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Ein Stosstruppunternehmen

Autor(en): Buchner, Alex

Objekttyp: Article

Zeitschrift: Schweizer Soldat + MFD : unabhängige Monatszeitschrift für


Armee und Kader mit MFD-Zeitung

Band (Jahr): 65 (1990)

Heft 2

PDF erstellt am: 28.07.2019

Persistenter Link: http://doi.org/10.5169/seals-713976

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Aus Kriegsereignissen Lehren ziehen - Auftrag eines Zugführers
Ein Stosstruppunternehmen
Von Major dR Alex Buchner, Dillishausen BRD

Allgemeine Lage und ebenso der Artillerietrupp zurück, der mino-Süd Stellung bezog, machte die im Gra-
eine Fernsprechleitung bis hierher vorgelegt ben gegen den Stützpunkt vorgehende An-
Im Winter 1942/43 befand sich an der Ostfront hatte. griffsgruppe C zunächst lautlos mit blanker
die 267. Inf Div im Bereich der Heeresgruppe Kurz nach Mitternacht hatten sich die An- Waffe und Kolben die weiter angetroffenen
Mitte an der «flo/Aba/w» nach Juchnow in der griffsgruppe C und der Deckungstrupp B Postierungen von 4 Gegnern nieder. Dann
Verteidigung. Während dieser Stellungs- ebenfalls durch die Lücken im Drahtverhau teilte sich die Angriffsgruppe in zwei einzelne
kämpfe kam es zu beiderseitiger Stosstrupp- durchgearbeitet. Infolge aller Vorsichtsmass- Trupps. Der Trupp des Gruppenführers K, zu
tätigkeit, um das Verhalten des jeweiligen nahmen und des guten Anschleichens aller dessen Einzelaufgabe die Ausschaltung des
Gegners, Stärke, weitere Absichten usw auf- Soldaten wie bisher gelang es diesen beiden nördlichen Teils des Stützpunkts gehörte, er-
zuklären. So wurde von der Division ein er- Trupps, völlig unerkannt an den feindlichen ledigte 2 MG mit abermals 4 Mann und
neutes Unternehmen in der ersten Januarwo- Stützpunkt, und zwar am rückwärtigen Ver- sprengte eine Kampfanlage. Weitere 3 Geg-
che 1943 im Abschnitt des Gren Rgt 487 ge- bindungsgraben, heranzukommen. Hier wur- ner, die auftauchten, fielen ebenfalls.
gen einen vorgeschobenen feindlichen Stütz- de nach eingehender Beobachtung die ge- Der Trupp unter Führung des Feldwebels
punkt befohlen. Es sollte von einem Zug des naue Einbruchsteile gewählt, obwohl dicht (Stosstruppführer) war im westlichen Teil so-
2./Gren Rgt 487, verstärkt durch Pioniere, vor den Männern 2 Gegner-wohl als Posten- fort auf einen grösseren Wohnbunker losge-
durchgeführt und durch die Abteilung des
I im Graben standen, die sich anscheinend völ- gangen, auf den ein in der Nähe stehender
Art Rgt 267 überwacht werden. lig sicher fühlten, Schnee schaufelten und Posten zulief. Dieser fiel noch vor dem Bun-
Der Auftrag lautete, den Stützpunkt zu zerstö- sich laut unterhielten. kereingang, ehe er Alarm schlagen konnte. In
ren und Gefangene einzubringen. den von etwa 10 Mann belegten Bunker wur-
Vom Feind war bekannt, dass sich seine Stel- den nun Nebelkerzen geworfen, um die Be-
Einbruch und Kampf:
lungen beiderseits des Dorfes Fomino-Süd Satzung zum Verlassen zu zwingen und Ge-
befanden mit davor gelegenen einzelnen Gegen 00.45 Uhr erfolgte der Einbruch durch fangene zu machen, doch trotz des im Innern
Stützpunkten, von denen aus Verbindungs- einen plötzlichen Ansprung, wobei sofort die entstandenen Nebels kam niemand heraus.
gräben nach rückwärts zu diesen Stellungen beiden Schneeschaufler durch Kolbenschlä- Deshalb entschloss sich der Feldwebel, den
führten. ge ausser Gefecht gesetzt wurden. Dann lief Wohnbunker zu sprengen. Die erste Tellermi-
alles wie geplant und durchgesprochen ab. ne zündete nicht, so dass die beim Trupp be-
Während der Deckungstrupp B Richtung Fo- findlichen Pioniere eine zweite anbringen
Gliederung des Stosstrupps
Mit ausgesuchten Männern organisierte sich
der Stosstrupp wie folgt:
Sicherungstrupp A:
1 Gruppenführer, 2 Mann mit 1 LMG

Angriffsgruppe C:
1 Zugführer (Feldwebel), 1 Gruppenführer,

6 Mann, 4 Pioniere
Deckungstruppe B:
1
Gruppenführer, 2 Mann mit 1 LMG
Artillerietrupp:
1
vorgeschobener Beobachter,
2 Fernsprechsoldaten
Sanitätstruppe:
1
Sanitätsdienstgrad, 2 Sanitäter mit 2 Akjas.

Vorgehen des Stosstrupps:


Am 5. Januar 1943 trat der Stosstrupp nach
genau besprochenem Plan und mit entspre-
chender Ausrüstung um 22.45 Uhr nachts zur
Erfüllung seines Auftrages an und begann
sich seitlich anzunähern. Wegen der herr-
sehenden guten Sichtverhältnisse auf hellem
Schnee in offenem Gelände konnte sich der in
Winterbekleidung gut getarnte Stosstrupp in
der Reihenfolge der genannten Gliederung
nur langsam und vorsichtig bis an den feindli-
chen Drahtverhau heranschieben, den er ge-
gen 23.30 Uhr erreichte. Hier blieb er zu-
nächst einige Zeit liegen, um zu beobachten,
konnte jedoch nichts feststellen, war aber
auch seinerseits nicht entdeckt worden. Un-
terdessen suchten die Pioniere die nähere
Umgebung nach Minen ab. Nachdem man
keine gefunden hatte, wurde der Drahtverhau,
ein einfaches Hindernis aus mehreren «F/an-
dernzäunen», an zwei Stellen durchschnitten.
Daraufhin ging zuerst der vor dem Drahtver-
hau sichernde Sicherheitstrupp A durch die
Lücken und jenseits davon wieder in Stellung.
Vor dem Hindernis blieben der Sanitätstrupp

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natwerfer- und Artilleriefeuer, das sofort von
der eigenen übrwachenden Artillerie erwidert
wurde, ohne weitere Verluste die Ausgangs-
Stellung. Eine besondere Hilfe bot dabei die
von den Fernsprechsoldaten vorverlegte
Drahtleitung. Erst nach Rückkehr wurde fest-
gestellt, dass der Feldwebel und Stosstrupp-
führer mit 2 Mann fehlte. Sie waren zunächst
als letzte vermutet worden, trafen aber nicht
mehr ein. Der Deckungstrupp B berichtete
dann, er hätte die 3 Männer noch gesehen,
wie diese über die Abriegelung hinweg im
Verbindungsgraben noch in Feindrichtung
vorgedrungen wären, wohl in der Absicht,
doch noch Gefangene zu machen. Von dieser
im Plan nicht vorgesehenen Aktion kamen sie
nicht mehr zurück und blieben fortan ver-
misst.

Resultate
mussten. Diese detonierte zusammen mit der noch 2 Tellerminen im feindlichen Verbin-
ersten Mine, riss den Bunker auseinander und dungsgraben. Dort hatte der Deckungstrupp Der Gegner hatte die Durchführung des Un-
vernichtete die Besatzung. Bei dieser Spren- B, der den Graben abgeriegelt hatte, bisher ternehmens durch eine geringe Wachsamkeit
gung gab es zwei eigene Leichtverwundete nicht tätig werden müssen, da der wohl stark begünstigt. Die einzelnen Posten konnten
durch herumfliegende Splitter. überraschte Gegner von Fomino-Süd her kei- ohne langen Kampf niedergemacht werden,
nen Gegenstoss unternahm. Der Deckungs- sie waren nicht bereit, sich zu ergeben und
trupp B sicherte sodann das Absetzen der An- gefangennehmen zu lassen. Der in der Tiefe
griffsgruppe C bis zu den aufgeschnittenen der Feindstellung bei Fomino-Süd befindliche
Räumung des Stützpunktes und Absetzen
Drahtlücken und folgte dann, seinerseits ge- Gegner brauchte zu lange, um zu handeln
Da sich die eingedrungenen Männer im gan- sichert durch den Sicherungstrupp A, nach. und Gegenmassnahmen zu ergreifen.
zen Stützpunkt nur schwer orientieren konn- Auch dieser brauchte nicht einzugreifen, da Der geschätzte Erfolg des Strosstruppunter-
ten, ihre Kampftätigkeit ohnehin schon einige der Gegner auch nicht durch eine Seitenbe- nehmens bestand aus einigen vernichteten
Zeit andauerte, entschloss sich der Feldwebel wegung versucht hatte, den zurückkehren- Feindanlagen im Stützpunkt und etwa 20 To-
etwa um 01.10 Uhr den Befehl zur Räumung zu den Trupps den Weg abzuschneiden. ten des Gegners. Gefangene wurden entge-
geben. Zu diesem Zeitpunkt hatte die ganze» gen dem Auftrag keine eingebracht. Die eige-
Angriffsgruppe jedoch noch nicht alle feindli- Nach Passieren der Drahtlücke und Aufnah- nen Verluste betrugen 3 Vermisste, 2 Leicht-
chen Kampfanlagen zerstört, so dass diese me von Artillerie- und Sanitätstrupp erreichte verletzte sowie einige Männer mit leichten Er-
unbeschädigt stehenblieben. Vor der Räu- der gesamte Stosstrupp im raschen Zurück- frierungen durch das lange Kriechen und Lie-
mung des Stützpunkts verlegten die Pioniere gehen trotz bald einsetzendem starkem Gra- gen im verschneiten Vorgelände.

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