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Institut für Bau- und

Infrastrukturmanagement
Professur für Infrastrukturmanagement
Prof. Dr. Bryan T. Adey

Projektmanagement
Projektbudget
Dr. Max Kersting
HS 2015
Exkurs
PM in «kleinen» Projekten

 Gesamtkosten ca. Fr. 1’400’000 (inkl. Honorare)


 Termine:
• Urnenabstimmung Nov. 2012
• Baustart Herbst 2014
• Abschluss Frühjahr 2015

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Projektmanagement-Kurs
Lernziele und Themen der heutigen Vorlesung

Lernziele:
 Differenzierung der Kostenarten
 Aufstellen eines Projektbudgets
 Optimieren eines Budgets

Themen:
 Definitionen von Kosten
 Ermittlung der Kosten
 Methoden der Budgetoptimierung
 Präsentation des Budgets

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Einleitung
Budget/Budgetierung
 Ist ein − meist − in wertmäßigen  bezeichnet den
Größen (Geldbeträgen) betriebswirtschaftlichen
formulierter Plan von zukünftigen, Planungsprozess, mit dem Ziel,
erwarteten Einnahmen und ein Budget zu erstellen
Ausgaben

 Ansatz:
1. Schätzung der erwarteten
Einnahmen Ausgaben und Einnahmen pro
Aufgabe, Vorgang und
Meilenstein

Ausgaben 2. Zuordnung der Kosten zu den


spezifischen Terminen gemäss
Projektterminplan und
 Die Ergebnisse der Budgetierung Generierung eines Budgets
bilden das Fundament für die
Entwicklung eines umfassenden
Finanzplans für jedes Projekt

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Definitionen
Kostenarten

Anstoss
Investitionskosten
Planungskosten Liquidationskosten
Anstoss Rückbaukosten
Baukosten
Bauherrenkosten

Bauprojekt

Nutzungskosten
Finanzierungskosten
-Eigenkapitalkosten Betriebskosten
-Fremdkapitalkosten Unterhaltskosten
Abschluss
des Projekts
Umbaukosten

Verwaltungskosten
H.R. Schalcher, Projektmanagement, 5. Sem HS 2009, 2009, S.17
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Definitionen
Abschreibung
 Im Finanzwesen Jahr Abschreibung Restbuchwert
• Verteilung von Kosten über (CHF) (CHF)
mehrere Jahre 0 0 7.000
1 1.000 6.000
 Im Alltag
2 1.000 5.000
• Verminderung des Werts von
3 1.000 4.000
Vermögensgegenständen
(Assets), die in einem 4 1.000 3.000
Unternehmen über einen 5 1.000 2.000
gewissen Zeitraum genutzt 6 1.000 1.000
werden.
7 1.000 0

 Die Abschreibung löst keine


Zahlungsströme aus.

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Definitionen
Personal- / Material- / Sachmittel- und Inventarkosten
Personalkosten
• direkt Lohnkosten (Lohnzahlungen und
übrige Entschädigungen, z.B.
Spesenpauschalen, Prämien)
• indirekten Lohnkosten, z.B. Sozialabgaben ,
Unfallversicherung

Betriebsmittel Materialkosten Werkstoffe Hilfsstoffe


• Kosten für Materialien und Produkte sowie
die damit verbundenen Hilfsmittel
• Tatsächlich verbrauchtes Material (nicht
die theoretisch benötigen Quantitäten)

Mobilien Sachmittel- und Inventarkosten Immobilien


• Einsatz von Mobilien
• Einsatz von Immobilien

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Definitionen
Gesamt- / Einzel- / Gemeinkosten
 Gesamtkosten (z.B. eines Produkts) = Einzelkosten + Anteil Gemeinkosten

 Einzelkosten sind die Kosten, die direkt dem einzelnen Vorgang zugeordnet
werden können
 Gemeinkosten sind die Kosten, die  Die Gemeinkosten
nicht direkt dem einzelnen • berücksichtigen mit einem
Vorgang (oder Projekt) zugeordnet betriebsspezifischen
werden können, z.B. Gemeinkostenzuschlag
• Eigen- und anteilmässig die vorgängig
Fremdkapitalkosten, erwähnten Kostenarten
• Steuern,
• Verwaltungskosten,
• Ver- und Entsorgungskosten,
• Versicherungen
• «Unechte» Gemeinkosten

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Definitionen
Eigen- und Fremdkosten
 Eigenkosten
• Selbstkosten

 Fremdkosten
• Direkte Auslagen an externe Mitarbeitende
und Firmen, die für spezielle Arbeitsleistungen
eingesetzt werden, z. B.

 freie Mitarbeitende,

 Projektleistungen von Drittfirmen,

 Druck- und Kopieraufträge,

 externe Labors, Reise- und


Verpflegungsspesen

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Definitionen
Fixe und variable Kosten
 Fixe Kosten
• Kosten unabhängig vom Output

 Variable Kosten
• Kosten abhängig vom Output
CHF

fix

Output
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Definitionen
Genauigkeit von Kosten

Abhängig vom Projektfortschritt:

 Grobkostenschätzung (Vorstudie) ± 25%

 Kostenschätzung (Vorprojekt) ± 15%

 Kostenvoranschlag (Bauprojekt) ± 10%

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Ermittlung
Kosten

Methode Beispiel

Anzahl
Mannmonate x
Geschätzte Mengen
Lohnkosten pro
und zugehörige
Monat, oder
Einheitspreise
Anzahl Stahl m3 x
Kosten pro m3
Pauschale
Erfahrungswerte Reinigungskosten
von analogen pro m2
Projekten

Beschaffung von
Geräten,
Richtofferten
Fremdleistungen
verwenden
oder
Versicherungen

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Ermittlung
Nutzen

 Beispiele für monetären Nutzen


• zusätzliche Einnahmen
 Steigerung des Gewinns

• reduzierte Ausgaben
 Reduktion der Betriebskosten
 Reduktion der Unterhaltskosten

www.infosat.com/prod_serv/iridium/
 Beispiele für nicht monetären Nutzen
• Imagegewinn

• Erhöhung des Bekanntheitsgrades

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Projektbudget - Unternehmensfinanzen

 Zusammenspiel

Projektbudget Unternehmensfinanzen

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Methoden der Budgetoptimierung
Puffermanagement
 Puffermanagement ist die Veränderung der Zeit der Vorgänge und der damit
verbundenen Ausgaben oder Einnahmen.

 Geeignete Vorgänge für diese Art der Umplanung sind:

1. Nicht kritische Vorgänge mit freier Pufferzeit

2. Vorgänge mit Gesamtpufferzeit

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Methoden der Budgetoptimierung
Verdichtung
Die Veränderung der Dauer eines Vorgangs durch die Erhöhung der
Ressourcen, entweder durch den Einsatz anderer Technologien oder
grösserer Mengen.

Crash-Punkt

Cc
Kosten

Normal-Punkt

Cn

Lc Ln

2 Tage x 1000 CHF/Tag = Dauer 4 Tage x 400 CHF/Tag =


2000 CHF 1600 CHF

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Methoden der Budgetoptimierung
Verdichtung – Beispiel
Die Vorgänge können verdichtet Kosten der
Normale Reduzierte
werden. Verdichtung
Vorgang Dauer Dauer
pro Woche
(Woche) (Woche)
(CHF)
Entwickeln Sie einen funktionalen A 3 2 1‘000
Zusammenhang zwischen den B 4 2 500
direkten Kosten des Projekts und
C 3 2 500
seiner Dauer.
D 2 1 1‘000
3 F 8 8 K 9
E 1 1 -
2 4
1 F,50
5 9
5 9
1 K,10
1 10
7
F 5 4 500
0 A 3 4 G 6 9 L 13

1
1
3
0
4 7
3
2
2
9 10
1
4
1
14
G 2 1 1‘500
0 B 4 4 H 7 8 M 12 H 3 2 1‘000
1 2 B,40 4 3 H,3 1
8 2 M,42
9
1‘500
2 4 6 7 3 10 10 4 14
4 E 5 5 J 8
I 11 8
2 0
1‘000
2 0
0 C 3 6 1 7 7 3 10 J 3 1
0 0
0 3 3
3 D 5
6 K 1 1 -
2 0
5 2 7
3 I 14
L 4 3 1‘000
3 3
0I,11 0
11 14
FA
GP
N
FP
FE

M 4 4 -
SA D SE

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Methoden der Budgetoptimierung
Berücksichtigung von Strafzahlungen
 Gemeinkosten = 200 CHF + 700 CHF/Woche
 Vertraglich vereinbarter Fertigstellungstermin: spätestens in der 17. Woche
 Strafzahlung = 1‘000 CHF/Woche nach der 17. Woche

Direkte Strafe für Gesamte


Projektende Gemeinkosten
Kosten späteres Ende Projektkosten
14 52’000 0 10’000 62’000
15 48’000 0 10’700 58’700
16 46’000 0 11’400 57’400
17 43’000 0 12’100 55’100
18 40’000 1’000 12’800 53’800
19 38’000 2’000 13’500 53’500
20 36’000 3’000 14’200 53’200
21 35’000 4’000 14’900 53’900
22 34’000 5’000 15’600 54’600

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Methoden der Budgetoptimierung
Verdichtung – Gesamtkostenbetrachtung

70

60

50
Kosten (1000 CHF)

40
Gesamtkosten

30 Direkte Kosten
Gemeinkosten
20 Strafe

10

0
14 15 16 17 18 19 20 21 22

Woche

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Präsentation
 Das Budget ist ein Kommunikationsmittel und muss die Planungs- und
Kontrollbedürfnisse des Projekts und der Organisation bedienen.

 Verwendung des Budgets als Baseline für die Überwachung und Kontrolle
des Fortschritts.

KLAR PRÄGNANT

NACHVOLLZIEHBAR

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Präsentation
Zielgruppen
 Das Budget ist das Herzstück eines Projektes

 Nicht jeder Projektbeteiligte bekommt vollständiges Budget dargestellt

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Präsentation
Empfehlungen
 Einbau eines Terminplans mit Zeitangaben der
Ausgaben und Einnahmen

 Verwendung messbarer Einheiten und klarer CHF


Definition der Umrechnung zwischen den Personenstunden
Einheiten

 Definieren von Meilensteinen der


entsprechenden messbaren Ziele

 Kosten-Aufgliederung sollte auch als Budget Organisation


• Vorbereitung des Budgets und
Auf-
• Sammlung und Analyse der Daten für die gliederung
Kontrollsysteme des Projekts und der
Organisation dienen.
Projekt
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Präsentation
Empfehlungen
 Sollte kurzfristige Ziele übersetzen in
• Arbeitsverträge,
• Bestellverträge,
• usw.

 Sollte nach den zuständigen Vorgang Abteilung 1 Abteilung 2


Organisationseinheiten und dem
Arbeitsinhalt aufgegliedert sein A 1‘500
B 3‘000
C 3‘300
D 4‘200
E 5‘700
F 6‘100
G 7‘200
Abteilung
20‘800 10‘200
Total

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Präsentation
Empfehlungen

http://www.bauen.com/hausbau/bauweisen/bausatzhaus/bausatzsystem/br006k10.jpg
 Sollte auf die genauen Standards verweisen, die zur
Definition verwendet wurden
Beispiel Berechnung:
• Der Einheitspreis des Vorgangs
„Porenbetonmauerwerk erstellen“ wurde nach
den Standard-Analysen des SBV 57 CHF/ m2
berechnet, daher kosten 11 m2 = 627 CHF.

Beispiele für Quellen:


 SIA 103 Ordnung und Leistungen für Honorare der Bauingenieure
 SIA 416 Flächen und Volumen von Gebäuden und Anlagen
 SIA 469 Erhaltung von Bauwerken
 SN 506 500 Baukostenplan - BKP
 SN 506 502 Elementkostengliederung - EKG
 BKK Baukostenkennwerte (CRB)
 BEK Berechnungselemente-Katalog (CRB)
 eBKP-H Baukostenplan Hochbau (CRB)
 Standard-Analysen des Schweizerischen Baumeisterverbandes

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Präsentation
Empfehlungen
 In einem kurzfristigen Budget sollte Folgendes
enthalten sein:
• Separater Aufwand pro Arbeitspaket Vorteile:
• Stimmt mit PSP
 Welche Organisationseinheit ist verantwortlich? und OSP
 In welchem PSP-Element ist das AP enthalten? überein
• Grad des Aufwands • Vereinfacht die
Überwachung
 Enthält die Aufwandskosten für mehr als ein AP
und Kontrolle
 Tritt auf, wenn sich die Vorgänge über die Zeit
ändern
• Zuteilung des Aufwands
 Aufwandskosten sind nach AP gegliedert
• Materialkosten
 Kosten sind nach PSP-Elementen und den
entsprechenden OSP-Einheiten aufgegliedert

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Präsentation
Empfehlungen

 Sollte die Gemeinkosten pro Organisationseinheit


enthalten, mit
Reserven

• klaren Vorgaben, wie diese Kosten verteilt sind,

Vorgang

Vorgang
4

5
und

• Managementreserven für unvorhergesehene kontinuierlich


Ereignisse:
 Höhe ist abhängig von der Menge der R.
R.
Unsicherheiten in der Abschätzung der Kosten,

Vorgang

Vorgang
Dauer und Technologiereife.

5
 Sollte in separaten Einheiten berücksichtigt
werden.
diskret

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Fazit
 Der Budgetierungsprozess erzeugt eine Schnittstelle zwischen
• den Zielen der Organisation und
• den Aktionen des Projektmanagers, um diese Ziele zu erreichen.

 Ein Projektbudget ist wichtig für


• die Umsetzung der Zielsetzungen in Pläne und Aktionen,

• die Definition von Richtlinien für die Integration über den PSP und OSP
und

• als Kommunikationsmittel in Bezug auf:


 Entscheidungen zur Ressourcenverteilung
 Erwartete Leistungen

JE KLARER DAS BUDGET DARGESTELLT UND DEFINIERT IST,


DESTO BESSER!

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