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DAS FEST DES KONSUMS

Die Deutschen lieben das Weihnachtsfest. Und manche Dinge gehören für sie einfach dazu:
die richtige Musik, das richtige Essen, der richtige Tannenbaum. I n der Vorweihnachtszeit
muss einiges erledigt werden, wie zum Beispiel ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Auch
das Einkaufen der Geschenke ist wichtig. Die Deutschen kaufen in der Weihnachtszeit
häufiger und mehr ein als sonst im Jahr.

MANUSKRIPT

SPRECHER:
Jetzt ist es bald wieder so weit. Weihnachten steht vor der Tür – das schönste Fest des
Jahres. Viele Deutsche mögen es besinnlich und bringen sich auf den
Weihnachtsmärkten in Stimmung. Aber die große Masse ist woanders: Shoppen, bis es
kracht. Die Geschäfte rechnen in diesem Jahr mit über 90 Milliarden Euro Umsatz im
Weihnachtsgeschäft, 3,9 Prozent mehr als im letzten Jahr. Aber das Top-
Weihnachtsgeschenk 2016 ist: Geld – mehr als die Hälfte aller Geschenke in Deutschland.
Auf dem zweiten Platz: Bücher, Literatur, gefolgt von Lebensmitteln, Süßigkeiten. Auf
Platz vier: Kleidung. Und dann natürlich: Spielzeug. Gerade die Spielwarenindustrie macht
ihren Hauptumsatz zu Weihnachten. Und dann gibt’s ja da noch den Weihnachtsbaum. Die
kosten meistens ab 50 Euro aufwärts, je nach Wuchs, Höhe und Aussehen.

ILKA SCHEIBER (Weihnachtsbaumkäuferin):


Muss kräftige Tannen haben, damit die Kugeln gut hängen, ne? Und dann gerade Spitze.
Ja, und einfach saftig grün, das ist auf jeden Fall wichtig.

SPRECHER:
Dieses Jahr sind die Bäume gut gewachsen, sie hatten ausreichend Regen. Die meisten
Deutschen lassen ihren Baum mehrere Wochen im Wohnzimmer stehen, so lange, bis die
Nadeln abfallen. Rund 30 Millionen Bäume werden dieses Jahr verkauft. 2015 lag die
Durchschnittshöhe bei 1,68 Meter. Dieses Jahr dürfte er größer ausfallen, der Hauptbaum!
Viele kaufen noch einen weiteren kleinen. Der Trend geht zur Zweittanne für den Balkon
oder die Terrasse. Ohne Baum kein gelungenes Fest. Und der Braten muss natürlich auch
schmecken.

Auf den Weihnachtsmärkten essen die Deutschen gern Spanferkel oder Bratwurst. Die
meisten kommen zum Essen auf die Märkte. Sie beginnen schon im November und dauern
bis Weihnachten. Der Umsatz deutschlandweit: zweieinhalb Milliarden Euro. Aber zum
ersten Weihnachtsfeiertag muss es dann doch ein besonderer Braten sein. Nein, auf den
Teller kommt auch 2016 selten Vegetarisches. Auf Platz vier: Wild. Auf Platz drei:
Rinderbraten. Und jeder sechste Deutsche isst Schwein. Unangefochten auf Platz eins:
Gans oder Ente – jeder zweite Braten. Und eine ganze Gans kostet selten unter 50 Euro.
Wer noch etwas übrig hat, spendet zu Weihnachten.

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SPENDENSAMMLERIN:
Das ist eine Spende für die Kinder aus der Ukraine, die ohne Eltern sind.

SPRECHER:
So locker sitzt das Geld aber nicht. Nur jeder fünfte Deutsche ist dieses Jahr bereit, etwas
für einen guten Zweck zu geben. Das war im letzten Jahr noch anders. Da lag die
Durchschnittsspende bei 35 Euro. Dieses Jahr nur bei 32 Euro. Aber für einige gehört es
zum Weihnachtsfest einfach dazu. Und natürlich die richtige Musik. „Stille Nacht, heilige
Nacht“ – das mit Abstand beliebteste Weihnachtslied. Fast jeder Zweite singt es. Wenn er
denn nach dem Essen und den ganzen Geschenken dazu noch in der Lage ist.

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GLOSSAR

vor der Tür stehen – hier: bald stattfinden; in nächster Zeit passieren

besinnlich – so, dass man nachdenklich wird; ruhig und entspannend

sich in Stimmung bringen – auf etwas Lust bekommen; sich gefühlsmäßig auf etwas
vorbereiten

Masse, -n (f.) – hier: die große Menschenmenge; sehr viele Menschen

shoppen (aus dem Englischen) – einkaufen

bis es kracht – umgangssprachlich für: sehr stark; in großen Mengen

Milliarde, -n (f.) – 1.000.000.000; tausend Millionen

Umsatz, -sätze (m.) – das Geld, das man für den Verkauf von Waren oder
Dienstleistungen erhält, für das man aber noch Steuern bezahlen muss

Top- (aus dem Englischen) – hier: beliebteste; häufigste

Literatur (f., nur Singular) – hier: künstlerische Texte in einer Sprache

Wuchs (m., nur Singular) – die Art und Weise, wie etwas gewachsen ist; die Form

Tanne, -n (f.) – eigentlich: eine Baumart mit Blättern in Form von Nadeln; gemeint ist
hier: das Holz/die Zweige, aus denen ein Nadelbaum besteht

Kugel, -n (f.) – hier: der runde Schmuck, den man an einen Weihnachtsbaum hängt

Spitze, -n (f.) – das obere, spitze Ende von etwas

saftig – hier: frisch; kräftig; gesund

Nadel, -n (f.) – hier: das kleine, spitze Blatt von bestimmten Bäumen, die meist das ganze
Jahr lang grün sind

aus|fallen – hier: sein; in bestimmter Weise beschaffen sein

Trend, -s (m., aus dem Englischen) – die Entwicklung in eine bestimmte Richtung

zu etwas gehen – hier: sich in eine bestimmte Richtung entwickeln

Spanferkel, - (n.) – das kleine und sehr junge Schwein, das gegessen wird
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Wild (n., nur Singular) – die Tiere, die in der freien Natur leben und gejagt werden

Rinderbraten (m.) – ein großes, gebratenes Stück Fleisch von einem Tier mit Hörnern,
das vor allem zur Produktion von Milch oder Fleisch gehalten wird

unangefochten – so, dass niemand daran zweifelt; mit Abstand; ohne Konkurrenz

Gans, Gänse (f.) – ein oft weißer oder grauer Vogel mit langem Hals, der meist am oder
nahe beim Wasser lebt

Ente, -n (f.) – ein kleinerer Schwimmvogel mit kurzem Hals

spenden – etwas (z. B. Geld) verschenken, um anderen Menschen zu helfen

locker sitzen – hier: schnell ausgegeben werden

mit Abstand – hier: weit; sehr deutlich; mit großem Vorsprung

Autoren: Joachim Eggers/Benjamin Wirtz


Redaktion: Ingo Pickel

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