licht notwendig sind. Deshalb werden auch die übrigen sichtbaren O b j e k t e als weniger deutlich sichtbar bezeichnet. Z u m anderen b e d e u tet eben die Inwendigkeit dieses Lichtes die unverbrüchliche Wahrheit der Wahrnehmung desselben.128.99. keinerlei T ä u schung unterliegen kann. w e n n es fortgegangen ist.Plotin. Τότε γ α ρ ούχ ό ρ ω ν όρφ και μάλιστα τότε όρφ· φ ω ς γ α ρ όρφ. Jetzt wird diese Form der W a h r n e h m u n g u m den Aspekt der Innerlichkeit des Lichtes erweitert. denn sie bedürfen des Lichtes. sagt: „Es war also d r i n n e n u n d d o c h 95 96 97 οΐκεΐόν τι {η. Z u m einen ist Licht fur sich genommen das Sichtbare an sich. D i e derartig erarbeiteten Merkmale überträgt P l o tin im folgenden auf den Geist und beantwortet so die Frage. und die daher unverfälscht w a h r g e n o m m e n w e r den kann. εξωθεν η ένδον. w o h e r es in E r s c h e i n u n g trat. 3°Ι v g l · dazu auch 7 . das nicht ein anderes an e i n e m anderen ist. es macht das A u g e aus. dieser Wahrnehmung. φωτοειδή 97 . 2 9 . die Plotin durch ein Paradoxon 9 6 zum Ausdruck bringt. v o n a u ß e n o d e r d r i n n e n . 7. eben die reine Selbstmanifestation (7. so daß der. G l e i c h e r m a ß e n wird auch d e r Geist. M i t der B e g r ü n d u n g für diesen paradoxen Zustand. s o n d e r n selbst an sich selbst allein rein f ü r sich selbst plötzlich e r s c h e i n e n d . der dieses Licht sieht. w e n n er sich vor d e n a n d e r e n D i n g e n verhüllt u n d sich nach i n n e n versammelt hat. h. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. w i e der N o u s das Licht des Einen in dessen Ursprünglichkeit erfährt: Ο υ τ ω δή καϊ νους αύτόν α π ό τ ω ν ά λ λ ω ν καλύψας καϊ σ υ ν α γ α γ ώ ν εις το ε ϊ σ ω μηδέν ό ρ ω ν θεάσεται ουκ α λ λ ο έν σ λ λ ω φως. so daß er nicht weiß. 95 Dieses Licht zu sehen ist die vollkommene Art zu sehen. 14—15). Licht. και α π ε λ θ ό ν τ ο ς ειπείν „ένδον α ρ α ην και οΰκ ένδον αυ". u n d zwar ein Licht. z u g e schrieben hat. auf der Vergleichsebene des A u g e s erfüllt: Erstens ist das Licht O b j e k t des Sehens.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . die keiner anderen Kraft bedarf. Erst unter diesen Bedingungen kann dieses innere Licht O b j e k t des Sehens werden. in zwei Punkten zu suchen sein. u n d . αλλ 1 α ΰ τ ό κ α θ ' εαυτό μόνον κ α θ α ρ ό ν έφ1 αΰτοϋ εξαίφνης φανέν. weist Plotin zurück auf die problematische W a h r n e h m u n g von Licht überhaupt. 24) u n d το έν α ΰ τ ώ φ ω ς {η. und zweitens ist dieses Licht ein inneres. A u f diese Weise werden die beiden in Kapitel 7 aufgestellten Bedingungen. eine Behauptung. ώ σ τ ε ά π ο ρ ε ΐ ν δθεν έφάνη. in dem das A u g e zugleich nicht sieht und auf das bestmögliche sieht. (7.
66 Weltzusammenhang als Krafikontinuum wieder nicht drinnen. daß dieses Licht. 1. ihre innerliche Struktur einmal als epistemologisch-ontologische Einheit in V.2 1 gestellt hat. als zweifelnden Menschen erscheinen läßt. H B T . kann es der N o u s erkennen. zum Z w e i t e n als Kräfteverhältnis in V. D a m i t ist das intelligible Licht in seiner Doppelheit charakterisiert: Es ist zugleich aus dem Einen ausstrahlende Wirkkraft — und damit nicht m e h r das E i n e selbst. Damit erfüllt er die Voraussetzungen. das als Kraft zu verstehen ist. Abschnitt II. für ihn erkennbar. 1 6 . denn nur durch die A b k e h r v o n den beleuchteten Objekten ist das Erfassen des Lichtes an sich möglich. 3 1 . die den N o u s . was sichtbar macht." (V. Übs. dem normalen Sehen entzieht und nur einer besonderen F o r m der W a h r n e h m u n g zugänglich ist.3 zu V. 34) für den Aspekt der Wirkkraft. Plotin als Interpret 88) Zuerst überträgt Plotin das tertium comparationis. 2. zu seinem eigenen Wesen wird. das sich ohne „festere Masse" allein als das. läßt Plotin zur Energeia des Wesens des N o u s werden. In dieser Aporie greift er somit auch den „unsicheren" Status der Wahrnehmung v o n sinnlichem Licht auf. 1 — und wesentliche Energeia des N o u s . 33—39 und II. 8. N u r unter der Bedingung. denn nur dann w i r d es durch eine Art Angleichung. die er sich selbst in Abschnitt 7 . die aus dem Einen hervorgeht (ενέργεια έκ της ουσίας). In einem zweiten Schritt macht er unmißverständlich deutlich. auf den N o u s und knüpft so direkt an sein Beispiel. ihre Einheitlichkeit wird in V. die aus d e m Einen hervorgeht. an. D e n Entwicklungsprozeß dieser Kraft zum vollständig entwickelten N o u s schildert Plotin in seiner Schrift V I . 3. E i n Prozeß.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 4. 5 . 5 zum Gegenstand seiner Überlegungen gemacht. Dieser „ Z u s t a n d " kann nun auf der E b e n e des N o u s ontologisch ausgedeutet werden: Dabei steht εξωθεν ( j . Dieses Licht. kann er es in sich selbst als Spiegel Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 7. der mit sich über ein i h m unerklärliches Geschehen zurate geht: D e r N o u s befindet sich hinsichtlich der Frage.128. s. die zweithöchste Hypostase im System Plotins. die man bildlich als Abschattung verstehen kann. daß der N o u s nun das reine Licht ohne irgendeinen Träger wahrnimmt. die W e n d u n g nach innen. u. das A u g e . 5 . in einer Aporie. ένδον fur den der wesenhaften Wirkkraft (ενέργεια της ουσίας).99. der gleichzeitig die Inwendigkeit des Lichtes und damit die Zuverlässigkeit seiner Erkenntnis garantiert und den Plotin eindringlich durch eine Personifikation z u m A u s d r u c k bringt. w o b e i trotz der verschiedenen Schwerpunktsetzungen j e weils alle Argumentationsformen miteinander verschränkt bleiben. eine Änderung nach VolkmannSchluck. 7 . v o n w o ihm das Licht erschien. diese v o m Einen ausgehende Wirkkraft.3 5 .
das aus einer allgewaltigen Kraft. in deren Verlaufsich der Nous konstituiert. 100 8. der Geist und das Eine 67 ansehen. 98 Zugleich löst sich damit die problematische Spannung." Wie auch Kapitel 8 der Schrift V.Plotin. 103 τω έαυτοΰ μή νφ (V. 5 deutlich macht.Abschnitt II. Dieses bereits in VI. dargestellt wurde.31-36. die das Eine auszeichnet. 1 $ . Licht. 7 . Plotin als Interpret 86 f. die nach meiner Interpretation dem Zustand des Proto-Nous entspricht. daß Plotin in V. 7 . 8 1 0 1 .1 zu VI. 16. 104 Der Erscheinungsmodus der Lichtäußerung ist der im Kapitel 7 von V. besitzt es eben auch ursächlichen Charakter. daß die Aufspaltung des Proto-Nous in Wahrnehmenden und Wahrgenommenes notwendig war zu seiner Entstehung 102 und daß der Geist auf ungeisthafte Weise 103 das Eine als Lichtäußerung 104 erblickt. 7 bekannten Zustand vor der Differenzierung. 5 ff.31-36. Es klingen bekannte Motive an. Volkmann-Schluck 1 0 5 weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Stelle 7. s. das sein Äquivalent im dif98 Ein Sachverhalt. 7 besprochene „ungeisthafte Blicken" ist das Modell für das Paradoxon des Nicht-sehenden-Sehens.Jetzt wird dieser Zustand aus der Perspektive des Nous betrachtet. zumal es als Licht eben auch die Bedingung ist. das die Aporie des Nous in den Zeilen 34—35 auslöst.8. 7.0 ' 8. 1 . nimmt die paradoxe Formulierung aus 7. die als Ergänzung anzuführen sind. zu erfassen versucht. 1—16 zu Beginn der Analyse das Licht als U r sache stilisiert. hervorgegangen ist. dem ein Nicht-denkendes-Denken entspricht. 111.1. bezeichnet es den bereits aus VI. 106 und kontrastiert diese προσβολή. Er bringt diese mit der Umschreibung der Wahrnehmung vom Einen in Verbindung. O. 5 relevante und daher zu berücksichtigende Erscheinungsmodus des Einen dem Nous gegenüber.3. 1 . 5 . Das Paradoxon des Nicht-sehenden-Sehens in Zeile 32 von V. 13 ff. 5 100 und III. 29—30 auf und steht fur die Doppelheit des Lichtes.128. 5. der das vom Einen als Energeia ausgehende Licht als Objekt seiner Wahrnehmung erfaßt. 99 Z u r genaueren Analyse dieses Vorgangs siehe unten Abschnitt II. der δύναμις πάντων. .18-23. 102 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.8. die darin besteht. daß dort mit δύναμις das Licht des Einen gemeint und so ein Bezug zum Sonnengleichnis aufgebaut ist. 7. S. 7. es aber in der Argumentation seine Position als zweite Energeia behält: Gerade weil es sich zur wesentlichen Ursache des Nous transformiert.99. 105 Volkmann-Schluck. o.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 15 u. 5. 8. mit dem normalen Sehen. die diese Transformation ermöglicht. 22-23). der schon in VI. zu Beginn von A b schnitt I I . bzw. 15 gemachte Annahme. w o Plotin die Wahrnehmung reinen Lichtes als „plötzliche Intuition" (άθρόφ προσβολή) charakterisiert. 106 In 10. 8 hin. die der Seele möglich sein könnte. Die Verbindung beider Stellen stützt die zu VI. 1. In diesem Zusammenhang stehen auch Passagen aus V.
daß sie den Zustand. w i r d einleuchtend. w i e sie ζ. 2 1 . w e n n man bedenkt. verstanden als ενέργεια έκ τ ά γ α θ ο ΰ 1 1 0 . also des E i n e n selbst. 7 geschildert w i r d . B . Die Verknüpfung beider Aspekte gewährleistet das EnergeiaiSchema. nicht durch ein Sehen. Indem Plotin also das Licht z u m O b j e k t einer untrüglichen Wahrneh- m u n g w e r d e n läßt. erfüllten Z u s t a n d des N o u s findet: „ D a s S e h e n der Helle selbst wäre nur durch eine αθρόα π ρ ο σ β ο λ ή möglich. 1 0 9 charakterisiert er es als wesensgleich mit d e m N o u s . wie auch bei Piaton das Licht nicht die Sonne selbst ist. Die Interpretation Bussanichs beachtet deshalb auch den erkenntnistheoretischen Status dieses Lichtes meiner Meinung nach nicht ausreichend. D i e Gleichheit im W e s e n v o n L i c h t und N o u s verbürgt die absolute Sicherheit dieser Erkenntnis. Plotin als Interpret 86-87.Weltzusammenhang als Krafikontinuum 68 ferenzierten. sondern durch ein Innewerden des G a n z e n und E i n e n . während Bussanich die Ansicht vertritt.128. als W i r k k r a f t des Einen. 1. S o wird das Licht.2 2 und den mit dieser Stelle verbundenen Implikationen ableiten. den Abschnitt zur Struktur des Nous als inwendiger Einheit. die b e i m H e r v o r treten aus d e m E i n e n etabliert wurden.1. 1 0 8 z u m wahren N o u s w e r d e n kann. Dieses Licht ist als ενέργεια εκ της ούσίας des Einen eben auch nur dessen Abbild. Allerdings geht auch er nicht auf den epistemologischen Zuverlässigkeitsgrad dieser Wahrnehmung ein. Zudem unterscheidet sich die hier vorgeschlagene Interpretation wesentlich dadurch von Bussanichs Ansicht. der Ausdruck sowohl der epistemologischen wie auch ontologischen Einheit des Nous ist. w e n n dieses L i c h t als ενέργεια εκ της ο ύ σ ί α ς des E i n e n verstanden wird. daß bei der Rückkehr z u m E i n e n exakt die Stadien durchlaufen werden müssen. das den spezifischen A n b l i c k eines Dinges w a h r n i m m t . 108 Siehe oben Kapitel II. Bussanich sieht in diesem Zustand des „hyper-noetic mode of cognition" ebenfalls ein Analogon zur αθρόα προσβολή des Auges (Relation 136-137).Vgl. 7: Der Geist als lichthafte Kraft in ihren Entwicklungsphasen. aber die von Bussanich vorgetragene These O' Dalys.99. 1. mit dem des Proto-Nous identifiziert. Statt von „truly seeing the One" (Relation 132) sollte daher angemessener von der bestmöglichen Approximation an das Eine gesprochen werden. in dem sich der Nous in der άθρόα προσβολή befindet.1 zu VI. h. s. weil nur dann eine w i e auch i m m e r geartete Erkenntnis des Ursprungs.1: Plotins Schrift VI. die in der weiteren E n t w i c k l u n g . das in sich gesammelt bleibt u n d sich nicht in Unterschiede aufgliedert. läßt sich wie gezeigt aus 7 . 7. in V I . die von Volkmann- S c h l u c k als „ I n n e w e r d e n " bezeichnet wird. m ö g l i c h ist.25. 109 Daß er dies tut.0 Siehe oben Abschnitt II. D a ß die letzte Stufe v o r der V e r einigung mit d e m U r g r u n d der ersten bei der Entstehung aus d e m E i n e n entspricht. u." 1 0 7 D i e Erkenntnis des E i n e n v o m N o u s her als Sehen auf das v o m E i n e n ausgehende L i c h t zu charakterisieren ist nur dann sinnvoll. d. nicht nur zum 107 Volkmann-Schluck. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. diese Zustände müßten unterschieden werden (Relation 2 3 4 236). 30-32. die unmittelbar v o n seinem Wesen ausgeht.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .
7.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . der Geist und das Eine 69 „ K e i m " 1 1 1 des Nous.3 2 (s. das zugleich die ενέργεια της ουσίας des Nous selber ist. sowohl diesen metaphysischen Mechanismus zu untersuchen. Plotins Möglichkeitslehre 50. Ich schließe mich daher Harder an. das Licht. 3 0 . daß Plotin den Nous als Licht versteht.99. II.3 Plotins Schrift Ιζ4: Das Energeiai-Schema Während „Licht" als Kraft also in hervorragender Weise dazu geeignet ist. als auch dessen Verbindung zu Plotins Lichtmetaphysik und deren A n w e n dung auf die Explikation des Verhältnisses zwischen dem Einen und dem Nous. den Energeia bei Plotin besitzt. Es beschreibt den Prozeß der Entwicklung zweier Wirkkräfte (ένέργειαι) 112 111 Buchner. 5 ließ sich festhalten. und auch in einem vorangehenden Prozeßabschnitt die ενέργεια έκ της ούσίας des Einen war. D i e englischsprachige Sekundärliteratur wählt „activity" fur die Übertragung dieses Begriffs. sowohl den Entwicklungsprozeß vom Proto-Nous zum Nous epistemologisch und ontologisch veranschaulichend zu charakterisieren als auch die innere Beschaffenheit des auf sich selbst und seine Abhängigkeit vom Einen reflektierenden Nous eben als Licht innerhalb dieses doppelten Erklärungsmodells zu verdeutlichen. In der Schrift VI. ein allgemeines Schema zugrunde liegt. Schon bei der Analyse von VI. Als Ergebnis der Interpretation der Schrift V. der E n - Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. zur ενέργεια της ουσίας. die sich als ein zentrales Motiv Plotins herausgestellt hat. Auch hier folgt er der platonischen Vorgabe aus dem Sonnengleichnis.128. wird es von Plotin ebenfalls dahingehend gebraucht. 1 ) zeigte sich. mit und in dem Plotin die platonische Vorgabe umsetzt. 25. scheint es daher angebracht. Licht. vielmehr bekommt man den Eindruck. daß der Vorstellung des aus einem Ursprung hervortretenden Lichtes. daß die ενέργεια έκ τάγαθοΰ. Im folgenden soll es daher darum gehen.Plotin. was meiner Ansicht nach dem besonderen ontologischen Gehalt. zum Wesen des Nous wird. das bei ihm eine breitgefächerte Anwendung erfährt. B e vor ich die innere Struktur des Nous in ihrem systematischen Zusammenhang zur Lichtmetaphorik und zur Lichtmetaphysik untersuche. das Verhältnis zwischen dem Nous und dem Einen als Verhältnis zwischen einer Kraft und der sie hervorbringenden Ursache darzustellen. w o das Licht als Kraft und auch dessen kraftartige Analoga im Intelligiblen bereits als abhängig von einer Ursache gedacht werden. Abschnitt I I . nicht vollständig gerecht wird und zu stark aristotelisch geprägt ist.o. 7 tauchte diese Vorgabe im Verhältnis zwischen αύγή und φως auf. 1. das Verhältnis dieser beiden Energeiai zueinander und im Bezug auf das Verhältnis des Einen zum Nous zu erörtern. 1 . 112 D i e Ubersetzung des Begriffs ενέργεια ist nicht unproblematisch.
bei Bussanich. in order to comprehend the derivation of things from the One in its true meaning. From Iamblichus to Eriugena 29 Anm. in dem Potentielles aktualisiert wird. die wiederum die Funktionen der Energeia als „kinetic value" und als „ontological value" bedingen. ή δ' έκ της ούσίας έκαστου· και ή μέν της ουσίας αυτό έστιν ενέργεια εκαστον. ergeia in diesem Zusammenhang mit „Wirkkraft" übersetzt. sondern zugleich verdeutlichen. direkt auf noetische Zustände angewendet werden. that the interpreters have habitually ignored. Diese Verschiebung der Funktionalisierung und des grundsätzlichen Verständnisses der Lichtbegrifflichkeit wird für den Neuplatonismus nach Plotin bestimmend bleiben. Die zentrale Passage befindet sich im zweiten Kapitel von V. Gerson. 2.3 1 . in which Plotinus has explained how the production of the first principle occurs. 'Ενέργεια ή μέν έστι της ουσίας. Plotinus 22—37 und Schroeder. Plotin entwickelt das Schema schon in der frühen Schrift V. als auch die abgeschlossene Realisierung bedeuten kann. auch Bussanich. 4. Plotinus: The Platonic tradition 30 hin: "More fundamentally." Dem entspricht.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 70 auseinander heraus. wie bei Plotin lebensweltliche Vorstellungen. soll nicht nur bestimmte ontologische Verhältnisse erhellen.128.99. wo ενέργεια sowohl den Prozeß. 4 . wo der Energeia sowohl die Bedeutungen „activity" als auch „substance" zugesprochen werden. Bussanich (49) und besonders Schroeder stellen die enge Verbindung zwischen diesem Schema und der Lichtthematik heraus. da dies auch der von mir angenommenen Vorlage fur diese Vorstellung — Piatons Politeia 477 c . wie der Nous als Denken aus dem Einen entstehen könne. die mit diesem Schema zusammenhängen. ή δέ άπ' έκείνης ηδη γινομένη ένεργοΰντος εκείνου την σϋμφυτον τη ούσίςι έν τφ μένειν πϋρ. 4. Form 2 8 . concealed behind the images.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Zur facettenreichen Bedeutung von Energeia bei Aristoteles und Plotin vgl. Plotinus's metaphysics of the One 46-51 u. was bei Plotin dem „Heraus-Entwickeln" und dem „Verharren" entspricht. die in der chronologischen Reihenfolge seine siebente Abhandlung ist. n:> Auf die Bedeutung des Schemas weist Gatti. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Aus dem uneigentlichen Sprechen wird die Identifikation oder Durchdringung von Vorstellungsweisen bzw. V. vgl. it is necessary to focus on an important passage in the Enneads. so ζ. die bei Piaton und den Peripatetikern als Metaphern dienten. Relation 2 9 30. ohne es im jeweiligen Zusammenhang komplett entfalten zu müssen. ή δε άπ' εκείνης. 14 weist auf eine entsprechende Ambivalenz des Begriffs bei Aristoteles hin. 4. ην δει τταντί επεσθαι έξ ανάγκης έτέραν ουσαν αύτοΰ· οίον και έπί τοΰ πυρός ή μέν τίς έστι συμπληροϋσα την ούσίαν θερμότης.d — entspricht. ohne daß dieses dabei einer Veränderung unterliegt: Άλλα πώς μένοντος εκείνου γίνεται. u.3 3 . daß V. Deshalb braucht er in späteren Werken nur noch knapp auf dieses Schema zu verweisen oder anzuspielen. 2 in der modernen Forschung häufig erörtert und angewendet wird. B. die gegenseitige explikative Verschränkung von zwei Modellen: dem des Lichtes und dem der zwei Wirkkräfte. 113 Die folgende Interpretation von Texten. in dem Plotin sich mit dem Problem auseinandersetzt. Auch Gersh. Relation 7 . die jenes in hervorragenderWeise repräsentiert.
8 Z .Plotin. a. statt mit der Überlieferung ενέργεια zu lesen. 29-30.128. Β. d i e ε ν έ ρ γ ε ι α της ο υ σ ί α ς . 117 Z u m aristotelischen Vorbild siehe Bussanich. P l o t i n u n t e r n i m m t es also. das e r w i e d e r u m als P r o z e ß v e r s t e h t . Die allgemeine Gültigkeit dieses Schemas wird von Plotin allerdings nicht bewiesen.1: Die Seele und der Nous. daß sich Plotin hier auf Aristoteles als Autorität stützt. so wie es auch beim Feuer einerseits diejenige Wärme gibt. da sie von ihm verschieden ist. h. 7 . ist die.2. Relation 28. Dieses Wirkungs- u n d A b h ä n g i g k e i t s v e r h ä l t n i s f a ß t P l o t i n als V e r h ä l t n i s z w e i e r W i r k k r ä f t e z u e i n a n d e r a u f . Bussanich. andererseits die.4 Zur problematischen Textkonstitution an dieser Stelle (es handelt sich um Z . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 1 8 1. die aus jenem Wesen hervorgeht und die dann entsteht. 8 . die notwendigerweise jedem folgt [d. wie Gerson. V. die aus dem Wesen jedes Einzelnen hervorgeht. 2. 1. auch an den Stellen zeigen.99. H B T ) Plotin b e a n t w o r t e t die F r a g e n a c h der E n t s t e h u n g des N o u s aus d e m mit d e m R ü c k g r i f f a u f ein universelles Prinzip. in denen er die Entstehung der Seele aus dem Nous nach diesem Mechanismus ablaufen läßt. εκαστον in Zeile 28 und παντΐ in Zeile 29.2. zum anderen eine. 29) dient als Ausdruck dieser Abhängigkeit. Licht. Die Wirkkraft des Wesens nun ist als Wirkkraft jedes Einzelne selbst [d. D i e e i n e W i r k k r a f t . wenn das Feuer dadurch seine mit seinem Wesen ursprünglich gegebene Wirkungskraft übt. Plotinus 21—25 und Szlezäk. der Geist und das Eine 71 Aber wie entsteht [der Nous verstanden als Abbild] aus [dem Einen]. mit dem Plotin die im Grunde unerklärliche Entfaltung des Einen zur Vielheit verständlich machen will. 29-30) gibt die Verschiedenheit aufgrund von Abhängigkeit wieder. 3 .1 5 und V. welche sein Wesen ausmacht.3 1 zeigt. ist die Theorie der doppelten ενέργεια. (V. 116 Siehe Gerson. sondern schlechterdings einfach behauptet. i d e n t i f i z i e r t er mit d e m W e s e n der S a c h e . 38 im griechischen Text) siehe Bussanich. i n d e m e i n e K r a f t aus d e r a n d e r e n h e r v o r g e h t . ζ. 1 1 6 I n d i e s e m K o n t e x t m u ß das E i n e e i n e r s e i t s als das u n v e r ä n d e r l i c h b e i o d e r i n s i c h selbst V e r w e i l e n d e ge- wahrt bleiben. die hingegen. 1 1 5 I m e n g e r e n S i n n e j e d o c h soll d i e Wirk- u r s ä c h l i c h k e i t des E i n e n d a r g e s t e l l t w e r d e n . die etwas o n t o l o g i s c h N i e d r i g e r e s w i r k t . d i e n o t w e n d i g m i t d e r e r s t e n v e r k n ü p f t . das d a b e i i n s e i n e r F u n k t i o n als causa efficiens b e s c h r i e b e n w i r d . R e lation 2 8 . wo die Funktion des KräfteSchemas für die ontologische Argumentation Plotins dargelegt wird: „Das entscheidende Denkmittel.. Nuslehre 59). Relation 30. dessen a l l g e m e i n e Einen Anwend- barkeit er d e u t l i c h h e r v o r h e b t . 1 1 7 A u s ihr geht eine zweite W i r k k r a f t hervor. ich mich jedoch nicht anschließe. Plotins breite Anwendung des Schemas läßt sich u. ένεργείφ. 1. Der Infinitiv επεσθαι (Ζ. έτεραν ούσαν (Ζ. h. Nuslehre 59 f. 26-33. 3. 115 Durch εκάστου in Zeile 27-28. etabliert w e r d e n . dessen favorisierter Lösung. 4. 1 8 25 und unten Abschnitt II. ihm nachgeordnet ist]. das V e r h ä l t n i s z w i s c h e n d e m E i n e n als d e m U n a b h ä n g i g e n u n d d e m N o u s als d e m d a v o n A b h ä n g i g e n z u c h a r a k t e r i s i e r e n u n d z u e r l ä u t e r n . Plotinus 24 zu Recht kritisch feststellt." (Szlezak. sie macht jedes Einzelne in seinem Wesen aus]. wenn es doch in sich verharrt? Es gibt zum einen eine Wirkkraft 1 1 4 des Wesens. u n d zugleich aber auch seine auf anderes gerichtete Aktivität.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . a b e r v o n i h r als d e r e i g e n e n U r s a c h e v e r s c h i e d e n u n d d a m i t z w e i t r a n g i g ist: d i e ε ν έ ρ γ ε ι α έκ τ η ς ο υ σ ί α ς . die aus dem Wesen hervorgeht. daß es als Feuer verharrt.
128. Dazu auch Gersh. Weiterhin weist Bussanich in diesem Zusammenhang auf die Verbindung zwischen δύναμις und ποιεΐν hin. . R . Plotinus 26. 33— 34 nachdrücklich in das Energeiai-Schema integriert (s. 122 Bei der Analyse dieser Gleichsetzung wurde bisher meines Wissens die Bedeutung von R . die in etwas anderem B e wegung oder Veränderung bewirkt. Gleichzeitig macht Bussanich deutlich. Bussanich verweist u. wie aus II. 477. die eine zweite Kraft nach außen aus sich hervorbringt. 5. 509 b 2 ..c i . 8 . 33—34 darstellt und in Bezug auf das Eine angewendet werden kann.3 7 .Weltzusammenhang 72 als Ktaftkontinuum Dabei scheint es mir möglich. 5 . B. 25 in Kombination mit 2. Das Wirken dieser speziellen Dynamis erklärt Plotin durch die zweite Energeia. weshalb im Falle des Einen die δύναμις πάντων als dessen wesentliche Energeia gelten kann. 33—34 deutlich wird.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 5. Gerade aufgrund der sprachlichen Bezüge bzw. 1 . auf Arist.u. 121 Vgl. daß Plotin einen Dynamis-BegrifF benutzt. Republic II 60 zeigt die Ähnlichkeit zwischen der platonischen Dynamis und der aristotelischen Energeia. daß die δύναμις πάντων des Einen von Aristoteles' δύναμις als Potentialität zu unterscheiden ist. Δ ( 1 0 1 9 a i 5 ~ 16) als Vorbild (Relation 30). 25 in seiner Systematik als Aus-sich-Hervorbringen der Energeia aus der Dynamis versteht. die ενέργεια της ουσίας im Falle des Einen 1 1 9 als δύναμις πάντων 1 2 0 zu verstehen und damit als ein wesenhaftes und wirkendes Gerichtet-sein-auf. Schroeder. Siehe auch Buchner. 8. das Eine. Gerade dieser Bezug aber ermöglicht meiner Ansicht nach die Gleichsetzung der δύναμις πάντων mit der ενέργεια της ουσίας des Einen. ζ.99. 477 ci—d6 für die plotinische Dynamis-Auffassung. 2 5 rezipiert und in 1 1 . III. wie sie sich in II. wodurch er das für ihn grundlegende platonische Schema differenziert. R . die in ihrer Wirksamkeit auf alles gerichtet ist. F o r m 3 0 . Wen119 Z u m Einen als erste Energeia vgl. zum anderen verweist πάντων auf die platonische Idee des Guten. Aus 1 1 . 2 . 1 . verstanden als realisierende Kraft. Met. From Iamblichus to Eriugena 28. den Plotin in 1 1 . 122 Gerson. 5 . Plotinus 35 wendet sich gegen eine Gleichsetzung von Energeia und Dynamis im Falle des Einen. 2 .). präzise und eindeutig nach der platonischen Definition von Dynamis aus der Politeia bestimmen. nicht aber auf Piaton.i o und 5 1 6 b 9 . 1. 5 . 1 6 . auf. Dazu ist es notwendig zu zeigen.1 0 2 und Gerson. der die Funktion der wesentlichen Energeia aufnehmen kann. Anklänge scheint mir jedoch diese Platon-Stelle als Vorbild nahezuliegen. in einem „Aristotelian framework" eine aktive. Aristoteles bezeichnet hier Dynamis als Ursache. Plotins M ö g - lichkeitslehre 9 9 . 3 5 . 1. 1 0 . eine Wirkung erzielende Dynamis zu denkenden. 5 . a. übersehen. R . Das Vorbild für einen solchen aktiven Dynamis-BegrifF bei Plotin bildet der platonische Dynamis-BegrifF. daß Plotin das von Piaton möglicherweise übernommene ποιεΐν aus 1 1 . 121 Damit läßt sich die plotinische auf alles gerichtete und ursächliche Dynamis. 3 3 — 3 4 wird zudem zum einen deutlich. 4 7 7 nicht in Betracht zieht und ihm daher in diesem Fall das Problem entsteht.3 1 hält sie hingegen fur möglich und schon Adam. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. bes. da er die Möglichkeit der Identifikation beider Begriffe basierend auf Piaton.2 ° Vgl. V I . 2. π ά ν τ ω ν αίτιος in 5 1 6 c i .
Licht. 477 dl—2 und dß—4. auch oben Abschnitt I. da Geist und das Eine 73 det man die platonischen Kriterien an. Gerson. Übs. 1 2 3 Der besondere Effekt ihres Wirkens ist also das Sein aller Dinge. eine zweite Wirkungskraft. daß es nur eine Dynamis mit einem derartigen Wirkungsraum gibt. . auf Piaton beruhend. wie es der allgemeinen peripatetischen Nutzung dieses Begriffs entspräche. namely. 3. 33-39. Plotinus 35).i. Vgl. erzeugt aus der in ihm liegenden Vollendung. da sich nur dessen Dynamis auf alles erstreckt. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 15. Eine Interpretation. Denn [das Eine] war jenseits des Wesens. (V. wenn er schreibt: "Second. Και έκεϊνο μεν δύναμις πάντων. ] the One is the sole cause of the existence of everything else [. da sie aus einer großen Dynamis. ergibt sich erstens. the power (δύναμις) of the One is indicated by its result." (Gerson. R . die [so] erzeugt wurde. 9.2. 125 Ohne es zu bemerken. So ist es denn auch in der oberen Welt und dort erst recht: während [das Eine] in seiner eigenen Wesensart verharrt. auch 35-36. Β. μεγίστης μεν ουν άπασών.99. Diese sowohl systematisch wie terminologisch enge Orientierung an der Politeia wird in den folgenden Zeilen vonV. 2 deutlich erkennbar: Οϋτω δή κάκΕΪ.. leicht geändert) 123 So z. zum Sein [είναι] und zum Wesen [ούσίαν]. Zweitens gibt es ebenfalls nur eine Dynamis. nämlich die des Einen. und da die Wirkkraft mit ihm zusammenfällt.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . die einerseits das platonische Vorbild und seine Anwendung im Sonnengleichnis erkennen läßt. ατε έκ μεγάλης δυνάμεως. 1 2 4 So ist die Dynamis des Einen eindeutig auf eine Weise bestimmt. εις τό είναι και ούσίαν ηλθεν· εκείνο γαρ (έπέκεινα ούσίας) ην.VI. gewinnt.B. 4 . the existence of everything that can exist.και πολϋ πρότερον έκεϊ (μένοντος) αύτοΰ (έν τω οίκείω ηθει) έκ της εν αΰτω τελειότητος και συνούσης ενεργείας ή γεννηθεϊσα ενέργεια ΰπόστασιν λαβοϋσα. vgl. ohne daß durch den Dynamis-Begriff eine Potentialität des Einen ausgesagt würde. 4.Plotin. [der Nous] aber ist dann alles [in Dasein und Wesen]. HBT.]". selbständige Existenz [ΰπόστασιν] und gelangt. ja der größten von allen stammt. τό δε ηδη τα πάντα. mit dieser Feststellung bes. 1 1 . die Dynamis nach ihrer Wirkung und ihrem Tätigkeitsbereich bestimmt. i _ 3 undV.. kann zusätzlich das Verständnis von πάντων als Genitivus objectivus stützen.1 3 . Plotinus 31—32: " [ . die diese spezifische Wirkung hat: Sie verleiht dem Nachfolgenden die Existenz durch Einheit. kommt Gerson diesem platonischen Interpretationsansatz sehr nahe. Bei Plotin ζ. 124 Daß dieser Effekt nur der Dynamis des Einen zugeordnet werden kann. zwar ist Jenes die auf alles gerichtete / wirkende Dynamis [δύναμις πάντων]. I. hat Gerson in dem Kapitel über das Eine in seiner Plotin-Monographie zu zeigen unternommen (Plotinus 22-41 :The operational attributes of the One). . und die andererseits die Gleichsetzung von δύναμις πάντων und ενέργεια της ουσίας im Falle des Einen erlaubt 125 .128. die.
V. entspricht. 5. auch hier gehen Sein und Seinsheit aus der Dynamis des Einen hervor. liegt die Annahme nahe. 2. zu denen das hier Vorgelegte als Ergänzung verstanden werden kann. 22-23. o. So kann der Abschnitt V. R . in seinem System bei der Beschreibung seines höchsten Prinzips gleichfalls anzuwenden. die aus dem Wesen ihres Ursprungs hervorgeht. aufgrund welcher grundlegenden metaphysischen Vorstellung Plotin bei der Übertragung von Lichtvorstellungen in den Bereich des Geistigen dazu gekommen ist. auch Szlezäk. 126 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. um sein System zu erläutern und zu veranschaulichen. daß bei Piaton die Dynamis der Idee des Guten (Da-) Sein und Wesen / Seinsheit verleiht und auf diese Weise das. zum Nous. Die platonische Dynamis der Idee des Guten hingegen. die diesen Prozeß trägt.Weltzusammenhang als Kraßkontinuum 74 Der Bezug zum Sonnengleichnis ist deutlich. Plotin brauchte dann für das Intelligible nur noch die Begriffe φως oder ήλιος oder ähnliche einzusetzen. 509 b7—10. Das ermöglicht ihm die Einfuhrung der Funktionsgleichheit vom Licht und von der Dynamis der Idee des Guten. Abschnitt I I .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Keine Beachtung findet die Anwendung des Energeiai-Schemas auf die Dynamis-Vorstellung. größtenteils aufgrund anderer Textbeobachtungen. um ihn. 127 Zu diesem Ergebnis kommt. denn das „lichthafte U m f e l d " εις το είναι και ούσίαν ηλθεν in Zeile 37 u n d εττέκεινα ουσίας in Zeile 38 weisen erkennbar auf das Vorbild. Aufweis der Parallele bei Szlezäk. in der Politeia als Dynamis verstanden wird und sie die Dynamis des höchsten Prinzips ist. 26—39 wegen seiner begrifflich-sprachlichen und inhaltlichen Zusammenhänge unter anderem als erklärende Auslegung Plotins der Zeilen 509 by—10 aus der Politeia und des Sonnengleichnisses insgesamt verstanden werden. weswegen er die Lichtbegrifflichkeit (καταλάμπει) auch im Intelligiblen anwendet. άλλ' ετι επέκεινα της ουσίας πρεσβεία και δυνάμει υπερέχοντος. Nuslehre 63. hat ihr Gegenstück bei Plotin in der zweiten Energeia. 7) und sich so konstituiert und sich zugleich selbst Bedingung der Erkenntnis ist. i . Nuslehre 62 f. indem der Nous erst aufgrund eben dieser Wirkkraft.128.99. Z u beachten ist allerdings. respektive der Idee des Guten und damit dem höchsten Prinzip bei Piaton. was potentiell denkbar ist. 127 Jetzt läßt sich rekonstruieren. Szlezäk rekurriert vielmehr auf Aristoteles' Bericht über die Prinzipienlehre Piatons. die aus dem Einen Plotins heraustritt. wenn auch auf differenzierte Art und Weise. i zur Schrift VI. ούκ ουσίας οντος τοΰ άγαθοΟ. die ihr Analogon im Licht der Sonne findet. die er zudem zugleich selbst ist — und zwar in einer Art Proto-Zustand —.i vorgeschlagenen Interpretation gehe ich davon aus. wirklich gedacht werden läßt. daß Plotin den Begriff „ D y n a mis" von Piaton übernimmt. daß die δύναμις πάντων bei Plotin Ursache ist. hin: αλλά και τό εϊναίτε και τήν ούσίαν υπ' εκείνου αύτοΐς προσειναι. 5. 4. Ebenso wird die Energeia. Vgl. das Denkbare erkennt (s. Da die Kraft. 126 Aufgrund der oben in A b schnitt I. weiter zu gehen als Piaton: Dieser faßt sowohl das Licht als auch die Wirkursächlichkeit des Guten als Dynamis auf. also der Sonne.
die Bewältigung dieses Problems am M o dell des Lichtes abzuleiten. Plotin bringt das dadurch z u m Ausdruck. siehe dazu Schroeder. Die Vorbilder drängen ihn j e d o c h . die es erst einmal auszulegen gilt (2. der als Verhältnis zwischen Urbild und A b b i l d verstanden wird. B. Licht. die das Wesen des Feuers ist. da andere Vorstellungsmuster v o n ähnlich integrativer und suggestiver Kraft nicht zur Verfügung stehen. es ist einfach es selbst und bringt so die Kraft hervor. an d e m sich die Prozesse im Intelligiblen am besten ablesen ließen. Das Ziel der synthetisierenden B e m ü h u n g e n Plotins bleibt stets die Frage nach dem „ W i e " der Entwicklung des ontologisch Späteren aus dem Einen. u m die zweite W ä r m e hervorzubringen. 9. Form 32 und 43-45: W i e bei einer Spiegelung das. 23-24. D e r in 2. 4. der als ενέργεια έκ της ουσίας des Einen zu verstehen ist. so daß die Abhängigkeit der zweiten Energeia von der ersten kontinuierlich ist. dazu Schroeder. U m sie hervorzubringen. daß die zweite A r t der nach außen gerichteten W ä r m e solange besteht. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 2 8 Weiterhin kann erschlossen werden.Plotin. w i e es die erste A r t der W ä r m e gibt. 29 festgestellte Unterschied ist damit kein absoluter. daß das H e r vorgehen der zweiten Wärme dadurch geschieht.99. 30—33). Z u r Kontinuität siehe auch Bussanich. was gespiegelt wird. von der sie abhängt.128. 129 Vgl. daß die ενέργεια έκ της ούσίας Folge des bloßen Verharrens (μένειν) ist von dem. der Geist und das Eine 75 war bereits von Piaton geschaffen worden. reicht das einfache In-sich-Verharren. die ebenfalls den N o u s in seinem Verhältnis zum Einen charakterisieren und die dieses Verhältnis als ein Verhältnis der Ähnlichkeit bezeichnen. ζ.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 1 3 0 D e r Ausdruck μένειν ist in 128 A u f diesen Aspekt weisen bereits die Ausdrücke μιμημα και εΐδωλον in 2. 25—26 hin. Relation 29. 129 Z u beachten ist außerdem. auch V I . das einfache Selbst-Sein aus. nichts anderes tun muß. 130 Dieses Verhältnis erklärt Plotin auch durch das Spiegelungsmodell seiner Ontologie. daß sie als Kräfteverhältnisse zu verstehen seien. Form 32-33. als ruhig zu verharren. und darauf. sondern der v o n Ursache und Verursachtem. Analog zum Wärme-Beispiel müßte auch für den N o u s und das Eine gelten: W i e die nach außen gerichtete Wärme Ähnlichkeit mit der inwendigen W ä r me des Feuers hat. Die weiteren Merkmale des Verhältnisses zwischen den beiden Energeiai lassen sich zunächst nur implizit erschließen. Das Gute überlegt nicht. eine Ähnlichkeit mit ihrer ενέργεια της ουσίας aufweisen. dessen Wirkkraft sie ist. so muß auch das Eine lediglich in sich ruhen. so muß j e d e ενέργεια έκ της ουσίας und damit auch der Nous. Es kommt also auf Seiten des Feuers zu keinerlei Überlegungen. das zugleich Gleichheit und Verschiedenheit u m spannt. die der N o u s werden wird. Dieser hatte nämlich deutlich auf das Modell verwiesen. u m ein Abbild seiner selbst hervorzubringen. daß Feuer einfach Feuer ist. u m auf dem Spiegel ein Abbild von sich zu erzeugen. denn Plotin greift auf Beispiele aus der sinnlichen Welt zurück. Anstrengungen oder Veränderungen. will nicht.
sowohl gleichsam ihr Leben. Zwar bespricht auch Buchner. ενέργεια δευτέρα ούκ άφισταμένη της προτέρας. 4 hinausgehend bzw. ώστε αύτοϋ δντος κάκεΐνο είναι και μένοντος φθάνειν εις τό πόρρω. 133 ist ein Abbild [εΐδωλον] des Inneren. 32-33). τό δέ εις ελαττον· και αί μεν ασθενείς καϊ άμυδραί. die innerhalb [der Sonne] sich befindet. wie sich ein Gegenstand ändert. 4. Zugleich existiert das Spiegelbild nur solange. das aus der Helle o d e r S o n n e hervorgeht. die aber Dabei erfährt es ebensowenig eine Veränderung. wenn er sich in etwas spiegelt. 131 Szlezäk.u n d Lichtmodell an einigen T e x t e n näher zu untersuchen. sie ist die zweite Wirkungskraft. wie das Original sich spiegeln läßt. u m so diesen w i c h t i g e n A s p e k t des m e t a physischen Grundgerüsts Plotins besser erfassen zu können. daß die Kräfte voneinander getrennt sind. 133 ή δέ μετά τό πέρας τοϋ σώματος (7. Eine Ubersetzung. έκεϊ δει νομίζειν είναι. w a r u m Plotin so häufig das E i n e als H e l l e oder als S o n n e beschreibt und den N o u s als Licht. interpretiert sie in gegenseitigem Bezug und stellt ihr Verhältnis zur Ontologie Plotins dar (Form 24-39. Detailliert w i r d in der Schrift IV. in Teilen. 15) übersetzt Harder mit „die andere Wirkungskraft. wie er sich aufgrund der Schrift IV. 7 grundlegend. N i c h t ohne G r u n d w i r d die ganze Passage mit der Frage nach der Vereinbarkeit v o n Verharren und Entstehen-Lassen eingeleitet. των δ' είσϊ μείζους και εις τό πόρρω· καϊ όταν εις τό πόρρω. 5 in den Kapiteln 6 und 7 die B e z i e h u n g z w i s c h e n L i c h t u n d S o n n e unter N u t z u n g des E n e r g e i a i . Diese wiederum. D i e s e Kapitel machen zusätzlich deutlich. bes. 1 3 1 denn er bezeichnet bei Plotin die Zuständlichkeit der unveränderlichen U r s a c h e i m K r ä f t e - und Wirkverhältnis. καϊ αυ ου φθάνει.S c h e m a s v o n Plotin dargelegt. er konzentriert sich aber auf eine Darstellung des Sehvorgangs. von IV. όπου τό ενεργούν και δυνάμενον. dessen Übersetzung „ultra terminos corporis luminosi" den gemeinten Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. "Εχει γάρ εκαστον των δντων ένέργειαν. τό μεν επιπλέον. Plotins Möglichkeitslehre 29-30 dieses Kapitel.76 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum diesem Z u s a m m e n h a n g v o n zentraler B e d e u t u n g . $ fur Plotin rekonstruieren läßt. 42 es~6). 1 3 2 "Εστι δέ ή μεν έν αϋτω ενέργεια και οίον ζωή τοϋ σώματος τοϋ φωτεινού πλείων καί οίον άρχή της ενεργείας και πηγή· ή δέ μετά τό πέρας τοϋ σώματος.2 und. Seine Darstellung ist für die folgende Interpretation von V.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . nämlich umfassenderes. über Plotins Darstellung in V. Es ist nun aber die Wirkungskraft. an das wirkende Wesen des Einen gebunden.99. der diese Texte erörtert. die über die Grenze des Körpers hinausgeht. Form 28—30 und 43. ohne daß die Einzelbeobachtungen von jener Darstellung abhängig sind. Nuslehre 59-60 weist auf das platonische Vorbild des μένειν in diesem Kontext hin: Plotin orientiert sich offenbar am Verharren des Demiurgen in seinem eigenen Wesen. diese stützend das Ineinander v o n E n e r g e i a i . bringt Licht und Energeiai-Vorstellungen zusammen. αί δέ και λανθάνουσαι.128. Deshalb schließe ich mich Ficino an. wenn man aus ihr schließt. das Piaton im Dialog Timaios schildert (Tim. 132 Schroeder. die außerhalb der Grenze dieses Körpers liegt". als auch gleichsam Urgrund und Quelle der [heraustretenden] Wirkkraft. εΐδωλον τοΟ έντός. Zur Bedeutung von μένειν und dessen Verbindung zur Lichtmetaphorik siehe auch Schroeder. die mißverständlich wirken kann. I m folgenden geht es darum. ebenso ist die Existenz dessen. 5. η έστιν ομοίωμα αύτοΟ. was dem Einen nachgeordnet ist.
dergestalt. also des Lichtes.7 . aber i m m e r n o c h speziell g e n u g . o . Somit Sachverhalt m e i n e r Einschätzung nach präziser trifft. 5. 137 "Εχει γ α ρ εκαστον τ ω ν δ ν τ ω ν ένέργειαν. ansieht.99. D e n n jegliches Seiende hat eine W i r k u n g s k r a f t . 4 . der Geist und das Eine 77 v o n der ersten nicht losgelöst ist. daß sich α ύ τ ω in Z e i l e 13 a u f του ηλίου aus Z e i l e 11 bezieht. die ein A b b i l d [ομοίωμα] v o n i h m ist. die Plotin als Ursache der zweiten Energeia.5 . i m behandelten K o n t e x t ενέργεια als S y n o n y m für δύναμις zu b e - nutzen. 135 IV. u n d solange [das Seiende] beharrt. Diese W i r k u n g s k r ä f t e sind teils schwach und trübe oder bleiben g a n z i m V e r b o r g e n e n . Die Wirkkraft in der Sonne. charakterisiert er als die άρχή. 1 3 6 Er versucht also. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 7.1 zu V I . D i e R e i h e n f o l g e der Darstellung entspricht dabei d e m o n t o l o g i schen Verhältnis: Plotin erwähnt zuerst die primäre.2 3 .1 4 u n d 7.1. bald weiter. w e n n eine solche in die Ferne w i r k t . das in V. Allerdings gibt es a u c h für diese Ü b e r s e t z u n g keine e x a k t e Parallele. z u m allgemeinen Prinzip fort. A b s c h n i t t II. 2 als allgemeingültiges Prinzip etabliert wurde. da es ihm u m die Bestimmung von Licht und damit der zweiten. 25. w o h i n sie dringt. so ist v o n ihr anzunehmen. daß Plotin den Text v o n 7. [das A b b i l d . andererseits auch dort. da er sich in ihm thematisch auf die Darstellung der ενέργεια έκ της ουσίας konzentriert. daß Plotin Sonne und Sonnenlicht als speziellen Fall des Energeiai-Schemas vorstellt. dem Sonnenlicht. was naheliegt. 1 3 . 5 . 4. einen weltlich-irdischen Prozeß in A n wendung eines metaphysischen Prozesses zu erklären.Plotin. w e n n [das Seiende] selber da ist. 134 Für die M ö g l i c h k e i t . 1 3 . w o Plotin das allgemeingültige Prinzip als B e g r ü n d u n g einführt. nach außen gerichteten Wirkkraft geht. den Ursprung. h. daß sie einerseits dort ist. 30-32. v o n anderen S e i e n d e n w i e d e r sind sie größer und w i r k e n in die Ferne. was sich in Zeile 17 zeigt. u m d e n Argumentationsgang Plotins nicht zu beeinträchtigen. dann die v o n ihr abhängige zweite. auch dies A b b i l d da ist. 136 Harder übersetzt έν α ύ τ ω allgemeiner mit „innerhalb des l e u c h t e n d e n K ö r p e r s " .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . beschrieben. Im Sinne des A r g u mentationsverlaufs schreitet Plotin deshalb v o m konkreten Beispiel. bald w e n i g e r weit. 1 7 d u r c h ή μεν in Z e i l e 13 und ή δέ in Z e i l e 15 gliedert. H B T ) Vorerst hypothetisch hatte Plotin im Vorausgehenden 1 3 5 das Licht als W i r kungskraft. daß. 1 3 7 Dabei bildet die Differenzierung zwischen der ενέργεια έκ της ουσίας und der ενέργεια της ουσίας fur den konkreten Teil dieses Abschnitts das sprachlich-inhaltliche Grundgerüst. s. die a u f einen syno n y m e n G e b r a u c h beider W o r t e schließen lassen. die nach a u ß e n heraustretende W i r k k r a f t ] sich z u m Entfernten hin ausdehnt. Diese A n n a h m e soll nun dadurch begründet werden. 1 3 . Licht. 138 Dies w i r d daran deutlich. 7 . D a her gehe ich davon aus. 6. 23. d. sprechen die beiden Partizipien τό Ενεργούν καϊ δυνάμενον in 7. 1 3 8 Diese Differenzierung wird von Plotin j e d o c h nicht in den allgemeinen Teil der Argumentation übernommen. (IV. w o das W i r k e n de und V e r m ö g e n d e 1 3 4 [an sich] sich befindet.128. die v o n etwas ausgeht. innere Energeia.
D i e dargestellte A b h ä n g i g k e i t ist. d a ß es 139 πλείων (7. liegt das H a u p t g e w i c h t in d i e s e m A b s c h n i t t a u f d e r B e s p r e c h u n g d e r ενέργεια εκ της ο ύ σ ί α ς u n d ihrer E i g e n s c h a f t e n . D i e in i h r e r A b h ä n g i g k e i t als A b b i l d v e r s t a n d e n e W i r k k r a f t w i r d i m f o l g e n d e n n ä h e r erläutert.2. ενέργεια. die n a c h a u ß e n heraustritt. 14). Der Stellenverweis findet sich weder bei HS noch im Kommentar von H B T zu dieser Stelle. w a s z u m e i n e n a u f ε'ίδωλον ( j . D e r U r s p r u n g m u ß l e d i g l i c h verharren146. in das allerdings e b e n f a l l s s c h o n seine p h i l o s o p h i s c h e T e r m i n o l o g i e e i n g i n g 1 4 3 . V o n ihr z u u n t e r s c h e i d e n 1 4 0 ist d i e v o m S e i e n d e n a u s g e h e n d e W i r k k r a f t . strahlt die W i r k k r a f t aus. a u f d e n g r u n d l e g e n d e n M e c h a n i s m u s aus V. ι6). 2 selbständig d u r c h A b l e i t u n g e n aus d e m F e u e r b e i s p i e l l e i sten m u ß t e . D u r c h diese B e z u g n a h m e vergegen- wärtigt Plotin die U r b i l d . 19). 140 ή δε (7. 2 B e z u g z u n e h m e n . 18) charakterisiert.78 Weltzusammenhang als Krafikontinuum ist sie z u g l e i c h b e d e u t e n d e r u n d u m f a s s e n d e r 1 3 9 als das V e r u r s a c h t e . z u m a n d e r e n e i n e n B e z u g z u P i a t o n s Phaidros14S herstellt. a u c h a u f d e r g r u n d l e g e n d e n E b e n e des b l o ß e n S c h e m a s e i n e k o n t i n u i e r l i c h e . 16) i m k o n k r e t e n B e i s p i e l z u r ü c k v e r w e i s t . 1 4 4 b e g r ü n d e t u n d n u t z b a r g e m a c h t w e r d e n soll. Die Feststellung. 5.Abschnitt II. 6.M e t a p h y s i k Piatons u n d bringt s o w o h l d e n ontologischen wie auch den epistemologischen Status dieser E n e r g e i a im Verhältnis z u i h r e m U r s p r u n g z u r G e l t u n g . u m die zweite W i r k k r a f t hervorzubringen. daß die ενέργεια έκ της ουσίας lediglich ein Abbild ihrer Ursache darstellt. 4. Bussanich. 144 Siehe besonders IV. E n t s p r e c h e n d d e m A r g u m e n t a t i o n s v e r l a u f . die Z u o r d n u n g des B e i s p i e l s z u m a l l g e m e i n e n S c h e m a g l a u b h a f t e r z u m a c h e n . ε'ίδωλον und ούκ άφισταμένη. s. 1. ist wie gezeigt im erkenntnistheoretischen Zusammenhang von einiger Bedeutung. Β. 16). 145 Vgl. w a s d e r L e s e r in V. 142 ουκ άφισταμένη (η.A b b i l d . d a ß L i c h t e i n e ενέργεια εκ της ο υ σ ί α ς sei. w o b e i er a u f d e n o n t o l o g i s c h e n Status j e d o c h w e i t m e h r G e w i c h t legt. Z u e r s t w i r d sie als ο μ ο ί ω μ α ( j . ε'ίδωλον (7. N a c h einer D i f f e r e n z i e r u n g in v e r s c h i e d e n intensive W i r k k r ä f t e m a c h t P l o t i n d e u t l i c h . 15). die das W e s e n des U r s p r u n g s a u s m a c h t . Zu dieser Kontinuität vgl. dessen A n n a h m e . 141 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. D a s g e s c h a h s i c h e r l i c h i n d e r A b s i c h t .142 V o n Z e i l e 17—23 löst sich P l o t i n v o m k o n k r e t e n B e i s p i e l d e r S o n n e .128. N u r s o l a n g e d e r U r s p r u n g da ist. d a ß P l o t i n h i e r n a c h h o l t . Relation 29. 1 4 1 Z w e i t e n s ist sie k o n t i n u i e r l i c h m i t d i e s e m verbunden. 146 μένοντος (7. u n d gestattete i h m . Phaidros 250 a6: τι των εκεί ομοίωμα und 250 b3~4: τοις τήδε όμοιώμασιν. w i e z u e r w a r t e n .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 4 .14: ενέργεια ά π ' άλλου. S i e — u n d d a m i t a u c h das L i c h t — ist d u r c h z w e i M e r k m a l e be- s t i m m t : E r s t e n s b e z e i c h n e t P l o t i n sie als A b b i l d d e r i n n e r e n W i r k k r a f t .99. 143 Ζ . fast k ö n n t e m a n sagen.
Licht. Drei Helioshym- nen 142. U m es platonisch auszudrücken: Das Licht ist zwar sonnenhaft. Übs.128. Zusammenfassend läßt sich damit feststellen. 33—37. das sowohl das Moment der Gleichheit wie auch das der Verschiedenheit impliziert. ούσία ή κατά τό είδος τοϋ φωτεινού πρώτως σώματος. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. die zwischen beiden herrscht. Erst in 7.Plotin. 18—19 zum Aus- druck.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .99. ' 4 8 Es ist reizvoll anzunehmen. α δή πρώτως έστι τοιαύτα. welches in solchen Körpern ist. vgl. daß Plotin zwei Wirkkräfte einfuhrt. anwesend. Gleichzeitig aber ist die erste Wirkkraft. bzw. daß hinter der Formulierung der Abhängigkeit durch die Präposition άπό Vers 10 des homerischen Helios-Hymnos steht. aufgrund der dynamischen Kontinuität im Verursachten. denn da für alle Kräfteverhältnisse das Merkmal der Unkörperlichkeit und damit der U b e r räumlichkeit gilt. Es ist zugleich ein Verhältnis der Abhängigkeit des Verursachten von seiner Ursache. als Urbild und Ursache v o m A b bild verschieden. 5. 33—37 wird dieses Schema von Plotin direkt auf das Licht übertragen: "Εστίν ouv το άπό των σωμάτων φως ενέργεια φωτεινού σώματος πρός τό εξω· αύτό δε δλως [φως] τό έν τοις τοιούτοις σώμασιν. 7. ist das Wesen des primär leuchtenden Körpers gemäß seiner Form. da sie in sich verharrt und so ihre Unabhängigkeit (im Falle des Einen: seine Transzendenz) wahrt. Das Verhältnis zwischen erster und zweiter Wirkkraft beschreibt er durch das Verhältnis zwischen Urbild und Abbild. Es ist also das von den Körpern ausgehende Licht Wirkungskraft eines leuchtenden K ö r pers nach außen. der Geist und das Eine 79 hinsichtlich einer Wirkkraft keine räumliche Zuteilung geben kann. H B T ) 1 4 8 147 Plotin bringt diese Kontinuität durch die beiden Genitivi absoluti in 7. die erste Wirkkraft. Die erste sieht er als das Wesen eines Seienden an. Möglicherweise handelt es sich bei dieser Aussage auch um eine metaphorische Umschreibung der Kontinuität des Kräfteverhältnisses. die primär leuchtend sind. mit ihm verknüpft und somit Grund der Ähnlichkeit. So ist die ενέργεια έκ της ουσίας zwar ursprunghaft. Heitsch. aber keinesfalls die Sonne selbst. aus dem die zweite hervorgeht. da sie zugleich am Ort ihres Ursprungs wie auch am Ort ihrer Wirkung anwesend ist. Das Licht aber. Diese Beziehung ist darüber hinaus kontinuierlich. 147 Diese Kontinuität ist allerdings nicht als Emanation zu verstehen. ein Verhältnis. (IV. müßte Plotin diese erneut eigentlich nicht derart ausfuhrlich darstellen. aber nicht der Ursprung selbst. der zweiten Wirkkraft. Z w a r ist die Ursache.
In jedem Falle aber muß man das Licht als unkörperlich ansetzen. 150 Er dient in seiner Bedeutung „abhängen v o n " zur Bezeichnung dieses spezifischen. daß er die Unkörperlichkeit des Lichtes durch dessen Kraftcharakter begründet: Άσώματον δε πάντως δει τιθέναι.4 ° ) · . Von dieser wesentlichen Energeia zu unterscheiden ist das nach außen gerichtete Licht. Beierwaltes. mit dem der Verfasser der Mantissa die Unkörperlichkeit des Lichtes beweist. (IV. wie er in IV. 5 . „es hat sich entfernt" oder „es ist da". H B T ) 1. Neuplatonische Seinsphilosophie 62 und Atkinson." 150 Vgl.. Selbsterkenntnis 129. 5. So kann man sagen. 41—44 schreibt. ontologischen Beziehungssystems zwischen zwei miteinander zwar verbundenen. Es handelt sich dabei um das Licht in den Körpern. o. και εστίν ύπόστασις αύτοΟ ώς ενέργεια. die diesen Status aufgrund einer ihnen innewohnenden Kraft besitzen. wenn man sagt. Von Bedeutung in diesem Kontext. Plotin greift an dieser Stelle ein A r gument auf. Dieser Vorstellung Plotins liegt möglicherweise Alexander von Aphrodisias. sondern diese Dinge gelten von ihm nur übertragen. EnneadV. Dazu auch Kremer.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . καν σώματος ζ. Folglich wird das Licht als sekundäre Wirkkraft im Verhältnis zu seiner Quelle mit den entsprechenden Begriffen bezeichnet. 4 1 . daß das Licht aufgrund seines nun erwiesenen Kraftcharakters wesentlich unkörperlich ist. άλλα τρόπον ετερον ταΟτα.9 ατε ουσα άλλου κάκείνου οίον έξηρτημένη {η. 1 S. Übs. muß das von ihr ausgehende Licht eine ενέργεια έκ της ουσίας mit allen sich daraus ergebenden Implikationen sein. das άττό των σωμάτων φως. Da die Sonne ein in diesem Sinne primär leuchtender Körper ist.99. Abschnitt I. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. die als Ursache von Licht anzusehen ist.1—4 (s. daß Licht aus Licht hervorgeht: Das nach außen gehende Licht geht aus dem Licht in den K ö r pern hervor und strahlt lediglich von diesen Körpern aus.[•·•] denn sie [die Wirkungskraft] gehört ja einem anderen an und ist an es gleichsam angehängt. 7. 14. besonders aber auch mit Blick auf die noch zu erörternde Binnenstruktur des Nous ist Plotins Vorstellung. aber auch voneinander zu unterscheidenden Energeiai und bezeichnet Kontinuität bei gleichzeitiger Differenz. das der ενέργεια εκ της ουσίας entspricht. sein Sein [ύπόστασις] ist wie Wirkungskraft. De anima 46. 7 .8o Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Eine Lichtart wird mit dem Wesen des Leuchtenden gleichgesetzt und kann deshalb problemlos als ενέργεια της ουσίας verstanden werden. 3 9 . Dort läßt Alexander Licht aus Lichtquellen hervorgehen. Daher ist es auch nicht eigentlich zutreffend.4 4 . auch wenn es zu einem Körper gehört.2) zugrunde.128. Plotin geht aber über die Vorlage dadurch hinaus. 149 Der in diesem Zusammenhang wichtige griechische Ausdruck ist (!ξ-) άρτάομαι. Διό ούδέ το „άπελήλυθε" κυρίως ούδέ τό „πάρεστιν".
Ihre weiteren Eigenschaften. Self-knowledge and subjectivity 259-262. erhellt mittels dieses Lichtes vollständig eine durchsichtige Kugel.1. Die zweite Energeia erfüllt. legt Plotin in III. 7. auch Buchner. Daran zeigt sich erstens. auf das Plotin sicherlich zurückgegriffen hat. überall zugleich vorhanden und ohne sich zu teilen. den gesamten Kugelraum. daß das ideale Beispiel auch in dieser Hinsicht das Licht abgibt. Damit gelten die Eigenschaften der Uberräumlichkeit und der Unkörperlichkeit auch für das Licht. Diese Überlegungen macht Plotin im folgenden zur Grundlage seines Gedankenexperiments. u. 153 154 In 7. B. 8 auf eine ähn151 Daß die Energeia allgemein überall zugleich anwesend und wirksam ist. 1 4 . Plotins Möglichkeitslehre 92-93 führt die Stellen an. 1 2 . Licht. wie Plotin bereits 153 gezeigt hat. daß das plotinische System im wesentlichen ein Kräftesystem ist (vgl. bes. die A b schnitte II. In Kapitel 7 der chronologisch früheren Schrift VI. um einen abstrakten metaphysischen Sachverhalt erfahrbar zu machen.2 5 dar. 1. schildert Plotin ζ.Plotin.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 5). Betont wird hier besonders die Minderung / Schwächung der hervorgehenden Kraft. ein Vorbild. Parm. 33)· Zur Funktion von Gedankenexperimenten bei Plotin siehe Rappe. Plotins Möglichkeitslehre 139-145) u n d zweitens.5 und II.2. Diesen Idealcharakter des (Tages-) Lichtes hatte Piaton bereits Sokrates im Dialog Parmenides im sogenannten day-and-sail-Argument sich zunutze machen lassen. die er auch in der Schrift V. und VI.1). Plotin als Interpret 12-23. 4. siehe dazu Volkmann-Schluck. der Geist und das Eine 81 Mit der Unkörperlichkeit des Lichtes ist also zugleich seine Überräumlichkeit gegeben. 5 . die Einheit des Noetischen und des gesamten Seinskontinuums zu behaupten (s.99. u m die ungeteilte Anwesenheit der einen Idee bei den vielen Einzeldingen zu erklären (vgl. 5 . An diesem Text lassen sich daher die Ergebnisse der bisherigen Interpretation konkretisieren und dabei gleichzeitig überprüfen: 1 5 4 Die leuchtende Kraft 1 5 5 .128. 152 Buchner. 1 5 1 Begründet wird diese Zuständlichkeit des Lichtes allgemein als die der Wirkkraft 1 5 2 .ι—II. So verbindet Plotin mit der Eigenschaft der Uberräumlichkeit die Vorstellung der ungeteilten All-Anwesenheit. 4.27). auch den ausfuhrlichen Kommentar von Tornau zu dieser Stelle (Enneaden 152— 162). 17 und Tornau. das dazu bestimmt ist. 8. da es eine Wirkkraft ist. die sich aus der Derivation aus einer übergeordneten Ursache ergeben. 8.2. die für die Sonne steht und deren ενέργεια έκ της ουσίας folglich das ausgestrahlte Licht ist. 156 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 5. 13—14. 131 b). Anf. die es ihm gestattet. 13-23· Vgl. Enneaden 160-162. 4 funktionalisiert Plotin in einem Gedankenexperiment die Vorstellung von Licht als unstofflicher und damit überräumlicher Kraft. in denen Plotin die U n körperlichkeit und Uberräumlichkeit als wesentliches Merkmal der Dynamis nennt und fur seinen Begriff der Weltseele funktionalisiert (VI. dem Leser nach Art einer Meditationsübung 156 dieselben Verhältnisse im Intelligiblen einsichtig zu machen. in III. 155 την τοΰ φωτός δύναμιν (VI. sondern verharrt in sich (7. Die Dynamis unterliegt dabei keiner Veränderung.
Dieser Abschnitt kann daher als meditatives Bild zu V. U b s . das als D y namis verstanden wird. 4. II—15.2.1. und versucht außerdem. ebenfalls als Explikation des Sonnengleichnisses. Damit ist die Assoziation auf das Eine Plotins in seiner Funktion als causa efficiens nahegelegt. 4. Abschnitt II. o h n e einen A n f a n g u n d auch o h n e einen bestimmten Ausgangspunkt zu haben. wie es bereits die Analyse v o n V.2 z u m m ö g l i c h e n peripatetischen Vorbild bei A l e x . W e n n nun die S o n n e reine Kraft wäre. vergegenwärtigt er den Zustand des Lichtes im Intelligiblen. so n ä h m e es nicht von da seinen A n f a n g .2. 7 . 44—47. (VI. nämlich δύναμις πάντων. 139 u. hervor. in der sich der (Proto-) N o u s befindet. 159 der zweiten Wirkkraft.82 Wehzusammenhang als Kraftkontinuum liehe Weise thematisiert. 2 geht der N o u s als zweite Energeia aus dem Einen.60 Z u d e m erinnert das Uberall-als-Einunddasselbe-Sein dieses Lichtes. o. 7 verstanden werden: K a i δή τοίνυν εί δύναμις μόνον ό ήλιος ην σ ώ μ α τ ο ς χ ω ρ ί ς οϋσα καί φως παρεΐχεν. 5. das eine A n t w o r t a u f die Frage nach seinem W o h e r u n m ö g l i c h macht. w e n n er auf das ihm eigene und i h m ursächliche Licht blickt. H B T ) Dadurch. m a n könnte nicht sagen w o h e r . daß Plotin von der Körperlichkeit abstrahiert 157 . 31—35. auch hier auf Anklänge an Piatons Darstellung der Idee des Guten in spezifisch transformierter Gestalt zu stoßen. an die Aporie. die den N o u s als zweite Kraft aus sich heraustreten läßt. h. . 3 3 . erfahrbar zu machen. s. 2 gezeigt hat.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . verwundert es nicht. 4. denn w i e die Sonne ist auch das Eine in seiner Funktion als absoluter Ursprung δύναμις. 144. sondern das Licht wäre überall das Einunddasselbe. D e an. 161 A u c h in V. bes. D i e Begriffe δύναμις und παρέχειν verweisen auf das Sonnengleichnis und auf die Idee des Guten in ihrer Wirkursächlichkeit. 2 und IV. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Diese Dynamis wird. w i e oben angedeutet. 4. 161 Besonders e n g e sprachliche B e z ü g e bestehen zu den W e n d u n g e n in V. 2. 5. mant. die v o m K ö r p e r getrennt wäre u n d so das Licht dargäbe. 5 . . So kann das Bild des Gedankenexperiments leicht in den Kontext des Verhältnisses zwischen dem Einen und dem N o u s eingeordnet werden (auch wenn es als Meditationsübung über das Wesen der Seele eingeführt wird).128. A u f diese Weise paßt er die Sonne in ihrer jetzt reinen Ursächlichkeit 1 5 8 dem Einen an.2 z u V . 4. die an jeder Stelle als dieselbe ungeteilt anwesend sein kann.99. 7. 1 6 0 Liest man diesen Text als Ergänzung zu V. nach 157 ύ φ έ λ ο ι (7. 2. 4. 158 Diese A b s t r a k t i o n s b e w e g u n g wird in IV. 159 D a z u unten Abschnitt II. 33). w e n n Plotin Licht aus Licht entstehen läßt. 14-15. ά λ λ ' ην αν τό φως π α ν τ α χ ο ύ εν καί ταϋτόν ον ούκ ά ρ ξάμενον ούδ' αρχήν π ό θ ε ν έχον.3 7 a u f g e n o m m e n . die überräumliche All-Anwesenheit des Lichtes. 7. ουκ αν εντεύθεν ήρξατο οΰδ' αν είπες δθεν. d.
unter anderem unter besonderer Betonung der Uberräumlichkeit. nach H B T ) Die Dynamis ist also schaffende oder zeugende Kraft. was sie bewirkt. die auf alles hingewendete Kraft. Die Wortwahl in V. 8. Harder) verstanden. dazu bes. 2. 3 3 . ist [das]. 163 als Kraft. das sich aus einer in sich ruhenden. womit ein platonisches Dynamisverständnis vorliegt.. 2 . 33—34 zugrunde: [. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 5 siehe Buchner. 8. 5. 5 . was [die Dynamis] aus sich selbst heraus vermag. 33—34 zeigt. das bereits als eine derartige Energeia bestimmt wurde. 5 .128. Plotins Möglichkeitslehre 1 0 1 . seine Energeia sei eine in sich verharrende (ενέργεια μένουσα. 5 verstanden wird und daher ebenso eine ενέργεια έκ της ουσίας nach außen hervorbringt. ή ενέργεια. 2. 165 Vgl.1. 3 0 . vgl.Plotin. Abschnitt II. (II. Plotins Möglichkeitslehre 18. daß das Eine durch sein reines Verharren.. was diese Kraft hervorbringt. klaren Quelle weithin zerstreut.3 zu V. Für die Kraft (δύναμις) aber ist die Wirkkraft (ενέργεια) das. wie II. Ubs. Die Übertragung dieser meditativen Anschauung auf das Eine und den Nous fällt zum einen wegen des schon vorhandenen A b straktionsniveaus. 164 Dieser Dynamis liegt die Vorstellung aus II. die. die ebenfalls im Sinne von II. nahe kommen? Denn w i e das im Geiste. 3 3 . sein bloßes „Stillstehen" in der Jenseitigkeit wirkt (s.166 Die ένέργεια έκ της ουσίας des E i - 162 ή δύναμις ή κατά το ποιεΐν λαμβανομένη. was in j e n e m Einen ist.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 165 Z u beachten ist natürlich. 4. die mit der ενέργεια εκ της ουσίας gleichgesetzt werden kann.2 3 . 5. 5. Das. 1.3 4 . ι .wie es sich traf sollte da einer solchen Dynamis. Abbild das zerstreute ist. 5 . Licht. 4 bekannte Energeiai-Schema und die mit ihm verbundenen platonischen Vorstellungen. 5. Buchner. (II. Rekurriert wird somit. Folgender Vorgang spielt sich also auf der Ebene des Gedankenbildes ab: die Sonne wird im Z u g e einer Abstraktion als reine Dynamis des Lichtes verstanden. zum anderen wegen des platonischen Vorbilds leicht: So steht die Sonne für das Eine. 164 δύναμις μόνον in Zeile 44 nimmt zweifelsfrei την του φωτός δύναμιν aus Zeile 33 auf. welche den Geist schafft und wahrhaft schöpferisch ist. auf das schon aus Schrift V.VI. 5.3 4 in Verbindung mit 1 1 .8 hin. Auch diese Passage kann also als Explikation des Sonnengleichnisses mittels des Energeiai-Schemas verstanden werden. 25). 1 8 . 22: ή ουσία καΐ τό είναι weist ebenfalls deutlich auf das Vorbild R . nur viel größer. 2 2 . 509 b y . 25 und 2. 5. 5. im ontologischen Kontext des Gedankenexperiments den Platz der ενέργεια της ουσίας einnimmt.] τη δε δυνάμει. so wie bei einem Licht. 15). ist ihre ενέργεια παρ' αυτής. τ > 2 5 a ls „bewirkende Kraft" 1 6 2 (Übs. Quelle aber das wahre" ( H B T ) und auch V. 16.99. o. die aus sich selbst schafft. VI. der Geist und das Eine 83 1 1 . δ δύναται π α ρ ' αυτής. 33—39).3 6 : „Was für eine Zufälligkeit oder welches blinde Walten oder was für ein . 163 166 Deshalb kann Plotin auch vom Einen sagen. 2 . Z u m Dynamis-Verständnis von II. Im Bild der Meditationsübung handelt es sich dabei um das Licht.
die einige der schwierigsten Probleme platonischer Philosophie lösen soll.84 Weltzusammenhang als Kraflkontinuum nen. Der U r sprung. Dieses Grundmuster und das dazugehörige Bild nimmt Plotin auf. um die Wirkursächlichkeit seines höchsten Prinzips zu erläutern. hervorgebrachten Wirkkraft des Einen. sein Licht. abhängig ist. das dieser nutzt. 4 . bzw. der ενέργεια έκ της ουσίας der Sonne. bzw. angeregt. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 167 durch Gedankenexperimente.5). Damit wird deutlich.1 4 1 . Begleitet wird diese grundlegende Modifikation.99. 7 durch seine Motivik das Verständnis der abstrakten Verhältnisse der intelligiblen Kräfte zueinander und weist zusätzlich auf das große Vorbild Piaton hin. Zugleich weist Plotin mit der Beschreibung dieses Lichtes als το φως πανταχού εν και ταύτόν daraufhin. 509 b i o in Kombination mit 516 ci (die Idee des Guten als αίτιος πάντων) zurückgeht. immer noch αρχή. B. Unabhängig von der späteren Tradition und der in ihr entwickelten Lichttheorie findet Plotin bei Piaton fast alle wesentlichen. Schon aufgrund der Bedeutung des Sonnengleichnisses bei Piaton und wegen seines Gewichts in der platonischen Tradition überhaupt. 7 und V. Analog dazu wird der Nous als Energeia zur nach außen gerichteten.1. verstanden als Kraft.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 4. die αρχή. mußte die Lichtmetapher für Plotin zur 167 Siehe Buchner. bei Alex. auf die das Energeiai-Schema angewendet werden kann. die ich in den folgenden zwei Abschnitten untersuchen werde. Schon bei Piaton spielt dabei das Licht im Sonnengleichnis die R o l l e der idealtypischen Dynamis.. zur δύναμις π ά ν των. wird. Dabei wird diese Veränderung gegenüber dem platonischen Vorbild möglicherweise durch Vorstellungen. Eine Vorstellung. A u f diese Weise erleichtert das Gedankenexperiment aus VI. daß Plotin das grundlegende Dynamis-Verständnis Piatons. Möglichkeitslehre 1 4 0 . vereinzelten Verursachten. und wie sie sich im Verlauf der Analyse der Schrift V. übernimmt und weiterentwickelt. 46. die möglicherweise auf R . der Sonne.128. u. Piatons Licht als Dynamis wird bei Plotin zum zweiten Licht. 1—4 finden. ist der Nous. h. die von einer Ursache. zur Urdynamis. paßt es in sein System ein und dynamisiert es. Meditationsübungen wie in VI. w o eine Dynamis als Ursache von Licht und Lichtausstrahlung angegeben wird. Abschnitt II. wie die innere Struktur des Nous zu verstehen ist. wie sie sich ζ. d. 5 in ihrer Entwicklung gezeigt hat. 8 (s. wie das Immanenz-Transzendenz-Problem und das der ungeteilten Anwesenheit der U r sache in den verschiedenen. elementaren Strukturen für sein ontologisches Schema vor und — und das ist von großer Wichtigkeit — verdeutlicht durch eine Analogie zu Sonne und Sonnenlicht. D e an. indem er seine erste Ursache ebenfalls zu einer wirkenden Kraft werden läßt.
die Piatons Bedeutung fur Plotin hervorhebt.3 9 . das Eine mit dem Ursprung des Lichtes. im Sonnengleichnis keine R e d e v o m intelligiblen Licht. 2 . aber in diesem U m fang nicht durchgeführt werden. Plotinus: T h e Platonic tradition 1 1 . 170 Diese Merkmale und ihre Konsequenzen fiir Plotins A n w e n d u n g des Lichtes auf intel- ligible Sachverhalte hat Schroeder. 168 Im Z u g e dieser wesentlichen Modifikation verlegt Plotin das Licht aus dem sinnlichen R a u m in die intelligible Sphäre. 1 . zu identifizieren. der Geist und das Eine 85 wichtigsten Verständnishilfe werden. besonders wenn „ S o n n e " nach der Abstraktion aller stofflich-räumlichen Merkmale als reine Kraft / Dynamis verstanden wird.128.1 5 . Im R a h m e n der aristotelischen Metaphernbildung κατά τό άνάλογον (s. B .5 5 ) · Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. A u c h Armstrong hebt die besondere B e deutung. V. die dem Licht von Plotin und vor ihm von Alexander von Aphrodisias zugeschrieben werden und die es. ο. soll keinesfalls eine M i n derung des gleichfalls bedeutenden Einflusses des Aristoteles und der folgenden Peripatetiker auf Plotin anzeigen.3 3 und 35 deutlich herausgearbeitet. den Nous als Licht aufzufassen. obwohl es zum Sinnlichen gehört. findet sich auch bei Volkmann-Schluck. 170 So lag es für Plotin nahe. bes. hervor (Architecture 5 4 . der Helle oder der Sonne. Allerdings verselbständigt sich offensichtlich dieses Verfahren. Einleitung) begründet damit das Energeiai-Schema Plotins Vorgehen. 3 2 . Als dahinterstehendes philosophisches Modell ist Plotins Energeiai-Schema zu verstehen. die das Licht für Plotin aufgrund seiner Unkörperlichkeit besitzt.2.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 1 0 . Plotin als Interpret 1 7 . die bei Piaton und den Peripatetikern zwar vorbereitet sind. selbst wenn sie von Piaton abweichen. F o r m 2 4 .Plotin. 8.1 3 und unten Abschnitt I I .99.2. 169 Erleichtert wird diese Übertragung allerdings durch spezifische Eigenschaften. Allgemein zur B e d e u t u n g des Peripatos für Plotin siehe Gatti. Daß hinter der Allanwesenheitsvorstellung u. auch Piatons Parmenides 1 3 1 b steht. das Eine als Glanz oder Sonne und den Nous als Licht zu verstehen. da die Verhältnisse zwischen Licht und Sonne einerseits und Nous und Einem andererseits vor dem Hintergrund des Energeiai-Schemas identifiziert werden können. 1 und II. quasi als etwas Intelligibles erscheinen lassen: seine Stofflosigkeit. Deshalb konnte er sein System gerade in zentralen Momenten als Auslegung platonischer Einsichten verstehen. die sich daraus ergebende Uberräumlichkeit und schließlich die Vorstellung. epistemologisch und dynamisch modifiziert. als das zwischen Licht und Sonne darzustellen und auszulegen. i . Licht. und so kommt es zu Gleichsetzungen. und das Verhältnis zwischen dem Einen und dem Nous.2. D i e in dieser Arbeit vorgelegte Interpretation. a. 169 So ist ζ. dessen erklärender Wert aufgrund der Überschneidungen auf der Ebene der " * Z u m Verhältnis Plotins zu Piatons Schriften vgl. daß es — bedingt durch Stofflosigkeit und Uberräumlichkeit — überall zugleich als dasselbe anwesend sein kann.
F o r m 26—28 zu den Lichtvorstellungen des Peripatos u n d o b e n Abschnitt 1.bzw. auf die A n s c h a u u n g Plotins bleiben in meiner A r b e i t in diesem Abschnitt w e i t g e h e n d unberücksichtigt. in S y m b o l e n stecken. mit welchen Mitteln Plotin die innere Struktur des N o u s als binnendifferenzierte Einheit beschreibt und welchen Zusammenhang diese Beschreibungen mit seiner Licht. 4 (und auch VI. 1 7 3 II.99. So können epistemologische Prozesse auf ihren ontologischen Gehalt hin befragt werden. B. Plotin stellt durch die Beschreibung nousspezifischer Wahrnehmungsformen zugleich dar.Weltzusammenhang als Krajtkontinuum 86 Begrifflichkeit mit d e m verdeutlichenden Beispiel Sonne — Licht und der daraus folgenden Zirkularität des Modells allerdings gering erscheinen mag. und untersuchen. D i e s e n S y m b o l e n bestimmte psychologische A n s c h a u u n g e n unterlegen zu w o l l e n . W i e bei der Interpretation v o n V. 1.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Schroeder. d. 5 aufgreifen. 5).44—47).2. so daß die Erörterung erkenntnistheoretischer Sachverhalte zugleich Rückschlüsse auf ontologische Zuständlichkeiten des N o u s erlaubt. der es gestattet. B.1. die einerseits auf das platonische Vorbild und die platonischen Vorleistungen zurückgeht. 7. Kraftmetaphysik besitzen.3 zu V I . abstrakte metaphysische Verhältnisse und Entwicklungen zu veranschaulichen. h. 7) ist in diesem K o n t e x t das Ineinander von Epistemologie und Ontologie nutzbar zu machen. 1 7 1 A u f diese Weise entwickelt sich eine von Lichtmetaphorik durchsetzte Lichtmetaphysik. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.128. w o die Lichtmetaphysik unseres A u t o r s [Witelo] mit seinen sonstigen metaphysischen T h e o r i e n sich zur Einheit schließt. M i t Iamblich w i r d sich diese Lage g r u n d l e g e n d ändern. in V. Abschnitt II. 4. o. W i t e l o 501 stößt bei der Analyse der Metaphysik W i t e l o s auf dasselbe P r o - blem: D e r Leser bleibt „ a u c h jetzt. da sie sich für die Person Plotins nur schlecht sicher bestätigen lassen. 173 R e l i g i ö s e A s p e k t e u n d der mögliche Einfluß v o n Erleuchtungserlebnissen. w i e der Geist sich als Kraft entwickelt (wie in VI.4 Die Schrift Y3: Die Identität von Nous und Noesis Im folgenden werde ich einen Aspekt meiner Analyse der Schrift V. die aber auch von dem von Plotin unterstellten 172 idealtypischen Charakter von Licht und Sonne fundiert ist. siehe ζ. " 172 B e i der hier z u g r u n d e liegenden T h e o r i e des Lichtes der sinnlich w a h r n e h m b a r e n Welt dürften akademische u n d peripatetische Elemente zu einer Vorstellung verschmelzen. damit sich differenzierter erken- 171 B a e u m k e r . A u f diese Weise soll das bisher erstellte Bild des Geistes erweitert werden. wäre ein vergebliches U n t e r f a n g e n . v o n denen Porphyrios berichtet. 7) und w i e er dann kraftmetaphysisch als Einheit zu denken ist (z. durch w e l c h e die T h e o r i e für die a u f die Tatsachen gehende m o d e r n e Betrachtung verständlich würde. der auch i m vorigen Kapitel in der Beschreibung der Verhältnisse im Intelligiblen mit το φως πανταχού εν και ταύτόν öv als Beschreibung der Allanwesenheit der Lichtkraft anklang (s.
Vielmehr läßt [das Eine] 176 . daß] es über [den Nous] herrscht. Licht. zu VI. die dabei keine Veränderung durchmacht. immer in sich verharrend. D e n Ablauf dieses Hervorgehens erklärt P l o tin durch sein Energeiai-Schema nach den Mechanismen und Vorstellungen. In Kapitel 12 der späten Schrift V. 3 im Z u g e der Beantwortung der Frage. auf welche Weise „ L i c h t " Wesen des N o u s ist. nämlich dem des Verhältnisses zwischen dem Geist und dem Einen. 5 festgestellt worden ist. auf das engste verknüpft ist. nimmt er die Vorstellung. sein Licht über das Intelligible 174 175 176 Siehe H B T . Wenn wir eine vernünftige Annahme machen wollen. der Geist und das Eine 87 nen läßt. die ich im vorigen Abschnitt erörtert habe: Εί κατά Χόγον θησόμεθα. ist es auch unter diesen Gesichtspunkten sinnvoll. zum Wesen des Nous. Ουδέ γαρ άποτέτμηται τό ά π ' αύτοϋ οϋδ' αυ ταύτόν αύτω ούδέ τοιούτον οίον μη ούσία είναι οΰδ' αΰ οίον τυφλόν είναι.128. w i e die absolute Einheit des Einen trotz des Hervorgehens des N o u s in seiner Vielheit aus eben diesem Einen gewahrt bleiben könne. wie die vorangehenden Abschnitte zeigen. [und wir werden annehmen. und zwar der intelligiblen stehend. 7 angeklungen ist und der zugleich eine wesentliche Modifikation des platonischen Licht-Modells bedeutet: nämlich u m die Identifikation v o n Sehen und Licht. ohne das. das Plotin auch hier als ενέργεια έκ τάγαθού versteht. αυτόν δέ έπ' α κ ρ ω τ ω νοητφ έστηκότα β α σιλεΰειν έπ' αΰτοϋ ούκ έξώσαντα ά π ' αύτοϋ τό έκφανέν η ά λ λ ο φως π ρ ό φωτός π ο ι ή σ ο μεν Ετηλάμττειν δέ άεί μένοντα έπί τοΰ νοητοΰ.Plotin. Dabei greift Plotin in V. Da die Schrift V. Er ergänzt diese Vorstellung j e d o c h u m einen „epistemologischen" Aspekt. erneut auf. 3. V b 368. der bereits in der Schrift VI. das mit meiner Fragestellung. das von der Sonne ausgeht. [Das Eine] andererseits [werden wir setzen als] auf der Spitze. H B T . 7. was erschienen ist. in dem Plotin den N o u s als aus d e m Einen hervortretende Energeia bezeichnet und diesen Gesamtvorgang i m Einzelnen in die Lichtbegrifflichkeit einbettet.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . ά λ λ ' όρων και γ ι ν ώ σ κ ο ν εαυτό καΐ πρώτον γινώσκον. auf ein bewährtes Bild zurück: das v o m Licht.99. 3 nach H B T zudem einen engen B e z u g z u m Ausgangspunkt meiner Interpretation. von sich zu verbannen — oder wir würden ein anderes Licht vor dem Licht ansetzen. besitzt 174 und außerdem „das letzte Wort zu einem Zentralthema des plotinischen Philosophierens" 1 7 5 . daß das Licht. also zu seiner ενέργεια της ουσίας wird. sie hinsichtlich dieser Fragestellung zu untersuchen. w i e es als Ergebnis der Interpretation v o n V . την μεν ά π ' αύτοϋ οίον ρυεϊσαν ένέργειαν ώς ά π ό ήλίου φως νουν θησόμεθα και π α σ α ν την νοητήν φύσιν. darstellt. V b 369. dann werden w i r w o h l einerseits als die von [dem Einen] gleichsam hervorströmende Wirkkraft — w i e Licht aus der S o n ne [hervorströmt] — den N o u s annehmen und die gesamte intelligible Natur. D e n in der Ubersetzung nicht nachvollzogenen Genuswechsel bezüglich des Einen in Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.
177 ώς άττό ήλιου φως νοϋν θησόμεθα ist die von HS in ihren addenda ad textum. die d e m S c h e m a U r s a c h e — Verursachtes und damit d e m E n e r g e i a i . 1 8 0 ohne daß die so w i c h t i g e F u n k t i o n des L i c h tes als S i c h t b a r . 4 1 ) gliedern dementsprechend den ersten Abschnitt der Passage. 4 2 ) ." Hier ein Verschmelzen von Philosophie und Religiosität anzunehmen. 517 C2: φως και τον τούτου κύριον und oben Abschnitt Ι. 178 βασιλεύειν έπ'αύτοΟ ( 1 2 . daß das Sonnengleichnis mit seiner U n t e r s c h e i d u n g z w i schen U r s a c h e u n d Verursachtem vor d e m H i n t e r g r u n d der Lichtthematik w i e d e r die grundsätzliche Struktur des Abschnitts begründet: την μεν ( i 2 . der auf diese Weise eher verständlich wird. Dabei stellt voöv statt des überlieferten τι ouv einen Verbesserungsvorschlag dar. R . voöv statt ουν halte ich fur einen vertretbaren Eingriff in den Text.. Übs.der einfache Genitiv ohne Präposition hätte nahegelegen . Plotini opera III 400 empfohlene Verbesserung ihres ursprünglichen Textes.S c h e m a A u s druck verleiht. denn nach LSJ steht έπιλάμπειν gewöhnlich mit dem Dativ als sogenannte prägnante Konstruktion. bedarf aber weitreichender Analysen. Die Herrschaftsmetaphorik 1 7 8 . Selbsterkenntnis 50. ist verlockend. bzw. die Z e i l e n 1 2 . 1 2 . weist ebenfalls zurück auf das Sonnengleichnis. Aufgrund dieses Parallelismus ist damit wohl unter αύτοΰ in 12. und es ist so beschaffen. nach H B T und Beierwaltes) Es ist a n z u n e h m e n .steht in paralleler Konstruktion zu έπιλάμπειν δέ άεϊ [. έξωθέω ι).. erkennt es sowohl sich selbst und ist auch das erste Erkennende. Er begründet das Maskulinum damit.ι.42 trotz der Härte des Bedeutungswechsels der Nous zu verstehen. diesem Abschnitt bespricht Beierwaltes. Mit έξώσαντα. 179 180 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. D i e Z e i l e n 1 2 . die w i e d e r u m auch in ihrer Gesamtheit eine G l i e d e r u n g aufweist. vgl. daß es Substanz ist und wiederum nicht so beschaffen.88 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum strahlen. sich sprachlich eng an Piaton anzulehnen.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .v. Selbsterkenntnis 221.] έπϊ του νοητοΰ in 12.4 7 . daß sich Plotin mit έπιλάμπειν έπί τίνος am platonischen Vorbild καταλάμπειν τινός orientiert und so versucht. Denselben Text legen Ficino und Beierwaltes. die I n terpretation desselben i m Zusammenschluß mit d e m Höhlengleichnis 1 7 9 .M a c h e n d e s expliziert wird. daß es blind ist. 39—44 vertreten dann die Perspektive des E i nen. D e n n das aus [dem Einen] ist weder von ihm abgeschnitten. der sich in Handschrift R am R a n d e befindet. das auch den Lichtbegriff in einen umfassenderen Kontext einbetten würde. sondern indem es sieht. die eine ontologische A b h ä n g i g k e i t ver- deutlichen soll. 39) und αύτόν δε ( 1 2 . bleibt Plotin konsequent im Bild des allgewaltigen Herrschers. 44—47 die des N o u s . u m über den Ansatz einer assoziativen Spekulation hinauszugelangen. 1. 3 9 . Das zentrale M o t i v des καταλάμττειν aus d e m Sonnengleichnis w i r d in έτπλάμιτειν έττι ebenfalls a u f g e n o m m e n . zugrunde. Ich nehme an.5 zu Helios u. auch wo sie nicht direkt ausgesprochen wird. noch dasselbe wie es.128. Die ungewöhnliche Konstruktion βασιλεύειν έπ' αύτοΰ . verbannen (siehe LSJ 6 0 0 s. der solartheologischen Theokrasie. aber unten Abschnitt II.99. 3 . 43_44> einer ebenfalls auffälligen Formulierung. M a n darf aber w o h l annehmen. 1 7 7 (V. daß Plotins Gleichsetzung des Einen mit ό θεός „immer mitgedacht werden muß.
4 2 ) und άεΐ μένοντα (ΐ2. οίον benutzen. 44)· Plotin weist damit explizit auf das M o m e n t des Verharrens hin. 4 Ι . während gleichzeitig die D i f f e renz zwischen Ursache und Verursachtem gewahrt bleibt und durch das E n ergeiai-Schema erklärt wird. daß sich der Leser den Vorgang allzu bildlich-materiell vorstellt. Baeumker. 8. wobei sowohl die Unveränderlichkeit des Einen 183 als auch die Verschiedenheit des Einen v o m Nous 1 8 4 nach dem grundlegenden Mechanismus des Energeiai-Schemas betont werden. Der Vergleich mit Licht und Sonne soll folglich das Hervorgehen der Kraft und damit die Entstehung des Nous in ontologischer Hinsicht verdeutlichen. der Geist und das Eine 89 daß sie immer mitgemeint ist. W i t e l o 501 u n d oben Abschnitt II. 12 auftretende Verquickung von Licht. s.Plotiti. 2 5 . 184 12. Licht. den Entstehungsprozeß des N o u s zu veranschaulichen. Z u beachten ist. zurück auf III. τυφλόν. A b schnitt II.99. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.3 Ende. Die in V. 1. 4. vgl.2. D u r c h den Vergleich mit Licht und Sonne 187 sollen in diesem Zusammenhang vier w e sentliche M o m e n t e dieses Vorgangs vergleichend erhellt werden. deren Verschiedenheit v o m Licht schon das Sonnengleichnis formuliert. Z w e c k dieser Feststellung ist der Aufweis der andauernden Unveränderlichkeit des Einen 1 8 2 trotz dieses Hervorgehens.3S-3«· 183 έπ' α κ ρ ω τ ω νοητω έστηκότα. 5-10. 186 Dieses Hervorgehen wird geschildert als eine sich selbst in dynamisch-kontinuierlicher Abhängigkeit erkennende Manifestation. B. o. die begründet wird in der Verschiedenheit der Ursache v o m Verursachten. 10.1. dessen Punkte 1—3 Plotin aus dem Verhältnis zwischen ενέργεια της ουσίας und ενέργεια έκ της ουσίας bestimmt: Erstens: Das Hervorgehen aus dem Einen. wird möglicherweise vorbereitet durch R . 181 ρυεϊσαν in 12. D e m entspricht das Ausstrahlen von Licht seitens der Sonne. 7 gezeigt hat. die Plotin fast ausschließlich mit der Lichtbegrifflichkeit 185 zu erklären versucht. 185 έπιλάμπειν.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 187 ώς α π ό ήλιου φως (l2. Innerhalb dieser metaphorischen Struktur wird der N o u s als Energeia verstanden. u m zu verhindern. die aus dem Einen quasi hervorströmt 181 (ενέργεια έκ τάγαθοΰ). 186 Z u m hermeneutischen Problem.und Quellenmetaphorik zum Zweck. 508 b6—7: ούκοΟν και την δ ύ ναμιν ην Εχει τούτου ταμιευομένην ώ σ π ε ρ έπίρρυτον κέκτηται. 40). das die wesentliche Energeia auszeichnet.2 7 u n d 45. (ΐ2. da ohne sie die Selbsterkenntnis des N o u s unmöglich bliebe. 3. wie die Interpretation der Schrift V I . daß sowohl Piaton als auch Plotin ein einschränkendes ώ σ π ε ρ bzw.3 zu V. 40 weist ζ. 182 ia. όρων.128. das sich daraus ergibt.
2. nicht abreißt.128.3 7 u.] Semper a u t e m afficitur efficiturque essentia. 5. ο ύ δέ γ α ρ ά π ο τ έ τ μ η τ α ι ( ΐ 2 . und geht darin grundlegend über Piaton hinaus. aber Geist. Plotinus's metaphysics o f the O n e 49. 1 . 7. 3 zu V. Bussanich. o. zur B e d e u t u n g v o n (έξ-) ά ρ τ ά ο μ α ι .4 5 hier als E r g ä n z u n g h e r a n g e z o g e n w e r d e n kann. D i e in m e i n e r A r b e i t vorgelegte Interpretation faßt die Textpassage v o n der E n t w i c k l u n g des N o u s her ins A u g e u n d k o m m t a u f diesem W e g zu Ergebnissen. Damit schafft Piaton jedoch lediglich die Basis flir eine derartige Identifikation. als wirkende Kraft. ] w u r d e d e r Geist. 3 zu IV. 3 9 . identifiziert Plotin Licht und Sehen miteinander. 190 [ · · · ] έγένετο νους. . strahlt sie Licht als Kraft aus. steht ebenfalls in einem beständigen Verhältnis zur Sonne. Viertens: Der Nous konstituiert sich in einem letzten Schritt als Nous erst in einer Art Selbsterkenntnis. dessen Zuständlichkeit er. 189 Die dabei verwendeten Begriffe machen deutlich. 2 4 ) schildert diesen Vorgang aus der Perspektive des E i n e n a n g e m e s - sen im A k t i v u n d in einer der alles beherrschenden U r s a c h e a n g e m e s s e n e n B e g r i f f l i c h k e i t . F i c i n o übersetzt mit „[. 1 2 . w e l c h e r sich ständig konstituiert" (Übs. daß man den Prozeß des Hervorgehens nicht als abgeschlossenen Vorgang mißverstehen darf.Weltzusammenhang 90 als Krafikontinuum Zweitens: Die Abhängigkeit des Nous vom Einen. An diesem Punkt wiederum etabliert Plotin die so wesentliche Konvergenz von Epistemologie und Ontologie. daß Piaton sowohl das Licht als auch die Sehkraft als sonnenartig und als Dynameis charakterisiert. 26—33. Drittens: Das Verhältnis zwischen Nous und Einem ist damit zugleich das einer dynamischen Kontinuität.Lichtebene' zu erreichen. dessen Interpretation v o n V. Hierfür dient das Sonnengleichnis nur in der Hinsicht als Vorbild. Abschnitt I I . auf den Plotin selbst in Kapitel 1 1 der Schrift hinweist. Abschnitt I I .99. 1 3 .1 4 ) Z w a r handelt es sich u m eine k o r r u p t e Stelle. die aus dem Einen hervorgeht. Bussanichs Ansatz ist auf das E i n e konzentriert. 189 ουκ έ ξ ώ σ α ν τ α ( 1 2 . ausgehend v o m „principle o f u n d i m i n i s h e d g i v i n g " . Solange die Sonne ist. 4. Alle vier Punkte sieht Plotin ausgedrückt durch das Licht. Harder). Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. o. solange die ενέργεια της ουσίας verharrt.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . dem Einen. 1 . Das Licht als Dynamis. Ebenso ist das Licht von der Sonne wie von seinem Herrn abhängig und die ενέργεια έκ της ουσίας von der ενέργεια της ουσίας. 3. denn ebenso versteht er den Nous als Energeia. R e l a t i o n 2 2 7 . wobei der Kontakt zur Ursache." Z u r Problematik siehe auch Bussanich. . V g l . 3 3 . aber ich schließe m i c h F i c i n o u n d H a r d e r in ihrer D e u t u n g an: „ [ . άεϊ δέ ένδιάμενος κ α ι γενόμενος ( ι ι . S. und auch die ενέργεια έκ της ουσίας besteht. d e r ένδεόμενος statt ένδιάμενος vorschlägt. analysiert. ein Aspekt. 44)> aus der des N o u s i m Passiv. die Bussanichs Erläuterungen ergänzen können. U m ein analoges Geschehen auf der . das er als ενέργεια έκ της ουσίας der Sonne versteht.. B e i d e s z u s a m m e n g e n o m m e n v e r m a g Plotins Gesamtabsicht vielleicht zu erhellen.. 188 Das Hervorgehen wird als ein Ausströmen verstanden. sondern ihn als ein überzeitliches Im-Vollzug-Sein betrachten sollte. 190 188 S.
der Geist und das Eine 91 Plotin beschreibt diesen Vollzug als den der Energeia. Dessen Wirkung wendet Plotin quasi auf ihn selbst zurück.. τό αληθώς νοητόν. Sie ermöglicht und ist zugleich die Vollendung und der Vollzug von Sehen in dem Bezogen-Sein auf anderes. daß der 191 Vgl. Diese Kraft. 8." 1. die Plotin als Licht versteht. Diese Kraft ist der Nous.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . daß der als Licht verstandene Nous poietikos statt auf einen von ihm völlig verschiedenen Nous pathetikos oder hylikos auf sich selber oder einen Aspekt seiner selbst einwirkt.35—40 erörtert und einheitlich als Licht begreift: Ή δέ έν τω νω ζωή και ενέργεια τό πρώτον φως έαυτω λάμπον π ρ ώ τ ω ς και προς αυτό Χαμπηδών. die er aus der Politeia übernimmt.. 8. Χάμπον όμοϋ και λαμπόμενον. (V.Plotin. 2 2 . die Plotin auch in V. Selbsterkenntnis 2 2 1 : „ D i e Energeiai sind [. 3. das wahrhaft Intelligible. Beierwaltes. der Nous ist Licht. die den Nous ausmacht und die sich im Erkennen und damit in einer Tätigkeit verwirklicht. 35-40. das sich selbst ursprunghaft leuchtet und Leuchte auf sich selbst hin ist.]. die er dem Nous abspricht. Ubs.128.99. Beierwaltes. Dabei ist bei aller Autonomie dieses Vorgangs immer zu bedenken. gegen die aktive des Sehens und Erkennens. die Vielheit von Nous und N o o u m e non. [durch] sich selbst gesehen und eines anderen nicht bedürfend. ist es selbst ..] vollendet-wirkliches Sein. leicht geändert) Die lichthafte Kraft ist Plotins „erstes Licht"..καϊ γ α ρ δ όρςί αύτό έστι . das dem Sehen w e sentlich ist. was auf es folgt. .. ι'να t δ Γ). ist zugleich Denken und Gedachtes. 3. nämlich die grundsätzliche Vielheit. B. die sich selber und damit zugleich ihr Gegenüber als das Offenbargemachte erfaßt. um zu sehen.3 9 . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. alle Erkenntnis ermöglicht 193 . das zugleich Bedingung und Vollzug von Erkenntnis ist. και έαυτω όρώμενον καϊ ού δεόμενον άλλου.. das Licht. Hier scheint Plotin zwei Vorstellungen zu kombinieren: zum einen die des Lichtes als wirkende Kraft. [ . Vgl. Selbsterkenntnis 3 7 . 1 9 1 Diesen Punkt arbeitet Plotin deutlich anhand der Kontrastierung der passiven Eigenschaft der Blindheit.2 4 und 40-43. die er dem Nous zuspricht. leuchtend und zugleich erleuchtet. So wird die lichthafte Kraft in ihrer Funktion als „unterscheidendes Offenbarmachen" 1 9 2 von etwas zu einer Kraft. dazu z. das sich selbst Objekt und Bedingung der Erkenntnis ist und das dem.2 193 Volkmann-Schluck. Plotin als Interpret 86.V. denkend und gedacht in eins. so daß man davon sprechen kann. Damit wird sie Vielheit. αΰτώ αΰταρκες προς τό ίδεϊν .8. . die das Bezogensein-auf erst ermöglicht. ] . das sich selber sieht. [. das zugleich leuchtet und erleuchtet wird. Licht. zum anderen das Modell des lichtartig auf den Nous pathetikos einwirkenden Nous poietikos. sich selbst genug zum Sehen — denn was es sieht. και νοοΟν και νοούμενον. heraus. Das Leben im Geist und die Wirkkraft sind das erste Licht. 3.
Nicht zustimmen kann ich ihm bei der Behauptung.4 zu V. 3 . Selbsterkenntnis 123. 198 Dies betont besonders das όμοΰ και in 8. 1 9 5 der als Integration der beiden aristotelischen N o o i in einen Nous gedacht werden kann. 198 Im Z u g e dieser Spezifizierung entfernt sich Plotin zunehmend von der reinen Sonne-Sonnenlichtanalogie. zumindest grundsätzlich auf die allgemeine Funktion des Lichtes als offenbarmachendes und erschließendes Band zurückgreifen. abhängig ist. und Volkmann-Schluck. Beierwaltes.] zu einer reflexiven Einheit hin". kann er. 37. daß Plotin den derartig charakterisierten Nous trotz seiner innerlichen Struktur als Einheit begreift. 1 2 . Punkt vier wird lediglich grundlegend vorbereitet durch den Dynamischarakter des Lichtes und die Funktion der Wahrheit und des Seienden im Sonnengleichnis als erschließende und offenbarende Ganzheit. Nuslehre 108). 195 Beierwaltes. um den Nous als deutlich niedriger als das Eine zu charakterisieren.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 92 Nous auch als erstes Licht. 196 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Das φώς-Element. behält aber deren Begrifflichkeit bei. 199 Zur Identifikation von Licht und Sehvermögen siehe auch Beierwaltes. der Nous „werde in die Gelichtetheit des Einen U r sprungs aufgehoben" (124). 39—47. verstanden als „intensive Selbstdurchlichtung" 1 9 6 . Sonne und Sonnenlicht bedeuten primär einen verdeutlichenden Vergleich für die Punkte eins bis drei der Auflistung in Abschnitt II.128. 197 Somit wird zugleich dargestellt. 194 U m die fur Plotins System so bedeutende Identifikation von Licht und Sehen. Selbsterkenntnis 124 f. wie bereits gezeigt. von φως und δψις.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . ohne die Plotins Identifikation von δψις und φως nicht möglich wäre. daß der Nous „Hervorbringender und Hervorgebrachtes in Einem ist" (Szlezäk. 199 194 Beierwaltes weist auf die Autonomie des Nous hin (Selbsterkenntnis 125). das ev όμοϋ πάντα aus SchriftV. Allenfalls wird er vom Einen „umfaßt". B. ergänzt den dazu notwendigen Dynamisaspekt und die damit verbundene und für den Erkenntnisprozeß notwendige manifestatio-Funktion und bringt außerdem den ontologischen Aspekt des Energeiai-Schemas zum Ausdruck.1. 8 aufgreift.Selbsterkenntnis 123. Dagegen spricht zum einen die ontologische Stufe des Nous als ενέργεια έκ της ουσίας des Einen und die von Plotin mit Bedacht verwendete Herrschaftsmetaphorik. 1 9 7 Plotin wendet also die bei Piaton beschriebene Funktion des Lichtes auf es selbst an.. also vornehmen zu können. um die bei Piaton getrennten Elemente von δψις und φως in Kombination mit peripatetischen Vorstellungen in eins zu setzen.99. Dabei veranschaulicht das δψις-Element den „Prozeß der Selbstdurchdringung des Denkens [. die jedoch nicht mit der τό-δν-Funktion der Politeia argumentieren. vom Einen. das die Ursache dieses Lichtes ist. Deutlich wird außerdem. Plotin als Interpret 86. die Plotin nach dem Energeiai-Schema gestaltet hat. das Wendungen wie ζ. die er benutzt. wie die Analyse des Energeiai-Schemas im vorigen Abschnitt ergab.. das als Kraft verstanden wird.
hängt von ihm ab und ist [daher] weder in einem anderen. 3.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . οΰτε τόπος αυτή· οΰδέ γ α ρ έκείνφ. was die Einheit des Nous und die Zuverlässigkeit seiner Erkenntnis sprengen würde. und die Sonnenanalogie in 1 2 . der Geist und das Eine 93 So weist diese lichthafte Kraft. (V. Diese Besonderheit des plotinischen Systems und des in diesem System verwendeten intelligiblen Lichtes erklärt der TextV. so daß sie fur sich bestehend [έφ' αυτής] von sich selbst gesehen werden kann und auch von einer anderen derartigen [Seele]. bedarf eines derartigen Trägers nicht.128. Licht.2. die als ein Licht aus dem Nous um ihn herum entstanden ist. Deshalb ist zwar das Licht der Sonne in der Luft. Selbsterkenntnis 41) Abgesehen vom bereits bekannten Moment der dynamisch-kontinuierlichen Abhängigkeit. Beierwaltes.15—20 an. in wesentlichen Momenten über das bloße Sonnenlicht hinaus. Die Seele hingegen. die Seele selbst aber. hier ausgedrückt durch den Begriff έξήρτηταί. hier hauptsächlich nach der peripatetischen Theorie verstandenen Licht und dem intelligiblen Licht fuhrt Plotin in 9. das für beide Lichtarten gilt.2. Ά λ λ ω ouv φωτϊ άλλο φως όρφ.2 0 . ου δι' άλλου. A u f diese Weise charakterisiert Plotin den Nous als ebenso epistemologische wie ontologische Einheit in Abhängigkeit vom Einen. Ό θ ε ν τό μεν τοϋ ήλιου φως έν άέρι.2 0 zur Abgrenzung Plotins von der peripatetischen Lichtauffassung. 7 . das Licht als ενέργεια έκ τάγαθοΰ. Es ist reine Selbst-Manifestation. Φως άρα φως άλλο öpcj· αύτό άρα αΰτό όρφ. 1 5 . differenziert Plotin zwischen ihnen hinsichtlich der N o t w e n digkeit eines „Trägermediums". άλλα δι' αυτής. 200 S. 4 0 verdeutlicht primär die ontologischen Momente der Nousentstehung und dessen Denkbarkeit an sich. müßte auch beim Selbsterkenntnisprozeß des Nous ein derartiges. als das die Seele hier verstanden wird. 9. 20—22 genauer: έκεϊ δε οΰ δι' έτερου. Einen weiteren Unterschied zwischen dem irdischen. vom Licht verschiedenes Trägermedium angenommen werden. noch gibt es fur sie einen Topos (Ort). denn es gibt auch für [den Nous] keinen.Plotin. um dem Nous (und der Seele j e weils) größtmögliche Autonomie und Einheit auf der Grundlage seines Energeiai-Schemas und seiner Kraftmetaphysik zu sichern: Ή δε ψυχή έκ νοϋ φως τι περί αυτόν γενομένη έξήρτηταί τε αύτοϋ και οϋτε έν άλλω. allein aufgrund seiner selbst sichtbar ist. die derartig ist. 3. δτι μηδέ έξω. ώστε και έφ' αυτής όράσθαι ΰ π ό τε αυτής καϊ άλλης τοιαύτης. ohne das weltliches Licht nicht sichtbar ist.99. Das geistige Licht hingegen. 200 Wäre dies nicht so. Übs. sondern [eben] um j e n e n herum.1 zu V. 2 zu Kapitel 7 der Schrift V. 5 und unten Abschnitt II. Abschnitt I I . 8. 3. da es bereits an sich. auch hier. αυτή δε ή ψυχή ή τοιαύτη καθαρά. ist rein. άλλα περί έκεΐνον. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.o. 9. 1 .
36.. Ά λ λ ω ούν φωτί αλλο φως όρφ. dazu als mögliches Vorbild Alex. der αύγή in VI. so bedeutet dies. Energeia. und diese wiederum als Licht. 205 A u f diese Weise läßt sich eine Möglichkeit zur Lösung eines von Szlezak 206 herausgearbeiteten Problems erkennen: Die geforderte „Identitätsbeziehung [. 2 zuV. Szlezäk. 2 0 . nicht durch die Vermittlung eines anderen [von ihm unterschiedenen Lichtes]. 4.. geändert) Mit der Formulierung μηδέ εξω ( 8 . Das eine Licht sieht mit Hilfe des anderen Lichtes zusammen. 6 . 7. und auch Volkmann-Schluck. ού δι' άλλου. zum anderen in direkter Nachfolge Piatons als Offenbarendes und aufgrund der Inwendigkeit dieses Lichtes als Sehen. der sich konstituierende Nous. verstanden 201 202 203 204 205 S. die aus dem Einen hervorgeht. 26—33).2 3 . 208 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.V. Versteht man den Nous als Energeia. das aus dem E i nen hervorgeht. die Existenz erlangt. daß Wahrnehmendes und Objekt der Wahrnehmung ihrem Wesen nach identisch sind. 46. Vgl. 5. 1 . daß die Sehkraft nicht „außen ist".Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 94 D i e Sehkraft dort sieht nicht durch die Vermittlung eines anderen.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . die eine „uneingeschränkte und wesensmäßige Durchdringung seiner selbst" 204 bedeutet. 1. Somit handelt es sich um Ein. Nuslehre 126. Abschnitt II. an deren Ende der Nous in seiner Selbsterkenntnis steht. 8 . Szlezäk.4 . 1 5 .und Dasselbe.O. Nuslehre 126 ff. da sie nicht außen ist. 7.2.2 1 . Nuslehre 128.99. 3 . Licht wird von Plotin zum einen nach dem Energeiai-Modell verstanden als 2.2 i ) klingt ein bekannter Punkt an: 201 Plotin greift hier ein Problem auf. und damit als Hypostase. das ich im Zusammenhang mit seiner Schrift V. wenn sie sich auf ein inneres Wahrnehmungsobjekt richtet. 5 erörtert habe.3 zu V. S. Da diese Dynamis als Ursprung von Licht ebenfalls eine offenbarende Kraft besitzt. ursprünglichen Dynamis des Guten gleichgesetzt werden (dazu s. 2. 2 0 . oben Abschnitt 1. 1 9 . von Aphrodisias. D e an. (V. sondern vermittels seiner selbst. d.Abschnitt I I . 208 auf der Grundlage des Dynamischarakters des Lichtes rekonstruieren. 35 entspricht. o. so erschließt sich in diesem Zusammenhang der Inhalt von Zeile 21 2 0 2 : Das eine Licht. 1 . aber verschiedene Entwicklungsstufen durchläuft. ergänzend zu den Ergebnissen Szlezaks.2 2 . sieht in Verbindung mit dem anderen.] von Denkendem und Denkvollzug" 2 0 7 ließe sich. Übs. Licht also sieht ein anderes Licht. die dem Glanz. Wenn Plotin schreibt. B e i erwaltes.128. Dieser Vorgang kann mit dem Hervorgehen der Energeia „ N o u s " aus der auf alles gerichteten. 203 kann sie in ihrer nach außen gerichteten Entwicklung zum objektbezogenen Sehen und auf diese Weise zum Nous werden. es selbst also sieht sich selbst. o. 207 Vgl. 1 . 1 . Selbsterkenntnis 37. Alle Aspekte fallen im Nous.Abschnitt II. 1 zu V I . 7. 3. der ursprünglichen Dynamis des Einen. 206 Szlezak. h. Plotin als Interpret 56 ff.
so daß Plotin sagen kann: ein Licht sieht das andere als sein anderes oder als das mit ihm selbst . Z u r Absicherung dieser Deutung kann auch die Aporie des Nous aus V. es sieht das andere als sein eigenes Licht: [. daß das Licht einerseits anderes Licht sieht. 209 Deshalb benutzt Plotin den Dativ αλλφ φωτι und grenzt ihn gegen δι' άλλου 210 ab. 7.. Selbsterkenntnis 125: „[. 211 Vgl. das zweite (αλλω φωτί) als νοήσις und das dritte (αλλο φως) als νοητόν. denn auch sie schildert das In-eins-Setzen zweier Gesichtspunkte einer Kraft: der Kraft. Structure of self-intellection 284.2) herangezogen werden. Auch Crystal. zumindest im R a h m e n des Vorstellungskomplexes Licht. Z u m anderen kann man dieses Paradoxon als angemessene stilistische Wiedergabe der Reflexionsmetaphysik des Nous verstehen: 213 Der N o u s tritt 209 Diese Lösung schlägt Crystal. 213 Diesen Interpretationsansatz vertritt Beierwaltes. 46.128. die durchaus noch angenommene Differenz von Sehen und Gesehenem. Structure of self-intellection 281 und 285-286 vor.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Leuchten und Erleuchtetem ist im Akt des Selbstbezuges aufgehoben. νοήσις und νοητόν als eine des Aspekts oder der Hinsicht verstanden hat.. in einer Kombination platonischer und peripatetischer Modelle zusammen. andererseits aber sich selbst 212 . In diesem Zusammenhang bringt es die zwar verschiedenen Entwicklungsstufen zum Ausdruck. 210 Vielleicht greift Plotin mit δι' άλλου eine Formulierung aus Alex. der hier seine integrierende Kraft beweist. 31—35 (s. 5 . das in seiner spezifischen Aufteilung für Plotin auf seine Nous-Konzeption hinsichtlich ihrer Einheit nicht mehr anwendbar ist. (8. 2 1 .Plotin. 212 Φως αρα φως αλλο όρφ· αύτό άρα αύτό όρφ. 21—22). Licht. erläutert er nach diesem Schema die obige Passage: So erklärt er das erste Licht als geistiges Subjekt (der νοϋς).]". die Plotin von Piaton wesentlich unter- Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.99. 7 . bei dem allerdings die Ableitung aus der platonischen Grundvorstellung fehlt. 3 . 8 . Dabei hebt er die Bedeutung des Dativs gegenüber der διά-Konstruktion als besondere Betonung des aktiven Aspektes des Nous hervor. 211 Einen stilistischen Ausdruck der ontologischen Kontinuität böte dann der Parallelismus αλλφ φωτι — αλλο φως in Zeile 2 1 . die aber dennoch einer sich vollendenden Hypostase. Das Paradoxon. Crystal. Abschnitt II. Vielleicht liegt hier eine bewußte Abkehr vom platonischen Schema vor. 4 auf und grenzt sich gegen sie ab.2 4 . Nuslehre 120. Structure of self-intellection 284-286 interpretiert den Abschnitt V. der Geist und das Eine 95 als Licht. so daß alle drei Elemente des Kognitionsprozesses zusammenfallen. zugehören. von Aphrodisias. läßt sich folglich zum einen hinsichtlich seines ersten Teils durch einen R e k u r s auf VI.].1. nämlich der des Nous. D e an.. die Identität von Nous und Noesis ist hergestellt. 36 verstehen.o. ähnlich Szlezäk. die sich aus der ursprünglichen δύναμις πάντων des Einen herausentwickelt und sich im Z u g e dieser Entwicklung zum Nous macht. das eine völlige Verschiedenheit der beiden Lichtarten bedeuten würde. Denken und Gedachtem.identische' andere. wodurch Plotin die Einheit der Hypostase in ihrer Substanz wahrt (279-281). Gleichzeitig sieht dieses Licht auch sich selber. Nachdem er die Differenzierung innerhalb des Geistes in νοΰς..
wo die ontologische Bedeutung der Energeiai-Identität erörtert wird. weil die E n ergeiai von Erkennendem und Erkanntem im Nous dieselben sind. Zugleich rezipiert Plotin Piatons Annahme. wenn er sich sieht.]. 1 . 216 Vgl. in die Vielheit von Sehendem und Gesehenem auseinander.2. daß bei Piaton das το öv. Ebenso ist der Nous gutartig aber nicht das Eine / Gute selbst. Ontologie und Epistemologie zu verschmelzen und bei der Erklärung der Entstehung des Nous — und damit auch der Ideen — anzuwenden. Siehe dazu V. 217 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 217 die später von Aristoteles und Alexander als Nous poietikos begriffen und ebenfalls mit dem Wirken des Lichtes verglichen scheidet.3 1 in Emilsson. daß im Intelligiblen Seinskonstitution und O f fenbarmachung. 214 αύτό αρα αύτό όρφ (8. Die Interpretation des Sonnengleichnisses ergab. die Passage als Darstellung der Entwicklung einer Kraft zu verstehen: "For the 'with' articulates the conceptual development or non-temporal stages of the subject's act. Cognition 228 vor. 3. 4. εν. καΐ δτι αυτό. denn nur so kann die Grundbedingung intentional strukturierter Erkenntnis erfüllt sein. Dabei handelt es sich meiner Auffassung nach jedoch nicht um einen Ansatz. der wesentlich von Beierwaltes' verschieden ist.. bzw. Selbsterkenntnis 43) 216 Erneut zeigt sich. 215 Diesen Interpretationsansatz stützen aus der Perspektive des Erkannten. das mit dem Licht analogisiert wurde. weil er im Gesamtrahmen der Epistemologie lediglich einen anderen Blickwinkel einnimmt.22). was er sieht. Cognition 236 und oben Abschnitt II. ein Licht sieht ein anderes Licht. Wirkungen oder Funktionen einer Kraft sind. It identifies the subject not just with the object but with the act as well" (285-286). (Übs. so wie das Licht zwar sonnenartig. Andererseits wahrt er die Einheit. 23: δτι νοεί. einer άρχη. d.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . h. verstanden vor dem klärenden Hintergrund des platonischen Sonnengleichnisses und ergänzt durch die peripatetischen Überlegungen zum Nous poietikos. 214 Oder. er wahrt die Einheit. Beierwaltes.1 6 . verstanden als Denkbar-Machen. Gedachten auch die Zeilen 25—26 des zehnten Kapitels: και είναι τα κυρίως νοούμενα προς τόν νοΰν και τά αυτά και ετερα..99. dazu auchV. 1. Diese Abhängigkeit macht den Grund aus für den minderen Status des Nous dem Einen gegenüber. 6 . muß auf den Geist hin bezogen sowohl das Selbe als auch Verschiedenes sein. Im Zuge dieser Erörterung streift er außerdem den von mir vorgeschlagenen Interpretationsansatz. Dabei übernimmt Plotin von Piaton die Vorstellung von Licht als Dynamis und deren Abhängigkeit von einem Urgrund. wieder aus einer anderen Perspektive ausgedrückt. 215 Diese Interpretation schlägt Emilsson. aber nicht die Sonne selbst ist. weil er selbst das ist. Vgl. 1 0 . [.128. Plotin die ideale Möglichkeit an die Hand gibt. 2 0 .Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 96 zwar einerseits. δύο. 7 . 3. auch Emilssons Analyse der Argumentationsstruktur von V. was im eigentlichen Sinne gedacht wird. und das. wo genau diese Struktur der Einheit der Selbsterkenntnis wiedergegeben wird. als diese Kraft zu verstehen ist. daß der Lichtbegriff.
8. der Geist und das Eine 97 wird. Hier dient die Kombination von „Licht" und „Zugleich" zum einen generell dazu. 3 in ihrer Kombination der Vorstellungen aus V. wenn Plotin es unternimmt. in der sich Plotin in einem religiös geprägten Gedankenexperiment mit den Innenverhältnissen des Nous auseinandersetzt: das „Zugleich" (όμοΰ) 218 . 3 dazu. also den noetischen Ideenkosmos.5 Die Schrift Ιζ 8: Die Struktur des Nous als inwendige Einheit Das Motiv von Einheit und Autonomie des Nous. 8. die außerdem als Entwicklung der ursprünglich unbestimmten. die innere Einheit des Nous — hier in Form einer epistemologischen Struktur . Vor diesem Hintergrund stellt die Verbindung von Licht und „Zugleich" diesen Vorgang in seinen zu unterscheidenden Stufen und Aspekten dar.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . hervorgehenden zweiten Energeia des Einen zur strukturierten wesentlichen Energeia des Nous zu verstehen ist.e Zur Bedeutung des όμοΰ siehe auch Buchner. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.99. denn in V. 3. das sich leuchtet und zugleich erleuchtet ist. 8 erlaubt. die Vorstellung der ontologischen Ableitung des Nous aus dem Einen durch die in der Lichtbegrifflichkeit implizierte Anwendung des Energeiai-Schemas auf diesen Sachverhalt zu erläutern. So ist sich der Geist Bedingung der Möglichkeit seiner (Selbst-) E r kenntnis. woraus die bei Plotin anzutreffende Beschreibung der Entwicklung des Nous in der Begrifflichkeit von Licht und Wahrnehmen resultiert. Licht. 5 mit dem Energeiai-Schema und den Überlegungen aus VI.128.zu beschreiben.Plotin. Einer Erkenntnis. 3. 1. bleibt auch bestimmend. wie die Schrift V. das Plotin bevorzugt durch eine ontologisch und zugleich epistemologisch funktionalisierte Lichtmetaphysik zu veranschaulichen versucht. 37 stellt Plotin den Nous als Licht und Sehen dar. auf eine weitere. Dieser Begriff dient in V. 7 deutlich zeigt. In V. die innere. II. der einen Bezug zur Schrift V. Möglichkeitslehre 88-92. dem Nous eigene Struktur. Das Scharnier dieser Verbindung ist das Licht. die zugleich immer die ihm mögliche Form der Erkenntnis seiner Ursache ist. die mit Szlezak als „uneingeschränkte und wesensmäßige 2. Dies ermöglicht Plotin die Identifizierung von Sehkraft und Licht im nousspezifischen Sinn. Beide Sichtweisen liegen bei Plotin untrennbar miteinander verknüpft vor. Diesen Prozeß kann man genausogut als fortschreitenden Entwicklungsprozeß einer aus dem Einen hervorgehenden Kraft oder Energeia verstehen. Z u m anderen erleichterte die Kombination von „Licht" und „Zugleich" das Verständnis der reflexiven Wendung des Nous auf sich selbst. 37 verwendet Plotin einen Begriff. von den bisherigen Methoden verschiedene Weise zu erklären und zu beschreiben.
Transparenz und Licht werden im Fall von V. 8 ein „Großes" 2 2 0 an. mit dessen Hilfe verständlich werden soll. die Verbindung zur Lichtbegrifflichkeit herzustellen und die Funktion des Lichtes innerhalb dieses Problemkomplexes darzustellen.3). warum es ausgerechnet das Licht ist. 1 8 .128. bereits zur Sprache gebrachte Punkte in ihrer erkenntnistheoretischen Funktion und deren ontologischer Unterfütterung ausfuhrlicher zu erläutern. 8 wird dabei als Ausgangspunkt dafür dienen. aus Kräften bestehende Einheit des Nous zu veranschaulichen. Im folgenden soll daher zuerst die Bedeutung von D y namis-Begriff und Energeiai-Schema fur das Problem der inwendigen Einheit des Nous untersucht werden.9 Szlezäk. In einem zweiten Schritt werde ich dann versuchen. die philosophische Erörterung nicht unwesentlich von Plotins eigener Lichtvorstellung bestimmt ist. 221 Z u r Funktion dieses Gedankenexperiments beim Leser siehe Rappe. 7 eine wesentliche Rolle. kündigt Plotin im sechsten Kapitel von V. Dieser spielte bereits im Gedankenexperiment von VI. auch die aufschlußreichen Bemerkungen von Dillon. Die Interpretation ausgewählter Kapitel der Schrift V. Abschnitt II. Dabei integrierte das Licht sowohl epistemologische wie auch ontologische Aspekte zu einem Komplex. 8 ebenfalls benutzt. die gleichzeitig einer bestimmten religiösen Vorstellung der Zeit Plotins thematisch verbunden zu sein scheint. Erneut wird sich zeigen. Im Z u g e der Ausführungen zu der speziellen Form von Weisheit (σοφία). die er u. lichtbegrifflich zu erfassen. 6 . Deshalb liegt es nahe. Plotin thematisiert und betont in diesem Kontext stark den Aspekt des Transparenten.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .1 9 . daß das Licht als Kraft auch in diesem Fall komplexe Verhältnisse veranschaulichen kann. Vgl. auch das Verhältnis des Nous zu seinem „Inhalt". V. a. Hierbei handelt es sich um den vorgreifenden Hinweis auf ein Gedankenexperiment 221 mit stark religiöser Prä- 2. den Plotin als Einheit versteht.Wehzusammenhang als Krajtkontinuum 98 Durchdringung seiner selbst" 219 verstanden wurde. 8 .1. Self-knowledge and subjectivity 260-262. die sich aus der Verbindung von Licht und Kraftbegriff ergibt und durch die Plotin die innere Einheit des Nous sicherstellen zu können glaubt. In diesem Z u sammenhang soll auch versucht werden herauszufinden. der in einem sehr ähnlichen Kontext von „techniques of transcendental meditation" und „spiritual exercises based on the contemplation of images of light" spricht (The Platonic Philosopher at 220 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. um das Wirken und die Verhältnisse im Intelligiblen erfahrbar zu machen (s. 4. durch den Begriff des όμοΰ thematisiert. Nuslehre 128. wie der Nous in seinem Wissen strukturiert ist. den Ideen oder Seienden (τά δντα). o. das das fur die Einheit des Nous wesentliche „ Z u g l e i c h " sichert und veranschaulicht. um die komplexe. die dem Nous zu eigen ist.99. bzw.
N i m m aber a u c h die O r t e fort u n d das A b b i l d d e r M a t e r i e in dir u n d versuche nicht. τη δέ μιφ έκείνη τη π ο λ λ ή π ά ν τ ε ς εις· μ ά λ λ ο ν δέ ό εις π ά ν τ ε ς · [ . was er ist u n d w i r d n i c h t v e r m e n g t — in G e d a n k e n zu e i n e m A l l . die d e r N o u s ist. θεόν δέ κ α λ έ σ α ς τόν π ε π ο ι η κ ό τ α ης έχεις το φ ά ν τ α σ μ α ευξαι έλθεΐν. d e n n es g e h t in b e i d e n Passagen u m die I n t e g r a t i o n d e r V i e l h e i t des Alls in eine ü b e r g e o r d n e t e Entität in ihrer E i n h e i t . . 6 . Licht.9 ) .. darüber zu spekulieren. daß alles in ihr g e s e h e n w e r d e . die einer „Epiphanie G o t tes" 224 gleicht. eine Ä h n l i c h k e i t m i t d e r δ ύ ν α μ ι ς π ά ν τ ω ν des E i n e n . andererseits sind sie d u r c h e b e n j e n e eine Kraft. 223 H B T . [ . έ κ α σ τ ο υ τ ω ν μερών μένοντος δ έστι κ α ι μή σ υ γ χ ε ο μ έ ν ο υ . dir eine andere. 9. ] (9. I l l b 391.K r a f t . w i e P l o t i n ζ. V g l . .u n d A b h ä n g i g k e i t s verhältnisses v o n ihr z u u n t e r s c h e i d e n . κ α ί τ α ΐ ς μέν δ υ ν ά μ ε σ ι ν ά λ λ ο ι . w ä h r e n d er. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. ist aber e b e n s o a u f g r u n d des o b e n geschilderten E n t w i c k l u n g s . I l l b 392. der die [Sphäre] g e s c h a f f e n hat. W ä h r e n d du diese [Vorstellung] bewahrst. 225 Z w a r besitzt diese A l l . κ α ί 'έκαστος π ά ν τ ε ς σ υ ν ό ν τ ε ς εις εν. in der Schrift V I . zu einer Vorstellung der All-Kraft 2 2 5 (δύναμις ττασα. H i e r f i n d e n sich weitere Parallelen b e i P l o t i n aufgelistet. b i l de dir eine andere. .2 9 1 ) . d a ß er k o m m e .. E i n f l u ß a u f Iulians H e l i o s v o r s t e l l u n g gehabt haben könnte. .99. I l l b 392. . die w i e d e r u m z u e i n e m z u s a m m e n s i n d . Plot. B . ώ ς ο ί ο ν τε. D a n n r u f e d e n G o t t an. [ . die vielheitlich ist. der Geist und das Eine 99 gung 222 . Ό δέ ήκοι τόν α ύ τ ο ϋ κ ό σ μ ο ν φέρων μετά π ά ν τ ω ν τ ω ν έν α ύ τ ώ θ ε ώ ν εις ώ ν κ α ί π ά ν τ ε ς . als einer. έ χ ο υ σ α π ά ν τ α έν αύτη m i t Iulian ό π ό σ ω ν α υ τ ό ς έν α ύ τ ώ νοερώς έχει. κ α ί μή π ε ι ρ ώ αυτής α λ λ η ν σ μ ι κ ρ ο τ έ ρ α ν λ α β ε ί ν τ ω δ γ κ ω . . εις εν (όμοΰ π ά ν τ α ) . 7—10 Iulian.128. aber Prayer 2 9 0 . s o w e i t das m ö g l i c h ist. λ ά β ω μ ε ν τrj δ ι α ν ο ί φ . sie alle ist u n d j e d e r einzelne alle ist.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Fassen w i r also diese W e l t hier — j e d e r einzelne Teil bleibt. u n d sie einerseits n a c h ihren K r ä f t e n u n t e r s c h i e d l i c h sind. 226 wenn Es ist z u m i n d e s t reizvoll. 25) des N o u s zu gelangen: Τ ο ΰ τ ο ν τ ο ί ν υ ν τ ο ν κ ό σ μ ο ν . . ] Τ ο δέ έστι [τό π ά ν ] δ ύ ν α μ ι ς π ά σ α . Die sprachlichen A f f i n i t ä t e n der e n t s p r e c h e n d e n Stellen sind w o h l e h e r a l l g e m e i n e r N a t u r . m i t P l o t i n V. Es sei also in d e r Seele eine V o r s t e l l u n g e i n e r l i c h t e n K u g e l u n d enthalte alles in 2 2 6 sich selbst. 1 0 . auch mittelbaren. [. είς ά π ε ι ρ ο ν μέν ί ο ϋ σ α . die ins G r e n z e n l o s e fortschreitet. Rede an den Sonnengott 156 D — 1 5 7 A : bes. 9.E i n e n z u s a m m e n . d e r e n A b b i l d d u hast. allerdings k ö n n t e die k o n t e x t u e l l e V e r o r t u n g der W e n d u n g eine V o r b i l d f u n k t i o n Plotins w a h r scheinlicher m a c h e n . ώ ς καί τά μέρη α ύ τ ο ΰ ά π ε ι ρ α γ ε γ ο ν έ ν α ι . alle einer: v i e l m e h r ist der E i n e alle. i n d e m d u die Masse fortnimmst. E r aber m ö g e k o m m e n u n d seine e i g e n e W e l t m i t b r i n g e n . " Ε σ τ ω ουν εν ΤΓ| ψυχή φ ω τ ε ι ν ή τις φ α ν τ α σ ί α σ φ α ί ρ α ς έ χ ο υ σ α π ά ν τ α έν αύτρ. 224 H B T . ] Φ υ λ ά τ τ ω ν δέ ταύτην ά λ λ η ν π α ρ ά σ α υ τ ω α φ ε λ ώ ν τ ο ν ό γ κ ο ν λ ά β ε · άφελε δέ κ α ί τους τ ό π ο υ ς κ α ι το της υλης έν σ ο ι φ ά ν τ α σ μ α .K r a f t . . 222 V g l . H B T .Plotin. In diesem G e d a n k e n experiment wird v o n der sichtbaren Welt ausgegangen. 1— 3) So. das in Kapitel 9 von Plotin beschrieben wird. u n d bete zu i h m . u m durch z u n e h m e n de Abstraktion über eine „großartige Vision" 2 2 3 . ] (9.1 8 ) Tatsächlich ist er A l l . είς ά π ε ι ρ ο ν δέ δυναμένη· κ α ί ο ύ τ ω ς έ σ τ ΐ ν έκεϊνος μέγας.] (9. w i e b e i e i n e r d u r c h s i c h t i g e n K u g e l es in W i r k l i c h k e i t w o h l m ö g l i c h ist. . [ . z u s a m m e n m i t allen d e n G ö t t e r n in ihr. die an Masse [lediglich] kleiner ist als [die erste Vorstellung] vorzustellen. 7 ausfuhrt. [ . ] ο ί ο ν έπί σ φ α ί ρ α ς δ ι α φ α ν ο ύ ς κ α ι έ ρ γ ω α ν γ έ ν ο ι τ ο π ά ν τ α έ ν ο ρ ά σ θ α ι . . o b diese V o r s t e l l u n g Plotins einen. 8.
Zur επιβολή in IV. 9 und 1 1 1 . 1 4 20. 232 Es folgt ergänzend die philosophische Explikation. 2 3 . deren gleichsam intuitives Erfassen das Z i e l des G e dankenexperiments darstellt. S o w i r d der i m G e d a n k e n e x p e r i m e n t erzeugte Z u s t a n d für den Leser zu einem A n a l o g o n der Verhältnisse im N o u s u n d erschließt i h m diese Verhältnisse in einem M a ß . 4.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Folglich w i r d der N o u s . die aus d e m E i n e n hervorgeht. zu verstehen ist. 229 Siehe Crystal. Relation 103. denn sie wird zu einer Grenzenlosigkeit der Kraft. 3. z. 49. 4. I. 232 Der im Gedankenexperiment erreichte Zustand entspricht der επιβολή in IV. 4 siehe Bussanich. verändert bei Plotin entscheidend ihre Bedeutung. 230 εις εν όμοϋ πάντα. Obs. daß Plotin sich zu diesem Z w e c k der Dynamis-Vorstellung 2 3 3 bedient. 3 . Dieser B e d e u t u n g entsprechend steht sie am A n f a n g der gesamten D e n k ü b u n g und erhält zusätzliches G e w i c h t a u f g r u n d der T a t sache. die bei Anaxagoras als Grenzenlosigkeit zweier Stoffe gedacht wird. vgl. 8.Z u g l e i c h " und damit das Z i e l des G e dankenexperiments hin. Plotins Möglichkeitslehre 92. 1 1 1 . und so groß ist jener. 233 Vgl. 4 geradezu entgegen. 37 w ' e oben bereits ausgeführt. In diesen Zusammenhang gehört meiner Ansicht nach auch das λάμπον όμοϋ και λαμπόμενον aus V. daß Plotin zwar wesentliche Momente dieser vorsokratischen Vorstellung aufgreift. Zwar bezeichnet das όμοϋ πάντα auch bei Anaxagoras einen ursprünglichen Z u stand. 25 des griechischen Textes το παν zu streichen. In 9. 6 . das w e i t über die M ö g lichkeiten rein sprachlicher Deskriptionen hinausreicht u n d E r f a h r u n g an die Stelle schriftlicher B e l e h r u n g setzt. Enneaden 505. 227 Ich übernehme die bereits von Kirchhoff vorgeschlagene und von HS in ihren addenda ad textum anerkannte Konjektur. 231 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.B. sie aber einschneidend modifiziert. in Z. 24-27. B i nach D K . Auch die Grenzenlosigkeit. So ist sein Nous weder stofflich noch wie der anaxagoreische Urzustand nicht deutlich erkennbar: Der Wendung ουδέν ενδηλον bei Anaxagoras steht das plotinische διαφανή γαρ πάντα in V. Structure of self-intellection 276 Anm. 16—18: συνόντες εις εν stellt den expliziten Bezug her. HBT) 2 2 7 Bereits die W e n d u n g ev όμοΰ π ά ν τ α in Z e i l e 2—3 weist deutlich auf den N o u s 2 2 8 . 8.100 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum auch ins Grenzenlose kräftig ist. So wird einsichtig.9.99. daß auch seine Teile grenzenlos sind.E i n e n 2 3 0 w i r d später 231 w i e der a u f g e n o m m e n . auch Buchner. 6 . (V. w i e dieses Verhältnis der Einheit zwischen E i n e m und A l l e n / A l l e m i m B e w u ß t s e i n .128. 8. A u f diese Weise läßt Plotin die im G e d a n k e n e x p e r i m e n t vollzogene D e n k b e w e g u n g der abstrahierenden Vereinheitlichung in das w e sentliche M e r k m a l der erbetenen Götterepiphanie übergehen oder als dessen intellektuelle Vorbereitung erscheinen. Es handelt sich um Frg. aber Plotin greift die Wendung auf. 228 Z u dieser Wendung vgl. um sich an dieser Stelle gegen die Vorstellungen des Anaxagoras deudich abzusetzen. da er den N o u s als K r a f t versteht. das zentrale M o t i v des „ A l l e s . daß es sich bei όμοϋ π ά ν τ α u m ein Zitat aus A n a x a g o r a s 2 2 9 handelt. auch Tornau. D i e Vorstellung des Zusammenfassens zu einem A l l . Es erstaunt nicht. 7 .
B .Plotin. 8. die Einheit und Vielheit in sich aufnimmt. der alle anderen Götter (außer Zeus) in sich enthält. die der Nous ist.99. beinhaltet als zentralen Punkt die Vorstellung einer Ganzheit. 2 7 . Abschnitt I. 13 wird also möglicherweise von Plotin in V.1 4 . wird als 234 Dieser Aspekt wird von Plotin durch die anaphorische Geminatio εις άπειρον μεν ίοΟσα. 9. als δύναμις ττασα verstanden. der Geist und das Eine ιοί d. εις άπειρον δέ δυναμένη in 9. die hauptsächlich negativ zu fassen sind: Wie jede Kraft bei Plotin ist die Nous-Kraft stofflos und überräumlich und damit entgrenzt. Die Formulierung πανταχού φθάνει aus 1 1 1 . als All-Kraft. 234 Insgesamt kommt in der stilistisch durchgefeilten Passage am Ende des neunten Kapitels auch die doppelte Bedeutung von „unendlich" zum Tragen: Z u m einen wird der Begriff als überräumliche Entgrenzung oder Grenzenlosigkeit verstanden (i. Hälfte der Passage). 3—11. Die fortschreitende Abstraktion im Verlauf der Meditationsübung erleichtert die Einführung dieses Begriffs und leitet zu seinen wesentlichen Eigenschaften hin. Das Verhältnis des einen Gottes. 8 . 5 lese ich mit den addenda ad textum zu dieser Stelle ενέργεια als eine emendatio probanda. bzw. 8: ενέργεια γαρ πανταχού φθάνει και ούκ εστίν δτου αποστατεί. zum anderen als unendliche Intensität an Kraft und Wirksamkeit (2. Hälfte der Passage). deutet Plotin als Verhältnis der All-Kraft zu den mit ihr verbundenen Kräften.2 6 nachdrücklich hervorgehoben. 1 3 . δπου μή φθάνει aufgenommen.128. 235 Dieses Verständnis von Kraft findet sich auch im fünften Kapitel der chronologisch unmittelbar vorausgehenden Schrift III. Übs. Licht. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 235 Daß beide Aspekte dieser einen All-Kraft zu differenzieren sind. wie z . 2 1 . wie Plotin in den Zeilen 17—18 näher ausfuhrt. die dem Denken Plotins eher entspricht als die eindeutig aristotelisch motivierte bisherige Wendung ενεργείς. (III.2 8 mit ποΟ γάρ τι εστίν ειπείν. Diese All-Kraft. 5 . 2 3 7 wie der religiöse Teil des Gedankenbildes klar herausstellt: Die Erscheinung des Gottes. auch Schrift VI. 2. 237 Z u m Nous als Ganzheit und zugleich Vielheit von Kräften s. mittels einer „vielheitlichen Kraft" bewirkt wird. die eine Vielheit umfaßt. 236 In Zeile 13 von III. auf den Kapitel 13 der Schrift V. die dem Leser zuteil werden soll. H B T ) 2 3 6 Die umfassende All-Kraft versteht Plotin zugleich als All-Einheit. wobei die Ganzheit.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 8 anspielt. Ganzheit in dem Sinne. Denn Wirkungskraft dringt überall hin und es gibt nichts. durch die er die beiden Partizipien gegeneinander abhebt. dem sie fernbleibt. 8. des spezifischen Verhältnisses zwischen Einheit und Vielheit im Nous. den ich im Zusammenhang mit der Interpretation des Sonnengleichnisses erarbeitet habe (s. h. der alle anderen Götter ist. deutet Plotin durch die μέν-δέ-Konstruktion an. 2 5 . nachdem er sie verschlungen hat. bzw.o. Kronos. 5 .i). 8. die gesamte noetische Hypostase.
1 .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Abschnitt II. 4 gezeigt worden ist.. 4. 2.] Τοΰτο δέ τω μεν νω συγχωροϋμεν [. über alles erstrecken? Die Antwort gibt Plotin in den Zeilen 7. 7 . zuV.102 Weltzusammenhang als Krafikontinuum πολλή 238 bezeichnet. nämlich als ενέργεια τής ουσίας verstanden werden kann (vgl. denn nur hier gibt es τα δντα. die vollständige gegenseitige Durchdringung und eine spezifische. weil sie in sich schon intentional strukturiert ist.. ( 1 2 . Z u gleich begründet die Annahme.. Harder) Da die ούσία ebenfalls leicht als Kraft. also die Differenz von Wahrnehmendem und Wahrgenommenem aufweist. u. liegt der Bezug zwischenV. 7 gezeigt werden. 7 dargestellten Entwicklung vom ProtoNous zum Nous und den Erörterungen zur Schrift V. 240 An dieser Stelle scheint es zur weiteren Erörterung hilfreich. 1 2 in aller wünschenswerten Deutlichkeit ausgesprochen:. Übs. εως εστίν ούσία μία.und den darauf basierenden Lichtbegriff derartig funktionalisieren kann. 8 undV.. an das Gedankenexperiment aus VI. 4 4 charakterisiert Plotin das Licht als reine Kraft (Dynamis).] Das aber lassen wir wohl für den Geist gelten [.. [.]. αλλ' αΐ ένέργειαι αύτοϋ το πλήθος. 4. wenn das Geistige als reine. denn erst sie legitimiert die Anwendung des Dynamis-Begriffs im Noetischen. wieso Plotin den Kraft.8 „Was steht denn aber im Wege. 3. so daß Plotin es nutzen kann. 26-33). 7 zu erinnern. Die hier als notwendig vorausgesetzte Fähigkeit zu einer vollständigen gegenseitigen Durchdringung ist. jede einzelne Kraft alle anderen Kräfte ist. 239 240 Letztlich wird diese Vorstellung möglicherweise vorbereitet durch Piatons Aussage in 477 c 1 der Politeia. damit auf diesem Weg der Sinn seiner Anwendung in V.. überräumliche Kraft 238 S. 3 nahe. 8." ( 1 2 .1. Dies ist möglich. So soll durch den Rekurs auf VI. 7 .9 einsichtig wird. daß jeder einzelne Gott.8 ) (Kaiτί κωλύει οίήω πλήθος είναι. wesentliches Merkmal des plotinischen Kraftverständnisses. Diese Identität ermöglicht die Harmonisierung von Einheit und Vielheit zur und als Ganzheit.. wie an Hand von Kapitel 7 aus der Schrift VI. 4. 239 der Plotin durch das „Zugleich" zusätzlich Ausdruck verleiht. die am Anfang des Kapitels in 7 . deren Uberräumlichkeit die Grundlage für die Beantwortung der Frage bietet. 1 gestellt wurde: Wie kann sich das. daß die Dynameis eine gewisse Art der Seienden seien: Φήσομεν δυνάμεις ε'ιναι γένος τι των όντων. Τ ο γαρ πλήθος ού συνθέσεις..]. denn dort geht es um das Verhältnis zwischen verschiedenen Kräften. was mit sich identisch ist. daß es in diesem Sinne Vielheit sei. bzw.3 zuV.3 ) [. um Plotins Kraftverständnis eingehender zu betrachten. Diese Vorstellung einer als kraftartige Identität verstandenen Ganzheit wird von Plotin in V. wie aus der Analyse der in der Schrift VI. 4 . 9. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. In VI. das als eine gegenseitige Durchdringung verstanden wird. 8. 18 mit Anm. 1 . 3 deutlich wurde.128. solange es als Substanz einheitlich bleibt? Wenn man bei Vielheit nämlich nicht an Zusammensetzung sondern an die Wirkungskräfte denkt. um die Vorstellung der vollständigen gegenseitigen Durchdringung aus ihm abzuleiten und sie so zu begründen.99. wie auch die All-Kraft / der eine Gott alle anderen ist. 44—47. kraftartige Identität.3 . 7 .
1 9 ausdrückt und damit auf die Wendung in 9. daß die vollständige Durchmischung nur Unkörperlichem möglich ist. 8. der jedoch den Kraftcharakter des N o u s bei seiner B e handlung dieses Problems nicht berücksichtigt und daher auch bei seiner Interpretation der Lichtmetaphorik an dieser Stelle andere Akzente setzt. 19—22. 250 251 ό μ ο ϋ δ έ ε ί σ ι ( ν .3 2 · 244 Vgl.Plotin. und mit der 241 Dies wird aus VI. 243 V I . „ w o " sie sind. 8. 4. 4. 1. den „räumlich oder zumindest quantitativ bestimmten Teilbegriff' 2 4 6 zu überwinden. Armstrong. 247 Buchner. 4. Licht. ohne sich zu zerteilen. wie auch der sie umfassende Nous ganz in jeder einzelnen anwesend ist. 246 Buchner. 2. Dazu auch Armstrong. daß die All-Kraft in den einzelnen Kräften als ganze sein muß.242 Das hat zur Folge. 9 .2. sind die als überräumlich charakterisierten Dynameis nicht teilbar. 2 9 . In Metaphysica 85. 3 4 . Auffällig ist.1 9 aus der Stofflosigkeit direkt ab. Plotins Möglichkeitslehre 140. 8 . 3 auf. 8 angewendet folgt daraus.128. 7 legen die Annahme nahe. Dynameis sind unkörperlich. daß auch bei Piaton das „ Z u s a m menflechten" direkt mit dem Verhältnis verschiedener Dynameis zueinander zusammenhängt. R . von denen jede einzelne alle anderen mitenthält und das Ganze ist. Structure of self-intellection 276. Daraus ergibt sich für Plotin eine weitere Konsequenz: Da er Teilbarkeit von Gebundenheit an den R a u m abhängig macht 2 4 1 . der Geist und das Eine 103 verstanden wird. wie es Plotin in 9 . 21—22 der Schrift IV. 533 c5 συμττέττλεκται.3 6 deutlich. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM 40 . 248 Die von Crystal hier angeführte συμπλοκή aus VI.5. 247 Danach kann er das gegenseitige Durchdringen der Ideen. Gleiches leitet Plotin in V I . so notwendige „verflochtene Komplexität (συμπλοκή248 και συνθεσις) bei gleichzeitiger vollständiger Durchdringung und einer Art Identität. Architecture Anm. 251 mit der das Gedankenexperiment beginnt. als Kräfteverhältnis denken und darstellen. was wiederum auch heißt. Damit erreicht er die für die Abwehr eines Skeptiker-Arguments. Architecture 78. 9. immer als ganze sind. 243 A u f Kapitel 9 der Schrift V.1 zu Syrianus. daß sie. vgl.99. können sich also vollständig gegenseitig durchdringen. 242 249 Crystal. 56 greift vielleicht ein platonisches Motiv auf. 245 Die Zeilen 82. 19). Plotins Möglichkeitslehre 140. 19 nimmt όμοΰ aus 9. ontologisch-logischen Verhältnisses zwischen Ganzem und Teilen aus. das im folgenden erörtert wird. 2—3 zurückweist. 244 Die Vorstellung der vollständigen gegenseitigen Durchdringung oder Durchmischung macht den zweiten wesentlichen Aspekt dieses abstrakten. unten Abschnitt III. daß in dieser Hinsicht jede einzelne Kraft das Ganze ist und auch die einzelnen Kräfte nur als ganze zueinander in einem Verhältnis stehen können. So gelingt es Plotin mittels seines Kraftbegriffs. 245 Vgl. 2 1 . 1 5 . όμοΰ in 9." 249 Im Noetischen ist also alles „zusammt" 2 5 0 (Harder) oder „zugleich".
7 im Z u g e der Darstellung der Entwicklung des N o u s aus dem Einen heraus anfuhrt. 255 Für die Einheitlichkeit der noetischen Hypostase ist sie jedoch wesentlich. den Nous nicht nur mit seinen Erkenntnisobjekten identifizieren. sondern auch mit der ihm eigenen Erkenntnistätigkeit. daß er durch die Darstellung der Verhältnisse im Nous als Integration von Kräften in eine All-Kraft einerseits die Differenz von Subjekt und Objekt bewahren 254 und andererseits zugleich erreichen kann. Daß πολύς in diesem Sinne zu verstehen ist. auf dessen Schwierigkeit die Tatsache hinweist.16—17). Relation 222. In V. 7 erhellt. 18 durch πολλή an. die Plotins Kraftverständnis in diesem Zusammenhang besitzt. 16). einen Gott um die Gabe der Vision zu bitten. 25—26: δτι πολύς έστι.99.128. 254 D i e Wahrung dieser Differenz deutet Plotin in V. Crystal geht jedoch nicht auf die Rolle ein. die wiederum durch den Kraftcharakter erklärt sind. Mystik Plotins 27—30 hinweist. 252 in der Auseinandersetzung mit Sextus Empiricus entwickelt hat. wie es durch Unteilbarkeit und restlose Durchdringbarkeit. daß Plotin im Gebet darum bitten läßt. der Nous als All-Kraft kann. weil jedes von ihnen der ganze Nous ist. h. 1 1 . 1 1 . Es läßt sich vermuten. deutet somit auch auf einen Unsagbarkeitstopos hin. 3. Dazu kann er auf diese Weise. wenn er einen „Teil" seiner selbst wahrnimmt. sich immer nur als ganzen erfassen. d.1 2 . Diese Verbindung hatte Sextus in Adv. die Interpretation der Schrift V. die er in V I . die es Plotin ermöglichen. 3 setzt Plotin Licht und Sehen gleich. bedingt ist. wenn er sich selber. 255 Siehe Crystal.104 Weltzusammenhang als Krafikontinuum er außerdem erneut das zentrale Motiv des „Zugleich" aufgreift. wird deutlich durch die Verwendung des gleichen Begriffs in V. wie im Zusammenhang mit V. auch Bussanich. 8. diese Ganzheit als ein „ Z u g l e i c h " zu etablieren. seine Inhalte wahrnimmt. Structure of self-intellection 2 6 4 . 3 erörtert. d. um diesen Sachverhalt darzustellen. In seiner Spätschrift nimmt Plotin damit 252 Plotins Wendung. daß Plotin dieses Konzept. A u f diese Weise bleibt die hier von Plotin vorgelegte N o u s Darstellung verbunden mit der. Der als intentional strukturierte Kraft verstandene Nous 2 5 6 erkennt immer das Ganze mit. Jedes Einzelne enthält oder ist als ganzes alle anderen als ganze (9. denn jedes „Einzelne" ist alles. wie aus V I . sie ist wesent- liches Merkmal des N o u s als Kraft in ihrer Entwicklung aus ihrem Ursprung heraus. 2 5 .41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . daß der Nous sich nur als ganzer ganz wahrnimmt. 9. bes. Mathematicos VII 311—312 fur unmöglich erklärt.2 6 6 . 253 Siehe Crystal. Z u dieser Bedeutung von πολύς vgl. bzw. Structure of self-intellection 265. weil der Mensch es sich nicht selbst erwirken kann. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 3. da πολύς hier eindeutig die Vielheit der intentionalen Struktur von Denken meint. 3. und daher muß sie von Plotin aufrechterhalten und gegen skeptische Kritik gesichert werden. h. 253 Plotin geht wohl davon aus. das Ganze. Erklärt wird dieses Verhältnis durch die wesentlichen Eigenschaften von „Kraft". der eng mit dem im wesentlichen mystischen Charakter dieser Vision verknüpft ist. worauf Sommer. 256 Vgl. da alles in der noetischen Kräfteganzheit zu Einem zusammen ist (9.
u m eine untrügliche Wahrnehmung seiner selbst zu garantieren. auch 6 . Structure o f self-intellection 283 f.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . mit ihm wesensgleich sein muß. 1 4 .Abschnitt I. den es in seiner spezifischen Verquickung darzustellen gilt. macht ein weiteres wesentliches Merkmal der W a h r n e h m u n g aus.1 7 der Schrift V. 8. 259 V g l . Dabei ist die Auseinandersetzung Plotins mit bestimmten Ansichten des Aristoteles zu berücksichtigen. 8 wird deutlich. Wesentlich ist dabei die gegenüber Piaton differenzierter entwickelte Kraftvorstellung. Diese Identität zwischen N o u s und N o e t a . So weist die W a h r n e h m u n g des Nous. 258 V g l . $ habe ich gezeigt. sein D e n k e n . der die Wahrnehmung und die Seinsweise des N o u s als kraftartiger Einheit wesentlich kennzeichnet. seinen Inhalten oder Ideen. w i e Emilsson zeigt 260 . 257 Allerdings faßt Plotin die bei Piaton für sich bestehenden Kräfte in eine zusammen. w i e sie für den N o u s eigentümlich ist. Bereits im Z u g e der Erörterung von V.9 .o. A u c h diese Identität ist Ausdruck eines zugleich erkenntnistheoretischen und ontologischen Sachverhalts. 260 Siehe Emilsson.Plotin. 8 auf. 1 . D a hinter steht offensichtlich Platonisches: Im Sonnengleichnis wurden D e n k e n . D a n e b e n ist ein w e i terer Punkt zu beachten. bereits bei Piaton vorfand. da gerade diese Charakteristik des N o u s meiner Ansicht nach das metaphysische Grundgerüst der G e dankenbilder inV. u m den Skeptiker-Argumenten zu entgehen und die Einheit des N o u s zu wahren. C o g n i t i o n 241 f. Noesis. das die Hypostase N o u s als Ganzheit von Kräften anschaulich zu machen sucht. Aus den Abschnitten 4 . D e n k v o r g a n g (in Kap. der Geist und das Eine 105 die Vorstellungen des religiösen Gedankenexperiments aus V. den N o u s als kraftartige Einheit darzustellen. die mit Noesis gleichzusetzen ist). dem N o u s innerlich. daß diese Identität bereits früh in der Schrift gefordert und danach im Gedankenexperiment v o n V. der Dianoesis. 9 thematisiert wird.128. die dieses Zusammenfassen überhaupt erst möglich macht. 8 ausmacht. Gedacht-Werden (was bei Plotin dem N o e t o n entspräche) und die sie tragende Ganzheit (das Seiende) als Kräfte verstanden. daß das Licht.i. so daß Plotin die g r u n d legende Vorstellung. Crystal. die meiner Ansicht nach ebenfalls dazu dient. N o e t o n 257 S. 4 und 5 als Sophia bezeichnet. das. Licht. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.99. Denkobjekt und Denkendes. aufgrund seines intuitiven Charakters nichtpropositionales oder vielmehr überpropositionales Wissen ist und sich auch dadurch v o m diskursiven D e n k e n . d. bisher folgende Merkmale auf: es ist ein Erfassen des Ganzen auf einmal 259 (totum simul).4 7 und 5. unterscheidet. h. den M o d u s des Noetischen als Kräfteverhältnis zu verstehen. 258 Das mußte er tun. 4 4 .
264 Auch hier steht Plotin in der Auseinandersetzung mit den Skeptikern.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . das den Nous gegen die Angriffe der Skeptiker immunisiert? Eine Lösung des Problems bedeutet der Ansatz Emilssons. 8.8.ιο6 Weltzusammenhang als Krafikontinuum und Nous müssen zueinander in einer Identitätsbeziehung stehen. Erleichtert wird die Zusammenschau aller dieser Schriften in ihrem B e zogensein aufeinander durch die integrierende Leitvorstellung von „Licht" als Kraft. 261 Die Identität von Nous und Noesis wurde bei der Interpretation der Schrift V. und andererseits als Kräfteverhältnis. der in diesem Zusammenhang das E n - 261 Siehe Szlezak. den sich entwickelnden Nous in seiner Eigenheit vom Einen zu unterscheiden.8. wie gezeigt.6—9 u n d 10—11 und auch V. D i e dreifache Identität wird. das Objekt ist dem Erkennenden nicht innerlich.99. relativiert. Diese Art der Wahrnehmung ist für Plotin. 8. wie 111. Crystal. auch in V.128. was wahrgenommen wird. dargestellt: Aufgenommen (also wahrgenommen) werden bei beiden Arten der Erkenntnis lediglich von außen an das Subjekt der Wahrnehmung herantretende Eindrücke (τύποι oder είδωλα) dessen. 5.6—8 und 10—11 erörtert. wie sie Plotin wohl verstand. 262 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Daher fehlt die direkte Verbindung mit dem wahrgenommenen Objekt. 8 aufgegriffen und soll nun auf ihren epistemologischen Hintergrund hin untersucht werden.2 zu V. 8. Structure o f self-intellection 267-269. anfällig fur Fehlurteile und Täuschungen. und deshalb ist sie dem Nous unangemessen. oder.9 und die gesamte bisherige ontologisch geprägte Nousinterpretation verlangen? Kann also die von Plotin postulierte ternäre Identitätsstruktur des Nous als Kräfteverhältnis aufgefaßt werden. siehe Crystal. wie oben Abschnitt II.1. So werden die in VI. 264 Kann die auf diesem Wege notwendig gewordene „Inwendigkeit" so gedacht werden. 14—17 nahelegen. die dem Z w e c k dienen. 1. 263 Emilsson. 16. Cognition 220-225.4. Nuslehre 126 ff. 3 — immer in Bezug auf die Lichtthematik — erarbeitet und dabei durch den Kraft-Charakter des Lichtes begründet. und oben Abschnitt II. 8. der die Vorstellung eines aktiven und damit sehenden Lichtes in Kombination mit den peripatetischen Geistmodellen grundsätzlich denkbar machte. plotinisch formuliert. Crystal 262 und Emilsson 263 haben die Defizienz sowohl der sinnlichen Wahrnehmung als auch des diskursiven Denkens. 1 gezeigt. Die Gleichheit von Nous und Noeton wurde im Zusammenhang der Interpretation der Schrift V. 7 festgestellten Differenzierungen. 44—47 und 5. wie es das Gedankenexperiment in V. Structure of self-intellection 268 u n d A n m . 5 in Verbindung mit Untersuchungen zu Kapitel III. daß sie einerseits als Identität verstanden werden kann. 4.
daß diese Art der Identität die grundsätzliche Differenz von Subjekt und Objekt innerhalb des Nous nicht aufhebt. daß sein Schema nicht ausschließlich ontologisch verstanden werden soll.267 Bezüglich des Nous.99. 5 zum Objekt seiner Wahrnehmung macht. das der Nous in V. sein innerliches und nicht ein äußerliches ist. Cognition 224-228. 265 Siehe Emilsson. 266 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. In IV. nach außen gerichtete Energeia [ενέργεια έκ της ουσίας] wahrnehmen. Der Begriff des Abbildes (ε'ίδωλον)266 erlaubt aufgrund seiner bereits bei Piaton festgelegten erkenntnistheoretischen Konnotation die von Emilsson vorgenommene Anwendung des Energeiai-Schemas auf das Problem der Wahrnehmung. Dies begründet sich darin. da sie niedrigeren H y postasen angehören und Unsicherheiten ausgesetzt sind. Sommers Interpretation der panenhenischen Mystik: Sommer. den τά δντα) müssen dieselben sein. ist. Hinsichtlich einer Theorie der Wahrnehmung entwickelt Emilsson also folgendes Prinzip: Ein Wahrnehmungsvermögen.128. 7 wird dieser Ausdruck durch den platonischen Begriff ομοίωμα ergänzt und erhält so zusätzliches Gewicht. oder in den Worten von V.Plotin. Affizieren wiederum bedeutet. Mystik Plotins 27—30 und 85—86. wie das Licht.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 268 Emilsson. da Plotin durch seine Verwendung signalisiert. aus der ersten heraustretende Wirkkraft als deren Abbild verstanden wird. 267 Emilsson. was definitionsgemäß Eigenschaft der zweiten Energeia. bzw. Vgl. 21 seines Beitrags daraufhin. der Geist und das Eine 107 ergeiai-Schema zur Anwendung bringt: 265 Bei der Erörterung des EnergeiaiSchemas wurde bereits deutlich. das an sich nicht im Besitz der wesensmäßigen Energeia [ενέργεια της ουσίας] seines Objekts ist. h. siehe auch die entsprechende Anmerkung dieser Arbeit zur Bedeutung des Begriffs πολύς in diesem Zusammenhang. der in seiner Art der Wahrnehmung über sinnlicher Wahrnehmung und diskursivem Denken stehen muß." Emilsson weist allerdings mit Recht in Anm. In other words. es nimmt ihre Abbilder wahr. sondern müssen ihm innerlich 268 sein. Intellect knows the intelligibles by their internal activity and this could not be the case unless Intellect and this activity were identical. d. daß das betreffende Vermögen von seinem Objekt affiziert werden muß. 9 . Cognition 225. Cognition 227 deutet die „Innerlichkeitsthese" in dieser Hinsicht: "Plotinus's celebrated doctrine that the intelligibles are internal to Intellect should be interpreted as the claim that Intellects primary activity and that of the intelligibles is one and the same activity. bleibt nur eine Folgerung: Die ένέργειαι της ουσίας von Nous und Noeta (den Ideen. kann seine Objekte bestenfalls durch ihre zweite. daß nicht im Besitz der wesensmäßigen Energeia zu sein nach Plotins Ansicht bedeutet. daß die zweite. im Gegensatz zur wesensmäßigen. auf etwas anderes eine Wirkung ausüben. 5: die Objekte der Wahrnehmung des Nous dürfen demselben nicht äußerlich. Licht.
128.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . "Εστί δε και τό δν ενέργεια· μία ουν άμφοϊν ένέργεια. ϊν' εν δντα τον voöv εφ' έαυτοϊς εχη ένέργειαν αύτών. R e lation 4. 271 Hier kann φύσις als ουσία verstanden werden. Relation 230.270 als ihre Energeia bei sich haben.] 'Επινοείται γε μην μεριζομένων ΰφ1 ημών θάτερα π ρ ό των ετέρων. Denn der unterteilende Geist ist eines. D a b e i e r w e i t e r t e r es u m d i e D e n k b e w e g u n g u n d g r e n z t es d e u t l i c h g e g e n ü b e r d e m m e n s c h l i c h e n D e n k e n ab: έπε! δέ το öv τοϋ voü προεπινοεΐν ανάγκη. (8. Szlezäk. Übs. 408. schon die Energeia des Feuers beim Feuer ist. Nuslehre 58 und 128 fF. wie z.ιο8 Weltzusammenhang als Krajtkontinuum D a s V e r h ä l t n i s z w i s c h e n D e n k e n d e m u n d D e n k o b j e k t als I d e n t i t ä t t h e m a tisiert P l o t i n bereits i n V. a u f d i e es P l o t i n a n k o m m t u n d d i e es e r m ö g l i c h t . siehe Bussanich. Cognition 228... 270 Vgl. Μία μεν ουν φύσις τό τε δν δ τε νους· διό και τα δντα καΐ ή τοϋ δντος ενέργεια και ό νους ό τοιούτος· [. vgl. Szlezäk. 9. vielmehr sind die beiden Eines. der Eines mit ihnen ist. d e s s e n P o s i t i o n in Z e i l e 1 1 d e n A u s g a n g s p u n k t d e r Ü b e r l e g u n g b i l d e t . der das Seiende [τό δν] und die Allheit der Seienden ist. die wir unterteilen. Szlezäk. 11—18) N u r von uns. έγκεϊσθαι δει τίθεσθαι εν τω νοοϋντι τα δντα.. "Ετερος γ ά ρ ό μερίζων νους. Eine einzige Natur 2 7 1 also sind das Seiende [τό δν] und der Geist. wie dem Szlezäk Nous unangemessen nachdrücklich zurückgewiesen wird. μάλλον δέ τά άμφω εν. την δέ ένέργειαν και την νόησιν επί τοις ουσιν. so daß die Auseinandersetzung mit Aristoteles die Erörterung gleichsam umrahmt. Nuslehre 130 und Bussanich. etwas anderes ist der Geist. nach H B T ) D i e Identifikation der Energeiai von D e n k e n d e m . v o l l z i e h t s i c h als A u s e i n a n d e r s e t z u n g 2 7 2 m i t A r i s t o t e l e s 2 7 3 . ohne diese Positionen oder Einwände genau zu bezeichnen. 273 Z u r Position von Aristoteles.. m u ß man festsetzen. damit [die Seienden] den Geist. daß die Seienden [τά δντα] im Denken liegen und daß als deren Energeia aber auch die Noesis bei den Seienden ist. Da es aber notwendig ist.2 2 2 6 9 . (8. das Seiende [τό δν] vor dem Geist zu denken. ό δέ αμέριστος και μή μερίζων τό δν και τά πάντα. Sleeman / Pollet 1093-94 s · ν · φύσις b4272 Z u Plotins Vorgehen. 11 auf und macht so den Bezug deutlich. d i e I d e n t i t ä t s s t r u k t u r i n n e r h a l b des N o u s als K r ä f t e v e r h ä l t n i s z u v e r s t e h e n . 1 1 . und deshalb auch sowohl die Seienden als auch die Energeia des Seienden als auch der derartige Geist [.99. auf bestimmte Positionen oder Einwände gleichsam erwidernd einzugehen. s. u n d d i e s c h l i e ß l i c h i n Z e i l e 2 0 als m e n s c h l i c h und damit wird. d i e „ P r i o r i t ä t des Denkgegenstan- 269 Siehe zu diesem Textabschnitt auch die Interpretationen von Emilsson. Nuslehre 130 Anm. D e n k e n und Denkobjekt. B. 8 .19-22. οίον έπί πϋρ ηδη την τοϋ πυρός ένέργειαν. wird das eine [als anderes] vor dem anderen gedacht. 274 θάτερα π ρ ό των ετέρων nimmt τό δν τοϋ νοϋ προεπινοεΐν aus 8. der ohne Teile ist und der nicht unterteilt. Es ist aber auch das Seiende [τό δν] als Energeia: Eine Energeia ist also beiden. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.].274 Abgelehnt z e i g t . die Plotin hier abweist.
2. denn nur diese macht das Wesen einer Sache aus und ermöglicht dadurch die vollständige Gleichsetzung. Zuerst verlegt er die Denkobjekte (τά δντα) in das Innere des Nous. der Geist und das Eine 109 des" 275 gegenüber dem Denken selbst. Siehe Abschnitt II. der wahren Zuständlichkeit im Nous nicht angemessen. aber auch spätere Ausformungen seiner Geist-Hypostase. Damit wären Denkobjekte und Denken wesensgleich. Die verwendete Begrifflichkeit 278 und 275 Szlezak. 276 A b έγκεΐσθαι in Zeile 1 1 beginnt Plotin. wie das Feuerbeispiel zeigt.Plotin. αύτόν δε νοεί ό νους κατά μετάληψιν του νοητού in Kombination mit 1072 a30 νους δέ ύπό τοϋ νοητού κινείται ableiten. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. w o Piaton die Seienden als Dynamis bestimmt: [ . Nuslehre 128 und A n m . Sophistes 247 e3. das er explizit als Energeia hervorhebt (Z. D e r Singular mag sich hier aus dem Umstand erklären. Nuslehre 128 f. die unausgesprochen mit dem Nous gleichgesetzt wird. daß das Seiende allgemein das Objekt der intentionalen Struktur der Wahrnehmung bezeichnet. verwendet Plotin nun im selben Kontext das Synonym ενέργεια. Plotin habe den gesamten Problemkomplex nicht vollständig systematisch aufgearbeitet (Relation 2 3 0 . 12—13). Hinter dieser Absicht steht die implizite Prämisse. daß Nous und Noesis miteinander identisch sind. In Zeile 15—17 schließlich wird die Identität von τό öv und Nous erwiesen.3 zu V. relativiert aber den Geltungsanspruch seiner Interpretation.3 3 . 4. seine Widerlegung gegen diesen aristotelischen Standpunkt zu entwickeln. bei der es sich aufgrund der angestrebten und in Zeile 16—17 erfolgenden Gleichsetzung nur um die ενέργεια της ουσίας handeln kann. das in einem deutlichen Zusammenhang mit V. . Mit dem Denkgegenstand ist das τό öv gemeint. denn auch das Denkobjekt an sich ist Energeia. 31—3 5 277 steht. 276 Siehe Szlezäk. . Hierbei handelt es sich um die bereits festgestellte metaphorische Umschreibung des Identitätsverhältnisses. 4. 2. entsprechen auch Nous und Denkobjekt einander. Das Ziel dieses Vorgehens nennt der ϊνα-Satz in Zeile 14—15: Die Energeia der Denkobjekte. Zusätzlich zur Abwehr bestimmter peripatetischer Anschauungen legt Plotin in dieser frühen Schrift den Grundstein für wesentliche. 1072 b i 9 f. 404. Trotzdem bleibt der Wechsel des Numerus von το öv zu τα δντα in dieser Passage rätselhaft. 2 6 . die eine Abhängigkeit und damit eine Verschiedenheit zwischen Denkobjekt und Denken vornimmt. In einem zweiten Schritt setzt Plotin das Denken.1. 277 278 Statt wie in den vorausgehenden Kapiteln der Schrift V. soll der mit ihnen identische Nous sein. Licht.99. 9 den Begriff δϋναμις zu benutzen. Bussanich differenziert zwar zwischen τό öv und τά δντα. Dieses Vorhergehen des Denkobjekts läßt sich für Aristoteles aus Metaph. da er die Ansicht vertritt. mit der ενέργεια της ουσίας der Denkobjekte gleich.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM .2 3 1 ) . die im folgenden expliziert wird. Grundsätzlich wird diese Vorstellung ermöglicht durch Piaton.128. ] τά δντα ώς εστίν ούκ άλλο τι πλην δϋναμις. Da diese von Plotin bereits mit der Noesis identifiziert wurde. Folglich ist eine peripatetische Differenzierung.
110 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum besonders das Feuerbeispiel weisen deutlich auf die nur wenig spätere 279 Schrift V. vorstellt: νους δή και öv ταϋτόν. 282 Vgl. Es liegt daher nahe anzunehmen. Geht man also mit Emilsson davon aus. mit ihnen identisch und Eines. 9 ist nach chronologischer Zählung die fünfte. 280 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 8. daß auch der Schluß von V.ώσπερ ή αΐσθησις των αισθητών .V. daß sie dieselbe wesensmäßige Energeia besitzen. 4. Noesis und Noeton nach V.99. Da diese. 3: 279 V. 4. 19-20 eine Beziehung zu besitzen. die als Identität verstanden wird. 9. daß Plotin von der Erkenntnisform des Geistes auf dessen ontologische Struktur schließt. daß die Identitätsstruktur innerhalb des Nous auch hier wieder durch das unmittelbar vorher eingeführte Energeiai-Schema erklärt wird. die in sich Vielheit und Einheit aufhebt. προόντων in V. die sich ihm als ganzheitliche Kraft. 9 das Energeiai-Schema zugrunde liegt und daß es somit bereits früh eine Anwendung auf ein epistemologisches Problem erfährt. daß die Wahrnehmung des Nous unter Zuhilfenahme des Energeiai-Schemas erklärt werden kann.direkt mit dem Kräfteschema in Verbindung. mit dem Wesen einer Sache identisch ist. 281 Diese Formulierung scheint zu V. sondern der Geist ist selbst seine Objekte. 4. 2 den Bezug des Energeiai-Schemas auf die Wahrnehmung des Nous. Der Geist also und das Seiende [το 6v] sind dasselbe. άλλ' αύτός (νοϋς τά πράγματα). Abschließend formuliert Plotin diesen Sachverhalt in aller Deutlichkeit im fünften Kapitel der Schrift V. H B T ) Es wird deutlich. 9. So läßt sich auch an dieser Textstelle erkennen. 9. 4 voraus. (2. läßt sich die Identität von Nous. 5 . Noesis und Noeton hinsichtlich ihrer Ousia identisch sein. 4. 9. wie die Sinneswahrnehmung auf das Sinnliche. müssen daher auch Nous. 1 1 . Statt dessen ist er an derselben Stelle 281 mit seinen Objekten.128. 2 aufzeigt. 4 die siebente Schrift Plotins. da er unmöglich Abbilder 280 von ihnen empfangen kann (denn woher sollten die kommen?).προόντων.46 läßt an die Formulierung in IV. 8 dadurch erklären. 45 mit προεπινοεϊν in V. 2. als auf vorher Vorhandenes. 13—23 denken und steht so — abgesehen vom kontextuellen Zusammenhang in V.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . indem Plotin es aus der nousspezifischen Art der Wahrnehmung ableitet. 8282 und den aristotelischen Standpunkt zurück. daß der Ineinssetzung in V. Daher überrascht es nicht. είδη in 2.43-48. 7 . 2 . darstellt. wie Plotin in V. Entschieden weist das für den Nous abgelehnte Vorhersein der Wahrnehmungsobjekte auf V. Ού γαρ των πραγμάτων ό νοΰς . εΐπερ μή ε'ιδη αυτών κομίζεται. Πόθεν γάρ. 8. der auch in dieser Passage durch das Kräfte-Schema überwunden wird. dessen Anwendung Identität statt Differenz bedeutet. Übs. Denn der Geist richtet sich nicht auf seine Objekte. Άλλ' ένταϋθα μετά των πραγμάτων καϊ ταύτόν αύτοΐς καΐ εν.
289 ούσία ist hier gleichzusetzen mit τά οντα. Licht. das Denkobjekt. die. 2 bekannten Schemas gemeint. B e i d e Aspekte z u s a m m e n g e n o m m e n machen die doppelte epistemologische S t o ß richtung Plotins in V. daß die 283 Indem αΰτοϋ von Plotin άιτό κοινοϋ gesetzt wird. das allein der d e m N o u s angemessene W a h r nehmungsmodus ist. Nuslehre 129 f. εν καϊ ταύτόν τη ενεργείς α ν ειη· εν δέ τρ ενεργείς τό ον καϊ τό νοητόν· εν αμα πάντα έ'σται. το νοητόν. den diese griechischen Begriffe bei Plotin besitzen. 287 so daß alle A n f o r d e r u n g e n des totum simul erfüllt werden. w i e oben gezeigt. ( 5 . nicht mit dem aristotelischen ενεργείς ohne Artikel zu verwechseln. der Geist und das Eine 111 Εί ouv ενεργεία και ή ούσία αύτοΰ ενέργεια. 284 i f j ενεργείς ist. sowohl die epistemologische w i e auch ontologische Einheit des N o u s sichert. 4 . 288 Bussanich. 288 D e r Aspekt der Identität der Energeiai v o n Weisheit und Seienden 2 8 9 w i e d e r u m begründet die unangreifbare Sicherheit der W a h r nehmung des N o u s an sich. die Möglichkeit. 16: εις ών καϊ πάντες.Vgl. 7 . Diese Identität bedeutet zusätzlich. 287 Dies wird von Plotin auch in V. w e n n er seine Inhalte w a h r nimmt und daß er immer alles zugleich aufFaßt. Sleeman / Pollet 296 s. Geist. gelingt ihm eine stilistisch sehr ansprechende Darstellung der Einheit von Energeia und Ousia.4 3 .3. dann wird er wohl Eines sein und Dasselbe aufgrund der Energeia. 9. 3 . ν. 4 1 . νοϋς.43Vgl. nach Beierwaltes) 284 Besonders die W e n d u n g εν αμα πάντα εσται 2 8 5 läßt die inhaltliche B e z i e h u n g der im Z u s a m m e n h a n g mit d e m Energeiai-Schema besprochenen Stellen zum Ausgangspunkt der Interpretation.Plotin. siehe Crystal. 2—3: εν όμοϋ πάντα oder 9.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . 2 8 6 Das epistemologisch-ontologische Energeiai-Konzept w i r d v o n Plotin dann noch durch die A n w e n dung der einer Kraft wesentlichen Eigenschaften der Uberräumlichkeit und Stofflosigkeit zur Erklärung der Struktur des N o u s vervollständigt. 8 gezeigt werden konnte. 286 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Plotins Möglichkeitslehre 18 darlegt. w i e Buchner. είδος c. Eines werden wohl alle zugleich sein. Eines ist auch aufgrund der Energeia das Seiende und das Denkobjekt.2 6 unmißverstandlich klar macht. 8. daß der N o u s auch i m m e r sich als Ganzes wahrnimmt. 6.128. wie an V.99. Die Übersetzung mit „ D e n k e n " / „denken" gibt nur unzureichend den Sachverhalt des untrüglichen intuitiv-ganzheitlichen Erfassens wieder. Denken. 9 mit dem M o t i v des „ Z u g l e i c h " klar erkennen. d e m Gedankenexperiment aus V. w i e vor allem auch der Bezug zu V. gleichzeitig Ganzheit und Vielheit f ü r die (Selbst-) Erkenntnis des N o u s gegen die E i n w ü r f e der S k e p tiker zu wahren. 285 V. νόησις. Relation 6 weist auf die besondere Bedeutung von νόησις und νοεΐν hin. 9 aus: D e r Aspekt v o n Stofflosigkeit und U b e r r ä u m - lichkeit sichert. mitV. 8. 8. Ist [der Nous] also Energeia und sein Wesen seine 283 Energeia. Structure of self-intellection 2 8 1 . 2 1 . und begründet gegen deren Ansicht Plotins Lehre. ζ.5. 9. M i t Energeia ist hier die Energeia des aus V. Szlezäk. 6-8 thematisiert. vgl. Übs. B. 3.
Metaphysik 103-106. D i e herausragende R o l l e . da auch das Kleine groß ist. Zur Rolle des Lichtes in diesem Abschnitt siehe Beierwaltes. A u f diese Weise w i r d Kapitel 9 mit seiner Götterepiphanie vorbereitet. έπε! καϊ τό μικρόν μέγα· και ήλιος έκεϊ πάντα άστρα. Widerständiges.25-26 . 22-23. ώστε πανταχού πάντα καϊ παν παν καϊ εκαστον παν και άπειρος ή α'ίγλη· εκαστον γάρ αύτών μέγα. Übs. και άμα εκαστον και δλον." 291 Siehe V. καϊ εκαστον ήλιος au καϊ πάντα.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM ... und tatsächlich beschreibt er die innere Beschaffenheit des N o u s in V. siehe K R S 1 2 0 . 4. 2 9 4 auf das zahl- 290 Emilsson. Auch ist Helios dort alle Sterne und jeder Stern wiederum Helios und alle Sterne. D a es sich bei beiden A s p e k ten u m Verhältnisse derselben Kräfte handelt. Denn jedes Einzelne von ihnen ist groß. [. daß die derartig bestimmte Wahrnehmung des Nous immer auch Selbsterkenntnis ist: "In terms of Plotinus's activity theory [gemeint ist das EnergeiaiSchema]. 4.112 Weltzusamtnenhang als Kraftkontinuum W a h r n e h m u n g des N o u s i m m e r schon Selbstwahrnehmung 2 9 0 ist u n d sichert letztendlich die ontologische Einheit des N o u s . so daß jeder überall ist und alles alles und jeder Einzelne alles und unendlich293 das Leuchten ist. καϊ au όρφ έν άλλω πάντα. da es in diesem Sinn bereits von Anaximander gebraucht wird.] (4.. άλλά πας παντϊ φανερός εις τό εΐσω και πάντα· φως γαρ φωτί. what is known in each case cannot be other than the knowing subject. (4. daß Plotin auch in diesem Z u s a m m e n h a n g das L i c h t zur Veranschaulichung und Erklärung der Sachverhalte heranzieht. 293 άπειρος kann . 8. läßt v e r m u t e n .B e g r i f f und das E n e r g e i a i S c h e m a für die E r k l ä r u n g der inwendigen (Erkenntnis-) Struktur des N o u s besitzen. Denn es hat auch jeder alles in sich und sieht wiederum im Anderen alles. es ist Einzelnes und Ganzes zugleich.99. [. denn Licht ist [hier] durch Licht sichtbar. 23: .. The structure of his argument is to establish first the identity of activity for subject and object in knowledge of the ontologically primary and then show that such identity also qualifies as Intellect's self-knowledge or selfthinking.1 2 1 . 4—10 und 22—23 unter V e r w e n d u n g der Lichtmetaphorik. 8..] έκεϊ δε έξ δλου άεϊ εκαστον καϊ άμα εκαστον και δλον. in deren R a h m e n Plotin die Vorstellung des „ Z u g l e i c h " 2 9 1 und der Transparenz zusammenfuhrt: 2 9 2 διαφανή γαρ πάντα και σκοτεινόν ούδέ άντίτυπον ούδέν. Cognition 236 zeigt. Κα'ι γαρ εχει πας πάντα έν αύτω. 294 Zur argumentatorischen Bewegung vom Konkreten zum Allgemein-Abstrakten siehe 292 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. HBT) Plotin führt hier die Götterthematik aus d e m dritten Kapitel der Schrift weiter und ergänzt sie u m die Vorstellungen v o n L i c h t und Helios.. die der D y n a m i s . lassen sie sich problemlos m i t einander verbinden.zusätzlich zum Verweis auf 9. self-knowledge and knowledge of the ontologically primary each requires that the activity constituting the knower is identical with that constituting the known.410) Dort aber ist das Einzelne immerdar aus dem Ganzen.sowohl die Uberräumlichkeit als auch das Fehlen fester innerer Strukturen bedeuten.128. sondern jeder ist jedem sichtbar bis ins Innere hinein und in jeder Hinsicht. Denn alles ist dort durchsichtig und es gibt kein Dunkles.
π α ν τ α χ ο ύ π ά ν τ α in 4. deutet diese Passage als A u s d r u c k einer b e s t i m m t e n . daß sich Plotin eine mystische E r f a h r u n g u n d ihre M e r k m a l e metaphysisch durch A n w e n d u n g des Kraftbegriffs zu erklären sucht? D e r U n t e r s c h i e d beider Ansätze liegt in ihrer „ R e i c h w e i t e " .6). 7 au f die in 9. 8. K o n s e q u e n t spricht S o m m e r daher v o n einer „ m e t a p h y s i s c h e n Theorie mystischer E r f a h r u n g " (S. d. daß bereits in Kapitel 4 alle i m Z u s a m menhang mit Kapitel 9 besprochenen philosophischen Probleme implizit angesprochen werden: die Identität von Subjekt und O b j e k t der W a h r n e h m u n g durch die Innerlichkeitsvorstellung.6 S o m m e r . 3. D i e hier vorgetragenen B e o b a c h t u n g e n sind mit diesem Ansatz kompatibel: Was spricht dagegen. als es die eindeutig klingende Ubersetzung vermuten läßt. 1 5 . hinter der das Energeiai-Schema v e r m u tet werden darf.2 0 ff. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. von i h m i m R ü c k g r i f f a u f Z a e h n e r als panenhenisch b e z e i c h n e t e n F o r m mystischen Erlebens. h. Versteht man deshalb φως unten z u V . 23 a u f das d e m N o u s wesentliche „ Z u g l e i c h " hinweist. der Geist und das Eine 113 reiche sprachliche und damit thematische Bezüge hinweisen. 9 ~ 1 0 auf εις ώ ν και πάντες in 9. 7 ) . άπειρος ή α ί γ λ η in 4. Abschnitt II. 8 B e z u g g e n o m m e n wird. Abschnitt II.128. 2. 2 9 6 auf die deutlich durch άπειρος ή αίγλη in 4. 2 5 . 4 in B e z i e h u n g zu V. das erstaunliche Ä q u i v a l e n z e n z u m System Plotins aufweist. 2.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . daß das αμα in Z . 1. D i e Z e i l e n 4. daß Plotin mit einer derartigen Formulierung die gesamte Struktur des N o u s zu umschreiben vermag. w i e ich es vorschlagen werde. W ä h r e n d S o m m e r den Erklärungsrahmen auf ein mögliches persönliches E r l e b e n ausweitet. ήλιος als den Gott Helios versteht). auch die extrem elliptische W e n d u n g φως γαρ φωτί aus 4 . gehe i c h w e i t e s t g e h e n d systemimmanent vor. 2 9 5 D i e verwendete Begrifflichkeit zeigt deutlich. 297 Alle diese Konzepte m ü n d e n in drei Worten zusammen: φως γαρ φωτί (4.7 Besonders w e n n m a n die V e r b i n d u n g zu 9. 16. 3. zumal Plotin meines Erachtens im unmittelbar davorstehenden Satz durch και πάντα auf ein umfassendes Verstehen hinzuweisen scheint. 16. εκαστον π α ν in 4. daß es i m vierten w i e im neunten Kapitel auch u m das P r o b l e m der Vereinbarkeit v o n V i e l h e i t u n d G a n z h e i t geht. 3.Plotin. 6 in diesem umfassenden Sinn zu deuten. 9. 8. 7 weisen auf 9 . 8 .8 α λ λ ω ouv φωτί α λ λ ο φως öpcj. 8 a u f 9. 21). 1 5 έν α ύ τ ω . 2.99. ebenso die Vorstellung der Vereinbarkeit v o n Ganzheit und Vielheit. D i e Formulierung weist voraus auf die Schrift V. 8 auf 'έκαστος πάντες in 9.4 z u V .2 zu V. Im Z u g e m e i n e r Ü b e r l e g u n g e n zur Lichtmetaphysik Iamblichs werde ich einen ähnlichen W e g einschlagen. 22-23 m a c h e n einsichtig.298 D i e von Crystal 299 und in dieser Arbeit vorgeschlagenen Interpretationen zeigen. (V. da auch in Kapitel 4. Deshalb scheint es mir nicht abwegig. die Plotin seiner N o u s . 27—28 thematisierte U b e r r ä u m l i c h k e i t und ήλιος έκεϊ π ά ν τ α α σ τ ρ α in 4 . jeder Gott alle anderen G ö t ter ist und ein Gott zugleich alle Götter umfaßt (wenn man.V o r s t e l l u n g sichern m u ß . 2. Licht. 9. D e m gesamten Vorstellungskomplex liegt vermutlich die bereits im Z u s a m m e n h a n g mit Kapitel 9 analysierte Kraftvorstellung zugrunde. w i e in Kapitel 9. 2 5 .1. Structure o f self-intellection 283-286 und ο. 5 . M y s t i k Plotins 83 ff.2 6 b e d e n k t .2 6 εις ά π ε ι ρ ο ν . deren Bedeutung wesentlich mehr umfaßt.5 έν α ύ τ φ u n d έν α λ λ ω π ά ν τ α in 4. 299 Crystal.
1 3 : Έ σ τ ι ν ό τι προσδεΐ ακοή και φωνή γένους άλλου εις τό την μεν άκοΰειν. sich selbst genug zum Sehen — denn was es sieht. λάμπον όμοΰ και Χαμπόμενον. denkend und gedacht ineins. ίνα ΐδη. 38—40301 weisen zurück auf das Sonnengleichnis. Z u d e m scheint Plotin darauf hindeuten zu wollen. daß Plotin Piaton hierin rezipiert und dies dem Leser unmißverständlich durch Leitzitate bewußt macht. αύτω αυταρκες προς τό ίδεΐν . modifiziert werden. και νοοΰν και νοούμενον. Da Plotin. mit Plotins ού δεόμενον άλλου. την δε άκούεσθαι und 508 d8—9: Την δέ της όψεως και του όρατοϋ ούκ έννοεϊς ότι προσδεΐται. Die Schrift VI. die sie wahrnehmen ließe. daß diese Kraft keine zusätzliche Kraft braucht.και γ ά ρ δ όρφ αΰτό έστι . das wahrhaft Intelligible. 8 stellt Plotin denselben Sachverhalt schließlich inV. ' 301 302 Vgl.]. 5 0 7 C 1 2 .. wahrnehmungsspezifisch strukturierten Kraft verstanden werden. [durch] sich selbst gesehen und eines anderen nicht bedürfend. leicht geändert) An dieser Stelle läßt sich die Auseinandersetzung mit dem platonischen Vorbild deutlich erkennen.ii4 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum γαρ φωτί im Sinne von „Licht ist durch Licht sichtbar" oder auch „Licht ist zusammen mit Licht sichtbar". ϊνα ΐδη bes. και έαυτω όρώμενον καΐ ού δεόμενον άλλου. ] . um zu sehen. Ausfuhrlicher als in V. die noetischen Vorgänge in Analogie zum Sehen strukturiert und wohl auch als eine Art Sehen versteht. Aus der Schrift VI. 3 . Besonders die Formulierungen in 8. Das Leben im Geist und die Wirkkraft sind das erste Licht.[. Denn Plotins Nous-Energeia ist sich selbst diese Wahrnehmung ermöglichende Kraft. (Übs.99. ίνα ΐδη. bzw. Selbsterkenntnis 3 7 . . leuchtend und zugleich erleuchtet. so kann diese Wendung als Umschreibung der lichthaften. Während Piaton bei der Analyse des Sehvorgangs betont. die der Nous ist und die deshalb. aber auch überwunden. (V. wie es bei Piaton die Aufgabe des Lichtes als τρίτον γένος ist. 302 das Sehvermögen bedürfe zu seiner Realisation 300 Siehe Abschnitt II. αύτω αυταρκες ιτρός τό ίδεΐν. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 38-40). 1. 35-40 3 0 0 dar: Ή δε έν τφ νφ ζ ω ή και ενέργεια το πρώτον φως έαυτω λάμπον πρώτως και προς αΰτό λαμπηδών. R .[ . von Beierwaltes. dessen Vorgaben zwar berücksichtigt. wenn sie ihre Wahrnehmungsobjekte wahrnimmt. 7 aber wird deutlich. der platonischen Vorgabe entsprechend. das sich selbst ursprunghaft leuchtet und Leuchte auf sich selbst hin ist. 8. liegt hier ein weiterer Grund. wie es im Unterschied dazu die vom Sonnengleichnis vorgegebene Struktur verlangt. 3. den Nous als lichthaft zu bezeichnen: N u r so kann er selbst für sich die — vom Einen in ihrer Existenz abhängige — Kraft sein..3 9 . .128. τό αληθώς νοητόν. immer sich selbst wahrnimmt. ist es selbst .4. die sich ihre Wahrnehmung ermöglicht und aktualisiert. 8. 7 zeigt. και έαυτω όρώμενον και οΰ δεόμενον άλλου.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . daß Plotin auch diesen Aspekt des Nous in seiner Abhängigkeit vom Einen begreift.
da der Geist sein Objekt — sich selber — durch sich selber als offenbarende Kraft wahrnimmt." f H μεν ouv των Φοινίκων δόξα.Plotin. daß gerade diese spezifische Charakteristik des Nous vom Einen abhängig ist. denn.B : „Nach der A n sicht der Phöniker. 4. Diese Selbstgenügsamkeit (Autarkie) des einmal etablierten Nous bedeutet aber keinesfalls die Aufhebung der grundlegenden Abhängigkeit vom Einen. 303 Deshalb ist die Kontinuität bestimmter philosophischer Vorstel- 303 Zumindest flir die Zeit des Kaisers Iulian läßt sich diese Vorstellung auch im religiösphilosophischen Kontext nachweisen. besonders der Finalsatz.41 Download Date | 11/29/13 9:58 PM . Aus diesem Grund ist das Licht als bestmögliches Beispiel zur Verdeutlichung des Kraftbegriffs und dessen Anwendungen auf das Noetische legitimiert. 4 . Die Lichthaftigkeit des Nous sichert Plotin zugleich die Abwehr der Vorstellung. Auch in dieser Hinsicht genügt der Nous sich selber. wie sich aus der Zusammenschau der Schriften IV. Licht. Der zweite Hinweis auf die Selbstgenügsamkeit des Nous. was auch aus και γάρ δ όρφ αύτό έστι erhellt. setzt sich Plotin in V. die letztlich auf der Annahme oder Vorstellung beruht. um dies zu explizieren oder in seiner Bedeutung zu erhellen. 7 . 8 (die in der chronologischen Reihenfolge die 3 1 . 3 (in der chronologischen Reihenfolge die 49. 1 7 . die besonders die Analyse von VI. sein Nous bedürfe noch eines Nous poietikos oder eines Nous thyrathen. wie oben gezeigt. 14—21. 2. ergibt. An dieser Kontinuität läßt sich folglich auch die B e deutung der integrierenden und wie eine Klammer wirkenden Lichtbegrifflichkeit im Werk Plotins ablesen.128. 3 8 als instrumentalen Dativ. scheint mir durch die Auseinandersetzung mit Aristoteles bedingt zu sein. Abschnitt I I . s. der in späteren Schriften immer wieder Motive aus vorausgehenden Werken erneut aufgreift und durch sprachliche Ähnlichkeiten auf das Frühere hinweist. 3 gerade davon ab und läßt den Nous auch in dieser Hinsicht sich selbst genügen. Schrift) offenbart eine Kontinuität im Denken Plotins. 5. 3 . Im Rahmen dieser Interpretation verstehe ich daher εαυτω in V. daß das Licht die ideale Kraft sei. deutlich macht. 8 vorausliegen. 39—40 liefert. der Geist und das Eine 115 einer anderen Kraft. wäre nun der nach allen Seiten sich verbreitende Lichtglanz nichts anderes als die fleckenlose Kraftäußerung des reinen Geistes selbst. αχραντον είναι ένέργειαν αύτοϋ τοΰ καθαρού νοΰ την άπανταχη προϊοΰσαν αύγήν ειρη. σοφών τά θεία και έτπστημόνων. Die festgestellte sowohl sprachliche als auch thematische Verbindung zwischen der Schrift V. nämlich der des Lichtes. vgl. wenn er wahrnimmt und dann strukturiert wahrnimmt. richtet sich der Nous auf sich selber. 1 . o. 7 und V. wo Plotin deutlich macht. den Plotin in 8. 1 zu VI. wie der folgende Text. Rede auf den König Helios 134 Α . 7 ergab. ist) und der Schrift V.99. die alle dem Werk V. VI. die ja in den göttlichen Dingen weise und kundige Leute sind. denn nach Aristoteles wird das Sehen erst im Bezug auf sein Objekt zu einem bestimmten und damit realisierten Vermögen. 7. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 8 .
116
Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
lungen Plotins verknüpft mit der wiederholten Anwendung der Lichtmotivik,
die wie ein Leitmotiv zentrale Abschnitte seines Werkes durchzieht und miteinander verbindet. Dabei ist das Licht aufgrund seines Wesens als Kraft besonders geeignet, das in den Schriften V, 3 und V, 8 auftauchende Motiv des
„Zugleich", das die noetische Einheit in jeder Hinsicht begründet, zu veranschaulichen.
Gerade die religiöse Gesamtthematik der beiden Kapitel 4 und 9 der
Schrift V, 8, die Plotin einsetzt, um am Verhältnis des einen, umfassenden Gottes zu den vielen, in ihm (allerdings nicht restlos) aufgehenden Göttern das
zwischen Ganzheit und Vielheit sowie zwischen Subjekt und Objekt im Intelligiblen darzustellen, verdient vor diesem Hintergrund eine eingehendere
Betrachtung. Zugleich zeichnet sich hier möglicherweise bereits der Beginn
einer Entwicklung ab, deren genauere Konturen im R a h m e n der Untersuchung der Funktionalisierung des Lichtes als Kraft im R a h m e n des Rituals
der Theurgie bestimmt und anhand von Iamblichs Konzept der sogenannten
Photagogie konkretisiert werden (s.u. Abschnitt III.5: Das Göttliche in der
Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie). Der Aufweis des religiösen
Hintergrundes, der solartheologischen Theokrasie, soll zunächst jedoch zeigen, daß sich Plotin möglicherweise einer religiösen Vorstellung bedient, um
auf diese Weise seine philosophische Intention zu verdeutlichen (natürlich ist
auch die umgekehrte Annahme möglich, daß nämlich seine metaphysischen
Spekulationen ein religiöses Phänomen erklären helfen sollten). Das Verhältnis des einen Gottes zu seinen Mitgöttern in Kapitel 9 wird in den Zeilen 9—
10 des vierten Kapitels als das zwischen Sonne und Sternen beschrieben. Es
scheint aufgrund des engen sprachlichen Bezugs zwischen den beiden K a piteln plausibel, unter dem „Helios" des vierten Kapitels eine Anspielung auf
den Gott „Helios" der spätantiken griechisch-römischen Religiosität zu vermuten. Das liegt schon wegen einer Assoziation nahe, die den Gott Helios
mit dem platonischen Sonnengleichnis verbindet und damit einen Bezug zur
plotinischen Metaphysik begründen könnte. 304 Außerdem wird Helios im
spätantiken Synkretismus eng mit Licht assoziiert305 oder sogar mit ihm identifiziert 306 . Beides könnte Plotin die Instrumentalisierung der religiösen VorÜbs. Asmus). Diese Vorstellung wird, wie das im Text der Rede Folgende deutlich macht, auf
den stofflosen Charakter der Licht-Kraft zurückgeführt. Der Frage, ob es sich hierbei bereits
um Plotin-Rezeption handelt, oder ob eine allgemeinere Vorstellung dahintersteht, die bereits
Plotins Denken befruchtete, gehe ich hier nicht weiter nach.
304
305
Vgl. Fauth, Helios megistos 1 5 9 - 1 6 1 .
Ζ . B. Prodi Hymni I, Εις "HXiovVers 2: φάους ταμία (ed. van den Berg = Vogt, 1957).
306
Z . B . Orphei Hymni 8, Εις "Ηλιον Vers 18 (ed. Quandt, 1955), wo Helios als ζωής φως
bezeichnet wird und P G M I, 40, 10: Helios als άθάνατον φως (Stelle bei Heitsch, Drei Helios-
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Plotin. Licht, der Geist und das Eine
117
Stellung des Helios auf den Nous hin erleichtert haben, der von ihm ebenfalls
als Licht oder lichthafte Kraft gedacht wird.
Eine Skizzierung der Entwicklung der Heliosvorstellung, die bis zu diesem Punkt fuhrt, die also von den Anfangen bei Homer, bzw. den Hörnenden
bis in die Spätantike reicht, versucht Heitsch anhand der Analyse von drei
Helioshymnen: des homerischen Hymnos an Helios, des Hymnos an die
Sonne von Mesomedes und eines Hymnos aus dem beginnenden vierten
Jahrhundert, der in einen Zaubertext eingearbeitet ist.307 Für den hier behandelten Zusammenhang ist nur der Endpunkt der Entwicklung von Interesse: Mit all der Vorsicht, die eine derartig geringe Quellenmenge verlangt,
zeichnet sich eine Entwicklung ab, an deren Ende eine Art „monotheistischer
Kraftglaube" 308 steht. Dabei handelt es sich um die Vorstellung einer „Allmacht" 3 0 9 , in der viele einzelne Götter aufgehen können und die unter anderem mit dem Namen „Helios" angerufen und magisch-kultisch instrumentalisiert werden kann. Dieser Entwicklungspunkt hängt sicher auch mit der
veränderten Bedeutung von „Licht" zusammen, zu der es bereits im Hellenismus kam und von der Bultmann feststellt, daß Licht zu einer „kosmischen Kraft" 3 1 0 , zu einer „Kraftsubstanz" 311 wird, die man auf das engste mit
Göttlichkeit zusammensieht. 312 Folgerichtig scheint es daher, gerade dem U r sprung des Lichtes eine zentrale Bedeutung im gesamten Weltsystem zuzusprechen. Daß Helios schon seit der frühen griechischen Mythologie den ältesten Göttern zugerechnet wird, 313 erleichtert es, ihn zum umfassenden Gott
zu erklären.
hymnen 153, der aber zumindest die P G M falsch zu zitieren scheint). Insgesamt siehe Fauth,
Helios megistos 1 5 9 - 1 6 1 . Die in diesem besonderen Fall auftretende Gleichsetzung von Sonne
bzw. Sonnengott mit dem Licht darf keinesfalls mit der von Plotin in VI, 4 , 7 vorgenommenen
verwechselt werden und bedeutet deshalb nicht die Aufhebung der für Plotin so wesentlichen
Differenzierung aus dem Sonnengleichnis zwischen Licht und Sonne. Vielmehr geht es darum
zu zeigen, daß Plotin in V, 8,4 möglicherweise ein zu seiner Zeit brisantes religiöses Phänomen
aufgreift und für seinen speziellen Erklärungszusammenhang funktionalisiert.
307
Heitsch, Drei Helioshymnen 1 3 9 - 1 5 8 ; als Zweck der Analysen fuhrt Heitsch auf S. 140
seines Aufsatzes an, er wolle „die Verlagerung der geistigen Haltung, die hinter den Gedichten
steht", herausarbeiten.
308
Heitsch, Drei Helioshymnen 157.
309
Heitsch, Drei Helioshymnen 157.
510
Bultmann, Lichtsymbolik im Altertum 25.
3,1
Bultmann, Lichtsymbolik im Altertum 25.
312
Darauf weist auch die oben angeführte Iulian-Stelle Rede auf den König Helios 134 A - B
hin. Siehe auch unten zur soteriologischen Bedeutung von Licht im theurgischen Ritual.
313
Fauth, Helios megistos 1 1 4 .
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118
Weltzusammenhang als Krafikontinuum
Über diese allgemeine Grundlage hinaus gibt es noch zusätzliche Parallelen zwischen Heliosvorstellung und Nous, die eine Anwendung des religiösen Gottesbildes speziell auf den Nous nahelegen, bzw. Zeugnisse, die zeigen,
daß speziell dieser Gott der neuplatonischen Nousvorstellung sehr nahe
stand, bzw. als ihr sehr nahestehend gedacht wurde. In seinem Hymnos auf Helios hebt Proklos in Vers 14 dessen Abstammung vom „unsagbaren Erzeuger"
hervor. 314 Dies kann mit Fauth 315 dahingehend verstanden werden, daß der
Gott Helios zumindest in diesem Hymnos mit der dem Einen nächstfolgenden Hypostase des Nous gleichgesetzt wird. Darauf deutet auch eine Wendung in V. 34 3 1 6 hin, die Helios als Abbild des allzeugenden Gottes bezeichnet,
denn auch der Nous wird von Plotin als είκών des Einen 3 1 7 verstanden. Weiterhin legt eine Passage aus den Chaldäischen Orakeln eine Affinität zwischen Helios und Nous nahe. 318 In enger inhaltlicher Beziehung zu diesen
Formulierungen, die offensichtlich eine wesentliche Durchdringung von H e lios und Nous voraussetzen, steht ζ. B. Plotin V, 5, 3,1—4, w o Plotin den Nous
als zweiten Gott nach dem Einen bezeichnet. 319 Die Wendung θεός δεύτερος320
könnte zusätzlich auf eine Funktion und Position hinweisen, die der Sonnengott in den Zaubertexten besitzt. 321 Ein zeitgenössischer Leser könnte durch
diesen Hinweis den Nous mit dem Sonnengott religiös-magischen Hintergrundes assoziieren 322 , jedenfalls dann, wenn man davon ausgeht, daß die
Zauberpapyri halbwegs geläufiges Gedankengut widerspiegeln. So ergibt sich
314
π α ΰ σ α τ ο σεΐο φανέντος άτι' άρρητου γενετήρος. (ed.Vogt, 1957)•
Fauth, Helios megistos 135.
316
είκών π α γ γ ε ν έ τ α ο θεοΰ [...]. Wirkungsvoll steht das entscheidende Wort am direkten
Anfang des Verses.
315
3,7
Vgl. z. B.V, 1, 6 , 4 5 - 4 8 in Verbindung mit 7 , 1 u n d V I , 8 , 1 8 , 35.
Fauth, Helios megistos 1 3 4 zitiert als Beschreibung des Nous O C Frg. 60 (ed. Majercik):
πΟρ πυρός έξοχέτευμα [...], was an Plotins Vorstellung des φως ΕΚ φωτός in IV, 3, 17, 1 3 - 1 4 erinnert, w o allerdings das Verhältnis zwischen verschiedenen Formkräften beschrieben wird; s. u.
Abschnitt II.2.3.1 zu IV, 3, 1 7 , 1 2 - 2 1 .
318
3,9
W i e auch inV,8, 1 3 , 1 0 - 1 1 .
320
V, 5, 3, 3-4Siehe Fauth, Helios megistos 1 1 9 .
322
Daß hier von Plotin tatsächlich an den Kontext magischer Vorstellungen appelliert wird,
legt auch die Wendung π ρ ο μεγάλου βασιλέως in V, 5, 3, 8-9 nahe. D e n Titel μέγας βασιλεύς
trägt in einem Zaubertext der höchste Herrscher, der dem Helios noch vorsteht, vgl. Fauth,
Helios megistos 154, so daß sich θεός δεύτερος für den Nous und μέγας βασιλεύς fur das Eine
zum Ganzen einer Darstellung ontologischer Verhältnisse vor dem Hintergrund magischer
Vorstellungen fugen. Das Auftauchen zweier Begriffe magischer Konnotation auf so engem
R a u m kann schwerlich ein Zufall sein und weist zum einen deutlich auf den magischen K o n text hin, der hier zum Z w e c k der Veranschaulichung funktionalisiert wird, zum anderen macht
es die Analogisierung Helios - Nous auch fur die Zeit Plotins plausibel.
321
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Plotin. Licht, der Geist und das Eine
119
das Bild einer auf Strukturäquivalenzen beruhenden Affinität zwischen H e lios und Nous, die zumindest im späteren Neuplatonismus bei Proklos dazu
fuhrt, daß Helios Merkmale des plotinischen Nous beigelegt werden.
Bisher wurde zu zeigen versucht, daß Helios- und Nousvorstellung genug
Berührungspunkte besaßen, um den zeitgenössischen Leser der Schrift V, 8
das Kapitel 4 als Hinweis darauf verstehen zu lassen, welcher Gott in Kapitel
9 die anderen Götter in sich vereint, um so das religiöse Phänomen zur Erhellung des philosophischen Problems heranzuziehen und das Gedankenexperiment und die erstrebte Epiphanie zu erleichtern, da Helios augenscheinlich im religiös-magischen Umfeld als das Analogon zum Nous des N e u platonismus betrachtet wurde. Voraussetzung dieser These über das Vorgehen
Plotins ist, daß man die aus späteren Texten rekonstruierte religiös-magische
Geisteshaltung auf die Zeit Plotins zurückübertragen und sie als eine Vorstellung betrachten darf, die in einem gewissen Grade unabhängig von der Philosophie ist, da sie sonst für Plotin keinen explikativen Wert besäße.
Da sich auch im Religiösen ein Analogon fur die inwendige Einheit und
damit die Identitätsstruktur des Nous rekonstruieren läßt, ergibt sich ein weiterer und im Zusammenhang mit der philosophischen Problematik von V, 8
wesentlicher Schnittpunkt zwischen Helios und Nous in der Vorstellung
einer Allmacht oder All-Kraft (δύναμις πάσα; s. ο. zu V, 8, 9, 24—27), in der die
einzelnen Götter bzw. Noeta aufgehen können und so eine kraftartige Vielheit in einer Ganzheit konstituieren. Wie Heitsch gezeigt hat (s. o.), ist für
Helios in der Spätantike die Tendenz zu erkennen, ihn pantheistisch auszuweiten und, unter Gleichsetzung mit Zeus, Apollon und Pan, 323 zum gewaltigsten Gott, θεός μέγιστος, zu erheben. 324 Im Z u g e dieser Ausweitung werden die Einzelgötter als Aspekte eines einheitlich gedachten Gottes aufgefaßt,
mit dem Ziel der „höchstmöglichen Erweiterung und Vervollständigung der
alle Einzelgestalten vereinnahmenden pantheistischen Dynamis" 3 2 5 . Diese
wohl ursprünglich aus der magischen Daseinsbewältigung 326 entstandene
oder wenigstens eng mit ihr verknüpfte Vorstellung der magisch zu nutzenden All-Kraft konnte leicht auf philosophische Systeme ausstrahlen oder in
sie integriert werden. Wie ein stark religiöses, aber auch zugleich philosophisches Verstehen 327 dieser Helios-Vorstellung in der zweiten Hälfte des vierten
Jahrhunderts aussehen konnte, zeigt ein Blick auf Kaiser Iulians Rede auf den
323
324
325
326
327
Siehe Fauth, Helios megistos 6.
Siehe Fauth, Helios megistos 3 1 .
Fauth, Helios megistos 187.
Vgl. Heitsch, Drei Helioshymnen 1 5 7 f. und Fauth, Helios megistos 188.
Siehe Fauth, Helios megistos 148.
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Weltzusammenhang
120
als
Kraftkontinuum
König Helios. In seiner R e d e versucht Iulian, die verschiedenen Götter und
die mit ihnen verbundenen Funktionen in einem allmächtigen, einigenden
Gott Helios aufgehen zu lassen (bes. 143 D—144 C), w i e bei Plotin im N o u s
die einzelnen N o e t a einend zusammengefaßt sind. Dabei verlieren weder die
Einzelgötter bei Iulian (143 B; 1 5 6 D - 1 5 7 A )
noch die N o e t a bei Plotin
(V, 8 , 9 , 1 7 ) vollständig ihre Identität. 328 Es geht also auch bei Iulian und damit bezüglich des pandynamisch ausgeweiteten Helios u m die Vereinbarung
von Einheit und Vielheit in einer dynamisch vorgestellten Ganzheit. Sein
Streben nach Theokrasie bringt für ihn das gleiche Problem mit sich, das P l o tin im K o n t e x t der Nous-Darstellung in V, 8, 9 zu lösen hat, so daß man von
einer Konvergenz der Bereiche R e l i g i o n sowie Magie einerseits und der Philosophie andererseits an diesem Punkt sprechen kann. A u c h Iulian versteht
im Z u g e der Bewältigung dieses Problems Helios als zweite Hypostase nach
dem Einen (132 D—134 A), wobei er dies in direktem R e k u r s auf das S o n nengleichnis erläutert. 329 Aus 139 C—D wird deutlich, daß Iulian Helios als
eine A r t zusammenhaltende oder integrierende Kraft 330 versteht, die die A u f hebung der Vielheiten sowohl des Bereichs der sinnlichen Wahrnehmung w i e
auch des Intelligiblen bewirkt. Vor dieser Grundlage, das Wesen 331 des Helios
als Kraft zu bestimmen (142 B—D), nimmt Iulian schließlich den Ausgleich
zwischen der Vielheit der Götter und der Einheit ihres Aufgehens in Helios
vor (143 B), indem er (143 B—C) die einzelnen Götter, die ebenfalls als Kräfte
verstanden werden (144 D), in der bergend-umfassenden Kraft des Helios
aufgehen läßt:
[ . . . ] τ ο ν δέ ο ύ ρ α ν ό ν σ ύ μ π α ν τ α π λ η ρ ώ σ α ς τ ο σ ο ύ τ ω ν θ ε ώ ν ό π ό σ ω ν α ύ τ ό ς έν έ α υ τ ω ν ο ε ρ ώ ς εχει, π ε ρ ί α ύ τ ό ν ά μ ε ρ ί σ τ ω ς π λ η θ υ ν ο μ έ ν ω ν κ α ϊ ένοειδώς α ύ τ ω σ υ ν η μ μ έ ν ω ν .
[ D e n A l l - K ö n i g Helios], der d e n g a n z e n H i m m e l m i t einer s o l c h e n M e n g e v o n G ö t t e r n
erfüllt hat, w i e er sie in sich selbst intellektuell u m f a ß t , v o n G ö t t e r n , die sich ungeteilt
u m i h n v e r v i e l f ä l t i g e n u n d einartig mit i h m v e r b u n d e n sind. (156 D — 1 5 7 A ; U b s . Asmus)
D i e Parallelen zu den Bildern und Gedankenexperimenten Plotins in V, 8, 4
und V, 8, 9 sind evident: Die Vorstellung von Göttern als Kräften, die in einer
übergeordneten Kraft einheitlich aufgehoben werden, entspricht der Lösung
des Hauptproblems der synkretistischen Bestrebungen, Helios mit einer V i e l zahl anderer Götter zu identifizieren, ohne die Vorstellung einer monotheistischen Einheit aufzugeben. Bei Plotin ist Helios alle Sterne und jeder einzelne
328
D a z u o b e n u n d u n t e n A b s c h n i t t III.5.2.1 zu Syrianus, In Metaphysica 85, 1 9 - 2 2 .
329
V g l . A s m u s , Kaiser Julians philosophische W e r k e 138.
330
συνεκτικής δ ύ ν α μ ι ς .
331
ούσία.
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Plotin. Licht, der Geist und das Eine
121
Stern wiederum ist Helios und alle anderen Sterne. Für den Helios-Kult darf
man wohl eine Gottesvorstellung annehmen, gemäß der Helios als All-Kraft
alle göttlichen Einzelkräfte in sich vereinigt, also auf diese Weise alle Götter
ist, ohne dabei seine göttliche Einheit zu verlieren.
Trotz dieser thematischen Affinitäten bleibt ein methodisches Bedenken,
die auf diesem Weg erarbeiteten Affinitäten auf die Interpretation Plotins anzuwenden, weil ich aus bestimmten Texten eine religiös-magische Heliosvorstellung rekonstruiere, von der ich in einem zweiten Schritt annehme, daß
sich Plotin auf sie bezieht und sie als veranschaulichendes Beispiel benutzt,
obwohl die von mir herangezogenen Texte zu einem großen Teil nach Plotin
entstanden sind. Die enge Affinität zwischen dem religiösen Phänomen H e lios und dem philosophischen Problem der Struktur des Nous und die K o n vergenz von Vorstellungen aus beiden Bereichen, wie sie sich bei Iulian zeigt,
muß also aus späteren Quellen für Plotins Zeit rekonstruiert werden, um so
durch einen Blick auf den Heliossynkretismus Plotins Wendung in V, 8,4,9—
10 zu verstehen. Dieser Schritt in die religiöse Umwelt scheint trotzdem
deshalb angebracht, weil eine Erklärung der Passage durch den naheliegenden
Rekurs auf das Sonnengleichnis zu einer Identifikation von Nous und Sonne
und damit von Nous und Einem führen würde. Explicandum muß also das
Problem der Versöhnung von Einheit und Vielheit sein. Z u zeigen, wie eng
dies mit dem Helioskult und dessen Vorstellungen verwandt ist, ist Aufgabe
des hier von mir vorgeschlagenen Rekonstruktionsversuchs und wird durch
Iulians R e d e beispielhaft erläutert, der, wohl von Iamblich beeinflußt, 332 auf
genau die Lösung, die Plotin für das Problem findet, zurückgreift. Dabei
bleibt es allerdings unentscheidbar, ob in späteren Zeiten, speziell von Iulian,
religiös-magische Vorstellungen, die bereits Plotin beeinflußten, herangezogen
wurden, oder ob Plotins Vorstellungen Grund und Ursprung dessen sind, was
Iulian vorbringt, um die vielen Götter des griechischen Mythos in seinem allmächtigen Sonnengott aufgehen lassen zu können. N u r im ersten Fall ist die
hier vertretene Heliosinterpretation in dem von mir vorgeschlagenen Bezug
auf Plotin legitim.
Geht man, wie ich es trotz aller Bedenken tue, und wie es auch der
sprachliche Bezug zu magischen Vorstellungen in V, 5, 3, 3—9 (s. o. die entsprechende Anmerkung) nahelegt, davon aus, daß diese Heliosvorstellung schon
zu Plotins Zeiten neben seiner Philosophie bestehendes, geläufiges Gedankengut ist, dann wird Kapitel 4 der Schrift V, 8 zu einer Verständnishilfe, durch
332
Auf Iamblich weist u.a. Iulians Formulierung έν έαυτώ νοερώς ΐίχει ( 1 5 7 Α ) hin, die
Iamblichs περιέχειν-Konzept aufzugreifen scheint; siehe unten Abschnitt III. 1.
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122
Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
die Plotin die abstrakt-allgemeinen Aussagen in Kapitel 9 vorbereitet und deren Verstehen durch den Verweis auf die konkrete religiöse Erfahrung erleichtert.
II. 1.6 Zwischenergebnis der bisherigen Untersuchungen zur Licht- und Kraftmetaphysik Plotins in ihrer Tradition und ihrer Anwendung auf die Entstehung des
Nous aus dem Einen und die innere Struktur des Nous
Piaton legt in den Zentralgleichnissen der Politeia die Grundlage für die Entwicklung des Komplexes aus Kraft- und Lichtmetaphysik bis Plotin und, wie
sich zeigen wird, darüber hinaus. Er nutzt den Dynamis-Charakter des Lichtes und dessen Funktion als vermittelndes Band innerhalb des Geflechts von
Sehen und Gesehen-Werden und das Verhältnis des Lichtes zu einer von ihm
verschiedenen Ursache, um per analogiam Denkbarkeit und Sein des Intelligiblen als Wirkungen der Dynameis des το öv und der Wahrheit zu verstehen,
die von der Idee des Guten als von ihrer Ursache abhängen. Schon bei Piaton werden sowohl die Funktion des Lichtes als auch die von Wahrheit und
dem Seienden in gleicher Weise ontologisch und epistemologisch begriffen:
Die Dynamis, die bei Piaton die Denkbarkeit des Intelligiblen bewirkt, ist
zugleich die Kraft, die dessen Sein begründet. Immer aber wird diese Kraft in
der Abhängigkeit von ihrer Ursache und damit als von dieser verschieden gedacht.
Die Vorstellung einer lichtartig wirkenden Kraft wendet auch Aristoteles
an, um die Wirkung des Nous poietikos auf den Nous pathetikos zu erläutern. Seine Verwendung des Hexis-Begriffs weist deutlich auf die platonische
Licht-Dynamis und ihre Funktion zurück, wie besonders die Kommentare
des Alexander von Aphrodisias zeigen. Auf diese Weise werden Licht- und
Geistvorstellung in ein Vergleichsverhältnis gebracht und so einander angenähert.
Plotin rezipiert diese Vorbilder und kombiniert die darin enthaltenen Vorstellungen. Ziel seiner synthetisierenden Bemühungen ist es, die Entwicklung
des Nous aus dem unveränderlichen Einen darzustellen und zu erklären. Dazu greift er erstens das Moment der Abhängigkeit einer Kraft von ihrer Ursache auf, das er als Hervorgehen der Ενέργεια εκ της ουσίας aus der ενέργεια της
ουσίας erklärt. Diesen Prozeß stellt er primär als Hervorgehen des Lichtes aus
der Sonne oder der Helle dar, woraus für ihn folgt, den Nous als Licht und
das Eine als Sonne oder Glanz, bzw. Helle zu verstehen und zu beschreiben.
Die sich ausdifferenzierende Entwicklung des Nous, die ihn bis zu dem
Zustand führt, in dem er sich deutlich vom Einen unterscheidet, entfaltet
Plotin dann als Prozeß, der von einem unbestimmten Wahrnehmen zu einem
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Plotin. Licht, der Geist und das Eine
123
in seinem O b j e k t b e z u g vollständig realisierten W a h r n e h m e n f u h r t . D i e s e
E n t w i c k l u n g ist n u r u n t e r d e r lichthaften Kraft des E i n e n m ö g l i c h , d e n n P l o tin versteht diese A r t d e r W a h r n e h m u n g in einer K o m b i n a t i o n s o w o h l p l a t o nischer als a u c h aristotelischer Vorstellungen als S e h e n , das sich i m L i c h t erst
vollständig ausbildet. Diese lichthafte Kraft ist der M o d u s , in d e m sich das E i n e d e m Geist mitteilt, aber a u c h , verstanden vor d e m H i n t e r g r u n d des E n e r geiai-Schemas, d e r N o u s selbst. In seiner v o m E i n e n b e g r ü n d e t e n L i c h t h a f tigkeit ist er zugleich B e d i n g u n g der M ö g l i c h k e i t u n d Vollzug d e r W a h r n e h m u n g . W i e b e i P i a t o n k o n v e r g i e r e n Epistemologie u n d O n t o l o g i e i m Vorstell u n g s k o m p l e x d e r lichthaft w i r k e n d e n Kraft in d e r A b h ä n g i g k e i t v o n i h r e r
Ursache.
A u c h die i n w e n d i g e S t r u k t u r des N o u s , d. h. das i m N o u s g e l t e n d e Verhältnis z w i s c h e n N o u s , N o e t o n u n d Noesis, erläutert P l o t i n als Verhältnis v o n
Licht zu Licht, v o n Kraft zu Kraft. D a b e i gelangt er zu d e r Vorstellung e i n e r
kraftartigen G a n z h e i t , die zwar die Vielheit d e r i m O b j e k t b e z u g realisierten
S t r u k t u r v o n W a h r n e h m u n g w a h r t , gleichzeitig a b e r die Identität v o n S u b j e k t u n d O b j e k t e r m ö g l i c h t ; d. h. Plotin schildert d e n N o u s als All-Kraft, in
der andere Kräfte einheitlich u m f a ß t u n d e i n g e b e t t e t w e r d e n . U m dieses Verhältnis zu erklären, m a c h t er sich die w e s e n t l i c h e n E i g e n s c h a f t e n d e r Kraft,
n ä m l i c h U b e r r ä u m l i c h k e i t , Stofflosigkeit u n d U n t e i l b a r k e i t , z u n u t z e u n d
greift a u ß e r d e m das bereits bei Piaton in der Politeia b e g r ü n d e t e M o m e n t d e r
Aktivität d e r D y n a m i s auf. So k a n n er die E i n h e i t des N o u s in j e d e r H i n s i c h t
sichern.
I m m e r w i e d e r zeigt sich dabei, daß P l o t i n die Vorgänge i m Intelligiblen
n i c h t w i e P i a t o n als Analogie z u m Licht o d e r w i e Aristoteles als m i t d e m
Licht vergleichbar versteht, s o n d e r n direkt u n d i m e i g e n t l i c h e n S i n n als E n t wicklungsprozesse u n d Z u s t ä n d l i c h k e i t e n w a h r e n Lichtes b e g r e i f t . O d e r , u m
es m i t T h o m a s v o n A q u i n auszudrücken, 3 3 3 f ü r P l o t i n ist in d e m b e t r e f f e n d e n
Begriff des Lichtes selber ein G e m e i n s a m e s g e g e b e n , das hier w i e d o r t ausgesagt w e r d e n k a n n . Dies G e m e i n s a m e liegt darin b e g r ü n d e t , daß das L i c h t
Kraft, also E n e r g e i a o d e r D y n a m i s ist.
D a ß es in d e r spätantiken Religiosität a u s g e r e c h n e t d e r G o t t H e l i o s ist, f ü r
d e n S t r u k t u r e n n a c h g e w i e s e n w e r d e n k ö n n e n , die d e n e n des N o u s sehr ä h n lich sind, zeigt, d a ß Plotin m i t seiner Lichtvorstellung u n d ihrer Ü b e r t r a g u n g
ins Geistige n i c h t alleine stand. Z u g l e i c h ist d a m i t ein B e r e i c h b e r ü h r t , d e r
f ü r die N e u p l a t o n i k e r n a c h Plotin, besonders aber f ü r I a m b l i c h u n d seine
N a c h f o l g e r v o n h ö c h s t e r B e d e u t u n g sein w i r d u n d d e r d e r e n V e r w e n d u n g
333
Vgl.Thomas von Aquin II Sent. D 1 3 q.i a2, zitiert bei Baeumker, Witelo 4 1 7 .
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Die andere. Plotins Ontologie als „Kraft. da man bereits bei Porphyrios eine Annäherung an die Theurgie erkennen kann. 334 Im Z u g e dieser Entwicklung treten jedoch einige Aspekte der Kraftmetaphysik weiter in den Vordergrund.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . das die Kraft in ihrer Wirkung aufnimmt. als die des Lichtes von der Sonne begriffen. Jahrhunderts. aber gleichzeitig binnendifferenzierter Kraftstrom 335 Nachdem so die Bedeutung der Lichtmetaphysik innerhalb des Systems Plotins unter dem Aspekt der Entstehung des Nous aus dem Einen und dessen innerer Struktur erörtert worden ist.20—27 primär als Ausdruck der Kontinuität.128. der darauf hinweist. 1. Schon in den voranstehenden Untersuchungen wurde deutlich. Schibli bemerkt dazu allerdings. also als Abhängigkeit einer Kraft von ihrer Ursache nach dem Energeiai-Schema. räumte dagegen der reinen Philosophie die höchste Priorität ein (Hierocles 108). um vertikale Strukturen als Abhängigkeitsverhältnisse zu verdeutlichen. daß Iamblich und seine Nachfolger eine spezielle Art des Neuplatonismus vertraten: die. in dem ich Plotins System als umfassenden und binnendifFerenzierten Kraftstrom darstellen möchte. um horizontale Verhältnisse wie die inwendige Einheit des Nous zu veranschaulichen. ohne daß sie bei deren Wirken ihre Einheitlichkeit verlöre und zerstückt w ü r d e " . wie stark das neuplatonische Kra/ikonzept vom Lichtmodell auch in dieser zentralen Hinsicht abhängig bleibt. a. daß das Licht als Kraft nicht nur benutzt wird. der nach dem Zeugnis des Damaskios Plotin und Porphyrios zuzurechnen sind.20—27 der letzten Schrift Plotins (1. so läßt sich der Text 1 .2 Der Zusammenhang des plotinischen Systems als umfassender.99. die im plotinischen System herrscht. 335 Das folgende Kapitel ist besonders Buchners Erkenntnis verpflichtet. verstehen.124 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum der Lichtmetaphysik erheblich beeinflussen wird. bewußt war. daß selbst späteren Neuplatonikern des 6. berücksichtigt werden. die bisher weniger großes systematisches Gewicht besaßen: der Aspekt der Lichtkraft als Mittlerer und der Aspekt des „Mediums". wie Damaskios. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 7 . Besonders dieser Aspekt des Aufnehmenden wird im folgenden Abschnitt. Dazu knüpfe ich an Kapitel 1. sondern auch. Alles hängt kontinuierlich vom Guten ab. daß diese Klassifikation zu simplifizierend ist. II. zu begreifen (Möglichkeitslehre 140). die sich wiederum 334 Siehe Schibli. Dabei wird sich zeigen. möchte ich die Perspektive auf den gesamten Seinszusammenhang seines Systems ausweiten.7) an: Hebt man die unhintergehbare Verbindung zwischen Licht und seiner Ursache hervor. die sich um die systematische Integration der Theurgie in ihre Philosophie bemühte. die viele Einzelkräfte umschließt. und diese Abhängigkeit wird von Plotin u.
5.und Lichtstroms. nachdem er einmal ein M o d e l l zur Erklärung seiner Absichten entworfen hat. anwenden zu können. 20-27 verstanden werden. in dem sich der N o u s konstituiert. In diesem Z u s a m m e n h a n g spreche ich von horizontaler Einheit. 6—7. Z u m anderen ist das Licht aber auch das. u m sie bei der Behandlung der j e w e i ligen Problemkomplexe. die Interpretation zu V I . Blumenthal. 4: Das Energeiai-Schema. B. 3 3 7 Es n i m m t dabei bisher als ενέργεια έκ της ουσίας die Position dessen ein. das Paradigma v o n Kraft. Vgl. dies z u m Z w e c k besserer R e p r ä sentation zu erweitern oder zu modifizieren. denen er sich bei der Ableitung der Vielheit aus dem Einen gegenübersieht. w i e Plotin seine eigene V o r stellung v o m Licht als ενέργεια 340 durch Aspekte. 1 9 . Dieses M o d e l l steht meiner Ansicht nach neben dem des sich in der U m wendung jeweils konstituierenden Aspekts v o n Geist und Seele. Architecture 54-55 und Schroeder. ermöglicht und trägt.1 zur Schrift Plotins Schrift V I . 7. 35. So ist das Licht. das aus dem E i nen als seiner Ursache hervorgeht und das sich schließlich als N o u s erweist. F o r m 30—32 u. die Entstehungsdarstellungen der ontologischen Kontinuität Plotins u m ein bisher w e n i g beachtetes M o d e l l bzw. indem es den W a h r nehmungsprozeß. dessen philosophiehistorische Erörterung zu ergänzen: das des sich binnendifferenzierenden Kraft. 7. den Abschnitt II. 341 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. daß Plotin. den N o u s als binnendifferenzierte Ganzheit und Einheit zu begreifen. 1.128. S. Psychology 3 weist darauf hin. die er aus peripatetischen Lichtmodellen übernimmt.3 1 . 338 Die Verbindung dieser Begriffe mit dem des Lichtes als Kraft sichert in Plotins System den Zusammenhang seines Weltsystems v o m Einen bis zur Materie. nämlich παρεΐναι und συνέχειν. Innerhalb dieses Prozesses fundiert das Licht nun z u m einen die Einheit des N o u s in epistemologischer und ontologischer Hinsicht. ζ. Damit sind zwei Strukturbegriffe. nicht zögert. die sich flir Plotins gesamten ontologischen Bau als zentral erweisen w e r den. Armstrong. 15 u. 336 337 338 Beide Begriffe können als Explikationen des άνήρτεσθαι und des ούκ άποτέτμεσθαι aus I.99. 7: D e r Geist als lichthafte Kraft in ihren Entwicklungsphasen. zu IV. 339 Allgemein zur umfassenden Kontinuität des plotinischen Systems vgl.1.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Architecture 112. 339 Im folgenden werde ich zeigen. Armstrong. o. und außerdem als Kraft die Bedingung dafür ist. o. anreichert. 336 das Verbindende zwischen dem Einen und dem Nous. den Abschnitt zu Plotins Schrift V.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 125 als Verhältnisse zwischen ενέργεια της ουσίας als Ursache und ενέργεια έκ της ουσίας als Verursachtem verstehen lassen. b e z e i c h net. 3 4 1 Versucht werden soll also. 16. bes. 340 S. wodurch das Eine i m Geist anwesend ist und verbindend und zusammenhaltend wirkt und damit eine vertikale Einheit zwischen H ö h e r e m und N i e d r i gerem in der O n t o l o g i e stiftet.
έκέκρυπτο γ α ρ αν πάντα μορφήν έν έκείνφ ούκ έχοντα. Einzelseele und K ö r per. Grundlegend für diese Ansichten ist Baeumker. daß sich Plotins Hypostasenreihe. 343 Vgl. Architecture 83. den Weltzusammenhang betreffenden Punkten untersucht werden: ι . Plotin nimmt zu diesem Problem eine ambivalente Haltung ein. Neuplatonische Seinsphilosophie 16. der in der Position des Lichtes zwischen Stofflichem und Geistigem dessen Eignung sieht. II. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Armstrong.2. ούδ' α ν το πλήθος ην αν των δντων τούτων τ ω ν ά π ό τοϋ ενός γεννηθέντων μή των μετ' αυτά τήν πρόοδον λαβόντων. die Einheit des Kosmos zu veranschaulichen. am Verhältnis zwischen Seele und Weltkörper. 6 ordnet Plotin das Wirken der Seele auf die Welt und den Körper in einen größeren Zusammenhang.128.4 1 6 ) . -struktur der Seele als λόγοι-umfassender Ganzheit. nämlich in den Entstehungsablauf vom Einen bis zur Materie. 2. Im folgenden Interpretationsversuch werde ich zuerst zeigen. In diesem Kontext stellt sich (fast) immer die Frage.343 In IV. 139).342 nämlich als abgestufte Entfaltung einer Urkraft. dem Einwirken der Seele auf die Materie und der Binnendifferenzierung bzw. 8. innerhalb derer das Äußerste immer noch etwas vom Urprinzip bewahrt. Im Anschluß daran untersuche ich. Auch Gadamer sieht in Plotins System eine Art Kraftkontinuum (Denken als Erlösung 4 1 4 . zu der als Endpunkt die Materie gehört. am Weltzusammenhang insgesamt.τον αυτόν τρόπον ουδέ ψυχάς εδει μόνον είναι μή των δι' αύτάς γενομένων φανέντων. z. ob die Verwicklung in irdische Begebenheiten als „Fall" der Seele. diesen universalen Kraftstrom zu strukturieren und auszudifferenzieren. an der Kontinuität der Logoi. in welchen Zusammenhängen und mit welchen Absichten Plotin seine Lichtbegrifflichkeit anwendet und mit welchen Vorbildern er sich bei dem Bemühen auseinandersetzt. Z u r Bedeutung der Lichtbegrifflichkeit in diesem Zusammenhang vgl. 4.1 Licht und Weltzusammenhang In der Schrift IV. am Verhältnis zwischen Nous und der Hypostase Seele. In diesem Sinn soll die Verwendung der Lichtbegrifflichkeit und ihrer ontologischen Applikation an folgenden. so daß an dessen Ende die lebensweltliche Vielfalt steht.Armstrong. α ψυχών ε'ιληχε τ ά ξ ι ν .99. ein und rechtfertigt so ihre Hinwendung zum Stofflichen: Ε'ίπερ ouv δει μή εν μόνον είναι .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . ε'ιπερ έκαστη φύσει τοϋτο ε'νεστι τό μετ1 αυτήν ποιεΐν και έξελίττεσθαι 342 Diese Ansicht trägt besonders deutlich Buchner vor (Plotins Möglichkeitslehre 75—76 u. bes. die sich bis auf Piaton zurückfuhren läßt. Witelo 387-400. Architecture 54-58. wie sich Plotin diesen Kraftstrom vorstellt. 8 schildert Plotin den Abstieg der Seele in die körperlichstoffliche Welt.126 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Die Plotinforschung hat bereits festgestellt. B. also als Schuld zu betrachten ist. als Kraftstrom darstellt. Dazu auch Kremer. ούδ' αν ύπήρχέ τι των δντων στάντος έν αύτω εκείνου. 3.
insoweit jedes Einzelne in der Lage war. w e n n nicht die D a r a u f f o l g e n d e n ihr Heraustreten e m p fangen hätten.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . denn [sonst] bliebe alles verborgen. die [die j e w e i l i g e n Seienden] nicht hätten aufhalten dürfen. D e s halb hätten in derselben Hinsicht [auch] die Seelen nicht fur sich (μόνον) b l e i b e n dürfen. seiend. w o f e r n d e n n dies j e d e r N a t u r i n n e w o h n t . μιμούμενα τήν νοητήν κ α θ ό σ ο ν δύναται φύσιν. was auf sie folgt. καϊ συνέχεται π ά ν τ α είσαεΐ τά τε νοητώς τά τε α ι σ θ η τ ώ ς δντα. die aus d e m N o u s hervorgehen. . u n d auch nicht existierte irgendein Seiendes.] (IV. δ σ η έν έκείνοις. [ein Hinweis] a u f die Kraft und auf die Gutheit. da es in j e n e m keine [eigenständige] Gestalt besitzt. das. Εΐτ' ο υ ν ην άεί ή της υλης φύσις. was [sinnlich] w a h r n e h m b a r ist. was geistig [ist]. D a es j a also n o t w e n d i g ist. und auch das. W e n n n u n die N a t u r der Materie e w i g wäre. τά δέ μετοχή τ ο ύ τ ω ν τό είναι είσαεί λ α β ό ν τ α . dann wäre es u n m ö g l i c h . was durch sie zur Entstehung gelangt.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 127 οίον σπέρματος εκ τίνος ήμερους αρχής εις τέλος το α ί σ θ η τ ό ν ΐούσης. der bis z u m sinnlich W a h r n e h m b a r e n als [seinem] Z i e l fortschreitet. in der bereits das Energeiai-Schema als wesentliches M o m e n t des Fortschreitens der Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. εως εις ε σ χ α τ ο ν μέχρι τοϋ δυνατοϋ τα π ά ν τ α ήκΓ) αΐτίςι δυνάμεως ά π λ ε τ ο υ έπϊ π ά ν τ α π α ρ ' αυτής π ε μ π ο ύ σης και ουδέν περιιδεΐν άμοιρον αυτής δυναμένης. aus e i n e m teillosen U r g r u n d zu entfalten.6. bis zur G r e n z e des M ö g l i c h e n gelangt a u f g r u n d eines U r g r u n d e s grenzenloser Kraft. i n w i e w e i t jedes Einzelne es v e r m a g . die schließlich den R a n g der Seele besitzen w i e eine Schicksalsgabe. μένοντος μεν άεί του προτέρου έν irj ο ι κ ε ί ς εδρ<^. ην ουκ εδει στήσαι οίον π ε ρ ι γ ρ ά φ ο ν τ α φ θ ό ν ω . 8. in welchem Sinn Plotin den Weltzusammenhang als kontinuierlichen Kraftstrom versteht:346 Das Eine als Urgrund grenzenloser 344 „ D i e . die v o n [den wahrhaft Seienden her] sind. daß sie. daß nicht nur das Eine fiir sich sei. D a b e i bleibt i m m e r das [ontologisch] Frühere in der i h m eigenen Position verharren. und alles w i r d a u f e w i g z u s a m m e n g e halten: das. die v o m E i n e n abstammen. D e n n es gab nichts. die a u f alles hin aus sich entsendet u n d es nicht v e r m a g zuzulassen. [. die v o n den wahrhaft Seienden her sind". was allen. die seelischen L o g o i . ο ύ χ οίον τε ην αυτήν μη μετασχεϊν ο υ σ α ν τοϋ π α σ ι τό α γ α θ ό ν κ α θ ό σ ο ν δύναται εκαστον χορηγοϋντος· [ . als o b sie sie mit N e i d begrenzten. nicht A n t e i l erhielte an d e m . τής τε δυνάμεως τής τε άγαθότητος α υ τ ώ ν . meint die Seelen. w i e v i e l in [den j e w e i l i g e n Seienden davon] ist. während das. κ α θ ό σ ο ν εκαστον οίον τ' ην μεταλαμβάνειν. 344 z u m anderen die.99. [an ihr] teilzuhaben. .6. 1 . daß irgendetwas ihrer unteilhaftig bleibt. [daß] irgendetwas der N a t u r des G u t e n u n teilhaftig sei.. [einer Kraft]. auch gäbe es nicht die Fülle der S e i e n den. die aus den L o g o i des N o u s stammen. (IV. z u m einen die. g r o ß z ü g i g A n t e i l g e w ä h r t . nicht erschienen wäre. w e n n j e n e s in sich verharrte. τά μεν παρ 1 α υ τ ώ ν δντα.2 0 . 8. nach H B T ) H i n w e i s auf die Besten also in [den Geistigen] ist das Schönste i m W a h r n e h m b a r e n . Ü b s . Ü b s . i n w i e w e i t [jedes Einzelne] dazu in der Lage ist. bzw. Ο ΰ γ ά ρ δη ήν δ έκώλυεν ότιοϋν ά μ ο ι ρον είναι φύσεως ά γ α θ ο ΰ . 346 B e i Schubert findet m a n eine k o m p a k t e Darstellung des hier untersuchten Entstehungs- prozesses. 345 D a m i t sind die sinnlich W a h r n e h m b a r e n gemeint. was [sie] daran hinderte. nach H B T ) Der Text zeigt deutlich. s o n d e r n die i m m e r voranschreiten m u ß t e . 3 4 5 i n d e m sie die geistige N a t u r n a c h a h m e n . die durch Teilhabe an j e nen auf e w i g ihre Existenz erlangt haben.128. das a u f es Folgende h i n g e g e n entsteht aus einer unsagbaren Kraft.. bis sie in j e d e r Hinsicht ans Äußerste. τοϋ δέ μετ' αύτό οίον γ ε ν ν ω μ έ ν ο υ έκ δυνάμεως άφατου. ] Δεΐξις ουν τ ω ν ά ρ ι σ τ ω ν έν νοητοΐς τό έν α ί σ θ η τ ω κ ά λ λ ι σ τ ο ν . 23—28. w i e aus e i n e m Sam e n . χ ω ρ ε ϊ ν δέ άεί. zu w i r k e n u n d sich.
41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .5 fuhrt Plotin die in IV. 6 funktionalisierte K o m b i n a t i o n v o n Kontinuität und Neidlosigkeit in B e z u g auf die Sonne an. die v o n Plotin im R ü c k g r i f f auf Piatons Timaios anthropomorph als N e i d verstanden wird. V g l . A u f die damit verbundene a n t h r o p o m o r p h e Vorstellung der Neidlosigkeit g e h t Plotin in den Z . daß der hier von Plotin unterstellte ontologische Mechanismus nicht aufgehalten werden kann. Das läßt sich auch so ausdrücken. 1 3 . A u f die Verbindung des M o t i v s der Neidlosigkeit mit der Lichtmetaphorik geht Wagner. D a Plotin das Eine oft als S o n n e bezeichnet. so daß nichts v o n dieser W i r k u n g ausgeschlossen bleibt. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 3 . I i ) die wesentlichen B e d i n g u n g e n des Prinzips der Fülle. 1 ff. D o r t expliziert Bussanich das „principle o f undiminished g i v i n g " . w o er IV. Dafür sprechen zwei G r ü n de: Erstens. läßt die von sich ausgehende Kraft bis auf die Materie hin wirken. 4. άεί betont die allgemeine und überzeitliche Gültigkeit des Sche- E n t w i c k l u n g angesprochen wird (Pronoia 36-39). 49 e hinweist. 1 1 . u m die Kraft der Einzelseelen zu veranschaulichen. μένοντος μεν άεϊ τοΰ προτέρου spielt dabei auf die in sich verharrende wesentliche Energeia an. M e t a p h e r n 42 ein. w i e die Sonne ohne Einschränkung ihr Licht an die Welt gibt. A u f diese Weise entsteht die Vorstellung einer Kraft in ineinander Verschränkten Abstufungen. auch Gerson. grundsätzlich in den Kategorien des Energeiai-Schemas denkt. 349 Schubert. Kette 69 f. Lovejoy. Zweitens k o m m t in bezug auf das Eine ein Prinzip zur A n w e n d u n g . 8 .Weltzusammenhang als Krafikontinuum 128 Kraft im Sinn der in Abschnitt II. wäre das Eine in sich verharrt geblieben.. w o L o v e j o y auch a u f das platonische Vorbild T i m . 4 . 8. Metaphysics o f the O n e 48-50.Vgl. Plotin scheint in diesem Zusammenhang die Ansicht zu vertreten. dieser Mechanismus gelte auch für das Eine. 348 In IV. 348 D i e von Plotin verwendete Begrifflichkeit macht deutlich.1 4 ein: οίον π ε ρ ι γ ρ ά φ ο ν τ α φθόνω. scheint eine Ü b e r t r a g u n g legitim. Plotinus 29—32. A u f diese Weise verbindet Plotin i m A b s c h n i t t IV.99. 8. So m u ß das Eine den Geist als das ihm Nachgeordnete aus sich entstehen lassen. gäbe es die uns vertraute lebensweltliche Vielheit nicht.1 6 sein Energeiai-Schema mit d e m Prinzip der Fülle. 8. 8 . das von Lovejoy als Prinzip der Fülle bezeichnet wird: 347 D i e Grenzenlosigkeit der Kraft des Urgrundes verhindert jede Möglichkeit einer Selbstbeschränkung. γεννωμένου έκ δυνάμεως άφάτου auf die nach außen gerichtete. 1. In IV. wobei Plotin die Absurdität einer solchen A n nahme durch den innerhalb einer Zeile wiederholt gebrauchten Irrealis b e tont. w i e Schubert 349 bemerkt. daß er auch in dieser Darstellung. Pronoia 36-39. transitive Wirkkraft.128. 14) und αφατος ( Ζ . bespricht. dazu auch Bussanich. 1 0 . B e i Plotin b e z e i c h n e t die K o m b i n a t i o n άπλετος (Ζ.3 diskutierten δύναμις πάντων. 6 .6. 347 S.1 1 expliziert Plotin also mit μένοντος μεν άεϊ του προτέρου εν τη οίκείςι εδρφ τοΰ δέ μετ' αυτό οίον γεννωμένου έκ δυνάμεως άφάτου sein Kräfteschema in dessen allgemeiner Verbindlichkeit und wendet es auf alle Hypostasen an.
wie Plotin die zum Entstehen einer Hierarchie notwendigen differenzierenden Abstufungen der Urkraft erklärt. vgl. vgl. wie danach die Seele. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 352 Z u r K o m p l e x i t ä t des Hierarchiebegriffs.99.B.352 Hinsichtlich des Nous ist diese Differenzierung im vorhergehenden Teil meiner Arbeit detailliert erörtert worden. 8. Die Konvergenz dieser ontologischen Kontinuität. 351 Plotin schildert diesen P r o z e ß ζ. a. diese M o m e n t e in ihren Einzelaspekten u n d ihrer systematischen V e r k n ü p f u n g mit der L i c h t t h e m a tik genauer herauszuarbeiten. 7.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Jacob's Ladder 5 . 1 4 — 1 8 . dem Energeiai-Schema gemäß die ihm nächstfolgende Hypostase hervorzubringen. 350 D i e Entsprechungen zu IV. wenn Plotin z. Derselbe Mechanismus greift auch. 14 a u f g e n o m men. daß aus diesem G r u n d die Frage nach d e m „ W o z u " der S c h ö p f u n g unsinnig wird. 353 Danach sollen diese Beobachtungen in einem zweiten Schritt anhand des verwendeten Lichtmodells fundiert werden.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 129 mas. 13-14 die transitive Wirkung des Nous beschreibt: ού γάρ ην στήναι μέχρι τ ω ν εκεί. gleichsam auf oder durch sich selbst wirkend. 351 Da es sich somit um eine Kraft handelt. Τ ί ς γ α ρ αν έστησε δύναμιν μένειν τε και π ρ ο ϊ έ ν α ι δ υ ν α μένην. der Lichtvorstellung und der Vorstellung der inneren Differenzierung des Kraftstroms begründet mein Vorgehen. 8 . des plotinischen Kraftbegriffs. Schubert. D i e Welt k o n n t e j a nicht bei den jenseitigen D i n g e n stehen bleiben.3 untersucht. 353 Ich folge dabei u. ist auf diese Weise zumindest grundsätzlich der Zusammenhang und der Zusammenhalt der verschiedenen Seins-Stufen unter. Pronoia 40-48. 2 . 1 . umfaßt. ebenfalls derart auf die Materie und die Körper wirkt. die. 6 sind deutlich: μένοντος μεν und γεννωμένου έκ δυνάμεως άφατου in IV. in V. versuche aber. der Aspekte w i e Intensität.1 0 . 8. da das Eine und alles weitere hierin nur seinem W e s e n folgt (Pronoia 40-41). Z u r Vorstellung der N o t w e n d i g k e i t . zuerst grundsätzlich zu untersuchen.1 und II. w e l c h e bei sich zu bleiben sowohl w i e aus sich h e r v o r zutreten v e r m o c h t e ? (Übs. 7. in VI. 6 w i r d v o n δύναμιν μένειν τε και προϊέναι δυναμένην in V I .2.128.und miteinander begründet. H B T ) 3 5 0 Auch für den Nous besteht also die Notwendigkeit.2. der zeigt. 8. W e r hätte z u m Stehen bringen k ö n n e n eine Kraft. Stufen v o n M a c h t oder Kraft sowie Kontrolle und E i n f l u ß etc. die mit der eines o n t o l o g i s c h e n M e c h a nismus verknüpft ist. Im folgenden geht es mehr um grundsätzliche Prinzipien und deren Verbindung zur Lichtvorstellung als um eine ähnlich detaillierte Darstellung der jeweils hypostasenspezifischen weiteren Binnendifferenzierungen. wenn auch modifiziert. eine ontologische Hierarchie hervorbringt. der als solche Prinzipien die Vorstellung der sich f o r t z e u g e n d e n Energeia u n d den G e d a n k e n der Teilung anfuhrt. Schubert. B .2. Das H e r v o r g e h e n der S e e l e aus d e m Geist und ihr W i r k e n a u f den B e r e i c h des Stofflichen w e r d e n unten in A b s c h n i t t II.
d.1 8 und 19-20. Diese Frage beantworte ich anhand einer Interpretation des Textes V. Zunächst soll jedoch kurz der zweite Aspekt der Ausdifferenzierung der Kraft besprochen werden. Pronoia 51. 39 kein Medium braucht.130 Wehzusammenhang als Krafikontinuum Es lassen sich. Schubert weist zudem darauf hin. 8. ig μετασχεΐν und Ζ . 5. das zwar zum Verströmen der Kraft nicht notwendig ist. Aus IV.1 zu V. da in meiner Arbeit statt des Hervorgehens-Rückwendungs-Mechanismus die Lichtbegrifflichkeit in ihrer Anwendung und in ihrer Verbindung mit der Kraftmetaphysik im Vordergrund steht. die er durch dieses Lichtmodell zu erklären versucht. 6. daß auch das Moment der Aufnahmekapazität und damit des aufnehmenden Prinzips beim Verströmen von Licht trotz der anderslautenden Aussage von IV. ob sich am Modell „Licht" ablesen läßt. 6 diese Aufnahmekapazität noch gut platonisch als Fähigkeit zur Teilhabe am Höheren aus. Ζ . 355 Die Frage ist. B. muß hinsichtlich dieses ersten Moments der Differenzierung nach einer anderen ontologischen Funktion des aufnehmenden Mediums gefragt werden. 39 integriert werden kann und Plotins eigene Lichtvorstellung so mit der Ontologie. Meine Beobachtungen können als Ergänzung zu Varessis' verstanden werden. so daß auf diese Weise die nächstuntergeordnete Hypostase entstehe. ob Plotin sein eigenes Lichtmodell spezifisch zu verändern vermag. Enneaden 50ό. 17—18 μεταλαμβάνειν. 8.99. sich verströmende Kraft nach IV. u. Plotin drückt in IV. Z u m Sachverhalt von Kontinuität und Struktur in Verbindung mit der Verwendung sowohl von physical als auch von psychological explanations in Plotins System siehe auch Bussanich. um sich zu verströmen. um es so zu modifizieren. an oder in dem aber die Kraft ihr Wirken.6.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 5 .1. 8—21. 6. 8.6. Da jede als Licht gedachte. Varessis.2. 8—9 geht hervor. die letztendlich aber keinen anderen Sachverhalt beschreiben soll. 6. 355 Vgl. 1 7 . 6. 27 μετοχή. daß das eingeschränkte Vermögen zur Aufnahme der von einer übergeordneten Hypostase her einwirkenden Kraft zugleich dem Aufweis und der Begründung der Unvollkommenheit der jeweils untergeordneten Hypostasen entspricht (Pronoia 1 1 0 und 1 2 1 ) . Bussanich. dazu Schubert. 6 . Sie sind vielmehr als Elemente oder innere Strukturen einer Kraft zu begreifen. Vgl. ausgehend von IV. in Z . Relation 29. was Plotin in IV. 354 N u n sind allerdings diese Stufen nichts Selbständiges. 4. h. 8. daß Plotin den Ablauf der sich auseinander entwickelnden und voneinander ab- 354 Plotin thematisiert dieses Prinzip in IV. 6 für die Binnendifferenzierung seines universalen Kraftstroms nutzbar macht. Später fällt dann der für die Anwendung der Lichtbegrifflichkeit wichtige Ausdruck δεκτικών. s. 8.128. Abschnitt II. Im Gesamtbau der plotinischen Ontologie kann man mit Varessis bei der Entstehung einer jeden Hypostase statt dessen ein „hyletisches Prinzip" annehmen. kompatibel bleibt. Metaphysics 53 und Tornau. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. so ζ. 4. zunächst zwei allgemeine Momente einer BinnendifFerenzierung des Kraftstroms erkennen: Einmal differenziert sich die ebenso unbeschränkte wie unsagbare Urkraft aufgrund der „Aufnahmekapazität" der untergeordneten Stufen. Andersheit 238-243 und 302 f. ihre Differenzierung realisieren kann.
Aristoteles unterscheidet dort Dinge. Abschnitt II. Zur Entwicklung und den Differenzierungen des aristotelischen Kontinuumsbegriffs s. dieses Kontinuum als ein Kontinuum „im Vollsinn" (Waschkies. Ebenfalls in Ζ. die nur einen „künstlich erzeugten Komplex" bilden (Wäschkies. daß hier prinzipiell der gleiche ontologische Ablauf dargestellt werden soll. Da Plotin in VI. [ . 39 könnte auf πρόεισιν in V. 2. 7. 358 So besonders in Wendungen wie IV.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 2. 26-33 u n d 111. Rist. 2. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.o. das erste G u t e u n d das E i n e . . ] k u l m i n i e r e n .10. 8. Eudoxos 164-197.34-36. wie der Text V. Dabei scheint Plotin. 1. Road 72: Das Eine ist „the cause.. nehmen sie nach oben hin immer ab.27 und V. HBT) 356 D e r T e x t zeigt. 3 6 0 Z u r sprachlichen D a r s t e l l u n g dieser F u n k t i o n des 356 προ'ί'ασι aus VI. which holds the effects together". 9. 8. 6.. w i e sich e i n e P f l a n z e aus e i n e m S a m e n e n t w i c k e l t . Die Abnahme der Kraft als solcher erwähnt Plotin als allgemeines Prinzip seiner Ontologie ζ. [. 1015 b36—1016 a4 vornimmt. 1. 9. nehmen die sich aus dem Samen entfaltenden Kräfte nach oben hin ab.. In V I . daß er diese z u n e h m e n d e D i s p e r g e n z g l e i c h z e i t i g als S c h w ä c h u n g der U r k r a f t versteht. 8. Denn indem die geistigen Kräfte sich entfalten. 6 i m m e r w i e d e r h e r v o r h e b t u n d d u r c h die A l l a n w e s e n h e i t der U r k r a f t des E i n e n b e g r ü n d e t . Mit dieser Vorstellung von „Kontinua im Vollsinn" hat er sich nach der Ansicht von Waschkies „am Modell der biologischen Organismen orientiert" (Eudoxos 194). N o c h m a l s ist allerdings zu b e t o n e n .] (Übs. sie schreiten vor und haben dabei etwas verloren. 4.2. In der ontologischen Hierarchie entspricht das jedoch der Bewegung von oben nach unten.. von denen. 27-29 deutlich zeigt.. Eudoxos 194) zu verstehen und mit dieser Vorstellung zumindest implizit eine Differenzierung aufzugreifen.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 131 h ä n g e n d e n W i r k k r ä f t e als ein E n t f a l t e n d e n k t .. 3 5 8 D i e se. um so deutlich zu machen. die „[ihrer] Natur nach ein Kontinuum bilden". in V. B.8. Eudoxos 192).] άμοιρον αύτής. 360 Vgl.3 9 ergänzt P l o t i n diese V o r s t e l l u n g : Έξελιττόμεναι γαρ αϊ δυνάμεις καταλείπουσιν άεΐ εις τό ανω· προ'ί'ασι δέ τι άφιεΐσαι [.] ουδέν [. 2.. 7 . Waschkies. daß P l o t i n trotz dieser A b s t u f u n g e n die K o n t i n u i t ä t seines o n t o l o g i s c h e n Stroms in IV.3 zu V. 38—39 implizit mit der Vorstellung einer wachsenden Pflanze arbeitet.128.99.4. die Aristoteles in Metaph.14—15: έπϊ πάντα παρ' αυτής [.26-31. ιό—17359 Zu dieser Identifikation s. 7. 357 Diese Abschwächung der Kraft „nach unten hin" erwähnt Buchner. 25—26 V o r s t e l l u n g läßt P l o t i n g e g e n E n d e des Abschnitts i n d e n Z e i l e n 25— 2 6 in der F o r m u l i e r u n g κ α ι συνέχεται π ά ν τ α είσαεί τά τε ν ο η τ ώ ς τά τε α ι σ θ η τ ώ ς δντα. 3 8 .]. Z u s a m m e n h a n g u n d S t r u k t u r d e r g e s a m t e n W e l t o r d n u n g . 3 5 7 D e r thematische Z u s a m m e n h a n g dieses ments der fiir die V o r s t e l l u n g einer Semshierarchie wesentlichen Mo- Abschwä- c h u n g der K r a f t des E i n e n m i t der p l o t i n i s c h e n L i c h t t h e o r i e soll a m E n d e dieses A b s c h n i t t e s a m B e i s p i e l der W i r k u n g der S e e l e n k r a f t a u f d i e M a t e r i e dargestellt w e r d e n . Möglichkeitslehre 64 und 72—76. 9. 1 zurückweisen..1. D i e U r k r a f t . . 3 5 9 g a rantiert m i t i h r e m W i r k e n also K o n t i n u i t ä t .
8. 2.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 132 Wirkens 361 des Einen wählt Plotin den Begriff des „Zusammenhaltens". 1 3 . 2. 7 .3 3 .3 zu V. Übs. H B T ) 361 V g l . ergänzt sie jedoch um das bereits bekannte Motiv der Differenz: Π ά ν τ α δε ταΰτα εκείνος και ούκ εκείνος. was vor ihm ist. Abschnitt II. 1. IV. abgetrennt und abgeschnitten" (V.99. 3 3 . die hier zu einer Art Identität stilisiert wird. 2. Das Energeiai-Schema liefert dann die für eine Entwicklung notwendige Dynamik.2. daß Plotin hier an einen lichtartig vorgestellten Kraftzusammenhang denkt. auf. 362 V g l . Das M o t i v ούκ άποτέτμηται taucht im gleichen Zusammenhang. Es ist w i e ein lebendiger L e bensvollzug. 364 Z u r Bedeutung von άπαρτάομαι s. 8 : π ο ι ε ϊ ν . 5. 363 Ουδέν δέ τοϋ π ρ ο αύτοϋ άπήρτηται οϋδ' άποτέτμηται. δτι έξ εκείνου. jeder A b schnitt ist zwar v o m anderen verschieden.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 5. die dafür nötige Unaufhaltsamkeit gewährleistet er eben dadurch. 6 . 2 . in 1 . 1 . 24—29 nimmt er die Vorstellung der Kontinuität. Alle diese Stufen aber sind Jener und nicht Jener: Jener. daß Plotin auch sein Hypostasensystem als eine kontinuierlich sich entwickelnde Kraft versteht. in 1 . HBT) 3 6 3 weisen die beiden Prädikate άττήρτηται und άποτέτμηται deutlich darauf hin. weil sie aus ihm stammen. ούκ άπολλύμενον έν τω δευτέρω το πρότερον. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. wobei das Eine als zusammenhaltender und überall anwesender Aspekt die Einheit des Systems über den Unterschieden der einzelnen Hypostasen stiftet. " Ε σ τ ί ν ουν οίον ζ ω ή μακρά εις μήκος έκταθεϊσα. 2 4 . das Ganze j e d o c h ein in sich Zusammenhängendes.128. 2 1 und 26. 8 . 7. Das dem B e g r i f f ά π α ρ τ ά ο μ α ι synonyme άναρτάομαι findet sich z. weil Jener. indem er bei sich verharrte. 7 . δτι εκείνος εφ' έαυτοϋ μένων εδωκεν. συνεχές δέ π α ν α ύ τ φ . 2. 362 Zusammengefaßt läßt sich bisher feststellen. daß er das Eine in seinem Wirken als Kraft auffaßt. Übs.1 4 und oben Abschnitt II. III. aber das Frühere geht im Späteren nicht verloren. 1. 1 .364 In V. mit dem Licht verknüpft. ο. B.i Kontinuität und Differenz: Der Zusammenhang von Lichtentstehung und Aufnahmekapazität In dem Satz: „Nichts aber ist von dem.εκείνος μεν. im Ausgangstext dieser Erörterung. 4.ουκ εκείνος δέ.3 7 . nicht Jener. Die Konvergenzpunkte dieser zentralen Momente mit Plotins Lichtmodell gilt es im folgenden zu untersuchen. (V. ετερον εκαστον των μορίων των εφεξής. 2 6 . jeder der hintereinander liegenden Ab- schnitte ist ein anderer.2 9 . 2 7 wörtlich ebenso auf.3 zu IV. 2. l. der zugleich Abhängigkeit und Kontinuität zum Ausdruck bringen soll. der sich in die Weite erstreckt. sie dargab. II.1. Für den Gedanken der Hierarchie konnten als tragende Prinzipien das der j e weiligen Aufnahmekapazität der jeweils sich aus dem Höheren entwickelnden Hypostase sowie deren mit der Entfaltung der Kraft einhergehende Abschwächung ausgemacht werden. 2 2 . άλλο δέ καϊ άλλο τή διαφορφ.
daß das Eine hier mit d e m „apriorischen L i c h t " verglichen werde. Plotin auch auf diesem Problemfeld die Lichtmetapher ausdrücklich anwenden zu sehen. D a Plotin den Gesamtzusammenhang seines Systems inklusive der diesem System innewohnenden Spannung von Identität und Differenz innerhalb v o n Mechanismen versteht. ebenso nicht das m ö g l i c h e peripatetische Vorbild. und damit ist es insbesonders nicht gleichzusetzen mit seiner U r sache selbst. υ π ά ρ χ ο ν άττλοΰν καθ' αύτό. 2.99. besonders den peripatetischen Lichtmodellen übernimmt. der bereits darauf hinweist.2 3 . 6. bringt diese Schwierigkeit nachhaltig z u m Ausdruck. U b e r nahmen hervorhebt. Das m e i n e r M e i n u n g nach wesentliche M o m e n t . 8—21. ούκ εχον ουδέν έν έαυτω τ ω ν δ σ α έν τ ω μετ' ά λ λ ω ν . Gleich das Paradoxon zu Beginn des Textes. w i e sie schon in Piatons Sonnengleichnis festgelegt werden. u m sie besser auf das Problem v o n Identität und Differenz im K o n t i n u u m des Kraftstroms anwendbar zu machen. 367 Eine erste Interpretation dieser Stelle findet sich bei Wagner. 367 D i e Interpretation dieses Textes soll zum Verständnis dafür beitragen.3 zu IV. 366 Daher kann Plotin in diesem Sinn sagen. μή πρότερον χ ω ρ ί ς δντος ά<ρ' ου τό α λ λ ο . Siehe auch Tornau.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Dabei ist gleichfalls zu beachten. Plotin deutet knapp einen A u s w e g über das Energeiai-Schema an. der die Kraftverhältnisse als ein Ineinander v o n Transzendenz u n d I m m a n e n z i m Hypostasensystem versteht. M e t a p h e r n 40.1. auf den schon im vorigen Abschnitt verwiesen wurde. 5 . 7 . welche Aspekte er möglicherweise von früheren. deren W i r k e n in Seinsgabe u n d S t r u k t u r g e b u n g besteht. Ein Beispiel dafür bietet der Text V.128. τοΟτο άττλοΰν είναι. A b s c h n i t t II. 1 3 . οίίτω δει και έν ψ μετ1 ά λ λ ο υ τό εν. und daß erst damit der Vergleich sinnvoll bleibt. 365 den er in den Z . E n n e a d e n 505-506. Es geht im folgenden also u m die Verknüpfung von Lichtmetaphysik und Aufnahmekapazität in dem bereits erörterten Sinne. 2 durch begriffliche Anspielungen bzw. verwundert es nicht. 366 S . εκείνος και ούκ εκείνος. 25-26. O . deren enge thematische Verbindung zur Lichtvorstellung er in V. 4. aber eben auch und gerade nicht die Sonne. w i e Plotin seine eigene Lichtvorstellung in diesem K o n t e x t funktionalisiert und sie zugleich modifiziert. erwähnt Wagner nicht. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Πόθεν γ α ρ έν α λ λ ω α λ λ ο . 28—29 j e d o c h in platonischem Sinne spezifiziert: Die nach außen hervortretende Wirkkraft bewahrt eben als Abbild der wesenhaften Kraft etwas v o n ihrer Ursache und ist ihr deshalb ähnlich. daß nämlich das Licht hier als u n k ö r p e r l i c h e Kraft v e r standen w e r d e n soll. δ δ 1 α ν π ο λ ύ § η 365 D e r B e z u g w i r d erkennbar an den W e n d u n g e n έξ εκείνου und έφ' έαυτοΰ μένων in Ζ ." Ebenso ist das Licht im platonischen Sonnengleichnis zwar sonnenartig. daß „das Frühere im Späteren nicht verlorengehe.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 133 In diesem Abschnitt ringt Plotin gleichsam darum. die seinem System immanente Spannung zwischen Identität und Divergenz begrifflich zu veranschaulichen. Τ ό μεν γ α ρ ά π λ ο ΰ ν ούκ αν π α ρ ' ά λ λ ο υ εϊη.
. H S II. [oberflächlich] tönt. 9) a u f die w e s e n t l i c h e E n e r g e i a . zu v e r g l e i c h e n .2 zu A l e x . was es alles in d e m hat. ist. zu sein. s o n d e r n was [er] ist. D e r Geist aber trägt in sich ein i h m eigentümliches [Licht] 3 6 8 . was aber [ein] V i e l e s ist o d e r Z w e i . D e n n w o h e r k a n n [etwas] als anderes in a n d e r e m sein. (V. Das Eine wirkt auch dadurch. S o m u ß a u c h das. da es nichts anderes ist. ist a u c h als E r l e u c h t e t e s in s e i n e m W e s e n . τ ό δέ τ ρ ί τ ο ν τ φ σ ε λ ή ν η ς α σ τ ρ ω κ ο μ ι ζ ο μ έ ν ω το φ ω ς π α ρ ' ήλίου. H S u n d C i l e n t o hier voüv ergänzen.V. das darauf F o l g e n d e aber m i t d e r S o n n e . der das Licht v o n der S o n n e e m p f ä n g t (κομίζεται). έν φ μετ' ά λ λ ο υ ( Ζ . ] η δύο ( Ζ .1 3 ) a u f d e n w i r k e n d e n A s p e k t des E i n e n . 368 ο ί κ ε ΐ ο ν in Ζ . ά λ λ ' δ έστι π ε φ ω τ ι σ μ έ ν ο ν έν τή α ύ τ ο ϋ oüaicj. das m u ß v o n e t was a n d e r e m a b h ä n g e n . D a m i t g i n g e j e d o c h die S t o ß k r a f t des B i l d e s v e r l o r e n . N u r seine W i r k u n g ist den folgenden Stufen inhärent. D a g e g e n w o l l e n H B T . 6 . z. δει α ύ τ ό ά ν η ρ τ ή σ θ α ι εις α λ λ ο . 139 u. w e n n nicht das v o r h e r a b g e trennt [für sich] ist. in d e m es m i t a n d e r e m z u s a m m e n ist . denn nur als ενέργεια έκ της ουσίας ist eine Immanenz des Einen im Folgenden anzunehmen. nach H B T ) D e r Abschnitt kann in zwei Unterabschnitte unterteilt werden. in dem die Kraft des Einen zur W i r k u n g kommt. A l l e r d i n g s läßt Plotins elliptische F o r m u l i e r u n g k e i n e e i n d e u t i g e E n t s c h e i d u n g a u f rein sprachlicher E b e n e zu.128. in d e m das Eine m i t e i n e m anderen z u s a m m e n ist — d e n n es ist an sich als E i n f a c h e s u n d hat in sich nichts v o n d e m . i n s o f e r n er nicht nur Licht ist. u. d e r sie. d e r N o u s sich z u g l e i c h Licht u n d e r l e u c h t e t e r G e g e n s t a n d ist.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . daß es Einheit vermittelt. 3 7 0 nur in dieser Form ist das Eine d e m Folgenden anwesend 371 .2. Einheitliches sein. νους δ 1 εν α ύ τ ω ο ί κ ε ΐ ο ν έχει ού φ ω ς ω ν μόνον. mant. D e an. 371 D e r B e g r i f f des π α ρ ε ΐ ν α ι bzw. B .Weltzusammenhang 34 als Krafikontinuum δ ύ ο . 3 g e z e i g t .als Einfaches sein. d e m es j a gerade u m die AusdifFerenzierung e i n e r lichthaft verstandenen K r a f t g e h t . vgl. v o n d e m h e r das andere ist? D e n n das E i n f a c h e [an sich] ist d o c h w o h l v o n nichts a n d e r e m abhängig. Ψ υ χ ή μεν γ α ρ έ π α κ τ ό ν ν ο υ ν εχει έ π ι χ ρ ω ν ν ύ ν τ α αυτήν νοεράν ο υ σ α ν . seine nach a u ß e n gerichtete E n e r g e i a hin. 6. Als ontologischer Unterbau ist dabei das Energeiai-Schema fundierend. . da. der π α ρ ο υ σ ί α ist ebenfalls ein B e g r i f f .99. sofern sie geistig ist.2 1 . Möglichkeitslehre 99-120. 365. 8 .2. 7 u n d zu V. τό δέ π α ρ έ χ ο ν τ ο ύ τ ω τό φ ω ς οΰκ α λ λ ο δ ν φ ω ς έστιν ά π λ ο ϋ ν π α ρ έ χ ο ν τήν δ ύ ν α μ ι ν έκείνω τοϋ είναι δ έστι. 1 7 verstehe ich m i t F i c i n o u n d d e m arabischen A u t o r des Sapiens Graecus I § 18 als ο ί κ ε ΐ ο ν φ ω ς . 369 Siehe Buchner. Trotz dieses wirkenden Inetwas-anderem-Sein bleibt das Eine selbst transzendent. τ ο δε εφεξής ή λ ί ω . w i e o b e n zu V I . das D r i t t e aber m i t d e m M o n d s t e r n . was i h m das L i c h t mitteilt. 4 . 370 D a b e i w e i s e n die F o r m u l i e r u n g e n έν έαυτφ (Z. U b s . er also z u g l e i c h φ ω ς u n d π ε φ ω τ ι σ μ έ ν ο ν ist. D a s aber. einfaches L i c h t u n d teilt j e n e m so die Kraft mit. 4. . Κ α ϊ ο υ ν ά π ε ι κ α σ τ έ ο ν τό μεν φ ω τ ί . 10) u n d ά π λ ο ϋ ν κ α θ ' α ύ τ ό ( Ζ . d e n P l o t i n w e s e n t - lich dazu v e r w e n d e t . 369 Das. U n d [so] ist d e n n das E i n e m i t d e m L i c h t . 144 s o w i e Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. die W i r k u n g e n der e i n z e l n e n Hypostasenkräfte aufeinander u n d a u c h des E i n e n a u f sie z u b e s c h r e i b e n . 1 2 . D i e Zeilen δ ι 3 thematisieren auf einer relativ abstrakten Ebene das Problem von Einheit und Differenz im Hypostasenbau. muß daher immer auch Eines bzw. 8) u n d π ο λ ύ [ . D e n n die Seele hat d e n Geist als dazu e r w o r b e n e n . was er ist. A b s c h n i t t II.
1 . w i e G e r s o n zeigt. 6. die analog z u m L i c h t a u f das Intelligible w i r k t . der z u d e m eine enge Verbindung z u m Licht besitzt. 3 7 6 Z u g l e i c h wird dieses Vorbild a b g e w a n d e l t . 372 εν φ μετ' ά λ λ ο υ und έν τ ω μετ' ά λ λ ω ν .] τοϋ είναι. 4. δ δ' α ν π ο λ ϋ r) η δύο. 9. 508 e i . Plotinus 29—32. 3.2 3 . d e n n auch Piaton scheint i m S o n n e n g l e i c h n i s (508 b i 2 C4) eine Seinskontinuität. u m es besser an Plotins L ö s u n g der t r a n s z e n d e n t e n E n ergeia. 8. A h n l i c h B u c h n e r . die vermittels der aus ihr h e r a u s w i r k e n d e n E n e r g e i a d e m F o l g e n d e n a u f differenzierte W e i s e i m m a n e n t ist.99. Abschnitt II. angespielt.Geist . l j .ι w i r d dieses A u s d i f f e r e n z i e ren als Kontinuität v o n L o g o i . 17. 9—10 mit τι oüv τό ου μετέχει. 8 . als L i c h t k e t te dar. daß Plotin die A n w e s e n heit des Einen i m F o l g e n d e n nach d e m Strukturbegriff des „ Z u g l e i c h " u n d des π α ν τ α χ ο ύ denkt. R . die ihre W i r k u n g entfaltet.2 und 509 b2~4. eine per-se-Kausalfolge entsteht: 3 7 3 Es ist n i c h t nur allein u n d u n m o d i f i z i e r t die K r a f t des E i n e n . 4 drückt Plotin dies durch den Gegensatz in Z . ι—11 w i r d das platonische Sonnengleichnis ausdrücklich als Vorbild für die Hypostasenreihe Eines . Im Abschnitt II. z u unterstellen u n d als V e r m i t t l u n g v o n D y n a m i s z u verstehen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 4 heranzuziehen ist. 6. daß V. o.2. w i e d e r auftauchen. so daß.3. die v o n der Idee des G u t e n ihren U r s p r u n g n i m m t . B u c h n e r erwähnt in diesem K o n t e x t a u c h das Prinzip der differenzierten Aufnahmekapazität. κα'ι όμοϋ τα π ά ν τ α (V. 375 παρέχον und π α ρ έ χ ο ν την δύναμιν [. 10) macht deutlich. 3. zu V.. D a m i t ist i m plizit a u f ein grundlegendes Vorbild v e r w i e s e n . 376 In V. 2 2 .o d e r K r a f t k o n t i n u i t ä t stellt P l o t i n i m z w e i t e n U n t e r a b s c h n i t t v o n V. D i e A n a l y s e der p h i l o s o p h i s c h e n Basis dieses Lichtstroms erfordert eine K o m b i n a t i o n v o n A s p e k t e n verschiedener L i c h t m o d e l l e . anzupassen.Seele genannt. der die Z e i l e n 14—20 u m f a ß t .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . s o n d e r n m i t j e d e r Stufe g e w i n n t sie spezifische M e r k male hinzu. 573 Siehe G e r s o n . 6. 3 zur Analyse v o n V. erwartete m a n die R e i h e n f o l g e S o n n e — Plotin IV. 3 7 5 D a s v e r w u n d e r t nicht. W ü r d e P l o t i n das S o n n e n g l e i c h n i s aus der Politeia u n m o d i f i z i e r t ü b e r n e h m e n . Diese Wendungen werden in V. A u c h dies verweist darauf. A n d i e s e m P u n k t ü b e r n i m m t Plotin e i n e n A s p e k t aus der bei A l e x a n d e r v o n Aphrodisias v o r g e tragenen L i c h t t h e o r i e u n d m a c h t dies durch intertextuelle B e z ü g e u n d t h e matische B e s o n d e r h e i t e n deutlich.1 3 aus: τό μεν γ ά ρ ά π λ ο ΰ ν ουκ αν π α ρ ' ά λ λ ο υ εϊη. die ebenfalls als eine Lichtkontinuität verstanden w i r d . 3 7 2 daß a u c h die H y p o s t a s e n selbst spezifisch a u f die W i r k u n g des E i n e n i m G e samtbau E i n f l u ß n e h m e n .. 1 1 . 3 . Z u m e i n e n w i r d in den Z e i l e n 19 u n d 20 a u f Piatons Vorstellung einer v o m G u t e n a u s g e h e n den Kraft. δ ποιεί αυτό και είναι και όμοΰ τά π ά ν τ α aufgegriffen.5 A n f a n g u. s.128. Angespielt w i r d auf Piaton.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 135 In d e n Z e i l e n 8 u n d 10—11 weist P l o t i n j e d o c h e r g ä n z e n d d a r a u f h i n . 1. 374 In V. 3 7 4 D i e s e sich differenzierende Seins. Möglichkeitslehre 106—107: Das Eine w i r k t nur vermittelt a u f das i h m Fernerliegende.
4. Dillon. so ergibt sich die Vorstellung einer reinen. die ü b e r die b l o ß e Darstellung ontologischer Abhängigkeitsverhältnisse hinausgeht. So würde Plotin die von Piaton vorgegebene ontologische Stellung der Sonne als erstes Prinzip oder als erste Ursache wahren. Wagner. die sekundäre Energeia. die ein zweites Licht. Gerade dieses Vorbild erleichtert zudem die Verwendung des Lichtmodells im allgemeinen R a h m e n der Kraftmetaphysik. Motivation dieser Umkehrung ist meiner Ansicht nach die Betonung des Kraftcharakters des Einen. IV. Frg. daß es in Leuchtkörpern ein Licht gibt.2). Abschnitt I.44—47 hinzu. De an. das ich im Kommentar Alexanders von Aphrodisias zu Aristoteles' Schrift De anima vermute (Alex. In seinem Kommentar zu Aristoteles' De anima läßt Alexander an der angegebenen Stelle eine Kraft (Alexander spricht explizit von einer δύναμις) dem. B. Fragmenta 305 zu In T i m . warum er das tut. was als Lichtquellen gilt. n o c h e r w ä h n t er die bei Alexander a u f t a u c h e n d e n ä h n l i c h e n Ü b e r l e g u n g e n . 46. 7 . 5 .99.. 33—37 legt Plotin nämlich dar. 32 u n d A l e x a n d e r von Aphrodisias. Seine R e i h e lautet Licht . aus sich heraus nach außen entstehen läßt. Nimmt man das oben in Abschnitt II. innewohnen (ένοϋσα) und eine Abfolge von Licht und Lichtwirkungen auslösen. 1. $. 379 ο ύ σ ί α ή κ α τ ά το είδος τοϋ φωτεινού ττρώτως σώματος.Sonne . so ζ. durch das sie den M o n d erleuchtet. wie sich eine differenzierende Entwicklung dieser Kraft modellhaft denken läßt. die ihr Wirken erst in diesen Körpern entfaltet und sie so zu Lichtquellen macht. M e t a p h e r n 40.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Sie ermöglicht dessen Charakterisierung als δύναμις πάντων bei gleichzeitiger Thematisierung der Frage. f u h r t i h n j e d o c h w e d e r auf das E n e r g e i a i .Mond. welches mit dem Wesen (ούσία). s. In der Schrift IV. So entgeht i h m auch die w e i t e r r e i c h e n d e Funktionalisierung des Lichtes in Plotins O n t o l o g i e . das der Form nach Wesen des lichtspendenden Körpers ist. 379 Dieses quasi primäre Licht ist zweifellos die wesenhafte Energeia eines primär lichtspendenden Körpers. 7.3 erörterte G e dankenexperiment aus VI. Dies läßt sich daraus erVgl. Plotin aber kehrt die ersten beiden Positionen im Unterschied zum Sonnengleichnis um. 3 7 7 Denn in dieser R e i h e wäre die Sonne als primäre Lichtquelle die Ursache eines Lichtes. Diese Dynamis ist vermutlich hinsichtlich ihrer Wirkung im Lichtgebenden anwesend. 380 Diese Abfolge von Licht geht auf ein peripatetisches Vorbild zurück. und damit steht man vor der Frage.S c h e m a zurück. Mantissa 145. 36—37· 380 Bereits W a g n e r stellt diesen U n t e r s c h i e d fest ( M e t a p h e r n 30 u n d 40). B. allen primär leuchtenden Körpern vorausgehenden Licht-Kraft. Z u dieser A b h ä n g i g k e i t des M o n d e s v o n der S o n n e siehe ζ.136 Weltzusammenhang als Krafikontinuum Licht — Mond. denn sie ist etwas anderes als dieses selbst. o. 377 378 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. identifiziert werden kann. 7. 378 der dann seinesteils dieses Licht des Nachts als Mondlicht an die Erde weitervermittelte. Feuer.1—4.128. 5—6.
Der Zusammenhang
des plotinischen
Systems
137
schließen, daß A l e x a n d e r die Lichtquellen z u m O b j e k t der W i r k u n g dieser
Kraft macht: αύτά te μάλιστα όρατά ττοιεΐ ( D e an. 46, 2—3). S c h o n bei A l e x ander also w i r d eine Lichtquelle erst durch eine primäre (Licht-) Kraft zur
Lichtquelle, erst durch sie w i r d das Feuer z u m Feuer u n d die S o n n e zur S o n ne. D i e metaphysischen Implikationen dieser T h e o r i e k a n n Plotin gut nutzen,
u m das W i r k e n des E i n e n z u beschreiben: Das M o d e l l der ursprünglichen
Licht-Kraft m a c h t j e d e Vorstellung eines körperlich z u d e n k e n d e n U r s p r u n g s
u n d Hervorbringens hinfällig, und die A u f h e b u n g räumlicher Vorstellungen
war das Z i e l der M e d i t a t i o n s ü b u n g in V I , 4, 7, die m e i n e r A n s i c h t nach auch
a u f das Eine b e z o g e n w e r d e n kann. 3 8 1 T r o t z d e m bleibt das B i l d des
Ur-
sprungs, der seine Kraft in w i r k e n d e r Entfaltung darbringt, erhalten in F o r m
der ursprünglichen Kraft, die sich w i r k e n d ausdifFerenziert. A u s diesen G r ü n den liegt die V e r m u t u n g nahe, daß Plotin auch seine Vorstellung der i m m a nenten W i r k u n g eines gleichzeitig als transzendent verharrenden W i r k e n d e n
an diesem M o d e l l als Licht konkretisieren und veranschaulichen will.
U n t e r dieser Voraussetzung ist die Licht-Kraft als w i r k e n d e s Prinzip o n tologisch v o r der S o n n e selbst anzusetzen. D i e Vorstellung des Lichtes als
wirkender Kraft k o n n t e Plotin zwar nicht in dieser F o r m , zumindest aber
grundsätzlich aus der Politeia ü b e r n e h m e n . Peripatetisch m o d i f i z i e r t ließ sie
sich dann hinsichtlich des E i n e n anwenden. 3 8 2 Als eine derartige, ursprüngliche Kraft, die n o c h v o r der S o n n e anzusetzen ist, die erst durch diese Kraft
zur Lichtquelle „ S o n n e " wird, sollte auch Plotins ούκ α λ λ ο öv φως έστιν
άπλοϋν 3 8 3 verstanden werden, w e n n man Plotins R e i h u n g Licht — S o n n e —
M o n d in sein System einordnen möchte.
A u f diese Weise legt Plotin ein peripatetisches F u n d a m e n t , das es i h m e r möglicht, mit B l i c k a u f dieses M o d e l l seine Lichtvorstellung zu m o d i f i z i e r e n
und so die Vorstellung der sich differenzierenden Kraft zu e n t w i c k e l n . Das peripatetische M o d e l l arbeitet nämlich ausdrücklich mit d e m M o m e n t des aufn e h m e n d e n Prinzips, u m Entstehung und W i r k u n g v o n Licht zu erklären. In
D e an. mant. 142, 4—8; 1 2 - 1 4 und 144,1—6 greift Alexander 3 8 4 seine L i c h t v o r -
381
A u c h sprachlich besteht ein m ö g l i c h e r B e z u g z u A l e x a n d e r , vgl. ζ . Β . έν τ ώ π υ ρ ! κ α ι έν
τοις ά λ λ ο ι ς [ . . . ] ένοΟσα [ . . . ] π ο ι ε ί in A l e x . , D e an. 4 6 , 1 - 3 m i t Plotins έν ω μ et' ά λ λ ο υ u n d έν
τ ω μετ' ά λ λ ω ν aus V, 6, 4. 8 u n d ι ο - ι ι ; s. ο. z u m T e x t A l e x a n d e r s A b s c h n i t t 1.2.
382
V g l . o b e n A b s c h n i t t II.1.3 z u V, 4, 2, 2 6 - 3 3 ,
w o
i c h z u z e i g e n v e r s u c h t e , daß das E i n e als
eine, allem v o r a u s g e h e n d e W i r k k r a f t , als δύναμις π ά ν τ ω ν , verstanden w e r d e n k a n n .
383
V, 6 , 4 , 19.
384
D e r E i n f a c h h e i t halber n e h m e i c h an, A l e x a n d e r habe a u c h die Mantissa verfaßt, selbst
w e n n dies nicht zweifelsfrei feststeht. F ü r die R e z e p t i o n des L i c h t m o d e l l s b e i P l o t i n spielt die
Verfasserfrage k e i n e R o l l e .
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13«
Weltzusammenhang als Kraßkontinuum
Stellung aus D e an. 46, 1—4 auf: 385 Ein von Natur her Leuchtendes 386 bewirkt
durch seine Anwesenheit im 387 dem Vermögen nach Durchsichtigen dessen
Wandlung in das dem Vollzug nach seiende Durchsichtige, also in Licht. Auch
hier ist es die wirkende Anwesenheit eines primären Lichtes im Folgenden,
die das zweite, weltliche Licht hervorbringt. 388 Dieses primäre Licht ist als eine in den verschiedenen Lichtquellen innewohnende Physis, eine Natur oder
ein Wesenszug zu verstehen, der diese Körper bzw. Elemente zu Lichtquellen
macht. 389 Alexander verdeutlicht das Wirkverhältnis zwischen primärem und
sekundärem Licht darüber hinaus durch eine Analogie, in der er das sekundäre Licht als Farbe des Durchsichtigen bezeichnet. Wie Farbe das Resultat
der Wirkung von (sekundärem) Licht auf das dem Vermögen nach Farbige
ist,390 so ist sekundäres Licht das Resultat der Einwirkung des von Natur her
Leuchtenden auf das dem Vermögen nach Durchsichtige, wobei sich in beiden Fällen die Aktualisierung als wirkende Anwesenheit-In vollzieht.
Das Durchsichtige nun bestimmt Alexander als eine zur Aufnahme von
(primärem) Licht fähige Natur oder Wesenheit (144, 12—14). 391 Daraus folgt,
daß die unterschiedliche Intensität der Lichtquellen auch durch ihre zur A u f nahme des primären Lichtes unterschiedlich geeigneten Physeis bedingt ist.
N i m m t man jetzt die beiden Lichtvorstellungen Alexanders zusammen, ergibt sich folgendes Bild: In einem grundlegenden Sinn versteht Alexander
Licht, also auch und gerade primäres Licht, als Kraft, die wesenhaft leuchtet
oder scheint. Diese Kraft entfaltet ihre Wirkung, indem sie in etwas anderem,
einem Körper oder einem Element, wirkend anwesend ist. Ihre Wirkung
wird dabei jedoch von der Aufnahmekapazität und der Eignung zur Aufnahme als den Eigenschaften dessen, worin sie ihre Wirkung entfalten wird, m o difiziert. Nimmt man ferner an, daß Alexanders τό φωτίζειν πεφυκός von
Plotin rezipiert wird und in dessen System als φως άπλοϋν erscheint, lassen
sich sowohl die Priorität dieser Art von Licht vor der Sonne als auch das erste
385
Vgl. bes. 142,4—5 und 7 - 1 0 zur Identität von Durchsichtigem dem Vollzug nach und
Licht.
386
τό φωτίζειν πεφυκός (142,4—5).
π α ρ ο υ σ ί α έν (z. Β. 142, η).
388
Vielleicht steht dieses Modell Plotin auch vor Augen, wenn er in V, 3, 12, 43 von einem
Licht vor dem Licht schreibt. Eine kurze Interpretation dieser Stelle bei Wagner, Metaphern
30, der ohne weitere Quellenanalyse zwischen einem „apriorischen Licht" und einem „abgeleiteten Licht aus dem Lichte" unterscheidet.
387
389
Vgl. έν διαφέρουσιν σώμασιν κοινή φύσις (ι 42, 6) mit ήτις δέ έν τω π υ ρ ! [...] ένοϋσα δύναμις in 46, 1—2 zur Konvergenz der Vorstellung.
390
Vgl. Alex., D e an. mant. 1 4 2 , 1 1 - 1 6 .
391
ή μεν τοιαύτη φύσις δεκτική φωτός, όσα δέ μή κεκοινώνηκεν της τοιασδε φύσεως, α ν ε π ί δεκτα τούτου.
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Der Zusammenhang des plotinischen Systems
139
M o m e n t der Binnendifferenzierung des Kraftstroms (s. o. Abschnitt II.2.1) am
Lichtmodell Alexanders ablesen und in ihrer Übertragung bei Plotin erkennen. D e m n a c h läßt sich der ontologische Mechanismus der E n t w i c k l u n g der
Vielheit aus dem Einen lichttheoretisch folgendermaßen beschreiben: D i e
ursprüngliche Licht-Kraft, das φως άπλουν, die δύναμις πάντων, läßt aus sich
im ersten Entwicklungsschritt eine Physis hervorgehen, die zur A u f n a h m e
der v o m Primärlicht ausgehenden und (ebenfalls) als ενέργεια έκ της ουσίας zu
verstehenden W i r k u n g fähig ist. Sie kann mit dem „hyletischen Prinzip"
gleichgesetzt werden, in dem sich dann im zweiten Schritt die strukturierende, aktualisierende W i r k u n g der ενέργεια έκ της ουσίας des Einen entfalten
kann — so, w i e das primäre Licht im dem Vermögen nach Durchsichtigen seine W i r k u n g tut und dies z u m Durchsichtigen d e m Vollzug nach, z u m z w e i ten Licht, macht. 392 Das aufnehmende „hyletische Prinzip" ist notwendig, da
nach IV, 5,6, 25—27 eine lichthaft verstandene Kraft, u m sich zu verströmen,
zwar kein neutrales M e d i u m benötigt, w o h l aber eines A u f n e h m e n d e n oder
Substrathaften bedarf, um eine W i r k u n g zu entfalten oder zu realisieren. 393
Dieser Vorgang ist notwendig, damit die gesamte E n t w i c k l u n g immer weitere
Differenzierungen hervorbringt. N a c h d e m auf der Ebene des N o u s w i e d e r u m „ L i c h t " entstanden ist, wiederholt sich der Ablauf beim Hervorgang der
Hypostase Seele, w i e analog dazu das irdische Licht durch seine W i r k u n g
Farbe hervorbringt. Das erläutert Plotin am Beispiel der Sonne, die durch ihr
lichthaftes Einwirken den M o n d ebenso erhellt w i e aufstrahlen läßt, der seinerseits Licht an die Erde weitergibt. U n d so, w i e sich das M o n d l i c h t v o m
Sonnenlicht unterscheidet, unterscheidet sich auch das Licht der Sonne von
dem einfachen Licht, da das jeweils aufnehmende Prinzip die N a t u r und die
W i r k u n g des übergeordneten Lichtes auf j e eigene Weise modifiziert. E i n facher ausgedrückt kann dieser Ablauf auch so beschrieben werden: D i e U r kraft läßt aus sich heraus zuerst das hervorgehen, worin sie wirkend anwesend
sein kann, u m dann dorthin hinein zu wirken. Dieses Z w e i t e läßt dann ein
neues Aufnehmendes aus sich heraus entstehen, worin sich seine W i r k u n g
392
Beierwaltes umschreibt diesen metaphysischen Vorgang f o l g e n d e r m a ß e n
(Metaphysik
des Lichtes 96): „ D a s Licht erscheint als das Wesen des E i n e n überhaupt. [...] A u s sich herausg e h e n d manifestiert es anderes u n d zugleich sich selbst i m anderen."
193
Diese Ü b e r l e g u n g kann aus IV, 5, 6, 27 π ά θ ο ι δ' αν τι τό ύτιοκείμενον, εϊ π α ρ ε ί η u n d den
folgenden Beispielen abgeleitet w e r d e n . A u c h das Spiegelbeispiel, a u f das u n t e n in A b s c h n i t t
II.2.3 im Z u s a m m e n h a n g mit der Materie einzugehen ist, legt diese A n n a h m e nahe. V g l . a u c h
V o l k m a n n - S c h l u c k s B e o b a c h t u n g zu V, 3 , 1 0 , 13—15, daß j e d e Energeia ein ihr entgegenstehendes Woran der W i r k s a m k e i t voraussetzt (Plotin als Interpret 63). Bereits der stoische G o t t b e darf, u m zu handeln, der feurigen Materie als das, w o r a u f sich sein H a n d e l n richten u n d w o r a n
es sich realisieren kann, siehe L o n g , Soul and B o d y 37.
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140
Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
aktualisieren kann, um dann ebendort zu wirken, und so setzt sich der Prozeß
der Entstehung immer neuer, niederrangiger Seinsweisen fort.
Meine Ausführungen zum peripatetischen Modell haben gute Indizien dafür ergeben, daß sich Plotin bei der Ausarbeitung seines ontologischen Systems an Alexanders Lichtmodell orientierte. 394 Diese Adaption Plotins von
peripatetischen Aspekten ist durch die platonische Dynamisdefinition vorgeprägt: Auch für Piaton erwies sich der Wirkbereich, an oder in dem sich
eine Kraft realisieren kann, auf den sie sich wirkend richtet, als wesentliches
Moment des Kraftbegriffs. Dieser Wirkbereich konnte dann zum δεκτικόνAspekt umgewandelt werden, den Plotin so problemlos an seine Vorstellung
vom Licht als einer Energeia anpassen konnte. Im Z u g e dieser Modifikation
des Lichtmodells und ihrer Anwendung auf das metaphysische System wird
die hervorgehende Energeia der übergeordneten Hypostase gleichzeitig zu
einer Art Hypokeimenon, also zu einem Aufnehmenden, das eine spezifische
Einwirkung erfahren kann, 395 und zu dem, das auf dieses Hypokeimenon
einwirkt in der Form eines spezifischen Wirkens-In. So ist der Nous zugleich
Sehen dem Vermögen nach, das sich erst im Licht realisieren kann, und das
Licht, das diese Vorstufe des Sehens realisiert (s.o. Abschnitt II. 1.4). Beide
Momente aber sind als überzeitliche Aspekte einer ihre Einheit bewahrenden
Hypostase zu betrachten.
Plotins Anspielungen auf das Sonnengleichnis lassen dabei die vollständige
Abhängigkeit von einem Urprinzip und die Durchdringung der gesamten
Hierarchie durch dieses Prinzip gegenwärtig bleiben. Das zur Erklärung der
weltlichen Vielfalt notwendige Moment der Diversifizierung und Binnendifferenzierung des allumfassenden Kraftstroms erreicht Plotin durch die von
mir erläuterte Differenzierung seiner hervorgehenden Energeia in Substrat
und Wirkung auf dieses Substrat. Dabei scheint er die von Piaton in dessen
Dynamisdefinition vorbereiteten und von Alexander weiterentwickelten U n terscheidungen zwischen ursprünglichem, als Kraft verstandenem Licht, einer
in Hinsicht auf dieses Licht aufnahmefähigen Natur und dem daraus entstehenden sekundären Licht, etwa dem Licht, das Sterne und das Feuer ausstrahlen, zu übernehmen. Wieder wird deutlich, wie Plotin im Z u g e dieser R e zeption Faktoren, die bei Alexander von Aphrodisias noch getrennt vorliegen,
mittels seiner Kraftvorstellung und des Energeiai-Schemas zu einer ontologischen Einheit verbindet und diese lichtbegrifflich darzustellen versucht. So
3,4
M a n kann bei Plotin die Vorstellung der δεκτική φύσις schon in IV, 8 , 6 , 2 7 λαβόντα
entdecken, w o das Aufnehmen (λαμβάνειν) mit dem Teilhaben-an identifiziert wird.
395
Darin entspricht es der δεκτική φύσις bei Alexander.
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Der Zusammenhang des phänischen
Systems
141
lassen sich auch die problematischen Zeilen V, 6, 4, 17-18 3 9 6 (s. die entsprechende A n m . ) verstehen: Als πεφωτισμένον ist der N o u s der Aspekt der n o e tischen Hypostase, der empfänglich ist für das Einwirken des Einen als Licht,
ebenso w i e das Durchsichtige als das, was das von Natur her Leuchtende aufzunehmen vermag, v o n Alexander als πεφωτισμένον bezeichnet wird. 3 9 7 A u f
diese Weise exemplifiziert Plotin den Hypokeimenonaspekt der Energeia, die
der N o u s ist. Z u g l e i c h ist er aber als πεφωτισμένον Licht, 398 w i e auch bei
Alexander das derartig affizierte Durchsichtige eben als πεφωτισμένον Licht
ist bzw. wird und daher auf das Folgende einwirken kann. 399 N u r das Eine,
das einfache Licht, k o m m t ohne diesen Doppelaspekt aus. D e r N o u s als S o n ne bedarf des primären Lichtes, damit die ihm innewohnende w i r k e m p f ä n g liche Natur Licht werde. Dabei versteht Plotin wie Alexander das W i r k e n als
wirkende Anwesenheit-In (παρουσία εν), die spezifisches Sein und damit Z u sammenhalt und Kontinuität als höchste Form differenzierter Einheit vermittelt.400 Da dieses W i r k e n außerdem nur als ενέργεια έκ της ούσίας des als φως
άπλοϋν beschriebenen Einen verstanden werden kann, 401 ist Plotin in der Lage in V, 6, 4, 21—22 dessen absolute Transzendenz und Einfachheit zu erklären,
einen Aspekt, den Alexander so nicht hervorhebt, der sich aber notwendig
aus der Position des Einen in Plotins System ergibt. So ist Plotins Eines in
diesem Fall nur Licht, das keines Mediums bedarf, von d e m es getragen
wird. 402
Derartig verstanden erfährt die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinende R e i h e n f o l g e Licht — Sonne — M o n d ihre volle Berechtigung,
denn erst in dieser R e i h u n g und vor diesem Hintergrund kann das Eine als
δύναμις [...] σώματος χωρίς ούσα 403 verdeutlicht werden und den aus IV, 8, 6
bekannten ontologischen Zusammenhang sichern.
Es ist verlockend, bleibt aber letztendlich spekulativ, anzunehmen, Plotin
habe sein Weltmodell u. a. in der Auseinandersetzung mit Piatons und A l e x 396
νοΰς δ' έν α ύ τ ώ οίκεΐον [φως] εχει ού φ ω ς ώ ν μόνον, ά λ λ ' δ έστι π ε φ ω τ ι σ μ έ ν ο ν εν τη
αύτοΰ oüoüju
397
V g l . mit Plotin V, 6 , 4 , 1 8 ζ. Β. A l e x . , D e an. mant. 1 4 2 , 4 , 9 , u n d 10. D a z u paßt auch, daß
Plotin den N o u s w i e d e r h o l t als „durchsichtig", als διαφανής, beschreibt, ζ. B. in V, 8 , 4 u n d 9.
3,8
Plotin zeigt dies durch die W e n d u n g έν α ύ τ ω οίκεΐον [φως] εχει.
399
V g l . A l e x . , D e an. mant. 141, 3 6 - 1 4 2 , 1 3 , bes. 142, 1 1 - 1 3 . Z u m o n t o l o g i s c h e n W a n d e -
lungsprozeß als s o l c h e m siehe Bussanich, Metaphysics o f the O n e 53.
400
Vgl.V, 6, 4, 20. Im H i n t e r g r u n d steht also der Strukturbegriff des συνέχειν.
401
V g l . dazu Emilsson, C o g n i t i o n 225.
402
Z u r Transzendenz des Einen g e h ö r t auch, daß es als „einfaches L i c h t " selbst dann b e -
steht, w e n n es nichts hätte, w o h i n hinein es wirken könnte, w i e auch das Licht besteht, w e n n
es keine W i r k u n g zeitigt, vgl. IV, 5 , 6 , 2 6 - 2 7 und 39.
403
V I , 4, 7 , 4 4 - 4 5 -
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142
Wehzusammenhang als Kraftkontinuum
anders Lichtspekulationen entwickelt. Allerdings läßt sich feststellen, daß zentrale Vorstellungen Plotins, wie ζ. B. die der wirkenden Anwesenheit und des
aufnehmenden Prinzips, in dem sich eine kraftartige Wirkung vollziehen und
realisieren kann und das eine Differenzierung von Wirkung und Weitervermittlung von Wirkung erklären kann, an Alexanders Modell abgelesen werden können. 4 0 4 Es bleibt somit der rein hermeneutische Wert von Alexanders
Text, der Plotins Vorstellung des Seinsganzen als eines in sich differenzierten
Kraftkontinuums besser verständlich macht. Zudem läßt dieser Text in seiner
zumindest als möglich anzunehmenden Anwendung nachvollziehbar werden,
wie Plotin seine eigene Lichtvorstellung problemgebunden durch die Übernahme geeigneter Aspekte anzupassen vermag, so daß sie als Erklärungsmodell kompatibel bleibt. Zugleich wird erneut deutlich, wie eng Plotin kraftund lichtmetaphysische Überlegungen miteinander verzahnt, mit der Folge,
daß am Ende ein Komplex aus sich einander durchdringenden Aspekten und
Gedankengebäuden steht.
II.2.2 Die Position der Seele im ontologischen System
Auch wenn sich Plotin stets wie gezeigt bemüht, die Kontinuität seines Systems darzustellen und zu begründen, und zu diesem Zweck auch seine eigenen Vorstellungen modifiziert, bleibt sein System doch grundsätzlich zweigeteilt. Plotin übernimmt nämlich von Piaton die Teilung der Welt in Sinnliches
und Geistiges, wie sie im Liniengleichnis der Politeia und in den Anfangspartien des Timaios von Piaton postuliert wird. Diese Teilung macht in ihrer
Nachhaltigkeit das verbindende Element zwischen den beiden unterschiedlichen Bereichen besonders wichtig. Damit kommt der Seele, denn sie wird
von Plotin als Bindeglied zwischen dem Geistigen und dem Sinnlichen konzipiert, 405 eine besondere Bedeutung in seinem System zu.
Im Zuge der Fragestellung dieser Untersuchung sollen im Hinblick auf
die Seele folgende Probleme diskutiert werden: zuerst, ob das EnergeiaiSchema von Plotin auch auf die Seele angewendet wird und ob die Seele in
diesem Sinn als Kraft verstanden werden kann. Im Anschluß daran werde ich
untersuchen, ob es eine dementsprechende Anwendung der Lichtbegrifflich-
404
Vgl. z . B . Alex., De an. mant. 144,5 Π δε τοϋ φωτίζοντος παρουσία [...] ποιεί und
1 4 2 , 1 0 - 1 1 mit PlotinV, 3, 1 7 . 1 1 und 30, s. ο. Abschnitt II.2.1.1.
405
Z u r Rolle der Seele als ontologischer Vermittlerin verweise ich z. B. auf Schubert, Pronoia 45, Armstrong, Architecture 90 und Gerson, Plotinus 59. Wagner, Metaphern 40-42 parallelisiert diese Position der Seele mit der Vermittlerfunktion des Lichtes.
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Der Zusammenhang des phänischen
Systems
143
keit auf das Problemfeld Seele gibt. 406 Dazu werde ich erläutern, wie, wenn
die Seele eine Kraft ist, die wesentlichen Eigenschaften der Kraft und damit
auch des Lichtes auf die Seele übertragen und hinsichtlich ihrer besonderen
Rolle funktionalisiert werden.
Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet der frühe Text IV, 8, 7, 1—12,
ein Abschnitt, der sich unmittelbar an den Ausgangstext der gesamten Erörterung über den Weltzusammenhang bei Plotin anschließt (IV, 8, 6, 1—12), der
aber dezidiert auch die wesentliche Teilung 407 des ontologischen Systems in
Geistiges und Sinnliches mitthematisiert. Daher ist vorab zu zeigen, wie trotz
der Unterschiedlichkeit dieser beiden Bereiche der Zusammenhang des Ganzen gewahrt bleibt und in diesem Kontext das Wesen der Seele skizziert wird.
Die auf diese Weise herausgearbeiteten Aspekte gilt es später an anderen Texten zu vertiefen.
Διττής δέ φύσεως ταύτης ούσης, νοητής, της δέ αισθητής, αμεινον μεν ψυχή έν τφ νοητω
είναι, α ν ά γ κ η γε μην έχειν και τοϋ αισθητού μεταλαμβάνειν τοιαύτην φύσιν έχούση, και
ουκ άγανακτητέον αυτήν εαυτή, εί μη πάντα έστί τό κρεϊττον, μέσην τάξιν έν τοις ουσιν
έπισχοΟσαν, θείας μεν μοίρας ουσαν, έν έσχάτω δε τοϋ νοητού ουσαν, ώς δμορον ουσαν
τή αισθητή φύσει διδόναι μεν τι τούτω των π α ρ ' αυτής, άντιλαμβάνειν δέ καί π α ρ ' αύτού,
εί μή μετά τοϋ αυτής ασφαλούς διάκοσμοι, προθυμίςι δέ πλείονι εις τό εΐσω δυοιτο μη μείνασα δλη μεθ' δλης, άλλως τε καί δυνατόν αυτή πάλιν έξαναδϋναι, ΐστορίαν ων ενταύθα
είδε τε καί έ'παθε προσλαβούση καί μαθούσΐ), οίον άρα έστίν έκεϊ είναι, καί τή παραθέσει
των οίον έναντίων οίον σαφέστερον τά άμείνω μαθούση.
Da nun diese [Gesamt-] Natur zweigeteilt ist, nämlich geistig, andererseits sinnlich, wäre
es besser fur die Seele, im Geistigen zu sein, notwendig aber auch, da sie solch ein [Mittler·] Wesen besitzt, am Sinnlichen teilzuhaben. U n d sie darf sich nicht über sich selbst
beklagen, wenn sie nicht in jeder Hinsicht das Bessere ist, da sie eine Mittelposition unter den Seienden innehat: Einerseits [nämlich] ist sie von göttlichem Anteil, andererseits
weilt sie am äußersten R a n d des Geistes, so daß sie, da sie gleichsam eine gemeinsame
Grenze mit [beiden] teilt, zum einen der wahrnehmbaren Natur etwas mitteilt, [der
wahrnehmbaren Natur] als dem, was zu dem gehört, was aus ihr [d. h. der Seele] hervorgeht, zum anderen aber auch etwas vom Noetischen erlangt. 408
406
Hier schließe ich mich an Wagner, Metaphern 39—42 an. Wagner betont die „Vermittlertätigkeit" (42) der Seele und versucht, Plotins Gleichnisse hinsichtlich dieser ontologischen
Funktion und Position der Seele zu interpretieren.
407
Die Teilung läßt sich bereits aus der Formulierung in 6 , 2 4 ableiten: έν νοητοΐς τό έν
αίσθητω. In Ζ . 26 fuhrt Plotin dann in aller Deutlichkeit beide Bereiche an: τά τε νοητώς τά τε
αισθητώς δντα. Die Frage muß nun lauten, wie Plotin das συνέχειν erklärt.
408
Ich beziehe in meiner Ubersetzung αυτού in Z . 9 im Gegensatz zu H B T auf τού νοητού
aus Ζ . 6 - 7 , da es sich sprachlich kaum, w i e H B T annehmen, auf φύσις beziehen kann und außerdem nur so die durch das μεν - δέ implizierte Vermittlerfunktion der Seele zum Ausdruck
kommt. Es geht meiner Ansicht nach an dieser Stelle nämlich nicht um die reziproke B e ziehung der Seele zum Sinnlichen, wie H B T annehmen, sondern um deren Stellung zwischen
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144
Weltzusammenhang als Krajtkontinuum
Wofern sie aber nicht zusammen mit [dem Aspekt ihrer selbst, der unveränderlich ist,
die sinnliche Welt] lenkt, kann sie wohl aufgrund zu großen Eifers sich [weiter] ins Innere versenken, da sie nicht als ganze mit der Hypostaseseele verharrte. Schließlich ist es ihr
aber auch möglich, wieder emporzusteigen, nachdem sie sich nämlich vergegenwärtigte,
wie es ist, dort [d. h. im Noetischen] zu sein und außerdem die Kenntnis dessen hinzunimmt, was sie hier erfuhr und auch erlitt409, und sie so durch Vergleich gleichsam von
Gegensätzlichem gleichermaßen deutlicher das Bessere begriffen hat. (IV, 8, 7, 1 - 1 2 ; Übs.
nach H B T )
Als zentral für die gegenwärtige Erörterung der Kontinuität des plotinischen
Systems i m Z u s a m m e n h a n g mit der Lichtvorstellung erweist sich die mit der
Mittelstellung der Seele verbundene Funktion der Vermittlung. D i e Seele leitet als B i n d e g l i e d das, was sie v o m N o u s empfängt und was sie somit zugleich
auch selbst ist, an den nächstfolgenden Bereich weiter. In IV, 8 , 7 , 2 9 - 3 1
stimmt Plotin diese Funktion sehr präzise: „ [ D e r Weltseele]
410
be-
ist beides z u -
gleich möglich: v o n oben zu empfangen, zugleich aber auch in diese W e l t zu
s p e n d e n . 4 1 1 " W i e in Kapitel IV, 8 , 7 , 7 - 8 werden die beiden unterschiedlichen
A s p e k t e der F u n k t i o n u n d der W i r k u n g der Weltseele, die mit unterschiedlichen ontologischen Funktionsbereichen verbunden sind, gegeneinander a b g e h o b e n . D a h e r gehe ich auch in den Z e i l e n 7—8 davon aus, daß es nicht u m
zwei verschiedene Verhalten bezüglich nur des einen Bereiches des S i n n lichen geht. S o rechtfertigt sich die hier vorgeschlagene U b e r s e t z u n g auch
inhaltlich v o n der „ A u f g a b e " der Weltseele als Vermittlerin her. D a m i t steht
man j e d o c h v o r d e m Problem, w i e diese Vermittlung zu verstehen ist und
w e l c h e Eigenschaften die Seele aufweisen muß, u m diese Funktion erfüllen
zu können. D e r v o n Plotin in 7 , 3 0 verwendete B e g r i f f χ ο ρ η γ ε ω 4 1 2 , der das
Verhältnis der Weltseele zu dem, was nach ihr k o m m t , beschreibt und mit
„ausstatten", „ z u t e i l e n " zu übersetzen ist, weist auf IV, 8 , 6 , 19—20 z u r ü c k . 4 1 3
Geist und Sinnlichem, die μέσην τάξιν (Ζ. 5), und damit darum, daß sie etwas, das sie „von
oben" erhält, nach „unten" weiterleitet und vermittelt.
409
Zu den πάθη der Seele als das, was ihr im Sinnlichen widerfahren kann und widerfährt,
vgl.V, 1 , 3 , 19—20, wo es einem niedrigeren Aspekt der Seele zugeschrieben wird.
4,0
Das Relativpronomen ζ bezieht sich auf τί) δέ λεγομένη του παντός in Ζ. 26-27. Ich
übernehme damit eine Konjektur Kirchhoffs, fur die sich auch H B T entschließen. HS lesen
statt rrj η. Stilistisch bringt Plotin die Kontinuität ermöglichende Vermittlung eindrücklich
durch die Wiederholung des αμα und die parallelistische Konstruktion des Satzes zum Ausdruck.
411
Diese Doppel-Funktion der Weltseele zeigt die Konstruktion διδόναι μεν -άντιλαμβάveiv δέ; IV, 8,7,7—8. Ihr entsprechen hier χορηγούσα δέ und λαμβανούσΐ] μέν.
412
In 7, 3i als Partizip χορηγούσΓ).
413
Hier als τοϋ [...] χορηγοΰντος wohl vom Einen gesagt, das seinen Zusammenhalt durch
das ganze System wirken läßt und so allem Anteil an sich gewährt.
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Der Zusammenhang des plotinischen Systems
145
Dort wird das Verb von Plotin gebraucht, um das Wirken des Einen auf das
ihm Folgende in seiner uneingeschränkten Neidlosigkeit zu umschreiben. Es
liegt nahe, daß Plotin, wenn er denselben Begriff verwendet, die Weltseele
nach dem Vorbild des Einen analogisiert und sie so — als ein weiteres Analogon des Einen — in ihrer Funktion in die Vorstellung einer kontinuierlichen
und gleichzeitig sich differenzierenden Kraftvermittlung einbindet. 414
Wie oben gezeigt, wird aus V, 6,4, 8 - 1 2 deutlich, daß Plotin dieses in
IV, 8, 6,19—20 mit χορηγεί ν umschriebene Wirken des Einen auf das ihm
Nachfolgende als Gewähren von Licht versteht. Es verwundert daher nicht,
daß Plotin das, was die Weltseele an das ontologisch Niedrigere vermittelt,
ebenfalls als Licht auffaßt und den Prozeß des Empfangens und Weitervermitteins als Prozeß der Erleuchtung und der Weitergabe von Licht beschreibt,
ganz wie in der R e i h e einfaches Licht — Sonne — M o n d bereits dargestellt
wurde. Als weiteren Beleg dafür zitiere ich II, 9, 2, 17—3, 5:
κάκεϊθεν Εχουσα δ ί δ ω σ ι τφ μετ' αύτήν και ώ σ π ε ρ έλλάμπουσα άεϊ έλλάμπεται. Άεϊ ου ν
έλλαμττομένη και διηνεκές έχουσα τό φως δ ί δ ω σ ι ν εις τα έφεξης, τα δ 1 άεϊ συνέχεται καϊ
αρδεται τούτω τω φωτ'ι και απολαύει τοΰ ζην καθ' δσον δύναται· ώ σ π ε ρ εί πυρός έν μέσ ω που κειμένου άλεαίνοιντο οϊς οϊόν τε.
U n d indem sie von dorther [d. h. vom Nous her] hat, gibt sie an das nach ihr weiter und
in dem Maße, w i e sie immer erleuchtet, so wird sie [auch] immer erleuchtet. Da die
Seele also immer erleuchtet wird und sie das Licht als ein kontinuierliches [in sich] trägt,
gibt sie es an das ihr Nachfolgende weiter. Dies aber wird immer zusammengehalten und
ist von eben diesem Licht trunken und erfreut sich des Lebens, insoweit es dies vermag.
W i e wenn etwas, dem das möglich ist, erwärmt wird, wenn ein irgendwie in der Mitte
gelegenes Feuer [brennt]. (Übs. nach H B T )
Alle dem ontologischen Gefüge in seiner Dynamik wesentlichen Momente
werden hier der Seele zugeschrieben: Als erleuchtete ist sie, analog zum erleuchteten Geist, 4 1 5 der hyletische Aspekt der ενέργεια έκ της ουσίας der
übergeordneten Hypostase. 416 Aber wie der Nous durch diese lichthafte Einwirkung selbst zur Lichtquelle wird, die der Sonne aus der Lichtreihe in
V, 6,4, 8 - 2 1 entspricht, die ihr Licht an den M o n d weitergibt, genauso wird
die Seele zugleich erleuchtet und wirkt lichtgleich auf das ihr Untergeordnete. Wie gezeigt werden soll, ist diese Vermittlung dahingehend zu verstehen,
daß, von der Hyle abgesehen, jede ενέργεια έκ της ούσίας, nachdem sie als
4,4
Dazu verweise ich ergänzend auf VI, 9, 1, 1 7 - 2 1 , w o Plotin der Seele Funktionen zuschreibt, die auch dem Einen zukommen könnten und w o er ihr Wirken u. a. mit χορηγεί und
χορηγούσα umschreibt.
415
Die Vorstellung des Nous als πεφωτισμένον erläutere ich in Abschnitt I I . 2 . 1 . 1 .
416
Z u r Seele als ενέργεια έκ της ουσίας des Nous ausfuhrlich unten in Abschnitt II.2.2.1.
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146
Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
hyletisches Prinzip das Einwirken des Höheren erfahren hat, zugleich auch als
ενεργεία της ουσίας hinsichtlich des ihr Untergeordneten funktionalisiert
wird. 4 1 7 Das Wirken der Seele wird, wie schon an χορηγεΐν zu erkennen war,
dem des Einen sehr angeglichen: Lichtbegrifflich wird es als Erleuchten (έλλάμπειν), also als Vermittlung von Licht beschrieben. Dieses Vermitteln stiftet
Zusammenhalt und Kontinuität (συνέχεται), ebenso wie das Eine das Ganze
in seiner Kontinuität zusammenhält. 418 Nimmt man IV, 8, 4, 1—5 hinzu, w o
Plotin beschreibt, daß die Einzelseelen so in ihrer Kraft (δΰναμιν in 4, 2) auf
das Nachfolgende gerichtet sind, wie das Licht der Sonne auf das unter ihr
Liegende, 419 so erkennt man, daß Plotin auch dieses Weitergeben als neidlos
(oü φθονούν) und damit als uneingeschränktes versteht. 420 Die immer noch
notwendige Differenzierung auch dieser Kraftäußerung ergibt sich dann, wie
bereits flir den Gesamtzusammenhang festgestellt wurde, aus dem Aufnahmevermögen des Untergeordneten hinsichtlich der zu empfangenden Kraft, die
Plotin in diesem Fall als Aufnahmevermögen des Lichtes bzw. im Vergleich als
Aufnahmevermögen der Wärme versteht. Es wird deutlich, daß Plotin die
oben im Hinblick auf das peripatetische Lichtmodell beschriebenen ontologischen Funktionen und Strukturmerkmale auf das Wirken der Weltseele überträgt und daß diese Parallelisierung von der integrativ wirkenden Kraft- und
Lichtmetaphysik getragen wird. Indem Plotin die Weltseele als lichtartige
Kraft beschreibt, bindet er sie in ihrer Vermittlerrolle in das Gesamtgebäude
des lichtartigen Weltzusammenhangs ein. Diese Kraft wird aufgrund der von
Plotin vorgenommenen Differenzierung in ein zugrundeliegendes Prinzip als
das, was eine Wirkung erfährt, und in den weiterwirkenden ενέργεια της ουσίας — Aspekt folglich als etwas beschrieben, das Licht erhält (έλλάμττεται, έλλαμττομένη), sowie weiter als etwas, das Licht weitergibt (έλλάμπουσα, τό φως
δίδωσιν). Damit kann die von der Seele geleistete Vermittlung grundsätzlich
ebenfalls nach dem bekannten peripatetisch-platonischen Modell verstanden
werden. Plotin wendet sein Energeiai-Schema auch an, um Wesen und Wirken der Seele zu beschreiben.
Die allerdings spezielle doppelte Eingebundenheit der Weltseele, die spezifisch mit ihrer Funktion verknüpft ist, bestimmt den weiteren Verlauf meiner
Untersuchung. Dabei werde ich der Frage nachgehen, wie im R a h m e n von
417
So ist auch der N o u s sowohl ενέργεια εκ της ουσίας des Einen, als auch ενέργεια της ουσίας, die ihresteils die Seele hervorbringt.
418
Als Beleg dafür nenne ich ζ. Β. IV, 8, 6, 25-26, w o der Zusammenhalt des Ganzen durch
die Wirkung des Einen gewährleistet wird.
419
420
Auch hier wird die Vermittlung des Lichtes als χορηγία (IV, 8,4, 5) beschrieben.
Ebenso ist das Wirken des Einen neidlos, s. o.Abschnitt II.2.1 zu IV, 8 , 6 , 1 - 2 0 u. 2 3 - 2 8 .
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Der Zusammenhang des plotinischen Systems
147
E n e r g e i a i - S c h e m a u n d Lichtmetaphysik das Verhältnis z w i s c h e n N o u s u n d
Weltseele näher als bisher zu bestimmen ist, 421 o b die zu II, 9 angestellten
Ü b e r l e g u n g e n weiter abgesichert w e r d e n k ö n n e n u n d was sich daraus für die
wesentlichen Eigenschaften der Seele folgern läßt. D a n a c h w e r d e ich u n t e r suchen, w i e das W i r k e n der Seele auf die Welt sich vollzieht, 4 2 2 i n w i e f e r n sie
also als lichthafte Kraft Z u s a m m e n h a l t gewährt u n d w i e sich ihr Verhältnis
zur Materie erfassen läßt.
II.2.2.1 Die Seele und der Nous
In der f r ü h e n Schrift V, 1 erklärt Plotin i m Z u g e einer protreptisch m o t i v i e r ten Erörterung 4 2 3 des Wesens der Seele auch ihr Verhältnis z u m N o u s . E r b e schreibt dort ihre Entstehung und versucht im Textabschnitt V, 1, 3,6—15 zu
zeigen, daß die Seele, o b w o h l sie göttlich ist, d o c h ontologisch niedriger e i n zustufen ist als der N o u s . Plotin führt in diesem A b s c h n i t t alle w e s e n t l i c h e n
M e r k m a l e des o n t o l o g i s c h e n Status der Seele u n d ihrer F u n k t i o n anschaulich
zusammen:
Κ α ί π ε ρ γ α ρ ο υ σ α χρήμα οίον εδειξεν ό λ ό γ ο ς , εϊκών τις έστι νοΰ· οίον λ ό γ ο ς ό έν π ρ ο φ ο p<j λ ό γ ο υ τοϋ έν ψυχή, ο υ τ ω τοι και αύτη λ ό γ ο ς νου και ή π ά σ α ενέργεια και ην π ρ ο ί ε τ α ι
ζ ω ή ν εις ά λ λ ο υ ύ π ό σ τ α σ ι ν · οίον π υ ρ ό ς τό μεν ή σ υ ν ο ϋ σ α θερμότης, ή δέ ην παρέχει. Δει δέ
λαβείν έκεϊ ούκ έκρέουσαν, ά λ λ α μένουσαν μεν την έν α ύ τ ω , την δέ α λ λ η ν ΰφισταμένην.
Ο υ σ α ουν ά π ό νοϋ νοερά έστι, και έν λ ο γ ι σ μ ο ΐ ς ό νοϋς αύτής καϊ ή τελείωσις ά π ' αύτοΰ
π ά λ ι ν οίον π α τ ρ ό ς έκθρέψαντος, δν ού τέλειον ώ ς π ρ ό ς αύτόν έγέννησεν.
D e n n g l e i c h w o h l [die Seele] ein D i n g ist, w i e es die E r ö r t e r u n g darlegte, ist sie [doch
nur] ein A b b i l d des N o u s : w i e ein Begriff, u n d zwar ein B e g r i f f in der lautlichen Ä u ß e rung, [ein A b b i l d ] des Begriffs in der Seele ist, genauso ist wahrlich [die Seele] die F o r m kraft des Geistes als auch die gesamte W i r k k r a f t und [eben] auch die W i r k k r a f t , die [die
Seele] als L e b e n aus sich in die Existenz eines anderen entläßt. W i e es einerseits eine
W ä r m e des Feuers gibt, die [mit seinem Wesen] z u s a m m e n ist, andererseits aber auch eine, die [das Feuer nach außen] mitteilt.
Es ist aber n o t w e n d i g a n z u n e h m e n , daß [die Wirkkraft] einerseits dort [im Geist]
nicht ausströmt, sondern daß sie als die, die i m Geist ist, verharrt, sie h i n g e g e n als eine
andere Existenz erlangt. D a [die Seele] also v o m Geist her ist, ist sie geistartig, u n d ihr
Geist besteht in D e n k b e w e g u n g e n u n d ihre V o l l e n d u n g erfolgt w i e d e r u m v o n d e m her,
der w i e ein Vater ist, der [den] aufgezogen hat, den er — zumindest hinsichtlich seiner
selbst - als u n v o l l k o m m e n e n erzeugte. (V, 1, 3, 6—15; U b s . nach H B T )
421
In IV, 8, 7, 6 u n d 8 - 9 wird dieser Pol der seelischen Mittlerstellung mit θείας μεν μοίρας
ο υ σ α ν u n d ά ν τ ι λ α μ β ά ν ε ι ν [ . . . ] π α ρ ' αύτοΰ bezeichnet.
422
τγ| αισθητή φύσει in IV, 8 , 7 , 7 bringt diesen Pol sprachlich z u m A u s d r u c k .
423
Siehe H B T , Ib 489.
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Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
148
Erkennbar ist auch hier zunächst das Energeiai-Schema: D i e ενέργεια της ουσίας des N o u s läßt aus sich die Seele als eine ενέργεια έκ της ουσίας hervorgehen. 424 Als solche steht die Seele zum N o u s in einem besonderen Verhältnis,
w i e die Z e i l e n 20—24 desselben Kapitels verdeutlichen:
Ν ο υ ς ouv έπΐ μ ά λ λ ο ν θειοτέραν π ο ι ε ί και τω π α τ ή ρ είναι και τ φ π α ρ ε ΐ ν α ι · ούδέν γ α ρ μετ α ξ ύ η το έτέροις είναι, ώ ς εφεξής μέντοι και ώ ς τό δεχόμενον, τό δε ώ ς είδος· κ α λ ή δέ και
ή νοΰ υ λ η νοοειδής ο υ σ α και α π λ ή .
So erhöht also der Geist die G ö t d i c h k e i t der Seele n o c h weit mehr, i n d e m er ihr Vater ist
u n d i n d e m er bei ihr gegenwärtig ist; denn es ist nichts z w i s c h e n i h n e n als die A n dersheit, j e d o c h nur in d e m Sinne, daß die Seele die nächste Stufe u n d der a u f n e h m e n d e
S t o f f ist, der Geist aber die Form; 4 2 5 und selbst diese Materie für d e n Geist ist n o c h
schön, da sie geisthaft und einfach ist. (V, 1, 3 , 2 0 - 2 4 ; Ü b s . H B T ) 4 2 6
Als hervorgegangene Energeia ist die Seele das Aufnehmende (τό δεχόμενον;
3,22), in d e m der N o u s durch Anwesenheit wirkt (τφ παρεΐναι; 3, 2i), 4 2 7 so
daß sich dieser Vorgang durch den Hypokeimenon-Aspekt der zweiten Energeia erklären läßt, die damit in sich W i r k u n g und das, worauf sich die W i r k u n g richtet, vereint. 428 Es scheint mir daher gut begründbar, als eine der Vor-
424
V, 1, 3, 1 1 - 1 2 : die μέν-δέ-Konstruktion steht dafür, daß zwei verschiedene Energeiai g e -
meint sein müssen (vgl. auch μεν [ . . . ] δέ in Ζ . ι ο - ι ι ) . μένουσαν μεν τήν έν α ύ τ ω bezeichnet
folglich die wesentliche Energeia, τήν δέ α λ λ η ν ΰφισταμένην die aus ihr hervorgehende, die
v o m N o u s her stammt (ουσα ouv ά π ό voü). Gerson, Plotinus 58 äußert sich kritisch z u m V o r handensein einer ενέργεια έκ τής ούσίας des N o u s in d e m Sinn, daß der N o u s die Seele auch
in ihrer Existenz hervorbringt, gesteht aber zu, daß er für das Spezifische ihrer Existenz n o t w e n d i g ist. Als spezifisches Element der Binnendifferenzierung i m universalen Kraftstrom also
ist die Seele v o m N o u s abhängig, w i e das besondere Licht des M o n d e s , das er weiter zur Erde
strahlt, v o n der S o n n e abhängt, während die b l o ß e Existenz des M o n d e s v o n der S o n n e u n a b h ä n g i g ist. N u r in diesem Sinn ist die Seele eine ενέργεια έκ τής ο ύ σ ί α ς des N o u s , was zu der
hier vorgelegten Interpretation paßt, in d e m Energeiai-Schema den M e c h a n i s m u s zu sehen,
der Plotin die D i f f e r e n z i e r u n g des Einen ermöglicht. B u c h n e r , Möglichkeitslehre 60-87 b e stimmt den H e r v o r g a n g der Seele aus d e m N o u s ebenfalls nach d e m E n e r g e i a i - S c h e m a u n d
j e n e als ένέργεια έκ τής ο ύ σ ί α ς des Geistes, w o b e i er darauf hinweist, daß die ένέργεια έκ τής
ο ύ σ ί α ς zur ένέργεια τής ο ύ σ ί α ς werde. D a z u auch Armstrong, Architecture 63—82.
425
Z u m aristotelischen Vorbild s. u. die A n m e r k u n g e n 428-430.
426
Diese Passage ist durch das Vatermotiv mit 6 - 1 5 verknüpft, auf das ich n o c h e i n g e h e n
werde.
427
Das z w e i m a l v e r w e n d e t e ώ ς macht Plotins Vorsicht deutlich, diesen V o r g a n g allzu e i n -
d e u t i g nach d e m hier vorgeschlagenen Schema zu verstehen. Trotz aller Vorsicht, die Plotin
hier walten läßt, ist es j e d o c h ein Schema, auf das er w i e d e r h o l t zurückgreift.
428
V g l . S c h m i t z , Ideenlehre 220: „ D i e Wissenschaft i m Geist der Seele hat also genau w i e
die Fortpflanzung gewisser T i e r e in sich als einer einzigen Sache die beiden L o g o i , Perspektiv e n oder F u n k t i o n e n des M a c h e n d e n und des Stoffes, u n d das sind die Unterschiede, die nach
430 a i 4 in der Seele sein müssen."
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Der Zusammenhang des plotinischen Systems
149
Stellungen, die Plotin beeinflußten, das peripatetische Lichtmodell Alexanders
anzunehmen. In Alex., De an. mant. 144,12—13 ist das potentiell Durchsichtige das, was als eine zur Aufnahme von Licht fähige Natur bezeichnet wird
(φύσις δεκτική φωτός), in der dadurch sekundäres Licht als Wirkung hervorgebracht wird, daß das primäre Licht in ihm anwesend ist.429 Dabei werden
sowohl die Seele in diesem Status als auch das Durchsichtige bei Alexander
als Hyle bezeichnet. Plotin scheint demzufolge nach dem Muster einer Analogie, die auf dem Lichtmodell basiert, zu denken: Wie das potentiell Durchsichtige die Hyle des primären Lichtes ist, in der dieses seine Wirkung tut, so
ist die Seele als ενέργεια έκ της ουσίας das, wohin hinein der Nous wirkt, und
das, nachdem dieser gewirkt hat, seinerseits die Funktion einer Wirkkraft entfalten kann, wie das dem Vollzug nach Durchsichtige als sekundäres Licht erhellen kann. 430 Dadurch, daß Plotin diese Hyle als „geistgestaltig" bezeichnet,
gibt er dem peripatetisch geschilderten Vorgang eine platonische Färbung.
Wie Piaton im Sonnengleichnis durch die Adjektive „gutgestaltig" und „sonnengestaltig" zugleich Ähnlichkeit und Abhängigkeit ausdrückt, verfolgt Plotin mit dem höchst ungewöhnlichen νοοειδής 431 wohl die gleiche Absicht.
Dieses Verhältnis verdeutlicht Plotin in V, 1 , 3 , 1 4 — 1 $ dadurch, daß er den
Nous mit einem Vater und die Seele mit dem noch zu vervollkommnenden
Sohn vergleicht, 432 so daß auch in diesem Fall die Seele als das verstanden
wird, das zu seiner Vollkommenheit noch der Einwirkung des Ubergeordneten bedarf.
Zugleich jedoch muß die Seele, die die Einwirkung des Nous erfährt,
auch als ενέργεια της ουσίας gedacht werden, die nun ihresteils Nachfolgendes
429
Alex., D e an. mant. 142, 3 - 4 , 6 - 7 u. 1 0 - 1 1 und 144, 5. Vgl. bes. 142, 3 - 4 i f j [ . . . ] π α ρ ο υ σία mit Plot.V, 1, 3, 2 1 - 2 2 : τω παρεΐναι.
430
Z u r Verknüpfung der Vorstellungen vgl. Alex., De an. mant. 144, 4 υλη του κατ' ένεργειαν
διαφανούς mit Plot. V, 1, 3, 23 ή νοϋ υλη. Plotins Darstellungen sind gleichfalls, w i e schon der
Kontext nahelegt, durch Aristoteles beeinflußt (De an. 429 a i 3 ~ 1 8 ) . Aristoteles analogisiert hier
auf einer hypothetischen Ebene Wahrnehmen und Denken und beschreibt das Denken als
δεκτικόν δέ τοϋ είδους. Diese Stelle ist, wie Schmitz zeigt (Ideenlehre 220), im Zusammenhang
mit 4 1 4 aio ff. zu sehen, da Aristoteles hier die Episteme als είδος τι καϊ λόγος καί οίον ενέργεια τοϋ δεκτικού bezeichnet. Allerdings vermag diese stark epistemologisch geprägte D a r stellung allein die Verwendung der hier zu behandelnden Lichtbegrifflichkeit, die auch in
1 1 , 9 , 2 , 1 7 - 3 5 auftaucht, nicht zu erklären. Dazu müssen die in diesem Kontext der aristotelischen Seelentheorie von Alexander entwickelten Lichtvorstellungen mitherangezogen werden.
431
Nach LSJ kommt das Wort hier zum ersten Mal vor. Sleeman / Pollet fuhren nur zwei
Stellen an, in denen Plotin es verwendet. Es liegt nahe, daß Plotin mit νοοειδής an Piatons
Neuschöpfungen άγαθοειδής und ήλιοειδής anknüpfen wollte. In 3 , 1 2 nimmt er dieses Motiv
mit αλλην und mit νοερά auf.
432
Auch jetzt weist οίον (Ζ. 14) darauf hin, den Vergleich nicht wörtlich zu verstehen.
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150
Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
hervorbringen und zugleich auf es einwirken kann. In dieser Funktion ist sie
ή ττασα ενέργεια und λόγος des Nous. Das, was sie als Wirken aus sich hervorbringt, ist das Leben. Deshalb kann „Leben" auch als ενέργεια έκ της ουσίας
der Seele bezeichnet werden, denn es ist das, was sie an die nächstfolgende
Hypostase mitteilt. 433 Da das Energeiai-Schema bei Plotin universal wirksam
ist, exemplifiziert Plotin die ontologische Funktion beider Hypostasen am
Beispiel des Feuers. Es diente bereits in V, 4, 2 dazu, das Schema der Wirkkräfte in ihrem Verhältnis zueinander zu verdeutlichen, leitete aber gleichzeitig von der Differenzierung der verschiedenen Aspekte in der Seele wieder
über zum Verhältnis zwischen Nous und Seele, das den folgenden Abschnitt
bestimmt.
Die Seele wird so in doppeltem Sinn zum ε'ικων des Nous: Z u m einen
benutzt Plotin diesen Begriff, um im Verhältnis zwischen wesensmäßiger E n ergeia und der aus ihr hervorgehenden Energeia die zweite zu beschreiben
(s.o. Abschnitt II.1.3 zu 1 X 5 , 7 , 1 3 — 2 3 ) , zum anderen steht die Seele dem
Nous aber auch deshalb als sein Abbild gegenüber, weil sie als wesentliche
Energeia ihrerseits eine Wirkung nach außen richtet,434 wie es auch der Nous
tut, der auf diese Weise die Seele konstituiert. Bis zur Seele ist jede Hypostase
zugleich als eine ενέργεια έκ της ουσίας zu verstehen, nämlich in ihrer Abhängigkeit von dem ihr übergeordneten Prinzip, und als ενέργεια της ουσίας im
Verhältnis zu der ihr unmittelbar folgenden Hypostase, für die sie nach diesem Mechanismus zum hervorbringenden Prinzip wird.
So gelingt es Plotin, die platonische Abbild-Vorstellung in sein System
einzubinden, wobei er deren Spannung 435 zwischen Differenz und Kontinuität im prozeßhaften Entstehen von Energeiai aus- und füreinander aufhebt.
Dabei gilt es ein weiteres, für die Ausdifferenzierung ebenfalls wesentliches
Element mitzubeachten: Die Entwicklung des Kraftstroms aus seinem dynamischen Ursprung, dem Einen, führt nicht nur zu einer Binnendifferenzierung, sondern gleichfalls zu einer Depravation, die sich als ontologischer
Wertverlust und Verlust von Sein und Einheit äußert. Implizit ist dies bereits
an der R e i h u n g Licht — Sonne — Mond in V, 6, 4, 8—21 zu erkennen, wenn
433
Siehe V, 1, 3 , 9 , w o Plotin das Wirken der Seele folgendermaßen charakterisiert: ην ιτροΐεται ζωήν εις άλλου ύπόστασιν. Da die zweite Energeia des Feuers in Z . 10 dieses Abschnitts
parallel konstruiert ist, ή δε ην παρέχει, wird stilistisch deutlich, daß das Leben als zweite Energeia der Seele aufzufassen ist, parallel zur ενέργεια έκ της ουσίας des Feuers.
434
Diese SeelenaufFassung vertritt Plotin auch in 1 1 , 9 , 8 , 2 1 - 2 5 , dessen sprachliche A n klänge an V, 1, 3 deutlich hervortreten. Ein Fazit bzw. eine Zusammenfassung des Sachverhaltes
bietet ebenfalls V, 2, x, 1 0 - 1 8 .
435
In V, 1, 3 , 2 1 - 2 2 beschreibt Plotin diese Spannung prägnant mit οΰδέν γ α ρ μεταξύ η το
( *
Τ
ετεροις είναι.
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ι . 439 κατά θάτερα μεν συνηγμένον έκείνω in 7. U n d da es Licht des Nous ist und eine Spur. 4 3 . 4. 4 3 6 wie der M o n d von der Sonne sein Licht empfängt und lediglich aufgrund einer Anstrahlung durch geborgtes Licht leuchtet.. was dem Folgenden zugewandt ist.. ist es in der einen Hinsicht zwar mit j e n e m verbunden und wird dort erfüllt. νους ών τέλειος.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . was notwendig schlechter ist als die Seele. die von ihm abhängig ist. 17—18 als dem Nous gegenüber weniger reines Licht bestimmt. Übs.ν. übernimmt Plotin aus Schrift V. das]. 1. 1 . [ . V. der sich dabei wohl an einer peripatetischen Lichtentstehungslehre orientiert. α ψυχής α ν ά γ κ η είναι χείρονα. 36—38 und 43-48 fuhrt schließlich die mit dem Vater-Sohn-Motiv verbundene Zeugungsmetaphorik. so kann man schließen.] (36—38)43e Dies aber ist das. μάλλον δέ γεννών και αύτό. nach H B T ) In V. 6. 1.4 8 . 437 In V. Denn der Geist zeugt die Seele. (V. 438 Das Motiv. Κ α ! γ α ρ τέλειον δντα γεννάν έδει. daß Vollkommenes qua Vollkommenheit zeugen muß. 1 . 3 erläuterte Plotin. die Wirkung des Nous. h. . das sich seinerseits am Lichtmodell veranschaulichen läßt. Ebenso besitzt die Seele den Geist nur als einen „dazuerworbenen". daß er aufgrund seiner Vollkommenheit zeugt und da er als so große Kraft nicht kinderlos bleiben durfte. In der anderen Hinsicht aber berührt es das. in das er das H y l e . Mit der Helligkeit des Lichtes nimmt. κατά θάτερα δε έφατττόμενον τ ω ν μετ' αύτό. 14—15 vergleicht Plotin die Seele mit einem unvollkommenen Sohn. ιό. ] τοΰτο δ 1 έστϊ το περί νοϋν κινούμενον και νοϋ φως και ίχνος έξηρτημένον εκείνου. vielmehr zeugt es als dieses [. sie werde v o m Geist nur oberflächlich getönt. Jetzt betont er neben „ Z e u g u n g s v o r g a n g " und Mittlerposition 4 3 9 der Seele auch die damit notwendig verbundene Verschlechterung ihres ontologischen Status: 436 Der Geist tönt die Seele oberflächlich: έπιχρωννύντα. 1. 7. was sich um den N o u s herumbewegt.M o d e l l integrierte. als die und aus der die Seele aus dem Geist hervorgeht. erfreut sich und hat an ihm teil und nimmt geistig wahr. daß Plotin die Seele in V.99. Z u diesem Z w e c k griff er auf das Energeiai-Schema zurück. die ontologische Wertigkeit ab. um so das zwischen diesen beiden Hypostasen herrschende Abhängigkeitsverhältnis zu erklären. 46—47· 437 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.128. . da er vollkommener Geist ist.E i d o s . Dazu paßt. 4 . 3 . den es zu bessern gilt. d. καΐ μή δύναμιν ουσαν τοσαύτην ά γ ο ν ο ν είναι. die Lichtmetaphorik und die Vorstellung einer mit der fortschreitenden Entwicklung einhergehenden Depravation zusammen: ψυχή ν γ α ρ γεννφ νοΰς. κατά θάτερα μεν συνηγμένον έκείνω και ταύτη άττοπιμττλάμενον και άπολαΰον καΐ μεταλαμβάνον αύτοΟ και νοοϋν.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 151 Plotin von der Seele sagt. 4 4 _ 4 5 und κατά θάτερα δέ έφατττόμενον τ ω ν μετ' αυτό in 7. Denn es war notwendig. was nach ihm kommt. [. und drückt so ebenfalls auch die ontologische Abwertung der Seele gegenüber dem N o u s aus. 7 . 6. als das.
7 441 ist es das Eine. In der Schrift VI. das defizienter als sie selbst ist. (Ubs. 1 . H B T . aber seine Bestimmtheit erhaltend und [es mußte etwas sein. eine Nachbildung von ihm [d. A b - schnitt I I . B . 1 4 . daß er im Fall von Seele und Nous dasselbe 440 In Z . 442 Für die Entstehung und Entwicklung des N o u s vgl.1. so muß 440 die Seele etwas hervorbringen. sondern mußte. h.] das gleichsam zu seiner Gestalt gemacht wird von dem. Z u gleich legt das die Deutung nahe. 9. fur die Seele siehe auch III. όριζόμενον δε υ π ό τοΟ γεννήσαντος και οίον είδοποιούμενον. 7 hin: K p e m o v δε ούχ οϊόν τε ην είναι ούδ' ένταϋθα τό γεννώμενον. z . die Seele] nicht besser sein. internen Struktur des Nous (horizontale Ebene). eher epistemologischen Entwicklungsaspekt weisen die Zeilen 38—42 vonV. 3 6 . 7 . 7 . die in ihrer Entwicklung bisher lediglich innerhalb des metaphorischen Rahmens der Lichtentstehung nach Alexander erfaßt wurde.1. da Plotin in diesen Fällen das G e . i . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 442 läßt vermuten. Z u gleich gliedert Plotin die Seele dadurch in eine universal-ontologische Z e u gungsreihe ein. daß sich die interne Struktur der Seele. άλλ' ελαττον δν εΐδωλον είναι αύτοϋ. αόριστον μεν ωσαύτως.o. 5.V. A b e r auch hier konnte das Erzeugte [d. 1 .2 1 und o.152 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Kontinuität ist Kontinuität zum Schlechteren. das weniger vollkommen als er selbst ist.99. auf den Entstehungsprozeß der nächstfolgenden Hypostase (vertikale Struktur) erweitert werden.1). zeugend hervorbringt. leicht geändert) Die Seele beginnt ihre Entwicklung wie der Nous als unbegrenztes und damit gestaltloses Abbild des sie hervorbringenden Prinzips und erfährt im Z u ge ihrer Entwicklung von dieser Ursache her Begrenzung und Struktur.1 im Zusammenhang mit der epistemologischen Beschreibung einer gleichfalls ontologisch zu verstehenden Entwicklung als formende Einwirkung auf das bis dahin Strukturlose interpretiert.1—3. 1 8 . Jetzt kann diese Dynamisvorstellung in ihrer Funktion von der Hervorbringung nicht nur der eigenen. da es geringer war. Das habe ich in Kapitel II. auch in Analogie zur Entwicklung des Nous vollzieht.oder Erzeugte als etwas darstellt. das weniger vollkommen ist als das E r zeugende. ebenfalls unbestimmt. Wie der Geist die Seele als etwas. Daß Plotin dabei für Nous und Seele ähnlich lautende Beschreibungen dieser A b läufe vorträgt. das dem werdenden Nous eine Kraft zu zeugen eingibt (s. der es erzeugt. Auf einen derartigen. h. In diesem Sinn sind die bisher vorgetragenen Überlegungen zu ergänzen. 1 7 . 47 verwendet Plotin den gewichtigen Ausdruck ανάγκη. dem Nous] sein. 441 Vgl.3 8 mit V I . wodurch die Dynamisentwicklung mit dem Gedanken der Entwicklung zum weniger Vollkommenen verbunden wird. 1 5 . 1. Abschnitt II. V I . 7 .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .128. daß er das Motiv der Zeugung mit dem der Dynamis verbindet.
Der Zusammenhang des plotinischen Systems 153 Entstehungsmodell verwendet. s. 1 . die Objekte seiner Wahrnehmung hervorzubringen. dessen w e sentliche Konvergenz mit dem Lichtmodell die Interpretation der Entwicklung des Geistes aus dem Einen aufzuweisen versucht hat. vom Guten die Bedingung der Möglichkeit. Aufgrund der knappen Darstellung in V. das für deren eigentümliche Wirkung auf das Stoffliche von großer Bedeutung ist. 1.1 9 . in V I . 444 Zunächst ist diese räumliche Verortung des U m . ein Strukturmerkmal der Seele hervorzuheben. daß sich Plotin die Entwicklung der Seele in denselben oder doch in ähnlichen Kategorien denkt. I I . 16. 9.oder Grenzkraft erschöpft sich die Bedeutung dieser räumlichen Metapher aber nicht allein in dieser Funktion.7. um den Nous herumbewegt. er bewege sich rings um seine Ursache herum.]. 1 .99. Die Entwicklung zur vollständigen Hypostase kann dann entweder epistemologisch als ein im Objektbezug sich realisierendes Wahrnehmen oder als Entstehen eines zweiten Lichtes in einem dafür geeigneten Medium beschrieben werden. In V. Der Hervorgang an sich vollzieht sich aus dem übergeordneten Prinzip als Hervorgang der nach außen tretenden Energeia aus der wesenhaften. 443 Ebenso sagt Plotin vom Proto-Nous. 3 diese spezielle Funktion des B e - 443 τοΰτο δ' έστι το περί voöv κινούμενον και νοϋ φως καΐ ίχνος έξηρτημένον εκείνου [. Vielmehr dient sie außerdem dazu. 444 Z . o. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 9 ) werde ich unten in Abschnitt II. zu V. $ ergänzt wird. Im folgenden werde ich im R a h m e n der Analyse eines Textabschnittes der späten Schrift V. 1 6 ..H e r u m (περί) als Metapher zu interpretieren. das sich. 7. die damit den bisherigen Darstellungen als weiteres Modell zur Seite treten. 1 ) zu zeigen versuchte. 7 (s. D e r Vorstellungsanalogisierung zwischen Geist und Seele in dieser Hinsicht entspricht es. Gerade in Bezug auf die Seele in ihrem prekären Status als ontologische Brücken. in diesem Sinn verleiht das Gute ihm seinen Inhalt und initiiert als platonisch verstandenes Licht vollständig seine epistemologische Entwicklung. wie ich mit der Interpretation von VI. 43—44 wird die Seele nämlich als Licht verstanden. ist zu vermuten. 3 .128. o. die durch III. wenn Plotin das Verhältnis zwischen Einem und Geist einerseits und zwischen Geist und Seele andererseits in denselben Begriffen von Bewegung und Räumlichkeit umschreibt und auch dieses Beschreibungsmoment mit der Lichtmetaphorik kombiniert. Logos und Licht (auch die Seele ist Logos des N o u s .2.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . die das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Ursache und Verursachtem darstellt. als geschaffenes und hervorgegangenes.3 eingehen.. Kap.38—42. B . das j e nach Bedarf ergänzt oder modifiziert wird. Damit gilt auch fiir die Seele die spezifische Verknüpfung von ontologischen und epistemologischen Entstehungsbedingungen. Der Geist erhält. 7 . 1 . A u f die thematische Verflechtung zwischen 'ίχνος.
mit d e m und durch den sie n o c h d e m N o u s verbunden ist.446 (V.7— 20. αυτή δέ ή ψυχή ή τοιαύτη καθαρά. In diesem Fall geht es i h m darum.445 nämlich dem ihm jeweils Vorausgehenden immer fortschreitet. noch gibt es für sie einen Topos (Ort). 'Ηλίου μεν ουν το φως ούκ αν τις συγχωρήσειεν έφ' έαυτοϋ περί αυτόν ήλιον είναι. um nicht einen Zwischenraum. 9. Im Verlauf der Darstellung kontrastiert Plotin dann irdisches. Da es sich bei τίς meiner Ansicht nach um einen Peripatetiker handelt. ώστε και έφ' αύτής όράσθαι ύπό τε αυτής καί άλλης τοιαύτης. εως αν εις ημάς και έπί γήν ήκη· άλλα πάν και τό περί αυτόν ήλιον θήσεται έν αλλω. άλλά περί έκεϊνον. 3. also in d e m Aspekt. was um diese Sphäre herum aus ihr heraus leuchtet. "Οθεν τό μεν τοΰ ήλίου φως έν αέρι. 446 Deutlich nimmt Plotin hier auf das epistemologische Strukturprinzip Bezug. als körperleer zuzugeben. so daß sie fur sich bestehend von sich selbst gesehen werden kann und auch von einer anderen derartigen [Seele]. Ihr [geisthafter] Rest also ist der Aspekt [der Seele].] ήκη spricht. Innerhalb dieser Gegenüberstellung g e w i n n t der B e g r i f f des περί u n d mit ihm die Vorstellung der Seele als L i c h t an schärferen Konturen: To δή λοιπόν αυτής τοΰτό εστίν.99. D a b e i gehe ich auch auf den aristotelischen Toposbegriff ein.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . sondern [eben] um jenen herum. wogegen allerdings εως [. könnte man auch annehmen. Ή δε ψυχή έκ νοϋ φως τι περί αυτόν γενομένη έξήρτηταί τε αύτοϋ καϊ ουτε έν άλλω. Übs. wie [das Licht] der Sonne nach [Verlassen] der Sphäre ihrer räumlichen Ausdehnung zunächst das ist.128. daß die hier abgelehnte Lichtvorstellung Plotins eigene sei und in den Z. den wir als Abbild des Nous bezeichneten. ι'να μή διάστημα διδω κενόν τό μετά τόν ήλιον σώματος. die Seele selbst aber.. daß es für sich allein rings um die Sonne selbst herum sei. ist rein. und daß es [dann] aber als anderes aus anderem.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 154 griffes περί in ihrer Verbindung mit der Lichtmetaphysik untersuchen. v o n der S o n n e ausgehendes Licht und die gleichfalls lichthaft verstandene Seele. 12—13 das EnergeiaiSchema umschrieben wird. In Kapitel 9 der Schrift V. aus der es sich herausbewegt hat und um die herum es verharrte. das irgendwie dessen Licht bewahrt. die als ein Licht aus dem Nous um ihn herum entstanden ist. άλλο δε έξ άλλου άεί προϊόν τοΰ πρό αύτοϋ. 3 verdeutlicht Plotin das Verhältnis zwischen Seele u n d N o u s erneut anhand eines Lichtmodells. bis es wohl zu uns auf die Erde gelangt. das oben Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. οΰτε τόπος αυτή· ουδέ γαρ έκείνφ. nach H B T ) 445 HBT. οίον ήλίου μετά την τοΰ μεγέθους σφαΐραν τό περί αυτήν έξ αυτής λάμπον. denn es gibt auch fur [den Nous] keinen. die in ihrer wesentlich geistigen Zuständlichkeit fundiert ist. δ εικόνα έ'φαμεν νου σωζουσάν τι φως εκείνου. Die Seele hingegen. Deshalb ist zwar das Licht der Sonne in der Luft. Vom Licht der Sonne also wird jemand wohl nicht behaupten. hängt von ihm ab und ist [daher] weder in einem anderen. der unmittelbar an die Sonne anschließt.. Vb 379 erklären diese Wendung mit einem Hinweis auf Empedokles. die Erhabenheit der Seele zu betonen. die derartig ist. έξ ου ώρμημένον καϊ περί αυτόν μεΐναν. Sondern [dieser] jemand wird wohl jegliches [Licht] und auch das um die Sonne herum in etwas anderem ansetzen.
4 zu V.4 0 als wesentliche Erweiterung der auf das Licht konzentrierten Überlegungen besprochen wurde. 9. 448 Sprachlichen Ausdruck erhält diese Differenzierung durch die den zweiten Abschnitt gliedernde Entgegensetzung 'Ηλίου μεν [. Z u untersuchen ist nun. welche B e deutung es für Plotins Vorstellung von der Seele hat und wie diese gegen die lichtspezifische Verwendung abgegrenzt wird. was zusätzlich für eine stark didaktisch geprägte Struktur des Abschnitts spricht. in Ζ . 3 . für sich. u auf. 10 wird dieses Beispiel differenziert. in IV. D i e hier von Plotin zum Z w e c k der Kontrastierung herangezogene Lichtvorstellung ist also nicht seine eigene. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 15). daß. daß es um die Sonne herum 451 verharrt und erst aus diesem Verharren heraus weiter ausstrahlt. In den Z . 450 In Ζ . 13—15 wird dagegen vom fiktiven Interlokutor die peripatetische Lichttheorie ins Feld geführt. das unmittelbar um den Sonnenkörper herum erstrahlt. Somit wird deutlich. ] αυτή δέ ή ψυχή noch einmal wiederholt wird.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 9 . die. 5 — auch hier in Auseinandersetzung mit peripatetischen Modellen — unter Berufung auf das Energeiai-Schema vorträgt. . die er ζ.128. Von diesem Licht wird angenommen. Auch wenn man das irdische Licht konsequent als Kraft. unabhängig von einem räumlichen M e d i u m . 448 Dabei intendiert Plotin meiner Ansicht nach über eine Auseinandersetzung mit der peripatetischen Licht. das dem Plotins gleicht 450 oder zumindest ähnlich ist. 452 so Abschnitt II. 12: περί αυτόν μεϊναν. 451 Ζ . A b Z . die in Form eines fingierten. 19 in der Form des Gesehen-Werdens der Seele als Licht zugesprochen: έφ' αυτής. 9 an. 1 1 : περί αυτόν ήλιον είναι und Ζ . gleichsam dialogischen Einwandes vollzogen wird. versteht.2 0 zeigen. zumindest sprachlich. 3 5 . 6—7 tut.. daß Plotin das peripatetische Lichtmodell als verdeutlichendes Negativbeispiel in didaktischer Absicht funktionalisiert. B.und der auf sie angewendeten aristotelischen Raumtheorie eine Betonung des Verständnisses der Seele als einer in ihrer (relativen) Eigenständigkeit überräumlichen Kraft. 8.] το φως (Ζ.Ή δέ ψυχή (Ζ. die Verknüpfung der geäußerten Lichtmodelle durch das περί gewährleistet sein soll. 7 . 452 Ζ . 449 Ich werde bei der Analyse von V. 14: ττερϊ αύτόν ήλιον nimmt genau die Formulierung aus Ζ . und dem Licht der Sonne. der als Licht des Nous verstanden werden kann. 449 Das in diesem Zusammenhang zentrale Motiv des περί klingt bereits in Z .Der Zusammenhang des plotinischen Systems 155 Der Abschnitt ist klar strukturiert: Die Zeilen 7—10 leiten einen Vergleich 447 zwischen dem Aspekt der Seele ein. Ein anonymer τις lehnt in 10—13 e i n Lichtmodell ab. dem Licht die Fähigkeit. falls es sich um ein empedokleisches Modell handeln sollte. εφ' έαυτοϋ bestehen zu können. .1. 18 mit το μεν τοΰ ήλιου φως [ . 5. wie Plotin es in IV. Auch wenn das Licht — hier berühren sich die beiden Theorien — um die Sonne herum ist. Die Zeilen 10—15 enthalten eine erneut zweifach untergliederte Erörterung des Status des Sonnenlichtes. 3. zuzusprechen. 1 1 lehnt der fiktive Dialogpartner es ab. quasi im Kleinen. besteht es. 447 ? ·~τ οιον in Z .99. ίο) . ohne daß es dafür eines vermittelnden oder tragenden Mediums bedürfe.. wie H B T annehmen. Sie wird dann aber von Plotin in Z .
. In Phys. 5 7 1 . Siehe Arist. So versteht zumindest Plotin den Topos als das. 455 W e n n behauptet wird. und dem am Gefäßmodell orientierten Toposbegriff gleichzeitig festzuhalten. Licht sei in der Luft u m die S o n ne. mant. 210 >334-211 ai: Topos als πρώτον περιέχον. ergeben sich bezüglich der Körperlichkeit des so dargestellten peripatetischen Lichtes interessante Konsequenzen: Für einen Peripatetiker (zumindest den anonymen Unterredner. IV. die ihr bisher zugeschrieben wurde. denn die Luft ist das.. (Enneaden 22-23). in dem „Licht" ist. Vgl. vgl. 8 f.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Cornford. D i e sprachlichen Bezüge weisen deutlich auf die aristotelische Toposkonzeption und damit auf die Negativfolie hin. Ph. 3. was an sie angrenzt. w e n n sie sagen. 454 455 Siehe Arist. 211 b6~7 und Simpl. sondern eine rein räumliche Bedeutung besitzt.99. kein leerer bliebe. damit der Zwischenraum. 144.156 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum wird doch bestritten. gezwungen. 212 39-14. von der sich Plotin im folgenden absetzen wird. daß das Licht kein Körper sei. deutet auf Aristoteles.. Z u g l e i c h wird daran deutlich.4—139. D e an. indem er argumentiert. Vor dem Hintergrund dieser Toposvorstellung bedeutet in einem Topos zu sein nämlich immer auch Körper zu sein. 4 .. der gemäß Licht als überräumliche W i r k u n g in etwas entsteht. Es ist in einem anderen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 . 453 A u c h der B e g r i f f „ Z w i s c h e n r a u m " als das. also nicht „der W i r k u n g nach in etwas sein" bedeuten kann. . IV.2 3 (ed. auch Tornaus Kommentar zu V I . den Plotin konstruiert hat) ist Licht in der Luft als in seinem Topos. Enneaden 23. evoziert. Diels). 456 Siehe A l e x .28 zu beweisen. Ph. jedes Licht müßte in diesem Sinn in etwas von ihm Verschiedenem sein. 458 und somit impliziert 453 Siehe Arist. 457 und mithin wären die Peripatetiker. dessen Topos.128. 457 458 Dies möglicherweise aufgrund eines Rückgriffs auf eine Überlegung des Gorgias. Z w a r versucht A l e x ander in der Mantissa 138. 456 Allerdings kann nur Körperliches in einem Topos sein. daß es für die Peripatetiker unmöglich ist. Ph. was irgendwie als (potentiell) leerer R a u m an die Sonne angrenzt und v o m Licht gefüllt werden muß. daß ihm kein spezieller Topos zugewiesen werden kann und ihm deshalb auch Körperlichkeit abgesprochen werden muß. das Licht als körperlich zu bestimmen. Schon durch den Gebrauch der Präposition έν wird Aristoteles' Bild des Topos als eines Gefäßes. zugleich an ihrer Lichtentstehungstheorie. in d e m etwas ist. 3. in der sich das Licht befindet. der zwischen Sonne und dem. P l o tin aber zeigt. 2 2 . denn so wird er v o m Licht (aus-) gefüllt. C o s m o l o g y 195. was den Körper umschließt. 4. 12: ό τόπος και περιεκτικόν σώματος. Z u m Begriff διάστημα als „leerer R a u m " siehe Tornau. vgl. daß es für sich selbst bestünde. daß die Präposition „ i n " zumindest in diesem Kontext nicht die B e d e u t u n g haben kann.20. 454 N a c h dem aristotelischen Toposmodell wäre die unmittelbar das Licht umgebende Luft.
9 .. 1. 460 Z . 4 0 . besteht selbst dann. daß der Z w e c k dieser Annahme darin besteht. 465 Z u m Begriff έξαρτάομαι s. 464 IV.99. daß Plotin in V. 6 und 7. daß Plotin in V. bei Alex. 3 . Körperlichkeit. in denen Plotin seine eigene Lichtvorstellung erörtert.3 zu IV. 464 Mit diesem Ausdruck bezeichnet Plotin das Abhängigkeitsverhältnis zwischen der ursächlich wirkenden wesentlichen Energeia und der von ihr verursachten und aus ihr hervorgehenden zweiten Energeia. 5 . 462 Bei einem Vergleich mit den Abschnitten IV. auch wenn es nicht ausgesprochen wird. 1 4 4 . 3 9 : χρώμα αυτού weist beinahe wörtlich auf die peripatetische Formulierung hin. 5 . B. die entspr. Auch sie ist als Licht um den Nous herum. Es ist damit auch nicht „die Farbe der Luft" 4 6 3 und damit in seiner Existenz von der Luft abhängig. sondern es besteht fiir sich selber.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 3 . als ενέργεια έκ της ουσίας verstandene Licht. 7 . ιό. 6 mit τό γ α ρ φώς οίον χρώμα τοϋ διαφανούς εστίν findet. $ . 9 wird bereits in IV.128. 462 Plotin wählt dafür die Formulierung έξήρτηταί τε αύτοΟ. Wie das Verhältnis zwischen Seele und Nous in V. 463 IV. sondern besteht rein für sich. der Nous. 16: περί αύτόν und Ζ . nicht topisch umfaßt wird. 460 aber sie ist gerade nicht in einem anderen. oben Abschnitt II. 9 die Seele nach seiner eigenen Lichtvorstellung konzipiert: Dieses. vgl. das es aufnehmen könnte. 3. wenn man sich vergegenwärtigt. 6 . 9 zwei voneinander zu unterscheidende Lichtmodelle vorstellt.1 5 . 17: ουτε τόπος αύτη. wie sie sich ζ.V. Ihr Sein ist völlig toposunabhängig. auch hier zur Hauptsache in der Auseinandersetzung mit dem peripatetischen M o dell. das wiederum mit dem der Stofflichkeit oder Körperlichkeit notwendig verbunden ist. 33—37 zur Bedeutung des griechischen Begriffs έξαρτάομαι zur Bezeichnung des Abhängigkeitsverhältnisses im Energeiai-Schema. 1 4 . 6—7 wird also deutlich.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 157 die Ablehnung des Für-sich-Seins des Lichtes bei gleichzeitiger Annahme. Ζ . keinen leeren Zwischenraum um die Sonne herum annehmen zu müssen. 7 . 7 das des Lichtes zu seinem Ursprung mit demselben Begriff έξαρτάομαι beschrieben. Vor diesem Hintergrund treten die wesentlichen Eigenschaften des Seelenlichtes um so deutlicher her459 Diese Schlußfolgerung gilt besonders. 3 . 465 Durch den Vergleich mit IV. 5 . Anm. es sei έν αλλφ. 5 . daß sich Plotin mit dem Problem der R ä u m - lichkeit der Seele auseinandersetzt. 459 Im Unterschied dazu wird die Seele in den Zeilen 15—17 charakterisiert. 17: περί εκείνον. die er bezüglich der Kategorie der Räumlichkeit relativ einseitig miteinander kontrastiert: Das Sonnenlicht wird peripatetisch beschrieben. vgl. Das Sein der Seele bestimmt sich allein in seiner Abhängigkeit v o m Nous als ενέργεια έκ της ουσίας desselben. 461 da ja auch ihr Ursprung. ist zu erkennen. wobei Plotin dessen topische Begrenzung und Körperlichkeit betont. D e an. 461 Ζ . wenn der Zwischenraum leer bleibt und kein „ M e d i u m " vorhanden ist. 5. ο. Hier ist zu sehen. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. mant.
metaphorische Bedeutung: Im Verbund mit έξαρτάομαι wird durch περί ein ontologisches Abhängigkeits. D a m i t b e k o m m t die Präposition περί in ihrer A n w e n d u n g auf das Verhältnis zwischen Seele und N o u s eine gegenüber der „ n o r m a l e n " Verwendung neue. das als ένέργεια εκ της ουσίας unstofflich und damit überräumlich und untopisch ist und sein Sein einzig der ihm als U r s p r u n g zugehörigen ενέργεια της ουσίας verdankt.und Ahnlichkeitsverhältnis beschrieben und kein räumliches Verhältnis. genauso wie er in IV. Nur in dieser Hinsicht ist seine Existenz έφ' αύτοϋ zu verstehen. die er ausfuhrlich in IV. das Plotin die konkrete Abgrenzung seines Lichtmodells v o m peripatetischen erlaubt. 52 C4. aber er modifiziert sie. Vorbereitet werden soll die Funktion der Chora als υποδοχή des Werdenden. 8. Selbsterkenntnis 128—129. Unerwähnt bleiben die verschiedenen. εί μή εΐη εκείνου έξη ρτη μένη. o. 468 Z u m Verweis auf den Timaios siehe HS II 310 und H B T V b 378. ουδέ μένει· (είκόνι) γαρ (προσήκει ετέρου) ούσαν (έν έτέρφ γίγνεσθαι)." (HBT).15« Weltzusammenhang als Kraftkontinuum vor. ihm käme es zu.41—42 v o m Licht sagt: „In j e d e m Fall aber m u ß m a n das Licht als unkörperlich ansetzen. 5. Für dieses Seelenlicht gilt mithin genau das. 466 D. Cornford.7.3). h. Bereits Beierwaltes bemerkt. 467 W i e durch die ungewöhnliche R e i h u n g Licht Sonne — M o n d in Bezug auf das Eine gelingt Plotin hier eine prägnante Darstellung seiner Auffassung von der Seele als einer unstofflichen und damit überräumlichen Kraft. 468 Piaton nähert sich in der Timai05-Stelle d e m Problem der Seinsweise des Eidolon und behauptet. 467 Zur Verwendung der Präposition vgl. Licht braucht zu seiner eigenen Aktualisierung kein Durchsichtiges. Beierwaltes. Zur Interpretation der TrnwiVw-Stelle vgl. in bzw. hinter der Analogie stehenden Lichtmodelle und deren Bedeutung fur die Interpretation dieser Stelle. 469 δια ταύτα έν έτέρφ προσήκει τινϊ γίγνεσθαι. was Plotin schon zuvor in V. an (Iv) etwas anderem zu entstehen. 4 6 6 Dahinter steht Plotins eigene Definition des Lichtes als Kraft. auch w e n n es zu einem Körper gehört.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 6—7 darlegt (s. 1.u n d Lichtmetaphysik miteinander verzahnt sind. was ihm w i e d e r u m dazu dient. Woran sich erneut zeigt.11—13 sagte. daß „Plotin die Analogie zur Sonne" modifiziert und zwar hinsichtlich der Notwendigkeit der Anwendung der Ortskategorie. D o r t bestimmt er im R a h m e n einer Auseinandersetzung mit den Zeilen 52 C2—4 aus Piatons Timaios die Möglichkeiten des Seins eines εΐδωλον. indem er für seine ενέργεια έκ της ουσίας eine Ausnahme festlegt: τοϋτο δ' έαν μή άλλου γένηται και έν αλλω. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Cosmology 196. 3. Abschnitt II. Hier ist es das Energeiai-Schema.128.99. Tim. wie eng in den jeweiligen Argumentationszusammenhängen Kraft. das Wesen der Seele zu verdeutlichen. 4 6 9 Zwar ü b e r n i m m t Plotin diese Bestimmung im Prinzip. 5.
denn sie bewahren sich ihren sicheren Ort und können so mit leichter Hand schaffen. denen. 6 . 1 1 . bezüglich seines Seins von etwas abhängig zu sein. Doch es ist besser zu sagen. ist die Kraft größer. HBT. an den bisherigen Ergebnissen zu orientieren und nach Entsprechungen zu suchen. leicht geändert) 470 έξηρτημένη in V. ein gefäßartiger Topos ist ftir das Ent. denn es gehört in den Bereich der größeren Kraft. die Notwendigkeit.2. H B T ) Eine aufnehmende Chora. 3.ή δέ δύναμις έκ τοϋ άνω μένειν. 3 . wenn das Abbild als ενέργεια εκ της ουσίας von seiner Ursache abhängt. 8. denn in diesem Fall reicht allein das ursächliche Verharren der wesentlichen Energeia aus. es sei denn. 8. sich auch bei der Untersuchung des Wirkens der Seele auf den sinnlich-stofflichen Kosmos als dem. [in /] an einem fremden Ding zu weilen. 13 weist daraufhin. bei aller Differenzierung. nicht affiziert zu werden in allem dem. wenn es nicht einem anderen gehörig wird und in einem anderen befindlich [ist]. denn dem Abbild steht es an. Damit entfällt auch fiir das Seelenlicht. Denn bei denen. erkennt man. immer wieder dieselben E i genschaften zukommen. daß es enge verknüpft470 sei mit [dem Urbild].1 3 .2. In dieser Hinsicht kann IV.und Bestehen eines Abbildes nach Plotin also genau dann nicht notwendig. daß Plotin damit seine als Eidolon verstandene ενέργεια έκ της ουσίας im Sinn hat.2 5 .99. selbst wenn es als Abbild des noetischen Lichtes klassifiziert wird. So bleibt also die Weltseele bei sich selber und die Dinge. an dem sie schafft. daß die Weltseele [geschaffen hat]. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. II. 3. wie und warum sie das All geschaffen habe: Βέλτιον δε λέγειν τφ έξηρτήσθαι μάλλον των ανω· των γαρ έκεϊ νενευκότων ή δύναμις μείζων. die sie schafft. daß alle Hypostasen als Kräfte wirken. Dieses Vorgehen ist ohnehin durch die Tatsache legitimiert. weil sie enger verknüpft ist mit dem Oberen. Μένουσα ούν έν αύτη ποιεί προσιόντων. Übs.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 159 Und ein Abbild hat überhaupt nicht Bestand. (V.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Die Kraft aber stammt aus dem Verharren im Oben. was ihr nachgeordnet ist. da sich Plotin in diesem Abschnitt grundlegend mit dem Wirken der Weltseele auseinandersetzt. da es ja einem Fremden gehört.2 Das Wirken der Seele auf das ihr Nachgeordnete Wenn die Seele auf diese Weise als lichthafte Kraft im plotinischen Sinne in den kosmischen Gesamtzusammenhang eingeordnet wird. in oder an dem es sich räumlich manifestieren kann.128. 2 0 . 3. die sich [nach Oben] wenden. Σωζουσαι γαρ αύτάς έττ' ασφαλούς έκ τοϋ ρέστου ποιοϋσι· δυνάμεως γαρ μείζονος μή πάσχειν έν οίς ποιεί. 6. Er charakterisiert sie platonisch als Dynamis und geht der Frage nach. kommen [an sie heran]. daß sie sowohl mit der ihr vorgeordneten Hypostase als auch mit dem Entstehungsprozeß dieser Hypostase wesentliche Gemeinsamkeiten teilt. αί δέ αύται προσήλθον. 20—2$ als Einfuhrung dienen. Es scheint daher sinnvoll. (IV. Übs.
473 Mit meiner Ubersetzung übernehme ich die Konjektur Theilers. 3.[. Möglichkeitslehre 93-94. 8 . Dabei weist μη πάσχειν έν οίς ποιεί einen Bezug zu V. so unterscheidet Plotin die Seelen in ihrem Wesen zum einen nach ihren Wirkungen oder Funktionen (ενεργείς.4. vgl. την δέ έν γνώσει (είναι).41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .6.1.. 3 ... unterschieden (15—16). s.o. dies aber liegt darin. daß jede wieder auf etwas anderes schaut und das. Möglichkeitslehre 92—93. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 6. Alle [Seelen] aber sind alles. 3. die etwas in etwas anderem wirkt.. Die Kombination der Begriffe „Dynamis" und „Wirken" ist die platonische der Politeia. 472 475 Grundsätzlich zu Eigenschaft und Wirken der Weltseele als Dynamis schon Buchner. auf und setzt auch die Weltseele in die bekannte ontologische Spannung von Transzendenz und Immanenz sowie Identität und Differenz. das es Plotin ermöglicht. überräumlich auf den sinnlichen Kosmos zu wirken. zum anderen aber auch nach ihrem Funktionsbereich. Aus Kapitel 6 läßt sich ergänzend herauslesen. der an dieser Stelle είναι ergänzt. in dem Plotin eine Differenzierung verschiedener Seelen vornimmt: καϊ δτι πάντα π δ σ α ι . Ficino übersetzt mit in actione. Diese Konjektur wird von HS in ihren addenda anerkannt und übernommen.]. Buchner. der betont. worum es auch im folgenden gehen soll. την δέ έν όρέξει. ist und wird: [. 8. daß die Weltseele ihre Transzendenz bewahrt. daß es die Weltseele auszeichnet. 3 hinzuzieht. jedoch unter der spezifischen Perspektive der Lichtmetaphysik. wenn man Kapitel 8 der Schrift IV. 23—24: ή δέ δύναμις έκ τοϋ άνω μένειν steht fur den Aspekt der Weltseele als ενέργεια έκ της ουσίας des Nous.2. denn sie unterliegt keiner Affektion „von unten".] έν αύτη ποιεί für den der wesenhaften Energeia. daß die eine mit dem Geist sich eint im Wirken 472 . και έν τω άλλην άλλα βλέπειν καϊ άπερ βλέπει είναι καϊ γίγνεσθαι.99. 475 A u f diese Weise werden die oben zur systematischen Einordnung der Seele angestellten Überlegungen ergänzt.2 1 . was in ihr wirksam geworden ist.1.. 22-23 von IV. in diesem Fall sind sie nach dem. Diese Orientierung am Dynamiskonzept aus der Politeia tritt noch deutlicher hervor. κατά δέ το Ενεργήσαν έν αύτη εκάστη· τούτο δέ τω την μεν ένοΟσθαι ενεργείς. Abschnitt II. Übs. 6 Im Griechischen ενεργεί«. jede einzelne [Seele] aber unterscheidet sich nach dem. 471 Z . μένουσα [.128. die Plotin dem Konzept der Weltseele aus dem Timaios ergänzend hinzufügt. Eine andere Möglichkeit der Ubersetzung ist „imVollzug". mit der Betonung..] (IV.. 1 2 . das Wirken der Seele auf das Stoffliche nach seinem Lichtmodell zu verstehen und lichtmetaphysisch zu beschreiben. 474 Diese Kombination bildet das metaphysische Fundament.ι6ο Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Die Seele als wirkende ist Dynamis 4 7 1 . und daß sie sich unterscheiden dadurch. 474 Besonders IV.1 6 . daß Plotin diese platonische Vorstellung — erwartungsgemäß — auch bei der Seele mit seinem Energeiai-Schema verbindet. 14). H B T ) Wie Piaton in der Politeia die Dynamis. auf das sie schauen. was sie schaut. die andere in Einsicht ist473 und wieder eine andere im Streben danach.
die Kraft der Weltseele darzustellen. u . [ . 7 ist V. gegliedert. Welches die A r t der Spende des Lebens im A l l und in den E i n z e l n e n ist. 477 Z u r B e d e u t u n g v o n Stille sowohl i m epistemologischen w i e o n t o l o g i s c h e n K o n t e x t s. „Stille" erweist sich auch hinsichtlich der Verbindung v o n „ L i c h t " und Mysterienkult als zentrales M o m e n t . Plotin betont die B e d e u t u n g der Stille. D e r Abschnitt wird durch drei Imperative. F o r m 4 2 . Τ ι ς δή τ ρ ό π ο ς της χ ο ρ η γ ί α ς του ζην εν τε τ ω σ ύ μ π α ν τ ι εν τε τοις έκάστοις. 7 . I i sowie νοείτω in Z .1 6 dreimal wiederholt. Im Z u s a m m e n h a n g mit dieser Vorstellung soll nun Kapitel 2 der Schrift V. ήγειρε δέ κείμενον. w i e man sich das allanwesende W i r k e n der Weltseele auf und in die Welt hinein vorstellen könne. W i e in VI. 4. ώδε λ ο γ ι ζ έ σ θ ω . εδωκεν έαυτήν και π ά ν διάστημα καϊ μέγα και μικρόν έψύχωται.4.4 7 (s.3 zu dieser Stelle) stellt Plotin anhand einer Meditationsübung dar. und greift zu diesem Z w e c k auf ein Bild zurück. ] Sie erfasse aber. i n d e m er das A d j e k t i v ήσυχος in d e n Z e i l e n 1 4 . Α λ λ ' ο ϋ χ ή ψυχή ούτως. 54 u n d 58. ούδέ μέρει αυτής έ κ ά σ τ φ κατακερματισθεΐσα μορίω ψυχής ζήν ποιεί. Abschnitt II. καϊ τ ω ν μεν έξ εναντίας. καϊ π ά ρ ε σ τ ι π ά σ α π α ν τ α χ ο ύ τ ω γεννήσαντι π α τ ρ ϊ όμοιουμένη καϊ κατά τό εν και κατά τό πάντη. δ σ ο ς εστίν.1 1 ) [ . W i e V I . . A b s c h n i t t III.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 1. 1. die sich an die Seele selbst richten. die v o n einer Räumlichkeit wegfuhrt. 2. und sie dadurch z u m Erstrahlen bringen u n d sie auf diese Weise das Antlitz [der Wolken] goldähnlich m a c h e n . das vollständig durch seine Lichtmetaphysik b e stimmt ist. 476 In Zeile 1 χ beginnt die Vorbereitung der meditativen Schau durch eine gedankliche Einübung in stilles Verharren und das Absehen v o n jeglicher Bewegung. Erst jetzt beginnt Plotin damit. 4 7 7 Das Z i e l dieser Vorbereitung wird in Z . . Κ α ϊ π ο λ ύ ς ώ ν ό ουρανός καϊ ά λ λ ο ς ά λ λ η εν έστι τή ταύτης δυνάμει κ α ϊ θεός έστι διά ταύτην ό κ ό σ μ ο ς δδε. ( 1 0 . . 17 ebenfalls in der Form einer Aufforderung formuliert: Es besteht im ganzheitlichen Erfassen der Wirkungsweise der Weltseele. 17. 4. ά λ λου μεν ά λ λ η κειμένου του σ ώ μ α τ ο ς . έδωκε δέ ά θ α ν α σ ί α ν . . 476 λ ο γ ι ζ έ σ θ ω u n d σ κ ο π ε ί σ θ ω in Ζ . [wie] die Seele v o n allen Seiten in d e n verharrenden H i m m e l gleichsam von außen hereinströmt und sich [in ihn] ergießt u n d v o n allen Seiten in ihn hineindringt und [in ihn] hineinstrahlt: w i e [nämlich] die Sonnenstrahlen eine düstere W o l k e n b a n k leuchten machen.Der Zusammenhang des phänischen Systems 161 In V I .4. Παντί μεν γ ά ρ τ ω μεγέθει τούτω. ] Ν ο ε ί τ ω δέ πάντοθεν εις αυτόν έστώτα ψυχήν εξωθεν οίον είσρέουσαν και είσχ υ θ ε ΐ σ α ν καϊ π ά ν τ ο θ ε ν είσιοϋσαν και ε ί σ λ ά μ π ο υ σ α ν · οίον σκοτεινόν νέφος ήλιου β ο λ α ϊ φ ω τ ί σ α σ α ι λ ά μ π ε ι ν π ο ι ο ϋ σ ι χρυσοειδή δψιν π ο ι ο ΰ σ α ι . s. δ π ω ς περιέχει κ α ϊ ά γ ε ι ταϊς αυτής βουλήσεσι τον ούρανόν. . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.27—40 präzisiert er seine Darstellung dann weiter. και τού μεν ώδί. so hat auch die Seele. die ansonsten im D e n k e n mit dem W i r k e n verbunden wird. 2 als Meditationsübung gestaltet. ] Γένοιτο δ' αν φανερωτέρα αυτής καϊ εναργεστέρα ή δύναμις και ή φύσις. 7 wird eine Abstraktionsbewegung vollzogen. ο υ τ ω τοι καϊ ψυχή έ λ θ ο ϋ σ α εις σ ώ μ α ούρανοΰ έ'δωκε μεν ζ ω ή ν . Schroeder. 1 in Auszügen untersucht werden. b e d e n k e [jede Seele] so. 4 4 .4 3 . τοϋ δέ ώ δ ! οντος. 4. o. so daß die A r t der Erkenntnis d e m Uberall-Zugleich des Wirkens der Weltseele entspricht. [ .128. 1. . εΐ τις ένταΰθα διανοηθείη. τ ώ ν δέ ά λ λ η ν ά π ά ρ τ η σ ι ν ά π ' α λ λ ή λ ω ν εχόντων. α λ λ ά τά π ά ν τ α ζ ή τή oXr). InV.99.
1 7 . 8—21. der in den Z . durch λ ά μ π ε ι ν in Z . der darniederlag. ein anderes Einzelnes aber nicht]. 19). 2. u n d der eine so.H i n e i n . auch w e n n die K ö r p e r an j e v e r s c h i e d e n e n O r t e n liegen. d u r c h d e n er das H i n e i n w i r k e n d e r S e e l e z u v e r d e u t lichen gedenkt. der andere so beschaffen ist. u n d sie ist als ganze überall a n w e s e n d u n d gleicht sich [darin] d e m Väter. 20. u n d in der d u r c h das H i n e i n w i r k e n e r r e i c h t e n A n g l e i c h u n g dessen. ist er d o c h durch diese Kraft dieser Seele Eines. M i t d e m l e t z t e n Partizip dieser A u f z ä h l u n g . 2 4 v o n P l o t i n f ü r die S e e l e b e h a u p t e t w i r d .u n d a b s i c h t s v o l l e n G e b r a u c h v o n Präpositionen ontologische W i r k u n g s w e i s e n z u m A u s d r u c k bringt. daß sie Eines ist u n d [zugleich] überall z u g e g e n . das tertium comparationis des V e r g l e i c h s l i e g e in d e r R i c h t u n g des W i r k e n s . die anderen w i e d e r eine andere F o r m v o n T r e n n u n g voneinander aufweisen. leitet P l o t i n z u d e m V e r g l e i c h ü b e r . an. 479 S o w i r d ε ί σ λ ά μ π ο υ σ α ν . 6 . so g r o ß .99. und die einen eine T r e n n u n g aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit. Ι9). H i e r ist e i n a l l g e m e i n e s Strukturprinzip der O n t o l o g i e P l o t i n s z u e r k e n n e n . nach H B T ) U m das W i r k e n d e r S e e l e u n d d a m i t z u g l e i c h ihre m e t a p h y s i s c h e n Eigen- s c h a f t e n b e s t i m m e n z u k ö n n e n . 4. die W i r k u n g des E i n e n u n t e r W a h r u n g sein e r a b s o l u t e n T r a n s z e n d e n z z u erklären ( s . der sie g e z e u g t hat. 1 . (V. ι 8 ) . ε ί σ ρ έ ο υ σ α ν ( Ζ . sowohl g r o ß e r als auch kleiner. g e w i n n t m a n d e n E i n d r u c k . u n d auch macht sie nicht mit e i n e m ihrer Teile ein Einzelnes leben [. ι 8 ) ..41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . w i e er ist. ist beseelt w o r d e n . D u r c h diese K o n t r a s t i e r u n g e r r e i c h t er. das diese W i r k u n g mitteilt: W i e die S o n n e n s t r a h l e n die z u v o r d u n k l e W o l k e hell 478 Dieser A b s c h n i t t hat beinahe hymnischen Charakter. w i e sie mit ihren W i l l e n s r e g u n g e n den H i m m e l u m f a ß t und lenkt: In seiner ganzen G r ö ß e hat sie sich ihm.e t w a s . und ist diese Welt durch diese [Seele] Gott.1 9 e i n g e leitet u n d i n 20 (οίον) — 23 d u r c h g e f ü h r t w i r d (mit ο υ τ ω in Z . in Z . 1 ) .4 7 8 D a m i t kontrastiert das ε ξ ω θ ε ν . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. U n d o b w o h l der H i m m e l vielgestaltig und in sich räumlich differenziert ist.] Ihre Kraft u n d ihr W e s e n k ö n n t e n w o h l deutlicher und einsichtiger werden. direkt a u f g e n o m m e n . d a ß die W e l t s e e l e z w a r e i n w i r k e n k a n n . E r n e u t z e i g t sich. 2 1 ) . w i e n a c h d r ü c k l i c h P l o t i n h e r v o r h e b t . d a b e i a b e r z u g l e i c h u n a f f i z i e r t b l e i b t . z u m einen L e b e n . ε ί σ ι ο ϋ σ α ν κ α ι ε ί σ λ ά μ π ο υ σ α ν ( Ζ . 3 . w e n n j e m a n d an dieser Stelle bedächte. z u m anderen U n sterblichkeit vermittelt und ihn. d e m I n . hier auf die W i r k u n g der Sonnenstrahlen b e z o g e n . Ü b s .479 Betrachtet m a n den Vergleich. in d e m sich die W i r k u n g entfaltet. o . sondern das G a n z e lebt aufgrund der ganzen [Seele].162 Weltzusammenhang als Krafikontinuum n a c h d e m sie in den K ö r p e r des H i m m e l s einging. S o [wie diese K ö r p e r ] ist die Seele aber keineswegs beschaffen.. das P l o t i n d e r S e e l e z u s p r i c h t . d a ß das W i r k e n d e r W e l t s e e l e als E i n w i r k e n in etwas h i n e i n g e s c h i e h t : εις α ύ τ ό ν ( Ζ . gilt es zuerst z u b e a c h t e n . 19 v o n der Seele gesagt. (17—23) [. als wäre sie selbst an j e d e m einzelnen Teil ihrer selbst zerstückelt. A b s c h n i t t I I . Dies paßt gut zu seiner psychago- gischen F u n k t i o n als Meditationsübung. h i n g e g e b e n und j e d e r Z w i schenbereich. ε ί σ λ ά μ π ο υ σ α ν . 6. 1. an das. d a ß P l o t i n d u r c h o f f e n s i c h t l i c h p l a n . w i e es a u c h in IV. d e n n a u f die gleiche W e i s e v e r s u c h t er in V. 27-40. erweckt. ε ί σ χ υ θ ε ΐ σ α ν ( Ζ .128.
9 4 interpretiert die Stelle k u r z und h e b t die B e d e u t u n g . Bereits in Z . denn aus der Tatsache. kann man ableiten. trägt er in Z . Im f o l g e n d e n soll es d a r u m g e h e n . in d e m i m m e r w i e d e r in den j e w e i ligen K o n t e x t e n das Interaktionsproblem thematisiert wird. Ideenlehre 231. dazu insgesamt Tornaus K o m m e n t a r zu Enneade V I . die einen wesentlichen Aspekt der seelischen Dynamis verdeutlicht. daß Plotin ab Z . 730 a2 und 14). Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. die Plotins D y n a m i s k o n z e p t i o n der Seele „ b e i m eben beschriebenen Z u s a m m e n t r e f f e n der Seele mit der sinnlichen W e l t " besitzt. wie die Erbauung in den entstehenden Bauten". 4 8 2 Im Hinblick auf die Frage nach dem tertium comparationis verdient deshalb in einem zweiten Schritt besondere Beachtung. warum Plotin hier das Beispiel des in eine Wolkenbank hineinstrahlenden Lichtes verwendet hat. N u r als Kraft ist die Seele unstofflich und überräumlich und nur so kann sie als ganze überall zugleich in ihrer W i r k u n g anwesend und darin d e m N o u s ähnlich sein: Die Weltseele ist in j e d e m einzelnen W e l t bereich als ganze. 483 das Vergleichsbild vor dem Hintergrund der Wirkungsweise v o n Licht plausibel macht und außerdem ein weiteres Strukturprinzip der O n t o l o g i e Plotins erkennen läßt. wirkenden Aspekt der Seele: δύναμις. 482 Schmitz. hervor. weil Plotin die Z e u g u n g s m e t a p h o r i k in Z . 4 8 1 der gemäß „das Männliche [als Same] im Weiblichen gegenwärtig ist: durch eine Kraftausstrahlung (δυνάμει. u n d deren V e r k n ü p f u n g mit der Lichtmetapher s c h o n häufiger begegnete. 27 zu einer Ergänzung seiner Darstellung ansetzt. 484 ΆΧΧ' leitet diese G e g e n ü b e r s t e l l u n g ein. 29 das ττάντοθεν-Μούν auf. N a c h d e m Plotin in den Z . so belebt die Weltseele den zuvor unbelebten H i m m e l s körper und macht ihn unsterblich. Wären dies j e d o c h die einzigen Aspekte des tertium comparationis." 481 Das wäre a u c h deshalb nicht unerwartet. 30—34 ausfuhrlich die räumliche Struktur der Welt und die sich daraus ergebenden Vereinzelungen beschrieben hat. 483 Buchner. „ d i e Einheitlichkeit des Wesens zu b e w a h r e n trotz der B e r ü h r u n g mit R a u m und Z e i t " . das durch die W i e d e r h o l u n g e n in den Zeilen 18 und 19 stark hervorgehoben wird.128. w i e Plotin seine Lichtvorstellung vor diesem speziellen H i n t e r g r u n d funktionalisiert. M e t a p h e r n 104 sieht in diesem Bild „ z u g l e i c h die Entfaltung eines mystischen Erlebnisses. M i t περιέχει (umfassen) greift Plotin in Z . 35 eine damit k o n trastierende 484 Charakterisierung der Seele und ihres Wirkens vor. mithin auch umfaßt. w i e der N o u s immer als ganzer in den einzelnen δντα ist 480 Wagner. bliebe fraglich. 28 nennt Plotin den in dieser Hinsicht entscheidenden.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 3 7 - 38 τ φ γεννήσαντι π α τ ρ ϊ όμοιουμένη selbst ins Spiel bringt. V g l . w e n n es d a r u m geht. daß es ihn von allen Seiten umgibt.99. D a m i t bereitet er seine Ergänzung vor.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 163 aufstrahlen lassen. Möglichkeitslehre 9 3 . 480 Ebensosehr hätte die aristotelische Zeugungsvorstellung nahegelegen. 4. daß etwas von allen Seiten in einen K ö r p e r hineinströmt.
als i m platonischen Sinne verstandene. Pronoia 4 6 . Möglichkeitslehre 9 4 fest. 37 v o n der Seele fällt dabei ins A u g e .4 3 ) . M i t Z . offenbar in der A b s i c h t . die diese durch ihre W i r k u n g h e r v o r r u f t .4 7 . . w i e g e z e i g t . A l s D y n a m i s . 2 gibt es zahlreiche sprachliche wie inhaltliche Berührungspunkte. 39- 488 Plotin drückt seine Intention durch die beiden Komparative φανερότερα und εναρ- γεστέρα in Z . zersplitterte Welt. z u g l e i c h an j e d e m O r t (κατά τό πάντη). daß b e s t i m m t e Ü b e r l e g u n g e n des A l e x a n d e r v o n Aphrodisias z u m selben T h e m a an dieser Stelle in die Interpretation m i t e i n b e z o g e n w e r d e n . In diesem Sinne ist die F o r m u l i e r u n g „ d a ß sie eines ist u n d [zugleich] überall z u g e g e n " 4 8 5 z u verstehen. 1 3 9 . daß die vielheitliche. u m sie vor d e m H i n t e r g r u n d des Lichtmodells. daß das L i c h t in der W o l k e n b a n k . 2 8 . zu spezifizieren. 4. 4. 27 setzt P l o t i n z u m z w e i t e n M a l an. D e r B e z u g z w i s c h e n τό φως π α ν τ α χ ο ύ εν και ταύτόν δν aus V I .4 8 u. 4 8 8 Im U n t e r s c h i e d z u m v o r a u s g e h e n d e n Vergleich spielt die H e r v o r h e b u n g des W i r k e n s als eines Hmeiwwirkens j e t z t keine R o l l e mehr. D e an. o.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .128. D i e s e Interpretation läßt sich dadurch absichern. das seinerseits das Kräfteschema ergänzt. L ä ß t sich diese W i r k u n g a u c h an der W i r k u n g v o n L i c h t a u f eine W o l k e n b a n k ablesen? In V I . 4 1 . 2 .Υ ι . d e n V e r g l e i c h der Z . 487 ev έστι τγ) ταύτης δυνάμει. aus. daß die ganze Weltseele überall z u g l e i c h w i r k t u n d in ihrer W i r k u n g die räumliche Struktur der W e l t transzendiert. V. w i r k e n d e K r a f t b e w a h r t sie ihre E i n h e i t auch in i h r e m W i r k e n a u f b z w . D a b e i handelt es sich g e n a u e r u m das m i t Ό τ ι μή σ ώ μ α τό φως betitelte Kapitel der Mantissa. 46—47 un d πάρεστι π ά σ α π α ν τ α χ ο ύ in V. 489 S i e h e S c h u b e r t . in etwas hinein. von dessen B e o b a c h - tung i c h ausgehe. 3. 7. 1 9 ff. 2. die prädikativ zu fassen sind. da ü b e r r ä u m l i c h .5 z u V.1. das räumlich g e g l i e d e r t ist. daß P l o t i n seinen Vergleich auch unter diesem A s p e k t g e w ä h l t hat.46—47 darf m a n daher f o l g e r n . 5 . 4 8 9 A u s V I . 4 3 . dadurch z u m A u s d r u c k .Weltzusammenhang als Kraftkontinuum (s. 7. 41—42 sagt P l o t i n v o m Licht. die einen B e z u g P l o - Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 486 D i e s stellt grundsätzlich schon B u c h n e r . 4 8 6 D a b e i bringt P l o t i n die A n g l e i c h u n g der W e l t an die Seele. V i e l m e h r b e t o n t Plotin. ein Eines ist. Sie zersplittert sich dadurch gerade n i c h t (κατά το εν) u n d w i r k t .99. A b s c h n i t t II. 1 . mant. Ζ . es sei überall als eines u n d als dasselbe (46—47). u n d somit insbesondere. 7. 4. w e n n sie v o n der Seele d u r c h w i r k t w i r d . o h n e geteilt z u w e r d e n . 4.490 I m Z u g e seiner 485 κατά τό εν και κατά τό παντή. 20—23 zu präzisieren u n d z u ergänzen. 38. 2.0 A l e x . 1 . Z w i s c h e n der Passage bei Alexander und d e m Abschnitt V. 4. 487 N u n k a n n i m R ü c k b l i c k der Vergleich z w i s c h e n L i c h t u n d W o l k e n a u f der e i n e n u n d Seele u n d W e l t a u f der anderen Seite b e z ü g l i c h seiner A u s s a g e i n tention e r n e u t b e w e r t e t w e r d e n . es w e r d e überall als dasselbe u n d nicht als unterteiltes (μεμερισμένον) w a h r g e n o m m e n . die W i r k u n g der Weltseele a u f den W e l t k ö r p e r z u beschreiben. überall z u g l e i c h w i r k t .
2 1 .2). so daß auch das z w e i t e L i c h t auf einen Schlag überall aufscheinen wird. έν ταύτω τοΰ φωτίζοντος μένοντος. (De an. 4 entsprechen φωτίσασαι in V. 23 entspricht πανταχού in V. 1. Ansonsten sieht sich Alexander vor das Problem gestellt. sofern diese in der Lage sind. mant. in etwas Durchsichtigem. Ein möglicher Ausweg. daß auch Alexander davon ausgeht.] τφ πορρωτάτω der Reihenfolge in der einleitenden Frage (139. mant. 2 9 ) · Dieses entstehende L i c h t versteht A l e x a n d e r offenbar. 37. 20: τα πόρρω καϊ τα έγγύς) chiastisch gegenüberstellt. ist ein derartiges Erleuchten nicht möglich. 1 . Es ist aber offensichtlich. 1 . daß es dort aber nicht als in seinem Topos ist. Dieses erste L i c h t wirkt. daß ein K ö r p e r zu einer b e s t i m m ten Z e i t nur in einem Topos sein kann. αμα τό φως έν τω έγγυτάτω καϊ έν τω πορρωτάτω in De an.. ποιεί τό διαφανές δυνάμει κατ' ένέργειαν διαφανές in 1 4 2 . an derselben Stelle verharrt. 3 —6 hinzu. tins auf Alexander wahrscheinlich machen: παρουσία. erreicht er eine deutliche. 2 . w i r d die Applikation dieses M o d e l l s auf die D e u t u n g des plotinischen Vergleichs weiterhin erleichtert: και εστίν ό άήρ καϊ δσα παρ' ήμϊν διαφανή προ της παρουσίας τοΰ φωτίζειν πεφυκότος ίίλη τοΟ κατ' ένέργειαν διαφανούς τουτέστιν τοΰ φωτός. ή δέ τοΰ φωτίζοντος παρουσία διαφανές τε αυτό ποιεί και χρώννυσιν τρόπον τινά. 1 0 . 2 . des τό φωτίζειν ττεφυκός. seine Verwendung der Präposition έν und die damit verbundene aristotelische Toposvorstellung. während das. weit Entferntes und N a h e s zugleich (αμα) erleuchtet werden könnten. 1. 1 4 4 . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. wobei κατ' ένέργειαν διαφανές mit Licht gleichzusetzen ist (nach 142. 139. N i m m t man nun n o c h D e an. so lassen die Textstellen v e r m u t e n . 22-24) 491 Kurz gesagt gilt v o m irdischen Licht: τό φως και αμα έν π α ν τ ι γίνεται ( ΐ 4 3 . εναργές. wie oben gezeigt. w i e denn. 7-8). 139. φωτίζοντος in 144. A l e x a n d e r fährt danach j e d o c h fort: δτι δέ αμα τό φως και έν τω έγγυτάτω καϊ έν τω πορρωτάτω γίνεται διαστήματι τώ οΐω τε φωτίζεσθαι.. D i e im T e x t zwar explizit nicht g e g e bene aber allein m ö g l i c h e A n t w o r t darauf lautet: W e n n das L i c h t ein K ö r p e r ist.1 1 . 2 0 . Alex. mant. mant. 2. daß etwas Körperliches (erstes Licht) etwas U n körperliches (zweites Licht) hervorbrächte. als Folge der w i r k e n d e n A n w e s e n h e i t des ersten Lichtes. erleuchtet zu werden. De an. 37. 7 und öfter entspricht πάρεστι in V.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 165 E r ö r t e r u n g dieses Problems stellt A l e x a n d e r die Frage. bestünde darin.128. Problematisch bleibt jedoch. den auch Plotin beschreitet. anzunehmen. 2 . Vorausgesetzt w i r d dabei. 142. w i e o b e n g e zeigt (Abschnitt I. w e n n das Licht ein K ö r p e r sei. stilistische Betonung der überräumlichen Seinsweise von Licht. daß das φωτίζον nur seiner Wirkung nach im Räumlichen sei. daß zugleich (αμα) sowohl im nächstliegenden Raumbereich wie auch im entferntesten das Licht entsteht.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 491 Indem Alexander die beiden Superlative τφ έγγυτάτω [.99. entspricht Χάμπειν ποιοΰσι inV. 5 und φωτίζειν in 142. überall zugleich. was Licht bewirkt. 2 0 ..
w o b e i dieses A u f leuchten der Wolke bei Alexander seine Parallele im sekundären Licht findet. m a n t . In ihrem Einwirken. 493 Z u r R e z e p t i o n des p l a t o n i s c h e n Parmenides nau. D e r Licht-Wolken-Vergleich kann damit als Verdeutlichung des πάρεστι πασα πανταχού verstanden werden.99. die sowohl die Seele als auch das Licht als eine w i r kende Dynamis begreift. daß Plotin das sogenannte day-and-sail-Argument aus dem Parmenides weiterentwickelt 4 9 3 und dann noch wesentlich mit einem Blick auf das peripatetische LichtModell u m die Aspekte der παρουσία und des πανταχού erweitert. das eng mit dem bereits bekannten M o t i v des „ Z u g l e i c h " (o. 3 . w e n n man voraussetzt.2 S o z .5 zu Beginn) ver- 4. w i e das sekundäre Licht auf einmal im Durchsichtigen überall unterschiedslos aufscheint.Abschnitt II. 5 . 492 D i e Anwendbarkeit und die Berechtigung zu dem Vergleich folgt damit aus Plotins Ontologie. die die Seele zur überräumlichen bzw. w e n n er das Wirken der Weltseele beschreibt. 144. Dabei ist es überall zugleich. ohne sich räumlich zu zersplittern. w o P l o t i n d i e S e e l e in ihrer W i r k u n g als Ενεργεία b e - s c h r e i b t . das sich auf Piaton zurückführen läßt. daß der Leser das helle Aufstrahlen der Wolken nach dem Modell der Entstehung sekundären Lichtes bei Alexander versteht: Das primäre Licht wirkt überall zugleich. w i e die B e züge zu Piaton und der Lichtvergleich nahelegen. h . 17—23 geschildert wird. Damit k o m m t ein weiteres Strukturprinzip der plotinischen O n t o l o g i e in seiner w e sentlichen Verknüpfung mit der Lichttheorie in den Blick. Plotin übernimmt demnach bestimmte Elemente der peripatetischen Lichtvorstellung und kombiniert sie mit dem für seine Lehre grundlegenden Modell der Seele und des Lichtes als D y n a mis. das L i c h t . wirkt auch die Weltseele als Kraft.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . zur überräumlich wirkenden machen. die ü b e r a l l h i n d r i n g t u n d d i e n i c h t s f e r n b l e i b t . 1 3 — 1 6 . Diese Eigenschaft der Weltseele begründet Plotin mit dem Dynamischarakter der Weltseele. das in den Z .6 ) A u f Plotin und sein Vergleichsbild übertragen bedeutet dies: Lichtstrahlen wirken auf eine Wolkenbank und lassen diese erstrahlen. Enneaden d u r c h P l o t i n in d i e s e m K o n t e x t siehe T o r - 161-162. 8. B . W i e diese W i r k u n g des primären Lichtes überall zugleich eine ist. und so entsteht das sekundäre überall zugleich.Weltzusammenhang als Krafikontinuum Es ist d i e L u f t u n d w a s [sonst] b e i uns D u r c h s i c h t i g e s ist v o r d e r A n w e s e n h e i t des w e s e n h a f t E r l e u c h t e n d e n S t o f f f ü r das D u r c h s i c h t i g e d e m V o l l z u g n a c h . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Sie wird j e d o c h dadurch modifiziert. a u c h in III. d. Die Vorstellung v o m Licht als wirkender Kraft geht dabei bis auf Piaton zurück. Daher leuchtet auch die ganze Wolkenbank auf einen Schlag auf. Plotin zieht diese beiden M o m e n t e in Eins zusammen.1. ( D e an. ist sie überall zugleich ungeteilt anwesend.128. D i e Parousia des E r l e u c h t e n d e n a b e r m a c h t [ D u r c h s i c h t i g e s d e m V e r m ö g e n n a c h ] z u D u r c h s i c h t i g e m [ d e m V o l l z u g n a c h ] u n d f ä r b t es a u f e i n e g e w i s s e W e i s e .
E r verdeutlicht seine Vorstellungen. Und immer. daß es als D y n a m i s im S e i n s k o n tinuum auf alles hin u n d damit insbesondere überall wirke. Deshalb sagt 494 S. ήπερ τό φως έν τω άέρι.] ταύτα παρειναι. w i e die einzelnen S e e l e n v e r m ö g e n u n d der K ö r p e r z u s a m m e n w i r k e n . solange sie [aber] im Bereich des Lichtes [des Feuers] ist. [eher] als daß das Licht in der Luft ist..] Τό μεν γαρ έδει σώματι διδόναι. durch einen Vergleich mit dem W i r k e n v o n L i c h t auf L u f t .. 8. Ap ouv ουτω φατεον. 8. καί φησι τό μεν τι ε'ιναι της ψυχής έν φ τό σώμα. so daß die K ö r p e r in diesem Sinn z u gleich in der Seele sind.. ihm so anwesend ist. Einfluss 19 stellt sich Plotin dieses Problem schon in der Schrift IV. άλλα τό σώμα έν xrj ψυχή. .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 496 Dies beobachtet Blumenthal. Muß man denn nicht sagen. 6. έως δέ έστιν ΰπό τό φως. . wenn es anwesend ist. 4 9 7 Das zeigen Textausschnitte aus IV. [.. Psychology 16. 4 9 4 A u c h der N o u s ist sich in sich überall zugleich als ganzer anwesend. καϊ τω σώματος μάλιστα τής ένεργείας δεκτικφ. άπήλθεν ούδέν εχων. 497 Nach Matter.99.. δ ψυχής ε'ιδος ην καϊ ψυχής δυναμένης τάς παρά τοϋ λόγου άντιλήψεις ποιεΐσθαι. . E b e n diese Strukturprinzipien w e n d e t Plotin folglich auch dann an. 2 wird die Seele dem Nous in dieser Hinsicht ausdrücklich angeglichen und somit die Kontinuität dieses Strukturprinzips betont. ών δηλονότι δυνάμεων οΰ δεΐται της ψυχής τό σώμα. καϊ πρός μεν αϊσθησιν παρειναι παντί τφ αίσθανομένφ τό αίσθητικόν. ώς ό άήρ έν τω φωτί. daß die Luft im Licht ist. 22—23: τ. [. daß die Seele. wann immer sie dem Körper anwesend ist. das die L u f t durchdringt. Vielmehr steht es selbst still.. Λέγω δέ ώδε· τοϋ σώματος πεφωτισμένου τοϋ έμψυχου ΰπό τής ψυχής αλλο άλλως μεταλαμβάνειν αύτοΰ μέρος· [. τό δε παραρρεΐ· και όταν εξ ω γένηται τοϋ έν ω τό φως. ist sie erleuchtet.. s .] πανταχού γαρ ή δΰναμις. in dem das Licht ist.. während [die Luft] vorbeiströmt. 4 9 6 Plotin löst dieses Problem in A n a l o g i e zu seiner D e u t u n g der Weltseele u n d deren Wirksamkeit: D i e Einzelseele u m f ä n g t den K ö r p e r mit ihrer W i r k u n g als überräumliche Kraft. παρειναι αυτήν ως το πυρ τταρεστι τω αέρι. τό δέ έν φ σώμα μηδέν. 1 4 .Der Zusammenhang des plotinischen Systems 167 knüpft ist: V o m E i n e n sagt Plotin in IV. 3. πεφώτισται. 495 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.. w i e nicht anders zu erwarten.] χορηγοϋντος in 19-20. ζ. 4 9 5 S o u m f a ß t dann a u c h die Weltseele den H i m m e l . so daß man zurecht in diesem Fall sagen kann. In V. Β. Διό καϊ Πλάτων καλώς την ψυχήν οΰ θεΐς έν τω σώματι έπΐ του παντός. . ι . D a b e i besteht fur Plotin die größte S c h w i e r i g k e i t darin.128. wenn [die Luft] außerhalb des Bereichs gerät. ist sie weg. τό δέ σώματι ούδαμοΰ κοινωνούν πάντως έκείνω κοινωνεΐν έδει. wie das Feuer der Luft anwesend ist? Denn auch dieses ist. r . . mit nichts vermischt. w i e das E i n e alles umfaßt u n d zusammenhält.1 5 und τοϋ πάσι [. das Verhältnis zwischen Einzelseele u n d K ö r p e r zu beschreiben und u m zu erfassen.. και παρειναι ουκ ένιδρυθέντα τοις μέρεσιν αύτοΰ ούδ' αύ τω ολω. 6. auch wenn es durch [die ganze Luft hindurch] anwesend ist. . ohne das Licht [des Feuers] zurückzubehalten. Και γαρ αυ και τοϋτο παρόν οΰ πάρεστι καϊ δι' δλου παρόν ούδενϊ μίγνυται καϊ έστηκε μεν αύτό. οταν ψυχή σώματι τταρη. die Vorstellung einer räumlichen W i r k u n g der Einzelseele a u f den K ö r p e r zu ü b e r w i n d e n . 7. έπϊ πάντα παρ' αύτής in IV. ώστ' ορθώς έχειν και ένταϋθα λέγειν. nicht anwesend und. πρός δέ ένεργείας ήδη άλλο άλλω. w e n n es darum geht.
36— 1 4 2 . nämlich der beseelte [Körper]. nämlich [in dem Aspekt der Vermögen der Seele].99. IIa 496 verstehen die Stelle anders und übersetzen: „ [ . m a n t . d e m g e m ä ß P l o t i n s e e l i s c h e s W i r k e n als W i r k e n e i n e r D y n a m i s m i t t e l s i h r e r A n w e s e n h e i t v e r s t e h t . b e w i r k t b e i A l e x a n d e r n ä m l i c h das v o n N a - 498 H B T . wie B l u m e n thal. ] . ist allein schon daran abzulesen. mit eben j e n e m verbunden ist. in dem der K ö r p e r sei. und zwar der Seele. 1 4 1 . und zwar sind sie ihm anwesend. o. . die es vermochte. daß es einerseits einen Aspekt der Seele gebe. 3 — 6 ) .5 2 betont. u m das Verhältnis z w i s c h e n e i n e r Einzelseele in ihrer V e r m i t t l e r f u n k t i o n u n d e i n e m K ö r p e r z u e r k l ä r e n .. Psychology 14—15 weist auf diese wesentliche Ubereinstimmung zwischen Weltseele und Einzelseele hin.1 5 .] in dem der Körper in keiner Weise sei. daß die spezifischen. 13 z u i n t e r p r e t i e r e n . deren der Körper nicht bedarf. Psychology 18 und Blumenthal. Form 5 0 . 14—17) Ich meine dies so: sobald der Körper durchstrahlt ist von der Seele.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . die παρεΐναι für diesen Abschnitt besitzt. A b s c h n i t t 1.. m a n t . 2 7 — 3 1 . daß dieser Ausdruck sechsmal in nur drei Zeilen Verwendung findet. B. daß Licht als unkörperliches nicht räumlich. dem Körper anwesenden Seelenkräfte] ihm anwesend sind.128.] Denn [die Seele] mußte einerseits dem K ö r p e r [spezifische Dynameis] verleihen. Schroeder. 22—24 u · 1 4 4 . Z u n ä c h s t w i r d v o n P l o t i n i n 2 2 . hinsichtlich der B e tätigung aber bald die eine.. hinsichtlich des Vollzuges [der Wahrnehmung] aber ist jeweils eines einem spezifischen [Körper-] Teil zugeordnet. 3 ." 499 Dieses Muster findet sich ζ. ohne seinen einzelnen Teilen eingesetzt zu sein und auch nicht dem ganzen [Körper].. 500 D i e zentrale Bedeutung. Soul and Intellect 86 bemerkt.ι68 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Piaton auch richtigerweise. 9. B l u menthal. sich die vom Formprinzip her stammenden Wahrnehmungen zu bilden. hinsichtlich des Vermögens liegt die ganze Wahrnehmungsfähigkeit dem wahrnehmenden Wesen bei. ζ. der absolut keine Verbindung zum Körper besitzt. das als Ergänzung zu Tielemans Untersuchungen. (22. 3 . ohne aber ihren Sitz zu haben in seinen Teilen oder im Ganzen. verstanden werden kann. ist a u c h h i e r d i e P a r o u s i a als e i n e A n w e s e n h e i t von W i r k u n g n a c h d e m p e r i p a t e t i s c h e n V o r b i l d aus A l e x . bald die andere. ( 2 3 . 2 3 . 5 0 1 W i e b e k a n n t (s. der dazu aufnahmefähig ist. 1 9 . nachdem er die Seele nicht in den Körper. daß der Aspekt [der Seele]. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 139. andererseits [aber auch einen. Seat 309 weist in diesem Zusammenhang zwar ausdrücklich auf die B e d e u tung Alexanders fur das Verständnis der Position Plotins hin. U n d als das.. . w i e das π α ρ ε ΐ ν α ι 5 0 0 i n B e z u g a u f das V e r h ä l t n i s v o n S e e l e z u K ö r p e r a u f z u f a s s e n ist. sondern den K ö r p e r in die Seele gesetzt hat. B. D e a n . sind sie zwar bezüglich der Wahrnehmung d e m ganzen Wahrnehmenden anwesend.. und zwar am ehesten dem [Teil] des Körpers. W i e das B e i s p i e l z e i g t . i—12) [.] Denn überall ist die Dynamis. 1 . (IV. . Übs.2 u n d u n t e n z u D e an. andererseits aber war es nötig. was Formkraft der Seele war. was den Vollzug von Wahrnehmung ermöglicht.3 ) [. 1—11 e r ö r t e r t . 501 Tieleman. 1 . 458 (22. sondern aufgrund seiner Aktivität anwesend sei.2 0 ) [. hat [jeder Körper-]Teil [an diesem Vorgang] spezifisch Anteil. der überzeugende Ubereinstimmungen mit Galen anfuhrt. 4 9 9 E s w e r d e n v o n P l o t i n a u c h k e i n e n e u e n W i r k p r i n z i p i e n e i n g e f ü h r t . der der des Alls ist. (23.] [Es muß gesagt werden. sie wohnen ihm bei. beachtet allerdings nicht das Lichtmodell. auch in der nur wenig späteren Schrift II. nach H B T ) D e r g e s a m t e A b s c h n i t t folgt d e m b e k a n n t e n M u s t e r . ohne jedoch auf Alexander als mögliches Vorbild dieser Vorstellung einzugehen.
w i e v o n H B T . daß Plotin die A n w e s e n h e i t der Seele b e i m K ö r p e r in 2 1 .e 3 . um anzudeuten. das eindeutig überliefert ist. w e n n er in V. 503 D e u t l i c h zeigt sich dies. . 27—40). 503 In 22.13). das auch bei Plotin im Vergleichsbild angeführt wird. sich aber als wirkende Kraft nicht notwendig in ihr befinden muß. Seine F o r m u l i e r u n g in IV. 507 Diese Vorstellungen b e g e g n e n schon in V. Das Fehlen der problematischen Präposition Iv darf damit als ein Hinweis darauf gelten. zu halten u n d sollte nicht g e g e n φ ω ς . 2. Außerdem wird in 142. wenn er behauptet.506 A u f diese Weise wird das Feuer und damit auch das Licht zum ursächlich Umfassenden. der Plotins Ansichten als W e i t e r e n t w i c k l u n g galenischer Ü b e r l e g u n g e n versteht. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. w i e H B T . 19: πάντοθεν [ . die eine vollständige V e r m i s c h u n g (κρασις δι' δλων) v o n K ö r p e r u n d Seele vertrat. 3—4). zu V. o. 18 d e n Stand der W e l t - seele g e g e n ü b e r d e m H i m m e l s k ö r p e r als εξωθεν bezeichnet. 5 als von N a tur Erleuchtendes das Feuer genannt. 5 zu B e g i n n der D a r l e g u n g seiner Position. 36 d 9 . der Körper sei in der Seele. hier v o n der Weltseele in B e z u g auf die Welt gesagt (s. Vollends über Alexanders Modell und dessen sprachliche Darstellung geht er schließlich hinaus. Diesem Z w e c k dient auch die Aussage. 1. so daß das Feuer zwar in der Luft wirkt. verwendet Plotin zumindest in diesem Abschnitt παρεΐναι in Abgrenzung von Alexander ohne Präposition mit dem Dativ. 505 Sprachlich eindeutiger als Alexander stellt Plotin dar. S07 und es dadurch insbesondere in einem ersten Schritt auch verursacht oder hervorbringt. um so auf seine schon von Piaton vertretene Vorstellung hinzuführen. nicht aber mit ihr vermischt (22. wie das Wirken des Feuers zu verstehen ist. . IIb 498 a n n e h m e n . w e n n m a n beachtet. Licht sei überräumlich und unstofflich. 3 wählt er die paradoxe Formulierung des „anwesend nicht anwesend" 504 . und er auf diese Weise eine räumlich-stoffliche Vorstellung zumindest implizit mitschwingen läßt.128. daß Plotin das Wirken des Feuers und damit auch das Wirken der Einzelseele als überräumlich verstanden wissen will.99. 505 N i c h t s anderes bringt Plotin z u m A u s d r u c k . Zugleich 502 Deshalb ist mit H S g e g e n H B T π ΰ ρ . diesen Sachverhalt adäquat auszudrücken. die Luft sei im Licht. 506 Plotin bezieht sich dabei a u f T i m . das sich zur reinen π α ρ ο υ σ ί α ν τ φ σ ώ μ α τ ι verschiebt (22. Z u e i n e m der vorliegenden Interpretation ähnlichen Ergebnis b e z ü g l i c h der W i r k u n g der Seele a u f d e n K ö r p e r k o m m t auch T i e l e m a n . 2. 2. 502 Während Alexander jedoch von einer παρουσία έντώ διαφανεί spricht (142. 504 π α ρ ό ν οΰ π ά ρ ε σ τ ι . 1. siehe H S II 264. ausgetauscht werden. daß Feuer in der Luft keineswegs nur „durch E r w ä r m u n g " wirke.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 1. wie schwierig es ist.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 169 tur Erleuchtende (τό πεφυκός φωτίζειν) durch seine Anwesenheit im dem Vermögen nach Durchsichtigen Licht. ] ε ί σ λ ά μ π ο υ σ α ν u n d 29: περιέχει. n o c h als έν τ ω σ ώ μ α τ ι είναι b e schreibt. obwohl er explizit argumentiert. das als Kraft in das in diesem Sinn Umfaßte hineinwirkt. das Feuer sei zwar durch die ganze Luft hindurch anwesend. D i e Passagen aus A l e x a n d e r b e l e g e n . 7). Seat 315. 3 dürfte sich g e g e n die a u f einer stofflichen Seelenvorstellung basierende Position der Stoa richten.
Zur ontologischen Bedeutung des Begriffs ττεριέχειν siehe bes. als auch eine mögliche Verbindung zu Alex. von d e m zwar gesagt wird. mant. Tim. Einfluss 57) oder: ή δέ ψυχή. Frg. 144. während das. ασώματος ουσα και μή περιγραφόμενη τόττω... Siehe Matter. 1 4 4 . Nasemann. Z u B e g i n n von Kapitel 23 bringt er durch das Partizip Perfekt Passiv πεφωτισμένου zum A u s druck..] της ενεργείας δεκτικω mit Alex. φωτίζεται. wenn Ammonius von der Seele schreibt: ούδέ έν τω σώματι έστι ώς έν ά γ γ ε ί ω (Zitat nach Matter. 3. das το φωτίζειν πεφυκός in seiner W i r k u n g aufzunehmen. Theurgie 58—67 und unten Abschnitt III. IIb 496 bemerken. daß er i m m e r noch im R a h m e n des. 23.99. so begründet auch Plotin die Ausdifferenzierung seiner S e e lendynamis mit d e m unterschiedlichen A u f n a h m e v e r m ö g e n der jeweiligen Körperteile 508 oder Sinnesorgane. d e m Fluß des Werdens 509 unterliegt und damit ontologisch niedriger einzustufen ist. 3 . w e n n doch v o n der Seelendynamis insgesamt gilt: π α ν τ α χ ο ύ γ α ρ ή δύναμις (23. 36 d9-e3. w i e Plotin am Feuer-Luft-Vergleich mit einer modifizierten Version des peripatetischen Modells deutlich gemacht hat. die in der Lage sind. siehe Blumenthal. sondern als Wirkungsweise des ontologisch H ö h e r e n auf das Niedrigere. 34. in dem ihr die δεκτικόν-Strukturen in diesem Stadium bereits vorgegeben sind. Einfluss 29 und 57. D e an. Den Ausgangspunkt bildet auch in diesem Fall. der eben auf diese Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. dabei Plotin IV. 5 1 1 Tatsächlich scheint es bei der Frage nach der Weise. einen Bezug zu πεφώτισται in 22. in diesem Fall die Luft. unten Abschnitt II. 12—16 eine Differenzierung zwischen den M e d i e n vornimmt. wie HBT. δλη δι' δλου χωρεί . In diesem Sinn umfaßt dann die Seele den Körper. 7 . 1 sowohl. 9 und 10: πεφωτισμένον. 6 her. die dies nicht v e r m ö g e n . w i e sich die einzelnen Dynameis der Seele im jeweiligen K ö r p e r differenzieren können. Einfluss 29). Die von Matter angeführten Ammonius-Stellen stützen zusätzlich die Annahme. Diese Kontrastierung fehlt bei Alex- ander. mant.128. Psychology 9.3 1 .. wie oben gezeigt. 5 1 2 Damit findet ein weiteres allgemeines In IV.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 1 2 . gleichfalls möglich zu sein. daß er in der Seele sei. was die E i n w i r k u n g empfängt. immer auch vor dem Hintergrund der aristotelischen Toposlehre argumentiert. 1. 512 Vgl. πεφωτισμένον und πεφωτισμένον. 510 511 So stellt πεφωτισμένου in 23. In Tim...Weltzusammenhang als Kraftkontinuum betont Plotin durch wirksame Kontrastierung 5 0 8 . worauf Matter hinweist. 4 : εστηκε μέν αύτό. Vorausgesetzt wird dabei. vermutet. w e n n auch stark modifizierten. 2 2 . (Zitat nach Matter.3 zu VI. Dillon. daß v o n Plotin angewandte Prinzip bei A l e x ander wiederzuerkennen: W i e Alexander in D e an.2. daß die Seele sich in einem bereits vorstrukturierten Körper entfaltet. aber dieses In-der-Seele-Sein ist. nicht räumlich zu verstehen. daß das in diesem Sinn U r sächliche das ontologisch Höherrangige und damit Einheitlichere und w e niger Vergängliche ist.. 1 zu Iamb. τό δέ παραρρεΐ. mant. 509 Z u diesem Motiv vgl. B. so z. 2 . und solchen. peripatetischen Lichtmodells argumentiert.19—20). 4. 2 8 . 28 τφ σώματος [. daß Plotin.1 3 Π μέ ν τοιαύτη φύσις δεκτική φωτός. 142. 5 1 0 I m folgenden analysiert Plotin. w i e sich die Seelenvermögen im K ö r p e r ausdifferenzieren. De an.
der seine Lösung des Problems metaphysisch fundiert. Einfluss 29 und 57. Plotin nutzt. Soul and body 3 8 .128.99. die in 23. das als eines von zwei Prinzipien die BinnendifFerenzierung des gesamten Seinskontinuums erklären helfen soll (siehe Abschnitt II.1). 517 Wie beim Nous wird das Licht zur absoluten Metapher mit der Konsequenz einer vollständigen Verschmelzung der Vorstellungskomplexe. Tieleman zieht bezüglich dieser Art von Vorstellung. 516 das auf diese Weise sowohl in seiner Entstehung als auch in seinem Wirken-auf und damit -in-hinein das perfekte Modell abgibt. Licht. also das Modell der Lichtentstehung aus der Mantissa Alexanders. dann ist sie nur als Durchlichtung denk. daß das Phänomen der Einheit der Sinneswahrnehmungen sicherlich einer der Hauptgründe war. die sich wiederum auf Piatons Auffassung des Lichtes als Dynamis zurückfuhren läßt. Soul-body dualism 148 f. Form 6 1 . A n m . dann kann Beseelung nur Durchlichtung sein.Der Zusammenhang des phänischen Systems Strukturprinzip plotinischer Ontologie eine spezielle Anwendung. 513 Siehe Emilsson. um die Wirkung auch der Einzelseele darzustellen. 514 Bereits Alexander von Aphrodisias.2. Plotinus and the Stoics 1 8 . ein Prinzip. Graeser. 515 Soul-body dualism 1 5 1 f. De an. 513 Sicherlich grenzt sich Plotin in seiner Darstellung dabei gegen die stofflich verstandene κρασις δι' όλων.2 2 und 129-131. die entspr. das er hinsichtlich seiner eigenen Auffassung von Licht als Energeia oder Dynamis modifiziert. wie Emilsson zeigt. um die Wirkung der Seele auf den Körper zu illustrieren. 1—2 του σώματος πεφωτισμένου τοΰ έμψυχου besonders deutlich hervortritt: Wenn die Seele in ihrer Wirkung in diesem Fall als primäres Licht im Sinne von Alexanders τό φωτίζειν πεφυκός verstanden wird und in Ermangelung anderer Modelle verstanden werden muß. wobei sich hier das Lichtmodell als extrem funktional erweist. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. und zwar in der Form des in Plotins Sinne ergänzten bzw.3 9 und vgl. mit der die Stoiker dieses Phänomen zu erklären versuchten. o. ab. die Stofflichkeit der Seele zurückzuweisen und auch ihr das όμου πάσα πανταχού παρεΐναι zuzuschreiben. 514 Siehe Long. 63. veränderten Voraussetzung hinweist. Als besonders wichtig zeigen sich in diesem Kontext erneut die schon von Alexander und dann wieder von Ammonius hervorgehobenen Eigenschaften der Stofflosigkeit und der U b e r räumlichkeit des Lichtes. Bei allen Überschneidungen des Lichtmodells mit dem der Wirkung der Seele auf den Körper darf allerdings nicht vergessen werden.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 517 Siehe Schroeder. d.6 2 . s. 516 Z u r Bedeutung des Ammonius in diesem Kontext siehe Matter.und darstellbar. der „appropriateness of the tool / organ" Galen als Vorlage heran (Seat 3 1 3 ) . h.17—19 löst das Problem über den Dynamisbegriff und wird. 515 in diesem Detail von Plotin rezipiert.
Gegen Ende faßt er dort das Wirken der Weltseele kurz zusammen (IV. wie Lichtmodell und medizinischer Ansatz einander ergänzen und miteinander interagieren. 51. w o er das Problem von Allanwesenheit und Ausdifferenzierung in der Begrifflichkeit von Unteilbarkeit und Teilbarkeit faßt und die Seele als Drittes zwischen dem unteilbaren Geist und dem teilbaren Körperlich-Stofflichen etabliert. 519 Nachdem Plotin so die Vereinbarkeit von Uberräumlichem mit R ä u m l i chem und von Unkörperlichem mit Körperlichem veranschaulicht und erklärt hat. worin das Wirken der Seele besteht und wie es Plotin mit seiner Kraft. Es ist sicherlich interessant zu untersuchen. Einfluss 29 stellt bereits fest. ohne sich dabei in ihrem W e sen als Einheit zu beeinträchtigen. 8 (5) 4 3 . 2 9 . wie eine Einheit überall zu sein vermag. daß „eine Umfassung des ganzen Körpers nur dann möglich [ist]. 2 . Siehe auch Matter. 519 Tieleman verweist in seinem Aufsatz auf Galen als weiteres mögliches Modell.und Lichtmetaphysik verbindet. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 . das bereits bekannte περιέχειν-Motiv. 8 (1) 2 7 . aufgrund einer Analyse des άρχή-Begriffs Galens erreichte. Matter. 42-48): 518 Z u r Unstofflichkeit und Überräumlichkeit der Seele und des Logos verweise ich auf IV. verknüpft? In der frühen Schrift IV.172 Weltzusammenhang als Krafikontinuum Lichtmodells Alexanders. 2.3 1 . zu bieten. ist nun die Frage zu stellen. dem Licht.3 8 und 4 1 . Worin also besteht ihr Wirken. das eng mit dem überräumlichen Anwesendsein der Seele „ i m " Körper verbunden ist. 7.4 6 . 520 Diese Verbindung erörtert Plotin auch in IV. Dabei werde ich erneut von der über der Einzelseele stehenden Weltseele ausgehen." (Matter. daß sie „sich überall als zusammenhaltende und einigende Kraft auswirkt. die gegenüber der „reinen" Geistmetaphysik aufgrund der Wechselwirkung zwischen geisthaft / unstofflich und körperlich / stofflich ein neues Problemfeld darstellt. 2. 5. und wenn ja.2 8 und 3 0 . 2 setzt sich Plotin mit diesen Problemen auseinander.99. wenn die Seele unstofflichen Charakter hat". daß bestimmte Aspekte der Seele in bestimmten Organen nur der Wirkung nach anwesend sind.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .520 näher zu untersuchen. A m Lichtmodell könnte Plotin auf diese Weise die Grundsätze seiner „ L ö sung" des Leib-Seele-Problems entwickelt haben. Aufgrund dieser Entsprechungen ist es ideal geeignet.128.4 6 . um für die Erklärung des Wirkens der als Kraft verstandenen unstofflichen Seele 518 auf den Körper herangezogen zu werden und ein Gegenkonzept zur räumlich-stofflich konzipierten Interaktionsvorstellung. Für die B e antwortung dieser Frage liegt es nahe. bietet das reale Modell einer kausalen Interaktion zwischen einer unstofflichen und damit überräumlichen Kraft. Er geht davon aus. und wie wird es mit der bisher ermittelten Interaktionsvorstellung. an dem Plotin bestimmte Aspekte der Einwirkung der Seele auf den Körper abgelesen haben könnte. Einfluss 50 und 60 zu Galen als möglichem Vorbild hinsichtlich des Problems. Er sieht in dieser Charakterisierung eine „Deutung von Timaios 35 a" und beschreibt die Funktion der Seele weitergehend damit. daß Plotin seine Vorstellung. wie sie die Atomisten oder die Stoiker vertraten. ob. und der stofflichen Luft als Beispiel für einen Körper. Einfluss 33).
Der Zusammenhang des plotinischen Systems
173
Εί γ α ρ τοϋτο μή παραδεχοίμεθα, ή τα π ά ν τ α σ υ ν έ χ ο υ σ α και δ ι ο ι κ ο ύ σ α φύσις ούκ ε σ τ α ι,
ήτις όμοΰ τε π ά ν τ α περιλαβοΟσα εχει και μετά φρονήσεως άγει, π λ ή θ ο ς μεν ο υ σ α , έ π ε ί περ π ο λ λ ά τά οντα, μία δε, ΐν' ζ εν το συνέχον, τ ω μέν π ο λ λ ω αυτής ένι ζ ω ή ν χ ο ρ η γ ο ύ σ α
τοις μέρεσι π δ σ ι , τ ω δε άμερίστω ένΐ φρονίμως ά γ ο υ σ α .
D e n n falls w i r dies nicht z u g e b e n [gemeint ist die F o r d e r u n g nach der M ö g l i c h k e i t des
το αύτό και εν π ο λ λ α χ ο Ο είναι aus Ζ . 4 ΐ _ 4 2 1 . w i r d es auch keine N a t u r g e b e n , die das A l l
zusammenhält u n d durchwaltet, welche, n a c h d e m sie alles zugleich u m f a ß t hat, es s o w o h l
hält als a u c h mit Einsicht lenkt. Sie ist eine Wesenheit, die einerseits V i e l h e i t ist, da [das
All] vielheitlich ist, die andererseits eine ist, damit eines das Z u s a m m e n h a l t e n d e ist, d e n n
sie spendet einerseits durch den vielheitlichen A s p e k t ihres Eins-Seins allen Teilen L e b e n ,
andererseits leitet sie durch den teillosen A s p e k t ihres Eins-Seins [das All] einsichtsvoll.
(Übs. nach H B T )
Bereits die Wendungen τό αύτό και εν πολλαχοΟ είναι in Ζ . 4 ΐ — 4 2 und όμου τε
πάντα περιλαβοΟσα weisen auf die im Kontext mit der Stellung der Seele im
ontologischen System und ihrer Wirkung auf den Körper herausgefundenen
zentralen Strukturbegriffe hin, die eine enge Verbindung zum Lichtmodell
besitzen. Auffällig ist die stilistische Prägnanz, mit der Plotin auf die Doppelnatur der Weltseele aufmerksam macht, die deren Mittlerposition und damit
die Interaktion mit dem Weltkörper überhaupt erst ermöglicht. In ihr liegt
sozusagen die Bedingung der Möglichkeit des Wirkens der Seele begründet,
das im folgenden untersucht werden soll. Zugleich erkennt man auch hier
Konvergenzen mit der Lichtvorstellung, die Plotin später weitergehend funktionalisieren kann.
Die der Seele wesentliche immanente Spannung zwischen Einheit und
Vielheit wird von Plotin nachdrücklich und wiederholt dargestellt.521 Sie ermöglicht es der Seele, als ganze in verschiedenen Teilen ungeteilt anwesend
zu sein. D e m entspricht, daß Plotin in IV, 3, 4, 19—21 ebenso vom Licht sagt,
daß es sich, ohne sich aufzuteilen, auf verschiedene Häuser verteile. 522 Die ihre Einheit bewahrende Seele ist nun gerade aufgrund dieses ontologischen
Privilegs dazu befähigt, in dem, worauf sie wirkt, Zusammenhalt zu bewirken:
521
D i e sprachliche Verdeutlichung dieses Sachverhalts gelingt Plotin z u m e i n e n durch die
Kontrastierung π λ ή θ ο ς μεν ο υ σ α [...] μία δε in Ζ . 45. die in Ζ . 4 6 - 4 7 durch τ ω μέν π ο λ λ ω [ . . . ]
τ φ δε άμερίστω ένί aufgegriffen wird, z u m anderen durch die paradoxen F o r m u l i e r u n g e n in
Z . 4 0 - 4 1 , die dieses Verhältnis vorbereiten.
522
οίον φωτός ήδη π ρ ο ς τή yrj μεριζομένου κατ' οίκους και οΰ μεμερισμένου, ά λ λ ' δντος ένός
ουδέν ήττον. Plotins Aussage erhält besondere Prägnanz durch die paradoxe F o r m u l i e r u n g , die
er ihr gibt. Sie entspricht οΰδέ γ ά ρ ένταΰθα μόνον μεριστή, ά λ λ ά και αμέριστος, das Plotin in
IV, ι , ι , 1 8 - 1 9
v o n
der Seele ebenso paradox sagt; siehe auch IV, 2, 1, 6 4 - 6 7 . M a t t e r weist a u f
diese Spannung der Seele hin und nennt ihr Wesen deshalb ein „dialektisches" (Einfluss 28),
denn sie „ m u ß an den fundamentalontologischen Strukturen v o n Teilbarkeit u n d Unteilbarkeit
teilhaben." (a. a. O. 41).
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Wehzusammenhang als Krafikontinuum
174
μία δε, ίν' f| εν τό συνέχον (IV, 2, 2,45—4-6). Damit geht Plotin über eine reine
Darstellung der Möglichkeiten, unter denen eine Interaktion v o n Seele und
Körper denkbar ist, hinaus und deutet bereits, w e n n auch nur umrißhaft, an,
worin diese W i r k u n g bestehen könnte: im Zusammenhalten, im συνέχειν.
Plotin nähert damit die Weltseele in ihrer Funktion dem W i r k e n des Einen
an, w o b e i allerdings der Wirkbereich der Weltseele wesentlich weniger umfassend ist als der des Einen, von dem Plotin in IV, 8,6, 25—26 sagt, daß es alles
auf e w i g zusammenhalte. 523
Diese Funktion der Weltseele gilt es, näher zu bestimmen. Bereits jetzt läßt
sich aufgrund der Begrifflichkeit, mit der Plotin das Tun der Seele u m schreibt, und aufgrund der ontologischen Voraussetzungen, die diese A r t des
Zusammenhaltens erst ermöglichen, vermuten, daß Plotins Kraftmetaphysik
und damit sein Lichtmodell auch hinsichtlich dieses Problemfeldes erklärendes G e w i c h t besitzen.
In IV, 8, 5, 24—27 beschreibt Plotin ebenfalls das W i r k e n der Weltseele auf
den Weltkörper und läßt einen neuen Aspekt dieser W i r k u n g erkennen, der
zum besseren Verständnis des συνέχειν beitragen kann. D i e Weltseele wirkt
hier aufgrund ihrer Kraft (αιτίςι δυνάμεως, Ζ . 26) und z u m Z w e c k der verschönernden Gestaltung des Kosmos (τοϋ μετ' αύτη ν κοσμήσει 524 , Ζ . 26—27).
Daraus läßt sich ableiten, daß die Weltseele irgendwie als formende und
strukturierende Kraft, die zugleich den Zusammenhalt des Strukturierten bewirkt, zum Weltkörper steht, ohne daß schon untersucht worden wäre, w i e
sich das vollzieht. Dies w i e d e r u m erinnert an die zu B e g i n n der Untersuchung vorgelegte Interpretation der Funktion des τό δν im platonischen Sonnengleichnis (s. o. Abschnitt I.i). Dort war das τό öv als Dynamis des Guten
verstanden worden, die einbettend und strukturierend die Vielheit der intelligiblen Welt zu einer Einheit zusammenfugt. Diese Merkmale des Wirkens lassen sich auch bei Plotin entdecken: D e m Einbetten entspricht das Umfassen
(περιέχειν, περιλαμβάνειν) 525 , dem Strukturieren die Herstellung einer schö-
523
Für eine derartige Analogisierung der W i r k w e i s e n spricht außerdem, daß Plotin in
IV, 8,6, 20 und IV, 2, 2,46-47
denselben B e g r i f f verwendet, u m das W i r k e n des Einen u n d der
Weltseele zu beschreiben: χορηγέω. D a z u auch o b e n Abschnitt II.2.1. N u r teilt das Eine τό
α γ α θ ό ν mit, die Seele ζ ω ή ν , was Gersons A n n a h m e einer per-se-Kausalfolge stützt, die sich
mittels eines gleichbleibenden metaphysischen W i r k m e c h a n i s m u s entfaltet. In dieser Struktur
erfährt die A n a l o g i s i e r u n g der W i r k w e i s e n ihre metaphysische B e g r ü n d u n g .
524
κοσμήσει ist als Dativus finalis aufzufassen nach e i n e m Vorschlag C i l e n t o s bei H S II 242.
525
Das Bild des „ U m f a s s e n s " als Beschreibung des Verhältnisses z w i s c h e n der Welt als le-
b e n d i g e m Organismus u n d ihren Teilen wird ursprünglich v o n Piaton in T i m . 34 a geprägt
und mit den Verhältnissen i m Intelligiblen analogisiert. C o r n f o r d , C o s m o l o g y 41 deutet das
περιέχειν dahingehend, daß es hier v o n der „ G a n z h e i t gesagt werde, die ihre Teile umfasse"
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Der Zusammenhang des plotinischen Systems
175
nen Ordnung (κόσμησις) und der Verwebung zu einer sinnvollen Ganzheit
(συμπλοκή bei Piaton, s.o. Abschnitt I.i zu R . 533 C5~di u. 534 b3~4) das
Zusammenhalten (συνέχειν). Dabei bilden alle drei Momente einen einheitlichen Komplex, so daß kein Aspekt auf Kosten der anderen verabsolutiert
werden sollte. Problematisch bei diesem Vergleich zwischen Piaton und Plotin
bleibt natürlich die unbestreitbare Tatsache, daß die einzelnen Wirkmomente
bei Piaton selbst nicht ausdrücklich genannt werden, sondern das Ergebnis
meiner Interpretation darstellen und diese zum Ausgangspunkt der Analyse
bei Plotin gemacht wird. Z u r Stützung meiner Piatoninterpretation kann j e doch auch das sogenannte „Buchstabengleichnis" aus dem Sophistes herangezogen werden, in dem die strukturverleihende und einheitsstiftende Wirkung
von Vokalen mit der Funktion des τό δν als δύναμις im Ideenkosmos verglichen wird. 526 Nach meiner Deutung also gestaltet Plotin sowohl das Wirken
der Weltseele als auch das des Einen, dem das Wirken der Weltseele in diesen
Punkten entspricht, nach der platonischen Vorstellung des τό öv im Sonnengleichnis. Während Plotin die Bedingungen der Möglichkeit der Interaktion
überhaupt zwischen Seele und Körper in Auseinandersetzung mit dem peripatetischen Lichtmodell entwickelt, das seinerseits bezüglich seiner Grundlagen platonisch modifiziert wird, trägt die Darstellung der Art der Wirkung
dieser Interaktion deutlich platonische Züge. Der Erörterung beider Punkte
durch Plotin liegt der metaphysische Vorstellungskomplex von Dynamis und
Licht zugrunde, da beide Komponenten dieses Komplexes aufgrund ihrer
Konvergenz wechselweise und einander durchdringend in beide Problemstellungen eingebunden werden können und von Plotins Vorbildern in sie eingebunden werden.
Wenn Plotin in der Schrift 1 1 , 9 , 2 , 1 0 — 3 , 3 die beiden Begriffe Licht und
Dynamis zusammenfuhrt, um das Wirken der Weltseele in den bisher ermittelten Kategorien des Strukturierens, Zusammenhaltens und Zusammenfugens zu beschreiben, folgt er mithin Piaton, der bereits die Funktion des τό δν
als δύναμις in Analogie zum Wirken des Lichtes als Dynamis mit diesen Kategorien beschrieb.
Eine Formulierung, die etwas später auf die zu untersuchende Passage
folgt und in der Plotin das Wesen der Weltseele charakterisiert ( 1 1 , 9 , 4 , J 6),
weist auf das platonische Vorbild hin: 527 ή δύναμις ή ποιοΰσα nimmt die traund verweist auf Soph. 253 d. Die Strukturäquivalenzen zu Plotin sind evident, vgl. auch M a t ter, Einfluss 56—57.
526
Siehe Soph. 253 a mit dem Kommentar von Schmitz, Ideenlehre I / 2 26—34, bes. 3 1 - 3 2 .
527
In diesem Fall ist nicht nur an das Sonnengleichnis zu denken, sondern genauso an
R . 477 d - e , w o Piaton seine Dynamisdefinition gibt, s. o. Abschnitt 1 . 1 .
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176
Weltzusammenhang ah Kraftkontinuum
g e n d e n E l e m e n t e der platonischen K r a f t - u n d damit auch Lichtvorstellung
als Kraft mit bestimmter W i r k u n g in einem speziellen B e r e i c h in sich auf. V o r
diesem H i n t e r g r u n d ist auch II, 9, 2, 10—3, 3 zu lesen: 5 2 8
Kai τοϋτο συμβαίνει αύτη το πάθος, δτι μή έ'μεινεν έν τω καλλίστω, οπού ψυχή μείνασα ή
μή μέρος, μηδέ ης ήμεϊς έτι μέρος, έδωκε τω παντϊ σώματι αύτω τε έχειν δσον δύναται
παρ 1 αύτής εχειν, μένει τε άπραγμόνως αύτη ουκ έκ διανοίας διοικούσα ουδέ τι διορθουμένη, άλλα τή εις τό πρό αυτής θέςι κατακοσμοϋσα δυνάμει θαυμαστή. Ό σ ο ν yäp προς
αυτή έστι, τόσω καλλίων καϊ δυνατωτέρα· κάκεΐθεν έχουσα δίδωσι τφ μετ' αυτήν και
ώσπερ έλλάμπουσα άεϊ έλλάμπεται. Άεϊ ouv έλλαμπομένη καϊ διηνεκές έχουσα τό φως δίδωσιν εις τα εφεξής, τά δ' άεϊ συνέχεται καϊ αρδεται τούτω τω φωτϊ και άπολαύει του ζήν
καθ' δσον δύναται.
Und dieses Fährnis [πάθος; gemeint ist das Hinabziehen auch des mittleren Seelenaspekts bzw. der mittleren Seelenkraft durch die niedere Seelenkraft] widerfährt ihr, weil
sie nicht im Schönsten geblieben ist, wo sie doch, wenn sie — eine Seele, die nicht Teil ist,
noch auch wir ein Teil ihrer - diesem Weltkörper aufzunehmen gibt, soviel er von ihr
aufzunehmen vermag, [dabei] selbst verharrt ohne übertriebene Geschäftigkeit, ohne
aufgrund von Planung zu verwalten529 und ohne [das All] in irgendeiner Hinsicht zu
korrigieren, sondern aufgrund der Schau auf das vor ihr gestaltet sie [das All] in bewundernswerter Kraft.
Denn in dem Umfang, in dem sie bei der Schau verweilt, in demselben Umfang ist
sie schöner und wirkmächtiger [δυνατωτέρα]. Und indem sie von dorther [d.h. vom
Nous her] hat, gibt sie an das nach ihr weiter und in dem Maße, wie sie immer erleuchtet, so wird sie [auch] immer erleuchtet.
Da die Seele also immer erleuchtet wird und sie das Licht als ein kontinuierliches [in
sich trägt], gibt sie es an das ihr Nachfolgende weiter. Dies aber wird immer zusammengehalten und ist von eben diesem Licht trunken und erfreut sich des Lebens, insoweit es
dies vermag. (II, 9, 2 , 1 0 - 3 , 3; Übs. nach HBT)
D i e W e n d u n g άεϊ συνέχεται in II, 9, 3 , 2 weist auf IV, 8 , 6 , 25—26 καϊ συνέχεται
π ά ν τ α είς άεϊ u n d auf IV, 2, 2,46
εν τό συνέχον zurück u n d evoziert denselben
K o n t e x t . A u s dieser Funktion der Weltseele erwächst dann die des Ordnens
und Schmückens: διοικούσα in Z . 2, 1 4 und κατακοσμοϋσα in Z . 2, 1 5 . 5 3 0 D i e
Z e i l e n 2 , 1 7 — 3 , 3 verdeutlichen lichtmetaphorisch, worin diese Funktion der
Weltseele besteht: 5 3 1 D i e Weltseele erhält v o m N o u s Licht u n d eben das ist es,
was sie an das ihr ontologisch N a c h f o l g e n d e „ w e i t e r r e i c h t " u n d übermittelt.
W i c h t i g ist i m m o m e n t a n e n Z u s a m m e n h a n g , daß die Vermittlung von Licht
528
Vgl. auch oben Abschnitt II.2.2 zu II, 9 , 2 , 1 7 - 3 , 5.
Z u m nur scheinbaren Gegensatz von δύναμις ποιούσα und άπραγμένως verweise ich
auf Deck, Nature 94-95.
530
Daß beide Wirkweisen zusammengesehen werden müssen, zeigt die Formulierung in
IV, 2, 2, 43: συνέχουσα και διοικούσα.
531
έχουσα in 3, ι nimmt dabei κάκεΐθεν έχουσα aus 2, 17 auf und stellt damit auch sprachlich eine gewisse Kontinuität her.
529
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Der Zusammenhang des plotinischen Systems
177
nicht nur, wie bereits festgestellt, die ontologische Kontinuität des Systems sichert, sondern zugleich die Funktion der Weltseele bestimmt, nämlich ihr
wirkendes Verhalten zum Weltkörper. Die Frage ist jetzt, wie das το φως δίδωσιν είςτά εφεξής (3, ι—2), das mit einem έλλάμπειν gleichgesetzt wird, Struktur und Zusammenhalt bedeuten kann. Zwar weist diese Begriffskombination
vorgreifend auf die Logoskontinuität hin, die Plotin als eine sein System
durchziehende ελλαμψις versteht, doch diese soll erst ein wenig später diskutiert werden. Z u v o r ist die grundlegende Bedeutung dieser Vorstellung in ihrer Verbindung mit der Lichtvorstellung zu untersuchen, denn sie bereitet die
Logosvorstellung, die eine ihrer Konkretisierungen darstellt, vor.
Z u m Z w e c k einer interpretativen Annäherung an die Vorstellungskonvergenz der Funktionen von Seele und Licht in Form des συνέχειν möchte ich
einen Abschnitt aus der Schrift IV, 3 erneut heranziehen. In 1 X 3 , 2 0 , 5 0 — 5 1
stellt Plotin fest, daß der Körper, das Zusammengehaltene, in der Seele, dem
Zusammenhaltenden, 532 sei und ebenso das Fließende in dem, was nicht
fließt. Aus der Stelle läßt sich ableiten, daß das, was zusammenhält, ontologisch höher steht als das Zusammengehaltene und daß diese ontologische
Differenz zugleich eine Unterwerfung unter die Veränderlichkeit bedeutet:
Das, was nicht fließt, umfaßt als Beharrendes, Unveränderliches das, was fließt
als das Veränderliche, den Gesetzen des Werdens und Vergehens Unterworfene. 533 Dieses Verhältnis wiederum bedeutet, daß συνέχειν auch die Bedeutung
von Bestand-Verleihen besitzt, von Zusammenhalten im Sinne von Verhindern, daß sich etwas Vergängliches verliert. Das Motiv des Kontrastes 534 zwischen Fließen und Verharren ermöglicht den Bezug auf das Licht sowie die
Analogisierung mit dem Licht. In IV, 3, 22, 2 ff behauptet Plotin, man müsse
das Anwesenheitsverhältnis von der Seele zum Körper mit dem von Licht zur
Luft vergleichen (s.o. zu IV,3,22—23) und beschreibt dies in Abgrenzung
vom peripatetischen Modell so, daß die Luft im Licht sei. Die unstoffliche
Kraft als das ontologisch Höhere und Beharrende umfaßt hier also wirkend
das Stoffliche, auf das hin und in dem sie wirkt, und dem sie auf diese Weise
Bestand und Struktur verleiht. Zugleich wird deutlich, daß Plotin dieses Verhältnis auch als παρουσία verstehen kann. Z u m Aspekt der überräumlichen,
wirkenden Anwesenheit tritt also des weiteren präzisierend der Aspekt der
532
Diese Interpretation bei SP, Lex. Plot. 971 s. ν. συνέχειν a.
Aus I, 8 , 4 , 1 - 5 erhellt, daß Plotin Körper direkt als fließende in der Bedeutung der vollständigen Veränderlichkeit und des Vergehens begreift, sie sind άεϊ ρέοντα (Ζ. 5). So können sie
mit der Luft parallelisiert werden.
534
IV, 3, 22, 4: εστηκε μεν αύτό vom Licht, τό δε παραρρεϊ von der Luft. Die der Luft wesentliche Eigenschaft des Fließens wird in Piatons Kratylos 4 1 0 bi—3 angeführt.
533
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178
Weltzusammenhang als Kraßkontinuum
Erhaltung und Strukturierung hinzu, der gleichfalls von Plotin als Lichtwirkung beschrieben wird. Plotin betrachtet nämlich auch das Licht im Verhältnis zur Luft als das beharrende Element innerhalb dieser Wirkstruktur und
die Luft als das Vergängliche, was verständlich wird, wenn man bedenkt, daß
für Plotin das Licht als Energeia für sich selbst bestehen kann und die Luft
nach Piatons Kratylos 4 1 0 bi—3 fließt. Dieses Ergebnis übertrage ich nun auf
die Schrift II, 9, um zu klären, was Plotin mit seiner Wendung δίδωσιν τό φως
gemeint haben könnte.
Die Wendungen τό φως δίδωσιν (Ζ. 3, ι—2) und ελλαμψις in dieser Schrift
sind demzufolge so zu verstehen, daß sich die Seele als erhaltende Kraft aus
dem Nous entwickelt, denn auch sie ist in diesem Sinn im Nous, der als ihre
wesentliche Energeia ihren Bestand und ihre Struktur garantiert. Als diese
Kraft kann sie, wie oben im Rahmen der Deutung von V, 3 , 9 gezeigt wurde,
für sich sein, und damit ist sie gleichfalls ein Beharrendes. Als dieses Beharrende wirkt sie in einem zweiten Schritt ebenso als erhaltende, Bestand garantierende und strukturierende Kraft umfassend und zusammenhaltend auf
das unter ihr Seiende. Wie die Schrift IV, 3 zeigt, ist dieses Wirken als Einwirken der unstofflichen Kraft auf das Stoffliche zu verstehen, das als dasjenige,
was den Kategorien von R a u m und Zeit unterworfen ist, zugleich das Vergängliche, das Fließende und Zerfließende ist. Dieses Einwirken, das zugleich
ein Anwesendsein ist, kann dann per analogiam als ελλαμψις bezeichnet werden. 535 Die kraftmetaphysische Vorstellung von Umfassen, Anwesenheit und
Zusammenhalten bringt ein Wirkungs- und Abhängigkeitsverhältnis innerhalb einer ontologischen Hierarchie und zugleich dessen Resultat, nämlich
Struktur, Ordnung und Bestand, zum Ausdruck. 536 Die Begriffe Licht, Ellampsis, Anwesenheit und Zusammenhalten bilden in diesem Sinn eine Einheit
und können vor diesem Hintergrund miteinander kombiniert werden.
Im folgenden soll der Versuch unternommen werden herauszufinden, welcher metaphysischen Instanz neben der Seele die Funktion dieser Ellampsis
des Stofflichen außerdem zugesprochen wird und wie sich damit die Bedeu-
535
Vgl. IV, 3 , 2 2 , ι in Kombination mit 5 - 6 und 2 3 , 1 - 2 , w o das „Ergebnis" der Anwesenheit als „Durchlichtung" ( H B T ) bezeichnet wird. In I, 1, 8, 15—16 setzt Plotin παρεΐναι und
έλλάμπειν ausdrücklich der Bedeutung nach gleich.
536
Dabei vertrete ich die Ansicht, daß diese Art der Interaktion ohne ein „Materialprinzip
[...], das die Mischung [= Interaktion] verursachen kann" (Varessis, Andersheit 262) von der
Seele vollzogen wird. Plotin braucht das Materialprinzip, um die Binnendifferenzierung seiner
Ontologie zu gewährleisten, nicht aber als Interaktionsvermittler, es sei denn, der Begriff wird
so verstanden, daß er das bezeichnet, woran erst eine Hypostasenenergeia ihre Wirkung entfalten kann.Vgl. Miles, Plotinus on body and soul 94 f. zu II, 4 , 2 .
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Der Zusammenhang des phänischen
Systems
179
tung dieses Begriffs im K o m p l e x von Licht- und Kraftmetaphysik weiter präzisieren läßt.
II.2.3 Die Materie als Abwesenheit von Licht und ihre weiteren
„Eigenschaften"
U m die Bedeutung des Begriffes ελλαμψις besser erfassen zu können, ist es
notwendig, zuvor das Wesen der Materie in seiner thematischen Verknüpfung
mit der Lichtmetaphorik Plotins zu untersuchen, denn die Materie bezeichnet das, worauf sich das als ελλαμψις verstandene Wirken der Seele richtet,
und das aufgrund seiner „Eigenschaften" als aufnehmendes Prinzip dieses
Wirken beeinflußt. Es ist zudem gerade diese Funktion der Materie als aufnehmende, die Plotins Kraftmetaphysik im R a h m e n des erklärenden Lichtmodells systematisch u m wesentliche Aspekte erweitert, die besonders hinsichtlich ihrer Verwendung in religiös-kultischen Kontexten für die späteren
Neuplatoniker bedeutsam wurden.
Plotin beschreibt die Entstehung der Materie im R a h m e n der Lichtmetaphysik, indem er auf die Vorstellung der Dunkelheit (σκότος) als Abwesenheit
von Licht zurückgreift und diese mit der Annahme einer Abschwächung der
Wirkkraft kombiniert, wie er sie z . B . in IV, 5 , 7 , 1 3 — 2 3 erörtert (s.o. A b schnitt II.2.1 zu V I , 7, 9,38—39). Schon aus diesen einführenden B e m e r k u n gen erhellt, daß dem Energeiai-Schema zur Bestimmung der ontologischen
Position und der Wertigkeit der Materie eine wichtige R o l l e zukommt. A u f grund der Interpretation des plotinischen Seinskontinuums als Kraftstrom, innerhalb dessen die Vermittlung und Abstufung von Kraft durch das modular
erweiterte Energeiai-Schema gewährleistet wird, scheint es angebracht, die
Materie als Folge des Versiegens dieses Stroms anzusehen, 537 das den völligen
Gegenpol zum Einen hervorbringt. Diese Sichtweise spiegelt sich bereits in
der Metaphorik wider, innerhalb derer das Eine als Sonne, Glanz und Helle
beschrieben wird, die der Materie als der Finsternis und dem Dunkel polarkonträr gegenübersteht. 538 Aber auch wenn die Materie den Endpunkt der
Ontologie markiert, bleibt es trotzdem notwendig anzunehmen, daß die
nächsthöhere Hypostase, oder doch zumindest ein bestimmter Aspekt dieser
Hypostase, für ihre w i e auch immer zu verstehende Existenz nach dem b e kannten Mechanismus in Form der per-se-Kausalfolge als Ursache anzusehen
537
Z u dieser systematischen Funktion der Materie verweise ich auf Heinemann, Spiegeltheorie 1 2 - 1 4 .
538
Z u dieser metaphorischen Darstellung der Materie paßt gut, daß Plotin die Materie in
VI, 5, 1 1 , 31 durch Negation von Kraft (άδυναμίγ) charakterisiert, siehe auch Buchner, M ö g lichkeitslehre 73.
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Weltzusammenhang als Kraftkontinuum
ι8ο
ist. 539 D a m i t ergibt sich die Frage, ob die lichtlose Materie nicht als ενέργεια
έκ της ο υ σ ί α ς eines Aspekts der Einzelseele verstanden w e r d e n m u ß . 5 4 0
D e r T e x t IV, 3, 9, 22—27 soll auf dieses Problem hin untersucht w e r d e n : 5 4 1
Προιέναι δέ εί μέλλοι, γεννήσει εαυτή τόπον, ώστε καϊ σώμα. Της δή στάσεως αύτής έν
αύτη τη στάσει οιονεί ρωννυμένης οίον πολύ φώς εκλάμψαν έπ' ακροις τοις έσχάτοις τοϋ
πυρός σκότος έγίνετο, όπερ ίδοϋσα ή ψυχή, έπείπερ υπέστη, έμόρφωσεν αύτό. Οΰ γαρ ην
θεμιτόν γειτονοϋν τι αύτη λόγου αμοιρον είναι [...].
Falls [die Seele] aber im Begriff ist, weiterzuschreiten, wird sie sich einen Bezirk 542 erschaffen, folglich auch einen Körper. Als nun ihr Verharren in eben diesem Verharren543
gleichsam erstarkte, wie wenn, nachdem intensives Licht herausgestrahlt ist, an den
äußersten Ausläufern des Feuers Dunkelheit entstünde, formte die Seele sie, nachdem sie
[die Dunkelheit] erblickt hatte, da [die Dunkelheit] nun einmal Existenz erlangt hatte.
Denn es wäre nicht ordnungsgemäß, daß das, was der Seele nächstfolgend ist, der Formkraft unteilhaftig bliebe, [...]. (Übs. nach HBT)
Z u n ä c h s t beschreibt Plotin in IV, 3 , 9 , 2 2 — 2 7 zwei Stufen einer E n t w i c k l u n g ,
deren E n d e die Entstehung der K ö r p e r markiert: Z u e r s t schafft sich die Seele
mit der (primären) Materie einen W i r k b e r e i c h , dann erst beginnt sie, auf diese
Materie h i n z u w i r k e n , so daß K ö r p e r entstehen. 5 4 4 D e r Konsekutivsatz
be-
schreibt diese zweite Stufe des Prozesses, die sich aus der ersten u n d d e m T u n
der Seele ergibt. G e n a u s o läßt Plotin i m anschließenden — elliptischen — F e u ervergleich, Z . 24—25, erst den Schatten entstehen, der dann v o n der Seele
strukturiert w i r d , und zwar weil und damit auch n a c h d e m er entstanden ist.
539
In 1 , 8 , 7 , 1 6 - 2 3 betont Plotin die Notwendigkeit seines ontologischen Mechanismus,
der unausweichlich bis zur Materie fuhrt.
540
Corrigan betont (Generation 174), daß Plotin wiederholt den Gedanken vorträgt, die
Seele bringe die Materie hervor, und bemerkt gleichzeitig den Zusammenhang mit der Lichtvorstellung, ohne ihn jedoch detaillierter zu untersuchen. Auf dieser grundsätzlichen Beobachtung bauen meine folgenden Überlegungen auf.
541
Deck, Nature 59-61 interpretiert diesen Abschnitt und verdeudicht an ihm, daß die
Entfaltung der Logoi als Seelenaspekte als Vollzug einer ordnenden Einstrahlung zu verstehen
ist. Dazu erwähnt er, daß die Aufnahmekapazität des Empfangenden den Wirkungsgrad dieser
Ordnung mitbestimmt. In diesen Punkten ist ihm meine Untersuchung verpflichtet.
542
τόπος verstehe ich hier als „Bezirk" im Sinne von R . 477 di: έφ' ω τε εστι, also als Zielgebiet bzw. Zielobjekt, an dem eine Dynamis ihre Wirkung entfaltet, s. auch LSJ 1806 s.v. 1.
Die Ubersetzung „Ort" fuhrt in die Irre, da „Ort" bereits Körper voraussetzt, die jedoch erst
geschaffen werden, nachdem dieser Topos entstanden ist. Schwyzer dagegen versteht den Körper
als Topos der Tätigkeit der Seele (Plotins Deutung 276), allerdings wird er mit dieser Interpretation, wie ich zu zeigen versuchen werde, weder der Syntax der Zeilen 22—23 noch der
Struktur des Feuervergleichs gerecht.
543
Nach VI, 3, 2 7 , 2 8 - 3 1 verstehe ich στάσις als die ver- und beharrende wesentliche Energeia des Energeiai-Schemas.
544
Siehe u. a. O'Brien, Plotinus on Evil in: Le Neoplatonisme, Paris 1971, S. 137 f.
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dazu. 7. Das Partizip έκλάμψαν in Z . daß Plotin auch in diesem Fall das bekannte universelle ontologische Prinzip anwendet. daß hier nicht eindeutig entschieden werden könne. 2 6 .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . wie auch Corrigan selbst vermutet (a. Das bedeutet nichts anderes als die Entstehung einer ενέργεια έκ της ούσίας aus der ihr zugehörigen ενέργεια της ούσίας. die die Z w e i s t u f i g k e i t des Prozesses betont. der dann im Finsteren versiegt. wenn deren äußerste Ausläufer 547 am Ende der Reichweite des Feuerscheins. ergibt sich innerhalb 545 A u c h Varessis' Interpretation der Stelle (Andersheit 259—261). 9 — zu R e c h t — dahingehend. In 111. Da die Seele. 25 schon das Äußerste bezeichnet. 9 das ε'ίδωλον aber als αόριστον und vor allem als σκοτεινόν bezeichnet. was auch durch das προιέναι ausgedrückt wird. 4. Da Plotin in 1 1 1 . σκότος (Ζ. den Prozeß des Hervorgehens des nach außen gerichteten Lichtes aus dem wesentlichen Licht zu beschreiben. 144. wie in A b schnitt II. In I. D e an.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 181 Innerhalb dieser Entwicklung macht Plotin durch den Vergleich mit dem Licht eines Feuers deutlich.9. ob Plotin mit ε'ίδωλον nun die sogenannte „pre-cosmic matter" bezeichne oder bereits den Körper (Generation 167—170).128. die am Ende des Seinsflusses liegt.. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 168 Anm. 8.. 5.99. 3 . Es ist deutlich zu erkennen. In diesem Moment verschmelzen bei Plotin Bild und ontologische Darstellung. 1. 1 2 u n d 15 charakterisiert Plotin außerdem die Hyle als ε'ίδωλον und dieser Begriff dient. ins Blickfeld gelangen.] έν σκότω έκλάμπει εις το εξ ω [. O.3 3 (siehe oben Abschnitt II. 546 Aber Plotin erweitert das Bild: Zusätzlich zum bekannten Entwicklungsschema betont er in diesem Vergleich das Versiegen der Kraft. Ausgehend von ihren Ergebnissen erfolgt hier die A n w e n d u n g auf Plotins Lichtmetaphysik. 2 . in ihrer ontologischen Funktion nach dem Ergebnis meiner voranstehenden Untersuchung eine formende und gestaltende Dynamis ist. a. scheint es sich mir hier ebenfalls um die Materie. 547 O b w o h l άκρος in Z . zu handeln. spricht fur diese Annahme. die von Plotin als lichthafte Kraft gedacht wird. 19 wird die Materie direkt als Εσχατο ν bezeichnet.3) und auf IV. wirkt sie auf ihn ein. 24—25 sichert diese Annahme zusätzlich. Corrigan allerdings problematisiert die Stelle in III. 8 und 172). 7.Materie an (Andersheit 159). 24 als völliges Fehlen von Licht zu betrachten. mant. An beiden Stellen beschreibt Plotin die aus dem Wesen hervorgehende Energeia.3 gezeigt. Es verweist auf V.. dem sich die Seele zuwendet. 1. denn die entstehende Finsternis wird unmittelbar zu dem. daß das „Erstarken" des Verharrens durch sich selbst hier dazu dienen soll.. die ενέργεια έκ της ουσίας zu bezeichnen. 27: [.]. 25) ist mit Alexander. 545 Erst nachdem sich die Seele so ihren unbestimmten und noch strukturlosen Wirkbereich geschaffen hat. intensiviert Plotin die F o r m u lierung noch durch ein pleonastisches έσχατος und erhöht damit das sprachliche G e w i c h t der Stelle. 546 Diese Struktur arbeitet Varessis überzeugend heraus und wendet sie auf das Verhältnis Seele .
24—25 zeigt. In II. zumindest nach IV.1 2 w i r d das ausgedrückt durch έν άττουσίς» π α ν τ ό ς άγαθοΟ. 550 In I. der in Dunkelheit übergeht. 3.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .] και πρώτως μεν τό σκότος. M i t demselben Bild veranschaulicht er zudem. als Abwesenheit von Licht und vorläufig völliges Versiegen der gestalterischen Kraft anzusehen. 37—40 bezeichnet er das M a ß . 549 zugleich aber ist sie als völliges Versiegen der gestaltenden Kraft das M a ß . 3. Plotins D e u t u n g 275 A n m .2 3 sagt Plotin sogar v o n der Materie: ούκοΰν Ενεργείς! εΐδωλον! Als ε ΐ δ ω λ ο ν ist sie j e d o c h abhängig v o n einer w e sentlichen Energeia.1 6 der K ö r p e r g e m e i n t sei .und fuhrt als einzige weitere Belegstelle fur die U n g e s c h a f fenheit der Materie d e n Text II. " 549 Diese Interpretation ist nicht unumstritten. o. 8 . 5.. w i e folgt: Implizit als Hinweis auf das immer noch seine Ausführungen tragende Energeiai-Schema.) . Eine derartige Vorstellung von der Materie als Finsternis macht das Sprechen von einer ελλαμψις bezüglich der H i n w e n d u n g der Seele zu dieser Materie auf der metaphorischen w i e auf der ontologischen Ebene sinnvoll und verständlich. daß sich diese ultimative nach außen gerichtete Energeia an diesem Punkt vollständig abschwächt und der Kraftstrom an sein Ende gelangt. als D u n kelheit.99.. w i e der Feuerschein. Metaph. 9. was sich durch die vollständige Abwesenheit von Form und Einheit „auszeichnet". 3. 9. w i e der v o n S c h w y z e r offensichtlich nicht berücksichtigte K o n t e x t zeigt. 22—27. 302-308) und O ' Brien (Matter and evil 1 8 1 . was Varessis (Andersheit 278— 279) als Wesenseigenart der Materie bezeichnet und was unten näher untersucht w e r d e n soll: „ D i e Wesenseigenart der Materie besteht darin. siehe Corrigan. das er als Gegensatz zwischen πέρας und άπειρον interpretiert. 14—15 an: [. 5. Einen Ü b e r b l i c k über die verschiedenen Positionen gibt S c h w y z e r (Plotins D e u t u n g 275 f f ) . die dieses A b b i l d aus sich hervorbringt u n d also zeigt.was nicht z w i n g e n d der Fall ist (s. die ich bisher analysiert habe.] οΰτε έγένετο. 5. 2 2 . Ebenso charakterisiert Plotin die Materie in III. 7 . 37). 550 In diesem K o n t e x t funktionalisiert Plotin „ L i c h t " an den Stellen.und Strukturlose an sich. 1 1 . und in I.. 548 Bisher wird deutlich: Die Materie entsteht aus dem Kraftstrom als Letztes. ist Ficino (bei S c h w y z e r .bzw.128. aufgrund ihres Formverlangens sich den rationalen F o r m e n unterwerfen zu k ö n n e n . dann Varessis (Andersheit 259 u. Generation 168.9. S c h w y z e r selbst n i m m t dabei lediglich an.182 Weltzusammenhang als Krajtkontinuum des metaphorischen-analogistischen Denkens folgerichtig. Aristoteles fuhrt dort als eines der G e gensatzpaare des Pythagoras das Paar φως — σκότος an. 1 . E i n früher Interpret. Sie ist. 8.1 8 3 ) . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 3. das. 986 a orientiert. daß in III. Diese Z u s c h r e i b u n g an die Materie bezieht sich j e d o c h lediglich auf das Sein d e m Vollzug nach der Materie... der die v o n mir b e v o r z u g t e D e u t u n g vertritt. 9. Strukturlose ebenfalls als Finsternis: "Εστω δή πρώτως μεν τό αμετρον κακόν [. der sich g e g e n diese Ansicht ausspricht. 8. 5 . Vielleicht hat sich Plotin hier an Arist. Diese Dunkelheit steht für vollständige Gestalt- 548 A u f diese Weise w i r d lichtmetaphorisch veranschaulicht.12—13 als τό άόριστον πάντη σκοτεινόν. als nach außen hervorgehende Energeia eines Aspekts der Einzelseele zu verstehen. w i e der Feuer-Licht-Vergleich in IV.
Warum sollen wir nicht annehmen. wendet die Seele sich ihr in einem zweiten Schritt als ihrem P r o d u k t zu (IV. Als Ausgangspunkt für die Beantwortung der damit implizit gestellten Frage nach der möglichen Strukturierbarkeit der Materie wähle ich den Text V I . S o gelingt Plotin ein metaphysisches „Kunststück": O b w o h l die H y l e aus d e m Kraftstrom hervorgeht. leicht geändert) Plotin verbindet in diesem Abschnitt die Vorstellung einer v o n der Seele ausgehenden Erleuchtung der ihr nachfolgenden Materie mit zwei Aspekten: Erstens versteht er die v o n der Weltseele hervorgebrachte Ellampsis nur als ein 551 Siehe D e c k .1 6 8 . 37—40 zeigen. die sie [d. π ρ ι ν καΐ παρ' αυτής ήκειν τάς ψυχικάς δυνάμεις. demzufolge Licht als struktur. mant. daß die Kraft der Allseele im voraus skizziert. ώσπερ τον έν όρχήσει προς το δοθέν αϋτω δράμα. Plotin beschreibt das Wirken der Seele an diesem P u n k t so. weil bei Plotin im Begriff der Hyle mehrere Aspekte zusammenlaufen. ist sie doch die All-Formkraft. vgl. die vorgängigen Erleuchtungen] entsprechend ausgestaltet und die diesen Spuren präzise folgt.99. Dies ist schon deshalb der Fall. 24 ([. wie der Tänzer im Tanz sich der Handlungsanweisung anpaßt? (Übs. sie ausdifFerenzierend ausfüllt [und sie auf diese Weise] wirkt. H B T . Generation 1 6 7 . S52 der hinsichtlich der Lichtthematik erörtert werden soll.. d e m sie naht.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 183 losigkeit.128. 1 4 4 . a u f w e i c h e n das Schwergewicht zu legen ist. 5 5 1 Erst nachdem diese Materie v o n der Seele hervorgebracht w o r d e n ist. 8. 7.u n d einheitverleihende Kraft zu verstehen ist. D e an. daß sie das D u n k l e und Formlose f o r m e (έμόρφωσεν). w e n n man bedenkt. Das w i r d verständlich. 2 6 ) . daß die bisherige D e u t u n g der plotinischen Materie in einem wesentlichen Punkt zu ergänzen ist. und daß dann die Seele. und daß diese Vorskizze gleichsam vorgängige Erleuchtungen in die Materie ist. Nature 77 und 89 und Heinemann. 8. D e m unbestimmten D u n kel scheint grundsätzlich eine Strukturierbarkeit z u z u k o m m e n . 9 . 7. in d e m Plotin Erleuchtung und Materie zusammenfuhrt: Τ ί γαρ κωλύει την μεν δυναμιν της τοϋ παντός ψυχής προϋπογράφειν. . Corrigan. ήδη δε τοις τοιούτοις 'ίχνεσιν έπακολουθοΰσαν την έξεργαζομένην ψυχήν κατά μέρη τά ϊχνη διαρθροΰσαν ποιήσαι και γενέσθαι έκάστην τοϋτο. gehört sie doch nicht mehr zu ihm. bevor noch die von ihr ausgehenden Seelenkräfte [dorthin] gelangen. ω προσήλθε σχηματίσασα έαυτήν. so daß j e nach Kontext entschieden werden muß. nachdem sie sich selber so geformt hat. 8—16. Spiegeltheorie 13—14. und daß j e d e einzelne [ausgestaltende Seele] das wird.]) mit d e m aus Piatons Sonnengleichnis e x trapolierten Lichtmodell Plotins handelt. h. Sie w i r d zum Spiegel oder AufFangbecken metaphysischer Lichtreflexe. καϊ την π ρ ο ϋ π ο γ ρ α φ ή ν οίον προδρόμους έλλάμψεις εις την ϋλην είναι. 552 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.] το σκότος στέρησις öv φωτός [. die darauf schließen läßt. 3. w i e I...41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . ατε Χόγον π ά ν τ α ουσαν. daß es sich hier u m eine Kombination v o n A l e x ..
36 sowohl auf das bereits untersuchte und von Plotin in verschiedenen Zusammenhängen verwendete Licht.Weltzusammenhang als Krafikontinuum skizzenartiges. Ein mögliches Indiz dafür. 14) aus. και ό νοϋς λόγος. άλλ' άφώτιστον εκείνου. die erhellt werden muß. hat dasjenige.Andere' und in keiner Weise gut. 4 7 7 d l zurückweisen. 1 3 ) und διαρθροϋσαν ( Ζ . daß Plotin auch in diesem Abschnitt auf der Grundlage der platonischen Dynamiskonzeption argumentiert. deren Wirken dann mit έξεργάζεσθαι umschrieben wird. Dabei sind diese Kräfte als die ausgestaltenden Einzelseelen und die ihnen zugehörigen Formkräfte (λόγοι) zu verstehen. 8. Plotin stellt diesen Sachverhalt in einer bemerkenswerten Verschmelzung von Metapher und Ontologie auch in II. 4. dem ein Ausarbeiten dieser gleichsam groben Vorentwürfe durch die Kräfte der Weltseele folgt. daß nichts dem Einen unteilhaftig sei (s.1 zu IV. daß Plotin in Z . daß Licht von Plotin als Formkraft. und damit als Logos aufgefaßt werden kann. ά λ λ α α λ λ ο δν εχει.2.6). o.und Aufnahmemodell hin.3. φως ουκ εχει άεί. etwas präziser hinsichtlich der Funktionsträger: Aus dem bisher Gesagten ergibt sich in Kombination mit II. Vorher aber war die Materie unbestimmt.3 7 dar: π ρ ι ν δε αόριστον και ή υλη και το έτερον και οίίττω α γ α θ ό ν . Ε ί γ α ρ π α ρ ' εκείνου τό φως. das das Licht aufnimmt. Schon W a g n e r versteht die Einstrahlung auf die Materie folgerichtig als „ F o r m g e b u n g des U n g e f o r m t e n " (Metaphern 46).99. auf die ich unten in Abschnitt II. und es sind eben diese Logoi. 5. Aufgenommen wird nämlich von der f o r m - 553 D i e Strukturierungsleistung dieser Kräfte drückt Plotin in den beiden Partizipien ε ξ - εργαζομένην ( Ζ . π ρ ϊ ν δέξασθαι. 5. τό δεχόμενον τό φως. 4. (Ubs. I i von ψυχικά! δυνάμεις spricht. könnte auf R . w o Piaton als eines der Kriterien zur Unterscheidung von Dynameis das ö α π ε ρ γ ά ζ ε τ α ι anfuhrt. Zweitens weisen τό δεχόμενον und δέξασθαι in II. H B T . wenn anders es von einem anderen stammt. Plotin verwendet den Begriff ελλαμψις in diesem Kontext nach dem bereits Gesagten aus zwei Gründen: Z u m einen versteht er die Materie als Gestalt. 553 Im Z u g e ihrer Ausgestaltung haben sich die Einzelseelen den von der Weltseele vorgegebenen Strukturen anzupassen.1 näher eingehe. leicht geändert) Z u m anderen bestimmt Plotin durch die Verwendung dieses Begriffs die ontologische Funktion des Lichtes als Ellampsis. aber im R a h m e n dieser speziellen Darstellung auch über es hinaus.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . die die Vorentwürfe der Weltseele ausgestalten. wenn sein Grundsatz Geltung behalten soll. 3 4 . 7—8554. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Abschnitt II. vor der A u f n a h m e e w i g kein Licht. 5. vorläufiges Wirken in die Materie hinein.2.und Formloses und damit auf der metaphorischen Ebene als Finsternis. sondern undurchlichtet von j e n e m . εΐπερ το φως π α ρ ' άλλου.128. 554 B e i m Verständnis der Textstelle folge ich der in H S III 3 6 0 als emendatio probanda vorge- schlagenen Interpunktion: ότι τό φως ό λόγος. es hat aber [das Licht] als etwas von sich Verschiedenes. D i e Tatsache. 4. W e n n nämlich von j e n e m das Licht kommt. auch war sie das .
einer Vorstellung. a. Z u r philosophiehistorischen Entwicklung der Identifikation des τρίτον γένος aus dem T i m . 5 5 5 Schon der ungewöhnliche Ausdruck προϋττογραφή (VI. Buchner widerspricht der Annahme. muß die Materie trotz aller Diskontinuität irgendwie so gedacht werden. daß Plotin sich mit dieser Formulierung auf Vorstellungen aus dieser platonischen Schrift bezieht. dem sie ihre Bewegungen anpassen. in VI. Da Plotin darüber hinaus die Materie in 1 1 1 .128. wie er zur Vorstellung einer zumindest prinzipiell aufnahmefähigen und damit strukturierbaren Materie gelangt ist. an der sich die Formgebung vollzieht. daß die Grundlage.Der Zusammenhang des phänischen Systems 185 losen Materie die als Licht bezeichnete Formkraft. Matter zeigt in seiner Monographie über den Einfluß des Timaios auf Plotins Denken. bewahrt das Wachs die eingeritzten Strukturen. in seiner Wirkung. 9—10 u. notwendig vorauszusetzen ist. sobald sie aus dem Wachs herausgeglättet wird. denn dann könnten die Seelenkräfte noch nicht einmal den Vorskizzen folgen. Einfluss 2 0 1 . 13) scheint diese Fähigkeit zur Aufnahme und (wenn auch unvollkommenen) Bewahrung von Strukturen zu suggerieren. 4 . 556 Vgl. Ohne diese Fähigkeit verlöre Plotins gesamtes Bild seine Basis. quasi plastische Strukturierbarkeit zu verstehen. der Materie eine derartige Fähigkeit zuzusprechen (Möglichkeitslehre 72). 5 ihren Sinn verliert. Bis es aber soweit ist. von welcher Güte es auch immer sei. die aufgenommen werden können und die Gestaltung des an sich Ungestalteten bewirken. aufgrund ihres Formverlangens sich den rationalen Formen unterwerfen zu können. zeitigen kann. 7 und II. 556 kann sein Vorbild fur diesen Aspekt der Materie leicht bestimmt und damit nachvollzogen werden.99. Varessis drückt diesen Sachverhalt so aus: Daß es formgebende Prinzipien gibt. daß damit Plotins Metaphorik und Begrifflichkeit u. 7. 7. 1. Damit dieses Einwirken überhaupt ein Resultat. 4. innerhalb nicht allzu langer Zeit einer detaillierten Ausarbeitung zu weichen. die j a sofort verschwänden und auch die Tänzer aus seinem Bild hätten nichts. Die Wesenseigenart der Materie besteht darin. Andersheit 278. 7. Dieses „Sich-unterwerfen-Können" ist im zu behandelnden Kontext als grundsätzliche. 7. denn eine in ein Wachstäfelchen eingeritzte vorläufige Skizze ist zwar letztendlich dazu bestimmt. übersieht dabei aber meines Erachtens. die sicherlich auch den hyletischen Aspekt seines lichtmetaphysisch geprägten Systems und die darin wirksamen ontologischen Prinzipien beeinflußt hat. mit der aristoteli557 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 1 ) in Verbindung mit τά ίχνη (VI. 7. 557 In diesem späten Dialog treten die 555 Varessis. bedeutet.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . dem sie in ihren Bewegungen folgen könnten. 15 als υποδοχή bezeichnet. daß sie zumindest die Formen oder Umrisse der Vorskizzen und der nachfolgenden Logoi bewahren kann. der Logos. Matters B u c h behandelt insgesamt die Einflüsse des Timaios auf Plotin. Matter.
559 Εκμαγεΐον κινούμενόν τε καϊ διασχηματιζόμενον ύττο τών είσιόντων. 4. Z u r Stelle Varessis.1 7 als μεταληπτικόν. die durch die eintretenden Dinge bewegt und gestaltet wird. daß Plotin Piatons 3. 209 b u . Andersheit 279 A n m . 561 Von diesem κενόν schreibt Aristoteles weiterhin in Metaph. T i m .] ist mit Aristoteles überzeugt. auch Varessis.1 5 6 hebt diese Funktionen der platonischen Chora hervor und nennt sie den stofflichen und den räumlichen Aspekt der platonischen Chora." Z u d e m ist die 562 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Plotins Deutung 268—270.. υποδοχή. In G C 329 a i 4 .186 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum beiden Aspekte der Formbarkeit und des Aufnehmens als Eigenschaften einer Art stofflichen oder hyletischen Prinzips zusammen auf und werden von Piaton herangezogen. τιθήνη wirklich die υλη im Auge habe. Chorology 1 5 2 . als prima materia. Plotins Deutung 270). Andersheit 120 f. Im Z u g e dieser Erörterung nennt er die „dritte A r t " eine „Prägemasse [.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Andersheit 120 f. Als Endpunkt dieser Entwicklung kann für Plotin gelten: „Plotin [.] γενέσεως ύποδοχήν (49 a6). 560 Aristoteles charakterisiert Piatons Chora in Ph. von Aristoteles in der Physik 2 1 4 ai 3 mit dem κενόν der Atomisten gleichgesetzt.. dass Piaton mit χώρα. und erläutert ihre Aufgabe und ihr Wesen im Anschluß daran ausfuhrlicher. etwas Feinststoffliches.. Happ übersetzt έκμαγεΐον mit „plastisches Material" (Hyle 1 0 1 ) . um das Aufnehmen der Nachbildungen der Ideen durch das τρίτον γένος auszudrükken. 562 So könnte sich eine gewisse Feinstofflich- schen Hylekonzeption siehe Schwyzer. 5 5 9 Damit thematisiert Piaton den für seine 3. 196.]. 5. 561 Stellenangabe bei Varessis.99. Siehe Waschkies. „daß es sich [bei der Charakterisierung des κενόν als μανόν] um nachplatonische Versuche handelt. 560 Dazu läßt sich ein weiterer Vorstellungsstrang rekonstruieren. Das Unbestimmbare 1 6 1 . Art mit der Hyle des Aristoteles identifizieren konnte. warum Plotin in Piatons Chora eine plastische Masse sah.. μήτηρ. daß nur eine der von Aristoteles vorgenommenen Gleichsetzungen. Das Unbestimmbare 1 5 2 . 558 Gleich zu Beginn seiner Einfuhrung dieser „dritten A r t " bezeichnet Piaton sie als πάσης [. Wiederholt benutzt er dabei den Begriff δέχεσθαι.. Chorology 1 3 1 . um die Funktion seiner „dritten A r t " im Kontext der Weltentstehung zu beschreiben. in das unter dem Aspekt des Räumlichen traditionell mit der Chora in Verbindung gebrachte K e n o n auch noch den stofflichen Aspekt der Chora hineinzudeuten.i 5 nennt Aristoteles Piatons Chora το πανδεχες und nimmt damit direkt eine Formulierung aus T i m . der allerdings für wahrscheinlich hält. der die aristotelische Interpretation kritisch analysiert und zeigt. Bereits gezeigt wurde. also etwas LoseLockeres.. nämlich diejenige. der zeigt. 985 b7 es sei μανόν. Diese wiederum wird. aus Piatons Text abgeleitet werden darf. die μεταληπτικόν und χώρα gleichsetzt. 50 C2-3. 51 a7 aussiehe Sallis.". Sallis wählt die Wendung „matrix" (Chorology 108). 558 Waschkies.1 6 4 . und Sallis. so daß die zweifache Verwendung desselben Wortes in II.128. 36 auf den Timaios hinweisen dürfte. aber im Gegensatz zu Aristoteles glaubt er an die Richtigkeit dieser Gleichsetzung" (Schwyzer. vgl. Art wesentlichen Aspekt der Strukturierbarkeit.
Diese Äquivalenz berechtigt zu der Annahme. In der Schrift VI. 2. die sich auf platonische und aristotelisch-atomistische Spekulationen zurückfuhren läßt.1 1 4 mit weiterer Literatur in Anm. verstanden als strukturierbares Dunkel. entspricht die Materie damit dem Prinzip. in VI. w i e es in Hs. 8. um ihre Wirkung entfalten zu können.128. 567 So ist meiner Ansicht nach ενέργεια αύτης κατ' ούσίαν ενεργούσης οί λόγοι in V I . o.. Essence 1 1 0 . Enneaden 226—227 und Corrigan.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 5 . zu VI.1—15 legt er dar. 7 τό δέ κενόν τό μή δν statt κενόν τε και μανόν. B . 567 Allerdings Textkonstitution dieser Zeile umstritten: So liest Jaeger in Z . s. in dem das Licht als umfassend und strukturierend wirkende Kraft eben seine Wirkung entfalten kann.1). 1 2 die Seele umschreibt. 1 0 . ihre Binnenstruktur gleichfalls als kraftartig anzusehen. der von Plotin als δύναμις π δ σ α bezeichnet wird. Abschnitt II. daß die Seele eine Ganzheit ist. u. 24 a u f S . 7. 125 von Corrigans Aufsatz. 2 . 5. die diesem Wirken entgegenstehen.2. 6-9. In ihrer grundsätzlichen Strukturierbarkeit. 13 z u verstehen. Tornau. 1 3 . 7 . ähnlich dem als Ganzheit von Kräften strukturierten Nous. 2 4 . zumal die Logoi in Z . Denn bereits hinsichtlich des Wirkens des Einen wurde festgestellt. 564 Z u dem vielschichtigen Begriff „ λ ό γ ο ς " bei Plotin verweise ich auf Schubert. Nach der Analyse der Funktion und Stellung dieses aufnehmenden Prinzips werde ich mich nun dem Logos als dem wirkenden Aspekt dieses W i r kungsverhältnisses in seinem Zusammenhang mit der Lichtmetaphysik sowie den Eigenschaften der Materie zuwenden. 565 gibt er einen Hinweis darauf. das Licht oder die als lichtartige Kräfte vorgestellten Logoi der Seele. und W i r - Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 2. eine Kräfteganzheit sei. 2. 563 Außerdem kann diese Feinstofflichkeit auch die Eigenschaft der Materie als Flüssigkeit gut veranschaulichen. Stattdessen empfängt sie. 566 Die Logoi stellen dann die Entfaltung dieser Kraftaspekte nach außen hin dar. Ε überliefert ist. 566 Für die Annahme. daß die Seele aufgrund der Vielheit der in ihr aufgehobenen Formkräfte ein Vielheit-Eins sei (πλήθος εν. s. Pronoia 48 ff. daß jede lichthaft verstandene Kraft. spricht auch eine Wendung w i e κεφάλαιον των λ ό γ ω ν .1 4 das sind. 9. 564 Wenn Plotin die Weltseele All-Formkraft (λόγον πάντα ζ.5 zu V.2 7 .99. z . Β. 5.1 8 u.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 187 keit auch für die Hyle erschließen lassen. V I . 1. έξ ων εις αλλα ποιεί. die deren Plastizität und Strukturierbarkeit leichter vorstellen läßt und die überdies mit der platonischen E k mageionvorstellung verbunden werden kann. 1 0 ) . daß sie also. mit der Plotin in VI. 565 Die Charakterisierung der Weltseele als πας λόγος parallelisiert ihre Binnenstruktur mit der des Nous. 28—31. welcher Aspekt der Seele auf die Materie wirkt.o. Abschnitt II. Im Falle der Einzelseele und ihrer Logoi ist dies die Materie in ihrer seit Piaton festgelegten Funktion als υποδοχή.1. 5. 563 Allerdings nimmt die Materie bei Plotin nicht die των όντων μιμήματα wie die χώρα in Piatons Timaios auf. eines Aufnehmenden bedarf (s. 2. die verschiedene Aspekte in sich zu einer Einheit zusammenfügt. 1 0 ) nennt. 7.
15—18. a. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. die. Enneaden 227. Form 28—31 und Wagner.128. an der ontologische Verhältnisse wenn nicht entwickelt so doch zumindest veranschaulicht werden können. Der Wandel in der Plastizität der Materie. die Plotin von Piaton übernimmt. U. außerdem unten Abschnitt II. auf der Plotin die erwähnte Analogie von Materie und Spiegel aufbauen kann. daß die Spiegelmetapher. O ' Brien.2. Diese AfFektionslosigkeit der Materie begründet also die Ubereinstimmung. Des weiteren u. daß der Spiegel nichts von dem bewahre. ζ. und daß er keiner Affektion unterliegt.99. siehe auch Tornau.1 zu I. ist Plotins Vergleich der Materie mit einem Spiegel. Ergänzend ist hinzuzufügen. 570 Auch in diesem Fall bietet das Lichtmodell eine Vorlage. 570 M a n kann darin eine zusätzlich am Lichtmodell abgelesene AfFektionslosigkeit erkennen. Wenn Plotin die Spiegelmetapher anführt. Alexander bezeichnet in der Mantissa 144. u. der betont.3. dem Aufnehmen des Lichtes. auch gebraucht werden kann. Matter and evil 180. Heinemann sieht in ihr jedoch eher ein Element. um den untersten Abschnitt der platonischen Ontologie darzustellen. 569 Im peripatetischen Lichtmodell entdeckt man ebenfalls Parallelen zu diesem Merkmal der Materie. was unter der Einwirkung des primären Lichtes zum irdischen Licht wird. 1 4 . B . auch Deck hebt die UnafFizierbarkeit der Materie hervor und stellt die Beziehung zur Spiegelmetaphorik her (Nature 75—76). daß eine Funktion der Spiegelmetapher darin liegt. Schroeder. 9. entspricht auf dieser Stufe kein wesenhaftes Sich-Verändern. geht kungen auf anderes können nur ένέργειαι έκ της ουσίας sein. daß das Transparente. In der Mantissa 145. In 1 4 4 .13—16 sagt Alexander. selbst völlig unverändert bleibt.188 Wehzusammenhang als Kraftkontinuum weist dieses Wirken eine Besonderheit auf: die Kraftentfaltungen der Seele wirken zwar auf die Materie. die in Konkurrenz zu ihrer Aufnahmefähigkeit und Strukturierbarkeit tritt.2. das den Zusammenhalt der Ontologie Plotins sichert.Abschnitt II. was auf ihm erscheint. z . s. die Erhellung des Dunkels ist lediglich vorübergehend und läßt die Materie als solche unverändert.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .1. aber doch nicht so. 558 Ausdruck dieser grundlegenden UnafFizierbarkeit der Materie. 1. 569 Z u r Spiegelmetapher und ihrer Interpretation siehe Heinemanns Aufsatz zur Funktion des Spiegels in Plotins Metaphysik. wobei allerdings zu beachten ist.7 3 ) . 3—4 das der Möglichkeit nach Transparente als Hyle des Lichtes und damit als das. 568 Vgl. Analog dazu findet an der Materie eine Einwirkung statt. die Luft. zu III. 8. daß diese wesentlich verändert würde.1 9 ) . 3 1 und 34—35 betont er zusätzlich. solange Licht auf ihn fällt. trotz dieser Affektion durch das primäre Licht nichts erleidet. daß Plotin das peripatetische Modell einer Modifikation unterzieht (s. auch wenn sich verschiedene Gegenstände an ihm abspiegeln. die UnafFizierbarkeit der Materie auszudrücken (Metaphern 7 1 . B . ihren ontologischen Grund in der Funktion der Materie besitzt. der. aufbauend auf Piatons Liniengleichnis. w i e Matter zeigt (Einfluss 208). die diese nicht wesenhaft affiziert oder verändert.3. 6. 7— 1 1 u. denn dem Aufnehmen der Wirkkraft.
A r c h i t e c - ture 83. denn j e n e s [d. Dabei gehe ich von folgender Überlegung aus: Da die sichtbare Welt bezüglich der ontologischen Vollkommenheit für Plotin grundsätzlich eine weniger wertvolle Stufe darstellt. D a b e i deutet er das Prinzip der Ellampsis als A u s d r u c k des Energeiai-Schemas (173). nicht fassen. 14. Mittleres u n d Äußerstes. 8.Der Zusammenhang des plotittischen Systems 189 es ihm daher keineswegs darum zu zeigen. die Materie] verträgt sich nicht mit [der Seele]. daß an oder in der Materie extrem exakte Abbilder intelligibler Einwirkungen entstehen.ού γ α ρ ανέχεται αυτήν εκείνο καίτοι π α ρ ο ϋ σ α ν . o b die Seele die Materie bei Plotin aus sich h e r v o r g e h e n läßt o d e r nicht und w i e dieser V o r g a n g bei Plotin zu verstehen und zu b e w e r t e n sei.h. stellt [die H y l e ] F o r d e r u n g e n an [die Seele] u n d fällt ihr zur Last u n d will in ihr Inneres eindringen. taucht dieser Gegenaspekt in Verbindung mit lichtmetaphysischen Wendungen auf: Δυνάμεις δε ψυ^ης ττολλαϊ καϊ άρχήν και μέσα και έσχατα ψυχή εχει· υλη δε π α ρ ο ύ σ α π ρ ο σ α ι τ ε ϊ καϊ ο ι ο ν και ενοχλεί και εις το ε ΐ σ ω παρελθεϊν θέλει· (πας) δε (ό χ ώ ρ ο ς ιερός) κα'ι ουδέν έστιν δ αμοιρόν έστι ψυχής. muß es in der Materie eine Art Gegenaspekt geben. wodurch Plotins Erweiterung bzw. [Die Materie] w i r d also erleuchtet. A r m s t r o n g . 573 Z u r B e d e u t u n g v o n ανέχομαι als „sich vertragen" siehe LSJ 136 s. 34-43. w o v o n sie erleuchtet w i r d . Sobald die H y l e anwesend ist. 5 7 3 m a g diese auch [der Materie] anwesend sein. konzentriert sich aber auf das P r o b l e m . i n d e m sie sich selbst unterwirft. Diese exemplifiziert sich an Plotins Einstellung g e g e n ü b e r d e m Körper. Έ λ λ ά μ π ε τ α ι ουν υ π ο β ά λ λ ο υ σ α έαυτήν κ α ϊ άφ 1 ού μεν έλλάμπεται ού δύναται λαβείν. Plotinus on b o d y and soul 92—93. u n d eine Seele besitzt einen U r s p r u n g . 572 in dem Plotin die Thematik der Schwäche der Seele vor dem Hintergrund der Frage nach dem Ursprung des Bösen zu beantworten versucht. was der Seele unteilhaftig ist. B . D a z u Miles.128. 572 C o r r i g a n analysiert diesen Abschnitt ebenfalls (Generation 172—175). Diesen Gegenaspekt in seiner kontextuellen Verortung gilt es im Rahmen der Lichtmetaphysik zu erörtern. Kräfte aber der Seele sind viele. allerdings o h n e dies explizit zu erwähnen.99. sondern es geht ihm um die wesentliche Unaffizierbarkeit der Materie. w e i l [die Materie die Seele] a u f g r u n d der [eigenen] V e r - 571 Z u r ambivalenten H a l t u n g Plotins g e g e n ü b e r der Welt siehe ζ. Diese „Eigenschaft" der Materie erfährt darüber hinaus im Zusammenhang mit der Lichtmetaphysik eine stärkere Wendung ins Aktivische. C II 2. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . u n d kann [doch] das. D e r ganze B e z i r k aber ist heilig u n d es gibt nichts. δτι μή όρφ δια κάκην. Im Text I. Abwandlung seiner Materievorstellung gegenüber dem peripatetischen Lichtmodell in den Blick kommt. v. der der potentiellen Strukturierbarkeit hindernd in den Weg tritt.571 die durch den beständigen Wechsel von Werden und Vergehen sowie eine mangelhafte Ausgestaltung geprägt wird. Τ ή ν δέ ελλαμψιν και το εκείθεν φως έσκότωσε τη μίξει καϊ ασθενές π ε π ο ί ηκε τήν γένεσιν αύτή π α ρ α σ χ ο ϋ σ α καϊ τήν αίτίαν τοΰ εις αύτήν έλθεϊν.
41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Chorology 151—152. rechtfertigt sich aus folgender Überlegung: Aus den bisherigen Untersuchungen wurde u. wie ich mit meiner Deutung der LichtFinsternis-Metaphorik festgestellt habe. werden kann. Die Wendung u m schreibt die grundsätzliche Verfügbarkeit der Materie als Wirkungsbereich der Seele. 579 Im Z u g e dieser Strategie bleibt er mit υποβάλλουσα έαυτήν580 in Ζ . In Phys. Z u r Interpretation der aristotelischen Hyle siehe Varessis.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum dorbenheit nicht sieht. Andersheit. das Plotin in seiner geringen Effektivität und Abschwächung wirksam durch eine Anspielung auf eine sophokleische 574 Mein Übersetzungsvorschlag. a. 38 terminologisch vorerst noch Aristoteles verpflichtet. 574 Vielmehr verdüsterte sie den Erleuchtungsvorgang und das von dort kommende Licht durch [die] Vermischung [mit sich]. da sie ihrerseits das Werden darbot und den Grund. Da die Materie an sich völlig strukturlos ist (αόριστος). 8. 320. Allerdings ist mit der Materie. 35 lese ich ΰλη statt des Dativs üXtj.20-36. der von HBT. der seine Hyle als ύττοκείμενον von sich an ihr abwechselnd vollziehenden Gegensätzen betrachtet. 14. daß die Struktur einer Hypostase von Plotin als Ergebnis eines Sehens. 6 . 579 Schon Buchner weist darauf hin. Va 231 dadurch abweicht. auf diese Weise weiter erläutert wird. nach HBT) 5 7 5 Die dem übersetzten Abschnitt unmittelbar vorausgehenden Zeilen 28—34 zeigen. Besonders die Zeilen 31—34 scheinen sich gegen Aristoteles zu richten. 3.7 zeigt. 34-43. 163—180. 1 . 576 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 577 Simplikios. unbeteiligt verharrt (Möglichkeitslehre 23). II. das. Zuerst möchte ich kurz auf das Wirken der Seele eingehen. siehe Matter. 7 . h. die Materie selbst] einzugehen. Damit steht Plotin jedoch vor neuen Problemen.1 9 . etwas völlig anderes und Neues im ontologischen System hervorgebracht worden. 577 Da sich im Unterschied dazu Plotins Materievorstellung hinsichtlich der AfFektionslosigkeit eng an der Piatons orientiert. Übs. daß Plotins Materie im Unterschied zur aristotelischen gegenüber jeder Form. 575 In Z. 8 . Diesem Nicht-Sehen entspricht das Nicht-(Er-)Fassen in Z . in sie [d. ersichtlich. 34—43 beschreibt. 578 muß Plotin sich schon aus diesem Grund von Aristoteles' Anschauungen abgrenzen und den aristotelischen ύττοκείμενον-Gedanken spezifisch modifizieren. bes. die auf sie trifft.99. Einfluss 208. die er in I. auf den es meiner Ansicht nach in diesem Abschnitt besonders ankommt. 576 Dabei erfährt diese Hyle nach der bei Simplikios referierten Ansicht des Alexander von Aphrodisias eine wirkliche Veränderung. 1 4 . eines Wahrnehmungsprozesses gedeutet wird bzw. 1 2 . 39 des Textes. (I. Siehe auch Sallis. wie das kausale δτι zeigt. daß Plotin seine Beschreibung des Verhältnisses zwischen Materie und Seele in der Auseinandersetzung mit Aspekten der aristotelischen Hylekonzeption entwirft.128. und sie hat es abgeschwächt. 578 Wie neben den angeführten Stellen auch III. 580 Die Konstruktion des Aktivs mit dem direktreflexiven Personalpronomen anstelle des Mediums ist ungewöhnlich und könnte den aktiven Aspekt der Materie betonen. muß ihr folglich auch jede Form der Wahrnehmung völlig fehlen. wie auch HS in der editio minor. die Materie als Subjekt des Satzes zu setzen.
die Unveränderlichkeit der Materie als aktive Schwächung der auf sie einwirkenden Kraft zu akzentuieren. 1. an sein Ende und versiegt dort gleichsam in der Finsternis. die der metaphysischen Situation bildlichen Ausdruck verleiht: πας δε ό χώρος ιερός in Ζ . 20 μακράν γάρ ώς γέροντι προύστάλης όδόν. der beim Einen seinen Ausgang nimmt. 36—37 g e ht zurück auf Sophokles. das π α ς abweichend vom Original an den Anfang des Zitates gesetzt. die zudem als Überleitung zur Zuständlichkeit der Materie diesem Bemühen gegenüber dient.2. hier liegt das Ende seines metaphysischen Weges. Die Wendung in V. 2. 36. die den Hintergrund dafür bildet. 34).2. daß χώρος als Synonym an die χώρα aus Piatons Timaios erinnert und daher leicht als der Bezirk. V. ΕΪσλάμττουσαν inV. Zusätzlich wird dieser Ort vom befragten Einwohner als άθικτος bezeichnet (V. das erste Wort der Anspielung in Z . Wie Ödipus alt und erschöpft ausruht. 54 wiederum weist zurück auf V. Abschnitt II. 582 Mit diesen Worten beginnt ein Einwohner Colons seine Antwort auf Odipus' Frage. von ούδέν έστιν. 16 der Tragödie. 581 Bereits die durch ein wörtliches Zitat markierte Anspielung auf eine Tragödie des Sophokles relativiert jedoch Relevanz und Effektivität dieser Form der Wirkung. daß sich Plotin auch in der späten Schrift I.128. 2). 54: χώρος μεν ιερός πάς δδ' έστιν.2. so gelangt auch der Kraftstrom. Die lichtmetaphorische Darstellung zeigt.Abschnitt II. In diesem Fall beschreibt ihn Antigone ihrem blinden Vater. Auf diese Weise evoziert Plotin mit seiner literarischen Anspielung eine Szenerie. an dem er sich befinde. 1. Mit der Beschreibung der M a terie und ihrer Reaktion setzt dann die Anwendung der Lichtmetaphysik ein. 37 inhaltlich aufgenommen.2 zu V.2. 39). da die Seele ungeteilt überall auf den ihr zukommenden Bezirk einwirkt oder doch zumindest einzuwirken versucht.99. 19 und die zugehörige Interpretation O. bleibt das Zitat zusätzlich in die metaphysischen Zusammenhänge eingebunden. Endlich ist Ödipus am Ende seiner Reise angelangt. Plotin hat. knüpft an das mit dem παρεΐναι der Seelenkraft wesentlich mitzudenkende Strukturmoment des πανταχού an (s. um das Strukturmoment des πανταχού hervorzuheben. 2. o. O C . 5B1 Vgl. Das Zitat ist mehrfach funktionalisiert: πας. So lassen sich Parallelen zwischen dem Verhältnis von Seele zu Materie und der Situation des greisen Königs entwickeln: Wie Odipus an das Ende seiner Reise.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . δ άμοιρόν έστι ψυχής in Ζ . er ist erschöpft und alt: ταλαίπωρ' Οιδίπους V. in dem mit χώρος δ' δδ' ιερός derselbe Ort bezeichnet wird. w o er sei und von welcher Art der Ort sei. 8 diese Form des Wirkens als ein kraftartiges und damit überräumliches Hineinwirken in die Materie hinein vorstellt. In diesem Sinne der Allanwesenheit ist der ganze Ort heilig. 582 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 191 Tragödie veranschaulicht. an dem die Seele wirkend wird. Die Seele wirkt als Einheit von Kräften (Z. zu erkennen ist. 14 und besonders V. Dadurch.
unter der Einwirkung des Lichtes des Einen im N o u s ereignet (s.. Ich werde im folgenden näher untersuchen. als unberührbarer. D i e Materie ist nicht in der Lage. 41) lichtmetaphysisch b e schreibt und durch das M o m e n t der aktiven Schwächung ασθενές πεττοίηκε (Ζ. N a c h dieser Vorbereitung läßt Plotin explizit wieder die Materie zum Subjekt seiner Darstellung werden.. w i e die Seele jetzt noch wirksam sein kann. Abschnitt II.] άνέχεται αυτήν (Ζ. 38 und 39) miteinander verbunden werden und die zusammen die U n vollkommenheit der Welt erklären sollen. die er nach zwei Aspekten gliedert: Z u m einen schildert er mit ού δύναται λαβείν in Ζ . entspricht das άθικτος des heiligen B e zirkes. den Plotin dann mit έσκότωσε (Ζ. 45· Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 39. zum anderen stellt er mit υποβάλλουσα έαυτήν (Ζ. 39). 583 U n d w i e der O r t . Diese Relation macht ihren aktiven Aspekt aus. daß. So verdeutlicht Plotin.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . die strukturierend wirkende Seelenkraft aufzunehmen und zu bewahren. nachhaltig Strukturen zu empfangen. das W i r k e n oder doch zumindest der Versuch des Wirkens der Seele als einer lichthaften Kraft nach dem bekannten M o d e l l erfolgen soll. 8. Dabei ist zum einen zu analysieren. dem das μή όρφ in Ζ . 39) dar. auf welche Ursachen das U n vermögen der Materie. A u ß e r d e m kann άθικτος auch die Bedeutung „unvergänglich" tragen. Diese beiden Aspekte werden durch die Odipus-Anspielung vorbereitet: D e m U n v e r m ö g e n der Materie.128. w i e sie sich ζ. was sich ebenfalls gut mit der Materie vereinbaren läßt. sie bleibt in ihrem Wesen frei von j e g licher Form oder Gestalt.1). w i e ein Band wir- 583 ασθενές πεττοίηκε Ζ . 14. entzieht sich die Materie dem Z u g r i f f der Seele. 42) verstärkt. Damit negiert Plotin in diesem Bereich die seit Piaton bestimmende Funktion des Lichtes als Kraft. 34-43. D i e Erörterung folgt also P l o tins Schema in I. an dem sich Ödipus zur Rast niedergelassen hat. die in der zweimal verwendeten passivischen W e n d u n g ελλάμπεται (Ζ. B. 40 entspricht. o. die. zum anderen. w i e bereits gezeigt. w i e die Materie der Seele gegenüber gleichsam reagiert. welche metaphysische Eigenschaft der Materie ihr dabei im Wege steht. 38) und ού [. Im Unterschied zu den anderen Hypostasen vollzieht sich in der Hyle j e d o c h keine wesentliche Strukturierung unter der Lichteinwirkung. zurückgeht. was der Materie widerfährt.Weltzusammenhang als Krafikontinuum so wird die Kraft der Seele im Gegenüber mit der M a t e n e entscheidend g e schwächt. bezeichnet wird.1. 42 und άσθενεΐν Ζ . daß die Materie zwei Aspekte in sich vereint. In den Zeilen 38—39 wird aus der Perspektive der Materie durch das ελλάμπεται beschrieben. sich im Sehen zu strukturieren. der S c h w ä c h u n g der Seelenkraft die Erschöpfung des greisen Mannes.99. v o m befragten A n w o h n e r als άθικτος (V.
hebt auch Sallis hervor (Chorology 1 5 1 . Zur aristotelischen Materie als ύποκείμενον verweise ich auf Varessis. noch das Wachs irgendwie mangelhaft wird.] Denn als . HS dagegen favorisieren in ihren addenda die Variante ελλείψεις [έκεΐνο]. liegt es nahe. Entscheidend für das Wesen der M a terie und das Einwirken der Seele auf sie ist die von Plotin als dritte Art vorgestellte Variante des παρεΐναι. [. Wie die Formulierung in III. S8S ( 7 . Das Licht gar bewirkt nicht einmal eine Veränderung der Gestalt an dem Erleuchteten. ώς αύτώ τι παρ' αύτοϋ διδόναι macht Plotin sprachlich den Bezug zu Aristoteles deutlich. die dieser Stelle möglicherweise zugrunde liegt.. 19—20 zeigt. Andersheit 176 und Anm. das folgende Kapitel der Schrift III. Τ ό δέ δή φως ουδέ σχήματος άλλοίωσιν περί τό φωτιζόμενον ποιεί.6—7 schreibt. Είδωλα γαρ καϊ τά έν τη υλρ.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 193 kend. also ein „Muster einer Teilhabe ohne AfFektion" zu finden. wie Plotin in 1 1 1 . sondern Aristoteles bestimmend ist. 164 und 165. daß die Materie erleuchtet unerleuchtet bleibt..A£Fiziert-Werden' darf man nicht das bloße Z u g e - 584 Mit έν ύποκειμένω δέ παν ουτω πάρεστι τώ ύποκειμένω. 585 H B T lesen an dieser Stelle έΛλειψις εκείνα).41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .. ένθα ούτε τι πάθος. was insgesamt gut zur peripatetischen Lichttheorie. παράδειγμα. wobei weder eine AfFektion stattfindet. ώς άλλο τι ποιήσαι τόν κηρόν είναι. der wirkenden Anwesenheit. dort auch weitere Literatur.1 5 2 ) . καϊ αϋτη έ'τι μάλλον άπαθέστερον η τά κάτοπτρα. 6. solange die Form zugegen ist. der seine Materie wiederholt als ύποκείμενον bestimmt. Εί δέ τις και τά κάτοπτρα λέγοι καϊ δλως τά διαφανή ύπό των ένορωμένων ειδώλων μηδέν πάσχειν. Die dritte Art gleicht dem Abdruck einer Form in Wachs. als machte die Form das Wachs in seinem Sein zu etwas anderem. das παρεΐναι der Seelenkraft versteht. daß es mehrere Arten des παρεΐναι. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Z u Beginn dieses Kapitels macht Plotin deutlich. um darauf aufbauend die bereits erfolgten Beschreibungen der Seelenwirkung und damit sein kraftmetaphysisches Schema zu modifizieren oder zu ergänzen. 6 . δταν παρρ τό σχήμα. wenn die Form wieder fort ist.1 1 ) [. οϋκ άνόμοιον αν τό παράδειγμα φέροι. steht auch jetzt die Auseinandersetzung mit dem aristotelischen Hylekonzept im Hintergrund. Im wesentlichen geht es hierbei um das Problem. das Sehen realisiert.99. paßt. ουτε ελλειψις έκείνω άπεληλυθότος εκείνου. Paradox formuliert könnte man davon sprechen.128.. άπαθοΰς μεταλήψεως . danach zu fragen. nach welchem Modell Plotin jetzt. 8. die zudem wesentlich mit Plotins Lichtmodell verbunden ist: το δ 1 οίον δταν τις σχήμα κηρω προσαγάγτ]. 584 Da Teilhabe nichts anderes ist als das Empfangen einer Krafteinwirkung.. wollen also athetieren. In diesem Fall ist es jedoch auch notwendig. in diesem Problemkontext. zu dem es eine Alternative zu entwickeln gilt. 6. Ich schließe mich in der Textkonstitution an dieser Stelle H B T an. 12.. ein. 19—20). zu unterscheiden gilt und daß es nicht nur ein πάρεστι τφ ύποκειμένω im peripatetischen Sinne gebe (III. Daß für diesen Aspekt der Materie Plotins nicht Piaton. 6 zur Lösung dieses Problems mit heranzuziehen.] Ού γαρ δει τό παθεϊν λέγειν τό παρεΐναι οϋδέ τό μορφήν περιθεΐναι. 8.
ist an Tim. denn Abbilder sind auch die Erscheinungen an der Materie.1 6 ) eine metaphorische Bedeutung zu. Sie betont in diesem Kontext die Oberflächlichkeit einer Veränderung. Durchsichtiges. In der Mantissa spricht Alexander dem Durchsichtigen nämlich ab. wenn in ihm Farben erscheinen bzw. das bereits Piaton im Timaios benutzte. Obs. wenn sich etwas in oder an ihm spiegelt und sich Formen als Abbilder auf oder an ihm zeigen.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .194 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum gensein eines andern bezeichnen oder das bloße Herumlegen einer Gestalt. Das erläutert Plotin am Beispiel der Luft. was es erleuchtet oder erhellt. daß Plotin mit dieser Annahme ebenfalls die Lichttheorie des Alexander von Aphrodisias rezipiert. und er so dessen Wirkungslosigkeit betont. 6. In den Zeilen 14—15 folgt dann eine erste Schlußfolgerung: Ein bloßes Anwesend-Sein im Sinne eines bloßen Umkleidens mit einer Form oder Gestalt bedeutet kein wesentliches AfRzieren. Ich vermute. 586 Plotin scheint besonders auf T i m . Plotins erstes Beispiel. daß nun passendere Beispiele folgen sollen: der Spiegel und.99. an dem. Matter and evil 1 8 8 . ώσττερ οΰν ούδ' ύπό τοϋ φωτός (De an.] διασχηματιζόμενον anzuspie- len.und Spiegelmodell näher erläutert und weitergehend gestützt. wenn sich Sichtbares an ihm zeigt oder Licht auf es wirkt: ού γαρ πάσχει τό διαφανές ύπό των ορατών. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Siehe O ' Brien.1 8 9 . daß Plotin dem Licht in diesem Kontext abspricht. 1 5 . 50 C2—3 έκμαγεϊον [. 17—18 kündigt an. daß auch die Spiegel und überhaupt die durchsichtigen K ö r per von den in ihnen erscheinenden Abbildern keinerlei Affektion erfahren. HBT) Plotin beginnt die Darstellung der für seine Hylekonzeption entscheidenden παρεΐναι-Variante mit der Rezeption eines Modells. (14-19) (III. eine Veränderung der Gestalt zu bewirken. wo es ebenfalls darum geht.. Schon die Litotes οΰκ άνόμοιον in Ζ. allgemeiner. Beides erleidet unter kraftartiger Einwirkung keine Affektion. das „Durchlichten" der höheren Hypostasen weicht auf dieser Stufe einem oberflächlichen Geflirre oder Bescheinen. 587 A u c h jetzt kommt der Präposition περί (in περιθεΐναι. U n d wenn einer noch darauf hinwiese. u m bestimmte Eigenschaften seiner Chora zu illustrieren. $0 a5~C5 orientiert. Ζ . 144» 34—35)· Plotin übernimmt diesen Gedanken. 587 Diese Behauptung wird in den Zeilen 16—19 durch einen Rückgriff auf Licht. der Spiegel nicht. auch wenn eine Form in es eingedrückt oder aus ihm herausgeglättet wird. das grundsätzlich sein eigentümliches Wesen bewahrt.9. Licht auf es wirkt. so würde er eine besonders treffende Parallele beibringen. 586 D e m korrespondiert. daß die von Piaton hier als Prägemasse (έκμαγεϊον) verstandene „dritte Art" selbst dann. mant.128. wenn sie geformt wird. keinesfalls eine wesentliche Affektion erfährt. und sie bleibt in noch höherem Grade unaffiziert als die Spiegel. die diesen N a m e n eigentlich nicht verdient. und auch das Durchsichtige nicht. 7-19. das Wachs.. eine Veränderung zu erleiden.
ώ ς α ν ούδέν π α θ ώ ν . S e i n L i c h t ist W i r k k r a f t . 1 4 4 . k e i n e V e r ä n d e r u n g zu e r f a h r e n u n d daß der W e c h s e l aus d e m Status d e m V e r m ö g e n nach i n d e n Status d e m V o l l z u g n a c h ebenfalls k e i ne V e r ä n d e r u n g m i t sich bringt. w i e die Z e i l e n IV. W i l l m a n aber das L i c h t als V e r ä n d e r u n g d e r L u f t ansehen. daß der Spiegel nichts v o n d e m b e w a h r t .Der Zusammenhang des plotinischen Systems 195 W ä h r e n d A l e x a n d e r sein sekundäres L i c h t j e d o c h als D u r c h s i c h t i g e s dem V o l l z u g nach versteht u n d so zumindest eine W a n d l u n g des D u r c h s i c h t i g e n dem Vermögen nach z u m D u r c h s i c h t i g e n dem Vollzug nach annehmen muß. 1 2 . 3 4 .99. 3 . D e an.128. d a ß i h r D u n k l e s (τό σκοτεινόν) in d e r W a n d l u n g z u e i n e m N i c h t d u n k l e n w e r d e n m ü ß t e . (IV. . 6 . 589 Siehe z. 144. m a n t . 590 D e m τ ά γ ο ΰ ν κ ά τ ο π τ ρ α κ α ί τ ο ι λεία όντα κ α ι δ ι α υ γ ή ουδέν α ΰ τ ο ϊ ς φυλάττει τ ω ν έμ- φ α ι ν ο μ έ ν ω ν in der Mantissa 145. 7 — 1 9 zur w e i t e r e n V e r d e u t l i c h u n g zusätzlich d e n S p i e g e l an.4 und 147.39· Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 13—!4 k o r r e s p o n d i e r t w o h l Plotins ο ΰ δ ύ ν α τ α ι λ α β ε ί ν 1. 6. als wäre sie gar n i c h t affiziert w o r d e n . Tatsächlich aber behält die L u f t ihre B e s c h a f f e n h e i t .3 7 . 590 D a m i t sind die b e i d e n M o m e n t e verdeutlicht. A l e x . w e n n m a n 144. 1 — 3 . an d e m sich d e m o n s t r i e r e n läßt. ΝΟν δέ ό άήρ ο ι ό ς έστι μένει. 589 g e g e n ü b e r A l e x a n d e r d a h i n g e h e n d m o d i f i z i e r t . A l e x . w o er b e h a u p t e t : δτι μόνη ή τοϋ δ ι α φ α ν ο ύ ς φ ύ σ ι ς πέφυκεν τ α υ τ ί π ά σ χ ε ι ν ! A l l e Stellen z u s a m m e n g e n o m m e n w ü r d e n d o c h d e n S c h l u ß n a h e l e g e n .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM in . λεκτέον ώ ς έχρήν α ύ τ ό ν τ ρ έ π ε σ θ α ι τ ο ν σ έ ρ α τγ) τ ρ ο π ή . das n u n h i n sichtlich des W i r k g r a d e s des π α ρ ε ΐ ν α ι v o n L i c h t u n d A b b i l d e r n i m D u r c h - 588 V g l . D e r W i d e r s p r u c h . u n d die nur in i h r e m B e z u g z u e i n a n d e r dargestellt w e r d e n k ö n nen. die z u s a m m e n die W i r k u n g s l o s i g k e i t der Seele. w a s sich an i h m zeigt. daß G e s t a l t e t . zeigt sich b e s o n d e r s eklatant. daß fur ihn die L u f t absolut unverändert bleibt: Εί δε τις τ ρ ο π ή ν Χέγοι τοϋ αέρος τό φως.5 vergleicht. u n d es zählt allein. b e g r ü n d e n . d a ß dann die L u f t in i h r e m W e s e n d u r c h diese V e r w a n d l u n g sich ä n d e r n m ü ß t e . 2 7 . durch eine selektiv v o r g e h e n d e A n p a s sung peripatetischer A n s c h a u u n g e n an sein eigenes L i c h t m o d e l l . w o A l e x a n d e r v o m D u r c h s i c h t i g e n d e m V o l l z u g n a c h sagt: υ π ό της τ ω ν χ ρ ω μ ά τ ω ν π α ρ ο υ σ ί α ς ε ι δ ο π ο ι ε ί τ α ι π ω ς .W e r d e n b e d e u t e t . mant. B . 5 . so daß er. d e n das L i c h t e n t s t e h u n g s m o d e l l A l e x a n d e r s in dieser H i n s i c h t aufweist. 1 3 — 1 6 sagt. daß das b l o ß e μορφήν περιθεΐναι o h n e W i r k u n g bleibt: G a n z w i e A l e x a n d e r in der Mantissa 1 4 5 .14. H B T ) N e b e n d e m D u r c h s i c h t i g e n f u h r t Plotin in 1 1 1 . 34—37 z e i g e n . die j a unter die K a t e g o r i e des D u r c h s i c h t i g e n fällt. das Verhältnis z w i s c h e n L i c h t u n d Luft. D e an. daß das L i c h t u n d gespiegelte A b b i l d e r das D u r c h s i c h t i g e n i c h t affizieren. A u f diese Weise gelingt es Plotin.z u . 5. 3 . . so ist z u e r w i d e r n . 6 . das die A n a l o g i e m i t der M a t e r i e u n haltbar w e r d e n ließe. Übs.8. 15.2 9 . 34—35 m i t 1 4 5 . o d e r m i t 144. και τό σ κ ο τ ε ι ν ό ν α ύ τ ο ΰ μή σκοτεινόν γ ε γ ο ν έ ν α ι ή λ λ ο ι ω μ έ ν ο ν . 5 8 8 u m g e h t P l o t i n dieses P r o b l e m . der die UnafHzierbarkeit der M a t e r i e entspricht. so v e r m a g a u c h die M a t e r i e die W i r k u n g der S e e l e n k r a f t n i c h t z u erfassen.
Die Materie ist fur Plotin aber nicht nur der dem Einen absolut entgegengesetzte Endpunkt des ontologischen Kontinuums. 594 Diese Funktion der Materie erhält ihren Ausdruck im System Plotins durch ihren aktiven 591 Auch der Spiegel fügt sich gut in Plotins ontologische Mechanismen ein. denen zufolge die Luft als Hyle bezeichnet wird 592 und sie zudem von Plotin wie die Materie als finster angesehen werden kann. wenn man bedenkt. wie die Kommentarliteratur zeigt. 1 4 . 6 . 1 7 . 3 6 . 34—43). 5. o. 8 .Weltzusammenhang als Kraftkontinuum sichtigen oder am Spiegel konkretisiert wird. Andererseits kann ihre extrem schwache Effektivität bezüglich einer wesentlichen Durchdringung der primären Materie weiterhin am Lichtmodell entwickelt und veranschaulicht werden. 7. 1 4 4 . sondern sie ist gleichzeitig das Prinzip des Bösen. der seinem Wesen nach keine Einwirkungen mehr empfangen kann.2 3 . 8 .5 593 IV. wie analog dazu das Licht keine Veränderung der Luft bewirke.99. wie Plotin sein eigenes Modell j e nach spezifischer Problemlage modular ergänzt. Allerdings ist es offenkundig. per analogiam zwei ontologische Grundannahmen widerspruchsfrei miteinander zu vereinbaren: Einerseits bleibt die Seele als lichthafte Kraft erhalten und damit in das Seinskontinuum integriert. D e an. daß die Behauptung. w i e IV. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. zu I. 5 .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . I. 592 Alex. die Seele könne eben nicht mehr wesentlich auf die Materie einwirken. die in Plotins eigenes Konzept der Materie einfließt. 44-46 zeigen. trotz der Entsprechungen beider Modelle nicht mehr ist als eben das: eine dem Z w e c k der Argumentation in ihrer Auseinandersetzung mit Aristoteles angepaßte Behauptung.128. daß Plotin die an ihm erscheinenden Abbilder ausdrücklich als ένέργειαι έκ της ουσίας des Gespiegelten begreift. 593 An dieser Funktionalisierung ausgesuchter Elemente peripatetischer Vorgängermodelle läßt sich erneut erkennen. daß die als ύττοκείμενον aufgefaßte Materie sich wesentlich unter dem Einfluß der Formkräfte verändere (s. ebenfalls die Gefahr inne. 594 Z u dieser Charakterisierung der Materie und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit ihrer Entstehung und Existenz vgl. Darin liegt die hohe A n gemessenheit dieser Beispiele begründet. 7 . Denn dieser wohnt. 3 .. gegen die aristotelische ύττοκείμενον-Vorstellung. ohne dabei jedoch in allzu auffällige Widersprüche mit seinem „Basismodul" zu geraten. Erleichtert wird diese Analogisierung von Licht — Luft und Seele — Materie durch die bereits erörterten weiteren Entsprechungen oder gar Gleichsetzungen. so wie die Luft oder der Spiegel ebenfalls unveränderlich dem Licht oder dem gespiegelten Objekt gegenüberstehen. mant. die Plotin durch die Litotes hervorhebt. 591 Er etabliert auf diese Weise die aus der platonischen Tradition vorgegebene Affektionslosigkeit der „dritten Art".
5 9 5 Versteht man w i e Plotin das Wirken der Seele auf die Materie nach d e m M o d e l l eines als Kraft klassifizierten primären Lichtes. Z u diesem Aspekt der Lichttheorie Alexanders auch unten Abschnitt III. daß das Durchsichtige der Luft mit Erde durchsetzt ist. Lichtsymbolik 24—26 hinweist. (Übs. S o w i r d i h m die L u f t zum h e m m e n d e n Widerpart des Lichtes. Z w a r läßt sich die Erdigkeit der L u f t auch schon durch einen R ü c k g r i f f auf vorsokratische 5. 1 1 .99. in d e m Licht ohne Einschränkung entstehen kann. D. das diese Grundhaltung im Religiösen widerspiegelt..5 Als ein Phänomen. 11—13). Allerdings macht die Lichttheorie des Alexander von Aphrodisias. D e n n o c h greift Plotin auch hier auf Alexanders Lichttheorie zurück. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. das einhellig überliefert ist. w a r u m Plotin den h e m m e n d e n Aspekt der Materie mit einem T r ü b e n oder Verdunkeln vergleicht u n d sogar gleichsetzt. 596 H S übernehmen in ihren addenda statt σκοτεινόν. könnte man vielleicht die Entwicklung der Finsternis im Hellenismus zu einer dem heilbringenden Licht entgegenstehenden Kraft ansehen. 3 1 . Denn es bringt ja auch jetzt nicht das Dunkle 5 9 6 der Luft das Licht hervor.5.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . verschärft Plotin den Gegensatz zwischen Licht und Finsternis dadurch weiter. auf die Bultmann. άλλά yrj συμμιγνυμενον σκοτεινόν ποιεί και ού καθαρόν δντως. die Materie w i r k t auf die Seele w i e die L u f t oder ein Spiegel auf das Licht. 6. sollte dies ebenso v o n der L u f t in ihrem Verhältnis zum Licht gelten.M o d e l l s bestimmt wurde. das auf das Durchsichtige oder auf einen Spiegel fällt oder scheint. diesen Eingriff überflüssig. sondern das mit der Erde vermischte [Dunkle der Luft] macht das Licht dunkel und läßt es nicht wahrhaft rein bleiben. 148.2 9 u. A u f diese Weise w i r d ein weiterer Punkt der Analogie erfüllt: D e n n w e n n die Materie irgendwie aktiv der Seele entgegenzustehen vermag. W i e kann die L u f t nach Plotins A n sicht in diesem speziellen Fall auf das Licht wirken? E i n e A n t w o r t d a r a u f g i b t IV. die eine Vorstellung begründen kann. w i r d leicht verständlich. mant. durch den sie die lichthafte Seelenkraft schwächt u n d verdüstert u n d damit zusätzlich die Wirkungslosigkeit der Seelenkraft. N a c h Alexander bedeutet nämlich die Vermischung mit d e m E l e m e n t Erde eine M i n d e r u n g der transparenten N a tur und damit auch ihrer generellen Möglichkeit.1 3 . primäres Licht in sich aufzunehmen und in sekundäres Licht zu wandeln (Mantissa 148. 2 7 .3 3 : Ούδέ γάρ vüv το σκοτεινόν τοΰ αέρος γεννφ τό φως. W i e die nun f o l gende Untersuchung zeigen soll. die bereits als spezifische F o r m des π α ρ ε ΐ ν α ι . 5. Plotin überträgt offenbar diesen Grundsatz im Unterschied zu A l e x a n d e r auf das Transparente der Luft. nach H B T ) In deutlichem Unterschied zu Aristoteles und Alexander v o n Aphrodisias ist Luft also für Plotin in diesem Fall nicht das absolut Durchsichtige.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 197 Aspekt. eine K o n - jektur von Kleist: vüv τό φωτεινόν. D e an.128. h. 1 4 7 . erklärt.1 zu Alex.
wenn der R a u c h das Tageslicht verfinstert. mag bei der Entwicklung dieses Aspekts ebenfalls als Leitbild gedient haben. Schon das Adjektiv εϊδοποιητικός ist auffällig. mant. Lichtlose auch für den aktiven.. Denn B e g r i f f und Gedanke der Ständigkeit sind am Seienden noch handgreiflicher als der der Bewegung. wie Plotin mit den Modellen. der die Wendung ειδοποιείται π ω ς benutzt. 597 aber auch die lebensweltliche Erfahrung von rauchiger und rußiger Luft bei einer Feuersbrunst oder einem Vulkanausbruch. daß das Finstere. Auffällig ist. S. wenn er die Analogie Licht — Luft zu höherer Hypostase — niedrigerer Hypostase im Intelligiblen funktionalisiert. 3 1 7 . für das ursprüngliche Modell wesentliche Aspekte. 2. 598 Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. daß ihm durch die Anwesenheit von Farben irgendwie Gestalt erwirkt werde. 1 4 — 1 5 steht die Materie als Ungestaltetes dem G e staltwirkenden gegenüber. die ihm vorliegen. bisher unerwähnte Eigenschaften zuspricht. wenn es die argumentative Situation erfordert. da es extrem selten vorkommt: LSJ fuhren nur eine weitere Belegstelle an und keine vor Plotin.. In 1 . und dabei auf eine zweite metaphorische Beschreibungsweise Plotins eingehen. και άνείδεον προς είδοποιητικόν [. vgl. Alexander schreibt an dieser Stelle v o m Durchsichtigen dem Vollzug nach. Außerdem wird sie zugleich als niemals beständig charakterisiert. 3 . 598 Der Begriff έστώς verweist auf das Problem der Beständigkeit. K R S Frg. und er dann der Luft. 348. bei Empedokles..6 jedenfalls deutlich. (Übs. Ich werde nun versuchen. die Metaphorik des σκότος hinsichtlich dieses hemmenden Momentes weiter aufzuschlüsseln. Er übernimmt nicht nur einzelne Momente j e nach argumentatorischer N o t wendigkeit.198 Weltzusammenhang als Krafikontinuum Modelle und eben das Lichtmodell Alexanders rechtfertigen. 1 4 5 . 28—31 dem Seienden in besonders hohem Maße zukommt: προχειρότερα γ α ρ ή της στάσεως περί τό ον έννοια και νόησις της περί την κίνησιν ούσης· τό γ α ρ (κατά ταύτα) και (ωσαύτως) και ενα Χόγον εχον έκεΐ. daß hier eine Reminiszenz von Alex. denn im Seienden liegt j a dasjenige. 4 . spielt. die mit der vorangegangenen Verwendung des Modells inkompatibel sind.] ούδαμί) έστώς.99. wenn er sie mit der Materie analogisiert. hemmenden Aspekt der Materie steht. H B T ) 597 Ζ . Dieser Argumentationsopportunismus kann im Extremfall zu Spannungen in Plotins eigenem Modell fuhren.128. wie etwa dann.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 8 . 5.5 vorliegt. so daß Plotin durch seine Benutzung dezidiert auf Alexander hinweisen könnte. völlig fallengelassen. die nach VI. B. De an. welches immer identisch und gleichartig und im Besitz einheitlicher Form ist. M a n könnte annehmen. 7. sondern es werden auch andere. Innerhalb von Plotins analogisierendem Denken macht der Abschnitt aus IV.
600 Dies läßt sich auch aus II.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 199 D e m vollständigen (ούδαμή) Fehlen der (Be-) Ständigkeit entspricht.128. N e u t r u m statt F e m i n i n u m .ö . gehe ich davon aus. D i e s e Stellen sind j e d o c h nur mit Vorsicht heranzuziehen. nicht nur von Form. 1 . die hier nicht eindeutig mit der Materie identifiziert w e r d e n kann.99. einer sich jeder Strukturierung durch Flüssigsein entziehenden Wandelbarkeit. 3. das Partizip damit auf die H y l e zu b e z i e h e n ist. 602 Bernardus Silvestris. w o b e i die Geschlechtsabweichung.N o u s bereits diskutiert wurde. u . D i e Aussage in 1.6 u n d 3 . E i n z i g in 3. die d e m B e mühen der Seele.17.601 Dessen mangelnde Effektivität hebt Plotin ergänzend dadurch hervor. das Fließende an sich betrachtet. 3 (ed. Wahrscheinlich hat Plotin mit diesem M o t i v einen A s p e k t aufgegriffen. Cosmographia 2 .2 5 . Ein weiteres anschauliches Beispiel für diese Vorstellung findet man bei einem mittelalterlichen (Neu-) Platoniker: Im zweiten B u c h seiner Cosmographia schildert Bernardus Silvestris.e der „dritten A r t " zugesprochen hat: D e m ά ν ω μ ά λ ω ς π ά ν τ η ταλαντουμένη in 52 e3~4 entspräche dann die absolute Flüssigkeit der Materie. entgegensteht. 9. 1 . daß er diese Form des ττοιεΐν (= το ττοιοΰν φυσικώς. 2 4 . u m das Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. sich aber die Grundlage der zu formenden Elemente. 3 dargelegt. 17. so als wolle diese Wasser w i e Ton zu formen versuchen. 13—14. 1 3 . 601 11. eine beharrende Form in ihr zu schaffen. H B T ) . 9. daß Plotin sie als das absolut Veränderliche. dessen Protasis von Plotin nicht uneingeschränkt akzeptiert w i r d . indem sie sich w e g e n ihrer als flüssig verstandenen Formlosigkeit allen Versuchen. D a z u paßt. sondern gerade auch von der für das Seiende typischen (Be-) Ständigkeit: Sie ist ein Mangel im Sinne eines Fließens. 3) mit der von νόησις und όράν kontrastiert. nach den R e g e l n der K o n g r u e n z erklärt w e r d e n kann.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .24—25 steht innerhalb eines K o n d i tionalsatzes. 2. beharrlich diesen B e m ü h u n g e n entzieht. 602 599 W i e o b e n zu III. daß τ α λ α ν τ α σ θ α ι auch gebraucht w e r d e n kann. Folgerichtig vergleicht Plotin das Wirken der Logoi in der Materie mit d e m einer Form oder eines Abdrucks im Wasser. daß die Materie 599 „weit ab v o m Seienden steht" (III. 5 . den Körper des Menschen zu gestalten. Daraus läßt sich folgern. s . 3. der das Hindern und Einschränken der Seelenkraft in ihrer W i r k u n g zusätzlich begründet: Finsternis bedeutet dann Fehlen von Seiendem. i . 2. II. w i e sich die Göttin Physis darum bemüht. die Materie. 600 A u f diese Weise ist ein neuer Aspekt der Skotos-Metaphorik gewonnen. 1 . den schon Piaton i m T i m . deren gestal- tende W i r k u n g bei der Entstehung des N o u s aus d e m P r o t o . 1—2 w i r d die H y l e als άεϊ ρέον bezeichnet. Bestand und Struktur zu wirken. ungestaltete Materie meint. 5—6 spricht v o n der φύσις τοΰ σ ώ μ α τ ο ς . 52 d . daß Plotin hier mit τό ε ϊ δ ω λ ο ν τό αόριστον π ά ν τ η σκοτεινόν die primäre.2 erschließen.3. D r o n k e ) . widersetzt und den „Fingern der Natur" immer wieder entgleitet. Damit ist das Einwirken der Seele auf die Materie in aller Schärfe von dem der intelligiblen Hypostasen aufeinander abgehoben und die primäre Materie in einen Kontrast zu jeder Form der intelligiblen M a terie gestellt.
sondern auch dann.v. daß Plotin die Luft als Fließende versteht und das Licht als das. z . was die unbeständige L u f t strukturierend u m faßt. daß Plotin seine Materie nicht nur hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Strukturierbarkeit. bestimmte Motive.22—27. bei aller B e t o n u n g ihrer U n k ö r p e r l i c h k e i t als irgendwie plastisch auffaßt u n d auffassen m u ß . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. B . Chorology 158. D e c k wiederum weist auf den Zusammenhang von Ellampsis und L o gos hin. und damit auch der L i c h t . 3. 5. ταλαντεύω I ι.1 Die Logoskontinuität als ελλαμψις'Ά D a bereits v o m W i r k e n der Weltseele auf den W e l t k ö r p e r gesagt w u r d e . denn die M a terie besitzt k e i n e n A n t e i l mehr am Seienden und damit fehlt es ihr an der (Be-) Ständigkeit.2. Metaphern 33-36 und D e c k . Dazu oben Abschnitt II. i n d e m er das Finstere der Luft das Licht trüben läßt. 31—33 in A n w e n d u n g eines Aspekts der peripatetischen Lichttheorie darstellt.99.2. Diese ontologische Wirkabfolge ergab sich als Ergebnis der Untersuchung des Feuervergleichs der Schrift IV. „ F o r m u n g und Belebung der Materie" auszudrücken. 604 II. 603 604 605 Z u m Phänomen der Ellampsis vgl. unterscheidet sie von mystischen Erleuchtungserlebnissen und sieht ihre Bedeutung darin.3.u n d Bestand-Verleihens realisiert. N a c h d e m damit die Materie in ihren wesentlichen A s p e k t e n dargestellt ist. das sich d e m W i r k e n der Seele widersetzt. ihren aktiven A s p e k t h e r v o r z u h e b e n .200 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum D e r aktiv h e m m e n d e Aspekt der Materie erweist sich so als ein p e r m a nentes Entgleiten. Z u r Interpretation der Twiaios-Stelle siehe Sallis. So setzt Wagner Ellampsis in Beziehung zur „Emanation". daß es sich als ein Umfassen und Z u s a m m e n h a l t e n im Sinne eines S t r u k t u r .9.2 Ende. u m so seine mit A n a l o g i e n arbeitende metaphorische A r g u m e n t a t i o n s weise plausibel erscheinen zu lassen. 6.128. die als E r g e b nis eines primären W i r k e n s auf die Materie entstehen und d e n e n sich die Seele dann in e i n e m zweiten Schritt z u w e n d e n kann. w i e und w o m i t die Seele trotz aller S c h w i e r i g k e i t e n a u f sie und die K ö r p e r e i n z u w i r k e n versucht. ist zu vermuten.5. Wagner. m ö c h t e ich i m f o l g e n d e n untersuchen. daß sich die primäre W i r k u n g der Seele a u f die „ r o h e " . Nature 65—66. A l l e diese M o m e n t e verschmelzen zu e i n e m Vorstellungskomplex. 603 D i e s e Ü b e r l e g u n g e n sprechen ebenfalls dafür. die die W i r k u n g der Seele auf den Körper beschreiben. dessen K o h ä r e n z dadurch stabilisiert wird. Plotin veranschaulicht diesen Sachverhalt lichtmetaphy- sisch. allerdings sollen sie jetzt in den Kontext der Ελλαμψις-Kontinuität eingebettet und an die grundlegenden „Eigenschaften" der Materie zurückgebunden werden. w i e er es in IV. völlig unstrukturierte Materie auf eine ähnliche Weise verstehen läßt.und Herfluten des Meerwassers zu beschreiben. Abschnitt II. erneut aufzugreifen und zu wiederholen.und der mit ihr v e r b u n d e H i n . w e n n es i h m d a r u m geht. siehe LSJ s.2. s. Es kann leider nicht ausbleiben.2.o.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .
[.128. ein andere aber ist aus ihr heraus a u f anderes [gerichtet]. Zur Beantwortung dieser Fragen gehe ich von IV. και τοιαύτην ζ ω ή ν . 31—32 und 35—41 aus. Kraft. [ .Der Zusammenhang des plotinischen Systems 201 nen Kraftmetaphysik eine ähnliche argumentatorische Funktion zukommt.3 zu IV. ] ψυχής δε το μεν έν αυτί] το δέ έξ αυτής εις α λ λ ο . δ σ ο ν δ ί δ ω σ ι τω σ ώ μ α τ ι . . was nicht aus sich selbst heraus lebt. h. auf die Materie wirkt. 3 5 . w i e auch das auf anderes gerichtete in derselben Weise [wach] ist. und danach werde ich erläutern.. ε ΐ δ ω λ ο ν ου έχει και γ ά ρ και ε ΐ δ ω λ ο ν ζ ω ή ς . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Innerhalb dieses Rahmens werde ich zuerst zeigen.4 1 . 3. s o w o h l das in ihr. ihrer Formkraft.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . und sie [verleiht] e b e n solch ein L e b e n . Wirken. all das. der in 1 . A l s o w i r k t sie. Was w ü r d e denn [anderes] v o n der Seele her entstehen als das. daß die Seele mittels des Logos.99..denn sie verleiht auch ein A b b i l d des Lebens..606 die die Seele besitzt? (29-30) [. Ü b s . δ σ α μή ζ ή π α ρ ' αυτών. daß das andere lebt. daß Plotin mit dem platonischen Dynamisbegnff argumentiert. g e m ä ß d e m sie selbst lebt.και μορφάς σ ω μ ά τ ω ν . worin diese Wirkung besteht und wie sich diese Ergebnisse in ihrem Bezug zur Lichtmetaphysik im bisher vorgestellten Gesamtbild verstehen lassen. Ζ ώ σ α ουν έν λ ό γ ω λ ό γ ο ν δ ί δ ω σ ι τ ω σ ώ μ α τ ι . καθ' ήν αύτη ζή. (IV. er bezeichnet das O b j e k t .. um das Wirken 606 D e n G e n i t i v in der F o r m u l i e r u n g ύ ν την δύναμιν verstehe ich nach d e m Vorbild δ ύ - ναμις π ά ν τ ω ν als Genitivus objectivus. Zusätzlich zeigt die rhetorische Frage. die W i r k k r a f t richtet. a u f das sich ein W i r k e n K ö n n e n richtet. 607 Aufbauend auf diesem Dynamisverständnis wendet Plotin in den eben zitierten Zeilen sein Energeiai-Schema an. und ποιεΐν. 3.] Eine W i r k k r a f t der Seele n u n liegt in ihr selbst. 607 D a z u vgl.2 7 . dessen spezifische Besonderheit in der Verknüpfung von Dynamis. gibt sie d e m K ö r p e r Formkraft als ein A b b i l d dessen. o b e n Abschnitt II. liegt. deren Formkräfte sie besitzt. 34—43 als W i r k b e r e i c h einer als D y n a m i s charakterisierten Seele oder eines Seelenaspektes v e r standen wird. nach welchem ontologischen Schema Plotin diesen Vorgang versteht. nach H B T ) Die Junktur ων την δύναμιν είς τό ποιεΐν in den Zeilen 29—30 spricht dafür. Ferner ist zu fragen.] Ψυχής δε έργον και τό έν αυτή έ γ ρ η γ ο ρ ό ς τι και το εις α λ λ ο ω σ α ύ τ ω ς . 8 . 2 2 . denn Plotin thematisiert hier den wirkenden Aspekt der Seele: Τ ί γ α ρ έδει γ ί ν ε σ θ α ι π α ρ ά ψυχής. w o r a u f sich. 3 .] D a s W i r k e n (έργον) der Seele ist ein waches. was sie besitzt . η ω ν την δύναμιν εις το π ο ι ε ΐ ν έχει. hinsichtlich ihrer W i r k u n g . daß Plotin von Piaton ebenfalls die Vorstellung eines der jeweiligen Dynamis entsprechenden Wirkungsbezirkes übernimmt. Z u m B e g r i f f χ ώ ρ ο ς . (31-32) [. d. Ζ ή ν ουν και τά α λ λ α ποιεί. i o . 10.. siehe o b e n i m selben Abschnitt. 29—30. D a sie also in der Formkraft (λόγος) lebt.. 1 4 . 9 . .2. ω ν τους λ ό γ ο υ ς έχει. in d e m U m f a n g . in d e m sie [es] d e m K ö r p e r gibt — u n d sie [wirkt] auch Gestalten v o n [den] K ö r p e r n .
6 1 0 nachdem dies in einem ersten Schritt von ihr hervorgebracht wurde. 3 1 — 3 d a s fiir die ενέργεια έκ της ουσίας steht. Architecture 83-93. Die R e d e ist lediglich davon. ebenfalls nach d e m Energeiai-Schema erklären.2 7 g e - zeigt.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 202 der Seele auf die Materie selbst zu erklären.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .. daß es der Logos als ενέργεια έκ της ουσίας ist.128. bezeichnet. daß sich der Logos der Seele auf die primäre Materie richtet. der gemäß sich das W i r k e n auf anderes für Plotin allein in dieser F o r m vollzieht.2. D e r Logos ist natürlich als zweite Stufe dieser E n t w i c k l u n g v o n der Materie als ένέργεια έκ της ούσίας der Seele zu unterscheiden. 35_3<5· 610 V g l . A u c h Schubert lehnt die B e z e i c h n u n g des Logos als vierte Hypostase ab (Pronoia 45). w o b e i er S. 2 2 . daß er als Leben der bereits strukturierten Materie. zuteil werde. der sogar soweit geht. A r m s t r o n g . ε'ίδωλον ist aber.] εις α λ λ ο . sondern auch der sprachliche Ausdruck ε'ίδωλον. w i e schon wiederholt erwähnt. w e n d e t sich D e c k .und Ahnlichkeitsverhältnis zur wesentlichen Energeia. mit dem sie auf das ihr Nachfolgende wirkt. die das Wesen der Seele ist. 612 608 Sprachlichen A u s d r u c k erhält das Schema durch das τό μεν έν αύτη in Ζ . Ζ . 612 Siehe C o r r i g a n . die er mit e i n e m Einheit. w i e das τά α λ λ α ποιεί in Ζ . der ihn eher als allgemeine Vermittlung der A n w e s e n h e i t des Geistes in allem N a c h f o l g e n d e n ansieht (Nature 56-59). 37 zeigt. und die Seele. W i e d e r kann m a n das ontologische Prinzip der zweistufigen ενέργεια έκ της ο ύ σ ί α ς erkennen. D a ß es sich bei dem auf anderes Gerichteten (τό εις αλλο) u m die ενέργεια έκ της ουσίας der Seele handelt. d e n Logos als eine vierte H y - postase aufzufassen u n d diese K o n z e p t i o n a u f stoische Einflüsse (λόγοι σπερματικοί) z u r ü c k fuhren m ö c h t e . also den Körpern. mit dem Plotin die nach außen gerichtete Energeia in ihrem Abhängigkeits.3 zu IV. der Logos sei eine eigenständige vierte Hypostase. daß der Logos als die nach außen gerichtete Wirkkraft den Aspekt der Seele bezeichnet. 31 fur die ενέρ- γεια της ουσίας u n d τό δέ έξ αυτής εις α λ λ ο in Ζ . 3 . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. ihrem Ursprung. w i e oben in Abschnitt II. 9 . Das w i e d e r u m bedeutet. Generation 1 6 7 . 92 die L o g o i als „ E m a n a t i o n e n der Einzelseelen" beschreibt und diese w i e d e r u m als E m a n a t i o n e n v o n L o g o i i m N o u s begreift. legt nicht nur die ontologische Gesetzmäßigkeit nahe.1 6 8 und 168 A n m .. 611 D i e Entstehung der Materie läßt sich. der Begriff. 39 charakterisiert wird. deren ontologischer Status v o n dem der Materie an sich zu unterscheiden ist. Aus dem besprochenen Abschnitt geht j e d o c h nicht hervor.99. mit d e m die W i r k u n g der Seele in Z . 608 In den Zeilen 35—41 wird dieses Schema aufgegriffen 6 0 9 und die nach außen gerichtete Energeia der Seele näher beschrieben. tatsächlich auf anderes wirkt. durch den die Seele wirkt. 6 1 1 Damit ist zugleich die ontologische Basis für die Verwendung der Lichtmetaphysik gelegt. Vorerst bleibt festzuhalten.u n d G e staltstiften gleichsetzt (Nature 60-61). G e g e n die Ansicht. D a m i t weist er bereits auf die Logos-Ellampsiskontinuität hin. D i e als Leben auf den K ö r p e r wirkende Formkraft ist also Abbild der Formkraft. 5. 609 M i t τό έν αύτη u n d τό [.
handelt es sich bei ώς κύκλος um eine Glosse. 7 legt allerdings die Vorstellung eines direkten E i n w i r k e n s der Seele mittels ihrer L o g o i auf die primäre Materie nahe: Ού γαρ δ τι σύνθετον. die HS in ihren addenda tilgen möchten. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 6 1 3 D e n ontologischen V o r g a b e n entsprechend v e r m a g der in dieser F o r m in das S y s t e m Plotins eingegliederte L o g o s ebenfalls nur ä u ßerst u n v o l l k o m m e n auf die Materie Einfluß zu n e h m e n . 2-6. καϊ το ποιοϋν φυσικώς ού νόησις ούδέ δρασις. „[. ε'ίπερ λόγος προσελθών τή u\r| σώμα ποιεί. 7. nach H B T ) A u c h w e n n Plotin die Aussage. οιον τύπον καϊ σχήμα έν υδατι. [einen] Körper wirkt. daß die F o r m k r a f t auf die M a t e r i e w i r k e u n d so K ö r p e r hervorbringe. die [die Materie] formt.. leicht geändert) Diese mangelhafte primäre D u r c h d r i n g u n g der Materie durch die F o r m k r a f t der Seele bedingt. die nicht weiß. άλλ' ούδέ άπλοΰν αν εΐη σώμα εν τοις ουσιν άνευ ψυχής οί/σης εν τω παντί.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . w i r d d o c h durch den weiteren Verlauf der A r g u m e n t a t i o n erkennbar..E n t z i e h e n . auch kein einfacher Körper dürfte wohl in den Seienden sein. HBT.B. 3 . wie eine Prägung oder eine Gestalt im Wasser. einen Kreis 615 . 22-25. 614 In ihren addenda übernehmen HS τρεπτική statt προτρεπτική.j e d e r . was zusammengesetzt ist. 2. 7. und zwar ist sie als das wesenhaft Wirkende nicht noetische Wahrnehmung und auch nicht [vollständig realisiertes] Sehen. Soul and intellect 83-84. die an die Materie herantritt. siehe Blumenthal. άλλα δύναμις τρεπτική τής υλης. ούδαμόθεν δ1 αν προσέλθοι λόγος η παρά ψυχής. wenn die Seele nicht im All ist. in einen Konditionalsatz stellt. Denn nicht nur nichts. daß Materie als Körper erst in einer zweiten Stufe die Seeleneinwirkung erfahre. 23-24.128. ebenfalls aufweisen: 613 Der gleiche Inhalt findet sich in IV. z. sondern eine in der Materie eine Veränderung wirkende 614 Dynamis. nein. Übs. vielmehr würde ein Körper überhaupt gar nicht zur Existenz gelangen. daß damit seine eigene Position dargestellt ist. 3. wenn denn tatsächlich die Formkraft." Zur Thematik. Denn die Formkraft wirkt in der Materie. ουκ εΐδυΐα άλλά δρώσα μόνον. sondern alles würde in der bloßen Materie stecken bleiben.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 203 E i n e Stelle aus der frühen Schrift IV. 615 Ggf.99. (II. da diese ihn a u f g r u n d ihres aktiven negativen Aspekts in seiner E n t f a l t u n g h e m m t : Ό γαρ λόγος έν υλί] ποιεί. das Fließen als S i c h . 1 7 . (IV. und eine Formkraft kann wohl von nirgendwo anders [an die Materie] herantreten als von einer Seele.]. Ich übernehme die Konjektur von HBT: κύκλον. Übs. ώσπερ κύκλος. daß die durch das W i r k e n der L o g o i hervorgebrachten K ö r p e r die wesentliche negative Eigenschaft der Materie.S t r u k t u r . wenn es keine Formkraft gibt. sondern einzig wirkt.
er sei um die Materie herum und vollende. 6 . 6 1 7 Die Analyse von IV.4.1—6). sie stellen fur die Seele gegen ihre Wirkkraft ausgerichtet ein Hindernis dar.5 .41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . Unveränderliche auf die vorbeifließende Luft.2.2 zu IV. so daß er als Umfaßter in ihr ist und auf diese Weise Gestalt und Bestand erhält. 4 . soweit sie an der Materie teilhat. 616 des άεϊ ρέοντα (I. δεύτερον κακόν. wirkt das Licht als das Beharrende. von dem er in II. 7. (I. In diese Vorstellungen fugt Plotin den Seelenlogos ein: In 1 . 4 von IV.1—6 ergab weiter. 22. Übs. sind des Lebens beraubt [und] richten einander zugrunde. [Die] von ihnen ausgehende Triebbewegung ist ohne Ordnung. der es gleichsam Gestalt und Bestand verleiht. 8.2. dürfte wohl nicht erstes Böses sein. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 5) in seiner hyletischen Begründung. 3 . καθόσον μετέχει Ολης. daß Plotin die Wirkung von Licht und Seele auf die Luft respektive den Körper als Aufgehoben.Weltzusammenhang 204 als Kraftkontinuum Σωμάτων δε φύσις. 3 . 2 2 nachdrücklich zum Ausdruck: και εστηκε μεν αύτό (vom Licht). Das herakliteische Motiv des Fließens.[sie sind] das zweite Böse. 1 0 . ermöglicht und fundiert die Verknüpfung der Lichtmetaphorik mit dem Wirken der Logoi auf die Körper. nach H B T ) Im Gegensatz zur Materie sind die Körper zwar nicht absolut gestaltlos und fließend. 3. Unbestimmten und Unbeständigen und dem Unveränderlichen und Wirkenden. Wie ich oben dargestellt habe (siehe Abschnitt II. niedrigeren Bereich einwirkt und ihn in diesem metaphorischen Sinn umfaßt.128. D e n n [die Körper] besitzen keine wahre Gestalt. 617 Dieser Kontrast kommt durch die direkte Gegenüberstellung des Lichtes und der Luft in Z . vermittels der die ontologisch höherstehende Kraft einheitgewährend und strukturierend auf den ihr zugehörigen. 22. den Körper. 616 Z u r Flußmetapher Heraklits siehe K R S 2 1 3 . 1 8 bezeichnet er das Licht als Logos.denn immer fließen sie . 3.99.oder In-Sein des Veränderlichen im Beharrenden verstand. aber doch in extrem hohem Maße ebenso unbestimmt wie unbeständig. 8 . indem er in ihr sei. 1 . Das Problem der Wirkung der Seele als unkörperlicher auf das Körperliche wird damit zugleich zum Problem der Interaktion zwischen dem fast vollständig Veränderlichen. κακόν αν οΰ πρώτον ε'ιη. τό δέ π α ραρρεϊ (von der Luft). sie fliehen das Sein .1 1 sagt.έχει μεν γ ά ρ είδος τι ουκ άληθινόν έστέρηταί τε ζωής φθείρει τε αλληλα φορά τε π α ρ ' αύτών ατακτος έμπόδιά τε ψυχής προς την αυτής ένέργειαν φεύγει τε ούσίαν άεϊ ρέοντα. 3. In dieser Terminologie geht es beim Wirken der Logoi also um das Umfassen eines kaum umfassbaren und damit kaum afHzierbaren Gegenübers. Die Natur der Körper aber. das als Kraftkausalität gedeutet wurde. Damit entspricht der Logos den bisher anhand der Lichtmodelle erarbeiteten Aspekten ontologischer Krafteinwirkung.
621 N a c h d r ü c k l i c h stellt Plotin diesen Effektivitätsverlust in III. das in diesem Kontext zwar als der Wirkung nach verstandenes Anwesend-Sein-In gedeutet werden muß.19—20 besitzt. wirken auf die Körper wie gespiegelte Abbilder eines O b jekts auf die Spiegel. w e i l sie den K ö r p e r n anwesend zu sein scheint.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 1 5 . 2 3 . D i e s e F u n k tion versucht Plotin hier d u r c h seine Lichtmetaphorik zu veranschaulichen. daß der Logos die schwächste F o r m der Kraftentfaltung darstellt. was sich dieser Einwirkung im wesentlichen entzieht. O d e r . 7. u n d L e b e n schafft. D i e f o l g e n d e Analyse bleibt a u f das M o m e n t der geringen Effektivität konzentriert. ε ί δ ω λ α 5έ αύτής δ ί δ ο υ σ α . daß sie [es] aus sich u n d e i n e m K ö r p e r wirkt. Ihre systematische Begründung erfährt diese Form des Wirkens im Wesen der Materie und dem davon wesentlich beeinflußten Verhalten der Körper. 618 gleichzeitig aber auch die Komponente der nur oberflächlichen Effektivität aus 111. 620 A n die mit π α ρ ε ΐ ν α ι τοις σ ώ μ α σ ι verbundene unstoffliche u n d überräumliche A l l a n w e - senheit der Seelenkraft i m K ö r p e r sei hier nur kurz erinnert. ώ σ π ε ρ π ρ ό σ ω π ο ν έν π ο λ λ ο ί ς κατόπτροις.8.1 8 . Ü b s .4 2 dar: B e s o n d e r s die F o r m u l i e r u n g e n in Z .128. in denen sie gespiegelt werden.Der Zusammenhang des phänischen Systems 20 S Der Logos weist den Aspekt des Umfassens auf. 6. (I. Sie bringen also eine bestenfalls oberflächliche und flüchtige Wirkung hervor. 1. in d e m die Seele als N i c h t . 20. indem er in der Materie walte (Essence 1 1 0 . in dem ebenfalls eine ontologische Hierarchie geschildert wird. sondern i n d e m sie [vielmehr] zwar verharrt. Vor diesem H i n t e r g r u n d erhält auch der Abschnitt IV. w i e ein Antlitz auf vielen Spiegeln. die zugleich ihre ένέργειαι έκ της ούσίας und damit ihre Logoi sind.99. er überbrücke die K l u f t z w i s c h e n intelligibler Wesenheit und d e m vereinzelten sinnlichen Gegenstand.6. δτι φαντάζεται τοις σ ώ μ α σ ι παρεΐνςη έ λ λ ά μ π ο υ σ α εις αύτά καΐ ζ ω α ττοιοΰσα ούκ έξ αύτης και σ ώ μ α τ ο ς . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 619 U m die gleichen Probleme der (All-) Anwesenheit und der Einwirkung auf etwas. seinen vollständigen Sinn. die der Logos zu gestalten hat. 6 2 0 i n d e m sie in sie einstrahlt. die Z e i l e n 4 0 .1 1 3 ) . 621 Damit thematisiert Plotin auch die Funktion der Materie. als Aufnehmende nur Abbildhaftes und vollständig Vergängliches in völliger Passivität „hervorbringen" zu können.F l i e ß e n d e u n d Zusammenhaltende den K ö r p e r als Fließenden u n d Z u s a m m e n g e h a l tenen umfaßt.4 2 a u f die sich daraus ergebende absolut g e r i n g f ü g i g e W i r k u n g a u f die M a terie — w e n n hier überhaupt n o c h v o n einer W i r k u n g gesprochen w e r d e n darf. Möglicherweise greift er dabei Piatons Liniengleichnis auf. 3. in der er die τταρεΐναι-Vorstellung mit der einer ελλαμψις verbindet und durch die Spiegelmetapher erweitert: η. 8 . aber [doch] A b b i l d e r v o n sich h e r gibt. allerdings nicht etwa dadurch. 1. 619 N i c h t vergessen w e r d e n darf.46—51. C o r r i g a n . geht es Plotin auch in der späten Schrift I. der den Logos als „ i m m a n e n t principle o f organization" charakterisiert und v o n i h m sagt. nach H B T ) Die Abbilder der Seele. ά λ λ α μένουσα μεν αύτη. an deren unterem Ende Spie- 618 V g l . 29-30 weisen auf die mangelnde strukturierende Kraft der L o g o i hin.
nach H B T ) Plotin scheint seine metaphysische Großstruktur der per-se-Kausalfolge im Kleineren als A b f o l g e der Verhältnisse der einzelnen L o g o i zueinander zu wiederholen. weil bereits die arabische Theologia X § 79 sie in ihrer Übersetzung voraussetzt. I i — 1 5 verbindet Plotin seine Ellampsisvorstellung mit dem M o t i v der L o g o i r e i h e und fugt so d e m lichthaften K r a f t k o n t i n u u m diesen weiteren A s p e k t der Binnendifferenzierung hinzu: και ό έν νω άνθρωπος τον προ πάντων των ανθρώπων ανθρωπον. 6. Diese Identität ist aber auch dann erreicht. daß der obere.1 1 ) entspricht: άντίληψις und εχειν bzw. Wo etwas empfangen wird. 7.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .11—15.Weltzusammenhang als Kraftkontinuum 206 gelbilder stehen ( R . 9 . 7. das durchaus dem Kontext entspricht. Auch der im Geist seiende Mensch 622 [bietet] den vor allen Menschen [ursprünglichen Menschen dar]. geistige A s p e k t der Seele den unteren.1—18 Logos. In dieser Hinsicht funktionalisiert Plotin die Ellampsis als F o r m der in sich differenzierten Kontinuität des v o m E i n e n ausgehenden Kraftstroms. offenbar auch deshalb. Siehe HBT. Έλλάμπει δ' ούτος τφ δευτέρω και ούτος τω τρίτω· έχει δέ πως πάντας ό έσχατος. Illb 488 zu 6 . 1 3 . die sich durch ihre Flüchtigkeit und U n b e stimmtheit auszeichnen (509 d i o ) . Ich folge mit meiner Ubersetzung dem Übersetzungsvorschlag Ficinos. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. ohne allerdings jene' 6 2 4 zu werden. Diese A n n a h m e läßt sich durch das E n d e des unmittelbar v o r ausgehenden Kapitels stützen: In V I . dessen Ergänzung in seiner Ubersetzung . aus demselben ergänzt. In V I .Menschen im Nus' mit dem . das andere ergänzend vom Nous gesagt.praefert . und dieser wiederum dem dritten: Der äußerste hat irgendwie alle [vorhergehenden]. sondern indem er nahe bei ihnen liegt. 634 möchte diese Konjekturen übernehmen. άλλα παρακείμενος έκείνοις. 5 . für den das Licht bereits zu B e g i n n des Gesamtabschnitts als zentrales Ausdrucksmittel ermittelt w u r d e . Übs. ού γινόμενος εκείνοι. H B T müssen für ihre Übersetzung in den Text eingreifen: ών statt τον und άνθρωπος statt ανθρωπον. i n d e m er sich selbst mit ihm als der entsprechenden F o r m k r a f t u n d b e - 622 Dieser „Mensch" ist nach VI. Trotzdem bezeichnet Plotin dieses W i r k e n n o c h als Ellampsis.99.3 1 beschreibt Plotin.den Wendungen Plotins im vorausgehenden Text ( 6 . 6. 5. die sowohl HS als auch H B T übernehmen. halte. als Einstrahlung und ordnet es so in einen allgemeinen ontologischen K o n t e x t ein. das eine von der Seele. Szlezäk. 2 9 .623 Dieser [im Nous seiende Mensch] strahlt dem zweiten ein.128. (VI. αντιληπτική. muß vorher etwas dargeboten worden sein. Nuslehre 194 Anm. 7 . also Formkraft. 5 1 0 ai—3). der das W i r k u n g s g a n z e der Seelenhypostase in ihrer BinnendifFerenzierung als Ganzheit v o n Kräften durchzieht. w o h l der Materie zugewandten. 623 624 εκείνοι ist eine Konjektur. wenn man sich mit Ficino als Prädikat „praefert". da sie „die inhaltlich geforderte Identität des .Menschen vor allen Menschen' mit geringem Aufwand" herstellen. 7 .
14. Diese Gleichsetzung begründet sich in der Auffassung des Lichtes als ebenso wirkender wie ganzheitlich einbettender Kraft. die sprachlich und thematisch durch das verknüpfende Motiv der Ellampsis legitimiert ist. entspre- 625 έλλάμψει steht seiner Bedeutung entsprechend am Ende des Satzes und wird von έλλάμπει in 6. 626 Plotin wendet hier also gleichfalls das aus IV. daß er ein derartiges ontologisches Verhältnis als Ellampsis und damit als Lichtwirkung bezeichnet. daß das Höhere strukturierend als Kraft auf das Niedrigere einwirkt. daß. Diese Interpretation soll weiterhin dadurch gestützt werden.4 1 und besonders Lloyd. 49—51 bekannte Motiv des Umfassens in einem ontologischen Sinn an: Daß das Höhere das Niedrigere umfaßt und hält. wobei Plotin diese Einstrahlung als ein haltendes Bewahren charakterisiert.Der Zusammenhang des phänischen Systems 207 züglich ihres ontologischen Status als Formkräfte vermischte.629 Deshalb wird er als παρακείμενος klar vom Vorhergehenden unterschieden. 13 polyptotisch wieder aufgenommen. 2 0 . ihr zugeordnete Bereiche gerichtet ist. Die Logoikette aus VI. bedeutet dann.99. 30. Dann aber muß die Formulierung ό έσχατος in 6. Dieses ontologische Abhängigkeits. wie dies noch unter den Formkräften der Seele der Fall ist. ebenso wie es verschiedene Stufen von Formkräften zu unterscheiden gilt. wie Plotin diese Abfolge von Logoi als hierarchisch differenzierte Abfolge von Licht versteht. so daß sich ein eigentümliches Ineinander von logischen und kraftmetaphysischen Vorstellungen ergibt. Daran wird deutlich. den Logos im höheren Aspekt der Seele und den im niederen Seelenaspekt. ist verständlich. συμμίξασα in 5. 628 ού γινόμενος εκείνοι. 629 Vgl. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 6. 626 εχει την κάτω in 5. ergibt es sich. 3 . Buchner. die auf spezifische. 627 Vgl. 627 Da dieses Miteinschließen von Plotin ebenfalls als Wirkung von Licht angesehen werden kann.und Durchdringungsverhältnis versteht Plotin zugleich als erhellende Ellampsis.128. der in seiner Verschiedenheit von den Vorhergehenden 628 gerade keine Vermischung oder Durchdringung von Materie und Formkraft mehr zuläßt. Möglichkeitslehre 3 6 . daß gezeigt wird. Anatomy 17. 625 Aus der Zusammenschau dieser Passage mit den Zeilen 11—13 aus dem folgenden Kapitel. das Verhältnis der Logoi untereinander als Einstrahlung höherer Logoi in die ontologisch niedriger stehenden anzusehen. 29. der auf die Materie wirkt.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 14 als viertes Glied den konkreten körperlichen Menschen meinen. In diesem Fall ist außerdem der Aspekt der einbettenden Ganzheit zu erkennen: Der noetische Logos umfaßt die einzelnen Seelenlogoi. wie eine Gattung verschiedene Arten in sich umfaßt und über die Arten die Individuen miteinschließt oder wie die gesamte Wissenschaft ihre einzelnen Lehrsätze in sich enthält. 7 umfaßt drei Glieder: den Logos im Nous.
In V I . 6 dadurch. 632 Zusätzlich wurden diese Spezifika anhand der Texte erörtert. Die Begriffe Χόγον in Z . 8 .1 6 stellt sich diese Abhängigkeit der niederen Logoi von den höheren und die gleichzeitige zunehmende Ausdifferenzierung als Verhältnis von Vorskizze zum detaillierten Ausformen dieser Vorskizze dar. 7. der allerdings keine weiteren Differenzierungen des Begriffs vornimmt und auch das dahinterstehende Lichtmodell nicht thematisiert. Davon zu unterscheiden ist die Wirkung der niedrigsten Formkraft auf die Materie. έξελιττομαι und Schroeder. 31 zeigt. Plotin wählt häufig den Begriff έξελιττομαι. also der Einstrahlung. sondern vergänglich wie die Vorskizze auf einer 630 In V I . die er zwar ebenfalls als Einstrahlung nach seinem Lichtmodell versteht. daß mit συνέθραυε in V I . dessen auf sich und nach innen gerichtete Kraft sich selbst eine Binnenstruktur schafft. Wie bei der inneren Entwicklung des Nous bietet sich bei der Ellampsiskontinuität das Bild einer sich ausdifFerenzierenden lichthaften Kraft. 7. 631 die von ihm aber spezifisch modifiziert wird. Dabei orientiert sich Plotin. die damit zu einem wesentlichen Moment der Binnnenstruktur des Seinskontinuums wird. 633 Siehe auch Rist.1 6 (s.2. 7.v. 7 . dessen wesentliche Eigenschaft des StrukturenSchaffens erhalten.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .128. differenziert werden müssen. 7 weisen dabei deutlich daraufhin. Zugleich ist diese Formkraft in ihrer Wirksamkeit nicht von überzeitlicher Unveränderlichkeit. zu erhalten und zu vermitteln. 8 . 1 5 . die nach dem Beispiel des Lichtes gestaltet wird. ist die Dynamis im Fall des äußersten Seelenlogos nach außen auf etwas vollkommen anderes gerichtet. daß Plotin hier seine Logoikette oder zumindest deren seelischen Abschnitt veranschaulicht. 630 Innerhalb des Bereichs von Nous und Seele wird auf diese Weise das Wirken höherer Formkräfte auf niedrigere veranschaulicht. der das Entfalten vor dem Hintergrund des Verhältnisses zwischen Urbild und Abbild erörtert.99. Strukturen zu schaffen. immer am Licht als Modell für die zugehörige ontologische Kausalität. Allgemein beschreibt Plotin mit dem Begriff ελλαμψις also das Wirken des Logos als Formkraft. 2 1 derselbe Vorgang beschrieben wird. Z u έξελιττομαι siehe S P 392 s. 5. 631 So schon Wagner (Metaphern 33). wie VI.208 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum chend verschiedene Arten der Ellampsis. 633 deren Funktion es ist. die das Wirken der Seele auf Materie und K ö r p e r und der Logoi auf denselben Bereich untersuchten. Abschnitt II. Das verdeutlicht Plotin in V I . R o a d 94. daß er das Ergebnis dieses Einwirkens betont von der darüberstehenden Logoikontinuität abhebt.3) verwendet er dafür das Bild der Vorskizze (προϋπογραφή). 1 0 und έλλάμψεις in Z . Außerdem ist anzunehmen. die präziser ausgefüllt wird. 632 Selbst in dieser abgeschwächten Form jedoch bleibt dem Logos als Kraft. 7 . Im Unterschied zum Nous aber. Dieses Einwirken ist in seiner Effektivität nämlich wesentlich eingeschränkt und in das Problemfeld der Interaktion von Unstofflichem auf Stoffliches und Unvergänglichem auf vollständig Unbeständiges eingebunden. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. um diesen Prozeß zu beschreiben. 1 2 von V I . 7. 7. o. Form 12—13. 7.
und bestandgebende Kraft. D i e ontologische Struktur aus V I . μ ά λ λ ο ν δέ σ φ α ί ρ α τοιαύτη. έπί δ ! τούτοις ά λ λος. die auf die irdischen Körper einwirken.128. η δή κομίζεται άττό της τρίτης . Έ σ τ ω δέ ρόμβος ούτος. 7. soweit j e n e sich erleuchten läßt. (IV. i n d e m es in sich verharrt u n d verbreitet sich aus sich heraus der F o r m k r a f t g e m ä ß als L i c h t strahl. Dieser [Kreis] sei ein kreiselnder R u n d k ö r p e r (ρόμβος). φ ω ς έκ φωτός· Εξωθεν δε τ ο ύ τ ω ν ούκέτι φωτός κύκλος ά λ λ ο ς .π ρ ο σ ε χ ή ς γ ά ρ αύτη . τά δ' ά λ λ α σ υ ν επιλάμπει. die also geleitet wird v o n [der dritten Sphäre] . daß sie die Position v o n etwas bezeichnet. Da bei Plotin der Gedanke des sich zugleich differenziert und kontinuierlich entwickelnden Seinsgefuges häufig als eine sich abstufende Lichtausstrahlung verstanden wird. 635 D i e Präposition έπί w i r d hier v o n Plotin so gebraucht. v i e l m e h r bedarf dieser w e g e n des Fehlens e i g e n e n Lichtes des fremden Glanzes. daß eine vorläufige Skizze a u f einem Wachstäfelchen dazu b e s t i m m t ist. als Versiegen ins D u n k e l . w i e der alte Odipus erschöpft an das Ende seines Weges g e langt. 8—16.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 209 Wachstafel. aber eben nur als ein letzter Ausläufer.2 1 . das i m Z u g e einer A u s d e h n u n g s b e w e g u n g v o n innen nach a u ß e n z u m Inneren h i n z u k o m m t . die anderen aber lassen sich in stärkerem M a ß e durch das G e f u n k e l des B e s c h i e n e n e n anziehen. die einen. 11—1$ wird in IV. v i e l m e h r eine so beschaffene Sphäre. w e n n m a n sich v o r A u - gen hält. w o sich die Kraft erschöpft. Licht aus Licht. D e n n etwas ist gleichsam ein Z e n t r u m . 634 Z w a r ist sie noch lichthafte. Ü b s . 7.d e n n sie grenzt an die dritte an —. Τ ό μεν ουν μέγα φ ω ς μένον έλλάμττει. 3 . 1 2 — 2 1 ebenfalls thematisiert und konsequent lichtmetaphysisch als Hierarchie von Licht ausgedeutet. D e r Abschnitt ist in eine Erörterung der verschiedenen W i r k u n g e n der Seelen im Weltzusammenhang eingebettet. 7. 1 2 . D i e anderen Lichter scheinen mit auf. έπϊ δε τ ο ύ τ φ κύκλος ά π ' αύτοϋ έ κ λ ά μ π ω ν . stellt Plotin in den Zeilen 12—21 den Z u s a m m e n hang zwischen diesen Seelen und den Logoi im N o u s her: "Εστι γ ά ρ τι οίον κέντρον. τά μέν μένοντα.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . και διήκει κατά λ ό γ ο ν έξ αύτοϋ α ύ γ ή . A u ß e r h a l b dieser [drei] ein weiterer Kreis.99. geht auch die Funktionalisierung der Lichtmetaphysik hinsichtlich der Verdeutlichung und Beschreibung der Logoikontinuität harmonisch aus dieser grundlegenden Vorstellung hervor. 17. Genauer gesagt handelt es sich dabei u m eine A n w e n d u n g des allgemeinen Modells auf ein spezielleres Problem. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. τά δ' ε π ι π λ έ ο ν έ π ι σ π ά τ α ι τή τοΰ έ λ λ α μ π ο μ έ ν ο υ ά γ λ α ί ^ . 1 7 . 3.ό σ ο ν εκείνη έναυγάζεται. innerhalb nicht allzu langer Z e i t w i e d e r herausgeglättet zu werden. v o m Z e n t r u m her nach außen strahlend. ά λ λ α δεόμενος ούτος οικείου φωτός άπορίςι α ύ γ ή ς αλλότριας. nicht v o n Licht. 6. also zugleich a u f i h m auflagert und v o n i h m abhängig ist. Das g r o ß e Licht also scheint auf. f o r m . nach H B T ) 634 A u c h in diesem P u n k t paßt Plotins Vergleich aus V I . U m dabei Charakter und Position der Seelen zu beschreiben. i n d e m sie verharren. abhängig v o n diesen [beiden] u n d a u f ihnen auflagernd ein weiterer [Kreis]. abhängig davon u n d u m es h e r u m (έπί) 635 ein Kreis.
der Logos der Seele hervorgeht. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 2 . 1 7 . 3. ι8 und έλλαμπομένου in Z . die als dessen in einer Ganzheit a u f g e hobene Kraftaspekte aufzufassen sind.210 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum Anders als H B T . 6 3 7 Als Indiz flir diese Interpretation führe ich die ontologische Viererstruktur an.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 3.1 5 VI. 8—16 findet. in V I . Wagner geht gleichfalls davon aus. w i e aus den Logoi des N o u s . 7 . IIb 492. daß Plotin mit dem Noetischen. folge ich seiner weiteren Zuweisung ontologischer Stufen zu Lichtsphären nicht. in denen die K o n t i nuität der Formkräfte in lichtmetaphysischer F o r m erläutert wird. 2 0 . 1 1 — 1 5 w i e auch. Schatten" ( H B T ) charakterisiert werden. ω προσήλθε ρόμβος Plotin k o m m t es in allen drei Texten nicht nur auf die Darlegung der Seinskontinuität an. und diese als „ A b bild. 7 . 1 1 — 1 5 zu verdeutlichen. Abdruck. 6 3 6 scheint mir der Abschnitt w o h l eher die Ellampsiskontinuität aus V I . der 636 Siehe H B T . 5. die hier die A b f o l g e Eines — Geist — Seele annehmen. an dieser Stelle von bereits oberflächlich gestalteter und somit körperlich strukturierter Materie auszugehen. 5. Plotin schreibt d e m intelligiblen Bereich hier eine sehr ähnliche Struktur zu (allerdings fehlt die vierte Stufe. 7 .6 . der Bereich des Körperlichen). 8. 7. führe ich κατά Χόγον in Ζ . sondern auch auf die Darstellung der zunehmenden A u s d i f f e renzierung der wirkenden Kräfte. 6 . also in zwei Texten. nach der die lichtmetaphorische Ellampsis in ihrer Kombination mit einem Sphärenmodell als Veranschaulichung des Wirkens und der Kontinuität der Formkräfte zu verstehen ist. 1 2 an. Als tragendes Funktionselement dieser Ausdifferenzierung aber hatten sich die Formkräfte erwiesen. 6—18 stützt diese Auffassung.2 1 κέντρον τφ δευτέρψ (έλλάμπει) προυπογραφή κύκλος ά π ' αύτοΰ έκλάμπων τω τρίτω (έλλάμπει) έξεργαζομένη ψυχή άλλος.128. die meine Vermutung stützen können. Als zusätzlichen Beleg für die Gleichsetzung von N o u s und M i t telpunkt fuhrt er III. 2 1 an. vgl. 7 . 637 638 D i e Wendung xrj του έλλαμπομένου άγλαίςι (IV. die sich im Fall des Textes v o n IV. da Wagner keine Binnendifferenzierung der Logoi innerhalb der Seele annimmt.99. 8 . In ihrer Kombination weisen diese Begriffe auf den Vorstellungskomplex der Logos. 6 .2 1 ) macht es wahrscheinlich. die den Text bestimmt und ihre Entsprechung sow o h l in V I . 7 . D e r Text IV. 1 . E r b e schreibt. 19 sowie έλλάμπει in Ζ .1 1 άνθρωπος έν νώ IV. Als sprachliche Hinweise. 6 . 1 7 . 2. was den Bereich v o n der Seele bis zur M a terie angeht. 6. 1 7 in der letzten F o r m als allzu große Fürsorge u m die Gestalt des Körpers 6 3 8 k o n kretisiert.und Ellampsiskontinuität und damit auf die mit ihr verbundene D i f ferenzierung der Logoi in der Seele hin. 7. nicht dem Einen beginnt (Metaphern 6 1 . 5 . wo von den ά γ λ α ί α ς σωμάτων die R e d e ist. 1 1 . 3 . D i e folgende Tabelle soll diese Entsprechungen verdeutlichen: VI. φως έκ φωτός ό έσχατος τοΰτο. Auch wenn ich mich Wagner in diesem Punkt anschließe.6 3 ) . 3 .
640 641 Plotin drückt dies in IV. μένει τε έκαστη εν και όμοΰ εν πασαι.640 Diese Entfaltungsbewegung vollzieht sich auch im bildhaften κέντρον-ρόμßog-Modell in IV.12—21: D e r räumlichen Metaphorik entsprechend wird er als außerhalb (εξωθεν. 3. 13—14: τό ταύτόν και έτερον σ ώ ζ ο υ σ α ι .99. Plotin als Interpret 103-105.1 5 oben beobachtet werden. 639 Insgesamt werden dabei die einzelnen Seelen zu Formkräften des N o u s . w e i terhin der Aspekt der Seele. IV.9 u.5.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 3.5 zu V. 3.128. der verharrt. 3. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 1 1 . 643 Besonders deutlich in den Ζ .o. 6 . 645 προσεχής in Ζ . 641 Deren Wirksamkeit bleibt j e d o c h erhalten und wird lediglich von Aspekt zu Aspekt spezifisch modifiziert und abgeschwächt. 3. stehen. a. Das zeigt insbesondere IV.. IV. 5. II—12 so aus: συναφείς [. Für diesen Aspekt steht die Präposition επί. 644 Dies konnte auch im Zusammenhang mit V I . daß die νοές jeweils dem κέντρον in IV. Volkmann-Schluck. 642 Sprachlichen Ausdruck erhält diese Sichtweise durch den Plural έπϊ δε τούτοις in IV.1. 3. 5. w o das „ Z u g l e i c h " oder „ Z u s a m m t " als wesentliches M o m e n t der inneren Struktur des N o u s erörtert wurde. 1 3 : die dritte Sphäre ist abhängig von beiden vorhergehenden. 3. Abschnitt II. 7 . 12 έπϊ δε τούτω schreibt. 6 4 2 w o m i t sie der alles durchgreifenden Kraft des Einen innerhalb einer per-se-Kausalfolge nachgestaltet wird. den Einzelnooi. 6 4 5 Damit ist die absolute ontologische Randlage der Materie b e - 639 Z u r differenzierten Binnenstruktur der Seele vgl. Damit wird diese hypostasenübergreifende Struktur der Struktur der Binnendifferenzierung des N o u s angenähert. der zweiten Lichtsphäre korrespondiert und die aus d e m verharrenden Aspekt der Seele hervorgehenden Teilformkräfte (cnr' αυτής λόγοι μερικοί.17—18) der dritten Lichtsphäre.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 211 sich gleichfalls in mehrere Teilaspekte entfaltet. V. 644 Als dafür wesentliche Analogie hatte sich das Licht bereits bei Piaton im Sonnengleichnis erwiesen.41—43. In Verbindung mit IV. 1 7 bedeutet dies. Plotin von ihr folglich in Z . 1 4 ) liegend bezeichnet.11—14). 3 . 5. 17 desselben Abschnitts nimmt diese metaphorische Ausdrucksweise auf. 643 und somit bleibt trotz aller Differenzierung die Einheit qua einbettender Ganzheit erhalten. D e r niedrigere Aspekt wird in seiner Abhängigkeit v o n den höheren klassifiziert. 17 entsprechen. die in Verbindung mit den zugehörigen noetischen Einzelaspekten. 1 7 .. A u c h das Verhältnis der einzelnen Formkräfte in der j e weiligen Hypostase z u . 3 . 3. 17. Hier funktionalisiert Plotin das im Kraftbegriff begründete allgemeine Prinzip des Alles-Zusammt. 1 7 . 3. IV. 1 7 nach den grundsätzlichen ontologischen Mechanismen. während die zweite in ihrer Differenzierung nur v o m Einzelnous abhängt. 8. u.] έκάστω.und untereinander begreift Plotin als Kraftganzheit im bereits erläuterten Sinn (siehe IV. In dieses Schema fügt sich auch der Bereich der unzulänglich strukturierten Materie ein. s. 5. D e r N o u s stellt somit als Ausgangspunkt das ontologische Z e n trum der Entfaltungsbewegung dar.
ι $ stehen fur den B e r e i c h der F i n - sternis der Materie. ausmacht. Plotin m e i n e mit diesem B e g r i f f eine geometrische Figur.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 16 die Sphäre der Materie mit e i n e m ρόμβος vergleicht. i n d e m er in Z . 651 V g l . 14 u n d οικείου φωτός άττορίςι.2 7 . Ergänzt w i r d diese lichtmetaphorische Beschreibung und Einstufung der Materie durch die ebenfalls schon bekannte Kontrastierung v o n B e w e g u n g und Verharren. v e r m u ten. o.212 Weltzusammenhang als Krafikontinuum zeichnet. in d e m die lichthafte Formkraft der Seele letztendlich versiegt. die keinen wesentlichen Bestand besitzen.3 zu IV. liegt und einen e i g e n e n Bezirk. A u c h HBT. Ζ . die unter ρόμβος einen „ R i n g " . 648 H S II 35.oder beharre. 652 D e r v o n Plotin in IV. die Plotin einfuhrt. G e n a u dieses Verharren zeichnet bei Plotin das mit d e m N o u s l o g o s zu identifizierende „ g r o ß e L i c h t " aus. 9 . v. gedacht als die A c h s e eines Kreisels. 648 scheint mir nicht haltbar zu sein. steht er d o c h in seinem Mittelpunkt 6 5 2 zugleich still. was den In V I . ρόμβος als Kreisel zu verstehen.2. 653 V g l . also etwas d e m κύκλος Ahnliches. 2 2 .128. was ontologisch über ihr steht. 6 . H ö h e r e n . 653 A u c h bei Plotin w i r k t das ontologische Z e n t r u m i m Verharren nach außen und ist. In V e r b i n d u n g mit ρόμβος legt auch diese Parallele es nahe. 3 . 646 D e m entspricht. 15 b e z e i c h n e t Plotin die Materie deshalb als παρακείμενος. χ ώ ρ ο ς . 6 4 9 erfassen meiner Ansicht nach nicht den Sinn des Vergleichs. B l u m e n b e r g . abgrenzt. 647 daß sie aber d e m Licht g e g e n ü b e r aufnahmefähig bleibt. H i e r w e r d e n nur n o c h Lichtreflexe gespiegelt. 647 ούκέτι φωτός. zugleich das. 650 Z u diesen W o r t b e d e u t u n g e n v o n ρόμβος siehe LSJ 1574 s. als das. R . daß dieser Sphäre j e d e eigene Lichthaftigkeit fehlt. A I 2 u n d II. 6 5 0 die aus d e n z w e i K o m p o n e n t e n eines r u h e n d e n Z e n t r u m s u n d einer sich b e w e g e n den äußeren Sphäre zusammengesetzt ist. 18 φως μένον. G e m e i n t ist ein Kreisel oder ein kreiselnder K ö r p e r und dessen B e w e g u n g . 17. 12 verwendete B e g r i f f κέντρον fällt bei Piaton in 436 d6. 649 H B T . Plotin greift dabei möglicherweise auf ein platonisches Vorbild zurück: 6 5 1 Im Staat 436 d4—e6 beschreibt Piaton das scheinbare Paradox des Kreisels: B e w e g t . Ästhetische und metaphorologische Schriften 3 0 8 . 3. A b schnitt II. V o n diesem M i t telpunkt sagt Piaton in 436 e i .99. daß er ver. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 7 . Ζ . s.3 1 1 . B l u m e n b e r g beschreibt die analogische Entsprechung zwischen der R o t a t i o n einer K u g e l (-Oberfläche) u m ihre A c h s e u n d des Verhältnisses des Geistes zu sich selber: Es besteht in d e m Ineinander v o n B e w e g u n g und R u h e . 3. was als 646 Verschiedenes neben d e m anderen. 436 e i μενόντων mit IV. D i e A n n a h m e v o n H S . IIb 492. die aber trotz ihrer o n t o l o g i schen D i f f e r e n z d o c h n o c h zu seinem W i r k b e r e i c h zählt. 17. die zugleich jenseits des Kraftstroms liegt u n d sich wesentlich v o n allem. da d e m Vergleich dann die argumentatorische Funktion fehlen w ü r d e .
die das Zentrum des Kreisels bildet und die darüber hinaus für das Bestehen der äußersten Sphäre wesentlich ist. wesentliche Energeia charakterisiert. 655 658 U b e r die zweite Sphäre schreibt Plotin: ά π ' αύτοϋ έκλάμττων. 18 nimmt Plotin den Begriff aus Z . denn der Begriff ρόμβος kann auch die kreisförmig wirbelnde Bewegung der Kreiseloberfläche bezeichnen. 1 7 .654 So tritt neben oder unter die sich bewegende äußere Sphäre die verharrende Achse. II. betonen die Zeilen 1 8 . 656 Mit έναυγάζεται in IV.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . ihre strukturierende Kraft weiter und wird damit zur ενέργεια της ουσίας. Höherer Seelenlogos als seine ενέργεια έκ της ουσίας: διήκει [ . Siehe LSJ 1 5 7 4 s. aus der die nach außen heraustretende zweite Energeia als Glanz hervorgeht. dem ρόμβος. aus der nun die dritte Sphäre hervorgeht. 656 Wie stark selbst dieser äußerste Ausläufer der seelischen Formkraft seinerseits noch vom Logos im Nous abhängig ist. 3. Der niedrigste Aspekt der Logoi nun teilt der materiellen Welt ihre Struktur mit. 657 Aber auch diese Energeia. 655 So fügt sich das Kreiselmodell analogisch in die Lichtmetaphysik ein: Das Licht und damit der lichthafte Logos. als großes Licht. gibt ihre erhellende Kraft. 19. 3. die zweite Sphäre.2 1 : In Zeile 18 wird die Überlegenheit des Nouslogos als μέγα φως. 1 0 .1 1 auf. ist darin der Achse und dem Mittelpunkt des Kreisels gleichzusetzen. nun seinerseits als beharrende Energeia eine weitere ένέργεια έκ της ουσίας hervorbringt. der. Ζ . hervorgebracht vom Nouslogos. ihr Analogon finden. 17 mit κομίζεται ausgedrückt.128. der in seinem Verharren Bestand verleiht. . Dieser Logos wirkt nach dem Modell einer Lichtquelle.Der Zusammenhang des plotinischen Systems 213 gesamten Kreisel in seiner Bewegung trägt. die folglich als ενέργεια έκ της ουσίας der zweiten und damit des zweiten Logos aufzufassen ist. ι8. Das unablässige Flüssig-Sein der Materie findet im Kreiselmodell in der Bewegung und damit Veränderlichkeit der äußersten Rundhülle seine Entsprechung. hervorgehoben. ] έξ αύτοϋ αυγή. 13 und verbindet anschaulich den doppelten Aspekt des zweiten Logos. . Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. Er erhellt sie. v. während die Körper und die Materie demgegenüber in ihrer Abhängigkeit und Veränderlichkeit in der herumwirbelnden Kreiseloberfläche. Plotin veranschaulicht also auch in diesem Modell die strukturierende Wirkung des Höheren auf das Niedrigere durch die Wirkung des Lichtes. dem das Energeiai-Schema zugrunde liegt.658 Dieser dritte Logos wird im Z u g e der konsequent funktionalisierten Lichtmetaphysik als „Licht aus Licht" beschrieben. Ζ .99. wie die intelligiblen Entitäten für die Existenz und oberflächliche Strukturierung der Materie in der ihr eigentümlichen Bewegung und Veränderlichkeit unabkömmlich sind. 1 7 . Er selbst wird als verharrende. 657 Der Nouslogos als ενέργεια της ουσίας: μένον έλλάμπει in Ζ . 654 Von Plotin in IV.
der Formung entzieht. nicht aber auf den Geist. 9. in IV. ΐ7 — 1 8· 662 Zugleich kann man IV. 663 Dabei übernimmt Plotin für sein Lichtmodell bestimmte Momente der peripatetischen Lichtmodelle.und Kreiselmetaphorik umfaßt IV. 662 erläutert sie im R a h m e n der Lichtmetaphysik und bettet sie über die so verdeutlichte Logoskontinuität in das Gesamtsystem ein. die für den unteren Seelenlogos steht. daß sie als eine ενέργεια έκ της ούσίας ihr Vorhandensein einem Aspekt der Seele verdankt.] έναυγάζεται. 3. daß Licht eine Dynamis ist. IV.Materie aus. 17. 18. daß sich das Strukturlose. 3 entstanden ist. 3. 11—13 lesen. 660 ούκέτι φωτός. In dieser Kombination von Licht. Ζ . Sein Lichtmodell ist modular aufgebaut: Das Grundmodul bildet die auf Piaton und Aristoteles basierende Ener- 659 Beierwaltes bezieht das „Licht aus Licht" dieser Stelle auf Geist und Seele (Plotins M e taphysik 102) und verfehlt dabei meiner Ansicht nach Plotins Absicht.17» 12—21 als Konkretisierung und Verdeutlichung der Passage II. das Licht als Kraft versteht und das auf dem EnergeiaiSchema basiert. metaphorisch als Finsternis dargestellt. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 9 nach IV. die auf einen bestimmten Wirkbereich einwirkt. die konstituierend und strukturierend wirkt und die zugleich die Möglichkeit zur Binnendifferenzierung aufweist.. 663 Prägnant in dieser Hinsicht auch II.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . 1 7 . 3. deren Adaption besonders durch Piatons Vorgabe vorbereitet und dadurch erleichtert wird. 661 δσον [. auch wenn die Schrift II. negative Aspekt der Materie und des Körperlichen auf dieser systematischen Ebene veranschaulicht. kann aber aufgrund ihrer Lichtlosigkeit und Bedürftigkeit mit der Materie identifiziert werden. 2. Plotin wendet an dieser Stelle das bekannte ontologische Differenzierungsprinzip des δεκτικόν in seiner lichtmetaphysischen Form an. Die Wirkungseffektivität auf diesen Bereich wird erwartungsgemäß eingeschränkt und von der Aufnahmekapazität der Materie und des Körpers abhängig gemacht. Ζ.214 Weltzusammenhang als Krafikontinuum Auch er wirkt noch als lichtartige.. 659 Die äußerste Sphäre wird zwar nicht mehr unmittelbar als ενέργεια εκ της ούσίας des vorhergehenden Logos bestimmt.Geist — Seele . nämlich die Tatsache. 12—21 alle wesentlichen Aspekte der Struktur der Seele. 14 und οικείου φωτός άττορίςι. zur absoluten Metapher wird. 3. A u f diese Weise kann Plotin sein eigenes Modell. daß es ihm zum universalen Erklärungsmodell. Dabei geht Beierwaltes von der R e i h u n g Eines . 660 von der ebenfalls gilt.128. 661 Damit ist der aktive. in der Art erweitern. 3 . ihrer ontologischen Position und ihres Wirkens.99.17 das Verhältnis von Formkräften per analogiam zu verdeutlichen. In diesem Kontext bleibt das Licht das funktionalste Beispiel der stofflosen. φως έκ φωτός läßt sich aber nach dem Text Plotins nur auf die dritte Sphäre beziehen. 15. denn der ist in diesem Fall μέγα φώς. überräumlichen Kraft. 19-22. formende Kraft in Abhängigkeit von einer höheren.
2 9 . Möglichkeitslehre 139. den sich Plotin nicht anders denn als Licht vorstellen konnte. die Einheit des plotinischen Systems bei aller Differenziertheit ausmacht. Das wird insbesondere daran deutlich. Das Licht verdeutlicht nicht nur als Abfolge von Lichtquellen oder Lichtsphären die hierarchische Stufung im Seinskontinuum. sondern zugleich die B i n n e n differenzierung der jeweiligen Hypostasen und die Abhängigkeitsverhältnisse der einzelnen Strukturmomente sowie der Binnenaspekte der jeweiligen H y postasen untereinander. ihre Standortbestimmung i m Verhältnis zu diesem Kraftstrom. die eigentlich außerhalb des Kontinuums steht.2. Es ist. die aber immer in die eine Kraft. daß sich . die sowohl verwendet werden kann. erweisen sich besonders folgende M o m e n t e des metaphysischen Licht-Kraftmodells als fruchtbar und relevant: 1. in das v o m Einen ausgehende Licht. u m die einzelnen H y p o - 664 665 Buchner. Dieses M o d u l kann aufgrund seiner „ A u s b a u m ö g l i c h k e i ten" durch verschiedene peripatetische Erweiterungsmodule aufgestockt und an spezifische A u f g a b e n angepaßt sowie mit anderen Modellen. die von Piaton bis Plotin im gegenseitigen Explikationsverhältnis von Licht und Kraft wurden und die meiner Ansicht nach für die mit Iamblich einsetzende E n t w i c k l u n g besondere B e d e u t u n g besitzen. Selbst die Materie.128. eingebettet bleiben. kombiniert werden. „die Klammer des Systems" 664 . b i o l o g i schen. ζ. findet als Skotos. B . die d e m religiös ausgerichteten Neuplatonismus des Iamblich und seiner „ N a c h f o l g e r " zugewendet ist. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. 2 6 . 665 Im Hinblick auf die sich nun anschließende Untersuchung. „ L i c h t " wird so zu der Darstellungsform einer metaphysischen Kontinuität.41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM . w o Plotin die Struktur seines Systems in diesem Sinn zusammenfaßt.99. trotz verschiedener ontologischer oder metaphysischer Probleme das Licht in Vergleichen und A n a l o g i e n zu funktionalisieren. Vgl.V. religiöse. 2. Diese modulare und damit hoch anpassungsfähige Auffassung v o m Licht ermöglicht es Plotin. scheint es sinnvoll. im R a h m e n der T h e u r g i e vollzogene Verrichtungen und die daraus resultierenden Phänomene zu fundieren und zu erklären.Der Zusammenhang des phänischen Systems 215 geiai-Vorstellung. als Abwesenheit von Licht. noch einmal an die Aspekte v o n Lichtund Kraftmetaphysik zu erinnern.gründend auf die Lichtmetaphysik — die Seele und die Formkräfte harmonisch in die gesamte Metaphysik Plotins einfügen. daß die neuplatonische Philosophie nun auch die Aufgabe zugewiesen bekommt. die. verstanden als Kraft. Die Positionierung der Licht-Dynamis als vermittelnde in einer triadischen Struktur. begründet in einigen w e n i g e n Strukturelementen. Geht man davon aus.
41 Download Date | 11/29/13 10:00 PM .99.128. Auch dieser Sachverhalt. als auch. auf diesen Strukturen fußend. Auch wenn dieses Vorgehen problematisch ist. erweist es sich doch als sinnvoll. aufnehmenden Prinzip. wie es ζ.2l6 Weltzusammenhang als Kraftkontinuum stasen in sich binnenzustrukturieren. Brought to you by | Syracuse University Library Authenticated | 134. B.T. 666 Diese ist dann auf einen Sachverhalt anzuwenden. der als von diesen Texten zu erklärender und in ihnen reflektierter außerhalb dieser Texte liegt. um dem Gehalt der Texte und den in ihnen verwendeten metaphysischen Modellen gerecht zu werden. 2. Zunächst sind also die grundlegenden metaphysischen Strukturen zu extrapolieren. muß seinerseits aus schriftlichen Darstellungen rekonstruiert werden. um das Wirken des Göttlichen auf das menschliche Bewußtsein und dessen kognitiven Apparat zu erläutern. z. 666 Schon dieses Vorgehen kann man als der Textgattung unangemessen werten. Das methodische Vorgehen in diesem Abschnitt ist dabei notwendig spekulativ und konstruierend: So ist zunächst aus stark mythisch-religiös geprägten Texten der Ansatz einer philosophischen Systematik zu gewinnen. Kingsley in seinem Buch Reality wiederholt betont. Auch dieses Theorem wird gebraucht. Der Zusammenhang zwischen Dynamis und dem ihr zugehörigen. die Wirkung des Göttlichen auf die stoffliche Welt zu erklären. die dann in ihrer Anwendung betrachtet werden sollen. das chaldäische Inkubationsritual als Inkubation und der mit ihm verbundene Bewußtseinszustand.
bes.1 1 8 3 s. die I a m - blich anders als Plotin für vollständig „gefallen" hält. Stäcker.1 6 . 3 Diese fundamentale Neuorientierung rechtfertigt die Einbeziehung Iamblichs in den Rahmen der vorliegenden Untersuchung. Oracles 21—46. die sich gleichsam mit verschiedenen rituellen Handlungen begnügt. siehe auch Schibli.2 6 . Grundlegend bleibt L e w y . w i e Iamblichs Integration des Religiösen im Laufe der Z e i t bewertet wurde.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . T h e u r g y 1 4 . in welchen Kontexten Iamblich den Komplex aus Licht und Kraft funktionalisiert.3 6 .III Die Fortsetzung der Licht. Shaw. Zum Begriff „Theurgie" verweise ich auf den Artikel im Hist. Eine Übersicht darüber. B d . T h e u r g i e . Hekate 7 6 . Dabei wende ich mich genauer der Frage zu. Siehe Shaw. T h e u r g y 1 3 .4 1 und Johnston. 1 0 Sp.). die er deshalb in sein philosophisches System integriert. U n t e n A b - Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der auch auf die Unterschiede zwischen T h e u r g i e und Goetie eingeht. Majercik.99. eine 1 Diese Verschiebung manifestiert sich am deutlichsten in der Stellung der Seele. 4 0 . Stellung 1 4 . und eine höhere F o r m der rein kontemplativen Vereinigung mit dem Göttlichen ein. findet sich bei Stäcker.1 7 . Seine konsequente Integration religiöser Aspekte in den Neuplatonismus markiert gegenüber seinen beiden Vorgängern eine Art Paradigmenwechsel. Die Form der Religiosität. 2 Die ontologische und epistemologische Abwertung der menschlichen Seele bedingt bei Iamblich die Notwendigkeit. 1 1 7 9 . die Iamblich dabei mit der Philosophie des Neuplatonismus verflicht. 3 4 Siehe S h a w . T h e u r g i e 4 .1 1 4 und Finamore / Dillon (edd. Stellung 1 8 .1 7 .v. Oracles 2 461—464. W o r t . Phil. Iamblichus D e anima 1 4 . den Aufstieg zur Erkenntnis durch religiöse Rituale zu sichern. Chaldäische Orakel 1 9 . Hierocles 108. wird als Theurgie bezeichnet.8 9 gehen dabei ausfuhrlich auf eine vor diesem Hintergrund mögliche Differenzierung in eine niedrigere F o r m der Theurgie.6 und Cremer. 2 Einen Überblick über diese Entwicklung bietet Stäcker. ob es zu wesentlichen Modifikationen der vorausliegenden Tradition kommt und ob sich für bestimmte Strukturen Kontinuitäten erkennen lassen.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Iamblich folgt in der Reihe der bedeutenden Neuplatoniker nach dem „Begründer" Plotin und dessen Nachfolger Porphyrios an dritter Stelle. Stellung 1 1 3 . 4 Ihr Ziel ist es. 1 der für die Entwicklung des späteren Neuplatonismus bestimmend bleibt.128.
daß die Theurgie zwar magische Praktiken einsetze. Oracles 20 gibt. den es in allen seinen Aspekten philosophisch zu stützen galt.128. So kann sich Iamblich als Vermittler der heiligen Orakellehre stilisieren und sich literarisch in eine R e i h e mit großen Weisheitslehrern wie P y thagoras. Stellung 1 6 8 .] theurgy has a specific religious or salvific end. Late Antiquity 4 . Dies gelingt durch ein initiatorisches Ritual." 5 Vgl. 8 Sprachlichen Ausdruck findet diese Selbststilisierung in Iamblichs Verwendung des Verbs παραδιδόναι. Geheimlehren S. Oracles2 445. Johnston.8 De Mysteriis gehört damit zur Gattung der sogenannten άττορίαι-και-λύσις-Literatur mit eindeutig apo- schnitt III. Theurgy pass im. Grundsätzlich übernehme ich die allgemeine Definition. theurgy emphasizes a passive attitude towards the gods [. die sich bis zu diesem Zeitraum im Rahmen des Piatonismus entwickelt hatten: asketische Entsagung von der Welt oder rituelle Integration kosmischer Zusammenhänge im Rahmen der Theurgie..]. Theurgy 4 . der nicht der Originaltitel ist. Zudem betone die Theurgie die passive Haltung des Menschen und seiner Seele gegenüber der Gottheit: "Theurgy certainly appropriates many of the techniques familiar to the magician. [. Hekate 78.1 1 .41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. daß es mir sinnvoller scheint.2l8 Die Fortsetzung der Licht. De Mysteriis6.2 zu O C Frg.. der fur die Spätantike und ihren Synkretismus aus orientalischen Einflüssen. De Mysteriis 6-7.1 5 stellt die gegensätzlichen soteriologischen Positionen heraus. diesen veränderten Bewußtseinszustand herbeizufuhren. Es entstand in einem Kontext religiöser Vielfalt und Spannung. diesem Zweck dient auch Iamblichs umfangreichstes vollständig erhaltenes Werk. 7 Z u r religiösen Vielfalt im besagten Zeitraum siehe Välantasis.] In addition. Piaton und auch den Verfassern der Chaldäischen Orakel. a. Shaw. die als Begründer der Theurgie galten. and most importantly. in dem Porphyrios einem Ägypter mit dem Namen Anebo gegenüber seine Bedenken und Zweifel hinsichtlich von Theurgie und Mantik darlegt. stellen. namely. 6 Z u m Titel. Theurgie scheint in diesem Sinne für Iamblich eine facettenreiche Art des rituell-religiösen Aufstiegs zum Göttlichen gewesen zu sein.2. das die Vermittlung und Weitergabe heiliger Lehren bezeichnet. siehe Hopfner.99. Chaldäische Orakel 1 1 und Lewy. in dem er in der Gestalt eines ägyptischen Priesters mit Namen Abammon auf einen Brief eingeht. sich ihr Ziel aber von der Magie unterscheide. siehe Cremer. but its purpose is quite different: [. Gnosis und Christentum bezeichnend ist.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Einheit mit dem Göttlichen herzustellen... 5 U. Im Verlauf dieses R i tuals können auch Techniken zum Einsatz kommen. dessen Zielpunkt eine Art schamanistischer Trance ist. die helfen sollen. Zur Begründung des rituell-technischen Charakters der Vereinigung mit dem Göttlichen durch die ontologische Abstufung der Seele siehe Stacker. Sie betont.. von verschiedenen Stufen eines einzigen Rituals zu sprechen.V und Des Places. die Majercik. die die Form einer Epiphanie des Göttlichen annehmen kann. da es mit der Reinigung und der Erlösung der Seele der Religion zugehöre.7 Iamblich gibt De Mysteriis die Form eines Antwortschreibens. the purification and salvation of the soul. Empedokles.4.. 206 versuche ich zu zeigen.1 7 2 und Shaw.
10 A n m .zum ersten Mal explizit formuliert werden.έ ν έ ρ γ Ε ΐ α . 10 Daher empfiehlt es sich. Dillon. Chaldäische Orakel 9—11. wie er selbst sie versteht.Theurgie 1 7 und 252—253. 30 und öfter. bes. B. Weiter sind stark religiös geprägte Texte. 11 Nach Dillons Rekonstruktion der verschiedenen Phasen des literarisch-philosophischen Schaffens von Iamblich gehört De Mysteriis zum Ende der ersten. Aus diesem Grunde untersuche ich im folgenden nach einer Analyse der Funktionalisierung von Licht und Kraft in den verschiedenen Bereichen des Intelligiblen den Z u s a m m e n hang dieses Lichtmodells Iamblichs mit seinen Vorstellungen von der Interaktion des Göttlichen mit der stofflichen Welt exemplarisch und unter Berücksichtigung der religiösen Praxis. gehe ich davon aus. andauerte. daß Iamblich die Hauptpunkte seines „Systems" schon zu Zeiten von De Mysteriis besaß.3 0 5 ) zuzurechnen. 10 Siehe Nasemann.δ ύ ν α μ ι ς .128. s. dem damit verknüpften Ousia-Dynamis-Energeia-Schema und einer darauf aufbauenden Beschreibung der metaphysischen Natur des Lichtes und einiger seiner zentralen Eigenschaften im Bereich des Intelligiblen. in die Erörterung einzubeziehen. bei der D e u tung dieser Schrift die Kommentarfragmente Iamblichs zu den platonischen Dialogen 11 sowie die Iamblich-Auslegungen und thematisch nahestehende Texte späterer Neuplatoniker zu berücksichtigen. systematische Überlegungen aus späteren Werken zur Analyse von De Mysteriis 12 heranzuziehen. Daher scheint es mir legitim. Seine Kommentarwerke zu Piaton sind der zweiten Periode ( 2 8 0 . 9 Diese thematische Schwerpunktsetzung zugunsten religiöser Apologetik zieht in De Mysteriis jedoch einen Mangel an philosophischer Systematisierung nach sich. in der Kommentarliteratur j e d o c h — soweit rekonstruierbar . wird wesentlich von seiner Vorstellung der Anwesenheit der Götter in der Welt bestimmt.5. Abschnitt III. Sie sind wohl seiner eigenen Lehrtätigkeit entsprungen. die unter dem Einfluß des Porphyrios stand. wird der Versuch unternommen.1 zu Myst. da in ihnen die Theurgie sowohl in theoretischer wie praktisch-ritueller Form entwickelt worden ist.99. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 9 .Die Fortsetzung der Licht. 12 Besondere Beachtung verdienen dabei die sogenannten Chaldäischen Orakel.und Kraftmetaphysik bei 219 Iamblich logetischen Tendenzen. 280 n.S c h e m a bereits in De Mysteriis Verwendung finden. Da wesentliche Punkte der Philosophie Iamblichs wie das ο ύ σ ί α . sie aber den Ansprü- chen der Literaturgattung folgend nicht explizieren mußte. ζ. der pythagoräisch-hermeti- schen Periode. Cremer hebt in seiner M o n o g r a phie insgesamt detailliert die Bedeutung der Chaldäischen Orakel für De Mysteriis hervor. Chaldäische Orakel 1. Z u r Bedeutung dieser Art von Texten für Iamblich s. diese Vorstellungen durch Überlegungen zu den Texten der Chaldäer und dem chaldäischen Initiationsritual zu stützen. 22. die bis ca. 1 . die von Iamblich und späteren Neuplatonikern als „heilige Texte" angesehen wurden und großen Einfluß auf sie besaßen. Chr.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Iamblichs Legitimation der Theurgie. Fragmenta 23—24 und 28 und Cremer. Ausgehend von einer grundlegenden Analyse des zentralen Strukturbegriffs der Geeignetheit (έτπτηδειότης). u. was einen Einblick in die Synergie zwischen abstrak9 Siehe Cremer.
das Rückschlüsse auf sein Verständnis der metaphysischen Struktur des Noetischen als Kraft erlaubt. 16—17 und Nasemann. και έκτος πάσης υλης αυτήν ποιεί μόνω τω άιδίω λόγο) συνηνωμένην· οίον. In X . Stacker und Nasemann.T.Theurgy 1 0 .99.1 4 5 . ώς εν ταΐς ένεργεί- 13 Diese Synergie läßt sich verstehen aus dem Bemühen neuplatonischer Philosophen. 6.128. 14 Z u Beginn ist jedoch ausgehend von der Intention der Schrift De Mysteriis zu fragen. Burkert. δ λέγω. um die Gunst der Götter zu wirken. das das Dunkel der M y sterien aufhellen soll". $—17 kommt er dabei zu einem Ergebnis.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Allerdings können ihre Beobachtungen sowohl hinsichtlich der allgemeinen von Iamblich verwendeten ontologischen Mechanismen.ι Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie Iamblich muß von einer Welt ausgehen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. τη α ύ τ ο γ ό ν ω και τη αύτοκινήτφ και τη άνεχούση πάντα και τη νοερφ και τη διακοσμητική τών δλων και τη προς άλήθειαν την νοητήν ά ν α γ ω γ ώ και τη αυτοτελεϊ και τη ποιητική και ταϊς αλλαις δημιουργικαΐς δυνάμεσι τοϋ θεοϋ κατ' ιδίαν συνάπτει. des systematischen Zusammenhangs dieser mit der Lichtmetaphysik und besonders deren peripatetischen Elementen als auch hinsichtlich des religiösen Hintergrundes.220 Die Fortsetzung der Licht. die z. ergänzt werden. 15 In Buch 10 von De Mysteriis zieht er ein Fazit hinsichtlich des Wirkungsgrades der T h e urgie zur Erlangung von Glückseligkeit.1. 15 Siehe Shaw. 14 Von grundlegender Bedeutung sind dabei die Arbeiten von Finamore. die die vereinzelten Kräfte der körperlich-stofflichen Welt nutzen. III. 13 Aufbauend auf diesen Ergebnissen werde ich dann die Funktion des Lichtes im R a h m e n der Photagogie und der Theorie des Seelengefährts (des δχημα) bestimmen. in seinem System als legitimiert gelten. die von einer guten und göttlichen Kraft durchwirkt wird.und Kraftmetaphysik bei Iamblich ter philosophischer Reflexion und religiöser Praxis gewährt. bes. denn erst dann können die theurgischen Rituale.2 4 .4.Antike Mysterien 7 1 und U. wie sich Theurgie von ihrem Ziel her theoretisch-philosophisch rechtfertigen läßt und was daraus hinsichtlich der Vorstellungen Iamblichs vom Licht im Bereich des Intelligiblen abgeleitet werden kann. τότε τω δλω δημιουργώ την ψυχήν π ρ ο σ ά γ ε ι και παρακατατίθεται. der alle diese Aspekte meiner Ansicht nach bei Iamblich mitbedingt. in ebenso detaillierter wie ausfuhrlicher Weise auf die Einbindung von Licht in Iamblichs Ontologie eingegangen sind und deren Ergebnisse meinen Untersuchungen zugrunde liegen. zu nutzen. s. „die metaphysische Seinslehre im Gefolge Piatons zum Beziehungssystem. 292. die die folgenden Überlegungen grundsätzlich vorbereiten: Έ π ε ι δ ά ν δε κατ' ιδίαν ταϊς μοίραις του παντός συνάψη καΐ ταΐς διηκούσαις δι' αυτών δλαις θείαις δυνάμεσι.Abschnitt III.Theurgie 1 4 3 .
Z u οίον in diesem Sinne vgl. Και τότε δή έν δλω τώ δημιουργικά θεω την ψυχήν έντίθησιν. Das Nacheinander wird deutlich durch das τότε in Z. 22 Zur sprachlich-lautlichen Gestaltung des orphischen Hymnos siehe Morand.sowohl den geistigen Wahrnehmungen als auch den Schaffungen — vollständig eingründet. Wann immer aber [dieser erste Weg zur Glückseligkeit die Seele] 16 individuell mit den Teilen des Alls und mit den universellen göttlichen Kräften. was ich meine. In den Z e i l e n 5 . allein dem unvergänglichen Logos vereint ist. 2 2 so 14 Das Subjekt des Satzes wird ergänzt aus Myst.99. fuhrt [dieser Weg] die Seele dann [auch] dem universellen Demiurgen zu und vertraut sie ihm an und bewirkt. Dieser D y n a m i s . außerhalb jeder Materie. (Myst. daß der Seele als O b j e k t theurgischer H a n d l u n g etwas widerfährt und daß der Vorstellung einer D y n a m i s bei der Beschreibung der Verhältnisse im Göttlichen eine wesentliche B e d e u tung z u k o m m t . X . v. 20 Unten Abschnitt III. 291.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . 5 . E r folgt also einer ontologischen und auch epistemologischen A u f w ä r t s b e w e g u n g 2 1 . Erst nach der rituellen Vereinigung mit ihnen erfolgt der Aufstieg zum noetischen Bereich. daß die δυνάμεσι in Z .4.292. D e u t l i c h ist zu bemerken. die diese [Teile] durchdringen. 1 4 συνάψη aus Z . Und dann also fügt [dieser Weg] die Seele dem universellen demiurgischen Gott ein.Sonnenstrahlen. n . also Licht entsprechen. D e r erste Unterabschnitt u m f a ß t die Z e i l e n 5—9.V 2 e.128.i 2 fortgesetzt.Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie 221 αις αύτών καϊ ταϊς νοήσεσι και ταϊς δημιουργίαις τελέως ϊστασθαι την θεουργικήν ψυχήν. d e m überzeitlichen L o g o s . daß sie. verknüpft. so daß die [jetzt] theurgisch wirkende Seele sich in deren Wirkungen 18 . i n d e m er mit συνάπτει in Z . 17 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.1 8 . der zweite die Z e i l e n 9—17. Z u m psychagogischen Effekt der Wiederholung vgl. 1 1 . [dieser Weg] verknüpft [die Seele] individuell mit der sich selbst konstituierenden und selbstbewegten und alles emporhebenden und geisthaften und das All ordnend durchwaltenden und zur noetischen Wahrheit emporführenden und in sich selbst vollendeten und wirkenden [Kraft] und [auch] mit den anderen demiurgischen Kräften des Gottes. 6.9 schildert Iamblich den A u f s t i e g 1 9 der Seele über die theurgisch instrumentalisierten Aspekte der W e l t u n d die ihnen a n w e s e n d e n Kräfte 2 0 z u m umfassenden D e m i u r g e n . 61—68. 17 ist. Hymnes orphiques 33 und bes. 1 . A u f f ä l l i g ist zunächst die formale A n l e h n u n g an (orphische) H y m n e n d i c h t u n g . 7 wohl ... D i e Einheit der argumentatorischen Linie wahrt Iamblich j e d o c h .] ά ν α γ ω γ ω in Ζ .1 7 ) D e r Textabschnitt ist zweigeteilt. die i m Göttlichen endet. LSJ 1209 s.A s p e k t w i r d i m zweiten Teil des Abschnittes ausfuhrlicher dargestellt u n d in seinem noetischen B e z i r k entfaltet. 1 .4 wird näher darauf einzugehen sein. dazu unten Abschnitt III. 7 markiert.chaldäischem Glauben entsprechend . 21 Im zweiten Abschnitt wird dieses Motiv mit τη [. 19 Siehe auch die Zeilen 1 7 . 6 und damit die zentrale W i r k u n g v o n T h e u r g i e w i e d e r aufnimmt. Das heißt. Kingsley. 18 Die Übersetzung des Begriffs ενέργεια mit „Wirkung" rechtfertigt sich aus der Bedeutung der ενέργεια im Ousia-Dynamis-Energeia-Schema.1 2 .
292. 262—263 vorträgt: besonders die Formulierungen του αΰτοπάτορος αύτογόνου (261. ι zeigt. was dem Gegenstand der Beschreibung. lassen darauf schließen. ] ψυχήν ( Ζ . 15) [ . . . .T y p u s z u g r u n d e liegt ( B e m e r k u n g e n 7 1 . 13). Iamblichs Formulierung in Ζ . . 11—12 läßt weiterhin vermuten. ] νοητήν ά ν α γ ω γ ώ [ . A u f diese Weise explizieren die Zeilen 10—13 die Vorstellung v o n einem ganzheitlichen Demiurgen (τω δλω δημιουργφ. 1 u n d D i l l o n s K o m m e n t a r dazu. 12 des gerade besprochenen Abschnittes X . wie 263. D a Iamblich j e d o c h in diesem Abschnitt nicht explizit N o u s und ganzheitlichen D e m i u r g e n gleichsetzt. VIII. d e r z w a r v e r s c h i e d e n e D e m i u r g e n a n n i m m t . ] αύτοτελεΐ ( Ζ . Iamblich b e n u t z t h i e r die W i e d e r h o l u n g und die Alliteration: α ΰ τ ο γ ό ν ω [ . D i e Synchronizität beider Passagen liegt in der reflexiven Struktur begründet. 2. ] α ύ τ ο κ ι ν ή τ ω [ . ] δ η μ ι ο υ ρ γ ι κ α ΐ ς ( Ζ . ] ά ν ε χ ο υ σ η ( Ζ . . . Ζ . dem Göttlichen als dem Ziel theurgischer Vereinigungsbemühungen. . der N o u s beschrieben wird. 6. 4) und αύτόν εαυτόν νοοΟντα (263. daß der N o u s oder bestimmte Aspekte desselben das Ziel des Aufstiegs der Seele ausmachen. . w e l c h e r platonische D i a l o g d e m j e w e i l i g e n D e m i u r g e n . 10 und αύτοτελεϊ in Z . die nach Iamblich sowohl den ganzheitlichen D e m i - W i s d o m 1 1 8 . ιό—17 noch intensiviert. . . 13) [ .1 7 ) . a u c h Iamblich. . . . ] δ η μ ι ο υ ρ γ ι κ φ [ .99. ] δ η μ ι ο υ ρ γ ί α ι ς ( Ζ . 12) [ .Die Fortsetzung der Licht. . und der Intention des gesamten Werkes gut entspricht. In Sophistam Frg.1 2 7 . . 23 soll diese Gleichsetzung durch Heranziehen weiterer Textstellen gestützt werden. 5 . 2). . 23 V g l . Beide Aspekte zusammen fuhren abschließend zu einer erneuten Interpretation dieses Abschnittes. 292 scheinen eine N o u s v o r stellung aufzunehmen.und Krafimetaphysik 222 bei Iamblich daß der Eindruck eines Prosahymnos mit psychagogischen Tendenzen entsteht. . 7) als dem Endpunkt dieser B e w e g u n g . εαυτόν έξέλαμψε und αύτοπάτωρ (202. D i e W e n d u n g e n αΰτογόνω und αύτοκινήτω in Z . mit denen. ] νοήσεσι [ .41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Im Anschluß daran beschreibe ich die Binnenstruktur dieses N o u s sowie deren Verhältnis zu Plotins Lehren. . .7 4 ) . 1 6 . Dabei wird der Fokus auf diesen Punkt durch die beinahe wörtliche Wiederholung δλω τω δημιουργικφ θεφ την ψυχήν in Ζ . 3) sowie αΰτάρχης (262. B e c h t l e differenziert die v e r s c h i e d e - n e n D e m i u r g e n d e r späteren N e u p l a t o n i k e r danach. ist also n o c h h ö h e r a n z u setzen. . T h e u r g i e 251 f. k e i n e n davon aber m i t d e m N o u s gleichsetzt (Fragmenta 245-247)· Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. ί ο ) [ . M e i n e r A n s i c h t nach ist der D e m i u r g in M y s t .128. zu d i e s e m P r o b l e m N a s e m a n n . A l s h ö c h s t e n D e m i u r g e n setzt er d e n „ i m B e r e i c h der ersten noerischen T r i a d e " an. ] ψυχήν [ .1 7 d e m n o e t i s c h e n B e r e i c h z u g e h ö r i g . welche Stellung das Licht innerhalb dieser Struktur einnimmt. u m schließlich feststellen zu können. V g l . d e r a u f die b e s c h w ö r e n d e W i r k u n g der W i e d e r h o l u n g hinweist. ( B e m e r k u n g e n 72). Darauf folgt eine Untersuchung der möglichen religiösrituellen Entsprechungen dieser philosophischen Vorstellung von Licht. denn der Aufstieg soll bis zur „noetischen Wahrheit" hinauffuhren. die Iamblich auch in Myst.
Iamblich beschreibt hier. V g l . ταϋτα π ά ν τ α ό νΰν ζητούμενος θεός δημιουργός έν ένι σ υ λ λ α β ώ ν υ π ' εαυτόν εχει.5 ) ausgeht. Frg. 262—263 (s. δν γε καλοϋμεν νοητόν κόσμον. D a m i t liegt eine Vorstellung vor. VIII.Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie 223 urgen als auch den N o u s auszeichnet und die Iamblich besonders in 262. Darüber hinaus beschreibt er in einem Fragment seines Timaias-Kommentars den θεός δημιουργός auf eine Weise. u. die deutliche inhaltliche Entsprechungen mit der Beschreibung des N o u s aus Myst. u n d die v o n B e g r i f f e n w i e μονάς έκ τοΰ ένός u n d π ρ ο ο ύ σ ι ο ς (262. alles das hat der d e m i u r gische G o t t . VIII. 25 D a m i t ü b e r n e h m e ich die Ergebnisse der U n t e r s u c h u n g e n v o n N a s e m a n n . και δ σ α ς αιτίας ττρουπάρχειν τιθέμεθα τ ω ν έν τη φύσει π ά ν των. Z u v o r ist j e d o c h das diesen Z u s a m m e n h a n g fundierende Schema vorzustellen. 4 0 . den w i r als noetischen K o s m o s b e z e i c h n e n . bes. 34. und überhaupt die U r s a c h e n . Dillon) D i e Metaphorik des Zusammenfassens und Unter-sich-Habens. 2— 263. den ich als E n t w i c k l u n g auseinander verstehe. 26 Siehe In T i m . folgt unten in Abschnitt III. w o N a s e m a n n diese Vorstellung a u f Aristoteles zurückfuhrt. so daß dieses Fragment an dieser Stelle zur systematischen Vorbereitung der D e u t u n g von Myst. unter sich. D a b e i lege ich die U n t e r s u c h u n g e n Stackers zu diesem T h e m a z u g r u n d e (Stellung. Siehe bes. 4 . 262—263 aufweist. deutet auf ein ontologisches Abhängigkeitsbzw.1 7 u n d 23. i n d e m er es in eins z u s a m m e n f a ß t .99. was in der N a t u r existiert. (Iamb.4 1 ) . In T i m . 1 0 . die die p h i - losophische B e d e u t u n g dieser B e g r i f f e bei Iamblich umfassend u n d unter B e r ü c k s i c h t i g u n g der philosophiehistorischen E n t w i c k l u n g analysiert hat ( T h e u r g i e 58—67). auch Stacker. der sich auf Nasemanns Ergebnisse beruft und sie u m eine soteriologische B e d e u t u n g s k o m p o n e n t e ergänzt (Stellung 103). w i e w i r a n n e h m e n .) kurz interpretiert werden soll: την όντως ο ύ σ ί α ν και τ ω ν γ ι γ ν ο μ έ ν ω ν αρχήν καϊ τά νοητά τοϋ κ ό σ μ ο υ π α ρ α δ ε ί γ μ α τ α . die aufgrund der spezifischen Eigenschaften der Dynamis benutzt werden kann.128. der j e t z t gesucht w i r d . D i e wahre Wesenheit und Prinzip der W e r d e n d e n u n d die noetischen U r b i l d e r des K o s mos. 24 . Kausalverhältnis hin. Frg. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. all d e m vorausliegen. 34. 2—3. u m den Widerspruch zwischen Einheit und Vielheit zu 24 D i e Interpretation dieser B e g r i f f e in ihrem Z u s a m m e n h a n g .25 In diesem Sinne ist der Gott also die Ursache der strukturierten noetischen O r d n u n g . die er w i e eine strukturstiftende 26 Ganzheit in sich umfaßt. 3 ausfuhrlich darstellt. 2—3. w i e das Verhältnis z w i - schen noetischer G a n z h e i t und den in ihr enthaltenen Teilen so zu verstehen ist. die Iamblich in diesem Fragment auf das Verhältnis zwischen demiurgischem G o t t und noetischem Kosmos anwendet. T h e u r g i e 60.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . die. die an die Funktion des το δν im platonischen Sonnengleichnis und in diesem Kontext an eine auf dem Dynamis-BegrifF beruhende Ganzheit erinnert.. daß die E i n heit des K o s m o s N o e t o s gewahrt bleibt. in dem die Abhängigkeit des ontologisch U n t e r geordneten zugleich als ein Strukturiert-Werden zu verstehen ist.2.
8 Plotins). In Myst.128. 262 bezeichnen besonders das Adjektiv προούσιος ( Ζ . ein praktisches Verfahren und die mit ihm verbundenen Phänomene zu erklären und zu legitimieren. η) sowie das Subjekt άρχή (ζ. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das von Iamblich eben zu dem Z w e c k benutzt wird. wählt Iamblich in Myst. 5) und das Adverb προόντως (Ζ. Bevor also die Verbindung von Texten und religiöser Praxis. 28 Als Ergebnis dieser Stellenzusammenschau ist bisher festzuhalten. Eine andere Art. welche Folgen die Verbindung der Seele mit der Nous-Dynamis hat. 2.224 Die Fortsetzung der Licht.99. 29 S o scheint auch des Places Iamblich zu verstehen. Lloyd. 4 und 8) diese A r t der Darstellung. ihn als N o u s anzusehen und ihn nicht auf einer niedrigeren Ebene anzusetzen. 292. VIII. das hinsichtlich seiner einzelnen Aspekte noch näher zu bestimmen ist. Da Iamblich dieses Verhältnis als das der Noeta 2 7 zu dem sie in sich ganzheitlich aufhebenden Gott beschreibt und dieser Gott nach den Überlegungen Plotins nur der Nous als δύναμις πάσα sein kann. daß Ziel und abschließende Wirkung der Theurgie eine Verknüpfung mit dem Nous bzw. dessen Einheit durch die Reflexivitat jedoch gewahrt bleibt. die sich in Iamblichs Theorie der chaldäischen Theurgie entfaltet. 14—16: in einem Konsekutivsatz beschreibt Iamblich.i zur Funktion des τό öv im Sonnengleichnis und A b schnitt II. Dieser Nous stellt sich bisher dar als ein sich selbst konstituierendes Kraftgefüge. Die Seele wird in diesem Fall der Nous-Dynamis derartig verbunden. mit dem Nous als Dynamis 29 zu sein scheint. ist anzunehmen. 5 . o. daß sie sich deren Energeiai einfügen kann bzw. Anatomy 1 3 1 . die später das Fundament bilden sollen. Ζ .5 zur Schrift V. daß sie ihnen eingefugt wird. denn er ergänzt in seiner Ubersetzung von 2 9 2 . dafür. 1. 28 Vgl. untersucht wird.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Die Satzkonstruktion verdeutlicht. daß dieser demiurgische Gott die noeti- schen Urbilder in sich enthalte. Dieser Differenzierung gilt es nachzugehen und ihre Verbindung zur Binnenstruktur des Nous und zur Lichtvorstellung aufzudecken. diese Struktur zu veranschaulichen. Einen ersten Ansatz für eine weitergehende. 262—263.1 3 3 . daß auch Iamblich mit „dem Gott" den Nous meint. w o e r die die Abhängigkeit innerhalb des ontologischen Verhältnisses in ein zeitliches Vorher-Nachher übersetzt. Abschnitt I.6 das Substantiv „puissance" zum griechischen Artikel τη. vorerst auf die Metaphysik beschränkte Analyse der Nous-Struktur Iamblichs bietet die Syntax des Satzes in Myst.und Kraftmetaphysik bei Iamblich lösen (s. möchte ich die metaphysischen Strukturen bzw. 27 Z u d e m spricht auch Iamblichs Formulierung. Β. Schemata oder Modelle näher analysieren. daß Iamblich zwischen den Begriffen δυναμις und ενέργεια differenziert.
daß Iamblich dieses Verhältnis ebenfalls als ein kraftartiges Einwirken auffaßt. einmal ist sie hinsichtlich der Ähnlichkeit der [Einzel-] Kräfte [in sich harmonisch]. 1 9 1 . Die Antwort läuft u. (Myst. Z u diesem Z w e c k gehe ich von Iamblichs έττιτηδειότης-Κοηζερϋ aus. τοσούκρ και δύναμιν αϋτοϊς παρεΐναι μείζονα άποφαινόμεθα. in dem sie unsere [Körper (-teile)] an Vollkommenheit.1 Die genauere Bestimmung von Funktion und Position der 225 δύναμις U m die Binnenaspekte des Nous besser zu verstehen. nach Hopfner) 30 Gemeint sind damit die Planeten. 1. aus der deutlich wird. durchaus zur Harmonie des Ganzen beitragen und daher nicht böse sein kann. Αυτά μεν ουν καθ' έαυτά 'έτερα δύναται και ποιεί διαφέρουσας τινάς ένεργείας· δύναται δέ και προς άλληλα πολϋ δήπου πλείονα άπεργάζεσθαι. Schönheit und Erhabenheit / Macht übertreffen. wenn er diese Macht besitzt. soll zunächst die Funktion der Dynamis bei Iamblich rekonstruiert werden. a. ob nicht theurgische Riten als Götterzwänge angesehen werden müssen. ihnen in demselben Maße eine größere Kraft anwesend ist. zum anderen fällt sie aber hinsichtlich der Geeignetheit des Wirkenden bezüglich des Erleidenden vielgestaltig aus. IV. göttliche Kräfte auch zu bösen Taten herbeirufen könnte. daß der Theurge.1 9 2 . das die diesbezüglichen Vorbilder Iamblichs erkennen läßt. 1 2 . Innerhalb dieser Darstellung erläutert er das Verhältnis von Dynamis und Energeia präziser: Ά π ' άλλης τοίνυν αύθις ορμώμενοι υποθέσεως τά σωματικά μέρη τοΰ παντός οΰτε ά ρ γ ά οΰτε δυνάμεως άμοιρα είναι τιθέμεθα. Κ α ΐ δήτα καί εις τά μέρη καθήκει τις ά π ό των δλων ή μεν συμπαθής καθ' ομοιότητα των δυνάμεων ή δέ κατ' έπιτηδειότητα τοΰ π ο ι οϋντος προς το π ά σ χ ο ν πολυειδής ποίησις. daß in demselben Maße. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 3.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM .128. über die wiederum die Verbindung zur ontologischen Position und Funktion der Dynamis und zur Lichtmetaphysik verständlich wird. Wenn wir nun wiederum von einem anderen Ansatz ausgehen [nämlich das B ö s e aus dem Verhältnis vom Ganzen zu seinen Teilen zu erklären]. ob sie nicht dem Theurgen eine unangemessene Macht über die Götter verschaffen. siehe Hopfner. Begründung ungerechter oder böser Handlungen. Es kommt also wahrlich eine sich in ihrer Wirkung manifestierende Kraft (ποίησις) vom All auf die [einzelnen] Teile hinab. Andererseits vermögen sie auch im B e z u g aufeinander zweifellos wesentlich mehr zu wirken. sondern w i r behaupten. Dieser Argumentation geht eine Darstellung des Verhältnisses des Alls als des Ganzen zu seinen Teilen voraus.Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie III. Sie vermögen nun einerseits fur sich j e anderes und wirken so verschiedene Wirkungen. darauf hinaus. d. Verbunden mit dieser Fragestellung ist das Problem. Geheimlehren 1 2 5 . Buch von De Mysteriis setzt sich Iamblich mit der Frage auseinander. daß die körperlichen Teile des Alls 30 weder wirkungslos noch der Kraft unteilhaftig sind. Übs. daß das. Im 4. h. was für einen Teil eines Ganzen verderblich ist. So stellt sich Iamblich die Frage nach der eigentlichen Ursache bzw. 2. άλλ' δ σ ω τελειότητι και κάλλει και μεγέθει προέχει των ημετέρων.99. dann setzen w i r fest.
In beiden Fällen liegt die Verbindung von Dynamis und Wirken vor. von der W i r k u n g selbst.] δύναται και ποιεί [. was W i r k u n g erzielt. die von dieser Dynamis hervorgebracht wird.. 33-34. 26-3 3 u. 2. was eine W i r k u n g wirkt. O.. 2. o. 33 S. w e n n man das Prinzip untersucht. 4. rezipiert sein: [. 3 2 W i e Plotin m u ß also auch Iamblich mit der Vorstellung einer aktiven Dynamis arbeiten. gleichgesetzt werden darf. 170).] άπεργάζεσθαι (191..] δυνάμεως δ' εις εκείνο βλέπω [. 477 b . 2 1 22 ebenfalls als R e z e p t i o n des platonischen Modells ansehen (Proklos-Stellen bei Stacker. A b s c h n i t t II. der Energeia. i . das nach Iamblich das Verhältnis zwischen W i r k e n und W i r k u n g und damit die Differenzierung der W i r k u n g e n erklären soll: Es handelt 31 S. δ δύναται παρ' αύτής. das Energeiai ermöglicht (Z.. 13—16). 33 D a ß Iamblich sich möglicherweise direkt auf Piaton bezieht. i n d e m er Plotin u n d Proklos untersucht. die mit Piaton. 17—18) und καθήκει [. Stell u n g 56 u n d 56 A n m . Dabei erinnern Iamblichs Formulierungen an Plotin II. Z u beachten ist. Im R a h m e n des plotinischen Energeiai-Schemas konnte die Dynamis die Funktion der wesenhaften Energeia übernehmen und aus sich die zweite Energeia als das.. beantwortet sie j e d o c h . die die W i r k u n g selbst b e z e i c h n e t . II. legt seine Junktur v o n δύναται [. das in beiden Fällen mit demselben Verb — άπεργάζεσθαι — beschrieben wird.17—18 des Plotin-Textes könnten in Myst. was eine W i r k u n g erzielt.. 5. verfolgt aber diesen H i n t e r g r u n d nicht w e i t e r (Stellung 59 A n m .] ενεργείας (Ζ.] ενέργειας. 16—18). ή ενέργεια 1X8.226 Die Fortsetzung der Licht. hervorbringen. In diesem Verhältnis bestimmt Iamblich die Energeia als Wirkung: Dynameis konkretisieren sich also in ihren Energeiai als ihren Wirkungen: ποιεί [. 5. die w i e d e r u m als das Prinzip fungiert.. § 7 9 .99.] και δ απεργάζεται.δύναμις v o r n e h m l i c h in aktivem S i n n e " (Stellung 52).3 zu V. Inst.c einzugehen.2 Das έπιτηδειότης-Modell N i c h t minder deutlich tritt der B e z u g auf Piaton hervor. Vor diesem H i n t e r g r u n d läßt sich Prokl.. ι— 3)· Iamblich unterscheidet das. o.] ποίησις (192.1. Stacker stellt sich ebenfalls die Frage nach einer .Abschnitt II. R . 1. 32 S. 18-19) nahe. Stacker gibt zwar i m Z u s a m m e n h a n g mit der V o r - stellung einer doppelten Energeia einen H i n w e i s auf das S c h e m a Plotins.3 zu II. 477 c 9—10 zu vergleichen ist: [.. daß Plotins zweite Energeia als das. 2.128. 180).... 33— 34:31 xf) δέ δυνάμει. die sich bis auf Piatons Politeia zurückverfolgen ließ. nicht o h n e weiteres mit Iamblichs Energeia.191....41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . 33-34. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Hinsichtlich einer Bestimmung der metaphysischen Bedeutung der Dynamis und ihres Verhältnisses zur Energeia läßt sich aus diesem Textabschnitt folgendes ableiten: Jedem Himmelskörper wohnt eine spezielle Dynamis inne (Z. A b s c h n i t t I . 1. o h n e a u f R . 5. III.. 2. die Dynamis.
worauf sich die Dynamis in ihrem Wirken richtet. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Piaton erwähnt sie nicht. die Einheit der wirkenden All-Kraft (ή μεν συμπαθής. einzelne wirkende Kräfte voneinander zu unterscheiden. das ihm ebenfalls dazu dient. A u f Iamblich übertragen bedeutet das. 1 9 2 . wie ich oben in Abschnitt I.oder Wirkbereich einer Dynamis bezeichnet. integriert Iamblich also in sein Konzept der Geeignetheit. Theurgie I i 3 . daß sich der δ-απεργάζεσθαι-Aspekt der D y namis Piatons bei Iamblich im τοΰ-ττοιοϋντος-Aspekt der Geeignetheit w i e derfindet. die Piaton dazu dienen. 34 Auch hier kann aufgrund struktureller Äquivalenzen Piatons Politeia 477 c—d als ursprüngliches Vorbild angenommen werden. 35 Siehe Myst. Die peripatetische Vorstellung der Geeignetheit einer Potentialität hinsichtlich einer spezifischen Aktualisierung modifizieren die Neuplatoniker meines E r achtens nach zu einem Konzept. weil Iamblich dieses Konzept auch auf göttliche oder intelligible Kräfte anwendet und nicht.i zu zeigen versucht habe. was dieses Wirken empfängt und was in diesem Sinne affiziert wird. auf stoffliche Substanzen. From Iamblichus to Eriugena 37-38 hebt die systematische Bedeutung dieses Konzepts für die Ontologie des späteren Neuplatonismus hervor und geht auch kurz auf dessen Implikationen im religiösen Kontext ein. das die Verhältnisse innerhalb einer in drei Aspekte untergliederten Entwicklung beschreibt. Nasemann führt als mögliches Vorbild. die als ontologische Entfaltungsbewegung verstanden wird.Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie 227 sich dabei um die Entsprechung bzw. IV. 192. allerdings ohne sich den Zusammenhängen mit der Kraft. 34 Gersh. 8 .und Lichtmetaphysik näher zu widmen. Porphyrios an. Probleme bereitet der bisherigen Forschung besonders der aktivische Aspekt der έπιτηδειότης. Shaw hebt diese Bedeutung ebenfalls hervor. Damit ergibt sich folgendes Zwischenergebnis: Die Dynamis Iamblichs bringt eine Wirkung (ενέργεια) hervor.128. Geeignetheit (έπιτηδειότης) des Wirkenden hinsichtlich des Leidenden (192.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM .99. Dieser Prozeß kann nach dem Vorbild des Energeiai-Schema Plotins verstanden werden.3 : ή δε κατ' έττιτηδειότητα τοΰ ποιοϋντος πρός το π ά σ χ ο ν πολυειδής ττοίησις.2—3). wirkende Kräfte zu differenzieren. Im Anschluß daran betont Nasemann die Bedeutung der έπιτηδειότης fur die Integration theurgischer Praktiken in die neuplatonische Philosophie (Theurgie 258—265). also das. w i e Reinhardt und Theiler voraussetzen. ι) bei gleichzeitiger Vielfalt ihrer Wirkungen (ή δέ ττολυειδής ποίησις) zu bewahren. 36 Die beiden Merkmale. επί τω αύτω τεταγμένη hingegen.1 1 7 gibt einen Uberblick über die bisherigen Interpretationen der έπιτηδειότης bei Iamblich: Die bei ihr angeführten Ansichten von Reinhardt und Theiler halte ich mit Nasemann für verfehlt. bei dem sich beide Aspekte der έπιτηδειότης finden. das dieses Problem lösen helfen soll. 36 Nasemann. Bereits Piaton unterscheidet bei jeder Dynamis deren Wirkung und das. 35 Piatons εφ' φ bzw. Dieses Konzept ermöglicht es Iamblich. obwohl die von ihr vorgeschlagene Porphyrios-Stelle deutliche Anklänge an das Sonnengleichnis der Politeia aufweist. mit dem er den eigentlichen Funktions. findet Eingang in den τό-πάσχον-Aspekt der Geeignetheit Iamblichs. das letztendlich die Dynamis-Definition aus 477 b—d voraussetzt. 2 . geht aber auch auf die Entwicklung dieses Konzepts ein: Seiner Ansicht nach wird es von den Neuplatonikern aus Aristoteles übernommen und per analogiam auf die Befähigung zur mystischen Erfahrung übertragen (Theurgy 86—87).
Stellung 50-62 haben diese Bedeutung festgestellt Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . fehlt bislang noch das Moment der wesenhaften Energeia. die schließlich eine Wirkung erzielt. Ebenso wie Piaton diese Dynameis hinsichtlich ihres Wirkens einerseits und ihres Wirkbereichs andererseits differenziert. aus sich hervorgehen läßt. hervorgehenden Energeia des plotinischen Schemas von Iamblich theurgiespezifisch hinreichend modifiziert ist und so zugleich die Stellung der Dynamis gegenüber der ihr zugehörigen Energeia bestimmt werden konnte.und Kraftmetaphysik bei Iamblich wobei die Energeia Iamblichs nicht wie bei Plotin die nach außen gerichtete Wirkkraft bezeichnet. sondern bereits die kraftartige Wirkung der Dynamis. Diese Art einer aktiven oder wirkenden Dynamis kann grundsätzlich bis auf die platonische Dynamis-Definition der Politeia zurückgeführt werden.99. AfFiziert-Werdens.3 Das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema Während damit im Zuge der Beantwortung der Frage nach der inneren Struktur der Aspekt der zweiten. auf ein allgemeines Verhältnisschema zurück.oder Wirkbereich miteinander korrespondieren. das innerhalb seiner Metaphysik insgesamt grundlegende Bedeutung besessen zu haben scheint. also dem Empfangen des Wirkens. Zugleich ist damit eine auflichtmetaphysische Überlegungen zurückgreifende (Religions-) Philosophie kraftmetaphysisch fundiert. Er hat damit nach dieser Rekonstruktion die zweite Energeia aus Plotins Schema unter konsequenter Anwendung der unterscheidenden Merkmale der Dynamis-Definition Piatons ausdifferenziert und dabei zugleich die wesentlichen Momente beider Vorstellungen übernommen.128. läßt sich seine Dynamis-Konzeption in dieser Hinsicht vervollständigen. den Status der Dynamis in einem Kausaigefuge zwischen Ousia und Energeia zu bestimmen. ι . Wenn man ein Fragment aus Iamblichs Platonkommentaren heranzieht. III. Ausgehend von der speziellen Problematik der dämonischen Dynamis fuhrt Iamblich die Möglichkeit. Fragmenta 233 und Stacker. die bei Plotin die Position der in sich verharrenden Wesenheit innehat und die als deren Ursache die Kraft. Diese beiden Aspekte müssen einander entsprechen. diese Dynamis zu erkennen. 37 37 Dillon. das für die philosophische Legitimation der praktischkultischen Theurgie unabdingbar ist. In einem bei Proklos überlieferten Fragment aus Iamblichs Alcibiades-Kommentar geht es darum.bzw. wie auch bei Piaton Wirken und Funktions. bestimmt auch Iamblich die Realisierung einer Dynamis in ihrer Wirkung unter Berücksichtigung zweier Aspekte: dem des Wirkens selbst und dem des Leidens. Diese Korrespondenz expliziert Iamblich im I m τηδειότης-Konzept.228 Die Fortsetzung der Licht.
Shaw geht dabei jedoch nicht darauf ein. 40 In Abschnitt 1. das von Piaton als Dynamis verstanden wird. Denn die Kraft steht als Mittleres zwischen der Wesenheit und der Wirkung.1 habe ich die Funktion dieser Licht-Dynamis als ein In-BeziehungSetzen bestimmt.Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie 229 τάς δε δυνάμεις αυτών και ΐδεϊν και διασαφήσαι ρφον. Plotins EnergeiaiSchema ermöglicht die Vorstellung einer dynamischen. d.. 38 Z u m Verständnis der Wesenheit als zeugender siehe Stäcker. προβαλλομένη μεν ά π ό της ουσίας. 1 3 . zeugenden 38 Ousia. 4. wobei das Licht als verursachtes von der Sonne als seiner Ursache (αρχή) abhängt.1 4 . in dem ein Aspekt des Lichtmodells auf das allgemeinere Kraftmodell übertragen wurde.128. erfassen wir auch jene [d. Iamblich selbst bezeichnet die Ousia als zeugend ζ. 1. in Myst. Cremer. möglicherweise ein Moment. 39 μέση γάρ ή δύναμίς έστι της τε ουσίας καϊ της ενεργείας. 1 . καϊ αυτών εκείνων έπαισθανόμεθα· μέση γάρ ή δύναμίς έστι της τε ουσίας καϊ της ενεργείας. 13. Frg. Theurgy 72 interpretiert das betreffende Fragment ebenfalls. u. so daß ich im folgenden hauptsächlich auf Stäckers Untersuchungen zurückgreifen werde. wie sich Iamblich diese Triade erklärt und welche Verbindungen zur Lichtmetaphysik sie aufweist.i. 2 1 (sie) und dessen Vorläufer bei Piaton hin und hebt die wesentliche Modifikation hervor. ύ ν είσϊ προσεχώς αί δυνάμεις μητέρες. Ζ . Denn ausgehend von eben den Wirkungen. denn sie wird einerseits aus der Wesenheit in die Welt gesetzt. der ein wechselseitiges Austauschen von Vorstellungen ermöglicht. Frg. Iamblich verlagert die Dynamis und das Schema in verschiedenen ontologischen Sachverhalten zur Anwendung gebracht. die Strukturen des Noetischen detaillierter zu untersuchen. Shaw. Es ist aber eher möglich. ά π ο γ ε ν ν ώ σ α δε την ένέργειαν. Ι 4 _ ΐ 5 · D e m entspricht bei Piaton die Charakterisierung des Lichtes als ζυγόν zwischen Sehkraft und dem Objekt des Sehens. B. fungiert. Stellung 60-62. h. bringt aber andererseits die Wirkung zeugend aus sich hervor. s.1. ά π ό γ α ρ των ενεργειών. das realisierend wirkt. aus der eine wirkende Kraft hervorgehen kann.. (Iamb. In Ale. O. h. Genau diese Vorstellung wird sich als entscheidender Berührungspunkt zwischen philosophischem und religiös-kultischem Bereich erweisen. Dillon) Wieder sind die beiden Vorbilder Plotin und Piaton — die allerdings nicht die einzigen bestimmenden Faktoren ausmachen — erkennbar. die Kräfte [der Dämonen] sowohl zu sehen als auch anzuzeigen. was wiederum die Einfügung von Licht in metaphysische Sachverhalte legitimiert und erleichtert bzw. weist auf Arist.Abschnitt III. 40 S. um so den metaphysischen Status des Lichtes bei Iamblich näher zu bestimmen. die Kräfte]. die neuplatonisch interpretiert wird.νους steht. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.Abschnitt I.4. die Iamblich am überlieferten Modell vornimmt: Er dynamisiert es zu einem triadischen Entwicklungsprozeß. was Iamblich zu dieser Modifikation veranlaßt haben könnte. 4.δύναμις .4.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Aus dem platonischen Gedankengut übernimmt Iamblich. 39 Damit rezipiert er möglicherweise die Funktion des Lichtes. daß hinter diesem Dreierschema die chaldäische R e i h e von πατήρ . daß der Dynamis in diesem Geflige die Mittlerfunktion zukommt. Chaldäische Orakel 40-41 nimmt an. wenn es darum geht. In Ale. De anima 1 4 6 .2. deren Kräfte [ihnen] unmittelbar als Mütter verbunden sind.99. Ausgehend von diesen Überlegungen ist ergänzend zu ihnen zu zeigen.
um die Verhältnisse zwischen dem Einen und dem Nous oder verschiedenen Hypostasen zueinander zu explizieren. das Iamblich in seiner Ontologie universell zur Anwendung bringt und das ergänzend zur platonischen Vorstellung der Licht-Dynamis als vermittelndes Band hinzutritt. dessen 41 Siehe Stäcker. wenn man die Dynamisdefinition aus 477 b—d mit dem Sonnengleichnis in einem Zusammenhang sieht und Licht als Dynamis auffaßt. zum anderen nimmt Plotin bei der Beschreibung der Prozeßphasen Protonous (= δψις) — Licht . Im Anschluß an Stäcker können Ousia. 41 Diese Hypostase differenziert sich in sich in ein Moment des Unteilgehabten (άμέθεκτον).128. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Shaw. Stellung 61.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . Gerade die epistemologisch beschriebene Entwicklung des Nous als lichthafter Kraft. sondern auch dann. diesen wichtigen Aspekt des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas eingehender zu analysieren. die von Piaton. indem er sie zu einem Entwicklungsschema umdeutet. Die Ursprünge der Differenzierungen Iamblichs lassen sich also über Plotin bis auf Piatons Politeia zurückverfolgen. die ßmwenstruktur einzelner Hypostasen zu erklären und zu beschreiben. das gleichsam den transzendenten und ursächlichen Kern der Hypostase bezeichnet. der einen Wandel vom unbestimmten.99. daß für Iamblich offenbar jede Hypostase diese triadische Struktur besitzt. wenn es ihm darum geht.230 Die Fortsetzung der Licht. Diese Verschiebung ist — bei nachhaltigerer Betonung des Wahrnehmungsprozesses — schon bei Plotin zu erkennen. die Plotin zugleich als zunehmende Binnendifferenzierung des Nous versteht. so daß die Dreierreihe ursächliche Wesenheit (Ousia) — wirkende Kraft (Dynamis) — Wirkung (Energeia) und damit ein sehr allgemeines und dynamisches Kausaigefuge entsteht.und Kraftmetaphysik bei Iamblich als zugleich Vermittelndes und Abhängiges zwischen die Pole von Wesen / Ursache und Wirkung. Fragmenta 3 1 . ausgeht und zudem die aristotelische Differenzierung von δψις und δρασις übernimmt. ermöglicht es. die sich wiederum im pythagoräischen Prinzip des Vermittelnden begründet. Des weiteren verweise ich auf Dillon. trüben Blicken unter Einwirkung von Licht zum Erkennen und Sehen erkennbarer Gegenstände anfuhrt.νοητά / δρασις eine stärker epistemologisch gewichtete Deutungsperspektive ein. Theurgy 66 weist darauf hin. während die Dynamis bei Piaton zwischen die beiden Pole eines Wahrnehmungsgefliges eingespannt blieb. der bei der Beschreibung der Nousentstehung beide Varianten ineinander greifen läßt: Z u m einen hebt die Entwicklungsreihe Eines — Licht — Nous als ορασις auf der Grundlage des Energeiai-Schemas stärker die ontologische Abhängigkeit hervor. Iamblich modifiziert sich diese grundsätzliche Struktur nach dem Vorbild Plotins. Iamblich verwendet dieses Schema also nicht nur. ein Moment des Teilgehabten (μετεχόμενον). Dynamis und Energeia daher auch als Aspekte oder Strukturelemente innerhalb des Noetischen verstanden werden.
daß es eine G a n z h e i t vor. w i e von Piaton vorgegeben. A u c h w e n n Iamblich die R o l l e der D y n a m i s als μεσάτης ausführlich thematisiert.44 so daß sie mit der Ousia des Schemas gleichgesetzt werden darf. das schon aufgrund seiner Position eine ausgesprochene Affinität zur Dynamis besitzt. d e m μετέχον. Fragmenta 335 zu In T i m .2 7 1 . Stellung 44-45 und 45 A n m . den Kontinuitätsgedanken im Seinsstrom zu b e g r ü n d e n u n d d e n Z u s a m m e n h a n g z w i s c h e n d e m Einen und d e m N o u s zu beschreiben. 45 V g l .128. D i e Ousia-Monade entfaltet sich also mittels oder über die Dynamis. zu dieser Triade k o m m e n . als zeugende aber auch zum untersten Aspekt andererseits in Beziehung steht und damit eine Verbindung dar. dessen. D i e folgenden E i n z e l b e o b a c h t u n g e n und P l o t i n b e z ü g e f i n d e n sich dort allerdings nicht. 54: π ά σ η ς τ ά ξ ε ω ς ή άμέθεκτος ηγείται μονάς π ρ ο τ ω ν μετεχομένων. was als W i r k u n g teilhat am Ubergeordneten." Siehe dazu auch M a j e r c i k . Stackers T h e s e v o n der „plotinisch verstandenen gänzlichen U n b e z ü g l i c h k e i t " des Prinzips. in und nach den Teilen gebe. 44 Siehe Stäcker. die als erzeugte eben zu diesem höchsten Aspekt einerseits. das vermittelnde Band zwischen Ousia-Monade und der teilhabenden W i r k u n g .2 9 . an dem teilgehabt wird. Stellung 50-62 u n d Dillons K o m m e n t a r e zu den Fragmenten 33 u n d 34 des Timaios-Kom- mentars Iamblichs (Fragmenta 306—309 und 4 1 7 . w i e Stacker feststellt (Stellung 50. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die Iamblich durch eine analogisch einsichtig g e machte „Tatsache der V e r k n ü p f u n g " ersetze (Stellung 74) halte ich für unrichtig. Kinesis 2 7 . das w i e d e r u m nur der Teilhabe g e m ä ß im Wirkenden anwesend ist. 62 und 74). L i g h t $7: " T h e act o f illumination f r o m o n high is the act o f participation as seen from below.45 In seiner Elementatio Theologica erörtert Proklos diese Struktur im Z u g e einer Lösung des Problems der Vereinbarung von Transzendenz der Ursache bei gleichzeitiger Immanenz ihrer Wirkung 4 6 näher und verknüpft sie über einen R ü c k b e z u g zu Piatons Politeia mit lichtmetaphysischen Ansätzen: 42 Dies w i e d e r u m w i r d gleichzeitig zur Ousia der nächstuntergeordneten Hypostase.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . so diente d o c h a u c h P l o tins E n e r g e i a i .43 Das mittlere M o m e n t des μετεχόμενον. 43 B e z ü g l i c h dieser Binnenstruktur des N o e t i s c h e n k n ü p f e ich an Ergebnisse v o n Stacker. D e r höchste Aspekt der Hypostase kann auch als M o n a d e verstanden werden.und herstellt. und das M o m e n t des μετέχον42.S c h e m a dazu. C h a l d e a n Triads 2 7 0 . Finamore. 46 V g l .Licht als Kraft und die metaphysische Legitimation von Theurgie 231 also. das seinerseits aufgrund der Vermittlung der von ihm partizipierten D y namis Anteil am höchsten Aspekt hat und auf diese Weise Teilhabendes (von unten gesehen) und W i r k u n g (von oben gesehen) zugleich ist.99. der wesentlich eine generierende Funktion zueigen ist. w o - durch sich eine „ V e r s c h r ä n k u n g der verschiedenen Hypostasen durch ihre M o m e n t e " ergibt. 141 s o w i e D i l l o n . Frg. Gersh. L l o y d führt einen m ö g l i c h e n Ursprung dieser Triade in der neuplatonischen L o g i k an (Anatomy 66—67): A u s g e h e n d v o n d e m peripatetischen Gattungsbegriff konnte es durch Hypostasierung u n d die K o m b i n a t i o n mit der V o r stellung. D i e Dynamis ist damit. hat innerhalb dieser Binnentriade offensichtlich die Funktion. die im höchsten Hypostasen-Aspekt beschlossene Hypostasen-Konstitution entfal- tend zu realisieren und so vermittelnd zwischen άμέθεκτον und μετέχον zu wirken.4 1 9 ) an.
daß er diese Dynamis als Ellampsis auffaßt. das v o m [Teilgehabten] ausgeht in das Teilhabende hinein.232 Die Fortsetzung der Licht. . § 8 1 . die neuplatonische triadische Struktur aus dem Sonnengleichnis als hermeneutischem Hintergrund 48 abzuleiten und an ihm zu veranschaulichen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 5 u. . [ . der Dynamis. um die Funktion seiner Dynamis zu charakterisieren.19-20) Mit der Junktur δύναμις ποιητική in § 80 weist Proklos auf Piatons Dynamisdefinition in der Politeia zurück. Ferner erlauben es Proklos' Verweise auf die Politeia. (Prokl. dem Licht der Aspekt der vermittelnden Kraft. ist mittels einer unabtrennbaren Wirkkraft. was teilgehabt wird und trotzdem transzen- dent bleibt. Dabei betont er den aktiven Charakter der Dynamis und spezifiziert ihn als ein Verbinden. Dodds 76. inTheol. Seine Kraft ist lichthaft und weist in ihrer Position auf Iamblichs weitergehende Differenzierung von Plotins Energeiai-Schema hin. s.1 u. Inst. um die Funktion der Monade in j e - der Hypostase zu erklären.. Gesehen-Werden und sichtbaren Objekten ist.. h. zumal bereits in ihm die Verhältnisse im Intelligiblen per analogiam veranschaulicht werden: Der Sonne selbst entspricht der Aspekt der Ousia-Monade und damit des άμέθεκτον49. .. daß sie wie bei Piaton zugleich strukturverleihend und in diesem Sinne ausdifferenzierend wirkt. ] δύναμις αρα ά π ' εκείνου και ελλαμψις εις τό μετέχον προελθοϋσα συνάψει αμφω. die Piaton für das Wirken von Licht und dem Seienden wählt.] Alles. die ενέργεια. ] Παν τό χωριστώς μετεχόμενον διά τίνος αχώριστου δυνάμεως.1 3 u . und dem Bereich des Lebens und Wachsens. die das verbindende μετεχόμενον ist. ην ενδίδωσι.99. Alles.41 Download Date | 12/1/13 2:04 PM . das er hinsichtlich der Erklärung ontologischer Sachverhalte verallgemeinert. 49 Dies bezeichnet Proklos in Inst. 7.. die es [dem Teilhabenden] eingibt. II. Aufgrund dieser Überlegungen scheint es gerechtfertigt. was teilgehabt wird und [dabei] trotzdem transzendent bleibt. Dodds 76. korreliert das μετέχον bzw. die diese Dynamis erzielt. 48 A u f dieses Vorbild nimmt Proklos dezidiert Bezug. [. Gleichzeitig impliziert er dadurch. denn dies alles wird von der Sonne 47 Damit nimmt Proklos Piatons καταλάμττειν auf. Light 57. der auch der Bereich von Sehen.128. U.Abschnitt III. dessen nach außen gerichtete zweite Energeia ebenso wie Proklos' Dynamis untrennbar (άχώριστος) mit der sie hervorbringenden wesenhaften Kraft verbunden ist. Finamore. Diese Dynamis wird ihm zur verbindenden ελλαμψις εις47.2.] Folglich wird eine Wirkkraft und ein Hineinstrahlen. Wie Iamblich differenziert er diese zweite Energeia in eine Dynamis und die Wirkung.. besitzt eine wirkende Kraft. B. . So greift Proklos die Funktionsbeschreibung auf. τω μετέχοντι πάρεστιν. 1 2 . was wirkt. [diesem] anwesend. Plat. [. beide [miteinander] verbinden. diesen Abschnitt der Elementatio auf Iamblichs Ontologie anzuwenden. § 80.und Kraftmetaphysik bei Iamblich έπε! και τταν το ποιοϋν δύναμιν έχει ποιητικήν.[ . d. ζ. § 81 als das.
προούσιος καϊ άρχή της ουσίας. durch lichtmetaphorische Umschreibungen ontologischer Sachverhalte. Im Z u g e dieser Untersuchung läßt sich dann die Funktion des Lichtes. eingehender analysieren und durch Ergebnisse.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 233 mittels des Lichtes hervorgebracht (vgl. 509 b2—10 und oben Abschnitt I. R . ] Κατ' αλλην δέ 50 Von grundlegender Bedeutung fur die Analyse dieses Abschnitts sind die Interpretationen von Stacker. III. 3— 5). ακίνητος έν μονότητι της έαυτοϋ ένότητος μένων. er möge darlegen. Αύται μεν ουν είσιν άρχαί πρεσβύταται π ά ν τ ω ν . dieses Schema bei Iamblich soweit möglich auch auf die Entstehung des Nous anzuwenden und in diesem Kontext mit der Lichtbegrifflichkeit in Verbindung zu setzen. ι . πρώτιστος και τοϋ π ρ ώ τ ο υ θεοΰ και βασιλέως. 260. was die Ägypter für den Urgrund (το πρώτον αίτιον. dessen Position im Ousia-Dynamis-Energeia-Schema bisher nach Proklos als die der Dynamis bestimmt worden ist. . U m dieses Problem zu lösen. VIII.άρχή γ ά ρ ούτος και θεός θεών.2 Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich In Buch VIII von De Mysteriis geht Iamblich auf die Forderung des Porphyrios ein. Ά π ό δέ τοϋ ένός τούτου ό αυτάρκης θεός εαυτόν έξέλαμψε. Προ των δντως δντων και των δλων άρχων έστι θεός εις. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Οΰτε γ α ρ νοητόν αύτψ έπιπλέκεται οΰτε άλλο τι· παράδειγμα δέ ϊδρυται τοϋ αΰτοπάτορος αύτογόνου καϊ μονοπάτορος θεοΰ τοϋ δντως ά γ α θ ο ΰ · μείζον γ ά ρ τι καϊ π ρ ώ τ ο ν και π η γ ή τ ω ν π ά ν τ ω ν και πυθμήν των νοουμένων π ρ ώ τ ω ν ιδεών δντων. διό και οΰσιοπάτωρ καλείται· αυτός γ ά ρ τό προόντως δν έστι. . διό καϊ νοητάρχης προσαγορεύεται. beschreibt Iamblich skizzenartig die Entstehung des Nous und sein Verhältnis zum nachfolgenden Aspekt des N o e t i schen. ας Έρμης πρό τών αιθέριων καϊ έμπυρίων θεών προτάττει καϊ τών έπουρανίων· [ . die ich mit Überlegungen zur metaphysischen Funktion des Lichtes verbinde. 260. διό και αΰτοπάτωρ καϊ αύτάρχης. Da bereits von Plotin die Analogie Piatons auf die Darstellung der Entwicklungsprozesse im Intelligiblen übertragen wurde. 4) halten. τών νοητών άρχή. wie diese Anwendung zu verstehen ist und ob und wie sie mit den bisherigen und weiteren Beschreibungen im Noetischen kombiniert werden kann. Ά π 1 αΰτοϋ γ ά ρ ή ούσιότης καϊ ή ούσία. ob es die göttliche Vernunft und damit der Nous sei oder ob es etwas sei. Dabei verdeutlicht er seine Ansichten u. stützen. in Gestalt (έν σχέσει) zu existieren. scheint es wohlbegründet.128. a. μονάς έκ τοϋ ένός.7 5 .99. das noch über dem Nous stehe (Myst. Stellung 6 2 .i) und dazu gebracht.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . Myst. 50 Nachstehend untersuche ich. die sich aus Texten von Iamblich selbst ableiten.
die als erste noetisch erfaßte Ideen sind.3 9 . Vor den wahrhaft Seienden und den universellen Prinzipien besteht ein einziger Gott. Denn dieser ist als das vorseiend Seiende der U r sprung der noetisch Erfaßten. 53 Iamblichs Formulierung π η γ ή τών π ά ν τ ω ν erinnert an Plotins Konzept der δύναμις π ά ν τ ω ν . noch irgendetwas anderes.1. 2 fur eine später interpolierte Glosse und ist der A n sicht. 51 μένων in 2 6 1 . wobei jedoch και π η γ ώ ν ά π α σ ώ ν nicht genuin chaldäisch sondern ein Zusatz des Damaskios ist. weshalb er auch als Herrscher des Intelligiblen bezeichnet wird. 55 Z u r ontologischen Funktion der Monade in jeder triadischen Hypostase siehe Stäcker. vielmehr ist. Denn er ist fest gegründet als Urbild des selbstväterlichen. Die Formulierung läßt aber auch chaldäischen Einfluß vermuten. 56 M i t ουσία in 2 6 2 . daß Iamblich der platonisch geprägten Darstellung mit ούσιότης hermetisches und damit ägyptisches Kolorit geben wollte. Möglicherweise rechtfertigt sich der Pleonasmus οΰσιότης . δν φησι voöv είναι α υ τόν εαυτόν νοοϋντα καϊ τάς νοήσεις εις εαυτόν επιστρέφοντα· τούτου δέ τό εν άμερες καϊ δ φησι π ρ ώ τ ο ν μαίευμα [παράδειγμα] προτάττει.1. o. w i e Frg. die Ideen zu konstituieren. daß der „mit diesen drei Epitheta belegte G o t t " nicht das Prinzip sein kann. Denn von ihm her [entstehen] Wesenheit (οΰσιότης) und Seinsheit 56 . der allererste und [Gott] des ersten Gottes und Königs.die Glosse müßte in sehr früher Zeit in den Text interpoliert worden sein. wie ich zeigen werde. daß π η γ ή in den Chadäischen Orakeln nicht immer dasselbe ontologische Prinzip bezeichnet. 2 . u. δ δή και διά σιγής μόνης θεραπεύεται. 30 Majercik zeigt: π η γ ή τών π η γ ώ ν και π η γ ώ ν ά π α σ ώ ν . 37 u. nämlich des wahrhaft Guten.2 6 2 . 6 ist wohl eine Anspielung auf R . 1 4 .Vater der Wesenheit' genannt wird. Vgl. nicht aber die ουσία des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas gemeint. Von diesem Einen [in seiner urbildlichen Funktion] her strahlte der sich selbst genügende Gott sich selbst hervor [und an]. 54 Stäcker hält die Zeilen 2 6 1 . 4. die Hermes [noch] vor den aitherischen und empyreischen Gottheiten ansetzt und auch vor den himmlischen. da dies mit seiner Transzendenz nicht zu vereinbaren sei (Stellung 68). so daß die Transzendenz des monadischen Ursprungs gewahrt bleibt trotz seiner Funktion. A b schnitt III.234 Die Fortsetzung der Licht.3 zuV. 509 b 7 . die zugehörige Anm. zum anderen inhaltliche Gründe. 3 3 .ουσία damit. Von einer unmittelbaren Konstitution der Ideen ist bei Iamblich keine R e d e (Stäcker scheint diese Vorstellung aus dem Begriff πυθμήν abzuleiten). s. die Genese des Nous und damit der Ideen nach dem Vorbild Plotins zu verstehen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Stellung 67. 52 Denn weder geht ein Objekt noetischer Wahrnehmung (νοητόν) mit ihm eine Verbindung ein. da die Zeilen einstimmig überliefert sind —. Außerdem ist zu bedenken. das unmittelbar die Ideen fundiert. Abschnitt II. 54 Denn er ist Ursprung und Gott der Götter.8 beabsichtigt. Denn er ist etwas [undefinierbar] Größeres.3. 52 Ubersetzung des Satzes nach Stäcker. weshalb er auch als selbstväterlich und unabhängig von anderen [bezeichnet werden kann].2 zu O C Frg. Dagegen sprechen zum einen die Textüberlieferung . sich selbst zeugenden und alleinväterlichen Gottes.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . auch Bechtle.128. Monas 5 5 aus dem Einen [und] vor der Seinsheit und Ursprung der Seinsheit.3.99. s.und Kraftmetaphysik bei Iamblich τ ά ξ ι ν προτάττει θεόν τον Ήμήφ των επουρανίων θεών ήγούμενον. δν καϊ Είκτών επονομάζει· έν φ δή τό π ρ ώ τ ο ν έστι νοοϋν και τό πρώτον νοητόν. 1 1 weist deutlich auf ein Hauptcharakteristikum des Einen Plotins hin. weshalb er auch . unbewegt und in der Einzigkeit seiner eigenen Einheit verharrend 51 . Dies also sind die ehrwürdigsten Prinzipien von allem. Stellung 7 1 und oben Abschnitt III. Erstes und Quelle von allem 53 sowie Fundament der [Objekte]. der diese Monade als höchste Vermittlungsinstanz zwischen dem höchsten Einen und allem Folgenden versteht (Göttliche H e naden 390).
. ] π ρ ο ό ν τ ω ς [ . 262. . den Iamblich in B e g r i f f e n w i e π ρ ο β ά λ λ ω und έ π ι π λ έ κ ο μ α ι anklingen läßt. . b e g r e n z t und strukturiert es. ] π ρ ο σ α γ ο ρ ε ύ ε τ α ι . der N o u s sei. z u d e m k o m m e n zahlreiche H o m o i o t e l e u t a u n d Alliterationen hinzu. Alliterationen: 261. 9: δ ν τ ω ν [ . H o moioteleuta: 261. ] ά γ α θ ο ϋ . 2 6 ι . 262. 13: α ύ τ ο π ά τ ο ρ ο ς α ύ τ ο γ ό ν ο υ . 2—4 und 263. als Führer d e n H i m m e l s g ö t t e r n voran. D i e s e m [wiederum] stellt er das Eine als teilloses 57 voran. 60 D i e sowohl kultische als auch ontologische B e d e u t u n g des S c h w e i g e n s w i r d u.VIII.] G e m ä ß einer anderen A n o r d n u n g stellte [Hermes] einen G o t t . Abschnitt III.2 6 2 . . Ü b s . 261. 262. nach H o p f n e r ) Iamblich hebt in diesem Text drei M o m e n t e der ontologischen Struktur des Noetischen in ihrem Verhältnis zum absolut höchsten Prinzip hervor: erstens die absolute Transzendenz des Einen (Myst.3 . in d e m Iamblich Autarkie und Funktion des N o u s beschreibt. 9: δντως δ ν τ ω ν . 2 ό ι . w i e er sagt.99. T h e u r g i e 60: das. 262. . da er das Ergebnis einer H a n d l u n g b e z e i c h n e t u n d das erste Prinzip nicht als E r gebnis v o n etwas angesehen w e r d e n darf. . ] ο ύ σ ι ο π ά τ ω ρ . 59 Z u r o n t o l o g i s c h e n B e d e u t u n g des έν ω s.2 6 3 . nach H o p f n e r ) [. eine Charakterisierung des N o u s in seinem Verhältnis und seiner Bedeutung fur die Entstehung der N o e t a (262. . In den Chaldäischen O r a k e l n k o m m t es s o w o h l als religiöses K o n zept vor (Frg. 2 . ο. 6 . 16). . Allerdings unterscheidet sich seine Darstellung in A b s i c h t u n d Inhalt Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. daß auch das erste Prinzip in sich dreifach binnendifferenziert ist u n d Iamblich hier allein dessen Energeia-Aspekt beschreiben m ö c h t e .5—6: ουσίας [ . 58 Ich ü b e r n e h m e hier für die U b e r s e t z u n g die K o n j e k t u r Ficinos. . V I I I . 1—3. ] τ ω ν δ λ ω ν ά ρ χ ω ν . (Myst. 4—8 und 263. . Verständlich wird μαίευμα nur. die den göttlichen N o u s in Position u n d F u n k t i o n möglichst vollständig erfassen sollen. 262. Hier fallen zunächst die formalen Anklänge an hymnische Strukturen auf.128. was etwas in sich umfaßt. .3—4).2) und drittens.5—8: π ρ ο ο ύ σ ι ο ς [ . 1 u n d N a s e m a n n . w e n n m a n a n n i m m t .Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 235 (Myst. in A b - schnitt III. eng mit Punkt zwei verknüpft.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 261.] was also n u n einzig durch S c h w e i g e n 6 0 verehrt wird. in gewisser Hinsicht 4—5).8 . . 2 ό ι . den man durchaus als μαίευμα der D y n a m i s ansehen könnte. ] τ ω ν νοουμένων π ρ ώ τ ω ν ιδεών δ ν τ ω ν . der sich auf die chaldäische Vorstellung des π υ ρ ατομον zurückfuhrt (Chaldäische O r a k e l 48).4 untersucht. nämlich E m e p h . ] ούσιότης [ . ] π ρ ώ τ ο υ . 4: θεός θεών. 2. Ferner führt Iamblich zahlreiche n a m e n t l i c h e B e z e i c h nungen und A d j e k t i v e an. . 201.2 und 263. 9 .. . ι . ί ο : π ρ ώ τ ι σ τ ο ς [ . 1 4 . 61 die d e m heili- 57 N a c h C r e m e r ist das A d j e k t i v άμερες als deutlicher sprachlicher H i n w e i s a u f die Tran- szendenz eines Prinzips zu verstehen. 6' D i e W i e d e r h o l u n g v o n W o r t e n und Silben ist besonders auffällig. zweitens die in seiner Reflexivität begründete Autarkie des N o u s (262.9—262. ] ουσία [ . w i r d durch ein dreifaches διό καί untergliedert. 2 . . wird aber der absoluten Transzendenz des Ersten nicht gerecht. der. . D e r Abschnitt 262. was er erstes U r bild 58 nennt u n d das er [in dessen Funktion als Gott] auch als B i l d n e r (Eikton) b e z e i c h net. . 14: θεοΰ τοΰ [ . . In 59 diesem [Ersten] also sind das erste noetisch Erfassende u n d das erste noetisch Erfaßte [umschlossen. in diesem Ersten. ί ο : τοϋ π ρ ώ τ ο υ θεού. 132) als auch als ontologisches (Frg.2 : τ ω ν π ά ν τ ω ν [ . O b s . der sich selber noetisch erfaßt u n d der seine G e d a n k e n a u f sich selbst w e n d e t .4. D e n n μαίευμα paßt z w a r gut in den wiederholt anklingenden K o n t e x t v o n Z e u g u n g und G e b u r t . . 1 1 . da m e i n e r A n s i c h t nach w e d e r μάγευμα n o c h das v o n des Places als K o n j e k t u r vorgeschlagene u n d v o n Gale ü b e r n o m m e n e μαίευμα einen befriedigenden Sinn ergeben.
62 Auch diese Wortneuschöpfungen sind Zeichen von Orakel.128. Oracles 2 457. wie sie u.236 Die Fortsetzung der Licht. korrespondiert der Vorgang. nach welchem „ M e chanismus" die hier geschilderte Nousentstehung abläuft. 3 εαυτόν έξέλαμψε mit 263. auch noch andere. In diesem Zusammenhang gibt die in 262. den Eindruck eines Prosa-Hymnos zu vermitteln.1 rekonstruiert wird. da sich Iamblich als ägyptischer Priester ausgibt. Zusätzlich kann es aber als Hinweis an den Leser interpretiert werden. Auf diese Weise vermag Iamblich. in diesem Fall einem chaldäisch-hermetischen Hintergrund. neben einem religiösen. Nous und Noeton einander im epistemischen Verhältnis gleichsetzt: 64 von einem „echten" Hymnos. 5) ist insgesamt nur zweimal belegt und wird an dieser Stelle zum ersten Mal benutzt. Die Verknüpfung dieser Motive mit der stärker philosophisch geprägten Darstellung ab 262.oder Hymnensprache und geben dem Text das Gepräge eines Offenbarungstextes. 3.99. All dies kann natürlich als literarisch-stilistischer Ausdruck der fiktiven Verfasserschaft angesehen werden. verschiedene Aspekte des Noetischen ausmachen. 2 εαυτόν νοουντα. in dem Plotin erstes Licht.Theurgie 252 Anm. 1. οΰσιοπάτωρ (262.und Krajtmetaphysik bei Iamblich gen Gehalt des Gesagten und der Erhabenheit der Lehre an sich entsprechen. vgl.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .und bestrahlt. 8) verwendet Iamblich drei nur an dieser Stelle belegte Wortneuschöpfungen. Lewy. Selbst wenn fur Iamblich im Unterschied zu Plotin erfassender Geist und das Erfaßte. 3 mit εαυτόν έξέλαμψε nur elliptisch anklingende Lichtmetaphysik einen Hinweis. dem literarischen Anruf einer Gottheit aus Dank oder mit der Bitte um etwas. 14 weist den Leser des Textes jedoch daraufhin. 62 Der Begriff προοΰσιος (262. D e m Vorgang. Dieser Text wird oben in Abschnitt II. Als besonders signifikant erweisen sich Ubereinstimmungen mit einem Abschnitt aus Enneade V. nämlich die Noeta und die Ideen. Infolge dieser Wendung auf sich selbst entstehen als das erste Noeton die Seinsheit und die Ideen. 13—14). hinter der philosophischen Darstellung eine tatsächliche theurgische R i tualhandlung anzunehmen. in III. dessen Originalität sich besonders deutlich in der ungewöhnlichen Sprache zeigt: mit μονοπάτωρ (261. bestehend aus πατήρ und δΰναμις. bevorzugt philosophische Texte zum besseren Verständnis des Abschnittes heranzuziehen. auf die sich möglicherweise auch das zweimal im Textabschnitt auftauchende αύτοπάτωρ beziehen könnte.2.4. Von grundlegender Bedeutung ist dabei die sowohl sprachliche als auch inhaltliche Parallelisierung von 262. 92. in dem sich der Nous selber heraus.4 ausfuhrlicher interpretiert. Z w e i der Neuschöpfungen verweisen mit -πάτωρ auf einen Aspekt der höchsten chaldäischen Zweiheit. in dem der Nous sich selber erfaßt. 63 weist diese Vorstellungskombination von Licht und epistemischer Entwicklung doch deutlich auf Plotin zurück. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 65 64 Siehe Nasemann.6) und νοητάρχης (262.
. . T h e u r g i e 251-252. bleibt er. 67 Diese I n t e r p r e t a t i o n d e r F u n k t i o n der D y n a m i s u n d des Ablaufs i m allgemeinen w i r d zusätzlich gestützt d u r c h ein I a m b l i c h . ] τό π ρ ώ τ ο ν έστι νοοΰν καϊ τό π ρ ώ τ ο ν νοητόν. der v o m sich selber erfassenden N o u s zu unterscheiden ist und die in dieser Hinsicht als W i r k u n g . 3 5 _ 4 ° ) ist zu vergleichen mit: ό α υ τ ά ρ κ η ς θεός εαυτόν έξέλαμψε [ . w i e Nasemann zeigt. 3. ed.] λ ά μ π ο ν όμοΟ καϊ Χαμπόμενον. trotz der A b h ä n g i g keit v o m Einen. in d e m die Kinesis die F u n k t i o n der v e r b i n d e n d e n D y n a m i s e i n n i m m t : κίνησις δέ τοΰ π ο ι ο ΰ ν τ ο ς καϊ π ά σ χ ο ν τ ο ς κ ε χ ώ ρ ι σ τ α ι ώ ς μέση ο υ σ α α μ φ ο τ έ ρ ω ν καϊ ά π ό μεν τοΰ π ο ι ο ϋ ν τ ο ς π ρ ο ϊ ο ύ σ α . W i e bei Plotin ist der N o u s Iamblichs sich selbst B e d i n g u n g der Möglichkeit des Vollzugs noetischer W a h r n e h m u n g und ebenso dieser Vollzug selbst. abhängig v o m Einen. also des Nous. τά α τ ύ π ω τ α τ υ π ο ΰ σ θ α ί " φησι κ α τ ά τό λ ό γ ι ο ν . 8.F r a g m e n t bei Simplikios. ] α υ τ ό ν εαυτόν νοοΰντα 6 5 [ . .2 9 ( C A G 8. [ . Hinsichtlich der grundsätzlichen Bedingung. Kalbfleisch). 2 7 . 3. M i t Plotin V. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die N o e t a oder Ideen.. eben als Energeia eines dynamischen G e s c h e hens im Sinne des dynamisch verstandenen Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas begriffen werden können.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 237 τό π ρ ώ τ ο ν φ ω ς έαυτώ λ ά μ π ο ν π ρ ώ τ ω ς [.99. T h e u r g y 65 66 66.128.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . w i e sich der P r o t o . 9 . . . Als O u s i a . mit dieser W e n d u n g auch Plotin. . τό α λ η θ ώ ς νοητόν. . .. . Diese Vorstellung findet sich nämlich in zwei Fragmenten der Chaldäischen Orakel und deren neuplatonischer Auslegung: έν τ ο ύ τ ψ (φωτι) γ ά ρ " . 67 genauso. και vooöv καϊ νοούμενον. 8 als philosophischem Subtext läßt sich. In Categorias c. ] α ύ τ φ αϋταρκες π ρ ό ς τό ίδεϊν (V. . daß Iamblich diesen Entwicklungsprozeß. Plotins Darstellung in V. Vgl. Im Verlauf dieses Prozesses konstituiert sich zugleich das O b j e k t dieser noetischen Wahrnehmung. dem allerersten Gott. 3 0 3 . die Iamblich aber. 8 läßt weiterhin vermuten. 8. εις δέ τό π ά σ χ ο ν έ ν α π ε ρ γ α ζ ο μ έ ν η τό π ά θ ο ς . 3. 3. in dessen Selbstkonstitution begreifen. die Autarkie des zweiten Gottes. ] νουν [ . Shaw. w i e der N o u s Plotins. die dem N o u s diesen dann autark ablaufenden Selbstvollzug ermöglicht. 22: α υ τ ό [= τό φ ώ ς ] ά ρ α α υ τ ό όρφ. der nach d e m Ousia-Dynamis-Energeia-Schema erfolgt. Vgl. 66 als Aspekt b e greift.M o n a d e j e d o c h vermag er vermittels der Dynamis sich selbst zu entfalten.V. als einen Strukturierungsprozeß einer lichthaften Kraft vorgestellt hat. so daß in der Schilderung Iamblichs am E n de als Energeia Wesenheit und Noeta stehen.N o u s des Plotin aus seiner Unbestimmtheit z u m vollstrukturierten N o u s entwickelte.
41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM ." D e n n w e n n [die Gestalt des Lichtes] auch oben gestaltlos war. Majercik) Z u erkennen ist eine Dreiteilung. noetisch zu erfassen. sondern die Transzendenz eines intelligiblen Prinzips. zum anderen ist die Funktion des τό προόντως öv aus Myst. In Fragment 40 In Timaeum (Dillon) differenziert Iamblich zwischen den Dingen. 262. mittels derer wiederum die Ideen konstituiert werden. Zunächst ist zu untersuchen. und es gibt ein Resultat. „ [ .und Krajtmetaphysik bei Iamblich D e n n in diesem [Licht] „ [ . siehe Johnston. Damit bestimmt die mit der Kraftmetaphysik gekoppelte Lichtvorstellung auch bei Iamblich die gesamte Nousstruktur. Aufbauend auf diesen Überlegungen kann nun gefragt werden. Dieses Nous-Licht bringt aus dem Ousia-Aspekt seiner selbst eine Kraft hervor. welche weiteren Funktionen Iamblich dem Licht in diesem Prozeß und in der dem Prozeß korrespondierenden Triade zuweist und welche Implikationen sich daraus fiir den metaphysischen Komplex aus Licht und Kraft erkennen lassen. denn er scheint nach dem wenigen. 7 in ihrer möglichen Verbindung zum platonischen Sonnengleichnis zu bestimmen. . und denen. νοεϊν μορφήν φωτός π ρ ο τ α θ ε ϊ σ α ν · " α ν ω γ α ρ αμόρ- φωτος ουσα δια την πρόοδον έγένετο μεμορφωμένη. die fur uns sichtbar sind (ορατά). Diese Entwicklung folgt zum einen dem Ousia-Dynamis-EnergeiaSchema in seinem Rückbezug auf das Sonnengleichnis. (Frg. Aus diesem Fragment kann eine zentrale Wirkung des (geistigen) Lichtes abgeleitet werden: 68 Gestaltlosigkeit bezeichnet hier nicht w i e bei der Materie einen Mangel. ] die Gestalt des Lichtes. auch hier: es gibt ein gestaltloses Licht. zum anderen dem Beispiel Plotins. was er selbst darüber sagt. 1 4 4 . w u r d e sie durch den Hervorgang zur Gestalteten. das mit der Ousia-Monade gleichgesetzt werden kann. . was aus ihr hervorgeht und in dem sich die Monade entäußert. 68 etwas. die aufgrund ihrer eigenen Natur sichtbar sind. 1 4 5 .128. das eine spezifische Struktur aufweist und mit dem Kosmos Noetos identifiziert werden kann. den Nous grundsätzlich als Licht-Kraft zu verstehen. da diese zugleich auch eine präzise und umfassendere Interpretation der Gesamtfunktion von Licht und Kraft in der Philosophie Iamblichs ermöglichen. . Majercik) διό και τταραΚΕλεΰονται οί θεοί " . ] werden die U n g e f o r m t e n g e f o r m t " sagt man nach dem Orakel. welche epistemologische Funktion dem Licht innerhalb der so verstandenen Selbstkonstituierung zukommt. . U n d deshalb ermahnen [uns] die Götter. (Frg. der diese Entwicklung zugleich als Erkenntnisprozeß beschreibt. . der von Unbestimmtheit zu Bestimmtheit fortschreitet.238 Die Fortsetzung der Licht. Hekate 1 2 2 und 1 2 6 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das herausgesandt wurde.99. . Z u diesem Z w e c k sollen zwei Textabschnitte analysiert werden: Z u m einen ein Fragment aus Iamblichs T/waioi-Kommentar.
gleichsam dessen höchster und damit ursprünglicher Aspekt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Frg. Dabei macht In T i m . (Iamb. Während sich der epistemische Prozeß in den Zeilen 262. 7 im Vergleich mit In Tim. die von Plotin unter Integration peripatetischer Modelle systematisiert wurde und die nun bei Iamblich rezipiert wird. 40 heranzieht. 7 mit αυτός γαρ τό προόντως δν eine ontologische Begründung dieser Charakterisierung. wirkt durch oder vermittels des προόντως δν. das Seiende. 6 ..7 dargelegt hat. eine Vorstellung. Nachdem Iamblich in 262.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . [. Schon bei Piaton markierten das Licht und sein Analogon. 12—13 69 S. der zugleich die Entfaltung der Ousia-Monade mittels der Dynamis zur Energeia beschreibt. der das bestimmte Sein der Noeta. weist auf das platonische Sonnengleichnis hin (s. In T i m .O. daß das Licht im noetischen Prozeß eine notwendige Bedingung zu dessen Vollzug darstellt. den Konvergenzpunkt von Epistemologie und Ontologie. Aus der Analyse der Abschnitte 16. 1.Abschnitt I I . liegt in 262. deren ούσία. 2 2 . 1—8 die Betonung auf der Ontologie. Auch im vorliegenden Text von De Mysteriis spiegelt sie sich wieder. I . Wie nun dieses Licht im Wahrnehmungsprozeß selbst wirkt. was die bereits angestellten Überlegungen zur umfassenden Vorstellung des Noetischen als Licht stützt. Die Übertragung dieser epistemologischen Funktion auf ontologische Ursächlichkeit konnte bereits oben in Abschnitt III.. 40.. Dieselbe Funktion kommt dem Licht in Frg. Daß Iamblich dabei das τό δν als Ursache der ούσία und der Noeta anfuhrt. Abschnitt I.3 1 und 2 1 . daß der Nous Prinzip des Noetischen und der Seinsheit (ούσία im Sinne des Sonnengleichnisses) sei. zu. beobachtet werden.] die aber hinsichtlich [ihrer] Natur sichtbar sind. 40 In T i m . Dillon) Die Natur der Noeta wird in das Wirken des göttlichen Lichtes (θείον φως) eingebettet. das auch bei Iamblich als ebenso vermittelnde wie wirkende Kraft verstanden werden kann und das damit der DynamisAspekt des triadisch sich entfaltenden Nous ist.99.. d. sind wahrhaft erkennbar und werden vom göttlichen Licht beschienen: derartig sind aber die noetisch Erfaßbaren / die Noeta.3 zu Iamb. folgt in 262.14—263. I . In Ale. Frg. hervorbringt. Frg. indem es als realisierendes Band zwischen zwei Polen eines Wahrnehmungsgefuges vermittelt. 40 zweierlei deutlich: Erstens stellt Iamblich mit dem Partizip καταλαμπόμενα in Z . daß das Licht diese Objekte gleichzeitig generiert und wahrnehmbar sein läßt. h.6 findet.i): Die Ousia-Monade des Nous.o. Frg. 1 3 . wenn man Plotins Enneade VI.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 239 τα δέ κατά φύσιν όρατά δντως γ ν ω σ τ ά και τώ θείω φωτϊ καταλαμπόμενα· τοιαύτα δε τά νοητά έστι. 69 Bezogen auf den Objekt-Pol dieser Struktur bedeutete dies.128. wird deutlich.1 7 dieser Schrift ergab sich.
da zur Beschreibung einer Dynamis in Eigenschaften. die Schilderung in R . erfolgt dies durch das τό δν. 3 mit der ontologischen Beschreibung besonders des αύτός γαρ τό προόντως δν lern (262. der zugleich als Entwicklung verstanden werden muß. die ein Strukturverleihen und sinnstiftendes Einbetten ist. d.und Kraftmetaphysik bei Iamblich von Frg. Zweitens kann vor dem Hintergrund dieser Argumentation das Wirken des lichthaften προόντως öv weitergehend charakterisiert werden als grundsätzliche Erschließungsfunktion. wahrhaft erkennbar sind. 509 b7 ff. im Einwirken des προόντως öv. 7) verständlicher: Beide Arten der Darstellung beschreiben von verschiedenen Seiten denselben Prozeß bzw. 40 einen deutlichen Bezug zum Sonnengleichnis her. 40 nahelegen. es als lichthaft zu charakterisieren und zu beschreiben. 3 auf Iamblichs Darstellung an. Wendet man diese platonische Analogisierung nun zusammen mit den Textstellen aus Plotins Enneade V. denn auf diese Weise wirkt im Sonnengleichnis das τό öv als D y namis. wenn man die Struktur des Nous nach dem O u sia-Dynamis-Energeia-Schema begreift und. daß für den bei Iamblich geschilderten Gewährungsprozeß. 262.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 6 und In T i m . Frg. in dem mit diesem Verb die vermittelnde und strukturverleihende Funktion des τό δν in Analogie zur Wirkung des Lichtes beschrieben wurde.70 Wie Piaton scheint auch Iamblich das den Seienden vorausgehende τό 70 D e n Bezug zum Sonnengleichnis verdeutlicht Iamblich auch durch άρχαϊ πρεσβΰταται Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Auch dies bestätigt die Annahme. Frg.128. den gesamten in De Mysteriis geschilderten Vorgang vor dem Hintergrund des platonischen Sonnengleichnisses und der mit ihm verbundenen Lichtmetaphysik zu interpretieren und die Funktion des προόντως öv aus der des platonischen τό δν abzuleiten und als die der Dynamis zu bestimmen. Diese Bestimmung des προόντως δν als Dynamis bietet die Möglichkeit. besonders 262. VIII. Funktion und Wirkung seit Piaton das Licht als verdeutlichendes Modell so häufig herangezogen wird. dieselbe Struktur und konvergieren in der Vorstellung des Nous als lichthafter. wird der systematische Zusammenhang der lichtmetaphysischen Beschreibung der Nous-Struktur in Myst.240 Die Fortsetzung der Licht. Piatons Einfluß wird dann deutlich. den Dynamis-Aspekt sowohl des Lichtes als auch des προόντως δν nach dem platonischen Sonnengleichnis deutet.99. sich strukturierender Kraft. 2 6 2 . daß Dynamis und Licht zu einem Vorstellungskomplex verschmelzen. 2. w o die Idee des Guten den Ideen Sein (τό είναι) und Wesen verleiht. Dieser Hinweis auf Piaton begründet mein Vorgehen. als Vorlage gedient hat. wie es Myst. Damit stimmt nun die Aussage von In Tim. Wie gezeigt. 40 überein. daß die Noeta erst im göttlichen Licht. einer Vorstellung. die Iamblich von Plotin übernimmt. das ein καταλάμπειν ist. das in dieser Funktion bei Piaton dem Licht als Dynamis analogisiert wird. h. 3 .
in der die Licht-Dynamis verbindend zwischen ursächlicher O u s i a . dessen Energeia Iamblich als ούσία bzw. in der epistemologische und ontologische Vorstellungen konvergieren. zu unterscheiden ist. So erweist sich Iamblichs Darstellung der höchsten theurgischen Gottheit als gut neuplatonische N o u s s p e k u lation. denn auch Piatons τό ov steht in Abhängigkeit von der Idee des Guten. Iamblich steigert die ontologische w i e epistemologische Vorrangstellung seines öv noch weiter. N a c h d e m Vorbild Plotins versteht Iamblich diese Struktur zugleich als reflexiven W a h r nehmungsprozeß. h. So weist er darauf hin. die dem Intelligiblen zuallererst Struktur und Sinn zu verleihen vermag. welche zusätzliche ontologische w i e epistemologische Funktion das kraftmetaphysisch konzipierte Licht übernimmt. legen die §§ 80 und 81 der Elementatio Theologica des Proklos nahe (s. ούσιότης und νοητά (= N o o u m e n a ) auffaßt. in dem der N o u s in R ü c k w e n d u n g auf sich selbst und durch sich selbst seinen „Inhalt" d. zugleich aber w i e das Licht aus der Sonne als aus seiner O u s i a . seiner άρχή.128. Diese Interpretation des N o u s und der metaphysischen Funktion des Lichtes bei Iamblich vor dem Hintergrund platonischer und plotinischer Vorstellungen stützt auch der Abschnitt I. die Ideen zu w a h r g e n o m m e n e n w e r den läßt und sie so in ihrem spezifischen Sein konstituiert. Hier interpretiert Proklos Iamblichs Ousia-Dynamis-Energeia-Schema als Hervorgehensbewegung.3). Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 1. läßt die Kombination v o n Lichtbegrifflichkeit und προόντως öv den Dynamis-Aspekt erkennen. die auf der Vorstellung der Licht-Dynamis fußt. die die genannte Entwicklung in jeder Hinsicht trägt und e r m ö g licht. indem er es durch das extrem ungewöhnliche Adverb προόντως ergänzt. κατά μίαν ένεργειαν έ σ τ ώ σ α ν έν εαυτή καθαρώς. das R . was als seine W i r k u n g auf ihn folgt. 9. daß der N o u s als dieses dynamische Seiende — zumindest im sprachlich-gedanklichen Nachvollzug dieses Entwicklungsprozesses — v o n dem. Es ist die ontologische Kraft.1—4 aus De Mysteriis: Ν ο υ ς τοίνυν ήγεμών και β α σ ι λ ε ύ ς τ ω ν δντων τέχνη τΕ δημιουργική τοΰ π α ν τ ό ς τοις μεν θεοΐς ω σ α ύ τ ω ς άεΐ πάρεστι τελέως και α ύ τ α ρ κ ώ ς και άνενδεώς. Vor diesen Ü b e r l e gungen wird nun deutlich. 7. 509 b9 aufnimmt. o. D a ß dieser Prozeß zugleich als ontologische Entfaltungsbewegung v o n Iamblich verstanden wurde.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 262.M o n a d e hervorgeht und von ihr abhängig bleibt.M o n a d e und der Energeia-Wirkung funktionalisiert wird. Während fast alle anderen Wendungen des Abschnitts den Ousia-Aspekt des N o u s betonen und umschreiben. 22. Abschnitt III.99.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 241 ov als Dynamis zu verstehen. in Myst. W i e Plotin wird es auch Iamblich zu einer metaphysischen Größe.
].].1.und Krafimetaphysik 242 bei Iamblich D e r N o u s s c h l i e ß l i c h als A n f u h r e r u n d K ö n i g der S e i e n d e n u n d die schöpferische K u n s t f e r t i g k e i t 7 1 . daß [diese Kraft] das A l l überragt. i die entspr. (Übs. als seiner W i r k u n g anwesend. Möglichkeit und Vollzug dieses Wirkprozesses ist. nach H o p f n e r ) D i e Formulierung 22. die das A l l schuf. 1 1 .. E n t s p r e c h e n d also erleuchten V. in sich selbst u n a b h ä n g i g u n d u n b e d ü r f t i g .Die Fortsetzung der Licht. die sich eben aufgrund ihres eigenen Lichtcharakters zugleich Bedingung. die rein in sich selbst g r ü n d e t . 72 S. 508 a5 u n d 5 1 7 C2 A b s c h n i t t I . daß Iamblich auch in diesem Kontext ein M o t i v des Sonnengleichnisses aufgreift: mit βασιλέως (261. 72 In Myst. mit der Piaton die Sonne und die Idee des Guten beschreibt. so daß sich meine A n n a h m e n zusätzlich stützen lassen. sind d e n G ö t t e r n i m m e r a u f dieselbe Weise. b e reits aus Plotins Kraftmetaphysik bekannte Vorstellung der wirkenden A n w e senheit (παρουσία. rechtfertigt die wiederholte Betonung der Autarkie des N o u s . Die Vorstellung der lichthaften Kraft. die im M e taphysischen den N o e t a entsprechen. G e h e i m l e h r e n ad loc. der in seiner Transzendenz verharrt und nur vermittelt wirkt.99.128. D i e Ü b e r l e g e n h e i t der Kraft der letzten [höchsten w i r k e n d e n Prinzipien] besteht s c h o n i m m e r ihrer N a t u r e n t s p r e c h e n d a u c h darin. 2 3 2 . Als O u s i a . ist folgerichtig an eine lichthafte Kraft zu denken. die durch ihr A n wesend-Sein erhellend zu wirken vermag. Es verwundert nicht... ίο) und νοητάρχης (262. o.2.] κατά μίαν ένέργειαν deutet auf das triadische Ousia-Dynamis-Energeia-Schema und die damit verbundene. die also strukturierend und dif- 71 Z u r Ü b e r s e t z u n g vgl. A n m . w i e Proklos in Inst. έν τ ω π α ρ ε ΐ ν α ι π α σ ι ν έξ ϊ σ ο υ την αύτήν ά ν ε μ π ο δ ί σ τ ω ς · έ λ λ ά μ π ε ι τ ο ί ν υ ν κ α τ ά τούτον τ ο ν λ ό γ ο ν κ α ι τ ο ι ς έ σ χ ά τ ο ι ς τά π ρ ώ τ ι σ τ α [. (Myst. v o l l k o m m e n . s. H o p f n e r ... j ) übernimmt Iamblich die Herrschaftsmetaphorik. da Iamblich die wirkende A n w e senheit der göttlichen Dynamis mit der ελλαμψις identifiziert: 73 Πέφυκεν άεϊ τ ω ν α κ ρ ό τ α τ ω ν ή π ε ρ ι ο υ σ ί α της δ υ ν ά μ ε ω ς και έν τ ω δ ε ύπερέχειν τ ω ν δ λ ω ν . 23.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . (έλλάμπει) nach diesem Verhältnis die Ersten die Ä u ß e r s t e n [.. 2 3 . a n w e s e n d nach Art einer Wirkung. o. § § 80 u n d 81. V.) hin.3—4 ττάρεστι [. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. ö.1 u. u n d darin. 73 D a m i t ist klar. zu R .1 6 fuhrt Iamblich das Konzept der wirkenden A n wesenheit und das Erleuchten als Wirken von Kraft zusammen. daß Iamblich hier den B e g r i f f ελλαμψις ebenso g e b r a u c h t . Ii—15) W e n n Iamblich das Wirken der Dynamis als έλλάμπειν versteht und b e schreibt. Die Stilisierung des N o u s als unabhängiger Herrscher beschreibt in diesem Verhältnis den Ousia-Aspekt des Nous.M o n a d e ist der N o u s vermittels seiner selbst als Dynamis den einzelnen Göttern. daß sie u n g e h i n d e r t allen als dieselbe g l e i c h e r m a ß e n a n w e s e n d ist. 2 3 2 . Abschnitt II. u m die D y n a - mis zu u m s c h r e i b e n .
Diese Vorstellung ermöglicht den Bezug zu Myst.Abschnitt II. spricht ebenfalls dafür.74 Im Zusammenhang mit diesem zweiten Text ist ein Abschnitt aus der „Ubersicht über die prinzipiellen Lehren der Chaldäer" des byzantinischen Gelehrten Michael Psellos mit in Betracht zu ziehen. Zusätzlich ermöglichen sie es. kann der andere Text dem Inhalt nach Iamblich zugeschrieben werden. 4.1—4). 7 5 Alle drei Texte machen hoffentlich die thematischen und systematischen Verbindungen zwischen Nousstruktur und -entstehung.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 243 ferenzierend wirkt.. 1 . In T i m . 4 1 . der bei D i l - lon. 75 Siehe Dillon. 308.4 . Während einer dieser Texte keinen direkten Bezug zu Iamblich besitzt und lediglich thematisch zum Problemkreis gehört (und damit einen gewissen hermeneutischen Wert besitzt). die Licht ist. Fragments 308 zitiert wird. daß der Nous den Göttern „nach Art einer Wirkung anwesend ist". der bereits von Dillon zum besseren Verständnis des Proklos-Referates genutzt wird. I. die diese Wirkung erzielt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 74 Es handelt sich bei diesem letzten Text um Prokl. 6. Genauso beschreibt nämlich vor ihm schon Plotin das Wirken der lichthaften Dynamis (s. 7. 1 . o. 22. Dieses Anwesend-Sein ist ein Erleuchten und die Kraft. Die Kombination beider Stellen ergibt folgendes Bild: Der Nous wirkt. denn dort beschreibt Iamblich.2. dem Licht und der Stellung des Lichtes innerhalb dieser Philosopheme deutlich.128. 7 . Diese Interpretation soll im folgenden durch zwei Texte des neuplatonischen Philosophen Proklos weitergehend gesichert werden.2 zu VI. auf die bisher rein philosophiehistorisch geprägte Analyse eine Untersuchung der religiös-kultischen Bedeutung von „Licht" folgen zu lassen und damit zum Ausgangspunkt der Untersuchung „Licht und die Legitimation v o n T h e u r g i e " zurückzukommen. denn Proklos gibt hier ausdrücklich eine Systematik Iamblichs w i e der. Daß Iamblich von dieser Kraft annimmt.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . kann nur als Licht gedacht werden. daß er sie als Licht versteht. Ousia-Dynamis-Energeia-Schema. Iamblichs traditionelles Dynamis.4 2 ) .2.und damit Licht-Verständnis zeigt sich außerdem darin. I. 22. Fragmenta 308. daß er deren Wirken als Anwesend-Sein begreift und damit dem Beispiel Plotins folgt. sie wirke „ungehindert allen als dieselbe". 7 .3 0 9 . 1 9 . denn was sollte sonst erhellend wirken? So vermittelt zwischen der Ousia-Monade des Nous und der ihr im Intelligiblen entsprechenden Energeia eine Dynamis. indem er anwesend ist (Myst. der seinerseits die peripatetische Lichtvorstellung aufgegriffen und modifiziert hatte.99.
bes. 78 D i e analogische Entsprechung zwischen dem Einen und der Ousia-Monade des Nous findet ihren Ausdruck auch in den Umschreibungen der Funktion. Daher sei an dieser Stelle auf die maßgeblichen Untersuchungen von Beierwaltes und Gersh zur Metaphysik des Proklos verwiesen. w a s i m v o r a u s g e h e n d e n über das E i n e als M o n a d e gesagt w i r d . 79 Gemäß seiner Intention an dieser Stelle.und Kraftmetaphysik bei lamblich 244 III. 1 charakterisiert: so als π η γ ή in Z . 57—72 und 90—94. a u f d e n h ö c h s t e n A s p e k t des N o u s . die O u s i a . 76 Es ist mir hier nicht möglich. 7 9 Δήλον γ α ρ δτι τά της αιτίας της ιτρώτης έγγυτέρω καϊ μετέχοντα μάλλον εκείνης ομοιότερα π ώ ς έστι πρός αύτήν· και ώσπερ εκείνη π ά ν τ ω ν έστϊν αιτία των δντων.Die Fortsetzung der Licht. d e n höchsten u n d p r i m ä r e n A s p e k t des N o u s .99. A u f Proklos übertragen bedeutet dies. w i e g e z e i g t . nimmt Proklos vorerst keine Rücksicht auf die triadische Struktur des Noetischen. 61 und 68—71. 29. es ist weiterhin das.2. οΰτω δη και αύτά των μερικωτέρων διακόσμων μονάδας ήγεμονικάς προεστήσατο. 4 9 . zwischen verschiedenen Hypostasen vermitteln zu können. u n d d a m i t a u c h a u f seinen D y n a m i s . 7 . Ζ . In e i n e r A u s l e g u n g des S o n n e n g l e i c h n i s s e s . 26 zu erkennen ist. wobei sich seiner Ansicht nach letztendlich auch das Wesen des Lichtes selbst ändert. 49. Kinesis 27—48. 105 ad 144. 7 7 D i e Z e i l e n T h e o l . II. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Plat. 24. Gersh." (Stellung 188). 77 D e r Text wird von Finamore im Zusammenhang mit der neuplatonischen Lichtmetaphysik angeführt und knapp interpretiert (Light 56-57). Geistmetaphysik76 4—5 charakterisiert l a m b l i c h .Theol. daß in den verschiedenen Hypostasen dieselbe triadische Binnenstruktur zu finden ist. B . 20-50. 1—5 e r l e i c h t e r n d i e a n a l o g i s c h e Ü b e r t r a g u n g dessen. daß sie dasselbe in Verschiedenem zum Ausdruck bringt. 48—49. Stäcker bestimmt dort die Funktion der Monade in der dynamischen Selbstkonstituierung des Intelligiblen. Allerdings bleibt die integrative und veranschaulichende Kraft der Lichtvorstellung in diesem Problemkreis bei ihm unbeachtet. Seine Texte werden daher von mir unter der relativ engen Perspektive der Lichtmetaphysik in ihrer Bedeutung für ein besseres Verständnis Iamblichs interpretiert. in Theol. als μ ο ν ά ς έκ τοΰ ενός. mit denen Proklos das Eine ζ. 3.A s p e k t . Besonders Gershs Analysen zur Dynamis sind für meine Überlegungen von grundlegender Bedeutung. siehe Saffrey / Westerink. und das Eine ist zeugend: γεννητικόν. Finamore geht es hauptsächlich um die Funktion des Lichtes. Plat. die Metaphysik des Proklos umfassend zu untersuchen. im Nous und seinem Verhältnis zum Einen ein. Von besonderer Bedeutung sind seine Untersuchungen S.128.1 Proklos' In De Mysteriis T h e o l o g i a P l a t o n i c a und die lichthafte 262. nutzt Proklos die Lichtmetaphysik. II. II.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . was das Nachfolgende erfüllt. die sich in d e r Theologia Platonica f i n d e t . seine O u s i a . die weniger differenzierte Struktur des Sonnengleichnisses zu erläutern. wie an πληρούται in Z . Plat. 7. Stäcker analysiert die Funktion der Analogie in der Philosophie Iamblichs folgendermaßen: „ Z u r Analogie gehört. 7 8 D i e s w i e d e r u m e r m ö g l i c h t in d e r R ü c k ü b e r t r a g u n g a u f l a m b l i c h d i e zusätzliche B e s t i m m u n g d e r F u n k t i o n des L i c h t e s u n d d a m i t a u c h d e r D y n a m i s i n n e r h a l b d e r B i n n e n s t r u k t u r des N o u s .M o n a d e . u m die ontologische F u n k t i o n v o n Monaden i m I n t e l l i g i b l e n n ä h e r z u e r l ä u t e r n . Stäcker geht im ersten Teil seines ersten Kapitels „Die triadische Struktur" wiederholt auf die Funktion der Monade im Intelligiblen bzw.
II. wie das Eine als höchste U r Monade wirkt. 7 . 1 . daß durch das noetische Licht alle Noeta sowohl gottartig werden als auch gutartig gemäß ihrer Teilhabe. genauso haben sich auch diese als Monaden. in Bezug zu ihr auch irgendwie ähnlicher sind. 7. zu Theol Plat. (Theol. 4 8 . 82 Die Formulierung έκ τοϋ πρώτου θεοϋ μετουσίαν ist auffällig. über das Proklos hier schreibt.1 9 . daß Proklos das platonische Prinzip der Teilhabe ebenfalls als Licht versteht. denn seine Teilhabe geht. die die in höherem Maße untergliederten Ordnungen anführen. " Nach Saffrey / Westerinks Analyse der zugrunde liegenden ontologischen Hierarchie in Theol. 1 1 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.128. (Theol. In ihr zeigt sich bereits. X . U n d genauso. diesen vorangestellt. Äquivalenz feststellen. daß die. daß sich höchstes E i nes und die nachgeordneten Monaden hinsichtlich ihrer Funktion als U r sachen (αίτίαι) entsprechen. Plat. 3—4 zeigt. II. 44 Punkt 3 kann das Noetische. 80 Da Iamblich den höchsten Aspekt des Nous als μονάς εκ τοϋ ενός beschrieben hat. 7 .Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 245 Denn es ist offensichtlich. die vom ersten Gott [herkommt]. Myst. und eine über dem Bereich des Noetischen. welche ontologische Funktion die Nous-Monade innerhalb der inneren Struktur des Nous übernimmt und wie sie beschrieben werden kann. 9 . 4 9 . w i e jene die Ursache aller Seienden ist. 7 . kann man im Z u g e der analogischen Übertragung bzw. ist zu fragen. 44. die andere des wahrnehmbaren [Lichtes]. II. 49.99.5 ) Die Analogisierung ώσττερ — ουτω in II. 6. aus der Perspektive des Teilgehabten gesehen. U n d er zeigt.1 0 ) 8 2 80 Diesen Grundsatz expliziert Proklos auch in Inst. aus eben diesem hervor. wenn die Antwort darauf gefunden ist. 105 zu S. die eine des noetischen Lichtes. Plat. mit dem von Iamblich. u. Plat. die der ersten Ursache näher sind und in höherem Maße an ihr teilhaben. § 26. U n d [Piaton] zeigt auf. U m das Eine in seinem Wirken zu erfassen. die Sonne. την μεν νοητοϋ φωτός την δέ αισθητού· και τφ μεν νοητω φωτϊ θεοειδή πάντα νοητά καϊ ά γ α θ ο ε ι δ ή κατά την έκ τοϋ πρώτου θεοϋ μετουσίαν άποφαίνει. die direkt auf das Eine folgt. 8 1 Von diesen beiden Monaden sagt Proklos (der damit weit über Piaton hinausgeht): καϊ των μονάδων τούτων έκατέραν γεννητικήν έπιδείκνυσι. das Eine. interpretiert Proklos das Sonnengleichnis. Im Z u g e seiner Interpretation setzt er zwei Monaden an: eine über dem Bereich des Sichtbaren.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 262—263 gleichgesetzt werden. da es in beiden Texten um die Hypostase geht. daß jede dieser beiden Monaden eine hervorbringende ist. s. 7. denn erst.
II—12 sagt. Dillon. 1 1 . Frg. Gersh. insofern die Ideen gut sind. daß Proklos von eben dieser Monade in II. VIII.262. wo die Dynamis zur Mutter der Energeia wird. Abschnitt III. siehe Gersh.1. daß das Noetische von ihr seine Seinsheit erhalte: άφ' ης [. der zugleich zur Monas-Ousia des Noetischen wird und den Proklos in seiner Funktion als γεννητικόν hier erörtert. so daß das proklische noetische Licht als Fortsetzung oder R e zeption der Dynamis-ελλαμψις Iamblichs erscheint. was wäre das.8 ergeben.246 Die Fortsetzung der Licht. das Licht als vermittelnde Dynamis zu fungieren. den das Licht hat. Vgl. 7 . womit Proklos mit sich selbst in Widerspruch geriete. was vor dem Hintergrund des Sonnengleichnisses als ein Struktur-Verleihen aufgefaßt werden kann. 7. Kinesis 39—40. Kinesis 36 und 39. 6—9). 1 ) hat gezeigt. der allerdings nicht Plotin und Iamblich als mögliche Vorbilder des Proklos in seine Argumentation einbezieht. wie bisher angenommen. 4. 7 . 46. ob die Monade bei Proklos das absolute Eine bezeichnet oder den Aspekt des Einen. 5 προούσιος.o. Plat. was an Iamblichs Charakterisierung des höchsten Nous-Aspektes in Myst. Als Ausweg bietet sich folgende Überlegung an: Die in 5 1 . daß es das Licht des Einen und damit der Nous als Licht ist. w o Plotin sich bemüht.. Die U n tersuchung zu Plotin (oben Abschnitt I I .] την τε ούσίαν [im Sinne des platonischen Sonnengleichnisses] ελαχε. D i e ser Prozeß der Lichtgabe und -nähme setzt sich weiter fort: Erfüllt von der Göttlichkeit [des Einen] strahlen [die Noetischen] mit noetischem Licht auf 83 Daß Proklos dieses Schema kennt und anwendet ergibt sich nicht nur aus Inst. Das erinnert an Iamblichs Formulierung in In Ale. Auch Proklos greift mit dieser Vorstellung nicht nur auf Plotin sondern auch auf Piaton selbst zurück.262. Vgl. das νοητόν φως die der Dynamis. der als dessen Energeia zugleich Ousia und Monade der noetischen Stufe ist. daß es eine Entwicklung darstelle. VIII. Plat. 2. s.17—19 το [..99. daß Proklos mit ihm verschiedene Hypostasen bezeichnet. 11. II. die der ούσία des Schemas entspricht. Zudem muß bei Proklos dessen Anwendung des Triadenschemas sorgfältig differenziert werden.wie gutförmig. 84 Dieselbe Wirkung hatte darüber hinaus das Licht als Dynamis in Enneade VI.3. die aus dem höchsten Aspekt der Monade. Dafür spricht.46. 8-9 das Verhältnis zwischen D y namis und Energeia folgendermaßen beschreibt: ττασα γαρ ενέργεια δυνάμεως έστιν εκγονος. 7. 84 Eine Einschränkung dieser Interpretation könnte sich aus Theol. da Proklos an dieser Stelle deutlich sagt. eine Antwort auf die Frage zu finden: „Indes. die Interpretation also nicht angemessen sein kann. 5 1 . 1 . das die Ideen des Nous guthaft sein läßt. in diesem Zusammenhang auch Theol.7. Der Wirkung und damit der Energeia korrespondiert der Effekt. 2. um dessentwillen sie gut sind?" (VI. besteht ζ.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . hervorgeht.. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Es läßt sich jedoch nicht vollständig sicher feststellen. 16..] αγαθόν το πρώτιστον als ύπεροΰσιος mit Myst. B. 7. Plat. sondern auch daraus. nicht jedoch den Aspekt des Einen. 5-7 erinnert. denn es macht ebenso gott. 7.128.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Auch hier ist das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema zu erkennen: 83 Die γεννητική μονάς übernimmt Position und Funktion der Ousia. daß das Eine/Gute als Einziges über Dynamis und Energeia stehe. Neben der von mir untersuchten Möglichkeit. Im Noetischen scheint. §§ 80 und 81. daß Proklos in Theol. 7 8 getroffene Feststellung gilt nur für das absolute άρρητον εν. 51. auch die Möglichkeit.
mit dem sich die Lichtkontinuität fortsetzt. 262. VIII. ist die Formulierung dem Einen zuzuordnen. 262—263 angesehen wurden.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei lamblich 247 das Folgende [nämlich das Geisthafte 85 ] hinab. Plat. was die göttlichen Guten anfuhrt. 9—19. II. Den in diesem Kontext so wesentlichen Unterschied zwischen Licht als Dynamis und der Monas-Ousia als der Ursache des Lichtes. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. wenn [Piaton] das. τω νοητω φωτι [ . 87 Theol. 508 d l und 4 . Die Ambivalenz dieser Metapher läßt diese Verwendung vermuten. in einem Text. das als Strahlendstes selbst noch am Licht teilhat (denn das allererste Licht geht von ihm aus hin zu den Geistigen [τά νοητά] und dem Geist). Plat. bezeichnet er es etwa als etwas.und Quellmetaphorik kombiniert wird. Ούδέν γ α ρ αλλο έστϊ τό φως η μετουσία τής θείας υπάρξεως· ώς γ α ρ άγαθοειδή πάντα γίνεται τάγαθοΰ μεταλαμβάνοντα και πληρούμενα τής εκείθεν προϊούσης έλλάμψεως. ώ σ περ λέγεται. der sich ebenfalls aus dem Sonnengleichnis herleitet und sich bisher als bestimmend für die neuplatonische Licht. daß dem noetischen Licht 87 im Neuplatonismus auch nach Plotin genau die Funktion und der ontologische Status zukommt.44. zu beschreiben: Άλλα μην ουδέ. 40. besingt als das Strahlendste des Seienden. Dillon stützt damit zusätzlich die A n nahme. 4 7 . . der zugleich der niedrigste des Einen ist.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .24—45. 1 1 . Plat. Betrachtet man den Bezug zu Theol. vielmehr [bezeichnet er es] als Ursprung des überall seienden Lichtes und als Quelle 88 der gesamten geistigen und geisthaften und um die Welt herum [seienden] Göttlichkeit. um das Verhältnis des Einen gegenüber dem Nous und die Funktion. Plat. das bei lamblich in Myst. 7. 7 . Nicht einmal dann. thematisiert Proklos erneut in Theol. 1 1 . 105 zu S. 2.5 . Denn das Licht ist nichts anderes als die Teilhabe an der göttlichen Wirklichkeit. Plat. . in dem das OusiaDynamis-Energeia-Schema mit Licht. 2 1 τό π ά ν τ ω ν αίτιον. Vgl. Denn w i e alles guthaft wird.und Kraftmetaphysik erwiesen hat. 86 88 Die Zuschreibung der Quellmetaphorik läßt sich nicht eindeutig bestimmen. 44 Punkt 3. 2—3. Andererseits können alle diese Wendungen ebensogut den höchsten Aspekt des N o u s bezeichnen.Theol. da das höchste Eine in seiner absoluten Transzendenz über derartige Ambiguitäten erhaben ist. denn das ist zumindest von lamblich gemeint. daß dies auch fur das noerische Licht gilt.128.99. αλλ' ώς αίτιον τοϋ πανταχού φωτός καϊ ώς π η γ ή ν ά π ά σ η ς της νοητής η νοερας ή περικοσμίου θεότητος. ούτως άρα και θεοειδή τά π ρ ώ τ ω ς όντα καί. 7. indem es am Guten teilhat und erfüllt 85 Siehe Saffrey / Westerink. ώς μετέχον αϋτό φωτός φανότατον επονομάζει (τό γ α ρ πρώτιστον φως άττ' αύτοΰ πρόεισιν εις τά νοητά και τον νοΟν). w o allerdings καταλάμπειν mit Genitiv und nicht w i e hier mit Akkusativ konstruiert wird. 7 . II. In Tim. 4 5 . 48.5 legt nahe. θεία τά τε νοητά καί τά νοερά διά τήν τοϋ θεοϋ μετουσίαν αποτελείται. δταν φανότατον τοΰ δντος άνυμνή το των θείων α γ α θ ώ ν ήγεμονοΰν.86 Die Proklos-Stelle in K o m bination mit lamblich. 4 . ] καταλάμπειν erinnert an R . 2» Paraphrase. Theol. die bereits für Plotin bestimmend waren und die als wesentlich für das Verständnis von εαυτόν έξέλαμψε und die gesamte Passage in De Mysteriis VIII. Frg. 1 mit π η γ ή των π ά ν τ ω ν seine Entsprechung zu besitzen scheint. die das Licht als Kraft in dieser Relation übernimmt.
9 . die in F u n k t i o n . g u t . als g ö t t liche sowohl die Geistigen als auch die Geisthaften vermittels der Teilhabe an d e m G o t t . 9 .u n d gotthaft zu m a c h e n .ΐ 2 nahelegt. In R e m p . Plat. 7 . Gestützt w i r d diese A n n a h m e . 4 8 . w i e P r o k l o s in T h e o l . In T h e o l . 1 2 — 1 3 ) u n d damit als U r s a c h e .248 Die Fortsetzung der Licht.. 108 zu S.26—29 zeigt. Plat. 9 0 w e n n m a n die F u n k t i o n u n d Position des metaphysischen Lichtes näher b e s t i m m e n m ö c h t e . z w i s c h e n der O u s i a . Stellung 46-50. die v o n dort hervorgeht. was „ g e t r e n n t v o n j e g l i c h e m anderen nach o d e r v o r i h m " 9 1 ist.. 4 8 . als μετεχόμενον. 1 1 . 17 mit φως π ρ ό ε ι σ ι ν in Ζ . 7 . 1 1 — 1 2 veranschaulicht P r o k l o s dieses M i t t l e r e als τό [. w i e ein Vergleich mit Prokl. u n d das damit. Plat. Plat.. 4 8 . 47 diese Struktur auf das Verhält- nis z w i s c h e n verschiedenen Hypostasen anwendet. Das H e r v o r g e h e n d e erfährt seine V o l l e n d u n g i m Teilhabenden. 9 2 D i e s e Vollendung k a n n z u g l e i c h als eine E r f ü l l u n g mit L i c h t verstanden w e r d e n w i e die Z e i l e n 17—18 zeigen. 90 D a z u a u c h Stacker.2). D i e s e K o m b i n a t i o n metaphysischer V o r s t e l l u n g e n ist m i t den B e s c h r e i b u n g e n aus der Theologia Platonica zu verbinden. daß ελλαμψις u n d φως in diesem Abschnitt dieselbe W i r k u n g zu haben scheinen.und Kraftmetaphysik bei Iamblich w i r d v o n der E r l e u c h t u n g (Ελλαμψις) 89 . Plat. Proklos beschreibt diesen A s p e k t als αίτιον του π α ν τ α χ ο ύ φωτός ( T h e o l . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.1 1 ) . 1 1 . 7. 92 Prägnant steht αποτελείται in Z . 19 darlegt: διά την [.] μετουσίαν άποτελεΐται.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . erinnere i c h an die zu B e g i n n dieses Abschnitts dargelegte triadische S t r u k t u r des H e r v o r g e h e n s p r o z e s s e s des N o u s aus d e m E i n e n in ihrer V e r b i n d u n g m i t d e n A u s f ü h r u n g e n in Proklos' Elementatio Theologica § § 80 u n d 81 (oben A b - schnitt III.128. so daß aus i h m das h e r v o r g e h t . 91 Stäcker. II. der als άμέθεκτον das b e z e i c h n e t . w i e gesagt. w i e es Piaton i m S o n n e n g l e i c h n i s lehrte. D i e M o n a d e / O u s i a n i m m t dabei die Position des h ö c h s t e n A s p e k t e s ein. 93 Proklos scheint hier ελλαμψις und φώς miteinander gleichzusetzen.99.1 9 ) U m d e n in dieser B e s c h r e i b u n g geschilderten V o r g a n g erläutern zu k ö n n e n . zitiert bei Saffrey / W e s t e r i n k . 7 . 4 8 . 9 3 E i n e derartige V o l l e n d u n g bzw. d e m μετεχον. ι ι . w e n n man beachtet. 4 8 . was s o w o h l z e u g e n k a n n als auch g e z e u g t ist.. ( T h e o l . Plat. E i n h e i t u n d Struktur z u v e r - 89 M i t genau diesem B e g r i f f charakterisiert Proklos in Inst.M o n a d e u n d der E n e r g e i a als d e m μετέχον z u v e r m i t t e l n v e r m a g . Fragmenta 308 u n d auch Psellos' Iamblich-Interpretationen rechtfertigen meiner Ansicht nach die Ü b e r t r a g u n g auf eine B i n nenstruktur. G l e i c h z e i t i g ist dieser U r s p r u n g in h ö c h s t e m M a ß e produktiv. D i l l o n . T h e o l . 1 1 .. der allerdings auf S. 48 P u n k t 6.279. 1. Stellung 49. 1 1 . n i c h t m i t d e m dieser Licht selbst identifiziert w e r d e n darf ( T h e o l . W i r k u n g v o n L i c h t besteht darin. § 81 die D y n a m i s i m G e f i i g e v o n O u s i a u n d Energeia. also darin. so [wird] folglich auch das wesentlich und primär Seiende gotthaft und [so] vollenden sich. 7 .] π ρ ώ τ ι σ τ ο ν φως άττ' αύτοΟ ττρόεισιν. w i e bereits die Ä h n - lichkeit der K o n s t r u k t i o n προϊούσης έλλάμψεως Ζ . 19 am E n d e des gesamten Sinnabschnittes u n d des Sat- zes u n d bildet damit auch in stilistischer Hinsicht den A b s c h l u ß .
508 a i . 97 Siehe C r e m e r . was zwischen άμέθεκτον und μετέχον eben in diesem Sinn des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas vermittelt und damit ein Deutungsmodell der platonischen Teilhabe: ούδέν γαρ α λ λ ο εστί τό φως η μετουσία της θείας υπάρξεως (Theol. zugleich hat er die F u n k t i o n . Es ist das metaphysische Joch. das als μετεχόμενον gleichzeitig hervorgeht und hervorbringt. 99 V g l . u.2.1 zu I n T i m .2 4 . gezeugt wird und weiterzeugt. 32. zwischen denen sich diese Vermittlung vollzieht. Das Licht geht also aus dem höchsten Aspekt hervor 9 5 und ist zugleich das. w i e auch die δύναμις als Joch schon das Mittlere bei Piaton 96 war und bis z u m Ende der Akademie bei Damaskios 9 7 bleibt. daß unter δια τήντοΰ θεου μετουσίαν in Ζ . 95 V g l . Während Piaton im Sonnengleichnis die Vermittlung am Beispiel des Prozesses sinnlicher Wahrnehmung expliziert. II. T h e u r g y 66. II. ebenso διά τό πρώτιστον φως zu verstehen ist. 4 8 . D i e grundsätzliche Vorstellung des Lichtes als Dynamis. w e n n man bedenkt. das. dazu a u c h Prokl. 16. 8—9 formuliert. was die Energeia zeugt. der v o n der w i r k e n d e n U r - sache ausgeht u n d einen E f f e k t i m A u f n e h m e n d e n hervorruft. 2 6 . Shaw. zur F o r m u l i e r u n g έκ τοϋ π ρ ώ τ ο υ θεοΰ μετου- σίαν. bes. 1 5 .3. 51. w i e Proklos in T h e o l . Damit bestätigt sich der Eindruck. der oben bei der Erörterung des έπιτηδειότης-Konzepts Iamblichs gewonnen wurde. die bei Piaton in der Funktion des τό öv lediglich angelegt waren.128. vgl.1 mit der A n m . Chaldäische O r a k e l 40-41 und A n m . Plat.: ελλαμψις έ ν ο π ο ι ό ς ο ϋ σ α u n d unten Abschnitt III. 1 . o b e n A b s c h n i t t III.99. 94 Diese Interpretation ergibt sich. 2 7 9 . Es verschiebt sich j e d o c h die Bedeutung der Pole. Das Licht ist das.S c h e m a und die Lichtmetaphorik g e w i n n t D i l l o n aus seiner Interpretation des Frg.E n e r g e i a . 19 nach der Definition der Z e i l e n 14—15. 96 R .41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . was das Teilhabende zur Vollendung fuhrt. fuhrt 94 V g l . 98 Eine ähnliche Vorstellung der O n t o l o g i e Iamblichs o h n e expliziten B e z u g a u f das O u s i a - D y n a m i s . in der Licht als Teilhabe an der göttlichen Wirklichkeit bestimmt wird. 39 I n T i m . 14-15)· In dieser Funktion und Position w i e d e r u m ist es das Mittlere. bleibt erhalten. oder. 7. In R e m p . was Shaw als „mean t e r m " der O n t o l o g i e des N e u platonismus nach Plotin bezeichnet. 7 .. 98 In diesem Vollzug wird die Licht-Kraft zu dem. Plat. 9 9 Die Verknüpfung dieser beiden A s p e k te. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der vermittelnde Aspekt ist derjenige. 1 1 . die als vermittelndes Band fungiert. τό μέσον. funktionalisieren Iamblich und Proklos das Licht zur Beschreibung der Vermittlung z w i schen den verschiedenrangigen Aspekten eines ontologischen Prozesses. zwischen d e m A m e t h e k t o n und d e m M e t e c h o n zu vermitteln. der eine ontologische Hierarchie zwischen einem ursächlichen Aspekt und d e m von ihm bewirkten Wirkungsaspekt entstehen läßt.2 9 .Licht als Dytiamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 249 leihen.
VIII. aber auch als deren Wirken aus ihr heraus einen Effekt erzielt. die zugleich die Transzendenz der Ousia-Monade wahrt. Wichtig sind seine H i n weise auf den religiösen Aspekt der Darstellung. Mit δια την τοΰ θεου μετουσίαν in Ζ . die Entwicklung des Hervorgehens vollendet. 9—19 zugrunde. der primär daran interessiert ist. Β.und Strukturierungsprozesses ist. Das Moment der R e f l e xion kommt in Theologia Platonica II. aus denen das Licht hervorgeht.und Kraftmetaphysik bei Iamblich bereits Plotin durch. 16 statt ζ. in der sich. 19 hin. 2 . 100 Wie Piaton bestimmen damit auch Iamblich und Proklos das Licht grundsätzlich innerhalb eines Bezugsrahmens nach seiner Position und Funktion. 262—263 durchaus Beachtung. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 102 Beierwaltes. in dem epistemologische sowie kraft. A b schnitt III. als der Energeia. εστίν und άποτελεΐται in Z . In den Zeilen 15—19 beschreibt Proklos diese Wirkung.99.128. inhaltlichen Struktur des Abschnittes Theol. da Proklos hier das Sonnengleichnis als Darstellung der Entstehung rein ontologischer Wirkungsverhältnisse interpretiert. 48. 19 stellt er einen Rückbezug zu μετουσία της θείας υπάρξεως her. die Transzendenz des höchsten und als Prinzip fungierenden Aspektes mit dessen Ursächlichkeit in Form der Immanenz seines durch die 100 Dafür findet es bei Iamblich in Myst. Die Zeilen 9—14 beschreiben mit αίτιον und πηγή. Plat. ohne dabei das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema in Anwendung zu bringen. die das OusiaDynamis-Energeia-Schema spiegelt. ohne in diesem Kontext ausfuhrlich weiter auf spezifische Eigenschaften des Lichtes einzugehen. die sich zugleich Bedingung der Möglichkeit dieses Reflexions.3 . II. 101 A u f die Prozeßhaftigkeit der geschilderten Sachverhalte weisen die beiden Prädikate γ ί νεται in Z . s. so daß die Geschlossenheit der sprachlichen Darstellung der des ontologischen Prozesses entspricht. die reflexive Einheit dieses hybriden Prozesses herauszuarbeiten als AusdifFerenzierung einer auf sich selbst reflektierenden Kraft. So gerät ihm das ontologische Moment der Darstellung aus dem Blick. 101 Zusätzlich betont άνυμνί) in Z . 7. 102 Die Intention dieser Art der Veranschaulichung metaphysischer Sachverhalte liegt darin. 7 nicht vor.2.und lichtmetaphysische Argumentationsmuster zu einem Darstellungskomplex verschmelzen. In den Zeilen 14—15 wird die Dynamis charakterisiert.250 Die Fortsetzung der Licht. Proklos 288 scheint diesen Prozeß als den der Selbstreflexion des Denkens zu begreifen. 9 direkt nach dem Platon-Zitat und vor τό των θείων α γ α θ ώ ν ήγεμονοϋν zugleich die Göttlichkeit Piatons und den religiösen Charakter der gesamten Darstellung. Dieser Bezugsrahmen liegt auch der argumentativen bzw. die Ousia-Monade. o.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . die als τό φως aus der Ousia heraustritt und die Funktion der vermittelnden Teilhabe übernimmt. so daß die Konstitution der triadischen Struktur tatsächlich als prozeßhafter Ablauf vorgestellt werden kann.
1 0 3 Wenn Proklos in diesem Kontext schreibt." (Stellung. 2: μένει δέ αχραντον έν άβάτοις άποκεκρυμμένον. lamblich versucht einen Ausgleich zwischen der absoluten Transzendenz des Einen und einem zeugenden ersten Prinzip. 104 Theol. wie unten zu zeigen sein wird. die man bis auf Parmenides zurückfuhren kann. Eine andere Möglichkeit.3 2 an. daß das Eine und damit die ihm analoge Monade während dieses Prozesses verharre 104 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Fragmenta 3 1 . Wenn es ihn gibt. ist er.nach der Seite seiner Einheit und seines Wesens andererseits konstituiert er in dieser Wirkung eine tiefere Hypostase nach der Seite seiner Vielheit und Kraft. die Prinzipien der sog. so verharrt auch die wesentliche Energeia.] έξηρημένην μεν [. 50. [.. Er löst dieses Problem wie gezeigt u. selbst wenn sie die zweite Energeia aus sich heraustreten läßt.128. 105 S. 9 .. „Ungeschriebenen Lehre" Piatons in die neuplatonische Geistmetaphysik zu integrieren. Plat. So läßt die Tradition dieser Vorstellung erkennen. 5 0 .. Proklos bringt dies in Theol.4.99. die die Entwicklung des Nous aus dem Einen beschreibt.. beweist ihn jedoch nicht. 185). s. Plat. 1 1 .. andererseits aber auch dessen Wirkung auf die Welt zu rechtfertigen. die Dynamis in ihrem Verhältnis zur Ousia-Monade als Licht zu begreifen. Wisdom 6 7 . wenn sie die als Licht verstandene Dynamis aus sich hervorbringt. um das Verhältnis zwischen zweiter und wesentlicher Energeia zu veranschaulichen. Dillon.2. 7. als dessen AusdifFerenzierung sich das OusiaDynamis-Energeia-Schema erwiesen hatte. Z u r Bedeutung dieser Vorstellung des Verharrens in der Tiefe. im Inkubationsritual und dem damit veränderten Bewußtseinszustand zu suchen. Plat. 48. dieses Problem zu lösen fuhrt Dillon. durch eine Kombination von Lichtmetaphysik und Ousia-Dynamis-Energeia-Schema.1 1 beziehen sich. Sie läuft darauf hinaus. II. auf diesen Gegensatz von Transzendenz und Immanenz: „Die Auffaltung der Hypostasen in je drei Momente machte sich lamblich zunutze. 7 . Auch im R a h m e n seines eigenen Schemas hatte Plotin stets das Licht als Beispiel herangezogen. und ebenso verharrt die Ousia-Monade. um auf diese Weise das Problem der Vereinbarung von Verharren in der Transzendenz und immanentem Wirken zu lösen..7 1 und unten Abschnitt III. 7. So bleibt zwar der Gott in seiner Wirkung bei sich . Fragmenta 3 0 . II.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei lamblich 251 Dynamis vermittelten Wirkens zu vereinbaren. kann dies auf Plotins Energeiai-Schema hinweisen. wie bereits Stacker bemerkt.] έν έκαστη δέ αυ τάξει των δντων την άνάλογον έκείνω μονάδα [.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .3 1 . um einerseits die Abgetrenntheit des göttlichen Wesens. 20-24 zum Ausdruck: [. a.. 105 103 Auch die fast paradoxen Formulierungen in Theol.] ύφεστάναι.]. Sie läßt einen kultischen Hintergrund zwar erahnen.. Kingsley. daß es für lamblich und im Anschluß an ihn fur Proklos nahelag. Denn wie die Sonne trotz des Ausstrahlens von Licht unverändert verharrt.
99. Diese Entsprechungen äußern sich dann ebenfalls auf der sprachlichen Ebene.128.252 Die Fortsetzung der Licht. die Darstellung des absoluten Einen und der Ousia-Monade einer jeweiligen Hypostase. 7. z. αλλ' έν άλλοις άκριβέστερον την δημιουργικήν ανύμνησε τάξιν.17-419. τοϋ δέ τρίτου και δημιουργοϋντος τά δλα τάς μονίμους προόδους καϊ τάς τών αιτίων όλων ποιήσεις καϊ συνοχάς τάς τε άφωρισμένας δλας τοις ε'ιδεσιν αιτίας καϊ τάς προϊούσας π ά σ α ς δημιουργίας καϊ τά δμοια τούτοις τεκμήρια κάλλιστα άναδιδάσκουσι.Theol. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. wenn man bedenkt. εκείθεν ληπτέον· (περί) γ α ρ (της έν Τ ι μ α ί ω του Διός δημηγορίας) γ ρ ά φ ω ν μετά τάς νοητάς τριάδας καϊ τάς των νοερών θεών τρεις τριάδας έν τή νοερφ έβδομάδι την τρίτην έν τοις πατράσιν απονέμει τφ δημιουργώ τάξιν· τρεις γ ά ρ είναι θεούς τούτους καϊ π α ρ ά (τοις Πυθαγορείοις) ϋμνημένους. insbesondere kann. sondern den untergeordneten A b schnitt des Noerischen und Geisthaften. 107 δτι δέ και αυτός Ίάμβλιχος εί και έν τούτοις όλοσχερέστερον. aber durchaus thematische Konvergenzen mit Details und grundsätzlichen Mechanismen seiner Lehre aufweist.2. daß diese lichtmetaphorisch beschriebene Nous-Struktur. Aufgrund der bisher immer wieder zu beobachtenden Strukturentsprechungen zwischen allen Bereichen des Intelligiblen scheint es jedoch vertretbar. 2—3. Weil aber Iamblich in einer anderen Schrift detaillierter die demiurgische Ordnung besang.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . mit entspr. w o er über die R e d e des Zeus im 106 Z u m Text und seiner Interpretation siehe Dillon. aus ihr auszuwählen: Denn an der Stelle. um durch sie die metaphysische Systematik Iamblichs differenzierter zu verstehen. Proklos-Texte heranzuziehen. siehe Stäcker. gilt es. και τάς μονάδας δλας έν έαυτώ περιέχοντος το άπλοϋν καϊ άδιαίρετον καϊ άγαθοειδές καϊ μένον έν έαυτώ καϊ συνηνωμένον τοις νοητοϊς καϊ τά τοιαύτα γνωρίσματα της ϋπεροχής παραδεδώκασι. 107 Dieses Vorgehen läßt sich auch rechtfertigen. zu Plat. also den Nous selbst. II. A u f diese Weise läßt sich mein Vorgehen. die in der Theologia Platonica nicht explizit auf Iamblich bezogen wird. B. daß das Verhältnis der Hypostasen zueinander analogisch zu denken ist. φησί. οΐ του μεν ένός νοΰ. Fragmenta 308 und 4. τοϋ δε μέσου καϊ την συμπλήρωσιν συνάγοντος των τριών το γ ό ν ι μον τών θεών καϊ το σ υ ν α γ ω γ ό ν τών τριών καϊ το της ένεργείας άποπληρωτικόν και τό της θείας ζωής γεννητικόν καϊ τό προϊόν πάντη και τό ά γ α θ ο υ ρ γ ό ν κάλλιστα δείγματα λέγουσι. o. dessen Ergebnissen ich mich anschließe und die es auszuarbeiten gilt. A n m . Allerdings spiegelt die im folgenden dargestellte Struktur nicht die höchste Stufe des Noetischen. wieder. diesen Textabschnitt ungeachtet seiner eigenständigen Bedeutung für das Verständnis der Ontologie Iamblichs auch mit Blick auf den in De Mysteriis VIII.und Kraftmetaphysik bei Iamblich III. vgl. 262—263 thematisierten Nous auszuwerten. 106 mit einer Vorstellung vom Demiurgen vereinbart werden die Proklos Iamblich ausdrücklich zuweist. zumindest etwas stützen. Stellung 185.2 Die Binnenstruktur des Demiurgen und des Noerischen Der folgende Text aus Proklos' Timaios-Kommentar soll zeigen. und die in ihrer inneren Dynamik ebenfalls unter Berücksichtigung des Ousia-Dynamis-Energeia- Schemas interpretiert werden kann. und die höhere Hypostase immer auch U r bild der niedrigeren ist.
das. [Von den Pythagoräern. was das göttliche Leben hervorbringt. Hypotyposis 7 3 . was die Drei zusammenfuhrt und die Wirkung vollendet. Fragmenta 418 und oben Abschnitt III. der zweite die Z e i l e n 3 0 8 . 17-309. was in sich selbst verharrt und in Einheit mit den Geistigen verbunden ist. daß diese A r t der Gestaltung auch hier zu finden sein wird. statt einfach als „geisthaft" (νοερών in Z .2 8 . 164. geben sie andauernde Hervorgehensprozesse an. Plat.Vätern'] im Gesang gepriesen. Commentaire II. II. 7 . die als universelle Ursachen [d. der auch die Monaden allesamt in sich umfaßt 109 . 9—19. In Tim. Plat. 24—25: 108 Die zweite Stufe als „geistig und geisthaft" zu beschreiben. v o n denen j e d e r mit einem Prädikat endet. wie Iamblich sagt. 1 1 0 Entsprechend erinnert die formale Gestaltung des Textes an einen H y m n o s : S o w e r d e n die wesentlichen Eigenschaften oder F u n k t i o n e n der „ V ä t e r " oder „ G ö t t e r " in Relativsätzen angeführt u n d deren j e einzelne Position in der Hierarchie genau b e s t i m m t . was die Götter hervorbringt und das. D e r erste Aspekt. h. Denn von den Pythagoräern wird von [den . als auch diejenigen. das Einfache und Ungeteilte und Guthafte. 7 stützen kann. 48.128.D y n a m i s . D a m i t stellt er Iamblich n e b e n Piaton u n d weist zugleich auf die religiöse B e d e u t u n g des Folgenden h i n . die alle [in ihrer Funktion] als schaffende [Kräfte / Elemente / sekundäre Stoffe] hervorgehen.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 253 Timaios schreibt. das die Universellen schaffend hervorbringt. Als H i n w e i s darauf. dort teilt er nach den geistigen Dreierordnungen und nach den Dreierordnungen von geistigen und geisthaften108 Göttern innerhalb der [rein] geisthaften Siebenerordnung die dritte Position unter den Vätern dem Demiurgen zu. 111 Dazu paßt. 21 bei Diehl). 2 8 .i. den Proklos hier als den ersten in einem V e r b u n d v o n drei G ö t t e r n beschreibt. 2 u n d der dritte die Z e i l e n 3 0 9 . I. I. auch Festugiere. und [weitere] derartige Merkmale der Erhabenheit überliefert haben. als wesentliche Merkmale des einen Geistes. (Prokl. was die Vollendung der Drei zusammenfuhrt. und zwar sowohl diejenigen. 1 1 1 Z u d e m zerfällt der T e x t in drei Abschnitte. Fragmenta 418 anfuhrt. D e r erste A b s c h n i t t umfaßt die Z e i l e n 3 0 8 . was Gutes schafft. lassen sich sowohl sprachliche als auch inhaltliche U b e r e i n s t i m m u n g e n anführen.] die. das Produzieren der universellen Ursachen und die Verbindungen.E n e r g e i a . daß diese drei Götter seien. Als schönste Zeugnisse des Dritten. erhält die B e z e i c h n u n g „ d e r eine N o u s " ( Ζ . bezeichnen sie das. 7 . 6) M i t ανύμνησε in In T i m . 110 Vgl.3 0 9 . der sich u. 9. wie Dillon.99. a. 2 4 . Als schönstes Erkennungszeichen des Mittleren aber und dessen. 109 Zu dieser bekannten Vorstellung des ontologischen ττεριέχειν siehe Dillon. II. Diese Dreierunterteilung erinnert an T h e o l . übernehme ich als Konjektur von Dillon.. in jede Richtung hervorgeht und das. als Elemente] von den Formen präzise bestimmt sind.S c h e m a s nachbildete. auf Psellos. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 3 0 8 . 4 8 . wie Iamblich sagt. daß die Glossen zum Text Götternamen nennen. Fragmenta 417. 2—6. [ebenso] das.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . w o die sprachliche Struktur die ontologischen Verhältnisse des O u s i a . 1 9 verwendet Proklos dasselbe W o r t für I a m blichs Tätigkeit w i e für die Piatons in T h e o l . 308.
26) dafür. Z u d e m ist deutlich zu erkennen. Das έν φ [. 263. o. wie der Leser das Wirken dieses ersten Aspektes auffassen soll. 4—5 der Ousia-Monade des Nous zu. um die Idee des Guten in ihrer Transzendenz zu beschreiben.42—48). 2 . Weiter sprechen die Eigenschaften der Einfachheit und Ungeteiltheit (Z. um [. Nasemann. daß es Proklos um den höchsten Aspekt der Binnentriade geht.. Abschnitt II.254 Die Fortsetzung der Licht.. A m Ende des Abschnitts folgt die deutlichste Bezeichnung dieses Aspektes in seiner Position den anderen gegenüber: υπεροχή (308. das in diesem Sinne die Luft umfaßt und das zur Erklärung des Verhältnisses zwischen Seele und Körper herangezogen wird. 3. Theurgie 38-40: „Die Ausdrücke υπεροχή und ύπερέχειν werden [.4 mit άφωρισμένας [. schlechthin überragenden R a n g zuzuschreiben. erinnert das an die Ousia-Monade.2. denn nach Plotin ist es das Licht. Stacker. Stellung 39 Anm. VIII. 2.. denn das περιέχειν ist als Begrenzen und Strukturieren des Umfaßten zu verstehen.99. daß das U m faßte vom Umfassenden ähnlich wie die Materie von der Form oder die Luft vom sie umgrenzenden Licht begrenzt und beeinflußt wird. Damit wird sein Wirken auf das ihm Untergeordnete beschrieben. denn auch die Seele umschließt in diesem Sinne den Körper (s. Nasemann fuhrt die Wendung bis auf Piaton. I. 1 1 3 Hier zeigt sich erneut der Einfluß des plotinischen Energeiai-Schemas. und an Myst. 308. die von den Vorgängern Iamblichs und Proklos' immer wieder genutzt wurde.. 2. Genauso schreibt lamblich in Myst.4 8 zur metaphysischen Funktion des περιέχειν.. 3 .2.2 zu IV.128.. denn nicht nur das Entfalten ihrer selbst vermittels ihrer Dynamis ist eine ihrer spezifischen Eigenschaften. er „verharre in sich selbst". 113 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134... das im Ousia-Dynamis-Energeia-Schema der Ousia-Monade korrespondiert. VIII.2 zu IV. Hier liegt ein erster impliziter Hinweis darauf vor.. w o lamblich die erste noetische Größe. sondern ebenso das Verharren in sich selbst. Vgl. Das erinnert an Myst. 38). 2. Dieser Nous umfaßt andere universelle Monaden in sich. um das άμέθεκτον. 28). R .4—5. 2 6 3 .41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . einfach „ N o u s " nennt. w o Piaton sie benutzt..] ενός νοΰ). 26 von diesem Nous gesagt wird. Das Ergebnis dieses Wirkens des ersten Aspektes nimmt Proklos in 309. welche explikatorische Kopplung diese Ontologie mit der traditionellen Lichtmetaphysik verbindet. 114 Vgl. das ihre Transzendenz wahrt. w o der Nous als μονάς bezeichnet wird.] gebraucht. 1 2 1 . die er ebenfalls als Gott versteht. 308. 1 1 2 Wenn weiterhin in In Tim. 509 b zurück. 1 1 4 Sie 112 S.2.o. um genau diese ontologischen Mechanismen zu veranschaulichen.] αιτίας auf. VIII. 1 .und Kraftmetaphysik bei lamblich του [.] einen höheren bzw. in dem genau diese beiden Eigenschaften in einem ontologischen Mechanismus aufgehoben werden." (Zitat S.Abschnitt II. das erste geistig Wahrnehmende und das erste geistig Wahrgenommene in sich zu enthalten. 262.2. 4 2 . 2 .] Ιστι gibt dabei wieder.
7 . die sich auch in der Theologia Platonica finden.5 Z . 1 3 . 1 . 1. Auch hieran zeigt sich.O. Z u r entsprechenden Vorstellung des Ortes in der Unterwelt vgl. Kingsley. Frg. vgl. Er beschreibt es als φώς ξύνδεσμον. 1 1 8 wie Taue die Planken eines Schiffes umfassen ( R . Damit fällt die Beziehung zur Dynamis deutlich ins Auge. denn sie ist im Schema die mittlere: μέση γάρ ή δύναμις 1 1 6 (Iamb. Nachdrücklich hebt Proklos deren verbindende Funktion hervor: την συμπλήρωσιν συνάγοντος των τριών [. 1.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . Mit diesen Formulierungen kann das Licht auf thematischer Ebene in seiner Bedeutung als μετουσία της θείας υπάρξεως in Theol. 118 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. B. 15 verglichen werden. 2 1 . das Himmel und Erde zugleich miteinander verbindet und u m faßt.Abschnitt I I I . Reality 29-43. wie das Licht als Paradigma der Dynamis als Modell dient. der exakt diese Funktion von Licht stark betont: Im Mythos des Pamphylers Er. 3 .1 6 . In Ale. 4 8 . 6 1 6 c).7 S.99. an dem die abstrakteren Funktionen der Dynamis im Ontologischen abgelesen werden. 84. sondern daß mit einem Lichtbegriff argu- 1. 4 8 . seinen Charakter als ζυγόν.. Plat. 1 1 7 Damit verschiebt sich zugleich der Aspekt der Lichtbegrifflichkeit. schildert Er. daß hier keineswegs phänomenologische B e o b achtungen herangezogen werden. der am Ende der Politeia über seine Erlebnisse nach seinem Tode berichtet.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 255 findet ihr systematisches Äquivalent in den wiederholten Transzendenzformulierungen. 7 . 3 0 8 . Dillon). 2 0 . 2 7 ) . ι . Zugleich wird diese M o n a d e trotz ihrer Transzendenz innerhalb der einen triadischen Struktur — sei es nun der noetischen oder der noerischen .128. die als Energeia der nächstübergeordneten Struktur zwischen beiden Bereichen vermittelt. Auch dies paßt gut zur ontologischen Funktion der Ousia-Monade. 1 1 .2 1 und 49.] σ υ ν α γ ω γ ό ν των τριών.6 1 . Wie dort im Noetischen ist auch im Noerischen das Mittlere als vermittelndes Band anzusehen. der bisher zum Z w e c k der Veranschaulichung im Vordergrund stand. 37. w o Stacker die Funktion der Ousia-Monade im Verhältnis zwischen E i n e m und Nous untersucht. Z u beachten ist dabei. Westerink): π α ν τ α χ ο ΰ γ α ρ ή δύναμις το μέσον κεκλήρωται und weiter bis Ζ . Proklos läßt die strukturierende Wirkung von Licht nunmehr in den Hintergrund treten und konzentriert sich zunächst auf den reinen Vermittlungsaspekt von Licht. 12—13 (ed. 4. Dies gilt selbstverständlich nicht für das absolute Eine.6 Bei Proklos unmittelbar rezipiert z. Stäcker. Stellung 50 und 6 0 . Dabei mögen er und sein Vorbild Iamblich neben der Stelle aus dem Sonnengleichnis einen weiteren Text aus der Politeia vor Augen gehabt haben.. wie die Seelen der Verstorbenen nach einigen Tagen der Wanderung an ein säulenartiges Licht gelangten. das bezüglich seines Bezugsrahmens gegenüber dem platonischen Vorbild modifiziert wurde. 1 1 5 Der zweite Aspekt wird gleich als das „Mittlere" — und gerade nicht als der zweite Gott — eingeführt. in 1 1 .in ihrer Abhängigkeit zur nächst höheren Hypostase gesehen: συνηνωμένον τοις νοητοϊς (In T i m . E r ist damit ausdrücklich auch als Ort extranormaler Erkenntnisse gekennzeichnet. in In Ale. B ..
1 dessen Beziehung zum vorhergehenden und damit übergeordneten Aspekt. 28). Plat. Frg. γόνιμον (308. daß άποττληρωτικόν της ενεργείας bei Proklos ebenfalls eine Dynamis beschreibt. 1 . 7 wurde diese W i r k u n g in 48.. vollzieht sich als zugleich (er-) füllendes wie zeugendes Wirken: συμπλήρωση/ (308. 7. της ενεργείας άποπληρωτικόν (308.O. So kann die Licht-Dynamis vollständig die Funktion der zugleich vermittelnden und strukturierend wirkenden Kraft innerhalb der triadischen Struktur des Noerischen übernehmen. orientiert und an die Vorstellungen des platonischen Sonnengleichnisses gebunden bleibt. die der Göttin Hekate in den Chaldäischen Orakeln vor dem Hintergrund einer Ritualhandlung zugeschrieben werden. 309.128. so daß auf diese Weise die Eigenschaften der Göttin auf ein abstraktes ontologisches Konzept übertragen worden sind. 1 1 . 309. 29). 4. I. Diese Göttin haben die späteren Neuplatoniker wiederum metaphysisch als Dynamis gedeutet. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Dillon nahelegen: [δυναμις] ά π ο γεννώσα δέ την ένέργειαν. 1 1 9 Bereits Plotin verbindet in V I . u m zu veranschaulichen. die das Licht als ζ υ γ ό ν oder ξύνδεσμος bei Proklos dann leistet. 1 . die nach dem Beispiel Plotins durch Aspekte des peripatetischen Wahrnehmungsmodells und eine Kombination mit der Zeugungsmetaphorik erweitert werden. ι)· Dies alles sind Eigenschaften. 122. 120 S. 7 . Plat. D i e Vermittlung. 18—24 und 16. I. 1—2 mit τό άγαθουργόν charakterisiert. 8—9 und letztlich bereits Iamblich. Z e u gung und Füllung zu einem Vorstellungskomplex. w i e die Sonne ihr Licht aus sich 119 Iamblich benutzt in Myst. 10. 30) und γεννητικόν (309. Zusätzlich sind dies Eigenschaften. In beiden Fällen wird die vermittelnde Dynamis als Licht verstanden und in die Abhängigkeit von der Ousia-Monade gestellt. beschreibt er mit το προϊόν πάντη in In T i m . 15. II. Ii—12 τό [. Hier bieten sich als Vergleichstellen Theol. A u c h hier erkennt man. In Ale.2 die sehr seltene Junktur άττοπληρωματική δύναμις.und Kraftmetaphysik bei Iamblich mentiert wird. dessen Eigenschaften in philosophischen Texten festgelegt wurden und die damit bereits spezifisch kontextualisiert worden sind. und so eine Entwicklung zu ihrem Ende k o m men läßt. 7.Abschnitt II. 16—31 Dynamis. wie sehr das Verständnis des mittleren Aspekts sich am Modell des Lichtes. Während Proklos mit den eben analysierten Formulierungen primär das Verhältnis des Mittleren zum Nachfolgenden charakterisiert.] φως ά π ' αύτοΟ πρόεισιν und 1 7 an: της εκείθεν προϊούσης. das Dynamis ist. w i e das Licht als Kraft / Dynamis begrenzend und strukturierend und auf diese Weise erfüllend wirkt.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 5 1 .18—19 mit θεία τά τε νοητά και τά νοερά διά την τοϋ θεοί μετουσίαν (= διά τό φως) αποτελείται umschrieben und in In T i m . die die Licht-Dynamis aus sich hervorgehen läßt. III. 4 8 . Wirkungen oder Fähigkeiten des μετεχόμενον und damit der Dynamis.99. wie Theol.. 1 .256 Die Fortsetzung der Licht. 120 In der Theologia Platonica II. so daß man annehmen darf.
die Licht ist bzw. um diesen Vorgang zu schildern. Frg. denn ebenso. Die thematischen Entsprechungen der verschiedenen Texte zueinander lassen daher vermuten. daß er mit diesem speziellen „Hervorgehen" — trotz der möglichen terminologischen Verwirrung — eine wesentliche Eigenschaft der vergänglichen Welt meint. Finamore. I. nur als Licht veranschaulicht werden kann. Damit ist die doppelte Eingebundenheit des mittleren Aspektes dargestellt. 3 und 5). II. das dazu dient. die wiederum nach Aristoteles leicht als Veränderung verstanden werden kann. Der dritte als Gott vorgestellte Aspekt des Noerisch-Demiurgischen wird zunächst ähnlich charakterisiert wie der zweite. wie er schöpferisch universelle Prinzipien hervorbringt (309. Bedenkt man. das reine Vermitteln und die Abhängigkeit von der ihr vorausgehenden Ursache.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 257 entsendet. mit dem im Neuplatonismus bevorzugt die Abhängigkeit des Lichtes von seiner Lichtquelle gefaßt wird. nämlich deren als Bewegung verstandene kontinu121 So schreibt auch Iamblich in In Ale. Light 62-64 deutet das Hervorgehen des Lichtes aus seiner Quelle als ontologisches „Reisen" (travel). Es ist das Verb. daß Iamblich den mittleren Funktionsträger der demiurgischen Struktur in In Tim. Nach Plotin können mit diesem Begriff auch Werden und Veränderlichkeit weltlicher Objekte bezeichnet werden (Enneade VI.128.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . Plat. doch liegt nicht immer eine Überschreitung von Hypostasen-Grenzen vor: Gerade im Rahmen der Entwicklung einer Hypostase beschreibt das Licht das Verhältnis der Bmnenaspekte zueinander. Festgestellt werden konnte die Abhängigkeit dieser Darstellung vom traditionellen Licht-Modell. 22. um die Funktion und den Status des platonischen Demiurgen zu beschreiben. 3. Dieser Annahme stimme ich im Prinzip zu. 3). das den Wechsel von einer höheren ontologischen Ebene zu einer niedrigeren bezeichnet.99.7—8). 4. Dillon: [δΰναμις] προβαλλόμενη μεν από της ουσίας. so daß auch hier das Licht als Beschreibungsmodell dienen dürfte. Dieses Werden als „Hervorgehen" des einen aus einem anderen ist dann mit Bewegung gleichzusetzen: ή πρόσοδος κίνησις (VI. 308—309 so versteht. daß Proklos Iamblichs Beschreibung der untersten Struktur dieses Systems verwendet. 121 In allen drei Fällen wird das Verb προιέναι gebraucht.22. das sich nach dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema verstehen läßt. besitzt die Annahme eine gewisse Plausibilität.1—4). Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die verschiedensten Facetten der komplexen ontologischen G r ö ße „Dynamis" nach Position und Funktion zu veranschaulichen und sprachlich darzustellen: Ihr Wirken als Strukturieren und Differenzieren. die beide eine große Affinität zum Lichtmodell besitzen. wie Proklos in Theol. 7 das Licht: als Dynamis des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas. 3. ist eins seiner wesentlichen Merkmale beständiges Hervorgehen (309. das auf eine Kombination aus Piatons D y namis-Vorstellung und Plotins Energeiai-Schema zurückgeführt werden kann. Trotz der H o m onymie ist dieses Hervorgehen anders zu verstehen als das Hervorgehen der Dynamis aus der Ousia-Monade.
damit die Verwendung desselben Begriffs in Prokl. ihrer Wirkung. sondern dient der Charakterisierung ihres Objektbereichs. die Ousia-Monaden.. 5 Mette (in Kleiner Pauly. die die Elemente konstituieren. Deshalb kann dieser dritte Aspekt in der Glosse als „Zeus" bezeichnet werden: 123 Zunächst ist Zeus als „Produkt" der Vereinigung von Kronos und R h e a bekannt und wird als solcher mit dem Gesamt der sinnlichen Welt gleichgesetzt. V g l . soll u. 3 7 . die sich als Resultat der Entfaltung des monadischen Aspekts des Demiurgen (des ό εις νους) ergibt. Ζ ε υ ς δ' ου- ρανός. 12. aus Proklos' Referat der Darstellung des Iamblich zu rekonstruieren. 124 Diese Welt besteht nach dem Timaios Piatons aus Elementarkörpern. 84. u m die Verhältnisse 122 Möglicherweise klingt dies bei Proklos durch die Verwendung des Begriffs ποίησις in 309. Möglicherweise denkt Proklos j e d o c h direkt an die Elementarkörper. 127 D i e nähere Untersuchung dieser A n w e n d u n g der Metaphysik auf die religiöse Praxis er- folgt in den Abschnitten III. In Ale. also wiederum Ursachen sind (3°9. sondern als Elemente der sinnlichen Welt am Werden derselben beteiligt. 5. 122 In diesem Zusammenhang sind auch die συνοχαί. die sich durch die Dynamis vermittelt.2 anhand der Ontologie der Chaldäischen Orakel erarbeitet werden. u m die Interaktion zwischen Mensch und Gott zu erfassen. Frg.258 Die Fortsetzung der Licht- und Kraftmetaphysik bei Iamblich ierliche Veränderung. aus συνοχαί. Im Unterschied zur E n t w i c k l u n g des N o u s . 5)· Sie sind keinesfalls primäre Prinzipien. die im Timaios 126 aus den Elementardreiecken zusammengesetzt werden. 4 an. Demnach findet dieses Struktur-Prinzip nicht nur bei der Legitimation der Theurgie Verwendung. in Abschnitt III.3. und damit aus Verbindungen oder elementaren Zusammensetzungen.99. 125 In einer sehr ähnlichen Bedeutung benutzt Plotin II. ist hier eher an ein Ausdifferenzieren von Ideen zu denken.2 1 . 4 zu sehen: Ihre Begrenzung durch die Formen weist sie als Endpunkt oder Endprodukt eines ontologischen Strukturierungsprozesses aus und damit als Wirkung. warum diese συνοχαί zugleich αίτίαι. s. daß Iamblich der Beschreibung der Struktur des Noerisch-Demiurgischen sein Ousia-Dynamis-Energeia-Schema zugrunde legt.5. B. da sich aus ihnen alles Übrige zusammensetzt. die Verbindungen oder Zusammensetzungen in 309. 126 Aufgrund dieser Analysen scheint es mir trotz der schmalen Textbasis daher berechtigt. 125 So wird weiterhin einsichtig. Fragmenta 4 1 8 . 2 1 diesen Begriff: π ώ ς δέ σ υ ν - οχή των τ ε σ σ ά ρ ω ν υστέρα γενομένη έξ αύτών. wie ζ. h. also die Dynamis in ihrem Abhängigkeitsverhältnis von der Ousia-Monade. 123 Dillon. Ζευς δέ γή. ihrer Energeia.4 und III. „Hervorgehen" bezeichnet hier also nicht wie sonst den zweiten Aspekt.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 9. 127 sondern auch im R a h m e n der Darstellung des Intelligiblen.128. d.1 V g l . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. V o r w e l c h e m zusätzlichen Hintergrund abgesehen v o m Timaios dieser Entwicklungs- prozeß möglicherweise zu verstehen ist. 2 0 . die ja als epistemischer Prozeß aufgefaßt wurde. v. 1 5 2 3 ) : Ζεύς έστιν αίθήρ.
legitimiert sich T h e u r g i e unter dieser Sichtweise dadurch. . [Dieser W e g ] verknüpft [jede Seele] mit der sich selbst konstituierenden [. in diesem R e f l e x i o n s ... da innerhalb ihrer das Schema zur A n w e n d u n g gelangt.99.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 259 innerhalb einer Hypostase sowie verschiedener Hypostasen zueinander zu beschreiben. vollständig eingründet. s o w o h l den geistigen Intuitionen als auch in d e n Schaffungen. so daß die [. .] συνάπτει. 2. 5—17. X . in die sich die Seele schließlich einfügen soll. Diese generelle Anwendbarkeit und Funktionalisierung des Schemas w i e d e r u m fundiert und bestimmt die Verwendung der Lichtbegrifflichkeit in der Modifikation des platonisch-plotinischen Vorbildes. D e r letzte Teil des Textes weist j e d o c h deutlich darauf hin. I. ] καΐ τξ) αύτοτελεϊ [.. die R o l l e des Lichtes im Selbsterleuchtungs.D y n a mis zu den spezifischen Wirkungen von Licht vorgestellt und veranschaulicht wird.. bevorzugt als Entfaltungsprozeß einer lichthaften Kraft-Monade mittels einer L i c h t . w i e De Mysteriis VIII. wenn Iamblich als Ziel von T h e u r g i e das Feuer oder das Licht nennt. 292. Aus den Untersuchungen zu Iamblichs Nousspekulation w u r de darauf aufbauend deutlich. Diese Struktur faßt Iamblich w i e Plotin als eine Kombination von Elementen aus Epistemologie und O n t o l o g i e auf. Diese Texte erwiesen. 6.6 möglich.] ψυχήν. 261—263 und Proklos..]. Theologia Platonica II.] Seele sich deren W i r k u n g e n .. 308. A u f diese Weise wird schließlich die Legitimation von T h e u r g i e (Myst. daß die Seele durch sie in die Lage versetzt wird.und Entwicklungsprozeß. . Dabei bestimmt diese Vorstellung als die übergeordnete die Funktionalisierung des Lichtes als Dynamis im Ousia-Dynamis-Energeia-Schema in diesem Problemfeld.. den Iamblich in De Mysteriis anfuhrt. 7 zeigten.und Entwicklungsprozeß einer Kraft aufzugehen und ihn bis zu seiner Vollendung in der Energeia nachzu vollziehen: [ . daß Iamblich seinen N o u s w i e Plotin als eine sich selbst im Wahrnehmungsprozeß konstituierende lichthafte Kraft vorstellt. Da sowohl N o u s als auch D e m i u r g v o n Iamblich als nach dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema strukturierte Kraft-Hypostasen verstanden werden.128. son- Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. ] ττ) α ύ τ ο γ ό ν ω [ . also rein theoretisches. . verwundert es nicht. daß das Licht als zugleich vermittelnde und wirkende D y n a mis für die Vorstellung einer ontologischen Autarkie und Kontinuität bei gleichzeitiger AusdifFerenzierung wesentlich bleibt. oben Abschnitt III. ώ ς έν ταΐζ ένεργείαις α υ τ ώ ν και ταΐς νοήσεσι και ταϊς δημιουργίαις τελέως ΐ σ τ α σ θ α ι την [. Da die Struktur. 18—309. besser zu verstehen u n d den o n t o logischen Status und die Funktion des Lichtes näher zu bestimmen.. A u ß e r dem war es nach einer detaillierten Analyse von In T i m . 1) besser verständlich. daß T h e u r g i e nicht nur ein kontemplatives.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .] u n d in sich selbst vollendenden Kraft [.
200 Die Fortsetzung der Licht. der theoretisch-metaphysischen Sinnebene. Oracles 1 4 6 kurz auf Psellos ein. den bereits Dillon heranzieht. Ein Text des byzantinischen Gelehrten Psellos. so daß eines ihrer Ziele im Strukturieren der Materie liegt. die Untersuchung des Einflusses. die die bisherigen Ergebnisse stützen kann. die sie in den Chaldäischen Orakeln gefunden hat. Sie wird unten in Abschnitt III.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . 292. 128 Diesen beiden Aspekten möchte ich im folgenden nachgehen. h. I. wie er sich in den Chaldäischen Orakeln widerspiegelt. In T i m . verbunden mit einem Wechsel des hermeneutischen Sichtwinkels. 5. 130 Z u m philosophiehistorischen Kontext des Textes siehe Lewy. nämlich auf den religiösen Kult und mit ihm auf die Praxis der Theurgie. in den δημιουργίαι (Myst. um Proklos' Iamblich-Referat in In Tim.2. bietet der rituelle Rahmen. Außerdem geht Majercik. 129 Dillon.2 ausgeführt. 3 0 9 .. den die religiöse Praxis. Chaldäische Orakel 2 475 f. I. der die wichtigsten Handschriften anfuhrt und die Abhängigkeit des Psellos von Proklos betont. Nach einer rekonstruierenden Analyse des philosophischen Textgehalts.99. eine von Psellos verfaßte Ubersicht über die wichtigsten Grundlehren der Chaldäer. Eine weitere Interpretation dieser Textstelle. das bisher weitgehend unter formalem Gesichtspunkt Aufmerksamkeit erlangt hat.3 0 9 .1 5 3 . auf den lamblich sich möglicherweise bezieht. soll dann von einem Hinweis in Psellos' Text ausgehend die Verbindung untersucht werden. weist auf die Tatsache hin. Diese Betrachtung ist ihrerseits erneut zweigeteilt: Der Darstellung theoretisch-metaphysischer Sachverhalte in ihrer Relation zu den Texten der Chaldäischen Orakel folgt. der Form. die Licht und religiöser Kult. daß Theurgie auch als „ritua- lisierte Kosmogonie" zu verstehen ist. 4 ) . Der Text. 15) bzw. Z u dessen Verhältnis zu Proklos und. Theurgy 23 ff. zu den Chaldäischen Orakeln siehe Athanassiadi. Bisher konnte die Lichtmetaphysik des Intelligiblen nach Plotin gut im Anschluß an rein philosophische Vorbilder rekonstruiert werden. die sich in den Orakeln schriftlich manifestiert. die man als komplementäre Ergänzung verstehen kann. möglicherweise auf die Spekulation der Neuplatoniker ausgeübt hat. T h e Chaldean Oracles 1 4 9 . den ποιήσεις και συνοχαί (Prokl.128. Damit besitzt dieser Text in meiner Argumentation eine wesentliche Scharnierfunktion. wie eng sich philosophische und religiöse Terminologie und Vorstel128 Besonders Shaw. Fragmenta 3 0 8 .und Krafimetaphysik bei lamblich dern auch ein produktives Element besitzt. denn die Analyse seiner metaphysischen Struktur leitet über zu der Betrachtung des Verhältnisses einiger spätantiken Neuplatoniker zur R e l i giosität der Chaldäer bzw. durch Proklos vermittelt. X . Dillon geht davon aus. d. 129 weist jedoch zusätzlich in die Richtung des produktiven Elements der Theurgie.4. 308—309 zu interpretieren. in Iamblichs Denken eingegangen sein könnten. 130 zeigt an einem konkreten Beispiel und in Ergänzung zu D M .. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. daß Psellos hier lamblich durch Pro- klos vermittelt zur Darstellung bringt.
(§ ι) W e n n i c h fur dich eine kurzgefaßte Darstellung der chaldäischen Lehrsätze. μεθ' δ ττατρικόν τι να λ η ρ ο ϋ σ ι βυθόν έκ τ ρ ι ώ ν τ ρ ι ά δ ω ν συγκείμενον. α ΐ σ θ η σ ι ν δέ έ π ά γ ω ν τοις κόσμοις. rein noerische u n d weitere Stufen umfassen soll. D e r o b e n z u v o r erörterte Text v o n Proklos. D a h e r scheint es angebracht. ό δέ ύλάρχης. φασίν.ώ ν ό μέν έμπύριος. οί δέ συνοχείς τάς π ρ ο ό δ ο υ ς τοϋ π λ ή θ ο υ ς τ ώ ν δ ν τ ω ν έ ν ί ζ ο υ σι μεταξύ τ ώ ν νοητών και τ ώ ν νοερών κέντρον της άμφοτέρων κ ο ι ν ω ν ί α ς έν έαυτοΐς π η ξάμενοι. ώ ν π ρ ώ τ η ν μεν είναι την ΐ υ γ γ α . καλούνται δέ ούτοι πατέρες και κ ο σ μ α γ ο ί ώ ς π ρ ο σ εχώς έπιβαίνοντες τοις κόσμοις. eine väterliche T i e f e . w e l c h e F u n k t i o n das L i c h t nach Psellos in dieser O n t o togie besitzen könnte. dann setze auch ich selbst . völlig aus d e m B l i c k gerät. οί δέ συνοχείς μονάδες ήδη π ρ ο φ α ί ν ο υ σ α ι τό π λ ή θ ο ς . das das Eine. δεύτερον δε δύναμιν. die möglicherweise weitaus praktischer ist. daß dessen Struktur mit der des N o u s per analogiam verglichen w e r d e n konnte. τρίτον δε νοΰν. οί δέ τελετάρχαι μονάδες διρρημένον εχουσαι τό π λ ή θ ο ς . In T i m . dessen einzelne E l e m e n t e es zumindest in einer U n t e r s u c h u n g w i e dieser zu isolieren gilt. εκάστης έχούσης π α τ έ ρ α μεν π ρ ώ τ ο ν .ή δέ 'Εκάτη μόνον έπέκεινα. .' 3 2 131 Dabei gilt es zu beachten. ά π ό του άρρητου κατ' εκείνους ενός τίθεμαι και αυτός την άρχήν. ότι ένιαΐός έστιν.και αί μεν ι'υγγες τάς άφθέγκτους αΰτοΐς ε ν ώ σεις τ ώ ν π ά ν τ ω ν ύ φ ι σ τ δ σ ι ν .καλείται δέ δις έπέκεινα. είσΐ δέ αί μεν ΐ υ γ γ ε ς μονάδες μόνον. 1 3 1 Psellos behandelt hier das ontologische System der Chaldäer. δ ι α ι ρ ο ύ σ α ς τους κόσμους τριχή κατά το έμπύριον και τό αίθέριον καϊ το ΰ λ α ϊ ο ν . ό δέ αιθέριος. als zweites eine Kraft und als drittes einen Geist aufweist.d e n U r s p r u n g v o m unsagbaren Einen her an.αυτός γ α ρ προυθηκε τόν τ ώ ν ιδεών τ ύ π ο ν τ ω κόσμφ.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . Chaldäische O r a k e l 4 0 . 132 Z u dieser „chaldäischen" Triade verweise ich a u f C r e m e r . μετά δέ τάς ΐ υ γ γ α ς προσεχείς. noetische. der die triadische Struktur des N o e t i s c h e n u n d des N o e r i s c h e n verdeutlicht u n d z u g l e i c h einen H i n w e i s gibt. περί ώ ν έδεήθης γράψαι σοι. Σύντομόν σ ο ι τ ω ν Χ α λ δ α ϊ κ ώ ν δ ο γ μ ά τ ω ν ποιούμενος εκθεσιν. n u n m e h r einen u m f a n g r e i c h e r e n Ausschnitt aus Psellos z u zitieren. μετά δέ ταϋτά φ α σ ι ν είναι νοητός τε και νοεράς. εστι δέ ό ά π α ξ έ π έκεινα νους π α τ ρ ι κ ό ς ώ ς π ρ ό ς τά νοητά. v o n denen j e d e einzelne als erstes einen Vater. ] ό δέ δις έπέκεινα τ ά ξ ι ν μέν ελαχεν έν ταϊς π η γ α ΐ ς δημιουργικήν. 308—309.128. beschrieb den noerischen B e r e i c h so.ώ ν π ρ ώ τ ο ς μέν ό ά π α ξ λεγόμενος. μεθ' ην τρεις ετέρας π α τ ρ ι κ ά ς και νοητάς και άφθέγκτους. u m deren schriftliche Darstellung du m i c h batest. πατήρ δέ τ ώ ν νοερών ά π ά ν τ ω ν . τρίτος δέ ό δις έπέκεινα. μετά δέ τούτους τους π η γ α ί ο υ ς πατέρας δ ο ξ ά ζ ο υ σ ι ν ή γ ο υ ν τους κ ο σμαγούς. οί συνοχείς.4 1 . noetisch-noerische.ή δέ Ε κ ά τ η νοερού φωτός και ζ ω ή ς π ά ν τ α π λ η ρ ο ί . . so faseln sie daher. die aus drei Triaden zusammengefiigt ist. προσεχείς δέ τοις σ υ ν ο χ ε ΰ σ ι τους τελετάρχας τιθέασι τρεις καϊ αυτούς όντας. μεθ' όν <ή> Ε κ ά τ η δευτέρα και μέση.99.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 261 lung bei Iamblich zu e i n e m Vorstellungskomplex v e r w o b e n haben.ό δέ ά π α ξ έπέκεινα λέγεται. daß damit vielleicht die wesentliche Intention eines Textes w i e D M . (§ 2) A u f dies folgt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.μεθ' ους (οί) τρεις άμείλικτοι και έβδομος ό ΰ π ε ζ ω κ ώ ς . ν ω μέν κ α τ έ χ ω ν τά νοητά. ώ σ π ε ρ ζ ω ο γ ό ν ο ν ή 'Εκάτη. [ . I. verfasse.j e n e n folgend . ότι δυαδικός έστι.
202 Die Fortsetzung der Licht. 1 .. Oracles2 133 Anm. Stellung 99—101. (73. [d. das nicht weiter untergliedert wird. Hekate hingegen ist lediglich jenseitig [ohne weitere Qualifikation]. Theurgie 3 1 32 und Stäcker. 135 Hekate aber [er-] füllt alles mit geisthaftem Licht und Leben. folgt der 133 Zu dieser Übersetzung vgl. Der Begriff umschreibt.1 3 angeführten κόσμοι als die Anordnungen und Bahnen der Sterne. wie die göttlichen Kräfte stoffliche Körper bzw. das höchste Prinzip.99. von denen die erste die lynx ist.] (§ 9) Der Doppelt-Jenseitige erhielt aber unter den Quellen den schöpferischen Rang. was gut den Plural im Griechischen erklärt.. h. (§ 6) Auf diese Väter. die schon die Vielheit manifestieren lassen. 137 Zur Bedeutung des Begriffs έπιβαίνειν in den Chaldäischen Orakeln und seiner philosophischen Bedeutung bei Iamblich s. (§ 5) Den Zusammenhaltern angrenzend setzen [die Chaldäer] die . 135 Durch πατήρ [. Siehe Anm. 136 Majercik.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . der dritte aber ist der Doppelt-Jenseitige.Meister der Weihe' an. Oracles 198 ad loc. Nach ihnen kommen die drei Unnachgiebigen und als siebente die Membran. wie [analog dazu] Hekate den lebenhervorbringenden Rang erhielt: Denn er hat den Stempel der Formen der [Welt-] Ordnung aufgeprägt. (§ 4) Nach den Iynges. das Aitherische und das Stoffliche. Oracles 145 versteht die hier in 7 4 . wie sie sagen.Meister der Weihe' Monaden sind. die zugleich geistigen (noetischen) und geisthaften (noerischen) [Triaden] 133 .und Kraftmetaphysik bei Iamblich (§ 3) Darauf folgen.7 4 . die die Vielheit in ausdifFerenzierter Form als Besitz aufweisen. Lewy. 134 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Nasemann. denn zwischen den Geistigen und den Geisthaften haben sie in sich das Zentrum der Gemeinschaft beider [Bereiche] fest gegründet. [die umschlossen hat] (ύπεζωκώς). auf ihn folgt als zweite und mittlere Hekate. 1 2 . ihnen angrenzend. der andere der aitherische und der dritte der Meister der Materie. zum anderen vermittelt er den [Welt-] Ordnungen [sinnliche] Wahrnehmung. Er stellt außerdem dem bei Psellos beschriebenen System noch das orphische und Proklos' eigenes gegenüber. Es ist nun der Einmalig-Jenseitige väterlicher Geist. 250. ist er Vater aller Geisthaften. 139.] των νοερών απάντων in 74» 1 0 wird klar. die materielle Welt lenken: sie „besteigen" sie wie einen Wagen. auf die drei weitere [Iynges]134 folgen.. Der erste von ihnen ist der sogenannte Einmalig [Jenseitige] . die die [Welt-] Ordnungen dreifach aufteilen in das Empyreische. die Zusammenhalter hingegen sind Monaden. so sagen sie. Oracles2 483-485. weil sie angrenzend [an sie] die Weltordnungen 136 besteigen 137 . die Übersetzung von des Places. 1 3 ) [. vereinigen die Zusammenhalter die Hervorgehensprozesse der Vielheit der Seienden. Dillon. Eine tabellarische und sehr hilfreiche Darstellung dieser Systematik findet sich bei Lewy.17-23) D i e referierte ontologische Struktur erweist sich als k o m p l e x . Fragmenta 416-417. Und während ihnen die Iynges die unsagbaren Einungen aller unterstützen. Es sind nur die Iynges lediglich Monaden. die wie Quellen sind. folgen ihrer Meinung nach sozusagen die Lenker der [Welt-] Ordnung.Väter' und Lenker der [Welt-] Ordnung bezeichnet. daß jetzt der Bereich des rein Geisthaften beschrieben wird. folgen die Zusammenhalter. um sie zu lenken. Der Einmalig-Jenseitige wird [so] genannt. (74. während die . geistigen und unsagbaren. Diese werden als . 139 Vgl. und auch sie sind drei: der eine von ihnen ist der empyreische.128. 1 3 8 A u f das ά ρ ρητον εν. Er wird aber Doppelt-Jenseitiger genannt.. weil er Eines ist. die väterlichen. weil er zwei Aspekte umfaßt: Zum einen umfaßt er im Geist die Noetischen.] wie es [auch] hinsichtlich der Geistigen der Fall ist.
141 Auch diese Wesenheit spricht dafür. Hekate und δϊςέττέκεινα schon der Wortbedeutung nach offenbar als falsch. Vielleicht liegt dieser Vorstellung ein atomistisches Weltentstehungsmodell zugrunde. Den ontologischen Status der chaldäischen ΐυγγΕς bestimmten die späteren neuplatonischen Philosophen im allgemeinen als den der direkt auf das Stoffliche einwirkenden Kräfte oder vermittelnden Ideen. wenn auch nicht notwendigerweise bewußt. Hekate 105—108 geht bei ihrer Beschreibung der Funktion der Iynges auf die Entsprechungen zwischen kultischer Handlung und der ontologischen Funktion der Iynges ein. wie es bei Diogenes Laertios referiert wird: Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 140 Zu dieser Hebdomade siehe Majercik. 8: μεθ' ην τρεις ετέρας." Wie die folgenden Überlegungen zeigen werden. diese drei Größen als Binnenaspekte der Weltseele zu sehen. vgl. 143—144.oder Vermittlungscharakter aufweist. Allerdings könnte τρεις καϊ αυτούς δντας in 74. die sich. die direkt an der Grenze zwischen Intelligiblem und Sinnlichem steht und diese beiden Bereiche wie eine Membran voneinander trennt. Theiler. der Triade der U n n a c h g i e b i g e n und der M e m b r a n 1 4 1 oder d e m umschließenden Gürtel (ό ύττεζωκώς). So bezeichnet er in 288 Psellos' „Gleichsetzung [der Lenker der Weltordnung] mit απαξ έττέκεινα. Hymnen 257-258 weist trotz aller bestehenden sprachlichen Anklänge an die Chaldäischen Orakel . Z w a r ist eine Dreiergliederung in Iynges — Z u s a m m e n h a l t e r / Erhalter — u n d M e i s t e r der W e i h e leicht zu erkennen. daß gerade dieser Bereich von Psellos nicht genuin chaldäisch interpretiert wird (wie auch immer eine genuin chaldäische Aussage bei der vorhandenen Text. der aus drei E l e m e n t e n besteht.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . noch bei Psellos finden. 1 4 0 Sie besteht aus der Triade der L e n k e r der [Welt-] O r d n u n g . Sie sieht eine Ubereinstimmung in der vermittelnden Funktion: als ontologische Größen vermitteln die Iynges von oben nach unten und umgekehrt.S c h e m a nicht konsequent u n d deutlich durchgehalten wird.und Überlieferungslage herauszufinden ist!). denn Theiler beachtet weder die Möglichkeit. Erst durch Kingsley wird meiner Ansicht nach die Besessenheit der Chaldäischen Orakel mit Kreisbewegung und Schwirren bzw. Johnston. 1 darauf hinweisen.darauf hin. Frg. 6. den rein noerischen Bereich direkt dem sinnlichen Kosmos vorzuordnen. gleichsam dämonisch im platonischen Sinne. die es rituell zu erreichen galt. und als theurgische „Arbeitsgeräte" sollen sie die Verbindung zwischen Göttern und Theurgen herstellen helfen oder verbessern. daß auch im Bereich der Iynges jede übergeordnete Größe in drei Unteraspekte unterteilt wird — auch wenn Psellos diese Beschreibung nur den sogenannten „Meistern der Weihe" zukommen läßt.99. der als Siebenerordnung gegliedert ist. D i e s e 139 Vgl. A n diesen noetischen Bezirk schließt sich der des N o e t i s c h . N o r malerweise bezeichneten die Chaldäer mit diesem Begriff die Weltseele oder zumindest die Wesenheit. die Rolle von Hekate und Licht in diesem Modell und um Kingsleys Beobachtungen zum Apollon-Oulios-Kult ergänzen.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 263 Bereich des reinen N o e t i s c h e n . halte ich diese Einschätzung für zu kritisch. Ich habe diese Beobachtung grundsätzlich übernommen. Oracles 155.N o e r i s c h e n an. noch die möglichen Verbindungen zur rituellen Praxis der Chaldäer. in d e m aber das T r i a d e n . 73. der z w a r einen d e u t lichen U b e r g a n g s . die w i e d e r u m j e für sich eine triadische Binnenstruktur aufweisen.I y n x folgen noch drei weitere Iynges! 1 3 9 D e m B e r e i c h des N o e t i s c h .128. Pfeifen einsichtig.N o e r i s c h e n ordnet Psellos dann den des rein N o e r i s c h e n unter. Majercik und ihren Kommentar dazu auf S. allerdings durchbrechen die Iynges die S y s t e matik: A u f eine A r t P r o t o . werde sie jedoch um das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema.
außerdem unten Abschnitt III. II. 16—19 u · 15—17. 154. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Majercik nimmt an. Majercik und ihren Kommentar S. In Parm. 5—6 jede noetische Dreiergruppe in Vater. auch Frg. auch die Ideen bezeichnet zu werden. Frg. daß die höchste Gottheit der Chaldäer als zweigeschlechtlich angesehen wurde und damit in der Lage war.4. vgl.2). geht das zwar möglicherweise auf eine chaldäische Vorstellung zurück.4 zu Damaskios. doch eine philosophische und damit allgemeinere Ausgestaltung erfährt diese erst durch das Schema Iamblichs. 308—309 referiert. Damit folge ich Dillon. Diese Strukturen und Vorstellungen übernimmt Psellos und kann daher das dort bildet ein aus miteinander verbundenen A t o m e n bestehendes σύστημα σφαιροειδες eine Art Membran. αύτόγονος. denn neben der auffälligen Siebenerstruktur korrespondieren auch die ontologischen Positionen miteinander: Beide B e reiche markieren die Schnittstelle zwischen intelligiblem und materiellem Bereich. aus sich selbst heraus den nächst niederen Aspekt ihrer selbst hervorzubringen. 2. die die entstehende Welt gegen die Leere abgrenzt und sie umfaßt: τοΰτο δ' οίον υμένα άφίστασθαι περιέχοντα έν έαυτω παντοία σώματα. 2—3. s. denn es sind die Lenker der Welt. Stellung 38—39. 262—263 zugrunde (αϋτοπάτηρ. denn in den Chaldäischen Orakeln scheinen mit diesem Adjektiv u. 262. 1 4 4 Iamblich ergänzt diese Vorstellung durch das philosophische Modell der sich entfaltenden M o n a d e und veranschaulicht dies im Anklang an Plotin lichtmetaphorisch (εαυτόν έξέλαμπε. 143 Vgl. 142—143 und Stacker. w i e bei Proklos gezeigt werden konnte (s. Majercik. zu erörtern. VIII. Oracles 143. daß der Unterteilung der dem Noerischen übergeordneten Bereiche das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema als Grundgerüst dient. Myst. 1 4 2 Diese thematischen Ubereinstimmungen lassen es sinnvoll erscheinen. M a n erkennt leicht.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . ο. weisen in diese Richtung. das Proklos in In T i m . die direkt auf die stoffliche Welt wirken. Oracles 155 ad Frg. αμείλικτοι. die in direktem Kontakt mit ihr deren Gestaltung übernehmen. 3. I. das Proklos in In T i m . zur zweiten Bedeutung der πρόοδος) und bei Psellos vermutet werden kann. 144 Majercik. Abschnitt III. a. und zwar besonders w e gen der Begriffe des έτηβαίνειν und des ύττεζωκώς. vgl. ( K R S Frg. μονοπάτηρ). 35. der diese D e n k f o r m der Chaldäer vielleicht mit denen Piatons und Plotins kombinierte.128. 564 K R S ) . 308—309 bietet.99. die sich bezüglich der ontologischen Position der αμείλικτοι κεραυνοί auf die Interpretation Lewys beruft. der diesen Ansatz allerdings nicht weiter begründet hat. 4. o. die Struktur der Kosmagoi des Psellos im Zusammenhang mit d e m Schema Iamblichs. 1 4 3 Diese Kombination aus platonisch-neuplatonischen Elementen mit Versatzstücken aus den Chaldäischen Orakeln liegt möglicherweise auch den singulären Wendungen Iamblichs in De Mysteriis VIII. 142 A u c h die Unnachgiebigen. 563 = D K 67 Α 24. Wenn Psellos in 73. Dynamis und N o u s differenziert.Die 204 Fortsetzung der Licht- und Kraftmetaphysik bei Iamblich Hebdomade ist vielleicht dem Modell Iamblichs nachempfunden.
149 Z u dieser speziellen.3. u. 1 7 7 .2.15) zeigen..2.2 Ende. die Binnenstruktur des j e einzelnen Triaden- momentes nur noch ansatzweise in 7 3 . 59.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . sie als lichthafte Dynamis des Schemas zu verstehen.4) assoziiert. der die Vielheit sich manifestieren läßt. daß sich nach Proklos' Theol.99. 147 Z u dieser Bedeutung von άρρητον im Mittelpiatonismus s. 74.150 Da sie so als Wirkung und damit als Energeia des Offenbarens (προ145 In ihm ist jedoch.1 0 zu erkennen. anspielen (oi δέ συνοχείς μονάδες ήδη προφαίνουσαι το πλήθος. Lewy. 146 Innerhalb dieses Rahmens übernehmen die Iynges — wenig chaldäisch — die Funktion der Ousia-Monade: als unaussprechliche (άφθέγκτους.1).7. 14) und κέντρον149 (73. B. auch in diesem Fall als wesentlich zur Erklärung seiner Darstellung ontologisch-mythischer Sachverhalte anwenden. 11. und auch diese Verwendung des Schemas kann für Iamblich nachgewiesen werden. 146 So z. Darauf könnte Psellos mit der Bestimmung der συνοχείς als des Aspektes der Monaden. Die Zusammenhalter / Erhalter stehen in der Mitte (μεταξύ. 12) stehen sie dem Nachfolgenden transzendent gegenüber wie das άρρητον εν als absolute Monade dem Rest des Seienden. 4). da sich die Vielheit als Wirkung erst in ihrer Ausdifferenzierung ergibt (διηρημένον. Dasselbe Schema bestimmt folglich auch die Beschreibung des noetischnoerischen Ubergangsbereiches. bei Stacker. grundlegende metaphysische Mechanismen in Texten freizulegen.48. 148 Damit scheint Psellos ein den Chaldäern gemeinhin zugesprochenes T h e o r e m aufzu- greifen. 74.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 265 Ousia-Dynamis-Energeia-Schema. 145 Nur stehen in ihm die Triaden selbst zueinander im Verhältnis von Ousia.148 Sie lassen die durch die Entfaltung der Monade entstandene Vielheit als Vielheit erscheinen. Dynamis und Energeia. wenn man bedenkt. 73. Abschnitt III.17—19 noetische und noerische Hypostase in ihrer Struktur durch das Licht konstituieren (s. Plat. 8 .147 Sie sind die rein in sich verharrenden Monaden (μονάδες μόνον. 150 Die Deutung der τελετάρχαι als die Energeia des Schemas fällt zugegebenermaßen w e - niger überzeugend aus.6 2 . das sich seinerseits als Fundament der neuplatonischen Lichtmetaphysik nach Plotin ergeben hat.128. Abschnitt III. die mehrere Jahrhunderte nach dem ersten Auftreten die- Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. wie die Begriffe ένίζουσι (73. Aufgrund dieser Merkmale liegt die Annahme nahe. Hier zeigt sich deutlich die Schwierigkeit.] τό πλήθος. wie oben angesprochen. So wirken die συνοχείς zugleich vereinigend im Sinne von einbettend und strukturierend. 74. dynamisch-ontologischen Bedeutung von κέντρον s. besonders eingängig aufgrund der Anapher). 73. 74» 3)· Dementsprechend werden die „Meister der Weihe" der ausdifferenzierten Vielheit (δίβρημένον [. Oracles Frg. Stellung 5 8 .. Diese Vermutung wird zusätzlich gestützt. o. 14— 15). siehe Majercik. 14) und ermöglichen die Verbindung zwischen Geistigem und Geisthaftem (73. Oracles 2 328 A n m .
sondern vereinzelte Andeutungen. Das zeigen in diesem Abschnitt allerdings nicht voll ausgeführte Analogien. Plat. 19 die Vollendung des Noetischen sowie des Noerischen die Wirkung des Lichtes der noetischen Monade. 152 Zunächst gerät mit der Göttin Hekate ein Aspekt* in den Blick. wenn es gilt. der zwischen Philosophie und Religion vermittelt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.44. 11. um das Motiv des (Er-) Füllens entwickelt. die innere Struktur zu untersuchen. daß in den Hekate-Darstellungen auch beide Bereiche miteinander konvergieren können und sich diese Konvergenz ζ. daß die demiurgische Ordnung bei Proklos den dritten R a n g innerhalb des Geisthaften zugewiesen bekommt.48.99. als auch als Vermittlerin im religiös-kultischen Kontext fungieren. Zunächst sei j e doch der theoretisch-metaphysische Gehalt der Hekate näher betrachtet. Die Zuordnung des Proklos mag jedoch darauf zurückzufuhren sein. vgl. der Vorstellung des Lichtes bzw. woraus sich möglicherweise für Proklos die Verbindung Demiurg .266 Die Fortsetzung der Licht. 7.dritte Position ergab. 1 5 1 So kann in diesem Bereich gleichfalls das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema als tragendes Gerüst eruiert werden. der die Dynamis des Schemas nach Funktion und Position repräsentiert. auch Theol. oben Abschnitt III. die meiner A n sicht nach der demiurgischen Ordnung gleichzusetzen sind. erhalten diese implizit ein lichtartiges Wirken. ausgedrückt durch die ser Mechanismen entstanden sind. und dabei nach der Funktion des Lichtes innerhalb ihrer zu fragen. 74> 2 3 ) u n d so seine Transzendenz wahrt. Weiterhin läßt sich feststellen. Wieder weist die verwendete Begrifflichkeit auf das grundlegende OusiaDynamis-Energeia-Schema hin: der als ό απαξ έπέκεινα bezeichnete höchste Aspekt dieses Bereiches ist der νοΰς πατρικός und πατήρ των νοερών απάντων. II. 151 So ist in Theol. bei Psellos den ersten R a n g im Noerischen bekleiden. Schließlich wird sich zeigen. daß der mittlere Bereich. B. daß die Chaldäer dem δις έπέκεινα explizit die demiurgische Funktion zuweisen und ihn an die dritte Stelle innerhalb der Kosmagoi setzen. Plat.1.7. Diese Kombination von umfassender Ursächlichkeit. Hinsichtlich der sich anschließenden Hebdomade werde ich mich auf die Triade der Kosmagoi konzentrieren. während die Kosmagoi. denn nur sie ist für das bessere Verständnis der demiurgischen Ordnung aus In Timaeum I. denn diese Göttin kann sowohl . 152 Problematisch bleibt jedoch. die beide Darstellungen dieser Stufe bestimmt.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .und Kraftmetaphysik bei Iamblich φαίνειν) der Manifestationsleistung der Zusammen-/Erhalter beschrieben werden. 308—309 von hermeneutischem Interesse. der dem Licht nachgestalteten Dynamis und damit der von Piaton bis zu Iamblich und Proklos reichenden Tradition folgt.2.128.wie hier bei Psellos — eine dezidiert metaphysische Funktion übernehmen. 8—10: καϊ τφ μεν νοητώ φωτι θεοειδή πάντα νοητά καϊ άγαθοειδή κατά την ΕΚ τοΰ πρώτου θεοϋ μετουσίαν άποφαίνει. Daher können weder Entdeckung noch Interpretation dieser Spuren zweifelsfrei oder vollständig überzeugend gelingen. der Einer ist (δτι έναϊός έστιν. das bestimmte Aspekte der Darstellung des Psellos beeinflußt haben dürfte.
11.48. denn dort spendet das Licht Leben und verleiht zugleich sichtbare Konturen (509 b2-4). Diese Art der Lichtmetaphysik kann auch in Fragment 125.. 155 156 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 5 und Iamblich. 2.] αϊσθησιν δέ. 262.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .B. I. 20-21: και διακοσμεί και πληροί των αγαθών [. wie es der möglichen Vorlage in In Tim. In Tim. I. Β.. 74. In beiden Fällen ist eine bemerkenswerte Motivkontinuität von Erfüllen und LebenSpenden als Funktion der Dynamis zu beobachten. dazu Frg. 153 154 Explizit bei Prokl. Abschnitt III.308.Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei Iamblich 267 Vater-Symbolik. und unveränderlicher Erhabenheit hat sich wiederholt als wesentliche Eigenschaft der Ousia-Monade erwiesen. 45.Abschnitt III. Majercik der Chaldäischen Orakel beobachtet werden.7.]. die Vollendung der Entfaltungsbewegung der Ousia-Monade und vermittelt so zwischen erstem und letztem Aspekt. II.2.153 Im Verhältnis zu diesem Aspekt und dem letzten der Kosmagoi bestimmt Psellos die Stellung der Hekate nicht nur als zweite..15-19 aufgrund der Motivkontinuität des Füllens mit Licht schließen läßt. Dort teilt sich der Zweifach-Jenseitige der sinnlichen Welt in Form von „flüchtigen Lichtern" Vgl. Plat. Majercik der Chaldäischen Orakel und ihren Kommentar S. 169 und dem Begriff απαξ επέκεινα. vgl. 205 zu Frg. Psellos 73. 6 mit entspr. Majercik der Chaldäischen Orakel und die Konstruktion des Psellos in 74. Plat.2. Dort auch weitere Literaturangaben zu diesem Problemkomplex. 7.2 zu Prokl. 157 S. Diese besteht darin. 145 zum Begriff δύας und S.154 In dieser Position verleiht sie Einheit und Struktur. zum anderen ist er auch zugleich die Ousia-Monade des folgenden Bereiches und entfaltet dort seine Wirkung.128. Anm. 7)· Die mittlere Position ist wiederum die der vermittelnden Dynamis und in der Funktion der Dynamis erfüllt Hekate alles mit geisthaftem Licht und Leben. auch Majercik. also erneut in einer Strukturierungsleistung. ο. ζ. Chaldean Triads 287—291. o. die Weltordnung nach den Formen zu prägen (74.. Vgl.28 συμπλήρωσιν und 30-309. I: το της ενεργείας άποπληρωτικόν και τό της θείας ζωής γεννητικόν mit Psellos.2. Vgl. und Frg. 5-7. Demzufolge wird der δίς εττέκεινα nach der typischen doppelten Eingebundenheit 156 der Energeia aus Iamblichs Schema im Ubergang zwischen zwei verschiedenen ontologischen Bereichen beschrieben:157 Zum einen eben als dritter Aspekt. Tim. Diese Vorstellungen lassen sich insgesamt zurückfuhren auf Piatons Sonnengleichnis. Hyp..155 zwischen ό απαξ έπέκεινα und ό δίς έπέκεινα. 8. I. In keiner mir bekannten U n tersuchung werden diese Götter als mythologischer Ausdruck des Ousia-Dynamis-EnergeiaSchemas interpretiert. die primär lichtmetaphysisch zu verstehen ist. 8. 2 entspricht. als Wirkung innerhalb der hypostatischen Triade. 308.VIII. 28-309. 29-30: τό συναγωγόν των τριών.. 308. wie sich aus Theol. 19— 20). sondern ausdrücklich ihre Funktion bezeichnend pointiert als mittlere: μεθ' δ ή Εκάτη δευτέρα και μέση (74. 308. 16-23 hervor. In Tim. So ermöglicht sie. bes. 21-22: νφ μεν [. Myst. geht aus Proklos. 11: ζωής πάντα πληροί und 19-20: ώσπερ ζωογόνον ή 'Εκάτη.99. 18—309. indem sie eine strukturierte Vielheit realisiert. die sich so in ihrer Binnenentwicklung vollendet. Daß „Erfüllen" mit Licht und Leben Strukturieren bedeutet. In. Theol. z. 1.
158 D a bereits das Wirken der συνοχείς.3 zu V I . immer wieder auftauchenden Begriffen verbundenen metaphysischen Mechanismen und Modelle herauszuarbeiten und auf die von den Orakeltexten der Chaldäer entlehnte Terminologie anzuwenden. die mit bestimmten. 7 .99. die als Ideen interpretiert werden k ö n n e n .4. sie gleichsam philosophisch zu dechiffrieren. Eine ergänzende Analyse dieser Junktur. u m eine Kontinuität zum Ausdruck zu bringen.128. U m diese zugrundeliegende Vorstellung aufzudecken. και θεότητος πληρούμενα τω νοητώ φωτι τά δεύτερα καταλάμπειν.1 zu O C Frg.2. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.2. In dieser Hinsicht erweisen sich die gegenseitig bedingenden Vorstellungen von Licht u n d Kraft erneut als wesentlich. folgt u. Meistern der Weihe u n d ähnlichem schreiben. 159 die bei Iamblich u n d Psellos beschrieben u n d nach d e m Ousia-Dynamis-Energeia-Schema strukturiert wird. die nach d e m Vorbild eines sich zun e h m e n d ausdifFerenzierenden. Diese metaphysische Systematik scheint mir hinter den m y thologisierenden Weisen der Darstellungen späterer Neuplatoniker zu stehen. die d e m Dynamis-Aspekt des Noetisch-Noerischen entsprechen. 2 3 : Ώ ζ γαρ των εγκόσμιων ύττερκόσμιος ή μονάς. die mit d e m Stofflichen interagieren oder die A u f n a h m e der göttlichen Wirkkraft erleichtern sollen. 159 Siehe Gersh. 8-16. 24—45. τω νοερώ φωτϊ τά ύπερκόσμια συνέχειν· αυτά δέ τά προ τοϋ κόσμου γένη των θεών. in III.5. o.268 Die Fortsetzung der Licht. 122 u. die verschiedene. ούτως α ν ά γ κ η και τά νοητά π ρ ώ τ ω ς της υπέρ τά νοητά μονάδος έξέχεσθαι και τελειοΰσθαι π α ρ ' εκείνης. miteinander kompatible Deutungen zuläßt und geradezu herausfordert. 125 und in Abschnitt III. Zusammenhaltern.44. 7 .und Kraftmetaphysik bei Iamblich (ευλυτα φέγγη) mit. ώς των ϋπερκοσμίων νοερά και νοητή των νοερών. das j e nach Kontext mit verschiedenen terminologischen „Stoffbahnen" überzogen werden kann. Diese Vorstellung läßt an Plotins Bild der flüchtigen und vorläufigen Lichtspuren in der Materie denken. Eine deutlich enger an Piaton und an der lichtmetaphysischen Tradition orientierte Darstellung derselben Seinskontinuität. n e h m e ich daher insgesamt für den Psellos-Text die Vorstellung einer ontologischen Kontinuität an.τά δέ νοερά τοΰ μεν είναι παρά των νοητών τοϋ δέ άγαθοϋ καϊ της ένοειδοϋς υπάρξεως έκ της πρώτης αιτίας απολαύοντα. Oracles 189. s. als das einer lichthaften Kraft verständlich wurde. der auf den Zusammenhang von Dynamis und Kontinuum bei Proklos hinweist (Kinesis 46-48 und 99-100).2. 123. die eine Art Basisgestell darstellt.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . dessen Ubergangspunkte oder Hypostasen-Schnittstellen jeweils die O u s i a . die den Einfluß der chaldäischen Kulthandlung berücksichtigt. ist es daher nötig.M o n a den markieren. Abschnitt II. A n ihr zeigt sich deutlich die semantische Polyvalenz der dichterischen Orakelsprache. findet sich in Proklos' Theologia Platonica II. lichthaften Kraftstroms gestaltet ist. w e n n sie im Anklang an religiös-philosophische Texte wie die Chaldäischen Orakel von Vätern. νουν μέν καθαρόν έκ των νοερών υποδεχόμενα νοητόν 158 Siehe Majercik. 7.2 bei der erneuten Interpretation von O C Frg.
( T h e o l .Sprdßling des Guten' trägt. Diese Göttergeschlechter w i e d e r u m . deswegen halten sie mit ihrem geisthaften Licht die U b e r w e l t l i c h e n zusammen. . .Licht als Dynamis und die Entstehung des Nous bei lamblich 269 δέ φ ω ς άττό τ ω ν ν ο η τ ώ ν τό δέ ένιαΐον ά π ό τοΰ τ ω ν δ λ ω ν π α τ ρ ό ς . . τό δέ α γ α θ ό ν α π α ν τό νοητόν και π α ρ ά γ ε ι κ α ϊ τελειοΐ. W e i l n u n die Geisthaften notwendigerweise einerseits v o n den Geistigen die G a b e des Seins (τοΰ είναι). φως. deshalb a u c h selbst das W a h r n e h m b a r e erhellt u n d strukturiert u n d mit G ü t e r n erfüllt. B . z e i g t . s.. 1 6 2 s o w i e d i e D i f f e r e n z i e r u n g v o n [.. R . 508 bes. : μονάς. D e n n w i e die M o n a d e der innerweltlichen Wesenheiten überweltlich ist u n d w i e sie i m B e r e i c h der überweltlichen Wesenheiten geisthaft ist u n d i m B e r e i c h der geisthaften W e senheiten geistig ist.. ύ π ο δ έ χ ε - σ θ α ι . w a s a u f sie folgt u n d a u f das sie w i r k e n . 1 — 2 : τ φ ν ο η τ φ φ ω τ ι 5: τ ω ν ο ε ρ ω φ ω τ ι τά ύ π ε ρ κ ό σ μ ι α σ υ ν έ χ ε ι ν u n d 9—12: διά τ ο ΰ τ ο [sc.45. ] παρέχειν [ . . so ist es n o t w e n d i g . Plat. die sie selbst hervorbringt.128. τελεΐσθαι. w e i l sie ja nun die Ursache. 162 V g l .Abschnitt I. κ α τ α λ ά μ π ε ι ν . . ] π ο ι ε ΐ ν . Plat. U n d a u f g r u n d dieses [Lichtes] [.. nachahmt. das G u t e andererseits alles Geistige hervorbringt u n d vollendet u n d die z w e i t r a n g i g e [Monade] dieser [beiden M o n a d e n ] d e n N a m e n .I.. damit R .16-23) N e b e n der aus P i a t o n s P o l i t e i a u n d d e r aus d e n bereits a n a l y s i e r t e n T e x t e n b e k a n n t e n B e g r i f f l i c h k e i t 1 6 1 ist I a m b l i c h s S c h e m a p r ä g e n d f ü r d i e s e n T e x t . 508 d l u n d 5 und o b e n Abschnitt I . die ü b e r d e n Geistigen ist. die E r l e u c h t u n g bringende W i r k u n g (ελλαμψις) des v o n ihnen ausgehenden Lichtes hinaus. daß auch die geistigen W e s e n h e i t e n als erste v o n der M o n a d e . die einen V o r r a n g v o r der Welt haben.7. π ά ν τ α αν ο ύ τ ω ς μετέχοι τοΰ ά γ α θ ο Ο κ α ϊ π ρ ό ς μίαν ταύτην άρχήν άνατείνοιντο. . abhängen u n d v o n ihr vollendet w e r d e n u n d v o n [ihrer] Göttlichkeit erfüllt mit d e m geistigen Licht a u f die Z w e i t e n herunterstrahlen 160 . i . . φως u n d ε λ λ α μ ψ ι ς in 4 5 . 11.] D e n n w e n n die S o n n e einerseits alles W a h r n e h m b a r e zusammenhält.99. 9 lassen die D i f f e r e n z i e r u n g e n des S c h e m a s ausgedrückt durch Lichtbegrifflichkeit erkennen: συνέχειν ebenso w i e ελλαμψις n e n die W i r k u n g ( E n e r g e i a ) . 161 Z u n e n n e n sind z . das geistige Licht aber v o n den Geistigen u n d das Einheit b r i n g e n d e (ένιαΐον) [Licht] v o m Vater aller u n d schicken auf diese Welt. ] π ο ι ε ΐ ν . π λ η ρ ο ΰ σ θ α ι . w i e b e s o n d e r s d i e A b h e b u n g der M o n a d e n der e i n z e l n e n B e r e i c h e v o n d e m . .. τ ό φ ω ς ] τ ο ν η λ ι ο ν [ . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. ] Εί γ α ρ ό μεν ήλιος α π α ν τό αίσθητόν συνέχει.. [ . 1 1 . ] την γένεσιν καϊ αυξην καϊ τροφήν. 1 2 ) [. . ελλαμψις u n d (δια-) κοσμεΐν. έκπέμπειν εις τόνδε εμφανή τον κ ό σ μ ο ν του π α ρ ' έαυτοΐς φωτός ελλαμψιν· καϊ δια τοΰτο τον η λ ι ο ν [ . τούτων δέ ή δευτέρα μονάς έ'κγονος τοΰ άγαθοΟ π ρ ο σ ε ί ρ η τ α ι .41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM . w o b e i z u g l e i c h d i e K o n t i n u i t ä t 160 V g l . dann kann w o h l alles a u f diese Weise am G u t e n teilhaben und sich zu diesem einen U r s p r u n g e m porrecken. δτι δή μιμείται την εαυτής π ρ ό γ ο ν ο ν αίτίαν.3 : τόν η λ ι ο ν [ . καϊ διά τοΰτο καϊ αυτη τό αίσθητόν ά π ο λ α μ π ρ ύ ν ε ι καϊ δ ι α κ ο σ μ ε ί κ α ϊ π λ η ρ ο ί τ ω ν α γ α θ ώ ν . ( T h e o l . d i e d u r c h das L i c h t als e b e n s o bezeich- vermittelndes W i r k e n w i e als w i r k e n d e K r a f t realisiert w i r d .] κ α τ α λ ά μ π ε ι ν . 2 4 . 4 4 . u n d zwar die sichtbare. D i e Z e i l e n 4 5 . συνέχειν. 7 . . e m p f a n g e n [dieser N o t w e n d i g k e i t nach] zwar den reinen Geist v o n d e n Geisthaften. andererseits v o m ersten U r s p r u n g die G a b e des G u t e n u n d der einsgestaltigen Seinsweise erhalten.: ου [...] π ο ι ε ί u n d 509 b 2 . O.] τό φώς [.] m u ß die S o n n e w i r k e n (ποιεΐν).4 5 .
zu denen auch Iamblich zählt und die durch Iamblich wesentlich beeinflußt wurden.165 Es wird sich zeigen. die Funktion der Hekate im metaphysischen System der Chaldäischen Orakel aus ihrer Sicht verstanden und welche Texte sie möglicherweise zu ihren Interpretationen geführt haben könnten. 6. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 163 Nachfolgend werde ich untersuchen. Plat. Ich versuche also zu zeigen. Z u m anderen ist darüber hinaus die Aufmerksamkeit auf die Form der spätantiken Religiosität. daß vorerst nur untersucht wird. Psellos und Iamblich haben die Beziehung dieser ontologischen Strukturen zueinander in einem eher mythisch-chaldäischen B e griffsrahmen beschrieben. 7.und Kraftmetaphysik bei Iamblich der Wirkkette aufgrund des Kraftcharakters des Lichtes trotz aller Binnendifferenzierung erhalten bleibt. werden die ontologischen Verhältnisse als Vermittlung von Licht und dessen Abstufung vorgestellt. allerdings ohne Beachtung des Triaden-Schemas und des Kraftcharakters des Lichtes. wie diese Funktion von den späteren Neuplatonikern aus den Chaldäischen Orakeln gewonnen und ausgestaltet wird. wie Proklos in 4 5 .. dort. daß mit diesem Wechsel der hermeneutischen Perspektive einige neue Aspekte. Das könnte eine metaphysische Funktionalisierung der Göttin als Licht-Dynamis schon bei den Chaldäern selbst erleichtert haben. daß die Chaldäischen Orakel nicht ausschließlich als versifizierte Metaphysik zu betrachten sind. der sich einem hier unverstellt darbietet.41 Download Date | 12/1/13 2:05 PM .. 44—45 zeigt.99. wie die späteren N e u platoniker. 164 Grundsätzlich könnte Psellos bereits die Charakterisierung der Hekate als Fackelträgerin und φωσφόρος und damit als Lichtgöttin vor Augen gestanden haben — dazu Roscher. Das bedeutet. schon Finamore fest (Light 55-57).128. sprachlich jedoch nur vereinzelt durchschimmern läßt — den Unterbau. 165 M i t diesem Vorgehen setze ich voraus und versuche zugleich zu zeigen.und lichtmetaphysischen Unterbau strukturell zwar deutlich. L M I / 2 Sp.270 Die Fortsetzung der Licht. der den kraft. 1888.] μετέχοιτοϋ άγαθοΰ betont. wie die Neuplatoniker eine chaldäische Größe fur sich innerhalb des ihnen eigenen Systems interpretiert haben. die zur Lichtvorstellung hinzukommen. die in den Chaldäischen Orakeln greifbar wird. wie die speziellen terminologischen Überschneidungen zeigen. erklärt werden können. was über die genuine Bedeutung dieser Göttin in den Orakeln selbst nichts auszusagen vermag. 292. Trotz der unterschiedlichen Darstellungsweise ist. warum Psellos die Position der D y namis innerhalb der demiurgischen Ordnung ausgerechnet der Göttin Hekate zuweist und welche Verbindungen es in diesem Zusammenhang zwischen Licht und Göttin gibt. in allen Fällen dasselbe gemeint. 5—18. 164 Dabei werde ich zum einen eine rein philosophiehistorische Perspektive einnehmen und untersuchen. 2 2 mit πάντα [. zu richten. Wie Theol. De Mysteriis X . Diese Aspekte wiederum lassen den Ausgangstext der Untersuchungen zu Iamblich. w o Iamblich das Ziel der Theurgie als spezifische Form der Vereinigung mit dem 163 Dies stellt. II.
3 4 5 knapp die Formen der chaldäischen Lichtmetaphysik und ihrer platonischen Grundlagen dar. 6 .2 8 . III. Grundsätzlich ist das ontologische System der Chaldäischen Orakel nach Lewy als „dynamischer Piatonismus" (dynamic platonism)i67 zu verstehen. 166 Lewy. hauptsächlich aber Apollon und Hekate zugeschrieben wurden. aus dem sich die Verwendung lichtmetaphorischer Beschreibungen geradezu organisch ableitet.2. Oracles 2 3 3 4 f. ohne im Einzelnen die zugrunde liegenden Modelle oder Vorstellungen zu analysieren.3 3 6 .5 die Überlegungen zu Helios als metaphysischem Konzept bei Plotin. Der erste Ubergangsbe166 Siehe ζ. Diese Texte entstanden in der Form von Orakelsprüchen. zum anderen dem Ubergang zwischen Intelligiblem und Stofflichem. Hekate 1 5 . denn im Zuge dieser Erörterungen kommt schließlich der praktische oder produktive Aspekt der Theurgie wieder in den Blick. Abschnitt II.3 Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte Neben Apollon gilt Hekate als wichtigste Gottheit der Chaldäischen Orakel.Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 271 noetischen Licht beschreibt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Zusätzlich kann auch aus diesem Blickwinkel die bisherige Annahme.1. Oracles 2 3 3 5 . Hekate 1 . 2 3 . dem Licht auch nach Plotin in der metaphysischen Systematik die Position der Dynamis zuzuweisen. 168 Das Ziel dieser Kraftmetaphysik ist die Begründung der Kontinuität der Welt und des Gesamtzusammenhanges. der vom höchsten Prinzip bis hin zur Materie reicht. im zweiten Jahrhundert nach Christus. 166 Damit bilden die Chaldäischen Orakel den Bezugsrahmen. 8 . Lewy stellt auf S. s. 3 4 4 . 169 Innerhalb dieser Kontinuität kommt den Ubergangsbereichen bzw. die verschiedenen G ö t tern. der außer einer offenbarenden Rolle auch metaphysische Funktionen innerhalb des ontologischen Systems der Chaldäer zugewiesen werden.1 zu IV. umfassender verstehen. B. 167 Lewy. ο. Johnston. ö.Hekate .99.1 6 spricht von einem „principle of continuity" und damit von der „golden chain of being" Lovejoys. " 9 Johnston. gestützt werden. Iulian der Theurge. den vermittelnden Bereichen zwischen sehr unterschiedlichen Abschnitten des Kraftstroms besondere Bedeutung zu: zum einen dem Ubergang zwischen dem Einen und dem Nous. auch oben in Abschnitt II.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . werden jedoch erst seit dem späten dritten Jahrhundert zum ersten Mal bei Porphyrios und Iamblich bezeugt.4 und Lewy.128. innerhalb dessen ich nach Strukturäquivalenzen zwischen Hekate und Licht suchen werde. Als ihre Verfasser galten entweder Iulian der Chaldäer oder sein Sohn. Vgl. beschränkt sich aber auf skizzenartige und wenig detaillierte Bemerkungen. Oracles2 99 u.
den Texten der Orakel einen Sinn zu geben. 1 0 bezeichnet also das höchste Prinzip als in seiner Einheit verharrendes und trotzdem hervorbringendes Feuer. 172 Lewy. 171 Majercik.1 Aion als metaphysische Größe D i e Fragmente 5 und 1 0 der Chaldäischen Orakel 1 7 3 stellen die ursprüngliche Entstehung des intelligiblen Kosmos dar. 1 7 2 Unabdingbar ist es in j e d e m Fall. als in dieser Hinsicht schwer faßbar erweisen. und Lewy. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die versuchten. 8. strekkenweise auf Hypothesen angewiesen gewesen zu sein. auch wenn dieses Vorgehen nicht unproblematisch ist. Oracles 2 X V I . 1 7 4 Frg. um die so erzielten Ergebnisse auf Hekate und das Licht anzuwenden.. als Ousia-Monade und (Licht-) Quelle versteht. der zwischen geistigem Bereich und stofflicher Welt als der der Weltseele-Hekate 170 . geht zwar davon aus. A n m . 1 7 1 Selbst Lewy. Oracles 2 83-98. die Edition der Fragmente. wenn man das Feuer plotinisch als ενέργεια της ουσίας bzw. so daß zuerst die Darstellung des Aion in den Chaldäischen Orakeln nach dem Verständnis der Neuplatoniker untersucht werden soll. läßt sich letztlich nicht entscheiden. 173 Benutzt und zitiert wird. ///. Texte und Interpretationen späterer Philosophen miteinzubeziehen. u.und Kraftmetaphysik bei Iamblich reich wird in den Chaldäischen Orakeln mit dem Gott A i o n beschrieben. Oracles 1 4 s zu Frg. die entspr. Nach Fragment 1 0 ist „alles [. die sich.] π ά ν τ α ενός πυρός έκγεγαώτα. O b das mit der Intention der eigentlichen Verfasser der Orakeltexte übereinstimmt.99. die die Verbindung von Hekate und Licht einsichtiger werden lassen.] von dem einen Feuer hervorgebracht worden". sofern nicht anders angegeben..272 Die Fortsetzung der Licht.j. Paris 1989 besorgt hat. Das Hervorbringen wird in Frg. 5 als Entfaltungsbewegung verschiedener N o o i beschrieben: 170 Z u r Gleichsetzung von Hekate und Weltseele s. der für das bessere systematische Verständnis der Orakel die wesentlichen Grundlagen geschaffen hat. die R u t h Majercik basierend auf der Ausgabe von des Places. D i e Erörterung der rein metaphysischen Funktion der Hekate kann also nur die R e k o n s t r u k tion der Interpretationen späterer Neuplatoniker erreichen. Damit steht meine Untersuchung vor dem schwierigen Problem der Systematisierung zumindest einiger Orakelfragmente. Es gilt ihre Zählung der Fragmente. gibt aber zu. 174 [. das System erfolgreich rekonstruiert zu haben..128..41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . wie Majercik schreibt. A n der Gottheit A i o n können bereits zentrale Eigenschaften abgelesen werden.
übersetzt mit „Stärke". 140 und Cremer.. Möglicherweise gehen alle diese Vorstellungen mit dem O u sia-Dynamis-Energeia-Schema eine Verbindung ein. Denn überall ist die Dynamis dem Mittleren zugewiesen worden. Chaldäische Orakel 61 Anm.E n e r g e i a . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der j e doch nicht hinreichend zwischen Dynamis und Energeia differenziert. διότι δή τό ένοποιόν φώς π δ σ ι ν έπιλάμπει· ". der K o s m o s der Ideen." Deshalb wird [die Position des Aion] von den Orakeln als „vatergezeugtes Licht" bezeichnet. Denn das jenseitige erste Feuer begrenzt seine Kraft hinsichtlich eines stofflichen Prinzips nicht durch [direktes] Tun. D e r V e r d o p p e l u n g des N o u s folgt als E r g e b n i s der feurige K o s m o s . 1 7 6 In diese E n t w i c k l u n g s b e w e g u n g v o m π ρ ώ τ ο ν πΟρ ü b e r d e n G e i s t des Geistes hin z u m feurigen K o s m o s b z w . πολϋ γάρ μόνος έκ πατρός άλκης // δρεψάμενος νόου άνθος έχει τό νοεΐν πατρικόν νουν // (και νόον) ένδιδόναι πάσαις πηγαϊς τε καϊ άρχαΐς // καϊ δινεΐν αίεί τε μένειν άόκνω στροφάλιγγι.S c h e m a Iamblichs ihre E n t s p r e c h u n g u n d w u r d e v o n m i r als E n t w i c k l u n g s d a r s t e l l u n g des N o u s g e deutet.. siehe Lewy. die sie transformierend aufhebt. S i e fand i m O u s i a . d. Oracles 2 440 Anm. h.Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 273 ού γαρ ές υλην // ττϋρ έπέκεινα το πρώτον έήν δύναμιν κατακλείει // εργοις άλλα νόω· νοΟ γαρ νόος έστιν ό κόσμου // τεχνίτης πυρίου. ή τάξις τοϋ αιώνος).2.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . 198. die F u n k t i o n d e r D y n a m i s sind: πανταχού γαρ ή δύναμις τό μέσον κεκλήρωται· καϊ έν μεν τοις νοητοΐς συνάπτει τον π α τέρα και τον νουν. w i e die E i n l e i t u n g des Proklos zu F r g .D y n a m i s .8 3 und Psellos. Denn [eines] Geistes Geist (voü γαρ νόος) ist der Verfertiger des feurigen Kosmos. 1 7 5 die. 4 u n d das F r a g m e n t selber zeigen. daß dieser Vorstellung stoisches Gedankengut zugrunde liegen könnte (Oracles 17). D i e s e V e r d o p p e l u n g w i r d als E n t f a l t u n g s b e w e g u n g und V e r m i t t l u n g v o n F e u e r u n d L i c h t v e r s t a n d e n . der Geist aber von jenem"! Dieses F r a g m e n t verweist a u f die bereits b e k a n n t e A b f o l g e v o n π α τ ή ρ — δ ύ ναμις — νοΰς. Hypotyposis 73.128. dazu oben Abschnitt III. 176 Vgl. v o m π α τ ή ρ ü b e r die Dynamis z u m v o l l e n t w i c k e l t e n N o u s f u g t F r a g m e n t 4 9 den A i o n ein: Διό και ύπό των λογίων "πατρογενές φάος" εΐρηται (sc. Lewy verweist auf Einflüsse aus der zoroastrischen Religion und dem Mithras-Kult (Oracles2 40-409). Oracles2 8 1 . ist als Synonym von Dynamis zu verstehen. 5-6. und auch im Noetischen verbindet sie den Vater und den Geist. 177 Das griechische άλκή. weil [er] nämlich als das einheit-wirkende Licht allen scheint: „Denn [der Aion] allein hat reichlich die Frucht des Geistes aus der Stärke 177 des Vaters gepflückt und 175 Majercik weist darauf hin. νους δ' σττ'έκείνου". sondern durch Geist. Lewy. "ή μεν γάρ δύναμις σύν έκείν(ρ. „denn die Dynamis ist mit jenem.99. Majercik. Oracles 142.
den Aion als Licht zu bezeichnen. für Lewys Vorschlag spricht aber. II. daß άνθος auch die Konnotation „Glanz" besitzt und des weiteren diese Ergänzung besser zu Proklos' einleitenden Bemerkungen paßt. die Proklos dem eigentlichen Orakeltext voranschickt.128. denn als Dynamis ist der Aion gerade nicht Monade und bringt nur noch einen Aspekt hervor. Für ihre Textergänzung sprechen zwar paläografische Gründe. Vgl. möglich. Oracles 2 99 Anm. 44. Abschnitt III. 180 Die Darstellung dieses Prozesses hatte sich als ein Ineinander von ebenso ontologischen wie epistemologischen Elementen erwiesen. o. Dieses Licht scheint also als nach unten wirkende Dynamis des höchsten Aspektes zu fungieren. In Parm. daß der Aion als zweiter Aspekt einer triadischen Binnenstruktur verstanden werden kann (Oracles 162). Oracles 2 543) Bereits die Einleitung. αύτό μεν έν εαυτω μένον κατά τό εν. 2 . Das Wirken des Aion wird dort in zwei Phasen unterschieden: zuerst „pflückt" der Aion aus der Stärke des Vaters die Blüte oder Frucht in reichlicher Weise. Weiterhin wird sein Wirken mit ένοποιόν beschrieben. möglicherweise einer OusiaMonade. als habe Proklos das Orakelfragment als Darstellung der Entwicklung einer noetischen Triade verstanden. 138 und S. 138. genauso wie Licht vom Feuer als (s)einer Lichtquelle abhängt. 179 180 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 138 daher auch nicht zustimmen.1 9 (ed. wie sich auch im folgenden zeigen wird. Majercik setzt και νόον u n d folgt damit den Vorschlägen von Kroll und Schneider. I. 284. der zur Struktur des Noetischen Damaskios. 1 7 .41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . Oracles 2 99 Anm.274 Die Fortsetzung der Licht. Ruelle) zitiert: εν γαρ τό νοητόν καϊ αυ τριχξ| θεωρούμενον. 100. um dessen besseres Verständnis zu erleichtern. die sich nach dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema vollzieht und die Iamblich in De Mystenis VIII. S. denn der Schreiber könnte καϊ νόον aufgrund des vorangehenden voüv in der Zeile darüber überlesen haben. auch Theiler.3 . Cremer hält eine Anwendung des triadischen Schemas auf die innere Struktur des Noetischen ebenfalls fur möglich (Chaldäische Orakel 40-41) und auch Majercik deutet an. H y m n e n 270. z u T h e o l . wie ich gleich zeigen werde. 262-263 (s.und Krafimetaphysik bei Iamblich vermag daher. 24-45. Plat. Im Gegensatz zu Lewy verstehe ich den Aion nicht als Monade und kann seiner Rekonstruktion des Fragmentzusammenhangs in Anm. und erst danach ist es ihm.99. 7. die auch aus dem Orakeltext selbst herausgefiltert werden können. sein Licht weiterzugeben und den in- 178 Mit der Ergänzung και φάος folge ich Lewy. αύτό δέ έν έαυτω καϊ άφ' έαυτοΰ προϊόν π ω ς κατά την τριάδα. Lewy. o. welche Bedeutung dem Aion-Licht zukommt: mit dem Epitheton πατρογενές wird zunächst seine Abhängigkeit von einem höheren Prinzip. 2 3Vgl. den väterlichen Geist geistig wahrzunehmen und [Licht] 178 einzugeben allen Quellen und Prinzipien und [sie] zu drehen und in stets unaufhörlicher Kreisbewegung zu erhalten. 179 Insgesamt vermittelt die Einleitung den Eindruck. den väterlichen Nous wahrzunehmen. angedeutet." (Ubersetzung des eigentlichen Orakelzitats nach Lewy.2) ebenfalls thematisiert. zeigt klar.
183 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. plotinisch gesagt. 184 Diese Assoziation liegt beim Verb δρέπω in der Tat nahe. Oracles 2 1 0 1 und 403 und Majercik. da sie sich dort und u m jenes herumbewegte. füllt. v. sondern gesättigte und volle Bewegung. die mit Licht erfüllte Bewegung eben als Licht die Entwicklung des Nous vollendet.Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 275 telligiblen Kosmos zu konstituieren.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . war die. damit er habe. (16. [ . πληρωθείς δέ ην. h. und indem [der N o u s das Licht] erlangte. denn er bezeichnet nach LSJ 67 s.oder Bewegungsimpuls 1 8 5 in sich aufnimmt und ihn in der eigenen Funktion als Dynamis weitergibt. bevor er erfüllt wurde. 185 Der Begriff άλκή gibt diese nach außen gerichtete Ursächlichkeit gut wieder. . daß sie den Hervorgehensprozeß des Aion als Dynamis aus der Ousia-Monade sowie deren sich selbst entäußernde Bewegung beschreiben soll. Άρχή δέ αύτοΰ εκείνο το π ρ ι ν πληρωθήναι ήν· έτερα δέ άρχή οιονεί έ'ξωθεν ή πληρούσα ήν. 1 6 . Oracles 2 100. die sich in einer Handlung äußernde Stärke. eine zweite Ursache.. Oracles 104 zu Frg. von der er gleichsam geformt wurde. 182 So Lewy. 3 1 .. 7. das άνθος νοΰ. und zugleich wurde er vollendet und schaute. als er gefüllt wurde. βλέπ ω ν δε αύτά μετά φωτός π α ρ ά του δόντος εκείνα καϊ τοϋτο κομιζόμενος. i . also den sich nach außen manifestierenden Ausdruck einer inneren Verfaßtheit. aus der OusiaMonade entstehenden Entwicklungs. assimiliert es sich gleichsam 181 Z u r Bedeutung der Begriffe π η γ α ί und άρχαί siehe Majercik. kann aus dieser Handlung abgeleitet werden.] Gefüllt werdend trat er in die Existenz. die ihn füllte. 181 Besonders die Beschreibung der ersten Phase ist schwer zu verstehen. αλλά κίνησις διακορής καϊ πλήρης. ] Πληρούμενος μεν ουν έγίνετο. ιν' εχρ. 49. Beide Begriffe bezeichnen u. 1 6 . gleichsam von außen. der jene gab.128. erfüllte sie ihrerseits [den Geist] und war nicht mehr nur B e w e g u n g . die Ideen j e nach ihrer Funktion und Stellung im Intelligiblen und der stofflichen Welt gegenüber. und damit sättigt. wie bei Plotin erst die gesättigte. a.3 5 ) Wenn also der Aion die Blüte oder Frucht des Nous aus der Stärke des Vaters pflückt. (16.99. in sich auf. Nachdem aber diese Bewegung gefüllt worden war. Oracles 164 zu Frg.2 2 und 31—35: 183 ή δή κίνησις αυτη ττληρωθεΐσα τω έκεΐ κινεΐσθαι και περί εκείνο έπλήρωσεν αύτό καϊ ούκέτι κίνησις ην μόνον. 184 indem er den ursächlichen. Eine Ursache seiner war jener Zustand. siehe auch Lewy. και όμοΰ άπετελέσθη καϊ έώρα. 1 6 . 49. nachdem er einerseits erfüllt war. .έξης δε π ά ν τ α έγένετο καϊ εγνω τοϋτο έν συναισθήσει αύτοΰ καϊ νοΰς ηδη ην. Darauf folgend wurde er zu allen und erkannte dieses im Verlauf der . daß er sich.Samtwahrnehmung' seiner selbst und war erst jetzt N o u s . was er schauen werde. dauerte er an. In dieser Form nimmt der Aion den höchsten Aspekt des Geistes. Die systematische Interpretation des Textes oben in Abschnitt I I . d. ο δψεται. und indem er andererseits aber diese schaute in dem Licht von dem her. 182 Für das weitergehende Verständnis ist ein bereits behandelter Plotin-Text hilfreich. πληρωθείς μεν. nachdem er aber gefüllt worden war. Es handelt sich um Enneade VI. Klar ist zunächst nur.2 2 ) [. άφ' ης οίον έτυποϋτο πληρούμενος.
Proklos' W e n d u n g τό ένοποιόν φως detaillierter zu analysieren. 42 b e - schrieben wird u n d d e n Proklos als den Aspekt versteht. D e r Genitiv in Fragment 5 der Konstruktion νοΰ γαρ νόος meint also die O u s i a . w a r u m Proklos den chaldäischen A i o n .41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . Frg.1. w o b e i dieses W i r ken als Vollendung oder Vollzug eines Wahrnehmungsprozesses mit zugleich ontologischer R e l e v a n z gedeutet wird. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die als Ausgangspunkt dazu dient. 2—3. soll im folgenden kurz auf eine Parallele zwischen Iamblichs N o u s darstellung in De Mysteriis VIII. Diese W i r k u n g schildern die Orakel in der W e n d u n g {και φάος) ένδιδόναι.99. w i e es der letzte Vers des Fragments beschreibt. 187 In dieser W i r k u n g scheint der A i o n d e m chaldäischen Eros zu ähneln.3 . 1 8 6 Das Wahrnehmen w i e d e r u m kann sich nur vollziehen. der in Frg. vgl. A n a t o m y 170. der die ausdifferenzierte Struktur des Ideenkosmos w i r k t u n d garantiert. u m so ein genaues Bild der Funktion des A i o n in Kombination mit der Lichtmetaphysik zeichnen zu können. macht einsichtig. weil der A i o n als Licht die O b j e k t e seiner Wahrnehmung. Diese Ergebnisse setze ich dann zum Orakeltext in Beziehung. O . 49· Diese Entsprechung stützt zusätzlich die Vorstell u n g des A i o n als f e u e r .o d e r lichthaft. A u f diesem W e g soll die Interpretation der Hekate im System der Chaldäer weiter vorbereitet werden. U m diese Funktion des A i o n näher zu bestimmen.276 Die Fortsetzung der Licht. bes. In De Mysteriis VIII. In Fragment 49 wird damit der Hervorgehensprozeß der Dynamis aus der O u s i a .M o n a d e als Sättigung und Assimilation vorgestellt.und Kraftmetaphysik bei Iamblich und gibt es als assimiliertes weiter.128. die άρχαί und πηγαί. A u f diese Weise wird der A i o n zum Geist des Geistes. 2 . A b s c h n i t t II. w i e der Eros. dessen Position er als die des vatergezeugten Lichtes und damit in einer Abhängigkeit bestimmt.262—263 und Frg. 39. 42 mit γ α ρ μόνος έκ π α τ ρ ό ς ά λ κ ή ς δρεψάμενος aus Frg. 262-263 beschreibt Iamblich. wahrnehmbar werden läßt. die den weiteren Entwicklungsprozeß initiiert und ermöglicht. D e r gesamte A b lauf ist zugleich Konstitution und Erhalt des Kosmos N o e t o s in seiner vollständigen Realisationsform. der Substantiv den A i o n als deren Dynamis. Dieser wird zunächst als Erfassen eines Erkenntnisobjektes beschrieben und erhält eine weitergehende Strukturierung.M o n a d e des Noetischen. die in ihrer Gesamtheit den πατρικός νοΰς ausmachen. w i e oben dargelegt. δς έκ νόου εκθορε π ρ ώ τ ο ς aus Frg. vgl. A u c h er kann als δεσμός π υ ρ ι β ρ ι θ ή ς verstanden werden. 187 Die Positionierung des A i o n in Abhängigkeit von einem höheren Aspekt einerseits und als W i r k e n hinsichtlich der Ideen andererseits. zugleich mit der Funktionsbezeichnung des τό ένοποιόν φως belegt. der der epistemologischen R e f l e x i o n s b e w e g u n g des N o u s auf sich selber in Abhängigkeit von 186 S .1 und L l o y d . der den feurigen Kosmos aus Fragment 5 verfertigt. die E n t w i c k l u n g des N o u s als Selbsterleuchtungsprozeß. 49 der Orakel hingewiesen werden.
. das doch das allererste Band ist. denn dieses Licht sei das Band (ξύνδεσμος) des Himmels. D i e s könnte aus der F o r m u l i e r u n g νοεΐν πατρικόν voüv des Orakeltextes in E r g ä n zung zu Plotin hergeleitet sein. την ομοιότητα ύποστήσασαν. daß der N o u s sich selber w a h r n e h m e . D i e A b h ä n g i g k e i t dieser n o e t i schen E n t w i c k l u n g v o n einem höheren Prinzip u n d den in diese E n t w i c k lung integrierten Funktionsträger beschreibt Proklos in In T i m . den auch Iamblich zur B e s c h r e i b u n g der d e m allerhöchsten Prinzip folgenden Hypostase nutzt. In M y s t . Majercik einleitet. 14.99. 15-24) 1 9 0 188 Die Junktur ένοποιόν φως aus In Tim. παράγουσαν το της αληθείας φως. 3 . D i e Funktion des Lichtes und damit des A i o n ist also möglicherweise innerhalb desselben noetischen Wahrnehmungspro- zesses zu bestimmen. το γαρ ένοποιόν πασι κατ' έκείνην πάρεστι την πηγήν άπάσης ενώσεως. wo es von der Licht-Säule heißt: „In dieses [Licht] kämen sie. 190 Auch hier scheint Proklos das Bild der Licht-Säule aus dem Er-Mythos der Politeia zu nutzen.]. welches wie die Streben an den großen Schiffen den ganzen Umfang zusammenhält.Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte einem übergeordneten Prinzip entspricht. hinein und sähen dort mitten in dem Lichte vom Himmel her seine Enden an diesen Bändern ausgespannt. δι' ην καϊ τά προελθόντα έπέστραπται προς τάς οικείας αρχάς. II. was hervorgegangen ist. hingewandt zu den ihm eigenen Prinzipien. 189 τελεί εις nach LSJ 1772 s. [. durch sie ist das. έφήκει δέ καϊ άπό τοϋ ένός δντος.." (εις δ άφικέσθαι [. (In Tim. hier metaphorisch gebraucht. denn [diese Quelle] bringt das Licht der Wahrheit hervor.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . mit der Proklos dort das Orakelfragment 49. III. Man könnte folglich auch formulieren: αύτόν (= νουν) voöv νοοΰντα. τελέω II 3. v o n d e m das W a h r n e h m e n des N o u s initiiert und gewährleistet w i r d . 1 6 . 15— 2 4 : 1 8 8 A n diesem Text läßt sich zeigen.] και ίδεϊν αυτόθι κατά μέσον τό φως έκ τοϋ ουρανού τά άκρα αύτοΰ των δεσμών τεταμένα . II. [Das Einheit-Wirkende] entsteht also aus dem. w i e das L i c h t innerhalb dieser m e t a physischen A r g u m e n t a t i o n funktionalisiert w i r d u n d w e l c h e Ü b e r s c h n e i d u n gen es mit d e m Funktionsträger A i o n gibt.128. Dieses aber ist das Allererste der Seienden und umfaßt in seiner Einheit die Prinzipien aller gemäß dem Band in ihm selbst und gemäß der göttlichen Einheit. 2 6 3 . Denn das Einheit-Wirkende ist allem anwesend gemäß eben jener Quelle aller Einheit: Durch sie ist der Nous mit dem Objekt noetischer Wahrnehmung zusammengefugt. ν.. δ δη πρώτιστόν έστι των όντων καϊ ήνωμένως περιέχει τάς πάντων αιτίας κατά τον έν έαυτω δεσμόν καϊ την ενωσιν την θείαν. Dem εαυτόν έξέλαμψε 277 (Myst. 2 6 2 . 189 denn [diese Quelle] hat die Ähnlichkeit zur Existenz gebracht. und durch sie ist alles miteinander verwoben und irgendwie der Entwicklung des Einen zugehörig.1 0 . δ δη πρώτιστος δεσμός έστι. 16. 3) korrespondiert seiner Funktion nach i m Orakeltext das (και φάος) ένδιδόναι. was Eines ist.. Die Wendung selbst ist eine Konjektur von Kroll an dieser Stelle des Textes. δι' ην συνήρτηται πάντα άλλήλοις και εστίν ώς πάντα εις ένός (τελεί) τελείωσιν.είναι γαρ τοΰτο τό φως Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 1 — 2 sagt Iamblich dann. weist auf diesen Textabschnitt im zweiten Buch seines TimaiosKommentars hin. δι' ην συνήπται καϊ ό νοΰς τω νοητώ.
2 z u IV. u m die F o r m . die sich schließlich a u c h bei Proklos zeigt. 21 ableiten. 191 S. W i e gezeigt. sprachlich u n d o n t o l o g i s c h z u erfassen u n d z u spezifizieren. der darin der platonischen Tradition folgt. die umfassend einheitstiftende W i r k u n g .1. S c h l e i e r m a c h e r ) . die z u g l e i c h in einer A b h ä n g i g k e i t v o n ihrer U r s a c h e zu sehen ist. 1 9 3 u m die g e w ü n s c h t e o n t o l o g i s c h e Vorstellung z u erhal- D e r Tradition f o l g e n d b e k o m m t es eine Vorrangstellung i m Noeti- schen. A b s c h n i t t II. 6ι6 b 8 . 3. 193 A u f das S o n n e n g l e i c h n i s weist die W e n d u n g τό της α λ η θ ε ί α ς φ ω ς hin. Ü b s . z u m anderen a u f das B u c h s t a b e n g l e i c h n i s des Sophistes. i n d e m Plotin alle diese A s p e k t e in die lichthafte D y n a m i s integrierte.und Kraftmetaphysik bei Iamblich 278 D a π α ρ ε ΐ ν α ι dazu dient.2 3 . P l o t i n ü b e r n a h m diese Vorstellung u n d transformierte das m o d e l l h a f t e L i c h t z u r integrativen D y n a m i s . z u b e z e i c h n e n . was P r o - ξ ύ ν δ ε σ μ ο ν τ ο υ ο ύ ρ α ν ο ΰ . das kraftartige W i r k e n in d e m . die Athanassiadi d e m Licht in den chaldäischen O r a k e l n zuschreibt u n d dabei a u f das έ ν ο π ο ι ό ν φ ω ς des Proklos z u r ü c k g r e i f t ( T h e C h a l d e a n O r a c l e s 160). als ein U m f a s s e n (περιέχειν). Es ist das B a n d . die B e s c h r e i b u n g des Lichtes als δ ε σ μ ό ς g e h t z u m e i n e n z u r ü c k a u f das L i c h t als J o c h i m S o n n e n g l e i c h n i s .2. da erst das L i c h t dessen vollständige K o n s t i t u t i o n e r m ö g l i c h t . daß das E i n e m i t der O u s i a . w o dieser B e g r i f f in seiner F u n k t i o n bei P l o t i n erörtert w i r d . N i e d r i g e r e m E i n h e i t u n d D a u e r durch Z u s a m m e n h a l t z u v e r l e i h e n . w o r a u f sich dieses W i r k e n richtet. S o w i r d b e i P r o k l o s das w i r k e n d e noetische Licht z u m π ρ ώ τ ι σ τ ο ν τ ω ν όντων des seie n d e n E i n e n . ο ί ο ν τά ύ π ο ζ ώ μ α τ α τ ω ν τ ρ ι η ρ ώ ν .1 6 des Textes ableiten. δ δη π ρ ώ τ ι στος δεσμός έστι.n u n d 253 b—c. 2 2 .1 u n d A b s c h n i t t II. P r o k l o s g e b r a u c h t diesen B e g r i f f . ο. daß es d e n N o u s u n d das O b j e k t seiner W a h r n e h m u n g zu einer E i n h e i t v e r b i n d e : D i e selbe F u n k t i o n k a m b e i Piaton d e m S e i e n d e n . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das e i n b e t t e n d E i n h e i t u n d d a m i t Z u s a m m e n h a n g u n d Struktur verleiht u n d das als W i r k e n des aus e i n e m h ö h e r e n Prinzip h e r v o r g e h t : τό της αληθείας φως. A l s primäre F u n k t i o n des τό ένοποιόν fuhrt P r o k l o s an. 1 9 1 läßt sich aus den Z e i l e n 1 5 . 192 D a b e i k a n n m a n aus Z . das w i e d e r u m der höchste A s p e k t des N o e t i s c h e n ist. V g l . zu. in der das E i n e w i r k e n d w i r d .C 4 .M o n a d e . 250 b 8 .M y t h o s der Politeia mit den S p e k u l a t i o n e n ü b e r das τό öv i m Sophistes. ten. die darin besteht. Sie garantierte die vollständige E i n h e i t v o n N o u s .99. R .Die Fortsetzung der Licht.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . D a b e i k o m b i n i e r t Proklos die Vorstellungen des S o n n e n gleichnisses u n d des E r . N o e s i s u n d N o e t o n . u m die spezifische W i r k u n g des Lichtes z u charakterisieren.128.2.M o n a d e einer j e d e n H y p o s t a s e analogisiert w e r d e n darf. 1 9 2 E b e n s o versteht P r o k l o s o f f e n b a r a u c h d e n A i o n als E n t ä u ß e r u n g einer O u s i a . das d e m L i c h t analogisch a n g e g l i c h e n w i r d . Dessen W i r k e n beschreibt Proklos.2. daß das τό ένοποιόν das W i r k e n des E i n e n a u f das F o l g e n d e be- schreibt. schreibt a u c h Iamblich in A n w e n d u n g dieser V o r g e h e n s w e i s e d e m L i c h t i m N o e t i s c h e n dieselbe F u n k t i o n zu. A u c h dieser B e g r i f f w i r d bereits v o n P l o t i n b e n u t z t . ο υ τ ω ττασαν σ υ ν έ χ ο ν την π ε ρ ι φ ο ράν.
Oracles 2 403 A n m . erstes Band und erstes der Seienden den dynamischen Aspekt des höchsten noetischen Momentes beschreibt. die Ideen „zu drehen und stets in unaufhörlicher Kreisbewegung zu erhalten". Proklos versteht es weiterhin als Kreisbewegung. der aus der Stärke des Vaters pflückt — rechtfertigt sich vor diesem Interpretationshintergrund mit der Vorrangstellung. rekonstruiert werden sollte lediglich die neuplatonische Interpretation dieses Fragments. in und mit dem sich dieses Moment entfaltet.128. 1 9 5 So zeigt die Gleichsetzung von Aion und Licht bei Proklos in 194 Damit verstehe ich gegen Lewy. zu richten. die von Plotin übernommen wurde. 195 Es läßt sich allerdings nicht nachweisen. άλλήλοις συναρτφσθαι und έπιτρέπειν weitergehend ausgestaltet. daß bereits die Verfasser der Orakel selbst mit ihrem Fragment und der in ihm möglicherweise enthaltenen Lichtterminologie die reflexive Struktur des Noetischen ausdrücken wollten. wie man aus § 33 seiner Elementatio Theologica ableiten kann: πάν τό προϊόν άπό τίνος και επιστρέφον κυκλικήν εχει ένέργειαν.4. die bisher zu Iamblich Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. ist das Augenmerk von der Art des Wirkens des geistigen Lichtes auf seine Wirkung. warum Proklos den chaldäischen Aion mit diesem lichthaften Aspekt der noetischen Triade gleichsetzt. Dessen Vorrangstellung — der Aion ist der einzige. um diesen Vorgang sprachlich darzustellen und inhaltlich alle relevanten Merkmale des Noetischen wie etwa dessen Dynamik und dessen triadische Binnenstruktur bei gleichzeitiger Wahrung der Einheit beizubehalten. die Energeia. nicht nur des A i o n allein. die das Licht und das Seiende aufgrund ihrer seinskonstituierenden Funktion im Sonnengleichnis und im Sophistes bei Piaton genießen.Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 279 klos durch συνάτττειν. Die verwendete B e grifflichkeit zeigt. Proklos beschreibt sie in Z . 8 das Kreisen als Kreisen des Ideenkosmos insgesamt. Da der Aion der Chaldäischen Orakel seine Wirkung ebenfalls genau darin hat. 16: τά προελθόντα έπέστραπται προς τάς οικείας άρχάς.1 zu VI. die ihrerseits dazu dienen soll. das als einheitgewährendes dieselbe Wirkung hatte und überdies in derselben ontologischen Position der Abhängigkeit stand. daß das traditionelle Lichtmodell Proklos alle Möglichkeiten bietet. das damit als Licht der Wahrheit. die er braucht. mußte es fiir Proklos naheliegen. Dieses Umwenden zu den Ursprüngen ist traditionell ein Resultat des Wirkens des Lichtes wie die Zitate aus Plotin und Hermeias zeigen (unten Abschnitt III. 7. 194 Aus diesen Überlegungen zur Bedeutung von ενοποιόν läßt sich also ableiten. daß Proklos den Aion aus den Chaldäischen Orakeln als Dynamis verstanden hat.22—23).99.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . II. ihn aufgrund dieser Funktions-Wirkentsprechung mit dem Licht gleichzusetzen. U m zu erkennen. Diese Wirkbeschreibungen sind als Explikationen des τό ενοποιόν aus Z e i le 15 aufzufassen. 20—21 von In Tim.
daß die Genese der zweiten ontologischen Größe nach dem ersten Prinzip als Hervorgehensprozeß von Licht verstanden wird. u m die Entstehung des Noetischen aus dem Einen zu erläutern. siehe unten Abschnitt III. daß derartige Vorstellungen auch in religiösen Kontexten „in der Luft lagen". was aus ihm entsteht. 196 V g l . w e n n man. Deshalb heißen [uns] auch die Götter. den Interpretationen späterer Neuplatoniker folgt. gewann sie durch [ihr] Hervorgehen Struktur. 1 6 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 1 5 . . V I I I . 49. Majercik. das sich Proklos des weiteren als sich selbst wahrnehmende Kraft vorstellt. zumindest dann nicht. wie der Fragmenttext selber und Proklos' Interpretation desselben nahelegen: 197 διό και παρακελεύονται οί θεοί " .41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . 1 9 8 Licht und Aion sind gemäß dieser Interpretation eindeutig auch ontologische Größen. 1 4 5 . 2 . (Frg. 196 Eine solche Vorstellung könnten die Neuplatoniker auch in Fragment 14$ der Chaldäischen Orakel gefunden haben. 198 Lewy. U n a b h ä n g i g von diesen metaphysischen Spekulationen könnten sich die Verfasser der Chaldäischen Orakel mit ihrer Beschreibung aber auch an der Kultpraxis orientiert haben." D e n n auch w e n n [seine Gestalt] oben gestaltlos war. Iamblichs Formulierungen in Myst. die auf diese Weise ihre Struktur erlangt. das eine doppelte Eingebundenheit aufweist: Z u m einen bedeutet es als Mittleres in Abhängigkeit vom übergeordneten Prinzip die verbindende Instanz zwischen dessen Transzendenz und dem. 100 den Ideen voranstellt.128. „die Gestalt des Lichtes.2.und Kraftmetaphysik bei Iamblich 28ο Kombination mit der Darstellung der Funktion dieses Lichtes in In Timaeum II. denen die Funktion des vermittelnden Bandes zukommt. νοεΐν μορφήν φωτός π ρ ο τ α θ ε ΐ σ α ν · " α ν ω γ α ρ α μ ό ρ φωτος ουσα δια την πρόοδον έγένετο μεμορφωμένη. der voll ausdifferenzierte Nous.3 . da er den A i o n auf S. A u f diese Weise umschreibt es den Entäußerungsprozeß selbst des jeweils höchsten Aspektes. .Die Fortsetzung der Licht. Oracles 2 82. 2 6 2 .4.2 4 . Majercik) A m Ende dieser Entwicklung steht also der Kosmos Noetos.2. Z u m anderen garantiert und ermöglicht es als spezifisches Wirken Struktur und Zusammenhalt dieser Entfaltung bis hin zu ihrem Abschluß. w i e es auch L e w y tut. dazu εαυτόν έξέλαμψε und εαυτόν νοεΐν bei Iamblich und νοεΐν πατρικόν νουν und die Kreisbewegungsmetapher in Frg. kann ich nicht zustimmen. der hier den A i o n dem N o u s nachordnet und sich damit selbst w i - derspricht. Beides läßt deutlich die strukturelle Disposition der Dynamis innerhalb des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas erkennen. nachdem es zur Entfaltung gebracht w u r d e (προταθεΐσαν) mit dem N o u s zu erfassen. "7 Proklos zitiert das Orakel allerdings nicht.2 6 3 zeigen j e d o c h . wie sie oben anhand von Iamblichs Darstellung in seinem Alcibiades-Kommentar und Proklos' Rezeption in der Ele- angestellten Überlegungen zu stützen.99. sondern um die Epiphanie von Göttern zu erklären.
W i e das Licht ist damit der A i o n der Chaldäer für Proklos das ontologische Band. Z u g l e i c h ist aber. Hymns 2 5 2 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. sowie ihre Differenzierung der Nuancen dieser Gleichsetzung auf S.Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 281 mentatio herausgearbeitet werden konnte (s. mit B l i c k auf die spätere Unter- suchung in Abschnitt III. daß diese D y n a m i s i m m e r auch umwendet. 3 6 1 . das als hervorgehende Dynamis zwischen erstem Prinzip und dem N a c h f o l g e n d e n vermittelt und innerhalb der Hypostase selbst Einheit und Struktur verleiht. daß Hekate in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hades als Materie strukturierend auf sie einwirkt. d. A u f b a u e n d auf dieser Interpretation des A i o n werde ich i m folgenden die Funktionsanalogie zwischen Hekate und Licht untersuchen.7 5 . h. die meiner A n sicht nach die Darstellung der Göttin bei Psellos b e g r ü n d e t und die w e i terhin dazu dienen soll. Hekate aber — als Ursprung der Seele — über ihr stehen muß. Zunächst ist eine grundsätzliche Ähnlichkeit der Funktion von A i o n und Weltseele im Mittelplatonismus festzustellen.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . Van den Berg.2 5 6 widerspricht dieser bisher in der Forschung vollzogenen Gleichsetzung.3 6 4 und Johnston. ohne sogleich über der gesamten Weltseele zu stehen. kritisch gegenüber. so daß sich eine kreisförmig geschlossene metaphysische Struktur ergibt. meine Interpretation v o n Position u n d Funktion des Lichtes als Dynamis bei Iamblich zu sichern. 290.o. Frg.3 zu Iamb. Oracles2 403 hin. 4). 199 A u ß e r d e m gilt. 5 die Weltseele für eine innerweltliche Wesenheit hält. der dann aufgrund seiner für die gesamte Hypostase charakteristischen Funktion der gesamten Hypostase seinen mythologischen N a m e n 199 A u f diese Tatsache weist Lewy. Im sogenannten Corpus werden Aion und Weltseele sogar miteinander gleichgesetzt. daß auch die Göttin Hekate und die Weltseele einander stark angenähert werden. Außerdem scheint er nicht zu beachten.N o u s z u m N o u s in seiner spezifischen Einheit. so daß sie den Energeia-Aspekt der Weltseele immer noch hervorzubringen vermag.128. Genau das aber zeichnet die Weltseele in Position und Funktion aus. auch. Genauso ist das Licht bei Plotin funktionalisiert: Es verbindet das Eine und den N o u s u n d realisiert als δεσμός-δύναμις zugleich die ontologisch-epistemische E n t w i c k l u n g v o m P r o t o . Gleichsetzung von Hekate und Weltseele siehe Lewy. ist zu zeigen. 2 0 0 D a der A i o n als mittlerer Aspekt einer triadisch sich entfaltenden Hypostase interpretiert wurde. 1 5 3 Anm. Hermeticum 200 Z u r Annäherung bzw. Hekate 4 9 .9 8 u. da er nach Prokl. im Blick zu behalten.4. Daher stehe ich auch seinen Ausführungen zur Position der Hekate in Becoming like God 194 f.Hekate . In Tim. daß auch Hekate als mittlerer Aspekt der Weltseele fungieren kann. In Ale. daß sie das Niedrigere zum H ö h e r e n zurückfuhrt oder mit ihm verbindet. Oracles 2 8 3 . 1. Bezeichnend ist van den Bergs zusammenfassende Betrachtung. daß Hekate unabhängig vom proklischen Hymnos als mittlerer Aspekt der Weltseele angesehen werden kann. II.. 1. Abschnitt III..99. Unbeachtet bleibt bei ihm jedoch die Möglichkeit. in der er Hekate als „mediating force" bezeichnet (Hymns 258).
30—31: επειδή τοίνυν τριπλήν μεν έξ άρχης εΰρομεν την ψυχήν. die diese ausgehend v o m Timaios vielleicht schon in den Texten der Chaldäer zu finden glaubten. 34-35 v o n einer triadisch binnendifferenzierten S e e - le zu sprechen. εχουσαν ούσίαν δύναμιν ένέργειαν [. III.2. 34 c .282 Die Fortsetzung der Licht. Bisher konnte die R o l l e der Hekate bei Psellos als innerhalb der K o s m agoi vermittelnde Dynamis bestimmt werden. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. auf seine Systematik überträgt.. 203 A u c h Plotin scheint ζ.R e i h u n g wird einsichtig.3. 3—5 und 254. 34-43: eine Seele besitzt „ U r s p r u n g . III.6 . die ihren 201 „ H e k a t e " als B e z e i c h n u n g der gesamten Weltseele wäre damit eine S y n e k d o c h e .3 zu I. V g l . 9 . auch Gersh. Es ist allerdings zu beachten. 202 Siehe T i m . 14. D i e Berührungspunkte auch dieser ontologischen Figur mit der Weltseele legen es nahe. 126. II. B. warum Psellos in seiner Darstellung des Systems der Chaldäer Hekate innerhalb der Kosmagoi die mittlere Position zuweist. Z u r triadischen Struktur der Weltseele vgl.] binnendifferenziert. 201 Damit ist zugleich die Frage beantwortet.und Kraftmetaphysik bei Iamblich leiht. Mittleres u n d Ä u ß e r s t e s " . 8. o.3 5 b. denn wenn bereits die Chaldäischen Orakel selbst oder zumindest deren neuplatonische Ausleger. in I. ist anzunehmen.128. Besonders deutlich wird die Weltseele nach dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema in In T i m . die die Weltseele zu betreffen scheinen. daß der Trias in den Orakeln eine überragende Bedeutung z u k o m m t und daß die Weltseele bereits in Piatons Timaios drei Aspekte aufweist.2 Die drei κοσμαγοί des Psellos als Binnenaspekte der Weltseele in ihrer Wirkung auf die Materie In den erhaltenen Orakeltexten selbst j e d o c h ist explizit v o n einer triadisch strukturierten Weltseele nirgendwo die R e d e . Abschnitt II. s. die der D e m i urg in ihrem Verhältnis zueinander mathematisch bestimmt und zusammenfugt: die Natur des Selben. F r o m Iamblichus to Eriugena 133 A n m . daß Psellos sie unverändert ü b e r n o m m e n hat. 126. w o b e i Proklos v o n dieser Struktur ausgehend noch weitere Untergliede- rungen vornimmt. 202 Diese triadische Struktur rezipiert zumindest Proklos in In T i m . 8 . auch II. die des Verschiedenen und ein Mittleres. Erst vor dieser A n n a h m e n . 2 . die ich w i e d e r u m mit dem mittleren Aspekt des Demiurgischen bei Iamblich in Verbindung setzte. 4 . der Hekate diese Position geben.99. 2 0 3 Ich gehe daher bei der nun folgenden Interpretation von der Vorstellung einer ontologischen Entfaltungsbewegung aus. 4 1 .. auf denen Psellos aufbaut. daß Psellos' Darstellung der Kosmagoi ebenfalls die triadische Struktur der Weltseele der Neuplatoniker widerspiegelt. 1 4 .41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . w i e Psellos chaldäische A n sichten.
Wesenheiten oder Hypostasen mit einer triadischen Binnenstruktur zu versehen.128. Im Z u g e der bisherigen Interpretation des Psellos-Textes (oben Abschnitt III. wie auch Frg.99. 204 Nach den bisherigen Überlegungen scheint es mir zudem möglich zu sein. die Binnenstruktur der Weltseele nach diesem Schema zu erklären und den Vermittlungsprozeß der noetischen Ideen an die Materie. daß die Chaldäischen Orakel das Triaden-Schema universell gebrauchten und auch als dynamisches Verhältnis eines Auseinander-Hervorgehens verstanden." 206 Da. Denn in jeder Ordnung scheint eine Trias. which discussed triads.2. zwischen Hekate und D y - 204 Lewy.δυναμις .νοΰς mit dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema von den Verfassern der Orakeltexte und philosophischer Schriften in Verbindung gebracht wurde. auf die drei Aspekte des Schemas zu verteilen. eine derartige triadische Struktur für die Weltseele aus den erhaltenen Texten der Chaldäischen Orakel selbst abzuleiten. Hekate 158 und Lewy. 1 1 9 . dessen Trägerin die Weltseele ist. daß der Prozeß der Vermittlung der Ideen an die Materie nach der Vorstellung der Vertreter der chaldäischen Lehre dreier Funktionsaspekte bedarf: Realization that the complete materialization of the Ideas in the Hylic World requires three entities in the Chaldaean doctrine — an emitter. Oracles 2 95 Anm. liegt es in der Tat nahe.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . Anm.Hekate — Weltseele — Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 283 sprachlichen Ausdruck in einer Dreiergliederung findet.1 0 9 und bes. Anm. besonders da Johnston zuzustimmen ist.2) wurden die Analogisierungen zwischen Einmalig-Jenseitigem und Ousia-Monade.oder Wesenheiten an. Dabei wird sogar Hekate selbst noch dreifach unterteilt: s. Hekate 54. Im Gegensatz zu Johnston nehme ich nicht drei verschiedene Gott. 206 Siehe Johnston. 168 und 174 zeigen. 205 Johnston. die feststellt.1 6 4 . Lewy. wie Cremer bemerkt (s. Oracles 2 1 0 6 . Johnston. bereits die chaldäische Triade von πατήρ . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Ich vermute.205 Allgemein entspricht es dem Zeitgeist. 27. Gersh.). daß Hekate in diesem Fall als ganze Weltseele verstanden wurde. Hekate 54. Kinesis 19-26 und 53—58 sowie Rosan. die entspr. ης μονάς άρχει. receptive 'moulder' is important for understanding a series of other fragments. also daß das in der Dichtung nicht unübliche Stilmittel der Synekdoche vorliegt — die Verwendung einer derartigen Form uneigentlichen Sprechens in einem Hymnos ist durchaus legitim. o. die zusammen eine Wirkung erzielen. Proclus 97—98. Majercik der Chaldäischen Orakel zum Ausdruck bringt: παντϊ γαρ ev κόσμω λάμπει τριάς. a transmitter and a final. sondern drei Funktionsaspekte einer Entität. Zur Trias als Strukturprinzip bei Proklos siehe Beierwaltes. über die / in der eine Monas herrscht. Proklos 2 4 . Oracles 2 356 spricht vergleichbar von zumindest zwei Aspekten einer Weltseele.
was jedoch zugleich bedeutet. Im nächsten Schritt werde ich daher versuchen. Hekate 5 1 . die zugleich mit der metaphysischen Funktion des Lichtes wie sie bisher erarbeitet wurde kompatibel sein muß. was zwischen Ousia-Monade (und damit dem Einmalig-Jenseitigen) und der Energeia. da sonst Psellos' Kombination wenig sinnvoll und lediglich als oberflächliche Mythologisierung erscheint. 208 Z u dieser Funktion der Weltseele im Mittelplatonismus siehe Lewy. Aus dieser Wirkung läßt sich folgern. Hekate eine derartige metaphysische Funktion zuzuschreiben. also dem Doppelt-Jenseitigen vermittelt wird.284 Die Fortsetzung der Licht.und Neuplatonismus hinsichtlich der Entstehung der stofflichen Welt bestimmend war. Dabei werden beide Schritte immer unter B e rücksichtigung der in ihnen zur Anwendung gelangenden Lichtmetaphysik vollzogen. welche Aufgabe Hekate als LichtDynamis in diesem Verhältnis im Kontext einer Auslegung der Chaldäischen Orakel übernimmt. daß das.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . Die Analyse des Psellos-Textes ergab. Im A n schluß daran ist ihre spezifische Funktion in diesem Vermittlungsprozeß von Ideen näher zu bestimmen. eine derartige mittlere Position der Hekate aus Texten der Chaldäischen Orakel abzuleiten. Hymnen 2 6 6 . daß es auch jetzt nicht primär darum gehen kann. Aufbauend darauf ist nun zu zeigen.99. die schließlich die Wirkung besitzen.2 0 „prägt der D o p pelt-Jenseitige der [Welt-] Ordnung den Stempel der Formen a u f . Wenn Hekate als Dynamis zwischen Ousia-Monade und Materie steht. die auch die doppelte Eingebundenheit der Hekate und die damit verbundene GebärmutterMetaphorik gut zur Darstellung bringen und sie mit ihrer Rolle als „ B a n d " in Verbindung Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Hypotyposis 7 4 . der so die Wirkung der Weltseele in ihrer G«amffunktion als Vermittlerin zwischen Intelligiblem und Stofflichem darstellt. 209 Johnston. als ein Prägen und Formen veranschaulicht wird.und Kraftmetaphysik bei Iamblich namis 207 und zwischen Doppelt-Jenseitigem und Energeia bereits vorgenommen.5 9 hat diese vermittelnde Funktion detailliert und überzeugend herausgearbeitet.208 Nach Psellos. Dies korrespondiert gut mit der Wirkung der Weltseele auf den stofflichen Kosmos. Oracles 2 3 5 3 . ohne diese jedoch eingehender zu interpretieren (Theiler. Meine Interpretation schließt sich eng an die von ihr erzielten Ergebnisse an. welche Texte die Neuplatoniker dazu gebracht haben könnten. die M a terie zu gestalten und zu strukturieren. die Ideen (τά νοητά) sind. in denen Hekate / R h e a als Dynamis und als mittlere charakterisiert wird. die traditionsgemäß nach dem platonischen Timaios. 1 9 .3 5 7 und Johnston.128. daß Hekate als Dynamis eine Wirkung hervorbringt. Hekate 1 7 u. die Intention der Verfasser der Orakel festzustellen. sondern zu zeigen.2 6 7 ) . 209 207 In seiner Analyse der Darstellung des Heiligen Geistes in den H y m n e n des Synesios fuhrt Theiler weitere Textstellen an. nämlich den Doppelt-Jenseitigen. muß ihr eine diesem Prozeß spezifische vermittelnde Funktion zukommen. ö. der für den Mittel.
Hekate . 35 und 157 zu Frg. Majercik zeigt (mit der Einleitung des Proklos): περί δε της ζωογόνου πηγής 'Ρέας. 212 Vgl. 35. Das Adjektiv ist nur auf κεραυνοί zu beziehen. εξ ης πάσα ζωή θεία τε και νοερά και ψυχική και εγκόσμιος άπογεννάται. die lebenzeugende Quelle." Über Rhea aber. Weitere Interpretationen des Fragments bei Majercik. 35: Alle B e griffe betreffen Aspekte der Struktur und des Wirkens der Weltseele.Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 285 Fragment 3 5 . 56. 109 d und öfter. 35 mit Aion als πατρογενές φάος in der Einleitung des Proklos zu Frg. άπογεννώσα δέ τήν ένέργειαν. Majercik. denn nachdem sie. 213 Siehe Lewy. 2 1 2 während die W e n d u n g πρηστηροδόχοι κ ό λ π ο ι ihre Funktion umschreibt. Oracles 155 zu Frg. durch [ihre] Kraft erste von allen. Dillon). Ihre Darstellungen sind durch die Einbeziehung des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas zu ergänzen und hinsichtlich der Funktion des Lichtes anzuwenden. Majercik) 211 W i e der A i o n in F r a g m e n t 49 so w i r d auch H e k a t e in diesem Orakeltext sow o h l in ihrer A b h ä n g i g k e i t v o n einem höheren A s p e k t als auch grundsätzlich ihrer F u n k t i o n nach bestimmt. Darin j e d o c h erschöpft sich ihr W i r k e n nicht. sprechen die Orakel so: „Rhea ist Quelle und Strom der seligen Geisthaften. Oracles2 121 und 430 Anm. 37. aus der alles göttliche Leben und alles geisthafte und alles seelische und alles innerweltliche [Leben] hervorgebracht wird.128.Weltseele . οίίτως φασΐν τά λόγια· "'Ρείη τοι νοερών μακάρων πηγή τε ροή τε· // πάντων γάρ πρώτη δυνάμει κόλποισιν άφράστοις // δεξαμενή γενεήν έπΐ πάν προχέει τροχάουσαν. Denn ungemindert 210 brechen die Blitze aus ihm hervor und der Blitze aufnehmende Mutterschoß des allscheinenden Lichtes der vatergezeugten Hekate und die gürtende Blüte (ΰπεζωκός) des Feuers und der machtvolle Hauch jenseits der feurigen Himmelssphären. (Iamblich. die als B l i t z e 2 1 3 v e r a n schaulichten Ideen zu e m p f a n g e n und aufzunehmen. προβαλλομένη μεν από τής ουσίας. In Ale.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . M a j e r c i k der Chaldäischen Orakel beschreibt offenbar S t e l lung und F u n k t i o n der G ö t t i n in dieser E n t w i c k l u n g (Damaskios' einleitende B e m e r k u n g e n w e r d e n nicht mitübersetzt): τοΰδε γαρ έκθρώσκουσιν αμείλικτοι τε κεραυνοί // και πρηστηροδόχοι κόλποι παμιρεγγέος αυγής // πατρογενοϋς 'Εκάτης και ύπεζωκός πυρός άνθος // ήδέ κραταιόν πνεύμα πόλων πυρίων έπέκεινα. πατρογενοΰς 'Εκάτης aus Frg. Dabei drückt das A d j e k t i v π α τ ρ ο γ ε ν ή ς die o n tologische A b h ä n g i g k e i t aus. (Frg. 2. Oracles 155 und Lewy. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Auf der allgemeinen metaphysischen Ebene des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas heißt es entsprechend: μέση γάρ ή δύναμίς έστι της τε ουσίας και της ενεργείας.1 Zur Begrifflichkeit des Fragments siehe Majercik.1 5 6 zu Frg. Oracles 156 weist auf diese Analogie hin. Frg. 210 αμείλικτοι weist in diesem Kontext meiner Ansicht nach bereits auf die notwendige Vermittlungsleistung der Hekate hin. Oracles2 118—119. die zunächst darin besteht. deren Gattung (γενεή) in ihrem unsagbaren Mut- setzen. 4. Oracles 1 5 5 .99. außerdem Majercik. w i e Frg. 49.
z u m anderen — mit der ersten Funktion wesentlich verbunden — strukturierend i m S i n n e v o n ausdifferenzierend. da sie in ihrem Mutterschoß die von den Geistigen ausgehenden Hervorgänge aufnimmt [. Oracles2 84 Anm... 8.. Hymnen 283 belegen läßt: 'Ρέα πληρουμένη [. sie aber eng miteinander verbunden sieht. die als Vermittlerin ebenfalls von oben empfängt und nach unten weitergibt.] und sie [diese als] die Kanäle körpergestaltigen / körperhaften Lebens entsendet und [so] das Zentrum des Hervorgangs aller Seienden in sich selbst konzentriert. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. Abschnitt II. V.. II. in Frg. in dem [die Gattung] ihre Kreisbahn zieht. 1 8 9 . 36. wie sich auch durch Theiler. aus den zwei äußeren A s p e k t e n der ersten Triade herausfließt. 1 7 19). sondern sie empfängt u n d läßt i m A n s c h l u ß daran weiterströmen (ττροχέει) und wirkt in dieser F o r m auf alles F o l g e n d e .. 1 1 . 7. 23— 2 8 ( = Frg. v. 2 1 8 Diese A n a l o g i e erhärtet die V e r m u t u n g .2 zu IV." (Frg. so daß die B e s c h r e i b u n g aus Fragment 3 5 ergänzt w e r d e n kann. προϊεμένη δε και αύτη τοϋς οχετούς της σωματοειδοϋς ζωής κ αϊ συνέχουσα τό κέντρον της προόδου των όντων απάντων έν εαυτή. sondern der Bereich.286 Die Fortsetzung der Licht. Auch in ihrer wesentlichen ontologischen Funktion entspricht damit die Göttin Hekate der plotinischen Weltseele. s.128. Majercik) das der Hekate ebenfalls z u k o m m e n d e Epitheton „ v o n d o p p e l t e m A n t l i t z " (άμφιπρόσωπος): άμφιφαής καΐ "άμφιπρόσωπος" ουσα . Hymns 256-257. Hekate e m p fängt nicht nur (δεξαμενή) 2 1 5 . damit die bekannte Metapher des Füllens z. B.und Kraftmetaphysik bei Iamblich terschoß empfangen hat.. 1 3 0 .41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . w i e Frg. Oracles 165 und van den Berg. 32. die auf diese Weise zwischen verschiedenen A s p e k t e n vermittelt. 2 1 6 A u s g e h e n d v o n dieser Vorstellung interpretiert Proklos in In T i m . 3 1 . ebenso w i e der A i o n etwas a u f n a h m (δρεψάμενος) u n d es dann in strukturierender W i r k u n g weitergab: (φως) ένδιδόναι. 215 Vgl.] πληρούσα (Zitat aus Theol. in d e m die noetischen Ideen 214 Zur Identifikation von Rhea und Hekate siehe Lewy. das. 2. Allerdings ist diese „erste T r i a d e " nicht w i r k l i c h die erste.. Majercik) H e k a t e w i r k t also doppelt: Z u m einen vermittelnd und damit zusammenfassend.] κόλπον. (Frg. Majercik) B e t o n t w i r d in diesem Fragment die doppelte E i n g e b u n d e n h e i t der R h e a / H e k a t e 2 1 4 . 56.6 Vgl. o. 1—12. 66 und Majercik.99.. 189.2. daß H e k a t e als o n t o l o gisches B a n d fungiert. Majercik: τόν ζωογόνον πληρουσ' 'Εκάτης [.. der zwar zwischen beiden Göttinnen unterscheidet. ΰποδεχομένη δέ τοις εαυτής κόλποις τάζ άπό των νοητών προόδους . läßt sie sie hervorströmen auf alles. die Funktion der Weltseele bei Plotin. Plat. siehe LSJ 95 s. 217 Das Adjektiv άμφιφαής wird auch dem Licht zugeschrieben. 218 Die Vorstellung dieser doppelten Funktionalisierung scheint in neuplatonisch geprägten Systemen auch religiöser Herkunft verbreitet gewesen zu sein. Und sie ist „allsichtbar" 217 und „von doppeltem Antlitz". Majercik schreibt.
daß Hekates W i r k e n beschrieben wird w i e das W i r k e n von Licht. = Einleitung zu Frg. Dies w i e derum macht es universell verwendbar. . auf das oder in dem es wirkt. So lassen sich viele Eigenschaften der 219 S o z u m i n d e s t n a c h d e r Interpretation v o n J o h n s t o n . 222 P l o t i n IV. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . vergleichbar ist und i h m analog charakterisiert wird. dessen W i r k u n g w i e gezeigt darin liegt. Das bedeutet. M a j e r c i k z u e r w ä h n e n . III. daß das Licht auch bei den Neuplatonikern nach Plotin implizit seine wesentliche Eigenschaft der Überräumlichkeit beibehält. o. die d e m L i c h t per analogiam v e r g l i chen werden.Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 287 „gemessen" d. H i n sichtlich der in diesem W i r k e n implizierten Universalität und A l l . 220 Ich vermute daher.. Das A d j e k t i v k ö n n t e ebenfalls a u f d e n τ τ α ν τ α χ ο ΰ . das metaphysisch ebenfalls durch ihre N a t u r als Dynamis erklärt werden kann. ] Ε κ ά τ η ς . 3 ff.2. 3$. 2 1 9 Diese Strukturierungs. die (wenn auch vermittelt) auf die Welt wirkt und vorher den noetischen Ideen weitere Gestalt verleiht. 30. δ 5ή πρώτιστος δεσμός έστι. II. Proklos in In T i m . D e m πανταχού όμοΰ des Lichtes. 20. 3. 220 δ ι ' ην i m T e x t v o n P r o k l o s b e z i e h t sich natürlich n i c h t a u f τό φ ω ς . w e n n es darum geht. sagt Proklos in In T i m . Abschnitt III. w i e sie z .4. U n d tatsächlich entspricht die Universalität der Hekate als Dynamis-Band der überräumlichen W i r k u n g des Lichtes in dem. das sich in dessen Natur als Dynamis begründet. 16.3) beschreibt: τό της αληθείας φως. 22. die in seinem Charakter als Kraft begründet ist und die erst dessen Universalität und A l l . h. B . w o es h e i ß t : π α μ - φ ε γ γ έ ο ς α υ γ ή ς [ .G e g e n w a r t ermöglicht. der i c h m i c h a n s c h l i e ß e u n d die i c h i m f o l g e n d e n e i n g e h e n d e r b e g r ü n d e n w e r d e . A b s c h n i t t II.128.2.und Differenzierungsleistung war im höheren Bereich die F u n k tion des Lichtes der Wahrheit.A s p e k t der Licht-Kraft hinweisen.G e g e n w a r t im Sinne des von Plotin bekannten παρεΐναι korrespondieren A i o n und H e kate ebenfalls. denn v o m A i o n als πατρογενές φάος. H e k a t e 57. das Proklos beschreibt. 5 0 .5 1 i n K o m b i n a t i o n m i t IV.99. D i e s e Q u e l l e der E i n h e i t allerdings erzielt ihre W i r k u n g n u r v e r m i t t e l s des Lichtes. Majercik als μήτρα συνέχουσα τά πάντα beschrieben. das als D y n a m i s d e n w i r k e n d e n A s p e k t dieser Q u e l l e a u s m a c h t . w i e die Idee des G u t e n i m S o n n e n g l e i c h n i s n u r v e r m i t t e l s der W a h r h e i t u n d des S e i e n d e n als ihren D y n a m e i s w i r k t . a u c h w e n n m e i n e I n - terpretation das n a h e l e g e n k ö n n t e . 17—18 (s. in Frg. entspricht das Epitheton άμφιφαής der Hekate. 14. 221 In d i e s e m Z u s a m m e n h a n g ist a u c h Frg. 14 der Orakel). strukturiert und weiter differenziert werden. das zugleich Ινοποιόν φως ist.Hekate . 222 so wird auch Hekate. . daß alles einen Z u s a m m e n h a n g bildet und Struktur erhält. O . daß das W i r k e n der Göttin dem des noetischen Lichtes. s. Es zeigt sich. 3. das W i r k e n intelligibler Wesenheiten zu erläutern. daß es auf alle hinscheine (πασιν έπιλάμπει.Weltseele . 221 W i e das Licht bei Plotin den gesamten Körper zusammenhält und ihm so Gestalt und Dauer verleiht.2. s o n d e r n a u f την ττηγήν ά π ά σ η ς ε ν ώ σ ε ω ς .
als ελλαμψις. Da der Darstellung des mit Hekate gleichgesetzten A b schnitts das Lichtmodell zugrundeliegt. o. Abschnitt III. chaldäischer Anschauungen und neuplatonischer Licht. 6 als die des Iamblich vorstellt.288 Die Fortsetzung der Licht. die Psellos vornimmt.128.99. begriffen. kann Psellos leicht die mythologische Vorgabe der lichtbringenden Hekate übernehmen und widerspruchsfrei in das metaphysische System integrieren: So wird Hekate in dieser Position zur Göttin. Diese Formulierung erweist sich mithin zunächst als Ineinander traditioneller Mythologie. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. denn dort wird im R a h m e n eines allgemeinen triadischen Ursächlichkeits. Jede Eigenschaft einzeln für sich genommen wäre nicht besonders aussagekräftig. Aus eben diesen Gründen kann auch der mittlere Aspekt der Struktur. als auch die universelle Reichweite ihres Wirkens und ihre All-Gegenwart.und Wirkverhältnisses die Dynamis als mittlere in ihrem Wirken als lichthaft. nach dem Modell des Lichtes interpretiert werden. o. 2 . die sie als Dynamis erzielt. an dem sich die Eigenschaften dieses Aspektes quasi ablesen lassen. 18—309.und Kraftmetaphysik bei Iamblich neuplatonischen „Götter" als implizite Lichtmetaphysik verstehen. ließen vielleicht die späteren neuplatonischen Deuter der Chaldäischen Orakel ebenfalls zu diesem Modell greifen. Sowohl die Positionierung der empfangenden und weiterleitenden Hekate als δεσμός-δύναμις.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . wobei oft nur einzelne Begriffe auf dieses zugrunde liegende Modell verweisen.und Kraftmetaphysik. die Proklos in In Timaeum I.2. am Modell des Lichtes erarbeitet wurden. erfüllt und strukturiert 223 (συμπλήρωσιν und άποττληρωτικόν) und universell und überall verbreitet und wirksam ist (τό προϊόν πάντη). Diese unterschiedlichen Elemente werden letztlich erst vor der Vorstellung 223 Z u r Verbindung von „Erfüllen" und „Strukturieren" s. einsichtig. alle drei zusammen weisen jedoch deutlich auf das Modell hin. nämlich Vermittlung und zunehmende Ausdifferenzierung.2 zu IV. die alle bisher durch die Metapher des Lichtes beschrieben bzw. 42-48. Wie die Paragraphen 80 und 81 der Elementatio Theologica des Proklos zeigen (s. das dieser B e schreibung als Grundlage diente: Es ist das Licht in seiner traditionellen E i genschaft als Dynamis. „die alles mit geisthaftem Licht und Leben erfüllt". 308. Abschnitt II.2.1. 2 . um die R o l l e der Hekate nach Funktion und Wirkung zu deuten. Aufgrund der funktionellen Überschneidungen dieses Aspekts mit der Hekate-Gestalt der Chaldäischen Orakel in der Interpretation der Neuplatoniker wird die Zuschreibung dieses Bereichs zur Hekate.3). daß er verbindet (συνάγωγον). Denn auch für diesen Aspekt gilt. als auch die Wirkung. bildet dabei weiterhin die einheitliche Konzeption von Dynamis und Licht das metaphysische Grundgerüst für diese Deutung.
225 Es stellt sich die Frage. Nimmt man einen Hinweis aus Frg. weitergehend zu differenzieren und zu gestalten. Johnstons Ergebnisse werden von mir ergänzt und lichtmetaphysisch fundiert. 224 besteht die vermittelnde Funktion der Hekate auch darin. die auf dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema fußt. läßt sich bereits eine Antwort auf die Frage geben. miteinander kompatibel. Die von Psellos vorgenommene Gleichsetzung und Einstufung dieser ontologischen Größen mit den Kosmagoi bleibt allerdings ungeklärt.Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 289 der Hekate als lichthafte δύναμις-δεσμός. 226 227 Siehe LSJ 342 s.99.Weltseele . γενεά I 4. die er als γένη bezeichnet. Dabei weist er auf Numenios als mögliches Vorbild hin.1 1 7 . die diese Stufe ontologischer Entfaltung zur Vielheit hin passiert haben. Oracles 2 1 1 1 . 226 Von den Gattungen.128.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . die diesen Prozeß wirkt. Majercik auf. Der Begriff γενεή enthält einen impliziten Hinweis auf logische Sachverhalte. die sie vom väterlichen Nous empfängt. ν. denn er kann die Bedeutung „Gattung" besitzen. Lewy verbindet auf den S. 225 Siehe Johnston. in der die Noeta gemessen werden.Hekate . Metaphysik 1059 b36: τά γένη εις ε'ίδη ττλείω και διαφέροντα διαιρείται. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Hekate 57-59 und Lewy. die primären Ideen. wirken formgebend auf die stoffliche Welt ein. bleibt jedoch unklar. was die Göttin empfängt und wie sie darauf wirkt. Denn wie Frg. Fragment 56 sagt. Wie Johnston überzeugend darlegt. Hekate 51 und 57-59." 2 2 7 A u f die Chaldäischen Orakel übertragen könnte dieser Hinweis möglicherweise bedeuten. das neben dem Vermitteln ein wesentliches M o ment der Entsprechung zwischen Göttin. aus denen die geisthaften Ideen wie aus einer Familie (γενεή) hervorgehen. 31 schildert. $6. sie empfange die γενεή der Geisthaften. mit welchen Vorstellungen und Darstellungsmitteln diese Ideenausdifferenzierung in den Orakeln ausgedrückt worden sein könnte. 317—320 seiner Monographie die Unterscheidung zwischen ursprünglichen und differenzierten Ideen mit der Verdoppelung des Geistes in Einmal-Jenseitigen und Doppelt-Jenseitigen. Möglicherweise liegt eine Art Kontamination vor. Erst die Ideen. fungiert Hekate als Band derjenigen Triade. sagt wiederum Aristoteles: „ D i e Gattungen aber teilen sich / werden geteilt in mehrere verschiedene Arten. der aber von den Verfassern der Chaldäischen Orakel in wesentlichen Punkten modifiziert wurde. Welches Vorbild er dafür gehabt und welches Ziel er damit verfolgen könnte. 224 Johnston. Im folgenden ist das strukturierende und differenzierende Wirken der H e kate näher zu untersuchen. da diese nur die Vermittlerfunktion illustriert. Hekate dient dabei als Kraft. Licht und Kraft ausmacht und das über die Gebärmutter-Metaphorik nicht gedeckt ist. in der Psellos die Darstellung der iamblichischen Systematik bei Proklos irgendwie mit den Inhalten der Orakel und deren neuplatonischer Auslegung verschmolz. daß über den geisthaften Ideen (den νοερά) als den Arten die geistigen und primären Ideen (die νοητά) als deren Gattungen stehen.
9 1 . 2 2 8 U m diese U n t e r s c h e i d u n g besser z u v e r s t e h e n . in dem deutlich zwischen zwei verschiedenen A r t e n v o n Ideen unterschieden wird: νους πατρός έρροίζησε νοήσας άκμάδι ßouXrj // παμμόρφους ιδέας. Majercik diesen P r o z e ß .πηγής [ . 56 V. Majercik) D e n I d e e n des ν ο υ ς π α τ ρ ό ς als d e n π ά μ μ ο ρ φ ο ι s t e h e n die v i e l f ä l t i g e n . wofür neben inhaltlichen auch ein stilistischer Grund spricht: die chiastische Wortstellung. 96). Diese [Ideen] haben eine Quelle.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . 30 und Frg. so daß ein Unterschied zwischen rein transzendenten und immanenten Ideen besteht. als er in seinem kraftvollen Willen gedacht hatte. übersieht aber. daß auch mit der zweiten Quelle der väterliche N o u s gemeint ist. Oracles 153 zu Frg.κόσμφ γ α ρ αναξ πολυμόρφω // προυθηκεν νοερόν τύπον αφθιτον. gewaltige und geteilte Ideen hervorschwirren.1 0 1 m i t A n m . a u s d i f f e r e n z i e r t e n (μεμερισμέναι. (From Iamblichus to Eriugena 9 0 . 34. ττηγής δε μιας α π ο π δ σ α ι // έξεθορον· πατρόθεν γ α ρ εην βουλή τε τέλος τε. (Frg. die R e s u l t a t des W i r k e n s d e r H e k a t e sind. A u ß e r d e m w e n d e t I a m 228 Dabei gehe ich davon aus. ließ ganzgestaltige Ideen hervorschwirren. g e g e n ü b e r . ου κατ' ακοσμον // ίχνος έπειγόμενος μορφής μέτα κόσμος έφάνθη // παντοίαις ίδέαις κεχαραγμένος. die als a u f n e h m e n - des P r i n z i p in d e r L a g e sein m u ß . vgl. vgl. Hekate kann in den Chaldäischen Orakeln durchaus als Quelle verstanden werden. die sich an den Körpern der Welt brechen. . Diese sprangen alle aus einer Quelle hervor. nachdem er durch mannigfache Ideen geprägt worden war.128. liefert das A d j e k t i v π ά μ μ ο ρ φ ο ς e i n i g e H i n w e i s e . Gersh nimmt ebenfalls eine differenzierte Ideenstruktur im späteren Neuplatonismus an und verbindet die Ideen mit den Konzepten von άμέθεκτος und μετεχόμενος. daß die zweite Quelle eine andere Art der Ideen hervorbringt als die erste.a n z u n e h m e n . denn vom Vater kamen Wille und Vollendung. 2 . Denn der Herrscher setzte dem vielgestaltigen Kosmos eine geisthafte unvergängliche Form voran. ] μιας zu unterscheiden ist. I . in andere geisthafte [Ideen]. 37. D e r Verstand des Vaters. Diese [Ideen] teilten sich. Hekate 1 0 4 . aus der sie als andere. Majercik. Majercik und Majercik. daß ών μία π η γ ή in V. j e d e n u r e r d e n k l i c h e G e s t a l t — allerdings l e d i g l i c h v o r ü b e r g e h e n d . Frg. ί ο ) I d e e n . S o e r w i e s e sich das c h a l d ä i s c h e π ά μ μορφος als K o m b i n a t i o n aus α μ ο ρ φ ο ν u n d π α ν δ ε χ έ ς des p l a t o n i s c h e n a u f n e h m e n d e n P r i n z i p s u n d w ü r d e d a m i t d a r a u f h i n w e i s e n . .Die Fortsetzung der Licht. V.ώ ν μία πηγή.1 0 5 dagegen nimmt an. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die wiederum der „ O r t " verschiedener Ideen sein können. Johnston. auch 1 0 0 . Z u n ä c h s t e r i n n e r t es an d i e B e s c h r e i b u n g d e r „ d r i t t e n A r t " in P i a t o n s Timaios. nachdem sie durch das geisthafte Feuer geschieden worden waren. Das liegt nahe an der von mir vorgeschlagenen Interpretation. 3 7 . die allerdings das Unpartizipierte und das Partizipierte mit den Aspekten von ούσία und δϋναμις gleichsetzt. auf deren ungeordneter Spur eilend der Kosmos in seiner Form sichtbar wurde. 9 Hekate bezeichnet und von der Quelle in V. // άλλ' έμερίσθησαν νοερφ πυρϊ μοιρηθεϊσαι // εις αλλας νοερός. die e i n a n d e r e r g ä n z e n .99. // έξ ης ροιζοΰνται μεμερισμέναι αλλαι απλατοι // ρηγνΰμεναι κόσμου περί σώμασιν. π ά μ μ ο ρ φ ο ς ist selten u n d k a n n in z w e i K o n t e x t e e i n g e b u n d e n w e r d e n . als schildere a u c h Frg. w o R h e a als Quelle beschrieben wird.und Krafimetaphysik bei Iamblich 290 Es s c h e i n t . die die Quellen miteinander kontrastiert. daß d i e so b e s c h r i e b e n e n I d e e n n o c h w e i t e r g e h e n d z u strukturieren sind.
Weitseele . zeigt Frg. wie die Eins-Monade Teiler jeder Zahl ist. Das verbindende Moment zwischen diesen beiden Verwendungen des Begriffs liegt in der durch ihn zum Ausdruck gebrachten Flüchtigkeit. Es liegt nach den bisherigen Überlegungen zu Position und Funktion der Hekate nahe. Oracles 2 344 A n m . 7. . Oracles 1 5 7 interpretiert das νοερόν π ύ ρ als „second intellect". 1 1 (ed. Hlbbd.. . Majercik: έν τούτφ (φωτϊ) γ α ρ " . in die Hekate und „second intellect" eingebunden sind. die noetischen Ideen weitergehend zu differenzieren. [. Diese zugleich verbindende wie strukturverleihende Funktion läßt sich bis auf das Wirken von Licht und dem Seienden in Piatons Politeia zurückverfolgen. 147 sowie Lewy. Damit übergeht sie aber gerade die Hekate. 144.Hekate . Ζ . wodurch diese Differenzierung bzw.99. τά ατύπωτα τυποΰσθαί". Daher verwundert es nicht. als Gott zur Seite gestellt wird. de Falco) an. die es zu gestalten gilt. und berücksichtigt nicht die triadische Struktur. 7. . 1 2 5 . strukturgebende Wirkung zusprechen. des Wechselhaften wird in diesem Zusammenhang unterdrückt. v. um das Wesen der Eins zu beschreiben.] denn in diesem Licht „werden die Formlosen geformt".41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . 33 und S. daß er im K a m p f mit M e nelaos beständig seine Gestalt wechselt. i2). 1—3): Πρωτεα [ . da es im Noetischen nicht auftauchen darf. πάμμορφος kann also durchaus so verstanden werden. . 230 die sich in der Unterscheidung von πάμμορφοι ίδέαι und ίδέαι μεμερισμέναι im Orakelfragment äußert. orphische Hymnos verdeutlicht (Vv. also als den Aspekt. (= Bd. ] II [ . der eigentlich auf Hekate folgt. Strukturierung bewirkt wird: άλλ' έμερίσθησαν νοερω πυρι μοιρηθεΐσαι. wie es die „dritte A r t " Piatons ebenfalls tut. daß es eine N o t w e n digkeit zu weitergehender Strukturierung zum Ausdruck bringt. deren Funktion es ist. Vers 5 des Fragments macht deutlich. Orakel 106 Anm. bzw. 230 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 232 Majercik. Proteus besticht dadurch. 232 Daß die Orakel dem Licht explizit genau diese ausdifferenzierende.128.. . unter dem noerischen Licht 231 die Göttin zu verstehen. Proteus. . das er mit πάμμορφος Πρώτευς vergleicht. 231 Z u r Identifikation von Feuer und Licht in den Chaldäischen Orakeln siehe Cremer. 229 wie es der 25.Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 291 blich das Adjektiv in der Theologoumena Arithmetica Kap. mit der Materie gleichgesetzt wurde. der die Gestalten aller Dinge umfaßt (περιέχοντα. er der Materie. ] πάσης φύσεως άρχάς δς εφηνεν // υλην ά λ λ ά σ σ ω ν ίερήν ίδέαις π ο λ υ μόρφοις. Das M o m e n t der „Flüchtigkeit" bzw. daß Proteus. Auch eine ähnliche Differenzierung der verschiedenen Arten von Ideen 229 Siehe R E 45. auf den πάμμορφος im Orakeltext hinweisen könnte. 23 / 1) Spalte 969 s.
14.73. Im Timaios unterscheidet Piaton die eigentlichen Ideen v o n den Ideen. w e n n man.1 5 ..15—24 (s. erhält sie zugleich alle Funktionen zugeschrieben. Oracles 204. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 167. 233 E i n e gleichartige Ideendifferenzierung b e g e g n e t auch in Plotins U n t e r s c h e i d u n g v e r - schiedener „ A r t e n " v o n L o g o i in V I . Z u H e k a t e als κέντρον siehe auch M a j e r c i k .3.1 zu V I . 1 1 . der Funktion der Göttin zusätzliches Profil zu verleihen und sie als strukturierendes W i r k e n zu kennzeichnen. o. unabhängig von einer möglichen Position der Hekate innerhalb der Binnenstruktur der Weltseele. W e n n also Hekate als μέσσον κέντρον beschrieben wird.. 6 . 234 U n t e r der B e z e i c h n u n g „ V ä t e r " verstehe ich nach M a j e r c i k . dazu M a j e r c i k . 51 b). Chaldean Triads 291 f.und Krafimetaphysik bei Iamblich bei der Gestaltung des Stofflichen ist bereits bei Piaton auszumachen. in der R h e a genau diese Funktionen in einer M i s c h u n g aus M e t a p h o r i k u n d ontolog. zu Frg. die auch dem Licht als Dynamis im Intelligiblen zugeschrieben werden. einfach Hekate und Weltseele insgesamt gleichsetzt und das Verhältnis z w i schen Weltseele und Materie betrachtet. In In Timaeum 11. daß Hekate und Dynamis in verbindender Funktion miteinander gleichgesetzt werden können. 16. daß mit diesem B e g r i f f eine wesentliche o n t o logische Funktion b e z e i c h n e t werden kann. A b s c h n i t t II. Genau diese W i r k u n g wiederum entspricht der des Lichtes in In Timaeum III. Majercik zu verstehen. wie es sich in den Chaldäischen O r a keln den neuplatonischen Kommentatoren zufolge darstellt.2. 7 . Diese zweite A r t von Ideen umschreibt er als μιμήματα der eigentlichen Ideen (Tim. 2 3 5 Z u g l e i c h drängt sich eine Assoziation von Hekate mit Licht oder einer lichthaft vorgestellten Kraft auch dann auf.undVermittlungsprozeß zeigt. 7 .23 weist Proklos nämlich dem κέντρον folgende Eigenschaft zu: τό γαρ κέντρον ένοττοιόν έστι και συνεκτικον της δλης σφαίρας. o . z u m anderen dient die in Ergänzung zu μέσσον eigentlich redundante Kennzeichnung als κέντρον dazu.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . 2 3 3 Vor diesem Hintergrund ist auch eine Formulierung in Frg. so daß sich erneut die enge Verbindung von Hekate und Licht im intelligiblen Entwicklungs. die eine Passage aus Prokl. Plat. T h e o l . Oracles 163 den α π α ξ έ π - Εκεινα und den δις έπέκεινα.99.128. zi- tiert. 50.3). M a j e r c i k geht j e d o c h nicht darauf ein. die von der dritten A r t aufgenommen werden und die direkt im sinnlichen Kosmos w i r ken. Hekate wird dort als μέσσον [. s. die dann u m so leichter von den folgenden Neuplatonikern gedeutet werden konnte. 6 . Abschnitt III.. das als πρώτιστος δεσμός Zusammenhang und zunehmende Struktur gewährleistete.292 Die Fortsetzung der Licht.] κέντρον zwischen den beiden „Vätern" 2 3 4 charakterisiert. Z u m einen weist μέσσον darauf hin. 1 1 — 1 5 . Sprache zugeschrieben werden. 235 V g l . die damit auf „vertrautem B o d e n " gingen.. 3—10 und II. Möglicherweise haben die Verfasser der Orakel diese Vorstellungen aufgegriffen und gleichsam in mythologisierte und versifizierte Metaphysik umgesetzt.
] expressed the power of number . 237 Siehe Johnston.Weltseele als Interpretationen religiöser Texte 293 κλειδούχος"6 Der Begriff κλειδούχος. die in einem metaphysischen Kontext unmittelbar an die Materie grenzt und damit wie die Zehn zwischen Intelligiblem und Stofflichem steht.Weltseele ." Johnstons Ergebnisse versuche ich im folgenden auf die Verbindung von Hekate und Kraftmetaphysik anzuwenden. Auf diese Weise erhält auch Hekate.specifically Ten and Four .3 Die Hekate . dieselbe Funktion: Die Begriffsentsprechung wird zur Funktionsanalogie. 240 Diese Position nimmt ausgehend vom platonischen Timaios sowohl im Mittelplatonismus wie im Neuplatonismus die Weltseele ein.2.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . wird..Licht: Neuplatonische III. die möglicherweise hinter den Chaldäischen Orakeln steht und als Theurgie bezeichnet wird.Hekate .239 so daß bereits in den Chaldäischen Orakeln Hekate die Göttin ist. möchte ich zuvor Hekates rein „theoretische" Funktion abschließend etwas näher anhand ihrer Rolle als κλειδούχος betrachten. die über diesen Bereich wacht.. Oracles 2 353 A n m .2 zu Plotin. gleichfalls als κλειδούχος bezeichnet. Religion und Philosophie zuwende.to create boundary and organize chaotic matter by means of establishing limits. weil sie ebenfalls einen Grenzbereich markiert. 47 hervorzuheben: " T h e word 'κλειδούχος' [. traditionellerweise eine κλειδούχος.99. Schlüsselbewahrerin. Vgl. Außerdem Lewy. Der Hades wiederum wird in den Chaldäischen Orakeln als die Materie verstanden.4 der kultischen Praxis und dem Wechselverhältnis zwischen Kult bzw. wird traditionell gebraucht. Hekate 39-48 untersucht ausführlich diese R o l l e der Hekate. Hekate 47. wie die Chaldäischen Orakel es tun (s. Wie der Begriff κλειδούχος im Mythos den Grenzbereich zwischen Lebenden und Unterwelt markiert. o. die den Kosmos umfaßt und begrenzt.oder Mittelstellung verdeutlicht die Verbindung mit der neuplatonischen-neupythagoräischen Zahlenspekulation: die Zahl Zehn. Besonders ist Punkt 3 ihres Fazits a u f S . Z u r 238 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Oracles 2 378-380.240 Assoziiert man nun. Hekate 46.3. 14 μέση. oben Abschnitt II. als auch aus ihr heraus läßt.128. In T i m . Ihre ontologische Funktion in dieser Grenz. w o L e w y als die drei Hauptcharakteristika der Weltseele nach Proklos.238 Traditionell steht Hekate wie gezeigt an der Schwelle zum Hades. δρος und πέρας anführt. Vgl.237 Damit weist dieser Begriff zum einen auf die kultische Praxis hin. 239 Siehe Lewy. die sowohl Seelen in die Unterwelt hinein. II. um Hekates religiös-kultische Rolle als Hüterin der Tore des Hades zu beschreiben. Bevor ich mich in Abschnitt III.Johnston. Ab- 236 Johnston. i . so markiert er für die späteren Neuplatoniker den Bereich zwischen Intelligiblem und Stofflichem und läßt Hekate zu der Göttin werden. 1 5 3 . zum anderen haben aber die Neuplatoniker diese Funktion der Göttin in ihrer Grenzstellung in den Bereich der Metaphysik übertragen.
daß die sich auf die Welt richtende Idee. Hier geht L e w y kurz und ohne systematische Begründung auch auf die Verwendung der Lichtmetapher im Kontext der Ideen-Hierarchie und der W i r kung der Ideen ein. Abschnitt II. Oracles 2 3 5 3 .294 Die Fortsetzung der Licht. daß zur Zeit der Chaldäischen Orakel diese Art der Ideen als Logoi verstanden wurden. Oracles 2 3 0 0 . 34. 245 Es handelt sich hierbei um ein einmaliges Wort. die wiederum in sich hierarchisch gegliedert sind. das zudem betont am Versanfang steht. die die Philosophen zugleich als Dynameis auffaßten. Oracles 2 344-349. erwiesen. die darüber hinaus die Wirkung der Ideen schwächt.und gestaltlos und damit völlig wandelbar ist.8 1 .1 zu den Fragmenten 5 und 49). die grundsätzliche Darstellung bei Lewy. Majercik als schwarzglänzend (μελαναυγής) dar. 1V.3 die entspr.2. Frg. und geht man weiterhin wie die Verfasser der Chaldäischen Orakel davon aus.2. Orakel 81. die. 6. ihre Lichtintensität einbüßt (αμυδροί πυρός άνθος). die als άμφιφαής charakterisiert wurde.7 5 und Lewy.3 0 1 . auch Majercik. 249 So ergibt sich ein Vorstellungskomplex.und Kraftmetaphysik bei Iamblich schnitt III. 241 liegt es nahe. die Materie mit Finsternis und Dunkelheit zu assoziieren. der in einer ähnlichen Form bei Plotin als Logos-Kontinuität begegnet (s. Oracles 155 zu Frg. 248 Vgl. 243 Vgl. 242 So kann Frg. die als wirbelwindartiger Blitz beschrieben wird. Sie scheint besonders wegen ihres Attributs άμφικνεφής245 (vollständig in Finsternis gehüllt) in direkter Opposition zur Hekate zu stehen. Oracles 2 126: "Ideality decreases proportionately to the distance from the noetic plane of origin. 247 wird dargestellt als Wirkung von lichthaften Kräften. hauptsächlich aus Philon-Stellen.1: Die Logoskontinuität als ελλαμψις). Vgl.3. 6 άμφιφαοϋς. in diesem Fall einer Art übernoetischen Feuers. o. 247 Z u r platonischen „dritten A r t " als Materie siehe oben Abschnitt II. auf die Welt zu wirken. Majercik.244 wobei sich diese B e schaffenheit aus ihrer stofflichen Grundlage erklärt." 242 Z u r Materie als Finsternis siehe Lewy. daß das von der Quelle ausgehende Licht sich abschwächt und abnimmt. form. den Ursprung des eigenen ontologischen Systems mit einer Lichtquelle. Cremer. 243 Die materielle Welt stellt sich in Fragment 163.99. Die materielle Welt ist der μισοφαής κόσμος.128.248 L e w y hat. Majercik). Orakel 7 9 . Majercik davon sprechen. die die Orakel als „Blitze" verstehen. wie die Verse 3—5 des Fragments zeigen. Oracles 2 376 und 380 und Cremer.3 5 6 . Gleichsetzung von Weltseele und Hekate vor chaldäischem Hintergrund siehe Johnston. die nach der platonischen υποδοχή des Timaios vorgestellt wird. Oracles 139 zu Frg. sobald sie beginnt. wie die Analyse von Fragment 37 ergab. Hekate 7 3 . 245 Lewy.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . dem πρώτον πυρ (vgl. 246 Vgl. 244 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 34. Anm. 241 Siehe Lewy. 246 Die Wirkung auf diese irgendwie plastische und zugleich vollständig unbeständige Dunkelheit.3.
N a c h J o h n stons Ansicht zeigt er. In Parm. Hekate als κλειδούχος vermittelt also quasi die Ideen an die Materie. 34 in V.Licht: Neuplatonische Interpretationen religiöser Texte 295 Plotin veranschaulicht die Abfolge der Logoi vom Nous bis zur EinzelSeele. In Crat. U n d daher besitzt Hekate in differenzierter und hellstrahlender Weise das auf alles sich immer wieder hinbegebende Herausschwirren des lebenzeugenden Lichtes und die unnachgiebige Kraft.und Dynamiskontinuität.und ελλαμψις-Abstufung beschreibt.. ed. 156. 1 2 bei Theiler.3. H y m n e n 273. die durch das Phänomen des Verzweigens der Blitze und deren Brechen und Trüben konkrete Anschaulichkeit erhält (ζ. die vor dem Hintergrund einer Lichtund Kraftmetaphysik gedeutet werden kann. Majercik entspricht (s. Abschnitt III. also der w e i tergehend unterteilten Ideen. der es weitgehend unerklärt läßt. Ekstasetechniken und der Thematisierung veränderter B e wußtseinszustände. die die Chaldäischen Orakel als sich ausdifferenzierende und abschwächende lichthafte Kräfte. das Frg. Hekate 108.Hekate . 4).. als ελλαμψις — und damit als sich ausdifferenzierende Licht. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 5 und 9—11 und in Frg.und Blitzmetaphorik ausgedrückt: όθεν και διακεκριμένην έ'χει και έκφανή την τε έτη π ά ν τ α φ ο ι τ ώ σ α ν έκροίζησιν τοΰ ζ ω ο γ ό ν ο υ φωτός και την άμείλικτον δΟναμιν. deren Logos auf die Materie wirkt. Ruelle) 2 5 1 Allerdings geht die R o l l e der Hekate weit darüber hinaus.99. Ideen. Im Rahmen der chaldäischen Theurgie kommt ihr eine bedeutendere R o l l e zu. nicht so „ m e r k w ü r d i g " . 1 4 5 . lediglich eine mythologische Repräsentantin einer ontologischen Funktion oder eines metaphysischen Aspekts zu sein. 3 1 . 251 D e r Text wird zitiert. w i e Theiler meint. 37 in den Vv. Damit besitzt Hekate auch in dieser Funktion eine zentrale R o l l e innerhalb der Binnendifferenzierung des Seinskontinuums. die verbunden ist mit speziellen Ritualhandlungen. 250 N a c h diesen Überlegungen ist das Zitat aus Prokl. worauf bereits ihre Funktion als κλειδούχος hinweist. Eine Rolle in der religiösen Praxis. 1 5 . übersetzt und interpretiert bei Johnston. wie sie Plotin in analoger Weise als kontinuierliche λόγος. Diese Kontinuität findet offenbar in den Orakeln ein treffendes Bild in der Blitz-Hierarchie. nämlich als Blitze verstehen. (Dam. 250 Der Neuplatoniker Damaskios hat diese Funktion der Hekate knapp und unter Verwendung aller wesentlichen Momente der Licht. sondern Ausdruck einer zumindest seit Plotin nachweisbaren Vorstellung des Seinskontinuums als binnendifferenzierter LichtKraft.41 Download Date | 12/1/13 2:07 PM . Meine Interpretation ergänzt die von Johnston aus der lichtmetaphysischen Perspektive. o.1 7 . Verteilung der 'ιυγγες. 145). in Frg.1 zu O C Frg. II.Weltseele . daß Hekate über die Streuung bzw.128. über die Welt hin waltet. B.
auf d e m bereits Parmenides den Inhalt oder Teile des Inhaltes seines Lehrgedichtes aufbaute.und Kraftmetaphysik bei Iamblich III. D a den S o n n e n strahlen im theurgischen Aufstiegsritual offenbar eine zentrale anagogische B e d e u t u n g z u k o m m t u n d damit eine der bisherigen Vermittlungsrichtung e n t gegengesetzte Wirkung. 252 Z u r anagogischen Lichtwirkung siehe Lewy. ob die derartig kontextuell e i n g e b u n d e n e u n d mit der Lichtmetaphysik verknüpfte Begrifflichkeit nicht möglicherweise auf ein e n kultischen H i n t e r g r u n d hinweist. d. geht es im folgenden u m die F u n k t i o n von H e k a t e u n d Licht i m Prozeß der U m k e h r u n d des Aufstiegs. vor e i n e m rein ontologischen u n d epistemologischen H i n t e r g r u n d erklären läßt. daß in den Chaldäischen Orakeln explizit den Sonnenstrahlen und dem Licht eine anagogische Wirkung zukommt. 200 mit den B e legstellen. zu werten? Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die sich stark auf die platonische Lichtmetaphysik stützt.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .99. Im Anschluß daran werde ich der Frage nachgehen. daß dieser R e konstruktionsversuch stärker hypothetisch geprägt sein m u ß als die vorherigen Abschnitte. von Kingsley. Ist dies als Indiz einer versifizierten Metaphysik. sie muß hier zugrunde gelegt werden und wird u. Es versteht sich.4 Hekate. Licht und Wiederaufstieg der Seele: Der kultische Hintergrund chaldäischer und neuplatonischer Begrifflichkeit W ä h r e n d ich bisher die Verbindung von Licht u n d H e k a t e in der Abfolge der ontologischen Entwicklungsdarstellung „von o b e n nach u n t e n " untersucht u n d als mögliche B e g r ü n d u n g ihrer Verbindung die Funktionalisierung beider als δυνάμεις festgestellt habe. soll n u n m i t d e m R i t u a l selbst der reale H i n t e r g r u n d . W ä h rend bisher fast ausschließlich die theoretischen Aussagen späterer N e u p l a t o niker hinsichtlich der von ihnen a n g e n o m m e n Metaphysik der Chaldäischen Orakel untersucht u n d in ihrem Z u s a m m e n h a n g rekonstruiert w u r d e n . während dem Feuer eher die R o l l e eines wirkenden Prinzips zuteil wird.128. a. A P M M 252—256 eingehend untersucht.296 Die Fortsetzung der Licht. wie sich diese spezielle theurgische F u n k t i o n von Licht theoretisch. vor d e m diese Texte vielleicht entstanden. Bezeichnend ist allerdings. ins Auge gefaßt werden. D i e Vorstellung einer reinigenden und anagogischen Wirkung von Feuer im religiös-kultischen Kontext ist fur die Griechen gut bezeugt. h. Oracles 2 185—195 und bes. D a m i t erfolgt an diesem P u n k t der U n t e r s u c h u n g ein Wechsel des h e r m e n e u t i s c h e n Paradigmas. 2 5 2 ist zunächst zu fragen.
] Έκεΐ δή. w a r u m i m chaldäischen R i t u a l das Licht als „ R u f zu H ö h e r e m " verstanden wurde. 253 Lewy.rücklings zu B o d e n ' da u n d ist in allem untätig. [ . u n d a u c h w e n n der Geist z u g e g e n ist. 254 H i e r fuhrt Plotin einen Vergleich an. . καίπερ κ α λ ό ν 6ντα· ά ρ γ ό ν τε γ ά ρ τό κ ά λ λ ο ς αύτοϋ. das die D i n g e des N o u s sichtbar macht. ίνα π ρ ό ς αύτόν ά ν α π α ΰ σ α ι τ ο . 7. Frg.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . (VI.Hekate. begierig. 122 und 123. .4.] erblickt. dann w i r d sie wahrhaft beflügelt.2 2 4 hebt die Entsprechungen der Darstellung des Aufstiegs der Seele des T h e u r g e n mit Y o g a . [ . u n d des Lichtes. bleibt sie i h m g e g e n ü b e r stumpf. D r i n g t aber in sie v o n j e n e m her gleichsam ein w ä r m e n d e r Strahl ( ώ σ π ε ρ θερμασία) 2 5 4 . ά λ λ α τοϋ έμφανταζομένου κ ά λ λ ο υ ς έπ' αύτοϊς. w o r a u f die Seele Jagd macht. die den Text lesbarer und verständlicher macht. z u m Gegenstand des Trachtens aber wird es durch den Schimmer. M a j e r c i k zeigen. s c h w i n g t sie sich d e n n o c h leicht. 22-23 expliziert Plotin nach dem Vorbild des platonischen Phaidros die anagogische W i r k u n g des Nous-Lichtes auf die Seele: 253 " Ο τ α ν ουν τό φ ω ς τοϋτό τις Γδη. beschrieben wird. sozusagen durch Erinnerung gelenkt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das eine K o n j e k t u r Beutlers ist. der an die Chaldäischen O r a k e l erinnert. Κ α ι τοίνυν ψυχή λ α β ο ϋ σ α εις αύτήν (την) έκεϊθεν (άπορροήν) κινείται και άναβακχεύεται και ο ί σ τ ρ ω ν π ί μ π λ α τ α ι και ερως γίνεται. 1 . δ ψυχή διώκει. 2 3 z u r ü c k . . bes. 7. Dieses E r w ä r m e n ist zugleich ein U m h ü l l e n und D u r c h d r i n g e n mit Licht w i e Proklos' E r k l ä r u n g zu Frg. das a u f ihnen schimmert. ούτοι δει θαυμάζειν. "Εστι γ α ρ εκαστον δ έστιν έφ' αύτοΟ· έφετόν δέ γίνεται έττιχρώσαντος αύτό τοϋ ά γ α θ ο ΰ . ρώννυταί τε και εγείρεται και δ ν τ ω ς πτεροΰται και π ρ ό ς τό π α ρ α κ ε ί μ ε ν ο ν καϊ π λ η σ ί ο ν κ α ί π ε ρ έπτοημένη δμως π ρ ό ς ά λ λ ο οίον τη μνήμη μείζον κουφίζεται.. ] D e n n die S c h ö n h e i t [des N o u s ] ist untätig. Ü b s . 255 In den Hss. ώ σ π ε ρ κ ά π ι τ ω ν ένταύθα σ ω μ ά τ ω ν οΰ τ ω ν υ π ο κειμένων έστιν ό έ'ρως. Z u m i n d e s t für die C h a l d ä i schen Orakel darf in diesem Fall a n g e n o m m e n werden. (ΰπτία τε ά ν α π έ π τ ω κ ε ν ) ή ψυχή π α ρ ' αύτής και π ρ ό ς π α ν ά ρ γ ώ ς έχει καϊ π α ρ ό ν τ ο ς νοΰ έστι π ρ ό ς αυτόν νωθής. daß ein spirituelles P h ä n o m e n . εί τοιαύτην δΰναμιν έχει ελκον π ρ ό ς αύτό και ά ν α κ α λ ο ΰ μ ε ν ο ν έκ π ά σ η ς π λ ά νης. [. dann w i r d er auch schon erregt und zu j e n e m h i n g e z o g e n . diese Darstellungen als „images expressing transmundane experiences" zu betrachten. Er k o m m t zu d e m Schluß. bevor er das Licht des G u t e n e m p f ä n g t . T h e u r g y 2 2 1 .. 7 . erquickt er sich an i h m .] Da 2 5 5 nun. . 2 2 . Προ τοΰδε ούδέ π ρ ό ς τον νοϋν κινείται. Licht und Wiederaufstieg der Seele 297 III.1 7 . den das G u t e über es gebreitet hat. Ich ü b e r n e h m e in der U b e r s e t z u n g έπεί.. τότε δή και κινείται έπ' αύτά καϊ τοϋ φωτός τοϋ έ π ι θ έ ο ν τος έπ' αύτοΐς γ λ ι χ ό μ ε ν ο ς ευφραίνεται.] Es ist nämlich ein j e d e s [von den oberen D i n g e n ] . Έ π ε ι δ ά ν δέ ηκη εις αυτήν ώ σ π ε ρ θερμασία έκεϊθεν. W e n n nun einer dieses [höhere] Licht [. das K o n s e q u e n z einer rituellen H a n d l u n g ist. Oracles 2 468-469 greift bereits a u f V I .1 Die Theorie der Licht-Anagoge In seiner Schrift V I . und i m Text v o n H S steht έκεΐ. dann erstarkt sie u n d w i r d w a c h . ώ σ π ε ρ χ ά ρ ι τ α ς δ ό ν τος αύτοϊς και εις τά έφιέμενα έρωτας. zu e i n e m anderen. 122 zeigt: τοϋτ' έστι π ε ρ ι λ ά μ π ο υ σ α [τήν ψυχήν] π α ν τ α χ ό θ ε ν . G r ö ß e r e n hinauf.128. H B T ) [.99. π ρ ι ν τοϋ α γ α θ ο ύ φ ω ς λ ά β β . 123: πνεΰματι θερμφ κ ο υ φ ί ζ ο υ σ α . w i e die Frgg. καϊ δ ν ω φ ω ς παρέχει και έμπεσόν αύτοϋ ί χ ν ο ς κινεί. A b e r gilt das auch für Plotin? Shaw. a u c h das ist. was es ist. u m zu erklären. und steht auf sich selber. u n d o b sie a u c h hinsichtlich des sie U m g e b e n d e n und N a h e n gleichsam b e e i n d r u c k t / voller Ehrfurcht ist.. u n d d e m g e m ä ß liegt die Seele in sich selber .E r f a h r u n g e n gerade anhand der P h ä n o m e n e der allseitigen D u r c h s t r a h lung u n d W ä r m e e m p f i n d u n g e n hervor.
das dem platonischen Symposion und dem Phaidros folgend als erotisches Streben beschrieben wird. Miles.wie auch Proklos . Zum „ R u f der Schönheit vgl. die es selber und sein Analogon. 7.und Kraftmetaphysik bei Iamblich was dem Geiste das Licht darbietet und durch seinen Einfall das Abbild von ihm die Seele erregt. rechtfertigt Lewy ihre Verwendung damit.. daß es eine solche Kraft hat. Majercik der Chaldäischen Orakel ist es eindeutig das Licht. 12. U n d deshalb vollzieht sich die Emporfuhrung durch [das Licht]. [. 257 Text bei Lewy. daß sie bei ihm zur R u h e komme. 1 .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . B. Abschnitt III. H B T ) Hier und in den Fragmenten 122 und 123. daß es die Liebenden zu sich ruft (καλεΐν). Diese Verbindung von Umkehr. ζ. Neben der Eigenschaft des Lichtes als vermittelnder Dynamis ist gleichfalls ein Einfluß der Lichtsäule des Er-Mythos zu vermuten (dazu auch unten 256 Die Motive der Irrfahrt und der Ruhe tauchen wieder auf in Proklos' Hymnos an Ianus-Hekate. s. 1. A u f diese richtet sich dann das Streben der Seele. 2 0 .ein Interpret der Orakeltexte gewesen sei.] [τό κάλλος] οιον γαρ φως έστιν έξαποσταλέν άπό της πηγής των νοητών επί τόν τήδε κόσμον καλοΰν προς εαυτόν καϊ ένωτικόν γινόμενον των έρώντων πρός τό έραστόν· διό καϊ δι' αύτοΰ ή α ν α γ ω γ ή γίνεται.1). Plotinus on body and beauty 42-46.2 1 thematisiert (s.und Weltverständnisses hervorhebt. das emporfuhrend wirkt. Deshalb auch wird das Schöne (καλόν) danach benannt. seit dem Sonnengleichnis besitzen. da es die Seele zu sich hinbannt und fortruft aus aller Irrfahrt. Obwohl es sich um eine späte Quelle handelt. die das Licht zum ένωτικόν macht und die Anagoge ermöglicht. das alles Sinnlich-Stoffliche vergessen und hinter sich läßt. die Proklos in In Tim.] Denn die Schönheit ist wie Licht. das το δν.128. auch in diesem Kontext bestimmend und der Funktion des Aion als Licht der Wahrheit. [.. daß Hermeias .. II. Licht und Aufstieg faßt der Syrianus-Schüler Hermeias treffend zusammen: τό καλόν κλητικόν öv εις εαυτό καϊ έττιστρΕτττικόν· διό και καλόν λέγεται παρά τό καλεΐν εις εαυτό τους έρώντας. 256 (VI.99. Das Schöne ruft zu sich und wendet zu sich hin.. auch Plotin V. entsprechend. Schönheit. s. 16. wo Miles die Bedeutung von Schönheit zur Formung des menschlichen Selbst. 257 Der Text macht deutlich. daß dem Licht auch in seiner anagogischen Funktion die wesentliche Wirkung der Vermittlung von Einheit bleibt. u. das von der Quelle der Geistigen ausgesendet wurde hin zur Welt hier [und] zu sich ruft und eine Einheit wirkt der Liebenden zu dem Geliebten. 23.3. indem es die Schönheit des Intelligiblen aufstrahlen läßt und erkennbar macht.298 Die Fortsetzung der Licht. In diesem Fall beschreibt Hermeias sie in der doppelten Bewegungsrichtung des έξαποσταλέν άπό της πηγής των νοητών έπί τόν τηδε κόσμον und des καλοΰν πρός εαυτόν. 13. Übs.o.4 . Damit ist die strukturgebende Funktion des Lichtes. so darf man fürwahr sich nicht verwundern. Plotins Terminologie impliziert deutlich ein soteriologisches Moment. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Oracles 2 496 Anm.
In der Elementatio Theologica § 148 (Dodds 130. Plat. 2.Hekate. 6 1 6 b—c). Light 56-57. dazu den Kommentar des mittelalterlichen georgischen Philosophen Ioanne Petrizi: „Die Mitte hat das Wesen und die Wirkung. wo Piaton die Sonne zu εκγονος του άγαθοϋ (R.1 8 auch sagen. Abschnitt II.1. ναί.1 zu R .4.5 und Finamore.99. 8—10) spricht Proklos dann dem Mittleren im allgemeinen explizit auch eine anagogische Wirkung zu: ή δέ μεσάτης [. Licht und Wiederaufstieg der Seele 299 III. indem es Erkennbares wirklich erkennbar macht und zugleich als Mittleres verbindend eine Einheit zwischen verschiedenen ontologischen Stufen herstellt.76. sehen die späteren Neuplatoniker konsequent auch deren Licht als metaphysische Kraftäußerung des Intelligible n an.2. Alexidze / Bergemann). dies durch das noetische Licht tun.. wie Iulian in seinem Hymnos an Helios 134 a8—bi (Bd. Ausgehend von der Analogie im Sonnengleichnis.. 260 Vgl." (Ubs.. 506 e3) macht.128. daß die Götter. wird er durch die metaphysische Wirkung des Lichtes in allen seinen Aspekten erst ermöglicht. 25.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Da dieses noetische Licht weiterhin sich im Sonnenlicht manifestiert. Lacombrade) als Lehre den Phoinikern zuschreibt. warum die Verfasser der Chaldäischen Orakel dem Sonnenlicht bzw. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der zugleich die B e deutung dieser Vorstellung im religiös-kultischen Bereich demonstriert und damit einen zusätzlichen Verständnis-Aspekt einfuhrt und zum praktischen Aspekt derTheurgie und der Funktion des Lichtes in ihm überleitet. 260 Diese allgemeine Feststellung schließt natürlich das Licht. die die Vollendung herbeiführen. // κυανέης όθεν εστι φυγείν κακότητα γενέθλης. 258 wird v o m philosophischen Hintergrund her einsichtig.] των δε τελευταίων άνατείνουσα τάς δυνάμεις. λίτομαι. 4. δότε χείρα. IV.. 1 7 . denn nur das Licht als Dynamis vermag zugleich Erkenntnis zu ermöglichen. 261 Daher kann Proklos in Theol.2 Die Praxis der Anagoge Vor diesen Ergebnissen ist auch Proklos' Anwendung der Lichtmetaphorik in seinem Hymnos auf Hekate und Ianus zu verstehen. seinen Strahlen eine derart zentrale R o l l e in ihrem Aufstiegsritual zumessen. ο. φάος δ 1 έρίτιμον άθρήσω. mit III. das als Dynamis das Mittlere ist. Wenn dieser Aufstieg verstanden wird als Umwendung und Rückkehr zum Ursprung 259 . θεοφραδέας τε κελεΰθους // δείξατε μοι χατέοντι.]. 258 S. durch das sie die ihnen Folgenden zum Königreich des Ouranos umwenden und mit ihm verbinden: και τελούντες τω φωτι τω νοητω και έπιστρέφοντες και συνάπτοντες τη τοΰ ΟύρανοΟ βασιλείς [. 259 Beide Momente erhalten im Höhlengleichnis der Politeia eine wirkmächtige sprachliche Ausgestaltung. 2 ed. daß sie den Nachfolgern die von oben herabgestiegenen Vergöttlichungen und Kräfte weitergeben kann und daß sie die Nachfolger durch die Kraft der Angleichung zu den Ersten erhebt.
van den Berg)" 2 Van den B e r g weist darauf hin. der das Heilsversprechen im R a h m e n neuplatonischer Metaphysik auslegt. Kommentar und Interpretation bei van den Berg. Vv. ed. 1 2 . w i e V. 9 zeigt. Ich aber werde das kostbare Licht beachten.1 2 7 . Hymnos 9 . ed. reicht mir [eure] Hand und weist mir. leuchtest du [jetzt] in den reinen Seelen auf. Hymns 252-273. daß Synesios mit 264 Αύτός φως εί παγαϊον. das v o n H e k a t e / Ianus ausgeht. Anm. (Synesios.1 5 >n diesem Zusammenhang bei Gruber / Strohm. dessen Ergebnissen ich mich jedoch nicht immer anschließen kann. zeigen die Verse 22—27 des neunten Hymnos des Synesios: ό δέ τοι πέλας φανεΐται // γενέτας. zugleich als L i c h t verstanden w e r d e n . der ich danach begehre. die. 264 Der Verweis auf Hymnos 3. das Übel düsterer Geburt zu fliehen. 263 Siehe Gruber / Strohm. Hymnen 244. die entspr. χείρας όρεγνύς· // προθέοισα γάρ τις άκτίς // καταλάμψει μεν άταρπούς. s. S o w i r d diese ursprüngliche Funktion des Lichtes zugleich nachdrücklich in einen religiösen K o n t e x t eingebunden und soteriologisch funktionalisiert. englische Übersetzung. Du selbst bist das Licht aus der Quelle. Nahebei erscheint der Vater und er streckt [seine] Hände aus: Denn ein Lichtstrahl wird hervortreten und wird dir auf den Weg hinstrahlen und die geistige Ebene öffnen. 1 2 6 — 1 2 7 ) auf einen auch philosophischen K o n t e x t hin. Z u d e m deutet νοητόν πεδίον (Vv. (Vv.300 Die Fortsetzung der Licht.128. daß die H ä n d e der Gottheit deren anagogische Kräfte symbolisieren.1 0 . 8 . denn durch es besteht die Möglichkeit. W i e e n g diese Vorstellung mit d e m philosophischen K o n t e x t verknüpft bleibt. [du. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.99. Nachdem du die finstere Materie durchbrochen hast. auf d e m die Seele d e m Ü b e l stofflicher G e b u r t entfliehen kann. 1 2 . I m Gegensatz zu den bisher untersuchten T e x t e n steht in diesem Text eindeutig die religiös-soteriologische W i r k u n g des Lichtes der Hekate i m Vordergrund. 12—15 diesem Licht Christus meint: ( e d. Es ist der v o n G o t t g e w i e sene W e g . κάλλεος άρχάν. V v . das schon i m S o n n e n gleichnis das W i r k e n v o n Licht und S e i e n d e m umschreibt. o. Hymnos 3. Lacombrade. 2 6 3 D e n n aus Hymnos 3.2 unten.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 1 2 2 . G r u b e r / Strohm) 262 Text. // πετάσει δέ τοι νοητόν // πεδίον. die von Gott gewiesenen Wege. ed. // συλλάμψας άκτϊς ττατρί. Übs. Hymnen 245. Lacombrade) erhellt.und Kraftmetaphysik bei lamblich Oh ich bitte [euch]. // ρήξας δ' όρφναίαν υλαν // ψυχαΐς έλλάμπεις άγναϊς.3. Vv. Lacombrade) M i t καταλάμψει in V. 1 2 5 n i m m t Synesios das Verb auf. in Abschnitt III.1 5 . (Synesios. den Ursprung der Schönheit.] der als Strahl mit dem Vater zusammen leuchtet.
der sich erst nach einiger M ü h e und einem speziellen Ritual einstellt. u. Gerade aber wenn es um den kultisch realisierten Wiederaufstieg der Seele geht.128. so ist auch Hekate die Vermittlerin zwischen geistigem Bereich und finsterer Welt. Beide sind in dieser Funktion Licht und wirken nach dem M o dell der Lichtwirkung das Heil der menschlichen Seele. 266 Diese Entsprechungen machen ihrerseits weitergehend verständlich. U m dieses Ritual zu rekonstruieren. weisen die Chaldäischen Orakel bei der B e schreibung von Licht. Licht und Wiederaufstieg der Seele 301 Die Parallelen zu den bisher besprochenen Texten sind evident. denn das Inkubationsritual der Chaldäer gipfelte vielleicht ebenfalls in einer lichthaften Manifestation der Hekate (s. Bezüglich des kultischen Hintergrundes des Parmenides im Apollon-Oulios-Kult baue ich auf den Ergebnissen auf.2.2 und III. In einem zweiten Schritt ist dann das Ritual der Chaldäer nach Form und Ziel näher zu beschreiben. der sich in der Vorstellung der Chaldäer auch durch das vermittelnde Licht und Hekate vollzieht. denn die Bedeutung dieses Wortes kann sich in diesem Fall nicht allein im philosophisch verstandenen Aufstieg der Seele zum Intelligiblen erschöpfen.7 3 .4. 265 Darauf weist möglicherweise schon der Sachverhalt hin. das den Weg zwischen verschiedenen Bereichen öffnet und zugleich dieser Weg ist. Abschnitt III. Feuer und Göttin sowohl in der Darstellung ihrer Funktion als ontologische Kräfte als auch als Mittel und Ziel heilsrelevanter Erkenntnis Eigentümlichkeiten auf. warum ausgerechnet Hekate und Licht in den Chaldäischen Orakeln eine anagogische Wirkung haben und eine Verbindung eingehen und wie oder als was diese Anagoge überhaupt ursprünglich zu verstehen ist. sondern der B e griff weist auf die Erlangung eines besonderen Bewußtseinszustandes hin.5. Synesios steht damit deutlich in der Tradition des Piatonismus der Spätantike. 266 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.2. Antike Mysterien 7 1 . daß es das Licht ist. auf dem möglicherweise bereits Parmenides fußt. U m diesen Bedeutungskomplex näher zu erläutern ist es daher zunächst notwendig. daß Synesios das erlösende Wirken Christi als dessen Epiphanie in der Seele des Gläubigen begreift (Aufleuchten in der gläubigen Seele!). Hekates mythologische Funktion und ihre sich daraus ableitende kultische R o l l e zu bestimmen. denn die Texte von Plotin bis Iulian zeigen.Hekate.2).41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . innerhalb dessen Hekate ihre spezielle Funktion besitzt. 265 Siehe Burkert. Wie Christus der Vermittler zwischen Gott und Mensch ist und auf die Materie einwirken muß. die Entsprechungen zu wesentlich älterem Gedankengut zeigen. die Kingsley in seinem Buch In the dark places of wisdom vorträgt und die ich auf die Texte der Chaldäischen Orakel zu übertragen versuche.99. Allerdings sind diese Hymnen und philosophischen Darstellungen darüber hinaus als Deutungen eines tatsächlichen Geschehens zu verstehen.
ist es zu deren besserem Verständnis notwendig. der Kingsleys Ansicht nach einen wichtigen Einfluß auf Parmenides ausübte und der deutliche Entsprechungen zu dem schon von Lewy postulierten chaldäischen theurgischen Ritual erkennen läßt. was sie zu deuten versuchten. als Auslegungen einer rituellen Praxis konzipiert werden.268 Die Wirkung dieser Sprache ist gleichfalls psychagogisch. herauszufinden. wird die sich daran anschließende Untersuchung ab Abschnitt III.4. Wisdom 1 1 7 — 1 2 1 . In einem ersten Schritt möchte ich auf Ubereinstimmungen zwischen den Chaldäischen Orakeln und dem Lehrgedicht des Parmenides hinweisen. die u. auch Janowitz. siehe Johnston.128. Hier muß auch an die enge Verbindung von H e kate und Persephone erinnert werden. die es meiner Ansicht nach überhaupt sinnvoll erscheinen lassen.9 2 . 268 269 Kingsley.und Kmftmetaphysik bei Iamblich greife ich Untersuchungen Kingsleys zum Apollon-Oulios-Kult auf. zu ihrem Zusammenhang s. die ein Priester des Apollon267 aus dem Munde der Göttin der Unterwelt empfängt. daß die Lichtbegrifflichkeit bei Iamblich und bei den Neuplatonikern. Kingsleys Erkenntnisse über den Apollon-Oulios-Kult auf die Interpretation der OrakelDichtung zu übertragen. Wisdom 9 1 .Wisdom 1 1 7 . Auch das Lehrgedicht des Parmenides stellt sich dar als Offenbarung in Hexametern. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die ihm darin folgen. Ihr Sprachniveau entspricht dem erhabenen und zum Teil für Außenstehende schwer verständlichen Stil der an Homer orientierten Orakeldichtung und besitzt zugleich aufgrund von Wiederholungen und lautlichen Stilmitteln eine psychagogische Wirkung.1 1 8 . Hekate 22—23. Vgl. daß sich diese Wahl von Sprache und Form bei Parmenides darin begründet. Diese Ubereinstimmungen zwischen den Chaldäischen Orakeln und Parmenides zeigen sich bereits auf der rein formalen Ebene: Die Orakel sind verfaßt als Offenbarungen des Apollon (zum Teil auch der Hekate.3 immer beide Seiten dieses wechselseitig bedingten Ineinanders von Kult und Philosophie berücksichtigen.99.X X I I . daß er einen kultischen Hintergrund thematisiert und auch darauf hinweisen möchte. Kingsley. 9 6 und 1 2 1 . in Texten Verwendung findet. a. Icons of Power X X . dem für diese Form der Darstellung üblichen Versmaß. unten) in Hexametern. werden sprachliche und metrische Gestalt zu Hinweisen auf den sinngebenden Kontext außerhalb des reinen Textes.269 Nimmt man an. Auch die Chaldäischen Orakel wei267 Kingsley.302 Die Fortsetzung der Licht. bestimmte Eigenheiten der chaldäischen und späteren neuplatonischen Lichtmetaphysik und Lichtmetaphorik zu verstehen. Denn wenn man davon ausgeht. die ihrerseits eng mit Apollon verbunden ist.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Nachdem damit dann auch die mögliche kultisch-praktische Seite dieser Texte etwas näher untersucht worden ist. Erst eine Rekonstruktion dieses Rituals wiederum ermöglicht es meiner Meinung nach.
Licht und Wiederau/stieg der Seele 303 sen diese sprachliche und metrische Gestalt auf. der sozusagen den situativen Bezugspunkt der Texte und damit einen hermeneutisch relevanten Aspekt bildet. kommt ergänzend eine inhaltliche Ubereinstimmung hinzu. Da der Aion das πατρογενές φάος ist. 4 beschreibt den N o u s als Tiefe.128. die ebenfalls einen konkreten kultischen und geografischen Hintergrund besitzen. die sich vom Apollon-Oulios-Kult aus d e m 6. 5. 351. Lewy.Hekate. W i s d o m 132 geht einen Schritt weiter und nimmt eine Tradition an. der zugleich Ursprung und Ziel der Erkenntnisbewegung ausmacht. Als mögliche Quelle fur diese Beschreibung bei Parmenides fuhrt Kingsley pythagoräische Glaubenssätze an. liegt die Vorstellung des der Tiefe entspringenden Lichtes nahe. Jahrhundert v. daß diese T i e f e das Feuer umfaßt. der neben die rein philosophische Tradition tritt. dieses Ziel zu erreichen. der chaldäische W e g hinauf zur Erkenntnis ist zugleich ein W e g hinab in die Tiefe des Geistes. Orakel 48 A n m . aus der Feuer bzw. die stark an Parmenides erinnert. Ebenso führt die Reise des Parmenides in die Tiefe der Unterwelt. W i e also für das Lehrgedicht des Parmenides ein kultischer Hintergrund angenommen werden kann. untrennbar verbunden mit der Vorstellung von R u h e und Stille (ησυχία). der Bezirk des Geistes. die auch rein aus den G e setzen der Gattungsanforderungen erklärt werden können. W i s d o m 179-186. Majercik der Orakel spricht von dem πατρικόν βυτόν und auch Psellos. 10 und 18 auch ableiten läßt. W i s d o m 67—71. 18. Feststellen läßt sich zumindest eine Kontinuität sowohl in der sprachlichen Darstellung als auch der gedanklich-inhaltlichen Motive. Licht entspringt. Oracles 2 77 und 159 A n m . 271 Vgl. Vgl. 271 d. Sie kann also als Attribut der Ousia-Monade verstanden werden. auf eine Art beschrieben. 270 Z u diesen formal-literarischen Entsprechungen. 273 Siehe Kingsley. h. siehe W i s d o m 68-69 u n d A P M M 49-68. 18 mit weiteren Belegstellen vor allem bei Synesios.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . die gattungsunabhängig ist: In den Chaldäischen Orakeln wird das Intelligible. die in ihrer Transzendenz verharrt und gleichzeitig eine wirkende Kraft aus sich hervorgehen läßt.99. Tiefe und Stille haben nach L e w y die Verfasser der Chaldäischen Orakel von „pythagoräisierenden Piatonikern" übernom- 270 Kingsley. Cremer. Das Noetische wird dabei als Tiefe vorgestellt. die zugleich das Ziel des rituell Erreichbaren und ein wesentliches Mittel umfaßt. 272 Diese Erkenntnis war für die Pythagoräer und für Parmenides. Chr. Oracles 149 zu Frg. in der diese Texte fraglos stehen. in der das noetische Urfeuer lodert. Frg. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. so kann auch für die Chaldäischen Orakel ein derartiger angenommen werden. Hypotyposis 7 3 . in der ein zentrales Feuer Quelle jeglichen irdischen Lichtes ist und w o der Reisende Erkenntnis durch Unterweisung erlangt. der möglicherweise auf Inhalt und sprachliche Gestaltung des Gedichtes einen gewissen Einfluß ausgeübt hat. 272 Siehe Kingsley. auch Majercik. bis in die nachchristlichen Jahrhunderte erstreckt. der ihnen darin folgt. zumal sich aus der Verbindung der Frgg. 82 interpretiert diese Tiefe als „Transzendenz" des Vaters. 273 Eine entsprechende Identifikation von Kosmos Noetos.
außerdem unten Abschnitt III. Oracles 2 368 und unten Abschnitt III. die der schamanistischen Trance ähneln. siehe auch Kingsley.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . T h e o l . 276 277 Schmitz geht in seiner Analyse des parmenideischen Lehrgedichts von einer sehr ähnlichen A n n a h m e aus. Dementsprechend versteht Schmitz den W e g zur Göttin. 7. der eine kultischmystische Erfahrung thematisiert und in dichterische Form kleidet. Kingsley rekonstruiert ihn. Die Priester dieses Kultes empfangen die Unterweisungen ihres Gottes in Stillezuständen.304 Die Fortsetzung der Licht. um einen spezifischen Ausnahmezustand des menschlichen Bewußtseins.. 353. ι . indem er Hinweise aus Frg. u m sie zu heilen oder ihnen Einsicht in Heilmethoden zu verschaffen. die das literarische Ich des Dichters zu dieser Erkenntnis hinführen. ι des Lehrgedichts mit archäologischen Funden aus Elea und Kultorten der kleinasiatischen Küstenregion kombiniert. W i s d o m 106—115 und 182. Proklos kombiniert hier also das Energeiai-Schema mit der Motivik von Tiefe und Stille. Er vertritt die Ansicht. die sich dafür auf Martin West beruft (The Chaldean Oracles 178). [den] W e g der Mach-Erfahrung" (Ursprung 14). die von den formalen Ansprüchen der Gattungskonvention an Gestalt und Inhalt unabhängig sind. 275 Siehe Lewy. Ursprung 1—8). 278 Parm. als κουροτρόφοι.4. V. 155). Parmenides habe zu philosophieren begonnen. A u f einen möglichen gemeinsamen oder vergleichbaren Entstehungshintergrund von Parmenides' Lehrgedicht und Orakeltext weist auch Athanassiadi hin. 2 7 4 D a der Kosmos Noetos das Ziel der Schau der Chaldäer ist. Abwesenheit jedweder Affektion und durch Passivität gegenüber dem Erlebten aus. Letztlich dient die gesamte Monographie dem Z w e c k .].Wisdom 67.. den Kingsley als verständnisrelevant für Parmenides erweist. in speziellen H ö h l e n und unterweisen Hilfesuchende in dieser Technik. Art und Ziel der Kulthandlung zu beschreiben und zu verstehen. die dem „ H e l d e n " den W e g weisen.] zur Einweihung [. weisen möglicherweise auf einen kultischen Hintergrund der Orakeltexte hin.O u l i o s . 351 und 160 A n m . Er ähnelt damit stark der inkubatorischen Trance (vgl.4. Diese spezifischen inhaltlichen Ubereinstimmungen. Parmenides' Beziehungen zu diesem Kult nachzuweisen und zu versuchen. 276 Für Kingsley stellt sich damit das Prooemiu m des parmenideischen Lehrgedichts dar als ein Hinweis.99. sind die „Töchter der Sonne". Frg. 9 (ed. zu verarbeiten (Ursprung 8).4. den Schmitz als „ M a c h Erfahrung" bezeichnet.4.. Dieser Zustand zeichnet sich durch die Empfindungen von Einheit. 2 7 8 Sie fungieren als diejenigen. 275 b e deutet diese F o r m der Einsicht oder Schau gleichfalls Stille. Erfüllung. Belegstellen für diese Gleichsetzung finden sich bei Lewy.. die 274 Lewy. Siehe Kingsley.. Es ergibt sich für ihn das Bild eines religiösen Heilerkultes u m den Gott A p o l l o n . der Äquivalenzen zu dem Kult besitzt. betont am Versanfang. 277 Das mythologische Äquivalent derer. Z u beachten ist weiterhin Proklos. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. II.und Kraftmetaphysik bei Iamblich men. w o b e i Parmenides in seiner Darstellung dieser Reise „die völlige Passivität" des Reisenden hervorhebt (Ursprung 15. als den „ W e g [. Coxon): ήλιάδες κοΟραι. vgl. 50.2-3: dort verharrt das zeugende Prinzip verborgen in der Tiefe.128. den der Erzähler im Prooemiu m zurücklegt. Oracles 2 397. Oracles 159 A n m . Plat.
Zwar scheint Hekate als Kinder nährende Göttin auf den ersten Blick keine Verbindung zur Initiation eines Mysten zu besitzen. Ursprung 9 Anm. die sich durch seine Integration in den kultischen Kontext ergibt. 2 8 4 D i e A n n ä h e r u n g z w i - 279 Siehe Kingsley. h. Schmitz. u.3). Diese Bedeutungsausweitung ist jedoch meiner Ansicht nach durch Kingsleys Überlegungen zum Begriff κουροτρόφος legitimiert. Bisher ist untersucht worden. 284 Damit erfährt der Begriff κουροτρόφος gegenüber der bei Rhode. als „wissenden Mann" (φως bedeutet hier „Mann". In diesem theoretischen Zusammenhang wurde Hekate als die Instanz bestimmt. 4 . denn sie ist problemlos vereinbar mit einer im R i t u a l zu H i l f e u n d Unterstützung angerufenen Gottheit. Hekate 146. der auf diese Weise v o m Göttlichen W i s s e n und Einsicht empfängt u n d es schließlich weitergibt u n d andere S u c h e n d e anleitet: E r ist damit ebenso w i e der E r z ä h ler bei Parmenides ein κούρος und ein Wissender. D e r T h e u r g e w i e d e r u m steht d e m G ö t t l i c h e n g e g e n über als j e m a n d . siehe LSJ 1968 s. Vgl. ein M e n s c h . an den O r t . 18. Coxon) empfängt Persephone den Erzähler mit ώ κοϋρ'.4). Zur Charakterisierung des κούρος siehe Kingsley. v. wie die Chaldäischen Orakel ontologische Sachverhalte mythologisch beschreiben und die wie die Chaldäischen Orakel den Hades als Symbol fur die Materie verstehen (s. S c h o n H e s i o d besingt in seiner Theogonie H e k a t e als κουροτρόφος ( T h g . 2 8 0 D a m i t ist auch er ein κοϋρος.99. w o er Einsicht erlangen soll u n d w i r d . auch die Vv.3. 2 und III. als Paradigma dieser Vermittlungsfunktion hatte sich bereits für Plotin das Licht als Dynamis erwiesen. Traditionell w i r d Hekate. Vgl. 2 8 1 D i e H e k a t e der Chaldäischen Orakel besitzt zu dieser B e s c h r e i b u n g w e sentliche Entsprechungen. 2 8 3 Diese literarische Tradition m a c h t ihre kultische R o l l e in den Chaldäischen Orakeln v o r der v o n Kingsley für Parmenides herausgearbeiteten Interpretation der F u n k t i o n der H e l i o s .128. Abschnitt I I I . der sich durch seine Leidenschaft nach E i n sicht auszeichnet. II. 283 Siehe Johnston. der sich in V. Wisdom 74. 450—452). 3 implizit als είδότα φώτα charakterisiert.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . den M y s t e n zu leiten u n d i h m zu beizustehen. Psyche 81 und Johnston. 2 8 2 Z u d e m vermittelt sie Einsichten u n d relevantes W i s s e n an den T h e u r gen. das i h m den Z u g a n g z u m Göttlichen ermöglicht. als Führerin in die U n t e r w e l t u n d w i e d e r hinaus angesehen. Laut V. 2 7 9 Sie bringen den Erzähler zu Persephone in die U n terwelt.4. d. der z u m Göttlichen strebt und auf den es w i r k t . Hekate 21—28 vorgetragenen gebräuchlichen Bedeutung als Geburtsgöttin und Kindsbeschützerin eine wesentliche Ausweitung. Hekate 144 Anm. auf den 280 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. W e g zur Erkenntnis bedeutet (s. Wisdom 7 2 73 und Schmitz. w o b e i ihre E p i p h a n i e selbst einen Zugang bzw. 282 Siehe Johnston. Licht und Wiederaufstieg der Seele 305 zugleich κοΰραι sind.T ö c h t e r besser faßbar. deren A u f g a b e es ist.o. 8—9 des orphischen HekateHymnos. 1 (ed. 281 In Vers 24 von Frg. 2 . w i e die T ö c h t e r des H e lios bei Parmenides.Hekate. 452 ist sie sogar die ursprüngliche und ideale κουροτρόφος: ούτως έξ άρχης κουροτρόφος. Ursprung 14. 14 u. die er i m U m g a n g mit d e m Göttlichen g e w i n n t . Abschnitt III. 7. die zwischen Intelligiblem und Stofflichem vermittelt.
so daß eine Beeinflussung der im Kult verehrten Götter nach Funktion und Ziel möglich wäre. Vgl.99. als Kind. das Schutz und Milch bei einer als Mutter oder Amme stilisierten Gottheit sucht. den auch der Myste im Initiationsritual geht. bes. eilte zur Milch. in beiden Fällen ähnliche Ritualhandlungen zu vermuten. zweiten Blick läßt sich allerdings eine Verbindungslinie erkennen: Auf einem im südlichen Italien gefundenen Goldplättchen heißt es: „Ich. Im Demeter-Hymnos Homers weilt Hekate in einer Höhle (siehe Johnston. bes. die den Mysten auf seinem Weg durch Tod und Wiedergeburt begleitet und schützt. Die Funktionsparallelen zwischen Hekate und den Töchtern der Sonne in Kombination mit den oben erörterten inhaltlichen Entsprechungen legen es weiterhin nahe. Hymns 56—61. was nach Johnston ihre Funktion als Führerin der Seelen und damit als vermittelndes Prinzip gut veranschaulicht.306 Die Fortsetzung der Licht. Als kultisch verehrte Göttin hat Hekate ihren Ursprung in Caria an der kleinasiatischen Küste. a. Hymn to Demeter 1 5 5 . daß das Reichen und Trinken von Milch zum Ritual von symbolischem Sterben. vgl. ö. wie Parmenides in seinem Prooemium durch die Töchter des Helios in ihrer Funktion als κουροτρόφοι auf seinen eigenen damit verknüpften Status als κούρος hinweist. also in genau dem Gebiet. Eine weitere Ubereinstimmung zwischen den Kulten zeigt sich in der Verbindung der beteiligten Gottheiten zu Höhlen. 59-60. Sie ist πρόττολος und όπάων der Persephone (V. Kingsley.128. daß Hekate selbst zu einer Tochter des Helios werden kann: sie kann als Göttin des Mondes zugleich Tochter des Helios sein. Dahinter steht wiederum die Vorstellung. als R e f l e x einer kultisch-religiösen Erfahrung zu lesen sind. die denselben Weg beschreitet. Alle diese Göttinnen sind κουροτρόφοι und besitzen dementsprechend dieselbe religiöse und auch kultische Funktion. die Persephone in die Unterwelt begleitet und sie nach ihrem ascensus umarmt.v.4 2 3 ) . an dem der Ubergang von einem Erkenntniszustand in einen anderen vollzogen wird. 5: So nimmt Hekate im homerischen Demeter-Hymnos die Rolle derjenigen ein. Die Milch im Kultus der Griechen und R ö m e r 53—55. A P M M 264-268 weist durch einen Bezug zu den Attis-Mysterien nach. Wiedergeburt und Aufstieg zum Göttlichen gehört. wo van den Berg Hekate als „leader god" charakterisiert. Hekate 22 und Anm. Z u dieser Vorstellung siehe auch van den Berg.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Psyche 1 1 . auf die die Verfasser auch mittels der Hekate-Figur hinweisen wollten. den initiierten Mysten als Neugeborenes zu betrachten (Belegstellen bei Rhode. in dem Kingsley den Ursprung des Apollon-Oulios-Kultes vermutet. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der durch rituelle Handlung nach der Begegnung mit dem Göttlichen und der daraus resultierenden Erkenntnis strebt.1 5 6 . zu Parmenides' Wurzeln in Kleinasien / Caria siehe Kingsley. O C D 1379 s. 285 Vgl. Wisdom 81-84 u. Hekate 27). Vor diesem Hintergrund ist der Begriff κουροτρόφος leicht als kultische Funktionsbezeichnung zu erkennen: Hekate ist eben in den Chaldäischen Orakeln die Göttin." Kingsley. 285 All das kann als Indiz dafür genommen werden. Z u Hekate in Caria siehe Johnston. daß die Chaldäischen Orakel wie das Lehrgedicht des Parmenides u. Johnston.und Kraftmetaphysik bei Iamblich sehen Hekate und den Töchtern der Sonne wird zusätzlich dadurch erleichtert. Siehe dazu auch Wyß. Im Kult des Apollon-Oulios ist es häufig die Höhle. somit ist auch hier die Höhle der Ort der Schwelle. Wisdom 77-84. Selene. Hekate 21 und Richardson. 4 2 1 . 440). in der das Ritual der Inkubation vollzogen wird.
Licht und Wiederaufstieg der Seele 307 Hier scheint sich jedoch eine Schwierigkeit zu ergeben: Der bei Parmenides im Prooemium thematisierte Abstieg in die Unterwelt. Inkubation und Lichtmetaphysik Bereits Lewy unternimmt den Versuch. Oracles 2 1 8 4 . 152.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .4.290 Der gestorbene Patroklos wird als zu initiierender Myste verstanden. also als Aufstieg. im Abschnitt III. die u.5 3 . das mit dem Aufstieg der Seele zusammenhängende theurgische Ritual zu rekonstruieren. um die in den Orakeltexten verwendete Lichtbegrifflichkeit besser zu verstehen. 286 der notwendige Voraussetzung für den Gewinn von Erkenntnis ist und dem im Ritual die in einer Höhle unter Anleitung vollzogene Inkubation korrespondiert. 7 ff. wie Piaton in seinen Dialogen Phaidon und Theätet bekräftigt. Proklos deutet an dieser Stelle im Anschluß an seinen Lehrer Syrianus die Vv. Oracles 2 204—211. Sie werden im folgenden um die Einsichten Kingsleys ergänzt und präzisiert. das nach chaldäischem Verfahren die Unsterblichkeit der Seele (άπαθανατισμός ψυχής) erwirken soll. In Rem Publicam I. was die Äquivalenz der Kulte in diesem wesentlichen Punkt wiederherstellen würde. 289 Lewy. Oracles 2 1 8 4 . 96. Z u r Verbindung des Apollon zur U n terwelt siehe Wisdom 91—92. um im Sonnenstrahl aufzusteigen.6 8 und 7 7 . So hat möglicherweise in Form eines ritualisierten. ö. In ihnen vollzieht sich die Bewegung zur Erkenntnis platonischer Tradition entsprechend als αναγωγή. Wisdom 101—105 u. 287 Z u r Praxis der Inkubation s. 287 besitzt in den uns erhaltenen Fragmenten der Orakel keine explizite Parallele. one descends into the depths in order to ascend" ( A P M M 2 5 1 .1 8 5 und 199 Anm.128. den nächsten Abschnitt u.Hekate. daß die Seele den Körper verlassen könne. 192—194 aus Buch 23 der homerischen Ilias. daß der Weg zum Wissen durch den Tod fuhrt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Dahinter ist die von Kingsley so bezeichnete „Logik des Rituals" zu vermuten: " O n e dies to be reborn. Ihm schließt sich Majercik in ihrer Darstellung des chaldäischen Rituals weitgehend an (Oracles 30-46). 288 Ihm zufolge geht der Vereinigung der Seele des Theurgen mit den anagogisch wirkenden Lichtstrahlen ein im Ritual zelebrierter Tod des sterblichen Körpers voraus.8 4 . der über den Aufstieg der Seele zur Erkenntnis gelangen möchte. 290 Lewy.4. als Darstellung eines Rituals. Kingsley. symbolischen Sterbens der Weg in die Unterwelt in die Chaldäischen Orakel Eingang gefunden. Von diesen Beobachtungen ist auszugehen. Allerdings gilt auch hier.99.4 notwendig werden wird.2.2 5 2 ) . Er ist die Voraussetzung dafür. Wisdom 5 0 . 6 1 . III. in denen Achilleus die B e stattung des Patroklos begeht. 289 Lewys Rekonstruktion dieses Rituals beruht weiterhin auf seiner Interpretation von Proklos. Da Proklos also die Homer-Stelle im Rückgriff auf eine reale rituelle Handlung 286 Siehe Kingsley.1 8 5 und 206-207. 288 Siehe Lewy.1 Rituelles Sterben.
2 0 0 . the C h a l d e a n m y s t e r y is to b e regarded as the ' d r a m a ' o f the death o f the b o d y and o f the ascension o f the soul to eternal life. 293 Kingsley. kritisch g e g e n ü b e r . das zu speziellen E r k e n n t n i s z w e c k e n rituell b e g a n g e n w i r d . bevor man stirbt. 2. D a m i t greift er Ergebnisse auf. daß die Chaldäer ein symbolisches Sterben rituell feierten mit dem Ziel. 1 2 1 . B . d u r c h e i n e T o d e s b e g e g n u n g . d e r das rituelle Sterben i m chaldäischen R i t u a l ebenfalls in b e z u g zu den E l e u s i n i s c h e n M y s t e r i e n setzt u n d sich dafür gleichfalls a u f B u r k e r t b e r u f t . steigt der Isis-Myste in das D u n k e l d e r U n t e r w e l t u n d erst dort sieht er die S o n n e in i h r e m Licht: „ I c h nahte d e m G r e n z b e z i r k des Todes. n o c t e media vidi s o l e m c a n d i d o c o r u s c a n t e m l u m i n e . ] " . a u c h B u r k e r t . daß diese W a n d l u n g mit d e m U m s c h l a g v o n N a c h t in Licht z u s a m m e n g i n g . läßt sich auch fur das R i tual der Chaldäischen Orakel zumindest grundsätzlich im rituellen R a h m e n die Vorstellung wiederfinden. in A n t i k e M y s t e r i e n 29 u n d 9 4 . M a j e r c i k ) . A u c h in den chaldäischen M y sterienriten ist also wesentliche Einsicht nur zu erlangen. ζ. trat z u d e n T o - t e n g ö t t e r n u n d H i m m e l s g ö t t e r n v o n A n g e s i c h t zu A n g e s i c h t u n d b e t e t e sie g a n z aus d e r N ä h e a n .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . die Piaton d e n P a m p h y l e r E r a m E n d e der Politeia g e b e n läßt. . „stirbt. die den Hades umgibt. die Darstellung. daß es sich b e i d i e s e m R i t u a l u m ein e n „ f r e i w i l l i g e n Selbstmord" ( H e r v o r h e b u n g v o n mir) handele.128." 291 D a dieses symbolische Sterben die Voraussetzung dafür ist. Allerdings müssen b e i Piaton nicht alle T o t e n erst in die U n t e r w e l t . d e n n n e b e n d e n v o n ihr a n g e f ü h r t e n A r g u m e n t e n spricht a u c h die v o n m i r n o c h darzustellende A n a l o g i e z u m I n k u b a t i o n s . „Licht zu erlangen" 292 . B e c o m i n g like G o d 1 9 6 .308 Die Fortsetzung der Licht. die Kingsley bei Parmenides und den Pythagoräern feststellt: " T h e source o f light is at h o m e in the darkness. aber nicht die F o r m eines Selbstmordes hat. M a j e r c i k . 2 0 . a u c h B u r k e r t ü b e r die M y e s i s in Eleusis: „ A n g s t l i c h e s Irren w a n d e l t sich d u r c h Todesschrecken zur seligen Freude. w i e Kingsley schreibt. Dieses „ n e u e D a s e i n " ist z u g l e i c h zu b e s t i m m e n als ein „ n e u e r Status des B e w u ß t s e i n s d u r c h E r f a h r u n g des H e i l i g e n " ( A n t i k e M y s t e r i e n 18). d e n O r t der B u ß e . A u c h b e i der Initiationsbeschreibung. kann man folgern. O r a c l e s 37 steht L e w y s A n s i c h t . das d e n K o s m o s u m f a ß t u n d z u s a m m e n h ä l t . w e n n man.und Kraftmetaphysik bei Iamblich der Chaldäer ausdeutet. zitiert b e i L e w y 173 A n m . erst nach m e h r t ä g i g e r W a n d e r u n g e r r e i c h e n . ζ. daß auch der chaldäische Myste als Verstorbener der traditionellen Vorstellung zufolge zuerst hinabsteigen m u ß in die Dunkelheit. die v o r i h m s c h o n B u r k e r t m e h r - fach f o r m u l i e r t hat. bes. V g l ." (Oracles 2 185). V g l . V g l . 1 . 2 1 1 .9 7 u n d H o m o N e c a n s 3 2 5 . hier ein rein symbolisches S t e r b e n a n z u n e h m e n . S i c h e r ist a u c h . 6 1 4 c .R i t u a l dafür. 294 V g l . stieg ü b e r Proserpinas S c h w e l l e u n d f u h r d u r c h alle E l e m e n t e z u r ü c k . " (accessi c o n f i n i u m mortis et calcato Proserpinae l i m i n e p e r o m n i a v e c t u s e l e m e n t a r e m e avi. W i s d o m 65." 293 Vor dem rituellen Hintergrund bedeutet das. die der Ich-Erzähler in d e n Metamorphosen des A p u l e i u s gibt. L e i d e n ' erlangt. V g l . u m M i t t e r n a c h t sah i c h die S o n n e in w e i ß e m L i c h t flimmern. " ( H o m o N e c a n s 304). Ich stim- m e ihr z u .99. die umschlägt in T o d e s ü b e r w i n d u n g : [ . L e w y s Fazit: " A c c o r d i n g l y . In T i m .3 2 6 : „ D e r Eintritt in ein neues D a s e i n i m Initiationsritus w i r d r e g e l m ä ß i g d u r c h ein . dazu des w e i t e r e n die A u s f ü h r u n g e n v o n van d e n B e r g . Oracles2 1 7 4 z u Proklos.2 Lewy. B . 2 9 4 Dann erst wird er in das Licht einge- 291 Kingsley. W i s d o m 68. deos inferos et d e o s superos accessi Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. . 496 ( = Frg. daß der Myste aufgrund dieses Rituals eine bestimmte Form der Erkenntnis erlange.6 1 5 a. daß die T o t e n das φ ω ς ξ ύ ν δ ε σ μ ο ν τοΟ ο ύ ρ α ν ο ϋ . B e z e i c h n e n d j e d o c h ist. A n t i k e M y s t e r i e n 85.
in dessen Beschreibung des Wesens Gottes als ύπέρφωτος γνόφος in De mystica theologia Kap. Aeneis VI. einander entsprechende Funktionen. 2. daß dieser Hymnos möglicherweise auch während des Rituals des symbolischen Sterbens vorgetragen wurde und sich vor diesem Hintergrund bestimmt. daß Proklos an Treffen der Chaldäer teilnahm und seine Hymnen während ritueller Feiern vorgetragen wurden.: Brandt.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Die Rekonstruktion dieses Rituals soll weiterhin dazu beitragen. wie dieser Abschnitt der Initiation in die chaldäische Anagoge rituell begangen worden sein könnte.128. W i l helm). „zum Z e n t r u m rauschenden coram et adoravi de proxumo. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. auch im Kult der Chaldäer als eine Göttin fungiert. 7 . die dem Mysten während seines symbolischen Sterbens beisteht. einzelne Elemente des kultischen Vollzugs der Initiation hervorzuheben. So wirkt sie auch im Kult vermittelnd und behält in beiden Bereichen. daß Licht aus Dunkelheit hervorgeht. B. diese rituelle Struktur auf die Metaphysik der Orakel zu übertragen und mit ihr die Vorstellung zu erklären. 295 Im folgenden ist näher zu untersuchen. 2 9 7 kann angenommen werden. 296 Van den Berg thematisiert diese Funktion der Hekate bei seiner Erörterung des H y m nos nicht.5 Die Vorstellung allerdings. die Materie und Finsternis miteinander assoziiert. Met. Z u m Zweck dieser Analyse des anagogischen Rituals und der Funktion der Hekate darin werde ich erneut den Ianus-Hekate-Hymnos des Proklos heranziehen. und Übs. 297 Van den Berg. 268-272. wie es auch die Töchter der Sonne als κουροτρόφοι bei Parmenides tun. ζ. der aus dem überlichthaften Dunkel Gottes Licht heraustreten läßt. die meiner Ansicht nach einen deutlichen Bezug zur literarischen Darstellung der Hekate in den Orakeltexten und bei späteren Neuplatonikern aufweisen. dem der metaphysischen Theorie und dem der religiösen Praxis.99. findet vorerst keinen Eingang in die Lichtmetaphysik.296 Ausgehend von van den Bergs Annahme. 2 3 . die aus der Tiefe des Nous das Licht des Aion hervorgehen läßt. und in diesem übertragenden Sinn kann auch flir die Chaldäischen Orakel die Dunkelheit zum Ursprung des Lichtes werden. der sich auf die §§ 2 8 . 2. Es besitzt zumindest eine gewisse Plausibilität. Das ändert sich erst mit den lichtmetaphysischen Spekulationen des Ps. der das Dunkel der Unterwelt eindringlich beschreibt. die bisher in der Metaphysik als lichthafte und vermittelnd wirkende Kraft aufgetreten ist. Siehe auch Vergil. Hymns 109. ed. Edward und Ehlers. Dabei wird sich zeigen. X I .3 4 der Proklos-Vita des Marinos b e ruft. in dem meiner Ansicht nach auch ein Ausdruck der kultischen Funktion der Hekate als κουροτρόφος zu sehen ist. Licht und Wiederaufstieg der Seele 309 hen können.Hekate. Dionysios Areopagita. daß Hekate. Ziel des Symbol-Todes ist es.
i n . . Vor diesem Hintergund nun wird die in Vers 4 des proklischen HekateIanus-Hymnos ausgesprochene Bitte: „Macht den Weg / Lauf meines Lebens strahlend" verständlich als auf dem Weg zur Erkenntnis ausgesprochene Bitte um die in einen höheren Bereich vermittelnde und emporfuhrende Einwirkung von Licht.]· εις δ άφικέσθαι [ . Majercik. Wisdom 1 3 1 . Schleiermacher) Die Funktion der Hekate als lichthafte δύναμις-δεσμός in der Metaphysik läßt bei einer analogen Betrachtung der Hekate im Kult deren Funktion erkennen: Während des symbolischen Sterbens greift sie in ihrer Funktion als κουροτρόφος führend und helfend ein und wirkt in diesem Sinne anagogisch. der Hekate nicht nur als mythologische G e 2. Hymns 265 interpretiert diese Bitte hingegen als Bitte um ein „ r u h m - reiches L e b e n " und zieht einen kultischen Kontext nicht in Betracht.2 zu Psellos. 1 2 1 und 1 2 2 .. zwischen Unsterblichen und Sterblichen wirken..].]. Oracles 2 1 7 5 : die erlangte Einsicht ist Erfüllung mit Licht. ουτω π δ σ α ν συνέχον την περιφοράν [. 6 1 6 b—c ein literarisches Modell gewesen sein: [ .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM ... . folgt unten in Abschnitt III.] Dieses Licht sei das Band des Himmels. um dort von göttlichem Licht erfüllt zu werden. και πλήρη [. (Ubs. .. [. 1 2 2 ergibt sich.. 299 Nach Psellos ist Hekate die Göttin. Wie das säulenartige Licht im Er-Mythos soll auch sie lichtgleich den M y sten emporführen und so als Band zwischen Göttern und Erde. Eine Interpretation. ] καϊ άφικνεΐσθαι τεταρταίους δθεν καθοραν άνωθεν [ .. welches wie die Streben an den großen Schiffen den ganzen U m fang zusammenhält. w o sie von oben herab ein gerades Licht wie eine Säule [. [.128. Aus Proklos' Kommentar zu Frg..] sie hinein.1 3 2 hebt die Bedeutung der Sonne im Apollon-Oulios-Kult hervor. Kingsley. Wenn man jedoch bedenkt.2.99. Hypotyposis 73—74). der jedoch erst mit der R e konstruktion des Rituals Konturen zu erhalten beginnt. dazu Lewy. R . daß das Ziel der Theurgie in der Angleichung der menschlichen Wahrnehmung an den Nous liegt (und nicht im R u h m ) und der Aufstieg dorthin offensichtlich über die anagogische Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das diese vermittelnde Funktion veranschaulicht und das seit der Politeia in diese beiden Bereiche literarisch eingespannt wird: Im Sonnengleichnis als ζυγόν in den ontologischen und epistemologischen Kontext. die alles mit Licht und Leben erfüllt (s.. die spirituelles Erleben und M e t a physik in Beziehung zueinander setzt. Oracles 184 zu Frg.4.. A b schnitt III. In beiden Bereichen ist es das Licht.3io Die Fortsetzung der Licht. οίον τα ύ π ο ζ ώ μ α τα των τριηρών.9 Frgg. οίον κίονα [. ] φως ευθύ... Oracles 2 195 ist damit die Sonne gemeint. 2. N a c h Lewy. . 300 Für Proklos.. I i i an.3 und III. .und Kraftmetaphysik bei Iamblich Lichtes zu eilen" 298 . [. o.. daß die hinaufführende W i r k u n g gesehen wird als Erfüllung und Erhellung durch Licht: τοΰτ' εστι περιλάμπουσα αύτήν π α ν ταχόθεν.8 Frg..είναι γαρ τοϋτο το φως ξύνδεσμον του ούρανοϋ. .] und kamen den vierten Tag dorthin. Majercik.] sähen.. zugleich mag Piaton. 300 Van den Berg. ] . ihm schließt sich Majercik. als ξύνδεσμος im Er-Mythos in den soteriologischen Kontext.4.] In dieses kamen [.4.
Die Anrufung der Herren der Luft bietet übrigens einen Hinweis darauf. 12 ff. die den Anrufenden in den Hafen der Frömmigkeit geleiten sollen... 303 Daran schließt sich — im Ritual wie im Hymnos selbst — der Aufstieg an.. so daß als Vorbild des Proklos fur V. Licht und Wiederaufstieg der Seele 311 stalt. die Loslösung und Aufstieg der Seele erleichtern sollen. v e r i fizierte Metaphysik ist.] δαίμονος. 152.. Ihn bringen.] πολύφημον [. Z u d e m kann unter έμοΰ βιότοιο πορείην V. wie oben in Abschnitt III.Hekate." 302 Da das symbolische Sterben Vorbedingung dafür ist.. Hymns 269-270 deutet den Vers zwar als „allegorische Interpretation der Odyssee" ebenfalls soteriologisch. daß Proklos' Hymnos nicht reine. die eben aufgrund ihrer Funktion als vermittelnde LichtKraft im Seinskontinuum prädestiniert war. 302 Besonders έγερσινόοισι [. Frg. 127 erneut Proklos (der sich wiederum auf Syrianos beruft) anfuhrt und deshalb den direkten Bezug zur kultischen Handlung vor Augen hat. gewinnt die hier vorgetragene These an Plausibilität.] τελητήσι kann als Beschreibung des während des Singens des Hymnos vollzogenen Sterberituals angesehen werden. geht aber nicht auf In Remp. 303 Vgl. 301 So deuten auch die Vv.]. 1 1 seines Hekate-Ianus-Hymnos auch Mas 2 3 . sondern ebenso als ontologische Größe angesehen haben muß. mußte sie die Göttin sein.. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. Es ist also in diesem Fall des proklischen Hymnos mit einem Konglomerat aus metaphysischen und religiösen Vorstellungen zu rechnen.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .1 zu Proklos' Licht-Dynamis fuhrt. in dem das symbolische Sterben gefeiert wird. Nach Prokl.4. der als Vereinigung mit dem anagogisch wirkenden Licht vorgestellt wird. Obwohl er in 207 Anm.128. 1 2 ff. 2—3 (ed. 35 analysiert die Funktion der Winde beim Lösen der Seele vom Körper. Coxon) beschreibt: όδόν [. gehört aber die Anrufung der Winde zum Ritual des symbolischen Sterbens dazu. I. da in der neuplatonischen Metaphysik für die Winde in der Erklärung ontologischer Zusammenhänge keine Funktion vorgesehen ist. 6—7 des H y m nos deutlich auf den rituellen Kontext hin. I. den Parmenides. 152.. wirkt das Ritual. das zusammengehalten wird durch die integrative Kraft der in beiden Bereichen zur Anwendung gelangenden Lichtmetaphysik. daß sich die Seele von der vergänglichen Natur des Körpers trennt. sie also aus einem anderen Kontext erklärt werden müssen. [. 1 9 4 στάς άπάνευθε πυρής δοιοΐς ήρστ' άνέμοισιν in B e tracht kommt. Gerichtet ist diese Bitte dann auf den Beistand der sogenannten „Führer der Luft" (ήέροςάγοί). In diesem Zusammenhang verstehe ich auch die Bitte um die Winde der Götter in Vers 11—12 der hymnischen Anrufung. in dem der Hymnos gesungen und Hekate angerufen wurde: „Zieht meine Seele [empor]. In Remp. 4 ebensogut der mystische Weg verstanden. 1 V. das den Punkt der Initiation in höheres Wissen markiert. die gereinigt ist durch die seelenerweckenden Initiationsriten. Oracles 2 185 und 185 Anm. geht er nicht auf ihn ein. und damit nicht auf den möglichen Rahmen eines symbolischen Ritualtodes ein. zumal sich diese Funktion mit ihrer traditionellen R o l l e als κουροτρόφος und κλειδούχος hervorragend deckte. in diesem Moment angerufen zu werden und helfend einzugreifen. Van den Berg.2 1 1 . Oracles 2 2 0 7 . Lewy.99. 301 Lewy. reinigend..
die ihn m ö g l i c h e r w e i s e erst der G ö t t i n diese F u n k t i o n z u w e i s e n ließ. die m a n auch e i n e n veränderten B e w u ß t s e i n s z u s t a n d n e n n e n k a n n . T .128. 2 1 5 . h e r b e i g e f ü h r t durch spezifische rituelle Ü b u n g e n u n d F o r m e n .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . D a m i t bleibt ein wesentliches M o m e n t ihrer soteriologischen Funktion unbeachtet. Damaskios bezeichnet die Position dieser G ö t t e r als μεσάτης (In Parm. Ebenfalls w i e b e i Parmenides w i r d diese A r t der A n a g o g e verstanden als W e g z u einer speziellen A r t v o n Erkenntnis o d e r spiritueller Einsicht. h. Hekate 2 1 . d. was bisher n o c h nicht g e s c h e h e n ist. nicht aber. bisher k a u m beachtetes h e r m e n e u t i s c h e s Potential hinsichtlich eines umfassenderen Verständnisses der T e x t e der C h a l d ä i s c h e n O r a k e l u n d der mit i h n e n beschäftigten N e u p l a t o n i k e r . Dieser W e g w i r d erleichtert b z w . 1 1 . Sie umfassen f o l g e n d e rituelle H a n d l u n g e n u n d Ü b u n g e n . u n d w i e bei P a r m e n i d e s der Erzähler v o n d e n T ö c h t e r n der S o n n e z u P e r s e p h o n e . was gut zu Hekates Charakterisierung als δύναμις-δεσμός paßt. 305 Es ist hier allerdings nur w i c h t i g .2 8 auf Hekates traditionelles Bild ein. w e n n m a n die kultische F u n k t i o n der H e k a t e als κουροτρόφος b e d e n k t . 3 0 5 S o v e r s c h m e l z e n für P r o k l o s v o r d e m H i n t e r g r u n d des chaldäischen R i t u a l s L i c h t u n d G ö t t i n zur Vorstell u n g der L i c h t .99. sie übergeht aber die religiöse K o m p o n e n t e des κουροτρόφος-Aspekts. geleitet w i r d . 4 ed. die Shaw als „liberated g o d s " bezeichnet.K r a f t . deren A u f g a b e es ist. In dieser Funktion scheint H e k a t e zu den G ö t t e r n zu gehören. D i e s e V e r k n ü p f u n g v o n G ö t t i n u n d L i c h t w i r d j e d o c h erst verständlich. R u e l l e ) . u m Erkenntnisse ü b e r das Jenseits zu erlangen. Shaw fuhrt diese Klassifikation über Damaskios auf Iamblich z u r ü c k ( T h e u r g y 136-138). die W i r k u n g der immateriellen überweltlichen Götter an die Seele zu vermitteln und so den Aufstieg der Seele zu e r m ö g l i c h e n . die V v . die z u s a m m e n die Praxis der t h e u r g i s c h e n I n k u b a t i o n a u s g e m a c h t h a b e n könnten: 304 Z w a r geht Johnston. die für Proklos zusätzlich d u r c h die E n t s p r e c h u n g e n z w i s c h e n H e k a t e u n d L i c h t in der O n t o l o g i e fundiert w a r bzw. 304 d e n n erst dann k a n n a u f g r u n d derselben soteriologischen F u n k t i o n s o w o h l der G ö t t i n als a u c h des Lichtes — d e m H i n f u h r e n in e i n e n h ö h e r e n B e r e i c h des Seins u n d des B e w u ß t s e i n s — eine sinnvolle K o m b i n a t i o n v o n G ö t t i n u n d L i c h t e r f o l g e n .und Kraftmetaphysik bei Iamblich 312 H y m n o s an H e k a t e gezeigt.Die Fortsetzung der Licht. auch hier an d e n O r t der heilsbringenden E r kenntnis. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die den M y s t e n e m p o r h e b t . für Proklos ein eindeutiges Abhängigkeitsverhältnis herzustellen. w i e E r i m M y t h o s der Politeia in der Lichtsäule e m p o r g e h o b e n w i r d . In i h n e n liegt ein beachtliches. daß diese Funktionsanalogie vorliegt. 8—10 in ihrer Bitte an H e k a t e . die n a c h d r ü c k l i c h diese G ö t t i n m i t der soteriologischen F u n k t i o n des Lichtes in d i e s e m M o m e n t v e r k n ü p f e n .I a n u s z u m A u s d r u c k . die sich z . ebenfalls a u f g r u n d v o n E n t s p r e c h u n g e n z u m A p o l l o n Oulios-Kult rekonstruieren lassen.
. 308 Frg. create access to an awareness beyond space and time" (Wisdom 109). Vgl. deren Ziel es ist...2 2 5 . einen speziellen Bewußtseinszustand herbeizufuhren. w o sie dieselbe Wirkung erzielen sollen: „to break the hold of the senses. denn genau dies ist ja auch die Funktion der Hekate: [. . [.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Oracles 2 2 0 5 . daß hier auf eine „tatsächliche [Kult-] Handlung" Bezug genommen wird. 124.. πνεύματι θερμω // κουφίζουσα .wie hinter dem Proklos-Hymnos an Hekate-Ianus . 1 2 3 .. Diese Techniken und die über sie erreichte Befindlichkeit können ebenfalls dazu beitragen. einen tranceartigen Zustand herbeizufuhren oder. Majercik thematisiert. daß das άναττνεΐν die Seele freisetzt. 307 Siehe Majercik. Eng verbunden mit dem symbolischen Tod als Eingang zu einem anderen Bewußtseinszustand des Mysten oder Theurgen ist eine Art Atemtechnik. die möglicherweise dabei half.eine Kulthandlung zu vermuten. 307 Hinter dem Orakeltext ist also . Licht und Wiederaufstieg der Seele 313 Erstens: Atemtechniken. 1 2 4 .128. in einer den Orakeln entsprechenden Formulierung.2 0 6 und A n m . Majercik) 306 Siehe Lewy. 306 In den Orakelfragmenten wird diese Technik in Frg..". . 2 1 4 . Majercik zeigt. die die Anagoge erleichterte und die Trennung der Seele vom Körper vereinfachte. Zweitens: Bewegungslosigkeit und regloses Verharren durch Eingraben. T h e u r g y 2 2 2 . „indem [die Wesenheit des Helios] sie durch den warmen Hauch leicht emporhebt". w o beschrieben ist. auch Shaw.] μετάδοσις. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Wichtig ist. 123. die Besonderheiten der Darstellung des Lichtes als Kraft bei den späteren Neuplatonikern besser zu verstehen. daß bei Lewy und Majercik Konsens darüber herrscht. aufgenommen bei Majercik.] und macht [die Seele] unvermischt hinsichtlich der Materie. Oracles 38. (Frg.. daß die Verfasser der Orakel diese Übung eng mit Hekate verknüpft dachten.] καϊ α μ ι γ ή ττοιεΐ προς την υλην τω " . worauf die Verwendung der beiden B e griffe „ H a u c h " und „ w a r m " hinweist sowie deren Deutung bei Proklos als ζωής [. Oracles 188 zu Frg.99. Drittens: den Einsatz des στρόφαλος..Hekate. 306 Kingsley nimmt derartige Techniken fur den Apollon-Oulios-Kult an.
w e l c h e nach der B e f r e i u n g v o m W e r d e n trachten.99. h.2 zu S y n esios.1 7 3 a. w o r a u f bes. 310 In s e i n e m D i a l o g Phaidros 248 c2 b e n u t z t Piaton diesen B e g r i f f . O r a c l e s 188 zu Frg. d e n Z u s t a n d der inkubatorischen T r a n c e zu erfassen. r u f t es zu sich e m p o r u n d bringt es kraft ihrer b e l e b e n d e n u n d w u n d e r b a r e n Wärme z u m K e i m e n . völlig u n k ö r p e r l i c h e n . u. w i e w i r d sie da n i c h t a u c h m i t telst der unsichtbaren. B e trachte die Sache j e d o c h einmal ganz genau. u m die e m p o r f u h r e n d e W i r k u n g der richtigen N a h r u n g für die edle Seele zu beschreiben. w i e sich a u c h d u r c h eine Passage aus Iulians H y m n e n b e l e g e n läßt: Iulians Hymnos an die Mutter der Götter 1 7 2 a—c scheint sich gleichfalls a u f dieses O r a k e l zu b e z i e h e n u n d es direkt m i t d e n Strahlen der S o n n e u n d damit mit d e m L i c h t in V e r b i n d u n g zu setzen: " Ε ξ ω γ α ρ της α ι τ ί α ς η φησι τοις θεοϊς είναι το φ ω ς σ ύ ν δ ρ ο μ ο ν .c mit diesem O r a k e l in V e r b i n d u n g steht. Σ κ ό π ε ι δέ έναργ ώ ς · ελκει μεν άττό της γης π ά ν τ α και π ρ ο σ κ α λ ε ί τ α ι και β λ α σ τ ά ν ε ι ν π ο ι ε ί τή ζ ω π υ ρ ί δ ι κ α ι θ α υ μ α σ τ ή θέρμη. G a n z a b g e s e h e n n ä m l i c h v o n d e m G r u n d e . g ö t t l i c h e n u n d reinen O u s i a . w o n a c h das L i c h t fur e i n e B e g l e i t e r s c h e i n u n g der G ö t t e r gilt. De insomniis 6.T h e o r i e s .128. 3 1 0 A u s s o l c h e n W i r k u n g e n m u ß m a n n u n a u f ihre unsichtbaren K r ä f t e schließen. i n d e m sie die K ö r p e r bis ins Feinste sichtet. B e i d e B e g r i f f e schreibt Iulian i m f o l g e n d e n der g ö t t l i c h e n Kraft z u . Τ ά δη τ ο ι α ΰ τ α τ ω ν α φ α ν ώ ν α ύ τ ο ϋ δ υ ν ά μ ε ω ν π ο ι η τ έ ο ν τεκμήριαό γ α ρ εν τοις σ ώ μ α σ ι δια της σ ω μ α τ ο ε ι δ ο ϋ ς θέρμης ο υ τ ω τ ο ΰ τ ο ά π ε ρ γ α ζ ό μ ε ν ο ς . w e n n . leicht (κουφίζει).41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . A b s c h n i t t III.5. εχειν ο ϊ κ ε ί ω ς π ι σ τ ε υ τ έ ο ν τοις άφεθήναι της γ ε ν έ σ ε ω ς σ π ε ύ δ ο υ σ ι τάς ά ν α γ ω γ ο ύ ς α κ τ ί ν α ς η λ ί ο υ . Als S u b j e k t des Satzes ist allerdings die sich in den S o n n e n strahlen manifestierende ο υ σ ί α des H e l i o s zu verstehen. deren Z i e l es ist. Iulians Hymnos an die Mutter der Götter 172 b . die in ihren 309 M a j e r c i k . hier ist mit M a j e r c i k „ H a u c h " 3 0 9 als literarisch-philosophischer R e f l e x a u f eine kultisch-rituelle A t e m ü b u n g z u verstehen. Ο ΰ κ ο ΰ ν επειδή πέφηνεν ο ΐ κ ε ϊ ο ν μεν τοις θεοϊς τ ό φ ώ ς τοΰτο κ α ϊ τοις ά ν α χ θ ή ν α ι σ π ε ύ δ ο υ σ ι ν .5. In dieser anagogischen F u n k t i o n gleicht er damit der g ö t t l i c h e n Kraft. daß die e m p o r z i e h e n d e n Strahlen d e r S o n n e d e n j e n i g e n e n t s p r e c h e n d sind. Z u r B e d e u t u n g dieser Textstelle für das Verständnis v o n Iamblichs O c h e m a . der als L ö s u n g der Seele v o m K ö r p e r u n d als A n a g o g e b e s c h r i e b e n w i r d . Z u r V e r b i n d u n g dieser B e g r i f f e m i t der T h e o r i e des Seelengefährts. u n d sie m a c h t das. D i e S o n n e zieht alles aus der E r d e hervor. einen T r a n c e Z u s t a n d zu induzieren. was sich v o n N a t u r aus zu B o d e n n e i g e n will.2. w i e i c h a n n e h m e . die b e i Iamblich w a h r s c h e i n lich ebenfalls dazu dient.2. s. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. θέρμη in 172 b 2 und κουφίζει in 1 7 2 b4 hinweisen. D e n n w e n n sie so bei d e n K ö r p e r n d u r c h die k ö r p e r l i c h e W ä r m e diese W i r k u n g e n erzielt.und Kraftmetaphysik bei Iamblich 314 D. die sich a u f die Seele richtet u n d die sich in d e n Lichtstrahlen manifestiert. π ώ ς οΰ δια της ά φ α ν ο ϋ ς κ α ι α σ ω μ ά τ ο υ π ά ν τ η και θείας κ α ι κ α θ α ρ α ς έν ταϊς ά κ τ ϊ σ ι ν ιδρυμένης ο υ σ ί α ς ελξει κ α ϊ ά ν ά ξ ε ι τάς ευτυχείς ψυχάς. u . m u ß man glauben. D a ß sich Iulian tatsächlich a u f die C h a l d ä e r b e z i e h t erhellt a u ß e r d e m aus 1 7 2 d .2 z u Synesios. A b s c h n i t t III. 566. δ ι α κ ρ ί ν ω ν οίμαι π ρ ο ς α κ ρ α ν λ ε π τ ό τ η τ α τά σ ώ μ α τ α .Die Fortsetzung der Licht. De insomniis 6. κ α ι τα φύσει φερόμενα κ ά τ ω κουφίζει. 124 interpretiert a u c h dieses F r a g m e n t v o r s i c h t i g als R e - flex a u f e i n e rituelle A t e m ü b u n g . 566. die sich i m Licht manifestiert. Iulian übersetzt ihn m ö g - licherweise z u r ü c k in die b i o l o g i s c h e Sphäre des P f l a n z e n w a c h s t u m s .
.3 zu Frg. (Übs. weil sie nach der Trennung von der stofflichen Welt streben und daher leicht v o m anagogischen Licht erfüllt werden können.Hekate. die damit ihre D y n a m i s ausmachen. Lichtmetaphysisch ist die gegenseitige Durchdringung lichthafter Kräfte aufgrund der Stofflosigkeit und Uberräumlichkeit der Dynamis ebenfalls völlig problemlos vorstell311 V g l . also auch fur die Chaldäischen O r a k e l eine A r t L o g o s . 4 In Ale. Lösbar ist das Problem.L i c h t . U. 3. A P M M 255. . A b s c h n i t t III. 314 A u f sie n i m m t Iulian explizit mit ελξει und άνάξει in 172 c i B e z u g .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . ] τοιαύτα [ . daß der A s p e k t der Seele bestimmt wird. 201 die auf d e n K o s m o s w i r k e n d e n Ideen. da sie dessen Bewegungsimpuls mit dem ihrigen aufnehmen.5. die durch ihre W i r k u n g e n b e z e u g t werden (eben die τεκμήρια). . 125. u m deren W o r t e zu gebrauchen. In 172 c i erwähnt Iulian dann die ο υ σ ί α des Helios. s. Licht und Wiederaufstieg der Seele 315 Strahlen liegt. auf die sich auch Iulian bezieht und die er den Sonnenstrahlen angleicht. (Frg.99. Majercik) Unter den „leicht zu lösenden Lichtpartikeln / Lichtstrahlen" sind meiner Ansicht nach die menschlichen Seelen zu verstehen.Abschnitt III. w e n n m a n die lichthaften Einzel-Seelen nach plotinischer Vorstellung quasi als Träger der die Materie gestaltenden L o g o i auffaßt. die darnach streben.2. . . daß Feuer und Blitze reinigen u n d zu d e n G ö t t e r n erheben. V g l .128.1. In 172 b4 ist direkt v o n δυνάμεις die R e d e . damit die Vorstellung. der leicht zu lösen ist: das G e f ä h r t der Seele. 315 Sie sind im chaldäischen Sinne „leicht zu lösen". Asmus. . Kaiser Julians philosophische Werke 196) Iulian verbindet direkt die Beobachtung biologischer Phänomene 3 1 2 mit dem metaphysischen Ousia-Dynamis-Energeia-Schema 3 1 3 und den kultischen B e mühungen der Theurgen 3 1 4 . Oracles 189 versteht dagegen unter den ευλυτα φ έ γ γ η in U b e r e i n s t i m m u n g mit Lewy. 315 M a j e r c i k . die glückseligen Seelen e m p o r z i e h e n und e m p o r f u h r e n . dazu s. die sich in ihren Strahlen. daß einerseits dieses Licht d e n G ö t t e r n sowie d e n j e n i g e n w e s e n s v e r w a n d t ist. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 125. ] τεκμήρια. u m a u f die Ousiai der D ä m o n e n zurückzuschließen. D i e Parallelen zu Iulian beachten w e d e r L e w y n o c h Majercik.4 : durch das Licht b e w i r k t die Sonne Werden und Wachstum. das gut das Ineinander von kultischen und lichtmetaphysischen Vorstellungen zeigt: ό δέ δις π α ρ ' αύτοΐς (sc. εΰλυτα φέγγη. eingründet u n d w i r k e n d entfaltet. In diesen Kontext fugt sich Frg. 509 b i . M e i n e T h e s e läßt sich n o c h d a h i n g e h e n d präzisieren.2 Z u g l e i c h schreibt Iulian diese B e o b a c h t u n g Piaton zu.2.3 Das S c h e m a ist gut zu erkennen: ποιεί und κουφίζει markieren die Energeia.K o n t i n u i t ä t annimmt. Oracles 2 1 1 9 A n m . w o Iamblich das Schema gebraucht. auf dessen S o n n e n g l e i c h n i s er sich in 172 d hinsichtlich des Sehens beruft. R . o. Kingsley. e m p o r g e f u h r t zu werden. 3 " Es hat sich also ergeben. D e r [bei d e n Chaldäern] sogenannte Doppelt-Jenseitige g e w ä h r t den W e l t o r d n u n g e n an sich Anteil und sät „leicht zu lösende (εΰλυτα) Lichtpartikel / Lichtstrahlen (φέγγη)" v o n o b e n herunter aus. . in 172 b4~ 5 zusammengefaßt mit τά [ . Majercik ein." ίνα καϊ τοις εκείνων χ ρ ή σ ω μ α ι ρήμασιν. τοις Χ α λ δ α ί ο ι ς ) έπεκεινα μεταδίδωσιν εαυτού τοις κ ό σ μ ο ι ς και κατασπείρει " . 3.
1 zu Proklos. s. indem sie. Majercik) — kommt auch denen zu. Theol.316 Die Fortsetzung der Licht. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.2.o. 7. Hekate als Tochter des Helios anzusehen (s. da nach Proklos „der warme Hauch Mitteilung von Leben" (τό [. die Lichtstrahlen. Abschnitt III.48. Majercik vorschlägt.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 316 Vgl. wie Psellos annimmt. einmal im Sinne der Loslösung einer lichthaften Seelenkraft oder eines Seelenaspekts vom Stofflichen. 3 1 6 Erst in Verbindung mit dem rituellen Kontext der Anagoge aber wird die Junktur von εΰλυτα und φέγγη verständlich.128. u. 124. Der Doppelt-Jenseitige bezeichnet die Wirkung. können Sonnenstrahlen und Hekate aufgrund metaphysischer Überlegungen gleichgesetzt werden. 318 Das gilt bereits für die traditionelle Vorstellung der Hekate. o. 3 1 9 Weiterhin erinnert der Begriff μετάδοσις für sich genommen an die Funktion des primären Lichtes. die dieselbe Wirkung erzielen. alles mit Licht und Leben erfüllt. ergibt sich damit. die Dynameis als dieselben anzusehen sind. die Hekate als „warmer Hauch" besitzt. So besitzen Hekate und die Sonnenstrahlen dieselbe Wirkung. Johnston.5. Abschnitt III. Plat. der auf die Verbindung zwischen αναπνοές und εΰλυτος hinweist. 319 Die Möglichkeit.2. Lewy. im Gegensatz zur Durchlichtung der dunklen Materie oder des Körperlichen.2. die wie gezeigt auch für die späteren Neuplatoniker ihre Gültigkeit behält. aber für φ έ γ γ η εΰλυτα eine völlig andere als die von mir vorgeschlagene B e d e u tung sucht. 317 In beide Kontexte ist auch Hekate als verbindende Kraft integriert. weist auch der dynamische Aspekt der Ousia des Helios. Oracles 2 204 Anm. Dieselbe Disposition — εϋλυτοί είσιν (Frg. Anm. das „Teilhabe" (s. 124. 123. 317 Erst Iamblich wird sie gleichsam durch seine Ochema-Theorie erklären können. wie der Text aus Iulians Hymnos an die Mutter der Götter zeigte. 318 Dieselbe Wirkung.) bedeutet. Johnston. 8. s. II. Hekate 23 A n m . als „warmer Hauch" zu verstehen ist. die entspr. zum anderen im konkreten Ritual im Sinne der Herbeiführung der Loslösung des Mysten von seinem „normalen" Bewußtseinszustand durch Atemübungen.2) erleichtert natürlich vom Mythologischen her diese philosophische Gleichsetzung.und Kraftmetaphysik bei Iamblich bar.] 'πνεΰμα τό θερμόν' ζωής έστι μετάδοσις. auf. U n d da nach der platonischen Dynamisdefinition. Hekate 62-70. die vor der grundlegenden Struktur des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas erörtert wird (Frg. Abschnitt III.4. weil sie alles mit Leben erfüllt. vgl. ο.. die Proklos zu Frg. 125. die alles mit Wärme und Leben erfüllen. Majercik). Für diese Bedeutung im Kontext der Chaldäischen Orakel s. o. εϋλυτος bedeutet beide Male „leicht zu lösen". die durch Atemübungen die Herbeiführung des tranceartigen B e wußtseinszustandes erleichtern.. 9—19) und ebenso strukturierendes Mittleres ist. s.99. Zusammen mit der Deutung. da sie sich aus der traditionellen Lichtmetaphysik allein nicht erklären läßt und offenbar auch erst mit den Chaldäischen Orakeln auftaucht. daß Hekate. die Hekate als Dynamis aus sich hervorbringt.
In ihr und dem Licht fließen Elemente der kultischen Praxis. die Integration sowohl von Licht als auch der Göttin Hekate. traditioneller Mythologie und deren philosophische Explikation zusammen. Licht und Wiederaufstieg der Seele 317 So ermöglicht das Moment des verbindenden und vermittelnden Wirkens. schreibt Lewy dem Initianden die Rolle dessen zu. So gewährt sie Anteil oder. 321 Lewy.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . die sich u. platonisch formuliert. Mythologie und Kultpraxis durchdringen und wechselseitig beeinflussen. Teilhabe am Höheren. der „die Rolle der toten Person übernimmt". Mit diesem Instrumentarium interpretierten die Neuplatoniker wiederum die Texte der Chaldäischen Orakel. Im folgenden liegt meiner Interpretation der Chaldäischen Orakel Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.128. in der Proklos die homerische Darstellung der Bestattung des Patroklos durch Achilleus als Beschreibung des chaldäischen Initiationsrituals interpretiert. Neben den rituellen Atemtechniken besitzt möglicherweise auch die Technik des regungslosen Verharrens (in einer Höhle) eine Entsprechung im chaldäischen Ritual: 320 Ausgehend von der bereits bekannten Proklos-Stelle. in denen sie entsprechende Strukturen vorzufinden glaubten. Meiner Ansicht nach bot sich in diesem Zusammenhang Hekate in ihrer kultischen Funktion als κουροτρόφος besonders für eine Funktionalisierung innerhalb einer philosophischen Deutung rituellen Geschehens an.als höher angesehenen — Bewußtseinsebene erleichtern und dorthin fuhren. als literarische Darstellung kultischer Abläufe und Erlebnisse verstehen lassen. in dem sich Lichtmetaphysik.99. ö. das auf der metaphysischen Dynamiskonzeption beruht. a. was mit ihm zusammenhängt.). in die verschiedensten Kontexte.Hekate. nämlich im Ritual zwischen dem Göttlichen und dem Theurgen oder einem Mysten. so hilft Hekate dem Mysten als κουροτρόφος auf dem Weg zur göttlichen Einsicht. Denn in ihrer kultischen Rolle wirkt sie ebenfalls vermittelnd zwischen einem Höheren und einem Niedrigeren. Sie ist als κουροτρόφος gleichsam die sprachliche und mythologische Chiffre für diesen Weg zur Erkenntnis und alles. Oracles 2 209. wie das primäre noetische Licht des Proklos. 321 Zu diesem Zweck wird dessen Körper mit Erde bedeckt. so daß 320 Kingsley hat dieses Verharren als wesentliches M o m e n t des Apollon-Oulios-Kultes herausgefunden (Wisdom 79—80 u. Diese kultische Funktion bedingt außerdem ihre und des Lichtes Verbindung zu den Atemtechniken: Wie diese Techniken in realiter das Erlangen einer anderen . Die Gleichsetzung oder enge Assoziierung der Göttin mit der Licht-Dynamis als entsprechend modularem und vielseitigem Funktionsträger ergibt zumindest in den Texten der späteren Neuplatoniker einen Vorstellungskomplex. die beide zumindest bei den späteren Neuplatonikern eindeutig als Dynameis aufgefaßt werden.
oder zumindest einem speziellen Aspekt der Seele gleichzusetzen ist. O r a c l e s 2 3 8 ..3 9 zur Position des T h e u r g e n i m R i t u a l u n d Kingsley. van d e n B e r g . O f t e n it was a cave. 118 entspricht. Als Ziel der Aufwärtsbewegung. die durch das wärmende Licht emporgehoben wird. . O r a c l e s 186 zu Frg. daß τό [. .] σπέρμα. e m p o r strebenden Seele. W i s d o m 8o) 324 Frg. 322 Erst danach erfolgt die Trennung der Seele v o m Körper. 3 2 7 gibt L e w y s D e u t u n g in Oracles 2 2 0 7 . d e r ü b e r diesen V o r g a n g w a c h t u n d die H i l f e s u c h e n d e n b e i m V o l l z u g der I n k u b a t i o n unterstützt. Frg. Majercik thematisiert diese Praxis hinsichtlich ihres Ziels: es geht darum. M a j e r c i k ist die R e d e davon. vgl. daß. A n d [ . die als symbolisches Sterben rituell begangen wurde. 132. ] Y o u ' d just have to surrender to y o u r c o n d i t i o n . daß der Myste bei diesem Vorgang regungslos zu verharren hatte und sich — sobald er vollständig eingegraben war — nicht mehr bewegen konnte. W i s d o m 7 7 . 327 κ ο υ φ ί ζ ε ι ν ist das Ä q u i v a l e n t des β λ α σ τ ά ν ε ι ν π ο ι ε ί bei Iulian. die i c h u m die Ergebnisse Kingsleys ergänze. Es läßt sich leicht vorstellen. T h e u r g i e 224 zieht einen offensichtlich ähnlichen T r a n c e z u s t a n d als eine Interpre- t a t i o n s m ö g l i c h k e i t v o n De Mysteriis 86. 509 b3.8 0 zu d e n A u f g a b e n des φ ω λ α ρ χ ό ς . also des Priesters. das w i e d e r u m d e m α ύ ξ ή - σ α ι in d e r E i n l e i t u n g des Synesios zu Frg. V g l . 322 V g l .326 und der Ähnlichkeit des Themas vermuten. 324 Shaw. 118. . vgl. die in allen Texten aus dem Bereich der Biologie entnommen ist. [ . der Strabo zitiert. 1 1 8 . a u c h α ΰ ξ η ν als L i c h t w i r k u n g in R .and eventually t h e y ' d have a vision. 5 . ] W h a t ' s i m p o r t a n t is that y o u w o u l d d o absolutely n o t h i n g . mit dem εΰλυτον φέγγος als der lichthaften. daß sich auch die Priester der Chaldäer der Praxis der Inkubation.128. 325 V g l . das zum Wachsen gebracht wird.99. Y o u w o u l d lie d o w n as if y o u w e r e dead. ] they'd enter a state described as neither sleep n o r w a k i n g . B e c o m i n g like g o d 199 f. der Initiand zu schweigen hatte. bedient haben. Strabo beschreibt d e n Z u s t a n d des H i l f e s u - c h e n d e n als d e n d e r Stille: καθ' ή σ υ χ ί α ν μένειν! 326 In Frg. daß das leicht zu l ö s e n d e L i c h t eingesät w e r d e : κ α τ α σ τ ι ε ί ρ ω z u d e m als A k k u s a t i v o b j e k t Ευλυτα φ έ γ γ η g e h ö r e n . 325 Ein weiteres Indiz dafür. Kingsley. 125. 323 D e r T h e u r g e ü b e r n i m m t dann die F u n k t i o n des φ ω λ α ρ χ ό ς . w o m ö g l i c h während dieser Phase der Initiation. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. . L e w y .2 0 9 z u g r u n d e . 323 von dem Kingsley berichtet: T h e y w o u l d lie d o w n in an enclosed space. W i s d o m 82. 123 als κουφίζειν beschrieben wird.und Kraftmetaphysik 318 bei Iamblich nur der K o p f unbedeckt bleibt. [ . D i e Wendungen der Fragmente 123 und 125 in Verbindung mit den Erläuterungen Iulians lassen aufgrund der Ähnlichkeit der M e taphorik. (Kingsley..Die Fortsetzung der Licht. die in Frg. .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . auf welche Weisen der „Samen von innen heraus" zum Wachsen g e bracht werden kann.1 4 heran u n d vergleicht ihn m i t d u r c h Y o g a e r r e i c h ten B e w u ß t s e i n s f o r m e n . . Dies ist die Voraussetzung für den Z u stand des φωλεύειν. Majercik macht zudem deutlich. M a j e r c i k .
u n d w e n n es 328 S. 118 bedeutet dies.4.Hekate. 93 und 189 zu Frg. Chaldäische O r a k e l 61 A n m . w i e die vorbereitete und lichthaft vorgestellte Seele des Mysten eine Epiphanie der als Licht aufgefaßten Göttin Hekate erfährt. da ρευστόν die Materie charakterisiert. Abschnitt III. . vgl. a. Licht und Wiederaufstieg der Seele 319 Frg. 32' Kingsley. w i e Burkert es allgemein für die Mysterienriten formuliert. M a j e r c i k .2 u. das S y m b o l / Erkennungszeichen des Lichtes (γνώρισμα φάους) zu erfassen. 118 an. M a j e r c i k selber deutet Frg. ] σ ώ μ α weist auf d e n stofflichen K ö r p e r hin. Eine Möglichkeit dazu besteht darin. Oracles 2 440 A n m . 198. .. 1). ist diese άλκή also sein Licht. τίς αν α'ίσθησις η π α ρ α κ ο λούθησις η ε π ι β ο λ ή οικεία π α ρ α γ έ ν ο ι τ ο τ ω καταδεχομένω τό θείον π υ ρ . I. ώ ς μηδεμίαν οίκείαν ένέργειαν δύνασθαι διαπράττεσθαι. ρευστόν [ . 128. M a j e r c i k hinweisen: „ [ . oder. 329 A n g e w e n det auf Frg. der den Mysten erfüllt (s. w o f ü r einiges spricht. Es geht.128. z u m A i o n als D y n a m i s des Einen und L e w y .2. 3 2 8 Sollte Helios-Apollon Subjekt dieses Satzes sein. 128 stärker theoretisch als R e i n i g u n g bzw. daß der A b s c h l u ß der rituellen H a n d l u n g nicht u n b e d i n g t mit d e m E n - de der spirituellen B e w e g u n g des M y s t e n zusammenfällt. .330 Genau diesen Zustand beschreibt auch Iamblich in De Mysteriis: El γ α ρ π α ρ ο υ σ ί α τοΟ τ ω ν θεών π υ ρ ό ς και φωτός τι είδος άρρητον εξωθεν επιβαίνει τ φ κατεχομένω. Oracles 177 zu Frg. daß auch in diesem Fragment eine mythologisch-lichtmetaphorische Beschrei- bung der Inkubationspraxis vorliegt. III. 330 Z u beachten ist. W i s d o m 80-83 bestimmt als Z i e l der Inkubation u.epopteia' in the course of a Chaldaean sacrament o f i m m o r tality" (Oracles 2 203). D i e άλκή einer Gottheit ist ihre Dynamis. den L e w y treffend charakterisiert als „the spiritual experience o f . Weitest du d e n feurigen G o t t z u m W e r k der F r ö m m i g k e i t . o. denn er ist letztendlich der Gott.4. daß Helios / A p o l l o n den Schlafenden v o n seiner eigenen Kraft einpflanzt: τους δέ και υπνώοντας Ιής ένεκάρτπσεν άλκής. 24—212. u. .4 zu Prokl. R e t tung des Seelengefährts (όχημα). eine bestimmte spirituelle Erfahrung zu machen. daß das Fragment beschreibt. κ ύ κ λ ω τε π α ν τ α χ ό θ ε ν έν έαυτω συνείληφεν. die H e i l u n g w i r k l i c h e r Krankheiten durch ein Erfassen des G ö t t l i c h e n . 2 1 1 . 128. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. D e n n w e n n die A n w e s e n h e i t des Feuers der Götter u n d eine unsagbare F o r m / A r t des Lichtes v o n a u ß e n den Ergriffenen [wie ein Gefährt] besteigt (επιβαίνει). die A n m . In T i m . ] .99. daß die Formulierung φάους γνώρισμα λαβέσθαι den Zustand meint. Was aber könnte damit gemeint sein? D i e Wendung ύπνώοντας läßt erkennen. Ich vermute daher. dem Hekate als κουροτρόφος in jeder Phase beigeordnet ist. 14 u n d C r e m e r . Hekate." έκτείνας π ΰ ρ ι ο ν voüv έργον έ π ' εύσεβίης kann mit der Freisetzung der als leicht zu lösendes Licht verstandenen Seele durch A t e m ü b u n g e n gleichgesetzt werden. wirst du auch den fließenden K ö r p e r retten. sondern die Voraussetzungen schafft.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . A u f eine derartige W i r k u n g auch des chaldäischen Rituals k ö n n t e Frg. π λ η ρ ο ί τε αυτόν δ λ ο ν έπϊ κράτει. u m eine „Erfahrung des Heiligen" (Antike Mysterien 18) in Form einer Epiphanie. die Tochter und Dynamis des Helios. m y t h o logisch formuliert. und sich damit auf den Abschluß des gesamten Rituals bezieht.
wörtlich aufgenommen hat. Dabei scheinen beide Philosophen die Eigenschaften des πανταχού π α σ α . 8 . Allerdings nimmt Iamblich hier meiner Ansicht nach ein wesentliches Kennzeichen der Epiphanie der Hekate auf. zu nutzen.1 4 . so daß man den Eindruck erhält.9 1 ) " ' Es scheint zum einen. bewahrt aber gleichzeitig die Transzendenz der Ousia des Göttlichen. III. rauschenden Lichtes: φως ροιζαΐον έλιχθέν. 333 Iamblich kombiniert zu diesem Z w e c k in dieser Beschreibung lichtmetaphysische Vorstellungen und die aristotelische Nousspaltung.2. die z u gleich ein Erfüllen ist. u . Stellung 116. T h e u r g i e 192.und Kraftmetaphysik bei Iamblich diesen ganz erfüllt und ihn e i n n i m m t u n d ihn r u n d u m v o n allen Seiten in sich selbst u m f a ß t hält. 332 und betont gleichzeitig die Passivität des Mysten gegenüber der Gottheit. 332 Siehe N a s e m a n n . in der sich Hekate manifestiert.128. A b s c h n i t t III. 146. der [so] das Feuer e m p f a n g e n hat. Abschnitt I. diese Vorstellung weiter zu erklären. daß Proklos in seinen Erläuterungen zu Frg. A m wichtigsten aber dürfte die R i c h t u n g seines Wirkens sein. 122 der Chaldäischen Orakel Iamblichs Beschreibung z. 6 . T h e u r g y 8 9 . die wie bei Aristoteles so auch bei Iamblich Transzendenz sichert. denn auch er spricht von einer allseitigen Umfassung v o n Licht. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. eine eigene W i r k u n g zu w i r k e n . bringt ein weiteres metaphysisches T h e o r e m in einem religiösen Kontext zur A n w e n d u n g . die auf ihn einwirkt. 334 Z u m E i n f l u ß der aristotelischen Nousspaltung auf Iamblich vgl. Daher kann er in dieser Hinsicht leicht mit dem göttlichen Licht Iamblichs assoziiert werden.320 Die Fortsetzung der Licht.99.2). w e l che W a h r n e h m u n g könnte es dann n o c h g e b e n fur einen.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Z u d e m vergöttlicht Aristoteles den wirkenden N o u s in seiner Lichthaftigkeit. eben „ v o n a u ß e n " .2. 146 ist die Form. u m diesen Zustand zu klassifizieren. denn in Frg. die Iamblich durch die Kombination der beiden M o m e n t e des „ v o n außen Besteigens" bei gleichzeitiger Erfüllung von innen aufbaut. S h a w . 334 Zum anderen betont Iamblich deutlicher als Proklos das M o m e n t des Kreises: κύκλω πανταχόθεν. 331 Z u r Interpretation dieses Textes im Z u s a m m e n h a n g mit Iamblichs Ochema-Theorie s. D i e aristotelische Theorie des νους ποιητικός. vgl. hilft. so daß er nicht m e h r in der Lage ist. die in Frg. der von außen auf den νους π α θητικός einwirkt. T h e u r g y 90—101. o. So vergleicht b e reits Aristoteles den νους ποιητικός mit dem Licht (s. Die Spannung. die das Licht aufgrund seines Dynamischarakters besitzt.T.5. die des wirbelnden. D e n n das Licht als Dynamis wirkt zwar auf den M e n schen. S h a w . (Myst. 333 D a z u vgl. 1 1 3 . wobei die Ergänzung κύκλω zu πανταχόθεν auf den ersten Blick redundant erscheinen mag. Majercik geschildert wird: das der Kreisbewegung. εξωθεν verhindert in diesem Fall die Vorstellung einer vollständigen Immanenz der göttlichen Kraft. Stacker.
99. Oracles 2 242 und 242 Anm. die wiederum auch in der Metaphysik der Orakeltexte ihren Niederschlag finden. Anm.Hekate. die Verbindung mit dem Göttlichen zu verwirklichen. 335 Da also die Epiphanie der Hekate κουροτρόφος in der Form des kreisenden Lichtes und der Punkt des Rituals.2 Strophalos und Epiphanie der Hekate Die bisher aufgezeigten Äquivalenzen weisen darauf hin.5.2. So bleibe ich hinsichtlich der Funktion des Spermas in Ubereinstimmung mit Majercik. in die sich der Theurge einfügen kann. dazu auch Johnston. Majercik entsprechen. Hekate 1 1 1 . 336 Majercik. 1 1 8 fuhrt zwei andere Interpretationen dieses Begriffs an: Sie interpretiert das σπέρμα als den höchsten und göttlichen Aspekt der Seele. daß die Anhänger des Kultes der Chaldäischen Orakel ein Ritual vollzogen. Shaw weist dabei auf die Entsprechung zwischen Kreisbewegung und dem Göttlichen und Intelligiblen hin. Oracles 186 zu Frg. aufweist. 337 ist nun danach zu fragen. welche weitergehenden Wechselwirkungen zwischen Kult und metaphysischer Reflexion möglicherweise stattgefunden haben.2. Kreisbewegung und Epiphanie der Hekate aus dem Ritual erklärt werden kann. unten die entspr. in III. wie diese Kombination von Licht. 337 Der „unsagbaren Form des Lichtes" (φωτός τι είδος άρρητον) könnte vor diesem Z u sammenhang die „unsagbare Kraft" (απόρρητος δΰναμις) des Schwingkreisels der Hekate aus Frg. der φάους γ ν ώ ρ ι σ μ α als die Phänomene deutet. eine in der Kreisbewegung zum Ausdruck kommende Verbindung besitzen. Vgl. daß es ebenfalls strukturelle Entsprechungen zum Apollon-Oulios-Kult bzw.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .1 3 3 und unten Abschnitt III. in dem sich wesentliche Aspekte des von Kingsley rekonstruierten Apollon-Oulios-Kultes wiederfinden. 206. Der Beschreibung und Deutung dieses Rituals und seiner Wirkung auf das menschliche Bewußtsein dienen in den Chaldäischen Orakeln selbst und in späteren Texten u. u. indem er sich mit der Kreisbewegung der Sterne harmonisiert. D i e semantische Polyvalenz der Orakelsprache läßt aber wie ich meine auch die von mir vorgeschlagene Deutung zu. Seine Funktion sieht sie darin. 336 beschreiben.128. den die Chaldäischen Orakel als ψάους γνώρισμα λαβέσθαι.2. den nächsten Abschnitt. 56 am nächsten. Bezüglich des als φάους γνώρισμα gefaßten Abschlusses dieses chaldäischen Rituals ist daher zum einen anzunehmen. dessen Zweck. T h e u r g y 90—91. der Erlangung einer bestimmten Form spiritueller Erfahrung. der auf dieser Ebene dem άνθος voü korrespondiert. zu untersuchen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. s.2. Ich stehe mit meiner Deutung Lewy. a.2. Licht und Wiederaufstieg der Seele 321 als rezipiere Iamblich έλιχθέν in seinem κύκλφ. 335 Z u r Bedeutung des Kreises in der Seelenlehre Iamblichs siehe Shaw. III.5. Im Zuge dieser Erörterung bietet es sich folglich auch an. Dasselbe wird aber auch durch die Epiphanien des Göttlichen in der Seele bewirkt. und daß es zum anderen durch Hekate und Lichtbegriffe beschrieben wird. die diesen Begriff jedoch aus der metaphysischen Perspektive interpretiert. die der eigentlichen Epiphanie vorausgehen.4. Vgl. die literarische Funktionalisierung der G ö t tin Hekate und die mit ihr eng verknüpfte Lichtmetaphysik.
Wisdom 80.Vgl. um gleichsam als dessen Medium zu dienen.4 1 . Er sei im folgenden etwas ausführlicher zitiert.128. Da der Zustand der Erfüllung als Erleuchtung und auch als allseitiges περιλάμπειν beschrieben wird und er Ziel einer realen Kulthandlung ist. Antike Mysterien 18 u. weil das Licht als unverfälschte Manifestation des Göttlichen galt. Shaw. Wisdom 1 1 2 und Shaw.1. 6 . u. A u f diese kultische Praxis weist bereits Lewy in allgemeinerer Form hin. Unter dem zu empfangenden Gott ist. Theurgy 224 zieht den Vergleich mit einem durch Yogaübungen induzierten kataleptischen Zustand in diesem Kontext heran. ist κατέχεσθαι. wenn der T h e urge oder Myste in diesen Zustand gerät. im vorigen Abschnitt. Der δοχεΰς empfängt die Einwirkung des Göttlichen gleich einem Gefäß. mit welchen Mitteln dieser Zustand sprachlich beschrieben wird und welche Verbindungen es auf dieser Ebene zur Lichtmetaphorik und zur Lichtmetaphysik gibt. die diesen Zustand bezeichnen. und um diese Ekstase zu umschreiben. Einer der griechischen Begriffe. Ob ein Zusammenhang zwischen dieser Vorstellung und dem δχημα als deren philosophischer Explikation vorliegt. Abschnitt II. 1 1 0 bezeichnet er diesen Zustand mit „to be at home . Vergleichbar ist dieser Zustand wohl am ehesten mit dem Phänomen der schamanistischen Trance. Myst. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.99. 75-96. a. 1 2 1 . Der über diesen Zustand herrschende Gott war Apollon. 340 so daß auch hierin eine Entsprechung zum Mystizismus des Apollon-Oulios-Kultes vorliegt. darf weiterhin ebenfalls vermutet werden. 340 Siehe Lewy. U.Abschnitt III. daß dem Mysten im Ritual die Rolle zukam. 339 Siehe Kingsley. 122 und 128.322 Die Fortsetzung der Licht.5). noch einmal ins 338 Kingsley.o. wie Kingsley. auch Apollon zu vermuten. daß das Ziel der Inkubation als Erfüllung mit dem Göttlichen bestimmt wird. 5 . 341 Vgl. Theurgie 159. 3 3 9 Lewy wiederum zeigt für die Chaldäischen Orakel.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .. 8 . wo offensichtlich ebenfalls ein theurgischerTrance-Zustand beschrieben wird. in another reality as well"... Es steht also zu vermuten. wie aus Iulian deutlich wurde (s.5. was gut zu den Fragmenten paßt.] what holds everything together and doesn't change". „den Gott aufzunehmen". 122 legen dieses Verständnis nahe. Auf S. um Iamblich. Besonders De Mysteriis 1 1 1 . Majercik. Oracles 2 40 zeigt. was erfahren wird. die die Anagoge als Erleuchtung und Erfüllung mit Licht ansehen. Frgg. aus der sich die inkubatorische Trance ergibt. Oracles 2 3 9 .o. gebrauchten die Griechen Formulierungen wie „besessen von Apollon". 341 Diese Art der Darstellung liegt schon deshalb nahe.und Krafimetaphysik bei Iamblich Grundsätzlich bestimmt Kingsley als Ziel der rituellen Inkubation einen „anderen Zustand des Bewußtseins und einen anderen Zustand des Seins". wie Lewy. s. Z u m möglichen peripatetischen Hintergrund der δχημα-Durchlichtung s. 89.1 4 zu interpretieren.1 2 und Proklos' Deutung von Frg. Wisdom 113—115 feststellt. 1. ist später zu untersuchen. auch Burkert. daß auch in der Kultpraxis reales Licht als Manifestation göttlicher Kraft in einer bestimmten Form eine wesentliche Rolle gespielt hat. als „consciousness itself [. 1 1 3 . um die rituelle G e samtsituation. werde ich mich darauf beschränken zu untersuchen. 338 Ohne weiter darauf eingehen zu wollen..
3 in den Vv. is bidden to lie down upon the ground and to cover up his body. der zur Erzeugung dieser Lichteffekte eingesetzt wurde. die als kostbares Licht vorgestellt werden. Kritisch ist zu Lewys Darstellung anzumerken. Er kommt höchstwahrscheinlich zum Einsatz.] marches towards the streams of light which begin to shine before him and appear to extend indefinitely upwards.1 5 . inhales its divine substance.] Then the initiate [. ώς δύναμιν απόρρητον εχουσαν.128. Oracles 2 207-208. Damit werden Anruf und Bitte an die Götter um Hilfe und Erlösung wiederholt. After this the second act of the consecration begins. but not his head. weiterhin ναι λίτομαι δότε χείρα in V.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . während sie selber die zu ihrer B e schreibung verwendete Begrifflichkeit beeinflußt hat: The neophyte. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. invocations. Auch dieser Hymnos weist prägnante Wiederholungen auf: χαίρε in den Vv. Διδάσκει ουν την τελετήν ένεργεϊν. daß die auffälligen Wiederholungen eine Art bewußtseinsverändernde Wirkung besitzen und versteht sie als „words of power" (Wisdom 120—121). Denn sie wird in den zu behandelnden Fragmenten theoretisch fundiert und literarisch thematisiert.1 5 .99. we shall perhaps be able to realize the sensual effect produced by the theurgical ritual upon the excited imagination of the neophyte. [. dessen Interpretation mitübersetzt wird: "ένέργει περί τον Έκατικόν στρόφαλον. Burkert. daß in dieser Situation Hymnen vorgetragen wurden. Sacrifices for the dead are offered up as he lies. has the impression that the solar ray draws up his soul and unites him with the centre of cosmic harmony. 8 und 1 1 .3 und 1 3 . Diese Beobachtung läßt sich leicht auf den Hymnos und in diesem Fall speziell auf den Hekate-Ianus-Hymnos von Proklos übertragen. während der Myste. by numerous luminous visions. ητοι την κίνησιν τοΰ τοιούτου στροφάλου. So nimmt Kingsley in seiner Interpretation von Frg. überhaupt die wörtliche Wiederholung der Vv. daß er möglicherweise gerade bei der Beschreibung der Rolle des Lichtes im R i tual die metaphysische Exegese ritueller Handlungen und Texte als eine Art „Tatsachenbericht" interpretiert hat.. Licht und Wiederaufstieg der Seele 323 Auge zu fassen. das bei Psellos überliefert ist. and filled with it. Majercik. If we take account of the fact that this symbolic representation was accompanied by magical operations. who by a strictly ascetic mode of life has prepared himself for the principal sacrament and has undergone the prescribed lustrations. vgl... This sacramental action represents his bodily death. enters the cone of light. der στρόφαλος. 1 des parmenideischen Lehrgedichtes an. 342 Ein Gegenstand der magischen Praktiken. 1 .Hekate. recitals and above all. bis auf den K o p f mit Erde bedeckt. 343 Man kann wohl ebenfalls davon ausgehen. das sogenannte „ R a d der Hekate". dessen Verwendung während der Kulthandlung des chaldäischen Initiationsrituals oben erörtert wurde. 342 Lewy.." . the separation of the soul from the body and its elevation leading to the union with the mystic ray. läßt sich gut bestimmen: es ist eine Art Schwingkreisel. unter Ausübung spezieller Atemtechniken aber ansonsten reglos und schweigend verharrt. 1 3 . 343 Von seinem Einsatz und seinem Wirken berichtet Frg. 1 . Antike Mysterien 76 und 95 zu den Arten der die Mysterienriten bestimmenden Techniken und ihrer Wirkung.. 206..
lassen sich interessante L i c h t e f f e k t e a u f i h m selbst v e r m u t e n . 1. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. ην ό Χ α λ δ α ϊ ο ς π ε ρ ί τ ο ν έ π τ ά κ τ ι ν α θεόν έ β ά κ χ ε υ σ ε ν ά ν ά γ ω ν δι' α ύ τ ο ΰ τάς ψυχάς. die Initiation zu v o l l f u h r e n .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .324. die n i e m a n d [sie] b e k a n n t sind u n d n a m e n t l i c h d e m P ö b e l n i c h t b e k a n n t sind. w o b e i der Bewe- ein Ton w i e v o n e i n e r H i r t e n f l ö t e z u h ö r e n ist.9 5 u n d bes. a u ß e r d e m L e w y . D e s h a l b w i l l i c h darüber s c h w e i g e n . . 347 B e s c h r i e b e n w e r d e n diese P h ä n o m e n e u. d e r d e m d e r H i r t e n . U b s . E s s c h e i n t s i c h b e i m σ τ ρ ό φ α λ ο ς also u m e i n e n K u l t g e g e n s t a n d z u han- deln. H e k a t e 9 0 . V i e l l e i c h t ist sogar Iulian.9 1 . H e k a t e 91 u n d 107. Kaiser Julians philosophische W e r k e 157). 346 D a der σ τ ρ ό φ α λ ο ς nach Psellos' B e s c h r e i b u n g aus G o l d u n d in der M i t t e m i t e i n e m Sa- phir besetzt war. u m d u r c h i h n die S e e l e n e m p o r z u f u h r e n . p f e i f e n d e r T o n z u h ö r e n . W i s d o m 124—126 arbeitet sie deutlich heraus u n d bettet sie i m f o l g e n d e n in ihren k u l t i s c h e n K o n t e x t ein.128. 345 S i e h e J o h n s t o n . a. ] [Das O r a k e l ] lehrt also. die d u r c h u m l i e g e n d e s Fackellicht verursacht w u r d e n u n d d e n optischen E f f e k t seiner W i r b e l b e w e g u n g steig e r t e n . κ α ι μ ά λ α γε ά γ ν ω σ τ α τ ω σ υ ρ φ ε τ ω . I y n x u n d Strophalos sind durchaus e i n a n d e r ähnliche Instrumente.F l ö t e ä h n l i c h ist. das d e m d e r P a n . siehe J o h n s t o n . i n d e m e i n S t r o p h a l o s z u m E i n s a t z k o m m t : d i e I n i t i a t i o n (τελητή) als A b s c h l u ß des c h a l d ä i s c h e n Ri- tuals.und Kraftmetaphysik bei Iamblich „ B r i n g d e n Kreisel d e r H e k a t e z u r A n w e n d u n g ! " [ .344 Dabei v e r u r s a c h t e e r e i n s p e z i f i s c h e s G e r ä u s c h . M a jercik) P s e l l o s ' E r l ä u t e r u n g w e i s t bereits a u f d e n K o n t e x t h i n . 9 4 . in w e l c h e r d e r C h a l d ä e r b e i d e r B e h a n d l u n g des siebenstrahligen G o t t e s s c h w e l g t e . Hymnos 5 172 d in d i e s e m K o n t e x t zu verstehen: „ W o l l t e i c h m i c h j e d o c h a u c h a u f die g e h e i m e M y s t i k (της άρρητου μ υ σ τ α γ ω γ ί α ς ) einlassen. (Frg. C o x o n Reise vom des p a r m e n i d e i s c h e n L e h r g e d i c h t e s w e r d e n z w e i A s p e k t e Erzähler besonders betont: z u m g u n g .99. Kingsley. ά γ ν ω σ τ α έρώ. g l e i c h s a m als besitze er g e h e i m e / unsagbare Kraft ( α π ό ρ ρ η τ ο ν δύναμιν).o d e r P a n f l ö t e g l e i c h t . Z u r Ä h n l i c h k e i t z w i s c h e n σ τ ρ ό φ α λ ο ς u n d d e n m y s t i s c h . A s m u s . H e k a t e 95 u n d Tavenner. l y n x and R h o m b u s 1 1 1 . Oracles 2 249—252. " (Εί δέ και της άρρητου μ υ σ τ α γ ω γ ί α ς άψαίμην. s c h e i n t b e i d e n C h a l d ä e r n 344 im Z u r k o n k r e t e n A r t seiner B e n u t z u n g siehe J o h n s t o n . in d e n Versen 6: σ ΰ ρ ι γ γ ο ς u n d 8: κ ύ κ λ ο ι ς . Z u m Lichteffek- a n d e r e n ist e i n ho- her. θ ε ο υ ρ γ ο ϊ ς δέ τοις μ α κ α ρ ί ο ι ς γ ν ώ ρ ι μ α · διόττερ α ύ τ ά σ ι ω π ή σ ω τανϋν. O r a c l e s 215 zu Frg. so daß T a v e n n e r s Ergebnisse a u f d e n σ τ ρ ό φ α λ ο ς übertragbar sind. der w ä h r e n d des The- rituellen S t e r b e n s des M y s t e n v o n e i n e m a n d e r e n u r g e n in k r e i s f ö r m i g e r B e w e g u n g durch die L u f t g e w i r b e l t wurde. I n Frg. 206.p h i l o s o p h i s c h e n Iynges siehe M a j e r c i k . O r a c l e s 2 1 5 z u Frg. 3 4 7 D e m W a g e n . E i n e A n w e n d u n g a u f d e n σ τ ρ ό φ α λ ο ς der C h a l d ä e r u n d ihr R i t u a l e r f o l g t b e i i h m allerdings nicht. 104—105. z u m a n d e r e n das G e r ä u s c h einen eine kreisförmige des W a g e n s b e i m Fahren. v o n begleitete W i r b e l b e w e g u n g wahrzunehmen. 3 4 5 Seine V e r w e n d u n g i m Ritual bringt damit zwei besonders Effekte hervor: z u m ten346 charakteristische e i n e n ist d u r c h i h n e i n e k r e i s f ö r m i g e . 206. 206. . Die Fortsetzung der Licht. d e r d e n E r z ä h l e r b e i P a r m e n i d e s a n d e n O r t d e r E r k e n n t n i s trägt. w o g e g e n die glückseligen T h e u r g e n sie sehr w o h l k e n n e n . dann w ü r d e i c h D i n g e vortragen. S i e h e die B e s c h r e i b u n g des σ τ ρ ό φ α λ ο ς bei M a j e r c i k . v i e l m e h r die B e w e g u n g eines derartigen Kreisels [zu vollfuhren].
350 Abgesehen von diesem vorerst rein kultisch-spirituellen Aspekt stellt Kingsley. 3 4 9 U n d g e n a u diese b e i d e n A r t e n sinnlicher E r f a h r u n g k ö n n e n d u r c h das W i r b e l n des „ R a d e s der H e k a t e " i m chaldäischen R i t u a l h e r v o r g e r u f e n u n d reproduziert w e r d e n . als sich zusammenrollendes oder schlängelndes Feuer. Im Gegensatz zur hier vorgeschlagenen Deutung versteht Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Anm. Majercik V.u. 1 4 6 die G ö t t i n . Theurgy 91 hebt hervor. Vgl. Stellung 176. sensorischen E i n d r ü c k e n beschreiben. 38. 3 5 0 D a m i t dient der Strophalos in h e r v o r r a g e n d e r W e i s e der A u f g a b e der T h e u r g i e . Oracles 158 zu Frg. Hekate 121—122 und 125—126 differenziert in Auseinandersetzung mit Lewys Ergebnissen die verschiedenen lichthaften Manifestationen der Hekate nach dem Grad ihrer Entsprechung mit dem ontologischen Status der Göttin als einer rein intelligiblen Größe (nach Johnstons Auffassung der Weltseele). K i n g s l e y g e h t dann davon aus. may be compared to tuning an instrument by putting it into resonance with one already tuned. wie weit diese Ubereinstimmungen möglicherweise gehen könnten. Er verweist in seinen Anmerkungen dazu (S. das sich b r a u s e n d u n d z i schend u m das F e l d h e r u m w i n d e t " 3 5 2 . 38. das das Rauschen der Sphären auf ihrer Kreisbahn wiedergibt. Oracles2 548). Licht und Wiederaufstieg der Seele 325 R i t u a l der στρόφαλος zu entsprechen.99. So läßt sich Hekates Verbindung mit Schlangen auch aus ihrer kultischen Funktion als κουροτρόφος erklären. Majercik beschreibt sich Hekate selbst als είλυμένον πϋρ. In Frg. 3 4 8 d e n die G r i e c h e n traditionell m i t e b e n diesen b e i d e n A n z e i c h e n b z w . wenn die Seele „zum Gefährt Gottes" und damit in die himmlische Ordnung eingegliedert wird. die Stacker darin sieht. daß dieses Geräusch ertönt. in einer ihrer w e s e n t l i c h e n F o r m e n der E p i p h a n i e als ein „reiches L i c h t . in Frg. 353 Johnston." S. die n a c h diesem R i t u a l u n d n a c h h y m n i s c h e r Invokation erscheint. Wisdom 133—135 weist daraufhin.Wisdom 125. in der er Shaw zitiert: "Theurgie rites. leider ohne näher zu untersuchen. then. wo eigentlich ein ontologischer Sachverhalt beschrieben wird. 38. " 3 5 1 E s v e r w u n d e r t daher nicht. Shaw.2 mit der entspr. Auch Lewy. 247) auch auf die Chaldäischen Orakel. 146. „ d i e Seele fur den E m p f a n g der G o t t h e i t zu s t i m m e n . 744 auf S. auch seine Anm. daß P a r m e n i d e s mittels dieser b e i d e n A s p e k t e i m G e d i c h t den U b e r g a n g in den Z u s t a n d inkubatorischer T r a n c e veranschaulichen w o l l t e . 5: φως πλούσιον άμιρϊ γΰην ροιζαΐον έλιχθέν (Übs. Oracles 2 193 deutet das „rauschende / pfeifende Licht" als Geräusch der Sphären. daß das Geräusch der Hirtenflöte eine enge Assoziation zum Zischen einer Schlange hat und daß in den griechischen Zauberpapyri die Initiation in die Geheimnisse der Sonne mit Apollon.B.Wisdom 128. zum Zusammenhang mit Iamblichs Ochema-Theorie. beschreibt. 352 Frg. siehe Majercik.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . deren Geräusch eben der ροιζος der Sphären ist und deutet es damit ebenfalls in einem spirituellen Sinn. w e n n Frg. Kingsley. 183. Neben der impliziten Kreisbewegung wird damit zugleich der schlangenhafte Aspekt der Hekate thematisiert. Wisdom 130 auch die kosmologische Bedeutung dieses Geräusches heraus. die dem Initianden die Erfüllung mit Licht erleichtert. Kingsley. 3 5 3 D i e F o r m u l i e r u n g „rei- 348 Kingsley.2. 349 351 Stäcker.Hekate.128. Schlangen und dem Zischen dieser Tiere verknüpft ist.5. nach Lewy. Vor diesem Hintergrund erhält dann auch das mit Hekate und Apollon-Helios verknüpfte Licht schlangenhafte Eigenschaften wie z. Abschnitt III.
Denn es ist auch zu fragen. der die Bereiche des Göttlichen und Menschlichen trennt (Schefer.1 7 4 und Anm. Statt daher den in den Orakeln beschriebenen Zustand des Übergangs in die Trance und die Trance selber. 1 1 1 .128. Unsagbare Erfahrung 184). die sich leicht als Elemente eines Initiationsrituals erkennen lassen. 1 1 8 oder θεόθεν φάος aus Frg. die traditionell gebräuchlichen Termini. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. den auch die Wendungen φωτός τι είδος άρρητον in Myst. Unsagbare Erfahrung 182-184. 1 2 1 . Damit steht die Epiphaniedarstellung der Hekate in den Chaldäischen Orakeln zwar in einer gewissen Tradition. In Remp. 354 Lewy. Oracles 187 zu Frg. 6 . warum und wie die Chaldäischen Orakel die von Bremer bei den homerischen Göttern beobachtete „Bezogenheit auf das Licht" (Bremer. Abgesehen von dieser rituellen Kontextualisierung der Göttin und des Lichtes ist jedoch auch zu beachten. „im Unterschied zu allen anderen Göttern [. Theurgie 220—221).. 354 Per analogiam beschreibt dieses Licht den Ubergang in den Zustand inkubatorischer Trance. 3 9 . 1 . 1 2 1 bezeichnen. es als Ausdruck der durch den στρόφαλος symbolisierten κουροτρόφος-Funktion der Göttin zu betrachten. strikt von den rituellen theurgischen Elementen zu trennen. a. sondern vor allem als Licht [erscheint]. die sich bis auf Parmenides' Lehrgedicht zurückverfolgen lassen.] also nicht nur im Licht. auch Nasemann. In diesem Sinne verstehe ich meine Interpretationen als Ergänzungen zu den Untersuchungen Bremers und Schefers.und Kraftmetaphysik bei Iamblich ches Licht" bezieht sich meiner Ansicht nach auf denselben Sachverhalt. ebenso wie Apollon. 1 1 3 . vermittelt Hekate als Licht zwischen diesen Bereichen. das Lewy als Bewegung zum noetischen Ziel der Erkenntnis interpretiert. Oracles 2 1 7 3 . 355 So stellt sich die Anagoge im chaldäischen Ritual dar als ein Initiationsritual. 355 Benutzt werden zum Zweck dieser Beschreibung u." (Schefer. die die späteren Neuplatoniker als Erkenntnis mittels des άνθος voO beschreiben. Die Spannung zwischen formlosem Licht und wirbelndem Licht läßt sich gut vor Prokl. das aus mehreren Abschnitten oder Elementen besteht. der eben durch theurgisch rituelle Praktiken herbeigeführt wurde. die in der rituellen Anwendung des στρόφαλος eine Entsprechung in der Realität besitzen und die mit dem Vorstellungskomplex Licht kombiniert werden. daß zumindest die späteren N e u platoniker in die Beurteilung einer Epiphaniebeschreibung und die Darstellung einer Epiphanie selbst in wesentlichem Maße metaphysische Uberlegungen einfließen lassen. 2 8 . 406.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . da jede Epiphanie nach Ansicht der Philosophen sie das „reiche Licht" als Manifestation eines lynx. Vgl. die Tradition allein kann jedoch nicht die Eigentümlichkeit der chaldäischen Hekate-Epiphanie erklären..4 0 . denn im Unterschied zum lichthaften Apollon. während ich davon ausgehe. Licht 19) auf Hekate übertragen. vgl. der durch die Epiphanie der Göttin Hekate gekennzeichnet wird. 9 . und sie daher. 4 verstehen als Epiphanien verschieden hoher Aspekte der triadisch binnenstrukturierten Weltseele (zitiert bei Shaw. Schefer.99. die jedoch zusammen eine Ritualhandlung ausmachen. Theurgie 207-208 zu den verschiedenen „Stufen der Theurgie". Unsagbare Erfahrung 180). aufgenommen bei Majercik.. φάους γνώρισμα aus Frg. sollten sie als deren organischer Abschluß angesehen werden.326 Die Fortsetzung der Licht.
Hekate 2 2 .99. der sich in der Inkubation vollzieht und der damit zugleich ein Moment der Vermittlung zwischen verschiedenen Bewußtseinszuständen ist.2 versuchte ich zu zeigen. 357 Diese Funktion der κουροτρόφος beschreibt Kingsley. Wie die Töchter der Sonne so ist auch Hekate als κουροτρόφος eine Göttin." Im Z u g e seiner Interpretation weist Finamore darauf hin.2 8 nachdrücklich dargestellt.. die verschiedene Bereiche durchmißt und so zwischen ihnen vermittelt. In Abschnitt III. 1 2 . II. then. die Finamore als „ R e i s e n " beschreibt. seem to have conceived o f a higher activity being transmitted from one place [.5 7 : "Julian and Iamblich. im R ü c k g r i f f auf deren ontologischen Status als Weltseele. w i e Plotin sich diesen Vorgang vorstellt. Myst. in eine triadische Struktur als mittlere eingebunden. die Darstellung der Epiphanie der Hekate auch im rein lichtmetaphysischen Rahmen zu verstehen und die bisherigen Ergebnisse daran zu überprüfen. Die neuplatonischen Philosophen funktionalisieren sie daher deutlich als δύναμις. 3 . Es konnte gezeigt werden. auf den stofflichen Kosmos leistet. die sowohl strukturierend als auch vermittelnd wirkt. A u f ihren E r gebnissen aufbauend interpretiere ich diesen Mittler-Aspekt der Hekate als Ausdruck der grundsätzlichen Funktion der Göttin als κουροτρόφος in dem von Kingsley dargestellten Sinn.128. daß Hekate.2 3 und bes.1 zu Myst.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Hekate als Vermittlerin wird von Johnston. 7 0 .] to another. Das 356 Siehe Shaw. als das sich Hekate manifestiert.1 4 und unten A b schnitt III. Light travels. verwundert ebenfalls nicht. sondern auch mit dem Licht verknüpft wird.7 8 . 2 7 . 358 Finamore. 356 Dieses Vorgehen berechtigt dazu. die zentrale R o l l e der Vermittlung und Wirkung noetischer Ideen an bzw. 26. wie sie sich in der Interpretation der Neupiatoniker darstellt. A u c h Johnston interpretiert und klassifiziert besonders die Eigenschaft der Formlosigkeit des Lichtes. w i e sehr sich dabei bei Iulian philosophische T e r m i n o l o gie und chaldäisch-religiöse Begrifflichkeit bei der Beschreibung des Lichtes und seiner F u n k tion durchdringen. Light 5 6 . 77. Genau diese Funktion konnte auch innerhalb der triadisch strukturierten Ontologie Iamblichs als die des Lichtes herausgearbeitet werden..5. 4. 1 1 .Hekate. W i s d o m 53. in dem Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. siehe Hekate 120—126.3. 358 und die der Er-Mythos der Politeia als ξΰνδεσμος auffaßt. in der Metaphysik der Chaldäer. 357 Daß der Moment des Ubergangs. derartig nicht nur mit der geleitenden Göttin H e kate. Sowohl Hekate als auch das Licht sind — als δυνάμεις . Z u dieser neuplatonischen M e t h o d e der Epiphanienbeschreibung siehe Iamblich. Die zum Licht bestehende Funktionsanalogie erklärt wiederum die enge Verknüpfung von Licht und Göttin sowohl in den Texten der Chaldäer selbst als auch in denen der späteren Interpreten. 1 0 .verbindende Elemente in ontologischer und ebenso in religiöser Sicht. Licht und Wiederaufstieg der Seele 327 an den ontologischen Status der sich manifestierenden Gottheit rückgebunden bleibt. denn auch das Licht besitzt in der philosophisch-religiösen Sicht spätantiker Theurgen diese Fähigkeit der Vermittlung. T h e u r g i e 220—221.
L e w y untersucht hier die gegenseitige Durchdringung orientalischer. Hunter in seiner Darstellung der „Acts of T h o m a s " an..128. 362 Auch hier kann man natürlich annehmen." (in: Valantasis. 360 Eine interessante Parallele im syrischen Christentum des 3.328 Die Fortsetzung der Licht.4. daß das Licht. Denn in dieser Funktion bezeichnet die Göttin den Beginn des Weges und den Weg selbst zu einer bestimmten Form das Licht als Dynamis zugleich die Kontinuität des Seinskontinuums garantiert und dessen Binnendifferenzierung in Form einer ελλαμψις-Kontinuität verständlich machen soll. durchmißt als Kraft alle Hypostasen bis hin zur Materie.] In the Greek hymn the daughter functions as a bridge between heaven and earth. 362 tritt die Übernahme des soteriologischen Aspekts der Hekate in ihrer Funktion als κουροτρόφος. the daughter of light is clearly a heavenly being. ausdrücklich in einen religiösen Kontext eingebunden wird. Oracles 2 4 2 9 . 360 sofern die Göttin in metaphysische Zusammenhänge eingefügt wird. die ihrerseits an kultische Sachverhalte als deren Ausdeutungen rückgebunden sind. und neben die phänomenologisch orientierten Überlegungen. das bisher als eine Art absoluter Metapher einen epistemologisch-ontologischen Konvergenzpunkt markierte und eine metaphysische Abwärtsbewegung beschrieb. deren Funktion Hunter (209) so charakterisiert: " I n the Greek version.und Einflußverhältnis ergibt: So wirken die kultischen Aspekte ein auf die Beschreibung metaphysischer Sachverhalte. die ausgehend von einer Erörterung der Schrift VI. die Iulian im Hymnos an die Mutter der Götter veranlassen. 359 Lewy.4 3 2 .22—23 Plotins vorgetragen wurde (oben Abschnitt III. Beides zusammen konstituiert dann einen Text wie die Chaldäischen Orakel.1). während genauso metaphysische Erklärungen für kultische Phänomene aufgestellt werden. die anagogische Wirkung des realen Sonnenlichtes auf dessen noetisches Wesen per analogiam zu übertragen. she mediates entry into the bridal chamber and faciliates revelation of divine mysteries. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. Jahrhunderts fuhrt David G. Im Z u g e dieser Überlegungen zum Verhältnis zwischen Göttin und Lichtmetaphysik war zu beobachten. [.99. 359 Auch dies spricht dafür. daß sich Iulian ebenfalls um eine Deutung von religiösen Sachverhalten bemüht und seine phänomenologische Analogie aus diesem Grund entwickelt. Oracles 2 2 0 1 . die Position und Funktion der Hekate lichtmetaphorisch zu beschreiben.1). Neben die ontologisch-epistemologische B e gründung der anagogischen Lichtwirkung.4. 361 Z u m orientalischen Hintergrund siehe Lewy. Religions of late antiquity in practice 209).41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 7. platonischer und magischer Elemente der chaldäischen Lichtvorstellung. in denen in einem „Hymnos an die Braut" eine „Tochter des Lichts" gepriesen wird.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Licht. 361 wie ich anhand des proklischen Hekate-Ianus-Hymnus und zweier Auszüge aus den Hymnen des Synesios gezeigt habe (oben Abschnitt III. als Hervorbringung des Einen.2 0 2 stellt diese Funktion des Lichtes in den Chaldäischen Orakeln heraus. 7. so daß sich ein wechselseitiges Bedingungs.
oder B e wußtseinsebene.d . als göttliche Kraft. j e m a n d " aus R . ebenfalls hin zur erlösenden Einsicht. in- 363 Siehe Phaidros 246 d . kann aber n a c h d e n Ü b e r l e g u n g e n Kingsleys. V g l . Aufgrund der Funktionsanalogien zwischen H e kate und Licht bietet es sich also möglicherweise bereits fur die Verfasser der Chaldäischen Orakel sicherlich aber für die späteren Neuplatoniker an. O b Piaton besonders m i t seiner F o r m u l i e r u n g in R . 364 In diesem Z u s a m m e n h a n g ist es reizvoll letztlich aber spekulativ. Licht und Wiederaufstieg der Seele 329 von religiöser Einsicht oder religiösen Erlebens. erst nach d e r Schau in der U n t e r w e l t k e h r t der κοΰρος. Das wiederum hat hinsichtlich der Verwendung der Lichtbegrifflichkeit Konsequenzen in zwei R i c h t u n g e n . siehe Lewy. 515 e 6 .128. 81 u. . die sich als Ergebnis der platonischen Modifikation der ursprünglichen religiösen Funktion der κουροτρόφοι ergibt. 365 Sonnenstrahlen werden als έ μ π ύ ρ ι ο ι οχετοί verstanden. ] εις φ ω ς ώσττερ εξ ' Ά ι δ ο υ λ έ γ ο ν τ α ι δή τίνες εις θεοϋς άνελθείν b e w u ß t auf P a r m e n i d e s B e z u g n i m m t u n d sich v o n i h m a b g r e n z t . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Oracles2 196 A n m . Hypostasengrenzen zu überschreiten. deren Geleitfunktion in ihrer R i c h t u n g umgekehrt wird und die nun rein „nach o b e n " fuhrt. in d e m diesmal philosophische (Licht als δϋναμις-δεσμός) und magisch-religiöse (Hekate als Tochter der Sonne und κουροτρόφος) Vorstellungen zusammenlaufen.99. darin O r p h e u s ä h n e l n d . um die Göttin Hekate zu beschreiben. 3 6 5 Damit zeigt sich die Licht-Kraft erneut als eine A r t modularer B e d e u tungsträger. a u c h L e w y . O r a c l e s 2 4 8 8 . . 364 Im E r g e b nis folgt daraus die bekannte Vorstellung des Lichtes als ein anagogischer οχετός mit heilsrelevanter Wirkung. 7 . die es vermag. Spätestens seit Piatons H ö h lengleichnis vollzieht sich der W e g zu dieser Form v o n Erkenntnis als A u f stieg.P a r m e n i d e s ' W e g z u r Erkenntnis u n d z u m U r s p r u n g des L i c h t e s f ü h r t hinab. denn es fuhrt.4 8 9 . 22—23 und Hermeias zeigen.Hekate. 7 . den sie in der Vorstellung des Mysten zugleich helfend b e gleitet.2 4 7 e u n d Phaidon 1 1 4 b . an die O b e r f l ä c h e z u r ü c k . und aufgrund seiner ebenfalls mehrfach bezeugten und begründeten anagogischen W i r k u n g w i e gezeigt eng mit Hekate assoziiert. w i e Plotin V I . hin zur „wahren H e i m a t " der menschlichen Seele. ö. 363 D i e Epiphanie Hekates markiert auf diesem W e g den wesentlichen Wechsel der Erkenntnis.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Z u m einen wird das Licht literarisch funktionalisiert. 521 C2: ά ν ά ξ ε ι [ .7 : εντεύθεν ελκοι τις α ύ τ ό ν βίςι δια τραχείας της α ν α β ά σ ε ω ς κ α ϊ α ν ά ν τ ο υ ς eine m i t M o m e n t e n der Sokratesgestalt versetzte literarische R e f l e x i o n des κ ο υ ρ ο τ ρ ό φ ο ς zu sehen. W i s d o m 39—45 z u m i n d e s t v e r m u t e t w e r d e n . Das Licht w i e d e r u m ist. nämlich aus den T i e f e n der Höhle heraus an das Licht der Sonne i m Höhlengleichnis oder als aufwärtsgerichtete Wagenfahrt im Phaidros oder als B e w e g u n g hinauf an die Oberfläche der wahren Erde im Phaidon. d e m Licht als Kraft die anagogische R o l l e oder W i r k u n g der Hekate zu übertragen. in d e m .läßt sich n i c h t sicher entscheiden.
Majercik untersuche. das ihn zudem allseitig umscheint.4. ά γ ε ι δέ τάς ψυχάς δια τοΰ αχράντου φωτός και αχραντον αΰταΐς ένδίδ ω σ ι δύναμιν ά ν α γ ω γ ό ν και ταΐς άκτϊσι ταϊς έαυτοΰ κυβέρνα τον κόσμον. der in den Chaldäischen Orakeln darin seine Entsprechung findet. Z u m Zusammenhang dieser Vorstellung mit der des όχημα s. ist jetzt exemplarisch zu fragen. S. πληροί δέ τάς ψυχάς τών (έμπυρίων καρπών). also von ihm ebenfalls „erfüllt" wird. O.5. Das περιλάμπαν πανταχόθεν και πλήρη ποιεί ν τοΰ άχραντου πυρός (Frg. o. Erläuterung des Proklos) schien zugleich den Zustand zu umschreiben.2.128.4. die mit einem mystischen Erleben verbunden sind.4. zur Lichterscheinung. wie diese Lichteigenschaft über den bisher untersuchten Kontext hinaus thematisiert und mit der metaphysischen B e deutung des Lichtes verknüpft werden kann. 367 Ein A b schnitt aus Proklos' Timtnos-Kommentar fuhrt diese Vorstellung. daß der M y ste in der Vorstellung der Verfasser der Orakeltexte und deren Interpreten erfüllt wird von Licht. mit der eher philosophischen Vorstellung von Licht als δύναμις in einer charakteristischen Mischung aus philosophischer und religiös-kultischer Terminologie zusammen: άνωθεν ouv άττό των δλων άρξαμένη κάτεισιν άχρι των μερών ή του ηλίου χορηγία των α γ α θ ώ ν δια του φωτός.2.2.2. 366 367 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.330 Die Fortsetzung der Licht.1. Abschnitt III. So wird die Epiphanie der Göttin. daß der Vollzug der Inkubation auch als ein „Einatmen von Sonnenstrahlen" dargestellt wird.3 Licht in seiner kultischen Form als anagogische Kraftbegriff Nachdem ich untersucht habe. an das Lichtmodul gekoppelt werden.2.4. III. damit das Licht eine anagogische und erlösende Wirkung erhalten kann.2.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .99. die ebenfalls als Chiffre spirituellen Erlebens genutzt wird (s.und Kraftmetaphysik bei Iamblich dem Begriffe. u. welche Übertragungen grundsätzlich vorliegen. Z u m anderen übernimmt das Licht sowohl von der Göttin das anagogische und damit erlösende Wirkpotential als auch werden licht metaphysische Abläufe durch Mysterienterminologie ergänzt. Diesen beiden Ergänzungen der Lichtvorstellung soll im folgenden weiter nachgegangen werden. 122. Abschnitt III. άπολαμττρύνει μεν τον κόσμον δλον και θείον ποιεί το σωματοειδές και δλον δι' δλου ζ ω ής πεπληρωμένον. daß der Myste zum Empfänger oder Gefäß Apollons wird. die sich aus dem religiös-kultischen Rahmen der Atemtechnik herzuleiten scheint.Abschnitt III. 366 Dieses hatte zur Folge. Der Versuch einer Rekonstruktion des von den Chaldäern praktizierten Rituals hatte ergeben. Abschnitt III. S. wo ich die Frgg. και εί ά π ό τών εμφανών ορμώμενος έθέλοις και τα άφανή λέγειν.1).o. 123—125.
] κάτεισιν [. Hier ist zu erkennen. 371 Siehe Majercik. o. geht die Austeilung (χορηγία) der Güter der Sonne durch das Licht hinab bis zu den Teilhaften. die der Myste in der Realität als veränderten B e wußtseinszustand durch spezielle Atemübungen erreicht.. Die Vorstellung des Erflillens.1. 9 (άγει δε). sie läßt die Seele erblühen und somit emporwachsen. Oracles 191 zu Frg. III. 368 Z u m anderen besitzt das Licht eine ausgesprochen anagogische Wirkung. ausgehend von ihrer Ousia-Monade. denn ihre ένέργειαι sind identisch! Z u m θείον ποιεί als Wirkung des noetischen Lichtes s. nach oben fuhrende Kraft ein und lenkt durch seine Strahlen den Kosmos und erfüllt aber die Seelen mit feurigen Früchten..] das in seiner Ganzheit durch und durch mit Leben erfüllt ist. 82.. als deren abwärtsgerichtete Wirkkraft angesehen wird: άνωθεν [. 369 Dieser stärker mystisch oder spirituell geprägte Abschnitt wird schon durch das δε in Z . diese Erfüllung mit Sonnenstrahlen.] τάς ψυχάς των έμπιφίων καρπών die höchste Form der in den Chaldäischen Orakeln verheißenen Erkenntnis: 371 die inkubatorische Trance. 7-8 steht. 370 Zu den έμπυρίων καρπών siehe Lewy.] ή τοΰ ηλίου χορηγία [. Der semantische Gehalt dieser Darstellung ist demnach nicht (ausschließlich) in anderen Texten der philosophischen Tradi- 368 Die Wirkung des Lichtes expliziert Proklos in den Zeilen 7—9: άττολαμπρύνει [. wie ein rituelles Erlebnis an das Modul der traditionellen Lichtmetaphysik harmonisch angekoppelt wird. die Proklos in den Zeilen 9—12 thematisiert. dann erhellt [Helios] den Kosmos in seiner Ganzheit und macht das Körperhafte göttlich [und macht es zu etwas. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. 4 .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . die sich aus der rituellen Atemtechnik und der sie begleitenden Vorstellung des M y sten als des Gefäßes der Gottheit ableitet. wie die Sonne die Pflanzen blühen und emporwachsen läßt. von der platonischen Argumentation der vorigen Zeilen abgegrenzt. die. daß die „Frucht" für das Licht stehe. 369 Das symbolische Eingeben des Lichtes.] θείον ποιεί το σωματοειδές και δλον δι' δλου ζωής πεπληρωμένον. daß das Licht zum einen als Dynamis aufgefaßt wird.] δια τοΰ φωτός. Das δε markiert hier also einen Wechsel des Argumentationshintergrundes. wirkt emporfuhrend.. er führt aber [auch] die Seelen durch sein reines Licht empor und gibt ihnen eine reine. und folglich als Ausdruck der ekstatischen Erfahrung dient. 370 Zugleich bezeichnet πληροί [. daß Hekate und Licht dieselbe Funktion besitzen und daher leicht miteinander identifiziert oder miteinander verbunden werden können.. das in Bezug zu άπολαμπρύνει μεν in Ζ . nachdem sie von den Ganzheiten her ihren Anfang genommen hat.1 2 ) Aus diesem Text geht deutlich hervor. wandelt sich dabei zur Wirkung (ενέργεια) der Licht-Dynamis.. das die Seele des Theurgen erfüllt. und wenn man. ausgehend vom Sichtbaren das Unsichtbare sagen sollte. 130.128. Besonders diese letzte Wirkung erinnert stark an Hekate und zeigt.2.. Abschnitt III. Licht und Wiederaufstieg der Seele 331 Von oben herunter also.. G e genüber dem ontologischen Wirken wird sie hier speziell in den chaldäischen Kontext eingebunden. (In Tim. Lewy nimmt hier an.99. Oracles 2 198.Hekate..
.. was sich u m das N o e t i s c h e w i e u m ein Z e n t r u m h e r u m b e w e g t . M a j e r c i k beschäftigt sich mit d e m Z i e l der chaldäischen A n a g o g e . Es heißt dort: ευτροχον δε τό νοερόν . eine u m dieses Z e n t r u m h e r u m sich vollziehende K r e i s b e w e g u n g impliziert.8 2 u n d Beierwaltes. i n .. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Proklos 165-239. T i m . 3 7 4 M i t φωτός κελάδοντος tritt n e b e n die K r e i s b e w e g u n g das Geräusch 372 Proklos zitiert hier Piaton. i n .4. v o n der j a auch Proklos auszugehen scheint. το περί το νοητόν ώ ς κέντρον φερόμενον· "κεντρω έπισττέρχων σ α υ τ ό ν φωτός κελάδοντος. i n n i m m t an. i n d e m er den B e g r i f f κέντρον verwendet. 373 Z u r metaphysisch-ontologischen B e d e u t u n g der K r e i s b e w e g u n g bei Proklos siehe auch Gersh. w o Piaton die Erkenntnisart der Weltseele charakterisiert.2 κύκλος εϋτροχος.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . zeigt j e d o c h .] περί τό νοητόν ώς κέντρον φερόμενον) als auch i m Orakeltext selbst. w i e in den Chaldäischen O r a k e l n u n d in T e x t e n späterer Interpreten metaphysische Sachverhalte m y sterienterminologisch ergänzt w e r d e n bzw. 3 7 3 und zwar sowohl in Proklos' Einleitung (ευτροχον [. 37 c i . w i e sich das Ineinander v o n M y sterienpraxis u n d Metaphysik in den chaldäischen u n d neuplatonischen T e x ten darstellt u n d w e l c h e semantischen Implikationen diese A n n a h m e besitzt. 374 M a j e r c i k . B e z e i c h n e n d ist. Kinesis 4 9 . III. auf das die T e r m i n o l o g i e durch deutliche A n k l ä n g e an die Begrifflichkeit der Chaldäischen O r a k e l hinweist. daß es hier nicht primär oder ausschließlich u m einen rein ontologischen Sachverhalt geht.4 Mysterienterminologie und Lichtmetaphysik in den Chaldäischen Orakeln und ihr Einfluß auf spätere Philosophen Frg.] [und ebenso] das..128." φησί τις θεών. Oracles 184 zu Frg. „Eile dich z u m Z e n t r u m des rauschenden Lichtes!" so spricht einer der G ö t t e r (Frg.und Kraftmetaphysik bei lamblich 332 tion zu suchen. die Proklos v o r n i m m t . D i e V e r b i n d u n g mit d e m Orakeltext. Es umschreibt zwar dieses Z i e l in metaphysischer T e r m i n o l o g i e . Majercik) A u c h in dieser S c h i l d e r u n g wird die bekannte K r e i s b e w e g u n g nachdrücklich hervorgehoben.. Das N o e t i s c h e dreht sich leicht 372 [.Die Fortsetzung der Licht. daß auf die S o n n e als Z e n t r u m der sphäri- schen P l a n e t e n b e w e g u n g e n B e z u g g e n o m m e n wird. weist aber zugleich in seiner B e g r i f f l i c h k e i t ebenso auf den chaldäischen στρόφαλος und die damit v e r b u n d e n e Inkubationspraxis hin. der. A u s g e h e n d v o n einer Analyse der Beschreibung des P h ä n o m e n s dieser Trance soll abschließend die A r t untersucht werden. sondern im Ritual.. daß Proklos Piatons Darstellung mit e i n e m m y stischen Sachverhalt k o m b i n i e r t und sie durch den Verweis a u f die Chaldäischen O r a k e l zu erklären versucht. die an eine B e schreibung des Seinskontinuums bei Plotin erinnert.99.
I i i bezieht es auf die Sonne selbst. sondern auch zu einer Kulthandlung in Beziehung zu setzen. Wisdom 1 3 1 . erinnert. φως und verharrt.2.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .]. nämlich seine kreisförmige B e w e gung und das mit ihr verbundene flötenartige Geräusch.1 gezeigt. Abschnitt II. Plotin beschreibt es zweifach: "Εστι γάρ τι οιον κέντρον und το μεν οΰν μέγα φως μένον έλλάμπει (IV. 376 Dazu siehe auch Gersh. wie oben in Abschnitt II.o. ontologisch gesprochen folgt es ihm als seiner Ursache.1).2 9 3 . Plotin beschreibt sie dort als einen Licht-ρόμβος 377 . 2 5 : " I n ritual possession the theurgist was understood to enter the celestial round and its most musical harmony.99. das bisher in Bezug zu Plotins ενέργεια της ουσίας als deren wesentliche Eigenschaft ontologisch gedeutet wurde. Wie diese. into another state of awareness [. whistling sound. 378 Kingsley. dessen Zentrum (auch Plotin verwendet den Begriff κέντρον) von Lichtsphären in kreisförmiger Bewegung umgeben ist. so liegt auch das kreisende und pfeifende Licht im Orakeltext von außen gesehen vor dem Zentrum. T h e u r g y 91 zu Iamblich. Erfolgt aber die Betrachtung vom Standpunkt der aufsteigenden Einzelseele.2. dazu Kingsley. In j e d e m Fall ist dieses Geräusch nicht ausschließlich auf die Sphärenharmonie zu beziehen." Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Oracles 184 zu Frg. liegt es ebenfalls vor dem Zentrum. dem κέντρον. 377 Z u r Ähnlichkeit von ρόμβος. Majercik. Another is that you hear the powerful vibration produced by a piping. besitzt Affinitäten sowohl zu den Beschreibungen der Kulthandlung als auch zu ontologischen Darstellungen des Ursprungs. das κέντρον. leiten diese ein und fuhren zu ihr hin. schwirrende στρόφαλος der Hinfuhrung zur mystischen Einsicht vor dem Erreichen dieser Einsicht selbst." Vgl. lassen sich also auch — wenn auch nicht ausschließlich — als R e f l e x der Anwendung des στρόφαλος im Ritual verstehen.12—21 von seiner Logos-Kontinuität gibt (s. die sich durch eben diese Merkmale auszeichnet. 3. From Iamblichus to Eriugena 2 9 2 . die Plotin in IV.9 5 .3. Vgl. Er ist in diesem Fall das primäre Licht. W i s d o m 128: "Ancient Greek accounts of incubation repeatedly mention cer- tain signs that mark the point of entry into another world. 375 Diese beiden Beschreibungsmerkmale des Lichtes in der Beziehung zu seinem Ursprung. Der Mittelpunkt ist zugleich κέντρον. O n e of the signs is that you become aware o f a rapid spinning movement. das μένειν.1 3 2 . Dieses Geräusch entspricht daher dem συριγμός bzw. das sich hinter ihm befindet. Zunächst ist zu bemerken.. Entsprechend ereignen sich auch die sensorischen Wahrnehmungen der Kreisbewegung und des Pfeifens vor der mystischen Schau. das im peripatetischen Sinne als Licht- 375 Siehe L S J 9 3 6 s. ΐ'υγξ und στρόφαλος siehe Johnston. Dagegen steht das Ziel.Hekate.. auch Shaw. 376 Auch die Darstellung des Ziels der Bewegung der Anagoge. das Verharren. ΐ 7 > 1 2 u n d 18). V P 3 6 . daß das Fragment an die Beschreibung. das κέντρον. 3. κελαδέω. dem ροίζος. 378 So dient auch der wirbelnde. ν.3.128. und beschreiben zugleich den Ubertritt in einen tranceartigen Zustand. Hekate 9 4 . 17. Dessen wesentliche Eigenschaft ist. Licht und Wiederaufstieg der Seele 333 der Flöte.
die P r o k l o s v o n der h ö c h sten Stufe des G e b e t e s in In T i m .. das Beste des w a h r h a f t e n G e b e t e s . soll der D a r s t e l l u n g Plotins n u n die B e s c h r e i b u n g v e r g l i c h e n w e r d e n . u n d B e w e g u n g s l o sigkeit z u einer Vorstellung. 2 4 — 3 2 gibt.] das E i n e d e r Seele e i n g r ü n d e t u n d die unsere E n e r g e i a u n d die der G ö t t e r zu einer einzigen m a c h t . Als G r u n d dafür ist e r n e u t eine v o n P r o k l o s unterstellte Ä q u i v a l e n z z w i s c h e n spirituellem E r l e b e n u n d m e t a p h y s i s c h e m 379 D e r T e x t weist d e u t l i c h e Ü b e r e i n s t i m m u n g e n mit d e m A u s g a n g s p u n k t der g e s a m t e n E r ö r t e r u n g . w o m i t das τ ώ ν θ ε ώ ν φ ώ ς aus Ζ . (Prokl.W e r d e n m i t d e m G ö t t lichen entspricht. καθ' ην ούδέ ε α υ τ ώ ν έσμεν. 1 . 17 zur Darstellung gebracht. i n .und Kraftmetaphysik bei Iamblich quelle f u n g i e r t . α ϋ τ ω τ ω ένι τ ω ν θ ε ώ ν τό εν της ψυχής έ ν ι δ ρ ύ ο υ σ α και μίαν ένέργ ε ι α ν ή μ ώ ν τε π ο ι ο ύ σ α και τ ω ν θεών. Lichtquelle. u m d e n Z u s t a n d der Trance. i m L i c h t z e n t r u m z u verharren. M a j e r c i k h e r a n g e z o g e n . De Mysteriis 2 1 4 . U n d dies ist. 292. D a m i t v e r s c h m e l z e n in P r o k l o s ' S c h i l d e r u n g .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Fragmenta 407—411 v o n Iamblichs T h e o r i e des G e b e t e s gibt. die sich w e s e n t lich v o n lichtmetaphysischen M o d e l l e n herleiten. ά λ λ ά τ ώ ν θ ε ώ ν . die D a r s t e l l u n g .99. die w e s e n t l i c h e E l e m e n t e v o n Iamblichs B e s c h r e i b u n g in De Mysteriis X . s o n d e r n d e n G ö t t e r n . die d e m s e l b e n E i n e n der Götter [. ι'να ε π ι σ ύ ν α ψ η την έ π ι σ τ ρ ο φ ή ν τη μονή και π α ν τό π ρ ο ε λ θ ό ν α π ό τοϋ τ ώ ν θ ε ώ ν ένός α ύ θ ι ς ένιδρύση τ ω ένι καϊ τό έν ήμϊν φως τ ω τ ώ ν θ ε ώ ν φ ω τ ϊ π ε ρ ι λ ά β η . als o b die E r f ü l l u n g mit der G o t t h e i t . die D i l l o n . d e n n auch dort w i r d die Seele v o n allen Seiten ringsum v o n L i c h t u m f a ß t u n d erfüllt. V g l . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. also das spirituelle Erlebnis. 2 1 1 . z u beschreiben.1 7 auf. die ihren sprachlichen A u s d r u c k in scheinbar rein o n t o l o g i s c h e n B e g r i f f e n findet. D e n n a u c h hier scheint es so z u sein. In T i m . 6. M a j e r c i k e r w ä h n t e n κέντρον mit d e m Z i e l der K u l t h a n d l u n g a u f z u z e i g e n . i) 3 7 9 A u c h hier herrscht die Vorstellung einer Lichtsphäre v o r : V o m Lichtkreis u m g e b e n z u sein b e d e u t e t zugleich.334 Die Fortsetzung der Licht. 2 4 . εν τ ώ θείω φ ω τ ϊ μένοντες κ α ϊ ύ π ' α ύ τ ο ϋ κ ύ κ λ ω περιεχόμενοι. U m die E n t s p r e c h u n g e n des in Frg. 122. 3. theurgisches Z i e l . b e i den späteren N e u p l a t o n i k e r n e r n e u t in F o r m u l i e r u n g e n dargestellt w i r d . d e m E i n e n w i e d e r e i n g r ü n d e u n d das L i c h t in uns m i t d e m L i c h t d e r G ö t t e r u m g e b e . die d e m E r f ü l l t . A b s c h l i e ß e n d aber [ereignet sich] die V e r e i n i g u n g . 2 1 1 . d a ß es die H i n w e n d u n g m i t d e m Verharren (τή μονή) v e r b i n d e u n d alles. 5 . 24 g e m e i n t ist. κ α ι τοϋτο π έ ρ α ς έστϊ τό ά ρ ι σ τ ο ν της α λ η θ ι ν ή ς εύ)^ής. 5—17 aufweist.2 1 2 . was aus d e m E i n e n der G ö t t e r h e r v o r g e g a n g e n ist. 1 . der i m f o l g e n d e n e r n e u t interpretiert w e r d e n w i r d . Dieses P h ä n o m e n hatte P r o k l o s auch in seiner E r k l ä r u n g v o n Frg. daß die W i r k u n g des primären Lichtes auf das Transparente genutzt w i r d . verstanden als p r i m ä res L i c h t w i e in Plotin IV. d e r g e m ä ß w i r a u c h n i c h t m e h r uns selbst z u g e h ö r e n . als G r e n z p u n k t . 292. die w i r [dann] i m g ö t t l i c h e n L i c h t verharren (μένοντες) u n d v o n i h m in e i n e m Kreis u m f a ß t w e r d e n (ΰπ' α ύ τ ο ϋ κ ύ κ λ ω περιεχόμενοι). Es hat den A n s c h e i n . τελευταία δέ ή ε ν ω σ ι ς . w i r . u m die anagogische W i r k u n g geisthafter W e s e n h e i t e n lichtmetaphysisch z u veranschaulichen.128.
entspricht die spirituelle Stille. 5. der die Inkubation des Apollon-Oulios-Kultes beschreibt. die der Myste im Ritual zu erreichen versucht und die als leerer Geist bzw. das ich aus der Beschreibung des Seinskontinuums bei Plotin ableitete. Schroeder setzt diese Stille dann in eine direkte Verbindung zur Transparenz spiegelnder Medien wie ζ.1 u. als Voraussetzung. in V. Wasser. unten Abschnitt III. Form 40-65. einem Text. der sie auf niedrigerer Ebene korrespondiert. die auch Proklos in diesem Zusammenhang anfuhrt. 384 Vgl. ι entgegenzubringen ist: τεΐναι κενεόν νόον εις το νοητόν. 8. 382 Siehe Schroeder. 383 Hier liegt meiner Ansicht nach zusätzlich eine Verbindung zu Elementen der peripatetischen Lichtauffassung vor. in dem die Bewegung des Mysten sich schließlich aufhebt. F o r m 54-58. Licht und Wiederaufstieg der Seele 335 Sachverhalt anzunehmen. 1 .2. der zudem wesentliche Elemente aufweist. wenn sie frei von trübenden Einflüssen sind. von Apollon vollständig erfüllt zu werden. der Ousia-Monade.99. Vor diesem Hintergrund läßt sich Frg. Diese können nur dann ein perfektes Spiegelbild abgeben. Damit bedeutet Stille.2. der dem Noetischen und damit dem Göttlichen in Vers 1 1 von Frg.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 381 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 384 Die Stille ist also als Abwesenheit aller störenden Einflüsse zugleich Endpunkt des 380 Kingsley bestimmt die Stille als Endzustand der Inkubation (Wisdom 182—186).1 5 5 . Schroeder hat diesen Zusammenhang von Stille und Erkenntnis bei Plotin eindringlich herausgearbeitet. das Eine zu empfinden. 380 Z u diesem Zustand der ησυχία des Apollon-Oulios-Kultes gibt es meiner Ansicht nach ein weiteres Äquivalent im Kult der Chaldäer: es handelt sich dabei um den „leeren Geist".Hekate. Diese Wendung paßt gut zur Gefäßmetaphorik. $.128.III. 1 1 1 . So wird μένειν auf einer zusätzlichen semantischen Ebene zur Bezeichnung einer meditativen Technik 3 8 2 .5. 8 mit ήσυχΓ) μένειν fast denselben Ausdruck wie Strabo. lichtmetaphorisch als vollständige Transparenz zu verstehen ist. könnte der psychische Zustand der Stille entsprechen. Schroeder. und nur das absolut Durchsichtige kann vollständig vom primären Licht durchstrahlt und so zu reinem sekundärem Licht werden.5. Abwesenheit störender Einflüsse. 381 Er deutet die Stille bei Plotin mit Blick auf das Verharren der wesentlichen Energeia. D e m metaphysischen Verharren der ursächlichen Energeia bzw. Majercik weitergehend deuten.1 6 . der gemäß das primäre Licht erst im ungetrübten Durchsichtigen seine Wirkung vollständig zu entfalten und sekundäres Licht hervorzubringen vermag. B. So ζ. B. Form 5 1 . denn erst ein wirklich leeres Gefäß ist in der Lage. Plotinus on body and beauty 1 5 4 . dazu auch Miles.2. Ich werde diese Vorstellung bei der Deutung von lamblichs Ochema-Vorstellung erneut aufgreifen. D e m Verharren des κέντρον. 383 Schroeder. Plotin gebraucht in V.
μηδέ ησυχία τ ω ν π α θ ώ ν ή μ ώ ν έ μ π ο δ ι ζ ό ν τ ω ν τήν π ρ ό ς τό π ρ ώ τ ο ν ά ν α γ ω γ ό ν όρμήν. die S o n n e . 1 1 .2. φ α σ ϊ ν οί ποιηταί. w i e die D i c h t e r sagen. 387 z u m Ausdruck: 'Άγε δή ουν εΐπερ ιτοτέ καί νϋν τάς πολυειδεϊς ά π ο σ κ ε υ α σ ώ μ ε θ α γ ν ώ σ ε ι ς . W o h l a n . 5.4. 8 .2. 1 1 . aus d e m O k e a n o s heraus erstrahlt. καϊ π ά ν τ ω ν έν ήρεμίςι γενόμενοι τ ω π ά ν τ ω ν α ί τ ί ω π ρ ο σ ί ω μ ε ν εγγύς· εστω δε ήμΐν μή μόνον δόξης μηδε φαντασίας ηρεμία.5 z u m Vorbild g e n o m m e n : „Deshalb heißt es. 3 8 6 Proklos bringt diese Aspekte eindringlich in einer Darstellung der Henosis.128. n o c h des N a c h t s d e n A u f s t i e g auf einen B e r g beginnt. n a c h d e m w i r das Geistige ü b e r w u n d e n haben. sondern es herrsche auch eine Stille der Luft u n d eine Stille alles übrigen. 1 1 3 . und. 387 D e r v o n West. καϊ π α ν τό π ο ι κ ί λ ο ν της ζ ω ή ς έξορίσωμεν άφ' ήμών. ( T h e o l . W i s d o m 90. ύ π ε ρ δραμόντες. 3 .6 5 . α λ λ ά ήσυχος μεν άήρ ή σ υ χ ο ν δέ τό π α ν τοϋτο· π ά ν τ α δέ άτρεμεϊ τη δυνάμει π ρ ό ς τήν τοϋ αρρήτου μετουσίαν ήμας άνατεινέτω. Proklos ü b e r n i m m t die Szenerie und d e n A n l a ß der Situation für seine Beschreibung. εί δή τι τοιούτον έστιν έν ήμΐν. καϊ οίον ήλιον ά ν ί σ χ ο ν τ α προσκυνήσαντες μεμυκόσι τοις όφθαλμοϊς (ού γ ά ρ θέμις ά ν τ ω π ε ϊ ν ούδέ ά λ λ ο τ ώ ν όντων ουδέν). Κ α ι στάντες έκεϊ.3 7 . so w i e das A u g e den A u f g a n g der S o n n e abwartet. προφαινόμενον ίδόντες. B . V g l . 5 ." ( H B T ) . 1 . daß O r p h e u s . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Es sei aber in uns nicht nur eine R u h e der M e i n u n g . bis [das Eine] erscheint. Kingsley. II.1 7 . u n d nicht nur eine Stille aller Gefühle.336 Die Fortsetzung der Licht. eine R u h e der Vorstellungskraft.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . sondern in Stille verharren (ήσυχη μένειν).6. von der Gottheit erfüllt werden zu können.Abschnitt II. τόν τοίνυν τοϋ φωτός τ ώ ν νοητών θεών ήλιον έξ ώκεανοΟ.2. 2)388 385 D a b e i ist zu beachten. Stäcker. n a c h d e m w i r uns in eine R u h e v o n allem versetzt haben. o.1 2 o. D a z u siehe z. 388 V g l . 2 . Plat. Abschnitt III. u n d w i r sehen die Sonne des Lichtes also. daß die H i n w e n d u n g des G ö t t l i c h e n zu einer derartig vorbereite- ten Seele allein v o m W i l l e n der Gottheit abhängt und nicht e r z w u n g e n w e r d e n kann.2. 6 . werfen w i r uns v o r i h m d e m ü t i g zu B o d e n w i e v o r der a u f g e h e n d e n S o n n e . die. w e n n so etwas n o c h in uns ist.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Rituals und unabdingbare Voraussetzung dafür. καϊ τό νοητόν. Alles v i e l m e h r m ö g e uns durch die Kraft in Stille zur A n w e s e n h e i t des Unsagbaren e m p o r f u h r e n . nach- d e m er in der U n t e r w e l t das Geheimnis der Identität v o n A p o l l o n u n d Helios erfahren hat. s. 2 2 . 111. 1 1 . O r p h i c H y m n s 12—13 rekonstruierte M y t h o s besagt. 3 8 5 Sie ist j e d o c h nicht mehr dem Bereich der Hekate zugehörig. w o l l e n w i r uns d e m U r s p r u n g v o n allem nähern. nicht i h m nachjagen. sie zu erschauen. w e n n jemals. das auf die noetischen G ö t ter fällt. 386 V g l . sie aber erscheint über d e m Horizont (aus d e m O k e a n o s . irgendetwas anderes der Seie n d e n anzusehen).99. dann laßt uns auch jetzt die vielgestaltigen Einsichten beiseite drängen u n d alles Vielfältige unseres Lebens v o n uns w e g verbannen. M y s t . Stellung 265. sagen die D i c h t e r ) und gewährt den A u g e n . M ö g l i c h e r w e i s e hat sich Proklos auch Plotin V. Plotins E r k l ä r u n g des N a m e n s „ A p o l l o n " inV. die uns an unserer B e w e g u n g z u m Ersten h i n a u f hindern. 8. i n d e m man sich z u m Schauen rüstet.1. u m seinem G o t t bei dessen A u f g a n g v o m G i p f e l des Berges zu huldigen. U n d dort stehend. 6 4 . die sich an einem alten orphischen M y t h o s orientiert. sondern die Stille Apollons. Plotin betont das M o t i v der Stille ebenfalls inV. mit geblendeten A u g e n (denn es ist nicht recht. die im Gegenteil mit B e w e g u n g und Rauschen assoziiert wird.
der mit der abschließenden Stille unmittelbar verbunden ist. die die unmittelbare Entfaltung der noetischen Ousia-Monade aus sich heraus ausmacht. In beiden Fällen aber wird das Zentrum als Licht gedacht.. ebenfalls dazu genutzt werden können. läßt hingegen deudicher den Einfluß religiös-kultischer Anschauungsformen erkennen. um zu veranschaulichen.Hekate. T h e u r g y 138 A n m . der sich auf die Ergebnisse Lloyds beruft: "Personal experience must always be taken into account to understand the abstract schemas of the Neoplatonists.99. Geht man von Entsprechungen zwischen Kulthandlung und der Beschreibung ontologischer Prozesse aus. w i e der Nous sich aus dem Einen entwickelt.389 ist anzunehmen. Diese anagogische Bewegung entspricht dabei dem Entwicklungsgang des Seinskontinuums aus dem Einen bzw. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. M a jercik und Proklos' Darstellung der höchsten Form des Gebetes ergab. Ahnlich formuliert dies auch Shaw. Licht und Wiederaufstieg der Seele 337 Damit berühren sich die Darstellungen der ontologischen Ousia-Monade und des abschließenden Zustandes der aufstrebenden Seele in diesem einen Punkt: der Stille bzw. 4. Im Falle Plotins selbst jedoch ist vorrangig wenn nicht ausschließlich an die ontologische Funktion des primären Lichtes als dynamische ενέργεια της ουσίας zu denken. um zu beschreiben. 1 1 1 . daß ihre Bewegung in genau entgegengesetzter Richtung verläuft. nur mit der Ausnahme." 390 Dieses Vorgehen findet sich in analoger Form bei Plotin: Plotin bedient sich des peripatetischen Modells der Entwicklung von δψις zu δρασις. Es werden also möglicherweise Begriffe. das sich damit als K o n vergenzpunkt verschiedenster Vorstellungsmodelle erwiese. Trotzdem scheint er interessante hermeneutische Perspektiven zu eröffnen.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . Aus diesem Grund ergibt sich bei Plotin die Kombination von φως und μένειν als Konsequenz der ontologischen Funktionalisierung von Licht als Kombination aus verschiedenen Elementen der philosophischen Tradition. deren Einheit und Transzendenz durch das Verharren gewahrt bleibt. um die Prozeßstufe zu beschreiben. die sich aus Frg. als dessen wesentliches Merkmal in diesem speziellen Fall das Verharren in Bewegungslosigkeit zu betonen ist. daß dieser Synergieeffekt keinesfalls notwendig ist und die A n nahme seiner sicherlich spekulativ bleibt. wie aus dem monadischen Prinzip die Ideen hervorgehen und weitervermittelt werden. 390 Damit deuten in der Ontologie Ausdrücke der kreisförmigen B e w e 389 Es sei nochmals betont. die den Zustand beschreiben. der Ousia-Monade heraus bis hinab zur Materie. dem Verharren jenseits jeder Bewegung und finden möglicherweise auch Ausdruck in Plotins φως μένον. Die Vorstellungskombination eines lichthaften Mittelpunktes und des Verharrens in ihm bei vorausgehender schwirrender Kreisbewegung. entlehnt. die den Ubergang in einen mystischen Zustand beschreiben. D i e Chaldäer nutzen zu diesem Z w e c k eine rituelle Abfolge.128. Die zum „ Z e n t r u m " führende Anagoge vollzieht also ontologisch gesprochen eine Bewegung zur Ousia-Monade. daß die Begriffe.
daß hier ein Pleonasmus vorliegt und daß δινεΐν άεί und μένειν άόκνφ στροφάλιγγι vollständig synonym gebraucht werden. das der Stille möglicherweise vorangeht 394 und das folglich im übertragenen Sinn für die Entwicklung der noetischen Ordnung aus der Monade heraus stehen kann.3. die diese Überlegung stützt: νοϋς πατρός έρροίζησε [. A u c h aus diesem Grund sollte in Frg.2 zur Epiphanie der Hekate. 37. w ä h rend sich Kroll. Abschnitt III. Theol. 1 1 . 394 Kingsley. warum das Licht mit dieser Wirkung verbunden wird. A u f diese Weise wird in Frg. w o Proklos als letzten Zustand vor der Henosis die Stille beschreibt.3. wie der Aion. Kann auch die Kreisbewegung in diesem Fall noch ontologisch als U m w e n dung zum hervorbringenden Prinzip verstanden werden. 49.M o nade heraus interpretiert werden. 2 . Zugleich läßt sich ein weiterer Grund erkennen.Abschnitt III. Majercik veranschaulicht.6 5 .41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . man nimmt an. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.2 zu O C Frg. s. zeichnet sich ebenfalls durch diese Elemente aus: eine kreishafte. 6 4 .128. Abschnitt III. 5.. 1 1 . o. wenn man die rituelle Abfolge στρόφαλος — Trance quasi in umgekehrter Reihenfolge auf die ontologische Abfolge Prinzip . W i s d o m 2 7 4 und oben zu Prokl. denn die w e senhafte Epiphanie der Hekate. Majercik gleichzusetzen. die meiner Meinung nach über den μεμερισμέ- ναι anzusetzen sind.1). Mit ροιζέω wird das Geräusch bezeichnet. es sei denn. ist doch die Verwendung des Begriffs στροφάλιγξ nicht so leicht zu erklären. die von der Einheit zur Vielheit fuhrt. auf den Kosmos Noetos wirkt und die noetischen Ideen konstituiert: (καϊ φάος) ένδιδόναι π ά σ α ι ς ττηγαΐς τε και άρχαΐς καϊ δινεΐν αεί τε μένειν άόκνψ στροφάλιγγι. Es markiert hier 391 Sie sind mit den παμμόρφους ιδέας aus Frg. die im Kult durch das Kreisen der στρόφαλοι realisiert wird und die das rituelle Äquivalent dieser ontologischen Entwicklungsphase darstellt. II.3.] παμμόρφους ιδέας 393 . 392 S. 49 V.2.2.. o. Besser wird diese Stelle verständlich. s. o. Plat. Abschnitt III. Majercik και φάος am Versbeginn ergänzt werden. o.. zischend-schwirrende Lichtbewegung. Auf dieser allgemeinen Basis kann die στροφάλιγξ als Beschreibung der Entwicklung der noetischen Ideen 391 aus der N o u s . 392 In Frg. wie es L e w y vorschlägt. 393 Z u m ontologischen Status dieser Ideen.4. πηγής δε μιας α π ό π α σ α ι // έξέθορον.und Kraftmetaphysik bei Iamblich gung und des zischend-schwirrenden Geräusches auf die Entwicklung hin. 3 7 .Entfaltung desselben anwendet. Majercik wird in den Versen 1—4 derselbe Vorgang auf eine Weise veranschaulicht. Diehl und Majercik fur καϊ νόον entscheiden. der die wirkende Dynamis der Ousia-Monade des väterlichen Nous ist (s. 37.99.Die Fortsetzung 33» der Licht.
aus. das die Darstellung der Wirkung des Aion als der Dynamis. genauso w i e bei Plotin das Sonnenlicht als sv- Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. και ζ ω ο γ ό νον ροίζημα προ'ί'ησι. Hekate 108 und oben Abschnitt III. Daß der στρόφαλος als ein Modell. Licht und Wiederaufstieg der Seele 339 wie dort den Übergang. 396 3. 9—10 desselben Fragmentes 37. und dem Einmalig-Jenseitigen ist sie gemäß einer ständigen Vereinigung verbunden. Außerdem kann das M o m e n t der Kreisbewegung leicht hinzugedacht werden. zeigen die Vv.Hekate. Damaskios verbindet dieses Deutungsmodell dann direkt mit der Göttin Hekate und dem Licht und läßt außerdem das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema deutlich erkennen: 395 η τε μεγάλη 'Εκάτη κέντρον τέ έστι πεφορημένον προς έκάτερον των πατέρων.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM .. da der andere von einem Eingeweihten leicht aus dem rituell-praktischen Kontext ergänzt werden kann.128. da er einen Anbindungspunkt exegetischer Bemühungen darstellt. Johnston. Wenn man jedoch den στρόφαλος als Deutungsmodell annimmt. w o Proklos die Dynamis als αχώριστος bezüglich der Ousia bezeichnet. der beim Einsatz des Kreisels hervorgerufen wird. και μετά τοϋ δις επί πάντα προέρχεται. um die Ausdifferenzierung des Seins auch auf niedrigeren Ebenen zu u m schreiben. και τω τε α π α ξ έπέκεινα συντέτακται κατά μίαν έστώσαν ενωσιν. έξ ής ροιζοΟνται μεμερισμέναι αλλαι. die unmittelbar auf die Welt wirken. vielseitig benutzt wird. In ihnen wird das Wirken der Hekate / Weltseele beschrieben: ών μία πηγή. daß dieses kultische Modell der metaphysischen Beschreibung zugrunde liegt. nicht explizit wirbeln. kann aber als rein ontologischer Terminus nicht hinreichend erklärt werden. der im Gegensatz zur Kreisbewegung nirgends vorher in der platonisch-neuplatonischen Tradition ontologisch gedeutet oder eingebunden wird. So reicht es bei der Annahme. Die große Hekate aber ist die Mitte.7 Hier ist an Proklos' Formulierung in § 81 der Inst. differenzieren sich weitergehend mittels der Hekate zu Ideen. 397 und mit dem Doppelt-Jenseitigen zu- 395 Vgl. und wie bei der Genese der höheren Ideen wird dieser Prozeß als ein Herausschwirren nach dem Modell des Schwingkreisels gedacht. und sie erstreckt sich zu j e d e m der beiden 396 Väter hin und bringt lebenspendendes Schwirren hervor. die aus dessen Monade hervorgingen. einen der beiden mit dem Schwingkreisel verbundenen Eindrücke zu erwähnen. ist der Aspekt des Geräusches leicht erklärbar als ein Effekt.99. Möglicherweise spielt Damaskios hier mit έκάτερον auch auf eine etymologische Erklärung des Namens Hekate an. da bei diesem Begriff der Aspekt des Geräusches im Vordergrund steht.3. zu denken.] δθεν καϊ διακεκριμένην εχει και έκφανή την τε επί π ά ν τ α φοιτώσαν έκροίζησιν τοϋ ζωογόνου φωτός και την άμείλικτον δύναμιν. Der väterliche Nous läßt die Ideen schwirren. Die ihnen übergeordneten ganzgestaltigen Ideen des Nous. an dem die in ontologischen Zusammenhängen verwendete Begrifflichkeit abgelesen werden kann. die aus der Ousia-Monade des Nous hervorgeht.3.. [. bestimmte.
O r a c l e s 155 zu Frg. Hypotyposis 7 3 .. das aufgrund des Adjektivs ζωογόνος leicht mit Hekate identifiziert werden kann. .2 zu d e n κ ο σ μ α - γ ο ί als B i n n e n a s p e k t e n d e r Weltseele. 36: αμείλικτου ιτυρός.. 400 V g l . ] κεραυνοί in Frg.2 z u Psellos.2 0 und 1 5 6 . o h n e n o c h dessen kultisches M o d e l l aus eigener E r f a h r u n g zu k e n n e n . m i t α μ ε ί λ ι κ τ ο ι [ . 398 D a m i t b e z e i c h n e t κέντρον hier nicht das ursächliche Prinzip. A b s c h n i t t III. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 35.3. 399 In dieser Funktion stellt sie Damaskios als Göttin dar. w i e b e i d e r B e s p r e c h u n g v o n Frg.7 4 u n d A b s c h n i t t III. z . die auf die Welt einwirken. B . 1 1 1 . B e sonders die beiden Wendungen διακεκριμενην und άμείλικτον weisen auf die Chaldäischen Orakel hin.M o n a d e über die D y n a mis hin zur Energeia als zugleich kreisendes und schwirrendes Hervorwirbeln. 32 V. die mit diesen Begriffen die Ideen bezeichnen. A b s c h n i t t III. 35 i m A n s c h l u ß an L e w y als unterste Ideen interpretiert. s. M a j e r c i k die G e b ä r m u t t e r der H e k a t e m i t diesem E p i t h e t o n v e r - sehen. s. o. so bei Damaskios das Licht selbst. die direkt u n d u n m i t t e l b a r auf die M a t e rie e i n w i r k e n .99. die einen metaphysischen DifFerenzierungsprozeß veranschaulichen soll. 401 U n d w i e in den Chaldäischen Orakeln blitzartige und damit lichthafte Ideen hervorwirbeln und -schwirren. 402 Es hat den Anschein. a u c h Frg. 399 S. die M a j e r c i k . 1 5 4 .1 7 . 400 D e m Dynamis-Charakter von Licht und Hekate folgend.2 zu O C Frg. Vor dem Hintergrund der kultischen Verwendung des στρόφαλος als dem hier zugrunde liegenden Deutungsmodell wird wiederum verständlich.2. die das lebenspendende Schwirren entsendet. s o n d e r n die M i t t e z w i s c h e n z w e i P u n k t e n u n d i m ü b e r t r a g e n e n Sinn die m i t t lere Position e i n e r o n t o l o g i s c h e n Triade. R u e l l e ) Zunächst wird Hekate in ihrer bekannten Funktion als δύναμις-δεσμός eingeführt.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 1 7 . ed.Die Fortsetzung der Licht.] D a h e r besitzt [Hekate] in differenzierter u n d hellstrahlender W e i s e das a u f alles sich i m m e r w i e d e r h i n b e g e b e n d e H e r a u s s c h w i r r e n des lebenzeugenden Lichtes u n d die u n n a c h g i e b i g e Kraft. [. 1 1 . das er später näher beschreibt als differenziertes Herausschwirren von Licht und als unnachgiebige Kraft. daß Damaskios den Dynamis-Aspekt auf diese Weise deutlich der Epiphanie der Hekate nachempfindet und daher als w i r έργεια έκ της ο υ σ ί α ς n i c h t v o n der S o n n e als ενέργεια της ο υ σ ί α ς abgeschnitten w e r d e n kann.128.und Kraftmetaphysik 340 bei Iamblich s a m m e n g e h t sie h e r v o r auf alles hin. 3. o. . deutet Damaskios den Prozeß der Vermittlung der Ideen innerhalb dieser triadischen Struktur als eine B e w e g u n g des Lichtes. w a r u m diese Lichtbew e g u n g . daß D a m a s k i o s rein d e m literarischen V o r b i l d folgt. 398 die zwischen dem als Ousia-Monade zu verstehenden EinmaligJenseitigen und d e m als Energeia aufzufassenden Doppelt-Jenseitigen w i r kend vermittelt. als Herausschwirren beschrieben wird. 401 D a b e i besteht natürlich die M ö g l i c h k e i t .3. (In P a r m . 402 S o w i r d i n Frg. 1 5 . 37 zur V e r b i n d u n g κέντρον — δ ύ ν α μ ι ς — L i c h t . W i e die Verfasser der Chaldäischen Orakel versteht Damaskios in struktureller Entsprechung z u m Kult die Entfaltung auf der Ebene der Weltseele von der O u s i a .
w i e der ροΐζος den U b e r g a n g v o n der sinnlichen W a h r n e h m u n g zur wesentlichen Erkenntnis ausmacht. die G r e n z e z w i s c h e n M e n s c h u n d G o t t h e i t z u ü b e r s c h r e i t e n . sowohl ontologische Entwicklungen zu veranschaulichen und zu deuten. s o n d e r n diese sind als 'ίυγγες z u g l e i c h m a g i s c h e G r ö ß e n . in dem sowohl ontologische als auch mystische Sachverhalte zum Ausdruck k o m m e n . die die S e e l e vermittels e i n e r g ö t t l i c h e n E p i p h a n i e e m p f a n g e . N i c h t u n b e d i n g t z u z u s t i m m e n ist B u r k e r t . das diesen M o m e n t i m K u l t markiert. P r o k l o s an chaldäischen R i tualhandlungen t e i l g e n o m m e n h a b e n (s. 5—18. W i e seine A n m . u n d a u c h A p u l e i u s b e h a u p t e t v o n sich. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. daß das „ b r a u s e n d e L i c h t " die E n e r g e i a sei. D i e im Hintergrund stehende Ritualhandlung liefert dabei einen Teil des begrifflichen Arsenals und ein weiteres Modell.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 403 S o steht das Licht für den U b e r g a n g v o m Wesen zur W i r k u n g . schwirrendes Licht versteht. 6. w o er ά λ κ ή u n d ενέργεια gleichsetzt. 54 seiner M o n o g r a p h i e v e r w e i s t . O r a c l e s 106—108.1). C h a l d ä i s c h e O r a k e l 5 4 .S c h e m a nahelegt.o. w o er v o n der δύναμις sagt. daß. G e h t man davon aus. 198 a u f S. D a s tertium comparationis z w i s c h e n H e k a t e u n d ι'υγγες a u f d e r e i n e n Seite u n d der L i c h t . D a b e i übersetzt er ενέργεια m i t „ W i r k k r a f t " statt.E n e r g e i a . erneut in den Blick g e n o m m e n werden. s. M i t g l i e d g l e i c h m e h r e r e r M y s t e r i e n k u l t e g e w e s e n zu sein. n i m m t er k e i n e D i f f e r e n z i e r u n g z w i s c h e n diesen b e i d e n B e g r i f f e n u n d ihren m e t a p h y s i s c h e n B e d e u t u n g e n vor.2. w e n n er S. d a ß b e i d e M o m e n t e Ü b e r g a n g s b e z e i c h n e n o d e r veranschaulichen u n d daher b e i d e m i t d e m des στρόφαλος-Modell v e r k n ü p f t w e r d e n k ö n n e n . so soll z. 61 a n n i m m t . v o r d e m die O r a k e l t e x t e z u v e r s t e h e n sind. 292.4. als auch das Erlebnis eines rituell veränderten Bewußtseinszustandes — zumindest den Eingeweihten — in dem Sinne sprachlich näherzubringen. „die metaphysische Seinslehre z u m B e z i e hungssystem [wird].D y n a m i s . B .Hekate.99. A b g e s e h e n v o n dieser sinnverstellenden t e r m i n o l o g i schen V e r w i r r u n g läßt seine Interpretation des Fragments w e i t e r h i n a u c h keinerlei E i n f l u ß e i ner B e r ü c k s i c h t i g u n g des k u l t i s c h e n K o n t e x t e s e r k e n n e n . daß m i t d e r Z u n a h m e an geistiger D u r c h d r i n g u n g kultischer Praxis eine A b n a h m e der direkten V e r b i n d u n g m i t dieser Praxis e i n h e r g i n g . M a j e r c i k . das das Dunkel der Mysterien aufhellen soll. das die traditionelle Lichtmetaphysik ergänzt. 403 C r e m e r .5 5 n i m m t an. mit „Wirkung". 404 H e k a t e v e r m i t t e l t n a c h c h a l d ä i s c h e m Verständnis a u c h n i c h t n u r b l o ß e I d e e n an die sinnliche W e l t . w e n n es darum geht. in dem Iamblich das Ziel theurgischer Operationen darstellt und mit dem die bisherige Analyse des metaphysischen Systems Iamblichs begann.D y n a m i s a u f d e r anderen Seite liegt also darin b e g r ü n d e t . 404 D i e Texte der Chaldäischen Orakel und die ihnen zugehörige R e z e p t i o n erweisen sich damit als ein Konglomerat. w i e das O u s i a . 61 zeigt. A n t i k e M y s t e r i e n 7 1 . w i e Burkert es nennt.128. 405 B u r k e r t ." 405 N a c h diesen Interpretationen soll der Textabschnitt aus Iamblichs De Mysteriis X . sie sei „ k a u m zu u n t e r s c h e i d e n " v o n der chaldäischen α λ κ ή u n d a u f S. Licht und Wiederaufstieg der Seele 341 belndes. A b s c h n i t t III. die es d e m T h e u r g e n e r m ö g l i c h e n . das in dieser Eigenschaft grundsätzlich verbindend und vermittelnd wirkt und so der Funktion der Göttin i m religiös-metaphysischen System sowohl der Chaldäischen Orakel w i e auch der späteren Neuplatoniker treffend Ausdruck verleiht.
253. 407 A u f die Anagoge nimmt Iamblich vielleicht schon mit xfj [. 412 auf die ich bereits in Abschnitt III. siehe Shaw.1. 30—212. s.342 Die Fortsetzung der Licht.Abschnitt III. in die Iamblich sein Werk gekleidet hat. trotzdem spricht Iamblich auch hier von diesen Lehren als von denen der Ägypter.] αύθις ένιδρύσβ τω ένί καΐ τό εν ήμϊν φως τω των θεών φωτί περιλάβω Siehe die Ausführungen von Dillon zu diesem Abschnitt. daß eine Verschmelzung mit dem Licht der Götter stattfinde (συνάπτεται τω φωτι των θεών). . . 18 von der „Anagoge der Ägypter" schreibt. 6 und συνάπτει in Z . auf die Iamblich in den Zeilen 6 und 14 des Abschnitts eingeht. 410 Deren Wirkung (ενέργεια) besteht darin.1 5 : ώς έν ταϊς ένεργείαις [. 1 1 . Allem Anschein nach erfolgt die Verknüpfung mit der göttlichen Dynamis.1 6 hinzuzieht.. das in diesem Fall auch so zu verstehen ist.. die ganzheitlichen göttlichen Dynameis und die anagogische Dynamis. daß Iamblich die Schrift Myst. ] ϊστασθαι und έν δλω τω δημιουργικώ θεφ την ψυχήν έντίθησιν. 408 συνάψΐ) in Z . 1 3 . in dem Proklos davon spricht. w o die vielgestaltigen Wirkkräfte. . . Das mag ebenfalls mit der Fiktion zusammenhängen. ι hingewiesen habe.1 4 : ταΐς [ . von der Sonne herstammen: αυτά δέχεται πολυειδεϊς δυνάμεις ά π ό τοϋ ηλίου. wenn sich die Seele emporhebe. o. als ägyptischer Priester verfaßt zu haben vorgibt. das Ritual der Anagoge. von der Iamblich schreibt. ] δυνάμεσι συνάπτει und 1 4 . rituellen A n agoge 407 auf die Interpretation dieses Textes zur Anwendung gebracht werden. 409 Proklos' Kommentar zu Fragment 1 2 2 der Chaldäischen Orakel. 411 Z u dieser Wirkung des Lichtes in allen metaphysischen Bereichen s. daß es außer der Beschreibung einer metaphysischen Struktur zugleich verschiedene rituelle Zustände oder Phasen verbalisiert: die Hinfuhrung zur Schau in der Inkubation und den Zustand der Trance selbst. 4 1 3 έκτος πάσης υλης in 406 Daß Iamblich in 292.] ϊστασθαι. o. durch den Gott Apollon. 412 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. als Sonnenstrahlen zu verstehen. 2 1 1 .] ά ν α γ ω γ φ in Z . Zitat S.Theurgy 175—176. läßt sich das vergleichen mit Proklos. hat wohl weniger mit einem tatsächlichen ägyptischen Hintergrund als vielmehr mit der literarischen Fiktion zu tun. 2 9 2 . rechtfertigt. als Licht bzw.128. 408 durch das spezifische Schwirren des στρόφαλος. bietet dann einen weiteren Hinweis. 4 1 1 wodurch sich die Differenzierung in δυνάμεις und ένέργειαι. 406 können bestimmte Momente der chaldäischen.99.1 2 Bezug.2. 4. wenn man Myst. 410 Dies wird noch deutlicher.Abschnitt III. 1 5 ..3 Wenn Iamblich als Ziel der Theurgie beschreibt: ώς έν ταΐς ένεργείαις [ . In T i m . 409 Shaw. 14.und Krafimetaphysik bei Iamblich daß Iamblich hier ein chaldäisches Ritual thematisiert und metaphysisch expliziert. Ihr liegt das Ousia-Dynamis-EnergeiaSchema zugrunde. Das Vokabular bezieht sich deutlich auf einen chaldäischen Hintergrund. 1: και π α ν τό προελθόν [. I. „göttlich zu machen". die die Aufnehmenden in sich aufnehmen.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . VII. das mit Shaw als eine Art „anagogische Musik" verstanden werden kann. 290). 3. der derartige Texte als „a pretty explicit description of a psychological process central to the spiritual life of the later Neo-Platonists" deutet (Prayer 288-290.. Theurgy 1 7 5 .. das Eintreten der Stille als Abwesenheit der Affekte und die damit verbundene Erfüllung mit Licht bzw.
wenn man mit Burkert von einer Art metaphysischer Exegese ritueller Sachverhalte ausgeht. die sich notwendigerweise im Schnittpunkt dieser beiden Bereiche bewegen muß. 8 bekommt dann nicht nur den allgemein philosophisch-platonischen Sinn der Befreiung der Seele aus den Banden der Körperlichkeit. daß Dynamis und Licht deshalb ihre strukturierende und differenzierende W i r k u n g verlieren. Damit können sowohl metaphysische Anschauungen als auch kultische Praxis herangezogen werden. den Iamblich von der Lichtbegrifflichkeit macht. um die Entwicklung des Nous aus dem Einen als sich selbst im Wahrnehmungsprozeß differenzierende Licht-Kraft zu beschreiben. bisher folgendes zu erkennen: Iamblich nimmt die platonische Vorstellung von Licht als Dynamis in der Form. Stellung 233 bestimmt das Licht bei Iamblich in seiner Funktion im theurgischen Ritual ebenfalls als „substantiellen medius terminus der Vereinigung". die R o l l e des Lichtes im chaldäischen Initiationsritual oder die Einbettung des Lichtes in das O u s i a .E n e r g e i a . sondern zugleich einen konkret rituellen.Hekate. Abschnitt III. 414 Genau diese Vermittler. Licht und Wiederaufstieg der Seele 343 Myst. daß das Licht auch in diesem Kontext die R o l l e der Dynamis übernimmt.S c h e m a zu b e rücksichtigen. die sich.3.99. s.oder Schwellenfunktion des Lichtes ermöglicht außerdem dessen Einbindung in die interpretierenden Beschreibungen religiös-kultischer Sachverhalte und Abläufe. um Iamblichs Darstellung zu interpretieren.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . 292. sondern auch. wie die Texte der Chaldäischen Orakel. Es bezeichnet in diesem Fall die rituelle Freisetzung der Seele durch Atemübungen und den Einsatz des στρόφαλος während des symbolischen Sterbens. Dies benutzt er nicht nur. 415 Stacker. in denen die Funktionen von B a n d und Strukturierungsleistung verschmelzen. in denen Iamblich das Verhältnis zwischen d e m T h e u r g e n und der Gottheit beschreibt. Als vorläufiges Ergebnis ist hinsichtlich des Gebrauchs. w i e besonders die Chaldäischen Orakel zeigen.D y n a m i s . o. auf und setzt sie fort. E r leitet seine Interpretation aus Analysen von Texten aus De Mysteriis ab. Es konnte gezeigt werden. die er als Entfaltungsbewegung aus einer Ousia-Monade über die Dynamis zur Energeia versteht. 4 1 5 Ihr liegt möglicherweise die Vorstel- 4. um die Verhältnisse zwischen verschiedenen Hypostasen zu erklären. allerdings ohne die Berührungspunkte mit der Göttin Hekate. um die Binnenstruktur jeder einzelnen Hypostase triadisch zu unterteilen. die bereits Plotin gebrauchte. deren Funktion als vermittelndes Joch oder Band stark betont wird. Er rezipiert dabei offenkundig Plotins Energeiai-Schema und „verfeinert" es gleichsam zu seinem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema.4 Das bedeutet j e d o c h nicht. die anhand der Verbindung von Hekate und Licht untersucht wurde. ebenfalls als ein semantisch polyvalenter Komplex erweist. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der aus beiden Bereichen Beeinflussungen erfährt.128.2 zur Funktion der Hekate als Dynamis der Weltseele. Das verwundert nicht.
hinter der j e d o c h ebenfalls ihre rituelle Funktion vermutet werden darf. so daß man dieses Verhältnis zwischen Metaphysik u n d Religion auch als explikative Gegenseitigkeit oder als religiös-metaphysisches Ineinander charakterisieren könnte. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. daß d e m Licht in den Texten der Chaldäischen Orakel bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden. wie in den Chaldäischen O r a keln nach Ansicht ihrer späteren Interpreten eine Kombination von Lichtu n d Kraftvorstellung u n d diesen rituellen M o m e n t e n genutzt wird.128. Z u den bisher zu beobachtenden Modellen. daß die Funktionsanalogie zwischen LichtDynamis u n d Hekate-κουροτρόφος die vorausgehenden Überlegungen zur ontologischen Position des Lichtes bei Iamblich stützen. die zusätzliche R ä u m e schaffen. in denen auch der Göttin Hekate eine rein ontologische Funktion zukommt. Aus dieser Analyse ergibt sich. aufgrund seiner Affinitäten zur Göttin Hekate in einen soteriologischen Kontext eingebunden und in ihm als anagogische Kraft funktionalisiert wird. treten also die des OusiaDynamis-Energeia-Schemas und das der chaldäischen Anagoge.99. Die anschließende A n w e n d u n g dieser Ergebnisse auf Iamblichs Darstellung des Ziels theurgischer Operationen ergab. die Lichtmetaphysik zu ergänzen und zu fundieren. die auch der Hekate z u k o m m e n und die außerdem als rituelle M o m e n t e des zentralen chaldäischen Rituals der Anagoge Aspekte einer mystischen Erfahr u n g sein könnten. Diese w i e d e r u m erfährt durch die Einbind u n g in eine metaphysische Systematik ebenfalls die Zuweisung einer D e u tung.344 Die Fortsetzung der Licht. Deutlich ließ sich zeigen. die mit d e m Basis-Modul der platonischen Licht-Kraft eine Verbindung eingehen. u m o n t o logische Sachverhalte zu beschreiben. daß auch im H i n t e r g r u n d dieses Textes eine Ritualhandlung zu vermuten ist. Dies w i e d e r u m sah ich als Grundlage dafür an. In diesem Z u s a m m e n h a n g wurde untersucht. da es sonst nicht zur Verdeutlichung dieser spezifischen Funktion der Göttin im Kult dienen könnte.und Kraftmetaphysik bei Iamblich lung der Lichtsäule als ξύνδεσμος aus dem Er-Mythos der Politeia in K o m b i nation mit der Vorstellung der Sonne als εκγονος του άγαθοΰ zugrunde. in denen Licht zur A n w e n d u n g gelangen kann und die weiterhin Möglichkeiten bieten. inwieweit das Licht u. a.41 Download Date | 12/1/13 2:08 PM . die die Darstellung als ein M o m e n t mit beeinflußt hat und daher zu dessen besserem Verständnis herangezogen werden sollte.
daß in diesem Fall etwas Intelligibles. die aufgrund der ihnen gemeinsamen ebenso vermittelnden wie anagogischen Wirkung einen Vorstellungskomplex bilden. Dabei handelt es sich um die Photagogie (von φωτός αγωγή). wirkt.99. die sich darin Iamblich anschließen. wie die Untersuchungen 4. Philosopher o f religion 2 9 7 . mit dem menschlich-irdischen Bereich zu interagieren. das zur inkubatorischen Trance hinfuhren kann. B. den Iamblich in Anlehnung an Piaton auch das Gefährt (δχημα) der Seele nennt. die Iamblich in De Mysteriis vom Wirken der Götter vornimmt. auf etwas Stoffliches oder eng mit dem Stofflichen Verbundenes. an dem sich diese Verbindung von Metaphysik und religiöser Praxis erkennen läßt. u. Mit diesem Begriff bezeichnet Iamblich in Abgrenzung ζ. das Ritual. Die Frage nach der Form des Wirkens der Götter auf den Menschen wiederum weist zwei Aspekte auf. Nach den bisherigen Beobachtungen ist also Iamblichs philosophisches System auch als ein Versuch zu deuten. 5 Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie In diesem Kapitel werde ich die Ergebnisse des vorigen Abschnitts aufgreifen und versuchen. Presence 365: " T h e other way o f dealing with the divine that is anything but metaphysically innocent is to construe the divine according to the excigencies o f a meta417 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. konkrete religiöse Phänomene zu erklären und zu fundieren.6 Z u dieser Intention der Schriften Iamblichs vgl. Siehe Gerson. daß die göttliche Kraft als Licht auf den aus Aither bestehenden sogenannten Seelenkörper einwirkt. daß ein menschliches Ritual eine Gottheit überhaupt dazu veranlassen kann. 416 In diesem Zusammenhang ist zu b e trachten. und. von der vollständigen Besessenheit durch eine Gottheit das Einwirken des Göttlichen auf die Seele des M e n schen in der Form. anzuwenden.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 345 III. nämlich den Menschen und seine Seele. und den mit diesem Ritual verbundenen Bewußtseinszustand zu erklären. in welcher Form sich das Wirken des Göttlichen auf Seele und Körper darstellen kann.128. 417 Dies ist der Aspekt der Metaphysik. wie Iamblich begründet.3 0 8 . daran orientieren kann. Diese Begründung wiederum hängt davon ab. daß sich eine Erklärung der Metaphysik der Chaldäischen Orakel und der Darstellungen Iamblichs und späterer Neuplatoniker. nämlich das Göttliche. a. die aufgrund der explikativen Gegenseitigkeit der Argumentation miteinander verbunden sind: zum einen den Aspekt. Smith. Indikatoren dieses Versuchs sind die Göttin Hekate und die Licht-Kraft. Bereits im vorigen Kapitel habe ich versucht zu zeigen.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . sie auf einen speziellen Aspekt der Darstellungen. daß diese Autoren versuchen.
um von religiösen Praktiken und spirituellen Phänomenen zu berichten und sie zu erklären und zu legitimieren. ob es Hinweise dafür gibt. a. so daß es zu dem ζ. auf die schon Shaw und Lloyd hinweisen (Theurgy 138 A n m . um grundsätzlich die Formen göttlicher Anwesenheit und Wirkung im Irdischen zu beschreiben. und wie sich die Darstellung dieses Sachverhalts mit den Darstellungen veränderter Bewußtseinszustände überschneidet. bewußtseinsverändernde Zustände und Erfahrungen beschreibt. ö. Relationship 83 und Bussanich. als zu versuchen zu zeigen. " " V g l .und Kraftmetaphysik bei Iamblich zu Plotin gezeigt haben. welche lichtmetaphysischen Philosopheme Iamblich anwendet. wie das philosophische Modell des aitherischen Seelengefährts den Zusammenhang von έττιτηδειότης. B. According to this way. Im Zusammenhang damit werde ich als zweiten Punkt untersuchen. in konkreter Form das Kausalverhältnis zwischen ritueller Handlung und göttlichem Wirken darzustellen. Prayer 290 stellt: die Frage nach der persönlichen E r f a h r u n g hinter der Theorie. von Bussanich 421 beobachteten Ineinander von metaphysischer und spiritueller Begrifflichkeit kommt. Z u m anderen ist zu beachten.128. daß er überhaupt spirituelle. υποδοχή und abschließender Einwirkung des göttlichen Lichtes erklären kann. Dabei bleibt es letztlich unerheblich. speziell der Licht. and the sensible. 421 Siehe Bussanich.und Kraftmetaphysik. daß Iamblich tatsächlich einen rituellen und spirituellen Sachverhalt darstellt und deutet. broadly conceived. dazu benutzt.dieser Zustand besitzt. dazu Smith.99. 420 Daran schließt sich sicherlich die Frage an. Philosophy 44. 420 Gerade in diesem Kontext werde ich auf Ergebnisse der Ritualrekonstruktion des vorigen Abschnitts zurückgreifen. 4 ' 9 ist einmal die Frage zu beantworten.346 Die Fortsetzung der Licht. die Dillon. Aus diesen beiden Aspekten leitet sich die Intention des folgenden Abschnitts ab: aufbauend auf der Annahme. 4).41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM ." 418 Als „spirituelles P h ä n o m e n " verstehe ich den veränderten Bewußtseinszustand. 58 u. So soll anhand des Beispiels der Photagogie der Versuch unternommen werden. welchen Realitätsgehalt — falls es so etwas überhaupt gibt . interaction between the divine and the human is transformed into the relation between the intelligible. physical system. daß dieses Wirken in einem rituellen R a h m e n als ein spirituelles Phänomen 4 1 8 erfahren wird. in den der Myste während der Inkubation eintritt und der durch das chaldäische Initiationsritual in der im vorigen Abschnitt beschriebenen Weise möglicherweise herbeigeführt wird. indem untersucht wird. Philosophy 5 1 . das meiner Ansicht nach die Folge der von Iamblich genutzten explikativen Gegenseitigkeit ist. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. ob Iamblich die Erfahrungen selbst gemacht hat. das in die Beschreibung des Sachverhaltes einfließt und auf diese Weise das Verständnis und die Beschreibung der (licht-) metaphysischen Sachverhalte beeinflußt. daß Iamblich philosophische Prinzipien und Theoreme u. Allerdings läßt sich noch schwerer beantworten.
liegt in der Schwierigkeit. Z w a r e r w ä h n t er in diesem Z u s a m m e n h a n g das aitherische S e e l e n g e f ä h r t .6—9).1 8 9 . 5· ι Die Wirkung des Göttlichen auf die Welt in der Lichtmetaphysik Iamblichs422 D e r grundlegende Text. " Ω σ π ε ρ ο υ ν τό φ ω ς περιέχει τά φ ω τιζόμενα. daß Iamblich das Verhältnis z w i s c h e n G ö t t e r n u n d s t o f f l i c h e m K ö r p e r n a c h d e r K a t e g o r i e des π ρ ό ς τί b e s t i m m t . in dem Iamblich das Verhältnis zwischen Göttern und dem irdischen Bereich lichtmetaphysisch beschreibt.9. das sich stellt. w e n n versucht wird. E r g e h t d a v o n aus. Siehe a u c h Stacker. S t e l l u n g 9 4 . ο ϋ τ ω κ α ι τ ώ ν θ ε ώ ν τό φ ώ ς έ λ λ ά μ π ε ι χ ω ρ ι σ τ ώ ς 422 N a s e m a n n u n d Stacker h a b e n das P r o b l e m des W i r k e n s des G ö t t l i c h e n a u f W e l t u n d M e n s c h in ihren U n t e r s u c h u n g e n zu Iamblich a u c h unter d e m A s p e k t d e r L i c h t m e t a p h y s i k behandelt. dergemäß die Götter keinerlei Verbindung z u m Irdischen und Vergänglichen besäßen und fern v o n der Erde und den Menschen in der R e g i o n des Aithers weilten (Myst.30. m u ß Iamblich die epikureische Vorstellung abweisen. 424 Stäcker. der a u f N a s e m a n n s E r g e b n i s s e n a u f baut. T h e u r g y 121—136.99. findet sich in Myst. u n d k o m m t z u d e m S c h l u ß : „ I m j a m b l i c h i s c h e n H o r i z o n t d e u t e t sich darin eine V e r s c h i e b u n g v o m W e s e n einer Sache zu deren W i r k s a m k e i t b z w . w i e die unbegrenzte Macht der Götter mit deren räumlicher u n d f u n k tionaler Diversifikation zu vereinbaren ist: Α ϋ τ η τ ο ί ν υ ν έάν te μοίρας τ ι ν ά ς τ ο ΰ π α ν τ ό ς . die i c h v o r n e h m e . ο ί ο ν ο ΰ ρ α ν ό ν η γ ή ν . 4 2 4 Gibt es also einen Weg.128." (Stellung 153). D i e E r g ä n z u n g .13—31. besteht darin. 18. κ α ί τ ο ι θερμότητος α ύ τ ω παρούσης έπειδάν τό θ ε ρ μ α ΐ ν ο ν ε κ π ο δ ώ ν ά π έ λ θ η ) .2 6 2 .8. ο ϋ τ ω σ ϊ καϊ τ ω ν θ ε ώ ν ή δ ΰ ν α μ ι ς τά μ ε τ α λ α μ β ά ν ο ν τ α α ύ τ ή ς έ"ξωθεν περιείληφεν. bes. w i e „ e i n U n k ö r p e r l i c h e s G e m e i n s c h a f t m i t K ö r p e r n h a b e n kann.9 und beantwortet dabei zugleich die Frage. εάν τε π ό λ ε ι ς ιεράς κ α ι χ ώ ρ α ς . Siehe dazu a u c h die a l l g e m e i n e n B e o b a c h t u n g e n b e i G e r s h . S t e l l u n g 1 5 2 . N a s e m a n n T h e u r g i e 177—208 u n d 260— 2 7 1 . 1. derartig die Gegenwart der Götter zu denken? Iamblich versucht eine Lösung dieses Problems in Myst.D y n a m i s i m systematischen Z u s a m m e n h a n g a m B e i s p i e l des aitherischen Seelengefährts z u konkretisieren u n d z u r I n k u b a t i o n in B e z i e h u n g zu setzen. a u ß e r d e m Shaw. H e r v o r h e b u n g v o n mir) Stäcker g e h t j e d o c h n i c h t darauf ein. Κ α ! ώ σ π ε ρ α μ ι γ ώ ς π ά ρ ε σ τ ι τ ω αέρι τό φώς (δήλον δ' έκ τοΰ μηδέν έν α ύ τ ω κ α τ α λ ε ί π ε σ θ α ι φ ώ ς έ π ε ι δ ά ν ά π α ξ τ ό έ λ λ ά μ π ο ν α ν α χ ώ ρ η σ η . π ά ν τ α ε ξ ω θ ε ν έ π ι λ ά μ π ε ι . das veranschaulichen kann. T h e u r g i e 1 8 8 . έάν τε κ α ι τεμένη τ ι ν ά η ιερά α γ ά λ μ α τ α δ ι α λ α γ χ ά ν τ ) . Es g e h t f o l g l i c h w e n i g e r d a r u m zu klären. i h m fehlt allerdings die k o n s e q u e n t e u n d systematische A n w e n d u n g d e r n e u p l a t o n i s c h e n Licht- metaphysik gerade in d i e s e m T h e m e n b e r e i c h .1 0 4 u n d 2 4 8 .28. Das Problem. daß das L i c h t das e i n z i g e M o d e l l a b g i b t . 1. κ α θ ά π ε ρ ό ή λ ι ο ς έ"ξωθεν φ ω τ ί ζ ε ι π ά ν τ α ταΐς ά κ τ ϊ σ ι ν . 1. die auf die und in der Welt wirken. Ihren Ergebnissen b i n i c h verpflichtet.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 423 U m die T h e u r g i e als eine." (Stellung 152.1 5 3 beschäftigt sich ebenfalls m i t d i e s e m P r o b l e m . w e n n nicht die F o r m kultischer Gemeinschaft von Göttern und Menschen zu legitimieren. 423 Speziell zu d i e s e m T e x t siehe N a s e m a n n . V g l . das W i r k e n der L i c h t . Götter zu beschreiben.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 347 III. sondern wie sie wirken. trotz dieser Immanenz zugleich die göttliche Transzendenz zu bewahren. d e r e n V e r m ö g e n an (das. was die h ö h e r e n M ä c h t e sind. was uns o b e n als w e s e n t l i c h e s V e r m ö g e n b e g e g n e t e ) . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. F r o m Iamblichus t o E r i u g e n a 23—24.
(Myst. 1. vgl.128.2. d e n H i m m e l o d e r die Erde.348 Die Fortsetzung der Licht. d a ß k e i n L i c h t in [der Luft] z u r ü c k b l e i b t . V. ) . u n d a u c h nicht. Τ ό δ' έ'στιν εν κ α ι α υ τ ό π α ν τ α χ ο ύ δ λ ω ς . vgl. 2 0 . D e m e n t s p r e c h e n d also w i r d die gesamte W e l t hinsichtlich des e i n e n u n d u n t e i l i g e n L i c h t e s der G ö t t e r unterteilt. 7 . Iamblich b e t o n t damit g a n z besonders das W i e der W i r k u n g s w e i s e des Lichtes.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . o b w o h l d o c h W ä r m e [der Luft] a n w e s e n d bleibt. daß Iamblichs bevorzugtes Modell zur Beschreibung der A n wesenheit des Göttlichen in der Welt das traditionelle lichtmetaphysische M o d e l l ist. I. D . g e n a u s o scheint a u c h das L i c h t der G ö t t e r abgetrennt für sich h e r v o r u n d in sich selbst v e r h a r r e n d u n d g r ü n d e n d u n d tritt es d o c h h e r v o r d u r c h die S e i e n d e n als g a n z e h i n d u r c h . κ α ΐ ά π ε ί ρ ω δη τ ι ν ι τή κατά α ί τ ί α ν υ π ε ρ ο χ ή σ υ μ π ε ρ α ί ν ε ι τά δ λ α έν α ύ τ ω .2. ώ σ τ ε μή ο ί ο ν τε είναι χ ω ρ ί ς ά π ο τ ε μ έ σ θ α ι τι α ύ τ ο ϋ μ ό ρ ι ο ν μηδέ κ ύ κ λ ω π ε ρ ι λ α β ε ΐ ν μηδέ ά π ο σ τ ή σ α ί π ο τ ε τοΰ π α ρ έ χ ο ν τ ο ς τό φ ω ς . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.und Kraftmetaphysik bei Iamblich έν α ύ τ ώ τε μ ο ν ί μ ω ς ΐδρυμένον π ρ ο χ ω ρ ε ί δια τ ω ν δ ν τ ω ν δ λ ω ν . Enneade I. d e n n sie besteht aus Teilen! D a s [Licht der G ö t t e r ] ist eines u n d als dasselbe überall u n d ganz. was g u t zu dessen W e s e n als D y n a m i s paßt.S c h e m a . 1. Κ α τ ά τ ά α ύ τ ά δ η ουν και ό σ ύ μ π α ς κ ό σ μ ο ς μεριστός ώ ν π ε ρ ί τό εν κ α ι ά μ έ ρ ι σ τ ο ν τ ω ν θ ε ώ ν φ ώ ς διαιρείται. σ υ ν ή ν ω τ α ί τε π α ν τ α χ ο ύ π ρ ό ς εαυτό κ α ϊ τά τέλη τ α ϊ ς ά ρ χ α ϊ ς σ υ ν ά π τ ε ι .1 9 2 . w i e die S o n n e m i t ihren Strahlen alles v o n a u ß e n b e s c h e i n t . h . U n d w i e das L i c h t o h n e eine V e r m i s c h u n g e i n z u g e h e n d e r L u f t a n w e s e n d ist (was daran d e u t l i c h w i r d . W i e also das Licht das B e s c h i e n e n e u m f a ß t . 2. das diese L i c h t m e t a p h y s i k f u n d i e r t . P l o t i n beschreibt hier die K o n t i n u i t ä t seines v o m E n e r g e i a i . W a n n i m m e r [die g ö t t l i c h e Wahl] i r g e n d w e l c h e Teile des K o s m o s d u r c h Los erlangt. an i h m teilzuhaben. w ä h r e n d n o c h etwas das L i c h t gewährt. ά μ ε ρ ί σ τ ω ς τε π ά ρ ε σ τ ι π δ σ ι τ ο ι ς δ υ ν α μ έ ν ο ι ς α ΰ τ ο ϋ μετέχειν. 9 . 9.S c h e m a g e t r a g e n e n Seinsflusses. ζ . 8 n i m m t Iamblich nicht n u r a u f Plotins L i c h t m e t a p h y s i k B e z u g . w a n n i m m e r sie heilige Städte o d e r L ä n d e r erlangt u n d w a n n i m m e r sie i r g e n d w e l c h e abgetrennten [Tempel-] B e z i r k e o d e r h e i l i g e n Statuen erlangt. die Iamblichs A b h ä n g i g k e i t in aller A u s f ü h r l i c h k e i t u n t e r s u c h t . w i e ζ. A u f g r u n d seiner v o l l e n d e t e n K r a f t erfüllt es alles u n d v o l l e n d e t z u s a m m e n das A l l (τά π ά ν τ α ) in sich d u r c h die ihrer U r s a c h e nach i r g e n d w i e u n e n d l i c h e E r h a b e n h e i t . s o n d e r n a u c h a u f Plotins E n e r g e i a i . [einen Teil v o n ihm] j e m a l s a b z u t r e n n e n . U n d tatsächlich ist d o c h das sichtbare L i c h t eines u n d z u s a m m e n h ä n g e n d [ein K o n t i n u u m (συνεχές)]. 18. bes. a u c h w e n n das W ä r m e n d e fort ist). π α ν τ α χ ο ύ τό α ύ τ ό δ λ ο ν . so hält a u c h die K r a f t d e r G ö t t e r das an ihr T e i l h a b e n d e v o n a u ß e n u m f a ß t .3 1 . so daß es n i c h t m ö g l i c h ist. B . sich vollständig z u r ü c k z i e h t . e i n e n Teil v o n i h m ] m i t e i n e m K r e i s z u u m s c h r e i b e n . die v e r m ö g e n . T h e u r g i e 1 8 0 . 1 3 .v. Κ α ι μην τό γε φ ω ς τό ό ρ ώ μενον Ε ν έστι συνεχές. unteilbar 4 2 6 ist es [nämlich] allen a n w e s e n d . 427 Bereits Nasemann hat darauf hingewiesen (s. 3 1 .2. nach H o p f n e r ) D i e Abhängigkeit dieser Darstellung Iamblichs von den Vorstellungen Plotins ist unübersehbar. LSJ 81 s. 30. 22: ουδέν δέ τοΰ π ρ ό α ύ τ ο ϋ ά π ή ρ τ η τ α ι ο ύ δ ' άποτέτμηται. Ü b s . 427 V e r w i e s e n sei hier a u f N a s e m a n n . als dasselbe überall als ganzes. u n d [es] a u c h nicht [ m ö g l i c h ist. Ü b e r a l l ist es zu sich selbst hin vereint u n d f u g t die Ä u ß e r s t e n m i t d e n U r s p r ü n g e n z u s a m m e n . π α ν τ ε λ ε ΐ τε δυνάμει π ε π λ ή ρ ω κ ε π ά ν τ α .2 7 .99. was [Licht] hinstrahlt. W i e Plotin macht sich Iamblich die Eigenschaften der Stofflosig425 M i t ά π ο τ ε μ έ σ θ α ι in 1 . B . die entsprechende A n m . strahlt sie a u f alles v o n a u ß e n . u n d auf die A u s f ü h r u n g e n z u P l o t i n o b e n A b s c h n i t t II. daß sich ein Teil v o n i h m abtrennt 4 2 5 . w e n n das. 426 α μ έ ρ ι σ τ ο ς w i r d z u m ersten M a l v o n Iamblich an dieser Stelle als A d v e r b u n d n i c h t als A d j e k t i v g e b r a u c h t .
die Iamblich d u r c h εξωθεν u n d π ά ν τ α erreicht. 7 . ihr L i c h t u n d dessen W i r k e n beschreibt: ό ήλιος εξωθεν φωτίζει π ά ν τ α ταΐς άκτΐσιν. u m die spezielle F o r m des W i r k e n s als παρειναι z u b e s c h r e i b e n u n d z u erklären.128. Light 57—60. daß Iamblich auch in diesem Fall sein O u s i a . 17).. 1 2 und 13-14. das unstofflich u n d intelligibel ist. 4 3 1 D e r gesamte A b s c h n i t t läßt sich in vier U n t e r a b s c h n i t t e g l i e d e r n .G a n z e s " g ö t t l i c h e n W i r k e n s u n d göttlicher A n w e s e n h e i t erklären. 1 3 — 1 7 f u h r t I a m b l i c h bereits implizit aber d e n n o c h e r k e n n b a r sein D r e i e r s c h e m a v o n O u s i a . 429 Siehe N a s e m a n n . das P r o b l e m d e r V e r e i n b a r u n g v o n T r a n s z e n d e n z u n d I m m a n e n z bei der D u r c h d r i n g u n g des S t o f f l i c h e n durch das G ö t t l i c h e .a l s .u n d der A l l g e g e n w a r t s b e t o n u n g . 4 2 9 D a diese W i r k u n g die einer ü b e r r ä u m l i c h e n D y n a m i s ist. k a n n Iamblich a u f diese W e i s e a u c h das „ U b e r a l l . A b g e s e h e n v o n der T r a n s z e n d e n z . daß das W i r k e n der G ö t t e r ein έ π ι λ ά μ π ε ι ν ist. Siehe a u ß e r d e m die Z e i l e n 3 1 .Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 349 keit u n d der daraus resultierenden Teillosigkeit u n d Ü b e r r ä u m l i c h k e i t des Lichtes z u n u t z e .. d e m a u f d e n ersten B l i c k W o r t für W o r t das der S o n n e z u entsprechen scheint: εξωθεν φωτίζει π ά ν τ α (30. D y n a m i s u n d E n e r g e i a ein. α μ ι γ ώ ς u n d χ ω ρ ι σ τ ώ ς (3i. 428 lichtmetaphysisch zu lösen. Zum anderen fällt die d e u t l i c h e r - kennbare D r e i t e i l u n g ins A u g e . das der S o n n e j e d o c h e i n φ ω τίζειν (konsequenterweise w e r d e n die v o m S o n n e n l i c h t erhellten D i n g e in 30. w i e die G ö t t e r a u f das S t o f f l i c h e e i n w i r k e n u n d in i h m ihre W i r k u n g entfalten. o b er hier n i c h t ein allgemeines S c h e m a a n w e n d e t u n d d a r a u f h i n w e i s t .99.S c h e m a u n d das damit v e r b u n d e ne G e e i g n e t h e i t .D y n a m i s . 1 6 ) beschreibt er das W i r k e n des Göttlichen. Zum einen die chiastische G e g e n ü b e r s t e l l u n g v o n π ά ν τ α [. M i t der Kernaussage π ά ν τ α εξωθεν έ π ι λ ά μ π ε ι ( 3 0 . S o n n e n strahlen u n d B e s c h e i n e n unterscheidet. T h e u r g i e 270—273 u n d Finamore. ι und 5). o h n e v o m S t o f f l i c h e n her eine e c h t e B e e i n t r ä c h t i g u n g o d e r a u ß e r d e m eine E i n w i r k u n g zu erfahren. ist w e i t e r v o n Interesse. 428 N a s e m a n n . H i e r ist nach d e m G r u n d dieses in sich differenzierten W o r t g e b r a u c h s zu fragen. 4 3 0 A u f b a u e n d a u f dieser E i n s c h ä t z u n g des Textes soll n u n eine genauere A n a l y s e allgemeinen erfolgen. In diesem Fall ist z u u n t e r s u c h e n .8 . 430 S o z. Z w e i M o m e n t e fallen ins A u g e . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. D a b e i g e h t es a u c h I a m b l i c h d a r u m . 1 6 .41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 18 als τα φωτιζόμενα b e z e i c h n e t ) . anhand des L i c h t m o d e l l s z u z e i g e n .K o n z e p t in ihrer lichtspezifischen F o r m anwendet. w i e Iamblich die irdische S o n n e .] έπιλάμπει u n d φωτίζει π ά ν τ α .E n e r g e i a . durch das höchst u n g e w ö h n l i c h e A d v e r b άμΕρίστως. I m ersten v o n 3 0 . die die Transzendenz des G ö t t - lichen b e z e i c h n e n : εξωθεν (dreimal in vier Zeilen: 30. S o versucht Iamblich. Sie l e n k t die A u f m e r k s a m k e i t des Lesers darauf. m i t der Iamblich z w i s c h e n S o n n e . 431 D a m i t ergänze ich Nasemanns Ergebnisse dahingehend. T h e u r g i e 271 weist auf die Signalwörter hin. daß i c h versuche zu z e i g e n . 1 7 u n d 19). B. die a u f dessen C h a r a k t e r als D y n a m i s z u r ü c k g e h e n .
4 und τό φωτίζειν πεφυκός in 142. Kraft und Wirkung zu differenzieren vermag.2. Die als Ousia zu verstehende Sonne entfaltet mittels der Sonnenstrahlen als ihrer Dynamis eine spezifische Wirkung. 12—13). 1—3: κατ' έπιτηδειότητα τοϋ ποιοΰντος προς τό πάσχον und oben 432 Wie er es z. πεφωτισμένον in De an. Myst. als eine zur Aufnahme von Licht befähigte „ N a t u r " .41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Vgl. I. in dem sie ihre spezifische Wirkung realisieren kann.2 untersucht. die beschienenen Dinge (τά φωτιζόμενα). 8. daß Licht entstehe.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Meiner Ansicht nach läßt Iamblich alle drei Elemente des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas in seine Beschreibung des Wirkens der Sonne einfließen. 142. nach welchem Vorbild er das Verhältnis zwischen Dynamis und Energeia versteht. mant. Der Ousia korrespondiert — in Anlehnung an das platonische Sonnengleichnis — die Sonne in ihrer primären Ursächlichkeit. indem das Durchsichtige. mant. liegt die Annahme nahe. Die Dynamis des primären Lichtes vermag also ihre Wirkung nur dann vollständig zu entfalten. De an. 9 . 1 0 ) eines primären Lichtes (dem τό φωτίζειν πεφυκός in 142. daß Iamblich diese Beschreibung nutzt. 433 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. mant. Ihre Bedeutung fiir Plotin im Kontext der Darstellung des Verhältnisses von der Seele zum Körper habe ich bereits in Abschnitt II. 1 4 2 . ihrer Dynamis die Sonnen. 142. in Myst. mant. durch das Einwirken (ποιεί. IV. τοϋ φωτίζειν πεφυκότος in De an. 1 1 . Iamblich konnte also auf diese Funktionalisierung zurückgreifen. also das Licht. (De an. und der Energeia das Bescheinen ebenso wie dessen Ergebnis. 142.oder Lichtstrahlen. 144.128.350 Die Fortsetzung der Licht. 434 Diesen Begriff entnehme ich der Ubersetzung Hopfners von De Mysteriis. z. φωτίζεται in De an. Alexander nimmt an.1 1 dezidiert vorgibt. so daß dieses erhellt ist. 1. Β.oder Immanenzmedium 434 entspricht. 432 Mit den Wendungen φωτίζει und φωτιζόμενα weist Iamblich möglicherweise präziser darauf hin. das geeignet ist.2. 142. in der Alexander von Aphrodisias in seiner De anima libri mantissa aufbauend auf Aristoteles darlegt. wenn ihr eine Art Rezeptions. denn diese G e eignetheit ist j a eine des Wirkenden hinsichtlich des Leidenden (vgl. 4-5. h. d. Sehr ähnliche Formulierungen 433 findet man nämlich in der Beschreibung. 2 mit τρέπεται πως καΐ πάσχει als ein Erleiden oder AfFiziert-Werden beschrieben wird.4—5) zu Licht gewandelt werde (τρεπόμενον φωτίζεται in D e an. wenn es ihm darum zu tun ist. 4). daß Iamblich dieses Schema auch auf die Götter und deren Art zu wirken überträgt. Es ist anzunehmen. 192. nämlich das Bescheinen auf alles hin. B. Da diese Wandlung zumindest von Alexander in 1 4 2 .99. das er als eine φύσις δεκτική φωτός begreift. 4. so daß er die Götter nach Wesen. wie Licht entsteht. das Verhältnis der göttlichen Dynamis und ihrer Wirkung nach dem έπιτηδειότης-Konzept zu bestimmen. 4. mant. mant. diese Wirkung zu empfangen.
436 Sie sind durch zwei Vergleiche gegliedert. womit er in diesem Bereich fortsetzt. .4 ) . was schon für die Verhältnisse im Noetischen und Noerischen festgestellt und durch die Überlegungen zu Myst. 30. 1. 1 7 . ] ουτω (31. Damit sind die Grundlagen.2) und damit auch des AfFizierten oder des zu Affizierenden hinsichtlich der affizierenden Kraft. ] οΰτωσί (30. Setzt man außerdem die Formulierung των θεών ή δύναμις in 30. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das er per analogiam auf die Götter übertragen wissen möchte. .6) enthält Iamblichs Darstellungen der Interaktion zwischen intelligibler göttlicher Dynamis und dem StofflichWeltlichen. Die derartig begründete Analogie zwischen Sonne und Göttern wird im folgenden von Iamblich weitergehend expliziert.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 351 Abschnitt III. Die Zeilen 30. von denen her Iamblich Anwesenheit und Wirken der Götter versteht. Während Iamblich es im ersten Vergleichsglied. so macht bereits der Parallelismus deutlich. 18—19 lassen das Schema deutlich erkennen. daß Iamblich durch seinen differenzierten Wortgebrauch (φωτίζειν έπιλάμττειν) auf das lichttheoretische Modell hinweisen wollte. das bereits den Lichtspekulationen im Intelligiblen zugrunde lag und das er nun hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Dynamis und Energeia um das Moment der φύσις δεκτική aus der peripatetischen Lichttheorie erweitert. 437 " Ω σ π ε ρ [ . From Iamblichus to Eriugena 195—197 zitiert einige Passagen des frühmittelalterlichen Theologen / Philosophen Eriugena.1 8 ) und ώσπερ [ . in dem er das irdische Licht beschreibt. die Anm. vermeidet. .1 9 2 . mit denen Plotin das Wirken des Intelligiblen auf das und im Stofflichen nach der παρεΐναι-Theorie deutet. zu den Untersuchungen von Nasemann.9. wie Nasemann zeigt. 5: των θεών τό φώς in Beziehung. 437 Auch hier bedient sich Iamblich.128. weist allerdings weder auf Alexander von Aphrodisias noch das mögliche Vorbild aus der theurgischen Praxis hin.Theurgie 1 8 0 . Der zweite Unterabschnitt (30. von ihm etabliert: Sie werden mit der Sonne und ihrem Wirken durch das Licht in einem zur Aufnahme dieses Wirkens befähigten Medium verglichen.99. 18 zur Wendung in 3 1 . Damit läßt sich vermuten. intensiv der Überlegungen.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 1. daß Iamblich Licht und Dynamis funktional identifiziert. 436 Z u den aus Plotin bekannten und von Iamblich übernommenen Vorstellungen s. die auf genau diesem Ansatz aufzubauen scheinen. so daß er an dieser Stelle das έττιτηδειότης-Konzept integrieren kann.17—31. δύναμις und ενέργεια als den der δύναμις. . 435 Diese Grundlagen wiederum fundiert Iamblich durch das allgemeinere Ousia-Dynamis-Energeia-Schema. o. 16—17 gestützt werden konnte: Iamblich bestimmt den Status des Lichtes im Verhältnis zwischen ουσία. in denen jeweils die Dynamis der Götter mit dem irdischen Licht verglichen wird. von Teilhabe zu schreiben. 1 . verwendet er 435 Gersh.
Diese Eigenschaft kann leicht aus d e m C h a rakter des Lichtes als Dynamis erklärt werden. Das läßt φωτίζει. während die Energeia das ist. 17 vom irdischen Licht gesagt. an der unmittelbar partizipiert wird (sie ist das τό μετεχόμενον). noch mehr hervortreten. 439 Mit έλλάμπει in 3 1 . 5 nimmt Iamblich έπιλάμπει aus 30. 438 Damit erhält der zweite Vergleichsabschnitt.128.und Kraftmetaphysik bei Iamblich 352 dieses ontologische Verhältnis in Ergänzung zur Lichtterminologie sehr wohl. N a c h den U n t e r s u c h u n g e n zur grundsätzlichen B e d e u t u n g des O u s i a . sondern u m eine Erklärung und Veranschaulichung des Wirkens der Kraft des Göttlichen auf das ihm Folgende. s. I. 9. Auch er nimmt in diesem Zusammenhang Bezug auf Myst. 1.und Kraftmetaphysik diskutiert er jedoch nicht.D y n a m i s Energeia-Schemas ist es die Dynamis. das E i g e n schaften seiner causa materialis annimmt) auch für Iamblich w e d e r aus einem S t o f f besteht. H i n g e g e n sind zwei Aspekte des göttlichen Lichtes voneinander zu unterscheiden. Die systematische Weiterentwicklung und Dynamisierung der platonischen Teilhabevorstellung in der neuplatonischen Licht. 1. einen stärker metaphysischen Charakter. da eine D y n a m i s im R e g e l f a l l (zu den A u s n a h m e n siehe unten die A n m . in 30.3 zum Schema.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .o. 1—6) weist innerhalb seiner beiden Vergleichsmomente eine inhaltliche Verschiebung auf. V o m irdischen Licht sagt Iamblich lediglich. Abschnitt III. eine E i n w i r k u n g v o m Stofflichen zu erfahren oder sich mit ihm zu vermischen. also zwischen zwei o n t o logisch unterschiedlichen Bereichen. daß Teilhabe des Niedrigeren am H ö h e r e n nicht eine AfFektion des H ö h e r e n zur Folge hat. A u c h der zweite Vergleich dieses Abschnittes ( 3 1 . u m die B e z i e h u n g zwischen Göttern und Welt. der somit den gesamten Vergleich f u n diert. der die göttliche Dynamis zum Inhalt hat. 16 auf. Iamblich scheint hier möglicherweise bewußt auf die Ellampsis als religiöse (oder metaphysische) Vorstellung anspielen zu wollen. Gerson. w o ebenfalls vom göttlichen Licht die Rede ist.99. Abschnitt III.Die Fortsetzung der Licht. o. zum sekundären Licht. die ebenfalls aus der B e d e u t u n g des Ousia-Dynamis-Energeia-Schemas fur die Darstellung des Wirkens des Intelligiblen auf das Irdische und der Verbindung des Schemas mit der Lichtmetaphysik erklärt werden kann. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. zu charakterisieren. 1 9 nämlich nennt er das Irdische τά μεταλαμβάνοντα αύτής [ = τ ώ ν θεών δυνάμεως]. noch räumlich zu verorten ist und ihr damit die Voraussetzungen fehlen. daß es unvermischt der L u f t anwesend sei.3). Presence 3 7 7 . was auf etwas hinscheint. Z u m einen ist es das. In 3 0 . d e m hier die τά μεταλαμβάνοντα entsprechen. was partizipiert (τό μετέχον. M i t εξωθεν weist Iamblich zusätzlich darauf hin.3 7 8 geht bei seinen Ausführungen zur Anwesenheit des Göttlichen im Irdischen kurz auf diese Unterteilung ein. denn schließlich geht es Iamblich nicht u m eine Untersuchung des irdischen Lichtes. 4 3 9 durch die Seienden hindurch hervorgeht und sie dabei vollständig erfüllt (προχωρεί 438 S. 31 und deutet das Verhältnis zwischen Gott und Stoff rein platonisch als Teilhabe.
. in Myst.442 Genauso gilt fur die Sonne. Mit dieser Wendung erfaßt Iamblich zugleich den Ousia-Aspekt des Göttlichen. oben zu Prokl. 4.1. der betont.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 353 διά των δντων δλων. 1 1 . o. I. 7. Plat.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . was abgesondert in sich selber verharrend gründet: χωριστώς έν αύτω τε μονίμως ίδρυμένον (31. 1. daß sie nur durch ihre Strahlen erhellt. 440 Besonders das Verb προχωρεΐν oder synonyme Begriffe kennzeichnen das Hervortreten der Dynamis aus der Ousia (vgl. I. die als Lichtquelle verstanden wird. wie die ενέργεια εκ της ουσίας als Licht aus der ενέργεια της ουσίας. 6 ) . Abschnitt II.99. 3 1 . In T i m .. Inst. ζ. die an Plotins E n ergeiai-Schema erinnert. 3 0 9 . die bewegungs.und veränderungslos in sich verharrte. o.1 4 . dazu auch die Formulierungen bei Proklos.3). Presence 37. In 440 Vgl. Gerson. 1.3. 19. z . ] παρόντες erklären. 1 und Theol. s. 5—6) mag zwar auch die Entsprechung zum αμιγώς des irdischen Lichtes und damit das tertiurn comparationis des gesamten Vergleichs sein. 442 Siehe dazu Myst. Aus ihr geht das wirkende göttliche Licht als Dynamis hervor. B. wie das Gedankenexperiment aus Enneade VI. Meines Erachtens wird erst vor diesem Hintergrund die Dynamik zwischen Stasis und Bewegung verständlich. . Myst. §§ 80 und 81 und oben A b schnitt III. aber die ausschweifende B e schreibung weist über diese Funktion im Vergleich hinaus. als pures Licht aufgefaßt werden kann. daß Tran- Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.128. B . Dieses Licht bleibt aufgrund seiner Unstofflichkeit und Uberräumlichkeit ebenfalls unaffiziert vom Stofflichen. I.44—47 zeigt. die. die sich als Wirkkraft auf anderes richten kann (s. dessen Verhältnis zur Dynamis er zusätzlich in die seiner Beschreibung inhärente Spannung zwischen statischem Verharren und der Dynamik des Hervorgehens (ίδρυμένον — προχωρεί) einfließen läßt. Z u m anderen ist dieses göttliche Licht zugleich das. eine zweite E n ergeia hervor. 1 3 .1 2 u. in eine Spannung.3. Beim Licht der Götter gilt es also diese beiden Aspekte zu unterscheiden. 57. 1 1 . In diesem Schema ging aus der wesentlichen Energeia. Vgl. B.1 2 : χωριστώς [ . 1. 441 Die in der Forschung als „Transzendenzformulierungen" bezeichneten Wendungen umfassen also in diesem Textabschnitt zweierlei: einmal weisen sie hin auf die eigentliche Transzendenz der Ousia. 441 Zugleich lassen sich auf diese Weise paradoxe Formulierungen w i e ζ. 4 . 7. die in sich verharrend vermittels ihrer Dynamis wirkt und so erst gar nicht in direkten Kontakt mit der stofflichen Welt tritt. Die ursprüngliche Transzendenz ist also primär die Eigenschaft der göttlichen Ousia. w o Iamblich die χωρισταΐ ούσίαι als Prinzipien der Veränderungen und Wirkungen bezeichnet. die Iamblich seiner Darstellung des göttlichen Lichtes hier gibt und die über das irdische Licht als Vergleichsobjekt weit hinausgeht. 17). II. 48. Offensichtlich beschreibt Iamblich hier eine Dynamis. die Iamblich nach dem Vorbild der ενέργεια της ουσίας Plotins gestaltet. Abschnitt II. 1 3 .
3 1 . In b e i d e n Bereichen ist das Licht als überräumliche u n d unstoffliche Kraft ein K o n t i n u u m . d e n Strahl göttlicher Licht-Kraft zu unterteilen. Schließlich wird i m vierten u n d letzten Abschnitt dieser Textpassage.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .Abschnitt III. 1 2 .128. zu άττοτέτμεσθαι und dessen möglichem Bezug zu Plotin V. 14—18 reicht. das nicht segmentiert werden kann: D e m irdischen φως τό όρώμενον εν έστι συνεχές in 3 1 > 7 korrespondiert genau darin das göttliche Licht: [των θεών τό φως] δ' εστίν εν (31. das Iamblich durch die Uberräumlichkeit der Dynamis rechtfertigt. in der die Dynamis mit der Ousia v e r b u n d e n ist. es ist ebenso unmöglich. 2 ." 443 Vgl. 1 3 .13)· Daraus ergibt sich als unmittelbare K o n s e q u e n z fur beide Arten von Licht. 18 mit der A n m . in d e m die zweite. παντελεΐ (31. also d e m transzendenten Wesen des Göttlichen zu trennen. was bereits z u m W i r k e n der L i c h t . das sich mit d e m deckt. das spezifische W i r k e n der göttlichen Dynamis b e schrieben.und Kraßmetaphysik bei Iamblich diesem Sinn sichert erst die Ousia in der metaphysischen T h e o r i e die eigentliche Transzendenz des Göttlichen. 6—14). I. 58. Des weiteren m e i n t Iamblich mit diesen W e n d u n g e n aber auch die Unaffizierbarkeit der göttlichen Licht-Dynamis gegenüber allem Stofflichen u n d Niedrigeren. 81. die sich als K o n s e q u e n z aus ihrer Unkörperlichkeit ergibt. 19.1 5 . O. Iamblich ü b e r n i m m t sie aus Plotins Energeiai-Schema. o .16) bezeichnen dabei die Vollendung der sich entfaltenden W i r k b e w e g u n g . wie Iamblich mit π α ν τ α χ ο ύ τό αύτό δλον (31. 10 weist Iamblich mit d e m Genitivus absolutus του παρέχοντος τό φως aber n o c h auf einen weiteren Aspekt dieser Dynamiskontinuität hin: die u n auflösbare Verbindung.99. 3 0 . in d e m er diese E i genschaft i m R a h m e n der Dynamiskontinuität erörtert. 1 .14—15) u n d συμπεραίνει (31.1 zu Myst. Aus demselben G r u n d besitzen beide Lichtarten auch keine Teile. das π α ν τ α χ ο ύ δλον (bei Plotin als π ά σ α πανταχού der Seele bekannt) zu b e g r ü n d e n . 4 4 3 M i t δια των δντων δλων leitet Iamblich ü b e r z u m dritten Unterabschnitt (31. aus der sie hervorgeht. Zugleich versteht Iamblich diese Vollendung als Erful- szendenz und Anwesenheit nur durch Vermittlung miteinander vereinbart werden können: „ultimacy and presence together require instrumentality. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. s. 9 . die göttliche D y n a m i s selbst von ihrer Ousia.3 zu Inst. In Zeile 31. hervorgehende Energeia ebenfalls nicht v o n der wesentlichen Energeia abgeschnitten werden kann. der von 31. §§ 80 u. Myst. Proklos wird diesen Aspekt des Verhältnisses zwischen Ousia und Dynamis als αχώριστος bezeichnen. 2 2 . 444 S . Abschnitt III. 1.D y namis i m N o e t i s c h e n u n d Noerischen festgestellt w e r d e n konnte. 1 . die dazu dient. 4 4 4 Es ist daher nicht nur u n m ö g lich. in der als ihrer Energeia diese B e w e g u n g ihren Abschluß findet.354 Die Fortsetzung der Licht. daß sie überall zugleich als ganze anwesend sein müssen. 7—8) v o m irdischen Licht u n d αύτό πανταχού δλως (31.5. 13) v o m göttlichen aussagt.
wobei erwartungsgemäß der passive Aspekt der Geeignetheit-Konzeption auch lichtmetaphysisch in den Vordergrund treten wird. das zugleich wie bei Plotin die ungeteilte Allanwesenheit der göttlichen Kraft erklärt. 15). nämlich Vollendung. die durch ihr Licht wirkt. wie sich Iamblich im Prinzip das Wirken der Götter auf die Welt vorstellt. das es Iamblich ermöglicht. was an Hekate erinnert. in der die oben dargelegten Implikationen aus dem peripate- 445 συνήνωταί τε π α ν τ α χ ο ύ προς εαυτό soll dagegen wohl die wesentliche Eigenschaft des Sphärischen. 446 Z u m Geeignetheit-Konzept siehe oben Abschnitt III. die der Dynamis in diesem Verhältnis zukommt. 3 1 . eine größere Bedeutung des peripatetischen Lichtmodells.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . die in ihrer Funktion als metaphysische Dynamis laut Psellos alles mit Licht und Leben erfüllt.99. die scheinbare U n vereinbarkeit von Transzendenz und Immanenz aufzuheben in der triadischen Struktur des Göttlichen. 14 enthält mit der Wendung πάρεστι π α σ ι τοις δυναμένοις αΰτοϋ μετέχειν. Hier nimmt Iamblich eindeutig Bezug auf die Funktion der Dynamis als Band (δεσμός). 446 Bereits I. bestimmt Iamblich dann nach dem Vorbild Plotins als Wirken der unstofflichen und überräumlichen Kraft am und im Stofflichen. Erfüllung und Vereinung durch Vermitdung. daß Iamblich auch der göttlichen Dynamis alle drei spezifischen Wirkungen der intelligiblen Dynamis als vermittelndes und wirkendes Band zuspricht. zusätzlich abhängig von der Fähigkeit des Beschienenen. als Immanenzmedium die Licht-Kraft aufzunehmen.128. Wie im intelligiblen Bereich bildet das Ousia-Dynamis-EnergeiaSchema das tragende Gerüst. Die Art zu wirken. 3 1 . nennt er gleich zu Beginn des Abschnitts: es ist die Sonne. Das Modell.445 Anhand dieses Textes und der Analyse seiner Unterabschnitte ließ sich somit zeigen. die die Dynamis darin übernimmt. Z u m Kreis des Göttlichen siehe Shaw.Theurgy 90. hin: auf die Vereinigung der beiden extremen Aspekte der Ousia einerseits und der Energeia andererseits: τά τέλη ταΐς άρχαΐς συνάπτει (31. nach welchem Mechanismus Iamblich die Wirkungen der göttlichen Dynamis differenziert.17—18). ebenfalls w i e bei Plotin. Die dritte Wirkung des göttlichen Lichtes weist dann wieder auf das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema und die Funktion. W i e bei Plotin rückt also auch bei Iamblich auf diesem Abschnitt des Seinkontinuums das Verhältnis zwischen Licht und A u f nahmemedium in den Vordergrund. das Erhellen oder Erfüllen mit Licht. Der letzte Unterabschnitt machte deutlich. Das wiederum bedingt.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 355 lung (πεττλήρωκε. Dabei ist die Wirkung des Lichtes.2. die das Göttliche uneingeschränkt besitzt. so daß sie überhaupt in ihm ihre Wirkung entfalten kann. an dem sich Iamblich dabei orientiert. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 1. zum Ausdruck bringen. 9. Von dieser Interpretation ausgehend untersuche ich nun ausführlicher.
auf der Seite des passiven Aspekts die Fähigkeit zur Aufnahme dieses Wirkens.99. wieder andere vollständig oder hingegen die gesamte Dynamis behindert und eingeschränkt. 3-5 betont. Stellung 154—157. I. wird die Geeignetheit und besonders ihr passiver Aspekt zu einer Art Filter. A u f der Seite des aktiven Aspekts steht die D y namis in ihrem Wirken. die scheinbar auf das Wirken des Göttlichen zurückzufuhren sind.9.3 zu Enneade 111. einen Hinweis darauf.6. Trotzdem kommt es zu einander gegensätzlichen und oder gar zerstörerischen Wirkungen im Stofflichen. dar. wie Iamblich in Myst. wirkt es auch überall gleich. das zugleich ein Verändern und Modifizieren der ursprünglichen Dynamis ist. wie Iamblich sagt. daß Iamblich die Wirkungen der göttlichen Dynamis nach dem Vermögen. liegt Iamblichs Ansicht nach die Unvollkommenheit der Wirkungen des Göttlichen im irdisch-weltlichen Bereich begründet. o b e n Abschnitt II. 9 geht hervor. und da es gut ist. vgl. 448 W i e aber kommt Iamblich dazu. denn das Aufnehmende erfährt diese Wirkung und erleidet damit eine Veränderung. daß das Göttliche überall gleich wirkt.7-19. T h e u r g i e 258-269 erörtert dieses Konzept Iamblichs ausfuhrlich u n d stellt seine historischen Vorbilder. dem Konzept der GeeignetVgl. Je nach Geeignetheit werden dann manche Wirkaspekte überhaupt nicht angenommen. Besonders Stacker hat vor d e m H i n t e r g r u n d von Myst. Dabei kommt Iamblichs Versuch.9. die Götter ü b e r all u n d jederzeit unveränderlich u n d einheitlich gegenwärtig sind. 448 Nasemann. die Dynamis aufzunehmen. w o dargestellt ist.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Aus den bisherigen Argumenten in I. die Frage nach der Möglichkeit böser göttlicher Wirkungen zu beantworten. nämlich als gutes. 53. In diesem Filtern. Versteht man nun die jeweilige Kraft als ein Bündel spezifischer potentieller Wirkungen.2. Das würde jedoch zu einem Widerspruch fuhren. auch Stacker. gleichzusetzen. an ihr teilzuhaben. Von ihren B e o b a c h t u n g e n gehe ich aus. dessen spezifische Funktion hinsichtlich der Wirkung des Lichtes bzw.356 Die Fortsetzung der Licht.128. differenzieren wird. 18. Da dieses Aufnehmen der Realisierung der Wirkung entspricht. der die Dynamis nach ihrer Wirkung differenziert. Als Ausweg bietet sich der zweifache Aspekt der Geeignetheit an. Es zeichnet sich nämlich ab.und Krafimetaphysik bei Iamblich tischen Lichtmodell aufgenommen werden. der Dynamis der Götter nun untersucht werden soll. dann fällt das den Grad und 447 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. andere nur in spezieller Intensität und Form. 7 . 1. eine besondere Bedeutung zu. 447 Diese Wechselbeziehung zwischen Wirken und Leiden koordiniert Iamblich mittels seines έττιτηδειότης-Konzepts. Vor dem Hintergrund der Kombination von Kraftmetaphysik und Lichtmodell ist das Vermögen teilzuhaben mit dem Vermögen.9 den wesentlichen Punkt herausgestellt: „Wenn. 3 3 . wie Iamblich dieses Problem lösen wird. daß das D u r c h sichtige unter der E i n w i r k u n g des primären Lichtes etwas erleiden müsse u n d wie sich Plotin damit auseinandersetzt. besonders Plotin. ist es außerdem ein Erleiden.
D a in 1. daß „ e p i tedeiotes came to be used by Neoplatonists to account for the differences in mystical experie n c e " (Theurgy 84).. 9.] προχωρεί δια τών δντων δλων. 18.] ά κ ω λ ύ τω ζ (53> 8—11). Z u m a l dann. Das Adverb μονίμως.. 1. daß sich Iamblich die aus der Ousia hervorgehende Dynamis wohl auch an dieser Stelle als Licht vorstellt. 449 Die hervorgehenden Dynameis b e sitzen alle sprachlichen Merkmale.8 7 . auch Shaw. G r u n d legend ist Myst. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. 9. 8—11 mit I. s.. die auch sonst bei Iamblich eine Dynamis in ihrem Verhältnis zur Ousia einerseits und zum Folgenden andererseits b e schreiben: προϊούσας [.] δι' δλης [. den dynamischen Aspekt einer Ursache als causa efficiens hervorzu- heben.] κατιούσας [.3 zu V. 449 Schon bei Plotin w a r zu beobachten.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 357 heit diese Funktion zu geben? An welchem Modell könnte er sie entwickelt haben und von welchen Vorstellungen wird sie begleitet? D e n Ausgangspunkt der Erörterung zur B e a n t w o r t u n g dieser Frage bildet Myst.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Des weiteren macht der Vergleich von 53. V g l ..99. T h e u r g i e 8 6 . u n d das Partizip έστώσας weisen deutlich auf das Verharren in der Unveränderlichkeit hin. 53...6 deutlich. 18 zwischen zwei verschiedenen Dynameis ontologisch zu differenzieren. 4. I. kann m a n die verharrende schon aufgrund der verwendeten Begrifflichkeit als Ousia e r k e n nen. das er als erster benutzt. 7-9: τάς μεν έν αύτοΐς τοις θείοις σ ώ μ α σ ι ν μονίμως έστώσας. stützt dieser sprachliche Anklang meine A n n a h m e . das wesentlich die O u s i a . wenn es primär darum geht. die d e n K ö r p e r n z u k o m m e n ..2. n an: Charakter der Teilhabe Differenzierende auf die Seite des Rezipienten als des principium individuationis" (Stellung 1 5 4 ) .26-33. in I. 31. 1 4 . O b w o h l Iamblich in diesem Satz von zwei Dynameis spricht. 31.9 dieses Licht gleichzusetzen ist mit der aus d e m Wesen der Götter h e r vorgehenden Dynamis.18. daß der B e g r i f f „ D y n a m i s " auch die Position der wesentlichen Energeia einnehmen kann. 1. 1.M o n a d e charakterisiert.] γενέσεως [.o.. denn er schreibt v o m Licht in I. Auf das Verhältnis dieser meiner Ansicht nach lichtartig gedachten D y n a mis dem Niedrigeren u n d der stofflichen Welt gegenüber k o m m t es Iamblich im Abschnitt Myst. 5 3 . Abschnitt II. Er beginnt mit einer Differenzierung zweier Dynameis. In diesem Abschnitt schildert Iamblich das Wirken der Gestirngottheiten.128. τάς δ' α π ' α ύ τ ώ ν π ρ ο ϊ ο ύ σ α ς εις την φύσιν του κόσμου. So wird einmal die schon aus Myst. der diese Funktion der G e e i g n e t heit in ihrer A n w e n d u n g auf das theurgische Ritual beschreibt und darauf hinweist. D a diese Differenzierung für das Folgende wichtig ist. 5 . 1.9 bekannte S p a n n u n g zwischen d e m Verharren der Ousia und der nach außen gerichteten B e w e gung der Dynamis erkennbar. werde ich etwas näher auf sie eingehen.5 4 .. 5—6: των θεών τό φώς [. über die die Götter gebieten.18.
5.Abschnitt III. nämlich w i e es das Intelligible aufnimmt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Α ύ τ α ι τοίνυν έπΐ μεν σωτηρίςχ τοΰ π α ν τ ό ς διήκουσιν ω σ α ύ τ ω ς καϊ σ υ ν έ χ ο υ σ ι ν δλην την γένεσιν κατά τά αύτά. I.1.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .35« Die Fortsetzung der Licht.2. I4~54. so haben auch die in der S c h ö p f u n g existierenden N a t u r d i n g e u n d i m S t o f f v o r h a n d e n e n Wesenheiten an den unstofflichen 4 5 0 u n d über der N a t u r u n d der S c h ö p f u n g stehenden aitherischen K ö r p e r n auf ordnungslose u n d falsche Weise irgendw i e Anteil. k o m m e n aber d e n n o c h hinab in das. Sie zwar sind unaffizierbar und unwandelbar. 1 : α π α θ ε ί ς [ . 1 8 - 5 4 . B . an [diesen Kräften] teilzuhaben. was sich wandelt und in das. Diese Verschiebung der Schwerpunkte innerhalb der Kontrastierung ist für seine Erklärung der Unvollkommenheit der Welt notwendig. πέφυκεν α υ τ ώ ν μετέχειν. ist sie [doch] dazu ausgelegt. D a n u n die S c h ö p f u n g vielgestaltig (πολυειδής) ist u n d aus unterschiedlichen [Elementen] besteht.und Kraftmetaphysik bei lamblich λ ο ι π ό ν ουν περί τ ω ν τηδε κ α τ α π ε μ π ο μ έ ν ω ν καί συμμιγνυμένων π ρ ο ς την γένεσιν διέλθωμεν. 451 A u f diese Weise weist er die ontologische Kluft aus. was es aufnehmen soll. denn gerade die unvollkommene Art der als A u f n e h m e n verstandenen Teilhabe begründet die 450 Z u r Vorstellung des unstofflichen Körpers s. . nicht aber nach der Kraft j e n e r [Gestirngötter]. καίτοι εις τό τρεπόμενον και π ά σ χ ο ν κ α θ ή κ ο υ σ ι ν . (Myst.τρεπόμενον καί π ά σ χ ο ν . Z u diesem Z w e c k hebt er der platonischen Tradition folgend zuerst die Gegenstandsbereiche selbst und ihre wesentlichen Eigenschaften voneinander ab. W i e also das W e r d e n d e am Seienden auf eine d e m Z e u g e n den spezifische Weise teilhat und der K ö r p e r am U n k ö r p e r l i c h e n auf eine d e m K ö r p e r spezifische Weise.απαθείς τέ εΐσι και ατρεπτοι. Übs.128. in der chiastischen Gegenüberstellung in 53. daß w i r die hierher herabgesandten und hinsichtlich der S c h ö p f u n g eine V e r m i s c h u n g eingehenden [Kräfte] erörtern. " Ω σ π ε ρ ουν τό γ ι γ ν ό μ ε ν ο ν τοΰ δντος γεννητώς καϊ τό σ ώ μ α τοΰ α σ ω μ ά τ ο υ σ ω μ α τ ο ε ι δ ώ ς μεταλαμβάνει. U n d sie n i m m t in affizierter Weise das Unaffizierbare auf. 18.π α θ η τ ώ ς δέ χωρεί τό απαθές. empfängt sie. οϋ κατά την εκείνων δύναμιν. 451 Stilistischen A u s d r u c k erhält dies z . . Dann wird die Art. w i e das Stoffliche am Intelligiblen teilhat. lamblich betont hier also das „ W i e " der Teilhabe. gegenübergestellt. καϊ δ λ ω ς κατά την οΐκείαν φύσιν. besonders die Unwandelbarkeit und Unaffizierbarkeit des Intelligiblen gegen die Wandelbarkeit und Affizierbarkeit des Stofflichen und Irdischen. U. ο ύ τ ω και τά έν τη γενέσει φ υ σ ι κά καί ενυλα τ ώ ν ά ύ λ ω ν και ύπέρ την φύσιν καϊ γένεσιν αίθερίων σ ω μ ά τ ω ν α τ ά κ τ ω ς και π λ η μ μ ε λ ώ ς εστίν διτου μεταλαμβάνει. nach Hopfner) In diesem Text arbeitet lamblich stark kontrastierend. Ή μέντοι γένεσις πολυειδής ούσα καϊ έκ διαφερόντων συνισταμένη τη ο ι κ ε ί ς μεν έναντιώσει και διαιρέσει μαχομένως καϊ μεριστώς τό εν α υ τ ώ ν καϊ ά δ ι ά φ ο ρον δέχεται. Diese also erstrecken sich [bis hierher] z u m Z w e c k des Heils des Alls u n d halten ebenso die S c h ö p f u n g in ihrer G a n z heit z u s a m m e n . die zwischen dem Intelligiblen und dem Stofflichen klafft und ordnet die göttlichen Dynameis eindeutig dem Intelligiblen zu. den Eigenschaften dessen.53. ] και ατρεπτοι .99. eben a u f g r u n d ihrer Gegensätzlichkeit und Differenziertheit. was affiziert wird. vollständig zwar nach der ihr eigenen Natur. 11. das Eine u n d in sich E i n heitliche [der Kräfte] auf eine in sich widersprüchliche u n d teilhafte Weise. Es steht also n o c h aus.
π α θ η τ ώ ς δέ χ ω ρ ε ί τό α π α θ έ ς (54. 17—55. 10—11 mit ατάκτως και πλημμελώς fortgesetzt.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 359 u n v o l l k o m m e n e n W i r k u n g e n . A b s c h n i t t II. 54. eintritt. Β. 54. schließt also i m m e r auch eine Depravation ein. die das „ W i e " des R e zeptionsprozesses b e t o n e n . W e n n also [das Teilhabende und Veränderliche] das Teilgehabte w i e in e i n e m anderen und Verschiedenen aufnimmt. sondern zugleich bewertet. in 54. daß sich Iamblich diese in einer G a n z h e i t zur Einheit a u f g e h o b e n e V i e l h e i t als Ineinander von D y n a m e i s vorgestellt haben k ö n n t e . die a u ß e r d e m als V e r m i s c h u n g der D y n a m i s m i t der S c h ö p f u n g a u f g e faßt w i r d ( 5 3 . I. .5. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.7—8 mit γεννετώς και [.128. μαχομένως και μεριστώς [ . der Realisierung der W i r k u n g gleichsam v o r g e s c h a l tet wird. ] δέχεται (54. D a m i t w i r d die W i r k u n g einer D y n a m i s auch bestimmt durch das M a ß und die A r t der A u f n a h m e f ä h i g k e i t hinsichtlich einer ü b e r r ä u m l i c h e n und unstofflichen Dynamis. B . o . 1 7 . 4~5) 454 un d γεννετώς και [ . 7—8)· A u s Proklos.99. i n d e m er mit der A r t u n d Weise der Teilhabe das tertium comparationis des Vergleichs in 54.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . w i e es Iamblich in I. mitunter seltenen A d v e r b i e n . 1 5 ) . ihr explikativer W e r t ist daher gering. rezipiert. G a n z ähnlich war Plotin vorgegangen. o h ne eine Beeinflussung auszuüben. s. Das eine Einheit bildende „ K r a f t b ü n d e l " (τό εν αύτών και άδιάφορον.. 4) 454 w i r d damit aufgespalten (μεριστώς [. B e g r ü n d e t wird diese spezielle Überlegung durch das allgemeine K o n z e p t der Geeignetheit.. in negativer Weise verändert. 54. 18. die es in e i n e m R e z i p i e n t e n ausüben k ö n n t e .] σωματοειδώς). D i e s e Teilhabe o d e r R e z e p tion. daß die W i r k u n g nicht ausschließlich v o n der D y n a m i s bestimmt wird. . der. . u m 452 Natürlich ist diese A r t der B e g r ü n d u n g zirkelhaft.. das. 3 zusammenfaßt: Εΐ δ' ώ ς έν έτέρω και διαφέροντι δέχεται τό μετεχόμενον. 453 Ζ . und in d e m z u n e h m e n d e n G e b r a u c h v o n V e r b e n . § 176 kann m a n ableiten. denn der in 54. 7 b e g i n n e n d e Vergleich w i r d in Z . deren Eigenschaften der Stofflosigkeit und U n k ö r p e r l i c h k e i t bzw. ] σ ω μ α τ ο ε ι δ ώ ς μεταλαμβάνει (54. dann ist [das Teilgehabte] gleichsam als anderes u n d als das B ö s e und U n g e o r d n e t e i m B e r e i c h u m die Erde. (Myst. w i e gezeigt.5 5 . 54. 4 5 3 In diesem Z u s a m m e n h a n g w i r d die A r t der Teilhabe nicht nur ihrer ontologischen Qualität und Stufe e n t sprechend beschrieben ( z . die den V o r g a n g der Teilhabe bezeichnen. Inst. 3) A u f g r u n d der n a c h g e w i e s e n e n Gleichsetzung v o n Teilhaben u n d A u f n e h m e n und Teilhabendem und Energeia einerseits u n d Teilgehabtem u n d D y n a m i s andererseits läßt sich abschließend folgern. u m die binnendifferenzierte E i n h e i t des N o u s zu erklären. die D y n a m i s a u f z u n e h m e n .. . 3—4) u n d hinsichtlich seiner u r sprünglichen W i r k u n g . 18. τοΟτο δ ή π ο υ τό ώ ς ά λ λ ο και έν τοις περιγείοις έστϊ τό κακόν και ατακτον. sondern die A r t der G e e i g n e t h e i t . 4 5 2 Syntaktischen A u s d r u c k erhält diese V e r schiebung in d e n vielen. D i e s e n K a tegorienwechsel vertuscht Iamblich j e d o c h . U b e r r ä u m l i c h k e i t diese G a n z h e i t erklären.] δέχεται. 7—11 wahrt.1. 3 _ 4)ί μετέχειν (54> 6).
Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 142. was zu ihrer A u f n a h m e f ä h i g ist. 29—30). mant. W e n n l a m b l i c h seine göttliche W i r k k r a f t als L i c h t versteht u n d sie ihre W i r k u n g in d e m entfaltet. 144.99. A l e x a n d e r v o n Aphrodisias definiert das v o n m i r so g e n a n n t e sekundäre L i c h t in der Mantissa 1 4 2 . daß sich das W i r k e n der G ö t t e r ganz w e s e n t l i c h n a c h der R e zeptionsfähigkeit des e m p f a n g e n d e n M e d i u m s richtet.K o n z e p t s . daß die W i r k u n g der g ö t t l i c h e n D y n a m i s nach der Fähigkeit zur Teilhabe an der D y n a m i s m o difiziert u n d b e s t i m m t w i r d . 456 D e an. U n d mit dieser U b e r w i n d u n g r ü c k t das R e z e p t i o n s m e d i u m in d e n V o r d e r g r u n d . 144. Das sekundäre L i c h t als W i r k u n g des primären Lichtes stellt dann die volle R e a l i s a t i o n s f o r m des D u r c h s i c h t i g e n dar. B e v o r i c h Iamblichs lichtmetaphysische A n w e n d u n g dieses Grundsatzes i m R a h m e n seiner U n t e r s c h e i d u n g verschiedener A r t e n v o n E p i p h a n i e n k o n kreter betrachte. καθάπερ είρήκαμεν. mant.1 3 ) . diese 455 D e an. k ö n n t e er sich also hinsichtlich e i n e r m e t a p h y s i schen B e s c h r e i b u n g der E i n w i r k u n g des G ö t t l i c h e n a u f die W e l t i m allgemein e n u n d speziell a u f die Seele des M e n s c h e n durchaus an A l e x a n d e r s L i c h t m o d e l l orientiert h a b e n . Ι5 — 16: δτι μόνη ή τοΰ διαφανούς φύσις πέφυκεν ταυτϊ πάσχειν. 142. A l l e r d i n g s b e t o n t l a m b l i c h v o r d e m H i n t e r g r u n d des G e e i g n e t h e i t . E r b e t o n t . 1 als Energeia des D u r c h s i c h t i g e n . 4 5 6 Das D u r c h sichtige ist die z u r A u f n a h m e des (primären) Lichtes g e e i g n e t e N a t u r (φύσις δεκτική φωτός. mant.K r a f t i m Irdischen u n d in der m i t d e m S t o f f l i c h e n v e r b u n d e n e n Seele vorgestellt h a b e n dürfte. mant. daß das D u r c h s i c h t i g e z u m E m p f a n g dieser durch die A n w e s e n h e i t des primären Lichtes h e r v o r g e b r a c h t e n W i r k u n g besonders oder gar als einziges g e e i g n e t sei. f| διαφανές.Die Fortsetzung der Licht. K o n k r e t b e d e u t e t das.und Kraftmetaphysik bei lamblich 36ο das Verhältnis z w i s c h e n D y n a m i s u n d Energeia näher zu b e s t i m m e n . d e n n in d i e s e m Fall ist die e n t s c h e i d e n d e o n t o l o g i s c h e G r e n z e z w i s c h e n d e m B e r e i c h des Geistigen u n d d e m des S t o f f l i c h e n zu ü b e r w i n d e n . ώ ς οίκεϊον χ ρ ώ μ α τό φως δεχόμενη. 1 2 . 4 5 5 Dieses L i c h t entsteht d u r c h die A n w e s e n h e i t des primären Lichtes (des τό φωτίζειν π ε φυκός) i m d e m V e r m ö g e n nach D u r c h s i c h t i g e n (De an.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . mant. S o w i r d deutlicher. seine εντελέχεια ( D e an. zumal s c h o n Plotin in e i n e m ä h n l i c h e n K o n t e x t a u f diese F o r m des peripatetischen Lichtmodells zurückgrifF. w i e sich l a m b l i c h eine m ö g l i c h e D e p r a v a t i o n des W i r k e n s der g ö t t l i c h e n L i c h t .128. untersuche ich n o c h einmal deren G r u n d l a g e n in der peripatetischen L i c h t t h e o r i e (siehe a u c h o b e n ) .2—4) u n d bringt eine A r t V e r ä n d e r u n g dieses D u r c h s i c h t i g e n m i t sich. 144. die gleichzusetzen ist m i t der Fähigkeit. 1—2: τό γ ά ρ φως έστιν Ενέργεια τοΰ διαφανούς. die A l e x a n d e r a u c h als ein E r l e i d e n (πάσχειν) b e z e i c h n e t . τ ρ ό π ο ν τινά. D e an.
1 4 8 . Dort ergänze ich Nasemanns Untersuchung um die Darstellung des systematischen Zusammenhanges dieses Gedankens Iamblichs mit der peripatetischen Lichttheorie. πΰρ μεν και άήρ και υδωρ μάλλον. w i e sie beschrieben und b e g r ü n d e t wird. 4 5 8 In diesem Z u s a m m e n h a n g diskutiert A l e x a n d e r auch. die anderen weniger. die Iamblich „öfters zur Ergänzung des παρουσία-Gedankens herangezogen [hat]. E r löst dieses Problem.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 147. Erde in geringerem Maße. was in höchstem G r a d e durchsichtig ist. τούτο δέ έστιν ή ΥΠ· die Körper dadurch [unterscheidet]. Luft und Wasser in höherem Maße. i n d e m er η διαφέρει τά σώματα τω μάλλον τε καϊ ήττον εχειν τήνδε την φύσιν.128.27—29 der hebt A l e x a n d e r zunächst hervor. το δέ μάλλον τε και ήττον μίξει του αντικειμένου γίνεται. Diese durchsichtige [Natur] ist eine irgendwie gemeinsame Natur und eine gemeinsame Affektion von allen Körpern. 458 De an. Feuer. 1 7 — 1 8 ) u n d zugleich in höchstmöglichem M a ß e primäres L i c h t a u f n e h m e n kann. w a r u m nicht alle K ö r p e r gleichermaßen durchsichtig sind. mant. (De an. 4 5 7 In den meisten Fällen schließt diese A u f n a h m e j e d o c h einen Wirkungsverlust gegenüber d e m ursprünglichen Potential mit ein. daß das. 11—13) 457 Nasemann. 1 1 gehe ich auf den nächsten Seiten nach.99. daß das Durchsichtige allen K ö r - pern zueigen ist." Ihrem Hinweis auf Plotin VI. mant.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 36I D y n a m i s a u f z u n e h m e n . aber die einen haben in höherem Maße [an dieser Natur] anteil. 1 4 8 . Theurgie 185 erwähnt diese Vorstellung. Hinsichtlich der Lichttheorie Alexanders w ü r d e dies bedeuten. (De an. daß sie die Natur [des Durchsichtigen] in höherem oder in niedrigerem Maße besitzen. daß das sekundäre L i c h t als K o n s e q u e n z der A u f n a h m e des primären Lichtes m e h r oder w e n i g e r intensiv oder strahlend aufscheint. 23: τοϋ φωτός έστι δεκτικά μάλιστα. 4. D e an. o b A l e x anders M o d e l l auch eine D i f f e r e n z i e r u n g der Qualitäten des D u r c h s i c h t i g e n hinsichtlich seiner Aufnahmekapazität des primären Lichtes zuläßt u n d w e n n ja.27-29) D a m i t geht einher. am schnellsten und am vollständigsten v o m L i c h t erfüllt w i r d (vgl. D i e Frage ist daher. εναντίον δέ τό ελάχιστον διαφανές. άλλα τά μεν μάλλον αύτής μετέχει. Das Mehr und das Weniger entsteht [wiederum] durch [Ver-] Mischung mit dem Gegensätzlichen. 9 — 1 0 ) . w e n n die D u r c h s i c h t i g keit doch allen K ö r p e r n z u k o m m t (De an. ήττον δε γή. den anderen weniger: Ή διαφάνεια κοινή τις φύσις και κοινόν πάθος απάντων έστϊ των σωμάτων. Das Gegenteil [des Durchsichtigen] aber ist das am wenigsten Durchsichtige. mant. 148. allerdings ist sie [trotz dieser graduellen Unterschiede] irgendwie in allen Körpern. τά δε ήττον. den einen mehr. 148. Im Abschnitt Mantissa 147. mant. πλην έν πδσίν γέ έστι τοις σώμασιν. Dies ist die Erde. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. mant.
wenn es ihm um die Beantwortung folgender und in diesem Kontext immer wieder gestellter Frage geht: Α λ λ ά δια τί. 1 1 . das im Licht von den Göttern zu den Menschen herunterreicht und das Iam- 459 Shaw. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . daß ein Mehr an Erde ein Weniger an Durchlichtung bedeutet. warum nimmt dann nicht alles an ihm als Ganzem teil? (VI.8 7 fuhrt Plotin V I .5. eines Immanenzmediums zur Teilhabe an einer wirkenden Dynamis durch die Vermischung mit einem gegenteilig wirkenden Prinzip gemindert wird.2 . weil sie dessen Rezeptionsmedium blockiert und trübt. 1 .3) die Schwächung der Seele durch die Materie zu begründen versucht. 1 1 an. 3 . und es das Licht nur in geringerem Maße aufzunehmen vermag.4 . e'mep δλον πανταχού. dürfte auch sein Vorbild schon Alexander gewesen sein.3 3 (oben Abschnitt II.362 Die Fortsetzung der Licht. wenn er in IV.7—9). Daher folgere ich aus diesen Stellen. daß die Befähigung zur Aufnahme der Dynamis die Wirkmächtigkeit derselben bestimmt. das durch den Erdanteil der Luft getrübt und verdunkelt wird.und Kraßmetaphysik bei Iatnblich A u f diese Erklärung scheint auch schon Plotin zurückzugreifen. Indessen. T h e u r g y 8 6 . Für die Differenzierung der Aufnahmekapazität hinsichtlich des in der göttlichen Licht-Kraft enthaltenen Wirkbündels. als Gegenteil des Durchsichtigen. 5 . in dem das Trübe im Unterschied zum Durchsichtigen nur in geringerem Maße Anteil am Licht hat (11. daß die Fähigkeit des Aufnehmenden bzw. A h n lich verfährt Plotin in VI. wenn das Geistige als Ganzes überall ist. das es aufnehmen soll. verhindert die Aufnahme und damit die wirkende Anwesenheit des Lichtes und verdunkelt es. 6 . ούχ δλου π ά ν τ α μεταλαμβάνει τοϋ νοητοΟ.1 im R a h m e n der Untersuchung der Bedeutung des Seelengefährts für Iamblichs Erklärung der Inkubation wieder aufgreifen. 4 .2. Übs. 4 . die zu verminderter Lichtaufnahme fuhrt. Übs. Da Plotin durch das Partizip τεθολωμενω deutlich macht. 4. daß das Anwesende j e nach der Eignung dessen anwesend ist. H B T ) 4 5 ' Plotins Antwort lautet zunächst allgemein: Ή τό παρόν έπιτηδειότητι τοϋ δεξομένου (παρ)εΐναι νομιστέον.99. Abschnitt III. vor Augen hat. In seinem Vergleich wird die Materie zur „erdigen" Luft und die Seele zum Licht. daß er in seinem Beispiel eine Trübung des Durchsichtigen durch Erde.128. man muß annehmen. nämlich des Wassers durch aufgewirbelten Schlamm. um die theurgische Funktion der έπιτη- δειότης zu erklären: „the presence of the god was always in proportion to the purity of its receptacle" (Theurgy 86). ( 1 1 . Ich werde Shaws Beobachtung u. N u n . 3 1 . H B T ) Er veranschaulicht sie weitergehend durch ein Lichtbeispiel. Die Erde. A u c h hier gilt also. 1 1 . denn in beide Fälle geht als Prämisse ein.2.
Daher vermute ich. 13. So k o m m t es zu einer Verschiebung hinsichtlich der argumentatorischen Funktion der Lichtmetaphysik: Z w a r bleiben die E i g e n schaften des Lichtes als Dynamis weiterhin relevant. 9 hervorgeht. 9 beschreibt. das Verhältnis zwischen primärem und sekundärem Licht in der Form zu untersuchen. h. so daß über die Variation der Aufnahmekapazität eine Differenzierung der W i r k u n g e n erreicht wird. unter denen die göttliche Licht-Kraft im Stofflichen ihre W i r k u n g zu entfalten vermag. 2 hervorhebt. Damit gewinnt die δεκτική φύσις. daß Iamblich das Modell einer Lichtwirkung im Transparenten aus der Tradition ü b e r n o m m e n hat und in seine Darstel- 460 Z u dieser L i c h t w i r k u n g vgl.99. er sie verbindet. ist es zuerst notwendig. d. Myst. denn nur sie vermag der T h e u r g e im Ritual zu manipulieren. Dieses M e d i u m ist in verschiedenem M a ß e aufnahmefähig hinsichtlich des Lichtes der Götter.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . daß die Variation der B e i mischung widriger Aspekte eine Variation der Aufnahmekapazität nach sich zieht.17—55. III. 54.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 363 blich in Myst. die deutlich über die peripatetische Lichttheorie hinausgehen. die es bei Iamblich im Z u g e seiner Beschreibung verschiedener Formen von Epiphanien erhält. w o b e i sich diese Verschiedenheiten begründen in unterschiedlichen Graden der Verunreinigung durch das dem Transparenten gegensätzliche Prinzip der Erde. Von größerem Interesse aber sind die Bedingungen. an Bedeutung. das das D u n k l e weichen läßt. Die A r t der A u f n a h m e ihrerseits bestimmt. A u f diese Weise wird zugleich die Notwendigkeit einer R e i n i g u n g impliziert. w i e Iamblich in I. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Das verwundert nicht. die W i r k u n g der Dynamis. die eine den Göttern angemessene Transparenz sowohl auf rituellem W e g e w i e auch durch das Licht selbst. Danach erkennt man nämlich besser.128. die Iamblich zugleich zur Erklärung des Bösen in der Welt dient. 130. daß Alexanders Modell der Differenzierung der Qualitäten des Durchsichtigen hinsichtlich seiner Aufnahmekapazität des primären Lichtes durch den Anteil am gegenteiligen Prinzip des Erdigen über Plotin auf Iamblichs Vorstellungen des Verhältnisses zwischen göttlicher. w i e aus Myst. B. 9 . hat das zur Folge. da er die G ö t ter selbst direkt nicht zu beeinflussen vermag. Wenn man davon ausgeht. u m das W i r k e n des G ö t t lichen auf das Nachfolgende zu beschreiben.1 6 . die das M e d i u m der R e z e p t i o n ist und als das sich bisher das Durchsichtige erwiesen hat. U m ein besseres Verständnis dieses Vorstellungskomplexes zu erreichen. 1 . als Licht gedachter Dynamis und stofflichem Rezeptionsmedium einen nicht unwesentlichen Einfluß ausgeübt hat. die Rezeptionsbedingungen rücken in den Vordergrund. ζ. 18. 460 bewirkt. I. w i e Iamblich diese „Verunreinigungen" erklärt und mit w e l chen Vorstellungen.
[ . Dieses Verhältnis kann a u c h b e s t i m m t w e r d e n als das Verhältnis v o n der M a t e r i e zu d e m . Κ α τ ά τά αύτά δέ τοις είρημένοις τό μεν τ ώ ν θεών π υ ρ ατομον άφθεγκτον έκλάμπει. 4. ist frei v o n j e d e r A r t des Qualitätsverlustes. n a c h d e m er in 144. II. In der Mantissa 147. v o n unterschied- licher R e i n h e i t sein k a n n .41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Philosopher o f religion 300 und Shaw. ] Δαίμονες δέ θολώδες διαφαίνουσι τό πΰρ. Diese sind z u m einen in der Funktion der Materie zu sehen. die A l e x a n d e r als W a n d e l des D u r c h s i c h t i g e n d e m V e r m ö g e n nach z u m D u r c h s i c h t i g e n d e m V o l l z u g n a c h erklärt. in d e m sie sich z e i g e n .99. 79. D a s sekundäre L i c h t b e steht also als dessen Farbe aus d e m D u r c h s i c h t i g e n als aus seiner causa materialis u n d d e m primären L i c h t als seiner causa efficiens (s. 462 V g l . 16. d e n n es b e w a h r t unverfälscht die E i g e n s c h a f t e n der transzendenten Ousia. W i c h t i g ist. in d e m l a m b l i c h die A r t e n des Lichtes unterscheidet. 4 6 1 D a das D u r c h s i c h t i g e . Τ ά μεν τ ω ν θεών α γ ά λ μ α τ α φωτός π λ έ ο ν ά σ τ ρ ά π τει· [ . daß das primäre L i c h t das D u r c h s i c h t i g e braucht. 3—6 das D u r c h s i c h t i g e als M a t e r i e des sekundären Lichtes u n d dieses als Farbe des D u r c h s i c h t i g e n b e s t i m m t hat. u m in i h m seine W i r k u n g zu realisieren u n d s e k u n däres L i c h t h e r v o r z u b r i n g e n . D e an. 5.128. w i e g e z e i g t . 1 0 — 78. kann auch das in u n d aus i h m h e r v o r g e b r a c h t e sekundäre L i c h t v o n unterschiedlicher Klarheit u n d Intensität sein. was aus ihr gestaltet w i r d . .364 Die Fortsetzung der Licht. woraus sich eine e n g e ursächliche V e r b i n d u n g z w i s c h e n s e k u n d ä r e m L i c h t u n d D u r c h s i c h t i g e m ergibt. 4 6 2 D i e s e V e r b i n d u n g z w i s c h e n v e r s c h i e d e n e n Lichtarten u n d v e r s c h i e d e n e n Q u a l i t ä t e n des R e a l i s i e r u n g s m e d i u m s zeigt der T e x t M y s t . Das erklärt n o c h besser. als aufnehmendes Prinzip zu dienen. 7 7 .und Kraftmetaphysik bei lamblich l u n g v o m W i r k e n der G ö t t e r a u f die W e l t überträgt. [ . ] αί ψυχαϊ δ' ά π ό π ο λ λ ώ ν τ ώ ν έν τρ γενέσει σ υ γ κ ρ ά σ ε ω ν ά ν α π ε π λ η σ μ έ ν ο ν αύτό μεριστώς εκδηλον α π ε ρ γ ά ζ ο ν τ α ι . z u m anderen in Iamblichs Bestreben. w i e s o das sekundäre L i c h t E i g e n s c h a f t e n des Transparenten ü b e r n i m m t . daß er gleichfalls die diesem M o d e l l e i g e n e Unterscheidung z w i s c h e n p r i m ä r e m u n d sekundärem L i c h t beibehält u n d sich ihrer b e d i e n t . u m religiöse Sachverhalte z u schildern. σύμμικτον δ' ά π ό π ο λ λ ώ ν τ ώ ν περί τόν κόσμον φύσεων. ] τό δ 1 αυ τ ώ ν ψυχών πολυμερές μεν και πολυειδές έπιδείκνυται. w i e sich die Vermittlung zwischen M e n s c h u n d G o t t h e i t vollzieht. in d e n e n sich die E p i p h a n i e n v o n G ö t t e r n . 30 n e n n t A l e x a n d e r das D u r c h s i c h t i g e die M a t e r i e für die Farbe. M y s t . 4—6). T h e u r g y 50 A n m . II. a u ß e r d e m a n z u n e h m e n . . 144. . mant. zu erklären. 17—18 v o m göttlichen Licht: ηδη δέ τό μέν ϋ π έ ρ λ α μ π ρ ο ν αΰτοϋ και έν α ύ τ ω μονίμως ίδρυμένον άπόνεμε τοις θεοϊς. 10 formulieren aus zwei verschiedenen Perspektiven die für die R e z e p t i o n dieser Vorstellung wesentlichen G r u n d l a g e n . . Geistwesen u n d Seelen manifestieren: ' Ω σ α ύ τ ω ς τοίνυν και έπϊ τοΰ φωτός. και π λ η ρ ο ί τά δ λ α β ά θ η τοΟ κόσμου π υ ρ ί ω ς ά λ λ ' ού π ε ρ ι κ ο σ μ ί ω ς . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 461 Smith. liegt es nahe. N u r das L i c h t der G ö t t e r . . .
. 465 Z u m ατομον ιτΰρ siehe Cremer.. Übs. 16. S. Iamblichs Anwendung dieses peripatetischen Ansatzes zeigt sich erstmals in Zeile 77. ν. o. leicht geändert). ] λ ό γ ω ταΐς ούσίαις αυτών και δυνάμεσι και ένεργείαις τάς επιφανείας αφορίζομαι είναι όμολογουμένας.Abschnitt III." (Ένΐ μεν [ . [. Der Komparativ φωτός πλέον dient also nicht nur als Hinweis auf die Chaldäischen Orakel.. direkt einem Orakel entlehnt zu haben scheint.. der die Vorstellung auf die Chaldäischen Orakel zurückfuhrt und seinen Ursprung im chaldäischen α π α ξ έπέκεινα sieht. Chaldäische Orakel 45. die in der Schöpfung [vorherrschen].2.128. 1 3 ) D i e Seelen aber bringen [das Feuer / das Licht 464 ] in segmentierter Weise sichtbar hervor. I. Chaldäische Orakel 147. daß die Epiphanien der höheren Wesen ihren Wesenheiten. Chaldäische Orakel 47-48.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 1 2 . nach Hopfner) Den Göttern kommt der Status des primären Lichtes zu. w i e Cremer. Feuer und Licht als S y n o n y me zu benutzen. 1 9 . Lampe 6 s. das Iamblich.99. zusammengemischt aus den vielen sublunaren Naturen.1 6 ) (Myst. Chaldäische Orakel 48 nachweist. s. Iamblich orientiere sich möglicherweise an chaldäischem Sprachgebrauch. [. das seinen Eigenschaften nach von dem M e dium. II.]. A n m . [. 1 3 . dessen adverbiale Form wiederum von Nasemann als Transzendenzformulierung angeführt wird. in dem und aus dem es entsteht. 3 .] (77. abhängig ist. C r e mer. Das [Feuer / Licht] der Seelen andererseits zeigt sich als vielteiliges und vielformiges. die sich konsequenterweise in deren reiner Epiphanie zeigt. (77.Das Göttliche in der Weit und Iamblichs Konzept der Photagogie 365 Das gleiche gilt dann auch hinsichtlich des Lichtes. 4. denn ατομον kann als S y n o n y m für αμιγές stehen. den er in Myst. . auch Cremer. Iamblich folgt hier dem Grundsatz. 467 Z u diesem Z w e c k nutzt Iamblich bei den weiteren Lichtbeschreibungen die peripatetische Differenzierung zwischen primärem und sekundärem Licht.7 8 .2. so daß die bekannte Korrelation zwischen Erscheinung und ontologischem Status auf dieser Stufe gewahrt bleibt. 466 Das Adverb πυρίως ist wie περικοσμίως eine einmalige Schöpfung Iamblichs. ( 7 8 .7 8 . s. Z u dieser Bedeutung s. so daß dieser Gebrauch auch bei Iamblich angenommen werden darf.3 1 . Hopfner. in der entspr. Übs..10—11) Dämonen aber lassen das Feuer in eingetrübter Form [in sich als Medium] durchscheinen (διαφαίνουσι).4.16—18). der annimmt. worauf seiner Ansicht nach auch φωτός πλέον hinweise. 467 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. sondern deutet zugleich auf die höhere Ursächlichkeit des göttlichen Lichtes hin. o. 3 0 . Diese Überlegungen passen gut zu der im vorigen Abschnitt vorgeschlagenen Gleichsetzung des α π α ξ έπέκεινα mit dem Ousia-Aspekt der Weltseele. Offenbar stehen die Dämonen in der Lichthierarchie in der Abhängigkeit von den Göttern.. wie Cremer zeigt. 77. 7 0 . Vgl. 13: Δαίμονες δέ θολώδες διαφαίνουσι το ττΟρ. daß die Epiphanien der Götter ihrem Wesen entsprechen. zu Myst.1 4 festlegt: „ M i t einem Worte definiere ich [. Β 3. D e m G e sagten genau entsprechend strahlt einerseits das Feuer der Götter ungeteilt / unteilbar 465 und auf unsagbare Weise heraus und erfüllt die ganzen T i e f e n der Welt auf feuerhafte Weise 466 aber nicht auf sublunare Weise. die ihr Licht auf die Dämonen 463 Mit „Epiphanien" übersetze ich das griechische αγάλματα. II. Die Epiphanien 4 6 3 der Götter strahlen intensiver auf als Licht. da ατομος als Transzendenzbezeichnung dient.] ( 7 7 .. 1 0 ... 464 Im Kontext der Chaldäischen Orakel ist es nicht unüblich. 2 ) .] ( 7 7 . 9. Kräften und Wirkungen entsprechen müssen. das erfüllt ist von den Vermischungen.
den Iamblich hier nicht eigens thematisiert.470 Demnach bildet auch das Wesen der Dämonen einen Widerpart gegenüber dem göttlichen Licht.und Kraftmetaphysik bei Iamblich scheinen lassen.8 1 u n d o b e n A b s c h n i t t III. zu EnneadeVl. 470 V g l . der π ρ ό ο δ ο ς e r k e n n e n .3 ü b e r das W e s e n der stofflichen W e l t g e m ä ß d e n L e h r e n der C h a l d ä i s c h e n O r a k e l . kann Iamblich das Adjektiv. Stellung 1 8 8 189: „ D i e S t u f e n r e i h e läßt s o m i t z u g l e i c h eine G r a d a t i o n einer a n f ä n g l i c h h e r r s c h e n d e n W i r k u n g b z w .366 Die Fortsetzung der Licht. 471 Da die Qualität des Mediums nach der peripatetischen Lichttheorie die des sekundären Lichtes bestimmt.2.11. C r e mer weist nach. daß das Wesen der Materie zugleich das der Dämonen bestimmt. das sich zum sekundären Licht wandelt. um die verminderte Wirkung des Lichtes im Wasser und damit per analogiam die verminderte und veränderte Wirkung des Intelligiblen im Stofflichen zu veranschaulichen. C h a l d ä i s c h e O r a k e l 7 9 . Unter dieser Einwirkung bringen die Dämonen ein „trübes" Feuer hervor. da es ihm allein um das Ergebnis. 4 4 . Erst in diesem Zusammenhang erhält die ungewöhnliche Junktur des ττΰρ θολώδες ihren vollen Sinn. das noch bei Plotin zur Bestimmung des Immanenzmediums diente. V g l . Plat. V g l . ein dieser Aufnahme entgegengesetztes Element enthält und dieses Merkmal entscheidend die 468 D i e s e o n t o l o g i s c h e Lichtkontinuität w u r d e bereits bei P l o t i n festgestellt. die gerade aus diesem Grund nachdrücklich auf das zugrunde liegende Modell hinweist. So veranschaulicht er. Bereits Plotin benutzt diese Minderung des Durchsichtigen durch das ihm gegenteilige Prinzip der Erde. T h e o l . daß die Qualität des Immanenzmediums beachtet werden muß. als Immanenzmedium. 7 .99. nämlich die Epiphanie geht. um die Qualität des sekundären Lichtes der Epiphanie der Dämonen zu verstehen. das durch den hohen Anteil eines dem Durchsichtigen gegensätzlichen Prinzips die W i r k u n g des primären Lichtes und damit die Realisation des sekundären Lichtes behindert und verändert. a u c h Stacker. C h a l d ä i s c h e O r a k e l 84-85. daß das Wesen der Dämonen. 471 S. Mit διαφαίνουσι bezeichnet Iamblich bereits den Zustand des Durchsichtigen. 4. o. 469 Die Materie selbst wird traditionell als Widerpart des göttlichen Lichtes charakterisiert.2 zu Proklos. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. So weist er darauf hin. auf das sekundäre Licht der Epiphanie übertragen und so eine höchst ungewöhnliche Verbindung erzielen. das durch aufgewirbelten Schlamm getrübt ist. C r e m e r . Daher ist nach der wesentlichen Eigenschaft der Dämonen als dem Immanenzmedium des Lichtes der Götter zu fragen. Das Adjektiv θολώδης beschreibt insbesondere Wasser. 1 1 . 2 4 . welches dem Licht der Götter als Aufnahmemedium nach dem Konzept der Geeignetheit dient.3. 2 3 . " 469 C r e m e r .4 5 . sie ist finster und lichthassend (μισοφαής). Diese Widersetzlichkeit läßt sich über die Eigenschaft der D ä monen als eines Immanenzmediums erklären.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .468 und dienen diesem Licht in einem ersten Schritt.128. w e i t e r h i n A b s c h n i t t III.
w i e Iamblich zu F o r m u l i e r u n g e n w i e ττΰρ θολώδες k o m m t . 19—78. das primäre Licht das sekundäre Licht wirkt. in dem. III. und die er in 1 7 0 .99. sie seien der Materie zugemischt. w i e die Materialursache die E i genschaften dessen beeinflußt. als auch das M e r k m a l des „Erfüllt-Seins mit stofflichen V e r mischungen" aufweist. Diese Charakterisierung kann allerdings nur auf das sekundäre Licht zutreffen. Erst das sekundäre Licht übernimmt die Eigenschaften seiner causa materialis. das sich im M e d i u m des Transparenten bildet. 28. 1 1 sagt.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.1 6 ύλικαί δυνάμεις nennt. der sowohl als I m m a n e n z m e d i u m der göttlichen Licht-Kraft dient. auf das es als auf seine causa materialis angewiesen ist. Zunächst bleibt festzuhalten. Es bestimmt nämlich wesentlich deren Epiphanie: Das φωτός πλέον u n d ύττερλαμπρόν der Götter w i r d zum ττΰρ θολώδες der D ä m o n e n . Dessen R e i n h e i t nämlich bestimmt w i e bei den D ä m o n e n so auch bei der Seele die R e i n h e i t des sekundären Epiphanie-Lichtes. bestimmt im folgenden die Frage nach dem Aspekt der Seele. 4 7 2 D i e A n n a h m e einer derartig zentralen B e d e u t u n g des Rezeptionsmediums auch im Fall der Seele läßt sich zusätzlich stützen durch eine Analyse der Art. die aber vor der platonischen Lichttheorie. D a damit das Licht der Seele „erfüllt ist v o n / mit den Vermischungen. 1 6 einerseits das W i r k e n des göttlichen Lichtes darstellt und andererseits das Epiphanie-Licht der Seele beschreibt.2 und in 78. von denen Iamblich in Myst. w i e Iamblich in 77. was aus ihr hergestellt oder hervorgebracht wird. Allerdings ist diese Feststellung auf der Basis der Differenzierung in primäres göttliches Licht und sekundäres Licht der Epiphanien zu präzisieren: Unreinheit und Körperlichkeit betreffen primär nur das Immanenzmedium.R e i h e erst verstehen. ohne von ihm affiziert zu werden. daß die Seelen ein Licht hervorbringen. Z u d e m kann aus diesem Text eine weitere zentrale Eigenschaft des seelischen R e z e p t i o n s m e d i u m s abgeleitet werden. den G a n g meiner Untersuchung. das zusammengemischt ist aus irdisch-stofflichen K o m p o n e n ten und auch mit ihnen vermischt ist. M e i n e r Ansicht nach läßt sich also die v o n Iamblich in II. Erst dann w i r d einsichtig. platonisch-neuplatonische Lichtkontinuität durch die Implikationen der peripatetischen T h e o r i e der Entstehung des sekundären Lichtes ergänzt.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 367 W i r k u n g der Götter auf die D ä m o n e n beeinflußt. die in der S c h ö p f u n g vorherrschen". Light 55—57 davon sprechen. 1 5 . daß das göttliche oder noetische Licht im A b stieg an Unreinheit und Körperlichkeit zunimmt. 170. Vor diesen Ü b e r l e g u n g e n ist ebenfalls die Fähigkeit der Seelen zu Lichtepiphanien zu sehen. So läßt sich auch das Entstehen der Dynameis erklären. die das Licht rein als D y n a m i s versteht. zunächst b e f r e m d e n und auch aus d e m Wesen der D ä m o n e n allein nicht zu erklären sind. 13—78. w e n n man die traditionelle. die er zwar benutzt. 4 angeführte E p i p h a n i e n . 472 Vor dem Hintergrund dieser Eintrübung des sekundären Lichtes durch Stoffliches kann man mit Finamore.128.
41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . wie es bereits in 1 . sobald Iamblich das „Licht der Seele" beschreibt. in denen Alexander begründet.2. u m die Verhältnisse im N o u s zu beschreiben und um die Beziehung zwischen Seele und K ö r p e r zu veranschaulichen und zu erklären. der der Lichtquelle am nächsten liege. . daß er im Fall der Seele nicht darlegt. „als ganze überall zugleich anwesend zu sein". Zusätzlich hebt Iamblich mit τά ολα βάθη die fur die reine göttliche Dynamis so wesentliche Eigenschaft hervor. die die Dynamis in ihrer Aktivität zeigen. sondern wie das Licht der Seele beschaffen ist und worin es durch das göttliche Wirken entsteht. Mit ihm scheint Iamblich auf Alexanders Lichttheorie anzuspielen. warum Licht kein Körper (De an. 19—78. 138—139) und wie das Sehen nach Aristoteles zu erklären ist. 5 und II.und Kraftmetaphysik bei Iamblich In Myst. Das zeigen bereits die Prädikate έκλάμπει und πληροί an. . Es wird deutlich.99. U m dieses A d verb und seine Verwendung zu erklären. 26—29: τό δέ φως [ .128. s. werde ich daher erneut die A b schnitte aus der Mantissa heranziehen. so Alexander. 22—23 nach seiner Wirkung im Durchsichtigen.10—11 die Epiphanie des Göttlichen dar. sondern Iamblich deutet damit außerdem an. ] τό ττΰρ. Bereits Plotin hat sich diese Ansicht z u nutze gemacht. 4 . Zugleich besitzt die von ihm verwendete Terminologie in diesem Fall eine Bedeutungsnuance. das die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Art lenkt. liegt darin also nicht nur eine Reminiszenz an die Theologie der Chaldäischen Orakel.26—29 formuliert: das sekundäre Licht entsteht im ganzen Durchsichtigen zugleich.368 Die Fortsetzung der Licht.Abschnitt I I . daß sie wie primäres Licht im Durchsichtigen wirken: überall zugleich ohne sich zu teilen und ohne dabei selbst eine Wirkung zu erfahren. 1 4 2 . 1 . sondern dessen Wirken im Kosmos. wie die Seele als Licht-Kraft wirkt. Es sei zuerst daran erinnert.473 Dieses primäre Licht beschreibt Alexander in 139. 474 D e an. 4 . in der das götdiche Feuer die Tiefen des Kosmos erfüllt.2. daß Alexander das Feuer zu den Lichtquellen oder dem primären Licht zählt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. In ihm. . ] τό φως και αμα έν τταντί γίνεται. . . die über die reine 473 D e an. 9 dargestellt wurde.2 stellt Iamblich nicht mehr wie in 77. Dagegen geht es noch nicht um die Frage nach der B e schaffenheit des Immanenzmediums. 1 4 3 . Sprachlich auffällig ist in dieser Beschreibung das nur an dieser Stelle belegte Adverb ττυριώς.5 : έ'στι δέ το φωτίζειν πεφυκός [ . o. wie er in 143. . II. der von der Lichtquelle extrem weit entfernt sei. auf das und in dem das Göttliche wirkt. ] αθρόως καϊ ομοίως έν τταντί τ ω κατά ταϋτα δ ι α - φανεί γίνεται [ . scheint unter der Wirkung des primären das sekundäre Licht zugleich in dem Raumbereich auf. mant. und dem. Damit steht in diesem Abschnitt von De Mysteriis die göttliche Dynamis und ihre Art zu Wirken im Vordergrund. Diese Gewichtung ändert sich. 7 7 . oder. mant. 474 Wenn die Götter bei Iamblich ττυριώς wirken.2. mant.
sondern zugleich eine Depravation. s. J e weiter entfernt vom Einen das fragliche Immanenzmedium steht. ι). 54. 5 4 . s. o. 1 1 . die ethische Konsequenzen hat und die bereits durch das Bild der Trübung des Lichtes impliziert wird. 1 . die im Bereich der Schöpfung auftreten. 18. welches Immanenzmedium nach lamblichs Ansicht diese Voraussetzungen erfüllt und welcher Aspekt der Seele das göttliche Licht aufnimmt. was diese höhere Fragmentierung bedeutet.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . sie zeigt sich ζ. in lamblichs Schöpfungsbeschrei- bung in Myst. Grundsätzlich bedeutet die Zunahme an Teilhaftigkeit die Abnahme der ontologischen Qualität der Einheit. das der Seele zeigt sich (έπιδείκνυται.Das Göttliche in der Welt und lamblichs Konzept der Photagogie 369 Metaphysik hinaus in das Gebiet der platonischen Seelenlehre und der mit ihr verbundenen Ethik weist. U m das Immanenzmedium.128. bedeutet die Vielgestaltigkeit des Seelenlichtes starke und damit w e sentliche stoffliche Beimischungen im aufnehmenden Medium. 475 In Myst. ist es daher zunächst erforderlich festzustellen. zu finden und seine Funktion erklären zu können. daß Iamblich das Licht der Seelenepiphanie in Myst. nicht auf dessen Wirkung. 14— 15). das diese Art des Lichtes erklären kann. Die von Iamblich bei der Beschreibung des Seelenlichtes vorgenommene thematische Verschiebung gegenüber dem Licht der Götter zeigt sich schon bei einem Vergleich der Prädikate: das Licht der Götter strahlt heraus und erfüllt (έκλάμπει. I. in und aus dem das Licht sich realisiert. u. einstuft. Damit lenkt Iamblich das Augenmerk auf die Beschaffenheit dieses Lichtes.5. 1 8 . Da die von Iamblich zugrunde gelegte Lichttheorie direkt von der Beschaffenheit des Lichtes auf die Beschaffenheit des Mediums zurückzuschließen erlaubt. In seiner Beschaffenheit steht dieses Licht in krassem Gegensatz zum göttlichen Feuer: das Licht der Seele ist πολυμερές μεν και πολυειδές (78. Im Fall der Beschreibung der Seele und anderer Geistwesen als religiöser Größen bedeutet diese Zunahme an Vielheit und Teilhaftigkeit jedoch nicht einfach eine Zunahme der Ausdifferenzierung und A b schwächung des Kraftkontinuums. 476 Die mit dieser Vorstellung der Depravation verbundenen Motive legitimieren außerdem das theurgische Ritual der Photagogie.14). Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 7 7 . 1 6 — 1 8 ebenfalls als erfüllt von den Vermischungen. ι). desto uneinheitlicher wird sein Aufnahmevermögen sein.1—4 hatte Iamblich folglich den Bereich der Materie als πολυειδής gekennzeichnet.2.Abschnitt III. Dafür spricht auch.99. 4 . das Feuer der Götter ist ατομον (78. πληροί. w o Iamblich direkt die uneinheitliche und vielteilige Natur des Irdischen mit der ebenso uneinheitlichen Rezeption göttlicher Kraft verknüpft.4 . Erst dann kann geprüft werden. das durch das Erreichen der Bewußtseinszustände des leeren Geistes und der Stille diese Depravation und ihre Konsequenzen aufzuheben trachtet. 476 Welche ethische Bedeutung könnte also das Adjek- 475 Diese Annahme ist sehr allgemein. 78. B. 78.2. 1 .
welches ihr jetzt. alle anderen Eigenschaften der Seele zu überlagern. welche Eigenschaften dem der Seele eigenen Immanenzmedium göttlicher Licht-Kraft zueigen sein müssen. 6 1 1 e—612 a. W i e bei Piaton zeigt sich Iamblichs Seele in ihrem Licht nach außen vielgestaltig. sondern was es Größtes und Stärkstes in sich Schloß. das andere. (Ubs.128. καί οι'α αν γένοιτο τω τοιούτψ π ά σ α έπισπομένη καί ύ π ό ταύτης της ορμής έκκομισθεΐσα έκ τού πόντου έν φ νϋν έστιν. γεηρά καί πετρώδη πολλά καί ά γ ρ ι α περιπέφυκεν ύπό των εΰδαιμόνων λεγομένων εστιάσεων. mit dem Iamblich in 1 1 . 4 . um den affektiven. [Wir müssen unsere Blicke] auf ihr wissenschaftsliebendes Wesen [richten] und müssen bemerken. ώς ξ υ γ γ ε ν ή ς ουσα τω τε θείω καί άθανάτω και τω αεί δντι. die wir später in der Theorie des Seelengefährts und seiner Funktion im Ritual der Photagogie wiederfinden werden. το δέ τρίτον δια πολυειδίαν ένι ούκ εσχομεν ονόματι προσειπεΐν ίδίω αύτοΰ. danach benannten wir es. άτε γην έστιωμένΐ].41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 7 8 . und w i e es sein könnte. φαμέν. ihm eigentümlichen Namen benennen. II. τούτω έπωνομάσαμεν· έπιθυμητικόν γ α ρ αύτό κεκλήκαμεν. So schreibt Piaton im Staat $80 dio—e3: T o μεν. da sie auf der Erde festgeworden ist. καί τότ' άν τις ί'δοι αυτής την άληθή φύσιν. und nachdem sie das Gestein und Muschelwerk abgestoßen hat. το δε ω θυμούται. ην ω μανθάνει άνθρωπος. und von diesem Antriebe emporgehoben aus der M e e restiefe. Dieses „vielgestaltige Tier" droht. war doch. είτε οπί] έ'χει καί δπως. και έννοεϊν ων άπτεται καί οϊων έφίεται ομιλιών. Schleiermacher) Diesen Seelenaspekt nennt Piaton in 590 a7—8 το μέγα εκείνο και πολυειδες θρέμμα. wenn sie ganz und gar folgen könnte. als dem Göttlichen und Unsterblichen und immer Seienden verwandt.und Kraftmetaphysik bei Iamblich tiv ττολυειδές haben. In der fraglichen Passage läßt Piaton mehrere Momente anklingen. womit er sich ereifert. Ubs. U n d dann erst würde einer ihre wahre Natur erkennen. den sie hilft zu präzisieren. Schleiermacher) Fast scheint Iamblichs Lichtepiphanie der Seele. das dritte aber konnten wir seiner Vielartigkeit wegen (δια πολυειδίαν) nicht mit einem einzigen. άλλα δ μέγιστον και ίσχυρότατον είχεν εν αύτω. so daß die Seele selbst schließlich zur vielgestaltigen wird. erdig und steinig (γεηρά καί πετρώδη).370 Die Fortsetzung der Licht. 14 Feuer und Licht der Seele kennzeichnet? Piaton verwendet es in der Politeia. das wahre Wesen der Seele wiederzuentdecken: Εις την φιλοσοφίαν αύτής. ob sie vielartig (πολυειδής) ist oder eingestaltig (μονοειδής) und auf welche Weise sie sich verhält. die er in Myst. wonach dieses trachtet und was fur Unterhaltungen es sucht. womit der Mensch lernt. 4 beschreibt. eine Umformung dieser Darstellung Piatons zu sein. Das eine sagen wir.99. Allerdings gilt es. bunt und wild durcheinander angewachsen ist von diesen sogenannten glückseligen Festen her. triebhaften Seelenaspekt zu beschreiben. Es ist daher sinnvoll. είτε πολυειδής είτε μονοειδής. ( R . καί περικρουσθεϊσα πέτρας τε καί δστρεα α νϋν αύτη. Diese VielBrought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. diese Bedeutung bereits jetzt zu erörtern und die Analyseergebnisse im weiteren Verlauf der Untersuchung anzuwenden und zu überprüfen. Das Begehrliche haben wir es genannt. in der sie sich jetzt befindet.
Gott stets im Sinne zu haben. während sie sich bei Iamblich aus den stofflichen Beimengungen in den Seelenaspekt verstehen läßt. 4 7 9 Das vielartige und unregelmäßig bewegte Licht ist also auch in dieser Hinsicht das Licht der an den Körper verfallenen Seele. ist das der unregelmäßigen Bewegung. die im schlechten Fall vollständig von der Seele Besitz ergreifen und zu einer moralischen Verkommenheit fuhren können. Iamblich erwähnt es in Myst.o. 8. 478 Vgl.3." (μεθ' δ επινοείται τό έν σκιφ φως και τό ΰποσυμμιγές σκότω γινόμενον. Dabei muß ein Erklärungsmodell auch berücksichtigen. $—6: ψυχαΐς δ' έν κινήσεσι ττολλαΐς μεταβαλλόμενον. Abschnitt II.3 und II. Schibli. 79. der dem göttlichen Licht als Immanenzmedium dient. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 371 gestaltigkeit hat in Piatons Bild ihre Ursache in erdigen Anlagerungen an die Seele. Wenn Iamblich das Licht der Seele als eines beschreibt. Vielartige B e w e gung und Ruhelosigkeit ist das traditionelle Kennzeichen von Körperlichkeit und Stofflichkeit und begegnet bereits bei Plotin im Bild des „Fließens der Körper" (s. 1-5). 8 seines Kommentars zum Carmen aureum des Pythagoras schreibt: „Nächst diesem stellt man sich das Licht im Schatten und durch Beimischungen von Finsternis etwas getrübte vor: Diesem entspricht dann die dritte. προς δ την ά ν α λ ο γ ί α ν εχει τό τρίτον καϊ άνθρώπινον γένος τ φ εις κακίαν ποτέ καϊ Χήθην έπιρρεπές είναι. 477 Damit tritt neben die metaphysische Verunreinigung des Immanenzmediums eine moralische durch Triebe und Affekte. Köhler). der in III. daß diese Uberlagerung gleichbedeutend ist mit dem Eintrü- 477 Genau diese Vorstellung findet man auch bei Hierokles.1 zu I.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . οϊς και τοΰ άεΐ νοεϊν τον θεόν αφίσταται άνθρωπος.99. der der Seele zukommt. 479 Vgl.478 Ein weiteres Moment. als πολυειδές und instabil. der irgendwie in Beziehung steht zum Verhältnis zwischen Seele und Körper und der als Rezeptionsmedium göttlicher Einflüsse nach den bisher herausgearbeiteten Prinzipien der Lichtmetaphysik dient. Piaton. daß die ursprünglich reine göttliche Licht-Kraft in diesem Stadium hinsichtlich ihrer Wirkung von Trieben und Begierden jedweder Art überlagert wird. Er muß erklären können. die menschliche Gattung wegen ihrer Neigung zu zeitweiliger Bosheit und Vergeßlichkeit. das vielartig ist. II.128.2. dann bedeutet das also. wodurch es der Mensch auch unterläßt. durch das sich das Licht der gefallenen Seelen auszeichnet. Alexanders Lichttheorie läßt dabei tatsächlich an Erde denken. Aber diese Vielgestaltigkeit bedeutet für Piaton eine Vielzahl von Trieben. Dort bezeichnet Piaton den menschlichen Körper.Vehicle 1 1 4 .2. warum und wie der Fall der Seele vorgestellt werden kann als Uberlagerung der noetischen Einheit der Seele durch die Vielheit der Affekte. die folgende Ansprüche und Merkmale in sich vereint: grundsätzlich geht es um einen Aspekt der Seele. Phaidon 80 b3—5. Übs. der Abstieg der Seele bedeutet zugleich ihren Fall. 4. 4. Gesucht wird damit eine philosophische Vorstellung.
Schibli. Theurgie 81—107. Stellung 1 5 5 u.5. 481 Diesen Begriff benutzt Stäcker. Auch hier wird es wieder um den Zusammenhang von metaphysischer Theorie und spirituellem Erleben gehen. 480 Z u m Seelengefährt. so daß die Funktion des G e fährts während des Abstiegs der Seele und als Immanenzmedium göttlicher Licht-Kraft in den Blickpunkt rückt. Ausgehend von der substantiellen Beschaffenheit des Gefährts und seiner Entstehung als den beiden Aspekten. ö. das Phänomen der inkubatorischen Trance zu erklären. Theurgy 2 2 0 . abweicht.372 Die Fortsetzung der Licht. 12. Nasemann.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . namentlich Porphyrios. verschiedene Aspekte derartig. In dem Konzept des Ochema konvergieren aufgrund der Form. Weiterhin ist das δχημα bei Iamblich mit einer speziellen Form der Mantik verknüpft. wie Iamblich es beschreibt. die Iamblich ihm gegeben hat. III. der Photagogie 481 .99.2 Seelengefährt4"0 und Photagogie Zunächst werde ich die Funktion des Seelengefährts aufbauend auf den bisherigen Forschungsergebnissen im allgemeinen festzustellen versuchen. bei gleichzeitiger Zunahme von ordnungsloser Bewegung. die Monographie von Finamore. Dodds.2 2 5 . die Bedeutung des Aither-Charakters des Gefährts in diesem Zusammenhang und die Funktion dieser Theorie. seiner Geschichte und auch seiner Funktion bei Iamblich siehe bes. in denen Iamblich signifikant von seinen Vorgängern. daß Iamblich mit seiner Ochema-Theorie sämtliche wesentlichen Aspekte erklären kann. E r weist jedoch nachdrücklich auf den Zusammenhang zwischen Ochema und spirituellem Erleben hin. Weitere Sekundärliteratur bei Shaw. Es wird sich zeigen. daß sie das Licht der gefallenen Seele so. Nach einer kurzen Analyse des Wesens der Mantik im allgemeinen werde ich Iamblichs Darstellung der Photagogie in Myst. das δχημα. Diese Funktion übernimmt bei Iamblich das sogenannte „Gefährt der Seele".2 6 2 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die mit dem Bewußtseinszustand einhergehen. wo Iamblich diese Form göttlichen Wirkens auf das menschliche Bewußtsein lichtmetaphysisch beschreibt. Shaw sieht das Seelengefährt als wesentlich flir die in den Chaldäischen Orakeln beschriebene Verbindung des Mysten zur Sonne an. möchte ich diese allgemeinen Betrachtungen lichtmetaphysisch konkretisieren. III. Hierocles 100 sowie Shaw.und Kraftmetaphysik bei Iamblich bungsprozeß eines Lichtmediums und der sich aus diesem Medium unter Einwirkung des primären göttlichen Lichtes realisierenden sekundären LichtKraft. Vehicle. erklären können. Stellung 1 5 4 . Diese Interpretation soll dann in Verbindung gesetzt werden zu den Ergebnissen des vorigen Kapitels. der sich aus dem theurgischen Ritual der Chaldäer ergibt. 14 interpretieren. Allerdings untersucht er nicht die lichttheoretische Seite der Ochema-Theorie Iamblichs. Theurgy 52 A n m . Inst.1 6 6 und 2 4 8 .128. Ferner Stacker. wenn es darum geht. 313—321.
Verbindungsfunktion siehe dort S.]. Moraux. Zeile 1 2 . durch die G ö t t e r initiierten Z u s a m m e n f u h r u n g beginnt der gemeinsame A b s t i e g v o n Seele u n d G e f ä h r t . 483 4 1 e folgend. 84 In Tim. die ein grundlegendes V e r b i n d u n g s element zu Lichtmetaphysik u n d Spiritualität ausmacht: aufbauend a u f A r i s t o teles' G A 7 3 6 b 3 0 ~ 7 3 7 ai und 7 4 4 ai—$ w e r d e n nach der A n n a h m e späterer Philosophen 4 8 4 die S i n n e s w a h r n e h m u n g e n .1 7 . Ι _ 4 : ed. d e m B i l d aus Piatons Timaios Seele verbunden w i e ein G e f ä h r t mit einem Fahrer.P n e u m a 318-321.. Soul Vehicles in Simplicius 184-186. auf den Moraux nicht explizit eingeht.128..3. Zur allgemeinen Vermittlungs. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 247 bi—3. die darin besteht. 484 Moraux.P n e u m a 327 findet diese Funktion des Ochemas auch bei Synesios. zuerst d e m aitherischen O c h e m a als einer A r t v o r geschaltetem Vorstellungsvermögen eingeprägt und erst danach an die Seele weitergeleitet. 487 Die folgenden Zeilen lassen darauf schließen. O c h e m a . προηγουμένως δ' ουν ώς αίσθητικόν π α θ ό ν τό πνεύμα. Dillon) zu tun. 4 8 5 Präzisen A u s d r u c k erhält diese Lehre im De-anima-Kom- mentar des Simplikios: συνδιατίθεται γοΰν ταϊς λογικαϊς ημών ένεργείαις ού τό πνεϋμα 4 " 6 μόνον.99. άλλα κ αϊ το στερεόν τοΰτο όργανον.] 487 . Stellung 161 und Majercik. scheint genau das in Frg. 483 Diese Vorstellung findet sich auch in Phdr. καϊ της αίσθήσεως εις την κατά τό είδος στάσης ένέργειαν. eine Stelle. 66. an der Aristoteles die Macht des lebenstragenden Pneuma mit der des Sonnenelements vergleicht. mit der N a c h dieser.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie III. 488 (In de anima 111.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Quinta essentia 1205-1207 und 1246 hat die Rezeption dieses Abschnitts u n tersucht.214. das durch Vorstellungsbilder eine Verbindung zwischen beiden herstellt (De anima 269).3 u n d Kissling. 4 8 2 E s w i r d . Eine etwas oberflächliche Interpretation könnte dieses Analogieverhältnis in eine Identität der beiden Substanzen verwandeln.. [. den stofflichen K ö r p e r und die unstoffliche Seele miteinander zu verbinden. die durch die S i n n e des K ö r p e r s a u f g e n o m m e n w e r d e n . Stacker." Iamblich. 488 Kissling.2. wenn er vom Aither schreibt: τοΰ αιθέρος γονίμην έχοντος δύναμιν. Vehicle 1-24. W ä h r e n d dieses Abstiegs umfaßt das G e f ä h r t die Seele. die es n o c h zu u n t e r suchen gilt. Hayduck) Siehe Finamore. I m Z u g e der Vereinigung mit d e m K ö r p e r g e w i n n t dann eine Funktion des O c h e m a s an B e d e u t u n g . Des weiteren Blumenthal. Quinta essentia 1173.bzw. καϊ τό πνεϋμα έπιτήδειον γίνεται πρός την των φανταστών τύπων ΰποδοχήν [. sein Fazit (1246): „In den auf uns gekommenen Werken des Aristoteles findet sich. 486 Z u r Identifikation von Ochema und Pneuma siehe Finamore.5. Vehicle 2 . 482 485 Siehe auch den Kommentar von Finamore und Dillon zu Iamblichs De anima: Hier wird das O c h e m a als Vermittelndes zwischen dem Vermögen der sinnlichen W a h r n e h m u n g und dem Denkvermögen aufgefaßt.1 Die Funktion des 373 δχημα Grundsätzlich erfüllt das Seelengefährt eine vermittelnde F u n k t i o n . Oracles 3 1 . (ed. Vital heat 120.3 2 .. birgt sie in sich u n d erfahrt spezifische Veränderungen. daß Iamblich diese Ansicht ebenfalls vertrat. O c h e m a . Solmsen.
Vehicle 2 und 27. denn dem Aither widerfährt trotz seiner Befähigung. 84 des TimaiosKommentars von Iamblich wird ersichtlich. 492 Allerdings läßt sich der Aither nicht nur aufgrund seiner ihm von den ich im folgenden ebenfalls heranziehen werde. sondern darum. Da das Gefährt auf diese Weise aus einer als göttlich. Mystik und Magie 78 und 91-92.Vital heat 119. daß er die Entstehung des O c h e ma aus dem Aither nach dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema herleitet. Zur philosophiehistorischen Entwicklung dieser Theorie siehe Finamore. um die Theorie Iamblichs zu rekonstruieren. In dieser Funktion läßt es sich dem passiven Aspekt des Aufnehmens oder Erleidens des Geeignetheit-Konzepts zuordnen.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 492 Dazu Zintzen. Frg. der auch bei den Theurgen seine Geltung behält. Quinta essentia 1 2 5 1 . Vehicle 2. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Quinta essentia 1 1 9 7 und Solmsen. um die Hervorgehensbewegung der Dynamis aus der Ousia-Monade zu bezeichnen. unveränderlich und unvergänglich geltenden Substanz hervorgeht und besteht. daß es ihm hier nicht darum geht. Anders als bei seinen Vorgängern wie besonders Porphyrios besteht das Seelengefährt bei Iamblich vollständig aus Aither. das Iamblich von Plotins ενέργεια της ουσίας in ihrem Verhältnis zur ενέργεια έκ της ουσίας übernimmt. Die einzelnen Vehikel wiederum gehen hervor: προϊόντων (In Tim. Die Kombination von Hervorbringen und gleichzeitigem Verharren in der U n veränderlichkeit ist aber das wesentliche Merkmal der Ousia-Monade.374 Die Fortsetzung der Licht. Iamblich beschreibt diesen Prozeß also mit dem Verb. und dies auch zu tun. 84). 489 Siehe Finamore. 2 bei Moraux. die im R a h m e n der traditionellen Lichtmetaphysik ihre volle Bedeutung erhält. etwas aus sich hervorzubringen.99. daß nur Gleiches durch Gleiches erkannt werden könne. göttliche Wirkungen zu empfangen nach dem Grundsatz. aus der es nach Iamblich besteht. 491 Siehe Finamore.1 2 5 6 . das geprägt werden kann: την των φανταστών τύπων ύποδοχήν. naturphilosophisch eine räumlich-körperliche Bewegung und Entwicklung zu beschreiben. Diese Funktion des Ochema geht mit der Substanz.Vehicle 1 1 .und Kraftmetaphysik bei Iamblich Aus diesem Text läßt sich die Funktion des Seelengefährts genauer ableiten. De caelo 1 . 489 Hinsichtlich dieser quasi stofflichen Beschaffenheit ist folgendes zu bemerken: aus Frg.128. Es dient als ein Aufnahmemedium. Aus diesem Grund nehme ich an. 491 Damit ist es geeignet. das er häufig benutzt. keine Veränderung oder Verminderung. 490 Z u dieser Einschätzung des Aithers siehe Arist. Ochema—Pneuma 319—320 und Moraux. Kissling. das Seelengefährt nach bekanntem metaphysischem Schema in seiner Entstehung als quasi-intelligible Größe und als Funktionsträger zu etablieren. unvergänglich und einheitlich an. eine ebenso sinnvolle wie wesentliche Verbindung ein.. 490 sieht Iamblich es ebenfalls als unveränderlich.
496 In der Entwicklung verschiebt sich diese Bedeutung etwas und Piaton versteht im Timaios den Aither als die strahlendste oder reinste Form von Luft. feststellt: „the etheral vehicle is the receptor o f the divine light". Er kann vielmehr als 493 Vgl. 8 weist auf diese Stelle hin. 496 K i n g s l e y . der.oder Immanenzmediums. Z u m anderen und eng mit dem ersten Grund verbunden. wenn man sich die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs vergegenwärtigt. 58 d i . wie es Alexander. Z u m einen kann Iamblich aufgrund seiner Eigenschaften darlegen oder andeuten. welche Art von Verbindung Gefährt und Seele eingehen.1 2 2 und Moraux. 497 Piaton. 495 Aither bedeutet nicht nur das fünfte Element des Aristoteles. was dem Seelenvehikel beim Abstieg der Seele widerfährt und welche Konsequenzen diese Fährnisse für die Fähigkeit der Seele haben. Die rezeptive Funktion des Aithers läßt sich leichter erklären. auf der A i thernatur des Gefährts basierend. übernimmt der Aither hinsichtlich der göttlichen Licht-Kraft erwartungsgemäß die Rolle des Rezeptions.2 3 an. 495 Hier schließe ich mich an die Ergebnisse von Kingsley. während das Wort „ A e r " Nebel oder Dunst meint. Solmsen. das neben den Chaldäischen Orakeln ebenfalls Einfluß auf Iamblich ausgeübt hat. die wiederum helfen. Quinta essentia 1201—1203. den Aither nicht nur als lichtquellenartige Substanz zu verstehen. ist es möglich. das Licht-Wirken der Götter zu empfangen. nicht als eine Form von Feuer. A P M M 17 und 1 7 A n m . siehe dazu auch den gesamten Artikel von Moraux in der R E . 1 4 2 . aber immer noch als Luft. Wenn man diese alte Bedeutung des Aithers als Moment auch des fünften Elementes berücksichtigt. die. die Eigenschaften des Seelenlichtes in diesem Zustand zu erklären. Luft aber ist als durchsichtige Immanenzmedium für primäres Licht. das Verhältnis zwischen Ochema und Seele bestimmt. 3 6 nahelegt. 494 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. sondern noch aus weiteren Gründen sehr gut von Iamblich als Substanz des Seelenvehikels funktionalisieren. wie Iamblichs Beschreibung der Photagogie zeigt. Vehicle 144.2 .128.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . daß der Aither im Corpus Hermeticum. Im Anschluß daran ist zu untersuchen. weiterhin als Luft angesehen wird. A P M M 35.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 375 Aristoteles zugeschriebenen Göttlichkeit 493 . 9). warum dieser eine Depravation bedeutet und welche Konsequenzen er hat. Siehe Finamore. D e an. sondern ursprünglich bezeichnet dieser Begriff bei Empedokles nichts anderes als die Luft. was beim Abstieg der Seele geschieht. $ und 1 4 3 . Kingsley. ohne auf die Aithernatur des Gefährts und die Photagogie einzugehen. T i m . mant.99. E r schildert auch die spätere Entwicklung der Bedeutungsverschiebung ( A P M M 1 7 A n m . Nach einer kurzen Darstellung des rezeptiven Aspekts des Aithers werde ich mich also der Vorstellung zuwenden.Vital heat 1 2 1 . 497 Bezeichnend ist. A P M M 1 5 . Ritual und Spiritualität verschmolzen. 494 Hier werden seine Eigenschaften mit Iamblichs Deutungen von Reinigung.
Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Zur Kreisbewegung des δχημα siehe Stäcker. Die Vorstellung einer feinststofflichen Substanz ist den Griechen durchaus nicht fremd. da Iamblich selbst sich zu diesem Thema kaum oder gar nicht systematisch und zusammenhängend in seinen überlieferten Schriften äußert.99. das bei Syrianus. sondern um die Frage. Vgl. Erwähnung findet.1 1 9 7 . dem Lehrer des Proklos. wo es. wie Moraux angibt. die dazu dient..500 Z u fragen ist damit. die mangelhafte Durchdringung des stofflichen Körpers durch die Seele zu verdeutlichen. Theurgy 89—91. weil sie die gleiche Kreisbewegung als ihre natürliche Bewegung besitzen. von einer „wunderbaren Synergie des Verhältnisses zwischen Gefährt und Seele". die einem Modell folgen könnte. Stellung 159.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Durchsichtiges die Funktion des lichtaufnehmenden Mediums durchaus behalten. wie primäres Licht im — wenn auch mangelhaften — Durchsichtigen der Luft wirkt. Es ist daher nötig. ebenso wesendichen Eigenschaften zu verlieren. 1 1 8 8 . siehe Waschkies.Vehicle 49. 247 c i . das ihm eine Beschreibung bietet. daß sie noch vor dem gemeinsamen Abstieg von Seele und Gefährt von geradezu perfekter Natur ist. Außerdem Schibli. auf die anderen Aspekte seiner naturwissenschaftlichen Lehre gut abgestimmte Theorie von der Himmelssubstanz aufgebaut hat" (Quinta essentia 1208-1209). 499 Z u r Feinststofflichkeit des Aithers siehe Moraux. von dem Moraux schreibt. Das Unbestimmbare 1 4 5 . da es im Fall des aitherischen Seelengefährts nicht um die Wirkung der Seele auf etwas anderes geht. aufbauend auf den Überlegungen von Nuyens. daß „[er] niemals eine einheitliche.128. Z u ihnen zählt die an die Unstofflichkeit grenzende Feinststofflichkeit des Aithers. 1 2 1 2 . Von dieser Verbindung gilt. 220. wobei sich auch Plotin des peripatetischen Lichtmodells bedient. 1227 und 1230. späterer Philosophen zurückzugreifen. Iamblich muß sie aber modifizieren. 502 Z u r Kreisbewegung der Seele bei Iamblich siehe Shaw. Dabei tritt die Luft als verdunkelnde Kraft auf. 501 Die folgenden Überlegungen sind Ergänzungen zu Finamores Monographie über das Seelengefährt bei Iamblich. Bereits Plotin analogisiert das Verhältnis der Seele zum Körper mit dem des Lichtes zur Luft. zu der des Aithers bei Aristoteles in De caelo siehe Moraux. wie die Seele mit dem Gefährt verbunden werden kann. wie dieses Verhältnis lichtmetaphysisch begründet und vorgestellt werden könnte und wie es zu seiner Depravation kommt.1 4 6 und 162-164. Quinta Essentia 1 1 7 3 .. 500 Moraux. Quinta essentia 1 1 9 6 . Sie bleiben notwendigerweise stark hypothetisch. Quinta essentia 1199 spricht. 498 ohne dabei seine anderen. Plotins Methode bleibt grundsätzlich Vorbild. um aus ihnen zumindest den Ansatz einer Theorie zu rekonstruieren. 502 498 Diese Doppeldeutigkeit des Aithers scheint bereits bei Aristoteles angelegt zu sein. 501 Eine Synergie zwischen ihnen kann man schon deshalb annehmen.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . bei Hippolytos vom Aither heißt: τοϋ τε πυρός καΐ [. auf die Texte anderer.376 Die Fortsetzung der Licht.3 und 248 a4.1 1 8 9 und bes. 499 Sie ist möglicherweise die Voraussetzung für die Verbindung zwischen der Seele und ihrem Gefährt. Hierocles 103 Anm. außerdem beschreibt Piaton sie in Phdr. auch Finamore.] τοϋ άέρος ΧεπτότΕρον.
Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die ebenfalls verschiedene Ursprünge aufweisen und w i e das Licht über dem Grobstofflichen stehen. B .1. K o e h l e r ) z u m A i - ther: ζ ω ή γ α ρ τίς έστι το α ϋ λ ο ν σ ώ μ α . fur H i e r o k l e s .6 4 . και ζ ω ή ς ένύλου γ ε ν ν η τ ι κ ό ν . (In Metaphysial Syrianus beschreibt die vollständige wechselseitige 85. D e r Aither w i e d e r u m gilt als das durchsichtige M e dium par excellence.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Diese Charakterisierungen von Seele und Substanz des Gefährts bzw. ed. das Ineinander v o n Seele und Gefährt als ein Verhältnis zu verstehen. ihre j e eigene Eigentümlichkeit verlieren. V i t a l heat 122 u n d M o r a u x . A b s c h n i t t II. das Gefährt mit ausgeprägten Z ü g e n einer intelligiblen G r ö ß e versieht. 84 In T i m . die sich durchdringen.128. o . Q u i n t a essentia 1227.99. die j e d o c h keinesfalls gleichbedeutend ist mit der Folge.5. der Schüler des Syrianus. Es liegt eben. s. des G e fährts selbst ermöglichen es. w i e das Adverb άσυγχύτως anzeigt. Kommentar zum carmen aureum 1 1 2 .2 2 . übernimmt diese Vorstellung und zieht sie heran. daß Iamblich.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 377 D i e vollständige Bewegungskorrespondenz entspricht lichtmetaphysisch der Vorstellung. w i e es Syrianus in seinem Metaphysik-Kommentar anfuhrt: τα δε α υ λ α τοις φ ω σ ΐ ν έοικέναι τοις άττό δ ι α φ ό ρ ω ν λ α μ π ά δ ω ν π ε μ π ο μ έ ν ο ι ς κ α ι δ ι α π α ν τός τού αύτοΟ ο ι κ ή μ α τ ο ς κ ε χ ω ρ η κ ό σ ι κ α ι δι 1 α λ λ ή λ ω ν ά σ υ γ χ ύ τ ω ς κ α ΐ α δ ι α ι ρ έ τ ω ς π ε φ ο ι τηκόσι. so daß die Beschreibung auf Seele und Gefährt übertragen werden darf. D i e U n s t o f f l i c h e n aber g l e i c h e n d e n Lichtstrahlen. da sie miteinander eine Einheit bilden und einander vollständig durch- 503 W i e ζ. die v o n v e r s c h i e d e n e n L i c h t q u e l l e n ausgesandt w e r d e n u n d d u r c h d e n s e l b e n R a u m in seiner G a n z h e i t h i n d u r c h f l u t e n u n d sich w e c h s e l s e i t i g d u r c h e i n a n d e r h i n d u r c h ihren W e g n e h m e n o h n e sich z u v e r m i s c h e n u n d [doch] untrennbar [miteinander v e r w o b e n ] . daß die einzelnen K o m p o n e n t e n . Kroll) 5 0 4 Durchdringung des Lichtes verschiedener Lichtquellen.1 4 (ed. 504 Z u m T e x t eine k u r z e Interpretation bei F i n a m o r e . w i e sich zwei unstoffliche Substanzen zueinander verhalten. das zumindest feinststofflich. Proklos. ergab. derzufolge die Seele als lichthafte Dynamis und damit als unstofflich bestimmt wird und die Iamblich von Plotin übernimmt. w e n n nicht gar ebenfalls u n stofflich ist. 1 9 . u m in deutlicher A n l e h n u n g an die zitierte Syrian-Stelle das Verhältnis innerhalb einer noerischen Ganzheit zu beschreiben: D o r t bilden die einzelnen noerischen Ideen aufgrund ihrer Unkörperlichkeit und Unstofflichkeit eine G a n z heit. w i e die Analyse v o n Frg. S i e h e dazu S o l m s e n . 1 3 . Das Verhältnis zwischen Seele und Vehikel könnte demzufolge ebenfalls als vollständige wechselseitige Durchdringung verstanden werden. L i g h t 6 2 . Als wesentlich m u ß die Annahme angesehen werden. D i e s e l b e Vorstellung f i n - det sich s c h o n b e i P l o t i n . gerade keine M i s c h u n g vor.503 D a z u paßt.
um die Binnenstruktur des Nous als eine Ganzheit zu beschreiben. die Plotin ihnen vorgibt. Trotzdem wahren sie in dieser so gebildeten Ganzheit ihre Eigentümlichkeiten und bleiben als einzelne erhalten. Inst.Vehicle 170. Zugleich bleiben Seele und Gefährt aber auch voneinander unterscheidbar. Im Gegenzug aber haben auf die Seele und deren Tugendhaftigkeit abzielende Übungen auch eine reinigende Wirkung auf das Ochema.378 Die Fortsetzung der Licht. daß Iamblich den Abstieg der Seele mit einer Durchmengung des 505 Proklos. 11. B. 506 Siehe Finamore. ι ο ί 9) und aus der epistemologischen Funktion. 507 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. trübt sich auch die Seele ein. die sich bei Iamblich bezüglich der Beschreibung des Lichtes der gefallenen Seele beobachten läßt. Abschnitt II. Auswirkungen auf die Seele haben und umgekehrt.1. Daher wird das.1 zu Myst. 5 .und Kraftmetaphysik bei Iamblich dringen können.128.4.5. 507 Finamore zeigt. in De an. mant. so ζ. die sich als Ineinander lichtartiger Kräfte binnendifferenziert. ohne daß dabei Einheit oder diskretes Sein der Dynameis verloren gehen (s. § 176. Ihre gemeinsame Ganzheit weist also eine innere Struktur auf.o. worauf Syrianus mit άσυγχύτως hinweist.9 . Zugleich wird dann das Licht. getrübt und weniger klar und hell sein. die sich aus dem Luft-Aspekt des Aithers ableitet (bei Alexander ist es die Luft als das Durchsichtige. 506 können die Ergebnisse meiner Interpretation ihrer Ausführungen mit einiger Vorsicht auf Iamblich zurückübertragen werden. als das sich diese Seele zeigt. Denn Plotin macht sich die Eigenschaften von Stofflosigkeit und U b e r räumlichkeit der Dynamis zunutze. 144.77—78 beschrieben wurde.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .5).3 1 . die der Seelenkörper bei Aristoteles besitzt. Darin liegt meiner Ansicht nach die Konvergenz von Lichtmetaphysik und Ethik begründet. Seele und Seelengefährt bilden demnach eine Art Ganzheit und Einheit. Da sich also eine sehr ähnliche Vorstellung schon bei Plotin findet und da Syrianus und Proklos sehr häufig auf Iamblichs Ansichten bei der Darstellung speziell dieser Sachverhalte zurückgreifen. 2 2 . In dieser Struktur kommt dem Seelengefährt als dem Aspekt der υποδοχή eine passive und aufnehmende Funktion zu. die in der Lage ist. Licht aufzunehmen und sich in sekundäres Licht zu verwandeln. was zunächst rein das Gefährt der Seele betrifft. die denen im Bereich des Intelligiblen entspricht und die Syrianus mit dem Adverb αδιαιρέτως kennzeichnet.2 5 und 2 9 . 505 Wahrscheinlich greifen Syrianus und Proklos in diesem Fall ein weiteres Mal auf eine lichtmetaphysische Funktionalisierung des Kraftbegriffs zurück. Diese bestimmt Simplikios in seinem De-anima-Kommcntzr durch den Begriff ύττοδοχή. Trübt sich das als Immanenzmedium verstandene Gefährt. wie es oben Abschnitt III.99.
„pneumatic" und „material accretions" und der Seele selbst deutlich unterscheiden. Oracles 1 7 8 . beide ihren Ausdruck in der Beschreibung des Lichtes der gefallenen Seele finden und beide erklärt werden können als Einwirkungen materieller Prinzipien auf die aitherische Substanz des Seelengefährts. 1 5 . Ι7)> die ich nicht als metaphorische Umschreibung der Tatsache des Falls der Seele ansehe. daß sie die vier Elemente enthalten. Die Chaldäischen Orakel selbst geben zu diesem Thema nur wenig Material her. 511 Dies legen die Formulierungen in Myst. II. Es sind die Abnahme 5 1 0 der gemeinsamen Kreisbewegung und die A b nahme der Geeignetheit der aitherischen Substanz zur Rezeption des primären Lichtes.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 1 5 . liegt die Vorstellung nahe. der sich seinerseits in der Einkörperung der Seele begründet (Theurgy 90—91). Iamblichus De anima 98-99. Hopfner. Desgleichen van den Berg. Becoming like God 192 f. die zwischen dem „ethereal vehicle".5.99. 509 S. 17 und 7 8 . καϊ ταραχαϊς Ολης άνωμάλοις κατέχεται. die zwischen dem Verlust der Kreisbewegung und dem Fall der Seele besteht und deutet sie als Verlust inetlligibler Integrität. daß nicht der Seele als solcher derartiges widerfährt. leicht geändert) In diesem Text weist besonders die Formulierung Ολικών τε πνευμάτων βρίθει συστάσεσι (84. die sich nach unten neigt. 4.1 die entspr.128.o. dazu auch die Darstellungen späterer Neuplatoniker bei Moraux. 7. schleppt die Spuren der Fesseln der Strafen mit sich. daß die zunehmende Beimischung „materieller Dünste".77. die Iamblich folgendermaßen beschreibt: ή δέ κάτω νεύουσα δεσμών και κολάσεων έπισύρεται σημεία. auch Finamore / Dillon. Übs. von denen man annehmen darf. mant.1 8 4 zeigt. υλικών τε πνευμάτων βρίθει συστάσεσι. 8 4 .1 6 nahe.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 379 Ochema durch zunehmend materielle Einflüsse verbunden denkt. sie ist belastet durch die Beimengungen materieller Dünste und umfangen von der ungeregelten Unruhe der Materie und tritt in den Blick als eine. in den Erörterungen zu De an. 509 Die Aufnahme dieser beeinträchtigenden Einflüsse hat zwei Folgen. Quinta essentia 1253—1256. 508 Dies äußert sich aus eben genannten Gründen dann in einer Veränderung der Seele. Anm. Sie sollen nacheinander kurz untersucht werden. wie Lewy. denn dieser übernimmt die quasi-materielle Funktion eines hyletische Prinzips aufgrund seines Wesens als υποδοχή. die den schöpferischen Stoffdämonen einen Vorrang über sich zugestanden hat. 511 eine Beeinträchtigung der ursprünglichen Kreisbewegung zur Folge hat. 510 Shaw weist ebenfalls auf die Verbindung hin. Vgl. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Da mit Ausnahme des Aithers die Elemente nach Aristoteles eine geradlinige Bewegung besitzen. die wesentlich miteinander verbunden sind. Abschnitt III. Vgl. δαιμόνων τε γενεσιουργών επιστασίας όρδται ττροστησαμένη πρό εαυτής. darauf hin. sondern dem passiv-aufnehmenden Aspekt der Ganzheit von Seele und Gefährt. die nun von den Bewegungsarten der anderen 508 Finamore. II. (Myst. 147 und 148. Vehicle 50—51.2 0 . Die Seele dagegen [im Kontrast zur Weltseele und zur geläuterten Seele].
128.. Z u dieser Vorgehensweise Iamblichs im allgemeinen siehe Shaw. bei der Aufnahme der stofflichen Prinzipien in ungeregelte Bewegung gerät: δια δέ τό μήθ' όμοιων δυνάμεων μήτε ίσορρόπων έμπίμπλασθαι κατ' ούδέν αύτής ίσορροπεϊν. Vehicle 56 Anm. Ihm zufolge zieht eine Beimischung eines dem sich Bewegenden gegenteiligen Prinzips die Zunahme von Unregelmäßigkeit nach sich. (Tim. sondern indem sie auf jeder Seite ungleichmäßig (άνωμάλοις) auf.4 .. daß die Seele beim Abstieg sich zunehmend weniger kreisförmig bewegt. 26 weist auf die Möglichkeit hin. Mit άνωμάλοις könnte Iamblich über Aristoteles auf ein platonisches Vorbild flir diese ungeregelte Form der Bewegung als Folge des Aufnehmens elementarer Partikel hinweisen. Theurgy 27. die ebenfalls υποδοχή genannt wird. 8 4 . ά λ \ ' ά ν ω μ ά λ ω ς πάνττ) ταλαντουμένην σείεσθαι μεν ύ π ' εκείνων αύτήν [. zu beeinträchtigen. die Piaton im Timaios beschreibt. Diesen Hinweis nimmt Iamblich vermutlich auf und wendet ihn nach dem Vorbild des Timaios auf das aitherische Seelengefährt im Abstieg an. 1 7 .38ο Die Fortsetzung der Licht. ohne auf die Verbindung Gefährt-Seele genauer einzugehen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. aus dem das Seelengefährt besteht. die die Seele umfängt. 4. in diesem Fall Piatons „dritte A r t " . 79..und abschwanke. und in 238 a22 allgemein zur Bezeichnung einer ungeregelten Bewegung verwendet. 52 e 2 .].41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Während Aristoteles dieses Adjektiv in der Physik 228 b i 6 ff. Die so während des Abstiegs zunehmende Diskrepanz der Bewegungsarten zwischen Seelenaspekt und Gefährtaspekt zieht zugleich eine zunehmende Verschlechterung des ehemals idealen Verhältnisses zwischen der Seele und ihrem G e - 512 Finamore. durch Elementarpartikel. Iamblichs Verfahren jedoch. die Kreisbewegung des Gefährts nach dem Vorbild der Erschütterung der Hypodoche durch die Elemente. nach welchem Grundsatz eine unregelmäßige Bewegung hervorgerufen wird. Da sie aber weder von ähnlichen noch von im Gleichgewicht stehenden Kräften erfüllt werde. 5—6: ψυχαΐς δ' έν κινήσεσι ττολλαΐς μεταβαλλόμενον. Das erinnert an seine Beschreibung des Seelenlichtes in II. befinde sie sich in keinem ihrer Teile im Gleichgewicht. kann vor diesem Hintergrund leicht erklärt werden als verursacht durch die Beimischungen oder Verunreinigungen des Aithers.1 8 hin: καΐ ταραχαΐς ύλης άνωμάλοις κατέχεται. werde sie einerseits selbst durch jene Kräfte erschüttert [. wie ein aufnehmendes Prinzip.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Elemente gehemmt oder überlagert wird. Iamblich weist auf diese Tatsache in II. 512 Aristoteles bietet in der Physik 229 a2—3 mit τό δ' ήττον μίξις αεί του εναντίου außerdem den entscheidenden Hinweis. 7. die dazu fuhren. findet sich in Piatons Timaios eine detailliertere Beschreibung. spricht für meine Deutung des Textes.]. Schleiermacher) Die ungeregelte Unruhe.99. begründet dies aber zu unspezifisch mit ihrer N e i g u n g zum Werden.. Ubs. naturphilosophische Überlegungen des Aristoteles auf metaphysische Sachverhalte auszudehnen.
4. n und 5 4 .und Initiationsrituale legitimieren. Wegen des allgemeinen Grundsatzes. 5—6. 4 . 514 εν κινήσεσι ττολλαΐς μεταβαλλόμενον. da sein Immanenzmedium genau dieses Merkmal aufweist. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 1 7 .202. Z u erklären ist dies einmal mit der Position dieses Aitherkörpers.1 zu Myst. Dagegen soll das όχημα als Immanenzmedium das Wirken der Götter auf Niedrigeres erklären und theurgische Reinigungs. wonach die Kraft des Einen mit zunehmender Distanz von ihm abnimmt. Z u Beginn der Verbindung zwischen Seele und Gefährt kann dasselbe noch als von Aristoteles so bestimmtes göttliches Immanenzmedium dienen. των έν xfj γενέσει συγκράσεων. Damit stehen diese Vorstellungen in einem gewissen Widerspruch zu Myst. 80. zum anderen aber auch aus der Verschiedenheit der Argumentationsziele. 2.5. 1 4 .4—5. 5 3 . 17). Hopfner) 514 . 516 Die geradezu leitmotivische Funktion der Vermischung hebt Iamblich auch in II. 4.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . I. so daß der abnehmenden Seelenkraft eine Zunahme der Regellosigkeit der B e w e g u n g des Gefährts zwar korrespondiert. In V. wie auch der perfekt 513 Finamore. 5. so daß die Ganzheit aus Seele und Gefährt ungehindert am Göttlichen teilzuhaben und dessen Wirken aufzunehmen vermag. Die Folge ist ein Licht der Seele. den Aspekt der aufnehmenden Transparenz des Aithers zu betonen. die keine Beimengungen zuläßt. 8. Ubs. 515 5. das „sich in vielerlei Bewegungen verändert" (Myst. Ursache dafür sind die „Vermischungen. w o Iamblich dem aitherischen Sternenkörper die Befähigung zur A u f n a h me stofflich-elementarer Beimengungen abspricht.1 8 ) 5 1 5 . 4. 516 Die Beimischungen stofflicher Einflüsse oder Komponenten zum ätherischen Gefährt können aus dessen aufnehmender Funktion als υποδοχή oder φύσις δεκτική erklärt werden. die Transzendenz der Götter gegenüber den traditionellen Opfervorstellungen zu bewahren. da es hier keine ύλικά πνεύματα gibt. 513 Damit gerät die Bewegung des Ganzen aus Seele und Gefährt zunehmend in Unordnung. II. der sich aus der alten Bedeutung des Aithers als reinster Form der Luft ableiten läßt.99. wenn auch möglicherweise in abgeschwächter Form. die im Bereich der Schöpfung auftreten" (II.7 S. aber nicht allein durch sie begründet wird.5 5 . 79. 77. daß die göttliche Dynamis ihre Wirkung im Stofflichen und damit auch in dem als Materialprinzip fungierenden Gefährt nach dessen Vermögen zur Aufnahme dieses Wirkens realisiert. Sie sind auch die Ursache der zweiten mit dem Abstieg der Seele auftretenden Konsequenz: der Abnahme der Geeignetheit zur Lichtrezeption.Abschnitt III. sieht also als deren Ursache eine Veränderung in der Seele an.5 4 . Die hier vorgeschlagene Interpretation läßt sich als Ergänzung dieser Ansicht verstehen. Vehicle 48 fuhrt diese Verschlechterung auf die abnehmende Teilhabe der Seele am Einen zurück.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 381 fährt nach sich. 84. 1 6 .5 hervor.517 läßt sich also die Abnahme der Fähigkeit zur Lichtrezeption beim Abstieg der aus Seelenaspekt und Gefährtaspekt bestehenden Ganzheit aus dem Einfluß auf die aitherische Substanz des Gefährts erklären. die συστάσεις υλικών πνευμάτων (II.128. und damit auch die Seele an integrierender Kraft verliert. 4 geht es Iamblich darum. ihre Kreisbewegung beibehält. V. o. Z u diesem Z w e c k ist es erforderlich. 7. da die Seele. Das paßt gut zu Plotins Seinsvorstellungen.
das M a ß der Teilhabe am Göttlichen. wie gesagt. 1 4 ergab. a . aus dem das Gefährt geschaffen wurde. v o n denen die Kreisbewegung in eine regellose B e w e g u n g verkehrt wird. II. eine moralische Depravation in der Form.128. am Intelligiblen teilzuhaben. Das ist. D i e zusätzliche Schwächung der Verbindung zum Göttlichen und Intelligiblen. W e n n diese Interpretation zutrifft. nimmt Iamblich damit ein M o t i v auf. w i e die Analyse des Begriffs ττολυειδής in Myst.5.und Lichteinwirkung geeignet 5. Sie bewirkt nicht nur Bewegungsdepravation. D e an. Prinzip dieser Verkehrung ist. 7 8 . So ist i m aitherischen Seelengefährt das Verbindungselement gefunden. w i e Aristoteles in der Physik 229 a2— 3 sagt. 148. ihres b e sten Aspekts. mant.8 Diese A n n a h m e leite ich u . das die Verbindung der Seele zur stofflichen Welt und zum Körper konstituiert. dessen R e i n h e i t aufgrund der Korrelation. 1 7 . 518 Dabei bestimmt. sondern zugleich die zur Erklärung des trüben Seelenlichtes notwendige Verunreinigung der causa materialis dieses Lichtes. daß die Vielheit und Regellosigkeit die im Idealfall in der Seele vorherrschenden M o m e n t e der noetischen Stille und Klarheit überlagern. Für die Seele hat dies noch w e i tergehende Konsequenzen. D e an. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das Piaton im Phaidros etablierte. Z u g l e i c h vermindert die Erde die Aufnahmefähigkeit des Transparenten g e genüber dem primären Licht und damit die Möglichkeit zur Teilhabe an der als Licht verstandenen göttlichen Dynamis. ab aus A l e x . Während des Abstiegs k o m m t es zu einer Beimischung anderer Substanzen und schließlich der stofflichen Elemente. die sich aus der A b n a h m e der Teilhabefähigkeit am Göttlichen seitens ihres Gefährts ergibt. die zwischen Reinheit und der Fähigkeit z u m δέχεσθαι herrscht.2 3 . . und da sich der Aither durch seine Transparenz und Feinststofflichkeit auszeichnet. 1 4 8 .11—13 gezeigt. mant. also muß es u m das Gegenteil des Aithers g e hen. w i e oben in A b schnitt III.o.1 anhand von Alex. die Erde. und das aufgrund seiner Aithernatur ebenfalls hervorragend zur R e z e p t i o n göttlicher Kraft. denn auch dort bestimmt die Qualität des Seelenwagens und seines Gespanns die Möglichkeit der Seele bzw..5. bedeutet für sie. indem es die W i r k u n g e n stofflicher Beimengungen in seine eigene Aithersubstanz qua der speziellen Verbindung dieser Substanz mit der Seele an die Seele weiterleiten kann.1.und Kraftmetaphysik bei Iamblich durchsichtige Aither als ebenso vollkommenes A u f n a h m e m e d i u m des primären Lichtes dient. aus dem das Gefährt besteht.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . also des Aithers. die Beimischung des Gegenteils.382 Die Fortsetzung der Licht. Abschnitt III. 4. also u m eine Z u m i s c h u n g dessen. was zu diesen Eigenschaften im Gegensatz steht. Ein εναντίον der Seele gibt es — mit Ausnahme des Todes — nicht. s.99.
Light 57. Sie dienen ihm dazu. 1 2 : τ ώ ν θεών φως und 31. 520 Shaw.Theurgie 145. Eliade den hermeneutischen Hintergrund.5. S o lassen sich die verschiedenen F o r m e n der Divination. III. 5 2 2 D e r A b s c h n i t t M y s t . w e n n es u m eine F o r m der M a n t i k geht. nur unzureichend.2. zu welchem Zweck Iamblich seine metaphysischen Theorien entwickelte. 5 1 9 Dieses Verbindungselement ist v o n zentraler B e d e u t u n g . 9 d e m L i c h t analogisiert u n d schließlich mit i h m identifiziert w i r d .K r a f t auf das Stoffliche nach den DifFerenzierungsprinzipien des O u s i a Dynamis-Energeia-Schemas u n d des Konzepts der G e e i g n e t h e i t einwirkt. 1 2 . „der zwar mit dem Kosmos verbunden ist. S c h o n Finamore stellt fest. Stellung 150 sieht im aitherischen Seelengefährt einen Körper. but 'images expressing transmundane experiences'. Vgl.] besteht. in dessen R a h m e n das G ö t t l i c h e als L i c h t . an der sich exemplarisch das Ineinander v o n Lichtmetaphysik und Religiosität bei Iamblich ablesen läßt: die P h o t a g o g i e . Shaw schreibt: " T h e Neoplatonic doctrine of the imaginal body and its role in the theurgic ascent exemplifies what Mircea Eliade has called a 'mystical physiology'. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Β." 521 522 523 Finamore. in der sich G ö t t e r in niedrigeren Sphären manifestieren. bestimmte Formen spiritueller Erfahrungen oder veränderter Bewußtseinszustände zu beschreiben und zu begründen.128. 9. 9 abgeleitete metaphysische S c h e m a ein.. Siehe ζ. Nasemann.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 383 ist. Allerdings bleibt seine Darlegung der Verbindung des Gefährts mit dem Kosmos unvollständig.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . I. unter die die P h o t a g o g i e ebenfalls zu rechnen ist.2 Photagogie: Lichtmetaphysik und die Beschreibung veränderter Bewußtseinszustände520 W i e zu erwarten. 3—10 zeigt die Ubereinstimmungen zwischen der mantischen D y n a m i s der G ö t t e r und deren allgemeiner D y n a m i s . der meiner Ansicht nach entscheidend zur Beantwortung der Frage beiträgt.. aber nicht aus den ihn konstituierenden vier Elementen [. It is in this sense that Iamblichus's doctrine of the soul's pneumatic or aethereal body must be understood. die in I. fugt sich Iamblichs Verständnis v o n M a n t i k in das aus I. auf eine A n w e s e n h e i t der G ö t t e r oder eine E r l e u c h t u n g durch die G ö t t e r o d e r deren Licht (ελλαμψις) z u r ü c k f u h r e n . In his well known study on yoga Eliade explains that the descriptions of such 'physiologies' are not conceptualizations. 5 2 3 besonders deutlich: 519 Stacker. 3 1 . Theurgy 222 bestimmt im Rückgriff auf Studien des Religionswissenschaftlers M. 5 2 1 so daß konsequenterweise Lichtmetaphysik und Philosophie der R e l i g i o n in diesem P u n k t konvergieren.99. for he used physiological terms to describe experiences that transcend the physical realm. 5 : τ ών θεών το φως. III. weil sonst in keiner Weise die Spezifikation der Göttlichkeit einer solchen Materie und deren Geeignetheit fur die Aufnahme der Götter gewährleistet wäre". daß L i c h t die A r t ist. da er sie zu allgemein auf die „Möglichkeit der Gemeinschaft des Unkörperlichen mit den Körpern" (153) reduziert. Die systematischen Implikationen der Aithernatur des Gefährts beachtet er nicht bzw. 1 2 9 .
Übs. 525 Z u dieser Vorstellung s. 3 ° . in 524 So entspricht χωριστή δ' ουσα in 129. άλλα τοις μεν μάλλον τοις δε ήττον άφ' εαυτής δίδωσί τινα μοϊραν προγνώσεως.384 Die Fortsetzung der Licht. 526 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.D y n a m i s . 1 2 9 . während sie transzendent und ungeteilt [verharrt]. Luft. 3—10. εξωθέν τε έπιλάμπει και πληροί πάντα. als ganze überall allen denen anwesend. 5-6 entspricht εξωθεν φωτίζει πάντα in 3 0 . daß die mantische G ö t t e r k r a f t als U n t e r a r t der allgemeinen K r a f t der G ö t t e r anzusehen ist. 5 . sondern gewährt aus sich selbst den einen mehr.9. 9 .. So weist z. daß diese allgemeine K r a f t tatsächlich. 5 2 5 Z u m a n - deren unterliegt damit diese spezielle K r a f t gleichfalls d e m M e c h a n i s m u s des O u s i a . leicht geändert) D i e E n t s p r e c h u n g e n zu den Darstellungen in M y s t . ουδέν τε αμοιρον εαυτής ουτε των ζ ώ ω ν οΰτε των από φύσεως διοικουμένων απολείπει.4— 5 entspricht άμερίστως [.1 zu Syrianus. 5 2 4 l a m b l i c h weist also deutlich darauf hin. In Metaphysial 85. 5 2 6 Daraus läßt sich folgern..] πάρεστι π δ σ ι τοις δυναμένοις αύτοϋ μετέχειν in 3 1 . w i e o b e n in A b s c h n i t t I I I . 9 sind z . daß zur Qualifikation der Wirkung der Dynamis das GeeignetheitKonzept seine Gültigkeit behält.5.und Kraftmetaphysik bei lamblich [. δι' δλων τε των στοιχείων διαπεφοίτηκε.] χωριστή δ' ουσα καϊ αδιαίρετος δλη πανταχού πάρεστι τοις μεταλαμβάνειν αυτής δυναμένοις.3 der Formulierung χωριστώς έν αΰτώ in 1. Feuer und Wasser. 5. l a m b l i c h beschreibt sie mit d e n B e g r i f f e n έ π ι λ ά μ π ε ι και π λ η ρ ο ί ( 1 2 9 . daß die S p e z i f i z i e r u n g ή μαντική τ ω ν θεών δύναμις in III. 19-22.5 geht lamblich darauf ein. Mit τοις μεταλαμβάνειν αύτής δυναμένοις in 1 2 9 . läßt kein Lebewesen und nichts von dem. erleuchtet alles von außen her und erfüllt es. dafür spricht. 1 2 entspricht πεπλήρωκε πάντα in 3 1 . (III. Z u m einen b e d e u tet das. [Die offenbarende Kraft der Götter] ist. O. die an ihr teilzuhaben vermögen. 3 auf die Transzendenz des Ousia-Aspekts hm. αδιαίρετος δλη πανταχού πάρεστι τοις μεταλαμβάνειν αυτής δυναμένοις in 129.128. 1 2 9 . T . 1 7 .2. durchdringt die Elemente in ihrer Ganzheit. 15.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM ...] των στοιχείων διαπεφοίτηκε in 129. 4 . den anderen weniger einen Anteil an dem Vorauswissen..99. 1 2 .. 3 g e g e n ü b e r der allgemeinen τ ω ν θεών ή δύναμις in 1 . δι' δλων [. 1 vorge- schlagen.] έπιλάμπει καϊ πληροί πάντα in 129. w ö r t l i c h . daß a u c h die m a n t i s c h e D y n a m i s der G ö t t e r eine spezielle E n e r g e i a in e i n e m spezifisch dafür g e e i g n e t e n M e d i u m erzielt. 1 . 3 1 . Hopfner.u n d W i r k u n g s b ü n d e l anzusehen ist. ergreift sich Erde. χωριστή ουσα in 129. γήν τε καϊ αέρα καϊ πϋρ και υδωρ κατείληφεν. 13 — 1 4i εξωθέν [. als eine A r t K r a f t . Diese Funktionsbezeich- n u n g erleichtert die genauere B e s t i m m u n g der speziellen A r t u n d Weise.6 entspricht προχωρεί δια των όντων δλων in 3 1 .S c h e m a s . 5) u n d damit als die b e k a n n t e n F u n k t i o n e n der Dynamis-Desmos und der Hekate-κουροτρόφος. Β. dessen E i n heit n a c h d e m V o r b i l d Plotins u n d der Systematisierung dieser Vorstellung in § 1 7 6 der Elementatio Theologica des Proklos g e d a c h t w e r d e n k a n n .E n e r g e i a . 6 und άποπληρώσαι πάντα in 129. 1 2 . während die anderen Formulierungen vielfach das Uberall-als-Ganze der Gegenwärtigkeit der Dynamis im Stofflichen thematisieren. ihrer unteilhaftig sein..Abschnitt III.. was von der Natur verwaltet wird.
16-19 soll dem Zweck dienen. Ubs. zunächst den genaueren Zusammenhang zwischen göttlicher Epiphanie und Seelengefährt herzustellen und die Rolle näher zu bestimmen. In Tim. Eine Interpretation des Textes II. warum eine Epiphanie als Wirkung der Dynamis keine Veränderung der göttlichen Ousia bedeutet. nach Hopfner) Auch diesem Text liegt das Ousia-Dynamis-Energeia-Schema zugrunde.. II. 527 Dabei zieht er eine Passage aus Proklos' Timaios-Kommentar heran. Iamblich charakterisiert diesen Vorgang daher konsequent lichtmetaphysisch als Ellampsis.128. 18—19 z u m Ausdruck. τά δ' αληθή έν τοις άληθέσιν ηθεσι των ψυχών έλλάμπει. die Bedeutung des Begriffs „Wahrheit" im theurgischen Umfeld zu bestimmen. sondern [ihre] wahren Erscheinungen läßt sie in den wahrhaftigen. (Myst. 527 Stäcker. 10. 16—19. Bestimmte Arten von Erscheinungen der Götter entstehen dem GeeignetheitKonzept folgend nur in dem Bezirk oder Aspekt der Seele. Keineswegs also verändert eine Gottheit selbst sich zu [den ihr zugehörigen] Erscheinungen. 94. noch bietet sie diese in anderen [von sich Verschiedenen] von sich selbst her dar. das erklärt. die einer Epiphanie. von welcher Beschaffenheit dieser Aspekt oder Bezirk sein muß: Stäcker versucht. wie oben in Verbindung mit der Rolle der Hekate im Ritual angeführt. die mit den Begriffen des Füllens und Erleuchtens oder Bescheinens bezeichnet wird.99. der dem Charakter der göttlichen Einstrahlung angemessen ist.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . ist. Im Anschluß daran ist dann zu untersuchen. 10. Eine Form dieser göttlichen Lichtwirkung. Die spezifische Geeignetheit des Rezeptionsmediums einer Epiphanie bringt er stilistisch durch den Parallelismus τά δ' άληθή έν τοις άληθέσιν ηθεσι in II. 94. ihr entsprechenden Stätten der Seele aufstrahlen. 10. die Iamblich dem Seelengefährt im Rahmen seiner philosophischen Erklärung der chaldäischen Theurgie zugewiesen haben könnte.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 385 der bei der Photagogie göttliche Licht-Kraft und Seelengefährt miteinander interagieren. Daran wiederum lassen sich mögliche Verbindungen zum theurgisch-chaldäischen Inkubationsritual und dem mit ihm verbundenen Bewußtseinszustand ablesen: ουδαμώς αρα θεός οΰτε αύτός εαυτόν μεταβάλλει εις τα φαντάσματα. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.94. Mit dem Adjektiv άληθέσιν bestimmt Iamblich genauer. das mit ihr verbundene Erleben beschreibt. in der Wahrheit in Verbindung gesetzt wird mit der „nicht beirrbaren / unveränderlichen Aufnahmefähigkeit hinsichtlich des göttlichen Lichtes": ατρειττόν τε ύποδοχήν τοϋ θείου φωτός (Prokl. οΰτε άφ' έαυτοΰ ταϋτα έν άλλοις προτείνει. Stellung 239. wie Iamblich diese Epiphanie bzw.
wird es aufgrund seines aitherischen oder aitherartigen Wesens zum Rezeptionsmedium spezieller Götterepiphanien. Stacker. welches Rezeptionsmedium für welchen Z w e c k geeignet ist und wie er dessen Aufnahmefähigkeit erhöhen kann. 22—23). so daß. 5 2 9 Unter den αληθή ήθη. die ein Material braucht. Stellung 2 5 7 . So wird das aitherische Seelengefährt in Iamblichs Theorie zu der Materie. 2 7 3 .und Kraftmetaphysik bei Iamblich I. 2 u. w i e b e - reits betont. Sie kann w i e das Licht selbst kathartisch wirken. 530 V g l . De caelo 270 a26—35) als auch das bestmögliche Immanenzmedium fur die Aufnahme von Licht.σύμβολον der S e e l e " und damit als den seelenspezifischen „ O r t der Wahrheit" bestimmt.. Zudem wird das Gefährt bei Simplikios als geeignet zur Aufnahme der als Wirkungen einer Licht-Kraft verstandenen Phantasmata beschrieben: και τό πνεύμα έττιτήδειον γίνεται προς την των φανταστών τύπων ύποδοχήν (Simpl.128. der ebenso anachronistische w i e hypothetische Charakter dieser und auch der folgenden Untersuchungen nochmals hervorgehoben sei. 532 V g l . dazu Finamore / Dillon. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. an der theurgische Rituale ihre Wirkung erzielen. die so als unveränderliches Aufnahmemedium des göttlichen Lichtes bestimmt werden konnten. Stellung 166—169 zum „technischen" Z u g der Theurgie. 531 V g l . siehe oben Abschnitt III.1). scheint Iamblich daher die Ochemata der Seele zu verstehen. die ursprüngliche Geeignetheit wiederherzustellen. 532 um es zur Rezeption des göttlichen Wirkens geeigneter zu machen bzw. Siehe außerdem Schibli.. Sie übt in diesem Fall „ihre Kraft in der R e i n i g u n g der Rezeptivität aus". eben dem transparenten Aither realisieren. Iamblichus D e anima 260 mit A n m . w i e Stacker. der das aitherische Gefährt auch als .41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . die in den Begriffen des (Er-) Füllens und Gewährens enthalten sind. Daraus ergibt sich in diesem konkreten Fall die zentrale Bedeutung des Geeignetheit-Konzepts für die Theurgie. die auf Piatons Analogisierung von Wahrheit und Licht im Sonnengleichnis zurückzugehen scheint. 4..1 1 0 . 2 1 2 . Arist. 529 Natürlich steht Simplikios am E n d e der neuplatonischen Traditionskette. denn der Theurge muß wissen. die Impressionen von außen aufnimmt und an die Seele weitergibt. Bevor ich den Hinweisen auf ein rituelles Äquivalent hinsichtlich einer derartigen Aufnahmesteigerung im R a h men der Photagogie nachgehe.2.5. Stacker. 530 Jetzt kann die allgemeine. Stellung 2 5 7 darstellt. Hierocles 1 0 7 . die sich der peripatetischen Lichttheorie entsprechend in und aus einem speziellen Medium. In de atiima 214. 528 Der Aither des Seelengefährts ist sowohl ατρεπτος (vgl. 531 Denn diese scheint Iamblich ihrerseits als Wirkungen einer lichthaften Kraft zu verstehen.99. ist ein weiterer Punkt dieser speziellen Form des Verhältnisses zwischen Seele und Gottheit hervorzuheben. der Iamblichs 528 D i e Wahrheit besitzt j e d o c h noch eine weitere W i r k u n g . peripatetische Funktionsbestimmung des Gefährts theurgiespezifisch präzisiert werden: Aus der allgemeinen Vermittlungsinstanz. an dem und mit dem sie arbeiten kann.386 Die Fortsetzung der Licht.
wirken sie (nur) vermittels eines ihnen vorauslaufenden Lichtes. Schamanismus 2 6 3 .14—15. erweist sich auf den zweiten Blick als rein terminologische Unterscheidung nach zwei 533 Abgesehen davon ist außerdem festzuhalten. Da bisher bezüglich des Wirkens der Götter allerdings Anwesenheit und Wirken als Licht gleichgesetzt wurden. derjenigen.2 8 5 . s. 12. In ähnlicher F o r m vergleicht ζ. 14 anfuhrt. Die Bedeutung und Geltung des Geeignetheit-Konzepts machen es für Iamblich notwendig. Übs. Yoga und in der Schizophrenie. der Seele anwesend ( 1 3 2 . 5. Walsh die Bewußtseinszustände im Schamanismus. 533 Als ein Kriterium zur Differenzierung der verschiedenen Formen göttlicher Inspiration und ihrer Wirkungen auf das Bewußtsein scheint Iamblich die Möglichkeit des Inspirierten zu betrachten. 128. wie Iamblich es hier formuliert.99. Was aber auf den ersten Blick nach einer Differenzierung aussieht. III. die zwischen unmittelbarer und vermittelter Anwesenheit unterscheidet. nicht nur die aufnehmenden Aspekte göttlicher Wirkkraft zu unterscheiden. der eine Kartografie der damaligen mantischen Bewußtseinszustände erstellt. die hier von besonderem Interesse ist. 535 τοις π α ν τ α χ ο ύ ουσιν έξ 'ίσου πάρεστι. Walsh. nicht aber ein Wissen ihres Wesens. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Hopfner) 5 3 5 . die Iamblich in seiner Beschreibung der Photagogie in III. so daß er verschiedene Formen göttlicher Inspiration und ihrer Wirkungen auf das menschliche Bewußtsein zu differenzieren hat. B . Vor diesem Hintergrund ist die Differenzierung zu verstehen. B . und in einer. ζ. denn auch flir die mantische Götterkraft gilt. sondern ebenso die Wirkungen dieser Kräfte. 19).41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 387 Darstellung der Photagogie wesentlich bestimmt und eine Verbindung zur Inkubation erkennen läßt. um im wesentlichen zwei Arten der Photagogie zu unterscheiden: in einer sind die Götter. die eine Erfahrung des Göttlichen als lichthafte Epiphanie der Götter vermittels ihrer Dynamis im Aither-Medium des Seelengefährts erklärt. daß sie „allem überall in gleicher Weise anwesend ist" (Myst.128. Stellung 168 zu dieser A r t der Erkenntnis bemerkt: „Entsprechend hielt Iamblich zwar eine durch den K ö r p e r vermittelte i n direkte Erkenntnis der Götter für möglich und notwendig (wie ihre Epiphanie im όχημα der Seele). Buddhismus. III. 534 Entscheidend ist offenbar immer die Beschaffenheit des Rezeptionsmediums und seine Bedeutung flir das Bewußtsein des Menschen. dazu seine Äußerungen in Myst. stellt diese Unterscheidung die bisherigen Ergebnisse in Frage. N u r eine von ihnen ist der Deutung zuzuordnen. Das principium indiuiduationis muß daher im Rezipierenden gesucht werden." 534 V g l . Fast könnte man in Iamblich den ersten Philosophen sehen. D o r t unterscheidet Iamblich zusätzlich nach körperlichen S y m p t o m e n . den Vorgang der Inspiration und die dadurch vermittelten Eindrücke und Informationen bewußt mitzuverfolgen und zu verarbeiten. was Stacker.
besteht darin.1 3 3 . also für das gesamte Kraftbündel. um verschiedene veränderte Bewußtseinszustände beschreiben und unterscheiden zu können. unvorsichtigerweise die B e grifflichkeit und das Modell.128. Auch wenn lamblich also in III.und Kraftmetaphysik bei lamblich verschiedenen Modi der Rezeption und damit auch zwei verschiedenen Wirkungen bei der grundsätzlich gleichen Form des Wirkens. das eigentlich und traditionell für die gesamte Mantik und alles Wirken der Götter auf die Welt gilt. 11—13 offensichtlich selbst wieder aufhebt: άλλ' δμως εις εν ανάγονται πάντες. ι gestellt sieht. die während der mantischen Praxis zu beobachten sind. 72-73. Dies ist auch daran zu erkennen. da es ganz präzise um das aitherische und damit transparente Seelengefährt geht. 1 9 — 1 3 3 . Bisher diente er nach dem Beispiel von Myst. daß lamblich seine eigene Distinktion. daß der Lichtbegriff in diesem speziellen Fall eine spezifische Verengung erfährt. Das Problem. Shaw. δπουπερ αν και δι' οι'ων οργάνων έπιλάμπωσιν.19—133. 1 3 2 .388 Die Fortsetzung der Licht. die er in 132. daß die transparente Aithernatur des Seelengefährts sich besonders dazu anbietet.. fuhrt aber im Endeffekt zu terminologischen Unklarheiten. außerdem Stacker. bedeutet „Licht" nur das Segment oder den Aspekt des Kraftbündels. I. 1 mit διχώς η [.. das / der durch diesen speziellen Aufnahmefilter aufgenommen werden kann und in ihm eine ganz eigene Wirkung hervorruft.99. 14. vor das sich lamblich aufgrund seiner Unterscheidung in 1 3 2 . Stellung 168. Jetzt. in 134.] η eingeführt hat. 537 Es scheint vielmehr. 537 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. εις την της αύγής ελλαμψιν. Mir scheint hier daher eine Art Argumentationsopportunismus vorzuliegen. das spezielle Wirken der Götter in diesem Fall als „Licht" zu beschreiben. 1 9 . Gerade das aber liegt außerhalb des Menschenmöglichen. in diesem Fall aber den systematischen Gehalt des Abschnitts zu überlagern droht. Sowohl nach dem Ousia-Dynamis-Energeia-Schema als auch aufgrund des ontologischen Status der gefallenen Seele 536 ist an eine unmittelbare A n wesenheit der göttlichen Ousia-Monade im Bereich der Seele des Menschen grundsätzlich nicht zu denken. in diesem einen Fall auf eine besondere Form göttlicher Anwesenheit einschränken will. 1 zwischen παρουσία und ελλαμψις unterscheidet. Trotz dieser Spezialisierung bleibt der Funktionsmechanismus derselbe. Das mag seinen Grund zwar darin haben. der aus der Intention der Schrift De Mysteriis als Apologie der Theurgie im weitesten Sinne zu erklären ist. In diesem Fall wäre auch ein direktes Wissen ihres Wesens möglich.Theurgy 24—27 und bes. die auf die Welt wirkt. daß er. 9 als Bezeichnung für die gesamte göttliche Kraft. bedeutet dies weder die Aufhebung des Dreier-Schemas bei der Wirkung des 536 Vgl.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .
έξ ου δή φαντασίαι θεϊαι καταλαμβάνουσι την έν ήμϊν φανταστικήν δύναμιν.1 3 3 . Es inspiriert vielmehr das Vorstellungsvermögen.1 3 3 . infolgedessen also ergreifen göttliche Erscheinungen das Vorstellungsvermögen in uns — Erscheinungen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. was da geschieht. K a i τοϋτο διχώς γ ί γ ν ε τ α ι ή" παρόντων τή ψυχή τών θεών ή π ρ ο δραμόν τι εις αυτήν φώς άφ1 εαυτών έπιλαμπόντων· καθ' έκάτερον δε τον τρόπον χωριστή καϊ ή θεία π α ρ ο υ σ ί α έστΐ και ή ελλαμψις. zumal das göttliche Licht diese [nämlich Aufmerksamkeit und Verstandesvermögen] nicht berührt. Denn das Leben der Seele in seiner Gesamtheit und alle Vermögen in ihr. ά π ό δέ τών θεών εγείρεται εις τρόπους φαντασιών. Auch dies geschieht auf zweifache Weise: entweder dadurch. daß sie ein vorauseilendes Licht von sich in die Seele hinstrahlen. daß die Götter der Seele anwesend sind oder dadurch.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 389 G ö t t l i c h e n a u f das M e n s c h l i c h e n o c h d e r w e s e n t l i c h e n D u r c h d r i n g u n g von L i c h t . der Lichtmetaphysik. διότι ούκ άφ' έαυτοΰ. weshalb dies nicht von sich selbst her. 8. 14. έξηλλαγμένης π ά ν η ι τής ανθρωπινής συνήθειας. 1 4 . έπειδή τούτων το θείον φώς ούκ εφάπτεται· έπιθειάζει δε τό φανταστικόν. mag sie auch vielfaltig sein. 1 3 2 . w i e die lichtmetaphysischen Theorien Iamblichs in Beziehung zu setzen sind zu den Zuständen des Mysten. 1 3 2 . Diese [Lenkung von Licht] läßt also irgendwie das die Seele umgebende aitherhafte und strahlhafte Gefährt durch göttliches Licht aufstrahlen. sorgfältig [und bewußt].128. in einem einzigen Vermögen zusammengefaßt. V i e l m e h r d i e n t diese U n t e r s c h e i d u n g d e m Z w e c k d e r D i f f e r e n zierung von mantischen metaphysischen Bewußtseinszuständen. 9 . III. dabei erfährt die menschliche Disposition eine vollständige Veränderung. Ό λ η γ α ρ ή ζ ω ή της ψυχής και π α σ σ ι αί έν αυτή δυνάμεις ύττοκείμεναι τοις θεοΐς κινούνται. werde ich versuchen. Theurgy 221—223. von der du sprichst.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . N a c h die aber nach demselben diesen V o r b e m e r k u n g e n soll n u n M y s t . 9 . Aber auch diese ganze Art der Mantik. die sie möglicherweise beschreiben und erklären sollen. das man wohl Lenkung von Licht (φωτός α γ ω γ ή ) nennen könnte. D i e A u f merksamkeit aber und das Verstandesvermögen der Seele folgen dem. im folgenden zu untersuchen. (Myst. κινούμενοι ύ π ό της βουλήσεως των θεών. ist. III. die v o m Willen der Götter bewegt werden. M o d e l l erklärt w e r d e n . Ή μεν ουν προσοχή καϊ διάνοια τής ψυχής π α ρ ακολουθεί τοις γιγνομένοις. Ausgehend von seiner Grundannahme. 5 3 8 Παν δή καϊ τοϋτο δ λέγεις της μαντείας γένος πολυειδές δν μιφ συνείληπται δυνάμει. Übs.u n d K r a f t m e t a p h y s i k . die [nun] den Göttern [als Immanenzmedium] zugrunde liegen (υποκείμενοι τοις θεοϊς). w i e auch immer es [die Götter] als Lenker [der Seele] wollen. In beiden Hinsichten aber bleiben sowohl die göttliche Anwesenheit als auch ihr Hinstrahlen für sich. Ochema-Theorie und Yoga-Atemtechniken zueinander in Beziehung setzt.99. δ π ω ς α ν (οι) ηγεμόνες αυτής έθέλωσιν. Αυτη δή π ο υ το περικείμενον τη ψυχή αίθερώδες και αύγοειδές όχημα έπιλάμπει θείω φωτί. werden in B e w e g u n g versetzt. d i e d i e s e m S c h e m a u n d seiner A n w e n d u n g zu- g r u n d e liegt. nach Hopfner) N a c h den o b i g e n E r ö r t e r u n g e n zur D i f f e r e n z i e r u n g z w i s c h e n π α ρ ο υ σ ί α u n d ελλαμψις e r g i b t sich f o l g e n d e s B i l d : D i e m i t d e m t r a n s p a r e n t e n A i t h e r des 538 Eine Analyse dieses Textes findet sich bei Shaw. daß Iamblich veränderte Bewußtseinszustände beschreiben könnte. sondern von den Göttern her erweckt wird zu Formen von Erscheinungen. ην αν τις φωτός ά γ ω γ ή ν έπονομάσειεν. 8 u n t e r s u c h t w e r d e n .
wie Iamblich in diesem Fall religiöse Praxis. die sekundäres Licht unter der Einwirkung primären Lichtes aus dem Medium des Transparenten. und diese Ellampsis das Gefährt mit göttlichem Licht erfüllt. 539 Iamblich weist mit έξ ου in 1 3 2 . wenn auch nicht völlig zutreffend. um die rituelle Praxis der Inkubation zu erklären und zu rechtfertigen. 214. wie er die Vorstellung des aitherischen Seelengefährts genutzt haben könnte. weshalb sie in diesen ihren Seelenteilen . Damit kann zumindest die Affektion des Seelengefährts nach der peripatetischen Lichttheorie erklärt werden.5. Veranschaulichend.und Sinnenwahrnehmung ganz wie sonst betätigen können. oder. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. bzw.o. die wahrnehmbar und erinnerbar bleiben. wie es Hopfner. gegenüber denen eines durch L S D oder andere Halluzinogene induzierten Rausches. d. da dem Gefährt eine vermittelnde Funktion zukommt. daß die ελλαμψις und das ihr zugehörige Licht vermittels des Gefährts und damit des Vorstellungsvermögens wirken. Außerdem scheint das Verhältnis zwischen Gefährt und Wahrnehmung der Seele gleichfalls peripatetisch strukturiert zu sein.128. 1 3 auf diese Funktion hin. so daß der Erleuchtete diese Visionen bewußt wahrzunehmen vermag (133. in diesem Fall aus dem Aither. Die Frage ist nun. die ein epileptischer Anfall mit sich bringt und die sich weitestgehend den Möglichkeiten bewußter Wahrnehmung entziehen. Allerdings bleibt auch bei der ελλαμψις durch göttliches Licht im engeren Sinn die Form der Wahrnehmung und der Inhalt des Wahrgenommenen vollständig dem Wirken des Göttlichen vorbehalten und kann daher jedes menschliche Maß übersteigen.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Seelengefährts besonders eng verbundene Form der Photagogie besteht darin. sehr zum Unterschiede von den . Abschnitt III. wie Iamblich in 133. könnte man auch die Unterschiede in Bewußtseinszuständen. hervorgehen läßt. Die φαντασίαι im Vorstellungsvermögen sind eine Konsequenz der Affektion des Gefährts.1 zu Simplikios. 3. G e heimlehre 87 ausdrückt: Dabei aber ist weder der beobachtende Verstandesteil noch der wahrnehmende sensible Seelenteil der Epopten durch die Götter selbst besessen. daß eine Form göttlichen Lichtes auf den Aither einwirkt.Besessenen'.390 Die Fortsetzung der Licht. die ihrerseits das Vorstellungsvermögen affizieren und so Visionen von Licht und Lichtfiguren vor dem inneren Auge hervorrufen.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . die sich gerade hierin sehr auffallend verhalten.6—8 betont. Aufgrund dieser Affektion entstehen dann im Gefährt göttliche Erscheinungen — wahrscheinlich wiederum spezifische Formen von Licht —. s. anführen. In de anima III. 1—4.99. spirituelles Erleben und Lichtmetaphysik miteinander verbindet. h.3—6). sich in Verstandes. 539 Der wesentliche Unterschied zwischen παρουσία und ελλαμψις besteht darin.völlig bei sich selbst sind'.2.
καΐ διά μετρίας διαίτης και σώφρονος. 541 Hier scheint Synesios auf T i m . die [dem Pneuma] eine Stille der Affekte eingibt (γαλήνην [ .4 habe ich im Zusammenhang mit der Epiphanie der Hekate angenommen. wie die Epiphanien der Hekate zeigten. w e n n sie in B e w e g u n g gesetzt wurden. Das seltene ακλόνητος könnte in diesem Z u s a m m e n h a n g darauf hinweisen. . das Verharren des Zentrums. andererseits aber nicht als G e f ä ß (δεξαμενήν) u n b e stimmter Trugbilder diene. o. 1 .3 u. ύφ' ών κινηθέντων το πνεϋμα. D e n n Piaton nennt seine aufnehmende dritte A r t in 5 2 d3 auch einmal χώρα. ηκιστα δέ σ ά λ ο ν έμποιούσης εις τό εσχατον σ ώ μ α · φθάνοι γ α ρ α ν ό κλόνος μέχρι τοΰ πρώτου.128. die als Abwesenheit störender Affekte für das Empfinden des Einen eine wichtige Voraussetzung sind. daß Transparenz. Die Voraussetzung für diese Erfahrung ist die Leere des zu füllenden Gefäßes und damit der leere Geist. in dem sich der Myste befinden muß. . das auf diese Weise in direkten Bezug zum spirituellen Erleben gesetzt wird: άριστον μεν ουν ούτως παρεσκευακέναι το πνεΟμα το θείον.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 2 .4. um von der Licht-Epiphanie einer Gottheit „erfüllt" werden zu können. Diese seelische Zuständlichkeit schildert Synesios im folgenden Text und versteht sie als spezifische Beschaffenheit des Seelengefährts. daß die Gottheit den als Gefäß vorgestellten Mysten erfüllt. [Die b e ste Pflege erfolgt zweitens] durch eine maßvolle und einsichtsvolle Lebensweise. nämlich den. κ α ταλαμβάνεται.99. daß I a m blichs Theorie v o m Seelengefährt immer noch als neu und ungewöhnlich galt. daß der durch die Inkubation erreichte B e wußtseinszustand im Rahmen der Chaldäischen Orakel so verstanden wurde. s. τροφή δε αρίστη δ ι ά τε φιλοσοφίας γ α λ ή ν η ν έμποιούσης τταθών.5 8 . als Vorbild zurückzugrei- fen. ] π α θ ώ ν ) . durchaus als Anwesenheit von Licht beschrieben und eventuell auch erfahren werden. sondern ebenso einen bestimmten Bewußtseinszustand. das Pneuma w i e eine C h o r a 5 4 1 ergriffen wird. 5 . v o n denen. daß es der L e n k u n g durch Geist und G o t t würdig werde. 540 Der „leere Geist" der Chaldäischen Orakel. Schroeder hat in seiner Untersuchung zur Transparenz-Vorstellung Plotins darauf hingewiesen. N e b e n dieser Stelle weisen auch die Begriffe σ ά λ ο ς und besonders κλόνος auf diese Vorlage hin und m a chen es damit wahrscheinlich. 5 2 ei—4. ηκιστα μεν έξοιστρώσης το ζ ώ ο ν . daß Synesios sein Pneuma nach der iamblichischen T h e o r i e v e r steht. Diese Erfüllung oder Inspiration durch die Gottheit kann. Das Beste also ist es. Abschnitt I I I . der in den Orakeln Erwähnung findet. III. D i e beste Pflege aber [erfolgt] durch eine Philosophie. τό δέ άτρεμές τε δει και άκλόνητον είναι. κ α θ ά π ε ρ χ ώ ρ α . ώ ς εφορείας άξιοΟσθαι νοϋ και θεοΟ. das göttliche Pneuma so vorbereitet zu haben. bes.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 391 In Abschnitt III. die das 540 Schroeder. Stille und Transparenz könnten also auch und gerade bei Iamblich nicht nur ontologische Sachverhalte wie das Wesen der Ousia-Monade bezeichnen. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 5 1 . ά λ λ α μή δεξαμενήν είναι των άορίστων ειδώλων. Forms 5 4 . Stille und Verharren Bewußtseinszustände bezeichnen.4.
R . Ergänzend sind bei längeren Zitaten Band und Spalte in der Patrologia Graeca angegeben. zwischen göttlichem und menschlichem B e r e i c h zu v e r m i t teln. (Syn. Synesios.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Tier 542 möglichst wenig wild macht und möglichst wenig Ruhelosigkeit in den untersten [d. 580 dio-e3. (Übs. Diese Bedeutung ist zudem deshalb anzunehmen. De insomniis 16.128. De Insomniis 15. 1 3 1 2 A/B) 544 In diesem K o n t e x t könnten damit auch vollständige Transparenz u n d das V e r m ö g e n zur bestmöglichen Spiegelung als S y n o n y m e für die Affektlosigkeit des M e d i u m s gelten.. Es ist der κοινός όρος άμφοΐν (ebd. 543 Unter πρώτον σώμα ist das Rezeptionsmedium göttlicher Wirkung und daher das Seelengefährt zu verstehen. ö. h.1 zu R . s. Abschnitt III.99.392 Die Fortsetzung der Licht. ist es für die Aufnahme des Lichtes trefflich geeignet. letzten] Körper einbringe. Denn [dann] kann die ungeordnete Bewegung sich bis zum ersten [Körper]543 ausdehnen. Manchmal aber fuhren sie das Licht auch noch durch Wasser. einer Stelle. (Syn. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 544 Synesios wird nach Kapitel und Seitenzahl in der Ausgabe von Garzya zitiert. leicht geändert) D e r rituelle W e r t dieser H a n d l u n g liegt i m Symbolischen: w i e das Wasser aufg r u n d seiner Transparenz das Licht in sich a u f n i m m t (ύποδοχήν τοϋ φωτός. Denn weil es durchsichtig ist. επειδή διαφανές δν τοΰτο εύφυώς διάκειται προς ύποδοχήν τοϋ φωτός. Garzya.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . meinen kann. 5 4 5 E s sorgt durch seine a u f n e h m e n d e und umwandelnde Transparenz fur die Interaktion zwischen Gott und M e n s c h . 1 3 4 . weil πρώτον σώμα den Aither und damit die Substanz. w o Iamblich eine Praxis beschreibt.. = PG 6 6 . ed. D i e A u f g a b e des Seelengefährts im Prozeß der E r f a h r u n g des G ö t t lichen ist es also. genauso w i e der M y s t e durch seinen leeren Geist sein B e w u ß t s e i n der traditionellen Vorstellung zufolge geeignet macht für die mögliche A n w e senheit einer Gottheit in F o r m einer Epiphanie. zeigt. wie Moraux. Quinta essentia 1 1 7 2 u. die ebenfalls in die Seelengefährt-Theorie Iamblichs eingegangen sein könnte. 542 An dieser Stelle könnte ein Bezug zu Piaton. 2 — 4 erklären.5. M y s t . Garzya: διά τούτου τά θεία τοις έσχάτοις συγγίνεται. die die Photagogie unterstützen oder erleichtern soll: 'Ενίοτε δ' au και δι1 ύδατος αγουσι το φως. 566. 1 4 . 592\ ed. 1292 Β). A u s diesen Ü b e r l e g u n g e n heraus läßt sich Iamblich. 590 ij-S vorliegen. Hopfner. o. De insomniis 6. das die göttlichen φάσματα oder E p i p h a n i e n a u f n e h m e n soll o d e r will. aus der das Gefährt besteht. Garzya) D i e F u n k t i o n als abbildender Spiegel entspricht genau der F u n k t i o n als υ π ο δοχή. i n d e m es als R e z e p t i o n s m e d i u m die göttliche L i c h t . A u c h diese Funktion schreibt Synesios d e m Seelengefährt zu: τούτων απάντων των απορρεόντων Ειδώλων το φανταστικον πνεύμα κάτοπτρόν έστιν έμφανέστατον. III. 545 Vgl. = P G 66. ed.D y n a m i s e m p f ä n g t u n d ihr W i r k e n an die Seele weitergibt. 594. Dieser aber muß ruhig und unbewegt sein.
und nach Hierokles zeichnet es den Weisen aus.128.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 393 134. indem er das traditionelle metaphysische System der Lichtwirkung in seiner Ochema-Theorie konkretisiert.4). Beides kann den Bewußtseinszustand des Mysten veranschaulichen und metaphysisch beschreiben oder gar erklären. daß er sich darauf versteht. Man kann annehmen. indem er die Vorstellung des aitherischen Seelengefährts entwickelt. sollen zwei weitere Textstellen zeigen: In Myst. 13. ein Medium. der religiöse Fragen zu lösen versucht." (In C A I. um einen bestimmten Bewußtseinszustand zu erklären.8. dabei aber zugleich die allgemeinen metaphysischen Vorstellungen bewahrt und mit den religiösen harmonisiert. Diese durch das Geeignetheit-Konzept und das Dynamis-Lichtmodell ebenso ermöglichte wie begründete Konvergenz verschiedener Vorstellungsbereiche bei gleichzeitiger stofflicher Konkretisierung der abstrakten Sachverhalte legitimiert durch den Rückgriff auf die Metaphysik die theurgischen Rituale auf Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. um ihre Wirkung zu entfalten. 111. ist dieses Medium entsprechend der peripatetischen Lichttheorie als durchsichtig zu denken.99.1. Dies tut er.2. „seinen eigenen Geist als Tempel zur Aufnahme des göttlichen Lichtes (ΰττοδοχήντοϋ θείου φωτός) herzurichten. Als Kraft braucht sie. In diesem Vorstellungskomplex konvergieren die Funktion des Lichtes als δύναμις-δεσμός und die des aitherischen Seelengefährts als zugleich aufnehmendes und vermittelndes Medium auf das eindrucksvollste.1 gezeigt. so nimmt in der philosophischen Vorstellung oder Theorie das reine Seelengefährt aufgrund der Transparenz seines Aithers das göttliche Licht in sich auf. daß Hierokles mit ΰποδοχήν του θείου φωτός bewußt auf Iamblich zurückgreift und diese Vorstellung damit an spätere Neuplatoniker weitervermittelt. der gekennzeichnet ist durch die Wahrnehmung einer Lichtepiphanie ohne Bewußtseinsverlust. ed. 12—13. Beide Momente zusammengenommen und einander durch das Geeignetheit-Konzept verbunden erklären im System der neuplatonischen Lichtmetaphysik die Verbindung zwischen Gottheit und Seele im theurgischen Ritual. Wie bestimmend diese Vorstellung des Wirkens von Licht in einem aufnehmenden Prinzip seitens des Mysten bleibt. 2 bestimmt Iamblich als ein Prinzip der göttlichen Besessenheit (μανία) die von den Göttern herabkommenden Lichter (τά καθήκοντα άττό των θεών φώτα). Koehler). So bringt er die Vorstellung des Mysten als δοχεύς über das Geeignetheit-Konzept in Einklang mit den Theorien des Lichtes als δύναμις-δεσμός und der Lichtwirkung im Durchsichtigen.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Iamblich spezifiziert es im Fall der menschlichen Seele. das seinerseits die Substanz des Seelengefährts ausmacht. Als Philosoph. über ihr Wirken die Anwesenheit des Göttlichen im Stofflichen und in der mit dem Stofflichen verbundenen Seele zu realisieren. wie oben in Abschnitt II. Der Zweck der lichthaften Dynamis-Desmos ist es. entwickelt Iamblich diese Vorstellung möglicherweise deshalb. Da sie lichthaft ist. 1 1 7 .
und Kraftmetaphysik bei Iamblich 394 p h i l o s o p h i s c h e W e i s e u n d bettet sie in e i n e n metaphysischen G e s a m t z u s a m m e n h a n g ein. gereinigt w e r d e n .1298 D-1300A).K r a f t a u f n e h m e n k a n n u n d darf.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . N o r m a l e r w e i s e ist das G e f ä h r t stofflich eingetrübt u n d m u ß . 1297 D ) . die die N a t u r dieser E i n t r ü b u n g u n d ihrer K o n s e q u e n z e n zu versteh e n halfen. A u ß e r d e m lassen sich dort H i n w e i s e f i n d e n ..o d e r E n d z u s t a n d ist.Die Fortsetzung der Licht.u n d der aufsteigenden Seele impliziert dabei d e n G e g e n s a t z des reinen Aithers bzw. 576 = PG 66. D a Synesios die aufsteigende Seele als rein. De insomniis 10. der rituell z u b e g e g n e n ist. verdunkelt sie sich. b e v o r es als w a h r h a f t transparentes R e z e p t i o n s m e d i u m die L i c h t .. verliert ihre B e s t i m m t heit u n d spricht die U n w a h r h e i t .u n d R e i n i g u n g s r i t u a l einerseits u n d W i e d e r h e r s t e l l u n g des u r s p r ü n g l i c h e n Z u s t a n d e s des aitherischen Seelengefährts andererseits. D a d u r c h läßt sich die Vorstellung des Abstiegs mit d e n e n der E i n t r ü b u n g u n d der moralischen D e p r a v a t i o n . k a n n g e f o l g e r t w e r d e n . die an die o b i g e n Ü b e r l e g u n g e n a n k n ü p f e n . ed.128. G a r zya. Z u s ä t z l i c h z u d e n i m v o r a u s g e h e n d e n T e x t a n g e f ü h r t e n Stellen. D i e bisher n o c h sehr allgemein anhand der E i g e n s c h a f t s k o n v e r g e n z v o n Transparenz u n d Stille fundierte B e t r a c h t u n g der V e r b i n d u n g des S e e l e n g e fährts mit d e m t h e u r g i s c h e n R i t u a l k a n n j e d o c h n o c h präziser dargestellt w e r d e n d u r c h e i n e U n t e r s u c h u n g des Z u s a m m e n h a n g e s z w i s c h e n Initia- tions. Garzya 10. D e r G e gensatz z w i s c h e n der a b . w e r d e i c h n o c h z w e i T e x t e aus d e m W e r k De insomniis v o n S y n esios v o n K y r e n e h e r a n z i e h e n . Synesios v e r b i n d e t die Darstellung des Falls der Seele direkt mit der E i n t r ü b u n g ihres Gefährts: κ α τ α π ε σ ο ΰ σ α δε. = P G 66. W e n n [die Seele] h i n g e g e n hinabgefallen ist. G r u n d l e g e n d ist die Feststellung. w i e der A u f s t i e g des Seelengefährts z u verstehen ist. des Aithers als reinster F o r m der L u f t u n d Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. in der a u c h E i g e n s c h a f t e n . (Syn. durchsichtig u n d u n b e f l e c k t b e zeichnet (καθαρά [.S u b s t a n z des G e f ä h r t s als auch dem B e w u ß t s e i n s z u s t a n d des M y s t e n z u k o m m e n .] διαφανής και ακήρατος. v e r k n ü p f e n und konkretisieren. daß der gerade b e s c h r i e b e n e Z u s t a n d der Interaktion z w i s c h e n G o t t u n d M e n s c h ein Ideal. daß ihr A b s t i e g mit e i n e m E i n t r ü b e n e i n h e r g e h t .. dessen R e s u l t a t Synesios in der zitierten Stelle beschreibt. 576.99. ά χ λ υ ο ΰ τ α ι και άοριστεϊ καϊ ψεύδεται· το γ ά ρ ο μ ι χ λ ώ δ ε ς τοΟ πνεύματος ού χ ω ρ ε ί την τ ω ν δ ν τ ω ν ένέργειαν. denn das Nebelartige ihres P n e u m a s [also ihres G e fährts] n i m m t die W i r k u n g der Seienden nicht auf. durch die sich die bisher angestellten I n terpretationen stützen lassen u n d die letztendlich die Parallelisierung vom Z u s t a n d des Seelengefährts mit d e m B e w u ß t s e i n s z u s t a n d des M y s t e n e r m ö g lichen. die s o w o h l der A i t h e r . b e r ü c k s i c h t i g t w e r d e n sollen.
548 W e n n das aus Aither bestehende Seelengefährt absteigt und zusehends Eigenschaften des A e r annimmt und sich trübt. also gerade nicht als „Schatzhaus der Wahrheit".576) zurück a u f Piaton. 551 sondern Veränderungen in oder an ihrem Gefährt. 31 u n d 23 A n m .5. B . A u f das S e e lengefährt übertragen k ö n n t e diese naturphilosophische A n n a h m e v o n den Neuplatonikern nach Iamblich so g e d e u t e t w o r d e n sein. D e n Grund für den Verlust ihrer noetischen Qualitäten 546 D e n U n t e r s c h i e d zwischen A i t h e r und A e r stellt u . 30.Abschnitt I .3 5 .1).41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . A P M M 30-31 und 31 A n m . i . die bereits für Iamblich von mir angenommen wurden (s. . 547 bedeutet die B e w e g u n g des Abstiegs zugleich eine Entwicklung v o m Aither z u m A e r und damit von der Klarheit zur Trübung. 547 Z u r Position des Aithers i m Kosmos vgl. Abschnitt III. zeigt Synesios deutlich durch das τό γαρ. ] ταμιευομένην bezeichnet. 551 Im platonischen Sonnengleichnis war die Seele selbst n o c h a u f g r u n d ihrer B l i c k r i c h t u n g für die Qualität ihres S e h v e r m ö g e n s verantwortlich. 549 Kingsley. Kingsley. z .550 w e n n er die durchsichtige Seele als „Schatzhaus der Wahrheit" charakterisiert. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. A P M M 31 A n m . 31 weist darauf hin.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 395 dem A e r als unruhigem Nebel.2. D a ß dieser Verlust an Wahrhaftigkeit und die verminderte Teilhabe an der Wahrheit nicht allgemein der Seele und der Depravation ihres Wesens zuzuschreiben ist. Lichtmetaphysisch bedeutet dies. die die vier Elemente aufeinander ausüben. Diesen demnach wahrscheinlich von Iamblich ü b e r n o m m e n e n Vorstellungskomplex verbindet Synesios mit Piatons bekannter Analogie von Wahrheit und Licht aus der Politeia. 33. a .128. K u r z danach n i m m t Piaton die A n a l o g i s i e r u n g v o n Licht und Wahrheit vor. daß die Z u n a h m e stofflicher B e i m i s c h u n g e n eine Z u nahme ungeregelter B e w e g u n g o d e r U n r u h e überhaupt nach sich zieht. R . 550 Sprachlich weist Synesios mit αληθείας [ . 5 4 9 D e r von Synesios beschriebene Kontrast zwischen διαφανής und ομιχλώδες weist also darauf hin. 548 D a z u siehe Kingsley. die gefallene Seele aber dank des getrübten Seelengefährts als lügend. daß die W i n d e a u f g r u n d der wechselseitigen W i r k u n g . Außerdem weist der Aither selbst noch keinerlei Beimischungen auf. bes. A P M M 2 4 . ] ταμιειον (10. Kingsley. daß er b e züglich des Seelengefährts von denselben Vorstellungen ausgeht. entstehen. . 508 b6. 35 heraus. . w o Piaton d e n Gesichtssinn als δύναμιν [ . kann dies also auch bei Synesios erklärt werden als z u nehmende Beimischung der vier Elemente. O. D a der Aither in der K o s m o l o gie über dem A e r liegt. w ä h rend A e r fast als S y n o n y m v o n Krasis gebraucht wird. das lichthaft verstandene Wirken — die Wahrheit — aufzunehmen und dadurch selbst zu Licht und damit wahrhaftig zu werden. Eine Eintrübung hingegen vermindert diese Aufnahmefähigkeit und fuhrt damit zu Irrtum und Unwahrheit. o. s.99. 5 4 6 den Synesios durch die Kontrastierung der Adjektive διαφανής und ομιχλώδες andeutet. A P M M 22-23 und 23 A n m . daß das vollständig und rein aitherische und damit perfekt durchsichtige Seelengefährt ideal geeignet ist. .
wie sich die Linse eines Auges eintrüben kann. Der folgende Text weist auf diese Notwendigkeit hin und bietet Ansatzpunkte. = P G 6 6 . bevor der Gott [ihm] das zur Aufnahme von Vorstellungen Befähigte (τό φανταστικόν) wieder eingibt. 553 άπειλικρινέω ist eine Wortschöpfung des Synesios. daß die Reinigung des Seelengefährts durch ein Mysterienritual erfolgt: Die „geheime. Es hat seinen aitherischen Charakter und damit seine Transparenz verloren und neblige Trübheit angenommen.396 Die Fortsetzung der Licht. και οίς καθαίρεται καϊ άπειλικρινείται και εις την φύσιν έπάνεισι. Mit απορρήτου φιλοσοφίας. Daraus läßt sich folgern. daß bei Synesios wie bei der Darstellung der Photagogie Iamblichs die Rezeption und das Erfahren einer göttlich-intelligiblen Einwirkung mittels der Transparenz des Aithers des Seelengefährts erfolgt. 566. ΰφ' ης καϊ καθαιρόμενον διά τελετών. erfahre von der Philosophie. die ihm durch das oder vom Werden zustießen. 2 3 9 . die man nicht aussprechen darf und durch die [das die Vorstellungen vermittelnde Pneuma] mittels Initiationsriten rein geworden von Gott erfüllt (ενθεον) wird! Die [früher eingedrungenen] Beimischungen verlassen [das Pneuma]. 9—12 und Schibli. daß er sich die Trübung des Seelengefährts durch die Beimischung von Elementen erklärt. der verlange keine deutlichen und klaren Schauungen. Hierocles 102. της απορρήτου φιλοσοφίας πυνθάνου. genau so. Daher muß das Seelengefährt gereinigt werden. ed. και δστις ouv το φανταστικών ττνεΰμα νοσεί.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . bevor es von der Gottheit eine Eingebung erfahren und wieder zum „Schatzhaus der Wahrheit" werden kann. αι τε είσκρίσεις πριν τον θεόν έπεισαγαγεϊν τό φανταστικόν. Welche aber [seine] Krankheit ist und wodurch es trübe schaut und trübe wird und wodurch es gereinigt und wieder klar gemacht wird 553 und zu [seiner] Natur zurückkehrt. Daraus resultiert seine Krankheit.128.99. von denen aus näher bestimmt werden kann. έκθέουσι. U n d wer auch immer bezüglich seines die Vorstellungen vermittelnden Pneumas krankt. V. Iamblichs Auflistung der positiven Effekte des theurgischen Gebets in Myst. 2 6 . και οίς λημφ και παχύνεται. esoteri552 Vgl. 1 2 9 2 A .und Kraftmetaphysik bei Iamblich sieht Synesios augenscheinlich im Unvermögen des eingetrübten Seelengefährts. Garzya. (De insomniis 6. Primär sieht Schibli einen positiven Effekt in der Erlangung der Unsterblichkeit durch Reinigung des Seelengefährts von allen Verunreinigungen. μή άπαιτείτω σαφή μηδέ ειλικρινή τά θεάματα· ήτις δε αύτοΰ νόσος. διά τελετών und ενθεον aber macht er deutlich. Mit dieser Begrifflichkeit und der in ihr zum Ausdruck kommenden Vorstellung bleibt Synesios im Rahmen der metaphysischen und kosmologischen Aitherlehre. worin diese Reinigung bestehen könnte und wie sich Synesios — und vielleicht vor ihm Iamblich552 — die erzielten Wirkungen vorstellt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die Wirkung der intelligiblen Dynamis (την των δντων ενέργειαν) aufzunehmen. dicker werden) zeigt Synesios auch hier. ενθεον γίνεται.B ) Mit den Begriffen λημφ (eintrüben von Augen) und παχύνεται (stumpf oder grob werden.
Zunächst liegt es nahe. daß diese Vorstellung. Es hat den Anschein.1 zu O C Frg. hierzu Hierokles. B. 3-4. daß er den Abstieg des Gefährts nach Iamblich versteht. Dieser Verbindung von R i tual und Reinigung des Gefährts soll nun nachgegangen werden. und damit das.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . die eine Trennung vom Rest des Stofflichen und Materiellen impliziert. sie doch aus ihnen von späteren Philosophen wie Iamblich abgeleitet werden konn- 554 Diese Deutung legt ζ. Beide Begriffe sind sehr selten. was Synesios mit άπαιθεροΰται beschreibt und was ein Resultat der Initiationsrituale sein soll. Das spricht für Iamblich als Vorlage. also die aus den Chaldäischen Orakeln 554 und auch aus De Mysteriis von Iamblich. 555 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. A P M M 19 und 22-23. das offensichtlich in der Theorie des aitherischen Seelengefährts dargestellt wird. Iulian.2. Hymnos an die Göttermutter 172 <34-173 a2 nahe. Ein wenig später im auf den zitierten Abschnitt folgenden Text charakterisiert Synesios die Ergebnisse der am Gefährt vollzogenen Veränderungen als λεπτύνεται και άπαιθεροΰται. es verringert also seine Dichte und wird wieder zu Aither. Vgl. Es findet seinen Ausdruck darin. 556 Synesios bestimmt dabei die gegensätzliche Entwicklung als παχύνεται und γεοϋται. ihr „Gegenteil" άπαιθεροΰται scheint sogar eine Wortschöpfung des Synesios zu sein.o. Dabei weist besonders γεοϋται auf den ursprünglich peripatetischen Gehalt dieser Theorie hin. 556 Besonders die Formulierung λεπτύνεται ermöglicht in diesem Zusammenhang die Rückbindung an die „Lehre" der Chaldäischen Orakel und an deren „Exegeten" Iamblich (s. wie sie bereits E m p e dokles für den Aither in der Trennung von den übrigen Elementen angenommen hat.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 397 sehe Philosophie" ist die Philosophie. Abschnitt III. τελετή bezeichnet die Initiationsrituale 555 und ενθεον den aus diesen R i tualen hervorgehenden Endzustand der Erfüllung mit der Gottheit. Damit spiegelt sich im Text des Synesios das bekannte Ineinander von metaphysischen und religiösen Vorstellungen wider. an dem sich theurgisches Wirken reinigend vollzieht. die hier zum ersten Mal Anwendung findet. 557 Resultat dieses Trennungsvorgangs ist die (Re-) Konstitution des Aithers in seiner reinen Form. In C A 1 1 8 . was ebenfalls dafür spricht. die zugleich eine Trennungsbewegung von der Art ist.4. Dieses R e s u l tat kann also bisher bestimmt werden als Ermöglichung der Aufwärtsbewegung des Aithers.128. Wie zu Beginn dieses Abschnitts für Iamblich direkt beobachtet werden konnte. wenn sie nicht bereits in den Lehren der Chaldäischen Orakel direkt vorhanden war. die sich mit den Mysterien beschäftigt. Hymnus an die Mutter der Götter 1 7 2 a—c). daß religiöse Rituale am eingetrübten Seelengefährt eine reinigende Wirkung besitzen sollen. ist eben der Aither des Ochema das Material. Iulian. 557 Siehe Kingsley. da dessen Ochema-Theorie neu war und möglicherweise daher zu begrifflicher Kreativität zwang. mit der Wendung „die Dichte verringern" eine Aufwärtsbewegung zu assoziieren.99. 123 u.
9. wenn man sie auf die naturphilosophischen und kosmologischen Ansichten bezieht. wenn man sich daran erinnert. Erst dann ist das Gefährt der Seele wieder in der Lage.1 einer ersten Analyse unterzogen. Auch diese Ansicht kann gut erklärt werden. 559 Das Adjektiv θεοσύνδετος ist ein hapax legomenon! 560 S. daß sie die überlagernden Affekte.128. wird noch deutlicher. da sie beide die ursprüngliche Natur des Aithers. 1 1 . B . daß das im Ritual vermittelte Licht.1 3 4 darlegt. 1 3 3 .5 1 und bereits Piaton. zu O C Frg. die Dichte des Aithers des Ochemas verringert. in Myst. während das Licht in der neuplatonischen Philosophie seine Wirkung streng kosmologisch oder stofflich am Aither entfaltet und ihn. In C A m .1 3 . nahelegen. 561 W i e Iamblich z . beseitigen helfen. 561 Diese anagogische Wirkung des Lichtes. Hierocles 1 1 4 . 3 . Dort steigt das Gefährt im Endeffekt nach der Reinigung auf zum „aitherischen Ort. 16—24 und 1 1 3 . nachdem sie zum gröberen Nebel verkommen war. λεπτύνεται. die an sich bereits in der Lage ist. 122. 4 6 .4. auf der ich nun aufbaue und die ich hinsichtlich der Ochema-Theorie zu präzisieren versuche. 558 In seiner Interpretation von Fragment 1 1 9 der Orakel (das eigentliche Fragment besteht nur aus zwei Worten: θεοσυνδέτου αλκής) nimmt Hierokles nämlich an. d. dürfte damit die lichthafte Kraft der Gottheit gemeint sein. wie Iulian in seinem Hymnos an die Mutter der Götter die Wirkung des Sonnenlichtes beschreibt: διακρίνων οίμαι προς ακραν λεπτότητα τά σώματα.3. die Aithersubstanz von stofflichen Beimengungen befreit und sie.VI. 563 Z u κουφίζεται vgl. der Teilnahme an heiligen Reinigungsritualen und eben der im Fragment zitierten Stärke. auch Plot. ritueller Reinigung und anschließendem Aufstieg des Gefährts findet sich auch bei Hierokles. das Dunkel der Materie zurückzudrängen. 563 άπαιθεροΰται. III. von wirklich angenommenen stofflich-erdigen Verunreinigungen 558 Die hier noch einmal interpretierten Fragmente der Chaldäischen Orakel (119. Das bedeutet. 49. daß es zur Reinigung des strahlhaften Körpers des Abwerfens der stofflichen Verunreinigungen bedürfe. wie die Begriffe κουφίζεται. 125) habe ich oben in Abschnitt III.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . In Verbindung mit den Texten des Synesios zeigt sich.2.und Kraftmetaphysik bei Iamblich te. die Empedokles und Aristoteles über den Aither anstellen. in ihrer ursprünglichen Feinheit und Transparenz rekonstituiert. wiederherstellen. υλικών μολυσμών und γεοΰται u. ä. daß das göttliche Licht und die reinigenden Rituale dieselbe Funktion zu haben scheinen. aus dem das Gefährt besteht. die uns an Gott bindet.1 1 5 .Abschnitt III.99. das auf den eingetrübten Aither des Seelengefährts strahlt. sich nach oben zu bewegen und dem ihm natürlichen Ort zuzustreben. 123 u. 559 Da der Begriff „Stärke" (άλκή) die Dynamis einer Gottheit bezeichnen kann 560 .398 Die Fortsetzung der Licht. das zugleich die Dynamis der Götter ist.Vgl. 562 N u r scheinen die R i tuale diesen Z w e c k dadurch zu erreichen.1 die entspr. h. και τά φύσει φερόμενα κάτω κουφίζει (172 b2—4). die metaphorisch als Eintrübungen bezeichnet werden. Anm. o. Schibli. Köhler). 562 Die Verbindung von Reinigung des Gefährts. wo seinen festen Platz zu haben für ihn erste Glückseligkeit war" (Ubs. 1 4 . 248 c ff. Phdr. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.
1 2 : R e i n h e i t d e r Seele u n d Transparenz des G e f ä h r t s müssen e i n a n d e r fur d e n A u f s t i e g d e r Seele entsprechen. Indem es.1 anhand v o n R .99.128.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 399 befreit. 122. Feuers wird die Beimischung des Stofflichen beseitigt.2 3 . w a r u m Licht als anagogische Kraft wirkt. Dieser kann dann seiner natürlichen A u f wärtsbewegung folgen. A P M M 2 2 . H i e r o k l e s . 5 6 8 564 Siehe dazu Iamb. w i e aus Iulian erkenntlich wird. 81: E r d e w i r d als massa perditionis vorgestellt! 566 V g l .. O r a c l e s 278 A n m . Meiner Ansicht nach können beide Fragmente aufgrund dieser Begrifflichkeit als Aussagen über das ψυχής λεπτόν δχημα (Frg. De anima (ed. Diese Trennung von der Materie wird nach Frg. daß die O r d n u n g der Engel einen Aspekt der Seele (im Fragment fehlt leider die direkte N e n n u n g des Objekts zu κουφίζουσα) durch w a r m e n Hauch (ττνεύματι θερμω) leichter macht oder in seiner Dichte verringert (κουφίζουσα). D e r K o m mentar des Proklos zu Frg. und daher sind Veränderungen des einen Aspekts immer auch Veränderungen des anderen Aspekts. 1—5. auf die Befreiung von störenden A f f e k t e n abzielenden Aspekte des Rituals. 1 7 . die wegfuhrt von der U n o r d n u n g des Stofflichen. 122 zeigt. 5 6 6 Zugleich ist aus dieser Perspektive zu verstehen. reinigt es den Aither des G e fährts von stofflichen Beimischungen und stellt seinen ursprünglichen feinststofflichen Charakter wieder her. D u r c h die reinigende W i r k u n g des göttlichen Lichtes bzw. eine R e m i n i s z e n z an E m p e d o k l e s vor.T h e o r i e die kathartischen. 120) verstanden werden. 611 e—612 a b e obachteten Vorstellung. v i e l m e h r w i r d diese d u r c h e i n derartiges E r k l ä r u n g s m o d e l l der W i r k u n g v o n L i c h t zusätzlich abgesichert. A u f diese Weise erklärt und legitimiert die O c h e m a . So besitzt das Licht im R a h m e n der Theorie des Seelengefährts ebenfalls anagogische Wirkung.1 1 5 .41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . D i l l o n / Finamore) 70. 580 dio—e3 u. w o m i t zugleich die u n g e regelte B e w e g u n g des Gefährts (die υλική αταξία in Frg. daß die Erfüllung der Seele mit reinem Feuer eine B e w e g u n g nach sich zieht. nach der die stofflichen Verunreinigungen des Aithers immer zugleich auch als moralische Depravation gedacht werden. 568 S i e h e Kingsley. 5 6 7 Vor diesem Hintergrund möchte ich die Fragmente 122 und 123 der Chaldäischen Orakel einer erneuten Interpretation unterziehen.5. In C A 1 1 4 . M ö g l i c h e r w e i s e liegt in der A n n a h m e v o n Frg. d a ß das F e u e r d e n A u f s t i e g b e w i r k t . Feinheit bewirkt und Dichte verringert. 5 6 5 U m g e kehrt bilden Seelenaspekt und Gefährtaspekt eine kraftartige Ganzheit. 122) unterbleibt und sein Aufstieg (nach der Theorie des Empedokles fast zwangsläufig) beginnt. 564 Diese doppelte Form der R e i n i g u n g anzunehmen hat seine Ursache in der in Abschnitt III. 123 dadurch erzielt. 567 I m religiösen G e s a m t k o n t e x t des Aufstiegs der Seele verliert das L i c h t d a d u r c h natürlich nicht seine s o t e r i o l o g i s c h e B e d e u t u n g . bis er seinen natürlichen O r t erreicht und sich im Kreis bewegt. d e n n b e i i h m tragen Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 565 D a z u L e w y .
99.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . einem Aspekt der Weltseele ausgesät wird. 570 Siehe des Places. Außerdem ist es aufgrund seiner aitherischen Natur und seiner traditionellen Funktion als υποδοχή hervorragend dazu geeignet.. Myst. sich von den übrigen Elementen zu trennen. Wichtig ist hier nur. daß es mehrere Möglichkeiten gebe.] φως. Vehicle 7 2 .128. daß die späteren neuplatonischen Interpreten dies Orakel so verstanden. 1 1 8 davon. 1 4 . wobei man natürlich diese Theorie wiederum als Explikation der rituellen Praxis und der in ihr erzielten Effekte verstehen kann. oder zumindest. wenn sie ihre ursprüngliche Aithernatur aufgrund einer rituellen oder durch das götdiche Licht erfolgten Reinigung wiedererlangt haben. Diese verschiedenen Bedeutungs. Wie gezeigt kann das Seelengefährt durchaus als Same verstanden werden. 570 daß der Doppelt-Jenseitige sie ausgesät (κατασπείρω) habe. wodurch letztendlich die astrologischen Einflüsse auf den Menschen erklärt werden sollen. Oracles 216. Z u d e m spricht Synesios in seiner Einfuhrung zu Frg. unter dem man mit Iamblich auch das den Göttern vorauseilende Licht der Photagogie (προδραμόν τν [. Nach Finamore. Das Fragment selbst betont zunächst die empfangende Funktion des Samens. 1 1 8 interpretiert den Samen als das göttliche Element in der Seele. die uns allerdings erst durch Iamblich greifbar wird. 571 Majercik. dazu siehe Finamore. das die letztendliche Vereinigung der Seele mit der Gottheit herbeiführe.Vehicle 68 und 77—78. Ich vermute daher. 571 So Wind und Feuer den Aither empor. zum einen durch λαβέσθαι und zum Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.. Eine bestehe darin. III. 569 Die folgenden Überlegungen sind unabhängig davon.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Neben dem Hinweis auf eine rituell verwendete Atemtechnik sind diese Fragmente vielleicht außerdem Ausdruck einer Ochema-Theorie. In Fragment 85 seines Timiuoi-Kommentars spricht Iamblich davon.oder Verweisungsebenen von Theorien und Texten schließen sich ja keineswegs gegenseitig aus! Die Eigenschaft des Aithers. aufzunehmen. kann zwei weiteren Fragmenten einen neuen. gemäß der alten Doktrin des Empedokles leicht vom Rest des Stofflichen zu lösen. 125 der Orakel sagt. das Erkennungszeichen des Lichtes. den „Samen" (σπέρμα) von innen zum Wachsen zu bringen. welchen kosmologischen oder metaphysischen Vorgang diese Formulierung genau bezeichnet. Von dieser Funktion ist allerdings im Orakeltext genaugenommen nicht die Rede. zusätzlichen Sinn verleihen. daß die Seelengefährte ausgesät werden. 1 3 3 . auf einer Bedeutungsebene schon bei den Verfassern der Orakel selbst die aitherischen Seelengefährte meinten. 569 Diese Seelengefährte sind zugleich. von denen Michael Italicus in der Einleitung zu Frg. Diese Empedoklesreminiszenz wird dann mit der allgemeinen Vorstellung des Feuers als eines kathartischen Elementes verschmolzen. da es vom Demiurgen bzw. Oracles 186 zu Frg. 1 ) verstehen kann. daß die οχήματα der Seele ausgesät würden: την των οχημάτων σποράν. das φάους γνώρισμα (Symbol oder Erkennungszeichen des Lichtes) zu erfassen.400 Die Fortsetzung der Licht. daß die ευλυτα φέγγη.7 3 meint Iamblich mit dem Aussäen des Seelengefährts dessen Anfügung an das Gefährt eines himmlischen Gottes.
" ( H e r v o r h e b u n g v o n mir). von der in den Chaldäischen Orakeln und in den mit ihnen zusammenhängenden Texten so häufig berichtet wird. 7. 572 V g l . D e r B e g r i f f „ S a m e " m u ß also nicht n o t w e n digerweise den göttlichen u n d aktiven „ S e e l e n f u n k e n " m e i n e n . Aufgrund der spärlichen Informationen. τό τε έ γ κ ρ α δ ι α ϊ ο ν αύτής φ ω ς και τό είδος καθαρον και έδραΐον όραται. das diese also ebenfalls h i n n e h m e n oder a u f n e h m e n . die Iamblich als erster explizit anfuhrt. daß Iamblich seine Ochema-Theorie benutzt haben könnte. Da der Effekt dieser Reinigungen in der Wiederherstellung der ursprünglichen Transparenz des Aithers besteht. D i e [geläuterte] Seele w i e d e r w i r d in feuriger Gestalt sichtbar u n d z w a r als lauteres u n d unvermengtes Feuer. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die aus den uns erhaltenen Fragmenten der Orakel zur Ochema-Theorie zu gewinnen sind. Die sowohl stoffliche als auch moralische Eintrübung des Seelengefährts erklärt außerdem die Notwendigkeit einer Reinigung durch Ritual oder / und göttliches Licht. wie die Verfasser der Chaldäischen Orakel selbst vielleicht ihre religiösen Praktiken beschrieben haben könnten. die ergänzend zu den Beobachtungen des vorigen Abschnitts hinzutreten. Nach meinen Ausführungen zu den Wirkungen des göttlichen Lichtes dient ihm offenbar besonders der Z u stand des geläuterten Seelengefährts diesem Zweck.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 401 kann vor dem Hintergrund der Lehre des aitherischen Seelengefährts.572 kann jedoch nicht entschieden werden. w e are again on tentative ground. (Ubs. um eben diesen Bewußtseinszustand zu erklären. neues Licht auf diese Fragmente geworfen werden. Dies kann ebenfalls als ein Indiz dafür gelten. m a n erblickt dann ihr inneres / wesentliches ( έ γ κ α ρ δ ι α ΐ ο ν ) Licht u n d [ihre] Gestalt als rein u n d ruhig.99. 84. indem sie einen Hinweis geben.128.πνεύμα. oder ob er aus Anregungen eine eigene. In Myst. H o p f n e r . ob Iamblich mit seiner T h e o rie chaldäisches Gedankengut übernahm und lediglich ausbaute. daß sich die erneut interpretierten Fragmente auf das Seelengefährt beziehen. II.T h e o rie Iamblichs zu eben diesen Fragmenten. M a j e r c i k . die die rituelle Praxis der Inkubation und den mit ihr verbundenen Bewußtseinszustand spiegeln. die zugleich ein Verringern seiner Dichte bedeutet. Der durch meine Interpretationen nahegelegte Bezug der O c h e m a . 10—13 stellt ihn Iamblich folgendermaßen dar: της δ' άποκεκαθαρμένης π ύ ρ ι ο ς ό τ ύ π ο ς βλέπεται και αχραντον και αμιγές τ ό πΟρ. leicht geändert) anderen durch ένεκάρπισεν. läßt sich durch diese Wirkung auf den Aither der Ochema-Theorie auch die anagogische Wirkung von Ritual und Licht erklären. stützt die Vermutung.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . Oracles 32: " A s for Chaldaean doctrine c o n c e r n i n g the salvation o f the όχημα . neue Theorie aufstellte. das der G o t t ja an den Schlafenden u n d d e m S a m e n vollzieht.
D e r Myste erfährt nach dieser erklärenden Theorie also eine Kreisbewegung. und sie so die ursprüngliche Transparenz wiederherstellt. 575 Das η ist an dieser Stelle explikativ als Präzisierung des άρρεπές zu verstehen nach N a s e - m a n n . die in F o r m von stofflichen Beimengungen U n r u h e und Eintrübung verursachten.1 u. folgt. Besonders die Adjektive αχραντον. W i s d o m 79 und 82 und o b e n Abschnitt III. αμιγές. 1 0 . Shaw.4. 297) anfuhrt. 574 Das Erreichen dieses Zustands der Stille und R e i n h e i t des Bewußtseins ist verbunden mit der Empfindung einer Kreisbewegung. wenn er den Zustand der inkubatorischen Stille als 573 Ich n e h m e daher an. T h e u r g y 9 1 . das in A b schnitt III. die diesen Zustand herbeifuhren k ö n n e n . daß die R e i n i g u n g R u h e und Klarheit mit sich bringt.99.2. 4 . daß die R i t e n .13— 203.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . daß die K r e i s b e w e g u n g Freiheit v o n gegensätzlichen E f f e k t e n bedeutet. 576 D a z u siehe M o r a u x .4. Q u i n t a essentia 1 1 9 6 . T h e u r g i e 88. weil er. E. da sie die Faktoren beseitigt. καθαρόν und έδραΐον bilden einen Gegensatz zur ungeregelten U n r u h e und Eintrübung des Lichtes des gefallenen Seelengefährts.4. 1 1 . III. die Kühner—Gerth 11. aus dem dieses Seelenlicht unter Einwirkung des göttlichen Lichtes hervorgeht. Finamore / D i l l o n .o. Allerdings geht er nicht auf die B e d e u t u n g der dieser Ansicht m .2 § 538 ai (S.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Dieser Zustand entspricht im wesentlichen der γαλήνη των π α θ ώ ν .128..7 8 .1 zu Myst. d e n e n entsprechen. Υ. die durch die elementaren Bei- mischungen während des Abstiegs der Seele v o n Regellosigkeit überlagert worden war. denn die R e i n i g u n g stellt dessen ursprüngliche Beschaffenheit und damit dessen ursprüngliche Kreisbewegung wieder her. D a diese Art des Lichtes. Genau diese B e w e g u n g ist dem gereinigten Seelengefährt zueigen: τό αίθέριov σώμα [. d e m Aither.9 2 hebt hervor. die i m chaldäischen Initiationsritual d e n Zustand der Inkubation erreichen helfen sollen. 202. Das verwundert nicht. vgl. ι ) · " 5 D i e kreisförmige B e w e g u n g des gereinigten Gefährts begründet sich naturphilosophisch und kosmologisch betrachtet in dessen stofflicher Grundlage. 4. denn auch er besteht in der A b w e s e n h e i t störender Einflüsse. 5 7 6 Iamblich kann damit die Erfahrung einer Kreisbewegung bei der Inkubation mit Hilfe der Theorie der R e i n i g u n g des getrübten Aithers gut erklären. 573 Bereits unter diesem Aspekt konvergieren die Beschreibung des Zustandes des Seelengefährts und des aus ihm hervorgebrachten Lichtes mit dem Zustand des φωλεύειν. z u g r u n d e liegenden T h e o r i e des aitherischen Seelengefährts ein. die Synesios in De insomniis 16. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.1 1 9 7 . in dem sich die Seele zeigt.) anmahnt. das sich gleichfalls durch die völlige Abwesenheit aller störenden A f fekte auszeichnete. Iamblichus D e anima 158.] άρρεπές έστιν η κατά κυκλον περιφέρεται (Myst. 574 Siehe Kingsley.402 Die Fortsetzung der Licht. abhängig ist von der Beschaffenheit des aitherischen Seelengefährts. 594 (s.5. Z u d e m ist dies die B e w e g u n g der G ö t - ter. 1 6 besprochen wurde. 7 7 . denn der Aither besitzt nach der Lehrmeinung des Aristoteles die kreisförmige B e w e g u n g als natürliche Bewegung..
o. E r referiert in T h e u r g y 5 2 A n m . 578 Z u r B e d e u t u n g des ροΐζος in den Chaldäischen Orakeln und bei Iamblich siehe z. als auch. auch das Seelengefährt soweit gereinigt hat. Denn so läßt sich aufgrund eben dieser Uberschneidung nachweisen. 103—104 beschreibt Iamblich verschiedene Formen gottgesandter Träume.). miteinschließt. daß dieser Abschnitt sowohl auf die Praxis der Inkubation bezogen werden kann. III. T h e u r g y 9 1 . III.1 0 4 .99. die der Aither als Element der Fixsternsphäre seit Aristoteles besitzt. 206). 1 4 . so symbolisiert auch das R a d der Hekate den erstrebten Endzustand.2 zu O C Frg. daß es seine ihm wesentliche Kreisbewegung aufnehmen kann. nicht nur mit dessen Bewegung assoziieren. das diese Sphäre mit ihrer Kreisbewegung hervorbringt und das zugleich vom Mysten im Zusammenhang mit dem Zustand der Inkubation empfunden wird: dem ροΐζος (s. die die bisherige Forschungsmeinung dahingehend ergänzt.4 . 1 4 . durch das Licht geleitet wird. 2. 579 Genau dieses Schwirren ordnet Iamblich dem inkubatorischen Zustand der Photagogie in Myst. Diese Forschung untersucht weitestgehend dessen Funktion im Seinskontinuum und seine Funktion in der ontologischen Hierarchie als Vermittler zwischen Seele und Körper. Abgesehen davon. 1 3 4 . ein religiöses Phänomen zu erklären.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 577 Shaw bildet hier eine Ausnahme. den Vorgang der Inspiration symbolisiert (Myst. des sogenannten R a d e s der Hekate.128. In Myst. daß sein Einsatz möglicherweise forderlich wirkt.4. daß er ebenfalls herangezogen werden darf. W i e das Wasser.2. daß sie Iamblichs Intention. 1 2 zusammenfassend die bisherige Forschung z u m Seelengefährt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. weil er symbolische Kraft besitzt. B. von der die Veränderung des Bewußtseinszustandes des Mysten markiert wird. rechtfertigen. einen veränderten Bewußtseinszustand zu erreichen. 577 Zugleich kann Iamblich diese Bewegung aufgrund der kosmologischen Funktion. 579 A u f diese Weise ließe sich auch der Einsatz des Schwingkreisels. 578 Auch die E m p findung des Schwirrens. bisher fast unbeachtete Bedeutung. 8 zu. der j e d o c h den genaueren Z u s a m m e n h a n g mit dem Aither des Gefährts nicht untersucht. in den das Seelengefährt gebracht werden soll und fördert damit das Ritual. könnte er nach Ansicht der T h e u r g e n auch deshalb die Anagogie fördern. daß Iamblich mit seiner Ochema-Theorie das Ritual der theurgischen Inkubation erklären wollte. die die Kreisbewegung des Aithers ist! A u f diese Weise bekommt Iamblichs Lehre vom Seelengefährt eine weitere.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 403 Abwesenheit aller störenden Affekte erreicht.9 2 . Abschnitt III. s. Ich werde im folgenden zeigen. kann Iamblich daher als Konsequenz der R e i nigung des aitherischen Seelengefährts erklären. 103. 2 . sondern auch mit dem Geräusch. aber auf die spirituelle Bedeutung von Kreisbewegung und S c h w i r r e n ausdrücklich hinweist. um das Ritual der Photagogie und den damit verbundenen Bewußtseinszustand näher zu untersuchen. 2. Shaw. III. o. indem es das Gefährt „in die richtigen S c h w i n g u n g e n " versetzt. wenn es darum geht.
Ubs. 6—9 betont: αί δ1 αλλαι αισθήσεις διεγηγερμέναι τυγχάνουσι. καΐ συναισθάνονται π ώ ς εις τό φώς οί θεοί έκφαίνονται. wie die Götter in dieses Licht hinein sichtbar werden.. 1 6 — 1 0 5 . (Ubs..41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 581 παρακολουθοΟσαι in 104. ώς δρασιν μεν αϋτοϋ μή παρεΐναι. (105. δσα τε λέγουσιν άκούουσι καϊ δσα δρώσιν ι'σασι παρακολουθοΟσαι. was sie tun. Wisdom ι ι ο . w i e Iamblich in 104. 2 .] ή μεταξύ του ϋπνου τε και της έγρηγόρσεως κατάστασις [.9 nimmt Iamblich in seiner Beschreibung des Bewußtseinsstatus in 133. ] that's neither sleep nor w a k i n g " . Die ausfuhrliche Beschreibung dieses Zustandes.99. diese F o r m der Mantik als die F o r m der Photagogie zu verstehen. wenn sie göttliche Eingebungen erfahren. 4 mit παρακολουθεί wieder auf.. folgendermaßen charakterisiert: [. weil es sich auch in diesem Fall u m ein Einwirken der Gottheit auf den Menschen handelt. θαυμαστά τε εργα άπεργαζομένου πρός άπαλλαγήν παθών ψυχής τε και σώματος. (ed. w o Iamblich eine A r t des Zustandes. Hopfner) N a c h Kingsley beschreiben die antiken Quellen — er zählt neben Iamblich auch Plutarch. Die übrigen Sinne aber sind dabei wach und nehmen zusammen wahr. . zeigt 1 1 1 . 14— 104. Gegen den Epikureer Herakleios. 1 0 4 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.ι 11 und 245 die Anm.. die sich durch vollständigen Verlust von B e wußtsein und Wahrnehmung auszeichnet.1-2. 1 4 ελλαμψις nennt und die er von der παρουσία unterscheidet.. das den Ergriffenen nicht seines B e wußtseins beraubt.und Kraftmetaphysik bei Iamblich Daß dieser Passus vor dem Hintergrund einer Inkubationspraxis zu verstehen ist. die Iamblich in III. 2 .128. Bude) [231]. in dem sich M e n s c h e n befinden. 79 f. der so nach Iamblichs eigenen Kriterien als Photagogie und Inkubation bestimmt werden konnte. erfolgt unmittelbar zuvor in 1 0 3 . την δ' αλλην συναίσθησιν και παρακολούθησιν ύπάρχειν. was sie sagen.8: Και ποτέ μεν άναφές και άσώματον πνεύμα περιέχει κύκλψ τούς κατακειμένους.] der Zustand zwischen Wachen und Schlafen [damit nimmt Iamblich Bezug auf I0 3> 1 3] [•··] alles das ist göttlich und für die Aufnahme der Götter geeignet.5 8 0 den mit der Inkubation verbundenen veränderten Bewußtseinszustand eben auf diese Weise: „a state [ . Zu ergänzen ist Iulian Apostata. zu „Neither sleep nor waking". ροιζομένου τε έν τ φ είσιέναι και περικεχυμένου πανταχόθεν ανευ τινός επαφής. indem sie es vollkommen [und bewußt] erfassen 58 '. Z u r Photagogie besitzt diese Textstelle deshalb eine besondere Verbindung. Άλλοτε δέ φωτός έπιλάμψαντος λαμπρού καϊ ήρεμαίου κατέχεται μεν ή των οφθαλμών δψις και συμ- 580 Kingsley. [. hören alles. . Hopfner) D i e Beschreibung legt es nahe. und wissen..] πάντα θεΐά έστι και προς ύποδοχήν των θεών επιτήδεια. Moralia 590 b auf .Die Fortsetzung 404 der Licht.
um das Phänomen des Bewußtseinszustandes. Dies ist unschwer als Seelengefährt zu erkennen.] D i e übrigen Sinne aber sind währenddessen wach und nehmen zusammen wahr. auch Shaw.. der in der Inkubation auftritt. In diesen Zustand der Transparenz hinein kann sich die Epiphanie der Gottheit vollziehen. so daß es kein klares Sehen auf es hin gibt. 583 die er mit der Terminologie seiner Ochema-Theorie verbindet. . die den traditionellen Lehren entsprechend mit dessen Aither-Natur begründet werden können.128. Theurgy 89. U n d zuweilen umfängt die Daliegenden kreishaft (κύκλω) ein unberührbares und unkörperliches Pneuma. 1 4 . Beides schreibt Iamblich dem άναφες και άσώματον ττνεΰμα (103. 3 halte ich fur die Signalwörter dieses Zustands. da beim Seelengefährt Iamblichs Reinheit. wenn es auftritt. 583 κατακειμένους in 103. 103. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. zu beschreiben und zu erklären.15) zu.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 405 μύει TE [ .99. . Z u einer anderen Zeit aber wird der Blick der A u g e n ergriffen und verschließt sich. ein Schwirren hervorruft (ροιζομενου) und sich von allen Seiten ringsum [um den Daliegenden] ergießt ohne eine Berührung. 582 Es ist deutlich zu erkennen. sondern [vielmehr] eine [vom Sehen] verschiedene Samtwahrnehmung und ein Bewußtsein [von ihm] da ist. deren Beschreibung mit άλλοτε δέ in 104. daß Iamblich seine Ochema-Theorie benutzt. και συναισθάνονται π ώ ς εις τό φως οί θεοί έκφαίνονται. [wohl aber] wunderbare Wirkungen entfaltet mit der Folge der Befreiung der Seele und des Körpers von A f f e k ten. ] · αί δ 1 αλλαι αισθήσεις διεγηγερμέναι τυγχάνουσι. weil es. wie sich die Götter in das Licht hinein offenbaren. der im folgenden diesen Abschnitt ebenfalls auf das Seelengefährt bezieht. 4 vgl. Kreisbewegung und Schwirren zusammen auftreten und gleichbedeutend sind mit der Befreiung von störenden Affekten und Leiden. Die Veränderung des Bewußtseinszustandes markieren auch hier die Phänomene des Empfindens einer Kreisbewegung und eines Schwirrens.1 0 4 . 16 und άτταλλαγήν π α θ ώ ν in 104.. der sich durch stilles Daliegen und die abschließende Beseitigung von Leiden und Affekten auszeichnet. indem Iamblich einfach diese Erfahrungen als Zuständigkeiten des aitherischen Seelengefährts deklariert. Diese metaphysisch-ethische Konvergenz seiner Ochema-Theorie bringt Iamblich passend durch das eine Gleichzeitigkeit andeutende Partizip Präsens άπεργαζομένου (104. 4 ansetzt und bis Zeile 8 reicht und die demzufolge durch das „vorauseilende Licht" 582 Z u Myst. denn seine Theorie vermag sowohl fur die Empfindungen von Kreisbewegung und Schwirren als auch flir den heilenden Effekt der Inkubation eine Erklärung zu bieten. [. 2—3) zum Ausdruck. daß Iamblich auf den Zustand oder die Befindlichkeit der inkubatorischen Stille Bezug nimmt. Die Stelle zeigt damit. nachdem [nämlich] ein strahlendes und ruhiges Licht wiedererstrahlt (έπιλάμψαντος) ist.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .
4. II. Sie entspricht sow o h l d e m W e s e n der G o t t h e i t .99. A b s c h n i t t III. D i e s e Attribute setzen es in eine deutliche B e z i e h u n g z u d e m Licht. die er als Z u s t ä n d e des Seelengefährts erklärt. 1 ) der G o t t h e i t erfolgt. das v o r der E r s c h e i n u n g der G ö t t e r w i e d e r aufscheint. 148. 79. W i e d o r t scheint an dieser Stelle die A n w e n d u n g d e r m i t d e m S e e l e n g e f ä h r t v e r k n ü p f t e n Lichttheorie mit ihrer U n t e r s c h e i d u n g in primäres Licht. 4. 5 8 4 M i t d e m Partizip έπιλάμψαντος n i m m t I a m b l i c h m ö g l i c h e r w e i s e B e z u g auf eine S z e n e i m 17. Das Licht.und Kraftmetaphysik bei Iamblich ( 1 3 3 . sekundäre L i c h t in seiner R e i n h e i t aufstrahlen. a u f n e h m e n d e s M e d i u m u n d sekundäres L i c h t gerechtfertigt. die z u g l e i c h als Stille der A f f e k t e aufzufassen ist. 84. D e n n eine E i n w i r k u n g direkt a u f o d e r in das G e f ä h r t h i n e i n bringt ebenfalls W a h r n e h m u n g e n in der Seele h e r v o r u n d erklärt z u g l e i c h das v o n Iamblich b e s c h r i e b e n e P h ä n o m e n der j e t z t a u f t r e t e n d e n συναίσθησις. b e d a r f es keiner M i t w i r k u n g der A u g e n . v o n Synesios sogar als „ W a h r n e h m u n g der W a h r n e h m u n g e n " b e z e i c h net w i r d (De insomniis 5. das w e i t e r h i n seine F u n k t i o n als υ π ο δ ο χ ή v o n W a h r n e h m u n g e n b e hält. aber ebenfalls n a c h d e m Zu- stand des S e e l e n g e f ä h r t s darstellt. 584 W i e sich e i n e derartige Epiphanie gestalten kann.2. 104.n u n allerdings v o m G ö t t l i c h e n d u r c h w i r k t e u n d erfüllte . 7. 78.Vgl. 10—13 erscheint (s.transparente G e fährt ist. das d e r Seele u n d i h r e m G e f ä h r t eigene.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 5 8 5 D o r t erstrahlt die S o n n e erneut ü b e r d e m Schlachtfeld.406 Die Fortsetzung der Licht. d e m Transparenten des A i t h e r s . k a n n i m A i t h e r des Gefährts unter d e m E i n w i r k e n d e r Götter. 146 d e r C h a l d ä i s c h e n O r a - kel. 6 5 0 .). deren D y n a m i s als primäres L i c h t zu v e r stehen ist. dessen E i g e n s c h a f t der R u h e . in d e m die geläuterte Seele in M y s t . ihrer o n t o l o g i s c h e n Position u n d S t e l l u n g s o w i e d e m M e d i u m . D a dieses r u h i g e u n d klare L i c h t aber i m m e r n o c h das . o . 4) beschrieben. w i r d v o n Iamblich als r u h i g u n d klar (λαμπρού. S. 585 Ilias 1 7 . 564. Z u d e m trägt sie Z ü g e des B e w u ß t s e i n s z u s t a n d e s . daß Iamblich d e m L i c h t E i g e n s c h a f t e n v e r s c h i e d e n e r veränderter B e w u ß t s e i n s z u s t ä n d e zuschreibt. B u c h d e r Ilias H o m e r s . diesen A b s c h n i t t der Textstelle besser z u v e r stehen u n d in B e z i e h u n g z u m S e e l e n g e f ä h r t zu setzen.2. ed. D a b e i ü b e r n i m m t es v o n seiner causa materialis. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. In b e i d e n Fällen lassen sich diese B e s c h r e i b u n g e n a u c h so verstehen. das Iamblich in II. in d e m sie sich realisiert. 13—16 u n d in II. 7.128. Garzya). die D a r s t e l l u n g einer G ö t t e r e p i p h a n i e in Frg. In dieser F o r m steht es i m Kontrast z u m L i c h t der gefallenen Seele. n a c h d e m sich eine N e b e l b a n k v e r z o g e n hat. A u f f ä l l i g ist a u c h hier die ü b e r w i e g e n d lichtartige N a t u r d e r E p i p h a n i e n . D i e Vorstellung der einsetzenden H e l l e n a c h der T r ü b h e i t des N e b e l s ist hilfreich. u m die E p i p h a n i e der G ö t t e r zu erfahren. N a c h d e m die Seele u n d das mit ihr wesentlich v e r b u n d e n e G e f ä h r t ihre u r sprüngliche Transparenz wiedererlangt haben. 5—6 (ev κινήσεσι π ο λ λ α ΐ ς μεταβαλλόμενον) gegensätzlich. in d e m sie erfahren w i r d . zeigt Frg. o.
U n d wie es die Wirkung dieser Kraft im Großen ist. 5—18 von der Wirkung der Theurgie auf die Seele behauptet.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . 6 weiterhin darin. Abschnitt III. 6 .2. 9 darauf. warum Iamblich in Myst. 2 .2. 1 1 3 . wie schon in III. Daraus wiederum resultieren offenbarende Epiphanien — 586 S. und daß er deren Wirkung mitimpliziert. 16). 3 0 .128. daß das Göttliche direkt auf das für die Vorstellungen zentrale Pneuma einwirkt. der bereits bei Aristoteles mit dem Licht analogisiert wird (s. 588 Diese Dynamis versteht er bereits im Ausgangstext dieses Kapitels. 6. X . Anm. wobei er die Wirkungen sowohl als geistige Wahrnehmungen als auch als Schaffungen präzisiert. Dagegen verweist Iamblich mit der Wendung εξωθεν επιβαίνει in 1 1 1 . I. 1 1 — 1 2 und επιβολή οικεία in 1 1 3 .587 Wie in 1 1 1 . 9 ) . daß er mit dieser Form von Licht nicht das zum Licht gewandelte transparente Seelengefährt selbst meint. 1 1 1 . 1 1 3 .586 Dort ist u. das dieses Licht in sich aufnimmt. sondern die Dynamis der Götter. 8—14. die entspr. 2 . 1 1 3 . III. 6 . ό θύραθεν νοϋς). die spezifisch menschlichen Formen der Wahrnehmung auszuschalten. 1 1 3 . 1 1 und kann hier nach der bergenden und umfassenden Natur des Rezeptionsmediums verstanden werden. I. I 5 und περικεχυμένου πανταχόθεν aus III. gestaltet: Mit κύκλω πανταχόθεν in 1 1 1 . 9. und so die anderen Wahrnehmungsorgane umgeht und übersteuert.1 zu Myst. daß Iamblich hier möglicherweise auf das aristotelische Modell der Nousspaltung zurückgreift und das göttliche Licht mit Z ü g e n des νους ποιητικός oder θύραθεν versieht. I 0 3 . ihn vollständig erfüllt und im Kreis (κύκλω. ίο) von allen Seiten in sich ergreift. 1 1 3 wurde diese Sonderung der göttlichen Kraft auch dadurch erklärt..4. 1 1 3 . 6 . 6 . 2 läßt sich dies dadurch erklären. daß er das Wirken der göttlichen Licht-Kraft uneingeschränkt zu empfangen vermag. Die Wirkung dieses Lichtes ist erkennbar nach dem Seelengefährt. 1 — 2 auf. in Myst. a. 3 1 .2 u. als Licht. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Die dort angestellten Beobachtungen werden jetzt aus der Perspektive der Ochema-Theorie ergänzt. 587 οίκείαν Ινέργειαν in 1 1 3 . 1 0 — 1 1 nimmt Iamblich die Formulierungen περιέχει κύκλφ aus I I I .1 zu dieser Stelle.o. 2 das der Seele eigene Epiphanielicht das normale Sehvermögen überstrahlt und blind macht. 1 0 4 .3 1 . g.4. von einer unsagbaren Form des Lichtes der Götter die R e d e . 588 In Abschnitt III. Dies kann man jetzt so interpretieren. Z u d e m kann man vor diesem Hintergrund schließlich verstehen.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 407 Stützen läßt sich meine Interpretation abschließend durch den Textabschnitt III. „zusammen das All in sich zu vollenden" (συμπεραίνει τά δλα έν αύτω. daß sie es ermögliche. bes. 6 . daß die theurgische Inkubation den Aither des Seelengefährts soweit reinigt. o. so findet sich diese Wirkung ebenso im Verhältnis zum Seelengefährt: εν έαυτω συνείληφεν. 1 1 3 . 1 3 .99. 292. die Seele den Wirkungen der göttlichen Kräfte einzugründen. die von außen den Ergriffenen besteigt wie ein G e fährt (επιβαίνει. die er dort vom Seelengefährt macht. Abschnitt 1. Das Wirken auf das Seelengefährt besteht in III.
4. Daran läßt sich gut der eben im Konzept der Geeignetheit begründete Einfluß der peripatetischen Lichttheorie auf das ursprünglich platonische Modell erkennen. 5 . das eine ebenso strukturierende wie verbindende W i r k u n g besitzt.1 3 . Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. D e m n a c h ist eine Dynamis (und damit auch das Licht) nach ihrer W i r k u n g und ihrem Funktions. Garzya) von der gefallenen Seele mit der Charakterisierung der geläuterten Seele und ihres Gefährts als το είδος καθαρόν και έδραϊον in Myst. daß Iamblich das Verhältnis des H ö h e r e n zum o n t o logisch Niedrigeren als das Wirken von Licht begreift. 589 Die Funktion des Lichtes als ξύνδεσμος zeigt sich in diesem Bereich darin. 594 (ed.1 6 und 79. i n d e m er das Licht auch den Zustand der Regellosigkeit und U n wahrheit. die Zustandsbeschreibungen bei Iamblich in Myst. die Piaton in der Politeia festlegt u n d im Sonnengleichnis mit der Lichtmetaphysik verbindet.6 sowie bei Synesios in De insomniis 10.408 Die Fortsetzung der Licht. versuchte ich zu zeigen. So fügen sich die im zweiten Abschnitt der U n t e r s u c h u n g zur Lichtmetaphysik Iamblichs erzielten Ergebnisse in das Gesamtbild seiner Metaphysik ein u n d erweisen erneut die fundamentale B e d e u t u n g von Licht. in dem ich die Funktion des Lichtes als Dynamis in der Ebene des Intelligiblen erörterte. Bei Iamblich findet sich dieser Aspekt der Lichtmetaphysik im Geeignetheit-Konzept wieder u n d erfährt eine Konkretisier u n g in der T h e o r i e des aitherischen Seelengefährts. II. denn der Aither — ob als fünftes Element oder als reinste Luft — ist aufgrund seiner transparenten N a t u r ideal dazu geeignet. 7 .und Kraftmetaphysik bei Iamblich die Epiphanie der Hekate ζ. 1 3 .und Kraftmetaphysik für das Weltbild Iamblichs. 576 und 16. ζ. aufheben und ihre u r sprüngliche Gestalt wiederherstellen läßt. Diese F o r m des Wirkens bleibt bestimmend. offenbart d e m Mysten ihren eigenen metaphysisch-kosmologischen Status als Dynamis-Desmos — u n d positive psychologische Effekte. Zunächst scheint die A n n a h m e der Aithernatur des Gefährts dem Geeignetheit-Konzept verpflichtet zu sein. B. Allerdings wirken bei dieser Rekonstitution natürlich neben dem Licht auch die theurgischen Rituale mit. daß es als προδραμόν φως der G ö t ter von diesen ausgestrahlt wird und sich die Götter in i h m den Menschen 589 Vgl.oder Wirkbereich zu bestimmen. dessen ursprünglich reine und transparente Substanz während des Abstiegs der Seele z u n e h m e n d getrübt und von Affekten überlagert wird.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM .128. 78. Als grundlegend erwies sich auch hier die Definition der Dynamis.99. 8 4 . 1 1 . w e n n Iamblich das Verhältnis des Göttlichen als des Intelligiblen zum Stofflichen zu erläutern versucht. in d e m sich die gefallene Seele befindet. Die strukturierende W i r k u n g von Licht im aufnehmenden M e d i u m und damit die spezifische W i r k u n g dieser Dynamis im ihr exakt entsprechenden Wirkbereich bewahrt Iamblich. B. die als primäres Licht aufgefaßte Dynamis der Götter aufzunehmen. 1 2 . Bereits im ersten Abschnitt.
Die mit der inkubatorischen Trance verbundenen Phänomene der Kreisbewegung und des Schwirrens lassen sich erklären als Begleiterscheinungen.Das Göttliche in der Welt und Iamblichs Konzept der Photagogie 409 mitteilen (Myst. die eben nicht nur den Seinszusammenhang sondern auch theurgische Rituale und die mit ihnen verbundenen Bewußtseinszustände erklären soll. die sich gleichfalls in den metaphysischen Darstellungen der Chaldäischen Orakel niederschlägt. war Iamblich von der traditionellen Fundierung der Lichtmetaphysik in der Kraftvorstellung vorgegeben. das Immanenzmedium von Licht zu sein. Aufgrund der zu Beginn dieses Abschnitts angenommenen doppelten argumentatorischen Eingebundenheit der Lichtmetaphysik.128. eine Vision ohne vollständigen Bewußtseinsverlust erklären können. wird es auch dieser Anforderung gerecht. um dort Empfindungen auszulösen. ist der Stille des Mysten Rechnung getragen bzw. ist außerdem nach dem Wert der Ochema-Theorie in dieser Hinsicht zu fragen. Da es unter dem Einfluß der göttlichen ελλαμψις Visionen ohne Bewußtseinsverlust ermöglicht.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . das außerdem Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. daß es eine zentrale Position in der Praxis der chaldäischen Theurgie einnahm. die sich als Konsequenzen der Rekonstituierung der ursprünglichen Natur des Aithers einstellen. Damit entwickelt Iamblich die traditionelle Lichtmetaphysik bezüglich eines spezifischen Immanenzmediums konsequent weiter.1—2). kann auch sie auf eine Eigenschaft oder einen Zustand des Aithers zurückgeführt werden. 14. Da die Transparenz des Aithers zugleich die Beseitigung jedweder Art störender Einflüsse impliziert. aus dem das Gefährt besteht. Im Falle des Lichtes als derartiger Dynamis kann dieses Entsprechende zumindest nach der im Neuplatonismus bedeutsamen peripatetischen Lichttheorie nur das Transparente sein. die eine Entsprechung im Leidenden und Aufnehmenden braucht. um eine Wirkung zu erzielen. Das Licht als wirkende Kraft zu verstehen. von dem ich im ersten Abschnitt dieses Teils zu zeigen versuchte.133. wie es ihm Iamblich zumindest in III. die Empfindungen von Kreisbewegung und Schwirren rechtfertigen und der Bedeutung der Stille Rechnung tragen. Zur Beantwortung dieser Frage habe ich als zu erklärendes Phänomen das Ritual der Inkubation zugrunde gelegt. zum anderen aufgrund der Eigenschaft seiner Aither-Substanz. diese aber durch die Reinigung im Ritual und durch das göttliche Licht erreicht wird. Das einzige Transparente. ohne radikale Neuerungen einzuführen.99. Begründet werden kann Iamblichs Feststellung mit der epistemologischen Funktion des Seelengefährts. Der Vorstellung des Mysten als eines Gefäßes entspricht das Seelengefährt zum einen in seiner Funktion als Aufnehmendes von Eindrücken. Eindrücke jeder Art an die Seele weiterzuleiten. Ein metaphysisches Erklärungsmodell sollte daher in diesem Zusammenhang folgende Voraussetzungen erfüllen: es sollte der Vorstellung des Mysten als des Gefäßes (δοχεύς) der Gottheit gerecht werden. III. 14 ausdrücklich zuerkennt.
zu entwickeln. Daraus folgt allerdings keineswegs. Iamblich habe bestimmte religiöse Phänomene erklären wollen. ist ein aus Aither bestehendes Seelengefährt. Meine Argumentation erfolgt aus der Perspektive der Licht. der Kreisbewegung und des Schwirrens erfüllt.und Kraftmetaphysik bei Iamblich noch die Kriterien eines Visionsvermittlers.und Lichtmetaphysik den Punkt. in der Beschreibung von Lichtwirkungen metaphysische Aspekte des Lichtes mit spezifischen Eigentümlichkeiten der Beschreibung veränderter Bewußtseinszustände zu verschmelzen.99. dem er verpflichtet bleibt.41 Download Date | 12/1/13 2:15 PM . kann er bestehendes Gedankengut erweitern. immer aber markiert die traditionelle Kraft.4-10 Die Fortsetzung der Licht.128. Wenn er so verfährt. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Vor diesem Hintergrund ermöglicht es ihm seine Theorie vom aitherischen Seelengefährt. so wie sie vorliegt. die Iamblich bewogen haben könnten. seine Ochema-Theorie.und Kraftmetaphysik und der Annahme. daß es nicht noch andere Gründe gab.
In ihr differenziert er zwischen einem ersten Licht. Dabei bezeichnet er dieses spezifische Verhältnis zwischen U r sache und Verursachtem. wie produktiv und anregend die Verknüpfung von Kraft (Dynamis) und Licht. und einem zweiten Licht. Zunächst wird Licht als Dynamis von Piaton im Sonnengleichnis als zugleich mittlere und vermittelnde Größe mit strukturierender W i r k u n g b e stimmt. das Licht als vermittelnde Dynamis lasse das Sehen / Sehfähige erst wirklich sehen und das Sichtbare Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Diese Vorstellungen werden von Aristoteles und seinem Kommentator Alexander von Aphrodisias aufgenommen. transformiert. U. die Piaton im Sonnengleichnis vornimmt. das er deutlich als platonische Dynamis versteht und das im Durchsichtigen seine Wirkung entfaltet. Alexander bewahrt ebenfalls Piatons Annahme. Zugleich hebt Piaton hervor. entwickelt Alexander in seinem Kommentar eine Lichttheorie. das als Wirken des ersten Lichtes im Immanenzmedium des Transparenten entsteht.128.99. Die Kraft als etwas. daß dieses Licht von einer Ursache abhängig ist. die das Sehvermögen erst richtig sehen und das Sichtbare erst richtig gesehen werden läßt. hat sich als sehr flexibler Bedeutungsträger erwiesen. das eine spezifische Wirkung in einem jeweils spezifischen Wirkbereich entfaltet. a. Auf dieser Funktionszuweisung baut Piaton die Analogisierung von Licht auf der einen und von Wahrheit und dem Seienden auf der anderen Seite auf.Schluß Im Rückblick ist damit zu erkennen. gewirkt hat und welchen Modifikationen sie unterworfen wird. daß „Kraft" die Eigenschaften des Lichtes zugeschrieben werden und umgekehrt d e m Licht solche der Kraft. in der der Nous poietikos in seinem Wirken auf den Nous pathetikos als Hexis und als Licht beschrieben wird. ausgehend von einer Passage aus Aristoteles' Schrift De anima. erweitert und dabei modifiziert bzw. das die Voraussetzung dafür abgibt.41 Download Date | 12/1/13 6:52 PM . nämlich das zwischen der Sonne als Lichtquelle und dem aus ihr hervorgehenden Licht respektive zwischen der Idee des Guten und der Wahrheit und dem Seienden mit auffälligen Neologismen als das der Ähnlichkeit.und Kraftmodell. Bestimmend bleibt das bereits von Piaton etablierte Ineinander von Licht. die es hervorbringt und mit ihm nicht verwechselt werden darf.
Plotin beschreibt die Entwicklung vom Proto-Nous zum vollständig ausdifferenzierten Nous u. Objekt der Wahrnehmung (Noeton) und Wahrnehmendem (Nous) auch im Fall der Selbstreflexion des Nous voraussetzt. Plotin macht sich den Komplex Licht-Kraft dann wesentlich nutzbar. nach außen gerichtete Wirkkraft hervor. Unkörperlichkeit und Unteilbarkeit von Licht / Kraft und entwickelt die Vorstellung einer Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. Das Eine als Ursache des Geistes wird dann als auf alles gerichtete Wirkkraft eben als die wesentliche Energeia verstanden. das Licht sei von einer übergeordneten Ursache abhängig. hierarchisches Kraftkontinuum darzustellen. die dieses Licht. So wird der Nous zum Licht und das Eine zur Sonne bzw. dem Einen. d. erklären zu können. entwirft Plotin das Energeiai.99. das auf alles weitere strahlt. h. aus der der Nous als zweite Energeia hervorgeht.und lichtmetaphysisch zu erfassen. die zudem kontinuierlich mit der ursächlichen Wirkkraft (Energeia) verbunden bleibt. um die Entwicklung und Entstehung des Nous aus dem Einen zu beschreiben und um seine gesamte Ontologie als dynamisches. Bestimmend bleibt flir ihn bei der Erörterung des Nous als sich ausdifferenzierender Kraft aus dem Einen heraus Piatons Vorgabe. wie das Licht von der Sonne ausgestrahlt wird. versteht Plotin dennoch als Einheit. der zweiten Energeia des Schemas. aus sich hervorgehen läßt. der von einer Form unbestimmter Wahrnehmung zu einem in seinem Objektbezug vollständig realisierten Wahrnehmen fuhrt und den er zugleich als Entwicklung der Ausdifferenzierung und zunehmenden (Binnen-) Strukturierung der aus dem Einen hervorgehenden Licht-Kraft. von der es als von seiner Ursache abhängig ist und mit der es kontinuierlich verbunden bleibt. U m nun das Hervorgehen des Nous aus seiner Ursache.oder Zwei-Kräfte-Schema: Aus einer wesentlichen Wirkkraft geht dabei eine zweite. das Wahrnehmungsfähiges wirklich wahrnehmen und Wahrnehmbares wirklich wahrgenommen sein läßt. die die Unterscheidbarkeit von Wahrnehmen (Noesis / Noein). in diesem Zusammenhang kraft. ist sich der Nous dann selbst Bedingung der Möglichkeit von Wahrnehmung und Vollzug dieser in einem (immer aber in ursprünglicher Abhängigkeit vom Einen als der Quelle dieses Lichtes). Bei der Erörterung dieses Problems funktionalisiert Plotin die Eigenschaften der Unstofflichkeit. als Prozeß. Helle. auffaßt. J o c h " oder „Band" in seiner Beziehung zu sich realisiere. a. der Sonne.412 Schiaß erst wirklich gesehen werden. die eine bestimmte Wirkung hervorbringt. Besonders die Interaktion von Seele und Stofflichem bzw. Als Licht.41 Download Date | 12/1/13 6:52 PM . der Materie versucht er. In diesem Konzept gestaltet Plotin seine erste Energeia deutlich nach Piatons Dynamis. Diese differenzierte Struktur von Wahrnehmung. zumindest übernimmt er die Vorstellung einer Kraft. indem es dieses wechselseitige Beziehungsgefiige als .128.
das nun ergänzend zur platonischen Licht. und damit dem Licht ähnlich und analogisierbar. in dem es darum geht. um das Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. der dieses Wirken empfängt. gilt seine besondere Aufmerksamkeit der Interaktion von Leib und Seele. eingebettet und zu einer Einheit integriert werden. 8. Weiterhin bleiben das peripatetische Lichtmodell und das derart erweiterte bzw. die zum einen eine strukturierte Vielheit auf der „ O b jektseite" des einheitlichen Gefliges wahrt. Erweiterungen auf. daß jede zweite Energeia ihrerseits wieder zu einer wesentlichen Energeia wird und damit erneut ihrerseits eine weitere zweite. zum anderen aber auch sowohl die Einheit der vielen Objekte als auch die Identität von Subjekt und Objekt überhaupt zuläßt: Plotins Nous ist eine All-Kraft.41 Download Date | 12/1/13 6:52 PM . Der sich an diese Darstellung anschließende Abschnitt der Untersuchung. bis der Entfaltungsprozeß in der Materie ein Ende findet. der Materie innehat. dessen zweite Energeia eine Differenzierung in den Aspekt erfährt. überräumliche und unteilbare Kraft auf das Stoffliche. untersucht. wenn Plotin die Wirkung der Seele als unstoffliche. die in etwas anderem ihre Wirkung entfaltet. Nachdem Plotin — aller Wahrscheinlichkeit nach — die Hervorbringung der Materie durch die Seele nach dem Energeiai-Schema ebenso kraft. Dabei wird zunächst das Eine in seiner Eigenschaft als δυναμις πάντων. Besondere Bedeutung besitzt in diesem Kontext demnach das Schema der zwei Wirkkräfte. modifizierte Energeiai-Schema wichtig. beschreibt und zu erklären versucht. V. greift diese zentralen Aspekte des Komplexes aus Licht. d. Besondere Bedeutung besitzt in diesem Kraftkontinuum die Seele. der ein Wirken bedeutet. Plotins System als ebenso binnendifferenzierten wie umfassenden Kraftstrom zu verstehen. Grundsätzlich gilt auch hier: Als wirkende ist die intelligible Seele Dynamis. die das gesamte Seinskontinuum hervorbringt und erhält.wie lichtmetaphysisch klassifiziert hat. 1.und Krafttheorie hinzutritt. in der andere Kräfte aufgrund der jeder Kraft wesentlichen Eigenschaften ganzheitlich umfaßt. die als aus dem Geist hervorgehende zweite Energeia eine Vermittlerposition zwischen dem Bereich des Intelligiblen und dem Stofflichen bzw. Eine Differenzierung.25—30). die Plotin am peripatetischen Lichtmodell erarbeitet und veranschaulicht.Schluß 413 kraftartigen Ganzheit. Dabei gilt der Grundsatz (vgl. eher einseitig das Wirken der Seele auf den Körper. nach außen gerichtete Energeia hervorbringen kann. den Körper. bzw. nach dem Beispiel des Wirkens von Licht auf Luft nach dem peripatetischen Modell. Die Kontinuität des von ihm hervorgebrachten Seins sichert Plotin dadurch. So beschreibt Plotin denn auch die Interaktion von Seele und Körper. h. und den.und Kraftmetaphysik und deren Modifikationen bzw. daß sich diese Kraft in ihrer zunehmenden Entwicklung „nach unten" von ihrem U r sprung weg zunehmend abschwächt.99.128.
414 Schluß überall zugleich als ganze ungeteilte Anwesendsein und Wirken derselben zu veranschaulichen und die Vorstellung einer räumlich-stofflichen Wirkung der Seele auf das Körperlich-Stoffliche zu überwinden. die auch für die Neuplatoniker nach Plotin nichts von ihrem explikativen Wert und ihrer Attraktivität verloren haben. zumindest im Bereich des Stofflichen. mit diesen metaphysischen Konzepten eine dezidiert religiöse Praxis und die damit verbundenen Bewußtseinszustände zu erklären und zu legitimieren. differenzieren und transformieren. die eine Kraft in dem ihr zukommenden Bereich entfaltet. wie Iamblich und andere Neuplatoniker die Konzepte von Licht und Kraft aufnehmen. Dabei wird die Wirkung (ενέργεια). nach der GeBrought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. die untersucht. eben von der Beschaffenheit dieses Mediums.T. wie. h. Zum anderen rückt aber noch ein weiterer Referenzbereich der zu betrachtenden Texte in den Blickpunkt: Das als „Theurgie" bezeichnete Inkubationsritual der Chaldäer und dessen — mögliche — Auswirkungen auf das Bewußtsein und die Wahrnehmung des Initianden. die wiederum ihrerseits die Binnenstruktur einer Hypostase. Während Piaton im Sonnengleichnis diese am Beispiel des Prozesses sinnlicher Wahrnehmung expliziert.und Kraftmetaphysik bei. in dem die Kraft wirken soll. der eine Hierarchie entstehen läßt.128. die die Kraft (δύναμις) in ihrer vermittelnden Funktion erzielt. Deutlich wird hier. die sie in Plotins Schema der zwei Wirkkräfte erhalten hatte. In dieser triadischen Struktur behält die Licht-Dynamis als mittlere ihre vermittelnde Funktion. zwischen denen sich diese Vermittlung vollzieht. Iamblich entwickelt dabei Piatons Dynamis-Konzeption in der Form. aber auch die Struktur zwischen verschieden Hypostasen ausmachen kann. die am ehesten als ein Flüssigsein im Sinne einer sich jeder Bestand verleihenden Strukturierung entziehenden Wandelbarkeit aufzufassen ist. Es verschiebt sich jedoch die Bedeutung der Pole.41 Download Date | 12/1/13 6:52 PM . Die z. unvollkommene Wirkung der Seele im Stofflichen erklärt Plotin durch eine Eigenschaft der Materie.99. die Behandlung der Texte Iamblichs erfolgt unter zwei Perspektiven. die Wirkung. weiter und behält auch das Ineinander von Licht. In einer Kombination aus der platonischen Dynamis-Definition und Plotins Energeiai-Schema entwickelt Iamblich sein Ousia-Dynamis-EnergeiaSchema. abhängig ist. deren Wechselwirkung untereinander immer zu beachten ist: Zum einen wird die gleichsam rein theoretische Perspektive der philosophiehistorischen Betrachtung beibehalten. Neu ist bei ihm der Versuch. Und es sind genau diese Modelle und Vorstellungen. funktionalisieren Iamblich und Proklos das Licht zur Beschreibung der Vermittlung zwischen den verschiedenrangigen Aspekten eines ontologischen Prozesses. D. Auch diesen Aspekt könnte Plotin am Lichtmodell Alexanders abgelesen und auf seine Kraft-Lichtmetaphysik übertragen haben.
Die auffällige Mythologisierung dieser auf den ersten Blick rein metaphysischen Sachverhalte lenkt dann die Aufmerksamkeit auf den zweiten der beiden angenommenen Referenzbereiche: die kultische Praxis und die mit ihr verbundenen Texte. Diese kann aufgrund der gemeinsamen Merkmale der Stille. die Entsprechungen zu einer sehr alten religiösen Praxis besitzen. die vermittelnd zwischen Oben und Unten nach unten und im Unten wirkt. aufgrund einer spezifischen Seelenverfassung bewußten Anteil am Göttlichen / Intelligiblen zu erlangen. Und genau bei dieser Darstellung der Göttin sowie des Feuers und des Lichtes als anagogische Kräfte. besonders das darin integrierte peripatetische Modell. in denen Hekate eine prominente Rolle spielt und die den späteren Neuplatonikern zudem als autoritative Texte galten. Hekates Funktion als lichthafte Kraft weist in zwei Richtungen: Einmal besitzt sie die „typischen" Eigenschaften der Dynamis.41 Download Date | 12/1/13 6:52 PM . Es ist davon auszugehen. Zweitens hat sie aber auch anagogische Funktion. Auf diese Weise kann die gesamte Entwicklung des in sich gegenüber Plotin nochmals wesentlich detaillierter binnendifferenzierten intelligiblen Bereichs von Iamblich und Proklos ebenfalls auch kraft. sie wirkt zugleich von unten nach oben. weisen die entsprechenden Verse der Chaldäischen Orakel und die Texte ihrer neuplatonischen Ausdeuter Eigentümlichkeiten auf. d. Proklos. a.und lichtmetaphysisch beschrieben werden.128. daß der Göttin Hekate in diesem System die Funktion der Licht-Dynamis zugewiesen wird. indem sie es nämlich der Seele des Initianden ermöglicht. Damaskios etc.und Kraftmetaphysik mit den Texten der Chaldäischen Orakel untersucht. mag Iamblich dazu Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. das die Bedeutung des Immanenzmediums bei der Entstehung von sekundärem Licht betont und zwischen primärem und sekundärem Licht differenziert. als Mittel und Ziel heilsrelevanter Erkenntnis. h. des Verharrens sowie der Wahrnehmungen von Kreisbewegung und einem schwirrenden Geräusch als Inkubation identifiziert werden. die es zu exegetisieren galt.99. der Hekate) und die Klassifizierung dieses Zustandes selbst bei Iamblich die Annahme eines derartigen Bezuges auf die religiöse Praxis zu bestätigen scheinen. wobei besonders die Beschreibungen der in diesem Zustand erlangten Epiphanien (u. daß sowohl der praktische Vollzug des Inkubationsrituals als auch der durch die Inkubation erlangte Bewußtseinszustand literarischen Ausdruck in den Chaldäischen Orakeln fanden und dann philosophisch bei Iamblich. Die von Iamblich rezipierte und weiterentwickelte Licht-Kraftmetaphysik. wurde in einem ersten Schritt der Zusammenhang zwischen der für Iamblich (und in Ansätzen fur Proklos) rekonstruierten Licht. Ausgehend von der Beobachtung. thematisiert wurden. in dem sich dieses Wirken zur Wirkung realisiert (έπιτηδειότης-Schema).Schluß 415 eignetheit dessen differenziert.
in diesem Fall zwischen Gottheit und Mensch. als auch die mit dem durch Inkubation induzierten Bewußtseinszustand auftretenden Phänomene erklärt werden können. die deren vielfältige Funktionalisierungen erst ermöglicht und verständlich macht und deren Anfänge und Entwicklung in dieser Arbeit in einem ersten Anlauf an verschiedenen Beispielen aufgezeigt werden sollten. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.128. Aufbauend auf dieser Theorie gelingt es ihm. abgesehen von allen differenzierenden und erweiternden Modifikationen.41 Download Date | 12/1/13 6:52 PM .4ΐό Schluß bewogen haben. die genuin platonische Vorstellung von Licht als einer Kraft. daß sowohl der Zustand der menschlichen Seele in der Interaktion zwischen Gottheit und Mensch Berücksichtigung findet. eine ebenso individuelle wie neuartige Theorie des Seelengefährts zu entwickeln.99. Als grundlegend erweist sich aber auch hier. Es ist diese bisher nicht beachtete Verbindung von Licht und Kraft. die als vermittelndes Band zwischen zwei Bereichen wirkt. das Wirken des Göttlichen auf die menschliche Seele so beschreiben zu können.
17-19 11.Stellenregister Alexander Aphrodisiensis De anima libri mantissa Metaphysica 1022 b 4 . 5 144.41 Download Date | 12/1/13 6:53 PM .22-24 139.17-20 11.22.78.15-17 Hierocles In carmen aureum 111.27-36 139.128.8 112.156.38 137 34 165 165 360 350 142.n 11.16-18 II. .1 9 430 a i 5 De sensu 439 » 2 3 .23 33. 3 1 . 4 .13 11.18.23 142. 7 7 .77. 6 144.3 11. Parva naturalia 447 a n Poetica i457 b6-33 1 4 5 7 b9 I457 b i 6 ~ 2 5 Damascius In Parmenidem 1.77.13-31.12-14 II.12-1 3 144.26-2 9 144.1 1.70. 4 .284.34-35 145.30.9.6 144.13-16 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.8 .350 165 368 137 165 149 142.4.4 142.1-6 144.154. 4 144.4.368 165.54.4.1-2 142. 1 9 .31.1-4 46.13-14.7 8 .194 Iamblichus De Mysteriis 1. 3 .99. i o .11-1 3 148.15-16 144. 2 11. 46.18.27-2 9 148.4-8 142. .3.5 1.17-55.165 : 37 137 350. Homerus Ilias 23.14-54.9..1-3 111.4-5 142.7.3-5 145.15 144.18 1.2 4 38 149 31 35 37 1059 b 3 6 . 7 7 .1-4 1.12-14 142.1 142.53.165 157 1 7° 360 195 194 195 195 361 361 361 Aristoteles De anima 4l8bi6-i7 429313-18 430 a i o . 1 2 1.7 143.9.13-1 4 147.10-1 1 142.
1 3 4°ι Frg. 1 0 4 . i n 332 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.2 332 Frg. 1 0 3 . 1 . 1 8 9 286 III.338 50 C 2 . 1 3 2 .2 6 3 .7.41 Download Date | 12/1/13 6:53 PM . 1 1 3 . 1 1 3 . 1 2 5 315 Π. 17 38Ι Frg. 54 231 4 7 7 di F r g . 14—15 229 In Timaeum Phaedrus 2 5 0 a6 Frg. 285 Frg. 1 2 1 326 II. 1 1 8 326 Π.280 III. 84 373 507 C 9 . 1 6 . 8 . 6 . 1 4 . 1 9 2 . 5 24 269 74 533 C5 103 580 d i o . 1 1 . 9 VIII. 2 . 2 . 1 1 233 VIII.6 172 b-c 314 509 b 2 . 7 . 8 389 IV. 34 223 477 c i Frg· 40 239 477 c9-d6 F r g . 2 404 Frg. 2 3 .3 186. 9 326 III. 5 . 2 . 35 285.3 .1 3 3 .4 Julianus I m p e r a t o r 304 Plato 250 b3~4 Frg. 8 . Z . 6 .2 6 2 . 49 273. 1 4 . 3 225 Orphica Hymni 8. 1 2 3 313 11. 94. 18 IV. 1 2 .84.3 1 7 2 b4 314 509 b 7 .4.1 0 384 III. 2 3 2 .1 5 242 Frg.79.1 4 319 III. 1 4 4 237 II. 2 9 2 .128. 206 323 III. 1 9 1 .7. 9 .3 227 Parmenides V.1 0 508 a 5 ~ 6 Hymnos an die Mutter der Götter 78 Respublica 477 c 1 .1 5 7 A Helios 115.Stettenregister 4i8 11.1 9 2 . 4 Frg. 2 . ιό—19 385 Frg. 2 6 1 .194 Frg. 3 . Ι 7 . 9 . 7 9 . 3 7 290. 6. 5 325 111. 5—17 220 Alcibiadem 229.84.Ι 8 364 Frg.1 0 4 . 84. 2 5 7 . 2 . 1 4 5 238. 2 .117 120 Oracula Chaldaica Frg.338 37 c i . 1 2 9 .B 156 D . 6 233 X . 1 2 .1 0 5 .4 380 Frg.V.i o 172 b2 314 509 b 2 .104.6-9 404 Frg.i o 172 d 324 515 e6-7 329 5 2 1 C2 329 Rede auf den König 134 A . 60 118 52 e 2 .2. 8 404 Frg. 15-20 379 Frg.99. 56 285 52 C4 158 Frg.381 Frg. 4. 5-6 In 371. 1 4 .e 3 370 611 e-612 a 370 616 b-c 310 273 Sophista 273 247 e 3 Timaeus 109 Frg. 4 116 78 27 102 28 180 22 269 508 a5 33 508 b6—7 89 23 172 a-c 314 508 d 4 . ί ο . 146. 262.287 Frg. 1 0 .
4 . 2 8 .41-43 8.16 9.15-17 8. 8.4 IV. .11-13 8. 1 .7. 1 . 1 5 . I8-20 3.3 1 .7-19 8. 1 4 . 20-22 8.7.3 2 IV.1-3 12. 5. VI.20-24 205 204 189 203 184 83 83 176 145 193 101 62 63 63 173 173 173 !59 160 180 201 201 201 209 167 177 167 167 167 167 197 195 130 76 79 136 80 203 126 128 127 131 143 161 161 161 147 148 V. 31 7.419 Stellenregister Plotinus Enneades . 4 V. VI.19-22.6.7. 1 2 .39 IV. 1 0 . 1-3 IV. 9 VI. 23.33-34 1. 26-33 2. 27-31 IV. 13 2. 3 . 3 V. 22 8.6.1-1 6 7.3.1 2 IV. VI. 5 V. 3 V. 3.10-18 9. 5. 2 . 3 1 .33-39 2..7-8 12.6. 35-41 IV.3 3 IV. 1 5 . 2 .17-3.6. 3 V. 1. 1 V.1 1 IV.4-10 4.6.5. 12 2. 8. 5.1 8 . 3.2 1 1.237 154 93 50 102 102 87 45 45 70 73 110 61 62 63 118 56 58 65 96 133 112 112 99 III 99 99 III 99 108 108 187 187 198 82 362 362 179 206 183 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. 5.16-2 1 7. 4 V.1 5 V. 3. 3-7 2.1-16 12. 19-20 IV. 8.2.1 1 V. .2. 3 V. 1 . 2 V. 44-47 · 4 . 3.2. 4. 8. 1 3 . 34-43 . 5 V. 5. 1 . VI. 3 .13-14 8. 1 1 . 33-37 IV.6.6.4.2. 1 7 . 21 8.5. 2.22-27 IV.2 3 IV. 3 V. 1 1 . 3. 22-25 IV. 22 2.22. 2 V. 10. 8 V. 29-30 IV. 6 . 1 1 . 9 V. 10-3.10. 1 2 . 3. 1-2.25 1. VI.8..6 1. 3 1 .7. 8. 8. 4 V. 1.2 1 IV. 22. 25-26 IV. 3 V.39-47 2.8 V.15-2 0 11.1. 2 .7.43-48 1. 1 0 . 8. 24—29 5. 4 . 8-16 151 152 151 348 132 III 158 93 113 237 91.3 9 . 1 7 . 3 V. 3. 7. 3. 4 V. 3 V. 1 . 7. 5 V.22. 5 V.8 V. 1 . 1 1 . 1 0 .2 3 V. 3-4. 8 V. 3 1 . 8.34-37 IV. 18-19 IV... 8.14. 20-25 IV.9. 3 1. 3 .41 Download Date | 12/1/13 6:53 PM . 1-20 IV. 23-28 IV.3 5 1. 3 V. VI.9.6 V. 3 V. 5. 8.7. 1 V.7. 1 ..23 4. 2. 9. 8-9 7. 3. 3 V.6-7 2.. 5 V. 1 . 1 .2 1 IV. 2 7 . 23. Ii—15 7.6.128.5.9.1 1 IV.6.1 7 IV. 42-48 IV.4 0 V.8 V.43-48 I. 2 . 41-44 IV.1-5 . 24-27 8. VI. 8 . 3.7-2 0 9. 7 .6-8 . 1 7 . 3.36-38 7.99. 5. 3.1 6 IV. 50-58 2.10. 8 V. 38-42 7. 8 V. 5 .22-23 9. 1 9 . 5. 114.36-37 IV. 35-40 9.4.6 V.6.5 .6-9 9. 3 V. 2.6. VI. 1 V.34-37 1. 5.8 V. 8.5.8-2 1 4.23. 5 V. 2 -3 9. 5 V. 4 V. 3.1 8 .1 2 V.
8 2 . 3 0 . VI. 14 232 232 232 116 118 1. 3 6 . 1 8 . 3 1 .3 5 7. 6 4 . 1-3 VI. 3 0 .34 VI.2 4 11. VI. 50.24-212. 5 § 81.2 1 7 . 566 10. VI. 2 0 .1 9 251 246 336 299 286 Psellus Hypotyposis 73. 4 6 . 16. 38-39 7.7. VI.23 II. 7. 7.1 3 § 81. 594 Hymnus 3 12-15 Hymnus 9 122-127 191 191 191 191 J9I 392.7-10 II. 1 7 .19-22 Vorsokratiker (zitiert nach K R S ) Frg.211.2 II. 1 2 . 308. 8.3. 3 0 . 7.45. 1 1 . 2 2 . 1 7 . 17. 1 6 .25. 16.23.2 1 255 334 342 252 267 267 267 277 292 282 330 268 245 266 269 267 II. 1 1 . 7. 13—14 VI.11 74.3 0 9 .214.7. Dodds 76. 1 3 .27-29 In de anima III. VI. Ii VI.3 1 7.44. 1 2 11. 8.1 8 V. 29-30 I. 1 4 . 8 VI.99. 7.2 2 7. 308. 1 II. 308.44. 1 9 . 7.49. 1 7 . 6 I.7. 30-32 7. 36.41 Download Date | 12/1/13 6:53 PM .1 5 In Alcibiadem "8 323 299 323 323 323 84. 1 6 .2 0 Hymni I. 576 16. 308. 7. 126. 7 6 .1 2 Theologia Platonica II. 51.2 3 7. VI.9-19 11. 24—45. I I. 8 . 1 9 .6 5 . 4 . 7 . VI.1 9 129 51 VI. 28 I. 2 1 1 . 1 2 . 2 5 . 563 = D K 67 A 24 Frg· 564 377 264 264 Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134.1. 17-309. 16.13 74. 2 1 . i—17 7. 3 5 .1-74. n . 7 . 8-9 II. VI. Dodds 76.1 0 VI.1 3 In Timaeum 1.44.37.1-5 246 247 244 1 1 . 8 . 1 9 . VI.1 9 11. 2 I. 9. 131 275 41 275 44 54 297 297 45 48 47 7.17-23 Simplicius In Categorias 9. 1 5 .Stellenregister 420 VI.303.2 7 Proclus Elementatio Theologica § 80. 16-23 II. VI.4 261 267 261 237 373 Sophocles Oedipus Coloneus Η 16 20 39 54 Synesius De insomniis 6.48. 4-6 7 .2 1 2 . 1 I. Dodds 76.3 1 III. 4 5 .73.1 0 II. 1 7 .128. 2 IV.1-4 7. 396 394 391 300 300 Syrianus In Metaphysica 85.
1 9 5 6 . 1 9 5 1 . Texte und Kommentare. 2. Griechisch / deutsch. Stephanus.. I. Bd. Dindorf u. 1831 ff. 1973 (Bd. John E.1 9 5 2 .128. Schwyzer / Debrunner. 2. überarbeitete Auflage Cambridge. Sechste verbesserte Auflage. Griechische Grammatik II: Schwyzer. 2 Bde. 1994. 1 . 1 9 2 8 . bearbeitet und mit Anmerkungen von Richard Harder. a. K R S : Die vorsokratischen Philosophen. Leiden. Brought to you by | Heinrich Heine Universität Düsseldorf Authenticated | 134. H B T : Plotin. Die Fragmente der Vorsokratiker.1 9 7 1 . [1. Compiled by Henry George Liddell and Robert Scott.1 9 4 1 . (ins Deutsche übs. I 9 5 I . 3). Stuttgart / Wiemar. Paris. P G M : Papyri Graecae Magicae. Paris / Brüssel. A. Griechische Grammatik. Die griechischen Zauberpapyri. 3 Bde. von Karlheinz Hülser). Vervollständigt und hg.T. engl.Literaturverzeichnis Folgende Abkürzungen wurden verwendet: D K : Diels. Edd. C. Oxford. Hase.).. Paul Henry und Hans-Rudolf Schwyzer. und L. Hgg. Eduard. Kirk. Richard Harder.I 9 5 9 (Bde. revised and augmented throughout by Henry Stuart Jones with the assistance of Roderick M c K e n zie.2 ) . Geoffrey S. 1983]· LSJ: A Greek-English Lexicon. fortgeführt von Rudolf Beutler und Willy Theiler. H. 1990. T G L : Thesaurus Graecae linguae. Berlin. Einführung. Ubers.41 Download Date | 12/1/13 6:53 PM . Karl Preisendanz. Plotins Schriften. Walther Kranz. Bd. Raven und Malcolm Schofield. (Handbuch der Altertumswissenschaft. 2: Syntax und syntaktische Stilistik.99. Plotini opera. 6 Bde. W. München. Hermann. [Reprint der neunten Auflage 1940]. 1950. (Lizenzausgabe für die W B G ) . Hamburg. Auflage Cambridge. Edd. Leipzig. Ed. 3 Bde. [Erste Auflage 1903]. und übers. With a supplement 1968. Debrunner. 2. hg. B. 1957. HS: Plotin. Abt.
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Deutschland Tel. www. Geb. 449 (0) 89 7 69 02-300 . mythologischen. Eigene Forschungen zur Alten Geschichte und die Vermittlung der Ergebnisse der internationalen Wissenschaft in zahlreichen Rezensionen stehen neben Versuchen. 189. die Erfahrungen der Antike für die Gegenwart fruchtbar zu machen.de K . Die vorliegende Arbeit unternimmt es. antiquarischen und archäologischen Studien darzustellen und ihr Verhältnis zur zeitgenössischen wissenschaftlichen oder politischen Diskussion zu bestimmen. 647 Seiten. auf einer breiten Materialbasis Heynes Beschäftigung mit der Alten Geschichte im Zusammenhang mit seinen philologischen.G .de http://www..Fax +49 (0) 89 7 69 02-150/250 e-mail: infoOsaur. € 110./ sFr.saur.S a u r Verlag Ein Unternehmen der Walter de Gruyter G m b H & Co KG Postfach 70 16 20 · 81316 München .de Brought to you by | Stockholms Universitet Authenticated Download Date | 8/11/15 10:39 PM .ISBN 3-598-77841-4 Christian Gottlob Heyne (1729-1812).Κ · G · Saur Verlag Marianne Heidenreich Christian Gottlob Heyne und die Alte Geschichte Beiträge zur Altertumskunde Band 229 2006.saur. hat in seinem umfangreichen Werk immer wieder auch althistorische Gegenstände behandelt. der berühmteste klassische Philologe seiner Generation.
VII. "Geist und Macht. Todestag Ciceros". Patzig und A.ISBN 3-598-77831-7 Kurt Latte (1891-1964) war einer der bedeutendsten klassischen Philologen des zwanzigsten Jahrhunderts. "Epigonen") publiziert.Fax +49 (0) 89 7 69 02-150/250 e-mail: infoOsaur.de K-G·Saur Verlag Ein Unternehmen der Walter de Gruyter GmbH & Co K G Postfach 70 16 20 · 81316 München . 84.saur. anläßlich einer Tagung zum vierzigsten Todestag von K. teilweise unter den widrigsten Umständen. 449 (0) 89 7 69 02-300 .saur. Im vorliegenden Band werden einige Vorträge und Aufsätze ("Sternsagen". 102 Seiten.de Brought to you by | Stockholms Universitet Authenticated Download Date | 8/11/15 10:39 PM . Eingangs finden sich Gedenkworte von zwei Schülern./ sFr. dessen wissenschaftliches Werk.Deutschland Tel. G. Dihle. "Römerlegenden und Romgedanke". Entrechtung und Verfolgung durch die Nazis entstanden.Κ · G · S a u r Verlag Kurt Latte: Opuscula inedita Zusammen mit Vorträgen und Berichten von einer Tagung zum vierzigsten Todestag von Kurt Latte Beiträge zur Altertumskunde Band 219 Herausgegeben von Carl Joachim Classen 2005. noch lange eine vielfältige Wirkung ausüben wird. die durch die Ungunst der Zeit bisher unveröffentlicht geblieben sind. "Neronische Dichtung") zusammen mit zwei Kapiteln einer römischen Literaturgeschichte ("Ovid". "Wandel des Glaubens in der Kaiserzeit". Latte sowie ein Bericht über den in Göttingen befindlichen Teil von dessen wissenschaftlichem Nachlaß und eine Übersicht über dessen Lehrveranstaltungen in Göttingen 1945-1957. Ln € 49.de http://www. Gedanken zum 2000.. www. "Der Hades der Griechen".