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Deutsche Dramatik nach 1945.

Nach Kriegsende zunächst große Zerstörung der Theaterhäuser und der kulturellen
Kontinuität.Resignative Haltung vor allem der Intellektuellen.Restaurative Tendenzen: Bildungstheater.Alliierte
Kulturpolitik.Größtenteils Unterhaltungswert. Sonderform(en) des Nachkriegstheaters. Hörspiel (Borchert, Eich,
Hildesheimer, Dürrenmatt, Aichinger, Jens, Bachmann).Kabarett (Münchner Schaubude).

In den 50er Jahren. Thema: Erfahrung verlorener Vergangenheit und Konfrontation mit einer anscheinend
stagnierenden, perspektivelosen Welt..Leben in der “Losigkeit”(S. Beckett) ausgedrückt durch das Imaginäre und
Absurde der Handlung.Theater des Absurden. Absage an die Erklärbarkeit und Veränderbarkeit der Welt.

Autoren: Wolfgang Hildesheimer (Pastorale, Die Uhren, Der schiefe Turm von Pisa), G. Grass (Noch 10 Minuten bis
Buffallo), H. Mörs (Zur Zeit der Distelblüte) Tankred Dorst (Die Kurve), M. Walser (Der Abstecher)

Rückbesinnung auf christliche Werte im Kontext der Klage über den allgemeinen Weltverfall (Vorbild: Paul
Claudel)Rückgriff auf dramatische Muster des 19. Jh.: Herbert Asmodi (Konversationsstück Jenseits vom Paradies),
Axel v. Ambesser (Mirakel im Müll)Epigonal, ohne wesentliche Impulse für das dt. Theater

Schweizer Interludium. Zürcher Schauspielhaus als Fluchtburg dt. Theaterkünstler: keine Unterbrechung der
Theatertradition durch Krieg.Brecht (1898-1956).Dürrenmatt (1921-1990).Frisch (1911-1991).Konzept des
epischen Theaters erweitert um jenes des “Lehrstückes ohne Lehre” (Frisch).

Politisierung der Dramatik. Politisch engagierte Dramatik.Soziale Konkretion (M. Walser:Eiche und Agora.Eine
deutsche Chronik, 1962).Neuorientierung durch das dokumentarische Theater: Hochhuth, Kippardt, Weiss. Theater
als Forum öffentlicher politischer Auseinandersetzung (im Kontext der 68er Bewegungen). Hauptthema:
Vergangenheitsbewältigung aus politischer Sicht (vgl. Der Stellvertreter, Hochhuth, oder Die Ermittlung, P. Weiss)
vermittels Einbezug von authentischen Dokumenten (vgl. Kipphardt: In der Sache J. Robert Oppenheimer, 1964).
Gefahr: neue Form des Illusionstheaters, das eine Wirklichkeit, wie sie war, vortäuscht! Verdienst des
dokumentarischen Theaters: Etabliert Theatertraditionen in der BRD wieder, die durch den Krieg abgerissen
waren.starke Linksorientierung im Zuge der Studentenbewegungen. Fragen der revolutionären Politik, Erweiterung
der Thematik mit Hinweise auf außerdeutsche Probleme (z.B. Kuba). das Neue Volksstück (im süddeutschen Raum,
dialektal)

Theater-Experimente. Bundesrepublikanischer Alltag als Thema: Botho Strauss. Extreme Künstlichkeit einer
fotografisch wiedergegebenen Wirklichkeit.Theatralisierte, von der Omnipräsenz der Medien geprägte Realität. In
Kalldewey, Farce spricht B.S. von einem letzten magischen Versuch dem Theater einen mythischen Raum zu
restituieren. Zerschlagung einer durchgehenden Handlung,Fragmentierung der Fabel,Auflösung der Einheit von
Figuren,Durchdringung verschiedener Spiel- und Wirklichkeitsebenen = Merkmale der Dramen der 70er und 80er
Jahre. Neue Spiel- und Kommunikationsweisen.Theater und Drama als Angebot und nicht als Vor-
Schrift.Improvisationstheater.Regietheater im Kontext eines politisierenden Theaters in der Brechtnachfolge.
Tanztheater (vgl. Pina Bausch/Wuppertal)

Österreichisches Theater: Bernhard, Bauer, Handke. Thomas Bernhard und seine Poetik der (Tragi)Komödie:
Austauschbarkeit /Identität von Tragödie und Komödie:
„Wem es gelingt, auf dem Totenbett eine Komödie oder ein reines Lustspiel zu schreiben, dem ist alles
gelungen“Menschliche Existenz als etwas Theatralisches. Idee der universalen Komödie (vgl. Der Theatermacher).
Nur die Komödie kann die Lächerlichkeit der Existenz wiedergeben und steuern.Bernhards Dramolette =
Minidramen, kurze Einakter über deutsche/bayrische Mentalität und Niedertracht. Satire und Kabarett. „Farcen“,
„Endspiel des Kabaretts“.

Publikum und Theaterfigur. Sind allerdings theatertechnisch unspielbar (vgl. Es will nicht mehr illusionistisch Realität „nachahmen“. Sprachlosigkeit. Affekte in ihrer Präsenz.06.„Publikumsbeschimpfung“ (8.Humor in dialektaler Sprachfärbung. 1997. Beutin: Deutsche Literaturgeschichte. reflektiert das Verhältnis zw. logisch aufgebaute Geschichten darzustellen. sondern der Kräfte. Verlust einer (nach)erzählbaren Handlung/Geschichte. Bern-Stuttgart-Wien: Paul Haupt. sondern Zustände. Es hat nicht mehr den Drang. Konflikt. indem deren sprachliche Wirklichkeit bewusst gemacht wird. Weiterführende Literatur. Intensitäten. Horst A. Im Zentrum befindet sich hier nicht mehr das Drama. Vom Realismus bis zur Gegenwartsliteratur. Pascu. das die Regeln des Aristotelischen Theaters sprengt: Seine „Sprechstücke“ zerstören die Weltbilder durch Literatur. konstruiert und entwirft in der Anordnung und im Zusammenwirken der einzelnen Theatermittel ein neues Kunstwerk. Verlagerung des Interesses vom Drama auf die Performance.W.Im Gegensatz zum literarisch – dramatischen Theater richtet sich das postdramatische nicht mehr nach der aristotelischen Dramaturgie mit Exposition. Peter Handke betreibt ein antiillusionäres Theater. Zerfall von Narration. sondern die Theatermittel selbst. Sie stehen gleichberechtigt neben dem Text und sind auch ohne Text möglich und denkbar. Bahr (Hrsg): Geschichte der deutschen Literatur 3. betreibt Demontage der dramatischen Gattung. die die Theatermittel in den Vordergrund stellt und nicht eine zu erzählende Geschichte. Collage. 66) Nebentext wird zur Dominanten. Peripetie und Katastrophe/ Lösung. der Gegenstände. Nicht die Handlung einer Geschichte wird gezeigt. Postdramatisches Theater ist somit ein Theater ohne Drama. Sinnentzug sind typische Zeichen und Formen des postdramatischen Theaters. Postdramatisches Theater komponiert. Temeswar:Excelsior 2000 Das postdramatische Theater. sondern es will .1966) im Frankfurter Theater am Turm: eigentlich ein Essay über die Wirkungsgesetze des Theaters auf das Publikum. Thema des Stückes : das Publikum selbst. indem er an konventionellen Formen festhält: „Ich versuche in einer konservativen Form experimentelle Stücke zu schreiben“. Montage. Das Mikrodrama: Form des Metatheaters. und die Motive für eine dramatische Handlung sind nicht mehr vorhanden.Er spielt mit traditionellen Formen. Diskontinuität. Steigerung. Glaser (Hrsg): Deutsche Literatur zwischen 1945 und 1995.Authentizität durch Körperlichkeit. Stuttgart-Weimar:Metzler 1994. Pascu: Österreichisches Gegenwartstheater zwischen Tradition und Innovation. der Umwelt.Neues Volksstück und Kriminalstück. kein Theater der Bedeutung. .N. innere und äußere Zustände des Menschen. Tübingen und Basel: Francke 1998. der Natur. die Bühne als Ausgangspunkt für eine Bühnenforschung.E.