Text: Angelika Kögel-Schauz Redaktion: Michael Kent

»Zeckenterror«
Wie ernst ist die Gefahr wirklich? Teil 1: FSME*
Zecken sind Parasiten, kleine Spinnen- bzw. Milbentierchen, welche mit ihren scharfen Schneidewerkzeugen am Mund ein Loch in die Haut ihres Wirts (Tier oder Mensch) bohren, sich festbeißen und dann austretendes Blut sowie Gewebsflüssigkeit (Lymphe) trinken. Oft bleiben sie viele Stunden an ihrem Wirt haften, bevor sie entweder vollgesogen von selbst abfallen oder anderweitig entfernt werden. In beiden Fällen bleiben Körperflüssigkeiten der Zecke im Wirt zurück – in diesen Körperflüssigkeiten sollen sich gemäß schulmedizinischer Lehrmeinung (vor allem dann, wenn die Zecke selbst infiziert sei) sog. „Erreger” befinden, die beim Menschen gefährliche Krankheiten auslösen können sollen. Hauptsächlich handelt es sich dabei (1) um FSME, eine „Viren-Infektionskrankheit” mit möglicher Gehirn(haut)entzündung (siehe Fußnote unten), zum anderen (2) um die bakterielle Infektionskrankheit Borreliose. Gegen die FSME soll eine Impfung schützen können, gegen Borreliose sei die Schulmedizin bisher machtlos. Im Rahmen zweier Artikel wollen wir nun für mehr Klarheit sorgen, denn Jahr für Jahr werden die Zeckenwarnungen vehementer und lauter. Ebenso kontinuierlich wächst der Teppich der angeblichen „Risikogebiete” in Deutschland. Was ist dran an der allgemeinen Panikmache vor Zecken? Wie gefährlich sind sie wirklich? Wie hoch ist das Risiko tatsächlich? Kann eine Impfung vor FSME schützen? Was ist die sog. Borreliose? Handelt es sich wieder einmal mehr nur um einen riesen Profitspuk der Pharmaindustrie oder existieren da echte Krankheiten, für die gegebenenfalls naturheilkundliche Lösungen bestehen? Welche unterschiedlichen Sichtweisen gibt es? Beginnen wir mit der FSME...
as soll man bitteschön an Zecken bzw. den durch sie übertragenen Krankheiten unterschiedlich sehen können? Eine Zecke sticht mich, ich kann dadurch erkranken – und eben davor möchte ich mich natürlich schützen. Also interessiert mich bestenfalls, ob eine solche Schutzwirkung mittels Impfung erreicht werden kann bzw. ob das Risiko der Impfung geringer ist als das Risiko der Erkrankung, oder ...? Nebenbei wüsste ich „rein interessehalber” gerne noch, ob das immen-

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se Tamtam, das um die angebliche Zeckengefahr gemacht wird, wirklich Sinn ergibt. Werden Zecken wirklich gefährlicher? Wächst das Risiko tatsächlich? Es wird uns ja immer wieder erzählt, dass „der Klimawandel” daran schuld sei. Derlei Fragen sind verständlich und logisch, aber eben nur aus der einen Sicht eines – nennen wir ihn – normalen Menschen. Dieser Sicht des „Normalbürgers” gleicht am ehesten noch die Sichtweise des studierten Mediziners. Völlig anders dage-

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*FSME: Abkürzung für Früh-Sommer Meningo-Enzephalitis oder Frühsommermeningitiserkrankung, eine vermeintlich durch Viren ausgelöste Erkrankung („Infektionserkrankung”) mit grippeähnlichen Symptomen und Fieber. Bei einem (geringen) Teil der Patienten tritt dabei auch eine (nichteitrige) Gehirn- bzw. Gehirnhautentzündung auf [Wortherkunft von griech. meninx: (Gehirn)haut und gr. „en kephalon”: „im Kopf” = Gehirn sowie Endung „-itis” für entzündliche Erkrankungen]. Wie eigentlich bei allen „Drei- oder Vierbuchstabenkrankheiten” kann der vermeintliche Erreger der FSME bisher aber nicht labortechnisch nachgewiesen werden. Statt dessen messen die gängigen Testverfahren nur das Vorhandensein bestimmter vom Immunsystem gebildeter Abwehrstoffe (Antikörper). Die körpereigene Antikörperproduktion kann aber auch durch ganz andere Faktoren angekurbelt werden, wie z. B. durch eine Impfung gegen Gelbfieber.

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gen, weil von völlig anderen Interessen getrieben, ist dagegen die Sicht der Impfstoffhersteller sowie der Gesundheitsbehörden. Impfstoffhersteller denken unternehmerisch und wollen maximalen Umsatz bei möglichst geringem Aufwand erzielen – und die Gesundheitsbehörden können heute allenfalls noch als verlängerter Arm der Hersteller bezeichnet werden, denn eine Kontrolle der Hersteller durch die zuständigen Behörden findet nicht statt. Ganz im Gegenteil wird da völlig unbefangen mit den Herstellern intensiv zusammengearbeitet. Doch zunächst zu den Fragen, die unsere „normalen“ Mitmenschen interessieren: Wie gefährlich sind Zecken denn nun wirklich? Wenn von Zeckengefährlichkeit gesprochen wird, sind meist zwei Erkrankungen gemeint, die durch sie angeblich übertragen werden sollen: Die Borreliose (siehe Fortsetzungsartikel von Kristina Peter) und die FSME, eine Entzündung des Gehirns durch Zeckenviren mit grippeähnlichen Symptomen.

Um die Häufigkeit der FSME in Zecken zu untersuchen (soll heißen, in wie vielen Prozent aller Zecken findet man bestimmte Substanzen, die nach schulmedizinischer Sicht auf eine FSME Infektion hindeuten), gab es Sammelaktionen z. B. von Biologen der Bundeswehr in einer besonders schwer betroffenen Region in Bayern. Abgesehen davon, dass ich die Vorstellung, dass Soldaten im Gebüsch rumkriechen und winzig kleine Tierchen jagen, witzig finde, hat man selbst bei so intensiver und fachkundiger Jagd nur bei einem von hundert Tierchen FSME-Viren gefunden, also bei etwa einem Prozent [65]*. Das heißt, dass ich selbst in einer schwer betroffenen Region im Schnitt erst bei jedem hundertsten Zeckenbiss das Risiko habe, eine FSME zu bekommen. Gehen wir aber mal davon aus, dass ich von einer solchen hundertsten Zecke gebissen wurde. Wie groß ist mein Risiko der Erkrankung an FSME dann? Im medizinischen Standardwerk („Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie”, Hahn/ Falke/Kaufmann, 4. Aufl, Sprin-

ger) ist das Erkrankungsrisiko angegeben. Drei von zehn von einer FSME-Zecke Gebissenen erkranken überhaupt, davon wiederum nur jeder zehnte schwer. Anders ausgedrückt: man bräuchte statistisch etwa 3.333 Zeckenbisse, um richtig krank zu werden. Selbst dann würde eine schwere Erkrankung mit größerer Wahrscheinlichkeit folgenlos abheilen. Diese Häufigkeiten findet man in ähnlicher Größenordnung auch bei Veröffentlichungen der Gesundheitsbehörden, so dass man davon ausgehen kann, dass sie auch dort allgemein bekannt sind. Umso unverständlicher erscheint da die jedes Jahr im Frühjahr ausbrechende regelrechte Zeckenhysterie mit Monsterzeckenfotos und jeder Menge Angstmache! Zecken können laut Schulmedizin etliche sog. Infektionskrankheiten übertragen, z. B. auch die viel häufigere Borreliose (siehe Artikel von Kristina Peter). Jedoch gibt es die gesetzliche Meldepflicht nur für die FSME. Ob das daran liegt, dass es nur einen Impfstoff für FSME gibt und man die Meldedaten

Links: Ein Aufklärungsplakat, wie man es kostenlos von der Seite www.zecken.de herunterladen kann – die Seite wird vom Impfstoffhersteller Baxter betrieben. Rechts: Ein Bild von derselben Seite, frei nach dem Motto: „Angriff der Killer-Zecken” Unten: Mit solchen Schildern werden neuerdings vermehrt Jogger, Wanderer und andere Menschen, die sich in freier Natur aufhalten, vor potentiellen Angreifern gewarnt.

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zur Erhöhung der Impfbereitschaft braucht? Im Deutschen Ärzteblatt war in diesem Frühjahr zu lesen, dass sowohl die Impfraten als auch die Anzahl der gemeldeten FSME-Fälle gestiegen seien [69]*. Das würde dann in das Schema passen, wonach sich die Zecken aufgrund des Klimawandels stark vermehren und ausbreiten würden. Gleichzeitig war aber in derselben Zeitschrift zu lesen, dass die Borreliose zurückgegangen sei. Vermutlich fällt diese absolute Unlogik nur wenigen aufmerksamen Lesern auf. Mit etwas Kreativität (wie sie die Marketingstrategen der Hersteller üblicherweise an den Tag legen), könnte man den Schluss ziehen, dass vermehrtes Impfen zu einer Zunahme der FSME führt. Definition eines FSME-Falles** Wir reden schon die ganze Zeit von „FSME-Fällen”, doch was ist das eigentlich, ein FSMEFall? Grippeähnliche Symptome wurden da erwähnt – das klingt recht unspezifisch. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht alle paar Jahre Definitio-

nen für Infektionskrankheiten, welche Symptome und Nachweise vorliegen müssen, damit ein Fall als Fall gezählt wird [41]*. Folgerichtig wird bei der FSME Wert auf einen Nachweis der Erkrankung im Labor gelegt. Hier drängt sich somit wieder eines meiner Lieblingsthemen auf: Was wird da im Labor gemessen? Und wie zuverlässig ist das? Um das Wichtigste gleich vorweg zu nehmen: Bei der FSME verhält sich die Sache noch nebulöser als bei anderen Infektionskrankheiten. Immerhin findet man bei über 90 Prozent der an FSME Erkrankten Antikörper im Blut. Antikörper werden immer dann von Blutzellen gebildet, wenn sich das Immunsystem mit einem Erreger auseinandersetzt. Das Vorhandensein von Antikörpern gilt somit als Folge einer zuvor erfolgten Infektion. Ganz offensichtlich gibt es bei der FSME-Erkrankung keinen sicheren Labortest, denn die Antikörper können bei etwa jedem zehnten FSME-Erkrankten** nicht nachgewiesen werden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb, dass ein negativer Nachweis (Labortest) kein

Beweis für einen Ausschluss der FSME sei. Auf der anderen Seite gibt es Impfungen (wie z. B. die Gelbfieberimpfung), die einen positiven FSME-Test verursachen, obwohl der Getestete keine FSME hat. In der Schweiz wurden diese Zusammenhänge untersucht. Von 40 Menschen mit einer Vorgeschichte von 10 bis 100 Zeckenbissen hatten nur zwei einen positiven Labortest (5 Prozent). Von 9 Menschen mit 10 bis 100 Zeckenbissen und einer Gelbfieberimpfung in der Vorgeschichte hatten jedoch vier einen positiven Labortest (entspricht 44 Prozent) [71]*. Es werden daher diverse Tests zur Ergänzung empfohlen, die im Blut und in anderen Körperflüssigkeiten einen Anstieg von bestimmten Werten nachweisen. Damit meint man, besser abschätzen zu können, ob es sich um eine FSME handelt. Die so als FSME bestätigten Fälle müssen dann gemeldet werden. In den 20 Jahren von 1980 bis 2000 sind 18 Personen nach einer FSME gestorben. Für FSME-Erkrankungen wurde seit 2001 eine neue Meldepflicht mit neuen Definitionen eingeführt. Von 2001 bis 2009 wurden jährlich ca. 130 Erkrankungsfälle gemeldet [7]*.

So sollen die FSME-auslösenden Viren aussehen (Foto von der durch Impfstoffhersteller Baxter betriebenen Seite zecken.de). Kleines Bild: Computergrafik der viralen Oberflächenstruktur.

*Die Quellenangaben in eckigen Klammern beziehen sich auf das umfassende Archiv der Autorin, weshalb sie nicht bei [1] beginnen und nicht in fortlaufender Reihenfolge erscheinen. Sämtliche Quellenangaben können bei Interesse per E-Mail direkt von der Autorin angefordert werden: efi@efi-online.de. ** Zur Diagnose der FSME werden auch noch andere Kriterien mit einbezogen wie etwa der Aufenthalt in einem Risikogebiet, weitere Blutparameter (z. B. Entzündungsparameter), das gesamte Symptombild einschließlich neurologischer Symptome usw., so kann jemand auch als FSME-Fall (Erkrankter) gelten, obwohl das Labortestergebnis bei ihm negativ war.
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Das zuvor errechnete Risiko von 1:3333 spiegelt sich also auch in den Meldedaten zu Erkrankungen und Todesfällen wieder. Leider wird auch bei diesen Meldedaten der Impfstatus (geimpft oder nicht) nicht veröffentlicht, so dass uns keine Informationen darüber vorliegen, wie viele der Erkrankten gegen FSME geimpft waren. So drängt sich als nächste Frage auf: Wie gut schützt die Impfung? Hierzu gibt es in Deutschland sehr wenige konkrete Angaben. In den USA gibt es keine FSME. Daher wird die Impfung nur für Reisende – z. B. nach Europa – empfohlen. In diesem Fall werden die beiden in Deutschland zugelassenen Impfstoffe verwendet. In dem sog. „yellow book“ (engl. „gelbes Buch“), das als Leitfaden für Reiseinfektionen und Reiseimpfungen von der obersten US Gesundheitsbehörde herausgegeben wird, gibt es zur Wirksamkeit der FSME Impfungen folgende Aussage: »Zur Wirksamkeit wurden keine Studien durchgeführt, indirekte Beweise lassen eine Wirksamkeit von über 95 Prozent vermuten.« Das heißt, dass
Seit 2001 wurden über 15.000 Fälle von Nebenwirkungen nach Impfungen gemeldet (was natürlich nur die oberste Spitze eines gewaltigen Eisbergs ist). Ganz konkret kam es zu 13 Todesfällen nach FSME-Impfung. Damit lässt sich sagen, dass das Risiko, an der Impfung zu sterben, etwa ähnlich hoch ist, wie an der Krankheit selbst.

einer von 20 Geimpften zwar das Impfrisiko in Kauf nimmt, aber keinen Schutz hat! In den Beipackzetteln der beiden Zeckenimpfstoffe [9]-[16]*, die es jeweils in einer Kinderund in einer Erwachsenenvariante gibt, sind die üblichen allgemeinen Pauschalaussagen wie in den meisten Impfstoffen zu finden. Man bestimmt Werte im Blut vor und nach der Impfung. Ein Anstieg nach der Impfung wird als gewünschter Effekt definiert. Was dann im konkreten Fall, nämlich nach dem Biss einer FSME-Zecke, passiert, wird nicht erwähnt.

Forschungen und Veröffentlichungen, wie viele Erkrankte eigentlich geimpft waren, gibt es nicht. Wir wissen also nicht, ob und wie gut die Impfung, die immerhin zunächst drei Mal und dann in Abständen von drei Jahren immer wieder verabreicht werden soll, schützt. Wenn schon der Impfschutz fraglich ist, wie sieht es dann mit dem Risiko der Impfung aus? Wie gefährlich ist die Impfung? Eigentlich sind wir seit 2001 in Deutschland wirklich gut dran. Jeder Arzt ist verpflichtet, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung nach einer Impfung zu melden. Und neuerdings werden diese Daten sogar im Internet mit einer halbjährlichen Verzögerung veröffentlicht. Die zuständige Bundesbehörde heißt Paul-Ehrlich-Institut, von Impfkritikern auch gerne PaulUnehrlich-Institut genannt, weil dort so viel vertuscht wird. Seit 2001 wurden 15.152 Fälle von Nebenwirkungen nach Impfungen gemeldet [6]. Davon war bei 2.213 Fällen die FSMEImpfung beteiligt. Bei 60 Fällen lag ein bleibender Schaden vor,

Es gibt keine Studien zur Wirksamkeit der FSME-Impfung! Auch die Zahlen, wie viele FSME-Erkrankte zuvor geimpft wurden, werden skandalöserweise nicht erhoben!

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13 mal wurde ein Todesfall nach FSME-Impfung gemeldet. Im mehrseitigen Vorspann [5] (auf der Webseite der Zulassungsbehörde), den man Seite für Seite als gelesen bestätigen muss, bevor man endlich die Daten mit den Nebenwirkungen abrufen kann, wird immer wieder betont, dass es zum einen eine unbekannte Dunkelziffer von Nichtmeldungen gibt. Zum anderen sei selbst bei den meisten Meldefällen völlig unbekannt, ob wirklich die Impfung oder nicht gar eine andere Ursache schuld sei. Schier unglaublich ist jedoch, dass selbst bei den gemeldeten Nebenwirkungen nach einer FSME-Impfung bei 530 Fällen der Ausgang – also ob bleibender Schaden, Tod oder Wiederherstellung der Gesundheit – unbekannt ist. Bei fast einem Viertel ist also nicht einmal der Zulassungsbehörde der Fortgang der Impffolge bekannt. Offensichtlich werden auch keine Anstrengungen unternommen, um mehr Licht ins Dunkel zu bringen – das ist umso bedenklicher, als im erwähnten Vorspann zugegeben wird, dass bei der Impfstoffzulassung das Nebenwirkungsrisiko in weiten Teilen unbekannt ist, weil sonst die Studien vor der Zulassung massiv ausgeweitet werden müssten [6]. Umso wichtiger wäre die Überwachung der Impfstoffsicherheit, die jedoch nicht oder kaum stattfindet. Zeckenimpfstoff: Eine Geschichte voller Skandale Die Geschichte der Zeckenimpfstoffe ist voll von Skandalen, von Marktrücknahmen und Zulassungseinschränkungen. Als ein Kinderimpfstoff wegen

einer Änderung der ImpfstoffreBei einem kleinen Masernauszeptur bei vielen Kindern hohes bruch in München (mit 25 MaFieber und Fieberkrämpfe aussernfällen) schrieb das GesundEine Glosse von Michael Leitnerentlöste, musste er vom Markt geheitsamt im fast 100 km nommen werden, wenngleich fernten Neuburg Schrobenhaudie Zulassungsbehörde viel zu sen alle niedergelassenen Ärzte lange abgewartet hatte [48]. Als an und erinnerte an die Meldedann kein für Kinder geeigneter pflicht bei Masern [72]. Impfstoff mehr zur Verfügung stand, wurde von den GesundWährend der Schweinegrippe heitsbehörden beschwichtigt, schrieb eine Kassenärztliche dass Kinder unter 15 Jahren ohVereinigung ihre Mitglieder an nehin nie nach einer FSME Inund informierte über die Melfektion schwer erkranken [3]. depflicht der Erkrankung, die Möglichkeit der Impfung und Impf-Nebenwirkungen die Abrechnung der Impfung. Ein Hinweis auf die MeldeWelcher Art sind die Nebenwirpflicht von Impfschäden fehlte kungen nach einer FSMEvöllig [73]! Von derlei RundImpfung? Fieber, grippeähnlischreiben wird immer häufiger che Symptome und Allergien berichtet; sie scheinen geradefinden sich in allen Beipackzu eine übliche Maßnahme zetteln. Sowohl in der Datenbeim regionalen Auftreten von bank der Zulassungsbehörde Infektionskrankheiten zu sein. als auch in den Beipackzetteln sind Hirnentzündungen (!), LähDa muss man sich unweigerlich mungen und schwere Allergien fragen, wieso die niedergelassebeschrieben. Also genau auch nen Ärzte auf diesem Weg nicht die Spätfolgen einer FSMEauch über ihre Meldepflicht Erkrankung, vor denen uns Impfnebenwirkungen betrefAngst gemacht wird. Wie häufig fend informiert werden. diese schweren Nebenwirkungen auftreten, können wir nicht Vetternwirtschaft wissen, weil es keine unabhängigen und systematischen UnWie eng die Zulassungsbehörde tersuchungen hierzu gibt. mit der Pharmaindustrie verbunden ist, wurde im Jahr 2008 Ganz im Gegenteil wird von Seibei einem Artikel im „Deutten der Gesundheitsbehörden schen Ärzteblatt“ wieder einsogar alles unternommen, um eimal ganz offensichtlich [75]. nen Zusammenhang zwischen Impfung und Nebenwirkung zu Zwei Mitarbeiter der Zulasvertuschen. An die seit fast 10 sungsbehörde hatten eine ZuJahren bestehende gesetzliche sammenfassung über die MelMeldepflicht von Ärzten und dedaten von Impfnebenwirkunanderen Heilberufen wird nicht gen herausgegeben – gemeinappelliert. Es gibt weder Veröfsam mit einem Prof. Schneefentlichungen in der Fachpresse weiß. Im Wesentlichen ging es noch Rundschreiben. dabei um eine Entkräftung von Argumenten der Impfgegner. Dass die Gesundheitsbehörden Auch in dieser Zeitschrift gilt auch anders können, wird imdie Vorschrift, dass Interessensmer wieder bei Ausbrüchen von konflikte (sprich, ob einer der Infektionskrankheiten beispielAutoren Geld von einer Pharhaft ersichtlich. mafirma erhalten hat), am Ende

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des Artikels angegeben werden mussten. Die Autoren verneinten das. In einer der nächsten Folgeausgaben der Zeitschrift musste Prof. Schneeweiß korrigieren und zugeben, dass er Vortragshonorare* von drei Impfstoffherstellern erhalten hat. Schleichende Ausweitung der Impfempfehlung Impfungen werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-KochInstitut empfohlen. Diese Empfehlungen werden regelmäßig aktualisiert, d.h. ständig erweitert. Die FSME-Impfung war zunächst nur für Waldarbeiter und Menschen, die sich viel in der Natur aufhalten, empfohlen. Die Impfempfehlung wurde dann schleichend pauschal auf alle Menschen, die in „Risikogebieten” wohnen oder sich dort aufhalten, ausgeweitet [37]. Im Jahr 2007 gelang dann der – aus der Sicht der Impfstoffhersteller – nächste geniale Schachzug: Alle von der STIKO empfohlenen Impfungen mussten ab da von den Krankenkassen bezahlt werden [18]. Jetzt konnte man durch die Ausweitung der Risikogebiete die Anzahl derer, für die die Impfung empfohlen wird, schub-

weise erhöhen. Das Ziel liegt auf der Hand: die gesamte deutsche Bevölkerung, also ca. 82 Millionen Menschen, zunächst drei Mal und dann später alle drei Jahre erneut zu impfen. Wenn man einen Apothekenpreis von etwa 40,– Euro pro Dosis zu Grunde legt [8], geht es hier um einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro jährlich, den sich die beiden Impfstoffhersteller teilen können. Einzige Voraussetzung: Die Ausweitung der Risikogebiete auf ganz Deutschland. Dafür wurde der Grundstein in einer Änderung der Definition für Risikogebiete im Jahr 2007 gelegt. Das zeitliche Zusammentreffen mit der Änderung der Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist „natürlich rein zufällig”! Bis 2007 wurde ein Stadt- oder Landkreis als Risikogebiet eingestuft, wenn innerhalb eines Fünfjahreszeitraums mindestens fünf FSMEFälle oder innerhalb eines Jahres mindestens zwei Fälle aufgetreten waren. Nun nahm man die Nachbarkreise mit in die Bewertung hinein. Im Jahr 2006 gab es nach alter Definition 96 Risikogebiete, im Jahr 2007 erhöhte sich – allein durch die neue Definition – die Zahl der Risikogebiete um 33 auf nun insgesamt 129 (siehe Grafik auf der rechten Seite). Mit Wissenschaft hat diese Schaffung von neuen Absatzmärkten für die Impfstoffhersteller durch die Gesundheitsbehörden nichts mehr zu tun. So wundert es dann auch überhaupt nicht mehr, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) gezielt nach Partnern in der Industrie für Forschungsvorhaben mittels Ausschreibungen sucht: »Die Fördermaßnahme ist Teil des

Projekts „RKI 2010“, mit dem das RKI zu einem Bundesinstitut für die Gesundheit der Bevölkerung (Public Health) ausgebaut wird. ... Es werden Vorhaben gefördert, die das RKI kurzfristig nicht selbst umsetzen kann, oder die zu Forschungsrichtungen gehören, die am Institut nicht untersucht werden können. ... Die Ausschreibung richtet sich an ... Unternehmen mit Forschungsund Entwicklungskapazitäten in Deutschland.« [38]. Bei den Forschungsvorhaben sind auch etliche Projekte enthalten, die Impfempfehlungen und die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen betreffen. Die Bundesgesundheitsbehörden gestehen hiermit also ein, dass sie nicht mehr in der Lage sind, wichtige Themen, welche die Gesundheit und den Schutz der Bevölkerung betreffen, mit eigenen Mitteln zu bewältigen, und man die Industrie mit ins Boot holen muss. Verdrehte Welt Die Gesundheitsbehörden sind fast vollständig zu Handlangern der Pharmaindustrie geworden. Die Seilschaften zwischen Amtsträgern (die dem Wohle der Bevölkerung dienen sollten und die Industrie kontrollieren und überwachen sollten) und Vertretern aus der Industrie, sind besorgniserregend. Dieser Tage war in einer Augsburger Zeitung zu lesen: »Der Landkreis Augsburg werde heuer oder nächstes Jahr zum Risikogebiet werden, warnt das Gesundheitsamt. Der dringende Rat: Impfen, impfen, impfen.«[78] Man nutzt also sogar schon die potentielle zukünftige Einstufung als Risikogebiet für Impfpropaganda!

*Vortragshonorare: Man nennt Ärzte, Forscher, Wissenschaftler etc., die der Pharmaindustrie gegen Bezahlung nach dem Mund reden, inzwischen „Mietmäuler” – so häufig kommt dies vor, dass ein eigener Begriff geprägt wurde. Um dem Verdacht von Bestechungsgeldern entgegenzuwirken, werden die Schmiergelder für die von der Pharmaindustrie geforderten zitierfähigen Aussagen oft in Form von „Vortragshonoraren” ausbezahlt (M. Kent). *Public Viewing: Da man in Deutschland ja mittlerweile nicht mehr deutsch sprechen darf, zumindest, wenn man „in” sein will, wurde aus öffentlichem TV-Kucken – z. B. eines WM-Spiels am Großbildfernseher in oder vor der Kneipe oder an öffentlichen Plätzen, Straßen, Einkaufszentren etc. – nun ein sog. „Public Viewing”.

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Ein Impfstoffhersteller ist sogar auf den Zug der Fußballweltmeisterschaft aufgesprungen und hat dringend zur Impfung aufgerufen [56]: »In wenigen Tagen ist es soweit und zahlreiche Menschen in Deutschland finden sich zusammen, um die Spiele … zu verfolgen – sei es beim Public Viewing* oder in geselliger Runde … im Freien. Woran viele dabei nicht denken: In Gebüschen, auf der Wiese – auch im heimischen Garten können Zecken lauern. Die kleinen Wiesenvampire können gefährliche Infektionen ….« (man achte auf die gezielte Wortwahl „lauern”, „Vampire”). Wachstumsbranche? Damit sind wir beim nächsten Thema: Was sind die eigentli-

chen Interessen der Pharmaindustrie? Die Höhe der Umsätze habe ich bereits erwähnt. Da wundert es nicht, wenn die internationalen Pharmariesen von der sog. Wirtschaftskrise nicht betroffen sind. Zuwächse von fast 40 Prozent im Nettoumsatz des Impfstoffsektors sind nicht ungewöhnlich [54]. Novartis, einer der beiden Zeckenimpfstoffhersteller (und Hersteller der Schweinegrippeimpfstoffe wie auch von „Kin® derkoks” Ritalin ), hat in Marburg ein riesiges neues Werk für die Impfstoffproduktion von FSME-Impfstoffen für 168 Millionen Euro gebaut. Die Eröffnung der Produktionsanlage ist für dieses Jahr geplant [58]. Diese Anlage sei die bisher größte Einzelinvestition von Novartis.

Unlautere Pharmawerbung? Die eigentlichen Ziele der Pharmaindustrie wären nicht so problematisch, wenn sie immer klar erkennbar wären. Die Vermarktung der Produkte bzw. der Impfstoffe sollte jedoch ein transparenter und für den Verbraucher klar durchschaubarer Vorgang sein. Daher gibt es Werbegesetze, die auch ständig an veränderte Situationen angepasst werden, siehe z.B. Werbung für Zigaretten. Für Arzneimittel gibt es sogar ein eigenes Gesetz, das Heilmittelwerbegesetz HWG. Damit soll der Verbraucher gerade in diesem empfindlichen Bereich von Gesundheit und Krankheit geschützt werden.

Nachdem alle Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden, von der Krankenkassen bezahlt werden müssen, und nachdem die STIKO die FSME-Impfung für die Bewohner so genannter „Risikogebiete” empfiehlt, ergab sich die Strategie der Impfstoffhersteller quasi wie von selbst: Könnte man dafür sorgen, z. B. durch eine Abänderung der Definition, dass ganz Deutschland nach und nach zum Risikogebiet erklärt würde, eröffnete sich daraus für die einzigen beiden Impfstoffhersteller ein potentieller Jahresumsatz von ca. einer Milliarde Euro. Eben das geschieht aktuell: Die Zahl der Risikogebiete in Deutschland wächst weiter – von einst vereinzelten Gebieten (Kreise Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut, Freudenstadt, Konstanz und Passau) – bis heute etwa zur Hälfte Deutschlands. Dasselbe Prinzip lässt sich auch in anderen europäischen Ländern erkennen.

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Gemäß diesem Gesetz ist die Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel, wozu alle Impfstoffe zählen, generell verboten! Ebenso sind die Werbung mit Angst oder mit falschen Aussagen zu Sicherheit oder Wirksamkeit verboten. Kinder dürfen überhaupt nicht beworben werden. Mit Abbildungen von Ärzten darf ebenfalls nicht geworben werden. Dieses Gesetz bricht die Pharmaindustrie im Impfstoffmarketing quasi andauernd. Das ist in meinen Augen mindestens eben so illegal, wie es seit Jahren allen Behörden offensichtlich vollkommen egal ist. Wenn sich Kaffeeröster zu Preisabsprachen treffen, schreiten die zuständigen Behörden sofort ein – und die Firmen müssen hohe Strafen zahlen. Wenn sich Impfstoffhersteller in äußerst dubiosen Vereinen und Scheinorganisationen verbünden, um die Werbegesetze zu unterlaufen, kümmert das irgendwie keine Behörde.

Ganz im Gegenteil: Die Arbeitsgemeinschaft Influenza beispielsweise betreibt erhebliche Propaganda für Grippeimpfungen. Sie wird von den Impfstoffherstellern bezahlt – und die Bundesgesundheitsbehörden mischen eifrig mit. Bei der Zeckenfrage hat das Umgehen und augenscheinliche Unterlaufen des Heilmittelwerbegesetzes noch einmal ganz neue Dimensionen erreicht: Bei den meisten, auf den ersten Blick völlig neutralen Informationsseiten zum Thema Zecken findet man höchstens im Impressum einen Hinweis darauf, dass die Inhalte von einem Impfstoffhersteller stammen und bezahlt werden. Getarnte Pharmaseiten Als Copyrightinhaber der neutral erscheinenden Webseite www.zecken.info wird der Impfstoffhersteller Novartis Behring genannt. Das Impressum führt die Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH an.

Dienstanbieter und Copyrightinhaber der Seite www.zecken.de ist der weltweit tätige Pharmariese und Impfstoffhersteller Baxter. Derselbe Konzern zeichnet auch verantwortlich für die Seite www.zeckenschule.de, die als Zielgruppe Kinder von 8 bis 14 Jahren anspricht. Die neutral wirkende Seite www.mach-den-impfcheck.de richtet sich an die Zielgruppe der Jugendlichen zwischen 9 bis 18 Jahren. Am Fuße der Seite prangen Logos eines Sportclubs, der AOK, einer Jugendzeitung und anderer. Die direkte Ansprache an die Seitenbesucher erfolgt durch einen Regionalfußballspieler mittels Videobotschaft. Laut Impressum zeichnet für die Inhalte des Webplatzes verantwortlich das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg. Die vorerwähnte „Zeckenschule” hat viel Lob im Internet für die ansprechende Gestaltung für die Zielgruppe der Kinder er-

Die im Internet viel gelobte Seite www.zeckenschule.de will 8 bis 14-jährige auf den richtigen Impfkurs bringen. Im Impressum wird der Impfstoffhersteller „Baxter Deutschland GmbH” genannt. Die Seite bewirbt Impfungen – an Kinder (!) – als sicher und wirksam.

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halten. Die folgenden Aussagen der Seite allerdings verstoßen gegen das Heilmittelwerbegesetz und gegen das Grundgesetz des Elternrechts. Es heißt dort beispielsweise: »Hier kannst du Informationsmaterial als PDF herunterladen, das Infos zu Zecken und der Gefahr von Zeckenstichen enthält und über die Impfung zum Schutz vor FSME informiert. […] Der Zeckencomic erzählt, warum Zecken gefährlich sein können und warum eine Impfung gegen FSME wichtig ist. Er ist extra für Kinder. […] Am besten lässt du dich schon im Winter impfen. […] Auf jeden Fall ist es viel schlimmer, krank zu werden und FSME zu bekommen, als sich impfen zu lassen.« [63]. Meiner Meinung nach ein klarer Fall für die Justiz! Der „Impfcheck” wurde in Schulen in Baden-Württemberg mit Plakaten beworben. Jugendliche konnten dort eine Trainingsstunde mit einem Profifußballspieler gewinnen (s.u.). Voraussetzung war die komplette Durchimpfung, die bei Gewinn mittels Impfpass nachgewiesen werden musste, da sonst Dis-

qualifizierung erfolgte. Die dreimalige Impfung gegen FSME war bei den Voraussetzungen dabei. Insgesamt mussten 33 Impfungen mit „ja” angekreuzt und nachgewiesen werden, um eine Chance auf den Gewinn zu erhalten. [80] Im Frühsommer 2009 hat das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) – ein Tarnverein der Pharmaindustrie – ein Info-Mobil „Kein Stich für Zecken“ auf Tour durch Deutschland geschickt. Die Finanzierung dieser aufwendigen Werbeaktion haben die beiden Impfstoffhersteller übernommen. Das DGK erreicht mit seinen Presseaktionen laut eigenen Aussagen eine addierte Tagesauflage von über einer Milliarde. Es hat 75 Mitarbeiter und kooperiert mit nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden. Die Finanzierung von Aktionen erfolgt durch Sponsoren, meist aus der Pharmaindustrie. Dieser Verein ist seit Jahrzehnten für seine einseitige, aggressive Impfpropaganda bekannt. Auch die deutschen Gesundheitsbehörden haben keinerlei Berührungsängste in der Zusammenarbeit.

Seit über 17 Jahren befasst sich die Autorin Angelika KögelSchauz, selber Mutter von vier ungeimpften Kindern, intensiv mit der Impfproblematik. Als Referentin von weit über 100 impfkritischen Vorträgen und (Mit-) Organisatorin etlicher Konferenzen steht sie im Dialog sowohl mit Rat suchenden Eltern und durch Impfschäden Betroffenen, aber auch mit Ärzten und anderen Heilberufen. Die Quellenangaben, auf die sich die eckigen Klammern in diesem Artikel beziehen, gibt es direkt bei der Autorin per Mail: efi@efi-online.de. Webseite: www.efi-online.de

Mein Fazit Die Zeckengefahr wird im Zusammenhang mit der FSME völlig übertrieben. Die Impfung ist nicht nur absolut überflüssig, sondern auch gefährlich! Kein aufgeklärter Mensch sollte sich noch Angst vor den Zecken oder gar der Natur machen lassen. Alle Macht geht ja bekanntlich vom Volk aus. Das Volk sind wir. Und wir machen bei diesem blöden Theater einfach nicht mit. Vielmehr inszenieren wir ruhig und sachlich unsere eigene Vorstellung von Zusammenleben. Dazu gehört für mich auch die Aufklärung anderer, weil das der beste Ansatz ist, um anderen Menschen die Augen zu öffnen und die Angst zu nehmen. Die Verteilung der Depesche mit diesem Artikel leistet hier sicherlich einen sehr wertvollen Beitrag. Angelika Kögel-Schauz www.efi-online.de

Während die Zeckenschule speziell auf Kinder zugeschnitten wurde, spricht die Werbekampagne „Mach den Impfcheck” vorwiegend Jugendliche an.

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